San José
26. huhtikuuta 2023, Costa Rica ⋅ ⛅ 19 °C
Juhuu wir sind jetzt in Costa Rica. Da wollte ich ja schon immer mal hin. Das Auslandsjahr wollte ich eigentlich hier machen und auch sonst hab ich nur gutes über das Land gehört.
Jetzt sind wir da. Was für ein Glück wir haben.
Die Busfahrt war wieder unglaublich lang, hat den ganzen Tag in Anspruch genommen. Um 5 uhr haben wir die Fähre nach Rivas genommen, sind dann mit dem Localbus zur Haltestelle.. Ich war etwas nervös, weil der Bus ja andauernd hält um jemanden einzusammeln. Und dann haben wir über 3 Stunden gewartet, bis der Bus aus Managua ankam. Was aber voll verrückt war. Erst kam eine deutsche namens Esther dazu, mit der Laura sich im Bus auf Ometepe unterhalten hatte. Und später kam Noah aus dem Free Sprit Hostel dazu. Wie verrückt ist das denn! Trotzdem war die Warterei ziemlich zäh. Man konnte ja auch nicht mal eben in den Supermarkt gehen, weil der Bus ja jederzeit kommen konnte.
Was mich an Nicaragua gestört hat, ist diese unglaubliche Hitze und dass die Natur, jetzt zum Ende der Trockenzeit gar nicht mehr so satt ist, sondern häufig sehr ausgedörrt. Ich saß im Bus und hab darüber nachgedacht, dass es schade ist, den saftigen Frühling in Deutschland zu verpassen. Dass es in Deutschland Ende Juni wahrscheinlich auch ausgedörrt ist. Und dann sind wir in Costa Rica und alles ist SAFTIG GRÜN, das ist doch wirklich verrückt. Also am liebsten würde ich länger blieben. Ist aber besser so, es ist nämlich wirklich sehr sehr teuer hier. Oftmals teurer als zu Hause.
Das Hostel Chillout ist auch besser als erwartet. Wir haben uns richtig schwer getan mit der Entscheidung, wo wir jetzt schlafen... Und das Hostel ist sauber, schön, gut gelegen und die Mitarbeiter sind super freundlich und geben gute Tipps.
Heute Morgen sind wir um halb 9 los zur Walking Tour. Zusammen mit Ronny, einem Schweizer, einer Französin, die gerade erst angekommen ist und Sophie aus Manchester. Man ist schon ein ganzes Stück bis zum Treffpunkt gelaufen und die Tour hat 3 Stunden gedauert.
Dementsprechend viel gibt's zu erzählen. Das Highlight war der Fruchtladen, auf dem es 4 verschiedene Maracujaarten gab! Und ganz viele Früchte die ich noch nie gesehen hab. Lecker lecker lecker, da haben wir natürlich zugelangt.
Nach der Tour waren wir noch auf dem Markt. Der ist viel moderner als die, die wir sonst so gesehen haben.
Nach dem Markt waren wir noch in nem Cafe. So und hier einmal the Pricing: Glas Wein 7 Euro. Affogato 5 Euro, apérol Spritz 9 Euro. Ich hatte trotzdem nen Affogato, da hatte ich schon lange Lust drauf. Die anderen fangen gerade erst an, durch Zentralamerika zu reisen. Und wir haben ein paar Erlebnisse erzählt, viel drüber gelacht und mir ist deutlich geworden, was wir in diesen bald schon 2 Monaten alles erlebt haben! Was für verrückte kleine Abenteuer und Wunder... Mit Taranteln vor dem Schlafzimmer, neuen Freunden mit eigener Kaffeerösterei, explodierenden Vulkanen und so weiter. Gleich gehen wir noch auf ein Salsakonzert in der Universität. Da solls Faultiere geben. In dem einen Park flogen einfach Papageie herum! 🦜🦜🦜
Nach einer kleinen Pause haben wir was gekocht und mit Sofie, die Engländerin Abend gegessen. Da hat sich der Ronnie noch dazu gesetzt und dann noch ein Steffen aus Berlin/Leipzig, der mega nett ist. Schade, dass der am nächsten Tag zurück nach Deutschland gereist ist. Sein Freund ist noch in Puerto Viejo, da fahren wir in ein paar Tagen auch hin.
Ausserdem war noch ein Typ aus der Slowakei dabei, mit dem wir Reis gegen Avocado getauscht haben. Schon beim Essen gabs (Bio-) Sangria und ein Bier. Wir saßen ganz lange da und konnten uns gar nicht losreißen vom Gespräch. Ausserdem haben wir noch auf Sasha gewartet von der Free Walking Tour. Viel zu Spät ging die ganze Reisegruppe zum nächstgelegenen Supermarkt. Uiuiui das war ein richtiges Erlebnis. Da gabs alles. Sogar Club Mate. Da haben wir uns mit mehr Bier und Snacks für die Wanderung eingedeckt. Danach sind wir vom Hostel aus, nur Sasha, Ronny, Sofie und wir, mit dem Uber zur Uni gefahren.
Da war ne ziemlich große Bühne aufgebaut und eine Band mit Blasinstrumenten und Pipapo hat Salsa gespielt. Und alle auf der Wiese davor haben Salsa getanzt. Laura und Sofie haben von mir nen Crashkurs bekommen. Und dann hat Sasha, der anscheinend Jahre lang Salsa getanzt hat, mit mir getanzt. Ich hab ja wirklich ewig nicht getanzt aber ich bin selber überrascht, wie sehr mir das Spaß gemacht hat. Das war son richtiger Glücksrausch. In Hamburg will ich das wieder regelmäßiger machen.
Leider waren wir durch die Trödelei ja viel zu spät, deswegen war das Konzert nach einer 3/4 Stunde oder so vorbei. Und wir waren alle ganz aufgekratzt und wollten noch nicht nach Hause.
Irgendwen hab ich dann angesprochen, wo die denn jetzt noch hingehen. Und dann war direkt um die Ecke eine ganze Straße mit Clubs. Wir waren alle nicht so ganz sicher, wo wir jetzt hingehen sollten. Am Ende waren wir im Oasis. Da lief Reggaeton. Es war ein Latinoclub wie aus dem Buch. Alle haben zu den Songs mitgegrölt, bei denen die ich aus Bolivien noch kannte, konnte ich auch mitsingen. Und wir haben geswingt, getwerkt und gegruindet, bis wir voll verschwitzt waren. Cool war auch, dass die DJane weiblich war. Die Latinos (alle viel jünger als wir) haben auch ganz viel getanzt, sehr eng und viel und leidenschaftlich geknutscht. Auf dem Dancefloor haben wir eine Kondomverpackung gefunden. Uiuiuiui..
Mit Sophie haben wir uns auf dem nach Hause weg noch eine Pizza geholt und die dann kichernd im Hostel gegessen. Wir mussten so doll lachen, dass wir Ärger von der Rezeptionistin bekommen haben.Lue lisää
Eine kleine Wanderung in Irazu
28. huhtikuuta 2023, Costa Rica ⋅ 🌧 14 °C
Dieses Mal haben wir nicht den Bus verpasst oder den falschen genommen. Der Bus hat sozusagen uns verpasst.
Wir sind trotz der wilden Nacht früh aufgestanden, weil um 8 Uhr der Bus zum Nationalpark Irazu fahren sollte. Aber dann war es ganz regnerisch und bewölkt und der Mann an der Rezeption meinte, dass sich die Wanderung so nicht lohnen würde, weil man gar keine Aussicht hätte. Wir haben also nach Alternativplänen gesucht. Beide wollten wir auf jeden Fall was vom Innenland sehen, deshalb haben wir uns am Ende doch für den ursprünglichen Plan entschieden.
Also mit dem Uber zum Bus, der zum Nationalpark fährt. Aber angekommen an der Station hat sich herausgestellt, dass dieser Bus gar nicht mehr fährt. Also sind wir mit nem Bus in die nächstgelegendste Stadt gefahren. Dort haben wir dann festgestellt, dass nur ein einziger Bus dort morgens hin fährt und den haben wir dann doch verpasst. Aber dafür konnten wir nix. Deshalb sind wir dann knapp 20 Km mit nem Uber gefahren und dann waren wir endlich am Vulkan.
Der Weg mit dem Auto dorthin war schon so schön, alles ist ganz grün. Ich hab mir Costa Rica ganz anders vorgestellt, es sah teilweise etwas aus wie in Bayern oder so. Grüne Wiesen, Kühe, Berge. Auf dem Vulkan wars dann nicht mehr so bayrisch. Dort wars richtig schön kühl und die Natur dunkelgrün und satt. Riesige Blätter, rote kleine Blüten, Kolibris. Zuerst gings nen Berg hoch bis zur Spitze. Das hat allerdings maximal ne halbe Stunde gedauert, man hatte leider wirklich keine Aussicht und wir wollten doch wandern. Also wieder den Berg runter, auf der Suche nach dem Wanderweg.
Unten könnte man dann über eine grosse Sandfläche gehen und in die Krater daneben blicken. Dort sind wir ein bisschen herumgelaufen. Das sah schon toll da aus.
Es war auch irgendwie witzig, wie die anderen Leute so gekleidet waren. Teilweise wie wir, mit Wandersachen, einige mit Handschuhen und Mütze und dann wieder andere mit Sandaletten und Kinderwagen.
Während der Kraterüberquerung ist uns aber wirklich deutlich geworden, dass es keinen richtigen Wanderweg gibt. Also sind wir zum 12 Uhr Bus gerannt. Dort haben wir mit 2 Männern gesprochen und die haben uns gesagt, dass es noch nen anderen Eingang zum Nationalpark gibt. Den Weg haben sie uns auch noch erklärt.
Somit sind wir mit dem Bus ein Stück zurück und dann wollten wir zum anderen Nationalparkeingang laufen. Das sollte auch so mindestens ne Stunde dauern und ging bergauf. Erst an Häusern und Feldern und Wiesen vorbei. Danach aber sogar an so nem Trampelpfad entlang durchs grüne. Es sieht ein bisschen aus wie in Bosnien oder Nordspanien.
Kurz bevor wir angekommen sind, ist ein kleines graues Auto an uns vorbei gefahren, das gaaaanz doll nach Gras gerochen hat. Und dann (Trommelwirbel) hatte der Nationalpark schon zu. Öffnungszeiten waren überlebt, um 13 schließt der Teil des Parkes. Es war schon halb 2. Das kleine graue Auto kam uns vom Berg entgegengerollt. Drinnen drei Typen, alle tätowiert und in schwarz gekleidet. Sahen aber trotzdem vertrauenswürdig aus. Die hab ich angesprochen, ob der Park zu sei, was die drei bestätigten. Dann haben sie uns mit zum Bus genommen. Aber dann stellte sich heraus, dass die drei in die gleiche Richtung fuhren. Also haben sie uns mit nach San José gebracht.
Die drei hatten eigentlich den ehrenwerten Plan, auf den Vulkan zu fahren, dort Bier zu trinken und zu kiffen. Das haben sie dann im Auto getan. Dabei haben wir Spanischen Rap gehört. Als Laura ihn bei einem Lied fragte, was das für ein Lied sei, meinte der Fahrer nur "Rap". Die drei waren wirklich sehr nett. Und sie waren Tiptop ausgestattet mit Chips und Limo.
Abends haben wir nicht mehr so viel gemacht, weil wir beide ziemlich müde waren. Obwohl wir nicht mal im Nationalpark angekommen sind, sind wir ganz schön viel gelaufen. Wir haben sehr lecker gekocht: Zwiebeln und Tomatenmark angebraten, Reis dazu, mit Wasser aufkochen lassen (etwas Essig rein) und am Ende Bohnen und Paprika dazu. Hat sehr gut geschmeckt.Lue lisää
Busy again
29. huhtikuuta 2023, Costa Rica ⋅ ☁️ 30 °C
Busfahren können wir, auch ohne Sitzplatz.
Wenn der Bus so voll ist, kommt man auch ins Gespräch mit den Mitreisenden. Und da Samstag war, waren natürlich auch viele Locals mit im Bus. Mutter mit Tochter hatten auch keinen Sitzplatz, eine Amerikanerin (Nurse) aus Oregon sowie eine Gruppe Freunde aus San José.
Die waren ziemlich aufgedreht und super freundlich, wie irgendwie alle Menschen hier. [außer die chinesische Verkäuferin aus dem großen Laden hier in Cahuita, die hat mich an die Protagonistin aus dem Film Everything everytime all at once erinnert].
Tomke kann ja irgendwie immer schlafen. Ich döse- wenn überhaupt. Aber davon gibts bald mal ne ganze Reihe an wundervollen Fotos ;DLue lisää
Cahuita Nationalpark
30. huhtikuuta 2023, Costa Rica ⋅ ⛅ 30 °C
Ayayayayay also ich hatte ja schon Vorstellungen vom schönen Costa Rica, aber es ist wirklich traumhaft.. Gerade sitzen wir an einem weißen Strand mit Palmen drum herum und türkisem Wasser. Das Meer ist warm und ruhig, sodass man wirklich länger schwimmen kann, es ist einfach traumhaft. Nur mit dem Essen muss man vorsichtig sein, denn vorhin wurden wir von vier Waschbären überfallen.
Der Hostelbesitzer hat uns heute morgen zusammen mit einem Mädchen aus Tschechien zum anderen Eingang des nebenan liegenden Nationalpark gefahren, von dort aus konnten wir die 5 bis 8 km zurück laufen. Morgen ist der erste Mai, deswegen ist auch hier ein langes Wochenende, sodass viele Latinos hier sind zum urlauben. Ich vermute, dass der Park deswegen ziemlich voll war.
Als erstes die schockierende Nachricht: Bisher haben wir noch kein Faultier gesehen.
Dafür aber ziemlich viele Affen, einen Ameisenbären und Waschbären. Und eine ganz verrückte Spinne.
Costa Rica ist schon irgendwie verrückt. Sogar der Weg durch den Nationalpark sah aufgeräumter aus als in den anderen Ländern. Am Anfang des Weges sind wir durch den Wald gegangen. Alle drei mit der Hoffnung, endlich ein Faultier zu sehen. Stattdessen haben wir in den Bäumen Affen gesehen. Und die grünen grossen Bäume sahen beeindruckend aus, da wars gar nicht schlimm, dass nicht alles voller Tiere war.
Die Latinos sind wirklich manchmal witzig.. Gestern haben wir schon beobachtet, dass bei einem Strandbesuch die Kühlbox nicht fehlen darf. Und auch auf diesem Spaziergang hat die Snackbox oft nicht gefehlt.
Nach dem Wald sind wir dann wirklich am Strand gekommen. Der Playa grande hatte ja eher grauen Sand, hier war der Sand zum ersten Mal auf dieser Reise weiss und das Wasser türkis. Es sieht aus wie auf ner Postkarte.
Am Strand hab ich dann gedankenverloren einen Zwieback aus meinem Rucksack gezaubert und noch bevor ich reinbeißen konnte, stand ein Affe vor mir, mit Baby auf dem Rücken und ist wirklich schnell auf mich zugelaufen. Ich hab mich erschreckt und war ein bisschen besorgt, dass das Äffchen jetzt auf mich drauf springt oder beisst oder sowas. Deshalb hab ich ihm einen kleinen Teil vom Zwieback zugeworfen. Obwohl es verboten ist. Plötzlich kam aus dem Gebüsch der Rest der Familia. Eine Freude für die ganzen Touristen, die hinter uns gewandert sind, weil alle in Ruhe Fotos machen konnten.
Es ging dann noch eine Weile am Strand entlang. Links von uns der Wald und rechts von uns der Strand. Irgendwo gab's auch noch einen Fluss hier mit Krokodilen. Cool.
Am Strand haben wir noch eine Belgierin aus unserem Hostel getroffen. Jetzt liegen wir unter nem Baum. Hab leider mein Buch vergessen, aber so kann ich schreiben, das ist auch gut! Und schwimmen.Lue lisää
Regenplausch
1. toukokuuta 2023, Costa Rica ⋅ ☁️ 28 °C
Laura schreibt …
Tiptiptip prasselprassel BUUUMM tiptiptip grummel grummel prassel
Heute morgen kam ein neuer Sound zu der sonstigen Geräuschkulisse aus herabfallenden überreifen Mangos aufs Wellblechdach hinzu - Regentropfen und grummelndes Gewitter.
Um fünf heute früh hat es noch nicht geregnet.
Es ist angenehm schwül und mit der Regenjacke und nackten Füßen laufe ich schnell rüber in die Küche um den ersten Kaffee des Tages zu kochen. Hier gibt es sogar einen Bialetti Milchaufschäumer. Die Ananas löst nach wie vor Verzückung bei mir aus und der Regen sieht leider nicht danach aus, als hört er gegen halb acht zur Schnorchelzeit auf [BUUMM].
Eigentlich schön so Regen, das lässt die Zeit gerade langsamer ablaufen - zwingt einen zum verharren und relaxen. Ich dachte ich wär die erste in der Küche , doch da sitzt schon das Paar aus Mainz und überlegt, wie sie ihre Tagesordnung jetzt anpassen. Die wollten nämlich heute in den Nationalpark und waren vorm Regen in der Küche und wollten warten bis der Regen aufhört um zurück ins Überdachte zu huschen. Kurzer üblicher Reiseroutenplausch, Anna aus Belgien kommt auch.
12:50 Bis wird angepeilt nach Puerto Viejo.
Da kann man bestimmt auch gut entspannen und wir wollen noch in diesen Soda Arroz y Frijoles Laden, in dem es Reis mit Bohnen auf Karibische cocosmilch Version gibt mit Fisch - häärlich. War leider bis jetzt zwei Tage hintereinander immer schon aus, daher vielleicht ja heute.Lue lisää
Salsa caribeño en Puerto Viejo
1. toukokuuta 2023, Costa Rica ⋅ ☁️ 28 °C
Grande Wanderung in Manzanillo
2. toukokuuta 2023, Costa Rica ⋅ ☁️ 29 °C
Uiuiuiui es ist so schön hier, wirklich unfassbar.
Heute morgen bin ich aufgestanden, Laura war wie immer schon wach. Vor dem Frühstück waren wir ganz sportlich und haben mit Handyvideos Yoga bzw. Workout gemacht. Heute war ein sehr sportlicher Tag.
Nach dem Frühstück haben wir uns Räder ausgeliehen. Zwei superschicke Cruizer mit Korb und Rücktrittbremse. Karibikmässig entspannt fahren hier alle damit rum. Auf Ometepe mit Roller, hier mit Fahrrad. Irgendwie fortschrittlicher. Aber hier ist es auch ein bisschen Kühler. Übrigens sitzte ich gerade am Lagerfeuer, das erste auf dieser Reise. Es ist aber auch ein bisschen too hot for fire eigentlich.
Okay also mit dem Rad zum Nationalpark (reimt sich). Die Schlösser waren auch cool. Ne Stahlkette mit Fahrradschlauch drumrum und ein Schloss dran. Vielleicht sieht mein nächstes Schloss ja auch so aus?
Die Fahrt war so schön, dass ich richtig traurig war, als wir angekommen sind. Die ganze Zeit am Jungel vorbei, bwz. Mittendurch und manchmal blitzte das Meer auf der linken Seite zwischen den Palmen hindurch. Und wir haben die Fahrt sogar noch ein bisschen aufgepeppt, weil wir die ganze Zeit Musik gehört haben beim cruizen.
Und dann sind wir angekommen im Nationalpark. Erstmal über eine Hängebrücke gehüpft und schon waren wir im Wald, bzw. Am Strand. Das Meer links für Laura, der grüne wilde Wald rechts für Tomke. So haben wirs gerne.
Die kleinen Krabben von Cahuita haben wir wiedergesehen und noch größerer blaue Krabben. Wenn man sie einmal entdeckt hatte, waren sie überall am Strand.
Und Affen. Überall Affen. Unterschiedlichste Arten. Das ist ja wirklich verrückt, wie schnell man bei so etwas nicht mehr aus dem Häuschen sind. Aber sie sind wirklich überall. Klettern in den Bäumen mit Baby auf dem Rücken herum, schwingen durch die Baumkronen, Klettern rückwärts den Baum hinab. (und versuchen meinen Zwieback zu klauen).
Wir waren wie immer nicht so wahnsinnig gut informiert darüber, was uns im Nationalpark erwartet. Bei Google hatte ich mir ein paar Bilder angesehen und fand alles schön. Erstmal gings zu einer puente escondido.. Die Brücke war gar nicht so versteckt, sondern eher alt. Also zurück zu einem Aussichtspunkt.
Dort hatten wir keinen Lust zu warten, bis die anderen Leute fertig waren. Deswegen gibt's ganz wenig Fotos. Aber da standen wir wieder und haben uns gesagt, wie verrückt das gerade ist. Wo wir gerade sind! Heiliges Blächle! Ich glaub mein Schwein pfeift. Das sieht ja aus wie im Kino hier.
Vom Aussichtspunkt aus ging ein Weg den Strand entlang bis zu einer Höhle. Dort bin ich von der Brandung klitschnass geworden und hab mich trotzdem nicht getraut, mit den rutschigen Schuhen die steilen Klippen hochzuklettern. Es war aber auch grad Flut und Höhlen finde ich jetzt eh nicht so super spannend. Es sei denn man muss mit Kerze reinlaufen.
Und weiter gings nen weiteren Weg entlang, der gesäumt war von Pflanzen mit rosa-rot-grünen Blättern. Der Hauptweg wurde dann schmaler und etwas wilder. Es ging ein Hügelchen hinauf, dann nochmal kurz Affen, diesmal ne andere Sorte.
Irgendwo gings dann links zu so nem Strand, wir sind den Weg dann aber weiter gelaufen. Und das hat dann ewig gedauert. Wir haben natürlich auch viele Stopps gemacht, um in die Bäume zu gucken. Ob da nicht noch ein Faultier sitzt. Oder ein Tucan? Die Tiere machen auf jeden Fall herrliche Geräusche.
Irgendwann haben wir uns gewundert, wie lange denn dieser Weg noch geht. So viel Wasser hatten wir jetzt auch nicht mit. Und diese eine Spinne war überall, da wollten wir jetzt auch nicht in ein Netz von der laufen. Oder dass die auf unseren Kopf oder so fällt.
Das ist natürlich nicht passiert.
Und einige Leute, aber wirklich nur so Hand voll, sind uns auch entgegengekommen. Mit Treckingsachen und verschwitzt. Die eine hatte auch nicht mehr so wahnsinnig viel Lust, denn sie meinte, it takes forever. Neee Quatsch aber so ne Stunde bestimmt. Na toll.
Irgendwann waren wir dann am Strand, wo wir ein kleines Päuschen gemacht haben.
Der Rückweg ging viel schneller, vielleicht weil wir nicht gestoppt haben? Oder wegen dem Traubenzucker aus dem Hostel? Oder weil wir wussten, was auf uns zu kommt? Auf jeden Fall sind wir echt ziemlich zügig durch den Wald geschritten und waren sehr froh, als wir dann wieder am Eingang des Nationalparks waren.
Mit dem Fahrrad dann wieder zurück. Wir sind noch im Supermarkt reingesprungen und haben evtl. Etwas zu viel Kram gekauft. Abends haben wir gekocht und sind früh ins Bett. War ja auch eine anstrengende Wanderung.Lue lisää
Oh wie schön ist Panama
4. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ⛅ 24 °C
Die Fahrt zum nächsten Stopp war viel weniger anstrengend als gedacht. Wir sind extra früh aufgestanden, um den ersten Bus zu nehmen, der von Puerto Escondido aus fährt. Um 6 Uhr morgens standen wir an der Bushaltestelle und haben dann natürlich wieder länger als gedacht auf den verspäteten Bus gewartet.
Bus Nummer 1 fuhr in den Morgenstunden an Kilometern von Chiquita Banana Feldern entlang bis zum Grenzübergang. Dort sind wir ausgestiegen und direkt kam ein kleiner Mann, der zum Glück zuerst das Pärchen vor uns anquatschte mit: "hello my frieeeend.. ." und die beiden zu einem Touristenbüro lotste, wo irgendwie Geld für den Grenzübergang gezahlt werden sollte. Wir haben erstmal die Lage gecheckt, bis wir verstanden haben, dass man irgendwie wirklich dort ein Ticket für den Grenzübergang kaufen musste. Das haben wir gemacht, von dort zum Ausgang aus Costa Rica. Stempel. Buen Viaje. Gracias Gracias. Adios.
Dort dann über einen Fluss, in dem erstaunlich viel Wasser war. Und dann waren wir schon in Panama. Zum ersten Mal mussten wir nicht anstehen, um den Visastempel zu bekommen und mit dem Stempelgeber haben wir sogar noch ein Pläuschchen gehalten. Der meinte, dass wir unbedingt nach Bocas del Toro müssten, da gäbe es die besten Strände. Si verdad? Mas bonito que San Blas?... Si claro. Er kam nämlich daher. Zu Hause ist es ja immer am schönsten.
Oh wie schön ist Panama.
Wissen die eigentlich von dem Buch?
Das anstrengendste an der Fahrt waren die ganzen neuen Amigos, die uns dann einen Shuttle oder Taxi irgendwo hin andrehen wollten. "Amiga 10 dollars, special Price." Der Local Bus würde erst in 50 Minuten kommen und genau so teuer sein. Das wäre ja alles okay, wenns nicht knallhart gelogen wäre und immer mindestens 3 Leute gleichzeitig auf einen einreden und einem viel zu nahe dabei kommen. Der eine hatte mal seine Hand in meinem Mund, das war in Nicaragua, den hab ich dann aber auch angeschnauzt: "dejame mi espacio".
Okay, wir und die anderen Deutschen haben unsere Amigos abgeschüttelt, etwas herumgefragt und dann auf den Bus gewartet auf der anderen Seite der Brücke. Keine 50 Minuten, sondern eher so fünf Minuten.
Der Bus Nummer 2 war ziemlich fesh. Kam anscheinend aus China und hatte sehr hübsche Deko mit Wimpelkette und rosarotem Bezug, und die musikalische Latinmusikbegleitung hat selbstverständlich auch nicht gefehlt. Der Bus hat uns dann direkt beim Bus zum Hostel ausgelassen. Eigentlich dachten wir, wir müssten noch mal umsteigen. NICE!
Bus Nummer 3 war viel kleiner und ist ziemlich direkt losgefahren. Ich hab geschlafen und ansonsten viel auf den kleinen Fernseher geguckt, auf dem Musikvideos von Latinoklassikern liefen. Draußen wars super schön grün, irgendwann bin ich eingeschlafen. Und dann wieder aufgewacht, als der Bus voll war mit Schulkindern. Es war viel zu voll, sodass ich, die aussen saß, zwischendurch einen Ranzen im Gesicht hatte, Hände rechts und links von meinem Kopf und manchmal hat jemand aus Versehen an meinen Haaren gezogen. Das war etwas beklemmend, aber dann ist die Truppe auch schon wieder ausgestiegen.
An fünf Wasserfällen sind wir vorbei gefahren und nem Stausee und immer weiter in die Berge. Als wir dann auf einem kleinen Parkplatz mit zwei Häuschen rausgeworfen wurden, war es erfrischend kühl und der Ausblick atemberaubend! So so so so so schön! Die Berge, alles ist so satt grün und die Luft so schön klar.
Vor dem Aufstieg wurden wir ja schon gewarnt. Ich hab meinen kleinen Rucksack in den großen gesteckt und bin ganz ganz langsam den Berg hoch gekrochen. Oben angekommen hatten wir beide etwas Angst, dass sich das El Zopilote Trauma wiederholt. Aber auf den ersten Blick sah alles etwas besser organisiert und sauberer an. Nicht so krass eso-Hippie-mässig. An der Rezeption meinte die Rezeptionistin dann, dass wir jetzt noch ein Stückchen gehen würden. Laura hat man die Panik schon etwas angesehen. Die Zimmer, die näher an der Rezeption waren, haben wir uns auch noch angesehen aber das was wir eigentlich gebucht hatten, hatte weniger Betten und so kuschelige Schlafkabinen.
Der Weg zum Zimmer war dann überhaupt nicht so weit, nur etwas steil. Die Mitarbeiterin hat auch nur gelacht und meinte, sie würde dort nicht arbeiten, wenn man immer 20 Minuten zu den Räumen laufen müsste. Und wir waren beide richtig beseelt. Alles was wir uns beide wünschen. Sauberes Zimmer, mega Ausblick, Bad um die Ecke, mit warmer Dusche, ganz viele schöne Ecken mit Hängematte und (nochmal) dieser Ausblick!! Berge sind doch einfach etwas magisches.
Und weil diese Reise so super reibungslos funktioniert hatte, war es noch ziemlich früh. Wir hatten Zeit zum Duschen, Kaffetrinken, Wäsche waschen und dann hatte der Tag noch immer Zeit. Deswegen sind wir nochmal den Weg hinter gelaufen und mit dem Bus, der zufällig gerade kam, ins nächste Örtchen. Dort haben wir Snacks, Gemüse und vor allem Frutas gekauft. Die Verkäuferin war irgendwie schon wieder so unheimlich warmherzig. Die Eier hat sie uns einzeln in Taschentücher eingewickelt und in eine kleine Plastiktüte gesteckt.
Abendessen gabs im Hostel. Das war ne kleine Enttäuschung. Es gab Curry, das so mittelmäßig geschmeckt hat und vor allem wars zu wenig. Danach hatte ich noch ein bisschen Hunger und es gab keinen Nachschlag. Wir hatten aber vorher auch nicht so viel gegessen. Danach haben wir noch etwas von unserem heimlich hereingeschmuggelten Wein getrunken. Fremdgetänke sind eigentlich verboten, aber der Wein kam noch aus Costa Rica.
Also ein Weinchen mit Bergblick und Deeptalk. Danach haben die Omas (wir gehen sonst ja schon gerne um 8 ins Bett) sich noch einmal aufgerafft und in die Bar gestolpert. Dort gab es ein Beerpong Turnier. Wir sind in der ersten Runde ausgeflogen, haben aber immerhin gegen die Gewinner verloren. Hat trotzdem Spaß gemacht. Danach haben wir den anderen zugeguckt. Einige waren richtig gut. Und ich bin überrascht, wie viele Regeln dieses Spiel hat. Man wirft in Hostels immer in Becher mit Wasser und trinkt sein eigenes Bier. Aber sonst wäre man ja super betrunken und dann noch Treffen müssen uiuiui.
Nach Bierpong startete direkt das nächste Spiel. Da lief Musik und immer wenn es ein Peitschengeräusch machte, musste man eine Lassobewegung weitergeben... Klingt jetzt komplizierter, als es eigentlich war.
Und dann gings endlich in diese supercoole Schlafkabine!Lue lisää
4 Wasserfälle und ein Canion
5. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 27 °C
Gestern war schon wieder so ein richtig toller toller langer Tag.
Im Hostel auf dem Berg hat es richtig stark gestürmt und immer wieder geregnet. Wir haben seit langem mal so richtig gut geschlafen, weil es Nachts kühl ist. Die Oberschenkel kleben nicht aneinander beim schlafen, man wacht nicht nassgeschwitzt auf und die Füße fühlen sich nicht an, als würden sie gleich platzen. Stattdessen hab ich sogar geträumt.
Uh aber was problematisch war: schon wieder der Strom weg.. Das war jetzt das dritte oder vierte Mal auf der Reise. Wasser ging aber irgendwie trotzdem. Aber das Internet ging nicht und wir konnten nicht abschätzen, ob das Wetter besser wird oder wo das Wetter besser ist.
An einer Wand im Hostel hängen ganz viele Pläne von Wanderungen und "Exkursionen" die wir machen können. Wir haben uns für die Quatro cascadas entschieden, eine Wanderung zu vier verschiedenen Wasserfällen.
Also mal wieder in den Bus in einen minikleinen Ort namens los planes. Den Namen fand ich super. Beim Aussteigen haben wir zwei verschiedene Dinge gesehen, die mich beide verblüfft haben. Zum einen standen da, ja wirklich im Nirgendwo die Zeugen Jehovas mit ihrem typischen Katalogständer. Später hab ich gesehen, dass da in der Nähe eine Kirche von denen ist.
Zweitens war da ein relativ grosses Flüchtlingscamp. Da haben wir uns natürlich gefragt, wer da von wo wohin flüchten muss. Da haben wir den Tag über mit verschiedenen Personen gesprochen: Hauptsächlich sind es Menschen aus Venezuela, aber auch aus Haiti und anderen Ländern. Reiseziel sind die USA, die aber gerade eher so gar keinen mehr rein lassen. Später haben wir noch erfahren, dass immer mehr Menschen, sogar Mütter mit Kinder oder junge Mädchen durch den Jungel zwischen Kolumbien und Panama laufen, obwohl es dort wahnsinnig gefährlich sein soll.. Nur um in Panama anzukommen und dort nicht wirklich weiter zu kommen. Heftig.
Wir sind an dem Camp vorbei gelaufen und mussten uns erstmal die Regenjacke ausziehen, weil es in dem Örtchen viel heißer und super sonnig war. Auf dem Weg haben wir die Schweizer aus unserem Schlafsaal wieder getroffen. Marc und Caroline sind aus dem französischen Teil der Schweiz. Marc reist schon ein halbes Jahr durch Südamerika und seine Schwester hat ihn jetzt hier in Panama besucht. Sie arbeitet grade in Boston, hat vorher irgendwie auch schon mal in Barcelona und Peking gearbeitet. Mit den beiden hatten wir wirklich einen tollen Tag. Zuerst hatten wir spannende Gespräche über Kultur, Reisen, Politik... Und später sind wir alle etwas aufgetaut und haben Eselgeräusche nachgemacht und viel gelacht.
Die Wanderung haben wir uns alle etwas anstrengender vorgestellt. Aber es muss ja nicht immer so super anstrengend sein. Durch eine kleine Pforte mussten wir spazieren und dann waren wir auf einer Wiese, von der aus es verschiedene kleine Wege gab zu den Wasserfällen.
Beim letzten Wasserfall sind wir alle schwimmen gegangen und saßen danach auf einem Felsen mit tiptop Aussicht. Dort haben wir Uno gespielt (mit den Karten die wir immer benutzen), bis wir alle aber GANZ SCHNELL aus der Sonne raus mussten. Danach war es noch relativ früh, deswegen sind wir ins nächste Dörfchen gefahren, wo der Canion sein sollte.
Angekommen sind wir erstmal Mittag essen gegangen. Zum Comedor Lili, der ganz in pink gehalten ist mit Blumen an der Wand und Weihnachtsdeko vor dem Fenster zum Garten, in dem die Chilis wachsen. Man konnte sich den Teller selber zusammenstellen. Es gab sehr gute Bohnen, Kochbananen, Yuka und ich hab ausnahmsweise mal Lomo gegessen. Es war wirklich alles so lecker! Tolll.
Die Inhaberin saß an einem anderen mit ihrem Mann (?) und Papa (?). Sie war wirklich sehr sehr nett und hatte herrlichen Schmuck. Schön kitschig!
Gestärkt gings dann zum Canion. Da sind wir hineingehüpft, aber nicht von ganz oben. Und wir sind nicht durchgeschwommen, weil da handgroße Spinnen sein sollten. Nein danke. Mit den Schweizern haben wir etwas weiter geplaudert. Und dann sind wir mit dem Bus zurück, wo wir spontan noch Zuckerrohrsaft mit dem Nachbarn gemacht haben. What a lifeLue lisää
Moliendo caña
5. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 21 °C
Ein Riva und ein Wju
6. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 22 °C
Morgens haben wir mit den Schweizern gefrühstückt und waren etwas traurig, dass sie schon wieder weiterreisen mussten. Aufm Berg hats wieder geregnet und gewindet, aber nicht mehr gestürmt.
Zum fertig machen haben wir uns etwas Zeit gelassen, aber dann wurde wieder gewandert. Und zwar ganz ohne Bus zu fahren. Hehe.
Denn der Weg ging direkt vom Hostel aus los in den Nebelwald.
Nebelig war es gar nicht, aber schon wieder richtig schön. Der Weg ging viel auf und ab, zuerst eher aufwärts zu einem Aussichtspunkt. Dort haben wir ganz verrückte Fotos gemacht. Schön war, dass wir uns relativ sicher sein konnten, dass neben uns sonst keiner dort war. Deshalb haben wir laut gesungen, geplappert und Vogel- und Tiergeräusche nachgemacht. Nicht nur auf der Bergspitze, sondern überall.
Vom Aussichtspunkt aus gings einen Schlenker nach links zu einem big tree. So stands auf der Wanderkarte aus dem Hostel. Bei nem anderen Baum dachten wir schon versehentlich, dass das jetzt der Big tree ist.. Aber der kam dann erst eben nach dem Mirador. Und der Baum war wirklich sehr gross. So groß, dass er nicht in die Kamera passte. Sah aber etwas geschummelt aus, denn der Baum sah aus, als würde er aus mehreren kleinen Bäumen bestehen, die zusammengewachsen sind.
Weiter gings dann zum Fluss, da war der Weg dann ein bisschen matschiger und wir hatten ein bisschen Angst wegen den Spinnen und weil ich ne Schlange gesehen hab. Aber nur ne kleine Schlange. Braun und ganz schnell wieder weg. Aber hauptsächlich haben wir uns gefreut über den Weg. Ich finde es auch immernoch erstaunlich, was für Wanderwege da gebaut wurden nur für vermutlich dieses eine Hostel. Auch das Hostel und die Wege war irgendwie echt verrückt mit den ganzen kleinen Wegen und Details, mitten im Nirgendwo auf dem Berg.
So. Weiter zur Wanderung. Vom Big tree gings dann auch noch zum Fluss. Der war auch super schön und wenns wärmer gewesen wäre und wir nen Bikini dabei gehabt hätten, hätten wir dort bestimmt noch gebadet. Aber so haben wir bei leichtem warmen Nieselregen unsere Kekse und Bananen gegessen und uns über die Aussicht und den schönen Tag gefreut.
Danach gings wieder zurück, wir waren gegen vier oder so schon wieder im Hostel. Haben eine Tomaten-Linsensuppe gekocht, Spiele gespielt, gelesen und telefoniert. Später sind wir noch auf nen Abstecher in die Bar. Ich war aber viel zu müde, deswegen blieb es bei einem Fresca-Rum und zwei Runden Skip-Bo. Das kühle Bett muss man ja nochmal ausnutzen. Nachts hats aber so doll gestürmt, dass es wirklich richtig laut war und ich nur mit Oropax bzw. Tintenherz in den Ohren schlafen konnte. Der Regen hat wahnsinnig laut auf das Wellblechdach gepasselt und die Hängematten nebenan sind immer wieder gegen die Wand geknallt. Gut, dass wir nicht weggepustet wurden.Lue lisää
Panama City
8. toukokuuta 2023, Panama ⋅ 🌙 28 °C
Jetzt sind wir nicht mehr im Wald. Sondern im Großstadtjungel. Panama city hat uns heute überrascht und ein bisschen überfordert. Also zumindest mich. Wir sind mit dem Nachtbus gefahren, der war viel zu kalt (blöde Klimaanlage) und hat uns um 4 Uhr am Busbahnhof rausgeworfen.
Dort saßen wir dann zwei Stunden in so nem Food court mit Kaffee, Youtube und Lonely Planet. Bis wir das Gefühl hatten, dass wir jetzt mal ein Uber rufen könnten, ohne dann vor verschlossen Hosteltüren zu stehen. Als ich den Taxifahrer gefragt hab, ob ich mich nach vorne setzen soll, meinte er: "noo yo manejo.. Soy el jefe." dann meinte ich nochmal, dass Uber in Costa Rica zb. Verboten ist, deshalb muss immer einer vorne sitzen, falls die Polizei einen sieht. Er meinte neee er hätte alles im Griff er sei (nochmal) el jefe. Ich hab gefragt warum, dann meinte er so supercool. Porque si.
Okay cool.
Im Hostel war schon jemand. Aber Hallo! Der Inhaber oder Mitarbeiter ist so und begrüßt alle mit viel Herzlichkeit. Hola mis Reynaaas como estaan. In der Küche hängt ein rosaner Luftballon auf dem Feliz cumpleaños steht. Er hatte vor ner Woche Geburtstag.
Wir haben uns in den Gemeinschaftsraum gelegt und gelesen, denn unsere Betten sollten erst gegen 13h fertig sein. Es gibt im Hostel Frühstück, aber an jenem Morgen eigentlich nicht für uns, weil wir die Nacht ja nicht dort geschlafen haben. Dann hat uns der Mitarbeiter gefragt, ob wir uns nicht auch noch was machen wollten, Kaffee hatten wir eh schon. Und dann ist etwas passiert, was mich tatsächlich beeindruckt hat:
In fast jedem Hostel werden so Pfannkuchen anbegoten, die sehr fluffing sind und dick und irgendwie immer gleich schmecken. Ich hatte schon ne Vermutung, dass es sich dabei um eine Backmischung handelt, aber! Es ist wirklich nur ein Pulver aus einem großen Plastiksack, das mit Wasser vermischt wird.
Und das hat im letzten Hostel einfach mal fünf Dollar gekostet. Aber da musste jemand den Bums auch den Berg hochtragen. Der nette Mitarbeiter meinte dazu nur "que Scheiße!".
Er spricht ein wenig Deutsch durch den ganzen Kontakt zu den Volunteers und Gästen. Als ich meine Bananen geschnitten hab, hab ich gesungen: "una banaaanaaa" und er hat direkt mitgesungen: "dos Banaanaaas"
Beim Putzen hat er shine bright like a diamond von Rhianna gesungen.
Wir fühlen uns also sehr wohl!
Tja. Aber trotzdem konnten wir noch nicht in unsere Betten gehen. Vorher sind wir in den riesigen Supermarkt um die Ecke. Danach haben wir noch mehr gelesen und dann konnten wir endlich ins Zimmer.
Auspacken. Duschen. Schlafen. Dann gab ein Missverständnis. Laura wollte die Linsen noch für den Abend einweichen und ich hab nicht verstanden, warum das jetzt denn ausgerechnet sein musste, wenn wir nach Stunden endlich in unseren Raum konnten. Deshalb hab ich nicht mitgeholfen, hab mich gewundert warum Laura sich denn jetzt nicht ausruht, wo es endlich möglich ist und war am Ende die einzige, die ne halbe Stunde Ruhen konnte. Naja. Wir waren beide auch etwas müde und haben da schlecht kommuniziert. Shit happens.
Aber gegen halb 3 haben wir dann mal das Hostel verlassen und sind erstmal diese Promenade da am Hafen entlang gegangen zum Casco Viejo. Dort kann gejoggt werden und es gibt einen guten Blick auf die ganzen Frachter, die für den Panamakanal anstehen. Ist natürlich nichts gegen Hamburg ;)
Wir haben eine Mango mit Salz, Essig und Chili gegessen. Das war was neues uns sehr lecker.
Der Fischmarkt, bei dem wir eigentlich verspätetes Mittagessen essen wollten, hatte leider schon zu. Also sind wir hungrig weiter zum Casco Viejo. Wie war das? Eine der ältesten kolonialen Stadtzentren Südamerikas? Wurde letztens ganz aufwendig restauriert. Ist UNESCO Weltkulturerbe.
Und vor allem wirklich schön. Zwischen Ruinen stehen bunte, verzierte schöne Häuser. Jede Ecke wäre ein Foto wert. Ich war überfordert und hab überhaupt kein Foto gemacht, dafür aber Laura. In San José gabs sowas nicht und wir waren wirklich sehr überrascht und begeistert.
Und hungrig.
Und in dem dann doch sehr touristischen alten Stadtkern gab es nur sehr teure schicke Restaurants.
Durchfragen ist oft die beste Medizin und so wurde uns das Coca Cola Café empfohlen. Wollen wir wirklich ins Coca Cola Café ?
Eigentlich ja schon aus Prinzip nicht. Aber die Dame schien so überzeugend, daß Restaurant war um die Ecke und wir hatten wirklich Hunger.
Das Coca Cola Cafe scheint ne richtige Institution zu sein. Es handelt sich dabei um das älteste Café der Stadt. Das Essen war jetzt nicht so wahnsinnig gut, aber der Besuch hat sich dennoch rentiert. Das Café war richtig urig, mit lederbespannten alten Stühlen, einem Baum, der aus der Fensterbank hinauswächst und sehr vielen wichtig aussehenden Gästen. Draußen war auch was los. Da war eine Art Demo. Viele Menschen, Getrommel, eine Bühne aufgebaut und sogar eine Reihe Dixiklos, so lang wie auf der Fusion. Irgendwas politisches. Wir haben dann mal herumgefragt und tatsächlich war das für die Wahl von einer politischen Partei. Zwischendurch gab's nen Karnevalumzug und T-Shirts wurden auch verschenkt. Kameramänner, schick aussehende Frauen im Kleidchen und sehr dicke Männer, die wichtig aussahen haben dort ihr Hühnchen gegessen oder Kaffee getrunken. Der Kaffee zumindest war laut Laura sehr lecker.
Auf dem Weg zurück sind wir eine Strasse lang, die dann gar nicht mehr so kolonialistisch-hübsch war. Sah ein bisschen aus wie in Bogota aber ohne Regen und wärmer. Ausserdem waren zwischen den Neubauten alte heruntergekommene Gebäude zu sehen mit aufwendiger Stuck- oder Mosaikverkleidung.
Beim Warten auf den Bus (mal wieder) haben wir uns mit einem sehr elegant aussehenden Mann unterhalten, der Journalist ist. Der war mal für ne Woche in Deutschland, um über einen BoxkLue lisää
Free walking Tour, dia 2
9. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 33 °C

Matkaaja
Die Kirche ist mit Perlmutt Bzw Muscheln besetzt, sodass sie hell strahlt, wenn die Sonne darauf scheint. Wie ein Leuchtturm.

Matkaaja
Tolles und inspirierendes Gespräch mit diesem Mann aus Indien, Vater von zwei Kindern, die er in Austin Texas aufgezogen hat und nun wieder mit seiner Frau aus einer arrangierten Ehe, der er aber merklich viel Liebe und Respekt entgegenbringt zurück nach Chennai Indien ist. Reist aber die meisten Monate, wenn er nicht arbeitet um die Welt. Sein nächstes Ziel ist Nairobi. Seine Tochter ist Sozialarbeiterin und arbeite viel mit Obdachlosen „Ich bin so stolz auf sie! Und sie ist so stur und unternehmungslustig wie ich. Mein Sohn kommt nach meiner Frau. Eher ruhig und lässt seine Frau machen. Scheut die Diskussion. Wie meine Frau, die auch eher denkt jaja rede du mal. Ich glaube, das ist der Kern für eine funktionierende Beziehung. Beide haben passende Partner gefunden. Ich unglaublich stolz auf meine Kinder. So mutig und frei wie sie sind.“
Wild Card Tag 1
12. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ⛅ 27 °C
Laura hatte noch nicht fertig gepackt, weil wir am Abend ja spontan ausgegangen sind. Deswegen hat Laura wenig geschlafen und ich hatte einen Albtraum. Wir waren in einer Höhle am Meer, Laura hat immernoch gepackt und dann kam das Boot und der Captain sagte, dass wir dann nicht mitkönnten. Ob wirs verschieben könnten? Geht aber nicht uiuiui..
Die Realität sah ganz anders aus. Morgens hatten wir nach dem Frühstück sogar noch Zeit, bis der Shuttle Bus kam. Wir saßen vorne, etwas verschlafen neben einem Franzosen namens Coco. Hinter und die Engländerinnen, die direkt zu plappen begannen.
Angekommen am Hafen sind wir natürlich noch nicht direkt losgefahren. Stattdessen gabs erstmal ein Breefing und die Betten wurden verteilt. Wir schlafen zusammen in einem. Es ist das größte Bett direkt neben der Fahrkabine. Leider muss wirklich jeder an uns vorbei, um ins Bett zu gehen. Am ersten Tag haben wir uns ein Zelt aus Tüchern gemacht, um wenigstens ein bisschen Privatsphäre zu haben.
Dann gab's noch was zum Essen im Restaurant. Als wir losfahren sind, hatten alle so ne Reisetablette genommen. Deswegen lagen wir alle auf dem Deck und haben gedöst. Wie ganz viele Zombies. Die Engländerinnen haben trotzdem direkt die Bierdosen aufgemacht und geredet. Wie kann man so viel Reden. Uiuiui. Und alle sind gezwungen, zuzuhören, weil es keinen anderen Ort gibt um abzuhängen. Zwischendurch nervt es, dann finde ichs witzig, dann wundere ich mich. Alle Briten-Clichees erfüllt.Lue lisää
Wild Card Tag 2
12. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 29 °C
Morgens gab es wirklich gutes Frühstück uiuiui. Wir sind irgendwann morgens angekommen im Paradies. Die Insel ist so schön, das Wasser so klar, der Strand so weiss, dass es wirklich fast albern ist.
Nach dem Frühstück sind wir an Land geschwommen. Das Schlauchboot-uber hat unsere Sachen rüber gebracht. Es gab noch ne andere Gruppe, dort sind weniger Pärchen und mehr Deutsche an Deck.
Die waren ziemlich witzig und schon Mittags betrunken. Sie hatten ihren letzten und wir unseren letzten. Denn sie sind von Kolumbien nach Panama gefahren.
Es gab Coco Loco. Eine Kokosnuss von einen der vielen Palmen am Strand mit Rum.
Wir waren zwei mal Schnorcheln.
Laura hat kurz Beachball gespielt.
Irgendwann haben wir ein Nickerchen unter Palmen gemacht.
Mittags wurde gegrillt. Alles war schon wieder super lecker. Gemüsespieße, Kartoffeln und so ein Quinoa Salat - Taboule mit Limette und Petersilie. Mmmmh so lecker.
Abendessen gabs an Board. Da gabs ein Curry mit Reis und danach gabs ein großes Feuer am Strand. Auf dem Weg im Schlauchboot dorthin esta si gehört, das war fast mein Highlight.
Auf der Party gabs Beef zwischen unseren Engländerinnen und einem verrückten Deutschen aus Bamberg namens Eric. Der hat nen zweiten Dancefloor aufgemacht mit Techno. Oder wie die Engländerinnen gesagt haben mit Dubsteb. (wars gar nicht)
Wir waren auf der Technoparty, weil die Daurschleife Chartssongs der Engländerinnen genervt hat.
Irgendwann gabs sogar nen Streit zwischen den dreien und der Norwegerin und dem verrückten Deutschen wegen der Musik. Zu der von dem verrückten haben wir herrlich getanzt. Beim Streit waren wir schon wieder zurück.Lue lisää
San Blas Tag 3
13. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 29 °C
Wir sind immernoch im Paradis. Ich liege unter zwei Palmen im Schatten und Laura leider grad im Bett, die hat zu viel Sonne abbekommen. Dabei ist es relativ schwierig, nicht so viel Sonne abzubekommen. Ich glaube dass alle mittlerweile irgendwo einen Sonnenbrand haben.
Am Tag drei sind wir vor einer weiteren paradiesischen Insel aufgewacht. Das Essen hier ist ja wirklich der wahnsinn. Es gab Rührei und Toast und Baked beans. Danach sind wir auf die Insel geschwommen. Laura und ich sind, mit unserer eigenen Musik. Also eigentlich meiner, dem Latinomix von Spotify mit viel Soda Estéreo um die Insel spaziert. Da es eine sehr kleine Insel, kleiner als die erste, war, gings relativ schnell. Kurz vorm Ende haben wir irgendein Cumbia oder Salsalied lauter gemacht und unbeobachtet am Strand, mit den Füssen im Wasser, Salsa getanzt.
Danach wollten wir Schnorcheln gehen. Auf dem Weg zu unseren Sachen sind wir Isabel, der Schwedin begegnet. Die hat gefragt, ob wir auf sie warten würden, sie wolle vorher auch einmal um die Insel laufen.
Also warten, wenn auch nicht lange. Wir haben uns schon mal die Schnorchel aufgesetzt und sind ums Boot herum geschnorchelt. Im Seegras verstecken sich auch schon ein paar kleine Fische. Irgendwann gings dann los. Das Riff ist gesünder als das von Insel Nummer 1. Unterschiedlich geformte Korallen, anderes Gewächs. Grosse gestreifte Fische, kleine gelb-lilane, weiße schön schimmerde. Schnorcheln ist einfach toll. Vor allem, weil man auch so ganz ruhig und entspannt und konzentriert dabei sein muss. Sonst bekommt man Wasser in den Mund oder Augen und Panik. Aber wenn man sich die Zeit und Ruhe zulässt, finde ich es einfach magisch. Ich war auch schon wieder zu lange drin und hab mir den Rücken verbrannt. Laura hatte danach nen Brummschädel.
Es gab danach relativ schnell Mittagessen. Hinten haben wir die Crew mit einem frisch gefischten Tintenfisch uuuuund HUMMER hantieren sehen. A dream come true. Das war ja seit Beginn der Reise mein grosser Traum. Endlich mal einen Hummer essen. Es soll ja so ähnlich sein wie Shrimps, nur besser. Und Shrimps sind ja schon mein absolutes Lieblingsessen. Wie lecker muss dann so ein Hummer sein?? Ausserdem ist es so schön dekadent, Hummer zu essen.
Mittags gab's dann aber gar keinen Hummer, sondern Nudeln mit Tomatensauce. Die waren auch super lecker. Eigentlich ja sogar mein anderes lieblingsessen. Aber ich war wirklich gespannt vorher und ein minibisschen enttäuscht. Aber auch die Nudeln waren schon wieder unheimlich gut.
Nach dem Essen hat Laura sich ins Bett und ich mich an den Strand gelegt und auch gedöst und Hörbuch gehört. An Deck haben wir dann mit dem belgisch-holländischen Pärchen Karen und SnackSimon und Isabel (Schweden) Karten gespielt. Monopoly Deal. Simon ist schon wieder so ein schlauer Kopf. Der hat einfach immer gewonnen. In jedem Spiel. Die beiden sehen sehr jung aus, sind aber auch soweit ich das verstanden habe, schon fertig mit dem Studium. Vor 5 Jahren haben sie sich bei einem Projekt in Kolumbien kennengelernt, jetzt reisen sie dort zusammen hin. Die waren auch überall in Zentralamerika vorher.
Die Stimmung war richtig gut, wir haben viel geplaudert und dann gab's irgendwann Abendessen. Uiuiui!
Der Hummer war sehr lecker. Aber ich würde sagen, dass ich Shrimps sogar leckerer finde. Weil das Fleisch fleischiger ist als von meinen kleinen Lieblingsgambas. Uuuh aber ayayayayay dieser Pulpo war so wahnsinnig lecker. Butterweich. Vorher hab ich ihn auch schon einmal anfassen sehen und mal genauer betrachten. Wer weiss ob ich noch sooo frische Meeresfrüchte esse. Herrlich!
Danach hab ich mal meine Musik anmachen können. Den Chancha via Circuito Remix. Wir sassen noch länger am Deck und haben mit den Leuten geplaudert. Das war ein richtig schöner, entspannter Abend im Paradies!Lue lisää
Wild Card Tag 4
14. toukokuuta 2023, Panama ⋅ ☁️ 27 °C
Jetzt sind wir auf dem schlechteren Teil der Reise. Wir segeln jetzt 2 Tage nach Cartagena. Mal sehen, ob ich schreiben kann, ohne dass mir schlecht wird.
Heute Morgen bin ich direkt um halb acht oder so aufgestanden und hab mich aufs Deck gesetzt mit nem Kaffee. Frauke und ich tauchen Bücher, deswegen hab ich hohe See durchgelesen und ein bisschen geweint. Vor und nach dem Frühstück hab ich das Boot gezeichnet. Zum ersten Mal seitdem wir auf dem Segelturn sind hab ich etwas in meinem Moleskine festgehalten.
Laura und ich sind dann ins Wasser gesprungen. Wir haben zwischen drei kleinen Inseln geankert. Deshalb konnten wir zuerst zur ersten Insel schwimmen und dort einmal drum herum laufen. Danach sind wir zur anderen Insel geschwommen. Das Wasser ist so tief, dass es nur blau unter uns war. Diesmal gab's keine Riffe aber dafür ziemlich grosse Fische unterm Nachbarsboot. Sahen aus wie minihaie, waren aber keine. Trotzdem cool.
Auf Insel Nummer 2 sind wir auch einmal herumspaziert. Dann kam die Sonne raus. Laura hat Beachball gespielt. Meine Beine waren nicht eingecremt. Deshalb bin ich zum Boot zurück geschwommen um mich einzucremen und um mein neues Buch zu holen. Danach lag ich mit Karen unter ner Palme mit Buch, ausserdem hab ich den Eintrag zu Tag 2 geschrieben.
Dann kamen Lindsay und Manu von der Crew vorbei mit ganz vielen Cocos und ner Flasche Rum vorbei. Und danach wurde irgendwie nochmal gefeiert. Wenn die Crew sagt, dass es okay ist, jetzt noch Alkohol zu trinken, muss es okay sein. Das war richtig witzig, sogar mit den Engländerinnen und der Norwegerin hab ich mich plötzlich verstanden.. Irgendwann saßen wir im Kreis und jeder seine favourite poop story erzählt. Everybody has a poop story.
Dann waren wir wieder im Meer und haben mit Kokosnüssen geworfen.
Keiner von uns wollte wirklich von der Insel zurück aufs Boot gehen. Dort gab's dann Nudeln mit Carbonara und danach die grosse Dusch Aktion. Zum Haare waschen sind wir zum ersten und vermutlich letzten Mal vom Bootdach ins Wasser gesprungen. Dort haben wir alles Nass gemacht. An Deck eingseift und im Wasser ausgewaschen. Danach konnten wir einmal das Süßwasser aus dem Fass benutzen, um fresh und clean zu sein.
Uh und vorher und nachher haben wir zwei richtige Haie unterm Boot, die konnte ich mir genauer beim Schnorcheln angucken.
Und dann musste alles wackelfest gemacht werden. Die Engländerinnen reden schon wieder und ihre Musik ist viel zu laut. Aber schlecht ist mir zum Glück noch nicht.Lue lisää
Carrrrtagena aiaiai
16. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ ☁️ 30 °C
Laura schreibt…
Müde sind wir gestrandet in Cartagena. Obwohl wirklich jeder gestern spätestens um halb neun in seine Koje gefallen ist, sind doch alle recht groggy. Alle zerfließen an Deck morgens früh, da wir noch nicht offiziell einreisen dürfen, bis der Anruf kommt.
Ein letztes Mal ein gemeinsames Frühstück. Sachen packen. Aber am Abend steht das große Wiedersehen an, zu dem alle kommen müssen - denn wir haben ja immer noch nicht unsere Reisepässe zurück.
Nacheinander sagt man sich müde see you later ! Und dann haben wir uns doch alle wieder in der Mall 200 m weiter getroffen.
Es ist hot 🥵 Que calor!
In der Mall gibts Aircon, Kaffee, Käse, Saft einen ATM und - Stühle die sich nicht bewegenbewegen.bebewe.bin
Und wir treffen alle wieder auf einander. David (Schweiz), Thibaut (Frankreich) und Lena sind schon gelandet. Gebannt vom wlan. Zach (USA) samt französischer Freundin kommt ebenfalls. Auch unser honey moon Lehrer Paar aus NL mit dem TikTok Star Ehemann. Mara kann sich endlich wieder bewegen, dafür wackelt bei Martijn alles. Aber nicht nur bei ihm. Auch mein Schädel schaukelt ziemlich. Zuletzt stößt Isabell (Schweden) dazu, die ist komplett überfordert mit Landgang, Hitze, Klima und ich laufe wankend los um ihr einen Apfelsaft zu besorgen (ich hatte wirklich Angst, dass sie gleich umkippt …). Wir hingen dann wirklich alle sicherlich zwei bis drei Stunden in der Cafeteria ab, Klos gabs ja auch. Mit einmaliger Spülung für Nr.1 und Nr. 2 und man zudem nicht dass Gefühl hatte, man verlasse die Bootssauna nach Beendigung derjenigen Nummer.
Nach und nach dröpelten wir dann in unsere jeweiligen Hostels, die Dusche war dann doch zu verlockend. Im Hostel angekommen bewegten wir uns erst einmal im Takt des Ventilators, damit ja kein Lüftchen an einem vorbeiwehte. Nach ein wenig Genesungszeit entschieden wir uns, die Nudeln samt Pesto noch aus Panama 🇵🇦 zu kochen. Davor zu duschen wäre eh sinnlos gewesen, denn in der kleinen Küche war es viel zu warm. Danach war ich so müde und überfordert mit unbeweglichem Grund, dass ich im Sitzsack samt Sonnenbrille versackt bin. Tomke fand das zum Losprusten, wie ich da wankend mit Sonnenbrille lag. Ins Zimmer mit der ersehnten Klimaanlage konnten wir immer noch nicht. Hat dann aber Gott sei Sand doch nicht mehr bis drei gedauert. Also duschen, schlafen, Tomke hat sich an ersten Filmchen zusammenschneiden sehr erfolgreich versucht. Und dann sind wir los Richtung Altstadt, Kaffee trinken und um die anderen Wiederzutreffen.
Uiui da ist auch schon wieder so viel passiert an diesem Nachmittag und Abend…Lue lisää

Matkaaja
Arepas.. Frittierte Maisdinger mit Käse drin. Nach belieben auch mit Butter oder Würstchen. Gibts hier überall, morgens mit Ei und später auf der Strasse mit allen möglichen Füllungen. Lecker lecker. Viel leckerer war jedoch das Ei, das mit Kartoffelbrei umhüllt wurde und frittiert. Ich wüsste gerne, wie der oder die Kreatorin dieser Leckerei auf die Idee gekommen ist, aber ich fands super. Abends gabs noch frittierte Kochbanane mit Gemüse und Käse lecker lecker lecker
Cartagena
17. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ ☁️ 30 °C
Dia nummero dos in Kolumbien, Cartagena. Wir sind ja relativ spät ins Hostel gekommen und recht betrunken ebenso.. Heute Morgen waren wir wieder auf dem Boot. Mental. Wir schlafen in den Stockbetten beide oben und hatten das selbe Gefühl, dass das Bett wackelt. Hach! Ein bisschen fehlt mir das herumgekuller im Bett, es hat sich angefühlt wie in einer Babywiege.
Gut, aber heute Morgen wars ja der Kater. Wir sind halt nicht mehr 21, wie die verrückten Engländerinnen.
Das Frühstück war eine kleine Enttäuschung. Das Arepa war sehr trocken, aber der Kaffee war schon mal gut.
Dann sind wir meine Kreditkarte einweihen gegangen. Mit Kopfschmerzen sind wir durch unser Viertel zu so ner Mall und dort etwas durch die Läden gewabert. Laura braucht neue Flip-flops. Und dann wollten wir Geld abheben. Das waaaar aber kompliziert. Holla die Waldfee. Der kolumbianische Peso hat einfach zu viele Nullen! 5000 Peso sind ein Euro. Wieviel Nullen kommen dann drann, wenn man 500 Euro abgeben will? Und gehören die Nullen hinterm Komma dazu oder nicht? Ayayayayay. Und dann hatte der Automat aber ein Limit von 160 Euro. Die nehmen von uns aber immer 5 Euro Gebühr und meine Bank dann ja auch noch. Das wollen wir also nicht. Deswegen sind wir weiter durch das Viertel geschlichen zu dem Automaten, bei dem die anderen gestern alle abhoben haben. Direkt nach der Ankunft. Der wollte aber auch nicht. Wackelkontakt und nicht genug Geld drin, oder so? Bisschen Bargeld hab ich ausversehen abgehoben, als ich mich um eine Null vertan hatte, deswegen sind wir erstmal trotzdem versorgt.
Das war also erledigt, bzw. aufgeschoben. Jetzt hatten wir aber Hunger. Weil es so hot hot hot war, sind wir mit den Uber in den hübschen Teil der Stadt gefahren. Da wollen wir ab morgen auch schlafen.
Mittag gegessen haben wir in nem richtig urigen Restaurant. Es gab natürlich nur Fleisch, aber mit verschiedenen Beilagen. Der Laden war voll und das Essen so günstig, dass es sich wirklich nicht lohnt, zu kochen. Es gab Lomo, Gulasch, Yuka Frita, Reis, Salat, Hühnersuppe für 2 Euro pro Person. Que barato! Und war auch lecker. Ich hab nur wieder gemerkt, dass ich Fleisch oft einfach nicht so lecker finde...
Danach sind wir auf Hostelsuche gegangen. Etwas hin und her gelaufen, das ist ja immer ne schwierige Entscheidung. Schlafsaal? Pool? Frühstück? Küche? Neuerdings ist auch der Billardtisch ein Faktor, weil wir uns vorgenommen haben, Profis zu werden. Am Ende haben wir uns für eins ohne Pool aber Einzelzimmer entschieden.
Dann gabs für Laura nen Eiskaffe und mich nen Affogato. Wir hingen son bisschen in nem Cafe ab.. Mit Wlan, Fotos gucken und Findpenguins ansehen. Das tat gut, danach hatten wir beide etwas mehr Energie. Die Kopfschmerzen hatten sich zum Glück auch verabschiedet.
Danach sind wir zu diesem alten Verteidigungswall gegangen, der war gar nicht mehr so weit. Dort haben wir uns fetzige Cappys gekauft und haben uns gefreut. Die Stimmung war etwas müde-albern. Für diese Anlage haben wir ne Tour gebucht. Die gabs irgendwie nur auf Spanisch. Angeblich. Ich glaube, dass die Leute, die wir zuerst gefragt hatten, nur spanische Tours anbieten aber ein bisschen geflunker fürs Business ist schon okay. Die Tour war nämlich gut.
Laura hat schon ziemlich viel verstanden, ich hab viel übersetzt. Manchmal hab ich auch aus versehen nicht zugehört oder das Verteidigungswall-Fachvokabular hat gefehlt. Trotzdem haben wir wirklich was gelernt.
Da haben die Spanier so ein ausgefuchstes Schutzsystem gegen die Engländer (die schon wieder) gebaut. Und dann haben die nie angegriffen. Irgendwie traurig.
Wir sind danach mit unseren feshen Columbia Cappys noch im Supermarkt gehalten. Abends gabs Tacos mit Salat. Das tat gut und das Hostel hat sich auch ein bisschen mehr wie zu Hause angefühlt. Es ist auch mal schön, nicht von Touristen umringt zu sein. Gegessen haben wir draußen mit Blick auf die Strasse.Lue lisää

Matkaaja
Der arme Friedhofwärter hofft dass wir morgen wieder kommen. Ist doch sonst so tot da, wo er arbeitet.
Playa de las Promociones
19. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ ⛅ 32 °C
Laura ist sehr müde. Sehr müde. Deswgen musste sie gerade massiert werden. Von Veronika. Aber am Ende hat ne Kollegin von ihr massiert.
Laura schreibt…
Schnorcheln. Das wollten wir. Also übermüdet nach einer kurzen Nacht mit den Bootsleuten samt Crew in Getsemani aus dem Bett und auf auf zum Hafen.
Wohin müssen wir überhaupt ?
Tomke fragt mal nach.
Erst weiß keiner so recht, zu welchem Port wir müssen, die Sonne knallt jetzt um 8 Uhr morgens schon so heftig auf den Kopf, denken fällt wirklich etwas schwer …
“Mucho plata, muy caro” verstehe ich inzwischen auch schon. Also haben wir angeblich wohl ziemlich viel Kohle für das was uns erwartet (Schnorcheln, eine Insel, Transport, Strand und Mittagessen) bezahlt. Irgendwann weiß dann jemand wohin wir müssen, Also weiter gehts.
Tomke schreibt jetzt weiter:
An dem Punkt, an dem wir ja noch nicht einmal wirklich am Hafen waren, hatte ich schon eine kleine Krise. Wir wurden dann zu nem anderen Eingang geschickt um nach irgendeiner Frau zu fragen, die helfen kann. Es war wirklich furchtbar, weil alle auf mich einreden. Zwischendurch hatte ich Leute am Telefon und wusste gar nicht, was ich denn mit denen besprechen sollte. Die Frau, zu der wir eigentlich sollten war nicht da, aber jemand anderes. Die hatte dann plötzlich unseren Namen auf unsrer Liste und meinte, alles wäre gut. Der Eingang in den Hafen wäre schon im Preis mit drin, also alles in Ordnung.
Am Hafen meinten dann mehrere Personen, wir sollten uns in die Gruppe von Plastikstühlen setzen und warten, bis wir aufgerufen werden. Okay cool, also saßen wir dann dort, und zwar eine knappe Stunde lang. Irgendwie waren wir etwas verwirrt, denn niemand hatte das selbe Armband um, das unsere Tour markierte. Irgendwann, nachdem wir beide einmal nachgefragt hatten, ob wir auch wirklich richtig waren und der Schweiß schon wieder den Rücken und die Beine hinunterlief, durften wir endlich aufs Speedboat.
Die Fahrt war ganz lustig und schön, die Stadt nochmal vom Wasser aus zu sehen. Ich war so müde, dass mir ab und zu die Augen zugefallen sind. Angekommen sind wir am Playa Blanca. Ein weisser länger Strand mit ganz vielen Restaurants davor und Speedboats, die davor parken. Laut Tour sollten wir direkt weiterfahren zum Schnorcheln. Deshalb sind wir erstmal sitzen geblieben, bis wieder schon jemand auf uns zugekommen ist und eine Frau mich sogar angerufen hat, dass wir am Strand aussteigen sollten. Mit dieser Frau sind wir dann zu einem Mann, der uns in eines der Restaurants gebracht hat. Da sollten wir irgendwie schon wieder warten.
Zwischendurch meinte ein Mann zu mir, dass wir schon mal eines der Strandbetten reservieren sollten. Kostet natürlich extra. Dann kam der nächste, der meinte, dass wir unsere Sachen jetzt in ein Schließfach legen könnten. Wir haben also alles umgepackt, bis jemand meinte, dass auch wieder extra kostet. Das wollten wir nicht. Und überhaupt: wo war denn die Schnorcheltour?
Dann hat uns irgendwann jemand abgeholt und auf das nächste Speedboat gesetzt. Bzw. Mit beiden Armen hineingehoben. Da mussten wir doch kurz lachen. Das war doch aber irgendwie alles strange. Wir waren auch die einzigen Gringas an Board und Laura die einzige blonde. Alles wurde auf spanisch erklärt. Die sexistischen Witze vom Kapitän hab ich aber ausgelassen. Ich dachte mir, dass ich bestimmt endlich entspanne, wenn ich mit Schnorchel wieder durchs Wasser gleiten kann.
Am Schnorchelstop standen noch ca. 7 weitere Speedboats. Da sollten wir jetzt ins Wasser hüpfen? Und das Riff ist doch bestimmt kaputt, wenn so viele Motoren da drüber tuckern. Der Guide hat weitererklärt und gefragt, wer denn von uns schwimmen konnte. Ich dachte zuerst wieder, dass das ein Witz wäre, schließlich waren wir ja alle zum Schnorcheln da. Dann hat sich aber nur so die Hälfte der Personen gemeldet und ich hab begriffen, dass das alles kein Witz war. Dann hat der Negrito (so hat er sich ja genannt) gesagt, dass es was anderes ist, im Meer mit Strömung zu schwimmen als in nem Pool. Wer kann jetzt noch schwimmen? Da haben nur noch wir uns gemeldet. Dann wurden die Schnorchel verteilt und das fand ich dann nicht mehr witzig. Denn die Schnorchel hatten gar keine Schnorchel dran. Wir haben einfach nur eine Taucherbrille ohne diese Luftröhre bekommen. Als ich nachgefragt hab, meinte Negrito dass es zu gefährlich wäre.
Und so sind alle Latinos mit Rettingsweste ins Wasser gehüpft. Dort trieben sie herum wie nach dem Untergang der Titanik. Wir sind ohne Rettungswests umhergeschwommen. Etwas entfernt vom Boot haben wir dann wirklich noch nen Kugelfisch gesehen. Das Riff war leider tatsächlich komplett tot. Dann durften wir noch ein Foto machen unter Wasser. Dazu wurden wir nach unten gedrückt und haben Brotkrümel in die Hand gedrückt bekommen zum Fische füttern. Die Fotos haben wir leider nie bekommen.
Wieder an Board ging es dann in so nen Miniausläufer von nem Mangrovenwald. Dazu meinte der Guide, dass Kolumbien nach Brasilien die meiste Biodiversität hätte. Im Mangrovenwald gibt's auch besonders viel Biodiversität, wie zum Beispiel Waschbären. Die kann man dann auch Füttern und auf den Arm nehmen. Erstmal haben wir das Spektakel nur kopfschüttelnd mit angesehen. Wie die ganzen Speedboats sich aneinander vorbei drücken. Und die Latinos ungelenkig auf die toten Mangrovenäste klettern um die Waschbären zu füttern. Dann irgendwann haben wir mitgemacht. Wir konnten ja eh nix mehr anders machen. Und Waschbären sind ja schon ziemlich niedlich.
Im Anschluss gabs noch nen dritten Spot. Dort sind wir weiter raus geschwommen, bis uns 2 Jetskies etwas zu nahe kamen (naja so nah auch nicht, aber die haben genervt). Fische haben wir auch nicht gefunden. Die waren am Ende auch nur wieder da, wo alle sie gefüttert haben. Ayayayayay.
Zurück am Strand wusste niemand so richtig, wo wir aussteigen sollten. Wo unser Mittagessen später sein sollte, auch nicht. Es kam dann wie schon zu Beginn immer mal wieder jemand, der uns ne Liege oder so anschwatzen wollten. Der Ort, wo unser Mittagessen sein sollte sah gar nicht einladent aus. Deswegen dachten wir, dass wir erstmal wo anders hingehen würden und kurz vor Abfahrt da essen werden.
Auf einer Liege mit Seeblick lagen wir dann. Jede ne Kokosnuss in der Hand. Da gings uns wieder gut! Es kamen nur alle 2 Minuten Personen vorbei, die uns Kettchen, Essen, Sonnenbrillen oder Austern verkaufen wollten. Promoción promoción! Dabei waren die Leute super aufdringlich.. Einer hat Laura die Kettchen einfach auf die Füße gelegt. Dann kamen vier Frauen. 2 davon haben einfach jeweils einen Fuß massiert. Und immer wieder wiederholt, dass Laura sehr müde, muy cansada wäre. Dass man merken würde, dass sie viel arbeitet. Seit 2 Monaten besonders viel, würde ich mal sagen. Aber wir sind trotzdem schwach geworden. Lagen da auf den Liegen am Strand, Kokosnuss neben uns und jeweils eine Frau, die uns den Rücken massiert hat.
Hupsi.
Als wir zum Mittagessen gehen wollten, ging das Drama leider weiter. Die Liegen sollte wir plötzlich on top zu den Kokosnüssen bezahlen, das wurde vorher anders kommuniziert. Bei dem Mittagessen Restaurant wurde plötzlich gesagt, dass das doch nicht da sei. Deswegen müssten wir nochmal den Strand wo anders hin, die waren auch nicht zuständig. Zurück zu dem hässlichen Restaurant vom Beginn. Dort hat dann jemand ganz plötzlich zwei Teller mit Fisch aus der Küche gezaubert. Wo kam das so schnell her? Wie lange stand das da schon? Zeit gab es dann auch keine mehr zum Essen. Die Hälfte haben wir uns dann einpacken lassen. Wir waren stinksauer, haben uns verarscht gefühlt und abgezockt (so teuer war diese Tour aber zum Glück nicht) und wollten nur noch zurück nach Cartagena.
Die Fahrt zurück war das Highlight. Es war ganz wellig und dass Boot ist nur so übers Meer geflogen.. Manchmal sind wir ganz doll aufgeknallt. Eine Frau vorne hat sich schrottgelacht und ist pitschnass geworden. Das war toll!
Und dann waren wir zum Glück wieder... Vollkommen k.o.... In Cartagena. Waren noch Essen in dem Restaurant vom ersten Abend und danach gings schon weiter nach Santa Marta.Lue lisää
Biomoments in Minca
22. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ 🌧 27 °C

Liebe Tomke,ich verfolge weiter eure spannenden Reiseberichte. Vielen Dank dafür. Bei uns hat der Sommer noch nicht so richtig angefangen. Trotzdem habe ich letztes Wochenende mal angebadet.Das Wasser hatte nur 16 Grad.Das musste aber jetzt mal sein. Bald wird auch unsere große Reise beginnen.Es wird sicherlich nicht so exotisch und warm wie bei euch,aber sicherlich auch spannend. Ich freue mich schon auf das Zelten.Lasst es euch beide weiter gutgehen.Liebe Grüße auch von Christof Ariane [Ariane]
Zur Ciudad Perdida
24. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ ☁️ 19 °C
Heute ist schon der zweite Tag auf der Ciudad Perdida Wanderung. Oh es ist so schön, dass wir überhaupt gar keine Zeit zum Tagebuch schreiben oder sowas haben. Wir haben die Tour ja mit Thibo und David von der Wild Card gebucht und es ist einfach so witzig mit den beiden. Und mit den anderen Leuten aus der Gruppe auch.
Wir sind heute am Ende der Wanderung voll in den Regen gekommen. Das war toll! Ich hatte die Wandersandalen an und bin so richtig schön durch den Matsch gelaufen mit Wanderstock und viel Freude.
Der Regen war ein bisschen egal, es war eh alles schon nass vom Schweiss und ausserdem wars warm und dann noch wärmer vom Wandern.
Angekommen im Camp war ich so richtig wander-high. Ganz glücklich und überdreht uiuiui. Beim Duschen hab ich laut Musik angemacht und danach saßen wir am Tisch mit Hiphop und Bier und haben den zweiten Kartenspielversuch gestartet...
Und jetzt lieg ich im Bett. Diesmal unten, umgeben von einem kuscheligen Mosquitero (Moskitonetz). Rechts neben mir quakt ein Frosch und links neben mir gackert Laura.
Jetzt wird aber schnell geschlafen. Morgen müssen wir wieder um 5 aufstehen und dann geht es zur ciudad Perdida.
Uh nur eine Sache noch vorher, die ich vielleicht wirklich sonst vergesse. Irgendwie bedrückt mich die ganze Indianer-Kultur-Sache. Dass da mal Menschen im Wald gelebt haben, die ihre Krokodil und Rehfiguren getöpfert haben. Und dann kommen die Spanier und machen alles kaputt. Und dann wird später von irgendwem alles geplündert und verkauft.. Und jetzt sind wir hier und machen Fotos von den Ruinen. Gut: was sollen wir sonst machen, weggucken? Ausserdem unterstützen wir damit die Leute von hier und so weiter. Aber dennoch, finde ich das alles irgendwie traurig. Da hat irgendwer mal einen kleinen Fledermauskopf getöpfert um ihn in sein Grab zu legen und dann verkauft jemand den hunderte von Jahren später auf dem Schwarzmarkt.
Ist das Weltschmerz?
Oder zu viel woke Kunstseminare?
Ich freu mich auf jeden Fall jetzt schon auf morgen und hoffe, dass ich jetzt so richtig tief und fest schlafe. David hat uns Melatonin agegeben. Das soll ja helfen. Und die Haare wachsen davon angeblich schneller.Lue lisää

MatkaajaOh , Du schreibst so , dass man das Gefühl hat , fast 😅 dabei ist . Vielen , vielen Dank 😊, liebe TOMKE ! HILDE sagt gerade , dass Du auf dem Fotos so happy aussiehst - Liebe Grüße 🖖 von Ihr , übrigens , die Madonna aus México kostet 5 Euro - die Läden Hier haben so viel aus México - auch unsere Herzen 💕 Aus Lissabon. Aber es ist einfach was anderes , wenn Du die Sachen aus fernen Ländern mitbringst 🇨🇴
Ciudad Perdida
25. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ 🌧 27 °C
Wir können jetzt keine Krankheiten mehr kriegen und sind gegen alle bösen Tiere geschützt, ausschließlich Mücken.
Zur Ciudad Perdida mussten wir die 1200 Stufen hinauf laufen. Das war schon ziemlich anstrengend. Die Stufen bestehen auch aus ganz normalen, unterschiedlich geformten Steinen. Hat aber auch Spaß gemacht, da hochzukrackseln und irgendwann waren wir dann schon oben in der Ciudad Perdida. Was ich am erstaunlichsten fand ist die Größe der verlorenen indigenen Stadt. Das, was ausgebuddelt wurde, ist schon sehr gross, aber das Gelände ist noch viel viel größer, angeblich der Großteil des Weges, den wir dort hingelaufen sind.
Die Stämme haben sich irgendwann in vier oder fünf Heute noch bestehende Stämme aufgeteilt. Das lag an den Spaniern, die so viele Krankheiten mitgebracht haben und die Menschen aus Kolumbien ansteckten. Die kleinen süßen Kuhfiguren stammen tatsächlich aus den Gräbern.
Es ist gerade Nebensaison und so viele Leute machen diese Wanderung dann ja doch nicht. Deswegen hatten wir die Örtchen teilweise echt für uns.. Das war toll. Und dann gabs auch noch Snacks von unseren Guides.
Danach gings noch dem Schamanen, der als einziger in der Ciudad Perdida wohnt. Mit seinen zwei Frauen, und tausend Kindern. Wir haben dann alle ein Armband mit bunten Perlen dran bekommen. Jetzt sind wir vor bösen Tieren geschützt und vor Krankheiten. Die Mücken haben uns aber trotzdem gestochen.
Ich finde es wie schon geschrieben ein bisschen schwierig mit so komplett anderen Kulturen. Das fängt schon damit an, dass man als Touristin Touren dort hin machen kann. Ich finde es auch problematisch, über fremde Kulturen so doll zu urteilen, aber ich muss trotzdem noch etwas festhalten. Und vielleicht doch ein minibisschen urteilen. Die Frauen leben getrennt von den Männern und Sex wird nur unten am Fluss gemacht. Der Mann darf mit 18 heiraten. Vorher muss er so ein Ritual durchmachen, bei dem er 2 oder 3 Tage nicht schlafen darf. Danch bekommt er so ein Ding mit dem er Coca konsumieren kann für die Meditation und Zeremonien. Die Frauen müssen das machen, sobald sie ihre Tage bekommen. Sie dürfen aber nicht Meditieren und bekommen irgendwas anderes. Erschreckend finde ich vor allem, dass die Mädchen so jung schon mit einem der älteren Männer dann erste sexuelle Erfahrungen sammeln sollen und dann direkt verheiratet werden. Die müssen doch alle traumatisiert sein! Es gibt auch Mädchen, die abhauen und von der kolumbianischen Regierung ne neue Identität bekommen. Ganz schön heftig finde ich das alles!
Laura schreibt….
Der Tag war so voll mit Eindrücken, wie die Tage davor auch. Das frohe Aufstehen, das zusammen sammeln der klammen Sachen, schnell noch frühstücken mit Allen irgendwie, Zähne putzen und wieder die Wanderschuhe an. Da steht Mono auch schon seit circa 10 Minuten wartend herum und nennt uns mal wieder Peresosos🦥. Der Franzose (Thibaut- ach ne Chivo was auf spanisch Ziegenbock heißt haha) ist der Grund, warum alle warten müssen :D. Doch der erste Teil geht einfach schon los und da ich ja die Wanderstreberin bin, sind André, Sharon und ich schon unterwegs mit Mono. Es geht am Fluss entlang, über Brücken über die nur drei bzw. zwei Personen gleichzeitig laufen dürfen, vorbei an Wasserfällen und einem alten vom Unwetter zerstörten Camp zur verlorenen Stadt hinauf. Danach wieder zum alten Camp um erneut wieder viel zu viel an gutem Essen zu bekommen. Und von dort ging’s ins letzte Camp. Wieder ziemlich viel hoch und ansonsten kolumbianische Strecke (was so viel wie hoch und runter im Wechsel bedeutet) um dann im letzten Camp endlich entspannten zu können. Da waren wir auch alle gegen Abend richtig albern und ausgelassen. So ausgelassen, das Mono Tomke einmal die Musikbox abgenommen hat 😂 weil sie den nächsten Tag erklären wollten, aber tomke Musik angemacht hatte. Es wurden wieder viele Scherze gemacht. Anscheine hatte Mono auch erzählt, dass wir am letzten Tag alle zusammen zum Strand fahren und Tomke war fest davon ausgegangen, wie sie mir gerade im Bus erzählt hat hahaha.
Fazit: jeden Tag um die 18 km gewandert.Lue lisää
Rapido Ochoa nach Medellín
27. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ ⛅ 28 °C
Jetzt sitzen wir schon wieder im Bus. Vor 24 Stunden waren wir noch im Wald, wandern seit 3 Stunden.
Die Wanderung durch den Jungel zur Ciudad Perdida war wirklich toll. Man kann es absolut nicht vergleichen, aber ich würde sagen, dass es genau so intensiv war, wie der Segelturn. Aber natürlich viel anstrengender und einfach ganz ganz anders.
Die Gruppe hat uns fast ein bisschen besser gefallen. Laura und ich haben so so viel gelacht und gesungen und waren ganz ganz albern. Die Leones (am Anfang der Wanderung mussten wir uns einen Namen geben) bzw. Peresosos (so hat uns einer der Guides dann umgenannt, weil wir immer so langsam gepackt haben) haben sich ein bisschen zwischen Pärchen und Singles bzw. Partnerin oder Partner zu Hause gelassen, geteilt. Wir sind ja eh mit David und Thibo vom Boot angereist, es hat sich dann noch ein Deutscher namens Andi und eine französisch-Schweizerin Melissa dazugesellt.. Die waren beide noch ganz jung und sehr nett. Melissa war irgendwie so richtig französisch. Mit ihrer Aussprache und wie sie so breitbeinig ihre Hühnchenkeule gegessen hat. Andi war hingegen sehr wohlerzogen (glaube ich), hatte ein mit seinen Haustieren bedrucktes Kartendeck dabei, macht grad ein FSJ in Mexiko und will danach Medizin studieren. Dann war da noch Olek, der eigentlich aus der Ukraine kommt aber in den USA lebt und etwas sonderlich aber so herzlich war. Laura hat die Vermutung, dass er autist ist. Er hat alles immer so ungefiltert gesagt, wie er es gerade dachte. Und mir hat er gesagt, dass er seine Social Skills üben möchte. Thibo denkt, dass er vielleicht einfach etwas ZU schlau ist. Es war auf jeden Fall sehr witzig mit ihm.
Vielleicht kann Laura ja noch was ergänzen zu den Leuten? 🦥🦁
Laura schreibt….
Andi und Melissa hätte ich nicht besser beschreiben können. Oleg hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Besonders am vorletzten Tag hat er mich gefragt, ob er meine Meinung hören könnte: “ I think the others are picking on me. What do you think?” Eine sehr direkte Frage… die anderen haben ihn nur noch “Machete” genannt, weil er sich am ersten Tag eine gekauft hatte und damit durch den Dschungel fuchtelte (I Need to practice my skills). Einmal bin ich auch davon gelaufen, weil ich Angst hatte beim nächsten gefallen Bambus fällt mir ne Schlange auf den Kopf 😅 selbst die guides Sprachen untereinander über ihn und auch im anderen Gruppen kannte man schon das “pollo loco” (verrücktes Huhn). Aber ohne Oleg wäre der Trip auch nur halb so schön gewesen, da er so viel reden konnte und so einen anderen Blick auf die Dinge hatte. Während Wilson (der altere der beiden Guides) bspw den Vortrag in der Ciudad Perdidad hielt, lief Oleg herum und beschaute sich fasziniert die Käfer, säbelte mit seiner Machete und rieb sich mit Daumen und Zeigefinger geschäftig das Kinn. Zurück zu seiner Frage, ich war ganz unvorbereitet darauf und konnte es natürlich voll verstehen. Danach war ich ganz nachdenklich und hab ihn jedes Mal zu uns an den Tisch geholt. Denn unser irisches Paar (Sharon und Andre) waren schon ein wenig genervt… mit den beiden bin ich immer die Berge hoch. André ist sehr ehrgeizig und wollte immer erster oben sein, weil dann die Pausen länger sind. Sharon konnte eigentlich viel besser schritt halten, aber das haben Sharon und ich für uns behalten :D Also schritten wir zügig die Hügel hoch und machten Tiergeräusche nach. André wurden irgendwann auch nur noch Gato (Kater) von Mono (der andere jüngere Guide) genannt. Tomke und ich waren übrigens Tortugas. Weil das ein Satz aus Duolingo ist und ich das mal zu Mono sagte : Tu eres una Tortuga (du bist eine Schildkröte). Aus Spaß. In der zweiten Nacht, also tomke und ich so viel lachen mussten und ganz vorne lagen. Davor mussten wir nämlich unsere Betten wechseln und ich darüber genervt war. Die neuen Betten waren aber halt eigentlich viel cooler und ganz vorne.
Dann gab es noch das holländische Pärchen und da hab ich erst gedacht, dass das Bruder und Schwester wären. Die waren beide sehr ruhig aber trotzdem herzlich. Dann gab es noch zwei Britinnen, Mutter und Tochter. Die Tochter konnte auch kein Gluten essen und ist Grundschullehrerin, die Mutter wirklich schon älter und hat so gut mit uns mitgehalten. Fand ich wirklich erstaunlich und beindruckend. Michael und seine Frau reisen seit fast 4 Monaten und dennoch hat sie sich den Magen am ersten Abend verdorben und konnte alles nicht so richtig genießen. Michael hat daher immer für sie gesorgt und auch noch ihr Gepäck getragen, am letzten Morgen sah er so müde aus, dass man ihn am liebsten in den Arm genommen hätte.
Wen gab es es, das kolumbianische Paar, die etwas alter waren als der Rest und zurückhaltend aber super freundlich waren. Und natürlich unsere Guides. Der eine war für die seguridad zuständig, hat dabei aber nichts anbrennen lassen. Schließlich sei er ja seit vier Monaten Single, wie er mir direkt am ersten Tag erzählt hat. Dann musste ich mich immer Tomatita hermosa nennen lassen und zum Glück hab ich das meiste nicht verstanden, weil der kein Englisch gesprochen hat 😅 Und Mono (eigentlich José ), dem David nichts mehr glaubt, weil er immer gescherzt hat, dabei aber so ernst blieb, das man ganz verwirrt war :D immerhin durfte ich am letzten Tag mit ihm auf dem Motorrad wieder zurück fahren, anstatt im Auto. Dabei haben wir einen richtig großen Papagei 🦜 gesehen. Dann gab es noch Eli, die Übersetzerin, die super viel erzählt hat, von Stein Pyramiden unter der Vegetation und die Tyronas (indigene Bevölkerung) ihre Töchter zum Schamanen für 2 Monate schicken, wenn sie ihre Tage bekommen, damit sie sexuell vorbereitet werden. Immerhin den Mann können sie sich danach selbst aussuchen … Schwere Kost und Diskussionsstoff am letzten Abend, aber inwiefern sind wir dazu in der Lage darüber zu urteilen ….
—————
Und die Wanderung war zwischendurch wirklich anstrengend. Es ging viel bergauf und teilweise bergab. An Tag 2 hats ja nachmittags geregnet und danach war der Boden oft schlammig und rutschig. Aber die Natur war einfach atemberaubend schön.. Manchmal ging es über einen. Bergkamm und links und rechts vom Weg ging es bergab ins Grüne und um uns herum nichts weiter als grüne Berge. So viele Wasserfälle und Flüsse! Jeden Tag konnten wir irgendwo schwimmen gehen. Am ersten Tag mussten wir dafür einen Wasserfall herunterspringen, danach konnten wir uns vom Wasser den Rücken massieren lassen.
Uh und wenn wir Abends müde im jeweiligen Camp angekommen sind, gab es Kakao und Popcorn. Und für uns dann noch ein Bier oder zwei. Aber nach dem Essen sind wir immer direkt in unsere Betten gefallen, wir mussten ja immer um 5 Uhr aufstehen.
Nur am letzten Abend haben wir es (nach einem französisch - deutschen Konflikt über die Spielregeln) Arschloch (bzw. Asshole) gespielt und danach noch mit Cerveza beisammen gesessen. Unsere Übersetzerin war auch dabei, die hat spannende Geschichten über andere Touren erzählt. Reisende, die sich vier Tage nicht duschen oder ein attraktiver junger Canadier, der sie mitten in der Nacht vor den Toiletten küsst. Vielleicht kommt sie ja irgendwann mal nach Europa, das ist nämlich ihr größter Wunsch.Lue lisää
Medellín Tag 1
27. toukokuuta 2023, Kolumbia ⋅ 🌧 19 °C
Schon wieder im Bus. Diesmal einen Abstecher machen nach Guatape mit unserer Reisegruppe. Ein kleineres Dörfchen mit Stausee und dem zweitgrößten Stein der Welt.
Medellin hat uns allen sehr gut gefallen. Das Hostel war etwas luxeriöser als sonst. Zwei Nächte hatten wir in einem riesigen Zimmer mit eigenem Bad, breiten Betten und Flachbildfernseher mit Netflix. Das haben wir aber nach der Wanderung und der Busfahrt auch gebraucht.
Am ersten Tag, nach der Nachfahrt, sind wir in das Szeneviertel el Poblado gegangen. Dort wohnen wir auch. Erst waren wir einen Kaffee trinken und Karottenkuchen essen. Daran merkt man ja schon, wie Hip das Viertel ist. Die Leute sind auch alle super szenig gekleidet, sehen die alle cool aus. Es hat mich alles etwas an Mexiko City erinnert. Es ist super grün, viele Cafés und Restaurants und, wie schon gesagt, die supercool aussehenden Leute. Mit Minirock, Netzstrumpfhose und Doc Martens und zu den schwarzen Haaren einen Pulp Fiction Bob.
Thibo und David sind zum Kaffeetrinken dazugekommen. Im Anschluss haben wir was zum Essen gesucht. Dazu gings einmal durch das Viertel. Auf der Hauptplaza war ein Konzert mit drei Trommlern, die so Technobeats getrommelt haben. Supercool. Leider mussten wir weiter, was zu Essen finden. Das ist mit vier Menschen ja nicht unbedingt einfacher.
Am Ende waren wir koreanisch Essen. Ich fands super lecker!! Das Restaurant sah aus wie aus nem Animefilm und die Speisen auf der Karte klangen so lecker, dass ich mich gar nicht entscheiden konnte, was ich nehmen möchte. Am Ende gabs Glasnudeln mit ganz frischem Gemüse. Und dann gabs noch nen special Drink. Irgendein koreanischer Schnaps wurde auf zwei Stäbchen auf ein Glas Bier gestellt. Ich musste dann mit dem Kopf auf den Tisch hauen, damit das Pinnchen in das Glas fällt. Super!
Der Tisch stand direkt an der Straße und während des Essens wurde Thibeau von irgendwem angesprochen ob er einen Regenschirm kaufen möchte. Oder lieber doch Kokain, das hätte er auch im Angebot. Ich hab schon gehört, dass das hier ne Sache ist, aber so offensichtlich hätte ich nicht gedacht. Da war ich vielleicht ein bisschen blauäugig.Lue lisää































































































































































































































































































































































