• Ines und Christian
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Die Suche nach Pinguinen IV

Das letzte Jahr war eine turbulente Achterbahnfahrt, ein guter Grund mal entspannt zu erkunden ob Pinguine mit Löwen und Giraffen Kaffeekränzchen halten. Leggi altro
  • Inizio del viaggio
    21 novembre 2025
  • Deutschland I - Frankfurt

    21 novembre 2025, Germania ⋅ 🌙 -1 °C

    Über den Beginn unserer Reise wollen wir eigentlich gar nicht berichten. Der Flug von Leipzig nach Frankfurt in dem quasi Privatjet dauerte 40 Minuten.

    Mit Kind reist man tatsächlich anders und so haben wir seit kurzem den Flughafen Leipzig für uns entdeckt. Keine Warteschlangen, freundliches Personal und es ist so wenig los, das man entspannt maximal eine Stunde vor Abflug da sein muss, egal wie viel Gepäck man dabei hat. 5/5 Sterne.

    Das sah in Frankfurt natürlich anders aus, aber auch hier hat man mit Kind quasi ein neues Level freigeschaltet und man kann überall wo Warteschlangen sind die geheimen Familienein- und Durchgänge nutzen.

    Am Ende des Tages stiegen wir in ein geringeltes Flugzeug, dessen Turbine gefühlt so groß war wie unser Jet am Morgen 😅
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  • Südafrika I - Kapstadt

    22 novembre 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach 11 Stunden (entspanntem) Flug landeten wir butterweich im Sommer - genauer gesagt in Kapstadt in Südafrika.

    Zuletzt waren wir 2018 auf afrikanischem Boden und hatten in Kenia einige krasse Erlebnisse, so dass der Respekt für eine weitere Afrikareise lange Zeit zu groß war. Da ist es nur logisch jetzt mit kleinem Kind zurück zu kehren.

    Der Uber-Fahrer erzählte uns davon, dass im Winter ganz Kapstadt voller Deutscher ist und die alle überrascht sind, wie freundlich die Menschen hier sind. Von Reisen in Kleinbussen riet er uns ab, dass sei zu gefährlich und das meinte er bestimmt nicht nur, um seinen Job am Laufen zu halten.
    Wir sind also gespannt, was Südafrika bietet, wir wissen auf jeden Fall, dass wir wieder mehr das kenianische „Pole, Pole“ (Langsam, Langsam) verinnerlichen müssen.

    Was wir nach einem Tag schon mal festhalten können ist, dass die Menschen hier wirklich freundlich und kinderlieb sind :)
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  • Südafrika II - Kapstadt II

    23 novembre 2025, Sud Africa ⋅ 🌬 23 °C

    In Deutschland fiel heute der erste Schnee. Bei uns ist der Winter bei 25 Grad weit weg. Das Konzept den deutschen Winter durch Sommer zu ersetzen gefällt uns immer besser unfair verstehen, warum gefühlt halb Nordeuropa hier unten ist.

    Der Plan war es ursprünglich die „Altstadt“ anzuschauen, nur als wir dann keine Touristen mehr trafen und uns zunehmend unwohl fühlten, brachen wir das Vorhaben ab. Manchmal kommen Warnungen, dass man vor allem am Wochenende dort nur in großen Gruppen lang laufen soll nicht ohne Grund und wir haben noch kein Gespür für diese Stadt.

    Also spazierten wir wieder am Wasser entlang und genossen einfach das schöne Sommerwetter.

    Ein paar Fakten zu diesem Land:
    # 1 Südafrika ist mit 1.219.912 km2 3,5x so groß wie Deutschland.
    # 2 Hier gibt es 3 Hauptstädte: Kapstadt, Pretoria und Johannesburg.
    # 3 Es gibt 12 Amtssprachen (am häufigsten wird Zulu gesprochen)
    # 4 Südafrika ist das einzige Land, das ein komplettes Atomwaffenprogramm aufgebaut und dann wieder vollständig abgebaut hat.
    # 5 Die R32 ist mit ca. 850 km eine der längsten Weinstraßen der Welt.
    # 6 In Kapstadt wurde die erste Herztransplantation der Welt durchgeführt.
    # 7 die Apartheid wurde erst 1994 abgeschafft.
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  • Südafrika III - Kapstadt III

    24 novembre 2025, Sud Africa ⋅ ☀️ 25 °C

    So, seit heute sind wir auch in der richtigen Zeitzone angekommen. Nachdem wir gleich zweimal eine Freewalkingtour verpasst haben, obwohl wir unserer Zeit nach pünktlich waren, haben wir doch mal einen Uhrenvergleich gemacht. Siehe da - man sollte sich nicht immer auf die Technik verlassen. 😅 (und gut, dass wir das heute schon bemerkt haben, sonst hätten wir wohl morgen unseren Flug verpasst)

    Heute ging es nach Bo-Kaap, ein Stadtviertel mit vielen bunten Häuschen und natürlich viel Historie.
    Bo-Kaap ist eines der ältesten Stadtteile Kapstadts, in welchem sich ehemalige Sklaven, die Kap-Malaien, nach deren Freilassung niederlassen durften. Die Kap-Malaien sind ehemalige Sklaven aus Malaysia, Indonesien etc., die von den Niederländen nach Südafrika verschleppt wurden. Als Sklaven durften diese nur die Farben braun und grau tragen. Bis heute signalisieren sie ihre wiedergewonnene Freiheit mit den bunten Anstrichen der Häuser.

    Wie die aufmerksame Leser:in bereits merkt, die Geschichte von Südafrika ist komplex und es haben viele Nationen mitgemischt. Aber dazu später mehr.
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  • Namibia I - Reisetag

    25 novembre 2025, Namibia ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute beschlossen wir ein ganzes Stück zurück Richtung Norden zu reisen. Beim Überfliegen sieht Namibia aus wie ein großes Wurzelnetzwerk von einem Baum, der seine Wurzeln in alle Richtungen nach Wasser aussteckt, so viele Wadis durchziehen das Land. Das Wasser hat sich über die Jahrtausende in die karge Landschaft gegraben und so seine weitverzeigten Spuren hinterlassen.

    In Namibia gelandet, mussten wir erstmal trotz unseres E-Visas die lustigen Zettel ausfüllen, damit es die Grenzbeamtin abtippen, sich dabei über Ines Sauklaue beschweren konnte, um am Ende noch mal zu betonen, dass man das E-Visa ja ausdrucken muss, dann könnte man es besser lesen. Und wir dachten, man macht das E-Visa, damit die Daten direkt vorliegen 🤔 (seit April 2025 hat man hier Visapflicht).
    Wie auch immer, wir sind im Land, haben dafür pro Person 4 Stempel und unseren Mietwagen erhalten und sind nun in Krumhuk auf einer kleinen Ökofarm angekommen.

    Jano durfte heute schon seine ersten Springböcke bestaunen. Mal schauen ob sich in den nächsten Tagen die Leoparden, Paviane, Giraffen und Zebras zeigen. 😳
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  • Namibia II - Krumhuk

    26 novembre 2025, Namibia ⋅ ☁️ 26 °C

    Oh wie schön ist Namibia!

    Die Farm Krumhuk liegt südlich von Windhuk. Ines Bruder hatte hier im Rahmen seiner Bachelorarbeit 2018 Wasserleitungen vermessen, dadurch waren wir auf dieses schöne Fleckchen Erde aufmerksam geworden. Die Farm selbst ist seit 1880 quasi in deutscher Hand und setzt auf ökodynamische Landwirtschaft, betreibt Schulen sowie Kindergärten.

    Um in der afrikanischen Langsamkeit anzukommen, holten wir heute Janos Geburtstag nach und erkundeten gemütlich die Farm. Etwas anderes war heute Mittag als die Sonne um 13:01h im Zenit über uns brannte auch nicht möglich.

    Am Nachmittag, als es sich langsam zuzog, folgten wir spontan der Einladung und machten einen kleinen Game-Drive mit (wie hier Safaris genannt werden) und konnten auf dem ca. 8000 ha großen Farmgelände bei strömenden Regen und Gewitter Springböcke, Oryx, Kudus, Paviane, Zebras, Warzenschweine und vieles mehr sehen. Von wegen hier ist nur Wüste - blühende Landschaften soweit das Auge reicht!

    Am Abend gab es dann zu Janos Geburtstagsessen Zebrasteak - Nachmittags noch in Natura, abends dann auf dem Teller - und wir befürchten, dass er nie wieder etwas anderes essen möchte…
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  • Namibia III - Mariental

    27 novembre 2025, Namibia ⋅ ☀️ 34 °C

    Heute ging es los Richtung Süden, die Kalahari ruft! 245 km schnurstracks gerade aus. Nach dem Überqueren des südlichen Wendekreises konnten wir beobachten wie die Trockensavanne der Dornstrauchsavanne wich und die Landschaft immer karger und weiter wurde.

    Nach besagten 245 km verpassten wir natürlich die „Abfahrt“ und mussten einen U-Turn machen. Die Abfahrt kam einfach zu plötzlich ;)

    Genug Zeit, um ein paar Fakten zu diesem weiten Land zu recherchieren:

    #1 Namibia ist 824.116 km2 groß.
    #2 Es wohnen ca. 3 Millionen Menschen hier (die Angaben variieren zwischen 2,6-3,2 Mio.).
    #3 Damit ist Namibia das am drittdünnsten besiedelte (unabhängige) Land nach der Mongolei und Australien (3,7 Einwohner/km2).
    #4 Das Straßennetz ist etwa 49.000 km lag, davon sind ca. 7.900 km asphaltiert. (In Deutschland ist es 830.000 km lang)
    #5 Trotz der geringen Bevölkerungszahl leben hier 12 verschiedene ethnische Gruppen mit zahlreichen Untergruppierunngen.
    #6 Die Namib-Wüste ist eine der ältesten Wüsten der Welt.
    #7 Nur 37% der Menschen haben einen Internetanschluss.
    #8 Namibia belegt Platz 136 beim HDI.
    #9 Die einzige Sehenswürdigkeit in Mariental ist eine Zebrastatue.
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  • Namibia IV - Kalahari

    28 novembre 2025, Namibia ⋅ 🌬 34 °C

    Die Kalahari ist gar keine Wüste! Dadurch, dass Sandböden in der Kalahari überwiegen, wird sie fälschlicherweise gerne als Wüste bezeichnet, dabei fällt dort mehr Niederschlag als z.B. in der angrenzenden Namib-Wüste.
    In Wirklichkeit ist die Kalahari zum Großteil eine Dornstrauchsavanne und erstreckt sich über eine knappe Millionen km2 von Angola, Sambia, Simbabwe, Botswana, Nordsüdafrika und natürlich Namibia.

    In Namibia ist sie bekannt für ihre roten Längsdünen, die mittlerweile nicht mehr wandern und mit Bewuchs sind. Etwas, was man sich unbedingt anschauen sollte, am besten zum Sonnenuntergang!

    Gesagt, getan und so kam Jano zu seinem 2. Game-Drive und sah viele Tiere, wie Oryxe, eine seltene Kalhari-Giraffe, Zebras, Gnus, gepunktete Adlereulen und viele weitere Tiere.

    Zum Sonnenuntergang können wir gar nicht viel sagen, außer dass er wirklich traumhaft und magisch war 🥰

    Christians Fleischexperience wurde heute auch erweitert: Oryx ✅ Springbock ✅ Kudu ✅ Zebra ✅
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  • Namibia V - Keetmanshoop

    29 novembre 2025, Namibia ⋅ ☀️ 28 °C

    Es ging weiter Richtung Süden und diesmal haben wir unsere Abfahrt zum Köcherwald nicht verpasst.

    Einzelne seltene Bäume und verrückte Gesteinsformationen können in dieser kargen Landschaft nur ein Highlight sein, dass wollten wir natürlich nicht verpassen!

    Köcherbäume sind hochspezialisierte Bäume mit einer harten Rinde und einem weichen (fasrigen) Kern, um das wenige Wasser zu speichern und so wirken sie fast etwas unwirklich in dieser lebensfeindlichen Umgebung.

    Die verrückten Gesteinsformationen werden auch als „Spielplatz der Riesen“ bezeichnet. Quadratische Würfelförmige Steine, wie von Riesen übereinander gestapelt, als hätte jemand mit Bauklötzen gespielt.

    In Keetmanshop war Samstag, was bedeutete, dass ab 15 Uhr alles geschlossen ist, hätte man natürlich vorher dran denken können, haben wir aber nicht.

    Unser Tag endete schließlich in Seeheim. Einem sehr kleinen Ort, mit viel deutscher Historie.
    Insgesamt merkt man, dass die Deutschen in ihrer kurzen Kolonialzeit hier ihre Spuren hinterlassen haben. Die Townships (Armenviertel) haben offizielle Straßennamen mit Hausnummern, die vielen Stempel und Angaben für das Visum, jeder grenzt seine gigantisch großen Grundstück mit Zäunen ab, Supermärkte haben am Sonntag geschlossen und die Eisenbahn kommt wann sie möchte ohne festen Fahrplan.

    (Wir haben aktuell nur sehr schwaches Netz und können nicht immer alle Bilder hochladen)
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  • Namibia VI - Fishriver Canyon

    30 novembre 2025, Namibia ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute ging es über Schotterstraßen noch einmal 140 km südlich.
    Schotterstraßen sind in Namibia übrigens meist besser ausgebaut als manche Autobahn in NRW. Nur die Brücken sind in einem ähnlichen Zustand.

    Das heutige Ziel war der Fishriver Canyon - ein Canyon, der locker mit dem Grand Canyon mithalten sollte, nur völlig verkannt ist. In Seeheim fängt der Fischfluss bereits an sich in den Untergrund zu graben, bis er im Nirgendwo einen riesigen Canyon geschaffen hat.

    Und was sollen wir sagen? Der Canyon hat uns wirklich den Atem geraubt, so beeindruckend und gigantisch ist er! 😍

    Nur leider hat er unserem Hinterrad auch die Luft geraubt, so dass Christian seine in Bolivien bereits erprobten Fähigkeiten beim Reifenwechseln im Nirgendwo mal wieder unter Beweis stellen konnte. Dank 3 hilfsbereiten Spanier:innen ging dies in der Mittagssonne ziemlich zügig, während Jano eine deutsche Busreisegruppe (mit Ziphosen und entsprechender Outdoorvollausstattung) im Schatten entertainte.

    Am Abend unternahmen wir in Seeheim, bevor es mal wieder Oryx-T-Bone-Steak gab, einen kleinen Spaziergang entlang der Gleise zum Anfang des Canyon und zur alten deutschen Eisenbahnbrücke von 1906. Seeheim war früher das Eisenbahnkreuz der Nord-Süd-Verbindung nach Südafrika und West-Ost-Verbindung zur Versorgung des Hinterlandes.
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  • Namibia VII - Aus

    1 dicembre 2025, Namibia ⋅ ☀️ 32 °C

    Aus die Maus hieß es ja gestern für unseren Reifen. Da man in Namibia immer (mindestens) einen Ersatzreifen dabei haben sollte, vor allem wenn man durch die Wüste fahren möchte, lag also die oberste Priorität auf der Beschaffung eines solchen.

    Zum Glück sind kaputte Reifen ein gängiges Problem in Namibia und so wurden wir schließlich nach (und zum Glück nicht ins) Aus geschickt. In Aus gibt es außer der „Namib Garage“, die außerdem Autowerkstatt, Auskunft, Campingplatz, Supermarkt, Café und Tankstelle ist, nichts außergewöhnliches .

    Die Fahrt aus Aus heraus zum ehemaligen Kriegsgefangenaußenlager war außergewöhnlich unlohnenswert, da die heutigen Ruinen aussehen, wie eine großflächige Abfallablagerung. In dem Lager waren die Deutschen nachdem sie 1915 den Krieg gegen die Briten verloren haben und an die Südafrikaner übergeben worden, aus Aus ausgesperrt.

    Nach einer kleinen Auszeit draußen auf der Außenterrasse im Schatten bei einem ausgiebigen ausgezeichneten Mittag, mit Ausblick auf die ausgetrocknete, außergewöhnlich ausladende aus’sche Landschaft hieß das nächste Ausfahrtsziel der Außenhafen Lüderitz, der südwestlichen Ausklave Namibias.

    Lüderitz ist ein kleiner Küstenort mit kolonialem Hafenstadt-Charme. Hauptarbeitgeber ist eine Fischfabrik, weshalb sich zum Schichtwechsel die Stadt mit Menschen füllt, die dicke Schneeanzüge tragen. Ein skurriles Bild bei 35 Grad in der Wüste.
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  • Namibia VIII - Lüderitz

    2 dicembre 2025, Namibia ⋅ 🌬 26 °C

    Heute Morgen ging es früh los! Janos erste Fahrt mit dem Katamaran stand an!

    Bereits nach wenigen Minuten tauchte der erste große Wal vor uns auf und wir konnten eine 3 köpfige Wal-Familie beim jagen beobachten. Die Robben waren sicherlich etwas enttäuscht, dass sie nicht im Mittelpunkt der Beobachtungen standen. Aber wer möchte schon Wale und Robben sehen, wenn das eigentliche Ziel der Bootsfahrt eine alte Guanoabbaufabrik sein sollte?! (Und jeder weiß, da wo es Guano gibt, da gibt es auch Pinguine!) Als wir die alte Fabrik erreichten- Enttäuschung pur! Man sah nur doofe Flamingos! In Bolivien und Peru hatten wir schon zu viele von denen gesehen!
    Doch dann sichtete man im Hintergrund ein Grüppchen Brillenpinguine, die in Richtung Meeresbrandung hüpften. Welch ein Erlebnis (zumindest für Ines 😍, Jano fand die vielen Knöpfe am tollsten auf dem Boot und Christian den Kakao).

    Nachdem Jano seine ersten Pinguine gesehen hat, hat er am Nachmittag seine ersten Schritte alleine gemacht. Wir müssen wohl weiter nach Pinguinen suchen, bis er flüssig laufen kann 😉

    Zu unserem eigentlichen Standort:
    Lüderitz wurde 1489 von einem Portugiesen entdeckt. Erst 1883 erwarb der Bremer A. Lüderitz das als wertlos geltende Land und gründete dort die gleichnamige Stadt. Allerdings blieb seine Suche nach wertvollen Bodenschätzen dort erfolglos, weshalb er das Land zwei Jahre später an die deutsche Kolonialgesellschaft verkaufte. Lüderitz hätte sich dafür sicherlich 20 Jahre später am liebsten in den eigenen Hintern gebissen. Den Grund dafür erzählen wir Morgen ;)
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  • Namibia IX - Kolmanskop

    3 dicembre 2025, Namibia ⋅ 🌬 30 °C

    Ursprünglich dachten die Deutschen, dass sie bei der Aufteilung Afrikas unter den Kolonialmächten nur die Reste vom Kuchen abbekommen hätten, als ihnen der karge und unwirtliche Streifen im Südwesten Afrikas zugeteilt wurde.

    1908 änderte sich dies plötzlich, als beim Bau der Eisenbahnlinie zur Versorgung des Hinterlandes mit Baumaterial etc. direkt bei Lüderitz ein Diamant gefunden wurde.

    Dieser Fund wurde selbstverständlich mit der typisch deutschen Akribie angegangen. Es wurde eine 26.000 km2 große Sperrzone von Lüderitz bis zum Oranjefluss eingerichtet und jedes Sandkorn einzeln umgedreht. Die Arbeiter robbten mit Pinzetten in einer Linie über den Wüstenboden und lasen so die Diamanten auf. Anschließend wurde der komplette Sand bis zum Festgestein ausgekoffert und durchgesiebt.

    Um eine Vorstellung über die Menge der Diamanten dort zu bekommen, soll man sich ein Gewässer, das im Mondlicht glitzert vorstellen. So sah angeblich der Wüstenboden bei Vollmond aus.

    Für die (deutschen) Arbeiter baute man ein eigenes luxuriöses Lager auf der Kolmanskuppe auf, wo siein Saus und Braus lebten.
    Um den Diamantenschmuggel zu kontrollieren, wurden die Deutschen kreativ. So musste jeder Arbeiter bevor er das Lager verließ erst die Rhizinusöl-Diät-Quarantäne durchstehen, um sicherzustellen, dass kein Diamant unkontrolliert das Sperrgebiet verlässt. Später wurde das erste Röntgengerät Afrikas auf der Kuppe aufgestellt. Nicht, um die Verletzten zu röntgen, sondern um die Quarantänezeit zu verkürzen.

    Die Gesamtdiamantenproduktion in Deutsch-Südwest von 1908 bis 1913 wird auf 4.693.321 Karat im Wert von 151.926.000 (damalige) Mark geschätzt. Noch heute machen namibische Diamanten aufgrund ihrer hohen Qualität einen Großteil der Schmuckdiamanten aus.

    Die Akribie der Deutschen war übrigens sehr erfolgreich. Nachdem die Deutschen Namibia abtreten mussten wurde die Diamantensuche in dem Gebiet schnell eingestellt, weil man nichts ertragreiches mehr fand. - Herr Lüderitz hätte sich also ziemlich geärgert, wenn er vom Diamantenfund erfahren hätte. Er gilt jedoch bis heute als verschollen, nachdem er von einer Expedition nicht zurückkehrte.
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  • Namibia X - Roadtrip Tag

    4 dicembre 2025, Namibia ⋅ 🌬 37 °C

    Heute fuhren wir von Helmeringhausen bis nach Sesriem, dem Eingang zu den höchsten Dünen der Welt und somit zur Namib-Wüste.

    Wem der Name Helmeringhausen bekannt vor kommt, richtig, so heißt auch ein Ort im Sauerland! Ein Soldat hat 1906 dort eine Farm gegründet und diese Siedlung nach seinem Heimatort benannt.

    Leider verpassten wir unsere Abfahrt und verpassten somit die ominösen Feenkreise und das wilhelminische Schloss (was scheinbar eh aktuell geschlossen ist) und nutzten die Zeit für analoge Recherche. Als Belohnung sahen wir noch Strauße und Wildpferde.

    Die Größe der Farmen nimmt wie wir lasen, nach Südnamibia hin zu. Die Größe einer Farm hängt scheinbar von der durchschnittlichen Niederschlagsmenge ab. Je weniger Niederschlag fällt, desto mehr Land benötigt man für die Versorgung der Tiere, um die eigene Familie und die Mitarbeiter:innen zu versorgen. Hier am Rande der Wüste müssen die Grundstücke also gigantisch sein…

    Und als kleine Geographie Lektion die Abfolge der Vegtationszonen:
    Am Äquator sind die Tropen, darauf folgt die Feuchtsavanne, Trockensavanne, Dornstrauchsavanne und dann kommt die Wüste. Heute durchfuhren wir drei der genannten Zonen - Kleiner Tipp: Die Tropen waren nicht dabei.
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  • Namibia XI - Sossusvleit

    5 dicembre 2025, Namibia ⋅ ☁️ 33 °C

    Oh wie schön kann denn bitte Sand sein?

    Pünktlich um 6h standen wir am Eingangstor zum Namib- Naukluft-Nationalpark und fuhren die 60 km im Sonnenaufgangslicht bis zum Ende der Straße durch die Wüste. Am Ende der Straße warte schließlich das Sossusvleit auf uns.

    Das Sossusvleit ist eine von Sanddünen umschlossene Salz-Lehm-Pfanne in der Namib-Wüste, welche nur in guten Regenjahren Wasser führt. Direkt an dem Vleit befinden sich die (mit) höchsten Sanddünen der Welt, welche etwa 380 m hoch sind.

    Das Erklimmen der einen hohen Düne verwarfen wir nach einigen 100 m bereits. Mit Jano auf dem Rücken und der brennenden Sonne über uns war kein zügiges Vorankommen möglich.
    So frühstücken wir entspannt unter einem riesigen Baum im Schatten, genossen den traumhaften Ausblick auf die Wüstenlandschaft und kamen mit einer jungen Familie aus Südafrika/Zimbabwe ins Gespräch. Diese besuchten gerade mit ihrem 4,5 Monate alten Sohn die alte Heimat der Oma des Kleinen. Und aus den Erzählungen der kleinen Familie gewannen wir den Eindruck, dass es hier vielleicht doch noch unterschiedliche Welten gibt.

    Zum Tagesabschluss gab es wieder einen traumhaften Wüstensonnenuntergang. Nur leider schien der Mond etwas zu hell, so dass wir keinen Sternenhimmel sehen konnten.
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  • Namibia XII - Gamsbergpass

    6 dicembre 2025, Namibia ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute Morgen war der Nikolaus sogar bei uns in der Wüste! Er brachte Jano Weintrauben, Ines eine Bäckerei mit Zimtschnecken am Wegesrand und Christian eine anspruchsvolle Passstraße! 😅

    Manchmal ist es verrückt. Als wir nach gut 4 Stunden in Hohenheim, direkt bei Weißenfels, ankamen, gerieten wir zum Nikolaustag in einen evangelischen Weihnachtsgottesdienst in einer ehemaligen Garage hinein. So sangen wir auf Deutsch und Englisch verschiedene Weihnachtslieder und hörten eine Predigt auf Englisch und Afrikaans. Erzählt wurde Nix anderes als in Deutschland: Liebe, Vergebung, Freude, Dankbarkeit für das privilegierte Leben, Frieden, die Menschen, die wir verloren habe und uns an den Feiertagen fehlen werden, darum geht es an Weihnachten.

    Danach gab es noch Kaffee und Kuchen und man kam mit den anderen Leuten ins Gespräch. Alles Nachbar:innen der Farm, alle Farmer:innen, alle gebürtig aus Namibia, alle weiß und fast alle sprachen Deutsch. Kaum einer verlässt diese kleine deutsche Community, einige kennen nicht mal den Rest des Landes. Ein Großteil arbeitet Remote für ehemalige Arbeitgeber in Deutschland, wo sie meistens studiert haben, sonst könnten sie sich das Farmleben hier unten nicht finanzieren. Die Unsicherheitsfaktoren mit der Trockenheit sind zu groß.

    Eine ziemliche Parallelwelt, in die wir da gerade geraten sind. Aber es passt zu Namibia. Hier ist alles ein wenig bizarr und hinter jeder Kurve steckt eine neue Überraschung.
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  • Namibia XIII - Hohenheim

    7 dicembre 2025, Namibia ⋅ ☁️ 26 °C

    Den sonnigen Sonntag verbrachten wir natürlich namibisch. Man startet mit einem kleinen Spaziergang und schaut nach den nahe der Farmgebäude stehenden Tieren (meist Kühe mit Kälbern, damit sie nicht von Leoparden und Hyänen gerissen werden). Gegen Mittag fährt man als Sonntagsausflug über seine eigene 14.000 Hektar große Farm, einfach weil man es kann. Und ein Bier mit Aussicht auf die wirklich traumhafte Landschaft um den Gamsberg und die Hakosberge herum noch besser.

    Und so erfuhren wir, dass Namibier meist schon mit 14/15 Auto fahren (wer soll es denn kontrollieren?) und weiße Farmkinder ab der 1. Klasse in deutsche Privatschulen mit Schulheimen (Internate) gehen. Hitzefrei gibt es hier leider nicht, dafür arbeitet man an Regentagen nicht, weil hier alle aus Zucker sind. Vielleicht sollte man das mal tauschen ;)
    Auch in Namibia wird am Bildungssystem gespart und somit auch an den staatlichen Schulen. Mittlerweile soll es so gravierend sein, dass Arbeiter mit Schulabschluss häufig nicht mal mehr richtig zählen können.

    Und das mit dem Schwarz-Weiß-Denken ist noch immer schwierig. Die Apartheid ist in dem Fall erst 30 Jahre her, die Grenzen in den Köpfen sind hier häufig noch sehr präsent und wird gerne mit den kulturellen Werten und Unterschieden begründet. Dabei ist es ja ein Land und eine Nation. Aber vielleicht ist es ja ein ganz bisschen wie in Deutschland, nur dass wir den Vorteil haben, dass man bei uns nicht sieht aus welchem Bundesland man kommt.

    Als wir irgendwann von unserem Leben in der Stadt erzählten, merkten wir, dass wirklich zwei Welten aufeinandertreffen. Die Bewohner:innen hier müssen mindestens eine Stunde zum nächsten Supermarkt fahren und für uns sind manchmal die 200m schon zu weit 😅
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  • Namibia IV - Zeitreise

    8 dicembre 2025, Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir vergaßen zu erwähnen, dass wir uns an einem der dunkelsten Flecken der Erde befinden.

    Neben Hohenheim befinden sich Hakos und der Gamsberg. Dort ist die IAS (Internationale Amateursternwarte) aktiv, bei der man entweder aktiv vor Ort oder sich Remote von überall auf der Welt (krasse) Teleskope, die dort stehen, mieten kann, um sich den namibischen Sternhimmel anzuschauen.

    Da wir eh Harro (90) und Elke (85), dort abholen wollten, nutzten wir die Gelegenheit uns die Farm kurz anzuschauen. Die Tochter von Harro und Elke, wollte nicht, dass Harro noch selbst mit dem Auto bis nach Swakopmund fährt (die Problematik scheint es also auch überall zu geben;)) und so erklärten wir uns spontan bereit die Zwei mitzunehmen.

    Die beiden haben selbstverständlich schon einiges erlebt und so erzählte Harro uns von seiner Kindheit auf der Kaffeepflanzung (Farm) damals in Deutsch-Ostafrika und wie es ihm nach dem Zweiten Weltkrieg ergangen ist, wie seine Familie von Deutschland freigekauft wurde, sie mit dem Schiff dort hin gebracht wurden und wie er schließlich Elke aus Niedersachsen kennenlernte, aber unglücklicher Weise schon seine Ausreise nach „Südwest“ vorbereitet hatte. Und sie erzählte wie verrückt sie doch war, als sie Harro nach 3 Jahren Briefe schreiben einfach nach Namibia gefolgt war. Ihrer Tochter hätte sie so was leichtsinniges ja nicht erlaubt.

    Beide erzählten noch vom Wandel seit der Abschaffung der Apartheit, auch sie sprachen von den kulturellen Unterschieden, die noch Zeit bräuchten.

    Durch die vielen Geschichten war die Fahrt nach Swakopmund sehr kurzweilig. Am Ende waren die Beiden auch ganz überrascht wie schnell man sein kann, schoben es aber höflicherweise auf die frisch gescrapte Pad (aufbereitete Schotterstraße) und nicht auf die zügige Fahrweise von Christian.

    Buchtipp des Tages: Wenn es Krieg gibt, fliehen wir in die Wüste von Henno Martin.
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  • Namibia XV - Swakopmund

    9 dicembre 2025, Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Swakopmund wird gerne als ein Stück Deutschland am Rande der Wüste bezeichnet, vermutlich vor allem von den Deutschen. Alle anderen sagen, wenn man einfach ein Dach über Swakopmund bauen würde, wäre es ein großes Altenheim.

    Letzterem würden wir zustimmen. Viele alte Leute ziehen an den kühlen Atlantik, wenn sie in Rente gehen und mit den hohen Temperaturen im Landesinneren im Alter nicht mehr klar kommen. Auch Elke bestätigte, dass man alle am Ende in Swakopmund wieder trifft.

    Die Architektur, Läden und die vorrangige Sprache, die man seit Ferienbeginn hört, sprechen für die erste Theorie.

    Da wir so viele Menschen nicht mehr gewohnt sind, machten wir einen kleinen Ausflug in die Wüste zum Welwitschia Drive. Diese Sand Pad führt geradewegs in eine surreale Mondlandschaft hinein, welche über Jahrtausende durch Erosion entstanden ist.

    Die Welwitschia ist eine Pflanze, für die man keinen grünen Daumen benötigt. Sie überlebt in der Wüste, benötigt nur alle 30 Jahre einen etwas stärkeren Niederschlag und kann so locker 2000 Jahre alt werden. Leider lässt sie sich nur ungern umsiedeln, so dass wir ohne Andenken an den Mond zurück an die Mündung des Swakop Rivier reisten.
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  • Namibia XVI - Walvis Bay

    10–11 dic 2025, Namibia ⋅ ⛅ 20 °C

    Früher tummelten sich die Wale quasi wie in der Sardienenbüchse in der kleinen Bucht, weshalb sie schließlich Walfischbucht genannt wurde.

    Als wir mit dem Bötchen durch die Bucht schipperten, sahen wir bis auf eine Hand Delphinen, 150.000 Robben und 3 Pelikanen nicht viel. Das liegt aber vor allem daran, dass die Wale über den Sommer in die Antarktis schwimmen, um sich dort voll zu fressen.

    Walvis Bay ist der einzige Tiefseehafen an der namibischen Küste und wickelt neben den namibischen Waren auch die aus Botswana, Angola und Zimbabwe ab. Die Briten hatten 1878 die Bucht annektiert und den Hafen gebaut . Über die Jahrhunderte blieb das Gebiet britisch und wurde erst 1994 an Namibia zurück gegeben. Heutzutage ist der Hafen chinesisch und einer der günstigsten Liegeplätze der Welt. Deswegen steht hier seit Jahren einfach eine Bohrinsel herum.

    Am nächsten Tag verließen wir die englische Enklave und waren dort, wo die Wüste direkt auf den Ozean trifft, bei Sandwich Harbour. Eine sehr beeindruckende Szenarie.
    Noch besonderer wurde sie, als es anfing in der Wüste zu regnen. Das erste Mal seit mindestens 7 Jahren, wie man uns sagte.
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  • Namibia XVII - Cape Cross

    12 dicembre 2025, Namibia ⋅ ⛅ 21 °C

    Auf unserem Weg weiter nach Norden, machten wir einen kleinen Stopp in Henties Bucht, wo wir unerwarteterweise eine Ferienwohnung mit Meerblick hatten.

    Am nächsten Tag ging es weiter zum Cape Cross, wo weitere 250.000 Seerobben leben und gerade ihre Kinder bekommen. Das geruchliche Erlebnis war somit sehr Eindrucksvoll, eine Mischung aus Klärwerk/Dixieklo im Sommer mit einem Hauch von Verwesung eines toten Tiers im muffigen Keller.

    Der Tag endete in Uis. In Uis gibt es wenig Ui, da es dort bis auf ein paar alte Abraumhalden alter Zinnminen nichts zu sehen gibt. Einziges Highlight dort ist der monopolistische Supermarkt. Dort gibt es tatsächlich Bautzener Senf, der sogar noch haltbar ist. Jetzt fehlen nur noch die Original Thüringer Rostbratwürste und der Holzkohlegrill.
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  • Namibia XVIII - Spitzkoppe

    13 dicembre 2025, Namibia ⋅ ⛅ 30 °C

    Es war einmal vor unserer Zeit, ein Urkontinent, der nannte sich Gondwana. Gondwana bestand aus vielen verschiedenen Erdplatten, die heute unter Anderem die Kontinente von Südamerika, Afrika und Australien bilden.

    Als Gondwana damals an der Kante vom heutigen Namibia auseinanderbrach, gab es im Landesinneren starken Vulkanismus. Über die Jahrmillionen formten Wasser, Sonne und Wind die heutige Landesoberfläche. Alles an Gestein, was weicher war, wurde erodiert und übrig blieben erstarrte Magmakammern aus Granit(gestein).

    Die Spitzkoppe ist ein solches Überbleibsel und ist schon vom Meer aus zu sehen gewesen. Bereits vor tausenden Jahren war der Berg für die indigenen Ureinwohner:innen ein spiritueller Ort, weshalb sie regelmäßig dorthin zurückkehrten und Zeichnungen hinterließen.

    In Namibia wird die Spitzkoppe auch „das kleine Matterhorn“ genannt. Wer schon mal am echten Matterhorn war, dürfte diese Bezeichnung hinterfragen. Beeindruckend und ein bisschen magisch sind beide Berge. Die Spitzkoppe ist für uns selbstverständlich noch besonderer, weil sie ein Insel(s*)berg ist.

    (*der Berg, der an Christians Heimatdorf angrenzt)
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  • Namibia XIX- Damaraland

    14–15 dic 2025, Namibia ⋅ ⛅ 36 °C

    Die Damara gehören mit zu den frühsten Einwohner:innen Namibias. Die Sprache gehört der Khoekhoegwowab-Sprachfamilie an und beinhaltet Klicklaute.

    Der ältere Damara-Herr Anton „King“ zeigte uns den Weg zu den dort lebenden (vom aussterben bedrohten) Wüstenelefanten. Nicht nur die Wüstenelefanten, sondern auch King werden uns in Erinnerung bleiben.
    Als wir mit unserem 4x4-Auto den Rivierlauf (Flussbett) des Koigab während der Elefantensuche hochfuhren, erklärten wir ihm, dass das in Deutschland unmöglich wäre, weil bei uns in den Flüssen immer Wasser ist. Sein ungläubiges Gesicht und seine mehrfachen Nachfragen (Und da ist wirklich immer Wasser drin?) dazu, werden wir sicherlich nicht so schnell vergessen.

    Regen und Wasser bleiben in Namibia etwas besonderes und sehr seltenes. Daran sollten wir uns vielleicht häufiger in Deutschland nach einem niederschlagsreichen, grauen Monat erinnern.
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  • Namibia XX - Etosha Nationalpark

    16–18 dic 2025, Namibia ⋅ ⛅ 31 °C

    Etosha ist ein Nationalpark im Norden des Kalaharibeckens. Das besondere in dem Park ist die riesige Salzpfanne, welche im östlichen Teil des Parks liegt und nur in sehr starken Regenjahren an den Rändern mit Wasser gefüllt wird. Der Name „Etosha“ stammt aus der Sprache der Oshivambo und bedeutet „großer weißer Platz“.

    In Namibia heißt es stets, dass Etosha auch nur eine große Farm mit vielen Wildtieren ist, da das Gebiet des Nationalparks komplett umzäunt ist, weshalb es viel besonderer ist außerhalb von Etosha Wildtiere zu sehen. Außerdem gibt es dort keine fließenden Gewässer und kaum natürliche Wasserlöcher, weshalb zahlreiche künstliche Wasserlöcher geschaffen wurden, um das Wild mit Wasser zu versorgen (und den Touristen die Möglichkeit zu geben Tiere zu beobachten).

    Wir verbrachten insgesamt 3 Tage im Nationalpark und sind zu echten Antilopengangexperten geworden. Am Ende erkannten wir auch ohne unser Tierbestimmungsbuch ob das Tier vor uns ein Impala, Kudu, Gnu, Kuhantilope oder Springbock war. Besonders der Oryx (Wappentier von Namibia) hat es uns (nicht nur auf dem Teller) angetan.
    Selbst Jano konnte am Ende sicher ein Zebra erkennen und von einer Giraffe unterscheiden 😃
    (Zu Beginn unserer Reise dachten wir noch hier springen überall Gazellen herum, die gibt es allerdings nur in Kenia/Tansania. 😅)

    Highlights waren definitiv die Sichtungen von 4! Nashörnern, wovon ein weißes und ein schwarzes Nashorn sich duelliert haben, Giraffen und Löwen.

    Beim Sichten unserer Bilder, mussten wir feststellen, dass wir kaum Bilder gemacht haben in Etosha. Den Job hatten Sophie und Vito aus bei Tübingen übernommen. Die beiden haben wir bereits bei den Pelikanen in Walvis Bay kennengelernt und so kreuzten sich unsere Wege und wir verbrachten einen sehr schönen und lustigen Tag gemeinsam auf Safari.

    Fazit ist: Der Ausflug hat sich gelohnt, jetzt fehlt uns nur noch die Sichtung einer Elandantilope, die größte und schwerste der Antilopen.
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