• Jörg Hörnlein
  • Jörg Hörnlein

Vietnam und Kambodscha

Wir wandern durch Reisfelder bei Cao Bang, übernachten bei Bergvölkern, entspannen auf einer Dschunke in der Halong-Bucht, radeln durch Ninh Binh, paddeln in Dong Hoi, entdecken Hué, Hoi An und My Son. Im Süden locken Mekong-Delta & Ho-Chi-Minh-Stadt En savoir plus
  • Début du voyage
    15 novembre 2025

    Auf nach Frankfurt…

    15 novembre 2025, Allemagne ⋅ ⛅ 14 °C

    Das Abenteuer beginnt…
    Unser privater “Shuttlebus” in Form eines VW-Up war pünktlich, der Zug nach Ulm auch und die Weiterfahrt mit dem Zug nach Frankfurt auch. Soviel Glück am Samstag Morgen, da mach ich mir echt Sorgen (frei nach Stoppok).En savoir plus

  • Ankunft in Hanoi

    16 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 21 °C

    Pünktlich um 00:15 Uhr unserer Zeit, also 6:15 Uhr hier, ist der Flieger nach 11 Stunden Flug gelandet. Es ging ja nicht unbedingt schnell, aber wir hatten dafür einen recht gesprächigen Sitznachbar, der mit einer Gruppe Gleichgesinnter an einem Wettbewerb teilnimmt:
    Die Gruppe muss in Zweierteams von Hanoi bis nach Singapur über Thailand ohne Geld und ohne Handy nur mit Minimalausrüstung innerhalb 12 Tagen dorthin kommen.

    Nach der Landung heißt es erstmal laaaaange in einer Schlaaaaange für die Einreise anstehen.
    Der Reiseleiter begrüßte uns am Ausgang, kleiner Check, ob auch alle 16 Personen da sind und ab geht es durch das Verkehrsgewühl der quirligen Hauptstadt. Der Verkehr ist heute noch „etwas weniger“ weil heute Sonntag ist und ich kann mir gut vorstellen wie es unter der Woche hier zugeht.
    Zuerst geht es in ein Nach dem Frühstücken in ein Straßenrestaurant zum Frühstücken mit Grüntee und Suppe die mit Stäbchen und „Suppenlöffel“ gegessen wird.
    Einchecken im Hotel geht erst ab 14 Uhr und deswegen wird als erstes noch ein Besuch im Ethmologischem Museum eingeschoben mit anschließender Rikscha-Fahrt. Sehr abenteuerlich, durch das Gewusel mit Mopeds, Autos, Fahrräder und Fußgänger zu fahren.
    Langsam werden wir müde und können jetzt endlich ins Hotel. Für den Abend wäre noch die Option gewesen in einem Restaurant etwas zu essen, wir haben uns entschieden im Hotel erst einmal ein bisschen Schlaf nachzuholen, was uns nicht davon abhalten soll gegen 22 Uhr eine Runde um die Häuser zu ziehen. Wenn wir schon mal da sind…
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  • Hanoi

    17 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 24 °C

    …Stimmen am Morgen auf dem Flur…dann der Blick zum Wecker…

    !!! MIST, VOLL VERPENNT !!!

    Um 8:30 Uhr ist Abfahrt und jetzt ist es 7:45 Uhr! Zwei Wecker waren gestellt, der eine für den nächsten Tag und der andere für heute, aber leider auf lautlos gestellt. Nix wie raus aus den Federn, angezogen und voll verpeilt eine Etage tiefer im Restaurant angekommen. Kurz gefrühstückt und dann will schon der Bus abfahren.
    Den heutige Morgen widmen wir einen der wichtigsten Persönlichkeiten des Landes – dem noch heute verehrten Ho Chi Minh, den die Vietnamesen liebevoll Onkel Ho nennen. Im Ho-Chi-Minh-Komplex schauen wir das Mausoleum des einstigen Revolutionsführers und den Präsidentenpalast an. Normalerweise wären wir ins Mausoleum hineingegangen, aber leider hat unser Reiseführer nicht gewusst, dass heute Montag ist und da ist das Mausoleum geschlossen.
    Danach ging‘s auf einen Abstecher in den Park vom Mausoleum zum Literaturtempel.
    Einer Teezeremonie durften wir auch noch beiwohnen, sehr interessant und auch sehr zeitintensiv. Der Tee wird in drei Runden getrunken, also dreimal aufgegossen und schmeckt jedesmal anders. Dazu gabs ein paar Snaks und beim Trinken werden auch alle bedacht, die irgendwas mit dem Tee und der Ernte und und und zu tun hatten. Das dauert natürlich…
    Zum anschließenden Mittagessen fuhren wir mit dem Bus in ein recht gutes Restaurant. Als wäre das nicht schon genug steuerten wir nach dem Essen direkt in die nächste Bar um einen Kaffee zu trinken. Da zeigte man uns in guter alter Touri-Tradition, wie einen Kaffee mit Eierlikör, den Egg-Coffee, zubereitet. Wahnsinnig spannend…
    Nach soviel Essen und trinken mussten wir 500 Meter zu Fuß (!) in die nächste Kneipe laufen. An sich ist das nicht erwähnenswert, nur liegt sie direkt an einer Eisenbahnlinie an der der Zug im Abstand von 2 Metern an der Kneipe vorbei fährt. Dass muss man gesehen haben, unglaublich.
    Jetzt geht es zum Hoam Kiem See, quasi das Namens-Pendant zum Chiemsee. Der See hat ein paar Schildkröten im Wasser und hat einen historischen Hintergrund, wegen der Schildkköte und einem goldenen Schwert, irgendwas mit einem Kampf gegen die Chinesen, die dann im Kampf erfolgreich geschlagen worden sind usw. Dem Ort haben wir noch ein paar schöne Bilder abgetrotzt bevor wir von unserem Guide den Nachmittag frei bekommen hatten.
    Nach dem sich bei uns ein Gefühl der Unterhopfung eingestellt hatte, war die Aufgabe auf dem Weg zum Hotel eine schöne Kneipe zu suchen, wo wir der Unterhopfung entgegenwirken konnten. Das war auch nicht schwer, denn gefühlt alle 20 Meter kann man immer irgendwo etwas essen oder trinken. Wir hatten uns für eine Kneipe mit Dachterrasse entschieden und hatten hier ein schönen Ausblick auf das Gewussel unter uns.
    Zum Hotel waren es jetzt nur noch ein paar hundert Meter durch Strassen, die völlig verstopft mit Leuten, Mopeds, Autos und durch Touristen wie uns waren. Spektakulär kann ich da nur sagen. Es war ein Getümmel und ein Lärm, den man sich so nicht vorstellen kann. Wir habe es überlebt, das Hotel in Sicht und man glaubt es nicht: 100m vor dem Hotel hatten wir schon WLAN-Empfang vom Hotel! Der Guide sagte uns am Anfang der Reise, dass die Internet-Verbindung in Vietnam sehr stark ist. Da hatte er wohl Recht.
    Jetzt werden noch die Sachen für morgen gepackt, denn wir müssen sehr früh raus und haben eine 7-stündige Fahrt vor uns. Verschlafen gibts morgen nicht…
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  • Hanoi -Region Cao Bang

    18 novembre 2025, Vietnam ⋅ 🌧 18 °C

    Heute morgen hat es mit dem Wecker besser funktioniert 🙂
    Für die heutige lange Fahrt müssen wir allerdings schon um 6:15 Uhr aufstehen, und das im Urlaub! Heute geht es in die Gegend von Cao Bang in die Berge. Die Fahrt geht vorbei an Teeplantagen sowie Maniok- und Reisfeldern, viel gesehen haben wir dabei nicht, weil es viel regnet und sich die Scheiben im Bus immer wieder beschlagen. Außerdem ist es ziemlich kühl im Bus, dann wieder warm und wieder kalt und so geht das in einer Tour. Ich glaube, der Busfahrer ist mit der einfachen Heizungstechnik ein bisschen überfordert. Um die Mittagszeit halten wir an einem kleinen Restaurant, an dem es zur Abwechslung mal wieder Reis, Hühnchen und Gemüse gibt. Geplant war, dass wir die letzten 6 km zu Fuß zu unserem heutigen Homestay laufen, doch das Wetter ist so schlecht und mittlerweile auch ziemlich kalt. Als Alternative haben wir in einem kleinen Dorf namens Dao Long Chien eine Messermanufaktur besichtigt. Dort werden Messer gefertigt die, wenn man sie hier kauft ca. 10 - 15 € kosten und bei Amazon 187 €. Ein kleiner Spaziergang um das ganze Dorf war auch noch Teil des Programms und nachdem alle durchgefroren waren ging es endlich im Bus zu unserer heutigen Übernachtung.
    Aber wie sagt unserer Reiseführer so schön: „Dem Erlebnis zuliebe verzichten wir für die kommenden Nächte im Mehrbettzimmer auf etwas Komfort.“ Die Unterkunft ist einfach aber gemütlich eingerichtet und das Abendessen ist auch wieder sehr lecker. Zur Abwechslung gibt es Reis, Hühnchen, Gemüse, Fisch(!) und Reisschnaps. Da er hier immer kälter wird, haben wir beschlossen um halb zehn die Segel zu streichen.
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  • Region Cao Bang

    19 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 10 °C

    Mit dem Bus gehts ein paar Kilometer bis zu unserem Startpunkt. Die Wanderung geht mit einem lokalen Guide in eine Region zu ganz abgelegenen Dörfern. Auf Trampelpfade wandern wir durch ein Tal über Felder und Hügel. Die Häuser sind so weit weg vom Schuss, weil halt die Reisfelder zufällig in dieser Gegend sind. Auf den Dörfern leben nur die Minderheiten des Landes, für uns ziemlich idyllisch aber die Arbeit hier ist alles andere als einfach. Mittags gab es zur Abwechslung Reis, Hühnchen, Gemüse und auch noch Manjock. Kann man essen, muss man aber nicht unbedingt. Weiter geht es über Reisfelder und vorbei an Karstbergen wieder zurück zum Bus, der uns schließlich zum heutigen Homestay bringt.En savoir plus

  • Trekking zur Nguom Ngao Höhle

    20 novembre 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 9 °C

    Mit dem Bus geht es wie immer zu unserem Startpunkt. Dis Sonne scheint heute endlich mal wieder und die Temperatur ist ganz angenehm zum wandern. Der Weg ist absolut zu flach für uns und wir laufen entlang am Fluß über Stock und Stein und Reisfelder. Der ganze Reis ist schon geerntet und nur noch die Stoppeln schauen raus. Das dürfen dann die Wasserbüffel noch „abgrasen“. Danach wird das ganze Feld mit einer Motorhacke umgepflügt (es gibt hier keine Traktoren) und jeder Setzling wieder von Hand eingepflanzt. Wenn man(n) sich dann einmal so ein Reisfeld anschaut, kann es einem schon schwindlig werden wieviel Arbeit das macht.
    Mittagessen gab es unterwegs in einem Restaurant mit was wohl zum Essen??? Ok, Frühlingsrollen und Krautwickel waren heute auch dabei…
    Vom Restaurant aus geht es fast direkt zur Höhle. Man könnte jetzt direkt zum Höhleneingang laufen, aber ein cleverer Vietnamese hat sich von IKEA inspirieren lassen und hat den Weg dorthin doch glatt verdoppelt, indem man zuerst einen Zick-Zack-Kurs absolvieren muss, vorbei an 50 Verkaufsständen, wo dich alle Verkäuferinnen mit einem netten Lächeln für einen unnützen Kauf animieren wollen, bevor man völlig durchgeschwitzt das ersehnte Drehkreuz erreicht.
    Die „spektakuläre“ Höhle ist ziemlich lang und schön anzuschauen. Der Rückweg geht dann auch noch einmal an ein paar Ständen vorbei, aber wir sind ja jetzt geübt im Wegschauen 😬
    Noch ein bisschen Busfahren und wir sind an den größten Wasserfällen von Vietnam, den Ban Gioc. Die Mitte des Flusses gehört schon zu China! Danach im Hotel eingecheckt, ein bisschen ausgeruht, aufgehübscht und zum Abendessen ins nahegelegene Restaurant gelaufen.
    Morgen wird wieder ein langer Fahrtag, 8 Stunden bis zur Hanong-Bucht…
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  • Halong-Stadt

    21 novembre 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 15 °C

    Ganz früh stehen wir auf, denn acht Stunden Busfahrt stehen uns heute noch bevor. Daher gibt’s nicht viel neues zu sehen und zu berichten. Die Landschaft ändert sich allmählich, die Häuser werden ein bisschen schöner, die „Berge“ kleiner, die Temperatur höher, die Flächen breiter und alles scheint ein wenig gepflegter. Die obligatorischen Buspausen mit dem bekannten Mahlzeiten sind auch nichts neues. Wir fahren zum größten Teil die komplette Strecke wieder zurück, biegen irgendwann irgendwo links hinterm Baum ab und steuern unseren Zwischenstopp in Halong-Stadt an. Was auffällt ist, dass hier schon wieder gepflanzt wird im Gegensatz von da wo wir herkommen, da fressen die Wasserbüffel die Reisbuschel ab.
    Beim letzten Zwischenstopp an einem etwas exklusiveren Laden kann man neben Schmuck, Kleidung, Deko für innen und außen und ungesunden Lebensmittel Stickereien nicht nur anschauen sondern auch bewundern. Wahnsinn, wie detailliert die Bilder gestickt sind. Die Sonne steht schon ziemlich tief, der Verkehr wird wieder chaotischer und die letzten Kilometer ziehen sich wie Kaugummi aber das Ende ist auch schon in Sicht.
    Aber das Beste kommt immer zum Schluss: Unser heutiges Hotel! Jetzt ist mir schon klar, warum im Programm an manchen Tagen das Mittagessen oder Abendessen oder alles beide fehlt: Damit wir uns dieses Hotel leisten können 😬

    Ja Heidanei, jetzt han i doch no me zom erzähla g‘habt als i denkt han. So ebbes abr au…
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  • Halong-Stadt – Halong-Bucht

    22 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Tag beginnt sehr entspannt, weil unsere Dschunke in die Halong-Bucht erst um die Mittagszeit ausläuft. Deshalb erst einmal in Ruhe frühstücken, Koffer packen und dann nochmal aufs Hoteldach um die Aussicht zu genießen. Tags sieht es gar nicht mehr so spannend aus, als in der Nacht mit Beleuchtung, aber immerhin sehen wir jetzt das Meer. Es gibt auch eine kleine Bar hier oben, nur wird die gar nicht benutzt, ist also eine Unbenutz-Bar 😅
    Der erste Stopp war gleich nach ein paar Minuten an einer Perlenzuchtfarm mit anschließender Verkaufsveranstaltung. Ich bin mir wie im Fantasialand vorgekommen, bei den Preisen für eine Kette oder Perle. Ein kleiner Strandspaziergang ist auch noch angesagt um dann ziemlich zügig zur Dschunke zu kommen, sehr vertrauenserweckend sieht sie nicht aus. In letzter Zeit soll es aber keine Vorkommnisse von gekenterten Booten gegeben haben und das sollte Trost genug sein um einzusteigen. An Bord angekommen gibt es einen kleinen Begrüßungstee, einen Beuteltee von Lipton. Sehr traditionell. Danach werden die Kabinen verteilt und im Anschluss das Deck besucht um ein kleines Sonnenbad zu nehmen. Essen gibt’s im Anschluss mit einer Fisch- und Gemüsesuppe, frittierten Fisch, Meeresfrüchte, Ananas und..? Reis!
    Langsam schippern wir übers Wasser zur Insel Titop. Auf der Insel gibt es einen kleinen Strand und eine Aussichtsplattform. Wir entscheiden uns für die zweite Möglichkeit. Das dachten sich 300 andere Leute auch und so gab’s eine kleine Schlange bis zur Plattform. Der Ausblick ist einfach toll weil dazu auch noch die Sonne scheint. Die Anzahl der Leute auf dieser Insel ist einfach unglaublich, der Lärm auch. Zurück auf dem Boot wird’s wieder ruhiger und wir steuern auf die nächsten Aktivität zu, an einer Perlenfarm Kajak fahren. Zwischen den Perlennetzen paddeln wir ein bisschen kreuz und quer herum bevor es jetzt zum Liegeplatz für heute Nacht geht. Ich hatte mir vorgestellt, dass wir irgendwo in der Bucht uns ein schönen ruhigen Platz aussuchen damit man auch den Sternenhimmel anschauen kann, denn Platz ist hier ja bekanntlich genug. Unser Käptn war anderer Ansicht und hat seinen Kahn da abgestellt, wo schon 10 andere Schiffe liegen. Alle mit Vollbeleuchtung und eine Karaoke-Vorstellung gab’s von einem Nachbarschiff gratis dazu. Das hat auch seinen Reiz und der Anblick der beleuchteten Schiffe in der Nacht ist auch sehr schön.
    Das Abendessen war diesmal ganz anders, sehr lecker, weil diesmal viel Fisch & Co mit dabei waren. Ein letzter Besuch auf dem Oberdeck und dann geht’s ins Bett. Morgen früh um 6 Uhr ist der Tag vorbei und beginnt mit einer Runde Thai Chi.
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  • Halong-Bucht – Ninh Binh

    23 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 15 °C

    Der Tag beginnt mit Thai Chi und einem Frühstück der anderen Art: Pommes mit Gemüse, Toastbrot, Butter und Erdbeermarmelade. Eine kurze Fahrt mit dem Beiboot bringt uns zur Höhle der Überraschung. Auch hier haben wir wieder eine kleine Warteschlange vor uns bevor wir in die Höhle gehen können. Leider hab ich die „Überraschung“ auf dem 800m langem Weg in der schönen und großen Höhle nicht gefunden…
    Noch ein letztes Mal in der Halong-Bucht mit dem Boot schippern, bevor es wieder mit dem Bus nach Ninh Binh weitergeht.
    Der nächste Zwischenstopp war kurioserweise ein Friedhof. Hier liegen nur noch die Knochen der Ehemaligen in einem kleinen Sarg aus Stein.
    Eine Kuriosität ist ein Solarpanel neben einem Grab. Das gibt Strom für ein Radio, dass den ganzen Tag Musik am Grab abspielt. Noch kurioser ist, dass der Glaube hier meint, die Toten brauchen auch etwas Geld. Ach so! Deshalb wird das gespendete Geld, das in einer Andachtsstelle liegt, gegen Falschgeld umgetauscht und dann quasi in einer „Wechselstube“ in Rauchzeichen umgewandelt und in den Himmel geschickt. So hat es uns unser Reiseführer erklärt. Ich dachte immer, Buddhisten wollen sich von allem irdischen lösen. Fragen über Fragen. Wir schippern wieder langsam in der Bucht in Richtung Halong-Stadt um mit dem Bus weitere 4 Stunden nach Ninh Binh zu fahren, doch vorher gibt es eines Mittagessen auf dem Boot. Wir nächtigen in Van Long in einem diesmal exklusiveren Hotel als vorher. Es gibt nur eine Einkaufsmeile und die geht direkt am Hotel vorbei. Also nichts wie rauf auf die Piste und die 2km rauf und runter laufen um vielleicht noch etwas ess- und trinkbares zu finden. Am Ende der Strasse gab es noch einen kleinen verwinkelten Markt mit Lebensmitteln, der anscheinend von den Einheimischen als Drive-Inn benutzt wird. Mit dem Moped vorfahren, die Bestellung aufgeben,zahlen und weg. Kurz vorm verdursten haben wir doch tatsächlich noch eine Möglichkeit gefunden uns zu stärken, bei Bier, Suppe und Nudeln. Hatten wir ja schon lange nicht mehr. Da es für alte Leute schon spät ist und die Straßenlaternen auch schon an sind, müssen wir jetzt schnell ins Hotel zurück. Morgen ist Ruderboot angesagt…
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  • Ninh Binh

    24 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute sind wir den ganzen Tag unterwegs. Zuerst fahren wir zu einem kleinen Berg mit zwei Aussichtspunkten. Nach 500 Stufen schauen wir vom ersten Punkt nach unten. Die Sicht ist nicht so weit, weil hier immer ein Dunst in der Luft ist. Beim nächsten Aussichtspunkt ist am Schluss noch eine Kletterpassage zu meistern um ans Ende zu kommen.
    Nach einer Stunde fahren wir weiter um hinter dem Berg auf einem Ruderboot den Fluss Tam Coc hinunterzufahren. Ruhig und entspannt lassen wir uns 1,5 Stunden treiben, das heißt, hinter uns sitzt der Motor in Form eines Vietnamesen und rudert mit den Füßen das Boot durch den Fluss. Ein kurzer Halt an dem Tempel Thai Vi ermöglicht es, uns ein bisschen umzuschauen und den Tönen des Tempelmeisters zu lauschen. Wir bekommen 3 Lieder zu hören auf drei verschiedenen Instrumenten. Für meine Ohren etwas ungewohnt, doch sehr spannend wie die Instrumente gespielt werden. Damit noch nicht genug, weiter geht es in eine kleine Stickerei im Dorf Van Lam in der seit mehr als 700 Jahren die Tradition immer weiter gereicht wird. Mittag machen wir in Tam Coc in einer schicken Bar, bevor uns der Bus wieder zum Hotel vorbeibringt. Eine Station aber fahren wir noch auf Wunsch von ein paar Teilnehmern an: Dem Wohnsitz vom Eigentümers des Zementwerks. Nettes Häuschen hat er sich da geleistet, so schlicht und einfach in guter alter vietnamesischer Tradition. Respekt!
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  • Fahrradtour mit Kochkurs

    25 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 19 °C

    Mit dem Fahrrad fahren wir vom Hotel aus durch Felder und kleineren Dörfern um beim ersten Halt die Kirche anzuschauen, die der Chef des Zementwerks gestiftet hat. Es ist kein Baustil im klassischen Sinn, sondern eher so einer im Neoprotz-Stil. Aber wenigstens engagiert er sich für die hiesige Bevölkerung. Weiter geht’s an Reisfeldern, Wasserbüffel vorbei und Fischzucht Farmen vorbei auf einem Markt an den wir ein paar Früchte probieren können. Kurz vor Mittag erreichen wir einen Reisbauern wo wir uns entsprechende Arbeitskleidung anziehen und uns beim Fische fangen, Reis ernten und dem umpflügen des Ackers mit Hilfe eines Wasserbüffels ausprobieren können, Wasserbüffel reiten inklusive. Danach bereiten wir gemeinsam unser Essen vor, schnippeln Gemüse, rollen Frühlingsrollen und andere leckere Sachen, frittieren Bananen und Süsskartoffeln. Das Hotel liegt nur noch ein paar hundert Meter von uns weg und so sind wir ruckzuck wieder da. Vor dem Hotel gibt es “zufälligerweise“ ein paar Verkaufsstände an denen Bettina doch tatsächlich einen Trekkinghut für umgerechnet 5€ gefunden hat.
    Jetzt heißt es erstmal wieder Taschen packen, denn nachher geht der Nachtzug nach Dong Hoi!
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  • Dong Hoi

    26 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 16 °C

    Um 6 Uhr morgens spuckt uns der Zug in Dong Hoi aus – nach einer Nacht, die man eher als „Powernap mit Hintergrundgerumpel“ bezeichnen könnte. Schlaf? Naja, sagen wir mal: die Liegefläche war so schmal, dass selbst ein Streichholz mehr Platz gehabt hätte. Aber egal, wir sind da!
    Der Bus bringt uns in einer Stunde zu unserem Farmstay, das so abgeschieden liegt, dass selbst Google Maps kurz überlegt hat, ob es das wirklich gibt. Erstmal Frühstück – schließlich muss man die Lebensgeister ja irgendwie wiederbeleben – und dann geht’s ab zum Fluss. Der Fluss ist so entspannt, dass er wahrscheinlich selbst schon eine Massage hinter sich hat. Wir paddeln gemütlich dahin, bis wir zur „Höhle der Dunkelheit“ kommen. Rein kommt man nur über eine Zipline – sprich: man hängt an einem Gurt und fliegt wie Superman über den Fluss. 400 Meter lang! Ich habe selten so laut gegrinst. In der Höhle darf man nur die ersten 100 Meter sehen, danach wird’s matschig wie ein Festivalgelände nach Dauerregen. Also zurück ins Gummikanu, Mittagessen, und dann wieder ins Farmstay. Nachmittags: Massage. Und die war so gut, dass wir ernsthaft überlegen, ob wir morgen einfach wiederkommen – rein aus wissenschaftlichen Gründen natürlich. Den Tag beenden wir mit einem Absacker in der Bar. Fertig. Abenteuer erledigt. Gute Nacht.
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  • Dong Hoi – Phong Nha-Nationalpark

    27 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 19 °C

    Um 9 Uhr geht’s los: Wir steigen in einen Bus, der eher wie ein Wohnzimmer auf Rädern wirkt – mit Vorhängen, bunten Lichtern und einer Stimmung irgendwo zwischen Disco und Kaffeekränzchen. Erster Halt: die Wildtierauffangstation. Danach geht’s kreuz und quer durchs Grün, rauf und runter, während unsere Führerin mit viel Enthusiasmus über Pflanzen und Tiere erzählt. Wir nicken fleißig, auch wenn wir manchmal nicht ganz sicher sind, ob wir gerade etwas über Heilkräuter oder über giftige Frösche hören. Mittags wartet ein gedeckter Tisch – diesmal kein Reis, sondern Fleischberge, die von zwei Grillmeistern mit ordentlich Rauch in Szene gesetzt werden. Gleich nebenan liegt eine Höhle, in der nachts Affen Schnecken jagen. Wer nicht freiwillig aus dem Häuschen kommt, wird kurzerhand mit einem Stein „überredet“. Dann weiter zum Wasserfall: Die Gumpe ist frisch, fast schon kühl, aber nach dem ersten Schreck fühlt es sich richtig gut an. Ein kleiner Schwimmstopp, bevor wir wieder zurückfahren. Auf dem Heimweg gibt’s noch ein Bierchen zur Abrundung – schließlich muss man den Abenteuer-Tag ja standesgemäß ausklingen lassen.En savoir plus

  • Von Dong Hoi nach Hué

    28 novembre 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute starten wir ein bisschen früher, denn es steht einiges auf dem Plan. Unsere etwa vierstündige Fahrt nach Hué unterbrechen wir ungefähr auf halber Strecke bei den Tunneln von Vinh Moc. Dort tauchen wir in die jüngere Kriegsgeschichte Vietnams ein und erfahren von unserer Reiseleitung, welche bedeutende Rolle diese Tunnel einst gespielt haben.
    Gegen Mittag heißt es dann: Willkommen in der alten Kaiserstadt! Mit der Zitadelle wartet eines der kulturellen Highlights der Region auf uns. Trotz der sichtbaren Spuren vergangener Kriege strahlt sie immer noch eine beeindruckende Würde aus. Wir schlendern durch die Anlage, genießen die grünen Gärten und schauen uns einige Tempel genauer an.
    Zum Abschluss besuchen wir noch eine Künstlerwerkstatt und versuchen uns an einem selbst gebastelten Hut. Geht etwas langsam, aber als Dankeschön bekommt jeder von uns noch einen Hut geschenkt.
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  • Wolkenpass und Altstadt

    29 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 19 °C

    Kurz nach der Abfahrt vom Hotel hält der Bus schon wieder an einer Touri-Räucherstäbchen-Verkaufsstelle. Hier sehen wir die Herstellung selbiger, ist zwar alles Show aber schön anzuschauen. Leider kann sich Bettina nicht für EINE Sache entscheiden und deshalb verlassen wir den Laden mit einer TÜTE. Schon die Fahrt ist ein kleines Abenteuer: die Berge fallen so steil ins Meer ab, dass man fast denkt, sie machen einen Kopfsprung. Nach zwei Stunden erreichen wir den Wolkenpass. Er liegt auf 1700 Meter und der Bus quält sich langsam Serpentine für Serpentine nach oben. Der Name ist auch Programm – manchmal liegt er komplett im Nebel, manchmal hat man freie Sicht bis zum Horizont. Bei gutem Wetter ist es einfach ein Traum: Küste, Lagunen, Berge – alles auf einmal. Wir können weiter träumen…
    Mittags gibt’s erstmal eine kleine Pause zum Stärken, bevor wir am Nachmittag in die Altstadt von Hoi An eintauchen. Und die ist wirklich ein Erlebnis: Lampions über den Straßen, Händler, Mopeds, Touristen – ein quirliges, farbenfrohes Durcheinander, das einfach gute Laune macht. Wir schauen uns den Quan Cong Tempel, die Phuc Kien Versammlungshalle, das Alte Haus der Tan Ky und natürlich die berühmte Japanische Brücke an. Jeder Ort hat seinen eigenen Charme – und zwischendurch bleibt genug Zeit, einfach durch die bunten Gassen zu schlendern. Zum Abschluss geht’s in ein besonderes Teehaus, das von Menschen mit körperlichen Einschränkungen geführt wird. Hier wird Gastfreundschaft großgeschrieben – und bei einer Tasse Tee lassen wir den Tag entspannt ausklingen.
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  • Weltkulturerbe My Son

    30 novembre 2025, Vietnam ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute Vormittag steht mit My Son natürlich wieder ein absolutes Pflicht-Highlight auf dem Programm – als hätte man nicht schon genug alte Steine gesehen. Also schwingen wir uns im Morgengrauen, wenn normale Menschen noch schlafen, auf die Fahrräder und strampeln aus der Altstadt von Hoi An hinaus. Auf idyllischen Mini-Wegen vorbei an Reisfeldern und Bauernhöfen – perfekt, um sich einmal richtig bewusst zu machen, dass manche selbst keinerlei Fitness haben. Dank unserer Reiseleitung dürfen wir dabei sogar hinter unserem Fahrrad-Guide herfahren, der ab und an wild mit seinen Händen fuchtelt um uns durch den chaotischen Verkehr zu lotsen damit wir ja nicht falsch abbiegen. Ein Cafebesuch rundet die Tour ab. Die letzten Kilometer, die nicht mehr so richtig befahrbar sind, gönnt man uns dann immerhin im Bus – wahrscheinlich zum Schutz der Fahrräder. Vor Ort taucht ein neuer Guide dann tief mit uns in die glorreiche Vergangenheit des Cham-Reiches ein, auf Englisch mit Vietnam-Akzent! Wir erkunden überwucherte Tempel, Türme, Gräber und Skulpturen, die alle schreien: „Ich stehe seit Jahrhunderten hier, aber klar, mach ruhig noch ein Foto.“ Am Nachmittag dürfen wir die Rückfahrt in einem gemütlichen Stückchen Busromantik von etwa anderthalb Stunden genießen. Danach ist der restliche Tag dann völlig frei für eigene Entdeckungen - wir entschließen uns noch etwas zu Essen, Trinkstoff für heute Abend zu besorgen und dann im Hotelzimmer zu verschwinden.En savoir plus

  • Ho-Chi-Minh-Stadt

    1 décembre 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute heißt es wieder früh aufstehen – also so richtig früh. Wir fliegen nämlich von Da Nang nach Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon. Eine Stadt, die so viel Verkehr hat, dass man sich fragt, ob die Rollerfahrer heimlich Punkte für besonders waghalsige Manöver sammeln. Dazu Hochhäuser, Bauruinen, Neubauten – gern alles direkt nebeneinander – und Sehenswürdigkeiten ohne Ende. Viel zu viele für unsere Mini-Zeitspanne.
    Gegen Mittag stürzen wir uns auf den Ben-Thanh-Markt. Wahnsinn, wie viel Kram dort auf gefühlt hundert Quadratmetern verkauft wird. Von Souvenirs über Kleidung bis hin zu Köstlichkeiten, die so lecker, günstig und unnütz sind, dass man die Diät gleich mal an der Eingangstür abgibt.
    Danach gibt’s allerdings weniger leichte Kost: Im Kriegsrelikte-Museum holt uns Vietnams bewegte Geschichte ein. Die Fotos dort sind nichts für schwache Nerven – man fragt sich, wie die Menschheit überhaupt so weit gekommen ist.
    Dann geht’s weiter zum Wiedervereinigungspalast und anschließend zur Notre-Dame-Kathedrale und dem Hauptpostamt. Letzteres sieht aus wie eine Mischung aus ehrwürdigem Kolonialbau und moderner Kommerzhalle – Postkarten kaufen kann man, muss man aber nicht. Wir schlendern weiter in die Dong Khoi-Straße, eine hübsche Mischung aus Boutiquen und Cafés, stilecht untergebracht in alten Kolonialgebäuden.
    Nach einem kurzen Transfer erreichen wir endlich unser Hotel. Noch schnell etwas für den Kaffee und ein paar Dosen Bier besorgen – die Grundversorgung muss ja stimmen – und dann ab ins Zimmer. Für heute reicht’s. Feierabend!
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  • Das Mekong-Delta wartet

    2 décembre 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 32 °C

    Mit dem Bus machen wir uns auf den dreistündigen Weg ins Mekong-Delta – und zäh trifft es ganz gut. Die Straße zieht sich dahin wie ein Kaugummi in der Sonne. Aber immerhin: Die Aussicht wird immer spannender. Reisfelder, Fischzucht, Kokospalmen, Bananenbäume – ein botanisches „Wer ist wer“ der Tropen zieht am Fenster vorbei.
    Das Mekong-Delta erkundet man am besten mit dem Boot, also nix wie rein ins nächste schwimmende Verkehrsmittel. Wir schippern gemütlich über den Fluss und legen einen Stopp bei einer einheimischen Familie ein. Viele stellen hier noch ganz klassisch alles Mögliche selbst her – von Essen bis Haushaltskram. Und dann steht da plötzlich: Schlangenschnaps. Ja, echte Schlangen. In Alkohol. Schmeckt ein bisschen wie Kräuterschnaps… nur mit mehr „Wow, ich trinke gerade wirklich eine Schlange!“-Gefühl. Nach einer weiteren kleinen Bootsfahrt landen wir zur Mittagszeit bei der nächsten Familie. Es gibt echte vietnamesische Hausmannskost – also das, was jede vietnamesische Oma wahrscheinlich mit verbundenen Augen und links gekocht bekommt, wir aber nicht mal mit YouTube-Anleitung. Danach geht’s weiter zu unserem Gästehaus für die Nacht. Komfort? Heute eher Kategorie „naturnah“. Dafür schlafen wir mitten im tropischen Grün, umgeben von Vogelgezwitscher, üppiger Vegetation und Gastgebern, die so herzlich sind, dass man gleich einziehen möchte. Wenn die schlimmste Hitze durch ist, schwingen wir uns aufs Rad und cruisen entspannt vorbei an Kokospalmen, Mango- und Jackfruchtbäumen und endlosen Reisfeldern. Beim gemeinsamen Abendessen lassen wir den Tag schließlich ganz gemütlich ausklingen – satt, entspannt und voller neuer Eindrücke.
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  • Mit dem Tuk Tuk unterwegs

    3 décembre 2025, Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir erwachen mit den Geräuschen der Natur – zumindest dachten wir das. In Wahrheit beginnt der Tag schon um 5 Uhr mit einer Sinfonie aus Klospülung, Duschgeplätscher und der großen Oper „Allgemeine Körperpflege“. Und das nicht nur einmal. Was für ein herrlicher Start in den Tag… unser Wecker hat zu diesem Zeitpunkt noch gemütliche zwei Stunden Schönheitsschlaf vor sich.
    Vor dem Frühstück werden noch schnell ein paar Fotos vom Homestay gemacht – man weiß ja nie, wann man das nächste Mal so idyllisch mitten im Grün aufwacht… oder vom Bad nebenan geweckt wird.
    Nach dem Frühstück tuckern wir mit dem Boot nach Vinh Long, bummeln über den kleinen Straßenmarkt und probieren uns durch ein paar Früchte. Highlight: Ein kleines Mädchen auf dem Moped singt uns ein astreines „Happy Birthday“ auf Englisch vor. Ohne Vorwarnung. Einfach so. Beste Marktunterhaltung überhaupt.
    Weiter geht’s mit dem Bus, etwa anderthalb Stunden Richtung Tra Vinh. Dort steigen wir in Tuk Tuks um – denn wenn die Einheimischen so fahren, dann machen wir das natürlich auch. Zuerst besuchen wir ein Khmer-Museum, dann düsen wir weiter zu einer Pagode. Dort bekommen wir eine traditionelle Khmer-Tanzvorführung geboten, elegant dargeboten von einer jungen Frau, die das sicher seit frühester Kindheit perfektioniert hat. Danach folgt – wie könnte es anders sein – die obligatorische Fotosession mit der Tänzerin. Machen ja alle Touris…
    Wir brausen weiter durch die üppige Landschaft und halten bei einer Familie für einen Tee. Dort dürfen wir sogar versuchen, selbst Reisflocken herzustellen. „Versuchen“ ist hierbei das entscheidende Wort – aber hey, wir waren bemüht!
    Die Khmer sind zwar eine Minderheit in Vietnam, stellen in dieser Region aber die Mehrheit und betreiben viel traditionelles Handwerk. Und das schmeckt man bei den lokalen Leckereien, die dort hergestellt werden.
    Als Nächstes steht die hübsche Ang-Pagode auf dem Programm, ein wichtiger spiritueller Ort für die Khmer. Nur ein paar Kilometer weiter warten dann Mönche auf uns, die uns in einer kleinen Zeremonie für die weitere Reise segnen. Wir fühlen uns direkt mindestens 15 % erleuchteter.
    Unser Reiseleiter Cham besorgt uns noch einen einfachen Snack den wir im Tuk-Tuk essen, bevor wir uns auf die Rückreise nach Vinh Long machen. Unterwegs gibt’s aber noch einen spannenden Stopp: Auf einer Kokosnuss-Farm lernen wir, wie die nur hier vorkommende Wachspalme angebaut und verarbeitet wird – Kostprobe inklusive. Und nein, wir haben uns nicht zweimal bedienen lassen. Vielleicht dreimal.
    Am frühen Abend sind wir wieder im Homestay und lassen den Tag entspannt ausklingen – diesmal hoffentlich ohne die morgendliche Badezimmer-Sinfonie.
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  • Lebhaftes Chinatown

    4 décembre 2025, Vietnam ⋅ 🌧 25 °C

    Nach dem Frühstück sagen wir unseren Gastgebern Tschüss und tuckern quer über den Mekong – direkt auf eine Töpferei zu. In der Regenzeit werden hier Tontöpfe gemacht, sonst Ziegel. Wir schauen zu, wie alles komplett per Hand entsteht. Bei den Ziegeln kann ich mir das immer noch nicht so richtig vorstellen.
    Dann geht’s weiter den Fluss entlang nach Cai Be. Dort wechseln wir das Gefährt und steigen in einen Bus Richtung Ho-Chi-Minh-Stadt. Draußen rauschen Palmenfelder vorbei, so weit das Auge reicht. Kaum irgendwo ein Fleck, der nicht irgendwie genutzt wird, und zwischendrin immer wieder leuchtend grüne Reisfelder. Nach ungefähr drei Stunden rollen wir in die Stadt.
    An irgendeinem Kreisverkehr schmeißt man uns aus dem Bus, und wir sollen die nächsten 20 Minuten möglichst nicht die Orientierung verlieren. Challenge accepted.
    Wir stromern durch die Straßen und Gassen von Chinatown, stöbern durch Läden voller Kruscht und Krempel, durch Fachgeschäfte und Weihnachtsläden mit ordentlich Bling Bling. Wir schauen uns die geschichtsträchtige Cha-Tam-Kirche an, tauchen kurz in die Welt der traditionellen chinesischen Medizin ein und kaufen in einem Kräuterladen noch ein bisschen Tee. Danach geht’s in den Minh-Huong-Tempel – inklusive entspannter Teepause.
    Zum krönenden Abschluss landen wir im legendären Rex Hotel und gönnen uns einen Cocktail. Preis egal. Und abends wird dann noch das restliche Trinkgeld verputzt, das am Anfang der Reise eingesammelt wurde.
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  • (K)ein Tag wie dieser

    5 décembre 2025, Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C

    Heute ist unser „freier Tag“. Ich kann tun und lassen was meine Frau will. Nachdem wir gestern doch relativ spät ins Bett gegangen sind, haben wir heute ein bisschen länger ausgeschlafen. Also wirklich frei und unbeschwert war der Tag wirklich nicht, denn um 9:30 Uhr war ein bisschen Ho Chi Min Stadt anschauen, also Saigon bis vor dem 2. Juli 1976, befohlen worden. Da wir wie immer keinen Plan hatten, haben wir uns Walter und Rita angeschlossen, die wenigstens schon mal den Reiseführer dabei und ihn auch tatsächlich gelesen hatten. Damit waren schon die ganzen Besichtigungsobjekte geklärt. Gut für uns!
    Kaum ein paar Meter vom Hotel weg konnten wir schon einem morgendlichen Geldverbrennungs-Ritual beiwohnen. Hier wird das zuvor mit richtigem Geld gekauft Falschgeld für die Ahnen verbrannt. Ein paar Meter weiter kamen wir am Shop vorbei, indem das Falschgeld gekauft werden kann. Das erste der unzähligen Besichtigungsziele von heute war einer der Märkte, die es hier immer und überall gibt. Vorbei an Fleischbergen, Meerestiere, Gewürzen, Gemüse und zerlegten Hühnern. Aber egal, tapfer durch und sich gewundert, was hier alles verkauft wird. Ein Highlight war ein „Blumenladen“ auf zwei Rädern, einfach unglaublich. Als wir staunend davor standen, kam eine blinde Frau vorbei, die auf ihrem Rücken ein Musikverstärker hatte, den sie dann an dieser Stelle auf Stufe 11 von 10 stellte. Ich glaube fast, die war nicht nur blind sondern auch noch taub. Wie wenn es nicht schon laut genug hier ist. Und weil es hier so schöne Märkte gibt, haben wir noch einmal den großen Markt besucht, den wir schon einmal vor ein paar Tagen besucht hatten. Ich habe leider den Fehler gemacht, ein Hemd für mehr als 1 Sekunde anzuschauen und schon fand ich mich auf einem Stuhl sitzend in ihrem kleinen Kabuff wieder. Ich bekam zig Variationen von Hemden vorgelegt, nebenbei noch Socken angeboten und ach ja, Unterhosen braucht man ja immer. Einmal passte die Farbe nicht, dann war nicht die richtige Größe dabei, aber alles kein Problem, alles wurde innerhalb kürzester Zeit irgendwoher angekarrt. Nebenbei könnte ich ja noch ein anderes schickes Hemd gebrauchen und auch nebenbei wollte sie mich in ein Gespräch verwickeln und mir noch mehr Krempel aufschwätzen. Darin hatte sie wirklich Talent. Als ich merkte, dass mein Hals langsam anschwoll, wurde es Zeit die Reißleine zu ziehen und mich freundlich und ziemlich zügig von hier zu verabschieden. Akquirise funktioniert halt nicht immer und ich spürte die Pfeile in meinem Rücken als ich ging.
    Der Hals war zwar noch immer geschwollen aber weiter gehts zum nächste Punkt, eine kleine grüne Parkanlage in der mehr Teer als grün war. Auch egal, denn hier hatte es wenigstens Sitzbänke um ein bisschen auszuruhen, denn wir waren schon eine ganze Weile unterwegs, auch wenn es sich bis hierhin nicht so anhört. Nach der kurzen Pause gehts weiter in Richtung des nächsten Programmpunkts und auf dem Weg dahin entdecken wir etwas ganz ungewöhnliches: einen MARKT, diesmal unter der Erde. DAS konnten wir uns nicht entgehen lassen, also kurzerhand rechts abgebogen, die Treppen runter und in die klimatisierten Gefilde eingetaucht. Keine Beute gefunden und langsam beginnt der Magen zu knurren. Jetzt heisst es, ein Lokal zu finden, das unseren Gourmetansprüchen gerecht wird (das ist nicht wirklich schwer). Wir haben uns für ein vegetarisches Restaurant entschieden und das Essen hat tatsächlich auch noch geschmeckt! Den anschließenden Kaffee wollten wir woanders trinken und die Suche des „woanders“ dauerte länger als geplant. Das erst Ziel war zwar direkt am Fluss, aber der Kaffee so teuer, vor allem für die Schwaben, dass wir weitergezogen sind und außerdem kam in dem Selbstbedienungsladen niemand vorbei um unsere Bestellung aufzunehmen. Selber schuld.
    Der Weg zum ersehnten Kaffee führte uns wieder an Weihnachtsläden, Luxusgeschäften und Straßenhändlern vorbei. Aber der Weg hat sich gelohnt und wir fanden ein schönes Balkon-Café sogar mit angeschlossenem Klamottenladen indem, nebenbei bemerkt, Bettina unsere allerletzten vietnamesischen Dongs verpulvert hat. Und womit bezahle ich jetzt das nächste Bier??? Mittlerweile ist es schon fast 16 Uhr und unser Pflichtprogramm hat noch einen offenen Punkt: ein Postamt (aka Kommerzhalle) das wir schon mal besucht hatten, um dort einen Brief einzuwerfen. Vor dem Kommerzhallenpostamt gab es noch eine Break Dance Vorführung. Erstaunlich, welche Gelenke die Jungs mehr haben als ich. Damit war auch der letzte Programmpunkt abgearbeitet und jetzt mussten wir uns nur noch über eine halbe Stunde durch den „Berufsverkehr“ schlagen.
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  • Flug nach Siem Reap

    6 décembre 2025, Cambodge ⋅ ☁️ 31 °C

    Heute gibt’s echt nicht viel zu berichten. Wir haben erstmal ordentlich ausgeschlafen – warum auch stressen, wenn der Bus zum Flughafen eh erst um 13 Uhr geht?
    Im Flieger gab’s dann fotomäßig totale Flaute. Keine hübschen Wolken, kein Drama am Himmel, einfach nur… Flugzeug halt.
    Die Fahrt zum Hotel war genauso aufregend wie eine Packung Salzstangen.
    ABER dann: das Zimmer! Offiziell ein Hotel, aber eigentlich fühlt es sich an wie unsere eigene kleine Oase. Richtig schön hier – damit haben wir null gerechnet 😊
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  • Mit dem Rad nach Angkor Wat (1. Teil)

    7 décembre 2025, Cambodge ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute schwingen wir uns auf unsere schicken Fahrräder – die rollen so flott, dass wir fast glauben, wir hätten E-Bikes unter dem Hintern. Erstmal natürlich das unvermeidliche Ticket kaufen (ohne geht hier gar nichts).
    Dann geht’s los: endlose Alleen, Waldwege, über Stock und Stein, einmal über den Wassergraben und schwupps stehen wir am Südtor. Klar, das obligatorische Nasenfoto darf nicht fehlen – sonst glaubt ja keiner, dass wir wirklich da waren.
    Die Anlage selbst ist einfach irre: Stein auf Stein, so kunstvoll, dass man sich fragt, ob die Baumeister damals heimlich Superkräfte hatten. Weiter zum Preah Khan Tempel – und genau da meldet sich der Magen. Zum Glück taucht wie aus dem Nichts ein Restaurant auf. Was für ein "Zufall"!
    Gestärkt geht’s zurück in den Angkor-Wat-Bereich: Fotos ohne Ende, die Speicherkarte glüht bereits, Sonnenuntergang bestaunt, und dann noch die lange Radtour zurück ins Hotel. Beine müde, Herz voll.

    So war das heute: Viel toten Stein gesehen und 53 km geradelt…
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