USA 2016

July - September 2016
July - September 2016
  • Day43

    Paris [Freitag, 09.09, Tag 42]

    September 10, 2016 in France ⋅ ☀️ 11 °C

    Und schon ist der letzte Tag der sechs Wochen Usa-Reise erreicht. Unglaublich, wie die Zeit hier vergeht!
    Das Packen hat sich nochmal als große Herausforderung herausgestellt, unsere tausend Einzelteile mussten wieder auf acht Gepäckstücke reduziert werden. Schließlich haben wir das aber tatsächlich geschafft und durften nach dem Auschecken unser Gebäck im einem Nebenzimmer abstellen und dann den Tag noch am Meer und am Pool verbringen.
    Am Nachmittag stand uns dann aber unausweichlich die Abreise bevor. Es waren so unglaublich tolle sechs Wochen, die wir hier verbringen durften. Insgesamt 10.000 Kilometer haben Papa und ich in dieser Zeit zurückgelegt, mit Mama und Alina sind wir alleine in den letzten drei Wochen über 3000 Kilometer gefahren.
    Das klingt unendlich viel, aber dadurch konnten wir jeden Tag etwas anderes erleben und auch wenn wir an einem Tag mal eine große Etappe zurück gelegt haben, gab es doch, vorallem an der Westküste, atemberaubende Landschaftsbilder zu bestaunen, die sich an einem Tag oft mehrmals komplett verändert haben.
    Die Westküste war durch die vielen Nationalparks und gerade durch die unberührte Natur mit einer artenreichen Tierwelt abwechslungsreicher zum Erkunden, aber auch die Ostküste, mit dem tropischen Klima in Florida, dass uns zwar Tag und Nacht zum Schwitzen gebracht hat, aber dafür auch wieder eine ganz andere Landschaft mit interessanten Tieren, wie Gürteltiere oder Leguane, birgt.
    Der Staat Montana hat mir insgesamt am allerbesten gefallen, es ist so ein typisches Cowboyland mit unzähligen, wirklich riesigen Ranchen mit unzähligen Pferden und Rindern und dazwischen nichts als Steppe. Städte mit Einkaufsmöglichkeiten gibt es alle 70 bis 100 Meilen mal und irgendwie vermittelt das Ganze das Gefühl von unendlicher Freiheit und Ungebundenheit.
    Um 17 Uhr hat uns dann abef schließlich ein Taxi zum Flughafen in Miami gefahren und so haben wir uns immer mehr dem Ende unserer Reise durch die Vereinigten Staaten genähert.
    Nach der Sicherheitskontrolle haben wir uns nach in das Flugzeug begeben, das uns jetzt in neun Stunden nach Paris bringen soll.
    Beim Starten hatten wir noch einen atemberaubenden Ausblick auf Miami, bevor wir auf den kleinen Flugzeugbildschirmen Filme angeschaut haben.
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  • Day41

    Miami Beach [Donnerstag, 08.09, Tag 41]1

    September 8, 2016 in the United States ⋅ ⛅ 30 °C

    Heute Morgen hat es erst mal kräftig über Miami Beach gewittert. Schwarze Wolken haben den Himmel bedeckt, während dicke Regentropfen kräftig gegen unsere Fensterscheiben geklatscht sind.
    So sind wir zunächst einmal im Zimmer geblieben, ganz zum Verdruss der Putzfrauen. Die haben immer wieder ungeduldig gegen die Tür gehämmert, bis wir sie irgendwann nicht mehr auf später vertrösten wollten und sie unser Zimmer putzen lassen haben.
    Sobald es aufgehört hat zu regenen sind Mama dann nach draußen geflüchtet und haben ein bisschen eingekauft, bevor wir eine Post für unsere Postkarten gesucht haben. Wir schleppen die Karten schon seit Ewigkeiten mit uns rum, ohne das wir bis jetzt eine Möglichkeit zur Abgabe gefunden haben, sodass wir sie heute endlich abschicken wollten.
    Trotz Google Maps und Nachfragen in einer Tankstelle mussten wir über eine Stunde suchen, bevor wir das Postgebäude, hinter einer Bibliothek versteckt, gefunden haben.
    Die Frau dort war allerdings absolut entsetzt, als sie unseren riesigen Stapel an Postkarten entdeckt hat und fragte dann aber amüsiert nach, ob wir denn wirklich ganz Deutschland schreiben müssten.
    Nachdem dann endlich jede Karte mit einer Briefmarke versehen und abgegeben war, haben wir den restlichen Tag am Strand verbracht. Selbst Alina und Papa waren haben sich heute aus unserem Zimmer bequemt und so hatten wir noch ein paar schöne Stunden zusammen am Strand verbringen können.
    Abends hat Mama dann noch ein paar tolle Bilder von Alina und mir am Strand geschossen.
    Nachdem dann der ganze 27. Stock nach dem Abendessen nach Kässpätzle geduftet hat, haben wir unseren letzten Abend in den Usa mit einer Phase 10-Match abgeschlossen.
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  • Day40

    Miami Beach [Mittwoch, 07.09, Tag 40]

    September 7, 2016 in the United States ⋅ ⛅ 30 °C

    Nachdem wir heute endlich mal wieder in einem großen weichen Bett schlafeb konnten, haben wir heute einen gemütlichen Strandtag eingelegt. Wir sind gleich nach dem Frühstück erst im Meer und dann noch im Pool geschwommen. Eigentlich hatten wir ja vor, nicht nochmal in das Meer hier zu gehen, nachdem wir erfahren haben, was für Tiere darin herumschwimmen. Neben den Stachelrochen und Muränen begegnet man nicht selten einer von den 27 verschiedenen Haiarten oder Riesenkrabben.
    Da das türkis schimmernde Meer aber so klar war, haben wir uns jetzt doch nochmal überwunden und haben uns von den Wellen schaukeln lassen.
    Danach sind Alina und Papa wieder in unserem Zimmer verschwunden und sind den ganzen Tag dort nicht mehr rausgekommen, während Mama und ich uns an den Strand gelegt, gelesen und die kostenlosen Drinks vom Hotel genossen haben.
    Gegen 17 Uhr haben wir uns dann für Miami gerichtet, wo wir heute Abend hingehen wollten.
    Mithilfe einer App namens Lyft, bei der man nur seinen Standpunkt und seinen Zielort eingeben muss und dann innerhalb von zwei Minuten von einem Fahrer abgeholt wird, sind wir direkt bis vor das Hardrock Cafe in Miami gefahren worden. Nach einem Besuch im Rockshop dort, sind wir noch ein bisschen an der schönen Hafenpromenade entlang geschlendert und über den Miami Walk of Fame geschlendert, bevor wir Pizza essen gegangen sind.
    Anschließend haben wir Miami noch ein wenig weiter erkundet, leider ist der für Touristen interessante Teil, in dem sich tausende Shops und viele Restaurants nebeneinander aufreihen nur ziemlich klein und so gelangt man schnell zwischen die riesigen Hotels, die sich dort zu hunderten auftürmen.
    Später wurden wir dann erneut von einem Lyft-Fahrer abgeholt. Schade, dass es Lyft nicht in Deutschland gibt! Die Fahrer sind sofort da, wenn man sie mithilfe der App anfragt und sind viel billiger als Taxis.
    Wie immer ist der Tag rasend schnell vergangen und jetzt verbleiben nur noch anderthalb Tage, bis wir am Freiragabend zurück nach Deutschland fliegen werden.
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  • Day39

    Miami Beach [Dienstag, 06.09, Tag 39]

    September 6, 2016 in the United States ⋅ ⛅ 28 °C

    Die zwei Wochen in dem Wohnmobil sind schon wieder rasend schnell vergangen und so stand heute mal wieder packen auf dem Plan. Das stellte sich allerdings als große Herausforderung heraus. Über die Wochen hat sich so viel Zeugs angesammelt, in jeder Ecke vom Wohnmobil kam irgendetwas heraus.
    Nach zwei Stunden hin und her räumen, war endlich alles soweit verstaut. So konnten wir zur Abgabestation in Miami fahren.
    Nachdem alles geregelt war, haben wir ein Taxi zu unsrem Hotel bestellt, in dem wir jetzt noch bis Freitag bleiben werden.
    Der "nette" Taxiahrer hat uns dann aufmerksam zugesehen, wie wir uns abgemüht haben, unsre hunderttausend Taschen in seinem Kofferraum unterzubringen, während er uns mit mehr oder wenig hilfreichen Ratschlägen überhäuft hat.
    Nach fast einer Stunde Fahrt waren wir dann endlich da. Unsere Ankunft werden die Angestellten dort wahrscheinlich nicht mehr so schnell vergessen. Mit Mühe und Not haben zwei Männer unser Gepäck auf zwei Gepäckwägen verteilt. Mit Crocs an den Füßen, Strohhut auf dem Kopf und Alufolie und Geschirrtücher, die wieder von den Wägen heruntergefallen sind, in der Hand, standen wir dann am der Rezeption.
    Der Rezeptionist, der sich als Matthew vorgestellt hat, konnte ein Grinsen kaum unterdrücken, als er uns unsere Zimmerkarten ausgehändigt hat.
    Umso erleichterter waren wir, als wir schließlich im Aufzug, außer Sichtweise des Hotelpersonals, in den obersten, 27. Stock fahren konnten, wo sich unser Zimmer, naja eigentlich eher eine Ferienwohnung, befindet. Neben einer gigantischen Aussicht auf das Meer, ist sie obendrein richtig toll ausgestattet, zum Beispiel mit einem Kühlschrank mit Eiswürfelmaschine, was nach fünf bzw. zwei Wochen in der Pampa ein richtiger Luxus ist!
    Fünf Minuten später war von dem schönen Teppichboden allerdings kaum mehr etwas zu sehen, als unser Gepäck in unserem Zimmer ankam. Das wird noch interessant, das alles wieder mit nach Deutschland zu nehmen!
    Mama und ich haben uns dann noch auf die Suche nach einer Waschmaschine gemacht, nach einer halben Stunde Suche und drei Mal mit dem Aufzug hoch und runter fahren, haben wir schließlich erfahren, dass sich eine direkt vor unsrem Zimmereingang, versteckt hinter einer braunen Holztür, befindet.
    Außer noch kurz ins türkisblaue Meer zu hüpfen und den Pool mit dem benachbarten Whirlepool auszuprobieren, haben wir heute dann angesichts des Wetters nicht mehr viel gemacht. Im September ist wohl das Wetter in Florida am schlechtesten und ein bewölkter Himmel oder Regenschauer sind da nichts Seltenes.
    Über die Abkühlung, die das Ganze mit sich bringt, waren wird aber nach der Hitze der letzten zwei Wochen ziemlich froh und haben dann einfach noch einen gemütlich Abend im Hotelzimmer verbracht.
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  • Day39

    Key Largo [Montag, 05.09, Tag 38]

    September 6, 2016 in the United States ⋅ ⛅ 30 °C

    Nachdem die Hitze im Wohnmobil schon um 7 Uhr morgens unerträglich wurde, habe ich mich ans Meer gesetzt und habe gelesen. Dabei haben mich zwei Leguane aufmerksam beobachtet.
    Später beim Frühstück kamen immer mehr Leguane aus dem Gebüsch gekrochen, am Ende saßen welche in allen möglichen Größen am Ufer und haben uns beim Essen zugesehen.
    Ich mag diese Tiere total, sie bewegen sich immer so gemächlich und schauen einen mit ihren Knopfaugen immer so interessiert an.
    Danach haben Alina und ich uns noch eine Weile im Pool abgekühlt, bevor wir uns auf den ziemlich langen Rückweg nach Miami gemacht haben.
    Da heute Labor Day, ein Feiertag in den Usa ist, hatten leider ziemlich viele den gleichen Plan, sodass wir richtig in den Stau geraten sind. So haben wir selbst die letzte Abfahrt von dem Glasbodenboot, mit dem wir heute eigentlich fahren wollten verpasst.
    Während wir im Stau festgesteckt sind, konnte Mama aber wenigstens auch mal ein Stück das Wohnmobil gefahren. Gegen 17 Uhr haben wir uns dann einen Campingplatz in Key Largo gesucht, da der Stau einfach kein Ende nehmen wollte.
    Der Campingplatz war echt schön und obwohl das Meer aussah, als ob wir in den Everglades gelandet wären und überall Gestrüpp und Wasservögel im Wasser herumstanden und der Pool so warm wie Badewasser war, hatten wir dort noch einen tollen Abend. Wir haben zusammen Beachvolleyball gespielt und sind ein bisschen geschwommen, wobei sich ein Mann mit uns unterhalten hat, der alle mögliche Sprachen gesprochen hat und immer abwechselnd Englisch und Französisch gesprochen hat. Anschließend wir es uns neben unserem Wohnmobil gemütlich gemacht. Dabei hatten wir eine tolle Geräuschkulisse, die sich anhörte, als ob wir im Urwald gelandet wären.
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  • Day38

    Key West [Sonntag, 04.09, Tag 37]

    September 5, 2016 in the United States ⋅ ☀️ 32 °C

    Nach einer Erfrischung im Pool haben wir heute morgen eine coole Entdeckung gemacht: Im Gebüsch und auf einem Baum saß jeweils ein Leguan, die sich dank ihrer grünen bzw. braunen Farbe so gut getarnt hatten, dass man sie leicht übersehen hat. Und das obwohl die Tiere echt groß sind, mit Schwanz sind sie bestimmt einen Meter lang.
    Gegen halb 12 sind wir dann zum Delfin Research Center in Marathon, einer Insel, die ebenso wie Key Largo zu den Florida Keys gehört, aufgebrochen. Diese Station ist Heimat von vielen Delfinen und Seelöwen. Das Besondere daran ist aber, dass die Tiere dort nicht wie in Aquarien oder Freizeitparks einfach gefangen gehalten werden. Im Gegenteil, es werden dort Tiere aufgenommen, die beispielsweiße gestrandet sind oder verletzt wurden und keine Chance mehr hätten, alleine im Ozean zu überleben; einige wurden auch von Showzentren abgekauft. Die Gehege der Delfine sind außerdem so eingerichtet, dass sie jederzeit darüberspringen könnten und im freien Ozean schwimmen könnten. Nachdem wir uns ein bisschen umgesehen, bei einer Seelöwenfütterung und bei einer kleinen Delfinshow zugesehen hatten, war uns klar, dass sich die Tiere dort richtig wohl fühlen und es ihnen kaum besser gehen könnte. Jedes einzelne Tier bekommt dort unglaublich viel Aufmerksamkeit und wird total liebevoll behandelt. Sie werden auch zu nichts gezwungen, es ist ihnen überlassen, ob sie Lust zum Spielen oder zu den Programmen, die dort angeboten werden, haben.
    Wir selbst haben dort auch ein Programm gebucht, nämlich Schwimmen und Spielen mit Delfinen!
    Und das war der absolute Hammer. Zusammen mir einem Ehepaar wurden wir einem Delfin namens Cayo zugewiesen. Die nette Delfindame hatte sichtlich Freude an der vielen Aufmerksamkeit, die sie von uns bekommen hat und hat uns zur Begrüßung begeistert Küsschen gegeben und uns ihre Flossen schütteln lassen. Dann durfte jeder von uns einzeln etwas mit ihr machen. So haben Cayo und ich uns beispielsweise gegenseitig fröhlich nassgespritzt und Alina hat mit ihr synchron Pirouetten gedreht. Anschließend durfte sich jeder von uns eine Runde von Cayo ziehen lassen. Dazu sollten wir, ohne uns umzudrehen, von dem Steg wegschwimmen, während Cayo uns kurze Zeit später abgeholt hat. Mit kräftigen Flossenschlägen hat sie uns dann wieder sicher zum Steg zurückgezogen. Das war ein unglaublich tolles Gefühl! Nach ein paar weiteren Küsschen und Flossenschütteln durften wir der Delfindame jeder noch ein anderes Kommando, geben, das sie breitwillig ausgeführt hat. So hat Papa zum Beispiel dirigiert, während Cayo fröhlich geklickt hat und auf Mamas Kommando hin, hat sie sich im Wasser gewunden wie eine Schlange.
    So hatten wir unglaublich viel Spaß und die halbe Stunde, die wir mit Cayo verbracht haben, ist viel zu schnell vergangen. Nachdem der Trainer uns noch ein paar Fragen beantwortet hatte, haben wir uns von Cayo verabschieden müssen.
    Mich hat es ziemlich beeindruckt, wie klug die Tiere sind. Sie sind total lernwillig und können sich unzählige viele Kommandos merken und ausführen. Absolut unglaublich war ein Delfin, der mit einem Stift im Maul auf eine Leinwand gezeichnet hat. Als er fertig war, konnte man deutlich einen Delfin erkennen!
    Die paar Stunden im Delfin Research Center, in denen wir tolle neue Eindrücke gesammelt haben, viele süße Delfine und auch ein paar Babydelfine gesehen haben und sogar einen persönlich kennengelernt haben, sind wie im Flug vergangen.
    Am Ende ist uns schließlich noch eine (Mamas Meinung nach) giftige Schlange über den Weg gelaufen ist, bevor wir noch die letzten 40 Meilen nach Key West, der südlichsten Stadt Nordamerikas, gefahren sind.
    In dem netten Städtchen im Karibikstil wird jeden Abend der Sonnenuntergang gefeiert und das wollten wir uns nicht entgehen lassen.
    Als wir dort ankamen, stand die Sonne jedoch immer noch ziemlich hoch. So hatten wir noch genügend Zeit, um ein bisschen durch die schön angelegten Straßen zu schlendern, bevor wir uns ein tolles Plätzchen für den Sonnenuntergang ergattert haben. Von dort aus haben wir die Sonne beobachten können, wie sie erstaunlich schnell immer tiefer gesunken und dabei immer rötlicher wurde, bis sie letztendlich im Meer versunken ist. Als auch der letzte Zipfel außer Sichtweite war, brachen tosender Applaus und Jubelschreie aus. Während dort wohl noch der restliche Abend mit Cocktails, lauter Musik und vielen Gauklern weitergefeiert wurde, sind wir noch ins Hardrock Cafe gelaufen, wo Mama und Papa sich mal wieder ein neues T-shirt gekauft haben.
    Anschließend sind wir zurück zu unsrem Campingplatz gefahren, auf dem wir uns auf der Hinfahrt schon einen Platz reserviert hatten.
    Glücklicherweise lag dieser diekt am Meer, sodass sich die Hitze dank der leichten Brise, die dort wehte, einigermaßen gut aushalten ließ und wir noch gemütlich neben einem kleinen Feuer in unsren coolen Campingstühlen im Dunkeln Abend gegessen haben.
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  • Day37

    Key Largo [Samstag, 03.09, Tag 36]

    September 4, 2016 in the United States ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute Morgen ging das Handy-Drama direkt weiter. Noch vor dem Frühstück wollte Alina bei dem Visitor Center, wo sie ihr Handy gestern vergessen, anrufen. Dort war allerdings noch niemand da, sodass sie noch ein bisschen warten musste.
    Nachdem sie später ein paar verschiedene Nummern angerufen hatte, hat Alina endlich in Erfahrung bringen können, dass das Smartphone tatsächlich dort liegt. Irgendeine nette Person muss es dort abgegeben haben. Leider hätte die Fahrt dorthin bedeutet, dass wir zweieinhalb Stunden gefahren wären, ohne auch nur ein bisschen unserem eigentlich angepeilten Ziel, Key West, näher zu kommen. Darauf hatte keiner von uns Lust.
    Als dann auch noch Papa und ich mit der netten Frau vom Visitor Center telefoniert hatten, haben wir endlich eine gute Lösung gefunden.
    Wir würden uns um 4 Uhr am Haupteingang treffen, da die Frau dort sowieso vorbei müsse.
    Jetzt hatten wir aber noch über 5 Stunden Zeit, bis das Treffen stattfinden sollte.
    Als wir nach einem kurzen Gewitter wieder den Wohnwagen verlassen haben, haben Papa und ich eine Kokosnuss im Gras entdeckt. Alina und ich haben dann mit allen möglichen Mitteln versucht sie zu öffnen, was uns nach über einer halben Stunde schneiden, auf den Boden werfen und brechen auch endlich gelang. Sie hat dann auch echt lecker geschmeckt, nur Mama fand, dass sie wie Maultaschensuppe geschmeckt hat.
    Danach haben wir uns ein bisschen im Pool abgekühlt, bevor uns ein weiterer Blitz wieder aus dem Wasser geholt hat. Also sind wir in den Walmart gefahren und haben dort unsere Einkäufe erledigt.
    Anschließend hatten wir noch massig Zeit über und hatten dann doch noch Gelegenheit, ein bisschen in den Outlet gegenüber von unseren Campingplatz shoppen zu gehen. Es gab dort viele tolle Geschäfte wie Nike, Adidas und Gap und wir haben dank dem Sommerschlussverkauf echt super Schnäppchen gemacht.
    Irgendwann war es dann doch Zeit und wir haben uns erneut auf den Weg zum Everglades Nationalpark gemacht. Wir mussten nicht lange warten bis die Frau kam und dann hatte Alina endlich ihr Handy wieder.
    So konnten wir uns am späten Nachmittag schließlich doch noch auf den Weg zu den Keys machen. Da jetzt Wochenende ist, ist auf den Inseln mit türkisblauem Meer und weißem Sandstrand, die mit einer etwa 100 Meilen langen Brücke verbunden sind, leider ziemlich viel los. Erst der dritte Campingplatz, den wir angefahren haben, hatte noch einen (mit Abstand teuersten) Platz für uns frei.
    Schön war der Campingplatz aber trotzdem und nach einer Erfrischung im bisher vollsten Pool, den wir bisher hatten, der aber direkt am Meer war, saßen wir noch lange draußen.
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  • Day36

    Florida City [Freitag, 02.09, Tag 35]

    September 3, 2016 in the United States ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute Morgen war mal wieder frühes Aufstehen angesagt. Um kurz vor acht haben wir in der schon morgens drückenden Hitze vor unserem Wohnmobil gefrühstückt, bevor wir fast zwei Stunden zum Haupteingang von dem Everglades Nationalpark, der für seine Sumpflandschaften, dem Lebensraum von tausenden Alligatoren, bekannt ist, gefahren.
    Nachdem wir uns am Visitor Center, der direkt neben dem Haupteingang liegt, ein bisschen über den Park informiert hatten, sind wir schließlich die kerzengerade, 38 Meilen lange Straße bis ganz an das Parkende gefahren. Unterwegs haben wir immer noch keinen Alligator entdecken können, nur ein paar Vögeln, deren Köpfe aus dem hohen Gras herausgeschaut haben, haben wir gesehen.
    Am Hafen wollten wir dann eine Fahrt mit einem Airboat buchen. Leider meinte die Frau beim Bootsverleih, dass Airboats im Nationalpark nicht gestattet seien. Deshalb haben wir uns für eine vielsprechende Bootstour entschieden, die uns ermöglichen sollte, Delfine, Pelikane, Seekühe und vieles mehr zu beobachten.
    Die Tour hat sich dann allerdings als totaler Flop erweisen. Außer uns war nur ein anderes Ehepaar an Board, sodass wir uns richtig ausbreiten konnten. Der Kapitän hatte allerdings überhaupt keine Lust und saß ständig am Handy, während wir gemächlich über das Wasser getuckert sind.
    Tiere haben wir außer einem Pelikan und ein paar anderen Vögeln keine zu Gesicht bekommen. So hat sich die anderthalb Stunden lange Bootsfahrt, bei der wir gerade aus aufs Meer hinaus und die gleiche Strecke wieder zurück gefahren sind, als total eintönig entpuppt.
    Auf dem Rückweg aus dem Park wollten wir eigentlich noch einen Pfad entang laufen, auf dem man Alligatoren hätte beobachten können. Leider haben wir die Einfahrt dazu verpasst, sodass wir den Park wieder verlassen haben, ohne dass wir auch nur einen einzigen Alligator entdeckt haben.
    Deswegen sind wir noch zur Alligatorfarm, die ein paar Meilen vom Nationalparkeingang entfernt liegt, gefahren. Dort haben wir für weniger Geld, als die Bootstour vorhin gekostet hat, den Eintritt zu der Farm und eine Airboattour buchen können.
    Beim Eintreten in die Alligatorfarm, haben uns als erstes zwei hübsche, grüne Papageien mit einem lauten "Hi" begrüßt. Anschließend ist uns noch ein schwarzes Kaninchen fast über die Füße gehoppelt, bevor wir uns auf dem Weg zu den Babyalligatoren gemacht haben.
    In kleinen Gehegen kann man die Tiere in verschiedenen Wachstumsstadien bestaunen; von ein paar Monaten, bis zu einigen Jahren alten Alligatoren ist alles dabei. Obwohl es ziemlich interessant war, und mir hat nicht bewusst war, dass die Tiere so langsam wachsen, fand ich die Haltung der Alligatoren nicht artgerecht. Bestimmt 50 von den noch ziemlich kleinen Babys saßen zusammengedrängt in einem etwa 6 Quadratmeter großen Gehege.
    Kurz darauf ging dann auch schon die Airboat-Tour los. Mit Ohrenschützern ausgestattet, weil das Luftkissenboot ziemlich laut ist, haben wir Plätze in der ersten Reihe erwischt. Und dann ging es auch schon los. Erst langsam unterwegs, wo wir endlich einen Blick auf einen echten, in freier Wildbahn lebenden Alligator werfen konnten, dann immer schneller sind wir durch das Wasser zwischen dem hohem Gras entlanggeschossen.
    Jetzt weiß ich auch, warum das Boot Airboat bzw. Luftkissenboot heißt! Es fühlt sich so an, als würde man knapp über der Wasseroberfläche fliegen, wenn man mit Highspeed durch das Gewässer rast. An jeder etwas breiteren Stelle hat unser Fahrer das ganze Boot um die eigene Achse drehen lassen, wobei ziemlich viel Wasser über den Rand geschwappt ist. Mehrmals musste Mama unseren Rucksack vor den Wassermassen retten. Hinterher sahen wir dann so aus, als ob wir in die Hose gepinkelt hätten. Nur Alina ist einigermaßen trocken geblieben.
    Obwohl es unendlich viel Spaß gemacht hat, haben wir bei dem Lärm außer dem einen Alligator keinen mehr in freier Wildbahn entdecken können.
    Als wir unsren Rundgang über die Farm, bei der es übrigens außer Alligatoren auch noch Schlangen, Schildkröten, frei herumliegende Papageien, Chamäleons ubd Vogelstraüße zu sehen gibt, sind wir an einem großen Alligatorengehege vorbeigelaufen, in dem die bis zu 4 Meter langen Tiere nur mit Augen herausschauend, bedrohlich durch das Wasser geglitten sind. Total erschrocken sind wir, als wir nach einigen Minuten entdeckt haben, dass knapp ein Meter von uns entfernt, auf der anderen Seite des Zauns zwei große Exemplare bedeckt mit Schlamm und deshalb sehr gut getarnt waren, lagen. Außer den listig blinzelnden Augen, haben sich die Tiere absolut nicht bewegt.
    Im Anschluss haben wir uns noch eine Alligatorshow angeschaut, bei der uns ein Mann zunächst die Unterschiede zwischen Krokodilen und Alligatoren erklärt hat und anschließend noch ein paar waghalsige Kunststücke gezeigt hat. Zum Beispiel hat er sich auf einen Alligator gesetzt und dessen Kopf unter sein Kinn geklemmt, während er beide Arme ausgestreckt hat. Obwohl es ziemlich beeindruckend war, was der Mann sich alles etrauta hat, hat es dem armen Tier aber bestimmt ebenso wenig gefallen, wie den Babyalligatoren, die nachher mit Klebeband um den Mäulern, durch die Publikumreihen gereicht wurden.
    Abends haben wir die Alligatoren schließlich hinter uns gelassen und sind zum nächsten Campingplatz gefahren. Beim Einbiegen in die Aufahrt wurde Alina plötzlich ganz blass: Sie hatte ihr Handy auf dem Klo bei dem Bootsverleih, der jetzt etwa 50 Meilen von uns entfernt ist, auf das Waschbecken gelegt und vermutet jetzt, dass sie es dort liegen gelassen hatte. Nachdem wir das ganze Wohnmobil abgesucht hatten, waren wir uns ziemlich sicher, das sie es tatsächlich dort vergessen hat. Als beim Anruf dort niemand mehr rangegegangen ist, hat Alina in ihrer Verzweiflung auch noch bei der Notfallnummer, die ich im Internet gefunden hatte, angerufen. Der Mann an der Leitung meinte allerdings, sie solle morgen nochmal bei dem Bootsverleih anrufen. Also heißt es jetzt wohl abwarten!
    Mama und ich sind dann abends noch zu einem Outlet gelaufen, das uns eine nette österreichische Familie im Pool vorhin empfohlen hat und das direkt gegenüber von unserem Campingplatz lag. Allerdings hat die Familie direkt vor dem Outlet bei ihrem letzten Besuch eine Python entdeckt. Wir haben mit Mamas Schlangenangst zum Glück keine zu Gesicht bekommen, leider war das Outlet aber gerade dabei zu schließen.
    Wir sind dann einfach zurückgelaufen und haben noch eine Runde Federball gespielt. Nach 20 Minuten waren wir dank der Schwüle, die auch am späten Abend kaum auszuhalten ist, klatschnass geschwitzt, sodass wir erstmal unter die kalte Dusche stehen mussten.
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  • Day35

    Lantana [Donnerstag, 01.09, Tag 34]

    September 2, 2016 in the United States ⋅ ⛅ 31 °C

    Da heute ja der Sturm im Süden von Florida wüten sollte, haben wir heute morgen spontan beschlossen nicht direkt weiter zu fahren. Im Gegenteil, wir sind wieder 10 Meilen zurück gefahren und haben den Andretti Thrill Park besucht. Da mittlerweile Nachsession ist, hat der Freizeitpark in Melbourne ziemlich ermäßigte Eintrittspreise und außerdem war dort überhaupt nichts los. Gefühlsmäßig war heute mehr Personal als Besucher da, sodass wir nie anstehen mussten und alles so oft wir wollten fahren konnten. So sind wir Runde um Runde mit den Go-Karts geflitzt und in der benachbarten Achterbahn saß ich ganz alleine drin. Ausgerüstet mit Gitterhelm und Schläger haben wir dann sogar noch Baseball gespielt.
    Am Besten war aber Laser-Tag. Wir alle haben es zum ersten Mal gemacht und wollten gar nicht mehr aufhören. Immer wieder sind wir mit Lasergewehren in der Hand durch den abgedunkelten Raum gerannt, haben uns hinter den Schutzwänden versteckt und haben uns gegenseitig, entweder alle gegeneinander oder in Teams, abgeschossen, um Punkte zu sammeln. Mama und ich als Team waren nahezu unschlagbar und das eine Mal, bei dem Papa und Alina gegen uns gewonnen haben, lag wohl eher daran, dass Papa ein paar Mal Mamas Pistole festgehalten und sie dann abgeschossen hat. Dafür hab ich ihn ständig unbemerkt von hinten abgeschossen. Nach ein paar Spielen waren wir dann alle klatschnass geschwitzt, es hat aber superviel Spaß gemacht!
    Nachdem wir auch noch im Klettergarten ein paar Runden gedreht und nochmal ein paar Wettrennen mit den Go-Karts gemacht hatten, haben wir den Park nachmittags wieder verlassen und sind anschließlich noch ein ganzes Stück in Richtung Süden gefahren. Auf einem Campingplatz in Lantana, etwa 50 Meilen von Miami entfernt, haben wir uns dann schließlich nach anderthalb Stunden Fahrt niedergelassen. Unterwegs haben wir noch schnell eingekauft, das Alina mittlerweile immer mit einem elektrischen Einkaufswagen zum Draufsitzen erledigt.
    Von dem angekündigten Sturm haben wir auf dem Campingplatz zum Glück nichts bemerkt.
    Nach dem Abendessen sind wir dann alle vier noch zusammen in den ansprechenden Indoorpool gehüpft. Leider war dieser direkt neben dem Clubhaus, wo diese Nacht eine Feier stattgefunden hat. Die Gäste waren nicht so angetan von dem Geplantsche, das wir veranstaltet haben und nachdem dann auch noch unseren Volleyball "Franklin" ein paar Mal mit ziemlichen Schlägen gegen die Wand geknallt ist, kam eine Frau durch das Schiebefenster heraus und hat uns freundlich, aber bestimmt gebeten, am nächsten Morgen wiederzukommen. Unsere Wäsche, die wir zuvor in die Waschmaschine gesteckt hatten und zu der wir durch das Clubhaus, vorbei an der Feier hätten laufen müssen, wollte dann auch keiner von uns mehr holen und so haben wir sie einfach übernacht in der Waschmaschine gelassen.
    Wir haben uns dann aber nicht unsere gute Laune verderben lassen, sondern haben wie jeden Abend noch eine Runde "Phase 10" gespielt.
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  • Day35

    Grant [Mittwoch, 31.08, Tag 33]

    September 2, 2016 in the United States ⋅ 🌧 27 °C

    Heute Morgen haben wir endlich erfahren, warum es ständig regnet: Ein Hurrikan zieht direkt neben uns vorbei. Die nette Besitzerin von dem Campingplatz, die uns gestern auch schon vor den Alligatoren und den Schlangen gewarnt hatte, hat uns heute früh in ihrem Büro den Wetterbericht anschauen lassen, indem wir die Laufbahn des Hurrikans genau verfolgen konnten. In Miami, genau die Richtung, wo wir eigentlich hinwollen, soll es morgen besonders stark sein.
    Die Frau hat uns dann noch den Tipp gegeben, zum Merritt Island National Wildlife Refuge zu fahren, das auf unserem Weg liegt und in dem wir Alligatoren bestaunen können.
    Als wir die Insel schließlich erreicht hatten, standen jedoch große Schilder neben dem Highway, die besagten, dass die meisten Straßen des Naturschutzgebietes wegen dem Unwetter geschlossen seien. Im Visitor Center haben wir dann aber Informationen über Seekühe, die sich ganz in der Nähe einer Bucht aufhielten und zu der man trotz des Wetters fahren könne, bekommen. Wir sind dann direkt dorthin aufgebrochen. Als wir dort ankamen, hieß es allerdings, dass wegen dem Unwetter auch die Seekühe, von denen dort normalerweise mindestens 25 Exemplare herumschwimmen würden, verschwunden wären.
    Nachdem wir eine Weile gewartet hatten, haben wir immerhin zwei Seekuhnasen entdeckt, die immer mal wieder an der Wasseroberfläche aufgetaucht sind. Am Ufer standen außerdem drei Experten, die uns einiges Interessantes über Seekühe erzählt haben und uns die schweren Knochen der Tiere gezeigt haben.
    Schließlich haben wir es im der unglaublichen Schwüle, die dank dem tropischen Klima in Florida, uns täglich zum Schwitzen bringt, nicht mehr ausgehalten.
    So sind wir zum nahe gelegenen Strand gefahren, wo immerhin eine angenehme Briese geweht hat und haben dort einige Wellenreiter beobachtet, bevor wir neben unserem Wohnmobil gepicknickt haben. Schon geschickt, immer den ganzen Haushalt dabei zu haben!
    Einen Alligator haben wir letzendendes immer noch nicht gesehen, da alle Wege zu den Sümpfen gesperrt waren und wir nur einen kleinen Steg entlanglaufen konnten, von dem wir leider auch keine entdecken konnten. Naja, in Florida sollen über eine Million Alligatoren leben, da werden wir bestimmt noch einen zu Gesicht bekommen. Immerhin haben wir eine Schildkröte direkt neben der Straße laufend entdeckt.
    Gegen Nachmittag sind wir dann schließlich noch ein Stückchen in Richtung Süden gefahren. Unterwegs haben wir einen Campingplatz für heute Nacht gefunden. Im strömendem Regen haben wir unseren Platz bezogen, bevor wir in einer kurzen Regenpause schnell zum auf der anderen Straßenseite liegenden Steg gelaufen sind, wo man laut dem Campingplatzbesitzer oft Delfine beobachten könne. Bei unserer Pechsträhne haben aber natürlich keine gesehen.
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