Colombia
Villavieja

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42 travelers at this place:

  • Day57

    Die Tatacoa-Wüste

    May 17 in Colombia ⋅ ⛅ 31 °C

    Von Bogotá aus mussten wir zunächst mit dem Bus nach Nieva fahren, um dort einen Van nach Villavieja zu erwischen, wo wir ein Hostel gebucht hatten. Von dort aus kann man Ausflüge in die Tatacoa-Wüste starten. Leider hat unser Bus diesmal 2 Stunden länger gebraucht als geplant, wodurch wir den letzten Bus nach Villavieja verpasst haben. Die Gastgeber aus unserem Hostel haben uns einen Taxifahrer organisiert, der uns dann gar zum Hostel gefahren hat.

    Am nächsten Tag liefen wir mit unserem kompletten Gepäck zum Hauptplatz, um uns einen Fahrer für einen halben Tag zu suchen. Schnell hatten ein Tuktuk gefunden, zuerst würden wir die verschiedenen Teile der Wüste anschauen, dann werden wir zu unserem Hotel gefahren. Der Fahrer sprach nur Spanisch, aber ohne eine kleine Herausforderung wäre es ja langweilig 😀 Zuerst kamen wir in der roten Wüste an. Genau genommen ist die Gegend keine Wüste, sondern ein tropischer Trockenwald. Dort wachsen nur Kakteen und kleine Bäume, die 3-6 Meter lange Wurzeln haben um an ausreichend Wasser zu kommen. Von den interessanten Informationen die uns unser Guide gab, verstanden wir erstaunlich viel. Unser Spanisch wird auf jeden Fall immer besser! Wir wanderten ungefähr eine Stunde bei sengender Hitze durch die faszinierenden Formationen, die durch Wind und Wasser entstanden sind. Zur Erfrischung gab es bei einer Hütte Zuckerrohrsaft mit Limette und Cholupa-Saft, der uns an Maracuja erinnerte.

    Dann ging die Fahrt mit dem Tuktuk weiter, bis wir an einem Aussichtspunkt ankamen, von dem wir in die graue Wüste blicken konnten. Schließlich erreichten wir auch schon unser Hotel, das mitten in der Wüste lag. Es gab keine Zimmer, sondern nur große Betten die um den Pool rum auf einem Holzpodest standen. So hatte man selbst vom Bett aus einen tollen Ausblick in die weite, graue Wüste. Den restlichen Tag verbrachten wir bei Cocktails in der Sonne. 🍹
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  • Day267

    13.14.2 Desierto de Tatacoa (gres, gray)

    May 17 in Colombia ⋅ 🌫 34 °C

    After a very hot and exhausting, but beautiful, walk through the desert, we finally arrived at the grey desert. Also shaped by canyons, but deeper and also different in a way.

    For 8.000 pesos I also used the pool, hitch was more than refreshing. The others saved the money (~2.42$).

  • Day267

    13.14.1 Desierto de Tatacoa (rojo=red)

    May 17 in Colombia ⋅ ⛅ 25 °C

    On my way to Ecuador I really wanted to stop at the Desert of Tatacoa, which is just such an amazing place. We spend two nights there which gave us a full day to explore this super hot desert.
    We started early at 7 in the morning to escape the over 30°C temperatures from noon to 3 p.m.; And those are the temperatures in the shade! But worse is the intensity of the sun, which is just so strong at 3000m altitude.
    But is was so worth it, because the environment is so beautiful.
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  • Day52

    Desierto de la Tatacoa

    January 1 in Colombia ⋅ ⛅ 35 °C

    Von der Zona Cafetera ging es weiter zur Tatacoa-Wüste - landschaftlich ein krasser Gegensatz.
    Abends waren wir im Observatorium, wo es eine kleine Astronomie-Präsentation unter freiem Himmel gab⭐️✨

  • Day3

    Eine Nacht in der Tatacoa Wüste

    February 17 in Colombia ⋅ ⛅ 32 °C

    Unser Plan, bereits zum Sonnenuntergang in der Tatacoa Wüste zu sein, ging leider nicht ganz auf, da wir wesentlich später als erwartet in Neiva ankamen. Also haben wir den Sonnenuntergang im Bus Richtung Tatacoa Wüste verbracht. In der Wüste angekommen war es bereits komplett dunkel und uns war ziemlich mulmig, weil wir uns nicht sicher warn ob unsere Unterkunft noch geöffnet hat. Als der Bus uns dann mitten in der Wüste rausgelassen hat, kamen uns zum Glück die beiden Eigentümer der Unterkunft entgegen und haben uns mega herzlich in Empfang genommen. Nach einem leckeren Abendessen, frisch von der Eigentümerin zubereitet, ging es dann auch schon ins Bett. Da der Himmel leider zu bewölkt war um ins Planetarium zu gehn, hatten wir beschlossen morgens vor Sonnenaufgang wach zu sein, in der Hoffnung noch den Sternenhimmel zu sehn.

    Um 5 Uhr hat der Wecker geklingelt und wir haben uns mit Stirnlampe auf den Weg in die rote Wüste gemacht. Sterne haben wir zwar nicht wirklich viele gesehen, aber es war trotzdem unglaublich schön, den Sonnenaufgang in der Wüste zu beobachten.
    Nach einem 20 minütigen Marsch waren wir in der roten Wüste angekommen und der Ausblick vom Startpunkt der Wanderung hat meine Erwartungen um einiges übertroffen. Und da wir so früh gestartet sind, war die Wüste noch menschenleer. Die Landschaft mit den roten Gesteinsformationen und Monster-Kakteen wirkte auf uns wie ein anderer Planet. Die rund zwei Stündige Wanderung war unbeschreiblich schön und es hat sich total gelohnt so früh aufzustehen, weil wir während der Wanderung kaum auf andere Touris gestoßen sind und die Wüste fast für uns alleine hatten. Am Ausgang der Wüste gab es dann ein leckeres Frühstück mit einem frischen Jugo de Cana (ein super leckerer Saft aus Zuckerrohr) und wir haben Bekanntschaft mit einem gesprächigen Papagei gemacht.

    Mit dem Tuktuk ging es dann ziemlich holprig weiter zu unserer zweiten Station, der grauen Wüste. Dort angekommen, hingen wir uns heimlich an eine kleine geführte Wandergruppe dran. Anders als in der roten Wüste war der Wanderweg hier nicht gekennzeichnet und wir hatten etwas Angst uns zu verlaufen. Die Landschaft der grauen Wüste war auch mega schön und genauso unreal wie die rote Wüste. Etwas grüner und mit vielen bunten Schmetterlingen. Uns hat die graue Wüste an eine Mondlandschaft oder eine Landschaft aus der unendlichen Geschichte erinnert. In einem kurzen unaufmerksamen Augenblick ist es dann doch passiert. Wir hatten die Gruppe und somit auch ein wenig die Orientierung verloren. Nach kurzem Rumirren sind wir zum Glück wieder auf andere Wanderer gestoßen und haben den Weg aus der Wüste gefunden. Am Ende der grauen Wüste erwartet einen ein Naturschwimmbad zur Abkühlung, da es mittags unglaublich heiß wird. Zum Glück hatten wir ein paar Wolken am Himmel und haben uns statt dem Schwimmbad ein Paleta de Coco gegönnt (ein mega leckeres Eis aus Kokosnuss).
    Fazit zur Tatacoa Wüste: Ein unbeschreiblich schönes Erlebnis, was wir jedem der nach Kolumbien reist, unbedingt ans Herz legen würden!
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  • Day4

    The most colorful place in the desert

    July 26 in Colombia ⋅ ⛅ 24 °C

    Dunas Tatacoa - a wonderful place full of color and love for detail expected us when we woke up. We got a delicious breakfast with some warm bread stuffed with cheese and marmelade - tastes really good -, eggs, local frutas and a super nice „Jugo“ (Juice) made of Lulo, a typical colombian fruit that looks like an orange tomato. Yammy! Our host was very gentle and took good care of us. If you ever get the chance to visit El Desierto de la Tatacoa, we can totally recommend this hostel. It is a super clean and comfy place and you feel like part of the family, which enjoys their time here as well.😎☀️

    Oh, and before we forget: We made a special and furry friend: Mickey - the cutest and cuddliest dog! 🐶
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  • Day4

    Exploring Villavieja & stargazing

    July 26 in Colombia ⋅ ⛅ 33 °C

    After we relaxed at the pool to escape the midday sun, we decided to go to Villavieja, a nice small village full of life. We met nice people and had a tasty lunch with a view on the Plaza Major. In the evening we got picked up by Pedro, our nice Tuk Tuk driver, who took us to the desert for the sunset and some stargazing at the observatory. Unfortunately it was super cloudy and the guide had a hard time finding interesting astronomical facts. But nevertheless he made a good job and we have learned a lot of interesting things about our big galaxy! ✨💫

    Back at the hostel we got a warm welcome by two very special animals!🦎🦗
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  • Day5

    Desert experience

    July 27 in Colombia ⋅ ⛅ 26 °C

    Saturday 8 am. Our Tuk Tuk driver Abel is here to pick us up for a tour through the Tatacoa Desert. We jump in and enjoy the windy ride to our first stop - the red desert. Very soon we notice that our guide is pretty communicative and knows „God and the world“, as you would say in Germany. He stops every five minutes to have a little chat and maintain his network. :)

    During our tour we get to know a lot about
    • the formation of the desert
    • the animals that live here
    • how to eat the fruits of a cactus
    • which tree is a wish tree
    • [...]

    The best part is to wander around in the two different deserts (red & grey), being fascinated by what mother nature created and be rewarded with a nice and refreshing swim in a natural swimming pool in the middle of this beautiful place!💧☀️
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  • Day94

    Salento und Tatacoa Wüste, Kolumbien

    November 13, 2018 in Colombia ⋅ ⛅ 32 °C

    Holá!

    Genug von Stadt! Zwar haben wir pro Tag so einige Kilometer Strecke in Medellin gemacht, wollen jetzt aber mal wieder in der
    Natur wandern gehen und fahren weiter in den Süden nach Salento, einem kleinen Ort in den Bergen der Kaffeezone.

    Dass das Busfahren abenteuerlich ist, haben wir ja schon beschrieben, bekommen heute aber wieder eine Kostprobe par Excellance! Busfahrer telefonieren, überholen in einer Rechtskurve bei doppelt durchgezoger Linie und liefern noch Post aus. Hier gewinnt der Stärkere oder Schnellere, zwischenzeitlich fahren 3 Fahrzeuge nebeneinander und die hohen und steilen Berge machen die Fahrt nicht einfacher. Wir kommen 3 Stunden nach Fahrplan an🤔.

    In Salento kann man kleine Führungen auf kleinen Kaffeeplantagen machen - und wir lernen wieder, wie die Marktwirtschaft und Globalisierung so alles im Griff hat: Kaffee 1. Wahl wird nach Europa exportiert, die 2. Wahl bekommen Starbucks, USA und Kanada und dritte Wahl und schlechter bleibt im Land und wird als billiger Tinto an allen Ecken verkauft. So langsam entwickelt sich ein Bewusstsein dafür, nicht den ganzen Ertrag der 1. und 2.Wahl ins Ausland zu verkaufen, sondern zumindest einen kleinen Teil im Land zu lassen und selbst dort zu verkaufen.

    Interessant ist auch, dass die heutigen Kaffeeplantagen genau dort wachsen, wo früher ganz viel Kanabis gewachsen ist - zuerst ganz ursprünglich als natürliches Unkraut 😉 und das ist auch heute noch so. Die Erde ist in dieser Region wohl so fruchtbar, dass man einen Sämling egal welcher Pflanze nur "wegwerfen" muss und schon wächst es. Mit ca. 3000ml Regen im Jahr muss auch nicht extra gegossen werden. Zudem kommt hinzu, dass die Marihuana-Pflanze wohl so widerstandsfähig ist, dass auch Versuche von der Regierung (in Zusammenarbeit mit den USA und Holland als Lieferant der Chemikalien) die Plantagen von der Luft aus mit Pflanzengift auszurotten nur als Ergebnis aufweisen konnten, dass die Natur rundherum kaputt ist und die darin lebenden Menschen nun krank sind, das kleine feine Kanabis-Pflänzchen aber nach kurzer Zeit wie der Phönix aus der Asche wieder munter weiter wächst. Die verarmten Bauern haben sich dann überlegt, Flächen in den Naturschutzgebieten zu bebauen, da dort nicht gespritzt werden darf 😉

    Weil Kanabis-Samen noch immer in den Böden der heutigen Kaffeeplantagen schlummern, werden diese regelmäßig von der Regierung kontrolliert, dass nicht auf einmal wieder die alte Einkommensquelle bevorzugt wird. Der Staat unterstützt die Kaffeeplantagen auch aus dem Grund der Prävention mit jährlichen Spenden von Kaffeesamen für die Nachzucht.

    Wir packen unsere Rucksäcke, lassen Unnötiges im Hostal und wollen für 3 Tage in die Berge. Das Wetter ist kühl und nachmittags regnet es regelmäßig. Deswegen werden die Wege, je höher man kommt, auch immer matschiger. Wir wandern im dichten Nebelwald, sind schon viel zu früh am angeratenen Zeltplatz und entscheiden uns weiter zu gehen. Auf dem Weg werden wir durch Schilder über Flora und Fauna informiert und erfahren, dass wir zwischen Orchideen, Bromelien, vielen Vogelarten (Kolibri etc.) und Pumas und Leoparden übernachten werden 🙃

    Nachdem wir eine Hütte hinter uns lassen mussten, wo man nicht übernachten darf, peilen wir einen Zeltplatz 1 Stunde dahinter an. Wir queren Flüsschen mit und ohne Schuhe und kommen nach ca. 45 Minuten an unsere Grenze: der Weg wird nun so matschig, dass man ohne Gummistiefel bis zu den Knien nicht mehr weiter kommt. Marco hat zum Glück am letzten Fluss eine Nische im Wald gesehen, in die unser Zelt hinein passt! Also heißt es, wieder zurück...
    Nachdem das Zelt steht und wir innen Fotos des Tages ansehen, hören wir, warum diese Wege derart tief verschlammt sind:ein Reiter mit 5 oder 6 Packpferden kommt vom Berg. Die kleinen Pferde mit den feinen Hufen graben sich tief in den Matsch. Es wird bald dunkel - ob dieser Reiter noch bis ins Tal reitet, erfahren wir nicht. Es zeigt sich aber wieder, dass die Menschen hier bei weitem nicht so zimperlich sind, wie wir zu Hause!

    Wir haben gut geschlafen und wandern hinunter ins Tal. Wir kommen durch einen Teil des Parks, in dem der Nationalbaum Kolumbiens wächst:die bis zu 70m hohe Wachspalme - wirklich beeindruckend!

    Da wir schneller als geplant waren, nehmen wir schon einen Tag früher den Nachtbus nach Neiva um von dort aus für 3 Tage in die Tatacoa-Wüste weiter zu fahren.

    Die Tatacoa-Wüste entstand, weil sich um sie herum wie ein Ring eine sehr hohe Bergkette aufgetürmt hat, die die Wolken festhält. Da das Gebiet jedoch einen hohen Grundwasserspiegel hat, gehen die Leute dort recht verschwenderisch mit dem Wasser um. Wir erfahren das, als wir unsere Wäsche mit möglichst wenig Wasser waschen wollten und Ariane dann eine Unterrichtsstunde im Fach "Wäsche mit der Hand waschen" erhält. Die beiden Frauen des Hauses müssen sich kaputt gelacht haben, wie wir Wäsche gewaschen haben 😊! Wir haben einen Zeltplatz mit Familienanschluss gefunden.

    Neben den netten Menschen, lernen wir auch Polly und ihren Freund (haben den Namen nie richtig verstanden) kennen - 2 Papageien, die wirklich witzig waren! Neben spanisch, können sie auch katzisch (miaumiau) und haben schnell deutsch gelernt (verrückt). Neben den Katzen ärgert Polly auch andere bunte kleine Vögelchen und macht mehr oder weniger elegante Turnübungen auf dem Baum. Man könnte ihnen den ganzen Tag beim Quatsch-machen zusehen😀

    Wir wandern durch die rote Wüste - und sind total beeindruckt! Von den Farben und den Formen, die Regen und Wind geschaffen haben, als ob der Steinbeißer aus der unendlichen Geschichte gleich aufstehen würde. Die graue Wüste ist ein wenig weiter weg. Sie hat als Besonderheit ein kleines Freibad, das aus dem Grundwasser gespeist wird. Der Wanderweg zum Schwimmbad ist nicht ausgeschildert. Nach einiger Zeit kehren wir um und haben uns ruckzuck in den kleinen Wegen ein wenig verlaufen - es ist hier wie in einem Labyrinth. Im Schwimmbad angekommen genießen wir die Abkühlung!

    Witzigerweise regnet es in unserer letzten Wüstennacht und wir packen unser Zelt nasser ein als nach den Regentagen in den Bergen...

    Muchos Saludos
    Ariane und Marco
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  • Day139

    Desierto de la Tatacoa 1

    January 28 in Colombia ⋅ 🌧 23 °C

    Ich wasche mir die Hände auf der Toilette des Busbahnhofes in Neiva, schaue in den Spiegel und bin total begeistert von meinem Outfit. Grüne kurze Hose und rosa langes T-shirt. Eine ganz neue Kleiderkombination. Wenn sich die Kleiderauswahl auf zwei Handvoll reduziert und man seit vier Monaten immer das gleiche anhat, freut man sich einfach über eine unerwartete Outfitneuerung.

    Meine neu entdeckte Kleiderkombi habe ich der Tatsache zu verdanken, dass wir frühmorgens im kühlen Bogotá losgefahren sind und ich mich nun auf dem Weg in die Wüste Tatacoa nach und nach aus meiner langen Kleidung pelle.

    Das letzte Stück in die Wüste fahren wir mit einem Jeep, hinten auf der offenen Ladefläche. Außer uns sind drei Franzosen und Marc, ein Deutscher an Bord.
    Jeder redet mit jedem. Es ist ein richtiges Sprachenwirrwarr. Wir reden Spanisch mit dem Fahrer, Deutsch mit Marc, Englisch mit den Franzosen, Marc spricht Französisch mit ihnen. Ich bin begeistert, wie gut er diese Sprache kann. Spanisch beherrscht er auch fließend. Und ja. Gut sieht er auch noch aus.
    Mein Mann bemerkt wohl, wie ich Mark anhimmle, denn als die Franzosen in Villa Vieja aussteigen, will auch er mit exzellenten Französischkenntnissen glänzen. Ich sehe ihm an, wie er seine Verabschiedung im Kopf gründlich vorbereitet, wie die Neuronen feuern und dann kommt es: Die Franzosen sagen fröhlich „Goodbye!“ in die Runde, woraufhin es aus Felix ganz stolz und etwas zu laut „Aujourd‘hui!!“ ruft.
    Da er ja ein schlaues Kerlchen ist und weiß wie man solch eine peinliche Situation entschärft, schiebt er direkt noch ein „Gerard Depardieu!“ hinterher.
    Mit so einem Witzbold hat man einfach immer was zu lachen.

    Und dann verschlägt es uns die Sprache - vor purer Schönheit.
    Wir fahren in eine Landschaft, die unwirklich, ja fast außerirdisch wirkt.

    Die Tatacoa Wüste ist ein 330 Quadratkilometer großes Areal quasi direkt am Äquator (nur 3 Grad nördlich). Die Landschaft ändert sich in diesem Gebiet unglaublich schnell und die Felsformationen sind einfach nur bezaubernd.

    Unsere Unterkunft liegt völlig abgeschieden mitten in der Wüste.
    Von dort aus kann man wunderbar den gigantischen Sternenhimmel bewundern, der sich wie eine Kuppel über die Desierto de Tatacoa spannt. Die Sternenpracht ist absolut atemberaubend.
    Von unserem Hostel aus erkunden wir dann die verschiedenen Bereiche der Wüste. Und zwar auf dem Rücken eines Pferdes.

    Das Reiten macht mir extrem viel Spaß und erinnert mich total an meine Pferdekindheit.
    Manche Dinge verlernt man einfach nie. Kaum in den Sattel meiner „La Paloma“ geschwungen, fühle ich mich direkt pudelwohl und würde am liebsten direkt in richtiger Cowboymanier losgaloppieren. Aber da war ja noch was. Felix.
    Unbeholfen sitzt er auf seinem „Mustarda“ und fragt hektisch, wie man das Pferd denn bitte lenken kann. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase jedoch klappt es bei den beiden auch gut und wir galoppieren tatsächlich zu dritt durch die Prärie.

    Da es die ganze Nacht durchgeregnet hat, waten unsere Pferde teils knietief durch Schlamm und nicht nur einmal befürchten wir stecken zu bleiben.
    Aber die Tiere sind ja keine verzogenen Dressurpferdchen, sondern wilde Geländegäule, sie klettern felsige Aufstiege hoch, brettern über Stock und Stein und drücken sich (und dadurch natürlich auch uns) durch dornige Büsche hindurch.

    Es gibt verschiedene Bereiche in der Wüste: die rote Wüste, die graue Wüste und die Steinwüste. Am spektakulärsten finde ich die rote Wüste. Sie wirkt wie ein Labyrinth aus skurrilen Felsformationen in den verschiedensten Rot-, Braun- und Orangetönen.

    Unsere Führerin Jenny zeigt uns die verrücktesten Steingebilde, beispielsweise „Tortuga“ (Schildkröte), „La foca” (Robbe), “Crocodilo” und “La camela”.

    Am allermeisten sind wir jedoch von der knallpinken Kaktusfrucht begeistert, die man an einem dünnen Stil aus dem Kaktuspelz herausziehen kann und die total süß schmeckt. Sie sieht aus wie eine pinke Mini-Peperoni.

    Nach den Ausritten in die wilde Wüste kühlen wir uns im Pool unseres Hostels ab. Ja. Verrückt. Ein Hotelpool mitten in der Wüste.

    „Boah das hat gebrrrrant und gestochen als ich in Pool bin, ich dachte da beißt mich ein Fisch oder sowas in Arsch.“
    Nein. Es sind keine blutrünstigen Piranhas im Pool - Felix hat nur einen wunden Po vom Reiten ;)

    Mit diesem langwährenden Andenken an diese faszinierende Landschaft verlassen wir nach drei Tagen die zauberhafte Wüste Tatacoa.
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Villavieja

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