• Susann und Reto on Tour
  • Susann und Reto on Tour

Marokko mit dem WoMo 2019

Auf geht's ! Im Januar 2019 starteten wir mit unserem WoMo für 4 Monate nach Marokko.
Via Gotthard nach Genua und dann mit der Fähre nach Tanger.
Was dann kommt, werden wir sehen.
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  • Sidi Ifni 3

    10 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 24 °C

    heute Morgen war kein Nebel hier. Es begrüsste uns ein herrlicher Morgen mit Sonnenschein und warmen 18 Grad.
    Bevor wir die genaue Weiterreise besprechen wollten, mussten wir wissen, ob man hier einkaufen und unsere Vorräte auffüllen kann. So fuhren wir mit dem WoMo in die Stadt und parkten in der Nähe des Marktes - am Schatten!
    Sofort fanden wir den "Supermarkt", ein scheinbar kleiner Laden, aber nur scheinbar. Er war recht schmal, aber sehr weit in die Tiefe gebaut. Wir kauften alles ausser Gemüse, Brot und Fleisch hier ein. Nebenan war eine sehr schöne Bäckerei, wo wir etwas Süsses und Brot einkauften.
    Unser nächstes Ziel war der Sonntagsmarkt. Ein riesiger Markt, den man unbedingt besuchen muss. Einerseits, weil es praktisch keine Touristen gibt, andererseits, weil alle Marktstände draussen auf dem Platz stehen und mit Planen vor der Sonne geschützt sind. Ein solch buntes und freundliches Treiben haben wir bis jetzt noch nirgends gesehen. Wir kauften Tomaten, Kartoffeln, Erdbeeren und weitere feine Sachen von den emsigen Händlern ein - man könnte den ganzen Tag hier bleiben und den Markt beobachten.
    Ich finde, das richtige Marokko beginnt erst hier in Sidi Ifni.
    Nun, da wir eingekauft hatten, werden wir morgen unsere Reise in den Antiatlas starten. Für heute fahren wir nach Legzira an den Strand und wollen die vom Meer bearbeiteten Felsen sehen. Am engen Parkplatz wurden wir nett eingewiesen, wir waren das einzige WoMo, ein zweites hätte auch keinen Platz gehabt ;-)
    Noch bevor wir ausstiegen stärkten wir uns mit den herrlichen Erdbeeren vom Markt mit Joghurt.
    An den Felsen sind ein paar Häuser angeklebt, hübsche Restaurants und ein paar Surfschulen. Wir marschierten fast 10 Kilometer über Sand und die Felsbrocken und gingen durch den riesigen Bogen aus brüchigem Fels, in seinem Schatten war es recht frisch. Den anderen, fragileren Bogen, konnten wir leider nicht sehen, da die Flut schon zu stark einsetzte. Nach einem "Whisky berbèr" in einem der kleinen Restaurants machten wir uns auf den Rückweg, wir wollten heute früher aufbrechen, um den Sonnenuntergang - heute ohne Dunst - zu sehen. Ohne Dunst konnten wir einen besonders schönen Sonnenuntergang sehen, die Sonne verformte sich am Schluss zu merkwürdigen Formen, welche wir noch nie zuvor gesehen hatten. Kaum auf dem Rückweg sprach uns eine junge Frau, welche Schafe dirigierte mit "hello, how are you ?". Wir staunten nicht schlecht, sie sprach ganz gut englisch! Sie studiert in Agadir englisch und freute sich, ihre Fremdsprache mit uns zu üben - einfach wunderbar, wie die Menschen hier so offen und kontaktfreudig sind (ich weiss, ich wiederhole mich).
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  • nach Tafraoute تافراوت ⵜⴰⴼⵔⴰⵡⵜ

    11 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir haben ja gestern schon eingekauft und müssen nur noch das mit den verschiedenen Wassern erledigen und den Platz (210 DHM) bezahlen. Der Helfer auf dem Platz erklärte mir, dass man nur das Wasser ganz beim Eingang trinken kann, es wurde dafür aufbereitet, die Leitung habe deshalb nur wenig Druck. Das Brauchwasse rfür Duschen und Abwasch auf dem Platz muss mit einer Pumpe aus dem Reservoir gehoben werden. Geregnet habe es leider nur im Oktober ein wenig, der Rest kommt aus einem Stausee, oben in den Bergen.
    Wir starten als gen Nordosten, mit Susann am Steuer. Zuerst auf der neuen Strasse durch Sidi Ifni, von den Einheimischen nur Ifni genannt, und steuern dann weg, auf der N12 nach Guelmim. Die Stadt ist als Militärstadt beschrieben, hat aber dennoch seinen Reitz, es wurde viel, aus unserer Sicht, schönes Gebaut und sie macht einen gepflegten Eindruck. Dann auf der N1 bis Bou-Izakarn. Über diese Strecken gibt es nichts zu erzählen, die wahre Schönheit der Landschaft kommt erst später zur Geltung.
    Auf der schmalen, kurvigen Nebenstrasse, der P1915 fuhren wir durch viele kleine, aber sehr schöne und saubere Dörfer. Viele davon waren richtige Oasen. In der Steinwüste tauchten plötzlich Palmen und grüne Wiesen auf. Den schönen Häusern und den fehlenden Bauruinen nach zu urteilen, ist dies eine reiche Gegend. Etliche private Paläste wurden von Bewohnern gebaut, welche reich wurden und sich so in ihrem Dorf niederliessen.
    In Ifrane de Anti-atlas schalteten wir einen Halt ein, hier könnte man beim Bürgermeister mit dem WoMo einige Tage bleiben. Wir parkten auf einem schattigen Platz und erkundeten das Dorf zu Fuss. Zuerst viel uns die Ruinen zur Linken auf. Es handelte sich um eine Garnisonsstadt aus früheren Zeiten, ziemlich zerfallen, aber sauber. Dann bummelten wir durch den Ort, erstaunlicherweise war es sehr ruhig, kein Wunder, am Montag sind alle Geschäfte geschlossen - so ein Pech auch. Also überquerten wir das trockene Flussbett und stiegen am anderen Ufer zum Weg hinauf - und was entdeckten wir hier ? Einen Wasserkanal, ähnlich den Walliser Suonen. Zwei Schülerinnen kamen uns gerade entgegen, kicherten und begrüssten uns mit einem "bong schuur" - hier, bei der Berbern, ist französisch eher unbekannt ;-)
    Wir gelangten schliesslich auf einem schmalen Pfad mitten in eine richtige Oase, mit riesigen Dattelpalmen, kleinen bewässerten Gärten und überall Bewässerungskanälen. Richtig schön !!!!!!
    Zurück gelangten wir über die alte, eher zerbrechlich scheinende Brücke in das Dorf. Im Bachbett fliesst wirklich ein wenig Wasser, genug, um darin Fische zu sehen!
    Wir nahmen wieder die Strasse unter die Räder, jetzt wurde die Strasse schmaler und die Schlaglöcher erforderten erhöhte Aufmerksamkeit. Wir sind ja mittlerweile geübte Marokko-Fahrer und können auch auf engen Strassen Lastwagen kreuzen.
    Die Gegend wurde immer einsamer, wir sahen auch keine Schafe oder Ziegen mehr - nur Steine und ab und zu ein paar Büsche.
    Dennoch wurden an allen Hängen tausende von Terrassen aufgebaut, um bepflanzt zu werden.
    Nach einigen Auf und Ab auf der schmalen, aber knapp asphaltierten Strasse gelangten wir auf die gut ausgebaute R104, welche von Tiznit her führte.
    Endlich in Tafraoute angekommen, schauten wir uns die Campingplätze an - freies Übernachten ist ja, wie gesagt, verboten. Wir wählten den "3 Palmier" aus, aber nicht auf dem Platz, sondern nebenan. Hier kann man sich irgendwo zwischen den grossen Steinen aufstellen und bezahlt dem Wächter die 15 dh fürs aufpassen. Kaum angekommen, fragte uns eine Frau, ob wir bei ihr ein Abendessen bestellen, oder die Wäsche waschen lassen wollen. Das Angebot der Wäsche nahmen wir gerne an.
    Nach dem Sonnenuntergang hinter dem Berg, wurden die Berge der gegenüber liegenden Seite bald in einem romantisches Rot angestrahlt.
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  • Tafraoute 1

    12 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir stehen fast alleine hier in Tafraoute, auf 1000 Meter Höhe und es wurde in der Nacht recht kalt, nur noch 8 Grad war es am Morgen um halb neun. Dann stieg die Sonne über die Berge und es wurde sofort gefühlt 20 Grad warm, so konnten wir (bei 8 Grad) bereist draussen Frühstücken.
    Die nette Dame von gestern holte die Wäsche ab und wir bummelten in die Stadt zum Markt. Der ist absolut sehenswert. Hier gibt es alles, was man für den täglichen Bedarf braucht. Sei es ein Elektromotor, ein Handy-Ladekabel, eine Teekanne, oder rostige Nägel. Natürlich kann man auch allerlei Gemüse und Obst einkaufen. Ohne belästigt zu werden findet man sich unter den Einheimischen und jeder hat Zeit für einen Schwatz, auch wenn nur wenige Leute französisch sprechen. Ein "bon jour", ein Händedruck und ein "ça va?" reicht völlig aus, der Rest geht halt mit den Händen und viel Lachen! Übrigens stimmt es nicht, dass man Frauen nicht ansprechen soll. Alle haben immer freundlich gegrüsst und sich nach unserem Wohlbefinden erkundet.
    Wenn wir wieder einmal hinfahren, werden wir alle ausgedienten Werkzeuge und Geräte mitbringen, hier ist nichts kaputt genug, um es nicht wieder verwenden zu können. Bei einem Bummel durch die Stadt hat sich Susann eine Brax-Jeans (für 170 DH) gekauft und wir haben, in einem kleinen Restaurant mit zwei Tischen, einen mega-leckeren "special jus maison" getrunken. Auf dem Rückweg haben wir am Markt eingekauft. Tomaten, Zwiebeln, Erdbeeren und einen grossen Chabis, alles zusammen für 17 DH, jedes Produkt kostet 5 DH/kg, sehr einfach zum rechnen.
    Unser Kühlschrank hatte unglücklicherweise das Gefühl, er habe jetzt auch Ferien, was bei diesen Temperaturen keine gute Idee war. Nachdem ich keinen Fehler in der Gasversorgung gefunden hatte, habe ich das ganze 12V Netz aus- und wieder eingeschaltet - und siehe da, der Kühlschrank war wieder voll motiviert.
    Die hiesige Dame brachte uns die Wäsche zusammengelegt zurück und ein Händler nach dem anderen erschien um Bestellungen für Brot aufzunehmen, oder etwas zu verkaufen, zum Beispiel Himbeeren oder Champignons. Alles wird im Kopf behalten, die meisten hatten nie die Gelegenheit lesen und schreiben zu lernen. Das sieht heute zum Glück ganz anders aus. Man kann an der Schule neben arabisch, französisch und englisch auch berberisch lernen.
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  • Tafraoute 2

    13 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 18 °C

    Der heutige Tag scheint so zu werden, wie der gestrige. In der Frühe 8°C, dann sofort sonnig, warm und dann heiss. Auch wenn es "nur" 23°C warm war, erschien es bei der grellen Sonne mindestens 30°C zu sein.
    Wir starteten also mit gepacktem Rucksack in Richtung Berg. Die riesigen Steinbollen weckten unsere Neugier. Zuerst marschierten wir durch die Steinwüste und standen immer wieder vor Palmen, die, wie aus dem Nichts hier wachsen. Nach einem feinen Fruchtsalat - der Muezzin rief gerade zum Gebet - begann der Aufstieg. Wir kamen in steilen Gelände sehr gut voran, auf dem griffigen Gestein klebten die Schuhe richtig fest. Weil es keine Wege gab, mussten wir ein paar mal, wie Entdecker, einen finden. Schliesslich erreichten wir die Anhöhe und freuten uns über das prächtige Panorama, das uns nun anbot - einfach herrlich!
    Die vielen riesigen Steinformationen regten die Fantasie an und wir sahen da und dort Tierköpfe oder Fabelwesen.
    Wieder zurück und voller Eindrücke kamen wir zum Schluss, dass man an diesem Ort durchaus eine Weile bleiben kann, es ist ruhig und es hat sehr viel .... Zeit!
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  • Tafraoute 3, Wanderung nach Tirgut

    14 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute Morgen haben wir Brot vom fahrenden Händler gekauft, Baguettes und Fladenbrote.
    Bevor wir uns wieder auf eine Wanderung machten, fraget ich unseren Nachbarn, ob er den Wasserfahren unseren Wassertank auffüllen kann.
    Ebenfalls war noch Zeit, damit mir Susann die Haare schneiden kann.
    Nun aber los, wir durchquerten den Stellplatz in Richtung Norden, dann durch ein Stück Steinwüste, bevor wir die ersten Zelte der Berber sahen. Neben einem Zelt entdeckten wir eine Umzäunung - was da wohl dahinter sein könnte. Wir lugten natürlich über den Zaun und sahen viele junge, meist schwarze Schafe, mit weissen Hängeohren. Sie tollten herum, wie in einem richtigen Kindergarten.
    Der Anstieg begann, auf einem schmalen Weg kamen wir an unzähligen kleinen, grossen und sehr grossen Felsbrocken vorbei - und wir schossen ebenso viele Fotos.
    Der Weg war meist gut erkennbar, man kann ja nichts falsch machen, man muss nur die Richtung kennen, dann geht's irgendwie durch die Steine und Felsen. Der Abstieg war jedoch von Menschen bearbeitet, genau so gut wie ein Bergwanderweg in den Alpen.
    Im Tal erlebten wir dann eine Überraschung. Im sehr trockenen, flachen Gelände standen ab und zu ein paar verlassene Arganien Bäume oder Palmen. Doch da war auch ein seltsames Geräusch, fast wie das Rauschen von Wasser - das konnte es natürlich nicht sein - oder doch ?
    Da war wirklich ein staubtrockenes Flussbett und darin ein Rinnsal von fliessendem Wasser. Wir liessen es uns nicht nehmen, die Füsse darin zu baden - hier gibt es keine Krokodile :-)
    An den Ufern hingen Äste und Zweige auf etwa 5 Metern Höhe, wir schliessen darauf, dass es hier manchmal extreme Hochwasser gab.
    Unsere Wanderung führte uns quer durch die Einsamkeit zum Dorf Tirgut, im Amelntal, wo wir Jungs der Koranschule trafen, welche uns, wir üblich, freundlich begrüssten und uns den Weg wiesen.
    Auf dem Rückweg kehrten wir in der Auberge Kasbah chez Amalya ein, eine vornehme Herberge mit Swimmingpool. Da wären wir gerne hinein gestiegen, wäre das Wasser nicht so kalt gewesen - im Sommer wird es bestimmt angenehmer sein.
    Wir sassen, wie die Fürsten, neben dem Pool, auf Kissen in einem aufgestellten Berberzelt!
    Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den berühmten "Tête de lion", eine Felsformation, die einem Löwen mit Mähne gleicht.
    Wieder in Tafraute fanden wir einen Laden, der Glacé verkauft, natürlich mussten wir eine haben, sowas wie Magnum.
    Wieder beim Auto, erschien auf einmal eine verschleierte Frau mit ihrem Jungen, beider Augen leuchteten, als sie von uns ein Schoggistängeli erhielten. Wir konnten uns mit ihnen nicht verständigen, aber wir sahen es als Dankesgeste, als sie den Schleier lichtete und wir ihr junges, schönes Gesicht sehen durften.
    Wir schlossen den eindrucksvollen Tag mit den letzten Sonnenstrahlen ab.
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  • Tafraoute 4

    15 Februari 2019, Maroko ⋅ ☁️ 15 °C

    In der Nacht blies ein starker, böiger Wind, vielleicht deshalb war es am Morgen bereits 10 Grad warm und nach wenigen Minuten wärmte die intensive Sonne die Umgebung auf angenehme Temperaturen auf.
    Während ich die WC Kassette leerte, eroberte Susann einen antiken Teekessel, den wir gestern auf der Wanderung sahen.
    Nach überprüfen der Solaranlage und Fenster reinigen, marschierten wir erneut in die Stadt, um ein Restaurant fürs Abendessen zu suchen. Zuerst versuchten wir es bei einem empfohlenen Privatrestaurant, welches wir aber nicht fanden, dann haben wir uns für das "St. Antoinne" entschieden. Hier bestallt man im Voraus, was man wann essen und trinken möchte, dann ist alles bereit, wenn man ankommt.
    Bis dahin schlenderten wir weiter in der Stadt herum und begegneten Ali, er sprach französisch und sehr gut englisch. Seine Frau Nadine und er betreiben ein kleines Restaurant - er würde es uns gerne zeigen - und so folgten wir ihm. Er schob sein Velo und wir landeten in einem zügigen Tempo neben dem Internat in eine Seitenstrasse, wo wir ein Schild "chez Nadia" sahen.
    Das kleine Restaurant ist echt eine Perle, sehr sauber und schön dekoriert. Man sitzt entweder draussen auf der Terrasse, oder unten in einem offenen Raum - dazu muss natürlich die Temperatur stimmen. Wir sassen auf der Terrasse und durften, auf Kosten des Hauses, einen Tee trinken. Wir denken, dass wir hier einmal essen werden.
    Der Wind zog erneut an und wir zogen uns warm an um essen zu gehen.
    Das "Couscous Royale" war etwas neues für uns, eine Riesenportion Couscous, mit Gemüsen, Poulet- und Rindfleisch, dazu eine Gemüsesauce.

    Übrigens sind wir jetzt genau eine Monat unterwegs.
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  • Tafraoute 5, zum Flussbett

    16 Februari 2019, Maroko ⋅ 🌧 12 °C

    Heute war ein besonderer Tag, die Sonne weckte uns nicht mit ihren Strahlen!
    Leider war es ganz bedeckt und sehr windig, dafür bereits 12 Grad warm. Dennoch frühstückten wir im WoMo.
    In einer zweiten Beziehung war der Tag ebenfalls etwas Besonderes, wir kauften Bananen und Mandarinen und dann, und dann ?? Dann fanden wir einen Damen Coiffeur und Susann liess sich die Haare schneiden - und, welche Überraschung, der Coiffeur verstand sein Handwerk! Für 100dm bekam sie einen schönen Haarschnitt und gewaschene Haare.
    Voll motiviert starteten wir wieder zu einer Wanderung, nur herumsitzen ist nichts für uns .Wir machten uns auf, um den südlichen Teil der Umgebung zu erkunden.
    Wir überquerten die Strasse und das Flussbett und landeten sofort in dünn besiedeltem Gebiet. Die kleinen Siedlungen waren durchwegs sauber und die Häuser haben uns sehr gut gefallen. Dann war Ende der Zivilisation, wir gelangten in ein felsiges Gebiet mit vielen kleinen Oasen, in denen manchmal sogar ein Ziehbrunnen und Wasser vorhanden war - genau so wie in "100 und einer Nacht". Allerdings begegneten wir Ali Baba nicht (übrigens nennt man hier alle bärtigen Männer ironisch "Ali Baba", also auch mich :-) ).
    Wir stiegen die Hügel hinauf und hinunter und bestaunten die riesigen, meist abgerundeten Felsen, welche manchmal gut 10 Meter hoch waren.
    Da, plötzlich fielen einige Tropfen vom Himmel, es regnete tatsächlich ganz leicht.
    Auf einem Hügel fanden wir einen Wasserspeicher, durch seine Farbe war er kaum von den Felsen zu unterscheiden. Unten im Dorf Adaï bummelten wir durch die engen Gassen und gelangten an ein ummauertes Feld mit aufrecht stehenden Steinen darin. Zum Glück kam gerade ein Mann vorbei, den ich fragte, was dies sei. Er erklärte uns, dass dies der alte Friedhof sei. Jeder Stein stehe für einen Verstorbenen. Weshalb denn keine Namen auf den Steinen stehe, fragte ich ihn. Das sei nicht nötig, bei den Steinen seien kleine Beigaben, an denen die Angehörigen ihre Verblichenen erkennen.
    Wir wanderten zwar nur etwa 10 Kilometer weit, aber es war doch etwas anstrengend und wir genossen jetzt, da die Sonne etwas hervorkam - man hat uns zwei Sonnenstunden versprochen - die verdiente Ruhe.
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  • Tafraoute 6, Amelntal

    17 Februari 2019, Maroko ⋅ ☁️ 19 °C

    heute unternahmen wie wiederum eine Wanderung durch die Felsen. Wieder ins Amelntal, aber mehr nach Westen, wir erhofften auf Mandelbaumhaine tu treffen. Gleich vorweg, wir fanden keine, aber die Wanderung bot andere Höhepunkte.
    Der, diesmal mit weissen Punkten markierte Weg, glich einem gut unterhaltenen, alpinen Bergweg - einfach ohne Bäume und natürlich ohne Schnee. Wiederum standen, völlig unmotiviert, riesige Felsbollen herum, die es ab und zu grossräumig zu umgehen galt. Ebenfalls trafen wir auf kleine Oasen, welche aber hier richtig gepflegt wurden, mit niedrigen Mauern und Wasserstellen. Nach unserem Luxusmittagessen (Brot, Äpfel, Birnen und Caprice des dieux) sahen wir eine ganze Horde von etwa 20 Wildschweine am anderen Hügel - es gibt sie wirklich!
    Unten im Dorf gesellten sich ein paar Jungs zu uns und fuhren mit ihren Fahrrädern um uns herum, dann zeigten sie uns den Weg nach "Irgendwo" und wollten sogar geld dafür - Pech für sie.
    An der Hauptstrasse dachten wir, ein Kaffee, oder Tee wäre jetzt etwas feines. Wir stiessen tatsächlich auf eins.
    Auf der anderen Strassenseite stiegen wir in den Rohbau eines Hauses ein, ein Arbeiter erlaubte uns, das Haus zu besichtigen - da wird etwas schönes gebaut, mir grosser Terrasse.
    Im Restaurant sprach der junge Besitzer fliessend französisch, englisch - und Deutsch. Der Kerl hatte Wirtschaft in Frankreich studiert und dann viele Städte in Europa, um diesen Markt kennen zu lernen. Nun wir er diese Erkenntnisse hier umsetzen. Er hat sein neues Restaurant sehr schön und sauber eingerichtet.
    Nach einem wunderbaren Apfel-Milch Jus fuhren wir die letzten Kilometer mit dem Taxi (für 10 dh) zurück nach Tafraoute.
    Hier konnten wir wider unsere Wäsche aufgeben und uns etwas Ruhe Gönnen.
    Gegen Abend erwarteten wir unsere Kölner Freunde, wir passten sie an der Strasse ab und lotsten sie in den Stellplatz hinein. Am Abend sassen wir natürlich lange zusammen und hatten uns gegenseitig viel zu erzählen.
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  • Tafraoute 7, Pause

    18–20 Feb 2019, Maroko ⋅ ☁️ 17 °C

    wir genossen einfach die beiden Tage, das Wetter war nicht besonders gut. Wir bummelten in die Stadt, mal hier, mal da und zeigten unseren Freunden, wie ein Schweizer Fondue wirklich schmeckt. Wir alle haben es sehr genossen.
    Es war beide Tage nicht sonnig und kühl, am Dienstag Morgen lag sogar Schnee auf den Bergen.
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  • Tafraoute 8, einkaufen

    20 Februari 2019, Maroko ⋅ ☁️ 18 °C

    während Jutta und Uli mit dem Fahrrad in die Stadt fuhren, marschierten wir wieder par pedes zum Markt. Heute war der Ort wieder voller Menschen, nachdem er noch gestern fast wie ausgestorben war. Natürlich beobachteten wir wieder die vielen Händler und das Geschehen. Darunter trafen wir einen Schamanen, der aus Knochen, Kräutern und Schildkrötenpanzern - und aus allerhand anderen Zutaten - Pülverchen und Mittelchen gegen und für jegliche Anliegen herstellte. Auch Schafe und Ziegen wurden diese Woche feil geboten.
    Wir hatten noch Kleinigkeiten einzukaufen, unter Anderem Schuhe für mich und genossen wieder einen exzellenten Orangenjus - und prompt fuhren unsere Freunde vor das Lokal. wir tranken und assen eine Kleinigkeit und machten uns auf den Rückweg.
    Doch uns packte bald wieder die Entdeckungslust und wir brachen zum neuen Hotel und einer neuen Gegend auf. Hinauf zum Hotel und dann wieder hinunter, dar Strasse in ein neues Viertel entlang, wo wir wiederum Neues entdeckten.
    Am Abend durften wir bei den Kölnern zu Abend essen.
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  • mit Ebrahim zu den "blauen Felsen"

    21 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 18 °C

    heute steht uns ein Abendteuer bevor!
    Bei einem lokalen Reiseunternehmer - der noch viele andere Jobs innehat - haben wir eine Reise mit dem 4x4 Fahrzeug durch die Schluchten gebucht.
    Der Fahrer, Ebrahim, holte uns um 9:30 ab und wir starteten zu den bemalten Felsen. Hier im "Hippie - Gebiet" besichtigten wir zu Fuss die Gegend und hatten schon etwas Mühe damit, dass man diese grossen Felsen bunt - vorwiegend hellblau - von einem Belgier bemalt hatte. Offensichtlich ist dies auch im Interesse der Regierung, denn schon zwei mal wurden die Felsen nachgemalt.
    Die Fahrt durch die Schluchten, vorbei an den Felsen, durch die kleinen Dörfer und Oasen war ein tolles Erlebnis. Das Beste aber war das Mittagessen bei der Berberfamilie von Rashid. Seine Frau bereitete und ein wunderbares Menü zu.
    Zuerst durften wir in ihr Gästezimmer, Rashid reichte jeden die Schüssel und warmes Wasser, um die Hände zu waschen und ermahnte uns, dass wir uns wie zu Hause fühlen sollten. Wir schwatzten ein Weilchen, er sprach perfekt französisch, bevor uns ein berberischer Salat (Tomatensalat) und dann eine herrliche Poulet-Tajine serviert wurde. Nach dem fantastischen Essen begaben wir uns alle - wir durften die Schuhe wieder anziehen - auf die Dachterrasse um gemeinsam Tee zu trinken, auch sein Sohn und seine Frau gesellten sich zu uns.
    Zurück fuhren wir durch die engen Strassen der zweiten Schlucht.
    Voll von diesen Eindrücken, liessen wir den Abend ruhig ausklingen.
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  • über die Berge, weiter nach Tata

    22 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 15 °C

    wir packten nach einer sehr schönen Zeit in Tafraoute unsere Sachen und verabschiedeten uns von Jutta und Uli - unsere Wege werden sich für eine gewisse Zeit trennen.
    Sie werden nach Agadir fahren, um Ferien der Familie ihrer Tochter zu verbringen und wir starten nach Tata, um nach Westen zu kurven.
    Kurven ist der richtige Ausdruck, auf unendlich vielen Kurven und sehr gemütlich reisen wir duchr Gegenden, welche nicht zu beschreiben sind. Steinwüsten, Berge und Felsen in allen Farben und Formen. Grössere und kleinere Dörfer, welche wie aus dem Nichts, an der Berg geklebt erscheinen. Die Eindrücke können nur annähernd durch Bilder gezeigt werden.
    Schliesslich kommen nach ca. 150km und 5 Stunden Fahrt in Tata an, zuletzt auf der sehr guten Strasse 109 durch fruchtbare Oasen und breite, leider trocken Flussbette.
    Weil es Freitag ist, sind viele Geschäfte geschlossen, so stellten wir uns beim "Relais des Sables" auf und werden morgen die Stadt besichtigen und einkaufen.
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  • Tata طاطا ⵟⴰⵟⴰ

    23 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 23 °C

    Tata طاطا ⵟⴰⵟⴰ

    Samstag, 23. Februar
    Natürlich haben uns die Hunde in Tata heute Nacht wieder auf Trab gehalten, aber vielleicht werden wir uns ja irgendwann daran gewöhnen.
    Die Stadt zeigte heute ein schöneres Gesicht, waren gestern noch viele Geschäfte geschlossen, herrschte heute reger Betrieb.
    Wir bummelten über kleine Strassen, ab Flussbett entlang zum Markt und fanden einen Stand, welcher besonders unseren Daheimgebliebenen Chefkoch Jo gefallen hätte - Kasserollen in allen Grössen. In einer Seitenstrasse erblickten wir ein Berberzelt, was es nicht alles gibt ? Ist ja klar, in Marokko ist alles möglich.
    Wieder am Platz wurde ein Zopf gebacken, schliesslich ist morgen Sonntag und schon zogen wir wieder los. Diesmal war der Palmengarten unser Ziel. Wir überquerten den Fluss - oder was davon zu sehen war - und wanderten lange kreuz und quer durch den bewässerten, schönen Palmenhain. Ein Bauer, der Palmblätter abschlug, erklärte uns, dass die Blätter dem Vieh als Nahrung dienen würden und dass leider viele Dattelpalmen nicht geerntet würden, weil es keine Leute mehr dafür gibt - schade.
    Durch kleine, enge Gassen eines Dörfchens gelangten wir wieder zum Fluss. Hier wurden gerade grosse Teppichen nach dem waschen auf den Steinen zum trocknen ausgelegt.
    Zum Abschluss des Tages brutzelten wir - wir sind ja Schweizer - ein leckeres Raclette !!!
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  • Foum Zguid فم زڭيد ⵉⵎⵉ ⵥⴰⴳⴳⵉⴷ

    25 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 23 °C

    wir fahren weiter Richtung Osten, auf guter Strasse kommen wir gut voran.
    Die Strecke ist eigentlich öde, nur von wenigen unattraktiven Orten unterbrochen. Und dennoch hat sie ihren eigenen Charme. Wir sahen Dromedare, Ziegen und unendliche Steinwüsten. In Tissint legten wir einen Stopp ein und tranken einen Kaffee und assen Kuchen. Es war gerade Markt, der aber wirklich nur für die Einheimischen war. Nach weiteren Kilometern, an Berberzelten vorbei, landeten wir in Foum Zguid.
    Im kleinen Ort kauften wir ein und stellten und auf dem Parkplatz, nördlich des Ortes, beim Hotel Bab Rimal auf. Hier war es nicht nur sehr schön, sondern auch sehr ruhig.
    Wir gönnten uns einen Ruhetag und liessen uns das Buffet schmecken.
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  • Zagora زاڭورة ⵜⴰⵣⴰⴳⵓⵔⵜ

    26 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 19 °C

    Heute stieg unsere Kaffeemaschine aus und wir mussten uns mit Tee begnügen - schnüff !
    Nach der Ruhepause fuhren wir weiter nach Zagora im Draâ Tal, auch diese Route war von Einsamkeit geprägt, die Strecke scheint recht gefährlich zu sein - vor allem nachts - jede kleinste Kurve auf der sonst kerzengeraden Strecke war sehr gut signalisiert und markiert!
    Wir erwarteten eigentlich eine grosse Öde, nahe der Wüste, doch dem war nicht so. Gemüsefelder, Verschiedene Plantagen und kleine Dörfer säumten den Weg. Dabei begegneten und nicht nur Nomaden, sogar ein Traktor und ein Lieferwagen mit einem Rind beladen!
    Das schmucke Zagora lud zu einem Spaziergang und zum Einkaufen, direkt neben der offenen Moschee. Danach suchten wir den hübschen Campingplatz "Camping Oasis Palmier" auf, in dem wir sofort mit Tee begrüsst wurden. Ebenso wurde vor unserer Türe sofort ein Tischchen und ein Teppich hergezaubert. Wir wurden herzlich willkommen geheissen!
    Natürlich mussten wir sofort die Umgebung erkunden und starteten zu einer kleinen Wanderung über den Fluss, hinüber zu den Palmen. Auch hier gibt es Wasser und in vielen Parzellen gediehen Pflanzen.
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  • Zagora, Berbermarkt

    27 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 20 °C

    heute war Berber-Markttag in der Stadt, da mussten wir natürlich hin.
    Wir marschierten los, an den beiden Frauen, welche Futter für ihre Tiere auf dem Kopf trugen, und wollten Richtung Stadt abzweigen. Da hielt uns ein junger Mann freundlich an und erklärte uns, dass es zum Berbermarkt in die andere Richtung gehe, dieser Markt ist ganz ausserhalb der Stadt, er müsse auch dort hin und zeige uns den Weg. Tja, so beginnen normalerweise die Geschichten, dass man am Schluss in einem Teppichgeschäft landet. Irrtum, wir haben auf dem langen Weg viel geplaudert, während er sein Velo neben sich schob. Ab Markt schenkte er uns ein kleines, aus Stroh geflochtenes Dromedar, verabschiedete sich und wünschet uns einen schönen Tag - das gibt es wirklich !!!!
    Wir kamen auch an dem berühmten Gemälde vorbei, welche zur Karawanenzeit die Distanz nach Timbuktu anzeigte - noch 52 Tage.
    Wir kletterten auf den nahen Hügel und schauten von hier oben noch eine Weile dem bunten und lauten Treiben zu. Dann Setzten wir uns in ein Strassenkaffe und verzehrten wirklich leckere Brochettes.
    Hier kommt wieder eine Seitengeschichte dazu:
    Am Markt lungerte ein Junge ständig um uns herum, grüsste freundlich und erhielt von uns eine Mandarine. Geld oder Kugelschreiber verschenken wir aus Prinzip nicht!
    Susann hatte ihm resolut den Tarif durchgegeben. Später, im Restaurant, war er plötzlich wieder bei uns und kreise um uns herum. Wir ignorierten ihn einfach und genossen unser Essen. Wir beobachteten, nachdem wir bezahlt hatten einen Mann auf einem Moped mit einem Handy in der Hand, der den Jungen sehr grimmig anschaute - und der Junge war vom Erdboden verschwunden - das gibt es auch.
    Auf dem Rückweg zum WoMo schauten wir gerade einem LKW Fahrer zu, der seine Strohballen auf seinem Gefährt neu zusammenbinden musste, eine richtig gefährliche Aufgabe. Auf jeden Fall ist diese Art von Transport für uns gewöhnungsbedürftig.
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  • Kaffemaschine in Ouarzazate ?

    28 Februari 2019, Maroko ⋅ ☀️ 20 °C

    wir verliessen des sehr schönen Campingplatz in Zagora und fuhren in Richtung Norden, nach Ouarzazate.
    Hier wollten wir eine Nespressomaschine kaufen. Der Nette Herr an der Reception des Hotels Amsterdam lud uns zu einem Kaffee au Lait ein und erklärte uns den Weg zu einem Haushaltwarengeschäft. Das Geschäft war gross und pik fein, leider ohne Erfolg. Die Stadt haben wir nicht weiter besichtigt, sondern fuhren weiter Richtung Marrakesch, mit dem Ziel, dort eine Maschine zu finden und unsere Kieler Freunde nochmals zu treffen. Wir fuhren wieder durch die Berge, durch kleine Dörfer und ich lasse hier die Bilder sprechen.Baca selengkapnya

  • via Tizi n’Tichka Pass nach Marrakech

    1 Maret 2019, Maroko ⋅ ☀️ 14 °C

    so schnell geht die Zeit vorbei, schon beginnt der März und damit wird es schon Frühling.
    Wir brechen früh auf, denn vor uns liegt eine 150km lange Passstrasse mit 10'000 Kurven. Uns wurde gesagt, dass die Strasse R9 eine riesige Baustelle sei und wir mit einer Fahrzeit von ca. 5 Stunden rechnen müssen. Man rechne : 150km in 5 Stunden, das ergibt ein Mittel von 30km/h, das kann ja heiter werden, vor allem, wenn man bedenkt wie die Marokkaner Auto fahren :-)
    Nun denn, schaut euch die Fotos an, wir fuhren den ersten Teil auf der Nebenstrasse der R9. Hier war sehr wenig Verkehr und die Strasse war zwar schmal, aber in Ordnung. Nach dem Zusammenschluss mit der R9 war es dann schwieriger, eine Baustelle nach der anderen, die ganze Strasse wird verbreitert und ausgebaut. Da waren die vielen bunten, alten Renault 4 einer Rally eine willkommene Abwechslung. Lustig war, dass alle paar Kilometer eines der wackligen Gefährte mit einer Panne am Strassenrand stand. Zum Glück hatten sie einige "Dépannage" Autos dabei. Wir gelangten erschöpft nach 7 Stunden in Marrakesch an. Die Strecke war zwar anstrengend, aber ein Traum! Die Landschaft ist so eindrücklich, dass man sie kaum fotografieren kann, man müsste 3D Bilder machen können.
    Ganz ehrlich, zum Glück war es Freitag, also Sonntag für die Muslime und es arbeitete praktisch niemand auf den Baustellen.
    Dann, in der Stadt fuhren zum Carrefour, wir wussten, dass wir hier eine Kaffeemaschine finden werden und unsere Vorräte auffüllen können. Wir stellten unser WoMo, wie alle Marokkaner im Halteverbot, 2 Meter vor dem Fussgängerstreifen und direkt vor einer Verkehrstafel hin. Das stört hier definitiv niemand. Hauptsache, der Platzanweiser bekommt seinen Obolus von 3DH. Vollgepackt und glücklich darüber, wieder richtigen Kaffee trinken zu können, fuhren wir bei rush-hour durch die Stadt und fanden einen Platz beim Camping Relais - jetzt brauchten wir dringend einen Espresso! Ein asiatisches Menü mit Poulet und Reis schloss den Tag ab und wir fielen todmüde ins Bett.
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  • ein paar Tage in Marrakesh

    2 Maret 2019, Maroko ⋅ ☀️ 21 °C

    Reto hatte leider die ganze Nacht kein Auge zugetan und war nicht wirklich fit (Achtung: Männergrippe, sehr gefährlich ;-) ). So blieben wir auf dem Platz und genossen einfach den wunderschönen, warmen Tag. Wir stellten unser WoMo auf einen sonnigeren Platz - unser alter Platz wurde auch sofort von jemanden adoptiert.
    Wir überlegten, ob es möglich wäre, unser Aufenthaltsvisum um einen Monat zu verlängern, was natürlich mega cool wäre. Aber ersten is das nicht möglich, zweitens - wenn doch - sehr kompliziert und drittens gibt es bekanntlich hier immer einen einfachen Weg. Wir wussten, dass man eine feste Adresse in Marokko braucht, und einen guten Grund, warum man länger hier bleiben will. Die feste Adresse wäre der Campingplatz, auf dem man mindestens einen Monat bleiben muss. Ein Guter Grund wäre, dass man hier ein Haus kaufen möchte und das dauert halt viel länger. Also wirklich keine gute Option für uns.
    Eine andere Möglichkeit wäre, bis zur spanischen Enklave im Norden zu fahren, zu Fuss über die Grenze hinein und gleich wieder hinaus, dann bekommt man einen neuen Stempel in den Pass.
    Und jetzt der Clou: ich habe von einem Franzosen (von wem den sonst) gehört, dass der Patron des Campingplatzes das Visum verlängern kann - wir gesagt, es gibt immer einen kürzeren Weg.
    Wir werden also morgen, Sonntag, mit dem Pass und allen Papieren an der Reception stehen und sehen was passiert :-)

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    Ihr seid bestimmt gespannt, wie es mit den Papieren weiterging!
    Nun, der Patron, Thierry, hat mir erklärt, dass es ganz einfach sei, ich brauch nur ein paar Kopien vom Pass, ein paar Passfotos und die Validierung der Kopien von einer Behörde, er werde den Rest übernehmen - das klingt schon mal sehr gut :-)
    Also, wir machten uns wieder einmal auf den Weg in die Stadt gefahren und haben, obwohl es Sonntag war, ein Geschäft gefunden, welches und die notwendigen Seiten der Pässe und die Kreditkarten kopieren konnte. Naja, wir mussten den Copyshop zuerst finden - aber die Einheimischen sind ja wirklich freundlich und haben uns den Weg gezeigt, wir hätten den Laden nie gefunden. Er war im Keller einer französischen Schule! Aber! Es war ein top moderner, pik feiner Laden, mit allem, was das Herz begehrt. Für ein paar Dirham erhielten wir die nötigen Kopien. Schwieriger wurde es mit den Passfotos, das Geschäft sei am Sonntag geschlossen, erklärte man uns, aber wir sollten besser selbst nachsehen - und, es war geöffnet. Der Fotograf, ein Franzose, der schon seit 100 Jahren seine Wurzeln hier eingegraben zu haben scheint (und sich entsprechend flink bewegte), machte von uns im Nu je 8 farbige Passfotos im erforderlichen Format, natürlich auch zu einem Bruchteil der erwarteten Kosten.
    Nach diesen Erfolgen genehmigten wir uns eine feine Pizza, bevor wir zum Fnaa Platz zurückkehrten und eine diese frischen O-Säfte tranken. Dann wieder mit dem Taxi zurück.
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  • Marrakesh, Visum verlängern

    4 Maret 2019, Maroko ⋅ ☁️ 23 °C

    Am nächsten Morgen gingen wir zusammen die 10 Minuten zum neuen Gemeindehaus, um die Kopien zu validieren. Das heisst, Jede Kopie wird geprüft, ob sie dem Original entspricht, dann gestempelt, mit einer Marke garniert und vom Oberchef persönlich unterschrieben, also 24 mal. Dazu sitzen im Büro des riesigen, eiskalten Gebäudes 6 Personen an einem Tisch. Jeder, oder jede ist für. einen bestimmten Stempel zuständig und gibt dann jedes Dokument an den nächsten weiter. Das System funktioniert prima - echt. nach einer Viertelstunde (wir wurden privilegiert behandelt, danke!) waren wir schon wieder draussen und konnten uns an der Wärme auftauen. Die armen Angestellten mussten in Mantel und Daunenjacke im Büro bleiben.
    Nach diesem weiteren Erfolgserlebnis brachte ich die Dokumente zum Patron, der sich alles anschaute und den Rest übernehmen werde. Echt marokkanisch, weiss noch niemand genau, bis wann wir Bescheid bekommen werden, aber er werde uns anrufen, oder per e-mail informierten, wir wollten natürlich nicht wochenlang hier stehen bleiben.
    So fuhren wir mit dem Bus 38 zum Einkaufszentrum Marjane, doch zuerst zum Decathlon, dann einen feinen Coupe und schliesslich einen Staubsauger im Marjane kaufen.

    Mit dem ganzen Bagage wollten wir mit dem Taxi zurück, aber um diese Zeit war kein freies Taxi zu finden, so fuhren wir mit einer Art Rumpelkiste zurück, nach dem Motto "Hauptsache es fährt".
    Zum Znacht genössen wir das heisse Poulet, ebenfalls vom Marjane Markt
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  • Marrakesh, Cyber-Park

    5 Maret 2019, Maroko ⋅ ☀️ 25 °C

    Gut gelaunt fuhren wir mit dem WoMo am nächsten Tag ind den Süden der Stadt. Wir kauften im Carrefour Wein ein. Danach stellten wir unser WoMo in einer Seitenstrasse, mitten in der Stadt ab, wobei uns ein Gemeindearbeiter in die sehr enge Parklücke lotste (Danke!), Wir bummelten in der Stadt herum und besuchten den sehr schönen Cyber-Park - eigentlich ein sehr schöner Garten, mit ein Wenig Internetinformationen. Dann nochmals zum Fnaa Platz. Hier war es seit den letzten Wochen viel lebhafter, und in der ganzen Stadt viel grüner geworden.Baca selengkapnya

  • am Stausee vor Azilal ⴰⵥⵉⵍⴰⵍ

    6 Maret 2019, Maroko ⋅ 🌧 16 °C

    wir starten mit einem frisch gebackenen Apfelkuchen und aufgefüllten Vorräten in Richtung Osten, unser Ziel sind die Wasserfälle und der Stausee bei Azilal.
    Auf der gut ausgebauten Strasse kommen wir sehr gut voran. Schon bald merken wir, dass es richtig Frühling wurde und es überall grünt. Am meisten, je mehr wir nach Osten kommen, hier hat es Wasser in Hülle und Fülle und genauso sieht es aus. Riesige Olivenhaine und Plantagen mit Jungpflanzen an der schnurgeraden Strasse.
    Es ist eine ungewohnte Ansicht, Dörfer an den Hügeln zu entdecken, welche nicht zerfallen und von lauter Grün umgeben sind.
    Doch was sehen wir vor uns ? Nicht grün sondern rot, wir tippten ironisch auf einen alten Coca-Cola Laster oder ein altes Feuerwehrauto. Und ?
    Es war tatsächlich so ein altes Cola Auto, wie aus den uralten Filmen - und was hatte es geladen ? Cola Flaschen natürlich - aber modern, aus PET.
    Wir stiegen den kurvigen Pass hinauf und blickten immer noch verwundert auf das riesige, grüne Tal hinunter, vergleichbar mit unserem Rhonetal - nur viel grösser.
    Auf der Passhöhe fanden wir einen Platz, wo wir übernachten könnten. Weil wir aber bereits Kinder begegneten, welche uns Steine nachwerfen wollten (sie bekamen keine Bonbons von uns), liessen wir es sein und fuhren die paar Kilometer zum Fluss hinunter auf den kleinen Platz beim Hotel "L'eau Vive Bin El Oudane (Link)", direkt über dem Fluss unter dem Stausee. Der Parkplatz scheint sehr ruhig zu sein.
    Doch da - was war das ? Regentropfen fallen auf unser Dach.
    Ganz ungläubig öffneten wir die Türe und richtig, es begann zu regnen.
    Ein richtiges Gewitter zog über uns hinweg - das erste seit wir in Marokko sind. Nach einer Stunde war es vorbei und wir hörten wieder das Gebell der Hunde.
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  • Casscades d'Ouzoud

    7 Maret 2019, Maroko ⋅ 🌧 11 °C

    In der Nacht ging ein Gewitter vorbei und es regnete in Strömen. Die Natur kann das Wasser gut gebrauchen - und wir konnten wunderbar schlafen.
    Der Regen weichte den sandigen Boden auf und wir standen hübsch "eingemauert" im roten Schlamm. Als ich das Fahrzeug startklar gemacht hatte, gab es 3 Paar Schuhe, welche voll mit Schlamm/Lehm waren.
    Bald machten wir uns wieder auf den Weg, am Staudamm vorbei, auf direktem Weg nach Azilal. Hier rechts abbiegen und die lange, aber schöne Passstrasse nach Ouzoud.
    Auf Anhieb fanden wir den kleinen, hübschen Campingplatz "Zebra".
    Unser Ziel war natürlich der grösste Wasserfall, der aus über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Wir wurden auf unserem Weg von einem schwarzen (wilden) Welpen begleitet - man hätte ihn am liebsten mitgenommen. Vorbei an unzähligen Marktständen stiegen wir die langen Treppen zum Wasserfall hinunter und staunten nicht schlecht! Es floss wirklich sehr viel Wasser die Felswand hinab, er toste und faucht wie wild, ein völlig unerwartetes Schauspiel im sonst so trockenen Marokko!
    Der Ausflug machte durstig und wir bestellten wieder einmal einen dieser köstlichen Orangensäfte, aus frischen Orangen - soooo lecker und erfrischend.
    Morgen, oder übermorgen wollen wir weiter nach Demnante und werden nachfragen, ob die hohen Pässe, nach dem Regen, befahrbar sind (Tizi-n-Outfi, 2150m und Tizi-n-Fedrate).
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  • Casscades d'Ouzoud, Wanderung

    8 Maret 2019, Maroko ⋅ ☁️ 12 °C

    wir überlegten uns, ob wir heute nach Demnante fahren sollen, oder noch einen Tag hier am Wasserfall bleiben wollen.
    Nach einem Gespräch mit einem Paar aus dem Rheintal (welches seit sieben Jahren unterwegs ist), entschieden wir uns noch zu bleiben. Die Strasse über die beiden Pässe sein nach dem Regen schwierig zu befahren. Es sei auch schade, diese schöne Fahrt zu forcieren.
    Weil eine grosse holländische WoMo Gruppe erwartet wurde, stellten wir uns an einen anderen, sehr schönen Platz. Wir starteten zu einer Wanderung durch die Mondlandschaft mit roter Erde (eher eine Marslandschaft), zuerst steil den Hang hinunter, dann dem kleinen Fluss entlang. Das Land wird hier bewirtschaftet, einzelne Gärten, Weizen und grosse Olivenhaine konnten wir durchqueren. Manchmal waren wir eher in einem Olivenwald. Rings um die unzähligen Bäume wurden im weiten Bogen kleine Wälle angehoben, damit das Wasser vom Bewässerungssystem liegen bleibt und beim Baum versickert. Wir begegneten auch Männern, Frauen und Kinder, welche am Boden Oliven sammelten, vielleicht wurden diese vom Gewitter heruntergeschlagen, die Ernte war ja bereits im Herbst. Auf einem Feld konnten wir einem Bauern zuschauen, der gerade sein Feld mit einem Esel und einem Holzpflug pflügte.
    Wir kamen zurück ins Dorf und dachten natürlich gar nicht ans zurückkehren, sondern zogen weiter auf die Nordseite der Wasserfälle und stiegen durch die schmalen, steilen Wege zum Fluss hinunter.
    Wir tranken einen O-Saft in einem ganz kleinen Bistros, der Besitzer freute sich riesig, als wir bei ihm bestellten. in der Mitte des Kaffees floss das Wasser einer Quelle in einen kleinen Teich, es war pures Trinkwasser.
    Er bestätigte uns, dass man auf der vis-à-vis Seite den Berg hochgehen kann, was uns natürlich motivierte, wir wollten nicht schon wider durch die Touristenmeile gehen. Also überquerten wir den Fluss über die wackelige, aber stabile Brücke und stiegen eine Stunde lang im Zig-zag den Berg hinauf. Immer wieder konnten wir auf die Wasserfälle und das Tal hinunterschauen, welches jetzt von der Nachmittagssonne angestrahlt wurde. Ganz oben, beim "village mexicaine", sahen wir sogar einen Regenbogen in den Wasserfällen.
    Zurück am Platz war eine Kaffeepause angesagt!
    Zuerst dachten wir, wir könnten im netten Restaurant essen gehen, aber ob der angekommenen Schar verzichteten wir darauf - Spaghetti mit Tomatensauce scheint uns eine sehr gute Alternative zu sein.
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