Hei Ke

Joined July 2017Living in: Hamburg, Germany
  • Day5

    Letzte Etappe, nach Halle Westfalen

    October 4 in Germany ⋅ 🌧 9 °C

    Geschafft! Das grüne Trikot der schönsten Etappe bleibt in Bad Iburg, aber der Titel „Schwerstes Teilstück“ und damit das rote Trikot geht nach Halle.
    Der Tag fing entspannt an bei einem Frühstück in netter Gesellschaft. Aber der Blick auf die Wettervorhersage ließ nichts Gutes ahnen.
    Mit dem Auto wurde ich wieder an die gestrige Ausstiegsstelle gebracht und bei leichtem Nieselregen ging es fast 2 km bergauf zurück auf den Kamm. Mein Rhythmus war prima, ich fühlte mich im Wandern angekommen und hätte gefühlt ewig so weiterlaufen können. Nach 10 km führte der Weg durch das kleine Städtchen Borgholzhausen, das berühmt ist für Pfefferkuchen und ähnliche Leckereien. Also gönnte ich mir eine Pause bei Kaffee und gebuttertem Honigkuchen. Lecker! Nachteil einer Stadt mitten auf dem Wanderweg ist, dass man ewig auf Asphalt laufen muss. Fast 5 km dauerte es, bis ich wieder Waldwege unter den Schuhen hatte. Das tat weh. Vielleicht kam der Schmerz aber auch eher von oben. Aus dem Nieselregen war richtiger Regen geworden, und kein Schutz durch Bäume. Schnell war ich komplett durchnässt. Endlich wieder im Wald, hörte das Geprassel von oben auf, aber da ich nun nass war, setzte mir die Kälte auf dem Kamm zu. Nach ein paar negativen Momenten griff ich dann doch zur Ablenkung durch Hörbuch. Dank des herrlichen Wortwitzes (Jasper Fforde, The Fourth Bear) war ich bald am schmunzeln und die Schritte wurden wieder leichter. Nach 20 km verliess ich den Hermannsweg ohne Bedauern, dafür waren Nässe und Kälte dann doch zu dominant. Der Weg zum Bahnhof in Halle war reines Durchhalten bei weiterhin starkem Regen, Wind und natürlich Straßenbelag unter den Schuhen.
    Endlich im Zug, gabs heißen Tee und zum Glück trocken gebliebene Wechselklamotten. Damit konnte ich dann auch endlich angemessen stolz und traurig sein über das Ende dieser Woche im Teutoburger Wald.

    Tagesstrecke: 28,3 km
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  • Day4

    Tag 4: Bad Iburg - Bad Rothenfelde

    October 3 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Auch das Frühstück in Bad Iburg war fantastisch, ebenso das Lunchpaket. Das war ja bei allen Unterkünften enthalten, kam vorher aber immer in der Gestalt von ‚schmiern Sie sich doch ein Brötchen, hier ist eine Plastiktüte, ein Apfel und ein kleiner Saft‘. Nicht heute- da gabs eine liebevoll gepackte Papiertüte mit Leckereien wie Müsliriegel, frischem Obst und Gummibärchen.
    Vermutlich weil heute Feiertag ist, bin ich ein paar mehr Wandernden begegnet. Das bringt mich auch zu meiner obligatorischen Wegeverfehlung. Mein Navi wies eine Abzweigung aus, die es in echt nicht gab. Also lief ich zurück zur letzten Gabelung und traf dort auf eine Wanderin, die auch etwas ratlos war. Die Schilder waren unleserlich, die alternativen Pfade irgendwie nicht überzeugend. Also folgten wir gemeinsam dem von mir eingeschlagenen Weg und trafen 2 km später wieder auf den eigentlichen Hermannsweg. Ich würde sagen, auch das zählt nicht als ‚verlaufen‘ - schließlich war ich nicht allein! Wir plauderten nett in der Art ‚mein schönstes Wandererlebnis‘. Genau wie ich war sie das erste Mal alleine unterwegs. Nach einer Weile machte sie Rast und ich zog alleine weiter. Obwohl die Gesellschaft angenehm war, fiel mir danach auf, wie sehr es meinen Rhythmus beeinträchtigt. Alleine ist dann doch besser, zumindest auf dieser Tour.
    Nach 15 km war die heutige Etappe schon vorbei, mein Gastgeber sammelte mich mit dem Auto in der Noller Schlucht ein (wo ich dann auch morgen früh wieder einsteige) und brachte mich ins 4 km entfernte Bad Rothenfelde.
    Ein süßes Städtchen, bekannt für seine Salzquellen. Hier gibt es mehrere Kurkliniken und ein Thermalbad. Entsprechend ist der Altersdurchschnitt eher hoch. Erwähnenswert sind zwei imposante Gradierwerke, die früher zur Salzproduktion dienten. Dabei läuft Sole mehrmals an einem Holzgerüst hinab so dass der Salzgehalt immer höher wird. Heute plätschert das Salzwasser noch aber es wird kein Salz mehr gewonnen, weil es im Vergleich zu anderen Verfahren zu teuer ist.
    Mein nächstes Ziel war ein Eiscafé, das mir mein Gastgeber empfohlen hatte. Kurz nachdem ich eingekehrt war, setzte ein fürchterlicher Wolkenbruch ein. Dagegen war der Nieselregen, der mich heute während der ganzen Strecke begleitete, regelrecht harmlos und nachträglich gar nicht mehr schlimm. (Erkenntnis: im dichten Wald regnet es eigentlich gar nicht, da ist nur nasse Luft)

    Tagesstrecke: 15,4 km
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  • Day3

    Tag 3 - von Tecklenburg nach Bad Iburg

    October 2 in Germany ⋅ ⛅ 10 °C

    Badiburg stand als Weblink auf einem Riesenplakat als ich an meinem heutigen Ziel ankam, dutzi!
    Heute morgen sah es noch nicht so prickelnd aus. Die ganze Nacht hatte es geregnet und morgens begrüßte mich Tecklenburg nebelverhangen und immer noch tröpfelnd. Doch pünktlich zum Aufbruch klarte der Himmel auf, und die Sonne sollte mich fast komplett durch den Tag begleiten.
    Die Etappe war die bislang schwerste und schönste. Es ging hoch und runter (443 Höhenmeter), meist auf Waldwegen, die schön gepolstert waren wahlweise von Buchenblättern oder Nadelbaumnadeln. Allerdings gab es auch viel Matsch, das verlangt extra Konzentration.

    Wie gesagt, das Wetter war heute wunderbar. Einmal kam ein Regenguss, der sich aber laut in den Baumkronen bemerkbar machte. So konnte ich Regenjacke und Rucksacksäckchen klarmachen bevor mich die Tropfen trafen. (Erkenntnis: unter Bäumen regnet es später :) ).

    Ich habe heute endlich die erste Fernwanderin getroffen! Wir sind sogar ein paar Meter gemeinsam gegangen und haben geplaudert. Ansonsten: 2 Mountainbiker und ein Nordicwalker. Letzterer entpuppte sich als Mansplainer. Ich hatte ja schon gestern von meiner bevorzugten Einstocktechnik berichtet. Prompt handelte ich mir, anstelle einer Begrüßung, von dem forsch entgegenkommenden Herrn ein launiges ‚Mit zweien geht datt aber besser‘ ein. Mist, wo sind die geistreich-tödlichen Entgegnungen, wenn man sie mal braucht!

    Am Ende der Wanderung stand nach knapp 6 Stunden das schöne Städtchen Bad Iburg, das ich nochmal rauf und runter durchqueren musste bis ich endlich beim Hotel ankam. Auch dieses ist das bislang schönste. Zum Glück auch mit hervorragendem Restaurant, so dass ich nicht mehr raus muss. Bin echt platt.

    Achja, vom Weg kam ich heute nicht ein einziges Mal ab. Einmal dachte ich ich wäre. Bin ca 200 m zurück zur letzten Gabelung um zu erkennen, dass alles richtig war. Das zählt nicht als verlaufen, oder?

    Tagesstrecke: 23,3 km
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  • Day2

    Tag 2 - von Riesenbeck nach Tecklenburg

    October 1 in Germany ⋅ 🌧 14 °C

    Heute hat mich das schlechte Wetter erwischt. Beim Loslaufen hat es ordentlich geschüttet und später im Wald immer mal wieder leicht geregnet. Das heute soll die schönste Etappe der Wanderung sein- ich würde mal sagen, die nächsten sind noch im Rennen ;)
    Ich kann mir schon vorstellen, wo der gute Ruf herkommt. Am Anfang musste ich die 256 Stufen hinauf zum Kamm erklimmen, dann ging es durch den dichten Teutoburger Wald, ein wunderschöner Buchenmischwald mit dichtem Unterholz. Immer mal wieder gab es Aussichtspunkte, die bei geeigneter Witterung sicher atemberaubend sind.
    Ich hab mich mehr auf meine Füße konzentriert und den rutschigen Boden aus mehr oder weniger geschottertem Waldweg. Der Wald hält zwar viel von dem eigentlichen Regen ab, aber dafür tröpfelt es danach noch ewig von den Blättern.
    Es ging hinauf und hinab, insgesamt gut 400 Höhenmeter, auf fast gerader Linie. Ich hab es dennoch geschafft vom Wege abzukommen, diesmal aber nur einmal.
    In Tecklenburg angekommen konnte ich mich leider nicht mehr aufraffen, obwohl es sich um ein ganz reizendes Städtchen handelt. Mein Hotel hat ein nettes Restaurant, also hab ich meine müden Knochen geschont und mich nicht mehr weit wegbewegt.

    Erkenntnisse des Tages:
    1. der zweite Wanderstock kann zuhause bleiben. Ich laufe am liebsten im 4-1 System (4 Schritte, ein Stöckchen). Der zweite Stock hängt am Rucksack und stört beim Anlegen des Regenleibchens.
    2. Regenhosen sind Mist. Eine leicht wasserabweisende atmungsaktive Wanderhose reicht. Wenn man eine Regenhose über eine normale Wanderhose zieht, entsteht ein ungünstiges Klima.
    3. unter Bäumen regnet es zweimal.
    4. wandern scheint hier nicht allzu populär zu sein. Bislang ist mir außer ein paar Hundespazierenden, einem Pilzsammler und einem Jogger (!) unterwegs noch niemand begegnet.
    5. es gibt die Theorie, dass Wandernde im eingeschwungenen Zustand immer die gleiche Schrittfrequenz haben und nur je nach Neigung des Weges eine kürzere oder längere Schrittlänge. Das kann ich so nicht bestätigen. Bergauf sind meine Schritte kürzer UND langsamer, und ich schnaufe ordentlich. Werde das aber weiter beobachten in den nächsten Tagen.

    Tagesstrecke: 19,1 km
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  • Day1

    Erste Etappe von Rheine nach Riesenbeck

    September 30 in Germany ⋅ ☀️ 17 °C

    Der erste Abschnitt war zum Warmwerden - eher flach. Für meinen Geschmack etwas zuviel Asphalt. Entsprechend schimpfen die Füße am Ende. Es gab aber auch schöne Waldwege, Dörfliches und Höfe mit Landwirtschaft und entsprechendem Duft. Das Wetter war wunderbar. Überhaupt kein Regen. Der angekündigte heftige Wind war im Wald eher ein angenehmes Lüftchen und willkommene Abkühlung.

    Das Alleinewandern ist gar nicht schwer. Hatte mich ja mit diversen Hörbüchern und Musiklisten vorbereitet für den Fall dass ich mich einsam fühle oder der innere Schweinehund sich meldet. Hab ich bisher nicht gebraucht. Naja, ich hab mich 4 mal verlaufen ☺️ Dank Navi App mit gespeicherter Route kam ich aber wieder zurück auf den richtigen Pfad.

    Tagesstrecke: 22,1 km
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  • Day1

    Tag 1, Start in Rheine

    September 30 in Germany ⋅ 🌧 12 °C

    Auf geht’s! 7:50 morgens sitze ich im Zug von Recklinghausen nach Rheine, wo die Wanderung beginnt. 5 Tage Urlaub reichen für etwa 2/3 des Hermannswegs, bis Halle möchte ich kommen.
    Heute Nacht hat es heftig geregnet, hoffentlich bleibt der Tag einigermaßen trocken. Wenn nicht, kann ich gleich am ersten Tag fast meine ganze Ausrüstung anziehen ;) Mein Rucksack wiegt mit Wasservorrat 10 kg. Das wird sicher nicht ungemütlich.Read more

  • Day28

    Wieder zuhause

    July 8 in Germany ⋅ 🌧 15 °C

    Die letzte Etappe war ereignisarm. Den Tempomaten auf 104 km/h eingestellt, tuckerte ich gen Heimat. Nicht mal von Stau kann ich berichten. Zuhause angekommen, wurde ich schon sehnsüchtig vom schwarzen Fellbeutel erwartet. So soll's sein :-)

    Tageskilometer: 407 km - Gesamtkilometer: 1763 km

  • Day27

    Marina Mehlbergen

    July 7 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Heute war ja zum Glück nicht mehr viel zu räumen. So war ich um 10:30 Uhr abfahrbereit. Mein Navi ließ mich heute nicht im Stich und brachte mich sicher zu meinem Zwischenhalt in Hengelo. Hier hab ich beim Jumbo noch ein bisschen eingekauft. Zeug für zu hause und zum Abendessen. Die Niederlande sind ja ein Convenience Food Paradies. Ich stand vor dem Regal mit den vorgeschnibbelten Gemüsemischungen wie einst DDR Bürger vor dem westlichen Katzenfuttersortiment. Was für eine Auswahl! Dazu noch eine Packung Schoarma, fertig ist das frisch gekochte Abendessen.
    Bis es so weit war, schickte mich Google aber erstmal auf abenteuerlich schmale Landstraßen. Wann gibt es endlich das Update für die verschiedenen Fahrzeuge? Oder wenigstens für bevorzugte Wegstreckenbreiten?

    Gegen 18 Uhr kam ich bei meinem heutigen Übernachtungsplatz an: Stellplatz Marina Mehlbergen. Hier wurde ich gleich in ein Gespräch verwickelt. "So einen Eriba wollte ich auch mal... blablabla..." Das ist genau das, was man sich wünscht, wenn man irgendwo ankommt, die Blase drückt, man sich den Stellplatz noch suchen muss und die zweite Halbzeit des Endspiels schon begonnen hat. Bis ich fertig sortiert war, stand es schon 2:0 und das Spiel war gelaufen. *grrr*
    Aber wenigstens war mein Essen lecker und hier ist es schön ruhig.

    Tageskilometer: 455 km - Gesamtkilometer: 1356 km
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  • Day26

    Zelte abbrechen in Renesse

    July 6 in the Netherlands ⋅ 🌧 16 °C

    Heute morgen stand ein weiterer Abschied an. Die Kölnerinnen machten sich auf den Weg zurück. Als sie weg waren, machte ich mich daran, das Vorzelt abzubauen und alles reisefertig zu verpacken. Schließlich geht es für mich morgen auch wieder zurück nach Osten. Bis ich so einigermaßen fertig war, dauerte es bis zum Nachmittag. Dann drehte ich eine kleine Runde mit meinem rein muskelbetriebenen Klapprad. Mit sowas ist man ja inzwischen schon so etwas wie ein Exot. Die E-Bikes sind inzwischen jedenfalls deutlich in der Mehrheit. Ich muss mich mal nach einem Klapp-E-Bike umschauen. Das geht ja so nicht weiter ;-)
    Am späten Nachmittag begann es zu regnen. Also verzog ich mich zur weiteren Abendgestaltung in den Wohnwagen. Stünde das Vorzelt noch... Aber so ist es eben. Stünde das Vorzelt noch, dann müsste ich es morgen nass einpacken und zuhause zum Trocknen wieder auspacken. So rum ist's schon besser.
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  • Day25

    Ein Tag am Strand

    July 5 in the Netherlands ⋅ ☀️ 19 °C

    Wieder ein sehr sonniger Tag heute. Nach dem Frühstück nehmen wir Abschied von einem Teil der Gruppe, der heute schon abreisen muss. Dann geht es an den Strand für einen Spaziergang im Sand. Bei Ebbe lässt sich's gut laufen und für's leibliche Wohl wird hier sehr gut gesorgt. Alle paar hundert Meter ein Pavillon. Wäre mal spannend herauszufinden, wieviele Pavillons man so schaffen kann an einem Tag. Wir beschränken uns heute auf zwei. Beim zweiten haben wir eine sehr gute Aussicht auf Strand und Leute und wir erheben eine Statistik darüber, wieviele von diesen Wurfzeltstrandmuscheln von Männern und wieviele von Frauen zusammengefaltet werden... können. Ergebnis: die Frauen stellen sich deutlich geschickter an.
    Abends müssen noch Biervorräte vernichtet werden, weil morgen wieder ein Abschied ansteht, und so dauert es noch eine ganze Weile, bis wir den Weg ins Bett finden.
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