Colombia
Departamento del Putumayo

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9 travelers at this place:

  • Day136

    Erster Stop in Kolumbien

    March 25 in Colombia

    Erster Stop im 7 Land zweiter Dschungel, ist noch immer das selbe Gebiet. In Ecuador waren wir ziemlich schnell unterwegs, diese Zeit wollen wir uns nun aber in Kolumbien nehmen. Ersteinmal sind wir über die Grenze bei San Miguel wie sich im nachhinein herausstellte ein wohl nicht zu Hundert Prozent sicherer Grenzübergang. Doch die fortwährende Präsenz von Polizei und Militär ( die uns alle samt sehr freundlich behandelten bis zuweilen ignorierten) hat doch ein erhebliches Gefühl von Sicherheit gegeben. Unser erster Weg führte uns in ein kleines Dorf Geld holen und dann ins nächste um eine Autovrsicherung abzuschließen. Was sich als nicht zu leicht heraus stelle denn die Anlaufstellen die wir hatten verkaufen zwar Versicherungen hatten aber Mittag oder einfach keine Versicherungen für Internationale Autos. Doch die Offenheit und Hilfsbereitschaft der Menschen war sehr groß so dass an jeder Station die Leute anfingen zu telefonieren mit Mindestens drei weiteren Personen bis wir dann von einem Motorrad abgeholt wurden und zu einem Versicherungsbüro gebracht wurden das wohl allem Anschein nach eigentlich zu hatte. Es hat dann auch nur eine Stunde Stunde gedauert bis wir sie hatten und als Entschädigung gabs dann auch noch 4 Orangen dazu( ja höchstwahrscheinlich haben wir eh mehr bezahlt als ein einheimischer) zu dem kam dann noch kurz ein Einwohner vorbei und erzählte das er Verwandtschaft in Deutschland hat aber kein Deutsch spricht sehr Ibrahim informativ. Wir machten unsere Strecke bis kurz vor Mocoa auf einen Platz der sehr schön ist nicht einsehbar von der Strasse und saubere Toiletten hat. Die erste Nacht allerdings hat uns ein kleiner Rumbs aufgeschreckt und Dolly schwört Stein auf Bein einen Jaguar gesehen zu haben ( ja ich meinen nicht den mit 8 Zylindern) um dies zu bestätigen gabs für mich erstmal heute Thunfisch und es wurde ein Köder ausgelegt. Aber das war nicht alles was wir heute gemacht haben. Wir sind hier nämlich in direkter Nachbarschaft mit einem erneuten Fin del Mundo( das Ende der Welt das wir doch schon vor guten 3 Monaten in Uschuaia besucht hatten), es handelt sich hierbei aber nicht um den Endpunkt des Festlandes sondern um einen 80 Meter hohen Wasserfall. Dem nach gings heute Morgen um 10.00 Uhr dann bei gefühlten 35°C und ungefähr 120% Luftfeuchtigkeit . zum Eingang des Pfades zum Wasserfall bei dem natürlich ein Eintritt fällig wurde allerdings sparten wir uns den Führer ( den hatten wir ja schon mal. Nein man braucht keinen) der bei dem ein oder anderem Bericht erwähnt und als Voraussetzung galt. Frohen Mutes und mit langen Hosen( was das ganze noch etwas wärmer erscheinen ließ) begaben wir uns auf den Pfad durch den kolumbianischen Dschungel ein eher angenehmer wenn auch sehr feuchter Wanderweg( nicht nur von den Boden Bedingungen her sondern auch von den gefühlten 20Litern Schweiß die ich verlor) leichte Steigungen in höllisch, feucht, heißem Klima durch einen Dschungel auf Wegen aus Baumstümpfen und Felsplatten. Der Wrg hat sich voll auf gelohnt wenn auch erst der Gedanke aufkam wofür man das nun gemacht hat bevor man bemerkte das das noch nicht der Wasserfall war und man den Weg dann doch bis zum Ende gehen sollte. Dies passierte mir zweimal bei jeweils kleinen Wasserfällen an den sich Leute im Wasser tummelten, doch schlussendlich wurde der Schweiß treibende Marsch mit einer Spektakulären Sicht auf dem Bauch liegend in einen 80 Meter Tiefen Abgrund belohnt.Read more

  • Day373

    "trampolin de la muerte"

    August 16 in Colombia

    "Todesstrassen" sind offenbar stark im Trend hier. Nach dem bolivianischen "Camino de la muerte" nehmen wir jetzt also das kolumbianische "trampolin de la muerte" unter die Räder. Einmal mehr entpuppt sich der Name als Wortlüge: Die Strasse ist easy, die Fahrer sind das Problem! Diesbezüglich haben wir ja schon einiges gesehen, aber die Kolumbianer schlagen da nochmal ein neues Kapitel auf. Und anders als der bolivianische "camino" ist das kolumbianische "trampolin" keine Touristenattraktion. Sondern eine echte Fernverkehrsstrasse mit Gegenverkehr.
    Tönt bedrohlich, ist dann aber doch recht entspannt. Es bleiben genügend Zeit und Nerven, um die spektakulären Ausblicke zu geniessen.
    Ein gelungener Start in unser neuestes Reiseland!
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  • Day596

    Trampoline of Death!

    January 2 in Colombia

    There was no way I was going to miss driving a road called El Trampoline Del Muerte, despite Jo's understandable reservations!

    Either luckily or unluckily, depending on how you look at it (me the former, Jo the latter), we developed an all too familiar rattle at the front. We popped into a garage in the morning and were pleased to find we just needed to replace the washer and nut on one of the front shocks (again).

    More concerning was the fact that all the petrol stations didn't have any petrol due to the festivities. I reckoned we had more than enough to make it, but driving steep gravel roads wouldn't be at our usual mpg so we threw in one of our spare tanks and hoped for the best!

    Unfortunately best isn't how I could describe my driving as I neglected to take the handbrake off for the first 10km! In my defense the warning light is now continually on, but it was a pretty stupid move and the worst possible time to do it. I only realised was when I saw how hot the engine was - I've never seen boiling engine coolant before - so we admired the view for a while whilst I poured cool spring water over the radiator.

    After that it was pretty plain sailing - sure it was bumpy and slow, but the views were spectacular. The multi hundred metres near-vertical drops were a little disconcerting, and I was glad my mum wasn't in the car with her fear of heights.

    Luckily the first town on the other side had petrol, so we filled up (weirdly on super cheap petrol) and cruised on down to Laguna De La Cocha (which bizarrely translates to Lagoon Lagoon), where we spent a free night at a lovely garden restaurant as we brought a gorgeous meal (garlic trout) for the same as we normally pay to camp.

    I'm so glad we did the 4 hour drive as it saved us a 12 hour round trip on real roads, and it's experiences like this that you remember. Bring on the Death Roads in Bolivia & Ecuador!!
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  • Day244

    Day 237 Steep rainy climbs.

    September 7, 2016 in Colombia

    After a well earned rest day we set out to cross the Cordillera Central. it has been gray and cloudy for 3 days now. And today we couldn't escape the rain. The whole day it was raining on and off. Making it hard to keep your body at the right themperature. So after making our planed 64 km we found a cheap hotel and found a warm shower.

  • Day89

    Mocoa und das Ende der Welt

    August 23, 2017 in Colombia

    Wir stehen am Busterminal in Mocoa und werden von zig Fahrern zugequakt. Es ist echt nervig. Wir sind müde und kaputt von der Fahrt hierher, es ist sau warm und wir wollen noch weiter nach San Agustin. Oder nicht - sind nochmal 3,5 Stunden Fahrt? Uns spricht ein Australier an. Er sei in einem super urigen Hostel mitten im Nichts, dort ist es total ruhig, es gibt nicht mal Strom. Ben ist gleich Feuer und Flamme, ich nicht, mir ist heiß und man muss mit Gepäck eine dreiviertel Stunde laufen. Ich lass mich dann doch überreden, verfluche es aber auf dem Weg dorthin. Der riesen Rucksack ist unglaublich schwer und es ist feuchtheiß, man ist klatschnass. Am Ende kommen wir dann aber an und ich musste nach der einen Nacht und unserem Ausflug in den Dschungel zugeben, dass es sich sehr gelohnt hat!

    Das Huaca Huaca Hostel liegt in dem Indianerreservat der Pastos, hier gibt es nichts außer rundum Dschungel, ganz spärlich ausgestattete Zimmer, eine offene Küche, kalte Duschen, keinen Strom und natürlich auch kein Internet. Aber irgendwie ist es total schön - man merkt, dass man auch nicht viel braucht. Außer uns waren zwei Schweizerinnen, ein Pärchen aus Argentinien und eben der Australier da, wir hatten einen gemütlichen Abend am Lagerfeuer, es war richtig nett!
    Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in den Dschungel, auf zum “fin del mundo“. Wahnsinn, was der Dschungel für eine Wirkung hat. Man läuft durch richtig viel Grün, alles ist dicht bewachsen und man hört endlos viele Tiergeräusche - bis auf ein paar Vögel und Insekten sieht man aber keine, alle sind gut getarnt in dem riesigen Dschungel. Unser Weg führt über Bambuspflöcke, Wurzeln, durch Matsch und Wasser vorbei an wunderschönen Wassergumpen und Wasserfällen bis wir tatsächlich das Gefühl haben auf das Ende der Welt zuzulaufen. Dieses “Ende der Welt“ ist eine riesige Steinfäche an dessen fast schon horizontal ausschauenden Ende ein Wasserfall sich zig Meter in den Abgrund stürzt. Die Wassermassen prasseln in die Tiefe, umgeben von weiterem sattgrünen Dschungel. Man kann bis zum Rand gehen und in die Tiefe schauen, es fühlt sich irre an - fin del mundo trifft es ganz gut! Zurück am Hostel duschen wir noch schnell - wobei man sich das sparen kann, man ist danach eh innerhalb weniger Minuten wieder klatschnass. Wir machen uns auf den Weg zurück in den Ort, wieder mit schwerem Gepäck eine dreiviertel Stunde laufen - diesmal ist es aber gar nicht so schlimm, wir sind total gut gelaunt und glücklich über unseren ersten Ausflug in den Dschungel :-)

    Nachdem wir das Reservat verlassen haben stellen wir uns an die Straße und warten auf das Compartido Taxi zum Zentrum. Da ewig keins kommt zögern wir nicht lange und halten den Daumen raus, in der Hoffnung, dass uns jemand die 10 Minuten mit nimmt. Es dauert nicht lange und es hält ein Kolumbianer an. Er räumt erstmal die Sitze frei von eingeschweißten Hosen, die er verkauft. Auf dem Weg zum Zentrum erzählt er uns, dass er sowieso Richtung San Agustin fährt. Wir verstehen ihn nicht so wirklich bzw. glauben dies falsch verstanden zu haben. Kurzerhand ruft er seine Tochter an, die Englisch spricht und es uns dann bestätigt - er fährt wirklich dorthin und will uns mitnehmen. Sau cool! So fahren wir mit ihm an die 4 Stunden bis fast nach Pitalito. Wir unterhalten uns mit unserem bissl Spanisch dann am Ende doch ganz gut und die Zeit vergeht wie im Flug. An der richtigen Straßenabzweigung fast im Nichts steigen wir aus, er fährt in die für uns verkehrte Richtung weiter. Wir stellen uns wieder an die Straße und halten den Daumen raus. Eine alte Frau hält an und nimmt uns in ihrem winzigen Auto ein gutes Stück in die richtige Richtung mit. Die letzten 10 Minuten bis nach San Agustin nehmen wir dann noch ein Compartido Taxi und “schon“ sind wir da. Es war eine richtig interessante Reise hierher, zwei so nette Menschen, die zwei Rucksackreisende einfach so mitnehmen. Vielleicht sollten wir das daheim auch mal machen, wieso eigentlich nicht?
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  • Day182

    Mocoa

    June 27, 2017 in Colombia

    Ever since I had been to Colombia last year and the first people told me about their experiences with Ahayuasca I thought about trying it myself.
    I'm not big into drugs and the idea of loosing control usually freaks me out. But Ahayuasca is not a drug you take for the purpose to have a wild trip. You take it to connect with Pachamama and your own subconscious. The people that I met who had taken it were all really positive about it and told me it was an experience that changed their view of things. I knew taking Ahayuasca wouldn't make me a different person but I was still curious about it.
    In Medellin I met Yala. She told me about her experience with Ahayuasca and her story convinced me in the end that I really wanted to try it. She told me about the hostel in Mocoa and that she did it from there without a weeklong retreat.
    So I decided to go there and make my final decision if I want to do it or not there depending on how I feel about the place and the people around me.
    To get to Mocoa was the first adventure. I took the overnight bus from Cali to Pasto and arrived there at 5 in the morning. Not really the time to hang out at a bus station but luckily there was a minivan leaving to Mocoa right away. It took almost 6 hours from Pasto to Mocoa and at least half of the way was on unpaved bumpy roads. Once in Mocoa I went to the market to buy food before jumping on a pickup truck collectivo which dropped me at the hostel a few kilometers outside of town. Mocoa was victim of the flood earlier this year which caused a big landslide that killed and harmed hundreds of people. You didn't see much of this anymore in town but lots of people talked about it. An old men told me as soon as I got into the collectivo that he lost a family member and made other people in the car telling me their story. Unfortunately for the town this event also resulted in tourists staying away. Lots of places seemed closed even though the hiking treks around were fully intact.
    When I arrived to the hostel it was pretty quiet as well. An old lady showed me my room and said I would be by myself in the room and there was only a few other people around. I was starting to question my decision to come here. After the long travel without a lot of sleep I was happy to just chill in the hammock for a while. I guess I slept for a while and when I woke up there were more people around and I started talking to them. I had wondered how to start the topic of Ahayuasca but they actually asked me right away if I had come to take it.
    As it turned out they were going to do a daytime ceremony the next day. Usually they do it at night a lot but I was actually happy to not be tripping somewhere in the jungle in the dark. So I knew this would be my chance I only had to decide till the next morning if I wanted to join or not.
    I heart different things about the preparation for Ahayuasca. In a retreat you have a special diet for at least a week. No meat, no sugar, no salt, no alcohol, no cigarettes and no sex for a week. I asked Juan Carlos (he is the guy who runs the hostel and goes with you to join the ceremony) about it but he said the only important thing is that you didn't eat meat in the last 24 hours. I hadn't eaten meat in a few days so there was nothing keeping me from taking it.
    I still didn't make a final decision till we got in the car the next morning to go to the house of our taita (sharman). In the end my curiosity was bigger than my fear and I decided to go for it.
    Who was waiting for me to tell the whole experience here is gonna be disappointed now as this is how far my report will go here - the complete story is more for a personal conversation face to face. I will say though that it was a positive experience. I did meet Pachamama and even though I didn't have the big realization about the sense of life it did back me up in my decisions and behavior. I stayed one more day in Mocoa to process the experience before I moved on to Ecuador.
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  • Day246

    Day 238: El Trampolín de la muerta

    September 9, 2016 in Colombia

    El Trampolín de la muerta, oftew Colombias death road. We knew it was gonna be a log day. So we left at 8:30 for the first 8 asphalt kilometers. After that the asphalt was gone. The road started to climb and the drops became bigger. We kinda got the idea why the road got its name. Pasing cars here was sometimes even difficult on a bike. But the scenery was stunning. Certainly one of the most beautiful roads we have ridden in South America. But darkness came to soon. We had to race the last 10 km in the dark to the first town.Read more

  • Day18

    Mocoa - Wasserfälle und Schamanen

    September 1, 2016 in Colombia

    Nach entspannten Tagen in Puerto Nariño kehrte ich nach Leticia zurück, um meine Rückkehr nach Bogotá und meine weitere Route zu planen. Aus Kostengründen verbrachte ich 2 weitere Tage in Leticia, diesmal in einem für meine Verhältnisse luxuriösen Hostel. Am Rande von Luisa's himmlischen Pool traf ich den verrückten Katalanen Albert, mit dem ich einen ziemlich wilden Abend in Leticia's Nachtleben verbrachte - ich möchte lediglich erwähnen, dass köstliche Caipirinhas für weniger als 2€ für mich bislang die größte Gefahr in Kolumbien darstellten.

    Am nächsten Tag schloss ich mich einer mäßig tollen (weil sehr affektierten) Tour an. Das Unterhaltsamste für mich war die Isla de los Micos, wo hunderte von kleinen Affen auf den Schultern und Köpfen der begeisterten Touristen kletterten und sich um die mitgebrachten Bananen rissen. Eigentlich hatte ich auch einen Haufen Bananen mitgebracht, vertilgte diesen auf der Bootsfahrt allerdings selbst (auf Grund miserablen Zeitmanagements fehlte mir ein Frühstück). Einer der Affen merkte das aus mit unerklärlichen Gründen offenbar, und pisste mir kurzerhand auf die Schulter.

    Der nächste Tag brachte mich per Flugzeug zurück nach Bogotá. Dort verbrachte ich den Nachmittag mit Gabriela, bevor mich eine 14-stpbdige Fahrt im Nachtbus nach Mocoa, die Hauptstadt des Departments Putomayo führte. Die arktischen Temperaturen (der Busfahrer trug eine Wollhaube), der riskante (Untertreibung des Tages) Fahrstil des Chauffeurs und die fragwürdige Musikauswahl ließen mich erleichtert aufatmen, als die Bustüre sich öffnete und mich in das tropische Klima Mocoas entließ. Mocoa, ein Zentrum der kolumbianischem Landwirtschaft selbst hat außer einer beachtlichen Anzahl an Wasserfällen und köstlichen Früchten (viele davon sind endemisch und haben nicht mal einen deutschen Namen) nicht viel zu bieten. Grund meines Aufenthalts war der taita (eine Art Schamane) Manuel, den ich auf Empfehlung von Radan und zwecks persönlicher Weiterentwicklung aufsuchte.

    Ich wurde vom ersten Moment an wie ein Familienmitglied aufgenommen und verbrachte einige schöne Tage an diesem magischen Ort. Manuels Grundstück ist eine wahre Oase mit seinen Bananenbäumen, Ananassträuchern, zahlreichen bunten Pflanzen und den im umliegenden Dschungel lebenden exotischen Vögeln. In den einfachen Verschlägen lebt eine bunt zusammen gewürfelte Gemeinschaft auf der Suche nach persönlicher und/oder spiritueller Weiterentwicklung. Der Ort strahlt eine ganz besondere Atmosphäre der Geborgenheit aus und der stets herzliche Manuel erinnert an eine Mischung aus Balu, dem Bären vom Dschungelbuch und Buddha. Meine Erfahrungen dort waren sehr aufwühlend und persönlich, weshalb ich sie an dieser Stelle nicht weiter ausführen werde.

    An einem der Tage wanderte ich zum Fin del Mundo (Ende der Welt), dem imposantesten der vielen Wasserfälle rund um Mocoa. Ein etwa einstündiger, in der feuchten Hitze recht brutaler Aufstieg führte mich zu einem ersten kleinen Wasserfall, der einen natürlichen Pool bildete - nach der schweißtreibenden Wanderung eine willkommene Abkühlung. Mein Sprung ins kalte Wasser veranlasste die sich über mir in der Zwischenzeit dicht gewordene Wolkendecke dazu, einen Regenschauer abzugeben - ich war schließlich ohnehin schon nass. Nachdem ich mir von den herabstürzenden Wassermassen die Schultern massieren ließ, lernte ich zwei andere einsame Wandererinnen - Diana aus Kolumbien und Gabi aus Mexiko - kennen, mit denen ich den weiteren Weg zum Ende der Welt bestritt. In der Zwischenzeit mündete das anfängliche Nießeln in einen ausgewachsenen tropischen Regenschauer und gestaltete den weiteren Pfad - der mehrmals die Überquerung des Flusses erforderte - zunehmend in eine gefährliche Rutschpartie. Meine Schienbeine ähneln eine Woche später immer noch jenen eines Fußballers, der in einem Spiel ohne Schiedsrichter seinen Schienbeinschutz vergessen hatte. Der Ausblick vom Ende der Welt belohnte uns jedoch mit einem atemberaubenden Ausblick über hundert Meter in die Tiefe in ein von dichtem Dschungel bewuchertes Tal, während neben uns die Wassermassen in den Abgrund stürzten. Langsam konnte ich nachvollziehen, warum die Einheimischen diesen Ort Fin del Mundo tauften.
    Der Weg zurück durchnässte uns restlos und die Leute auf Manuels Grundstück lachten auf, als ich blut- und schlammverschmiert daher stapfte.

    Nachdem Manuel nach Bogotá reiste und mich in eine längere Busfahrt in die Tatacoa-Wüste erwartete, verbrachte ich die letzte Nacht in Mocoa in einem lächerlich günstigen und dementsprechend furchtbaren Hotel. Die aus Palmwedeln geflochtenen Matten unter Manuels Strohdach boten mehr Komfort als das “Bett“ (gefühlt ein Holzkasten mit 3 Leintüchern darauf) im Hotel Casona Imperial. Egal, nach 6 Stunden Schlaf - ein Verbrechen an meiner Wirbelsäule - erwartet mich eine 6-stündige Fahrt in die Wüste.
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You might also know this place by the following names:

Departamento del Putumayo

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