• Aaron Winkler
  • Aaron Winkler

Ein Jahr Europa

Ich nehme mir ein Jahr Zeit und fahre mit meinem Van über 40.000 km durch ganz Europa. Читать далее
  • Shkodra

    5 октября 2022 г., Албания ⋅ ⛅ 22 °C

    Von meinem ruhigen Stellplatz am Skutarisee fahre ich heute an seine südliche Spitze, in die turbulente Großstadt Shkodra.
    Hier herrscht ein einziges Chaos, das beim scheinbar regellosen Verkehr beginnt und sich über das Spinnennetz aus kreuz und quer verlaufenden Stromleitungen bis zum polyfonen Ruf des Muezzin aus mehreren Moscheen erstreckt.
    Das Stadtbild erinnert mich an Podgorica, denn auch hier dominieren die sozialistischen Plattenbauten in Verbindung mit modernen Glasgebäuden. Am Rand des Zentrums stehen einfache Flachbauten, vor denen alle möglichen Lebensmittel, Kleidung und sonstiges zum Verkauf geboten wird.
    Nach kurzer Zeit wird es mir zu viel und ich fahre an den Stadtrand, wo ich ein gutes und günstiges Mittagessen in einem Restaurant direkt am Fluss Drin zu mir nehme. Unweit entdecke ich eine historische Moschee sowie eine schönen Ausblick von der Festung auf die Stadt.
    Weiter im Süden erreiche einen Stellplatz am Ufer des Flusses Mat und komme gerade rechtzeitig zu einem schönen Sonnenuntergang.
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  • Movrava Nationalpark

    6 октября 2022 г., Северная Македония ⋅ ☀️ 21 °C

    Nach dem abwechslungsreichen Auftakt verlasse ich Albanien vorerst und durchquere das Land in Richtung Nordmazedonien.
    Ich folge dem Fluss, an dem mein Stellplatz liegt und nur wenige Kilometer entfernt wird dieser zu einem langestreckten See aufgestaut. Über diesen verlaufen mehrere abenteuerliche Hängebrücken und an der augenscheinlich sichersten von ihnen nutze ich die Gelegenheit für ein klein wenig Nervenkitzel am Morgen.
    Auf der Fahrt durch das Hinterland begeistern mich immer wieder sehr weite Ausblicke auf die schier endlose und dicht bewaldete Berglandschaft, während die miserablen Straßenverhältnisse meine Nerven fordern.
    Sowohl die verstreuten Anwesen, als auch die Ortschaften, zeigen ein ähnlich geringes Wohlstandsniveau, wie in Montenegro. Unbenommen davon, machen die Menschen einen zufriedenen Eindruck und sind sehr gesellig und freundlich.
    Kurz nach der Grenzüberquerung erreiche ich den Mavrovo Nationalpark, durch dessen Zentrum der namebsgebende Fluss in einer malerischen Schlucht zwischen bewaldeten Felswändens verläuft. Hier liegt auch ein wunderschöne Kloster mit seiner charakteristischen Architektur, welches immer noch von Mönchen bewohnt wird. Im angrenzenden Restaurant kann ich ein sehr leckere und preiswerte Spezialitäten der Region mit schönem Ausblick genießen.
    Anschließend fahre ich weiter in Richtung Hauptstadt und erreiche oberhalb von Tetovo einen Stellplatz mit schönem Weitblick in das Tal.
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  • Skopje

    7 октября 2022 г., Северная Македония ⋅ ☀️ 25 °C

    Meine nächste Station ist die nordmazedonische Hauptstadt. Auf dem Weg dorthin liegt die Matka Schlucht, in der ebenfalls ein Fluss zum See angestaut wird und ich stelle fest, dass die Stromerzeugung aus Wasserkraft hier, wie auch schon in Albanien, eine wichtige Rolle spielt. Die Schlucht selbst ist schön, aber das touristische Überangebot trübt das Naturerlebnis leider ein wenig.
    Schon auf de Fahrt ist mir aufgefallen, dass das Land im Vergleich zu seinen Nachbarn etwas besser gestellt ist und dieser Eindruck wird in Skopje noch einmal verstärkt. Jedoch gibt es im Zentrum dafür einen eher fragwürdigen Grund, denn der Großteil der neoklassizistischen Prunkbauten, großzügigen Plätze, oppulenten Brücken und riesigen Standbilder mit Wasserspielen entstand in einem umstrittenen Neugestaltungsprojekt zu Beginn des letzten Jahrzehnts. Dafür wurden Teile der historischen Altstadt zerstört und nicht ohne Grund wird das Ergebnis mit dem Begriff Kitsch in Verbindung gebracht.
    Etwas abgehängt liegt auf der Nordseite des Flusses liegt der noch erhaltene ältere Teil der Stadt mit der Festung und dem Alten Basar. Hier kann ich in das immer noch sehr rege Treiben eintauchen und bin fasziniert davon, dass fast jedes Geschäft hochwertigen Schmuck anbietet und welch unglaublich hoher Warenwert auf relativ kleinem Raum konzentriert wird.
    Einige Kilometer außerhalb finde ich einen Stellplatz mit beeindruckendem Blick auf den Kozjak See.
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  • Ohrid

    8 октября 2022 г., Северная Македония ⋅ ☀️ 22 °C

    Nachdem ich mich eine Weile mit dem Besitzer des Restaurants neben meinem Stellplatz unterhalten habe, fahre ich hinab zum Kozjak Stausee. Die abenteuerliche Straße dorthin ist sehr schmal und kann deswegen nur nach einem festgelegten Zeitplan jeweils in eine Richtung befahren werden. Hinzu kommt einiges an Geröll von den angrenzenden Felshängen.
    Zum Glück geht es dann deutlich entspannter weiter in Richtung Süden bis zum Ohridsee und der namebsgebenden Stadt am Ostufer. Hier erwartet mich eine bodenständige und authentische Altstadt auf einem Hügel, die einige markante Kirchen, eine Festung und ein antikes Theater zu bieten hat.
    Schließlich fahre ich eine halbe Runde um den See, überquere die dabei die Grenze nach Albanien und erreiche auf der gegenüberliegenden Seite einen schönen Stellplatz direkt am Ufer.
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  • Tirana

    10 октября 2022 г., Албания ⋅ ☁️ 23 °C

    Wieder zurück in Albanien, besuche ich heute die Hauptstadt des Landes und beignne den Tag mit einem sehr guten Frühstück im gehobenen Viertel Blloku.
    Die Stadt überrascht mich mit ihrem modernen und dynamischen Zentrum, dessen Aufbruchstimmung im starken Gegensatz zum Rest des Landes steht. Einige neu gebaute oder noch im Bau befindliche Hochhäuser prägen die Silhouette und dem negativen Einfluss der Plattenbauten wird immer mehr ansehnliche, zeitgenössische Architektur entgegen gesetzt.
    Ihr fehlt zwar ein markantes Alleinstellungsmerkmal und der historische Bezug, aber dafür gibt es einige Orte, die ein angenehmes Stadtleben ermöglichen. Die anhaltenden Veränderungen scheinen in eine gute Richtung zu verlaufen, aber die Auswirkungen der positiven Strahlkraft auf das Hinterland halten sich bisher leider in Grenzen.
    Anschließend fahre ich weiter nach Süden und finde am Liqeni i Roskovecit einen ruhigen Stellplatz am See.
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  • Berat

    11 октября 2022 г., Албания ⋅ ⛅ 21 °C

    Unweit meines Stellplatzes liegt Berat, die auch als Stadt der 1000 Fenster bekannt ist. Ihren Beinamen trägt sie durch die zahllosen großen Fenster der osmanischen Häuser mit weißen Fassaden, die sich an die Hänge des Flusses Osum schmiegen.
    Die Altstadt ist in ihrer Gesamtheit sehr gut erhalten und über ihr thront die massive Festung. Von hier habe ich einen tollen Ausblick auf die gesamte Stadt und die umliegenden Berge. Innerhalb der Mauern entdecke ich das urig schöne Burgviertel, das fast komplett aus hellem Bruchstein besteht und in einem kleinen Restaurant probiere ich die einfache, aber gute Küche.
    Weiter flussaufwärts finde ich einen schönen Stellplatz am Ufer des Osum.
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  • Kanioni i Osumit

    12 октября 2022 г., Албания ⋅ ☁️ 19 °C

    Ich folge dem Osum weiter stromaufwärts und passiere seine beeindruckende Schlucht, die durch bis zu 80 Meter hohe, beinahe senkrechte Kalksteinwände geprägt wird. Von mehreren Aussichtspunkten und Brücken kann ich faszinierende Einblicke in das Naturwunder genießen.
    Im Anschluss gerate ich eher unfreiwillig auf eine anspruchsvolle Offroadstrecke quer durch die albanische Berglandschaft. Auf den 25 Kilometern werden meine Fahrfähigkeiten durch unterschiedlich grobe, unbefestigte Untergründe und steile Passagen bergauf und -ab eingehend getestet. Die Belohnung für die nervenaufreibende Fahrt sind herrliche Ausblicke und die Nähe zu einer wunderschönen, abwechslungsreichen Natur, wie man sie sonst eher bei Wanderungen erlebt. Am Ende bin ich sehr froh, dass alles gut gegangen ist und ich mich auf mein Fahrzeug verlassen konnte.
    Nach einer Stärkung in Përmet geht es weiter in die nahelegenen Thermalquellen von Bënjë, um den Tag mit einem entspannenden Bad im warmen Wasser abzuschließen.
    Wenige Meter entfernt finde ich einen ruhigen Stellplatz zwischen gelb blühenden Astern am Ufer des Lengarica.
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  • Gjirokastra

    13 октября 2022 г., Албания ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach dem ereignisreichen und aufregenden Tag gestern, möchte ich es an meinem heutigen Geburtstag etwas entspannter angehen lassen.
    Ich fahre ein Stück in Richtung Westen und besuche Gjirokastra, das einiges mit dem schönen Berat gemein hat, aber nicht mithalten kann. Der Bereich rund um den alten Basar ist sehr sehenswert, aber die restliche Altstadt wird durch unpassende Neubauten oder baufällige Gebäude verschandelt.
    Anschließend geht es weiter an die Adriaküste nach Saranda und anlässlich des besonderen Tages, gönne ich mir hier den Luxus eines hübschen Apartments und einer warmen Dusche. Die Stadt selbst ist nicht sonderlich schön, aber bietet eine große Auswahl an Restaurants und Bars. In einem kleinen Fischladen mit Restaurant genieße ich einen leckeren Meeresfrüchteteller und trinke einen Cocktail mit Blick auf die Hafenpromenade.
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  • Korfus Norden

    16 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 21 °C

    Gestern habe ich Albanien verlassen und bin mit der Fähre von Saranda nach Korfu gefahren. Sie lässt sich jedoch kaum mit den skandinavischen Pendants vergleichen, denn es handelt es sich hier um ein winziges Boot, auf dem gerade eben vier Fahrzeuge Platz finden und die gesamte Abfertigung verläuft deutlich ineffektiver.
    Angekommen auf der griechischen Insel, erkunde ich bei bestem Wetter ihren Norden und entdecke neben traumhaft schönen Buchten mit türkisem Wasser auch spannende Sandsteinformationen an der Steilküste.
    Von meinen Stellplätzen in toller Lage sind es nur wenige Schritte bis ins milde Wasser und ich freue mich nach der längeren Pause wieder im Mittelmeer baden zu können.
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  • Kerkyra

    17 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 22 °C

    Bevor ich heute die Inselhauptstadt besuche, halte ich im malerischen Bergdorf Afionas mit seinen kleinen kalkweißen Häusern und farbenfroh leuchtenden Bougainvillea. Von hier nehme ich einen kurzen, aber anspruchsvollen Weg entlang der Küste und erhalte tolle Ausblicke auf einzigartig schöne Strände und Buchten.
    Wie auch schon in den letzten Tagen, fällt mir während der Fahrt quer über die Insel auf, wie stark sie sich vom nur wenige Kilometer entfernten Albanien unterscheidet. Die überwiegend mediterrane Prägung zeigte sich sowohl in der Vegetation, als auch in der Bebauung und zudem ist der Lebensstandard hier deutlich höher.
    In der kleinen Hauptstadt an der Ostküste ist von der entspannten Atmosphäre auf der restlichen Insel nicht mehr viel zu spüren. Relativ viel Verkehr und zahlreiche Touristen erzeugen ein buntes Treiben, das sich durch die engen Straßen der schönen Altstadt zieht. Nach den gegensätzlichen Eindrücken in den albanischen Städten, gefällt mir die Eleganz der venezianische Architektur in warmen Farben und mit den stadtbildprägenden Arkaden besonders gut.
    Auf der Suche nach einem weiteren schönen Strandstellplatz zieht es mich wieder Richtung Norden und ich werde in Karasia fündig.
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  • Metéora

    20 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 21 °C

    Vorgestern habe ich Korfu auf dem selben Weg verlassen, wie ich es erreicht habe und kam durch die späte Abfahrtszeit in den Genuss eines schönen Sonnenunterganges auf der winzigen Fähre.
    Nach einem Fahrtag quer durch das bergige Hinterland im Norden Griechenlands, besuche ich heute die einzigartigen Metéora Felsen und ihre Klöster. Bereits der Blick von meinem Stellplatz auf der gegenüberliegenden Seite des Pinios fasziniert mich und ich bin sehr gespannt, was mich vor Ort erwartet.
    Spätestens beim Anblick der bizarren Felsformationen aus nächster Nähe, kann ich deren spirituelle Anziehungskraft gut nachvollziehen. Diese führte dazu, dass sich im 11. Jahrhundert erste Einsiedler in den Höhlen niederließen und in den folgenden Jahrhunderten insgesamt 24 größere Bauwerke entstanden. Die meisten sind verfallen, aber 6 bewohnte Klöster kann man heute noch besuchen.
    Es ist schwer vorstellbar, wie diese Bauwerke auf den Spitzen der Felsnadeln errichtet wurden, zumal es hier bis zum frühen 20. Jahrhundert keine Treppen sondern nur Strickleitern und Seilwinden gab. Das Ergebnis ist eine teilweise surreale Synthese aus Natur und Architektur, die mich bei der jedem neuen Ausblick in Staunen und Ehrfurcht versetzt.
    Anschließend fahre ich weiter nach Süden zu einem ruhigen Stellplatz am Plastira Stausee.
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  • Delphoí

    22 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 23 °C

    Mein Weg führt mich weiter in Richtung Süden bis zum Golf von Korinth und gestern erreichte ich einen tollen Strandstellplatz in der malerischen Bucht Agios Vasileios. Diese liegt nicht weit von meinem heutigen Ziel, der historischen Stätte von Delphi.
    Die kostenpflichtige Ausgrabungsstätte des Apollon Tempel betrachte ich nur aus der Ferne und besuche stattdessen das Heiligtum der Athena Pronaia. Umgeben von Olivenbäumen und schroffen Felswänden, stehen hier die Überreste verschiedener Sakralbauten, die über 2.500 Jahre alt sind. Die Atmosphäre des Ortes ist sehr besonders und die rekonstruierten Gebäudeteile vermitteln eine Ahnung ihrer erhabenen Schönheit.
    Ich fahre weiter durch endlose Olivenhaine, eingebettete in idyllische Berglandschaften und finde bei Agios Nikolaos einen weiteren wunderschönen und ruhigen Stellplatz am Meer.
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  • Athína

    24 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute besuche ich die griechische Hauptstadt und anders als sonst, habe ich hier einen konkreten Fokus, insbesondere auf die Akropolis.
    Ich beginne die Erkundung der Stadt auf dem Hügel Lykabettus, der mir einen guten Überblick über die Stadt verschafft und zeigt, dass die enorme Ausdehnung des beinahe reinweißen Häusermeeres ringsum von Bergen und der Küste begrenzt wird.
    Auch nach dem Abstieg setzt sich das homogene Erscheinungsbild fort und wirkt durch die orthogonale Straßenverläufe in Verbindung mit den monotonen Fassaden der Apartment- und Bürohäuser aus der Mitte des 20. Jahrhunderts eher langweilig und ermüdend.
    Der historische und dicht bewachsene Nationalgarten ist nicht nur deutlich abwechslungsreicher, sondern bietet auch eine angenehme Abkühlung von den sommerlichen Temperaturen.
    Nach einer Stärkung mit Gyros erreiche den antiken Stadtkern, der mehrere sehr große und sehenswerte Ausgrabungsstätten beinhaltet. Eine davon ist die Akropolis, zu der ich hinaufsteige und den recht hohen Eintrittspreis in Kauf nehme. Das große Plateau thront über der Stadt und die riesigen, seit 2.500 Jahren erhaltenen Bauwerke versetzen mich in tiefe Ehrfurcht und Begeisterung für ihre Ästhetik. Allerdings leidet die Atmosphäre etwas unter den zahlreichen Touristen und den Baustellen zur Rekonstruktion.
    Nach der Übernachtung in der Nähe der Stadt, fahre ich am nächsten Tag weiter auf die Halbinsel Peloponnes und finde einen schönen Stellplatz an der Küste bei Kiveri.
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  • Monemvasia & Nafplio

    27 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 26 °C

    Gestern und auch heute erkunde ich die Ostküste der Peloponnes und mein erstes Ziel ist die hübsche Kleinstadt Nafplio. Sowohl die drei Festungen, zwei davon auf Hügeln über der Altstadt und eine vor der Küste, als auch die überwiegend venezianische Architektur, zeugen von ihrer bewegten Geschichte und bieten viel zum Entdecken.
    Ganz im Südosten erreiche ich Monemvasia, dessen Altstadt auf einer kleinen Felseninsel liegt und mich mit ihrem rustikalen Charme begeistert. Die besondere Lage machte es zu einem beudeutenden Stützpunkt, vor allem im Byzantinischen Reich und seine Geschichte wird von zahlreichen Eroberungsversuchen geprägt. Nach dem beinahe vollständigen Verfall wurde der mittelalterliche Kern im unteren Teil teilweise restauriert und zeigt sich heute wieder mit schönen Naturstein- und einfachen Putzfassaden in harmonischen Ockertönen. Auch der morbide Charme der verbliebenen Ruinen passt gut zum Gesamtbild. Die auf dem Felsen liegende Oberstadt besteht fast nur noch aus den Überresten zahlreicher Gebäude, die eine Ahnung der ursprünglichen Größe der Stadt vermitteln. Einzige Ausnahme ist eine große Kirche direkt an einer Steilwand.
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  • Peloponnes Süden

    29 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 24 °C

    Ich setze die Erkundung der Halbinsel fort und an ihrer Südküste erwarten mich die unterschiedlichsten Eindrücke.
    Am Lakonischen Golf nahe Trinisa finde ich ein abgelegenen Stellplatz neben einer ehemaligen Geschützstellung, der einen tollen Ausblick auf die felsige Küste und das türkise Wasser bietet. In dieser schönen Umgebung gelingt es mir, nach einem kleinen Kampf, meinen ersten Fang im Mittelmeer zu machen. Die wehrhafte Goldmakrele ist nicht nur schön anzusehen, sondern überzeugt auch mit ihrem hervorragenden Geschmack.
    Am benachbarten Strand liegt seit 40 Jahren das Wrack der Dimitrios und dient heute nur noch als ungewöhnliches Fotomotiv.
    Auf meiner Fahrt Richtung Westen überquere ich das Taygetos Gebirge und kann dabei tolle Ausblicke auf die verstreuten Bergdörfer und die leicht herbstlich verfärbten Wälder genießen.
    Im Südwesten entdecke ich bei den wunderschönen Polylimnio Wasserfällen eine andere Seite der griechischen Natur, die zur Abwechslung mal nichts mit der Küste zu tun hat. In dem schmalen Tal verteilen sich größere und kleinere Kaskaden über mehrere Ebenen und werden von blaugrünen Seen und einer üppiger Pflanzenwelt begleitet.
    Schließlich erreiche ich die Westküste und einen schönen Stellplatz am Romanos Strand.
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  • Patra

    31 октября 2022 г., Греция ⋅ ☀️ 23 °C

    Meine letzte Station auf der Peloponnes ist die drittgrößte Stadt des Landes, Patras.
    Ich entdecke einige Parallelen zu Athen, aber hier ist das Stadtbild abwechslungsreicher und es geht deutlich entspannter zu als in der Metropole. Mit Ausnahme der interessanten Burg oberhalb des Zentrums und den opulenten Andreas Kirchen am Hafen, gibt es leider kaum historische Spuren, aber dafür jede Menge sehenswerte Streetart. Die Stadt hat einen sehr hohen Anteil junger Menschen, die sich in den zahlreichen Gastronomien der Fußgängerzonen tummeln.
    Über die große Rio-Andirrio-Brücke verlasse ich die Halbinsel und fahre weiter nach Norden, zu einer idyllischen kleinen Bucht. Abgelenkt durch ihre Schönheit und mit etwas Leichtsinn, fahre ich mich im Kies fest und der frühe Sonnenuntergang bringt mich dazu, die Lösung des Problems auf den nächsten Tag zu verschieben.
    Nach über zwei Stunden erfolgloser Arbeit an der Selbstbergung, suche ich mir schließlich Hilfe und treffe glücklicherweise, nur wenige hundert Meter entfernt, auf ein sehr nettes Paar aus Würzburg. Mit ihrem gut ausgestatteten Geländewagen können sie mich relativ mühelos befreien und ich bin sehr dankbar, glimpflich davon gekommen zu sein.
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  • Lecce

    6 ноября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 19 °C

    In den letzten Tagen habe ich mich entlang der griechischen Küste am Ionischen Meer von einem schönen Strandstellplatz zum nächsten gehangelt und auch einen kurzen Abstecher auf die Insel Lefkada unternommen.
    Anschließend kehrte ich noch einmal nach Albanien zurück und entdeckte auch hier traumhafte, abgelegene Buchten.
    In Vlora, an der schmalsten Stelle der Adria, nahm ich gestern eine Fähre in Richtung Italien und kam schließlich mit über vier Stunden Verspätung in Brindisi an. Neben der Abfertigung war auch der Service an Bord und der Zustand des Schiffes eher mangelhaft.
    Heute besuche ich Lecce, das mich durch seine gut erhaltene, charmante Altstadt mit zahlreichen prächtigen Bauten aus dem Spätbarock begeistert. Als regionale Sonderform entwickelte sich sich hier der Lecceser Barock, der unter anderem durch den lokalen Tuffstein und die überreichen Fassadendekorationen geprägt wird. Auf den schönen Plätzen und Grünanlagen sowie mit hervorragender Pizza und Eis, verbringe ich einen herrlichen Tag und erfreue mich am kulturellen Reichtum, der eine willkommene Abwechslung zu den überwiegend maritim geprägten Eindrücken der letzten Wochen bringt.
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  • Alberobello

    7 ноября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 18 °C

    Nachdem ich am Morgen riesige Vogelschwärme an meinem Stellplatz an der Küste bei Ostuni beobachten konnte, entdecke ich auf der Fahrt Richtung Westen die regionaltypischen Trulli. Ihre häufig weiß getünchten Wände aus Trockenmauerwerk werden von dunklen Kraggewölben aus Bruchstein bedeckt. Ursprünglich standen sie als einfach Behausungen in den landwirtschaftlichen Feldern, aber in der Kleinstadt Alberobello wurden seit dem 17. Jahrhundert ganze Viertel in diesem Stil errichtet.
    Der Massentourismus hinterlässt auch hier seine Spuren, aber durch die Nebensaison ist heute relativ wenig los und ich kann einige pittoreske Seiten der Stadt entdecken. Die eingeschossige Bauweise lässt häufig einen dörflichen Charakter entstehen und so stechen die viel höheren Sakralbauten extrem hervor.
    Später zieht es mich wieder an die Adriaküste, wo ich einen ruhigen Stellplatz bei Monopoli finde.
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  • Bari

    8 ноября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 18 °C

    Die flachen Felsen an meinem Stellplatz nutze ich, um am Vormittag ein wenig zu angeln und der Blick auf das wunderschön türkise Wasser entschädigt für die Erfolglosigkeit.
    Ich fahre danach entlang der Küste nach Bari, der Hauptstadt Apuliens. Gestärkt durch ein sehr leckeres Panino di Porchetta erkunde ich die kleine Altstadt auf einer Landzunge. In den verwinkelten Gassen hängt jede Menge Wäsche und die Nonna verkaufen ihre handgemachte Pasta in allen Formen und Farben. Der liebenswerte und authentische Charme lädt dazu ein, sich im Gewirr des einheimischen Treibens zu verlaufen.
    Das angrenzende Viertel Murat steht im krassen Gegensatz dazu und wird durch ein strenges Straßenraster mit hohen und teilweise schönen Stadthäusern geprägt.
    Unter den Pinien des Foresta di Mercadante erreiche ich seit langem mal wieder einen ruhigen Stellplatz abseits der Küste.
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  • Matera

    9 ноября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 17 °C

    Heute besuche ich das faszinierende Matera, eine der ältesten kontinuierlich bewohnten Siedlungen der Welt, mit einer etwa 10.000 jährigen Geschichte.
    Ihr Ursprung liegt, wie auch im grieschichen Metéora, in Höhlensiedlungen, die in den steilen Felshängen des zerklüfteten Flusstales der Gravina errichtet wurden. Im Laufe der Zeit wurden immer komplexere Strukturen aus und in den Fels gehauen und es entstanden ganze Stadtviertel, die sogenannten Sassi. Diese waren bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts noch bewohnt, jedoch führten die prekären hygienischen Bedingungen zu einer Zwangsumsiedlung der größtenteils ärmlichen Bauern und heute dienen die Höhlen vor allem touristischen Zwecken.
    Durch enge Gässchen und steile, verwinkelte Treppen erkunde ich die übereinander gestapelten Gebäude in dieser ganz besonderen Welt aus Stein und entdecke dabei zahlreiche Felsenkrichen.
    Zusätzlich bietet die Altstadt einige prachtvolle Straßenzüge, Kirchen und Palazzi aus dem Barock.
    An ihrem Rand eröffnen sich tolle Ausblicke in das schroffe Tal und die Höhlen in den gegenüberliegenden Felswänden.
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  • Pietrapertosa

    10 ноября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 16 °C

    Die kühle Nacht verbrachte ich auf einem idyllisch gelegenen Stellplatz zwischen dem Ufer des Basneto und dem Fuß der Lukanischen Dolomiten. Inmitten dieses Gebirges, das ähnlich bizarre Felsformationen wie der norditalienische Namensgeber zeigt, liegt das beschauliche Dorf Pietrapertosa. Umgeben von den freundlichen Einwohnern und fernab jeglicher Touristenströme, entdecke ich in aller Ruhe dieses Kleinod, das förmlich mit den Felsen verwachsen ist. Zusammen mit den Ausblicken auf die spannende Berglandschaft mit dem Nachbardorf Castelmezzano sowie die weiten Feldfluren im Tal ergibt sich ein tolles Gesamtbild.
    Im Anschluss fahre ich weiter bis an die Westküste und erreiche bei Pisciotta einen abgelegen Strandstellplatz.
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  • Salerno

    12 ноября 2022 г., Италия ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach einem entspannten und sommerlich warmen Tag am Strand, fahre ich heute die Küste ein ganzes Stück weiter nach Norden und besuche Salerno.
    Ich brauche eine Weile, um mit der Stadt warm zu werden, denn durch die großstädtische Prägung und den wolkenverhangenen Himmel lerne ich eine neue Seite des Landes kennen.
    Spätestens der kleine, aber durch die Terrassierung spannende Garten der Minerva schafft es mein Herz zu öffnen und mich mit tollen Ausblicken und botanischen Besonderheiten zu begeistern. Ebenso sehenswert ist der Dom, der sich als altchristliche Basilika mit vorgelagertem Atrium und durch seine arabischen Einflüsse hervorhebt.
    Die grüne Uferpromenade bietet einen guten Blick auf die bergige Amalfiküste, die ich in den nächsten Tagen erkunden möchte.
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  • Costiera amalfitana

    13 ноября 2022 г., Италия ⋅ ☁️ 16 °C

    Mein städtischer Stellplatz am Rande von Cava de' Tirreni ist nur wenige Kilometer von meinem heutigen Ziel entfernt, aber auf der schmalen und kurvenreichen Küstenstraße dorthin komme ich nur langsam voran. Zum Glück sind auf ihr am Sonntagmorgen größtenteils Radfahrer und einige wenige Einheimische unterwegs, aber ich kann erahnen, wie nervenaufreibend der Verkehr in der Hochsaison sein muss.
    Für die weitere Erkundung ziehe ich die Wanderschuhe an und begebe mich auf eine knapp 10 Kilometer lange Runde, die mit jeder Menge Treppenstufen versehen ist. Ich bin erstaunt, dass die Gegend, trotz der steilen Berghänge und im Gegensatz zu meinen bisherigen Eindrücken Süditaliens, eine relativ hohe Nutzungsdichte aufweist. Jede mögliche und scheinbar unmögliche Stelle wurde mit Häusern bebaut oder für den Anbau von Zitrusfrüchten terrassiert.
    Nach dem Abstieg über Pontone bis nach Amalfi, muss ich dort ernüchternd feststellen, dass es weit hinter meinen Erwartungen zurück bleibt. Die fehlenden Touristen und teilweise marode Bausubstanz vermitteln einen eher trostlosen Eindruck und das Wetter spielt leider auch nicht mit. Der Domplatz und die schöne Ansicht vom Hafen können aber einiges wieder gut machen.
    Das benachbarten Atrani ist zwar deutlich kleiner, aber hat einige schöne Ecken zu bieten und hier wohnen mehr Einheimische, sodass ein liebeswerteres Bild entsteht.
    Über steile Treppen geht es hinauf nach Ravello, wo ich mein Highlight der Tour entdecke. Die Villa Cimbrone liegt auf einer Felsspitze in Richtung Meer und bietet eine abwechslungsreiche Gartengestaltung sowie tolle Ausblicke. Das Zentrum von Ravello ist ebenfalls sehr sehenswert und eine hervorragende Pizza Capricciosa rundet das positive Bild ab.
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  • Sorrento

    14 ноября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 18 °C

    Den weiteren Verlauf der Amalfiküste erkunde ich auf Grund des anhaltenden Regens lediglich mit dem Auto und durchquere auf der anspruchsvollen Straße mehrere kleine Ortschaften, die sich malerisch an die Steilhänge klammern.
    Auf der gegenüberliegenden Seite der Halbinsel erreiche ich Sorrent und habe Glück, dass sich hier die Sonne zeigt. Dank seiner langen Geschichte als beliebtes Reiseziel, gibt es zahlreiche Luxushotels aus dem 19. Jahrhundert, die der Stadt einen noblen Charme verleihen. Jedoch sind sie zur Zeit, genau wie die Fußgängerzonen, kaum besucht, aber dienen mir trotzdem als schönes Fotomotiv und bieten tolle Ausblicke über den Golf von Neapel bis zum Vesuv.
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  • Pompei antica

    15 ноября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 20 °C

    Ich besichtige heute die beeindruckende Ausgrabungsstätte des antiken Pompeji, das nach dem Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 unter meterdicken Schichten vulkanischer Asche und Gestein konserviert wurde.
    Dank der umfangreichen archäologischen Arbeiten der vergangenen Jahrhunderte, kann ich mir heute einen ziemlich realitätsnah Eindruck der Stadt verschaffen. Dabei reicht die Bandbreite von großen öffentlichen Bauten, wie Tempeln, Thermen oder Verwaltungsgebäuden, über teilweise rekonstruierte Wohnhäuser mit schönen Gärten, bis hin zu Details wie Mosaike und Fresken.
    Mit großer Faszination durchstreife ich den öffentlichen Stadtraum, der vom riesigen Forum dominiert und durch interessante Straßengestaltungen geprägt wird. Immer wieder zieht es mich ins Innere der Gebäudereste, in denen es jeweils etwas Neues zu entdecken gibt. Dabei kommt mein Fotoapparat, genau wie ich, kaum zur Ruhe und schließlich merke ich erst anhand meiner Ermüdung, wie schnell die Zeit vergangen ist.
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