Guangzhou Tag 2 - 4
8 november 2025, China ⋅ ⛅ 31 °C
Am nächsten Tag machen wir uns zeitig auf den Weg, frühstücken in einem kleinen Strassencafe und steuern das moderne Viertel der Stadt an.
Guangzhou, international besser bekannt als Kanton, ist seit Jahrhunderten Chinas geschäftigstes Handelszentrum. Trotz rasanter Stadterneuerung bis hin zu den Asienspielen 2010 und danach, herrscht in weiten Teilen der Metropole noch immer ein angenehm gemächliches Tempo. Schmale, von Bäumen gesäumte Straßen verbergen Tempel und Moscheen, Zeugnisse kolonialer Vergangenheit, traditionelle Dim-Sum-Restaurants, charakteristische Qilou-Geschäftshäuser und die Architektur der Longnán-Dynastie. Gleichzeitig kann man die Moderne in den architektonischen Wahrzeichen des 21. Jahrhunderts der Vorzeigestadt Zhujiang erleben, wie etwa dem Opernhaus der verstorbenen Zaha Hadid und dem schlanken Canton Tower, der sich über dem Perlfluss erhebt, welcher sich gemächlich durch die Stadt schlängelt.
Unser Weg führt uns zwischen schwindelerregenden Hochhäusern, über mehrspurige Stadtautobahnen, vorbei an kleinen Teehäusern mit typischen kantonesischen Speisen in einen Park.
Dieser verläuft quer durch Guangzhous Banken- und Geschäftsviertel, umringt von spektakulären Wolkenkratzern.
Am Ende steht der mächtige "Canton - Tower" in seiner unverwechselbaren Form!
Einer Sanduhr gleich ragt er mit über 600 Metern gen Himmel!
Absolut beeindruckend!
Wir gönnen uns ein Eis an der Oper und kehren zum Mittagessen in einem Foodcourt mit etlichen chinesischen Restaurants ein.
Dazu gibt es leckeren Eistee mit gefrorenen kleinen Eistee - Bärchen.
Zurück im Appartement legen wir ein kleines Päuschen ein und beschließen am Abend nochmal zum Tower zu gehen um die atemberaubende Skyline in der Dunkelheit zu bestaunen...
Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zur Metro - Station.
Unser Ziel ist ein Stadtviertel, welches von Häusern aus der Kolonialzeit bebaut ist, gelegen auf einer Insel die über mehrere kleine Brücken erreichbar ist und ein ganz besonders Flair versprühen soll.
Chinas „Kolonialzeit“ war eine Ära der Demütigung (ca. 1840-1949), in der westliche Mächte und Japan durch militärische Gewalt, Verträge und die Einrichtung von Einflusszonen sowie Pachtgebieten (z.B. Hongkong, Kiautschou/Qingdao) die Souveränität Chinas untergruben, was zur Entstehung einer „Halbkolonie“ führte, aber auch Widerstand hervorrief und Chinas Nationalbewusstsein prägte.
Während Großbritannien mit Hongkong, Deutschland mit Kiautschou (heute Qingdao) und Japan mit Mandschukuo wichtige Gebiete kontrollierten, endete diese Periode erst nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Sieg der Kommunisten.
Wir erwerben ein Ticket und stehen schon bald in der U - Bahn von Guangzhou. Viel Plastik und kalter Edelstahl umgeben uns.
Nach einigen Stationen steigen wir aus und landen vorerst in einer Gegend, die im vollkommenen Gegensatz zu der Hochmodernen des Vortrages steht.
In unzähligen, kleinen Gassen wird so ziemlich alles verkauft, was der Gaumen schätzt...oder auch nicht!!
Wir sehen Fisch und Meeresfrüchte, gehäutete ganze Ziegen und Lämmer, Schwalbennester, Pilze, Rinden und Gewürze. Getrocknete Seepferdchen, Nadelfische und Schnecken, sowie Maden und Insekten aller Art.
Und natürlich dürfen auch die Haifischflossen nicht fehlen!
Der Verkauf findet auf offener Straße bei Wind und Wetter statt. Geruch und Hygiene...
Ein anderes Thema!
Dann erkunden wir unser eigentliches Ziel und sind begeistert von der Pracht der alten Kolonialhäuser.
Die Bebauung ist durchdacht, es ist ruhig, mit viel Grün und hervorragend gepflegt.
Es wirkt tatsächlich wie eine kleine Insel im Dschungel der Großstadt.
Wir lassen uns treiben und genießen den Augenblick!
Danach geht es via Metro weiter zur "Chigang - Pagode".
Eines der alten Wahrzeichen der Stadt.
Die Chigang-Pagode wurde 1619 während der Herrschaft des Wanli - Kaisers in der Ming - Dynastie erbaut , in einer Zeit, als Feng - Shui - Einflüsse in der chinesischen Architektur weit verbreitet waren.
Sie wurde an der Mündung des Perlflusses errichtet, um Guangzhou und der umliegenden Region Glück zu bringen.
Das Gebäude besteht aus rotem Sandstein.
Aufgrund von Vernachlässigung und Witterungseinflüssen über die Jahrhunderte hinweg verfiel die Chigang-Pagode. Die Außenmauer riss, das Fundament begann abzusinken, und die Böden wurden durch die Vernachlässigung uneben. Zeitweise neigte sich die Pagode um etwa 1,05 m aus der Senkrechten.
1996 begannen die Behörden von Guangzhou mit den Restaurierungsarbeiten, die jedoch aus Geldmangel nie abgeschlossen wurden. 1998 sammelte die städtische Kulturbehörde von Guangzhou 1,6 Millionen Yuan für die Restaurierung der Pagode.
Die Arbeiten und die abschließende Inspektion wurden Mitte 1999 beendet und die Pagode strahlte wieder in ihrem alten Glanz.
Langsam wird es Abend in der Stadt am Perlfluss und es beginnt zu Dämmen.
Auf uns wartet noch ein ganz besonderes Highlight.
Wir haben eine Schiffstour gebucht, um die Lichter der Stadt vom Fluss aus zu bestaunen.
In einem kleinen Laden unweit der Anlegestelle essen wir fantastische Ramen - Nudeln...
- dann geht es auch schon los.
Das Spiel der Farben, Illustrationen, Lasershows und gekonnten Inszenierung sprechen für sich und bedürfen keiner weiteren Beschreibung!
Nachdem der gestrige Abend doch recht lang wurde, lassen wir den Tag ruhig angehen, schlafen aus und Timo holt in einer nahegelegenen Bäckerei Frühstück.
Wir verbringen den Tag hauptsächlich in der Unterkunft und ziehen erst gegen Abend nochmal durch unser Viertel.
Es gilt die Eindrücke der letzten 3 Tage ein wenig zu verarbeiten und so finden wir in einem englischen Pub Namens "Morgan's" einen Platz auf der Terrasse, trinken unser erstes gezapftes Bier seit Reisebeginn und essen lecker Lasagne und Pasta mit Garnelen.
Morgen geht es mit dem Hochgeschwindigkeitszug nach Guilin.
Wir sind gespannt was uns erwartet!Meer informatie
Guangzhou Eindrücke
8 november 2025, China ⋅ ⛅ 30 °C
Guangzhou Tag 1
7 november 2025, China ⋅ ☁️ 28 °C
Der Flug von Ching Mai nach Guangzhou dauert rund 3 Stunden. Die Einreise verläuft überraschend problemlos.
Wir ordern ein "Didi", das Pendant zu Grab und fahren in die City.
Als wir aussteigen sind wir verblüfft, trotz starkem Berufsverkehr hören wir kaum Straßenlärm. 99 Prozent der Autos fahren elektrisch!
In der Unterkunft bietet man uns einen "early check in" an, zeigt uns ein grausiges Miniappartement im 7 Stock mit Blick auf einen Innenhof.
Wir lehnen dankend ab und verweisen auf unsere Buchung.
- Appartement mit Stadtblick im 21. Stock! -
Zum Glück können wir unser Gepäck da lassen.
Sodann schlendern wir los und suchen uns ein Café in der Hoffnung, ein starker Kaffee hilft uns über die nächsten Stunden...
Wir nutzen die Zeit und besorgen uns eine chinesische Telefonkarte.
Der Empfang ist gut, allerdings bleibt uns der Zugang zum Internet verwährt. Wir erkundigen uns bei einem westlich aussehenden Reisenden woran dies liegen könnte.
Er erklärt uns, dass sämtliche Google Dienste in China gesperrt sind. Die einzige Möglichkeit bestände darin, es via VPN zu umgehen.
VPN (Virtuelles Privates Netzwerk) ist ein Dienst, der es ermöglicht, sich sicher und privat mit dem Internet zu verbinden. Wenn man sich mit einem VPN verbindet, wird der gesamte Internetverkehr durch einen verschlüsselten Tunnel zu einem vom VPN-Anbieter betriebenen Server geleitet.
Darüber hinaus kann ein VPN auch dabei helfen, Beschränkungen zu umgehen, die von einem Internetanbieter oder der Regierung auferlegt werden. Indem man sich mit einem Server in einem anderen Land verbindet, kann man auf Inhalte zugreifen, die sonst blockiert wären.
Also suchen wir uns ein Restaurant, essen leckeres Naan - Brot und verbinden uns per VPN mit dem Rest der Welt!
Zur Mittagszeit können wir endlich einchecken, nachdem wir rund 31 Stunden auf den Beinen waren.
Unser Appartement ist schon etwas in die Jahre gekommen, dafür hat es einen kleinen Balkon mit toller Aussicht auf einen der höchsten Wolkenkratzer der Stadt.
Wir ziehen die Vorhänge zu und legen uns für ein paar Stunden aufs Ohr.
Es dämmert bereits, als wir uns nochmal für einen kleinen Spaziergang durchs Viertel aufmachen.
Nach einem chinesischen Bier nehmen wir uns einen Snack mit ins Quartier und verbringen unsere erste Nacht auf chinesischem Boden.Meer informatie
Chiang Mai Tag Tag 1 - 3
4 november 2025, Thailand ⋅ 🌧 24 °C
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der Erholung.
Wir schlafen erst einmal richtig aus.
Dann bestellen wir Frühstück via "Grab".
Grab ist ein in Südostasien führender Ride-Hailing-Dienst und bietet neben klassischen Taxi- und Fahrdiensten mittlerweile auch viele weitere Funktionen:
GrabCar vermittelt private Autofahrten (ähnlich Uber), GrabBike ermöglicht Motorradtaxis in einigen Ländern, mit GrabFood oder GrabMart kannst du Essen oder Einkäufe bestellen und liefern lassen und GrabPay ist ein eigenes mobiles Bezahlsystem (e-Wallet), das in Geschäften vor Ort per QR-Code genutzt werden kann.
2012 ursprünglich in Malaysia gestartet, hat sich Grab seitdem rasant in der Region ausgebreitet. Heute operiert der Anbieter in acht südostasiatischen Ländern – darunter Singapur, Indonesien, Thailand, Vietnam, Malaysia, Kambodscha,
Myanmar und die Philippinen sowie auch in Japan. Im Jahr 2018 übernahm Grab sogar die Südostasiengeschäfte des Konkurrenten Uber.
Für Backpacker und Touristen in Südostasien bietet Grab enorme Vorteile gegenüber traditionellen Taxis.
Es ist eine sichere, bequeme und preislich faire Möglichkeit, um von A nach B zu gelangen.
Es gibt belegte Bagel und Joghurt mit frischen Früchten!
Am Nachmittag macht sich Nadine auf den Weg um in einem Waschsalon unsere Kleidung der vergangenen 12 Tage zu waschen.
Nachdem sie wieder zurück ist schmieden wir neue Reisepläne.
Die Wettervorhersage macht uns einen gehörigen Strich durch unsere geplante Route!
Südostasien wurde in den letzten Monaten wiederholt von Taifunen und Unwettern heimgesucht. Viele Regionen beklagen schwere Verwüstungen, Tote und Verletzte.
Auch jetzt kündigt sich ein weiterer Wirbelsturm an, welcher über die Philippinen auf Vietnam zurast und die Nachbarländer Laos und Thailand bedroht.
Wir müssen umplanen!
Das Risiko ist uns zu groß, direkt betroffen zu sein oder unter den verheerenden Auswirkungen zu leiden.
Ein Blick auf die Weltkarte zeigt uns eine Alternative, an die wir zuvor gar nicht gedacht haben.
Wir checken die Visa - Bestimmungen und sind uns schnell einig.
Wir reisen nach China!
Es ist die beste Möglichkeit den Wetterkapriolen aus dem Weg zu gehen.
Umgehend buchen wir Flüge von Chiang Mai nach Guangzhou.
Abends ordern wir leckeres Sushi und sind bald darauf im Bett verschwunden.
Heute ist "Loi Krathong"!
Einer der wichtigsten Feiertage in Thailand.
Loy Krathong wurde in Thailand erstmals in der damaligen Hauptstadt Sukhothai gefeiert und wird seitdem in der Vollmondnacht des 12. Monats des chinesischen Mondkalenders gefeiert. Nach unserem Kalender liegt dieser Tag meist im November.
Seinen Ursprung hat das Fest vermutlich in Indien als religiöse Veranstaltung, bei der die Menschen symbolisch all ihre Sorgen, Ängste und Nöte auf ein kleines Boot packten und auf dem Fluss davon treiben ließen.
Andere Quellen sprechen vom Khmer-Reich im heutigen Kambodscha als Ursprung. So genau weiß man es aber nicht.
In der thailändischen Sprache bedeutet „Loy“ in etwa schwimmen oder treiben und „Krathong“ bezeichnet ein sehr kleines Floß.
Nach Jahren, in denen vor allem Styropor als Schwimmkörper der kleinen Flöße verwendet wurde und nach dem Fest für Müllberge sorgte, ist dies heute verboten und es werden wieder überwiegend Bananenstauden oder Brotleiber als Rumpf der Krathongs verwendet, die entweder natürlich verrotten oder von den Fischen gefressen werden. Back to the roots, so einfach kann Umweltschutz sein und Thailand macht es vor.
Loy Krathong hat im heutigen Thailand keinen rein buddhistischen Charakter. Das war in der Vergangenheit wohl anders, denn König Rama IV. schrieb um 1863, dass Loy Krathong ein ursprünglich hinduistisches Fest sei, das die thailändischen Buddhisten nun zu Ehren des Buddha Siddartha Gautama feiern.
Heute danken die Menschen an Loy Krathong eher der Wassergöttin für eine hoffentlich gute Ernte, vor allem der wasserintensiven Reisernte, und entschuldigen sich bei ihr für die Verschmutzung, die sie ihrem Wasser nicht nur damit zufügen.
Aber nach wie vor trennen sich die Menschen an Loy Krathong symbolisch von ihren Unvollkommenheiten und Unzulänglichkeiten, die sie auf ihrem „Krathong“ im wahrsten Sinne des Wortes wegschwimmen lassen; Sorgen, Ängste und Nöte noch eingeschlossen. Einen Versuch ist es wert!
Das Fest wird unter anderem Namen auch in anderen asiatischen Ländern wie Laos, Myanmar, Kambodscha oder Sri Lanka gefeiert. Aber nirgendwo ist es so schön wie in Thailand.
Feiern gehört neben Kochen und Essen einfach zu den Kernkompetenzen des fernöstlichen Königreichs.
So beschrieb schon der Franzose Jean-Baptiste Pallegoix in seinem Buch „Description du Royaume Thai ou Siam“ 1854: „… Die Thais lieben Spiele und Unterhaltung über alle Maßen, und man kann sagen, dass sie fast die Hälfte ihrer Zeit damit verbringen, sich zu amüsieren. …“.
Zur Feier des Tages bringt uns unser Vermieter selbstgemachte
Kokospancakes vorbei.
Wir verbringen einen ruhigen Vormittag, machen ein Mittagsschläfchen und fiebern dem Abend entgegen.
Nach einer kleinen Stärkung brechen wir auf.
Ein Grab bringt uns in die Altstadt von Chiang Mai. Es dauert eine Weile bis wir dort sind. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein.
An jeder Ecke wird aufgebaut und geschmückt. Wir schlendern durch die Gassen, passieren etliche Verkaufsstände an denen "Krathongs" angeboten werden.
Bis es dunkel ist, finden wir einen Platz in einem kleinen Lokal, Speisen vorzüglich und beobachten das Treiben um uns herum.
Dann bricht die Nacht herein. Wir ziehen durch die Altstadt in Richtung Fluss.
An jeder Ecke leuchten Laternen, kleine Kerzen erhellen die historischen Tempelanlagen. Moderne Lichtinstallationen schmücken Plätze und ganze Straßenzüge.
Wir schlendern durch die Gassen, erwerben unseren eigenen kleinen "Krathong" und lassen ihn neben tausenden Anderen am Nahen Ping-Fluss zu Wasser.
Auf dem Heimweg gönnen wir uns ein 'Honey Lemon Soda' und genießen die entspannte Atmosphäre...
Den nächsten Tag relaxen wir in der Unterkunft, abends gehen wir in einem kleinen Restaurant nochmal typisch thailändisch essen, danach packen wir unsere Backpacks und fahren zum Flughafen.
China wir kommen!Meer informatie
Mae Hong Son Loop Tag 11+12
2 november 2025, Thailand ⋅ ☁️ 21 °C
Dichter Nebel wabert durch unser Tal, die Berggipfel sind kaum auszumachen.
Das Wetter ist alles andere als optimal als wir uns an diesem Morgen auf die Roller schwingen. 250 Kilometer Strecke liegen vor uns.
In einem Straßencafe trinken wir einen Cappuccino.
Dann setzt auch noch Regen ein.
Wir wägen die Situation ab, bleiben und warten oder aufbrechen.
Wir entscheiden uns zum Aufbruch.
Unsere Fahrt führt uns erneut nach Pai. Bis dorthin hat es durchgehend geregnet.
Wir gönnen uns ein Mittagessen. Der Regen hört auf, für einen kurzen Moment zeigt sich die Sonne und wir können unsere Sachen ein wenig trocknen.
Dann geht es weiter.
Wir haben uns für die Rückfahrt nach Chiang Mai für eine Strecke abseits der üblichen Route des Mae Hong Son Loops entschieden.
Zu Beginn sind die Straßenverhältnisse noch in akzeptablem Zustand. Das ändert sich bald deutlich. Zudem setzt erneut Regen ein. Die Temperatur fällt zunehmend.
Wir befinden uns mitten in der rauen Bergwelt Nordwest - Thailands.
Die Straße ist gesäumt von mächtigen Kiefern, teilweise hat man das Gefühl man fährt durch eine mediterrane Landschaft, dann wechselt die Vegetation wieder, dichte Farne und moosüberzogene Stämme vermitteln den Eindruck eines Märchenwalds in Skandinavien.
Etwa auf der Hälfte der Strecke beginnen wir uns eine Unterkunft zu suchen, was sich als echte Herausforderung entpuppt.
Entweder verlangt man für einen einfachsten Verschlag horrende Preise oder das ausgeschriebene Gasthaus existiert schlichtweg einfach nicht oder ist geschlossen.
Auch die Bevölkerung erweist sich nicht als besonders hilfreich.
Nach langer Suche und mit Einbruch der Dunkelheit finden wir endlich ein Homestay zu akzeptablen Bedingungen.
Wir essen schnell eine Kleinigkeit und verziehen uns unmittelbar darauf ins Bett.
Am nächsten Tag gießt es wie aus Kübeln aber wir müssen weiter.
Zur Stärkung bekommen wir von unserem Herbergsvater frischen Kaffee aus eigenem Anbau.
Dann geht es los.
Dick eingepackt fahren wir durch die Landschaft, trotzen den Wassermassen die sich über uns ergießen.
Viele der Berge um uns herum sind gerodet. Hier werden Erdbeeren im Steilhang angebaut. Die Bewässerung erfolgt in der Trockenzeit mit riesigen Drohnen.
Stückpreis 15 000 Euro!
Die Straße verschlechtert sich nochmals, es ist kalt geworden.
Erdrutsche und Steinschlag versperren uns teilweise den Weg. Kleinere Flüsse treten über die Ufer. Der Regen will nicht enden!
80 Kilometer vor Chiang Mai suchen wir Schutz in einem Restaurant, wärmen uns bei einem Kaffee auf und essen eine Kleinigkeit.
Als wir weiterfahren sind wir froh, der Regen wird schwächer. Nur um kurz darauf mit aller Macht zurück zu kommen.
Nach weiteren 2 Stunden erreichen wir das Ortsschild von Chiang Mai und steuern unsere Unterkunft an.
Ein Teakhaus. Wir sind für heute die einzigen Gäste.
Schnell bringen wir unsere Roller zurück, begleichen den Schaden (35,-€) und sind froh endlich unter eine heiße Dusche zu kommen.
1300 Kilometer liegen hinter uns. Unzählige Serpentinen haben wir gemeistert. Die Eindrücke werden uns noch lange begleiten.
Wir sind ein wenig stolz und sehr zufrieden mit den vergangenen 12 Tagen.
Darauf stoßen wir an und lassen den Tag relaxed ausklingen...Meer informatie
Mae Hong Son Loop Tag 9+10
31 oktober 2025, Thailand ⋅ ⛅ 28 °C
Entspannt starten wir in den nächsten Tag.
Wir gönnen uns ein leckeres Frühstück, Avocadotoast mit pochiertem Ei, in einem winzigen Café.
Für den Tag haben wir uns eine Route mit weiter entfernten Sehenswürdigkeiten rund um Pai zusammengestellt.
Wir packen Proviant ein und fahren zur Tankstelle.
Während das Benzin fließt checkt Nadine nochmal unsere Reisedaten für die nächsten Tage.
Erschrocken stellt sie fest, dass wir heute schon weiterreisen!
Wir haben uns im Datum geirrt, werden in wenigen Stunden in unserem Campingquartier in der Bergen erwartet, 150 Kilometer Fahrt liegen vor uns....
"Ade" Sehenswürdigkeiten!
Wir sausen zurück in die Unterkunft, packen unsere sieben Sachen, checken aus, schwingen uns auf die Roller und düsen los!
Zu Beginn sind wir darauf bedacht ordentlich Strecke zu machen, stellen aber bald fest, dass wir trotz allem gut in der Zeit sind und drosseln die Geschwindigkeit.
Nach rund hundert, kurvenreichen Kilometern steuern wir direkt das bergige Grenzgebiet zu Myanmar an.
Auf 1500 Höhenmetern verlassen wir die asphaltierte Straße und fahren eine steile, ausgespülte Piste hinunter.
Vor uns liegt ein wunderschönes Tal. Auf einem der Bergrücken stehen 3 kleine Hütten.
Wir werden von einem alten Mann und seinem Sohn empfangen und beziehen unseren "Schafstall".
Wir sind aktuell die einzigen Gäste, genießen die Ruhe und die klare Luft.
Die Aussicht von unserem Balkon ist fantastisch!
Die Sanitäranlage ist blitzblank. Es gibt sogar eine heiße Dusche!
Wir schwingen uns nochmals auf die Roller und steuern einen nahen Viewpoint an um dort zu essen.
Der Sonnenuntergang auf unserem Balkon ist Pflicht!
Danach geht's in die Hütte. In dicke Decken eingekuschelt schlafen wir bald ein.
In der Nacht beginnt es heftig zu regnen.
Der nächste Tag erwartet uns mit tiefhängenden Regenwolken.
Wir vermuten Böses, was uns kurz darauf auch bestätigt wird.
Unsere Zufahrtsstraße hat sich über Nacht in eine Schlammpiste verwandelt.
Das wird eine Herausforderung!
Zum Glück erkennt ein Bauer auf einem angrenzenden Feld unsere missliche Lage und springt uns kurzerhand mit helfender Hand zur Seite.
Souverän steuert er unsere Maschinen den Berg hinauf. Respekt!
Zum Dank gibt es ein kleines Trinkgeld unsererseits.
Wir steuern die myanmarische Grenze an, die Region ist dünn besiedelt und vor allem durch den Anbau verschiedener Feldfrüchte geprägt. Dadurch ergeben sich fantastische Muster.
Mittlerweile haben sichdie Regenwolken verzogen und die Sonne scheint.
Wir passieren zwei Checkpoints der thailändischen Armee.
Filmen und fotografieren strengstens verboten!
Wie sich Timos Finger auf den Auslöser der Kamera verirrt hat...- wir wissen es bis heute nicht!
Kurz darauf befinden wir uns tatsächlich in Myanmar. Die Grenze berücksichtigt keinen Straßenbau. Eine Kurve rechts, eine links und zack sind wir wieder in Thailand.
In einem Grenzdorf ist die Straße zu Ende. Ab hier führen nur noch sandige Pfade weiter. Für uns Zeit zum umkehren.
Am Straßenrand entdecken wir ein kleines, mageres Kätzchen.
Sein Zustand bewegt uns und um ein Haar hätte es Nadine in den Rucksack gesteckt...
Wir machen uns auf den Rückweg, parken die Roller zur Sicherheit oben an der Straße und gehen zu Fuß weiter.
Den Abend verbringen wir erneut mit einem kühlen Bier auf dem Balkon.Meer informatie
Mae Hong Son Loop Tag 7+8
29 oktober 2025, Thailand ⋅ 🌙 26 °C
Wir starten früh, unser Ziel heißt Pai.
Pai ist eine kleine Stadt in der bergigen Provinz Mae Hong Son im Nordosten Thailands. Noch vor einigen Jahren war Pai ein verschlafenes Städtchen, in dem nur wenige Touristen gesehen wurden – dies hat sich jedoch sehr verändert. Mittlerweile ist Pai ein farbenfrohes und besonders in der Hochsaison aber auch an Wochenenden stark frequentiertes Reiseziel.
Wir steuern eine Bambusbücke an, welche malerisch in einem Reisfeld liegt und machen einige Aufnahmen.
Unsere Fahrt führt uns über verschiedene Viewpoints mit fantastischer Aussicht weiter. Nach rund 120 Kilometern und 1873 zurück gelegten Serpentinen erreichen wir Pai am späten Nachmittag.
Wir beziehen unser Quartier und machen uns auf den Weg ins Städtchen.
Als wir uns ein Restaurant suchen, fällt der gesamte Strom im Ort aus!
Nichts geht mehr!
Restaurants können nicht kochen, Supermärkte müssen schließen, keine elektronische Kasse funktioniert mehr.
Wir bekommen ein kühles Bier gegen Cash und schauen dem Geschehen um uns herum relaxed zu.
Nach 2 Stunden gehen die Lichter wieder an.
Die Menge kommentiert es mit einem erfreulichen "Ahhh...!", nur um kurz darauf ein enttäuschendes "Uhhh..." von sich zu geben als das Stromnetz erneut zusammenbricht.
Wir machen uns auf den Weg zur Unterkunft und ergattern an einem Straßenstand noch etwas Sushi.
Für diesen Abend blieb die Stadt im Dunkeln...
Wir beginnen den nächsten Tag mit einem leckeren Frühstück und steuern Pais Sehenswürdigkeiten an.
Unsere Fahrt führt uns zu einem kleinen Geysir.
Wenig später geht es weiter und wir schauen uns eine weitere Bambusbrücke an.
Darauf folgt die 'Memorial Bridge', eine Stahlbrücke aus dem 2. Weltkrieg.
Schließlich fahren wir zum 'Pai Canyon'.
Der Canyon, der von Einheimischen als Kong Lan betitelt wird, ist über mehrere Jahrhunderte durch natürliche Erosionsprozesse entstanden.
Genauer gesagt immer dann, wenn das Erdreich durch witterungsbedinge Einflüsse (Wind, Regen oder Hitze) abgetragen wurde. Das Resultat ist die Entstehung schmaler, markanter Felsschluchten mit steilen Abhängen, die heute an eine Miniaturversion des Grand Canyon erinnern.
Die Landschaft besteht hauptsächlich aus rotem Sandstein, der auch heute noch durch das tropische Wetter weiter geformt wird.
Den Abend verbringen wir unweit unserer Unterkunft in eine Restaurant.
Dieses besuchen wohl ausschließlich Thailänder. Wir sind die einzigen ausländischen Gäste. Es gibt knusprig frittierten Schweinebauch mit Pommes!
Wenig später sitzen wir im Dunkeln.
Pai ist mal wieder ohne Strom...Meer informatie
Mae Hong Son Loop Tag 5+6
27 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 30 °C
Wir haben uns entschieden, in Mae Hong Son 2 Tage zu verbringen.
Wir kennen das Städtchen schon aus dem letzten Jahr und fühlen uns hier sehr wohl!
Wir starten den Tag mit einer Fahrt zum "Stadttempel", welcher sich oberhalb der City auf einem Hügel befindet.
Von hier hat man einen fantastischen Blick auf Mae Hong Son.
Nach ein paar Aufnahmen geht es weiter, wir verlassen die Stadt und wollen das bergige Hinterland erkunden.
Erster Stop ist ein Viewpoint, an dem sich ein kleiner, hölzerner Unterstand befindet.
Als wir Diesen betreten entdecken wir unter der Decke zwei Tokehs samt Gelege.
Der Tokeh ist ein nachtaktiver Gecko, der eine Länge von bis zu 35 Zentimetern erreicht.
Wir folgen der Straße weiter ins Hinterland, es gibt kaum einmal ein gerades Stück, wir können die Kurven nicht mehr zählen, welche wir auch heute wieder meistern.
Es geht durch wunderschöne einsame Täler und sofort wieder hinauf zu neuen Gipfeln. Die umliegenden Hänge sind von dichtem Dschungel bedeckt und hier und da entdecken wir kleine Wasserfälle.
Das Wetter ist herrlich und wir genießen die Zeit.
Langsam wird der Sprit knapp und so drehen wir notgedrungen um, fahren zurück nach Mae Hong Son zum tanken, die einzige Möglichkeit weit und breit.
Den Abend verbringen wir erneut auf dem Nachtmarkt, essen Tilapia in Salzkruste mit Bananenshake.
Am nächsten Morgen brechen wir frühzeitig auf, um uns am Ende eines abgelegenen Tals eine Hängebrücke anzuschauen.
Sie ist einer der letzten zivilen Vorposten an der Grenze zu Myanmar und führt über den Fluss Pai.
Kurz nach unserer Ankunft steuern 2 Longtailboote, aus Myanmar kommend die Landungsstelle an. Die Insassen werden sofort von der Grenzpolizei in Empfang genommen und kontrolliert.
Wir fahren weiter, müssen allerdings schnell feststellen, dass wir die umliegenden Täler schon aus dem letzten Jahr kennen.
Da wir langsam Hunger bekommen, steuern wir das Strassenlokal einer alten "Freundin" an.
Im vergangenen Jahr waren wir mehrere Male dort essen und obwohl sie kein Wort Englisch spricht haben wir uns schon damals prächtig verstanden!
Das Wiedersehen ist großartig und es gibt leckeren 'Fried rice with chicken'.
Mit vollem Bauch geht es weiter. Wir steuern einen Stausee an, welcher ganz ruhig und ein wenig heimelig im Dschungel versteckt liegt.
Es dämmert bereits, als wir wieder an unserem Quartier ankommen.
Nochmals schlendern wir über den Nachtmarkt, kaufen ein paar Leckereien und lassen den Tag ausklingen.Meer informatie
Mea Hong Son Loop Tag 4
26 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 31 °C
Wir machen uns früh auf den Weg. Unser heutiges Ziel ist Mae Hong Son.
Die Stadt dem der Loop seinen Namen verdankt!
Mae Hong Son ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und hat ca 6300 Einwohner.
Die Stadt ist mit 300 Meter Höhe eine der am höchsten gelegenen Provinzhauptstädte in Thailand. Sie liegt inmitten einer bis etwa 1500 Meter hohen Berglandschaft mit tropischem Bergregenwald.
Die abgeschiedene Lage führte dazu, dass Mae Hong Son bis 1973 in der Regenzeit nur per Flugzeug zu erreichen war, da sämtliche Straßen überflutet waren.
Der Handel mit Myanmar, nicht immer unter Kontrolle der beiderseitigen Zollbehörden, bildet eine wesentliche Einnahmequelle der Bevölkerung. Seit die Straßen besser ausgebaut sind, spielt auch der Tourismus eine stärkere Rolle.
Von zweifelhafter Bedeutung ist die Lage im sogenannten 'Goldenen Dreieck' , einem der weltweit größten Umschlagplätze für Drogen.
Bevor die Räder so richtig Rollen, gönnen wir uns in 'Dad's Caffee' eine ordentliches Frühstück.
Das Wetter ist herrlich und wir kommen gut voran.
Natürlich jagt eine Kurve mal wieder die Andere!
Nach etlichen Kilometern biegen wir erneut von der Straße ab und steuern einen Viewpoint an, der sich tief in den Bergen, oberhalb eines 'Hmong-Dorfes' befindet.
Hmong bezieht sich auf eine ethnische Gruppe, die ursprünglich aus China stammt und später in andere Teile Südostasiens wie Vietnam, Laos, Thailand und Myanmar migrierte. Sie sind bekannt für ihre eigene Sprache, Kultur und Traditionen. Der Name „Hmong“ bedeutet „freies Volk“.
Die Aussicht ist fantastisch!
Angekommen in Mae Hong Son beziehen wir unser Quartier unweit des kleinen Stadtteichs, welcher zentraler Anlaufpunkt der Einwohner ist und an dessen Ufer jeden Abend ab 17 Uhr ein kleiner Nachtmarkt mit etlichen Foodständen aufgebaut wird.
Auch uns zieht er natürlich an und so schlagen wir uns die Bäuche voll und genießen die abentliche Atmosphäre.Meer informatie
Mae Hong Son Loop Tag 2 +3
24 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 30 °C
Nach einer erholsamen Nacht geht es früh aus den Federn.
Die ältere Dame, welche die winzige Bungalowanlage betreibt, versorgt uns mit Frühstück.
Es gibt Rührei mit Reis aus einem etwas altertümlichen Wärmebehälter.
Dann brechen wir auf.
Unser heutiges Tagesziel heißt Mae Sariang in ca 180 km Entfernung.
Wieder geht es endlose Kurven bergauf. Die Straße windet sich wie eine große Schlange durch die Landschaft.
Nebelschwaden ziehen auf, mit jedem Höhenmeter wird es kälter. Bald fahren wir durch eine dichte "Wolkensuppe" und haben kaum noch Sicht.
Nach etlichen Kilometern geht es endlich wieder talwärts.
Wir machen eine kleine Pause an einem Viewpoint und wärmen uns erstmal mit einem Cappuccino auf, bevor es weitergeht.
Bald biegen wir von der Hauptroute ab und steuern kurzentschlossen den "Doi Pui Ko" an, einen weiteren mächtigen Berg im Grenzgebiet zu Myanmar, welcher fantastische Ausblicke bieten soll.
Nehmen für diesen Umweg weitere 120 Kilometer in Kauf.
Die Anfahrt Richtung Gipfel entwickelt sich zur Tortur. Die zu Beginn noch asphaltierte Straße wird bald zu einer Schotterpiste und letztlich zu einer Art ausgewaschenem Flußbett.
Unsere Straßenmaschinen sind für solch ein Terrain einfach nicht ausgelegt.
Es kommt wie es kommen musste. Timos Vorderrad verkeilt sich in einer Rinne... Ein Sturz ist unausweichlich!
Glücklicherweise fuhr er lediglich mit Standgas. Er kommt mit einem aufgeschlagen Knie, einigen Schürfwunden und zerfetzten Klamotten relativ glimpflich davon.
Sein Roller hat nun ein neues Design.
800 Meter unter dem Gipfel müssen wir unsere Maschinen abstellen. Der Rest erfolgt zu Fuß.
Die Aussicht ist atemberaubend und war die Mühen wert.
Wir machen tolle Aufnahmen und begeben uns in die Abfahrt.
Diesmal verläuft alles reibungslos. Gott sei Dank!
Die Sonne steht schon tief am Horizont, als wir endlich Mae Sariang erreichen. Unsere Unterkunft liegt ungefähr einen Kilometer außerhalb des Zentrums mitten in den Reisfeldern.
Angekommen, schwingen wir uns erneut auf die Roller um noch etwas zum Abendessen zu finden, da dem hauseigenen Restaurant das Gas ausgegangen ist und die Küche dort heute leider kalt bleibt.
Da stellt Timo fest, dass sein (einziger) Rollerschlüssel weg ist. Wir beginnen zu suchen und müssen schnell feststellen, dass er ihn beim auspacken des Helmfaches dort drinnen vergessen hat.
Egal, morgen ist auch noch ein Tag!
Auf einem Roller finden wir ein Restaurant unweit unserer Unterkunft und schlafen später nach einem ereignisreichem Tag zufrieden ein!
Die Sonne blinzelt durch die Reisfelder. Timo ist schon früh auf den Beinen.
Mit Hilfe eines Angestellten der Unterkunft fischt er den Schlüssel per Kleiderbügel aus Draht, a la McGyver, aus dem Helmfach!
Wir lassen uns Zeit mit der Abfahrt, frühstücken Reissuppe und Bananen.
Gegen 11 Uhr brechen wir auf.
Erstes Ziel ist eine große Tempelanlage, welche man in einen Felsen gebaut hat.
Der Legende nach wird man von seinen Sünden reingewaschen, wenn man durch einen Höhlengang innerhalb der Anlage schreitet.
Natürlich tun auch wir das und mit dem Wissen, nun frei sämtlicher Vergehen zu sein, fahren wir weiter.
Auf zu neuen Schandtaten!
Nach ungefähr der Hälfte der heutigen Etappe legen wir eine kurze Rast an einem der unzähligen Viewpoints ein, trinken einen 'Cold Latte' und genießen die Aussicht.
Wir erreichen unsere Unterkunft am späten Nachmittag.
Sie liegt etwas außerhalb des kleinen Städtchens Khun Yuam.
Uns erwartet ein nettes Zimmer mit großzügiger Terrasse und einem herrlichen Blick auf die umliegenden Reisfelder.
An einer Fenstervergitterung hat ein Webervogel sein Nest gebaut. Von Aussen wirkt es wie ein Blumengesteck.
Geht man ins Zimmer und zieht vorsichtig die Gardine zur Seite, schaut man durch die Fensterscheibe direkt ins Innere des Nestes und kann das Brutgeschehen beobachten.
So lassen wir den Abend ausklingen...Meer informatie
Mae Hong Son Loop Tag 1
23 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 20 °C
Um 6 Uhr klingelt der Wecker!
Wir stärken uns ein letztes mal mit selbstgemachtem Porridge mit Früchten, schnappen unser Gepäck und stehen um 9 Uhr beim Rollerverleih.
Wie besprochen und vorab reserviert, übernehmen wir 2 Maschinen mit jeweils 155 ccm.
Die Formalitäten sind schnell geklärt und kurz darauf geht es auch schon los!
Wir durchfahren die westlichen Stadtbezirke und steuern nach rund 3 Stunden unser erstes Ziel an, den 'Doi Inthanon'!
Der Doi Inthanon ist mit 2565 Metern der höchste Berg Thailands!
Zum Gipfel führt eine etwa 50 Kilometer lange Straße (von Chiang Mai 103 km), in deren Nachbarschaft man mehrere beeindruckende Wasserfälle und Höhlen besichtigen kann.
Auf dem Gipfel herrschen deutlich niedrigere Temperaturen als im übrigen Thailand, was zu einer völlig anderen Vegetation führt.
Efeu rankt an dicken Eichen empor, die wegen der hohen Luftfeuchtigkeit mit Moosen bewachsen sind.
Wir befinden uns im sogenannten Nebelwald!
Überall sind immergrüne Lorbeergehölze bestandsbildend. Typisch sind Baumfarne, die hier statt der Palmen zu finden sind.
Wolken- und Nebelwälder sind jedoch vor allem durch ihren zumeist sehr dichten, krautigen Unterwuchs mit vielen Farnen, Moosen und vor allem durch den Reichtum an Epiphyten - sogenannten "Aufsitzer- oder Schmarotzerpflanzen" gekennzeichnet!
Nach 2/3 der Gipfelstraße biegen wir zum 'Wachirathan Waterfall' ab und lassen uns von der mächtigen Kulisse beeindrucken.
Über mehrere Kaskaden fällt hier das Wasser rund 80 Meter in die Tiefe und die Gischt hüllt das ganze kleine Tal ein.
Eine willkommene Abkühlung!
Bei unserer Ankunft am Gipfel sind es 15 Grad!
Wir frieren uns den Allerwertesten ab, waren es doch gerade noch 34!
Der Doi Inthanon ist für uns ein alter Bekannter, waren wir doch letztes Jahr schon hier oben.
Wir schießen ein paar Bilder, schwingen uns auf die Roller und düsen einige Kilometer talwärts.
Ab ins Warme!
Wieder verlassen wir die Gipfelstraße und steuern unser Tagesziel 'Mae Cham' an.
Das kleine Städtchen liegt inmitten des gewaltigen Bergmassivs.
Unzählige Serpentinen später erreichen wir unsere Unterkunft.
Abends gehen wir lecker essen und gönnen uns ein Rumpsteak mit Pommes für umgerechnet 4,70 €.Meer informatie
Chiang Mai Tag 5
22 oktober 2025, Thailand ⋅ ⛅ 29 °C
Nach dem Frühstück legen wir los.
Da wir nicht unser gesamtes Gepäck mitnehmen wollen,
müssen wir aussortieren.
Kommen wir mit 3 Shirts in 12 Tagen über die Runden?
Reichen 4 Paar Socken, wenn wir das gute "Rei aus der Tube" mitnehmen und nach Bedarf waschen?
Wir denken es reicht und reduzieren auf 4 kg pro Person.
Multitool und Kabelbinder für den Notfall eingeschlossen!
Unser restliches Gepäck bringen wir per Roller zur Unterkunft, in welche wir uns nach dem Loop begeben werden. Natürlich haben wir das im Vorfeld schon organisiert.
Danach fahren wir raus aufs Land. Wir wollen uns unbedingt mit der neuen Drohne vertraut machen, bevor es morgen los geht. Wir finden eine günstige Stelle abseits der Hauptstraßen und sind begeistert von unserem Kauf!
Am Abend geht es nochmal zum Pool und dann auch zeitig schlafen.
Morgen starten wir auf den Mae Hong Son Loop!Meer informatie
Chiang Mai Tag 4
21 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 32 °C
Wir schlafen ersteinmal aus, frühstücken gegen 11 Uhr und genießen den Komfort der Unterkunft. Rumlümmeln auf dem Sofa kann auch Spaß machen!
Später bauen wir sogar nochmal ein Mittagsschläfchen ein und knacken ganze 2 Stunden.
Naja, vielleicht hat der Körper es einfach gebraucht!
Den Nachmittag verbringen wir an unserem herrlichen Pool, genießen den Ausblick über die Stadt und beobachten von oben Flugzeuge bei Start und Landung am Chiang Mai International Airport.
Gegen Abend werden wir dann doch nochmal produktiv!
In 2 Tagen starten wir in den 'Mae Hong Son Loop'.
Dafür gibt es noch einiges zu recherchieren und vorzubereiten.
Der Mae Hong Son Loop ist eine malerische Motorradstrecke durch die bergige Landschaft Nordthailands mit Tausenden von Kurven, die sich von Chiang Mai nach Mae Hong Son und anschließend wieder zurück nach Chiang Mai erstreckt.
Sie ist perfekt für abenteuerlustige Reisende, die den Nervenkitzel abseits der üblichen Touristenrouten suchen.
Allein die Hauptroute umfasst eine beeindruckende Distanz von rund 1.100 Kilometern und schlängelt sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit üppigen Bergen, ruhigen Tälern, historischen Städten und geschäftigen Metropolen. Die Gesamtstrecke übersteigt jedoch oft 1.600 Kilometer, wenn Umwege zur Erkundung verschiedener Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke berücksichtigt werden.
Der Mae Hong Son Loop gilt als eine der schönsten und einzigartigsten Motorradstrecken Thailands und stellt eine aufregende Herausforderung dar, die Einsamkeit mit unvergleichlicher Naturschönheit verbindet!
Diese legendäre Straße führt durch eine atemberaubende Landschaft und bietet spektakuläre Ausblicke, während man steile Anstiege und Serpentinen bewältiget.
Die Fahrt von Chiang Mai nach Mae Hong Son und zurück bildet einen faszinierenden Loop und bietet ein unvergessliches Abenteuer für alle, die die Herausforderung suchen.
Diese Route ist jedoch nichts für schwache Nerven!
Die Fahrt erfordert sorgfältige Vorbereitung und höchste Aufmerksamkeit.
Mit ihren steilen Anstiegen und unzähligen Serpentinen verzeiht sie keine Fehler.
Fahrer müssen Vorsicht walten lassen, da die Tausenden von Kurven der Straße eine spannende und anspruchsvolle Herausforderung darstellen.
Üppige, grüne Landschaften erstrecken sich endlos, während Panoramablicke auf Berge, Täler und Wälder ein visuelles Fest schaffen, das die Sinne fesselt. Denn jede Kurve bietet eine neue Perspektive auf die raue Schönheit Nordwestthailands an der Grenze zu Myanmar!
Wir haben uns schon vor einigen Tagen entsprechend starke Motorroller reserviert und ergänzen unsere bisherigen Recherchen mit weiteren Sehenswürdigkeiten, Viewpoints und Attraktionen. Buchen erste Unterkünfte und loten die Streckenführung aus...
Gegen 23:30 Uhr geht es ins Bett.Meer informatie
Chiang Mai Tag 3
20 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 24 °C
Ein neuer Tag in Chiang Mai bricht an.
Timo ist wie immer früh auf den Beinen, schreibt Reisetagebuch und bereitet das Frühstück vor.
Gegen 10 Uhr brechen wir auf.
Unser erstes Ziel ist ein Laden der sich auf die Reparatur von Drohnen spezialisiert hat.
Wir brauchen den Rat eines Fachmanns, nachdem unsere Drohne auf Pulau Tailana eine unfreiwillige Landung im Meer gemacht hat und seitdem leider nicht mehr einsatzbereit ist.
Auf dem Weg dorthin zahlen wir erneut ein kleines "Trinkgeld" an die örtlichen Gesetzeshüter aufgrund nicht vorhandener Dokumente....
Wie befürchtet ist unsere Drohne ein Totalschaden!
Ersatz muss her und so geht es weiter in eine große Shopping Mall.
Dort befindet sich auch unser zweites Tagesziel, das Immigration Office. Wir wollen unsere Visa um weitere 30 Tage verlängern.
Angekommen müssen wir erstmal einen Platz zwischen hunderten von Rollern finden.
Gar nicht so einfach!
Die Versuchung ist groß, auf solch einem Parkplatz den ersten Roller einer Reihe anzustoßen, um somit einen Dominoeffekt herbeizuführen.
Bilder im Kopf...
Kurz darauf stehen wir in einem riesigen Einkaufszentrum, verlängern unsere Visa beim Immigration Bureau und nennen uns stolze Besitzer einer neuen Drohne!
Abends schlendern wir über den Night Bazaar welcher sich nur wenige Minuten von unserer Unterkunft befindet.Meer informatie
Chiang Mai Tag 2
19 oktober 2025, Thailand ⋅ ⛅ 30 °C
Es ist Sonntag, seit genau 61 Tagen sind wir auf Weltreise!
Wir starten den Tag mit selbstgemachtem Apple-Banana-Pineapple- Porridge. Dazu gibt es Instantkaffee und echte Milch von glücklichen Kühen.
Gegen Mittag brechen wir auf, durchqueren die nördlichen Stadtbezirke und kommen nach rund 12 Kilometern in einem Naherholungsgebiet an.
Der Huay Tung Tao Stausee liegt im Norden Chiang Mais.
Er gilt als Musterprojekt und wurde auf Geheiß seiner Majestät König Bhumibol erbaut, um das Wasserproblem in der Umgebung zu lösen. Landschaftlich wunderschön gelegen, hat er eine Sandküste, die fast wie ein Meeresufer aussieht und mit unzähligen kleinen Hütten bebaut ist.
Hier treffen sich vor allem an den Wochenenden die Einwohner der nahen Stadt um im Kreise der Familie zu schlemmen, baden oder zu angeln.
Wir umrunden den See und stoppen an einem kleinen Skulpturenpark.
Hier wurden Metallgestänge in Tierform mit Matten verkleidet. Durch diese dann eng aneinandergereihte Gummibänder gezogen wurden, sodass eine Felloptik entstand.
Teilweise sind sie so stabil gebaut, dass wir sie besteigen können.
Für die Rückfahrt wählen wir eine Route durch die Vororte Chiang Mais. Die Strecke führt an einem der vier großen Flüsse Nordthailands, dem Mae Ping entlang.
An seinen Ufern erblicken wir teils mächtige Anwesen. Hier haben sich vermutlich die Schönen und Reichen der Großstadt niedergelassen!
Auf halber Strecke stoppen wir an einem unscheinbaren Straßenstand.
Dieser verkauft T-Shirts für 20 Baht!
Kurz darauf geht es mit 3 Shirts für umgerechnet 65 Eurocent das Stück weiter. Das hat sich gelohnt!
Abends kochen wir Nudelpfanne mit Gemüse und Hühnchenbrust, waschen Wäsche und lassen den Tag bei einer Doku ausklingen.Meer informatie
Chiang Mai Tag 1
18 oktober 2025, Thailand ⋅ ☀️ 25 °C
Entspannt beginnt der Tag und so machen wir uns erst gegen Mittag auf den Weg.
Wir brauchen mal wieder einen fahrbaren Untersatz, welcher schnell besorgt ist.
Nach 2 Monaten des Reisens, haben wir den Wunsch nach ein wenig Häuslichkeit und einem geregelten Alltag.
Gerne wollen wir auch mal wieder selber kochen und so geht es auch direkt zum Supermarkt.
Da wir uns Zeit und Auswahl beim Einkaufen lassen wollen, haben wir uns für einen MAKRO - Superstore entschieden. Mit riesigem Angebot vom Reiskocher bis zum Brühwürfel!
Nach 2 Stunden brausen wir durch den Verkehr der Millionenstadt mit unserem Roller zurück zum Quartier.
Ein Rucksack im Fußraum, darauf eine große Einkaufstüte.
6 - Literkanister Wasser im Helmfach und ein weiterer vollgepackter Rucksack bei Nadine auf dem Rücken.
Optisch unterscheiden wir uns keineswegs von den Thais, welche zum Teil mit 5 Mann nebst Gepäck auf einem einzigen Scooter sitzen!
Angekommen in unserem Appartement gönnen wir uns ersteinmal leckeres Sushi, schauen ein wenig Fernsehn - Crime Doku auf YouTube!
Nadine gönnt sich ein Bad, während Timo das Abendessen zubereitet.
Es gibt japanische Eiernudeln in Tomatensugo mit Tiger Prawns und viel Knoblauch!
Leider war die Tomatensoße stark gesüßt, was den Geschmack doch deutlich beeinflusst hat.
Entspannt lassen wir den Abend auf der Couch ausklingen und verziehen uns gegen 22 Uhr ins Bett.Meer informatie
Chiang Mai
17 oktober 2025, Thailand ⋅ ☁️ 31 °C
Wir verlassen Phitsanulok, verabschieden uns von Sunny und besteigen den Bus nach Chiang Mai um 11 Uhr.
Wir haben uns für einen Express-Bus entschieden, der die 350 km in 5 Stunden zurücklegen soll.
Es kommt natürlich mal wieder anders!
Chiang Mai ist mit rund 1,8 Millionen Einwohnern das Zentrum Nordthailands.
Auf einer Ebene in 316 m Höhe gelegen, umgeben von Bergen und üppiger Landschaft, ist es viel grüner und ruhiger als in der Hauptstadt Bangkok und hat ein kosmopolitisches Flair sowie einen beträchtlichen Anteil an Auswanderern.
Es wird auch als die "Rose des Nordens" bezeichnet.
Damit ist sie die zweitgrößte Stadt Thailands.
Chiang Mai wurde 1296 n. Chr. gegründet und ist eine kulturell und historisch interessante Stadt, einst die Hauptstadt des alten Lanna-Königreichs.
In den sanften Ausläufern des Himalaya, 700 km nördlich von Bangkok, war sie bis in die 1920er Jahre nur über eine beschwerliche Flussfahrt oder einen Elefantentrekking zu erreichen. Diese Abgeschiedenheit trug dazu bei, den unverwechselbaren Charme Chiang Mais zu bewahren, der bis heute intakt ist.
Das historische Zentrum von Chiang Mai ist die ummauerte Altstadt. „Stadt“ heißt im nordthailändischen Dialekt „ Chiang“ , während „Mai“ „neu“ bedeutet, daher wird Chiang Mai als „neue Stadt“ übersetzt.
An den Toren und Ecken sind noch Teile der Mauer aus der Zeit ihrer Restaurierung vor einigen Jahrzehnten erhalten, vom Rest ist nur noch der Burggraben vorhanden.
Innerhalb der verbliebenen Stadtmauern von Chiang Mai befinden sich mehr als 30 Tempel aus der Zeit der Gründung des Fürstentums.
Sie sind in einer Kombination aus burmesischem, sri-lankischem und Lanna-Thai-Stil erbaut und mit wunderschönen Holzschnitzereien, Naga-Treppen, löwen- und engelsgleichen Wächtern, vergoldeten Schirmen und goldfiligranen Pagoden verziert.
Der berühmteste Tempel ist Wat Phrathat Doi Suthep, der von einem 13 km entfernten Berghang aus, die Stadt überblickt.
Chiang Mai ist für sein ganzjährig mildes Klima bekannt, welches sich vom Rest des Landes deutlich unterscheidet.
Unser Bus verlässt die Ebene von Phitsanulok. Das Landschaftsbild verändert sich.
Wir erreichen die südlichen Ausläufer des Himalaya.
Immer steiler windet sich die Straße, durch dichtbewaldete Bergketten.
Nach 3 Stunden ist ersteinmal Schluss!
Unser Reisegefährt steht schnaufend am Straßenrand, nachdem es die letzten Kilometer nur noch im Schneckentempo zurück gelegt hat.
Thailand ist bekannt für seine schlechtgewarteten, völlig untermotorisierten Überlandbusse.
So vergehen rund 2 Stunden, bis wir unsere Fahrt fortsetzen können.
Nach fast 9 Stunden erreichen wir endlich unser Quartier in Chiang Mai und freuen uns auf eine heiße Dusche!
Wir haben uns für ein Appartement im 13. Stock mit Blick über die Stadt und Infinty-Pool auf dem Dach entschieden.
Hin und wieder verlangt unser Bewusstsein nach westlicher Ausstattung und ein wenig Luxus.
Zudem konnten wir bei einem Übernachtungspreis von 15,-€ pro Person nicht "Nein" sagen!Meer informatie
Phitsanulok Tag 2
16 oktober 2025, Thailand ⋅ ⛅ 30 °C
Heute lassen wir es etwas gemächlich angehen.
Sitzen erst gegen Mittag im Sattel und düsen rund 40 Kilometer in östlicher Richtung.
Wir landen in einem Teil Phitsanuloks, welcher von japanischen Einwanderern mit hübschen Wandbildern an den Häuserfassaden gestaltet wurde.
Schnell schießen wir ein paar Fotos, bevor ein kräftiges Gewitter niedergeht und uns zu einer längeren Pause zwingt.
Noch immer nieselnd steigen wir auf die Roller und fahren zu einer Anhöhe oberhalb der Stadt.
Hier befindet sich eine mächtige chinesische Tempelanlage, welche für unseren westlichen Geschmack vor Kitsch und Klimbim kaum zu überbieten ist.
Chinesen sehen das vermutlich anders!
Allerlei bunte Figürchen und Talismane, Drachenköpfe, wilde Fratzen und übergroße Steinskulpturen schmücken die Einrichtung.
Wir verweilen eine Zeitlang, bevor es weiter geht.
Auf kleinen Landstraßen umgehen wir Phitsanulok südlich und kommen nach einer guten Stunde bei unserer Wäschedame vom Vortag an.
Frisch gewaschen und akkurat gebügelt nehmen wir unsere Kleidung in Empfang.
Danach machen wir uns auf den Rückweg, geben die Roller ab und schlendern über den Nahen Nachtmarkt mit seinen unzähligen Foodständen.
Natürlich nicht ohne uns die ein oder andere Leckerei zu gönnen!
Tagsdrauf geht es nach Chiang Mai, aber soweit sind wir heute noch nicht!Meer informatie
Phitsanulok Tag 1
15 oktober 2025, Thailand ⋅ 🌧 29 °C
Schon früh sitzen wir auf unseren knatternden Maschinchen.
Wir wollen ins ca 85 Kilometer entfernte Sukhothai.
Unterwegs geben wir unsere Wäsche ab.
Die alte Dame versteht zwar kein Wort englisch, aber wir verständigen uns darauf sie am nächsten Tag wieder abzuholen.
Nach einem 'Flat White' in einem schnuckeligen Café im Studentenviertel von Phitsanulok geht es schon bald raus aufs Land.
Sattgrüne Reisfelder, kleine Ortschaften und verträumte Gehöfte prägen das Landschaftsbild.
Thailand litt in den vergangenen Monaten unter Ausläufern verheerender Tropenstürme, welche vom südchinesischen Meer, die Phillippinen und Vietnam heimsuchten und gewaltige Regenmassen mit sich brachten.
Auch wir bekommen dies zu spüren, als wir uns kurz darauf einen Weg durch ein gewaltiges Überschwemmunggebiet bahnen müssen.
Etliche Straßen sind überflutet, die Anwohner fahren per Boot von Haus zu Haus.
In der Ebene von Phitsanulok treffen vier große, aus dem Norden kommende Flüsse zusammen und münden in den mächtigen Chao Phraya, Thailands Hauptwasserstraße.
Überschwemmungen sind in dieser Region keine Seltenheit, in diesem Jahr allerdings weit über das normale Maß hinaus!
Die Situation wirkt auf der einen Seite bedrohlich, auf der anderen Seite ist es ein beeindruckendes Naturschauspiel.
Die gesamte Region gleicht einer riesigen Seenlandschaft. Tausende Vögel nutzen die Situation zu ihren Gunsten.
Silber- und Purpurreiher, Löffler und Watvögel, Störche jeglicher Gattung sowie farbenfrohe Eisvögel bevölkern die Landschaft.
Ein tolles Schauspiel!
Nach rund zweistündiger Fahrt erreichen wir Sukhothai.
Die Stadt mit ihren rund 40000 Einwohnern präsentiert Besuchern historische Ausgrabungen, Ruinen und Tempelanlagen aus dem 13. Jahrhundert.
Uns hat es vor allem der 'Wat Si Chum' angetan. Eine historische Tempelanlage aus dem 14. Jahrhundert!
Der massige Mondop, ein würfelförmiges Gebäude in der Mitte der Anlage wurde gegen Ende des 14. Jahrhunderts von König Maha Thammaracha II. erbaut. In ihm befindet sich eine riesige sitzende Buddha-Statue, die etwa 11 Meter breit und 15 Meter hoch ist.
Sie ist das größte erhaltene Buddhabildnis in Sukhothai.
Der scheinbar durch die schmale Öffnung des Tempels spähende Buddha, wie auch seine elegante, zugespitzte Hand gehören zu den beliebtesten Postkarten- und Photomotiven in Thailand.
Wir besichtigen noch einige weitere Ausgrabungen und machen uns dann zügig auf den Rückweg.
In der Dämmerung erreichen wir unsere Unterkunft, welche hier nur wenige Minuten andauert bevor es pechschwarz ist.
Müde gehen wir bald zu Bett.
Morgen wollen wir uns einen chinesischen Tempel und ein japanisches Künstlerdorf anschauen!Meer informatie
Phitsanulok Tag 1
15 oktober 2025, Thailand ⋅ 🌧 25 °C
Die Nacht war ruhig und wir konnten gut schlafen.
Entsprechend munter gehen wir in den Tag, frühstücken in einem kleinen Strassencafe und leihen uns zwei Motorroller.
Zum einen interessiert uns das ländliche Leben der Thais, weitab vom touristischen Trubel an den Küsten, zum anderen wollen wir noch ein wenig Fahrpraxis sammeln bevor wir in der kommenden Woche den "Mae-Hong-Song-Loop" angehen, eine 600 km lange Motorradstrecke im Grenzgebiet zwischen Myanmar und Thailand.
Wir fahren ins Blaue und verlassen recht bald die wuselige Stadt, über kleine Nebenstraßen geht es raus aufs Land.
Nach einigen Kilometern geraten wir in eine Polizeikontrolle.
"Führerschein und Papiere, tragen sie einen Helm?“ so die Frage eines Beamten.
Bis auf die Helme und unsere Pässe haben wir natürlich nichts dabei.
Man kann ja schließlich nicht alles mit sich rumschleppen!
Wir werden zur Kasse gebeten und zahlen umgerechnet 13,-€ Strafe, bekommen eine Quittung und die Anmerkung, diese in den kommenden 7 Tagen bei uns zu tragen falls wir erneut kontrolliert werden.
Quasi ein Freifahrtsschein für eine Woche.
Andere Länder, andere Sitten!
Unsere Fahrt geht weiter, wir folgen dem 'Nan River' direkt auf der Uferstraße.
Die Anwohner betreiben kleine Gärten und backen in alten Lehmöfen Brot.
In regelmäßigen Abständen tauchen buddhistische Tempelanlagen auf, meist prunkvoll, golden und mit vielen Verzierungen.
Aber es gibt auch Ausnahmen, weiss getüncht und imposant, wie die Stormtroopers bei Star Wars!
Wir machen eine kurze Pause auf einer Sandbank direkt am Fluss. Am Himmel baut sich mal wieder ein Gewitter auf.
Wir sind halt noch in der Regenzeit!
Dafür ist alles grün und die Wasserfälle sprudeln. In der Trockenzeit sieht man oftmals nur ein Rinnsal und vertrocknete Vegetation!
Wir kommen trockenen Fußes in unsere Unterkunft.
Kurz nach unserer Ankunft fragt uns Sunny, unsere Vermieterin , ob wir heute Abend mit ihr und ihrem Freund June 'Hot-Pot' essen wollen. Wir stimmen zu und schon schwingen sich Sunny und Nadine auf den Roller und kaufen für unser Abendessen ein. Grad noch rechtzeitig kommen beide zurück, kurz darauf regnet es kleine Hunde und Blitze erhellen unser Festessen.
Pappsatt schlafen wir ein.Meer informatie
Phitsanulok
14 oktober 2025, Thailand ⋅ 🌧 27 °C
8:40 Uhr, wir besteigen den Zug nach Phitsanulok, einer Universitätsstadt in Zentralthailand mit rund 70000 Einwohnern.
Wir hauen uns auf die Bänke der Bretterklasse und langsam setzt sich der alte Dieselzug aus japanischer Produktion in Bewegung.
Viele Reisende nutzen die kostengünstige Möglichkeit um von Bangkok im Süden nach Chiang Mai im Norden zu fahren.
Bis auf wenige Plätze ist das Abteil ausgebucht, der Schaffner hat alle Hände voll zu tun um die Fahrkarten jedes einzelnen Reisenden abzuknipsen. Zusätzlich betreten laufend Händler den Waggon und preisen lautstark ihre Waren an.
Getränke, Speisen und selbstgemachter Tigerbalm wechseln den Besitzer, während die Ventilatoren bei zunehmender Hitze auf Hochtouren laufen.
'Rums' macht es und unsere Bank ist zusammen gebrochen!!
Zum Glück finden wir direkt Ersatz und machen es uns so gut wie möglich bequem.
Nach 5 Stunden erreichen wir endlich Phitsanulok, die Sonne brennt stichig heiß vom Himmel und kündigt ein nahendes Gewitter an.
Kurz nachdem wir unser gemütliches Homestay am
Nan River erreichen, öffnet der Himmel auch schon seine Schleusen.
Unser Abendessen lassen wir uns von einem Lieferservice bringen und gehen bald darauf ins Bett.Meer informatie
Ayutthaya Tag 2.1
14 oktober 2025, Thailand ⋅ 🌧 26 °C
Die Schatzkammer des 'Chao Sam Prayha Nationalmuseums'!
Ayutthaya Tag 2
14 oktober 2025, Thailand ⋅ ☁️ 25 °C
Es ist 5:30 Uhr, wir schnappen uns die Fotoausrüstung und stehen kurz darauf im Historical Park von Ayutthaya.
Kaum ein Geräusch durchbricht die Stille des Morgens und als die Sonne aufgeht schießen wir ein paar tolle Aufnahmen der Tempelanlagen.
Wir kehren mit einem Kaffee zurück zum Quartier und hauen uns nochmal aufs Ohr.
2 Stunden später sind die Räder gesattelt und schon bald erkunden wir die erste Tempelanlage.
Den Wat Mahathat. Berühmt für seinen, im Wurzelwerk eines Feigenbaums eingewachsenen, Buddhakopfs. Vermutlich wurde er auf Grund seines Gewichts von Plünderern zurückgelassen.
Eines der meist fotografierten Objekte Thailands!
Wir radeln weiter und erkunden so die weitläufige Parkanlage mit seinen historischen Anlagen.
Über schmale Wege, rund um kleine Seen mit riesigen Teichrosen und alten Bäumen führt uns der Weg.
Immer wieder tauchen verfallene Pagoden und Tempel aus den verschiedensten Epochen auf.
Langsam erreicht die Sonne den Zenit und wir beschließen die heißeste Zeit des Tages in der Kühle des 'Chaos Sam Phraya Nationalmuseums' zu verbringen.
Das Innere gleicht einer riesigen Schatzkammer!
Hunderte Artefakte und Reliquien aus purem Gold oder Silber, mit Juwelen und Edelsteinen besetzt werden hier ausgestellt.
Alles sind Funde, welche man bei der Restaurierung der historischen Tempelanlagen von Ayutthaya gemacht hat und zeugen von großer Handwerkskunst und regem Handel mit weitentfernten Königshäusern in ganz Asien.
Wir sind begeistert!
Nachmittags geht unsere Fahrradtour weiter und nachdem wir auch den allerletzten Tempel erreicht haben, machen wir uns auf den Rückweg.
Die Knochen werden müde und der Hintern schmerzt.
So erreichen wir unsere Unterkunft und freuen uns auf eine heiße Dusche.
Den Abend verbringen wir ein weiteres Mal auf dem Nachtmarkt um die Ecke, essen thailändischen "Hot Pot" und lassen den Tag Revue passieren.Meer informatie
Ayutthaya Tag 1
11 oktober 2025, Thailand ⋅ ☁️ 30 °C
Wir lassen den Tag relaxed angehen. Während Timo Reiseblog schreibt, dreht sich Nadine nochmal um und nickert noch ein bisschen.
Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg, frühstücken in einem kleinen Strassencafe und organisieren Fahrräder.
Die beiden Drahtesel haben definitiv ihre besten Jahre hinter sich!
Aber wir machen das Beste draus.
So gurken wir los, spüren bei jeder Umdrehung der Pedalen unsere Knie unter dem Kinn, geradewegs in den 'Historical Park' von Ayutthaya.
Nur 80 Kilometer nördlich der heutigen thailändischen Hauptstadt Bangkok symbolisiert die alte Königsstadt Ayutthaya noch immer die bedeutendste Epoche der thailändischen Geschichte:
Prachtvolle Ruinen von Tempeln, Palästen und Festungsanlagen in der ganzen Provinz legen beredtes Zeugnis ab vom verblichenen Glanz der ehemaligen Ayutthaya Periode. Über 400 Jahre lang herrschten hier insgesamt 33 Könige aus fünf verschiedenen Dynastien. Dass die Stadt bei den vielen kriegerischen Auseinandersetzungen in der damaligen Zeit uneingenommen blieb, ist vor allem auf ihre einzigartige und gut gewählte Lage zurückzuführen. Die Stadt selbst bildet fast eine Insel, da sie an allen Seiten von Wasser umgeben ist:
Vom Chao Phraya im Westen und Süden, im Osten vom Pa Sak und im Norden von einem kleinen Gewässer, wo einmal der Lop Buri Fluss strömte, bevor er seinen Lauf änderte. Die Stadt war nicht nur an allen Seiten von Gewässern geschützt, sondern auch von 20 Meter hohen und fünf Meter dicken Stadtmauern. Darüber hinaus wurde das tiefgelegene Land in diesem Flussgebiet regelmäßig überflutet, sodass einerseits eine lang dauernde Belagerung unmöglich und andererseits das Land besonders fruchtbar für den Reiseanbau war.
Bereits im Jahre 1350 machte König U-Thong die Stadt Ayutthaya zur Hauptstadt seines Königreiches. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich Ayutthaya mit drei prächtigen Palästen und über 400 Tempeln zu einer beeindruckenden Stadt, die nicht nur asienweit Ruhm erlangte: Diplomatische Beziehungen mit Louis XIV und der regelmäßige Besuch von Händlern aus China, Japan, Portugal, den Niederlanden und dem persischen Reich belegen dies. Zur Blütezeit reichten die Grenzen des siamesischen Königreichs weit über die Grenzen des heutigen Thailands hinaus; Teile von Myanmar, Laos, Kambodscha, China,Vietnam und Malaysia fielen unter den Herrschaftsbereich des Königreichs von Ayutthaya. Den vielen Eroberungsversuchen trotzte Ayutthaya über 400 Jahre lang erfolgreich, bis die Stadt schließlich nach einer 15-monatigen Belagerung 1767 von den Burmesen eingenommen und vollkommen zerstört wurde.
Wir durchqueren die historischen Stätten und verschaffen uns erstmal einen Überblick. Morgen werden wir tiefer einsteigen.
Am Chao Phraya machen wir eine Rast und schießen ein paar Bilder.
Regen setzt ein und entwickelt sich schnell zu einem heftigen Schauer.
Wir suchen Schutz in einem kleinen Laden am Straßenrand.
Obwohl es noch immer nieselt, brechen wir auf und kehren zurück zum Quartier.
Nach einem leckeren Abendessen gehen wir schlafen. Den kommenden Tag wollen wir früh beginnen!Meer informatie
Ayutthaya
10 oktober 2025, Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Aufstehen um 5 Uhr, Abholung um 6 Uhr. So war der Plan!
Wir stehen also rechtzeitig an der Straße und warten auf den Minibus, welcher uns zum Flughafen Krabi fahren soll.
Doch es kommt keiner.
Nach der Erfahrung von Kuala Lumpur sind wir ein wenig angespannt.
Wir rufen die Hotline von 12GoAsia an über die wir den Transport gebucht haben.
Man will sich mit dem Fahrer in Verbindung setzen, so die Antwort!
Nach 30 Minuten hält ein schicker, cremefarbener Bus neben uns.
Wir werden die einzigen Fahrgäste sein und "standesgemäß" zum Flughafen chauviert.
Wäre es nicht 7 Uhr morgens, wir hätten uns vielleicht an der Minibar bedient.
Der Check - In verläuft problemlos, auf dem Weg zum Gate werden allerdings unsere Namen ausgerufen....
Man hat in unserem aufgegebenen Gepäck ein Feuerzeug lokalisiert.
Da es der Gepäckabfertigung untersagt ist Rucksäcke und dergleichen zu öffnen, wurde Nadine in einen Raum geführt und musste es selbst rausholen und entsorgen - bei Ankunft in Bangkok stellten wir fest, dass Timo sein Multitool im Handgepäck transportiert hat - !???
Die thailändische Hauptstadt empfängt uns wie immer schwül heiß.
Wir schnappen unsere Backpacks und ziehen weiter zur Trainstation, welche sich auf dem selben Areal befindet.
Tickets hatten wir zuvor im Internet gebucht und so sitzen wir schon bald im Zug nach Ayutthaya.
Wir fahren 3. Klasse und genießen das einfache Reisen!
Unsere Unterkunft in der alten Königsstadt liegt günstig am historischen Zentrum.
Nach einer heißen Dusche schlendern wir zum nahen Nachtmarkt und essen leckeres Streetfood.
Morgen wollen wir Fahrräder mieten und uns die UNESCO-Weltkulturstätte Ayutthaya genauer anschauen.Meer informatie






















































































































































































































































































































































































































































































