Colombia
Parque Principal

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Travelers at this place
    • Day 99

      San Gil 5

      December 13, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

      Man bin ich mit einem Muskelkater aufgewacht. 🥲 Hab doch beim Abseilen gestern etwas Kraft aufgewendet, auch wenns gar nicht groß nötig gewesen ist.
      Nach einem großem Frühstück mit feinster Arepa und dazu gekaufter Avocado (für 1 €) gings gestärkt los zu einem Fluss mit vielen Gumpen.
      Das ganze ist kostenlos und in der Nähe von einem Gebiet mit vielen Mienen.
      Mein Gott ist dir Landschaft schön. 🥰 Die Gumpen waren teilweise sehr tief und wir konnten gut reinspringen. Das Wasser war angenehm kühl, klar und es war wenig los. Wir liefen von einem zum anderen, aber alle sahen wir nicht ganz.

      Fernando erzählte viel - auch über seine Trennung von vor 2 Monaten mit seiner Frau, die ihm noch nach geht. 💔 Beziehungen hier sind echt anders: alles! wird zusammen unternommen und die Frauen brauchen sehr viel Aufmerksamkeit. Will man mal was alleine machen (so auch manchmal Fernando), dann wird Untreue oder keine vorhandene Liebe reininterpretiert. 💓

      Laut Fernando kommt das meiste Böse in Kolumbien, aber auch weltweit, von Männern. Ausgelöst durch instabile Familienverhältnisse, also meist einer Trennung. In Kolumbien machen sich die Väter mal gerne aus dem Staub und die Kinder wachsen ohne Vaterrolle auf. 🙈Die Mutter hat wenig Zeit, es kommen die falschen Freunde usw. Wenn zu dem Kindheitstraumata Armut dazu kommt, dann wird's meist violent.
      Wer Mehrfachtäter ist wird aber nur für eine Tat bestraft.
      So viel Gewalt und Gefahr hier im Land - deshalb sind die meisten nicht so oder gar nicht abenteuerlustig. 🔦 Cool, dass es aber Fernando ist - wahrscheinlich auch durch seinen Job.
      Der Rückweg war dies auch, denn plötzlich kehrte ein Unwetter auf, welches wir geschützt abwarten, aber beim Rückweg viel durch den Matsch schlidderten.😅
      Abends kochte ich freestyler und Fernando kam gar nicht drauf klar bzw kennt es nicht eine Gemüse-Linsen-Pfanne zuzubereiten. Das Veggie-Kochen war für ihn total beeindruckend und überraschend. 😁
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    • Day 98

      San Gil 4

      December 12, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 27 °C

      Spontan war heute das Motto. 😅 Mit Fernando, den ich gestern beim Rafting kennenlernte, zum Frühstücken auf den Markt gegangen und dann auf eine Moto-Tour mit ihm. Aufm Markt essen ist echt das beste: es gibt so viel geiles Obst, Gemüse und kleine Snacks. 🍉🥑🍅🍌Alles ist extrem günstig! Wir leihten uns bei einem Essens-Lieferdienst einen Helm aus und düsten los.

      Eigentlich wollten wir nur den Wasserfall angucken und es endete damit, dass wir uns bei diesem Abseilen ließen. 🧗‍♀️ Lief spontan rein, auch wenn ich klamottentechnisch so gar nicht drauf vorbereitet war. Der Wasserfall ist 200 m lang/hoch und wirklich beeindruckend. 🥰 Er ist in 2 Abschnitte unterteilt und nie in seiner vollen Länge von einem Standpunkt sichtbar.
      Wir sind davon 70 Meter in die Tiefe am Wasserfall runter geseilt. Ich war erst sehr schissrig, aber dann wars einfach nur crazy cool. Hatte auch viel Vertrauen ist das hoch professionelle Team. 💪 Wir wurden sehr nass und hatten viel Spaß. Es war extrem wenig los und waren fast alleine. Das Wasser war seehr kalt und das Baden unten daher kurz. 😅

      Danach gings in eine Höhle - ich dachte ja einfach so zum Besichtigen. 👀 Naja, weit gefehlt. Wir krabbelten teilweise durch die Höhle mit Ein- und anderem Ausgang und sprangen von Vorsprüngen runter. Alles weit außerhalb meiner Komfortzone, auch weil überall Fledermäuse waren, die mich so hart anekelten. 🦇 Überall war auch Kacke von ihnen. Der Guide erzählte einiges zu Stalaktiten und Stalakmiten und er war mehr als unmotiviert. 😅 Ich war sehr froh, als wir wieder im Tageslicht und aus den Tiefen raus waren.
      In dem Dorf mit dieser Höhle und vielen anderen in dieser Region liegt sehr viel Geschichte - hier hatten die Unabhängigkeitsbewegungen angefangen. 🗽

      Abends gingen wir etwas essen und das bei blauem Licht.🧐 Das war richtig komisch und das essen sah so recht eklig aus. Weiß nicht so recht, was sie sich dabei gedacht haben. Fernando ist bei der Bundeswehr und kann viel über seine vielen verschiedenen Einsätze in ganz Kolumbien erzählen. 👮 Interessant, aber auch mit der Zeit anstrengend mit so einer Quasselstrippe. Er hatte auch zB ein Jahr beim Wiederaufbau der karibischen Insel Provencia nach einem starken Hurrikan vor zwei Jahren mitgeholfen.
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    • Day 97

      San Gil 3

      December 11, 2022 in Colombia ⋅ 🌧 24 °C

      Das Risikoreichste was ich bis jetzt gemacht habe - Rafting. 😅 Ich war die einzige von meinem Hostel, die diese Tour buchte. So oder so sind jetzt so gut wie gar keine mehr in meinem Hostel und ich bin auch alleine in meinem Zimmer. 😆 Rafting ist hier ein absolutes MUSS und berühmt berüchtigt.
      Die anderen Tourteilnehmer waren cool und genauso wagemutig wie ich. Wir fuhren 1,5 h zum Fluss Suarez, der Stromschnellen bis zum Level 5 hat - das höchste das es gibt. 😯
      Die Einweisung war sehr professionell und machte uns auf das Schlimmste bereit: wie jemanden aus dem Wasser ziehen und retten, an welche Seite des Fluss schwimmen, wenn man nicht ins Boot kommt, was tun wenn das gesamte Boot kentert, was tun, wenn man in einen Wasserwirbel reinkommt. Wir hatten alle extrem Respekt vor dem Ganzen. 😳😵
      Gut, dass wir alle eine Tagesversicherung hatten und für die zwei Boote (eins mit 8 Menschen, einer davon ich, + Guide / das andere mit 6) jeweils ein Rettungskajak. Das Wasser war kalt und wir übten alles ein. Aber da es sehr warm hier ist und die Sonne knallte, war das gut so.

      Die Strecke war 12 km lang und vor jeder Schnelle gab es nochmal Infos was zu tun ist und welcher Schwierigkeitsgrad uns erwartet. 💪 Die Fahrt war extrem wild, wir padelten stark, hörten auf die Anweisungen des Guides und meisterten eine nach der anderen Schnelle - jedes Mal wurden wir extrem nass und landeten beinahe im Wasser. 😅 Es war so positiv aufregend und etwas beängstigend. Nach jeder Schnelle machten wir eine kurze Pause und konnten die wunderschöne Landschaft genießen. 🥰 Dann passierte das Wahrscheinliche: 2 flogen vom Boot ins Wasser und das bei der gefährlichsten Schnelle. Sie hatten Pech, bekamen viel Panik und waren lange Unterwasser, schluckten viel Wasser und bekamen wenig Luft. Die andere bekam dabei auch noch ein Paddel ins Gesicht. War heftig aber ist gut gegangen - für die Guides wars nichts Ungewöhnliches. 😅 Cool, dass sie kostenlos mit der Gopro Filme und Fotos von der Tour machten.

      Nach diesen 1,5 h gabs für uns Ausgehungerten Snacks und wir machten uns hundemüde auf dem Heimweg.
      Abends hatte ich interessante Gespräche mit einem Einheimischen. Die typischen Themen : Drogen/Alk, Korruption, Polizei und Streiks. ❌
      Letztere gäbe es nicht nur oft auf Straßen, sondern auch an Universitäten (für kostenlose Uni, mehr Gleichberechtigung, bessere Ausstattung,..) , was das Studium teilweise um bis zu 2 Jahre verlängern kann. Der verpasste Stoff muss aufgeholt werden und dafür teilweise zudem die Ferien genutzt werden. 😜

      🍸🍷Alkohol: seit kurzem wird überproportional dieser gepunsht und mit etwas aufgefüllt, was einem über Nacht erblinden lässt bis hin zum Tod. Also immer auf den Originalverschluss achten.

      👮‍♀️👮Polizei: immer gut stellen, sonst sind sie extrem radikal. Sie schleusen auch teilweise Personen Drogen in die Taschen, um sie festnehmen zu können und dann die Quote erfüllen.

      🤑Korruption: vor allem im Bausektor - der Staat gibt Geld für Straße, es werden günstige, schlechte Materialien gekauft und oft mehr als die Hälfte privat eingesackt.
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    • Day 96

      San Gil 2

      December 10, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

      Man hab ich gut geschlafen - hab richtig gesabbert. 😁 War mal gut wieder in nem Bett zu schlafen. Zusammen mit meinem Zimmermitbewohner Nat und anderen Menschen aus anderen Hostels ging's um Cañón de Chichamocha. 🪂

      Dieser Canyon ist der zweit größte der Welt: über 2000 Meter und über 200 km lang. Und den gabs für uns von oben. 😅 Wir waren alle sehr aufgeregt, aber das Team hat wunderbar alles erklärt und war sehr professionell. Ich buchte sogar die Tour mit 5 Minuten länger, in welcher Tricks gemacht werden. Ich genoss den Flug sehr, 🥰 auch wenn wir uns nicht viel im Canyon umher bewegten. Ist natürlich sehr Thermik abhängig.
      Der Tag war super geeignet , wenn aber auch etwas mit Turbulenzen. 😅 Man hätte auch eine Gopro dazu mieten können, aber ich traute es mir zu ruhig mein Handy rauszuziehen und ein Selfie zu machen. 📱Hatte echt Angst es fallen zu lassen 😄 Der Trick war dann doch mittendrin und danach wurds mir immer übler. Die Spucke sammelte sich schon im Mund und und kotzte schnell in eine Tüte direkt nach der Landung. 🤮 Danach war's auch schon wieder einigermaßen ok. Und hey, wo kann man so günstig (knapp 50€,, inkl 1,5 h jeweils Hin- und Rückfahrt) und so schön Paragliden?

      Fix und fertig gibt's heim und ich konnte meine Klamotten von der Wäscheleine nehmen - ein hoch auf das warme, aber Gott sei Dank nicht feuchte Klima. 🥰 Auch wenn Nat echt etwas langweilig/einschläfernd ist, war er besser als keine Gesellschaft. In meinem Hostel ist so gar nichts los. 🙈Wir checkten San Gil bei Nacht aus und mussten viel lachen über die kitschige und teilweise sehr unpassende bunte Weihnachtsdeko. 🤣 Außerdem gingen wir eine kurze Runde tanzen.
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    • Day 15

      Extrem

      August 16, 2023 in Colombia ⋅ ☁️ 27 °C

      San Gil ist bekannt für Extremsport. Extrem sind aber vor allem die Strassen hier. Auf der Suche nach einem Extremsportanbieter führt uns Google Maps durch Strassen, die ohne weiteres auch als Kletterwände dienen könnten. Wir verfahren uns und buchen anschliessend online.

      Wir haben uns für einen River Rafting Ausflug angemeldet und wählen hierfür die krassere Strecke im Rio Suárez. Dabei erwarten uns Klasse III - V Passagen. Was das bedeutet wissen wir nicht genau, nur dass die Skala bis Klasse VI geht und letztere Stromschnellen darstellen, die auf Grund ihrer Schwierigkeit in der Regel gar nicht erst befahren werden. Wir und unsere Gruppe besteigen das Gummiboot an einer Stelle, die wir bereits als aufregend bezeichnen würden. Der Guide meint das sei Klasse I. Wir sind gespannt. Aufgrund von Regenfällen ist der Fluss zusätzlich gerade einiges ruppiger als üblich, werden wir informiert. Und dann geht's los. Über den Zeitraum von etwas mehr als einer Stunde treiben wir und unser mikriges Boot durch tosende Wassermassen. Teilweise stehen die Wellen um uns so hoch, dass wir unter den lautstarken Anweisungen unseres Guides oberhalb unserer Köpfe paddeln. Irgendwann erklärt uns der Guide, dass wir soeben die zweitschwierigste Stromschnelle Südamerikas passiert hätten. Es ist einfach nur geil. Unsere Gruppe explodiert fast vor Adrenalin und Euphorie und wir geniessen jeden Moment dieser Irrfahrt. Fabienne bekommt sogar noch mehr fürs Geld und bleibt Abends länger wach und geniesst die anhaltende Vertigo.

      Für den nächsten Tag ist unser erster Gleitschirmflug angesagt. Dafür fahren wir an den Rand des Chicamocha Canyons und rennen nacheinander mit einem Piloten am Rücken die Böschung hinunter, bis wir von unserem Schirm in die Horizontale gezogen werden. Zusammen mit den Geiern, die wohl auf ein Unglück hoffen, schweben wir durch die Lüfte und Thermik bis uns schlecht wird. Nach der Landung ist uns immernoch schlecht. So sind wir uns dann gar nicht sicher ob es an uns liegt, als der Boden wackelt weil wir gerade ein Beben der Stärke 5.6 erleben. Offenbar sei der gegenüberliegende Berg (Mesa de los Santos), Ursprung der meisten Erdbeben in Kolumbien. Und auch in dieser Nacht wird Fabienne vom Schwindel in den Schlaf geschaukelt.
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    • Day 102–107

      San Gil

      February 19 in Colombia ⋅ ⛅ 23 °C

      Ça y est il est temps de commencer le voyage en solitaire.
      Après avoir passé une semaine à l'école d'espagnol je décide de continuer mon voyage et de monter dans le Nord dans la région de Santander pendant que Télio profite avec ses copains à Medellín.

      Après 5 heures de bus qui se transforment en 9 heures de bus (pourquoi suis-je encore étonnée ?) me voilà arrivée dans la petite ville de San Gil. Capitale des sports extrêmes, ici les gens viennent pour faire du saut à l'élastique, du canyoning, du rafting ou du parapente.
      Personnellement je n'ai pas de plan. La première journée je la passe à me reposer au bord de la piscine. En effet pour moins de 5€ par nuit j'ai une piscine et un sauna dans l'hôstel !

      Ensuite je rencontre un bon groupe de copains et copines, on est tous arrivés le même jour et on repartira tous le même jour. Avec eux la journée on visite, on se promène dans le lit d'une rivière à sauter des rochers, on fait une randonnée sous la pluie pour voir une magnifique et s'y baigner, on visite Barichara, l'un des plus beaux villages de Colombie et le soir on se fait un sauna, on se baigne dans la piscine de l'hôtel ou on joue au billard.

      Après quelques jours tout le monde doit continuer son voyage et on se sépare donc à contre cœur. Pour certaines c'est la fin du voyage, pour d'autres c'est direction Bogota ou Medellín. Moi je continue mon voyage solo direction El Refugio de la Roca un hostel très réputé pour l'escalade. Je ne sais pas trop à quoi m'attendre mais ça fait des années qu'une amie d'Eléa m'en parle et je décide donc d'aller voir à quoi ça ressemble.
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    • Day 95

      San Gil 1

      December 9, 2022 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

      Uf, um kurz nach 6 war ich am Hostel. 🙈Erstmal das nasse Gepäck inspizieren. Welches trocknen, welches waschen. Gott sei Dank hatte ich alle Elektronik und anderes wichtiges direkt bei mir - also es sind fast "nur" Klamotten nass.😅 Trotzdem einfach kacke und war viel Arbeit. Danach lief ich etwas im Ort umher und kaufte Lebensmittel ein. San Gil ist nicht besonders schön, aber der perfekte Ausgangspunkt für coole (Adrenalin) Abenteuer. 💥 Ich sprach mit ein paar Reisenden, die mir restlos alle Touren empfohlen haben.

      Nach einem kleinen Schläfchen fuhr ich in das nahe gelegene Dorf Barichara. Alles im Kolonialstil, wirklich schön und mit tollen Aussichten. 🥰 Der Ort ist oft Drehort für Filme. Ich schlenderte durch die Gassen + Geschäfte und aß ein Eis aus Käse und Bocadillo. 🍦 Der Käse ist ganz mild und schmeckt mehr nach Sahne und Bocadillo ist in Kolumbien ein süßes Gutzi - in Spanien ist das ein belegtes Sandwich, was mich anfangs sehr irritierte. Der Sonnenuntergang war wolkig, windig aber schön. 🌞
      Abends kochte ich leckere Pasta und buchte einen Gleitschirmflug für morgen. 🪂
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    • Day 295–300

      San Gil • Colombia

      January 21, 2023 in Colombia ⋅ ☀️ 28 °C

      👁️ El Galinelo Natural Park
      👁️ Parapente Chicamocha
      👁️ Catedral de Santa Cruz
      👁️ Pozo Azul Balneario
      👁️ Colombia Bungee Jumping
      .....and much more ....

      🚍 Cascades de Juan Curi Parque Ecológico
      🚍 Parque Nacional del Chicamocha
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    • Day 66

      San Gil, Colombian adventure capital

      February 20, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

      After a big city restlessness I headed towards the mountains to a place I just have recently discovered by recommendations, as it usually happens, San Gil in Santander department.

      I stayed in one of the most famous hostels, and it had a perfect view, nice crew and great adventure activities offer. San Gil is famous as an adventure hub - everything is available from rock climbing, hiking, caving to extreme white water rafting and kayaking. I decided for the most famous ones - rafting level 5 in the Suarez River and paragliding. Besides that I spent couple of days just chilling in San Gil, which had a nice “hub” vibe even though it was rather small and peaceful town, enjoying amazing local coffee and pastries.

      Huge recommendation for a local coffee farm and bar just in the center of San Gil - Las Cruces. Amazing coffee, great ambience and you’ll get to support a young entrepreneur who takes his family coffee business to a next level. He even put illustration of his parents on the packaging of the two most famous coffee blends from their farm. How cute is that! 😍
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    • Day 25

      #8 San Gil 🪂

      June 19, 2023 in Colombia ⋅ ⛅ 27 °C

      Wieder erholt machte ich mich am Montag bereits früh morgens auf den Weg nach San Gil. Hierfür nahm ich eine 8-stündige Busfahrt auf mich, doch ich kann definitiv sagen, dass es sich gelohnt hat. Auf dem Weg bemerkte man, wie nach und nach die Vegetation, welche in Bogotá sehr der deutschen ähnelt, wieder tropischer wurde 🌴. Das Städtchen San Gil ist vor allem bekannt für die vielen Extremsportarten, die dort ausgeübt werden können. Also überlegte ich mir nach meiner Ankunft direkt, wie ich meine zwei Tage dort gestalten möchte.

      Am Dienstag ging es um 9 Uhr los zum Rafting 🚣🏻‍♀️. Hierfür kann man zwischen 2 Flüssen wählen: dem „Rio Fonce“ und dem „Rio Suarez“. Erster wird mit dem Schwierigkeitslevel 3 zweiter mit 5 angegeben, was bedeutet, dass die Strömungen im „Rio Suarez“ deutlich stärker sind. Da ich bisher noch keine große Rafting-Erfahrung hatte und mir deshalb unsicher war, entschied ich mich für das Rafting im „Rio Fonce“. Zudem läuft dieser Fluss direkt durch San Gil und der Ausflug nimmt deutlich weniger Zeit in Anspruch, weshalb ich nachmittags noch Zeit hatte.
      Nach einer ungefähr 15-minütigen Autofahrt kamen wir am Ausgangspunkt der Tour an und es gab eine kurze Einweisung. Kurz darauf ging es dann mit insgesamt 3 weiteren Personen im Boot, darunter 2 Touristen und ein Guide, los. Es machte wirklich Spaß, durch die starken Strömungen zu fahren und zwischendrin in ruhigeren Bereichen sogar im Fluss zu schwimmen. Die Natur, die einen dabei umgeben hat, war unglaublich schön.
      Als ich wieder im Hostel angekommen bin, duschte ich mich schnell ab, um anschließend das Dorf Barichara zu besichtigen. Dieses wird als eines der schönsten Dörfer in Kolumbien bezeichnet, was ich durchaus bestätigen kann. Die Gebäude, welche meist im selben Stil errichtet wurden verleihen Barichara in Kombination mit der schönen Kirche „Templo Parroquial de la Immculada Concepción“ am „Parque Principal de Barichara“ einen gewissen Charme 😍. So schlenderte ich gemütlich durch die süßen Gassen und schaute mir die Umgebung von 2 tollen Aussichtspunkten an, dort ist alles so saftig grün 🌿. Zum frühen Abend gab es dann noch etwas zu trinken und eine Kleinigkeit zu essen.

      Als ich am Mittwoch aufgewacht bin, merkte ich schon, dass sich allmählich Aufregung in mir aufstaute. An diesem Tag ging es nämlich zum „Cañon Chicamocha“ ⛰️. Dort bin ich aber nicht gemütlich mit der Seilbahn auf die andere Seite des Canyon gefahren, sondern habe mich für mehr Action entschieden: Paragliding über dem Canyon 🪂. Ich wurde von einem Transporter abgeholt und als wir nach ca. 1 Stunde Fahrt am Canyon angekommen sind und ich gesehen habe, wie tief es die Schlucht hinabgeht, war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher, ob ich das wirklich machen will. Kein Wunder, wir befanden uns nunmal 1500 Meter über dem Grund des Canyons 🫣. Zum Glück durften zuerst zwei andere Mutige antreten und ich konnte mir den ganzen Ablauf erstmal in Ruhe anschauen. Es war unfassbar heiß und extrem sonnig am Abflugbereich, weshalb ich mich erst mal mit Sonnencreme einschmierte. In der dritten Runde war ich dann an der Reihe und ich hatte immer noch große Angst. Doch als wir von der Klippe abgesprungen sind und langsam durch die Luft schwebten, war das Schlimmste vorbei und es legte sich nach und nach meine Aufregung. Ich begann das Ganze zu genießen und zwar so sehr, dass ich nach 20 Minuten gar nicht mehr landen wollte. Es war einfach ein so unfassbar tolles Gefühl, den Canyon von mindestens 2000 Metern Höhe zu bestaunen 🤗. Als wir landeten, strahlte ich über beide Ohren und war unfassbar stolz auf mich, dass ich mich dazu überwunden habe und dadurch diese tolle Erfahrung machen konnte.
      Abends verschaffte ich mir noch einen Überblick über San Gil selbst, wobei es dort nicht viel zu sehen gab und aß etwas zu Abend.
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    You might also know this place by the following names:

    Parque Principal

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