• Jennifer Wiedemann
  • Jennifer Wiedemann

Strong Sails around the world

Wir möchte euch mitnehmen auf eine Reise um die Welt. Wir starten ab Kiel und segeln westwärts! Læs mere
  • Deep Bay

    26. februar 2024, Antigua og Barbuda ⋅ ☀️ 28 °C

    Mit Caro und Anna sind wir am Buchten-Hopping. Wir waren uns einig, möglichst viel von diesem Land anschauen zu wollen.
    Von Antigua wird erzählt, dass es rund 365 Strände haben soll. Für jeden Tag einen anderen. Wenn man entlang der Küste fährt, dann weiß man warum. Das türkise Wasser ist nahezu überall flach und endet auf schneeweißen Sand.
    Heute geht es rüber in die Deep Bay. Schnorcheln. 1905 ist hier ein 3-Master untergegangen. Die Spitze des Großmast sehen wir bereits aus der Ferne. Zusätzlich markiert durch eine Boje schaut der Maststumpf aus dem Wasser. Von dort Richtung Land ragt das neu entstandene Riff in die Höhe. Am Bug ist es nur wenige Zentimeter unter der Wasseroberfläche. Doch die Sicht ist schlecht. Das erhoffte Schnorchelerlebnis fällt etwas nüchtern aus. Jonas und ich schlagen vor, Richtung Küste zur schnorcheln. An den Felsen wird das Wasser flacher und die Sicht etwas besser. Wir sehen Lobster, kleine Fische und einige Korallen. Für Caro und Anna bereits ein Highlight. Jonas und ich sind in der Hinsicht bereits etwas verwöhnt.
    Zurück an Bord, beschließen wir bereits Richtung Jolly Habour aufzubrechen. Am nächsten Morgen erfahren wir: Richtige Entscheidung. Die Mülldeponie des Landes verbrennt wohl in der Deep Bay Spezialmüll. Freunde müssen im Morgengrauen fluchtartig Ankerauf gehen, um dem beißenden Gestank zu entkommen.
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  • Sunddowner

    26. februar 2024, Antigua og Barbuda ⋅ 🌙 26 °C

    Sprung zurück nach Jolly Habour! Für uns geht es nun daran, das Land von innen zu erkunden. Zunächst nach St. John's und dann tags darauf per Mietwagen um die Insel!

    Doch zunächst ankern wir in der nächsten Bucht und fahren mit dem Dinghi an Land. Die Sonne ist kurz vorm Horizont. Zeit für einen Sundowner!Læs mere

  • Antigua's Schönheit

    28. februar 2024, Antigua og Barbuda ⋅ ☀️ 27 °C

    Bei unserer Einreise hat mich die Port Authority gefragt, welches das schönste Land der Karibik ist. Meine Antwort: Dominika, aber Antigua hat jetzt eine gute Woche Zeit mich zu überzeugen!
    Im Vergleich zu Dominika scheint Antigua ein reiches Land. Die Häfen strotzen vor Reichtum und Stolz. An den Küsten finden sich große Anwesen, teure Hotelanlagen und rießige Yachten. Auch die Preise sind höher. Das Land ist anders. Ganz anders. Findet man in Dominika Regenwälder mit verschlungenen Straßen. So zeigt sich Antigua mit gerade Straßen leichten Wäldern, aber dennoch viel grün. Erst im Süden der Insel werden wir Regenwald entdecken. Gerade im Landesinneren finden wir viele Viehweiden, Ackerbau und Wiesen. Die Küsten im Osten sind zerklüftet. Doch Stränden siedeln sich ringsum die Insel an. Es gibt keine Bucht ohne das weiße Gold der Karibik.
    Nach einigen Tagen vor Anker, an denen wir viel Schnorcheln, die Strände erkunden und Urlaub machen, zieht uns die Neugierde auf die Insel.
    Zwei Tage nehmen wir uns Zeit, dem Land näher zu kommen. St. John's zeigt sich als vielfältige, betriebsame Stadt, die sich stark an den Kreuzfahrttourismus angepasst hat. Richtung Wasser sind die Häuser bunt und ordentlich, voller Souvenirläden und teurer Markenshops. Restaurants zieren die Uferlinie und hinter ihnen ragen drei große Kreuzfahrtschiffe empor. Aida aus Deutschland, P&O aus England und Carneval Cruises aus den USA. Entsprechend machen wir uns einen Spaß daraus, die vielen Touristen den Schiffen zuzuordnen, bevor wir uns aus dem Stadtzentrum entfernen und lieber das Museum des Landes und alte Destillerie Ruinen im Industriehafen erklettern. Das bringt besondere Freude mit sich. Denn die Ruinen liegen eigentlich auf Privatgelände. Als wir den Security fragen, ob es nicht doch möglich wäre, dort hinaufzugelangen, hält er uns überraschend den Schlüssel für das Tor hin und wünscht uns viel Spaß!
    Wenig später stehen wir am "Gipfel" des Hügel und schweifen mit unseren Blicken über die Stadt. Man sieht die Kretsche zwischen Arm und Reich. Die teilweise notdürftig reparierten Häuser, die übergehen in einfache Betonhäuser und im Zentrum des Einkommens, dem Tourismus enden.
    Wir sind gespannt, wie der restliche Teil der Insel ausschaut und sitzen am nächsten Morgen bereits Vormittags im Mietwagen. Unsere Route führt uns durch einfache Ortschaften. Städte gibt es hier außer St. John's keine. Dafür viel Küste. Denn nach einer knappen Dreiviertelstunde Fahrt haben wir bereits das andere Ende des Landes erreicht. Die Atlantikküste zeigt sich uns mit azurblauen Wasser und Hüfttiefen Wasser bis mehrere Hundert mehr vor den Strand. Wir können es uns nicht nehmen lassen, eine Badepause einzulegen. Wem ginge das auch nicht so..
    Im Anschluss geht es nur 5 Minuten weiter zur Devil's Bridge. Eine Felsformation vor der Küste. Eine natürlich geformte Brücke zieht sich über das Meer. Die Wellen brausen ungebremst heran und Gischt schießt in die Höhe! Vorsichtigen Schrittes gehe ich die Meter über die Brücke und bleibe zum Glück trocken! Man trocknet hier zwar sehr schnell, aber auf eine Dusche Neptun's konnte ich gerne verzichten :)
    Stattdessen machten wir uns auf den Weg in den Süden und gleichzeitig in die Vergangenheit. Wie ist Antigua entstanden? Wer hat es besiedelt? Wie wurde es so kulturell vielfältig? Antworten finden wir in English Habour, der ehemaligen Kriegsmarine-Basis der Engländer. Die gesamte Bucht samt ihrer Gebäude erzählen eine Geschichte einer Ära, die durch Sklavenhandel und Piraterie geprägt waren. Die Forts und die große Werft wurden seinerzeits jedoch nicht angegriffen. Dennoch war man durch die vielen Gunpoints und Forts bestens vorbereitet. Doch die Soldaten fielen am Ende eher dem Gelbfieber zum Opfer. Dafür waren die Inseln berücktigt für Havarien und sinkenden Schiffen. Antiguas und Barbudas Küsten liegen voll davon. Es gab sogar schon früh ein eigenes "Team", um Schifgbrüchige zu retten und aber gleichzeitig die Ladungen zu plündern. Das alles erfahren wir im Unesco Kulturwelterbe von English Habour. Mit seinem heute strotzenden Yachthafen für die Superlative wirkt es irgendwie grotesk. Mit unseren 15 USD Eintritt pro Person erhalten wir gleichzeitig die Möglichkeit, die Boote der Schönen und Reichen näher zu betrachten. Einen Liegeplatz haben wir hier gar nicht erst angefragt. Das wäre wohl nicht ganz im Budget gewesen. Aber schön anzusehen ist das Gelände dennoch. Alt trifft auf neu. Die Segelmacher sitzen noch im genau dem gleichen Gebäude, wie vor hunderten von Jahren. Die Gebäude linksrum sind weitestgehend erhalten. Doch dahinter ragen nicht mehr traditionelle Segelschiffe, sondern hochmoderne Carbonmasten in die Höhe. Der Wandel der Zeit.
    Für uns ist es Zeit, den restlichen Süden zu bewundern. Das erste Mal sehen wir richtige Regenwälder und kurvenreiche Straßen. Doch auch hier finden wir erneut die Küste und weißen Strände. Hier lassen wir den Tag in einem Strandrestaurant bei Fish Chowder, Burgern und Mango Smoothies ausklingen.
    Antigua hat heute und in den letzten Tagen auf jeden Fall einen weiten Sprung nach oben in meiner Lieblingsländer-Liste gemacht!
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  • Cades Riff

    29. februar 2024, Antigua og Barbuda ⋅ ☀️ 28 °C

    Abtauchen in die Welt der Ruhe. Das Cades Riff liegt südlich von Antigua. Richtung Westen ist es offen und mitten im Hufeisenförmigen Riff liegt hauptsächlich Sand - ideal zum Ankern. Ideal für uns, um einen kurzen Zwischenstopp zu machen und abzutauchen.

    Tauchflaschen sind hier nicht von Nöten. Den das Riff liegt größtenteils in maximal 1 m Wassertiefe und erlaubt auch Schnorchlern sehr nah an die Korallen und Fische heranzukommen.
    Vorsicht ist geboten, die Pflanzen nicht zu berühren oder gar mit den Flossen zu treffen. Doch wir sind geübt und halten uns an der Oberfläche. Je ruhiger man ist, desto mehr Fische sind um einen herum.

    Aber auch hier merkt man die Klimaerwärmung. Viele Teile des Riff sind bereits abgestorben. Ausgeblichen. Und in Trümmern. Doch auch neues Leben wächst bereits zwischen den verstorbenen Korallen.

    Jonas findet ein altes Segelbootwrack und gemeinsam entdecken wir die Umgebung.
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  • Abschied

    1. marts 2024, Antigua og Barbuda ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir können es kaum glauben, dass wir das letzte Mal unseren Anker neben die weiße Yacht werfen, die uns so ans Herzen gewachsen ist. Das blaue Logo strahlt uns übers Wasser an. Bald heißt es Abschied nehmen. Nach Wochen und Monaten, in denen sich unsere Wege immer wieder gekreuzt, ja lange Zeit sogar komplett mit einander übereingestimmt haben, werden sie sich diesmal ein letztes Mal auseinander bewegen.
    So viele schöne Erlebnisse haben wir geteilt und jetzt gehen wir wieder eigene Wege. Für die "LeeLoo"s geht es Richtung British Virgin Islands, Bahamas und dann zurück nach Europa. Für uns geht es bald weiter Richtung Westen. Der Pazifik ruft!
    Lebt wohl, ihr tollen Menschen - Lena, Dirk, Hannes, Emilia und Luise! Danke, dass ihr Teil unserer Reise ward!
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  • Zurück nach Guadeloupe

    1. marts 2024, Guadeloupe ⋅ 🌙 26 °C

    Der Morgen wird durch unseren Abschiedsschmerz von den LeeLoos begleitet. Wir nehmen die 5 nochmal in die Arme und vertrösten uns damit, dass wir im Kontakt bleiben und einander im Dezember wieder sehen werden. (Heimaturlaub in der Planung)
    Als sich das Dinghi entfernt, ziehen wir unser Beiboot hoch und heben den Anker.
    Immer noch von Hand. Diesmal sind es nur 30
    m Kette. Aber Jonas flucht dennoch leise vor sich hin. Der Schalter zur Bedienung ist kaputt und wir haben noch keine Zeit im Paradies gefunden, diesen zu reparieren. Vielleicht genießt Jonas aber auch den Morgensport - wer weiß!
    Bevor wir den Landschutz verlassen, ziehen wir die Segel hoch. Anna schluckt eine Seekrankheitstablette und kurze Zeit später reffen wir bereits das Groß wieder ein. Zügig werden die Wellen höher, der Wind stärker. Die Jonny beginnt ihren üblichen Tanz und wackelt vor sich hin. Ich höre das erste Scheppern. Die Kisten sind unterm Tisch rausgerutscht. Schnell mache ich mich auf den Weg, um auch das restliche Schiff nochmals zu sichern und schon klappt der Herd auf und mir kommen die Backbleche entgegen. Vorbei die Ruhe. Fluchend räume ich ihn wieder ein und verriegel schnell die Türe. Dann ist wieder Ruhe.
    Wir kommen gut voran und erreichen bereits am Nachmittag Guadeloupe's Norden. Unter Land wird Wind und Welle schnell weniger und schon bald liegen wir leicht schaukelnd vor Port Luis - die kleine Küstenstadt soll uns in den nächsten Tag berherbergen.
    Caro und Anna verlassen uns und Charlotte und Korbi steigen dazu. Wir planen zwei Tage Landgang bevor es mit neuer Crew Richtung West Guadeloupe geht.
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  • Guadeloupe Landgang

    3. marts 2024, Guadeloupe ⋅ ⛅ 25 °C

    Wir sind erschlagen. Was für ein Kulturwechsel. Die Inseln Antigua und Guadeloupe trennen nur 40 Seemeilen und dennoch sind sie so unterschiedlich wie es nicht sein kann.
    Wir tauchen ein in tropische Regenwälder und spüren, warum sie Regenwälder heißen. Es regnet. Ich verbinde Guadeloupe tatsächlich hauptsächlich mit Regen. Unsere Batterien
    sind so leer, wie seit Monaten nicht mehr. Liegt vielleicht auch daran, dass Starlink gestern etwas übermäßig lief, aber dennoch ;-)
    Im Regenwald angekommen. Nämlich 1,5 h Fahrt von Port Luis aus, ziehen wir uns Regenjacken an und wandern einen Fluss entlang. Der Weg ist super in Stand gehalten und wir sind voller Vorfreude auf den Wasserfall. Der Regen prasselt mittlerweile hart auf uns herab. Die andere Uferseite ist kaum zu sehen. Der Fluss gibt Rauchschwaden ab und wir geben es auf, nicht nass werden zu wollen. Ist sowieso zu spät. Irgendwann erreichen wir einen Felsen. Mit einem Rinnsal an Wasser. Das war wohl nichts. Hier wird kein Wasserfall mehr kommen. Enttäuscht machen wir kehrt. Caro und Anna laufen bereits vor. Ich erkläre Jonas, dass ich zumindest einmal, das Wasser berührt haben möchte und rufe erstaunt aus: Das ist ja warm!! Oder sogar heiß!
    Und wir haben uns schon gewundert, warum das Pärchen flussabwärts so entspannt im
    Fluss liegt! Caro und Anna werden mit wilden Rufen zurückbeordert und schnell sind wir in Badesachen geschlüpft und sitzen in unserem natürlichen Pool und genießen die Wärme, während dicke Tropfen von den nassen Blättern auf uns hinabfallen.
    Was für ein glücklicher Zufall!
    Zurück in Port Luis wartet mein nächstes Highlight. Während Caro und Anna ihre Unterkunft beziehen und Jonas nochmals zum Boot fährt, mache ich mich auf zum
    Strand, um meine beste Freundin in die Arme
    zu nehmen! Charlotte und Korbi haben es sich nicht nehmen lassen, uns hier in der Karibik zu Besuchen. Und werden die nächsten Tage mit uns durch Guadeloupe reisen.
    Den Abend verbringen wir gemeinsam bei einem karibischen Abendessen in der Stadt.
    Das Pläneschmieden hat ergeben: Wir wollen die nähere Umgebung, die Steilküste im Osten und die Mangroven von Port Luis anschauen.
    Der nächste Tag bringt, wie nicht anders erwartet, Regen. Erneut folgen wir einem Wanderweg. Erneut prasselt es auf uns herab. So haben wir das nicht gebucht. Die Landschaft um uns herum blüht förmlich auf im Regen. Das Grün erscheint grüner und trotz Regen sehen wir Geckos, Vögel und die natürliche Schönheit Guadeloupes. Nach 5 km geben wir aber dennoch auf. Jonas läuft über die Straße zurück und holt den Mietwagen. Ab an Strand und eine Stärkung holen!
    Wir sind bis auf die Socken und Unterhosen durchnässt. Diesmal ohne Regenjacken. Hilft ja sowieso nicht, wenns oben reinläuft.
    Das karibische Mittagessen entschädigt uns und stärkt uns für den zweiten Teil des Tages - Mangrovenwälder.
    Nördlich des Friedhofs, zwischen den parkenden Autos beginnt der Pfad. Über einen Holzsteg dringen wir tiefer und tiefer in die dicke Vegetation ein. Mangroven und tropische Pflanzen säumen den Weg. Der Regen gönnt uns eine Pause und wir genießen den Ausblick. Atmen die Gerüche des Regens von vorhin ein. Vom Grün, das uns umgibt. Eine schöne Abwechslung zum Blau der Meere. Eine Erinnerung, die sich mit in unsere Reise einreiht. Eine Erinnerung, die ich nicht vergessen werde!
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  • Barracuda

    4. marts 2024, Guadeloupe ⋅ 🌬 27 °C

    Jonas und Korbi haben Hunger. Genauer gesagt - Fischhunger. Begeistert wirft Jonas die Angel raus.
    Wir segeln unter Genua Richtung Westen. Der Passatwind beschert uns 20 Knoten Wind und 6,5 Knoten Fahrt. Wir sind unter Handsteuer und müssen immer wieder Fischerbojen ausweichen.
    Plötzlich tut es einen Schlag. Die Angelrute sirrt, die Halterung bricht und nur die Leinensicherung hält die Angel an Bord. Die Leine ist gerissen. Wir vermuten, dass sich der Haken in eine der zahlreichen Fischerbojen verhakt hat. Pech. Doch noch wollen wir nicht aufgeben.
    Müssen wir einfach vorsichtiger sein. Also Angel erneut raus. Wir biegen um das Kap und fahren nun gen Süden.
    Wieder spannt sich die Angelleine. Doch diesmal nicht so stark. Jonas und Korbi holen sie ein während ich das Cockpit schon mal auf den Besuch vorbereite.
    Ein Barracuda! Erkennbar an dem bösen Gesichtsausdruck, den gestreiften Körper und vor allem an den langen Zähnen. Ein Jagdfisch.
    Während Jonas den Fisch ausnimmt und filetiert, google ich die Frischkrankheit Ciguatera. Mein mulmiges Gefühl wird bestätigt: Jonas, es tut mir Leid - aber den dürfen wir nicht essen. Barracudas leben in der Nähe von Riffen und ernähren sich von kleinen Fischen dort. Die Gefahr, zu erkranken ist zu groß.
    Es tut mir Leid, um den Fisch, aber es tröstet mich, dass er sicher von anderen Fische gegessen werden wird, wenn auch nicht von uns.
    Das nächste Mal wissen wir besser Bescheid und können ihn direkt wieder reinwerfen.
    Also heute kein Fisch. Glücklicherweise habe ich Hack-Käse-Lauch Suppe gekocht. Schmeckt auch super lecker!
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  • Unterwasser im Alleingang

    6. marts 2024, Guadeloupe ⋅ ⛅ 28 °C

    Nur du, ich und das Meer! Mit diesem Spruch begann Jonas und meine Beziehung vorneinihrn Jahren und gleichzeitig die Idee, unser Leben in die Welt zu verlegen. Auf einem Boot zu wohnen und fremde Länder zu entdecken.
    Länder und Natur. Über Wasser und auch Unterwasser. Nur du, ich und das Meer.
    Heute tauchen wir in die Tiefe des Meeres. Das erste Mal alleine. Ohne Guides, Ohne Freunde. Einfach nur zu zweit.
    Es dauert heute morgen eine Weile bis wir alle unsere Sachen zusammengefunden und das neue Equipment zusammengebaut haben. Doch dann ist endlich alles im Beiboot verstaut und wir fahren die halbe Meile zum Marinepark Réserve Cousteau. 20 Meter vor erreichen der Boje, geht der Motor aus. Warum auch immer. Ich, schon im Neo gekleidet, rudere die letzten Meter und komme völlig fertig an. Schnell ins Wasser bevor man einen Hitzschlag bekommt. wir verschieben das Motorproblem auf später..
    Ich blase mein Jacket auf, schubse es über Bord und versuche es gleichzeitig festzuhalten und nicht hinterher zu fallen bevor ich nicht meine Taucherbrille auf dem Kopf habe. Gar nicht so einfach während wir mit dem kleinen Dinghi in den Wellen tanzen. Endlich bin ich im Waser und schiebe meine Arme durch die entsprechenden Laschen und ziehe alles fest. Dann helfe ich Jonas sein Equipment fertig anzuziehen. Bevor ein weiteres Boot an uns vorbeifährt, beschließen wir lieber schnell in die Tiefe zu gehen.
    👌🏼Alles okey?
    👌🏼Alles okey!
    👎🏼 Abtauchen?
    👎🏼 Abtauchen!

    🤙🏼 Freude ausdrücken!
    Wir sind in der Tiefe. Erstmal nur 5 m und bereits umgeben von einer Vielzahl an Fischen, Schwämmen und Korallen!
    Uns geht es gut. Wir sind in unserer eigenen, gemeinsamen Welt. Abgeschnitten von Geräuschen. Hand in Hand erkunden wir die Ungebung und tauchen langsam den Hang hinab in die Tiefe. 6 m, 8m, 10m bis auf 18 m. Wir begleiten Fische bei der Nahrungssuche. Entdecken Krebse und anderes Getier zwischen den Felsen. Bewundern Korallenformationen. Und fühlen uns frei und ungezwungen. Tauchen bringt mich zu mir selbst. Zur Ruhe. Zum langsamen Atmen und Kopf freikriegen. Als würde man die Sorgen an der Oberfläche zurücklassen und in eine eigene Welt eintauchen. Sonnenstrahlen dringen zu uns herunter. Erwärmen das Wasser, lassen die Korallen schimmern. Wir machen eine große Runde durch die Gärten dort unten bevor wir innerhalb der Badezone einmal kurz auftauchen um uns zu orientieren bevor wir zurück auf Tiefe gehen und weitere 20 Minuten in der Nähe unseres Dinghi bleiben und dort die Welt erkunden.
    Dann gehen wir langsam in die Höhe und genießen die Sonne in unseren Gesichtern und erfreuen uns an dieser Erfahrung.
    Der Motor will übrigens immer noch nicht starten. Also stauen wir unser Equipment, schnappen uns die Paddel und machen uns auf den Rückweg.
    Am Ende wird alles gut. Es war wohl ein kleiner Blindstopfen herausgerutscht und hat verhindert, dass der Motor startet. Schon
    eine Stunde später schnurrt er wieder wie ein Kätzchen!
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  • Zu 7.

    7. marts 2024, Guadeloupe ⋅ 🌬 28 °C

    Die Jonny ist für 7 Personen ausgelegt. Und doch haben wir hier erst wenige Male mit 7 Personen gewohnt. Heute gesellen sich zu Charlotte und Korbi noch Tobi, Mona und Kathi hinzu.
    Die Rettungswesten habe ich bereits aus der Bugkoje gegraben.
    Kein leichtes Unterfangen. Kissen runter. Matratze runter. Unterleger runter. Kojenbrett weggeräumt. Und jetzt durch das Chaos noch zurückfinden. Dann Sachen ausräumen. Rettungswesten raus. Sachen wieder einräumen, Passt nicht. Gut, wieder mal Tetris. Na endlich, schnell alles wieder rein und dann noch das Bett wieder herrichten. Zack, ist wieder eine halbe Stunde vergangen!
    Langsam können wir die Rentner, die nie Zeit haben, verstehen! Wir haben häufig keinen Plan für den Tag und dennoch ist es schnell Nachmittag! Ich stehe häufig schon um 06:30 auf, um überhaupt Zeit für diese Broadcasts zu finden. Es ist mit ein Rätsel, wie Influencer ihren Tag gestalten. Wie sie Zeit finden, all diese Videos zu machen und zu schneiden.
    Wir genießen lieber das Leben! Alles kann nichts muss. Und nun stehen hier 7 Personen an Deck, Und 5 Koffer!!! In unseren Mitseglerinformationen bitten wir darum, auf Koffer zu verzichten. Die 5 wissen nun warum. Man weiß gar nicht, wohin man treten soll. Alles ist voll dieser unpraktischen Gepäckstücke. Aber was solls. Es ist nur für den Tag. Abends werden Charlotte und Korbi ins Hotel umziehen.
    Als alles Menschen und Gepäckstücke endlich verstaut ist, ziehen Jonas und ich das Boot hoch und hieven den Anker. Der Wind ist schwach bis nicht vorhanden. Unter Motor laufen wir gen Süden. Les Saintes haben wir bereits besucht und wollen es nun näher erkunden.. diesmal eben mit unseren Freunden.
    Als wir Mittags um die Südspitze Guadeloupe's biegeb, bewahrheitet sich der Wetterbericht. SE 5. Traumhaft. Wir müssen genau Kurs SE laufen. Gegen die Welle. Gegen den Wind. Zum Glück bleiben alle von der Seekrankheit verschont und nach 2 h erreichen wir endlich den Landschutz. Am Ziel angekommen geht's ab ins kühlende Nass! Wer zuletzt drin ist!!
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  • Ankerplatzkino

    11. marts 2024, Guadeloupe ⋅ ⛅ 26 °C

    *Die Zeit vergeht wie im Flug*
    Manchmal wünschte ich, ich könnte euch mehr mitnehmen. In unseren karibischen Alltag. Doch ich hoffe, dass die Anekdoten das sind, was wichtig ist. Was spannend ist. Zuhause berichtet ja auch keiner darüber, wie man Nudeln kocht (oder zumindest interessiert es dann keinen).
    Unser Leben hier ist manchmal wie zuhause. Wir gehen einem doch gleichbleibenden Rythmus nach. Unsere Arbeit ist unser Boot. Und Frühstück findet häufig vor schönen Kulissen statt. Wir haben etwas mehr Urlaub als zuhause. Müssen uns mehr Gedanken übers Wetter machen. Auf unsere Umgebung achten. Und statt abends ins Kino zu gehen, genießen wir gemeinsam mit Freunden, die wir immer wieder neu kennen lernen, das alltägliche Hafenkino oder eben Ankerplatzkino.
    Und so beginnt die Story über die Deutschen Charterboote. Man muss dazu sagen, dass Charterboote überall auf der Welt den gleichen Ruf haben. Sie können nichts und die Menschen darauf, sie häufig bereits mittags und während der Fahrt am Trinken. Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber die Ausnahmen fallen nun mal nicht auf. Und so sehen Jonas und ich die Armada kommen. Deutsche Charterboote. Von einem mitteldeutschen Yachtclub. Vermutlich auf einem See Segeln gelernt und bereisen nun für zwei Wochen die große weite Welt. Boot Nummer 1 hat es mit voller Geschwindigkeit zu einem potentiellen Ankerplatz geschafft. Der Ankerplatz bietet Platz für eine, mit ein bisschen Phanatasie für zwei Yachten. Rasant wird aufgestoppt, Anker raus. Voilá! Gut, der Anker liegt jetzt in einen kleinen Kettenberg in 13 m Tiefe, aber dafür waren sie die ersten!
    Das nächste Boot, ein Katamaran, erreicht uns kurze Zeit später, um den heißbegehrten zweiten Ankerplatz zu ergattern. Anker fällt. Scheinbar gefällt ihnen die Position nicht. Der Anker bleibt unten und wird entspannt in einem großen Kreis einmal durch das Seegras und den Sand gezogen. Irgendwann gefällt die Position und ich höre das Bier ploppen. Entgeistert schauen wir uns an.. na zum Glüvk halten sie Abstanf zu uns.
    Ich mache mich auf den Weg zu Freunden. Sitze im Dinghi und unterhalte mich mit Ella und Mika (passenderweise auf der anderen Seite des Spektakels). Gerade als ich von den spannenden Manövern erzähle, drehen wir uns um. Denn ein lautes Platschen unterbricht meine Erzählung. Unter lauten Deutschen Gequassel hat eine weitere Yacht ihren Anker geworfen. Und kommt exakt 5 m neben uns zum Liegen. Man muss für die Laien einmal dazu sagen. Wasser ist eine flüssige Masse. Und Boote nunmal schwimmende Objekte. Bewegt sich das Wasser oder der Wind, bewegen sich die Boote. Wenn alles gut läuft, bleiben sie zumindest bei ihrem Anker bzw der Anker, wo man ihn hingelegt hat. Diese Bewegung nennt sich Schwoien. Nur, dass Boote eben nicht so schwoien, wie der Besitzer das will, sondern eben anders. Entsprechend muss man überlegen, drehen beide Boote mit dem Heck aufeinander zu - braucht man genügend Platz oder eine gute Versicherung. 5 m reichen übrigens nicht, wenn das eine Boot 13 und das andere 15 m lang sind.
    Entgeistern schauen Mika und Ella die Herrschaften an. Die Crew scheint zufrieden. Geschafft?! Ich verabschiede mich von meinen Freunden und düse den Katzensprung hinüber, um Nachhilfe in Sachen ankern zu geben. Lustigerweise scheint genau eine Person an Bord, mein Anliegen ernst zu nehmen. Kopfschüttelnd fahre ich weiter. Zum Glück hat die Person scheinbar genug Durchsetzungsvermögen. Denn wenig später, ankern sie um. Abends setzt neuer Wind ein. Und oh Wunder - die gleiche Yacht treibt erneut um ihren Anker und landet mit dem Heck einen Meter vor Ella und Mika. Wenn man dem Kapitän auf dem Nachbarboot die Hand schütteln kann, ist man zu nah. Eine recht einfache Faustregel ;-)
    Auch Yacht Nummer 4 ankert inzwischen in dem kleinen 2-Boote Arial. Es muss wohl einfach wunderschön sein; neben uns zu ankern.
    Wir verbringen unseren Tag auf der Jonny und später am Abend auf der Livin' it. Alles bleibt ruhig, wir gehen ins Bett. Bis Jonas und kurz darauf ich von einem Schreien wach werden. Wir sprinten aus der Koje und sehen ein Positionslicht ca 2 m vor unserer Bordwand auf uns zukommend. Wir brüllen ihnen zu. Gerade noch rechtzeitig dreht die Yacht ab und zeigt ihre wehende yachtclub Flagge. Es ist Yacht Nummer 1 - der Anker-Ketten-Haufen hat wie erwartet den alltäglich Böen der Bucht nicht stand gehalten. Warum
    man dann direkt mit Fullspeed durch ein dunkles Ankerfeld brettern muss, man weiß es nicht. Der Kapitän scheint jegliche Orientierung verloren zu haben und ist auf dem besten Weg zur nächsten Yacht. Ich brülle ihm zu, dass er nach steuerbord gehen soll. Endlich erreichen sie offenes Wasser.
    Jonas une ich machen es uns im Cockpit gemütlich und starren mit offenen Mündern den vergeblichen Ankerversuchen der 50Fußyacht zu. Wir überlegen, ihnen anzubieten, für sie zu ankern (kleine Auffrischung der Bordkasse). Nach 30
    min und 3 Ankerversuchen kommen sie endlich (und sogar an einer Stelle mit genug Platz) zum liegen. Dem Himmel sei Dank.
    Endlich können wir schlafen, denn morgen ist ein großer Tag!
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  • Durch die Karibik Tag 1

    13. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C

    Es ist 5 Uhr. Jonas hat mich gerade geweckt - Wachwechsel. Es hat länger gedauert bis ich tatsächlich eingeschlafen bin. Ich muss mich erst wieder dran gewöhnen, dass mir alle zwei-drei Sekunden eine Welle das Kopfkissen oder die Matratze klaut. Natürlich tut sie das am Ende gar nicht, aber ich rolle dennoch immer wieder herum. Irgendwann gewöhnt sich der Körper daran und dann fällt man auch in einen tiefen Schlaf. Mein Kopf liegt in einem weißen Knochenförmigen Kissen mit Mitzekatzengesicht. Jonas nennt es nur "Knochenkissen". Ich "Mietzekatzenkissen". Trotz bescheuerter Namen ist es genial. Durch die Sichelform bleibt zumindest der Kopf ruhig liegen. Doch jetzt muss ich aufstehen. Ein Gutes hat das: Ich werde gleich endlich erfahren, wann es hell wird! Normalerweise wache ich meist um 06:30 auf und da ist es bereits hell.
    Unser Lossegeln war gestern super entspannt. Wir haben nach und nach alles vorbereitet. Carla und Antonia, unsere neuen Crewmitglieder, eine intensive Sicherheitseinweisung gegeben und nochmal eine ausführliche Badepause eingelegt. Nach einer kurzen Stärkung, motorten wir hinaus in die offene See. Wie erwartet müssen wir zunächst zwei Stunden motoren um den Landschatten zu verlassen. Doch dann setzen wir die Segel und beschleunigen auf 6,5 Knoten. Die Reise beginnt.
    Heute Mittag stehen bereits 120 Seemeilen auf dem Track. Nicht schlecht für den Anfang. Die Winde sind bisher schwächer als erwartet. Zum Glück schiebt ein Knoten Strom bin, so dass wir dennoch gut vorankommen.
    Antonia und Carla sind deutlich weniger seekrank als erwartet und gleich startet die erste Runde Übersee-Carcasonne!
    Dem einzigen, dem es nicht gut geht, ist dem Klo.. das hat beschlossen zu tropfen.. aber zum Glück haben wir Ersatz an Bord und Jonas als Freiwilligen Handwerker! 🤙🏼
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  • Durch die Karibik Tag 3

    15. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C

    Wir reiten die Wellenberge hinab. Surfen immer wieder. Erreichen nicht selten die Welle runter auch mal die 10 Knoten. Im Schnitt sind es eher 6,5 bis 7 Knoten, aber man muss dennoch grinsen, wenn man die zweistellige Geschwindigkeit sieht.
    Nach den viel zu leichten Winden der vergangenen Tage, war es eine mentale Wohltat den Wind in den Haaren zu spüren. Zu sehen, dass wir endlich voran kommen. Die Segel nicht mehr schlagen, weil sie vergeblich versuchen den Wind einzufangen.
    Die Wohltat bringt auch Bewegung ins Schiff. So wurden die langsamen Schaukelbewegungen durch ruckartiges Bocken, schnelles Krängen und vor allem durch schnelles wieder Aufrichten abgelöst. Abwechselnd stehen Jonas und ich auf, um klapperndes Geschirr wegzuräumen, irgendwo noch ein Seil dran zu knoten, Wasserkanister nachzustauen oder ein weiteres Handtuch in einen Schrank zu stopfen. Die seitlichen Fenster bleiben mittlerweile zur Sicherheit zu. Wer weiß, ob nicht doch mal eine Welle ihren Weg an Bord findet. Unser Heck und unser Bug heben und senken sich abwechselnd, wenn immer wieder Wellen unter uns durchgehen. Ab und an knallt das Vorsegel, durch eine Welle aus dem Gleichgewicht gebracht. Links und rechts von uns brechen die Wellen. Fliegende Fische springen übers Wasser. Meterweit sieht man sie vor unserer Gischt davonhechten. Die Gischt ist gerade in das Licht der aufgehenden Sonne getaucht. Strahlt magisch vor sich hin.
    Gestern Abend hat Antonia die ersten Delfine gesehen. Ich habe sie unter Deck fiepen gehört und Antonia war ganz erstaunt, dass das möglich ist. Beim nächsten Mal wird sie wohl das Ereignis unter Deck verfolgen.
    Doch für uns geht es weiter. Wir sind mittlerweile fast an Puerto Rico vorbei. In 200 Seemeilen werden wir langsam Richtung Süden abbiegen. In einem großen Bogen um die südliche Küste herum und uns langsam Panama und den San Blas Inseln nähern.
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  • Durch die Karibik Tag 4 - Squall

    16. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C

    Unser erster Squall.
    _Was ist ein Squall?_
    Einfach beschrieben ist ein Squall eine lokal ausgebildete Windzelle, die sich entlang der Hauptwindrichtung fortbewegt und in der Regel deutlich stärkere Winde, so wie Regen und kurzfristige Winddreher mit sich bringt. [Kann man Squalls kommen sehen?_
    In der Regel - Ja. In Deutschland wären die Vorboten wohl als klassische Gewitterwolken zu bezeichnen. Squalls treten meist nachts auf und deshalb sind sie nicht immer gut erkennbar. Die Sterne sind nicht mehr sichtbar oder der Himmel wird noch dunkler als er normalerweise sichtbar ist.
    _Welche Strategien gibt es?_
    1 - Bereits stark gerefft durch die Nacht.
    2 - Ordentlich Ausguck halten und im Zweifel einmal die Fock wegrollen bevor der Squall einen erreicht.
    3 - Damit leben, dass zwischenzeitlich mal ordentlich viel mehr Wind im Segel steht.
    -> Wir fahren eine Mischung. Unsere Segel sind so eingestellt, dass sie den Meerwind abkönnen sollten. Dennoch rollen wir ab und an auch mal die Fock weg. Sicheres Ankommen und heile Segel stehen in der Priorität über Geschwindigkeitsrekorden.
    _Wie läuft ein Squall ab?_
    Es ist 05:40. Peng! Ich höre unsere Fockschot knallen und knarzen. Erschrocken blicke ich von meinem Buch auf. Ich hätte es kommen sehen müssen. Die Sterne sind verschwunden. Der Himmel ist tief schwarz. Ein Blick auf die Winanzeige sagt mir: 30 Knoten Wind. Doch die Gefahr besteht, dass es mehr wird. Schnell wecke ich Jonas. Mit dem Wind ist es besser ein Segel zu zweit wegzurollen. Der Wind weht konstant mit 28 bis 32 Knoten. Dann setzt der Regen sein. Jonas verkrümelt sich schnell wieder in seine Koje. Ich mache die Luke dicht und lasse die Tropfen auf mich herab prasseln. Es ist zum Glück bereits früh am morgen so warm, dass ich keine Regenjacke brauche. Nach 5 Minuten lässt der Wind bereits nach. Dann kommt das Rückseitenwetter. Wenig Wind. Ich rolle die Fock wieder aus und lebe damit, dass sie noch einige Male schlägt. Die Windanzeige sagt: 11 Knoten. Erst weitere 10 Minuten später gehen wir zurück auf Normal. Es ist 06:00 Uhr.
    Die Segel stehen wieder gut gefüllt da. Der Wind hat sich bei 18 Knoten eingependelt und ich kann entspannt wieder auf meiner Backskiste sitzen. Jetzt bin ich wach. Hinter uns färbt sich der Himmel bereits gelblich und kündigt den Morgen an.

    PS: Sonst geht's uns gut!
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  • Durch die Karibik Tag 5

    17. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C

    Gestern Mittag haben wir uns dazu entschlossen, das Großsegel zu Bergen. Keine leichte Entscheidung. Erst haben wir es nur gehalst. Der Wind ließ es davor immer wieder umschlagen. Kein schönes Gefühl. Lautes Knallen und Donnern halt durch das Boot. Die Vibrationen sind auch im Bett zu spüren. Raumschots nahm es der Fock den Wind. Weiter gerefft. Hilft nichts. Also weg damit. Jetzt hängt es da. Mehr schlecht als recht zusammengebunden. Gestern ist die Leine vom Lazy Bag gerissen. Die hängt jetzt in 10 m Höhe. Bei dem Wind und der Welle ist es keine Option, dort hochzuklettern. Nicht für eine LazyBag Leine.
    Abends haben wir uns nochmal mit Peter zuhause besprochen. Auch heute morgen schreibe ich mit ihm. Was ist die klügste Strategie? Nur mit Fock sind wir flexibler. Rollen zwar mehr, aber müssen uns weniger Sorge um Wind machen. Die Vorhersagen sind machbar. Böen bis 35 Knoten. Welle bis 2,7 m.
    Die Wellen sind jetzt bereits echt hoch. Wir wollen das Stück quer zur Welle möglichst kurz halten. Deshalb Strategiewechsel heute morgen. Ich wechsel den Kurs auf 250. Ich sitze gesichert im Cockpit. Das erste Mal seit Kiel. Sicher ist sicher. Ich bin allein. Die anderen sind unter Deck und ich kann den neuen Kurs noch nicht einschätzen. Wir fahren kaum unter 7,5 Knoten. Die meiste Zeit stehen 8-10 Knoten auf dem Tacho. Das ist verrückt schnell. Wir fliegen. Wir surfen die Wellen hinunter. Drückt uns die Daumen, dass alles gut geht. ETA 20. abends oder 21. morgen. Wir wollen nicht in der Nacht ankommen. Zu viele Riffs. Zu schlecht kartiert.
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  • Durch die Karibik Tag 6

    18. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 28 °C

    Jetzt wirds ungemütlich. Schon gestern Nachmittag, als ich einen Tanker angefunkt habe, der mit uns auf Kollisionskurs war, um ihn zu bitten uns auszuweichen, wurden wir gefragt: "Are you okay? You are rolling heavily!" Wir versichern, dass es uns gut geht und segeln weiter. Was auch sonst. Es gibt kein zurück. Immer häufiger klettert der Wind in Richtung 30 Knoten. Immer häufiger sehen wir brechende Wellenkämme.
    Und so kommt das fast unvermeidbare. Der Autopilot sieht die Welle nicht kommen (wie auch) und wir geraten quer, fangen stark an zu krängen und Wassermassen prasseln über den Seezaun ins Cockpit. Direkt auf Antonia, die auf der Bank noch einige Minuten geruht hat, bevor ihre Wache losging. Ein lauter Aufschrei. Ein Wunder, dass die Rettungsweste noch nicht ausgelöst hat. Ein kleiner Teil des Wassers hat es über das einzige offene Fenster unter der Sprayhood auch in unsere Kammer geschafft. Unten ist alles durch die Gegend geflogen bzw gerutscht, was nicht niet- oder nagelfest war.
    Ein ganz schöner Schreck. Nichts ungewöhnliches bei dem Wetter. Auf der Thor hätte ich mich wohl über sowas gefreut. Wasser an Deck. Hier fühlt man sich doch bedeutend kleiner. Doch die Welle ist erst der Anfang. Immer wieder werden wir im Cockpit von Wellen erschreckt. Die untere Scheibe unseres Niedergangs ist zur Sicherheit eingesetzt. Unten im Schiff alles gesichert, was gesichert werden kann. So segeln wir durch die Nacht.
    Dann ein lauter Peng. Erschrocken springe ich auf und sehe das Problem. Ich klopfe laut gegen unsere Kammerwand um Jonas aus dem Schlaf zu reißen. Der Spibaumbeschlag, der uns bisher treue Dienste geleistet hat, hat es wohl nicht geschafft und hängt schräg über Deck. Schnelle hole ich die zweite Schot dicht und Jonas rollt die Fock weg. Der Spinnakerbaum hatte bis gerade eben das Schothorn, also die freie Ecke des Segels nach außen gedrückt. Während die Mädels im Cockpit die Stellung halten, verstauen wir den Spibaum an Deck und ziehen die Leinen aus dem Wasser. Deprimiert starte ich also in den Tag. Erstmal ohne Spinnakerbaum. Die Fock steht glücklicherweise auch ohne Spibaum sehr gut. So schaue weiterhin den Wellenbergen entgegen und hoffe, dass wir die nächsten 1,5 Tage gut überstehen. Aber wir wussten worauf wir uns eingelassen haben. Nicht umsonst gilt diese Etappe als eine der schwierigsten der Weltumseglung.
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  • Durch die Karibik Tag 7

    19. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 28 °C

    *19.03.2024 - Durch die Karibik Tag 7*
    Der Tag ist trüb. Wir merken die Anstrengung der letzten Tage. Immer wieder denken wir, jetzt wird die Welle weniger. Doch dann bricht wieder Wasser ins Cockpit herein. Doch ja. Es wird weniger. Nur sehr langsam, aber es wird.
    Die Sonne scheint heute durch diesige Wolken. Tief hängende Wolken. Wir sind vorsichtig. Der Wind hat nachgelassen, doch rechnen wir damit, dass sich erneut was zusammenbrauen könnte. Der fehlende Spinnakerbaum macht sich bereits bemerkbar. Ich setze das Groß und reffe die Rollfock. So laufen wir stabile 5 Knoten in den Tag. Ob die grauen Wolken ein erneutes Verschlechtern des Wetters bedeuten?
    Stunden später scheint die Sonne. Der Wind und die Wellen haben merklich abgenommen. Wir segeln entspannt dahin und spielen 5 Runden Carcasonne. Im Laufe des Abends soll der Wind weiter abnehmen.
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  • Durch die Karibik Tag 8

    20. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ ☁️ 28 °C

    *20.03.2024 - Durch die Karibik Tag 8*
    Es kommt wie ich ws mir gedacht habe. Der Wind schläft ein. Auf unter 10 Knoten. In der Kieler Förde wäre das wohl der perfekte Feierabend-Segelwind. Doch hier? Hier kommt der Winddruck im Segel nicht gegen die Rest-Dünung an. Immer wieder knallen die 4 Segellatten des Großsegels vor und zurück. Mein persönlicher Albtraum. Ich hasse das Geräusch. Ich hasse das Vibrieren des Mastes. Hasse diese Situation. Sie macht mich mürbe und unausstehlich. Ich mach mir Sorgen, dass die Schläge dem Rigg schaden.
    Am Abend bergen wir das Groß und beschließen in den Abend zu motoren. Immer wieder frischt es auf. Immer wieder setzen wir die Fock, stoppen den Motor, um wenig später wieder keinen Wind zu haben. Mehrmals geht der Motor aus und wieder an. Erst um 2 Uhr setzt die erhofft Brise ein. Ungedulig warte ich darauf, dass Jonas sein Wecker klingelt. Wir setzen das Groß und dann stoppen wir den Motor.
    Heute Morgen segeln wir mit 5-5,5 Knoten voran. Noch 115 Seemeilen bis Panama. Oh, wie schön ist Panama. Ich freue mich auf die San Blas Inseln. Habe Respekt vor den vielen Riffen dort, aber das wird schon werden. Wir haben unsere Ankunft mittlerweile so getimt, dass wir bei Tage einlaufen können. Morgen Vormittag sind wir da!
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  • Durch die Karibik Tag 9

    21. marts 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 27 °C

    *21.03.2024 - Durch die Karibik Tag 9*
    Wir rollen dem Ziel entgegen. Man merkt, das Wasser wird flacher. Denn trotz entspannter Winde, haben die Wellen zugenommen. Als ich meine Wache heute morgen um 5 Uhr übernehme, sind es genau noch 25 Seemeilen. Wird erwarten also am späten Vormittag anzukommen. Gemütlich nach dem Frühstück.
    Der gestrige Tag verlief ruhig mit viel Spielen, einem weiteren Reinschiff und Träumen von Panama. Wir haben uns die Karten angeschaut, Apps konsultiert und geeignete Ankerplätze ausgesucht. Gar nicht so einfach. Riff und Tiefwasser wechseln sich hier ab. Die Gegend ist nur schlecht kartiert und ohne Cruising Guide findet man sich auch nur mäßig zurecht. Zum Glück kennen wir bereits einige Segler vor Ort und werden so bereits jetzt auf See mit den ersten Infos versorgt!
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  • Oh, wie schön ist Panama

    21. marts 2024, Panama ⋅ ☁️ 28 °C

    *Oh, wie schön ist Panama!*
    Landfall im Paradies - 21.03.2024
    Die Sicht heute ist miserabel. Richtig diesig. Keine Sonne. Also wir hätten uns schöneres Wetter im Paradies gewünscht. Doch am Horizont tauchen nach und nach die ersten Palmen auf! Und dann die ersten Strände!
    Hier ist wohl die Karibik, die sich viele vorstellen. Das Wasser färbt sich von dunkelblau in hellblau und wenn die Sonne doch mal durch die Wolken bricht ins türkise.
    Unser Ankommen ist ein wenig getrübt durch eine Streit zwischen Jonas und mir. Es kann natürlich nicht immer alles schön sein. Wir leben 24/7 aufeinander. Es gibt keine Auszeit und man ist sich auch nicht immer einer Meinung - meistens finden wir schnell einen Kompromiss, aber die Etappe war anstrengend und heute war nicht unser Tag. Auf den meisten Booten gibt es eine klare Rollenverteilung. Auf den meisten Booten sind die Männer der Chef. Bei uns ist das nicht so - wir fahren als Team, aber sind uns dadurch auch nicht immer einig, wer bspw in den Hafen fährt oder wer ankert. Heute morgen war einer dieser Tage. Kurz um: Wir sind trotzdem
    in der Ankerbucht angekommen. Der Anker hält. Ab ins Wasser!
    Angekommen - nach 8 Tagen und 22 h.
    Bevor es zu den schönen Inseln und Riffen gehen kann, müssen die Formalitäten geklärt werden. Ich fahre an Land und 30
    Minuten und 125 USD später sind wir einklariert und haben unsere Cruising Permit für Guna Yala. Nach einem kurzen Bummel über die Nachbarinsel gehen wir wieder Anker auf und fahren zur nächsten Inselgruppe. Wir werfen den Anker auf 8 m Tiefe und sind angekommen! Baden und Erholen! Jetzt ist Urlaub angesagt. Bis zum 31.03. werden wir gemeinsam mit Antonia und Clara die San Blas Inseln erkunden. Freunde treffen, Baden, Schnorcheln und uns Erholen! Was für ein Leben :)
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  • Lemon Cays

    22. marts 2024, Panama ⋅ ☁️ 28 °C

    Endlich erreichen wir die wahre Karibik. Die einsamen Sandstrände. Die Palmen gesäumten Uferränder, wo weißer Strand in türkises Wasser übergeht. Wo Menschen noch traditionell leben. Nicht immer im Einklang mit der Natur, aber so nahe wie kaum ein anderer.
    Hier leben die Menschen in den Tag. Verbringen heiße Stunden in ihrer Hängematte. Fahren mit ihren Booten von Insel zu Insel und preißen ihre Ware den Yachten an. Aber kaum aufdringlich. Angenehm, wir freuen uns bereits auf das erste Boot. Denn hier kommen zwei traditionell gekleidete Damen und zeigen unsere ihre Handwerkskunst. Molas. Aufwendig genähte Patchwork-Bilder. Ich kann mich gar nicht entscheiden. So viele schöne Bilder! Endlich mal wahre Souvenirs, nicht made in China. Made by hand unter mit Palmenblättern bedeckten Hütten.
    Wir schnorcheln heute an Land und genießen unser erstes Getränk in Panama! 🇵🇦
    Später chillen wir in der Strandbar und Jonas wirft einen Blick in das dort vertäute Boot! Und oh wunder - alles voller Obst und Gemüse! Da kann man ja nicht nein sagen und instant beginne ich meinen Großeinkauf 🤓
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  • Holandes Cays

    24. marts 2024, Panama ⋅ ☀️ 28 °C

    Die San Blas Inseln sind ein rießiges Insel-Archipel, geschützt durch eine große Riffzone vor den vorgelagerten Inseln. Als wir unsere erste Insel erreichen laufen wir zwischen diesen Riffs durch einen tiefen Kanal ein. Die rund 1 Meter hohen Wellen begleiten uns bis zum Ankerplatz. Denn El Porvenir liegt teilweise ungeschützt da. Selbst am Anker sind wir noch ein wenig am Rollen. Zum Glück wollen wir hier nicht lange bleiben.
    Auf dem Weg zu den Lemon Cays werden wir erneut ein wenig durchgeschütttelt. Doch dann sind wir endgültig hinter der schützenden Fassade, die alle Wellen zerbrechen lassen. Es bleibt ruhige See und guter Wind. In der Ferne sehen wir die Wellen über der äußeren Kante brechen. Womöglich würde ein Surfer den ein oder anderen guten Spot um Wellen reiten finden. Doch wir sind zum Segeln und Ankern hier. Mit Leichtigkeit beschleunigt die Jonny auf 6 Knoten trotz sehr leichter Winde. Wir sind freudig überrascht, haben wir so ein Segeln das letzte Mal in der Kieler Förde erlebt.
    Um uns herum finden sich palmengesäumte Inseln. Dicht and dicht stehen die Palmen auf dem weißen Sand. Andere Inseln wiederum sind palmenfrei. Einfach nur kleine weiße Sandhügel. Umgeben von türkisen Wasser. Das Meer ist mal flach und mal geht es zwischen den Inseln auf 60 m in die Tiefe. Navigation muss hier gekonnt sein. Einen Trick haben wir bereits gelernt. Mit polarisierenden Sonnenbrillen zeichnen sich die Riffs deutlich unter der Wasseroberfläche ab – erleichtern die Navigation. Wir vertrauen unseren Karten und den Erklärungen unserer Freunde. Noch suchen wir uns einfache Ankerplätze aus. Doch bald werden wir auch in die engeren Buchten einfahren müssen.
    Unser nächstes Ziel: Banedup. Warum? Wir wollen Susanne und ihren Mann Frank wieder treffen. Gleichzeitig haben sich Julian und Elena angekündigt. Susanne haben wir im Flieger von Miami nach Panama kennen gelernt. 400 Menschen in einem Flieger und wir sitzen genau neben der Person, die damals das Hostel und nun den Ankerplatz mit uns teilt. Die Welt ist manchmal so klein und voller schöner Zufälle. Unser Anker fällt diesmal in etwas tieferen Wasser auf 15 m. Umgeben von drei größeren Inseln (ca. 1 Fußballfeld pro Insel, wie Galileo jetzt erklären würde) liegen wir hier gut geschützt und können es kaum erwarten, die Gegend unter und Überwasser zu erkunden.
    Gleich am nächsten Abend gehen wir gemeinsam in das lokale Restaurant zum Essen. Lobster und Shrimps. Ibin zeigt uns wie man aus den wenigen Zutaten, die ihm hier an diesem abseits gelegenen Ort zur Verfügung stehen, lokal und super lecker kochen kann. Sein Restaurant ist auf Stelzen am Ufer gebaut und ragt weit ins Wasser hinaus. Kleine Bar-Hütten säumen das Ufer und in den nächsten Tagen werden wir immer wieder ein kühles Getränk mit den Füßen im Wasser baumelnd zu uns nehmen.
    Es folgen Tage in gemütlicher Atmosphäre. Die Zeit scheint still zu stehen. Wir gehen schnorcheln und Baden. Spielen Spiele. Verbringen Zeit am Strand. Verbringen Zeit mit unseren Freunden und entdecken schließlich ein Volleyballfeld für unsere Gruppe. Gemeinsam mit der Crew der Yachten Selha und Zen (Kanadier und Dänen) spielen wir einige der besten runden Volley Ball, die ich je in meinem Leben gespielt habe. Gemeinsam gegeneinander. Wir alle können nicht genug davon kriegen. Und als wir schlussendlich verkünden, dass es für uns am nächsten Tag weitergehen soll, sind wir hocherfreut, dass die anderen Boote sich kurzerhand anschließen und mitkommen.
    Zum Abschied von Banedup und Julian und Elena, welche wir jedoch in Shelter Bay wieder treffen werden, gibt es ein BBQ am Strand. Denim, ein Kuna-Indigener, hat gegen 10 USD seine Hütte am Strand mit Stehtheke und Tischen zur Verfügung gestellt. Nach und nach treffen die Dinghis ein und füllen die Theke mit leckeren Salaten und die Bar mit Getränken. Picknickdecken werden ausgebreitet, Musik angemacht und wir starten in einen wunderschönen Abend mit tollen Gesprächen und einem bombastischen Sonnenuntergang.
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  • Ankunft an den Coco Banderos

    25. marts 2024, Panama ⋅ ⛅ 28 °C

    Ankunft an den Coco Banderos. Die Überfahrt verbringen wir heute motorend (es weht nicht einmal ein kleines Lüftchen) und nutzen die 2 h, um endlich mal wieder Reinschiff zu machen. Die Selha hat einen Wassermacher und hatte aber neulich Wasser an Land gekauft, das sie nicht mehr nutzen wollen. Und so freuen wir uns über 80 L Frischwasser, mit dem wir unser Boot endlich mal wieder richtig entsalzen können. Aber schnell, schnell, die Zeit drängt, gleich erreichen wir die nächsten Inseln und diesmal ist die Einfahrt nur 25 m breit. Mit der polarisierenden Brille sieht man jedoch klar, wo wir entlang müssen und schnell haben wir einen Ankerplatz am Rande der anderen verankerten Yachten gefunden. Als der Anker fällt, befindet sich der Sandstrand keine 20 m entfernt. Jonas kommt zu mir aufs Vordeck, um den Ausblick gemeinsam zu genießen, als wir schwarze Konturen im Wasser sehen. Haie. Zwei Ammenhaie schauen wohl direkt, was es Neues in ihrem Revier gibt. Als wir es endlich ins Wasser geschafft haben, sind sie jedoch bereits weiter geschwommen. Na, die bekommen wir sicher die Tage nochmal vor die Linse. Denn hier gefällt es uns sogar noch besser als auf Banedup. Hier werden wir sicher einige Tage bleiben.Læs mere