• Jens Schwieger
  • Kerstin Bake-Völsch

Niederlande

Wir wollen den Norden der Niederlande befahren. Wie es sich gehört, nehmen wir unsere Fahrräder mit.
Wir sind gespannt, vor allem, wie sich das Wetter so macht.
Zeit haben wir bis zum 5. Oktober.
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  • Trip start
    September 17, 2025

    Emden

    September 17 in Germany ⋅ 🌬 17 °C

    Irgendwie konnte heute morgen keiner von uns ausschlafen - um kurz nach sechs war die Nacht zu Ende und wir konnten schon um halb neun los.
    Das Tagesziel ist Emden, also kurz vor der niederländischen Grenze. Eine anstrengende Fahrt - zum einen sehr viel Verkehr (wieso sind eigentlich so viele LKW auf der Straße?), zum anderen ist wegen eines Unfalls die Strecke zwischen Posthausen und Oyten gesperrt und wir werden mit (vermutlich tausenden) anderen über eine idyllische Umleitungsstrecke geführt. Irgendwann ist auch das geschafft und je weiter wir Richtung Ostfriesland voran kommen, desto weniger wird der Verkehr. Gegen 13 Uhr sind wir beim Stellplatz im Stadthafen, der schon fast voll besetzt ist. Es ist relativ eng und ein wenig ungemütlich, aber es ist ja auch nur für eine Nacht.
    Wir verschnaufen kurz und machen uns dann auf den Weg zur Kunsthalle. Vor vielen Jahren waren wir hier schon einmal. Die aktuelle Ausstellung heißt "Dem Himmel ganz nah" und hat Wolken als Thema: künstliche, natürliche, idyllische, gefährliche,... Spannend! Eine kleine, aber feine ständige Ausstellung mit Bildern der Brücke und Blauer Reiter ergänzt das Erlebnis.
    Hinterher verlangt der Magen sein Recht und es gibt Kaffee und Kuchen. Rosenkuchen und Frankfurter Kranz machen mehr als SATT, so dass wir im Anschluss noch ein paar Kalorien verbrauchen und zur Kesselschleuse wandern. So eine Schleuse ist rund und kann durch Öffnen und Schließen der vier Tore den Höhenunterschied von mehreren Gewässern ausgleichen.
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  • Ein etwas holpriger Einstieg

    September 18 in the Netherlands ⋅ 🌬 20 °C

    Es ist sehr diesig und es nieselt, als wir aufwachen - zum Glück wissen wir noch nicht, dass uns dieses Wetter mehr oder weniger den ganzen Tag begleiten wird. Wir müssen noch tanken und einkaufen, dann kann es losgehen. Wir wollen am Ems-Sperrwerk halten und uns etwas umschauen, aber die Straße ist abgesperrt und eine Parkmöglichkeit gibt es nicht. Na gut... Schon bald überqueren wir die Grenze und es ist nicht weit bis zum ersten Ziel : Appingedam. Hier gibt es einen Parkplatz, von dem aus man gut in den Ort gehen kann. Allerdings kommt unser Navi nicht gut mit der Anfahrt zurecht - es dauert etwas, bis wir endlich los können. Aber der Weg führt schön am Wasser entlang - mehrere Kanäle durchziehen den Ort und jede Menge Brücken helfen beim Überqueren. Hübsche Häuser, schöne kleine Gärten und Sitzecken und die "hängenden Küchen" sind sehenswert. Weiter geht es Richtung Uithuzen. Die Dörfer, die wir durchfahren, sind sehr hübsch und wirken harmonisch in der Gestaltung, irgendwie scheint alles zusammen zu passen. Das liegt wohl auch daran, dass fast überall das gleiche Material benutzt wird: Roter Backstein.
    Wir schauen uns einen Stellplatz mitten in einem Polder an - echt "in the middle of nowhere". Wir entscheiden uns dann doch noch etwas weiter zu suchen, aber in dem kleinen benachbarten Café gibt es erstmal Kaffee und Kuchen. Das Café 't Zielhoes ist ein uriger Ort mit Teppichen auf den Tischen statt Tischdecken. Dann geht es quer durch den Polder zum Stellplatz im Yachthafen von Onderdendam... nur knapp 300 Meter vor dem Ziel eine Baustelle mit Straßensperrung - wir müssen umkehren. Noch sind wir guter Dinge, es gibt eine weitere Möglichkeit den Ort zu erreichen. Den Ort schon, den Platz aber nicht, wie wir dann merken : Der Yachthafen ist nur über eine einzige Straße zu erreichen... und die ist gesperrt! Frust! Zum Glück gibt es hier alle paar Kilometer Yachthäfen. Wir fahren nach Winsum und finden endlich einen schönen Platz. Ein Rundgang durch den hübschen Ort hebt die Laune wieder. Und morgen soll das Wetter besser werden.
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  • Eine Borg, Tee und Meer

    September 19 in the Netherlands ⋅ ⛅ 22 °C

    Am Schönsten heute : Nach fast einem halben Jahr bin ich zum ersten Mal nach den beiden Augen - OPs wieder Fahrrad gefahren! Aber dazu später. Frühstück, Abwasch, Schwarzwasser entsorgen, dann geht es los zum Hof bzw zur "Borg" Verhildersum. Dieses Mal bewältigen wir die Umleitung, die nach wenigen Kilometern kommt, ganz cool - wir haben ja Erfahrung!
    Die Hofanlage hat einen schönen Garten mit vielen Skulpturen (modern), das große Haus ist von einem Wassergraben umgeben, drinnen ein Museum, das den Alltag einer reichen Familie im 18. und 19. Jahrhundert nahe bringt.
    Weiter geht's nach Houwerzijl zur "Teefabriek" : Teemuseum, Teeladen, Café, Garten. Das Gebäude war früher eine Kirche! Die Ausstellung ist interessant (allerdings etwas textlastig) und im Laden stelle ich fest, dass ich unbedingt eine neue Teetasse brauche!
    Die kleine Umleitung auf der kurzen Strecke nach Lauwersoog (am Lauwersmeer) ruft kaum noch Irritationen hervor. Wir schauen kurz den Stellplatz aus dem Reiseführer an, aber der ist schon ziemlich voll und zudem eng. Wir haben von einem weiteren Platz beim Yachthafen gelesen - der ist nicht nur insgesamt besser, sondern hat auch in der äußersten Ecke ein paar Plätze mit Blick aus Lauwersmeer, die nicht jeder findet. Nun aber schnell die Räder fertig machen und erstmal was essen. Der Fischhandel im Fährhafen ist unser Ziel - Fisch und Chips (Jens) und ein riesiger Salat mit Fisch (Garnele, Makrele und Lachs) sind lecker und machen tüchtig satt - zum Abendessen gibt's (vielleicht) nur Knäckebrot!.
    Dann noch eine kleine Radtour mitten in den Nationalpark (15 km) - ich muss erstmal wieder reinkommen, bis auf die letzten zweihundert Meter auf tollen Fahrradwegen.
    Und am Abend ein toller Sonnenuntergang - mehr geht nicht!
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  • Leeuwarden

    September 20 in the Netherlands ⋅ ☁️ 22 °C

    Morgens noch mal schöne Eindrücke am Stellplatz: Mehrere große Segler sind schon unterwegs und warten darauf, die Schleuse in die Nordsee zu passieren. Wir tuckern langsam durch die Gegend und "erklimmen" die höchste Stelle der Niederlande : Die Warft Hegebeintum, aufgeschüttet zum Schutz gegen die Fluten. Auf der Warft eine kleine Kirche mit einem sehr kleinen Friedhof, der nach wie vor genutzt wird : Gerade wird ein Grab ausgehoben.
    Dann geht es nach Leeuwarden, wir checken am Yachthafen ein. Die direkte Umgebung ist mehr so na ja aber wir haben einen guten Platz am Wasser. Gerade als wir die Fahrräder fertig "zum Abflug" haben, fängt es an zu regnen, dummerweise mehrere Stunden lang. Als wir dann los kommen, ist es schon 17 Uhr, aber es lohnt sich, dass wir uns überwinden. Mit dem Rad sind es nur 10 Minuten ins Zentrum, dann geht es zu Fuß weiter. Museen, Sehenswürdigkeiten und Läden haben leider schon geschlossen. Wir spazieren an der Kanälen entlang und bewundern die vielen schönen Häuser, die tollen Radwege überall und die vielen großen Boote, die als Wohnung genutzt werden.
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  • Franeker, Harlingen, Middenmeer

    September 21 in the Netherlands ⋅ ☁️ 16 °C

    In der Nacht weckt uns ein heftiger Sturm, der unsere nicht ganz geschlossenen Dachluke hochdrückt. Ist aber nix kaputt, nur ein kurzer Schrecken. Unser Nachbar hat am Morgen aber ziemliche Schwierigkeiten beim Versuch, seine umgestürzten und ineinander verkeilten Fahrräder auseinander zu bekommen.
    Der Wind hält an und es ist diesig und feucht, sehr ungemütlich. Wir wollen uns in Franeker umschauen, dort soll es ein Museum mit einem uralten Planetarium geben. Allerdings müssten wir eineinhalb Stunden auf den Eintritt warten - die Anzahl der Gäste ist limitiert. Das ist uns dann doch zu lang - wir drehen eine kleine Runde durch den Ort. In der Kirche ist gerade der Gottesdienst zu Ende und wir schauen uns kurz um: So viele Leute beim Kirchkaffee, es ist laut, alle haben sich viel zu erzählen.
    Weiter geht es nach Harlingen, es weht immer noch tüchtig. Wir parken knapp außerhalb des Ortes und machen uns gut eingepackt auf den Weg. Zunächst mal ins Heimatmuseum, das Hannemahüs. Es geht um Alltagsleben, Handel, Porzellan und ums Reisen. An sich interessant, aber da alle Texte und Beschriftungen ausschließlich auf Niederländisch sind, ist es sehr mühselig sich alles zu erschließen. Hinterher müssen wir uns also stärken. Der Reiseführer empfiehlt das "Eetcafé Nooitgedagt" zu Recht: große Portionen lecker ist es auch. Ich habe einen "Rhabarber Prik" bestellt und bekomme die Fritz Rhababerschorle. Wir erzählen der Bedienung, dass die bei uns hergestellt wird und sie erzählt, dass sie im Sommer in Hamburg war. Obwohl es jeden Tag geregnet habe, fände sie Hamburg trotzdem schöner als Berlin! Na bitte!
    Inzwischen ist auch die Sonne wieder da!
    Der Hafen mit den vielen historischen Segelschiffen wird natürlich auch noch angeschaut, sie werden häufig für Wochenendturns verchartert und viele kehren gerade zurück.
    Dann sind wir platt, es wird Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen. Wir überqueren mal eben schnell das Ijsselmeer mit dem Auto - der sogenannte Abschlussdeich" ist fast schon eine Autobahn und die 32 Kilometer sind schnell geschafft. Ein kleiner Yachthafen in Middenmeer bietet Stellplätze an - gerne!
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  • Den Helder

    September 22 in the Netherlands ⋅ 🌬 15 °C

    Es sind nur 28 km bis Den Helder - und bei schönstem Sonnenschein sind sie schnell zurück gelegt. Es geht immer an Kanälen und am Amstelmeer entlang. Wir waren unsicher, ob wir Den Helder überhaupt anfahren sollten - ein Marinestützpunkt hörte sich erstmal nicht so attraktiv an. Aber das historische Marinegelände soll attraktiv "aufbereitet " sein, wir schauen also mal.
    Mittendrin im alten Hafen gibt es einen relativ großen Stellplatz für Womos - in der Hochsaison vielleicht etwas eng, aber jetzt viel Platz. Es gibt einen schönen Rundgang: auf dem Deich entlang der Nordsee, dann um das Stadtzentrum herum. Das machen wir zuerst, dann geht es über das historische Gelände. Viele historische Schiffe unterschiedlicher Art und toll sanierte Gebäude, allerlei Restaurants, verschiedene Museen. Im Café Tante Nel machen wir eine Pause mit "Bitterballen" , eine Art Kroketten mit Fleischbrätfüllung. Später machen wir einen zweiten Gang durch Hafen und Ort.
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  • Campingplatz Alkmaar
    Strand bei JulianadorpStrandhäuser direkt am Wasser. Ziemlich viele, ziemlich teuer. GeschmackssacheDüne in Schoorl von untenDüne in Schoorl von obenAlte Bunker gibt es hier viele, bemalt sind sie mir am liebstenStrand bei JulianadorpKäsemuseum AlkmaarAlkmaar

    Alkmaar

    Sep 23–25 in the Netherlands ⋅ ☀️ 17 °C

    Inzwischen schlafen wir morgens etwas länger - Urlaubsentspannung? Wir müssen noch ein paar Lebensmittel einkaufen, aber dann geht es entlang der Nordseeküste nach Süden. Auf der einen Seite der Straße jede Menge Tulpenfelder (die um diese Zeit natürlich nicht so einfach zu erkennen sind), auf der anderen Seite die Dünen. Bei Julianadorp halten wir und gehen zwischen den Dünen ans Meer. So schön! Und erinnert an die Urlaube der Kindheit in Dänemark!
    Weiter geht es nach Schoorl - Schoorl ist dafür bekannt, dass mitten im Ort eine Düne liegt, etwas über 55 Meter hoch und die höchste Düne in den Niederlanden. Kinder kraxeln gern da hoch und lassen sich dann einfach wieder runter rollen. Hätte ich möglicherweise auch gemacht, aber ein Elternpaar lässt seinem Kind gegenüber verlauten, dass Erwachsene dafür zu alt sind... ja, okay...
    Dann wollen wir uns Alkmaar anschauen - im Reiseführer ist ein praktischer Parkplatz angegeben. Nachdem der beste Einparker der Welt das Womo in einen doch recht schmalen PKW-Parkplatz bugsiert hat, laufen wir los... und verlaufen uns gründlich. Wie das passieren konnte, bleibt letztlich ungeklärt. Irgendwann landen wir dann doch auf dem "Waagplein" und brauchen dringend Kaffee und Kuchen. Noch ein kurzer Besuch im Touri-Büro (Stadtplan), dann müssen wir zurück : Die Parkzeit ist abgelaufen... Wir checken auf dem Campingplatz von Alkmaar ein und beschließen, zwei Nächte zu bleiben, morgen mit den Rädern in die Stadt zu fahren und es noch mal in aller Ruhe mit dem Ort zu versuchen.
    Wir machen noch "klar Schiff" : Betten beziehen, ausfegen, saugen und dann is mal gut!
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  • Alkmaar - zweiter Versuch

    September 24 in the Netherlands ⋅ ☁️ 15 °C

    Zunächst mal unser Fazit : Alkmaar lohnt sich - ein netter Ort mit vielen schönen Gebäuden, netten Läden und Restaurants. Aber der Reihe nach.
    Am Morgen sind wir froh, dass wir gestern die Winterdecken bezogen haben - es wird jetzt nachts ziemlich kalt. Aber der Himmel ist wolkenlos und wir nehmen die empfohlene Fahrradroute in die Stadt. Dauert 10 Minuten und es gibt ein Fahrradparkhaus. Kostenlos und bewacht! Man bekommt eine Nummer, das Rad wird mit derselben Nummer markiert und man kann das Parkhaus mit dem Rad nur wieder verlassen, wenn beide Nummern übereinstimmen. Perfekt, oder? Die Niederländer scheinen ihre Räder dort nicht mal abzuschließen - dazu können wir uns dann doch nicht durchringen.
    Da im Ort heute "Landboudag" (Landwirtschaftstag) ist, ist es an vielen Stellen echt voll. Das erschwert die Orientierung. Dazu kommt, dass wir den Plan mit dem Stadtrundgang im Womo vergessen haben... Nach ein bisschen Hickhack kommen wir aber klar!
    Wir machen eine Grachtenrundfahrt, die sich als Sportstunde entpuppt : 22 Mal müssen wir uns tief bücken, um uns nicht den Kopf an den niedrigen Brücken zu stoßen. Aber wir sehen viel vom alten und neuen Alkmaar. Jens wird trotzdem mit einer kleinen Kopfwunde zurück fahren - die stammt allerdings nicht von einer Brücke, sondern vom Regal in einem Café!
    Wir schlendern durch kleine Gassen mit inhabergeführten Läden, vieles, was man sonst gar nicht findet. Und finden tun wir ein tolles Café mit einer sehr alten Einrichtung und extrem guten - nicht so alten 😉 - Kuchen.
    Ein schöner Tag, gut, dass wir Alkmaar noch eine Chance gegeben haben. Nicht unerwähnt bleiben soll aber noch unser Versuch, die Anlegestelle für die Grachtenrundfahrt zu finden : Google hat uns direkt ins Rotlicht- Viertel geführt! Wir haben dann doch lieber noch mal bei der Touri-Info gefragt 😂
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  • Im Jachthafen
    Große Kirche - jetzt Hotel und RestaurantStatenportKapelle, jetzt KunstausstellungViele schöne PortaleRoode SternStatenport - hier gab es den FilmStatenportEines von vielen Häusern, die seit Ewigkeiten alte alleinstehende Menschen beherbergenGibt hier viele Wappen mit Ei Hörnern. Keine Ahnung warum!Statt Hausnummern gab es oft diese Bildkacheln

    Hoorn

    Sep 25–27 in the Netherlands ⋅ 🌬 13 °C

    Es geht heute nach Hoorn am Ijsselmeer. Eine kurze Fahrt, nur 28 Kilometer. Wir fahren über kleine Nebenstraßen immer entlang an Kanälen, durch kleine Dörfer und vorbei an schönen Mühlen. Der Platz am Yachthafen ist schnell gefunden, ins alte Zentrum laufen wir knapp 15 Minuten. Hoorn war im 17. Jahrhundert eine Weltstadt und ein Finanzzentrum, alles drehte sich um Handel und Geldverdienen bis gegen Ende des Jahrhunderts die großen Handelsgesellschaften in Konkurs gingen. Im "Statenport" sehen wir zunächst einen kurzen Film über die Geschichte der Stadt, dann ziehen wir mit Infos auf Deutsch los und erkunden die Sehenswürdigkeiten. Es gefällt uns, dass auch die kritischen Seiten des Handels damals, wie zu. B. Sklaverei und Ausbeutung offensiv angesprochen werden. Die Überbleibsel der Zeit sind dennoch schön anzusehen wie man auf den Bildern erkennen kann. Schließlich enden wir wieder beim Apfelkuchen - dem kann ich sicher bald ein eigenes Kapitel widmen, denn er ist immer anders, aber immer lecker!Read more

  • Museums-Bahn und -Schiff

    September 26 in the Netherlands ⋅ ☁️ 15 °C

    Für heute haben wir einen Ausflug gebucht: Mit der "Dampfstraßenbahn" (wird hier so genannt) wollen wir nach Medemblik fahren, von dort geht es dann mit dem historischen Schiff nach Enkhuizen und dann mit dem "normalen " Zug zurück nach Hoorn. Wir radeln zum Bahnhof und können uns in aller Ruhe einen Platz suchen, bevor es los geht. Um diese Zeit ist die Nachfrage nicht mehr so hoch. Der Zug zuckelt langsam durch die Gegend zu unserer Überraschung quert er sogar eine Autobahn. Eine Ampel sorgt dafür, dass die Autos warten und wir müssen etwas lachen bei dem Gedanken, wie das wohl beim deutschen Autofahrer ankäme.
    In Medemblik haben wir eine knappe Stunde Aufenthalt, das ist leider zu kurz fürs Bäckereimuseum, aus dem es verführerisch duftet. Also nur einmal die Hauptstraße rauf und runter. Es ist leider recht frisch, auf dem Schiff nehmen wir erstmal einen heißen Kaffee. Nach Enkhuizen dauert es etwa eine Stunde. Wir sind schon ziemlich platt, raffen uns dann aber doch noch zu einem Rundgang auf. Das wird belohnt: Es ist wirklich schön hier! Und- natürlich - gibt es auch hier wieder Apfelkuchen!
    Die Niederländische Staatsbahn bringt uns schließlich zurück nach Hoorn, die Räder sind auch noch da und so sind wir schnell wieder am Platz.
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  • Über Edam nach Weesp

    September 27 in the Netherlands ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir werden uns heute etwas südöstlich und vom Ijsselmeer weg bewegen. Aber erstmal wollen wir noch einen Blick auf die Altstadt von Edam werfen. Die Parkplatzsuche gestaltet sich schwierig, überall nur für PKW, selbst eine sehr große Wiese am Ortsrand, ausgeschildert als Parkplatz, hat eine Höhenbegrenzung. Schließlich parken wir in einem Wohngebiet, sorry dafür!
    Auch Edam begeistert uns wieder, irgendwie kriegen wir nicht genug von diesen schönen alten Häusern überall.
    Wir wollen noch zu einer Käserei und müssen wegen Straßensperrungen einen tüchtigen Umweg fahren. Wir bekommen allerlei Infos zur Käseherstellung, aber die Hauptsache ist natürlich der Laden, in dem wir bestimmt an die zehn Sorten Gouda probieren. Gekauft werden zwei sowie ein Glas leckerer Balsamico-Zimt-Dip.
    Dann geht es weiter, die Autobahn ist gesperrt (klar!), aber wir kriegen das gut hin, umfahren Amsterdam ganz souverän und landen auf einem Stellplatz am Rande des Ortes Weesp "in the middle of nowhere". Bei einem langen Spaziergang am Fluss Vecht gibt es noch ein paar schöne Dinge zu entdecken, es müssen gar nicht immer die großen Sehenswürdigkeiten sein.
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  • Kastell Amerongen

    September 28 in the Netherlands ⋅ ☁️ 19 °C

    Das gestrige Erlebnis mit der Parkplatzsuche in Edam hat uns vorsichtig werden lassen.
    So war die Beschreibung von Amersfoort vielversprechend, aber die Suche nach einem geeigneten Parkplatz (diesmal vorher) war erfolglos, also verzichten wir.
    Deshalb war heute Doorn unser Ziel, wir wollten den letzten Ruheort von Wilhelm Zwo anschauen. Abgesehen davon, dass das Museum erst um 13:00 Uhr öffnete, war auch hier auf dem offiziellen Parkplatz nur Platz für kleine PKW.
    Also weiter zum Kastell Amerongen, hier fanden wir einen Parkplatz in einer engen Straße, der offizielle Parkplatz wäre nicht gegangen. Aber der erneute Versuch hat sich gelohnt : Wir besuchen das Kastell und seinen schönen Garten bei schönstem Wetter. In jedem Raum gibt es ehrenamtliche Mitarbeitende, die gerne Infos (auch in Deutsch oder Englisch) anbieten.
    In diesem Kastell hat Wilhelm II nach seiner Flucht aus Deutschland eineinhalb Jahre lang gelebt und auch seine Abdankungsurkunde unterschrieben. Die Geschichte des Hauses reicht aber bis ins 16. Jahrhundert zurück.
    Es gibt einen hübschen kleinen Museumsladen, der auch Getränke und Gebäck im Angebot hat. Es gibt - Achtung! - KEINEN Apfelkuchen, dafür Walnusstörtchen, Zimtmuffins und Kokosmakronen. Wir nehmen alles!
    Dann brechen wir auf und fahren bis Uddel kurz vor Apeldoorn. Auf der Wiese eines Bauernhofs sind Plätze für Womos eingerichtet.
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  • Kampen - Zwolle - Hasselt

    September 29 in the Netherlands ⋅ ☀️ 18 °C

    Nachts wird es jetzt ordentlich kalt. Nach Sonnenaufgang ist also über dem immer noch vergleichsweise warmen Wasser viel Dunst /Nebel, was total schön aussieht, aber manchmal die Sicht arg einschränkt. Am späten Vormittag ist es dann aber sonnig und recht warm. Wir hatten heute zwei kleinere Orte (Kampen und Hasselt) und einen größeren (Zwolle) eingeplant. Mir (Kerstin) gefallen die kleineren in der Regel besser, alles ist entspannter. Das niederländische Kampen ist deutlich sympathischer als das Kampen auf Sylt! Leider ist der Montag offenbar im ganzen Land ein Ruhetag - nicht nur die Museen und Sehenswürdigkeiten sind fast alle geschlossen, sondern auch viele Restaurants und Läden. Manche machen ab Mittag auf, andere erst wieder am Mittwoch. In Zwolle essen wir leckere Broodjes zu Mittag. Fritz Cola und andere Fritz Getränke gibt's hier übrigens an jeder Ecke - so müssen wir oft am Hamburg denken!
    Ach ja, Umleitungen gab es natürlich auch heute wieder und wenn wir nicht absolut sicher wären, dass Hamburg die allermeisten Straßenbaustellen hat, dann würden wir auf die Niederlande wetten! :-)
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  • Stellplatz am Gästehafen
    GrachtenfahrtGrachtenfahrtGrachtenfahrtGrachtenfahrtKirche der MenonitenDie letzte WerftGrachtenfahrtZu verkaufenAlle haben schöne GärtenÜberall BooteNehmen wir!WasserwegLauschige Ecke

    Giethoorn

    Sep 30–Oct 2 in the Netherlands ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute ist der Nebel noch dicker als in den letzten Tagen, die Vorhersage ist auch eher mau, die angedachte Fahrradtour macht wohl nicht viel Sinn. Also fahren wir ein kleines Stück weiter nach Giethoorn am Rande des Nationalparks Weerribben-Wieden, ein großes Flachmoorgebiet. Giethoorn wird auch das Venedig des Nordens genannt - wir wollen rausfinden warum.
    Der Stellplatz wieder am Yachthafen und ich stelle fest : Hier waren wir schon mal! Allerdings nur für eine Nacht auf der Durchreise, als wir wegen Krankheit schnell zurück wollten. Dieses Mal ist alles gut und wir besteigen schon bald eins der vielen Boote für eine Rundfahrt. Und dann sind wir doch überrascht, wie schön dieses "Venedig" ist. Eine Unzahl von Kanälen, Brücken und wunderschönen kleinen und großen Häusern, letztere fast alle nur über erstere zu erreichen. Und die Gärten! Erst versuchen wir, ganz viele Bilder zu machen, aber irgendwann genießen wir nur noch.
    Nach der Bootstour ist es Zeit für etwas Leckeres : Pfannkuchen mit Speck bzw. Käse - stilgerecht serviert mit Sirup und Puderzucker. Köstlich!
    Und dann gehen wir nochmal zurück ins Dorf - es ist einfach zu schön dort.
    Giethoorn ist ein absoluter Touristen - Hotspot, in der Hochsaison würden wir nicht hier sein wollen. Aber die Nebensaison ist ideal... Und auch die Sonne kam übrigens noch raus : es wurde richtig schön.
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  • Giethorn 2

    October 1 in the Netherlands ⋅ ☁️ 16 °C

    Kein Nebel, Sonne pur, vielleicht ein bisschen frisch : Beste Voraussetzungen für eine Fahrradtour. Wir haben uns entschieden, auch hier eine weitere Nacht zu bleiben und machen uns am späten Vormittag mit den Rädern auf eine 27 km-Runde. Durch ein Vogelschutzgebiet, durch die Felder, mit einer kleinen Fähre, zu einem der Info Center des Nationalparks und quer durchs Wasser (na ja, schon auf einer Straße...). Einfach herrlich! Die tollen Fahrradwege überall sorgen dafür, dass wir nicht nur einen Fahrweg für uns haben, sondern meist auch keine Autos zu Gesicht bekommen. Wir treffen etliche Trecker, die mit dem Transport von Reet beschäftigt sind, das zum Dachdecken (wenn gute Qualität) oder als Winterabdeckung für Beete (nicht so gute Qualität) genutzt wird.
    Einmal müssen wir mit einer kleinen Fähre einen Kanal überqueren. Sie transportiert nur Fahrräder oder Fußgänger: innen. Hier finden wir wieder ein Beispiel, wie Tradition und Moderne zusammenpassen : An einem kleinen Automaten (mitten in der Botanik!) kauft man mit Karte das Fährticket für 1,30 Euro, dann geht man auf die Fähre und der "Kapitän" zieht das Boot an einem Seil auf die andere Seite. Nach einer Minute sind wir drüben.
    Beim kleinen, aber feinen Nationalparkzentrum gibt es einen Rundweg, bei dem man allerlei über Verlandung lernen kann. Und eine Teestube mit Garten und einem sehr leckeren Apfelkuchen 😊 Fotos haben wir heute nicht so viele gemacht - wir waren mit Schauen und genießen beschäftigt.
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  • Herzlake
    Störche ohne EndeAn der HaseAn der HaseAn der Hase

    On the road again - es geht nach Hause

    Oct 2–3 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Wir sind auf dem Weg nach Hause. Für die nächsten Tage war schlechtes Wetter angesagt, also haben wir uns entschieden zwei Tage früher als geplant zu fahren. Da wir ja nicht mehr arbeiten, müssen wir auch nicht jeden Urlaubstag nehmen 😂
    Wir fahren diese erste Etappe auf Landstraßen - so sehen wir nochmal viel und der Abschied fällt leichter. Einmal halten wir mitten auf der Straße ab: Auf einer Wiese stehen nicht nur Schafe, sondern eine große Gruppe Störche!
    Wir übernachten in Herzlake - ein schlichter Platz an der "Hase". Wir machen noch einen langen Spaziergang, aber im Vergleich zu den letzten Tagen ist der dann doch wenig spektakulär.
    Wir wollen eigentlich auch noch essen gehen- gar nicht so einfach. Wir entscheiden uns für Pizza im "Da Capo" - das Essen ist lecker, seltsam dass fast nur Bestellungen/Take Away läuft, denn das Restaurant ist recht nett eingerichtet und alles ist super sauber. Und die Rechnung ist definitiv provinziell 😉
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  • Nach Hause

    October 3 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Das war mal eine ziemlich entspannte Heimreise: Zwar viel Verkehr, aber wegen des Feiertags keine LKW und keine Staus. Um 13 Uhr waren wir wieder in Hamburg.
    Heute morgen haben wir uns noch ein üppiges Frühstück gegönnt - das Bäckereicafé in der Nähe des Stellplatzes hatte geöffnet.
    Es war eine schöne Reise: Das Wetter war (fast) immer gut, viel besser bzw. zum Teil auch wärmer als wir erwartet hatten. Und wir haben so viel gesehen und sind uns einig, dass es sich lohnen wird, auch noch mal den Süden der Niederlande zu erkunden.
    Für Womo-Urlaubende ist die Infrastruktur ideal - es ist zwar nicht erlaubt, irgendwo frei zu stehen, aber es gibt jede Menge Stellplätze. Viele in Yachthäfen, allerlei aber auch bei Bauern, in der Regel mit Ver- und Entsorgung, fast immer mit WCs und Duschen. Und natürlich WLAN. Und zu dieser Jahreszeit ist es auch insgesamt sehr entspannt.
    Jetzt wollen wir erstmal wieder die tägliche Routine aufnehmen - und man kann ja schon mal überlegen, wohin die nächste(n) Reise(n) gehen.
    Tot ziens!
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    Trip end
    October 3, 2025