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Namibia / Botswana Teil I

Namibia gilt weltweit als eines der ultimativen Länder für Overlander und
Selbstfahrer. Eine Kombination aus unendlicher Weite, spektakulären
Wüstenlandschaften, wilden Tieren und einer hervorragend ausgebauten
Camping-Infrastruktur. Wir kommen!
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    🇳🇦 Buitepos, Namibia

    Rückkehr nach Namibia

    24. Juli in Namibia ⋅ ☀️ 22 °C

    Noch ca. 100 km geniesen wir den maroden Strassenbelag Botswanas, bis wir den Trans-Kalahari Border Post nach Namibia erreichen. Die Zollformalitäten der beiden Länder befinden sich zum Glück im gleichen Gebäude. Aber wieder einmal sind weder Schalter, noch die nötigen Formalitäten beschrieben. Zum Glück steht ein Lastwagenchauffeur vor uns in der Reihe, welcher das Procedere auswendig kennt (sogar dasjenige für Ausländer, die Customs, wie Horu, dabei haben). Noch schnell da ein Visumformulat ausfüllen (obschon wir ja ein e-Visum für 90 Tage mit Re-Entry besitzen). Kugelschreiber funktionieren nicht. Dann müssen erneute Road-Gebüren (RFA) bezahlt werden. Samuels Rückflug wird peinlichst genau kontrolliert, alles in Allem benötigen wir zwei Stunden, inklusive Kontrolle unseres Kühlschrankes; es dürfen weder tierische Produkte, noch Gemüse und Früchte eingeführt werden. Die Maul- und Klauenseuche ist anscheinend immer noch aktiv.

    Wir ziehen die Strecke bis nach Gobabis durch, wo wir um 16.30 Uhr gerade noch rechtzeitig ein Schalter-Ticket im MTC-Telefonanbietershop ziehen. Den Standort habe ich vorab wohlweislich noch mit Botswana-Netz notiert. Just nach der Grenze versiegt dieses nämlich subito, und wir sind orientierungslos. Ein schönes Gefühl, für einen Monat wieder mit 30GB versorgt zu sein. Wir fahren zum Spar, um unseren Kühlschrank wieder zufrieden zu stellen.

    Kaum sind wir in einer Stadt, wird uns das Elend der Armut wieder vor Augen geführt: Kinder baren Fusses, bekleidet, mit allem, was sie besitzen, betteln an Tankstellen und vor dem Spar, halt da, wo viel Geld umgesetzt wird. Wir verteilen Brot und Bonbons, im Spar kaufe ich Orangensaft, Sandwiches und Schokoriegel - ein Tropfen auf den heissen Stein - ein Tropfen auf mein schlechtes Kapitalistengewissen.

    Wir übernachten in der Goba Lodge, einfach, aber zweckmässig. Sam gönnt sich ein T-Bone-Steak, ich ein Vegi Taco. Die Nacht wird empfindlich kalt, und wir wagen uns erst zur späteren Morgenstunde unter der warmen Decke hervor - endlich, die Sonne hat genügend aufgeheizt.

    Gemütlich fahren wir die Trans-Kalahari B6 weiter Richtung Windhoek, lassen die Stadt aber nordöstlich von uns liegen, um die Scenic Road über den Spreetshoogte-Pass in der Namib-Wüste zu befahren.

    Nach einer kurzen WhatsApp- Anmeldung, übernachten wir in der Steinheim Game Farm. Gemäss Kurzbeschrieb: „The gate is open even as it might appear to be locked. Just slide 2 chains through each other …“
    löse ich das Knubbel-Rätsel, und wir finden sogar unseren Platz in der weitläufigen Farm. Wir sind ganz alleine! Zwischenzeitlich wissen wir sogar, wie wir unsere warme Dusche vorbereiten müssen, also, nichts wie Holz suchen.

    Goba Lodge *** 1 day
    Steinheim Game Farm ***** 1day
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  • Weiterfahrt nach Ghanzi

    22. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Devil Bushes begleiten uns beidseitig und kilometerweit bis zum Xade Gate und machen ihrem Namen alle Ehre. Wir entscheiden uns für Musik von Calvin Russel, um die täuflisch akustische Buschstimmung mit seinen wüsten Kratztönen etwas aufzupeppen. Der Titel „Crossroad“ passt bestens.

    Am Xade Gate angekommen, entscheiden wir uns für weitere 40 Kilometer Tiefsand-Weiterfahrt und anschliessend 120 km Gravel/Waschbtett, anstelle einem Übernachtungsplatz beim Xade Gate, die Uhr zeigt erst 13.00 Uhr. Am Xade-Gate bietet sich auf der Toilette wiederum eine tierisch Überraschung, als ich unseren Abfallbeutel im Kippeimer entsorgen möchte. Es gibt einen Hinweis „bitte Türe schliessen“, das hat seinen Grund:
    1. Als ich die Klappe des Eimers öffne, schauen mir zwei riesige Augen ins Gesicht, und der ganz Eimer beginnt zu beben. Ich kann das Tier weder benennen, noch einschätzen, ob gut oder böse? Auf jeden Fall hat es ein schönes Gesicht.
    2. Voller Schrecken, kann ich die Aussentür nicht mehr von innen öffnen.

    Ich rufe Sam zu Hilfe, um mich von aussen zu befreien. Natürlich warte ich lange, und natürlich hat er keine Ahnung, warum ich so rumflippe. Aber, wir müssen das Tier retten, was es auch immer ist. Ins Freie gelangt, legen wir den Kübel hin, damit sich die Klappe öffnet, alles ruhig, dann die Überraschung: eine wunderschöne, grosse Eule entkommt ihrem schlimmen Gefängnis, was sie wohl wie eine Falle eingefangen hat, reingefallen aber nicht mehr rausgekommen. Glücklich, über ihren erfolgreichen Startflug (bei Tag), verabschieden wir uns vom Gate.

    Wir erreichen knapp vor 17.00 Uhr die Palm Afrique Lodge vor der Wüstenstadt Ghanzi. Hier können wir uns zwei Tage ausruhen, Wäsche waschen und das allerhöchste der Gegühle: Duschen!

    In Ghanzi machen wir noch Einkäufe und tanken Diesel für den morgigen Grenzübertritt, wieder zurück nach Namibia.
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  • Piper Pan Kalahari

    21. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 28 °C

    Der Weg führt uns weiter Richtung Westen durch dichten Busch und über offene Pfannenlandschaften zur legendären Piper Pan. Dies ist eine der schönsten, aber auch abgeschiedensten Ecken des CKGR.

    Wir starten erst um 10.30 Uhr, um noch „gemütlich“ auf unserem Platz zu frühstücken. Beide zusammen haben wir 360 Grad Rundsicht. Andernorts ist das Aussteigen aus dem Fahrzeug ja strikte verboten. Und, uns stehen heute ja nur 60 Kilometer Piste in Aussicht, diese nehmen aber doch 3,5 Stunden in Aussicht. Die karge Vegetation ist - wider Erwarten - abwechslungsreicher, als wir denken: goldenes Hochgrad, langdornige Akazienbüsche, Laubbüsche. Praktisch aber immer vorhanden, sind diese lästigen Dornbüsche, welche die Piste eng flankieren und Horus Ästhetik arg verkratzen.

    Wir erreichen unseren Piper Pan
    Campsite 2. Berühmt ist die Piper Pan für ihre weite Sicht und das dortige künstliche Wasserloch, das oft Löwen anzieht. Unsere Hoffnung stirbt zuletzt.

    Und tatsächlich, bei Sonnenuntergang liegen vier Löwinnen im hohen Gras, leider zum Fotografieren zu weit entfernt. aber durchs Fehrnglas gut beobachtbar. Sie sind am Chillen und lassen den Tag ausklingen.

    Piper Pan Camp
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  • Kalahari-Letihau

    20. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir starten wieder ungefrühstückt morgens um 07.00 Uhr Richtung Deception Pan, wo dann unsere Piste Richtung Süden führt. Die Sonne legt ihren warmen, orangefarbenen Teppich über die noch kühle Savanne. Da! Unsere ersten Wildhunde! Diese Tierart ist sehr bedroht. Auf Initiatve der Uni Zürich und der Organisation „Wild Entrust’s Botswana Pediators“ . ist ein Projekt entstanden, welches gas Ziel ihat, die Lebensweise und Anpassung der Tiere, mit Unterstützung der botswianischen Regierung, zu untersuchen. Es sind schöne Tiere, jedes Individuum hat seine eigene Zeichnung, was auch der Wiedererkennung für die Studie
    dient.
    Es fühlt sich schon einzigartig an, so alleine in der unberührten Natur. In der Deception Pan sehe ich tatsächlich einen halben Löwenkopf aus dem hohen Grass ragen. Keine Ahnung, wie das meine Augen geschafft haben, denn er ist mind. 200 Meter weit von der Piste entfernt, aber der Feldstecher bestätigt meine Vermutung. Man muss wirklich ein Riesenschwein haben: diese Könige müssten direkt an der Piste sein, um sie zu kraulen. Jeder dunkle Grasbüschel lässt uns jetzt einen Löwen vermuten…
    Trotzdem, wir sind happy, viele andere Tiere gesehen zu haben. Unseren Platz haben wir übrigens auf Anhieb gefunden und gleich ein Loch gegraben (no facilities, USD 30.00pp!). Trotzdem, unbezahlbar, hier zu sein!

    Letihau Camp
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  • Fahrt zum Matswere Gate Kalahari

    18. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Schlussendlich bekommen wir zwei letzte Plätze auf der Südroute zugesprochen. Letiahau Campsite (CKWIL-06), als erste Übernachtung, mit 110 km Sandfahrt ab dem Gate. Piper Pan 2 (CKPIP 02) wird nach 70 km Piste unser zweiter sein. 70 km weiter südlich, werden wir den Nationalpark verlassen haben. Noch nicht genug, dann stehen uns noch 166 km Sandpiste in Aussicht. Wir sind halbflücklich darüber, eigentlich hatten wir die Nordroute im Visier mit weniger langen Fahrstrecken, aber wir nemen, was uns spontan übrig bleibt.

    Das Central Kalahari Game Reserve (CKGR) ist eines der grössten und einsamsten Schutzgebiete der Welt. Wer die absolute Wildnis, endlose Weiten und die Begegnung mit den berühmten schwarzmähnigen Kalahari-Löwen sucht, ist hier richtig.

    In dieser Region gibt es keinerlei Infrastruktur. Wir machen uns für dieses Abenteuer bereit, machen noch SPAR-Einkäufe und tanken genügend Diesel. Wir müssen komplett autark sein (Treibstoff, Wasser und Lebensmittel für mehrere Tage im Auto mitführen, Sonnenenergie werden wir genügend haben.

    Wir spekulieren und kommen absichtlich erst um 15.00 Uhr am Matswere Gate an, um die Nacht am am Gate verbringen zu dürfen und am kommenden Morgen unsere erste, lange Etappe in der Morgenfrüh zu starten. Die Dame ist sehr nett, durstig und hungrig auch noch dazu, fürs Übernachten bezahlen wir ihr 80 Pulas (CHF 7.00) - ohne Beleg. Dazu sind wir um eine Wasserflasche und ein Pack „Bakers Biscuits“ ärmer. Erst jetzt mag sie wieder rechnen, hinzu kommen 4 Tage Parkgebühren à 2 Personen un 1 Fahrzeug, aber, wir haben Zeit.
    Einen Voucher unserer Buchung der Campingplätze haben wir noch nicht erhalten, da wir so kurzfristig gebucht haben und am Wochenende nicht gearbeitet wird, aber Proformarechnung und ein profisorischer Banktransfer reichen. Zum Glück habe ich vorab einen Printscreen gemacht, wir sind nämlich jetzt schon in den Pampas.

    Nach einer letzten Spültoilette (in erbärmlichem Zustand), verabschieden wir uns von der Zivilitation (eine Grabstätte von ca. 100 tote Ratten lagen in der Männertoilette).

    Rakops River Lodge ****
    Matswere Gate wild camping
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  • Wieder zurück in Kasane

    15. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach einem überraschenden Elefanten- und Hyänenbesuch auf unserem Camp, machen wir uns am nächsten Tag auf die Weiterfahrt durch den Chobe Nationalpark und das Chobe Reserve Richtung Norden, wo wir die Wildnis durch das Ngoma Gate wieder verlassen. Schon nach unserem Frühstück „on the road“ steht es mit meinem Magen nicht zum Besten. Höchst unangenehmes Völlegefühl, und die Fahrt dazu ist und bleibt anstrengend, Adrenalin-geladen und zum Festhalten rumpelig. Nach sechs Stunden Pistengerumpel, erreichen wir endlich das Senyati Safari Camp bei Kasane - ohne Reservation. Ich will nur noch liegen! Alles ausgebucht, aber zum Glück hat die Dame an der Reception Erbarmen und kann noch etwas arrangieren. Um 16.00 Uhr kommt mein Magen endlich zum Liegen und der schmerzende Kopf kommt zur Ruhe. Ich schlafe bis zum nächsten Morgen durch. Ich vermute, das Intermezzo ist das Ergebnis von zu viel Frühstück „on the road“, stundenlangem Rumpelkistenfahren und einer viralen Dosis von Irgendetwas. Das Fieber hat geholfen, am Folgetag bleibt ein sanftes Frühstück wieder da, wo es bleiben sollte.

    Hier haben wir noch Zeit und Internet dazu, unseren Trip durch das Central Kalahari Game Reserve zu planen. Eine Reise in dieses Reserve erfordert eine extrem gründliche Vorausplanung, da der Park komplett unerschlossen ist und keine Tankstellen, Strom oder Wasserstellen für Selbstfahrer bietet. Für ein sicheres und unvergessliches Erlebnis in der Kalahari-Wüste müssen die Stellplätze und Genehmigungen Monate im Voraus gebucht werden. Ja, richtig gelesen, und wir planen gena drei Tage vorab!!! So quellt unsere Freude auch über, als uns Plätze zugesagt werden. Doch die Freude währt nicht lange, der Buchungsagent hat sich im Kalenderjahr geirrt; im 2027 hätte es geklappt

    Step by Step, weiter gehts im nächsten ….
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  • Savuti

    13. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 28 °C

    Diese, tief im Chobe-Nationalpark liegende Region ist legendär für ihre Raubtiere (Löwen, Leoparden, Hyänen). Doch Achtung: Die Pisten hierher bestehen teilweise aus extremen Tiefsandpassagen, die hohe Fahrpraxis fordern. Sam steht wieder eine Prüfung bevor.

    Wir fahren zurück nach Mabudu und übernachten nochmals in der Mabudu Safari Lodge. Hier treffen wir - wider Erwarten - nochmals auf Iris, Nici und Sandro. Der gesellige Abend dauert nicht lange, denn wir wollen am nächsten Morgen um 08.00 Uhr über das Mababe Gate (Chobe NP) nach Savuti starten. Um 08.01 Uhr sind wir (fast) just in time. Natürlich hat uns Iris’ selbst gebackenes Brot mächtig auf die Morgensprünge geholfen. Danke Iris!

    Wir befinden uns mitten in der botswanischen Trockenzeit. Das sind hervorragende Bedingungen für eine „trockene“ Reise: Deshalb wählen wir die „Marsh Road“ (östliche Roue) - auf Nichtempfehlung der Dame am Gate.

    Da das Wasser in der Savuti-Marsch komplett zurückgeht, konzentrieren sich riesige Tierherden an den verbleibenden Wasserlöchern. Der Juli gilt als absolute Spitzenzeit für Raubtier- und Elefantenbeobachtungen entlang dieser Strecke. Wir werden von Hippos kurz vor der Abzweigung der Marsh Road begrüsst, später von Elefanten, Giraffen, Antilopen und Gnus. Natürlich auch unzähligen Vogelarten; was für ein Paradies für Ornithologen!

    Der ursprüngliche Schlammboden ist komplett ausgetrocknet, und der Untergrund hart wie Beton. Jedoch erschweren hinterbliebene, tiefe „Elefanten-Footprints“ aus der Regenzeit das Befahren der Piste. Es wird arg rumpelig und die Stachelbüsche streicheln Horu von allen Seiten SEHR unsanft.

    Nach 4.5 Stunden höchster Konzentration (infolge Pistenverhältnissen und Tiersichtungen) stehen wir vor dem Savuti Campsite mit immer noch vagen Aussichten auf einen Platz. Weiss „Eledi D.K.“ vom SKL-Gate (so haben wir den Namen jedenfalls verstanden) Bescheid über unsere Reservation, die Cisco für uns organisiert hat??? - Sie weiss und begrüsst uns freundlich. Sie lässt uns nochmals mit Cisco sprechen, er ist erfreut, dass wir das Camp unbeschadet erreicht haben. Am Ankunftstag fallen unsere Tiersichtungen, wider Erwarten, sehr bescheiden und beinahe schon frustrierend aus. Wir stecken aber unsere Köpfe nicht in den Pistensand. und werden tags darauf fündig - aber leider ohne Katzen!

    Mababe Safari Lodge ***** 1 d
    Savuti Campsite SLK ** 2d
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  • Khwai - Mbudi River

    10. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 23 °C

    Khwai soll für Selbstfahrer genial sein - keine Nationalparkgebühren. Die Khwai Community Concession wird von der lokalen Gemeinde verwaltet. Fahrten durch dieses Gebiet (ausgenommen das offizielle Moremi-Parkgebiet) kosten keinen Tageseintritt. Das Gebiet ist berühmt für riesige Elefantenherden, Löwen, Leoparden, Hyänen und die seltenen afrikanischen Wildhunde. Die beste Zeit für Selbstfahrer ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober.

    Von Manabe aus führt eine machbare Schotter- und Sandstrasse Richtung Nordosten nach Khwai. Wir durchfahren (wohl ohne Bewilliging, da keine Buchung) wunderschöne, naturbelassene, Camps der lokalen Gemeinde direkt am Flussarm Mbabe. Sie sind komplett uneingezäunt, sodass Elefanten und Hyänen nachts direkt durchs Camp laufen können. Die Stellplätze bieten rudimentäre sanitäre Anlagen. Alle Campsites müssen unbedingt Monate im Voraus gebucht werden, da die Plätze stark limitiert sind - genau richtig, für unsere Art zu reisen! :-(
    Hier lässt sich nichts finden, weder eine Reception, noch ein Gate, Die Plätze liegen km-weit auseinander, und wir fahren mitten duchs Gestrüpp. Von (sichtbaren) Tieren keine Spur. Zum Glück finden wir in der privat geführten und traumhaft gelegenen Kghwai Mokoro Safari Lodge für zwei Tage Platz, direkt am Mbudi River gelegen. Hier machen wir dem Lodge-Namen alle Ehre und gehen auf eine Mokoro-Safari.

    In der Nacht spielt sich so einiges um Horu ab: Hippos, Frösche, Hyänen und alles, was wir verschlafen haben.

    Unser nächstes Ziel ist (wäre) Savuti, gleiches Problem: Ein ausgebuchter Campsite. Cisco, der Manager unserer jetzigen Lodge, versucht sein Bestes für uns. Nichtsdestotrotz, wir fahren einfach hoch, ohne Buchung (wäre aber zwingende Voraussetzung für die Durchfahrt in den Chobe Nationalpark. Born4advenure! Wie unsere heutige Flussdurchfahrt - ohne vorheriger Abklärung!

    Khwai Mokoro Safari ***** 2d
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  • Von Maun nach Mababe

    9. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 24 °C

    Die Selbstfahrertour von Maun bis nach Savuti ist ein echtes Allrad-Abenteuer durch tiefen Sand und unberührte Wildnis entlang des Okovango-Deltas. Die Strecke ist etwa 170 bis 200 km lang und führt uns 4x4 über Wellblechpisten und tief ausgefahrene Fahrrinnen. Diese rumpelige Strecke von 107 Kilometer dauert rund 4 Stunden. Wir übernachten im Mababe River Campsite und essen dort noch ein feines z’Nacht. Danach werden wir von lautem Elefantengeschrei und Hippopusten in den Schlaf „gesungen“ …. so flackert unser Lagerfeuer zum Tagesabschluss alleine vor sich hin - es ist auch wahnsinnig kalt geworden.

    Mababe River Lodge Campsite ***** 1d
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  • Maun

    7. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 25 °C

    In Maun legen wir eine zweitägige Zwischenstation ein. Das Übliche: Diesel, Lebensmittel, Cash aufstocken, das Unübliche:
    Maun bietet eine hervorragende Ausgangslage für einen Scenic Flight. Ein Rundflug mit dem Hubschrauber über das Okavango-Delta ist das ultimative Safari-Erlebnis in Botswana, da viele entlegene Wasserwege und Tierherden nur aus der Luft erreichbar sind. Die Flüge werden in der Regel „Doors-Off“ (ohne Türen) durchgeführt, was Fotografen eine uneingeschränkte Sicht auf Elefanten, Flusspferde und Giraffen garantiert. Kalt es, wie immer, mogens um 06.00 Uhr, noch kälter in luftiger Höhe!

    45 Minuten vergehen wie im Fluge - jetzt weiss ich, woher die Redewendung stammt. Zu unseren Füssen und Seiten präsentiert sich ein unbeschreibliches Panorama-Erlebnis aus der Vogelperspektive. Unvergesslich!

    Etwas unterkühlt, weden wir zum Audi-Camp zurückgefahren. Zuerst verkrieche ich mich unter die Decke, um mich aufzuwärmen, bis mir der warme Kaffeegeruch unserer Bialetti aus dem unteren Geschoss in die Nase steigt.

    Noch eine kurze Verabschiedung von Niki, Sandro und Iris, welche wir vor drei Tagen getroffen haben (Iris: von Zermatt nach Capetown, Alleinfahrerin).

    Audi Camp *** 2d
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  • Makgadikgadi Pans National Park

    6. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Makgadikgadi National Park in Botswana schützt eine der grössten Salzpfannenlandschaften der Erde. Der Park umfasst rund 3.900 bis 4.900 Quadratkilometer trockene Savanne, riesige Salzflächen und Grasland im Nordosten des Landes. Er ist berühmt für extreme landschaftliche Kontraste und die zweitgrösste Zebra-Migration Afrikas. Die Pfannen sind Überreste des gigantischen Lake Makgadikgadi, der vor Jahrtausenden austrocknete.

    Der Boteti-Fluss bildet die Westgrenze des Parks und dient in der Trockenzeit als lebenswichtige Wasserquelle für unzählige Tiere.

    Hier sind die Spurrinnen im Sand zum Teil so tief, dass man den Autopiloten einlegen kann😂.

    Wir steuern die Camelthorn Farmstead an, welche auf der westlichen Seite des Boteti Rivers liegt. Und weil uns die Durchfahrt duch den Park so gefallen hat, fahren wir am Folgetag nochmals in den Park hinein, um die Matota Route und die
    Nxai Pan Route zu befahren. Wir müssen aber bereits um 16.30 Uhr den Park verlassen, also vor Sonnenuntergang, wegen den Hippos im Boteti River. Ob das seine Berechtigung hat, wissen wir nicht, aber wir sind folgsam, Um 16.35 Uhr haben wir den Boteti-River auf dem Ponton also zum dritten Mal überquert - Übung macht den Meister.

    Einfach nur grossartig, dieser Park hat uns überwältigt!

    Camelthorn Farmstead ***** 2d
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  • Gweta Richtung Maun

    4. Juli in Botswana ⋅ ☀️ 25 °C

    Von Patamatenga fahren wir 296 km via A33/A3 auf durchgehender Baustelle, riesigen Löchern im Asphalt, Gravel, einspurig, gekreuzt mit Lastwagen, was uns die doppelte Reisezeit zu Buche schlägt - Zeit haben wir ja genug, aber nicht immer die Nerven!

    Vor 3 Tagen eine Doku gesehen, heute sehen wir sie live: Die Erdmännchen (Suricata suricatta) sind im gesamten südlichen Afrika, einschliesslich der offenen, trockenen Lebensräume Botswanas, heimisch. In der Nähe von Kaokae (einer Streusiedlung und Viehposten-Region in der Zentral-Kalahari/Makgadikgadi-Region) leben Kolonien in freier Wildbahn, die jedoch.Die besten, zahmen Erdmännchen-Populationen für Besucher befinden sich etwas weiter östlich in den Makgadikgadi-Salzpfannen (nahe der Ortschaft Gweta. Durch langfristige Forschungsprojekte sind einige Kolonien hier vollständig an Menschen gewöhnt. Es ist möglich, dass die Tiere auf Ihnen herumklettern, während sie nach Insekten suchen oder die Umgebung scannen.

    Wir erleben zusammen mit Andy, seiner Frau und seiner Schwägerin einen wunderschönen Tag. Die putzigen Erdmännchen haben es mir angetan!❤️

    Makgadikgadi Campsite, Andy *****
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  • A33 Richtung Nata

    3. Juli in Botswana ⋅ ☁️ 25 °C

    Auf Empfehlung steuern wir die Chobe Mapani Forest Lodge, einige Kilometer ab der A33 an.

    Hier kommt man mit Bestimmtheit in den Genuss von 32 Elefanten, die Abend für Abend bei der Lodge ihren Durst löschen. Um 16.00 Uhr kommen sie dann lautlos aus dem Busch. Nach dem Spektakel freut sich Sam auf seine notwendige Dusche, woraus leider nichts wird. Die Elefanten hätten die Wasserleitung eben gekappt.

    Wir sind aber auch in dieser Region, wegen der legendäre und extrem abgelegenen „Hunter’s Road“, eine 4x4-Offroad-Strecke, die metergenau entlang der Grenze zu Zimbabwe verläuft. Die historische Route gilt unter Overland-Enthusiasten als eines der letzten echten Wildnis-Abenteuer im südlichen Afrika. Trotz Trockenzeit, bekomme ich eine schlaflose Nacht, wenn ich mehr Details darüber lese: Die Strecke besteht primär aus tiefem Sand, ausgetrockneten, holprigen Elefantenspuren und dichtem Buschwerk. Sie sei machbar, verlange aber Fahrer und Fahrzeug (vor allem der Beifahrerin!) Vieles ab.

    Keinen Meter über die Grenze (sonst wird man direkt verhaftet, falls da überhaupt einer ist), kein Steckenbleiben oder Panne (sonst könnte man beim Bergen von botswanischen oder zimbabwischen Löwen gefressen werden). Tagelang keine Hilfe (Sateliten-Notruf hätten wir zwar dabei). Die Offline-Karte „Tracks4Afrika“ kennt sich hier allem Anschein nach auch nicht genügend aus, für mögliche Ausstiege, wäre das essentiell!

    Unausgeschlafen, kündige ich Sam meine Befürchtungen an, und mein schlechtes Bauchgefühl führt mich morgens umgehend zur Toilette (ohne Wasserspülung).

    Wir machen den Test aufs Exempel, damit bei uns zwischenmenschliche Ruhe einkehrt. Wir schaffen 1.5 km, z.T. mit Untersetzung, durch tiefe Mulden mit Schräglage garniert mit Elefantentracks. Mir reicht es (und Sam wirkt glücklicherweise auch einsichtig). Eine komplizierte Wende lässt uns wieder in Richtung Norden umkehren. Weitere 15 km, immer entlang der Grenze, schaffen wir dann gut. So können wir sagen, wir waren auf der „Hunters Road“

    Unser nächster Übernachtungsstopp ist die „Touch of Africa Safari Lodge“, wo wir zusammen und in Frieden vereint, den Tag ausklingen lassen, und unsere nächsten Abenteuer planen.

    Chobe Mapani Forest Lodge**** 1d
    Touch of Africa Safari Lodge*** 1d
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  • Game Drive in the early morning

    1. Juli in Botswana ⋅ 🌙 10 °C

    Wir stehen um 05.00 Uhr - noch inmitten der Finsternis - auf. Es steht uns ein Game Drive im Chobe Nationalpark bereit. Er bietet die beste Chance, Raubtiere, wie Löwen und Leoparden im goldenen Morgenlicht aktiv zu erleben. Als Selbstfahrer kommt man erst nach Sonnenaufgang in die Parks, also nutzen wir die Chance und machen von der Chobe Safari Lodge aus eine guided Tour. Kurz vor Start gibt es noch Kaffee und Keckse, damit es kein Wettknurren mit den Löwen gibt. Wir starten pünktlich um 06:00 Uhr und fahren im offenen 4x4-Safarifahrzeug entlang der artenreichen Flussufer. Es ist empfindlich kalt in den frühen Morgenstunden. Vorerst zittern wir einfach nur vor uns hin; sonst ist es ziemlich ruhig in den Büschen - es gibt keine Garantie, Raubkatzen zu sichten.

    Glücklicherweise werden wir dann doch fündig, vorerst nur aus weiter Distanz sichtbar, dann kommen sie doch näher: Die Könige! Acht Löwinnen beim Frühstück. Was es zum Frühstück gibt? Ein Hippo von gestern!

    Der Löwe hier kennt keine Grössengrenzen ihrer Beute. Sie haben sogar gelernt, gemeinschaftlich junge und halbwüchsige Elefanten zu jagen. Auch sind sie Büffelspezialisten; entlang der Flussufer patrouillieren Rudel, die sich auf das Einkesseln grosser Büffelherden spezialisiert haben. Auf der Jagd durchqueren die Löwen regelmässig die Flutgebiete und scheuen das Wasser nicht (mehr). Hier , an der Chobe Riverfront nutzen die Löwen das Flussufer, da die hohe Dichte an Pflanzenfressern, wie Impalas und Zebras, ideale Jagdbedingungen bietet. Gestern war es aber ein Hippo.
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  • Victoria Falls

    30. Juni in Simbabwe ⋅ ⛅ 20 °C

    Für kurze Zeit, genauer gesagt, für einen Tag, verlassen wir Botswana und machen einen Ausflug nach Zimbawe. Horu lassen wir in Botswana zurück, wegen all den Customs-Formalitäten.

    Wir wollen uns das Spektakel ansehen, wenn 650 Mio. Liter/ sec. (!) Zambesi-Wasser rund 110 Meter in die Tiefe des Basaltcanyons stürzen. Die Victoriafälle sind der breiteste, durchgehende Wasservorhang der Erde und liegen direkt an der Grenze zwischen Zimbabwe und Zambia. Auf einer Breite von fast 1.700 Metern präsentiert sich die Wasserbühne. Die einheimische Kololo-Bevölkerung nennt das UNESCO-Weltnaturerbe ehrfürchtig „Mosi-oa-Tunya“, was übersetzt „der Rauch, der donnert“ bedeutet. Die aufsteigende Gischt sprüht bis zu 500 Meter hoch, ist kilometerweit sichtbar und macht uns stellenweise klitschnass. Die ständige Feuchtigkeit lässt direkt an der Kante einen dichten Regenwald gedeihen. Man soll nicht immer vergleichen, aber trotzdem: die Fälle sind etwa doppelt so hoch und auch deutlich breiter, als die nordamerikanischen Niagarafälle.

    Die Jahreszeiten und somit das Klima teilt sich in zwei Hauptphasen, die das Aussehen der Fälle massiv verändern: Von März bis Mai zeigen die Fälle ihre maximale Kraft. Gewaltige Wassermassen erzeugen einen spektakulären Sprühnebel. Von Juni bis Oktober herrscht Trockenzeit. Der Wasserstand sinkt kontinuierlich. Die geologische Felsstruktur wird dann sichtbar. Auf der zambischen Seite kann der Wasserfall im Spätjahr fast vollständig trocken ausfallen.

    Wir wollen noch über die Brücke nach Zambia und präsentieren dafür nochmals unsere Pässe.

    Am Abend erreichen wir wieder unser Chobe Safari Camp in Botswana und hängen nochmals einen Tag an. Morgen trällert um 05.00 Uhr der erste Weckruf. Also, 💤
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  • Chobe Nationalpark vom Wasser aus

    29. Juni in Botswana ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir starten im nordöstlichsten Zipfel Botswanas mit einem absoluten Highlight: einer Sunset Cruise am Abend auf dem Chobe River, von welchem wir Afrikas Tierwelt und seine spektakulären Sonnenuntergänge direkt vom Wasser aus erleben können. Uns erwartet eine Tour, auf welcher wir Tiere aus nächster Nähe erleben. Riesige Elefantenherden schreiten gemächlich an uns vorbei, beinahe auf Augenhöhe können wir die Riesen beobachten. Badende Flusspferde tummeln sich vor uns und „gähnen“ um die Wette, um ihre macht zu demonstrieren, Krokodile liegen wie ausgestopft da, Büffel fühlen sich hier sicher vor Löwen und unzählige Wasservögel stellen sich zur Show.

    Zum Schluss fällt der Vorhang, für einmal nicht mit einem Sonnenuntergang - sondern mit dem Mondaufgang.
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  • Botswana - Kasane

    28. Juni in Botswana ⋅ ☀️ 24 °C

    Der lange Arm des Caprivi-Streifens in Namibia führt uns geradewegs in das Nachbarland Botswana.
    Wir verlassen unseren Campground Caprivi Mutoya absichtlich nicht beizeiten, so hoffen wir, den Grenzübergang bei Ngoma Bridge für uns alleine zu haben. Gut gehofft! Die Formalitäten, sowohl für uns, als auch für Horu, sind in 15 Minuten erledigt, inklusive Desinfektion von Horu‘s Finken und unseren Schuhen. Sam fühlt sich einmal mehr bestätigt, dass ich viel zu viele Schuhe bei mir habe, und für dieses Mal gebe ich ihm recht! Einige Paare verstecken sich noch im Fahrzeug🫢.

    Der Kühlschrank wird nicht kontrolliert. Die Einfuhr tierischer Produkte sind verboten. Es könnte sein, dass wir noch Eier, Käse und Jogurt haben….

    Schon auf der A33 wechselt sich das Strassenbild gegenüber dem Nachbarland Namibia: Die Strasse wird nicht mehr von frei laufenden Rinder- und Ziegenherden gesäumt, welche sich immerhin „zivilisiert dem Strassenverkehr gegenüber verhalten“, sondern von richtig wilden Tieren, wie 🐘 🐘und 🦓🦓.

    Wir erreichen Kasane und quartieren uns in der Chobe Safari Lodge ein. Morgen kaufen wir uns eine Botswana-SIM, damit wir wieder Anschluss haben.

    Caprivi Mutoya **** 1d
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  • Mavwe Living Museum

    27. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    Das Mafwe Living Museum ist ein interaktives Freilichtmuseum im Nordosten Namibias (Zambezi-Region). Es wurde im Februar 2008 in Zusammenarbeit mit der ⁠Living Culture Foundation Namibia (LCFN) eröffnet. Das Dorf dient als traditionelles Dorf, in dem die lokalen Mafwe-Gemeinschaften ihre historische, vorkoloniale Lebensweise, Kultur und Handwerkskunst aktiv demonstrieren.
    Wir erkunden ein Gehöft (Kraal) mit Lehmhütten auf einem Hügel mit Blick auf den Kwando-Fluss. Sie tragen traditionelle Kleidung und zeigen uns ihre alltägliche Arbeiten. Dazu gehören das Stampfen von Mahangu (Hirse), das Entfachen von Feuer ohne Streichhölzer und das Kochen lokaler Speisen. Sie demonstrieren uns die Palmblattweberei, dir Herstellung von Schmuck sowie das Schmieden von Pfeilspitzen und Jagdwaffen. Zum Abschluss des Programms führen uns die Dorfbewohner ihre traditionellen Tänze und Spiele vor.

    Bevor wir den Caprivi Streifen und somit Namibia verlassen, übernachten in der Caprivi Mutoya Lodge.
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  • Kwando-Core-Area

    26. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Bwabwata zählt zu den artenreichsten Regionen Namibias und bildet einen starken Kontrast zu den trockenen Wüstenlandschaften Namibias.

    Die Hauptstrasse B8 (Trans-Caprivi-Highway) führt direkt und ohne Schranken mitten durch den Park. Abseits dieser Transitachse teilt sich der Park in drei speziell geschützte Kernzonen auf.

    Nachdem wir gestern östlich vom Kwando-River fuhren, entscheiden wir uns heute für den westliche Teil.

    Schon zu Beginn auf der B8 steigt unser Adrenalin. Für einmal werden wir fotografiert: zu schnell gefahren. Die Officer sind aber sehr nett, spassen und machen noch eine Qualitätsprüfung mit Aufnahme eines joggenden Dorfbewohners in Flipflops. Das Gerät zeigt 10km/h an, währenddessen sie einen wahrhaftigen Flitzer verpassen. Aber sie haben ja bereits fette Beute mit uns gemacht: 400 NAD (20 CHF) für + 15 kmh. Bezahlen dürfen wir später auf dem Polizeiposten.

    Von der B8 biegen wir in die Kwando-Core-Area, östlich, entlang des Kwando-Flusses. Hier liegt die berühmte Horseshoe-Lagune, ein hufeisenförmiger Altwasserarm mit weissen Sandstränden, der ein magischer Anziehungspunkt für Elefanten ist.

    Schon zu Beginn der 4x4-Strecke begegnen wir im Wald einem stattlichen Typen, der ein bisschen desorientiert umherstreift. Als er sich uns bedrohlich zuwendet und die Ohren stellt, legen wir den Retourgang ein, was ihn schnell zufriedenstellt (auch seine Ohren). Zum Glück, denn die Pisten weisen tiefen Sand auf, was das Manövrieren schwierig macht. Um die Mittagszeit sind wir am berühmten Horseshoe - nichts ist los, alles macht Siesta. Die Leere unterstreicht die schöne Landschaft, diverse Vogelstimmen, der Wind in den Baumkronen, einfach fantastisch. Wäre ich ein Elefant, wäre das meine Karibikinsel!

    Bei unserer Rückkehr, um 15.30 Uhr, wollen wir nochmals zum Horseshoe. Da stehen plötzlich zwei jüngere Elefanten am Wasser. Innert fünf Minuten sind es 30 Stück! Für uns gibt es für einen sehr, sehhhr langen Moment kein Weiterkommen. Zu gefährlich, die Herde zu durchqueren. Die Sonne kommt dem Horizont immer näher, und wir müssen vor Untergang die Wildnis verlassen haben! Und plötzlich haben wir für eimal genug von Elefanten. Nach viel Geduld und noch längerem Warten, wagen wir eine Weiterfahrt. Das Problem ist auch die Tiefsandpiste. Was, wenn wir bei Langsamfahrt stecken bleiben, und für die Elefanten eine Gefahr darstellen? (es wäre wohl eher umgekehrt!!). Wir kommen unversehrt weiter, plötzlich kreuzen wieder neue Elefanten von allen Seiten. Kaum denken wir an Entspannung, taucht langsam ein bedrohlicher und immer grösser werdender Schatten über uns auf: Es ist der Schatten eines riesigen Elefanten in der Abendsonne, der uns seitlich passiert, um vor uns die Strasse zu wechseln.

    Das war ein wilder Tag, und am Abend bemerken wir, dass die Fotoausbeute gar nich so gross ausfällt, zu sehr sind wir live dabei gewesen!
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  • Mudumu National Park (Kwando River)

    25. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Der Mudumu-Nationalpark ist ein unberührtes Wildschutzgebiet im Nordosten Namibias, gelegen inmitten des feuchten Ökosystems der Zambezi-Region (Caprivi-Streifen). Gegründet im Jahr 1990, erstreckt er sich über eine Fläche von rund 1.010 Quadratkilometern entlang des Kwando-Flusses, welcher die natürliche Grenze zu Botswana bildet. Im Gegensatz zu den extrem trockenen Wüstengebieten im Rest des Landes, ist Mudumu durch dichte Mopane-Wälder, Schilfinseln, offene Savannen und ausgedehnte Überschwemmungsgebiete geprägt.

    Der Park verfügt über keinerlei Zäune und ist zentraler Migrationskorridor für afrikanische Elefanten und andere Wildtiere zwischen Botswana, Namibia, Angola und Sambia. Der Mudumu liegt direkt im Herzen der ⁠Kavango-Zambezi Transfrontier Conservation Area, dem grössten, grenzüberschreitenden Naturschutzgebiet.

    Aufgrund seiner abgelegenen Lage zieht der Park deutlich weniger Touristen an, als etwa der Etosha-Nationalpark. Wir haben die Pisten stundenlang komplett für uns allein. 4x4, hohe Bodenfreiheit und Luft-Ablassen ist ein Muss. Adrenalin pur, infolge sandigen Pistenverhältnissen und einer atemberaubenden Tierwelt - sogar mitten auf der Piste!

    Kurz vor; nein, mit Sonnenuntergang erreichen wir den einfachen Marrow Campsite, direkt am Kwando River. Kennedy hat uns schon vermisst. Das Duschwasser ist „angefeuert“ - Wasser trotzdem kalt. Egal, der Platz ist wild und wunderschön. Die Hippos grunzen uns wieder in den Schlaf.
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  • Mahango Game Reserve

    24. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Das Mahango Game Reserve (offiziell Mahango Core Area) ist ein kompakter, aber ausserordentlich wildreicher Wildpark im Nordosten Namibias. Als Teil des grösseren ⁠Bwabwata National Park, liegt es direkt westlich des Okavango-Flusses an der Grenze zu Botswana. Eine Heimat für in Namibia seltene Arten wie Rappenantilopen, Pferdeantilopen, Tsessebes und die wasserliebenden Sitatungas.

    Grosse Elefanten- und Büffelherden, Flusspferde, Krokodile sowie Löwen und Leoparden sind hier zu sichten, Letztere beiden Büsis konnten wir leider nicht ausmachen. Die Vegetation bietet ein zu gutes Versteck. Über 300 registrierte Vogelarten machen den Park zu einer offiziellen „Important Bird Area“.

    Flusswälder und monumentale, uralte Baobab-Bäume (Affenbrotbäume) ergänzen die eindrückliche Kulisse.

    Abseits der Transitstrecke befahren wir beide Schleifen. Der Scenic Loop Drive im Osten führt uns ca. 15 km direkt dem Okavango-Fluss entlang. Der Circular Drive Loop im Westen ist eine ca. 31 km lange Route durch fossile Trockenflusstäler (Omurambas). Diese Strecke besteht aus tiefem Sand, wofür 4x4 gerade passt.

    Für die Piste zu unserem Camp „Ngepi“ wählen wir (ich, und aus Versehen🤭) eine direkte Piste, welche ins durch Dörfer und Acker führt, manchmal auch gefährlich nahe am River, und um jede Ecke herum, droht sie im Nichts zu verschwinden. Navigation erfolgreich und unbeschadet geschafft.

    Wir sind glücklich, einmal mehr einen wunderschöner Tag verbracht zu haben.

    Ngepi Lodge ***** 1 day
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  • Okavango Mabolo Lodge

    22. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    In Namibia wird der berühmte Okavango-Fluss offiziell als Kavango bezeichnet. Er stellt eine lebenswichtige, permanente Wasserader im sonst sehr trockenen Nordosten des Landes dar. Der Fluss entspringt im Hochland von Angola (dort Cubango genannt), fliesst entlang der Grenze zwischen Angola und Namibia und durchquert den schmalen Caprivi-Zipfel, bevor er im weltbekannten Okavango-Delta in Botswana versickert.

    Diese Region unterscheidet sich radikal von den typischen Wüstenlandschaften Namibias.

    Die Gewässer und Uferbänke sind dicht besiedelt von Flusspferden und Krokodilen. Zudem gilt das Gebiet mit Hunderten von Vogelarten als absolutes Paradies für Ornithologen.

    Bootstouren zum Sonnenuntergang gehören zu den absoluten Highlights, um Hippos und Wasservögel aus nächster Nähe zu beobachten.

    Mabolo Losge *****, 2 Nöchte
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  • Zwischenstopp bei Roy‘s Camp

    20. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Auf der Fahrt nach Rundu, schalten wir hier nochmals zwei Tage ein, um ein paar „to do‘s“ zu erledigen. Handwäsche, Dash-Cam montieren, weitere Planungen. Leider leidet der ganze Landstreifen von Gootfrontein bis Rundu gerade heute unter Stromausfall. So sind wir heute „out of net“ auch das gehört sich in Afrika. Wir wandern rund 10 km ums Camp, um uns geschmeidig zu halten. Tatsächlich begegnen wir einem Oryx, welcher uns - für einmal ohne schützender Carrosserie, doch sehr mächtig und mitseiner Masse fast schon angsteinflössend erscheint. Es macht allen Anschein, als wäre ihm das überhaupt nicht bewusst, und er flieht in grossen Sätzen durchs Dickicht.
    Wir kommen unversehrt im Camp an und geniessen einen Limetten-Cocktail ohne. Morgen haben wir viele Kilometer Strecke vor uns liegen, das Ziel ist der Caprivi Strip im Nord-Osten Namibias.

    Roy‘s Rest Camp ***** 2 Nächte
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  • Abenab

    20. Juni in Namibia ⋅ ☀️ 17 °C

    Auf unserer Weiterfahrt Richting Norden, machen wir einen kurzen Abstecher zum „Lost Place“ Abenab.
    Es handelt sich um eine historische Siedlung und eine ehemalige Mine in der Region Otjozondjupa im zentralen Namibia. Der Name stammt aus der Sprache der Khoekhoe und bedeutet übersetzt „kletternder Fluss“.
    Die Siedlung wurde 1921 von den Deutschen gegründet, nachdem man dort reiche Vorkommen an Blei, Zink und vor allem Vanadium entdeckt hatte. Die Mine galt zeitweise als die weltweit grösste und reinste Lagerstätte für Vanadiumerz, einem seltenen Metall, das vor allem zur Härtung von Stahllegierungen genutzt wurde. In ihrer Blütezeit funktionierte die Mine autark. Sie besass ein eigenes Postamt, eine Schule, ein Schwimmbad und sogar einen Cricket-Club. Die Siedler hielten sich hier Schwarze Männer als Sklaven für die harte Arbeit in den Minen.

    Wir machen einen Rundgang zur Mine, vorbei an den Unterkünften der Arbeiter, die sich mit 8 Personen eine kleine Hütte teilen mussten.
    Es waren bis zu 300 namenlose, numerierte Arbeiter beschäftigt, viele kamen ums Leben. Wieder ein trauriges, historisches Kapitel aus jüngster Zeit!

    Aufgrund sinkender Erzgrade und massiver Probleme mit einströmendem Grundwasser wurde der Minenbetrieb im Jahr 1958 endgültig eingestellt.

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  • Grootfontein

    18. Juni in Namibia ⋅ 🌬 23 °C

    Heute verlassen wir den Etosha NP. Wir sind überglücklich, was uns die Natur hier präsentiert hat. Kurz nach Tsumed schalten eir einrn erholsamen Tag bei Markus und Erika ein, um uns von den Namibischen Massagen (den Fahrten auf den Wellblechpisten) zu erholen. Grosszügige, schattige Stellplätze stehen uns auf der Zuri Campsite zur Verfügung. Es fehlt uns an nichts, sogar private Sanitäranlagen und Grillstellen stehen bereit. Die Anlage ist komplett „off-the-grid“. Solarstrom bietet aber modernen Komfort und warmes Wasser. Vor Ort gibt es zudem einen Beobachtungsbunker für Vögel und Wildtiere sowie Wanderwege. Wir befinden uns mitten im Busch und stehen unter einem imposanten Marula-Tree. Ein Traum und deshalb bleiben wir noch einen Tag länger.

    Von hier aus besuchen wir den grössten, intakten Meteoriten, der auf der Erde gefunden wurde, den Hoba-Meteoriten. Der rund 60 Tonnen schwere Eisen-Nickel-Block schlug vor etwa 80.000 Jahren ein. Das Gelände ist touristisch erschlossen und befindet sich etwa 20 Kilometer westlich von Grootfontein.

    Er liegt auf dem Gelände der Hoba-Farm in den Otavibergen.
    Der Hoba besteht zu ca. 82 % aus Eisen, 16 % Nickel und Spuren von Kobalt. Der flache Metallblock misst ca. 2,70 × 2,70 Meter bei einer Dicke von etwa 1 Meter. Der Koloss hinterliess keinen klassischen Einschlagskrater, da der Brocken vermutlich flach über den Boden "gesprungen" oder abgeprallt ist. Er wurde im Jahr 1920 von einem Farmer beim Pflügen entdeckt und 1955 zum Nationaldenkmal erklärt.

    Dem Ausserirdischen werden verschiedene „Kräfte“ nachgesagt; man muss einfach daran glauben. Träger von Herzschrittmachern sollten lieber einen Bogen um ihn machen. - Es sind leider keine Probanden unter uns, um das abzuchecken. Aber es steckt mächtig Eien in ihm.

    Wir feiern noch unsen heutigen 34. Hochzeitstag beim Barbecue und freuen uns, in die Wärme zu flüchten; die Nächte sind empfindlich kalt!

    Zuri Camp ***** 2 Nächte (+264 812285792)
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