• Jennifer Wiedemann
  • Jennifer Wiedemann

Strong Sails around the world

Wir möchte euch mitnehmen auf eine Reise um die Welt. Wir starten ab Kiel und segeln westwärts! Lue lisää
  • Dartmouth

    21. syyskuuta 2023, Englanti ⋅ ⛅ 16 °C

    Auf Empfehlung anderer Fahrtensegler ging es heute spontan auf einen Ausflug nach Dartmouth. Die Jonny bleibt "Zuhause"
    an ihrem Anker in Brixham.
    Für uns geht es nach einem Frühstück in unserem neuem Lieblingspub per Bus nach Kingswear. Von dort fährt man per Fähre über den Fluss und hat schon hier einen tollen Blick auf diese wunderschöne Stadt!
    Es wird ein wunderschöner Tag mit tollen Ausblicken. Dampfschiffen, Fährfahrten. Einer alten Dampflock und Einblicke in die Vergangenheit der Forts. Mein persönliches Highlight - der Steam Train - der doch tatsächlich nochmal beim
    Rangieren inne hält, damit Jonas ein Foto von mir davor machen kann - freundlich grüßt und dann davon fährt! Wer jemals nach Südengland kommt, den können wir diesen kleinen Küstenort nur wärmstens ans Herz legen. Doch jetzt geht es weiter für
    uns.
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  • Wind und Wellen

    23. syyskuuta 2023, Englanti ⋅ 🌬 16 °C

    Unablässig kämpfen wir uns voran. Morgens um 3 Uhr haben wir vor Brixham den Anker gehoben. Unter mäßigen Wind die Segel gesetzt und sind Richtung Süd gelaufen. Bald schon erreichen wir das südliche Kapp und damit das Ende der Landabdeckung. Die Wellen werden größer. Der Wind stärker.

    Kurs West. Falmouth scheint nah. Doch schon bald müssen wir feststellen, dass man gegen viel Welle bei gerefften Segeln nicht so hoch an den Wind kommt, wie wir das sonst gewohnt sind. Jeden Tag lernen wir dazu. So auch wieder heute! Schlag um Schlag segeln wir hart am Wind mal gen Süden, mal gen Norden. Der Mast arbeitet schwer im Seegang. Ich mache mir Sorgen. Doch alles ist gut. Das Rigg nimmt die Kräfte auf. Die Segel sind gerefft und wir machen Strecke. Kurz überlegen wir nach Plymouth zu fahren. Doch wir halten durch. Gegen Abend erreichen wir endlich die Küste. In der Dunkelheit der Nacht motoren wir den Fluss hinauf. Unser Ankerplatz für die nächsten Tage liegt im River Fal. Hier sollten wir geschützt vor den kommenden Stürmen auf unser Wetterfenster warten können.

    Na, wer sieht den Delfin auf dem Video?
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  • Der Anker fällt

    23. syyskuuta 2023, Englanti ⋅ 🌧 17 °C

    Der Anker ist gefallen. Nach einem anstrengenden Tag und einer aufregenden Flussfahrt im Dunkeln vorbei an Geisterschiffen, unbeleuchteten Tonnen hin zu sehr flachen Gewässern. Tatsächlich ließen wir zum ersten Mal den Anker zweimal fallen. Die erste Position brachte unseren Schwoikreis einfach zu nah ans Ufer. Doch jetzt liegen wir hier und genießen einen leckeren Ankunftsrum!Lue lisää

  • Abwarten und Scrabble Spielen

    24. syyskuuta 2023, Englanti ⋅ 🌬 19 °C

    Das Wetter treibt einen die Tränen in die Augen. Doch es hilft alles nichts. Wir warten ab. Wir warten und hoffen, dass sich etwas tut. Dass wir die Chance bekommen, einigermaßen entspannt in Richtung Süden segeln zu können. Doch wir warten erstmal weiter. Wir basteln am Boot. Wir lecken vergangene Wunden. Wir überlegen, wie wir noch seetauglicher, noch besser angepasst werden können. Wir ziehen neue Kabel. Wir bauen mehr Scharniere an. Wir halten Rücksprache mit Experten von SVB und Hahnfeld Masten und setzen Empfehlungen um.
    Wir schauen unseren Harry Potter Filme Marathon weiter. Wir spielen Scrabble. Das Leben könnte schlimmer sein.
    Mittlerweile liegen wir an einem
    Pontoon im Fluss. In Sichtweite sind Duschen und ein kleines Café. Wir lassen es uns gut gehen. Pfannkuchen am Morgen. Kässpatzen am Abend! Ein letzter Mädelsabend :)
    Morgen muss Koppi uns leider verlassen...
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  • Truro

    25. syyskuuta 2023, Englanti ⋅ ☁️ 19 °C

    Leb wohl Koppi! Ein letzter Tag gemeinsam an Land. Ein letztes Mal gemeinsam Einkaufen. Wer nicht Auf Wiedersehen sagt, kann sich auch nicht wieder sehen! Deshalb bis zum nächsten Mal! Die Planungen laufen :)

    Truro als größte Stadt der Region liegt per Boot nahezu unerreichbar am Ende des Flusses Fal. Wir nehmen die Landvariante und fahren die 4 km mit dem Bus. Es ist ein eher notwendiger Trip. Die Stadt bietet wenig für Tagestouristen wie uns. Eine riesige Kirche im Kern der Stadt ragt gigantisch über den Rest der Stadt hinweg. Doch viel mehr lockt uns leider nicht an. Höchste Zeit Wäsche zu waschen, einen kurzen Snack zu holen und dann dem Großeinkauf für die nächsten Wochen zu machen.
    Voll beladen geht es am Abend zu 3. zurück an Bord. Wir warten weiterhin ab. Nothing new from England! Wir melden uns bald wieder :)
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  • Kurz vor Los

    28. syyskuuta 2023, Englanti ⋅ 🌧 18 °C

    Ich liege in meiner Koje und lausche den Geräuschen um mich herum. Jonas schläft friedlich. Ein Tau schlägt gegen die Wanten. Der Windgenerator sirrt vor sich hin. Dicke Tropfen fallen an Deck. Mal mehr, mal weniger. Wellen klatschen gegen das Heck.
    In einer Stunde wollen wir Anker auf gehen. Eigentlich sollte ich schlafen, doch ich bin hellwach. Prüfe die Wetterkarten. Schaue aufs Regenradar und bin in Gedanken bereits draußen auf offener See. Wird der Wind zu stark sein, die Wellen zu hoch, schaffen wir es rechtzeitig nach Frankreich bevor der Wind einschläft? Wohl kaum. Höchstwahrscheinlich werden wir einen Teil der Strecke motoren müssen, aber wir wollen weiter.
    Wir sind seeklar. Diesel, Frischwasser und Proviant sind aufgefüllt. Das Rigg gecheckt. Das Sturmsegel probeweise angeschlagen. Behelfsmäßige Backstagen im Rigg montiert. Wir können los. Jetzt warten wir auf die Front und den Nordwestlichen Wind. Bald. Noch eine Stunde..
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  • Englischer Kanal

    30. syyskuuta 2023, Ranska ⋅ ⛅ 14 °C

    Von der Dunkelheit in die Dunkelheit. Dazwischen viel Wind, Welle, Flaute und Regen und Sonne. Um 01:36 Uhr fällt der Anker und innerhalb kürzester Zeit liegen wir in der Koje und fallen in einen erschöpften Schlaf.
    Gestern Nacht hatten wir eine Front abgewartet und sind direkt nach dem Winddreher ausgelaufen. Kurz nach passieren der letzten Fahrwassertonne können wir den Motor stoppen und segeln von da an bis 7-8 Knoten gen Süden. Ein strammer Nordwest Wind treibt uns voran. Bringt allerdings auch Welle mit sich. Nicht meine Welle. Es ist kalt und ich bin seekrank. Nach 3 h Wache löst mich zum Glück Jonas wieder ab und ich kann erschöpft ins Bett fallen.
    Gegen Mittag schläft wie erwartet der Wind ein. Es hilft nichts - Motor an! Stätig kämpfen wir uns voran und kommen vor Quessant in eine starke Strömung. Bei 2 Knoten Fahrt will dieses Land einfach nicht näher kommen. Wir ändern die Strategie und fahren Zick Zack. Dadurch landen wir genau zum richtigen Zeitpunkt im Strom durch die Inseln. Endlich wieder Fahrt. Bei der ruhigen See, die nun herrscht, sieht man starke Strömungswirbel und Querströme. Ein tückisches Seegebiet. Doch der Autopilot hält was er verspricht und bringt und sicher ans Ziel.
    Wieder bricht die Kälte über uns hinein. Der Wasserkocher bringt Wärme und Tee. Doch am Ende sind wir froh, dass der Anker fällt und wir in die Koje dürfen. Morgen geht's nach Brest.
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  • Brest

    30. syyskuuta 2023, Ranska ⋅ ⛅ 19 °C

    "Marina de Château, this is Sailing vessel Lucky Jonny - Entering your Marina now."
    5 min später erbarmt sich jemand, um uns einen Liegeplatz zuzuteilen. 1 min später stellen wir fest. Der Platz ist bereits vergeben. Daraufhin 20 weitere Funksprüche. 3 Telefonate. Keine Antwort.
    Schließlich legen wir irgendwo an und ich gehe zum Hafenmeisterbüro. "Ja, sorry, ich hab jetzt Mittagspause." Ja, nee, ist klar. Wir brauchen aber dennoch einen Liegeplatz. Eine halbe Stunde später, endlich. Fest an unserem Steg für die nächsten zwei Tage!
    Auf zu den Duschen und anschließend die Stadt erkunden!
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  • Wir segeln durch die Nacht

    2. lokakuuta 2023, Nordatlantik ⋅ ☁️ 19 °C

    Es ist immer noch ungewohnt, länger auf See zu sein. Die Seekrankheit macht mir zu schaffen. Schlaf finde ich nur stundenweise. Gestern Abend mussten wir wieder den Motor anschmeißen. Ein Hochdruckkern hatte sich in die Biscaya geschoben. Wir erwarteten Östliche Winde in südlicher Richtung. Gegen Mitternacht konnte Jonas endlich wieder Segel setzen und ich in einen tiefen Schlaf fallen. Es ist die erste Morgenwache, in der ich mich wach fühle. Ich sitze alleine im Cockpit und schaue auf die Wellen. In den Himmel. Zu den Sternen. Es ist eine klare Nacht. Wir laufen stetige 5-6 Knoten. Das Rauschen unseres Heckwassers lässt mich die kleinen Böen wahrnehmen, die uns immer wieder anschieben. Doch gleichzeitig lausche ich auf fremde Geräusche - ein Blas? Eine Finne, die aus dem Wasser geschoben wird. Der Gedanke um die Orcas ist tief in mir verankert. Als warte ich darauf, dass sie kommen. Immer wieder gehe ich in Gedanken unseren Plan durch. Autopilot aus. Alle wecken. Motor an und Vollgas. Spibaum zu Wasser lassen. Hämmern. Lärm
    machen. Hoffen.
    Doch bisher höre ich nur das ungebrochene Rauschen der See unter uns. Der Mond scheint hell und ich bin dankbar dafür. Morgen Vormittag könnten wir bereits Spanien erreichen. Die Wassertemperatur steigt mittlerweile stetig an. Auch friere ich nicht mehr so. Endlich erreichen wir wärmere Gefielde!
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  • Biscaya erfolgreich überquert

    5. lokakuuta 2023, Espanja ⋅ 🌙 17 °C

    66 h und 375 Seemeilen nachdem wir Brest verlassen haben, fällt der Anker in der abicht vor A Coruña. Wie immer eigentlich erreichen wir unser neues Ziel bei Nacht. Jonas und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team, was ankern anbelangt. Anker Spot anfahren. Maschine achteraus. Ich gebe Jonas vorne Bescheid, wie tief es ist. Dann wird der Anker auf ca 2,5 fache Wassertiefe ausgelegt. Ich fahre mit erhöhter Rückwärtsfshrt den Anker in den Grund - dann wird nochmal Kette nachgesteckt. Fertig. Das können wir im Schlaf und bringt uns danach auch Sicherheit beim Einschlafen. Der Anker wird halten.

    Unsere Überfahrt war erstaunlich schnell trotz dreier Flautephasen. Dazwischen Segeln mit Topspeed. Bei raumen Winden mit 15-20 Knoten (Böen bis 30 Knoten) segelten wir lange Strecken mit über 7 Knoten Schnitt. Sie läuft wie eine kleine Rennsemmel. Wir sind echt super zufrieden. Diesmal haben wir auch wenig Verluste zu beklagen. Ein Lattenspanner am groß ist aufgegangen. Da werden wir uns Ersatz aus Deutschland schicken lassen müssen.

    Auch unter Wasser ist alles ruhig geblieben. Wir sind durch ein brisantes Orca-Attacken Gebiet gekommen. Doch außer Delfine haben wir keine Finnen gesehen. Gott sei Dank. Auf dem Weiterweg werden wir erneut hindurch müssen. Doch jetzt sind wir erstmsl fest im Hafen von A Coruña.

    Die nächsten Tage werden wir an der Jonny werkeln und auf das passende Wetter für unsere Weiterfahrt nach Teneriffa warten.
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  • Santiago de Compostela

    11. lokakuuta 2023, Espanja

    Santiago de Compostela - der berühmte Jakobsweg. Viele Tausende Menschen begeben sich jährlich auf die Pilgerwege mit dem Ziel in der Spanischen Provinz Galizien. Teils laufen sie dabei über 1000 km um die spirituelle Erfahrung des Weges zu erfahren. Für uns geht es lediglich im Zug in die nahegelegene Stadt. Nach einem strammen Fußmarsch sitzen wir schon bald im Zug und lassen die Landschaft an uns vorbei ziehen. Viel zu sehen bekommen wir allerdings nicht. Die meiste Zeit fahren wir durch Tunnel oder Wälder. Aber in diesem Fall ist ja zum Glück nicht der Weg das Ziel. Bald erreichen wir Santiago und pilgern durch die Straße, schauen uns den gigantischen Park mit Blick über die Stadt an und erhaschen einen ersten Blick auf die riesige Kathedrale im Zentrum der Stadt. Nach einer ausführlichen Geocache-Suche können wir es schließlich nicht länger erwarten - auf zum Pilgerziel. Das Gedränge in den Straßen nimmt immer mehr zu. Zwischen Souvenierläden, kleinen Cafés und Bars, finden sich Straßenmusiker, glückliche Pilger und Touristen, die das Spektakel erleben wollen. Die Sonne scheint zwischen den Häusern hindurch und taucht das Viertel in fröhliches Licht. Immer wieder erspähen wir Zinnen der berühmten Kathedrale. Und dann öffnet sich die Gasse und wir stehen auf einem großen Platz. Menschen tanzen. Menschen klatschen. Menschen umarmen sich. Hier und dort sitzen erschöpfte Gruppen von Wanderern auf dem Boden. Man sieht ihnen den Weg an. Sie sind glücklich und dennoch erschöpft. Endlich am Ziel. Man kann die Spannung und Energie hier regelrecht spüren. Wir sitzen einfach nur da, bestaunen die Atmosphäre und die Menschen. Lassen uns mitnehmen, in ihr Erlebnis!
    Dann gehts für uns auf Expedition! Mit der App Quest, machen wir eine Rätseltour durch die Stadt, lernen Historische Plätze, den Markt und ein wenig über die Geschichte. Eine mega gute Idee! Man wird geleitet, kann ein wenig rätseln und lernt die Stadt kennen. So vergeht die Zeit wie nichts und schon bald sitzen wir wieder im Zug nach Hause zum Boot :)
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  • Leb Wohl A Coruña

    13. lokakuuta 2023, Espanja

    Man sagt, es bringt Unglück, an einem Freitag auszulaufen. Wir laufen sogar am Freitag, den 13. aus. Let's see. Der Tag ist tatsächlich durchzogen von kleineren und größeren Unglücken nachdem wir am Morgen noch gesagt haben, dass Aberglaube für uns kein Stress ist! Wir beschließen, es zu unserem Glückstag zu machen :) Na mal sehen!

    A Coruña haben wir Lieb gewonnen. Es ist ein wunderschönes Städtchen in einer geschützen Bucht. Bietet viele Attraktionen, einen super schönen Hafen und Freunde. Sonni und Niels sind uns gemeinsam mit ihrem kleinen Carlito (ein Chiuaua) ans Herz gewachsen! Wenn man keine Lust mehr auf Bootsarbeit hat, läuft mam einfach hinüber und findet den glücklichsten Hund der Welt wieder. So schnell wie man sbgeschleckt wird, sind alle Sorgen vergessen. Wir veranstalten Stegpartys, gehen gemeinsam die Stadt erkunden und unterstützen uns gegenseitig, wo wir nur können. So haben wir uns das Leben auf Langfahrt vorgestellt!

    Doch jetzt geht es für uns weiter - Auf ins Unbekannte!
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  • No Orcas sighted

    15. lokakuuta 2023, Portugali ⋅ 🌧 18 °C

    Ein Prusten, ein Platschen. Panisch drehe ich mich um. Es ist nichts zu sehen. Ich schalte die Taschenlampe an. Auf einmal Zucken tausende Fischkörper über die Wasseroberfläche. Ich sehe etwas Pfeilartiges durch das Wasser schießen. Ist es ein Orca? Wo ist er hin? Oh da! Zu klein. Ein Delfin. Aber was waren das für Fische? Tausende! Die Delfine jagen übers Wasser! Sie jagen ihr Futter. Eine wilde Treibjagd bei Nacht. Um uns. Über all flappende Geräusche. Delfine, die auftauchen und wieder ins Wasser springen. Dann ist es Vorbei. Es ist wieder ruhig. Solche Erlebnisse werden wir noch öfter haben. Delfine erschrecken uns. Immer wieder leuchten unsere Taschenlampen in die Nacht. Doch dann kommen langsam die Sonnenstrahlen am Horizont empor. Sie leuchten Portugal in difuses Licht. Porto's Lichter sind bereits zu sehen. Es scheint als hätten wir es geschafft!
    Unser Wetterfenster war kurz. Wir konnten weniger segeln als wir wollten. Zu groß ist das Tief, das von hinten heranrollt. Wir sollten vorher im Hafen sein. Die Überfahrt beginnt also mit Motoren gegen Welle. Jakob ist wenig später seekrank. Auch bei mir rumort der Magen. Aber langsam gewöhn ich mich wieder daran. In der Nacht können wir endlich segel setzen und abfallen. Kurs Süd! Mit gehörigen Abstand zur Küste und Orcas, segeln wieder mit 5-7 Knoten dahin. Die Wellen werden zunehmen schwächer und wir kommen gut voran. Erst am Abend schläft der Wind ein und wir müssen erneut motoren. Dafür kommen wir dennoch gut voran. Zeit zum Kochen, Hörbuch hören und in die Wellen starren. Gegen vier Uhr biegen wir wieder Richtung Küste ab. Aber wir haben Glück. Keine Orcas werden uns finden. Wir erreichen die Hafeneinfahrt in den frühen Morgenstunden und ankern kurze Zeit später im Fluss "Douru". Porto wir sind da!
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  • Nazaré / Ausflug Jenny

    20. lokakuuta 2023, Portugali ⋅ 🌬 19 °C

    Der Sturm hat seinen Höhepunkt erreichen. Vor dem Wellenbrecher Porto's haben sich 7 m Welle aufgebaut und brechen über der dicken Steinmauer herein. Trotz des Starkwinds von 35/40 Knoten im Hafen liegen wir ruhiger als in den letzten Tagen. So kann es für mich heute auf einen Ausflug in den Süden gehen:
    Zusammen mit der Crew der "La Lola" geht es frühmorgens im Mietwagen ca 180 km nach Nazaré. Dort erwarten uns hoffentlich die berühmten Big Waves.
    Leider werden sie es heute nicht auf 30 m Höhe schaffen, beeindruckend sind sie dennoch. Die Gewalt der Ozeane ist hier so gut wahrzunehmen, wie kaum wo auf der Welt.
    Nach einer schwierigen Parkplatzsuche - oh wunder, wir sind nicht allein - und einem kurzen Fußmarsch stehe ich gemeinsal mit Roxanne an der Felsklippe nahe dem Leuchtturm Nazarés. Unter uns breitet sich das Meer mit seiner endlosen Weite aus - der Atlantik!
    Langsam rollen die Wellen auf die Küste zu. Man kann anhand der Form erkennen, wie der Meeresgrund unter ihnen flacher wird, wie sie sich langsam aufbauen und dann immer größer werden. Gerade wenn man denkt, dass der Berg nicht noch größer werden kann, beginnt die Spitze des Wellenberges zu brechen. Schaum spritzt. Die Geschwindigkeit steigt. Und dann bricht der Wellenberg unter lauten Krachen in sich zusammen. Schaumige Wogen werden Richtung Land getragen. Man kann die Energie der Wellen spüren, die Kraft, die in diesen Schlägen liegt. Sie haben eine eigenartige Anziehungskraft. Gebannt schaue ich aufs Meer. Immer wieder rollen neue Wellen heran. Immer wieder wiederholt sich das Phänomen. Immer wieder sprüht die Gischt und begräbt alles unter sich. Ich könnte wohl stundenlang hier stehen und diesem Naturschauspiel beiwohnen. Eine Ehre hier sein zu dürfen. Ein Glück, dass ich dies einmal erleben durfte. Roxanne und ich begeben uns entlang der Klippen auf einen Wanderweg Richtung Meer. Aus jeder Kehre hat man eine neue Perspektive. Die Wellen scheinen immer größer zu werden. Die Menschen am Strand wirken wie Ameisen daneben. Bald darauf gehören wir zu den Ameisen und patschen barfuß im Schaum, der am Strand angespült wird, herum.
    Nur mühsam, kann ich meinen Blick letztenended abwenden. Doch der Tag bringt noch eine Überraschung. Eine unglaublich schöne. Verena und Peter haben sich angekündigt. Unsere geliebten Thor-Freunde. Als klar wurde, dass wir doch tatsächlich zu selben Zeit an diesem Ort sein würden, konnte ich meine Vorfreude kaum bezwingen. Peter hatte uns in den letzten Wochen immer wieder mit Wetter-Updates unterstützt. Die beiden sind so nah an uns dran, wie kaum jemand. Und umso dankbarer sind wir, dass wir diesen einen Tag mit den Beiden teilen durften! Am Nachmittag geht es für mich gemeinsam mit den Beiden per Bus Richtung Porto. Endlose Gespräche und freudige Momente füllen den Tag und Abend, den wir bei frischen, lokal gefangen Fisch, Garnelen und Tintenfisch ausklingen lassen!
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  • Kanaren, wir kommen!

    21. lokakuuta 2023, Nordatlantik ⋅ ☁️ 17 °C

    Aufbruch. Seit Wochen versuchen wir nun mehr zu den Kanaren zu kommen. Stürme, Flaute und widrige Wetterumstände zwangen uns immer wieder abzudrehen. Die Pläne zu ändern. Anstatt von England direkt zu starten, segelten wir nach Frankreich, Spanien und Portugal. Sahen tolle Städte und hatten dennoch immer wieder Sehnsucht, endlich diesen Schritt wagen zu können! Wir begaben uns in gefährliche Gewässer und dennoch hatten wir Glück, keine Orcas zu treffen! Eine große Sorge fällt von mir ab, wenn wir dieses Gebiet endlocj verlassen.
    Die letzten Tage machten mir klar, wie verletzlich wir eigentlich sind. Wie abhängig davon, Glück zu haben oder schneller zu segeln als der Wind. Stürme zu umgehen oder sich zu verstecken. Zuhause scheint alles so einfach. Zuhause geht man in sein Haus, macht die Haustür zu. Macht sich eine Tasse Tee und schaut durchs Fenster zu, wie sich die Bäume in den Winden biegen.
    Lebt man auf einem Boot, muss man sich Gedanken machen. Halten die Segel? Bleibt der Mast stehen? Hält der Anker? Halten die Leinen? Sind die Fender richtig ausgebracht?
    Es gibt immer kleine schleichende Sorgen, die im Kopf mit rumgeistern. Man ist immer auf Hab Acht Stellung!
    Doch jetzt geht es los! Wir wollen endlich los! Der Sturm hat nachgelassen. Die Wellen werden niedriger. Man hat uns eine offizielle Genehmigung erteilt, den Hafen verlassen zu dürfen.
    Und so schmeißen wir die Leinen los und es geht los. In ein neues Unbekanntes. So vertraut uns diese Route in den letzten zwei Jahren geworden ist, desto spannender ist es, endlich mit der Jonny aufzubrechen!
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  • Waschmaschine

    24. lokakuuta 2023, Nordatlantik ⋅ 🌬 22 °C

    Ich wache auf. Alles ist feucht. Laute Geräusche haben mich aus dem Schlaf hochgeschreckt. Eine weitere Welle hebt die Jonny an. Kurz darauf stürzen wir hinab ins nächste Wellental. Mit einem dumpfen Geräusch prallt Wasser gegen den Rumpf. Ich werde in meiner Koje umhergeschleudert. Mein Magen verhält sich wohl ähnlich wie in einer Achterbahn. Windgeräusche hallen durch das Boot. Der Windgenerator sirrt laut in dem Böen, die über uns hinwegfegen.
    Mir ist ein wenig übel. Mein Kopf dröhnt. Ich versuche aufzustehen. Kralle mich in der Matratze fest und ziehe mich Richtung Bettende. Jonas sitzt in der Navi und brütet über den Wetterkarten. Es scheint als würden wir den Wind mit uns ziehen. Leider fahren wir immer noch in Richtung Afrika. Wo wir doch zu den Kanaren wollen. Erst der nächste Tag soll eine passendere Windrichtung mit sich bringen. Ich sehne mich nach Ruhe. Mein Nacken ist steif und mein Kopf schmerzt. Kurze Zeit später liege ich wieder in meiner Waschmaschine. Wellen knallen auf das Deck. Am Nachmittag erst hatte Wasser den Weg ins Bootsinnere gefunden. Seither ist gefühlt alles klamm. Das Abendessen viel klein aus. Zu anstrengend war es etwas zu kochen. Nudeln mit Paprika-Sahne-Sauce. Erstaunlich lecker. Etwas wärmendes im Magen hilft auf andere Gedanken zu kommen. Doch hier, gefangen in meiner Waschmaschine im Schleudermodus, bleibt mir nur zu hoffen, dass wir bald da sind. Ich falle in einen unruhigen Schlaf und erwache zum Glück erst wieder als Jonas mich für meine Wache weckt. Der Wind hat nachgelassen und ein wenig gedreht. Ich traue mich die Segel auszureffen und kann zum ersten Mal Kurs Gran Canaris setzen. Nächster Wegpunkt in 465 Seemeilen. Bald ist Halbzeit. Die See beruhigt sich langsam. Im Laufe des Tages werden wir auf die große Genua wechseln oder sogar mal den Gennaker ausprobieren. Noch rauschen wir mit 6 Knoten dahin. Langsam verblassen die Sterne über mir. Zwei Planeten glitzern noch wie Diamanten am Himmel. Dahinter beginnt die Dämmerung das Dunkel der Nacht zu durchbrechen. Vereinzelte Wolken zeichnen sich am Horizont ab. In der Ferne funkelt das Toplicht eines anderen Seglers. Er hat wohl das gleiche Ziel. Ziel Wärme.
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  • Höhen werden höher / Tiefen tiefer

    25. lokakuuta 2023, Nordatlantik ⋅ ☀️ 23 °C

    "Die Höhen werden höher und die Tiefen werden tiefer" - es wird ein Auf und Ab der Gefühle. Das Leben auf See ist extrem. Wir wurden gewarnt. Wir konnten mit diesem Satz nur bedingt etwas anfangen.. langsam beginne ich, ihn zu verstehen!
    Der gestrige Tag brachte endlich Sonnenschein. Wärmende Strahlen wärmten meine Haut. Wir begannen unseren Tag als Waschtag. Mit Eimer, Shampoo und Lappen bewaffnet saß ich im Cockpit und versuchte mir beim Versuch mich zu waschen, nicht die Beine zu brechen! 🫢 Einen Heidenspaß später war ich wieder sauber. Der Tag versprach ein schöner zu werden. Ein Hoch. Wir spielten, wir konnten endlich wieder lüften. Wir hatten tolles Essen. Wir segelten gut dahin. Abends setzten wir den Gennaker und zogen förmlich gen Süden. Bei einem herrlichen Sonnenuntergang segelten wir dahin. Hans Zimmer begleitet uns und Jonas lässt seine Drohne steigen, um diese schönen Minuten einzufangen. Und dann zieht das Tief über uns herein.
    Beim Versuch die Drohne zu landen, rutscht Jonas beim Fangen ab, die Drohne macht einen Schlenker, knallt gegen den Geräteträger und stürzt ab. Verloren. Die Drohne. Die Aufnahmen. Es tut mir unendlich Leid für Jonas. Es ist nie leicht, die Drohne zu fangen. Doch heute wollte es nicht sein. Wenig später, schläft der Wind ein. Die Segel schlagen und wir bergen sie. Was bleibt uns anderes übrig als wieder zu motoren. Das Dröhnen bringt meine Migräne zurück. Ich schlafe im Salon, um ein wenig mehr Ruhe zu finden. Trotz Ohrstöpsel merke ich, dass etwas nicht stimmt. Wenig später verklingen die Motorgeräusche. Wasser im Diesel. Zu viel Wasser. Jonas hat Schwierigkeiten, die Filter zu wechseln und das Wasser aus dem System zu bekommen. Für eine halbe Stunde scheint es, als wäre ein Teil so defekt, dass wir keine Maschine mehr würden nützen können. Gemeinsam schaffen wir es, das Teil wieder zu montieren. Gegen Mitternacht läuft der Motor wieder. Ein neuer Tag beginnt. Hinfort mit dir, du Tief!
    Vielleicht wartet ja heute wieder ein wenig Wind auf uns! Noch 350 Seemeilen bis zu unserem Ziel!
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  • Noch 120 Seemeilen

    28. lokakuuta 2023, Nordatlantik ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir rollen der Sonne entgegen
    Die Waschmaschine wurde mittlerweile von einer Schiffschaukel abgelöst. Ist euch schon mal aufgefallen, dass eine Schiffschaukel auf dem Jahrmarkt in die falsche Richtung schaukelt? Wir rollen gerade 20 Grad zu beiden Seiten. Nicht nach vorn und hinten ;-) Die Suppe im Topf bewegt sich trotz frei schwingenden Herd nahe am Abgrund. Sachen fallen herunter. Die blauen Flecken nehmen zu. Aber wir sind fast da!
    Seit dem 24. September versuchten wir zu den Kanaren zu segeln. Die Wetterlage hat es uns sehr schwer gemacht. Doch nun ist Lanzerote querab.
    Wir halten - mal wieder unter Maschine - auf Gran Canaria zu. Der Süden der Insel ist unser erstes Ziel. Puerto Rico. Klingt sonnig. Wir sind gespannt. Ich glaube, wir sind wirklich froh anzukommen. Das erste größere Ziel unserer Reise. Den Stress des Vorankommen-Müssens endlich mal vergessen. Wir wollen wandern gehen, baden, und ein wenig am Boot werkeln. Morgen ist Weihnachten. Morgen bekommen wir einen riesigen Haufen Ersatzteile. Können die Jonny wieder ein wenig mehr an unser tägliches Leben anpassen. Jonas möchte auf Teneriffa seinen Tauchschein machen. Wir werden die Thor Heyerdahl wieder treffen, Freunde und alte Bekannte! Neue Segler-Freunde kennen lernen und einfach mal im
    Hier und Jetzt leben.
    Der Vollmond scheint hell heute Nacht. Das Meer erstrahlt im dünsteren Glanz. Der Horizont ist wolkenverhangen. Vereinzelt sehe ich die Positionslichter anderer Schiffe. Manchmal wünschte ich deren Geschichten zu kennen. Doch sie verschwinden irgendwann am Horizont und schweigen. Oder doch nicht?
    Samanta schweigt nicht. Gerade als ich die letzten Sätze aufschreibe, erreicht mich ein Funkspruch. In Gedanken vertieft, hätte ich ihn beinahe nicht gehört. Silke von Trans Ocean ist gerade auf Wache und hat uns entdeckt. Sie und Knud kommen gerade von Madeira. Wir wechseln uns über die Überfahrt aus und versprechen uns, einander bald zu sehen!
    Ein kleiner, schöner Moment dieser Morgen. Bald wird die Sonne aufgehen. Denn wir schaukeln ihr entgegen. Noch 120 Seemeilen bis zum Ziel!
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  • Morgenerwachen

    29. lokakuuta 2023, Espanja

    Gestern Morgen um 07:40 war das Erste Mal seit Tagen Land in Sicht. In der Ferne erspähte ich mit dem Fernglas die ersten Felsen der Insel Lanzerote. Und doch hat es noch einen gesamten weiteren Tag benötigt, um an unser Ziel zu gelangen. Der Süden Gran Canarias!
    Ich habe heute Nacht schlecht geschlafen. Zu viele Gedanken trieben mich umher. Jonas musste am Ende noch eine halbe Stunde länger Wache gehen, damit ich überhaupt etwas Ruhe bekommen habe. Doch jetzt bin ich hellwach. Unter Motor laufen wir den Süden der Insel entlang. Lichter blinken zu mir herüber. Die Küste ist eine gute Meile entfernt von uns. Die See ist fast spiegelglatt. In der Ferne kann ich bereits den Hafen ausmachen. Der Mond scheint wieder hell und zeigt uns den Weg. Wir sind da! Was für eine Erleichterung! Durch Wetterrouting von Johannes und Peter haben wir es geschafft! Wir hatten Starkwind und Flaute. Vorwindkurse, Raumschotskurse, Halben Wind und Hart am Wind. Seegang von Ammersee bis 4 m Welle. 7 Tage nur Wasser. Jonny's erste große Reise! Und jetzt haben wir es einfach geschafft. Erleichterung durchfließt mich. Ich freue mich darauf, in den nächsten Stunden anzulegen, eine Dusche zu nehmen und die ersten wackeligen Schritte an Land vorzunehmen. Denn nach einigen Tagen unter ständigem Gewackel wird es sicher eigenartig sein, Land zu betreten..
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  • Puerto Rico - First steps ashore

    29. lokakuuta 2023, Espanja ⋅ ☁️ 23 °C

    Zugegebenermaßen, eine touristischere Destination hätten wir uns wohl kaum aussichen können.. dennoch liegt der Hafen Puerto Rico halbwegs idyllisch zwischen den hohen, felsigen Bergen der Südküste Gran Canarias. An den Hängen sind viele Hotels, doch hinter ihnen ragt eine wunderschöne Landschaft empor!
    Landgang!
    Wir treffen hier Jenny's Papa samt Familie und werden in den kommenden knapp zwei Wochen immer wieder etwas mit den vieren unternehmen. Zur Feier unserer Ankunft durften wir uns am All you can eat Frühstücksbuffett gründlich die Mägen vollschlagen! So viel Essen! Das sind wir quasi gar nicht mehr gewöhnt! Gestärkt geht es daran, unser Boot Landgangsfein zu machen und dann die Stadt zu erkunden!
    Am Nachmittag geht es dann bereits ins benachbarte Puerto Mogán zu einem besonderen Erlebnis - einer U-Boot Tour! Das erzähle ich euch in einem anderen Footprint!
    Aber auf jeden Fall sind wir gut angekommen und werden erst einmal bis 2.11. in Gran Canaria bleiben bevor es weiter nach Teneriffa geht!
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  • U-Boot Fahrt in die Tiefe

    29. lokakuuta 2023, Espanja ⋅ ⛅ 24 °C

    Der Kapitän gibt das Kommando die Luken zu schließen. Auf der Leiter steht einer der Offiziere und zieht die schwere runde Klappe herab und verschließt sie mit einem drehbaren Mechanismus. Wir verlassen den Hafen von Puerto Mogán. Wenig später werden die ersten Kammern geflutet, über die Kamera sehen wir, wie wir langsam auf Tiefe gehen und schließlich die Meeresoberfläche verlassen. Um uns herum die Tiefe des Meeres. Die Sicht ist trüb. Doch plötzlich taucht der Meeresboden in den Fenstern auf. Wir tauchen ein, in einer andere Welt. Vorbei an Fischschwärmen und künstlichen Riffen. Vorbei an einer surrealen Welt. Das U-Boot hat große Glasfenster zu allen Seiten. Begeistert können wir uns gar nicht entscheiden, zu welcher Seite wir hinausschauen sollen. Plötzlich taucht ein gigantisches Schifgswrack auf. Die großen Decksplatten sind aufgerissen. Das Schiff liege schon viele Jahre hier am Grund des Meeres. Zwischen den Teilen entdecken wir Fische - Baracudas, Trompetenfische und viele weitere Arten haben hier ein Zuhause gefunden. Es scheint harmonisch. Es ist, eine schöne Erfahrung hier schwerelos durchschweben zu dürfen. Wir gehen bis zu einer Tiefe von 25 m hinab. Das U Boot wiegt 108 Tonnen und könnte sogar bis 60 m hinabgleiten. Nach 40
    min beginnen wir die Steigefahrt. Wasser wird aus dem Boot gedrückt. Der Boden neigt sich empor und wir verlassen diese schöne Welt. Mit einem Ruck durchbrechen wir wieder die Meeresoberfläche und kehren ins Hier und jetzt zurück.
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  • Gran Canaria's Natur

    1. marraskuuta 2023, Espanja ⋅ ☀️ 23 °C

    Lässt man einmal die Hotel-Bunker von Puerto Rico hinter sich, werden die Häuser schnell kleiner. Die Straßen enger. Und Vegetation unberührter.
    Auf kurvigen Straßen winden wir uns durch die Natur Gran Canaria's. Am liebsten würde ich an jeder Kurve stehen bleiben, um die Natur der Insel zu bestaunen.
    Palmen, Aloa Vera, Bananenstauden durchziehen die Landschaft. Felsige Abschnitte wechseln sich mit üppig grünen Tälern ab. Trotz wenig Regen im südlichen Teil der Insel gedeihen erstaunlich viele Pflanzen. Den Norden erreichen wir leider nicht. Dafür aber die Wanderdünen von Maspalomas! 15 m hohe Sanddünen, die sich jährlich etwas verschieben und daher den Namen "Wanderdünen" tragen.
    Viel zu schnell neigt sich der Tag dem
    Ende zu. Abends falle ich glücklich, die Insel von ihrer schönsten Seite gesehen haben zu dürfen, ins Bett!
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  • 6 Beaufort an der Kreuz

    3. marraskuuta 2023, Espanja ⋅ 🌬 24 °C

    Eine ruppige Überfahrt liegt hinter uns. Aufgrund unseres Familienbesuchs haben die die Liegeplätze bereits monatelang im Voraus gebucht. Und somit auch den 2. November als Überfahrtstag ausgesucht. Vorhersage 20 Knoten aus Nord. Wir hatten auf den Nordostpassat gesetzt. Und müssen höher an den Wind als gedacht. Aber es hilft alles nichts. Zur Sicherheit wechseln wir das Vorsegel. Die Fock ist kleiner und reffbar.
    Mein Papa und Elias sind auch am Start. Und so wollen wir zu viel Lage vermeiden. Früh um 6 Uhr verlassen wir bereits den Hafen und steuern unter Motor Richtung Teneriffa. Aufgrund der hohen Berge ist auf fast allen kanarischen Inseln im süden eine Flautezone. Der Himmel ist klar und schon bald erleben wir wieder einen der Sonnenaufgänge, die einen warm ums Herz lassen werden. Sonnenauf- und untergänge sind einfach wunderschön auf See. Die Farben. Die Spiegelung im Meer. Das Strahlen.
    Glücklich starten wir in den Tag! Zwei Stunden später beginnen die ersten Wellen unter uns durchzurollen. Der Wind frischt merklich auf und kurz darauf können wir den Motor stoppen und mit 6 Knoten Richtung Teneriffa segeln.
    Kurz darauf trifft Elias die erste Seekrankheit. Zu erwartet. Mein Papa hält sich dank Tabletten wacker. Die Wellen schießen über Deck. Schon bald müssen wir reffen. Großsegel. Vorsegel. Wir segeln dennoch 6 Knoten. Ein unangenehmer Kurs. Für die Jonny und für unsere Gäste. Der Ausblick auf den wolkenfreien Pico del Teide ist jedoch lohnenswert. Jonas und ich haben unseren Spaß! Der Wind kommt deutlich westlicher sls vorhergesagt. Und auch kleine Böen ziehen zwischen den Inseln hindurch. Immer wieder tauchen wir tief in die Wellen. Fallen in Wellentäler. Bäumen uns auf. Um kurz darauf wieder hinabzufallen. Wir sind so hart am Wind, wie wir können, um trotzdem guten Speed zu machen. Bis knapp unter die Küste geht es so weiter. Dann geht erneut der Motor an und mit 30 Sekunden Ankündigung ist Elias seine Seekrankheit wie weggewischt. Der ruhige Hafen ist erreicht. Das rund 1 km
    lange Hafenbecken schirmt jegliche Welle gekonnt ab. Wie in einer Festung.
    Und dann ist das Wiedersehen groß! Unsere Freunde Tim und Verena mit der Moana haben uns ein Plätzchen neben sich organisiert. Nach 2,5 Monaten Fahrtensegeln sehen wir uns endlich wieder!
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  • Pyramiden von Güímar

    6. marraskuuta 2023, Espanja ⋅ ⛅ 20 °C

    Auf den Spuren von Thor Heyerdahl. Der Namenspatron des Traditionsseglers; auf dem wir uns kennen gelernt haben, lebte bis zuletzt auf den Kanarischen Inseln. Er war Forscher und Entdecker. Er wagte zwei Ozeanüberquerungen (bzw 3) in traditionellen Schilfbooten, um seine Theorien zu unterstreichen. Um seine Theorien in Tatsachen umzuwandeln. Er war ein tapferer Mann, der sich nicht unterkriegen hat lassen. Für uns ist er ein großes Vorbild. Deshalb war es Pflicht, dass wir uns die Pyramiden von Güímar und das dazugehörige Thor Heyerdahl Museum anschauen!Lue lisää

  • Siam Park

    10. marraskuuta 2023, Espanja ⋅ ☀️ 26 °C

    Einfach mal Kind sein! Aber mindestens 1,40 m groß - man will ja schließlich den vollen Spaß ausnutzen!
    Um 10 Uhr geht es los! In einen der best bewerteteten Wasserparks Europas. Na das muss getestet werden. Die lange Schlange lässt uns kurz Sorgen haben, dass viel los sei. Aber die Sorgen sind unbegründet. Es ist Nebensaison und Reisetag für viele Touristen! Schnell haben wir einen Locker gefunden und auf geht's in die erste Rutsche. Ein Ring für 4 Personen, den wir glücklicherweise auch zu 3. belegen dürfen. Das kurvige Nass schlängelt sich durch tropische Sträucher und innerhalb von Sekunden sind wir Wasserpark-getauft und angefixt jede einzelne Rutsche des Parks zu testen. Treppe hoch, Rutsche runter. Und Rutschen gibt es, das kann man sich gar nicht vorstellen. Große Trichter. Steile Rutschen. Rutschen, die mehr einen 15 m hoch die Wand hinauf schieben. Es ist ein Heidenspaß und wir nutzen den Park bis zur letzten Minute aus. Mein persönliches Hightlight sind die Robben am Ende. Im
    Parkeingang leben die vier Robbys in einem überdimensionierten Gehege und chillen ihr Leben. Eine watschelt immer an Land und lässt sich zurück ins Wasser plumpsen. Eine bestaunt die Zuschauer zurück und die dritte pustet Wasser in die Luft und fängt es wieder auf! Nur mühsam kann Jonas mich aus dem Park lotsen und so geht ein wunderschöner Tag zu Ende!
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