• Aaron Winkler
  • Aaron Winkler

Ein Jahr Europa

Ich nehme mir ein Jahr Zeit und fahre mit meinem Van über 40.000 km durch ganz Europa. Read more
  • Vaduz

    September 3, 2022 in Liechtenstein ⋅ ☁️ 20 °C

    Ich verlasse heute Österreich und fahre über den Arlbergpass in den benachbarten Zwergstaat Liechtenstein, um dessen Hauptstadt zu besuchen.
    Auf dem Berg über der Stadt thront das wuchtige Schloss und eröffnet Ausblicke auf einen großen Teil des Fürstentums. Im Zentrum finden sich historische Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zu moderner Architektur und ähnlich wie in Innsbruck, ist das das Gebirge stets im Hintergrund zu sehen. Der relativ neue Platz am Landtag gefällt mir besonders gut, denn durch die Farb- und Materialwahl wirkt er wie aus einem Guss und schafft nicht nur einen fließenden Übergang zum Neubau, sondern verbindet diesen auch mit den Bestandsbauten zu einem gelungenen Ensemble. Die sehr kultivieren Fußgängerzone finden sich neben Geschäften auch mehrere Museen und die gesamte Innenstadt wird von auffallend vielen Skulpturen geschmückt.
    Bereits mit der Überquerung des am Stadtrand verlaufenden Rheins, befinde ich mich auf schweizerischem Boden und fühle mich in den bodenständigen Dörfern deutlich wohler. Mein Stellplatz liegt am nördlichen Rand der Alpen oberhalb des Walensee und bietet einen schönen Ausblick auf die Alm und die Berge.
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  • Zürich

    September 4, 2022 in Switzerland ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute besuche ich die größte Stadt der Schweiz und der Unterschied zur morgendlichen Idylle mit Blick auf die Alm und läutenden Kuhglocken könnte kaum größer sein. Nachdem ich gestern in Vaduz schon einen Einblick in die Welt des Reichtums erhalten habe, wird dieser hier, vorallem durch das mondäne Flair, noch einmal neu definiert.
    Nach einem entspannten Auftakt im schönen botanischen Garten, spaziere ich am Ufer des türkisen Zürichsee in Richtung Altstadt. Dabei treffe ich neben Badegästen und Wassersportlern auch zunehmend auf wohlhabende Flaneure, die allesamt den sonnigen Sonntag nutzen.
    Auf beiden Seiten des Limmat erstreckt sich eine sehr schöne Altstadt, der es aber durch ihre beinahe Makellosigkeit ein wenig an Charme fehlt. In ihrem Kern finden sich neben unzähligen Schweizer Flaggen vor allem farbenfrohe, relative schlichte Häuser, in deren Erdgeschossen gehobene Geschäfte untergebracht sind. Auf dem Lindenhof kann ich viele Boulespieler beobachten und erhalte dabei einen schönen Ausblick auf die Stadt.
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  • Wanderung Klingenstock Fronalpstock

    September 5, 2022 in Switzerland ⋅ ☀️ 17 °C

    Ich fahre heute in das nahe gelegene Muotathal, von wo aus mich die weltweit steilste Standseilbahn mit bis zu 110 % Steigung in das autofreie Dorf Stoss auf 1.300 Metern bringt.
    Die meisten Touristen nehmen von hier aus den Sessellift, so dass ich beim Aufstieg zum Klingenstock weitestgehend allein bin und den Weg durch die Almweiden in Ruhe genießen kann.
    Von diesem Gipfel auf etwa 1.900 Metern führt ein schöner Gratwanderweg im stetigen Auf und Ab bis zum Fronalpstock. Dabei bieten sich herrliche Ausblicke auf die umliegenden Gipfel, den großen blaugrünen Vierwaldstättersee und schließlich sogar bis zum Eiger in den Zentralalpen. Dabei komme ich unter der Höhensonne ganz schön ins Schwitzen und obwohl hier oben deutlich mehr los ist, leidet das Erlebnis darunter nicht.
    Der Abstieg führt wieder über Wiesen und ein paar Geröllfelder und vergeht recht schnell, bevor mich die Standseilbahn wieder ins Tal bringt.
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  • Luzern

    September 6, 2022 in Switzerland ⋅ ⛅ 23 °C

    Ich bleibe im Zentrum der Schweiz und besuche heute Luzern. Auch wenn das Stadtbild einige Gemeinsamkeiten mit Zürich aufweist, herrscht hier ein ganz andere Atmosphäre, die besser zum ländlich geprägten Rest passt.
    Die Reuss teilt die Stadt und wird von mehreren wunderschönen Brücken aus Holz oder Stahl überspannt. Auf beiden Seiten zieht es mich in die engen Gassen und auf kleine Plätzen, die von oft kunstvoll bemalten Fassaden begleitet werden.
    Bei der Mittagspause am Ufer des Vierwaldstättersee kann ich ihn und die Berge noch einmal aus einer anderen Perspektive als bei der gestrigen Wanderung begutachten. Tolle Ausblicke bieten sich mir beim Spaziergang auf der ehemaligen Befestigungsanlage und von den den zugehörigen Türmen. Trotz einiger Touristen und beinahe kitschig schöner Sehenswürdigkeiten, fühlt sich die Stadt immer noch authentisch an.
    Etwas oberhalb des übernächsten Sees finde ich einen Stellplatz mit herrlichem Blick auf ihn und die Stadt Lungern.
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  • Alpenüberquerung

    September 7, 2022 in Switzerland ⋅ ☁️ 10 °C

    Die schlechte Wetterprognose für die nächsten Tage veranlasst mich dazu, die Schweiz heute zu verlassen und über die Alpen nach Italien zu fahren. Dabei wird mein Fahrzeug ganz schön gefordert, denn auf der rund 200 Kilometer langen Strecke gilt es drei Pässe und knapp 5.000 Höhenmeter zu überwinden. Die Ausblicke von den jeweils deutlich über 2.000 Metern gelegenen Hochpunkten sind atemberaubenden und ich ziehe den Hut vor jedem Radfahrer, dem ich hier oben begegne. Ebenso beeindruckt mich die Schweizer Ingenieurbaukunst mit ihren riesigen Staumauern, engen Serpentinen sowie zahlreichen Brücken und Tunnel.
    Auf der anderen Seite angekommen, ändert sich vieles auf einmal. Von der nun vorherrschenden italienischen Sprache und den dynamischeren Fahrstil, über die Flora mit Palmen und Oliven am Straßenrand bis zur pragmatischen Tatsache, dass ich hierzulande eine Warntafel an meinem Fahrrad montieren muss.
    Nach einer halben Umrundung des Lago di Lugano komme ich wieder auf einen erhöht gelegenen Stellplatz mit schönem Ausblick auf den See und die Bergdörfer.
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  • Varenna

    September 8, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute besuche ich den nächsten der großen oberitalienischen Seen, den Lago di Como. An seinem Ostufer liegt das hübsche Dorf Varenna, dem ich bereits auf den ersten Blick verfallen bin.
    Ein schöner Uferweg führt mich entlang des türkisen Wassers und eröffnet schließlich einen zauberhaften Blick auf die leuchtend bunte Altstadt. Mit dem ersten echt italienischen Eis in der Hand lasse ich mich durch die engen, kiesgepflasterten Gassen treiben und bade im warmen Farbenspiel der Fassaden.
    Einige Kilometer nördlich finde ich bei Piona einen Stellplatz mit schönem Blick auf den See. Am nächsten Morgen besuche ich das wenige Schritte entfernte Kloster und gehe auf dem Rückweg noch eine Runde schwimmen.
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  • Radtour Lago d'Iseo

    September 9, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Der Lago d'Iseo bietet sich, sowohl durch seine überschaubare Größe, als auch das gemäßigte Verkehrsaufkommen, sehr gut für eine Umrundung mit dem Fahrrad an.
    An der Südspitze beginnend, hangele ich mich im Uhrzeigersinn von einer idyllischen Ortschaft zur nächsten und habe währenddessen oft den Großteil der vor und hinter mir liegenden Strecke im Blick. Dabei ist das Radwegenetz leider sehr lückenhaft und ich bin gezwungen, mit einem mulmigen Gefühl durch insgesamt zwei Kilometer teils schlecht beleuchtete Straßentunnel zu fahren. Der schönste Abschnitt verläuft am Ostufer, wo eine ehemalige Straße in einen breiten Fuß- und Radweg umgewandelt wurde und man nun in aller Ruhe zwischen überhangenden Felswänden und dem türkisen Wasser dahinrollen kann.Read more

  • Limone sul Garda

    September 10, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 24 °C

    Mein heutiges Ziel ist der größte See Italiens, an dessen Westufer ich das beliebte Städtchen Limone besuche.
    Nach den beschaulichen Dörfern mit entspannter Atmosphäre am Lago d'Iseo, fällt mir der starke Einfluss des Tourismus an diesem Ort deutlich auf. Trotzdem gibt es viele wunderschöne Ecken zu entdecken und die zahlreichen Oleander, Bougainvillea und Weinreben machen die schnalen Gassen noch ein Stück sehenswerter. Die Hauptrolle spielt aber die Zitrone, die in allen möglichen Formen zum Verkauf angeboten wird und das Stadtbild als Dekoration schmückt.
    Nach einer leckeren Pizza mit Blick auf den Porto vecchio, fahre ich weiter nach Norden und finde im Tal bei Pietramurata einen ruhigen Stellplatz neben Rebstöcken und mit Blick auf die Berge.
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  • Trento

    September 11, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 25 °C

    Im benachbarten Tal, nur wenige Kilometer von meinem Stellplatz entfernt, liegt die Stadt Trento, der ich heute einen Besuch abstatte.
    An diesem Wochenende findet hier ein Herbstfest statt und dementsprechend sind sehr viele Einheimische unterwegs, um die verschiedenen gastronomischen und informativen Stationen zu nutzen.
    Vom beeindruckend schönen Piazza Doumo aus, erkunde ich die malerischen Straßen und Gassen der Altstadt, wobei ein Streichquartett für die passende musikalische Untermalung sorgt. Das Stadtbild erhält auch durch die zahlreichen Renaissance Palazzi in ihrer zeitlos klassischen Schönheit einen erhabenen Ausdruck.
    Der Fluss Etsch ist leider vom Zentrum abgeschnitten, aber bietet einen angenehm schattigen Fuß- und Radweg an seinem Ufer. Später folge ich ihrem Verlauf nach Norden und fahre durch große Wein- und Apfelplantagen, bis ich oberhalb von Barbian einen Stellplatz am Hang finde. Von hier habe ich einen tollen Ausblick auf mein nächstes Ziel, die Dolomiten.
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  • Wanderung Sassolungo Umrundung

    September 12, 2022 in Italy ⋅ ☀️ 14 °C

    Obwohl die Dolomiten zu den Alpen gehören, zeigen sie ein gänzlich anderes Erscheinungsbild. Ihre monumentalen Felsberge werden durch senkrechte Linie geprägt und bestehen aus isolierten Gipfelspitzen, Felstürmen und Hochplateaus. In dieser faszinierenden Kulisse unternehme ich eine der beeindruckendsten Wanderungen meines Lebens.
    Ich beginne am Passo Sella und gehe im Uhrzeigersinn auf einer Höhe zwischen 2.000 und 2.400 Metern rund um die Gruppo del Sassolungo. Die Wege auf der Süd- und Westseite sind massentauglich und leicht zu begehen, sodass viel Zeit bleibt, um die grandiosen und sich ständig verändernden Ausblicke zu genießen. Die restliche Strecke ist etwas anspruchsvoller und führt mit einigen kleinen Anstiegen über Fels und Geröll. Dementsprechend treffe ich hier, im Gegensatz zum Beginn, kaum noch auf andere Wanderer.
    Nicht nur der Blick in die Ferne, auf die benachbarten Gebirgsgruppen, sondern auch die unmittelbare Umgebung ist wunderschön. Auf der einen Seite die von Kiefern und errodierten Felsbrocken durchsetzte Wiesenlandschaft und auf der anderen die in den Himmel ragenden, bizarren Felsformationen. Nach den anfänglich milden Temperaturen, wird es im sonnenabgewandten Bereich recht kühl und ich passiere sogar ein kleines Schneefeld.
    Im Anschluss fahre ich nur wenige Kilometer bergab auf die Nordseite der Gruppe del Sella und übernachte im Schatten riesiger Felstürme auf etwa 1.960 Metern. Außer einem neuen höchst gelegenen Stellplatz, kann ich hier auch das beeindruckende Alpenglühen am Abend und einen schönen Sonnenaufgang am nächsten Morgen erleben.
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  • Lago di Braies

    September 13, 2022 in Italy ⋅ ⛅ 23 °C

    Von meinem Stellplatz an der Gruppo del Sella fahre ich in Richtung Österreich zum Lago di Braies, einem der beliebtesten Ausflugsziele in der Region. Mir wird schnell klar, warum so viele Besucher zum See strömen und ihn umrunden wollen.
    Eingebettet in eine idyllische Gebirgslandschaft und gesäumt von weißen Stränden aus Kalksteinschotter und Nadelwäldern, bietet er eine schier unendliche Zahl an wunderschönen Szenenrien. Das Wasser ist so klar, dass die vielen Boote darauf scheinbar schweben und es wechselt seine Farbe je nach Blickwinkel zwischen blau, grün und türkis.
    Später fahre ich weiter nach Osten bis ins Dreiländereck von Italien, Österreich und Slowenien.
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  • Ljubljana

    September 14, 2022 in Slovenia ⋅ ⛅ 25 °C

    Witterungsbedingt verzichte ich auf eine Wanderung am Fluss Soča und fahre stattdessen direkt in die slowenische Hauptstadt.
    Am Fuß des Schlossberges erwartet mich eine schöne und authentische Altstadt, die durch ihre Bodenständigkeit und den Mangel an Perfektion liebenswert erscheint.
    Es gefällt mir sehr gut, welch wichtige Rolle die Ljubljanica hier spielt und wie hervorragend sie in das Stadtbild integriert ist. Durch kleine Balkone in der Ufermauer, einladende Stufenanlagen, zahlreiche Brücken und eine schöne Uferpromenade kann man dem Fluss auf verschiedenste Arten näher kommen.
    Auf der gegenüberliegenden Seite dominieren große Plätze, Bauten aus dem frühen 20. Jahrhundert, einige Spuren des Sozialismus und der vielfältige Park Tivoli.
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  • Škocjanske jame

    September 15, 2022 in Slovenia ⋅ 🌧 19 °C

    Im Süden des Landes besuche ich heute ein riesiges Höhlensystem, das der Fluss Reka hier erschaffen hat.
    Die Dimension dieser unterirdischen Welt sind kaum zu glauben und erinnern an einigen Stellen an Szenen aus Herr der Ringe. Die Höhlen sind teilweise über 100 Meter hoch und an der tiefsten Stelle befindet man sich 150 Meter unter der Oberfläche. Nach der Stillen Höhle, in der zahllose bizarre Tropfsteine zu sehen sind, gelangt unsere 50 Personen große Gruppe in die Rauschende Höhle, auf deren Grund die Reka verläuft und eine imposante Geräuschkulisse erzeugt.
    Nach dem Ende der geführten Tour, kann ich das restliche Areal eigenständig erkunden. Der weitere Weg ist genauso spannend und führt vorbei an zwei Einsturzdolinen, bei denen die Höhlendecke eingebrochen ist und der Fluss nun unter freiem Himmel verläuft sowie durch eine weitere Höhle.
    Im Anschluss verlasse ich Slowenien und fahre weiter nach Kroatien auf die Halbinsel Istrien. Hier finde bei Črvar einen traumhaften Stellplatz direkt am Strand unter Kiefern und Eichen. Zum Sonnenuntergang springe ich in die Adria und genieße das warme Wasser, während sich der Himmel rot färbt.
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  • Poreč & Rovinj

    September 18, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 23 °C

    Nach einem herrlich sonnigen Tag an der Küste von Črvar, harre ich vorsichtshalber noch einen weiteren Regentag hier aus, um nicht wie andere Camper auf der schlammigen Straße stecken zu bleiben. Heute fahre ich in das nahe gelegene Poreč und werde hier leider etwas ernüchtert. Es fällt nicht leicht, in der eigentlich schönen Altstadt die Orte zu finden, deren Charme nicht von den Auswüchsen des Massentourismus zerstört wird.
    Mit gemäßigten Erwartungen fahre ich weiter nach Rovinj und werde dort sehr positiv überrascht. Eine Altstadt fast wie aus dem Bilderbuch, mit leuchtend bunten Fassaden entlang kleiner Gassen, die durch das helle, großformatige Kalksteinpflaster noch freundlicher wirken.
    Später fahre ich ganz in den Süden Istriens zum Kap Marlera, wo ich wieder einen tollen Stellplatz mit Meerblick finde.
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  • Zadar

    September 21, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 21 °C

    Gestern habe ich Istrien verlassen und die Kvarner Bucht umrundet, während die kurvenreiche Küstenstraße tolle Ausblicke auf das Meer und die vielen großen und kleinen Inseln bot. In der Nähe von Vinjerac fand ich inmitten einer kargen, baumlosen Landschaft einen abgelegenen Stellplatz mit Blick auf das Velebit Gebirge. Von hier ist es nicht weit bis nach Zadar, dem ich heute einen Besuch abstatte.
    Die Altstadt liegt auf einer schmalen Halbinsel und weist in Folge der massiven Kriegszerstörungen ein sehr heterogenes Bild auf. So stehen profane Nachkriegsbauten direkt neben romanischen und venezianischen Kulturschätzen.
    Die Stadt hat auch in Sachen Landschaftsarchitektur einiges zu bieten. Auf den ehemaligen Befestigungsanlagen wurden schöne Grünanlagen errichtet und die zeitgenössische Gestaltung der Uferpromenade bietet spannende Highlights wie die Meeresorgel und eine große solarbetriebene Lichtinstallation.
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  • Trogir

    September 22, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 22 °C

    Im starken Gegensatz zu gestern, fühle ich mich heute in Trogir wie in einem großen Freiluftmuseum. Auf der kleinen Insel entdecke ich eine beeindruckend gut erhaltene und homogene Altstadt aus dem Mittelalter. Vom Bodenbelag, über Skulpturen, bis zu den Fassaden, die nur in den seltensten Fällen verputzt sind, besteht alles aus dem typischen Kalkstein. Zu gerne verlaufe ich mich in den schönen Gassen und genieße die Sonne zwischen den stattlichen Palmen an der Uferpromenade.
    Nach einem kleinen Einkauf auf dem örtlichen Markt, fahre ich auf die südlich angrenzende Insel Čiovo und find an ihrem östlichen Ende einen tollen Stellplatz direkt am Strand.
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  • Split

    September 23, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 23 °C

    Von meinem Stellplatz blicke ich über das kristallklare Wasser zum gegenüberliegenden Ufer auf mein heutiges Ziel, die Stadt Split. Sie ist die zweitgrößte des Landes und gilt als Hauptstadt der Küstenregion Dalmatien.
    In der Altstadt kann ich mich auf eine faszinierende Zeitreise in das Römische Reich des ausgehenden 3. Jahrhunderts begeben, denn einige Teile des zu dieser Zeit errichteten Diokletianpalastes sind noch gut erhalten. Nach dem es als kaiserlicher Palast ausgedient hatte, wurde das Innere des antiken Bauwerkes im Laufe der Jahrhunderte zu einer bewohnten Stadt umgewandelt.
    Der Bereich außerhalb der Palastmauern ist ebenfalls sehenswert und bietet neben sehr schönen Plätzen und einer breiten und grünen Uferpromenade auch das bisher beste Eis außerhalb Italiens.
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  • Wanderung Vošac

    September 24, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach den ähnlichen Eindrücken der letzten Tage, begebe ich mich heute auf die Suche nach einer neuen Perspektive auf das Land. Dafür fahre ich in das kleinen Dorf Makar und beginne hier eine Wanderung in den Naturpark des Biokovo Gebirges.
    Mein Ziel, den 1.421 Meter hohen Gipfel des Vošac, kann ich bereits zu Beginn sehen. Mich führt ein gut ausgebauter Wanderweg über zahlreiche kleine Serpentinen mit einer relativ konstanten Steigung immer weiter nach oben. Exponierte Abschnitte am Hang wechseln sich mit lichten Kiefernwäldern ab und die Aussicht auf die Makarska Riviera wird immer besser.
    Auf dem Gipfel bietet sich ein fantastischer Rundumblick, der auf der einen Seite über das bergige Hinterland bis nach Bosnien-Herzegowina reicht und auf der anderen Seite das italienische Festland am Horizont der Adria erahnen lässt.
    Nach einem kurzen Abschnitt durch die karge Graslandschaft der Hochebene folgt ein langer Abstieg, an dessen Ende ich mich sputen muss, um mit dem letzten Licht der Dämmerung zurück zu kommen.
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  • Mostar

    September 25, 2022 in Bosnia and Herzegovina ⋅ 🌧 15 °C

    Ich verlasse vorübergehend die Adriaküste und überquere das Dinarische Gebirge nach Bosnien-Herzegowina, wobei sich, wie schon in den Alpen, einiges um mich herum verändert. Zum einen wird die Landschaft deutlich grüner, die Berge flacher und weicher geformt und zum anderen sieht man den Ortschaften den deutlich geringeren Wohlstand an. Als ich dann, nach knapp 100 Kilometern, in Mostar aus dem Auto steige, ertönt gerade der Ruf des Muezzin und ich fühle mich vollends in einer anderen Kultur angekommen.
    Die kleine Stadt liegt am Fluss Neretva und die darüber verlaufende, rekonstruierte Steinbogenbrücke bildet ihren Hauptanziehungspunkt. Der Bereich rundherum ist sehr sehenswert, in einem guten Zustand und vollkommen auf die Bedürfnisse der Touristen ausgelegt. Etwas weiter entfernt, aber immer noch im Zentrum, zeigt jedoch ein ganz anderes Bild. Mehrere große Ruinen und die zahllosen Einschusslöcher an fast jedem Gebäude erzeugen eine bedrückende Stimmung, die einen krassen Gegensatz zur ausgelassenen Urlaubsatmosphäre an der Küste darstellen.
    Eine weiterer Unterschied ist, dass die bisher stadtbildprägenden Kirchtürme hier durch die schlanken Minarette der Moscheen ersetzt werden.
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  • Počitelj & Blagaj

    September 26, 2022 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☁️ 18 °C

    Von Mostar fahre ich heute wieder in Richtung Küste und besuche unterwegs zwei kleine Orte.
    Mein erster Halt ist Blagaj, das für sein historisches Derwischkloster direkt an der Quelle der Buna und am Fuß einer großen Felswand bekannt ist. Die Kulisse ist schön, aber wird durch die touristischen Angebote etwas zu stark beeinflusst. Etwas abseits liegt der Wohnkomplex der Familie Velagića wie ein vergessener Schatz am Flussufer und bezaubert mich mit seinem authentischen Charme.
    Das Gefühl von Authentizität vermittelt mir auch das Dorf Počitelj, da es weitestgehend von Touristenmassen verschont bleibt. Es schmiegt sich an einen Hang am Ufer der Neretva und von der Festung genießt man eine tolle Aussicht auf seine grauen Steinhäuser, den Fluss und die bergige Landschaft. Fast wie bestellt, ertönt dazu wieder der Ruf des Muezzin und erzeugt einen sehr stimmungsvollen Augenblick.
    Zurück in Kroatien, finde ich nahe Slano wieder einen schönen Stellplatz direkt am Meer.
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  • Dubrovnik

    September 28, 2022 in Croatia ⋅ ☀️ 22 °C

    Meine letzte Station in Kroatien ist die beeindruckend schöne Stadt Dubrovnik.
    Die Altstadt wird komplett von einer wuchtigen und sehr gut erhaltenen Befestigungsmauer eingeschlossen und ist ein beliebtes Ziel für internationale Touristen. An vielen Stellen erzeugt der planmäßige Wiederaufbau nach einem schweren Erdbeben im 17. Jahrhundert ein einheitliches Erscheinungsbild, in das sich die unterschiedlichsten Gastronomien und Geschäfte harmonisch einfügen. Neben den vielen Prachtbauten verschiedener Epochen, gefallen mir auch die charmanten Gassen sehr gut. In ihnen gibt es einige Treppenstufen zu überwinden, aber die zahlreichen Topfpflanzen und Wäscheleinen sowie die Ausblicke auf die Stadt machen daraus ein Vergnügen.
    Später fahre ich weiter nach Montenegro und finde oberhalb von Herceg Novi neben einer kleinen Kirche einen Stellplatz mit Blick auf die Bucht von Kotor.
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  • Kotor

    September 29, 2022 in Montenegro ⋅ ☁️ 20 °C

    Bei meiner Fahrt durch den Süden Montenegros entdecke ich heute viele verschiedene Facetten des Landes.
    Zu Beginn umrunde ich die Bucht von Kotor, die von imposanten Felswänden umrahmt wird und an deren südöstlichem Ende die namebsgebende Stadt liegt. Hier erwartet mich wieder eine schöne Stadtmauer, die sich in spannenden Formen den Berg hinauf windet. Der relativ hohe Grünanteil innerhalb der Mauer überrascht mich positiv und auch die hübschen Plätze und kleinen Gassen vor der Bergkulisse gefallen mir sehr gut.
    Von Kotor geht es weiter Richtung Budva und von dort entlang einer wunderschönen Küste, hinter der ein dicht bewaldetes Gebirge verläuft.
    Anschließend überquere ich diese Bergkette und mir bietet sich ein toller Ausblick auf den riesigen Skutarisee, der als größter See auf dem Balkan und in Südeuropa gilt.
    Im Sumpfgebiet an seinem Nordufer finde ich einen wunderbaren Stellplatz am Fluss Morača, der kurz danach in den See mündet.
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  • Podgorica

    September 30, 2022 in Montenegro ⋅ ⛅ 23 °C

    Heute möchte ich die Hauptstadt von Montenegro besuchen und auf dem Weg dorthin lege ich einen Stopp am Fluss Cijevna ein.
    Vor langer Zeit wurde hier ein Wasserfall erbaut, um eine Mühle zu betreiben und inzwischen ist daraus ein beliebtes Ausflugsziel geworden. Durch die starken Regenfälle der letzten Tage ist der Fluss gut gefüllt und kann ich die herabstürzenden Wassermassen in voller Pracht bewundern.
    Die Stadt selbst hat leider wenig Sehenswertes und dafür viele hässliche Ecke zu bieten. Auf Grund der massiven Kriegszerstörungen ist lediglich eine kleine Brücke als einziges historisches Bauwerk erhalten geblieben. Der Wiederaufbau erfolgte vor allem mit Plattenbauten und hinterlässt ein chaotisches Stadtbild.
    Gut gefallen hat mir hingegen die orthodoxe Auferstehungskirche und die flächendeckenden Verzierungen auf goldenem Grund in ihrem Inneren.
    Ich fahre noch ein ganzes Stück weiter nach Norden ins Landesinnere und finde einen abgelegenen Stellplatz am Ufer der Tara. Hier bin ich schlagartig im Herbst angekommen, denn durch die Höhenlage ist es deutlich kühler und die Wälder verfärben sich bereits.
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  • Grenzüberquerung Albanien

    October 3, 2022 in Albania ⋅ ☀️ 19 °C

    Bereits gestern habe ich einen ersten Versuch unternommen, um nach Albanien zu gelangen. Die von Google vorgeschlagene Straße wurde jedoch zunehmend schlechter und wenige Kilometer vor der Grenze musste ich schließlich umdrehen, da ich es nicht riskieren wollte stecken zu bleiben. Stattdessen verbrachte ich einen weiteren Tag auf dem tollen Stellplatz am Ufer des Lim bei Berane.
    Heute führt mich die Alternativroute den ganzen Weg zurück zur Hauptstadt, allerdings nutze ich diesmal eine andere Straße, als auf dem Hinweg. Am Anfang fahre ich durch verstreute Dörfer in einer seichten Berglandschaft, deren Wälder ein herrliches Farbenspiel zeigen. Danach folge ich dem Verlauf der Morača durch ihr beeindruckend schönes Tal. Kurz nach dem Besuch eines Klosters, halte ich am Straßenrand und nehme den einheimischen Rentner Pero mit nach Podgorica. Wir verständigen uns in einer wilden Sprachmischung und er zeigt mir die besten Aussichtspunkte zum Fotografieren entlang der Straße.
    Am Skutarisee überquere ich die Grenze nach Albanien und fahre durch eine große Ebene in das breite Tal des Përroi i thatë und weiter in die Albanischen Alpen. Hier bieten sich von der Passstraße des Qafa e Thorës atemberaubende Ausblicke auf das Gebirge und seine herbstlich leuchtenden Wälder.
    Nach dem Pass geht es auf der anderen Seite wieder bergab bis ins Tal der Shala, an deren Ufer ich einen Stellplatz mit toller Kulisse finde.
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  • Wanderung Theth

    October 4, 2022 in Albania ⋅ ☀️ 15 °C

    Mein Knie ist nach der letzten Wanderung noch nicht wieder ganz fit und so wähle ich heute eine kurze und einfache Route im Tal der Shala, die trotzdem einiges zu bieten hat.
    Im Schatten der imposant emporragenden Berge, durchquere ich die Siedlung, in der neben einfachen Wohnhäusern und Viehweiden, zunehmend der Tourismus mit vergleichsweise luxuriösen Neubauten Einzug hält.
    An mehreren Stellen gilt es Wasserläufe zu überwinden, wobei entweder abenteuerliche Brücken oder der lediglich Trittsteine zur Verfügung stehen. Ein kurzes Stück den Hang hinauf wird von rauschenden Kaskaden begleitet und belohnt die Mühe mit einem hohen Wasserfall am Ende.
    Mir bieten sich immer wieder tolle Ausblicke in das Tal und ich begnege vielen verschiedenen Nutztieren, die häufig frei herumlaufen.
    Der Ort gefällt mir sehr gut, aber die vorhergesagten Nachttemperaturen kurz über dem Gefrierpunkt bringen mich dazu, die albanischen Alpen wieder zu verlassen. So fahre ich auf der selben Serpentinenstrecke zurück und genieße dabei die Ausblicke und die herrliche Herbstfärbung. Am Ufer des mir mittlerweile gut bekannten Skutarisees finde ich einen ruhigen Stellplatz.
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