• CP on tour
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Skandinavien, Herbst 2022

Ziel unserer Reise sind die Insel Senja und die Lofoten in Nord-Norwegen. Dabei ist die Idee, über Schweden Richtung Norden und über Norwegen wieder gen Süden zu fahren. - Hinweis: Die Fotos hier sind Handy-Fotos, soweit nicht anders gekennzeichnet. Okumaya devam et
  • Gezinin başlangıcı
    28 Eylül 2022

    Start Richtung Norden

    28 Eylül 2022, Almanya ⋅ ☁️ 12 °C

    Am 28.09.22 starten wir zu unserer Herbstreise 2022! 1. Tagesziel ist der Wohnmobil-Stellplatz Wildeshausen kurz vor Bremen, für uns inzwischen ein Must auf Reisen in den Norden. Ein schöner städtischer Stellplatz mit Strom, Ver- und Entsorgung und mit guter Möglichkeit für leckeres Abendessen im Alten Amtshaus am Ort (15 Min. zu Fuß) und guter Frühstücksmöglichkeit in der dem Stellplatz benachbarten Sportstätte Auszeit. Zudem haben wir dort Freunde, mit denen wir einen sehr schönen Abend haben.Okumaya devam et

  • Fährüberfahrt Kiel - Göteborg

    29 Eylül 2022, Almanya ⋅ ⛅ 14 °C

    Am nächsten Tag geht es weiter Richtung Fähre ab Kiel. Wir haben insgesamt eine völlig reibungslose Fahrt. Bei strömendem Regen gehen wir in Kiel auf die Fähre, 15 Stunden später kommen wir bei strahlend blauem Himmel in Göteborg an! Was will man mehr😉!

    Da wir nicht viel Hunger hatten, haben wir auf der Fähre kein Büffet genommen, sondern à la carte gegessen. Das Büffet sah bei Start um 18.00 Uhr auch sehr gut aus, schien aber 2 Std. später doch schon etwas abgefuttert, obwohl es bis 21.30 Uhr geöffnet war. Frühstücksbüffet war sehr gut, frisch und reichhaltig, aber auch da waren wir eher früh, so dass wir große Auswahl hatten.

    Dicker Wermutstropfen dieser Überfahrt: Peter hat vermutlich irgendwo zwischen Hafen Kiel und Fähre mit der Schulter eine Tür geöffnet ohne zu merken, dass wohl genau dort frisch gestrichen war. Seine dicke Daunen-Winterjacke ist großflächig mit einer Masse beschmiert, die sich nicht mehr entfernen läßt. Leider finden wir die Stelle trotz intensiver Suche nicht. We are not amused :-( .
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  • Provinz Bohuslän

    30 Eylül 2022, İsveç ⋅ 🌧 11 °C

    Endlich in Schweden angekommen, fahren wir direkt durch Göteborg durch, da wir das schon von einem Städtetrip kennen, und fahren ca. 1 Std. auf der Autobahn durch Wälder und durch eine durch bunte Holzhäuser geprägte Landschaft weiter.

    In der Provinz Bohuslän biegen wir auf die Küstenstraße Richtung Fiskebäcksil (Achtung, viele Blitzer!) ab und genießen die idyllische schwedische Landschaft, geprägt von Schären, Wäldern und den vielen bunten Holzhäusern, sehr!

    Wir kommen schließlich in den durch eben diese auch sehr geprägten Ort Smögen, fahren ganz durch den Ort mit mehreren Ortsteilen und folgen unserem Navi, welches uns einen Stellplatz auf dem Gelände einer Segeltuchfabrik anbietet. Diese finden wir zwar nicht (mehr?), dafür aber kurz davor einen Parkplatz, auf dem sich schon einige Wohnmobile eingefunden haben. Hinweis für Interessierte: 100 m weiter ist sogar eine sehr saubere öffentliche Toilette mit Dusche, von der Sauberkeit einem Campingplatz ähnlich. - Wir machen einen Spaziergang durch den sehr hübschen Ort und nehmen einen Aperitif in dem sehr einladend wirkenden Fischrestaurant Göstas Fiskekrog Restaurang. Wir beschließen für abends zu reservieren. Als wir wieder kommen, bietet man uns auch ein 5-Gänge-Menü an. Da wir den ganzen Tag kaum etwas gegessen haben, entscheiden wir, uns das zu gönnen, zumal wir auch noch etwas zu feiern haben. Das Menü ist rundum göttlich und jeden Cent wert! Obendrein wird uns klar, dass wir ohne Reservierung keine Chance auf einen Tisch gehabt hätten! Alle Plätze sind belegt.
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  • Weltkulturerbe Tanumshede

    1 Ekim 2022, İsveç ⋅ 🌧 11 °C

    Schon am Vortag war die Wettervorhersage für den Folgetag eher schlecht, am darauffolgenden Morgen ist sie sehr schlecht. Es wird durchgehend Regen angezeigt.

    Wir gehen den Tag ruhig an und sind erst mittags am Parkplatz des Vitlycke Museums in der historischen Provinz Bohuslän, einer Weltkulturerbestätte für Felsritzungen. „Diese sind etwa 3000 Jahre alt und stammen aus der Bronzezeit. Durch den großen Reichtum unterschiedlicher Motive – bisher wurden über 10.000 Gravuren entdeckt – geben die Felsenritzungen Aufschluss über das religiöse und soziale Leben dieser Zeit. Vitlycke bildet das Zentrum des Weltkulturerbegebietes. Die Felsritzungen sind die größten und figurenreichsten Felsritzungen in Schweden. Unter den vielen Bildern von Schiffen, Personen und Tieren gibt es u. a. ein Brautpaar, eine Frau bei einem liegenden, eventuell toten Mann, eine Gruppe von Männern mit Streitäxten, einen Mann vor einer großen Schlange u. a. . Bei Vitlycke befindet sich auch ein Museum“ (Wikipedia). -

    Der Besuch der Stätte ist kostenlos. Die Felsen liegen frei zugänglich im Wald. Unabhängig von den Öffnungszeiten des Museums, die im Internet angegeben werden, kann die Weltkulturerbestätte zu jeder Tages- und Nachtzeit besucht werden. Es wird sogar empfohlen, sie u.U. gerade auch nachts zu besuchen mit Taschenlampen, da die teilweise tagsüber nur schwach sichtbaren Ritzungen bei Nacht besser sichtbar seien. Ein erheblicher Teil der Felsritzungen ist allerdings mit roter Farbe kenntlich gemacht und auch bei Tageslicht problemlos zu erkennen. -

    Am späten Nachmittag fahren wir weiter Richtung dem ersten großen See, dem Vänern.
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  • Vänern, größter See in Schweden

    1 Ekim 2022, İsveç ⋅ 🌧 11 °C

    Wir übernachten auf einem Campingplatz in Haverud an der Westseite des Vänern. Der Vänern ist der größte See in Schweden und der drittgrößte von Europa.

    Nur zur gerne wären wir dort geblieben, entschließen uns aber in Anbetracht von angekündigten null Sonnenstunden doch zur Weiterfahrt, damit wir die angekündigten 8 Sonnenstunden am Folgetag vielleicht draußen verbringen können und dann nicht fahren müssen. Wir fahren entspannt durch Dalsland, genießen die Landschaft, die Holzhäuschen-Architektur und die herrliche Herbstfärbung der schier endlosen Mischwälder, die sich rechts und links der Straßen erstrecken. Die Herbstfärbung der Wälder ist wunderschön mit allen denkbaren Grüntönen über gelb, orange und häufig auch knallrot. Und keine Bucht ist ohne viele kleine Mini-Inselchen. Leider zieht es im Laufe der Fahrt zu. Dauerregen stellt sich ein. Die Wettervorhersage war wohl nicht so ganz zutreffend. Wir versuchen einen Zwischenstopp in Kristinehamn, finden dort aber weder den Regen noch den Stellplatz im Hafen reizvoll. Das vermeintlich in der Nähe befindliche Künstlerviertel ist nicht in Sicht. Wir sind nicht so motiviert auszusteigen und fahren weiter Richtung Mälaren im Raum Stockholm, wo wir in der Dämmerung ankommen. Der Regen blieb den Rest des Tages ein treuer Begleiter.Okumaya devam et

  • Mälaren, drittgrößter See Schwedens

    3 Ekim 2022, İsveç ⋅ 🌙 10 °C

    Der Mälaren ist nach Vänern und Vättern mit 1090 km² der drittgrößte See Schwedens und damit etwa doppelt so groß wie der Bodensee (Wikipedia). Er befindet sich in der Nähe Stockholms.

    Wir entscheiden uns für einen ruhigen Tag, machen einen langen Spaziergang und genießen einfach nur die wunderschöne Natur um uns herum. Unser Standort liegt am Rande eines Naturreservats, was uns ein enormes Aufkommen an unterschiedlichsten Vögeln, vor allem aber wohl der Kanada-Gans, sichert. Ob sie hier wirklich her gehörte oder ähnlich unerwünscht ist wie z.B. im Frankfurter Stadtgebiet, konnten wir nicht klären;-).Okumaya devam et

  • Sigtuna

    4 Ekim 2022, İsveç ⋅ ☀️ 14 °C

    Bei strahlend blauem Himmel und Sonne fahren wir ca. 50 km weiter in den Ort Sigtuna durch eine Gegend, die immer noch durch viel Wald, aber nun auch durch zahlreiche Pferdekoppeln geprägt ist.

    Sigtuna hat sich unverändert den Charakter einer idyllischen Gartenstadt der Jahrhundertwende erhalten. Das Hauptstraße besteht aus kleinen Wohn- und Geschäftshäusern aus Holz, die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammen. Man findet viele kleine Geschäfte, Handwerks- und Schmuckläden sowie Cafés. Es ist ein hübscher Ort mit einer sehr schönen Uferpromenade. Und überall in dem Dorf findet man große Herzen, deren genauen Grund wir leider nicht herausgefunden haben. Wir spazieren die wunderschöne Uferpromenade am Mälaren entlang, genießen einen Imbiss in der Mittagssonne in einem Café und fahren noch ein paar Kilometer weiter nach Uppsala.
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  • Uppsala

    4 Ekim 2022, İsveç ⋅ ⛅ 11 °C

    Uppsala ist nach Stockholm, Göteborg & Malmö die viertgrößte Stadt Schwedens mit ca. 150.000 Einwohnern.

    Hier finden wir für unser WoMo einen Platz auf dem Campingplatz Fyrishov, nur 2 km zu Fuß vom Schloss entfernt. Der Platz gehört zu einem großen Sportareal mit Schwimmbad, Sporthallen, Fußballplatz etc. und ist sehr schön angelegt.

    Wir besuchen den botanischen Garten des Schlosses, welches sich gerade noch im letzten Sonnenlicht präsentiert. Die Ursprünge des Schlosses stammen aus dem 16. Jahrhundert, aber es ist mehrfach abgebrannt und besteht in der heutigen Form seit Mitte des 18. Jahrhunderts. Heute beherbergt es verschiedene Einrichtungen der Uni von Uppsala, ein Kunstmuseum und auch die Wohnung des Regierungspräsidenten der Provinz Uppsala.

    Wir laufen weiter zum nahegelegenen Dom zu Uppsala oder auch Eriksdom. Dieser gotische Dom ist mit seinen fast 120m Höhe nicht nur das höchste Kirchengebäude Skandinaviens, sondern auch Grabstätte etlicher Familienmitglieder des Königshauses und verfügt über einen vergoldeten Schrein aus dem späten 16. Jahrhundert mit Relikten von Erik dem Heiligen. Der prachtvolle Schrein fiel uns schnell ins Auge. Mir gefiel auch das moderne Altarkreuz sehr, zu dem ich leider gar keine Infos gefunden habe.

    Schließlich gönnen wir uns noch einen Aperitif im Außenbereich des Günterska, einem Szene-Café, und laufen nach einem Tag voller Eindrücke und mit viel Sonne wieder zurück zu unserem WoMo.
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  • Gävle

    5 Ekim 2022, İsveç ⋅ ☁️ 14 °C

    Wir fahren weiter nach Norden in die Stadt Gävle, in der es eine zauberhafte kleine Altstadt gibt.

    Der von uns ausgemachte Stellplatz in der Nähe in Södra Skeppsbron 9 ist direkt an dem Fluss.

    In 15-20 Min erreichen wir das alte Viertel, welches heute überwiegend von Künstlern bewohnt sein soll. Es ist wirklich sehr hübsch, wenn auch nicht einfach zu gehen, da die Gassen wirklich noch uraltes Kopfsteinpflaster aus einzelnen sehr unterschiedlichen Steinen haben. Allerdings haben wir das Viertel nach 20 Min. gesehen . Die umliegende Gegend hat den Charme der 70er-Jahre-Architektur, der uns nicht so fesselt 😉. Es finden sich immer wieder auch schöne alte Gebäude, aber wir sind insgesamt nicht so begeistert und fahren doch weiter, da es erst früher Nachmittag ist.
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  • Axmar Brygga

    5 Ekim 2022, İsveç ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir gelangen auf einen wunderschönen Stellplatz in Axmar Brygga, noch in der Region Gävle, aber ca. 50 km weiter nördlich. Schären-Landschaft, eine Bucht, 3-4 Holzhäuser am gegenüberliegenden Ufer und eine alte, seit fast 100 Jahren geschlossene Eisenhütte als Industrie-Denkmal in der Nähe. Und direkt auf dem Gelände des Stellplatzes befindet sich noch ein sehr gut bewertetes Restaurant (Axmar Brygga Havskrog, "Fine Swedish Dining"), aber um diese Jahreszeit leider nur am Wochenende geöffnet. Es ist aber gerade Mittwoch 🙄. Wir bleiben 2 Nächte, die erste Nacht ist sehr stürmisch. Die Farbenpracht des Herbstlaubes lichtet sich schon deutlich. Tagsüber besuchen wir das alte Hüttengelände. Es dürfte damals keine Freude gewesen sein, dort zu arbeiten. Heute hingegen wirkt das weitgehend zugewachsene und sehr gepflegte Gelände geradezu idyllisch.Okumaya devam et

  • Högakustenbron + Skuleberet Havscamping

    8 Ekim 2022, İsveç ⋅ ☀️ 6 °C

    Wir fahren über Hudigsvall und Sundsvall weiter Richtung Norden. Es ist eine Region mit viel Bergbau . Sundsvall erinnert aus der Ferne fast ein bisschen an Duisburg.

    Die Landschaft verändert sich. Die Schären-Landschaft wird abgelöst durch immer mehr in der Eiszeit abgeschliffene Felsenlandschaft.

    Die knalligen Herbstfarben der Wälder wechseln zunehmend in Grau-Braun. Die Laubbäume werden schon deutlich lichter.

    Wir fahren weiter über die Högakustenbron in den Norden. Diese Brücke sieht recht spektakulär aus, erinnert sehr an die Golden Gate Bridge, ist nur 70m kürzer als diese und damit ca. 2667 m lang.

    Wir suchen uns einige Kilometer weiter ein schönes Seeplätzchen im Skuleberet Havscamping. Der Platz liegt am Rande des Skulekogen- Nationalparks. Dieser wiederum gehört zum Hinterland der Hoga Kusten (Hohe Küste), einem Weltnaturerbe der UNESCO und damit zu einer Küstenregion, die sich nach dem Abschmelzen des Eispanzers nach der letzten Eiszeit um bis zu 286 m gehoben hat und damit die höchste Küstenlinie der Welt ist.

    Wir lassen den Tag gemütlich im WoMo ausklingen.
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  • Unser Weg nach Ranea

    10 Ekim 2022, İsveç ⋅ ☁️ 9 °C

    Wir fahren am Folgetag 350 km weiter Richtung Norden. Irgendwie klappen unsere angedachten Stopps an diesem Tag nicht, deshalb schaffen wir gut Strecke. Ein angedachter Elch-Park hat im Oktober leider längst geschlossen. In Holmsund füllen wir in einem Supermarkt am Ortsrand unsere Vorräte auf, aber nach dem außerdem angedachten Stopp im Zentrum des Ortes ist uns plötzlich nicht mehr zumute. Mit unserem WoMo innerorts Parkplätze zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Und wir stellen fest: Wir haben immer mehr Sehnsucht nach Stellplätzen direkt an Seen mit Möglichkeiten zum Spazierengehen und Natur genießen, möglichst nur einzelne WoMos in der Nähe . Die Natur hier ist sooo schön, so besonders.

    Letztlich landen wir aber an diesem Abend bei Anbruch der Dunkelheit in Byske auf dem örtlichen Stellplatz, angeschlossen an einen schon schönen 4-Sterne-Campingplatz. Aber zwischen dem WoMo-Stellplatz und dem Meer sind erst noch fest verbaute Camping-Hütten. So etwas geht überhaupt gar nicht ;-).

    Früh wie nie zuvor fahren wir am nächsten Morgen noch 2 Stunden weiter und finden wieder einen Platz so ganz nach unserem Geschmack: Rörbäcks-Camping in Ranea. Ein Campingplatz in dünenartigem Strandgelände mit Kiefern und Sandstrand ganz im Norden des Bottnischen Meerbusens, dem Bottenvieken, wo es, man mag es kaum glauben, oft die wärmsten Wassertemperaturen Schwedens gibt! Andererseits friert just hier jeden Winter das Meer noch zu und man kann auf dem Eis Schlittschuh laufen! Einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen wir: Die Luft ist eisig, die Mützen werden aktiviert. - Der Platz liegt auf einer Halbinsel und füllt diese weitgehend aus. Wir suchen uns einen Platz, umrandet von Kiefern, ganz vorne am Meer aus und beschließen: Wir bleiben mal wieder 2 Tage! Auf dem Gelände des Platzes sind als aktuelle Gäste bei Ankunft ganze 4 Wohnmobile, einen Tag später sind wir nur noch zu zweit!

    Und es sollte sich wahrlich lohnen: Peter ist nach den Nachrichten kurz mal wieder draußen, als ich ihn rufen höre. Ganz überraschend sehen wir erste Polarlichter!
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  • Über Lappland nach Norwegen

    13 Ekim 2022, Norveç ⋅ 🌧 4 °C

    Vom Prasseln des Regens auf unser WoMo-Dach wachen wir auf. Wir fahren weiter, verlassen die E 04, die uns fast die ganze schwedische Küste entlang geführt hat, und biegen bei Töre auf die E 10 Richtung Kiruna und damit auf die Straße Richtung Norwegen.

    Die Laubbäume sind nun endgültig laubfrei, so dass es ein bisschen wirkt, als wenn man nun durch reine Nadelwälder fahren würde. Bei genauerer Betrachtung sieht man allerdings insbesondere die zahlreichen weißen Stämme der Birken zwischen dem Grün der Nadelbäume. Wir sehen mehrfach Rentiere am Straßenrand und stoppen, versuchen sie auch fotografisch vernünftig zu erfassen, aber sie sind scheu. Wir merken nicht, wie wir dadurch auch Zeit verlieren. Nach einem weiteren Einkauf wird es plötzlich schon dunkel. Wir haben noch keinen Standort für die Nacht. Viele Campingplätze sind aus unterschiedlichsten Gründen geschlossen. Aber sehr schön ist die uns immer weiter führende Fahrt durch die Dämmerung mit den sehr charakteristischen Spitzen der Nadelbäume Lapplands im letzten Abendlicht. Der Himmel ist fast wolkenfrei mit Abendrot. Wunderschön! Und irgendwann haben wir an diesem Tag übrigens auch den Polarkreis überquert. Die Beschreibung im Reiseführer lies schon erahnen, dass wir das auf der E 10 nicht merken werden.

    Nach dem Anfahren verschiedener Optionen landen wir 100 km weiter und 1 1/2 Std. später auf dem Campingplatz Ripan in Kiruna, werden dort allerdings mit einem angeschlossenen Restaurant, in dem köstlich gekocht wird, belohnt!

    Und die Temperaturen sind erstmals nahe der Frostgrenze, wie es sich für eine Location jenseits des Polarkreises auch gehört;-).

    Am nächsten Tag starten wir bei strahlend blauem Himmel weiter Richtung Abisko Nationalpark. Am Horizont tauchen erste schneebedeckte Gipfel auf. Schlagartig ist der Nadelwald weg. Es bleiben Wälder aus weißen Stämmen soweit das Auge reicht. Die Landschaft wirkt nun karg und weit. An der Grenze zu Norwegen realisieren wir, dass wir wohl auch die Baumgrenze erreicht haben - bei 520 Höhenmetern! Das liegt wohl an den arktischen Bedingungen jenseits des Polarkreises. Nach der Grenze geht es allerdings wieder bergab und die Birkenstämme kehren zurück. Dennoch ist die Landschaft plötzlich sehr felsig und damit ganz anders als vor der Grenze.

    Auch an diesem Abend wird die Stellplatzsuche nicht einfach. Aber erneut haben wir im letzten Tageslicht Glück und finden im Camping Lapphaugen in dem Örtchen Tennevoll einen hochgelegenen Stellplatz mit schönem Blick auf einen unterhalb liegenden See, wenn auch die Nähe der E 10 noch einen Tick zu gut zu hören ist. Aber wir beschließen, das einfach mal zu ignorieren.
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  • Senja

    16 Ekim 2022, Norveç ⋅ ⛅ 8 °C

    Senja, das nördlichste Ziel unserer Reise, empfängt uns leider bei strömendem Regen. Zuerst fahren wir Richtung der Orte Gryllefjord und Torsken und kommen zufällig vorbei an dem kleinen Elfen- und Trollepark zwischen Finnsaeter und Hamn. Er kann jederzeit besucht werden, aber die angeschlossene Gastronomie hat, wie so vieles um diese Jahreszeit, geschlossen. Wir fahren weiter, aber sowohl bei Gryllefjord als auch bei Toskens springt zumindest bei diesem Wetter bei uns der Funke nicht über.

    Wir fahren ein Stück zurück auf der Straße Nr. 86, wechseln auf die Straße Nr. 862 entlang der traumhaft schönen Landschaftsroute und fahren die Stationen Bergsbotn, Tungeneset und Ersfjordstranda an. Der Haltepunkt Tungeneset gibt den Blick frei auf eine der schönsten Felsformationen auf der Insel Senja: den Okshornan, aufgrund seiner spitzen Formen auch Teufelszähne oder Teufelskiefer genannt. Wir entscheiden uns für den Stellplatz am Ende des Ortes Mefjordvaer, der auch zu der Landschaftsroute gehört. Wir stehen direkt am Fjord mit Blick auf den gegenüber liegenden Gebirgszug. Dort sind 4 Stellplätze samt sämtlichen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten kostenlos vorhanden.

    Wir spazieren nach regenreicher Nacht bei nun bestem Wetter durch den recht hübschen Ort. Ich laufe dann am Ende des Ortes noch auf den Berg Knuten (110m 😉) und entscheide mich noch für einen der ausgewiesenen Spazierwege, weil das Wetter einfach zu schön ist. Die Wege sind weitgehend gut zu gehen. Man läuft durch niedrig wachsende Beerensträucher und Heidekraut. Tückisch sind jedoch die Holzbohlen, die zu feuchte Bereiche der Wege überbrücken sollen. Sie sind aufgrund der Feuchtigkeit der vergangenen Tage spiegelglatt und sehr rutschig.

    U.a. aus technischen Gründen müssen wir leider am Abend des Tages zurück in das 75 km entfernte Städtchen Finnsnes auf dem Festland fahren, verbringen die Nacht dort und fahren am nächsten Tag wieder an unseren letzten Ort zurück, nun allerdings bei deutlich besserem Wetter als 2 Tage zuvor. Zudem machen wir noch einen Schwenk über den Anderdalen Nationalpark, der uns auch zu dem Campingplatz Hyttekroa führt. Ein Platz mit einer phänomenalen Sicht auf einen Fjord und die dahinterliegende Bergkette, auch mit Versorgungsmöglichkeiten, aber leider ohne erkennbare Entsorgungsmöglichkeiten. Da die Rezeption auch nicht besetzt war, entscheiden wir uns schweren Herzens für die Weiterfahrt Richtung Mefjordvaer. Aber Hyttekroa ist von der Lage her ein Traum!

    Wir verbringen einen weiteren Tag ganz gemütlich in Mefjordvaer. Aktuell ist die Weiterfahrt der Rundstraße wegen Bauarbeiten nicht möglich. Wir müssen erneut 75 km zurück fast bis zum Küstenstädtchen Finnsnes, um dann die andere Seite der Insel zu erkunden.
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  • Unser „Abend des Lichtes“

    16 Ekim 2022, Norveç ⋅ ⛅ 2 °C

    Wir fahren zurück nach Finnsnes aufs Festland und übernachten erneut auf einem Stellplatz im Hafen. Dass wir relativ nahe an einer Durchgangsstraße sind, müssen wir ignorieren. Aber es ist sonnig, der Himmel ist fast wolkenfrei und der Hafen ist recht hübsch, ein kleiner Hafen für Segelboote. Unsere Aurora-App meldet zwar nur eine Polarlicht-Wahrscheinlichkeit von 1-9%, aber eine schöne Szenerie kann ja nie schaden;-). Peter hat nach bald 3 Wochen erstmals für uns je ein Stück Fleisch eingekauft, wir essen sehr lecker. Danach geht Peter mal wieder kurz raus und kommt sofort zurück: „Du musst kommen!“ Und wir erleben eine ca. 90-minütige Nordlicht-Show in unserem kleinen Hafen und sind sehr happy. Unser letztes kleines Nordlicht ist immerhin ca. 1 Woche her und war noch in Schweden!Okumaya devam et

  • Ab jetzt mit kleinem Handicap 😉🤷‍♀️

    18 Ekim 2022, Norveç ⋅ ☁️ 3 °C

    Wir bleiben noch eine 3. Nacht in Finnsnes. Warum dauernd Finnsnes? Da gibt es noch eine Kleinigkeit zu erwähnen: Am Montagmorgen fahren wir zu der Röntgenabteilung des örtlichen Notdienstes. Claudia ist am letzten Freitag auf Senja ausgerutscht und wohl etwas zu arg auf der Hand aufgeschlagen. Wir sind noch am selben Abend 75 km zu eben diesem Notdienst aufs Festland nach Finnsnes gefahren. Da solche Missgeschicke aber gerne freitagnachmittags passieren, konnte erst am Montag geröntgt werden, wir mussten leider etwas hin- und herfahren. Sie bekam noch am Freitag zunächst für 3 Tage vorsorglich einen Gips. Ergebnis nach dem Röntgen: Bruch eines Knochens im linken Handgelenk, d.h. 5-6 Wochen Gips. Damit hat sie den Rest der Reise einen nur sehr bedingt einsetzbaren linken Unterarm! Das ist sowohl beim Wandern mit Leki-Stöcken, beim Fotografieren mit der Cam, fürs Radeln, fürs WoMo fahren und nicht zuletzt beim Erledigen ihrer Jobs im WoMo schon ein bisschen suboptimal. Manches wird ausfallen müssen, manches muss Peter mit übernehmen. Sehr ärgerlich, aber wir können immerhin weiter reisen! Und Schmerzen hat sie seit dem Gips keine. Der Gips wird uns damit aber wohl bis nachhause begleiten… .Okumaya devam et

  • Vesteralen - insbes. Andoya

    19 Ekim 2022, Norveç ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir fahren weiter Richtung der Inselgruppe Vesteralen, zunächst über die Insel Hinnoya. Die Vesteralen sind noch immer Land der Samen. Ca. 5000 Samen leben auf den Vesteralen.

    Wir machen einen Zwischenstopp am zwar teuren, aber doch eher mittelmäßigen Campingplatz Gullesfjordbotn, der genau auf dem Weg liegt.

    Am nächsten Tag fahren wir über die Insel Hinnoya weiter Richtung der nördlichsten Insel der Vesteralen, Andoya, und dort Richtung Andenes.

    Das Wetter ist sehr wechselhaft. Schnee ist jetzt nicht mehr nur auf den Gipfeln am Horizont, sondern teils direkt auf der Straße vor uns. Mal strahlt die Sonne auf die umliegenden Orte, mal graupelt es kräftig, mal muss sich die Sonne durch dicken Nebel kämpfen. Auch Regenbogen begleiten uns zum wiederholten Male. Wir genießen jeden Sonnenstrahl, denn wir ahnen, dass wir damit die nächsten Tage nicht verwöhnt werden.

    Die Landschaft ist bergig, in den kleinen Fjorden finden sich zahlreiche Mini-Schären. Birkenwälder dominieren wieder die Landschaft. Wir fahren durch viele Holzhäuschen-Dörfer mit wunderschöner Heide-Landschaft direkt bis an die Fjorde. Es gibt nun viele Schafe, die die Landschaft prägen. Bei schönem Wetter ist es hier sicher traumhaft, aber die Wolken hängen schon sehr tief.

    Wir wechseln auf eine Nebenstraße und kommen so auch durch das entzückende Örtchen Bleik, nur 8 km von Andenes entfernt. Hinter dem Ort sehen wir einen Wegweiser zu einem Campingplatz direkt in den Dünen. Hier entscheiden wir uns für einen Stellplatz vor einem der längsten Sandstrände Norwegens, ein Zufallsfund auf unserem Weg nach Andenes. Wir stehen direkt hinter kleinen Dünen mit tollem Blick auf eine zackige Felsformation zur Rechten und das Meer direkt vor uns. Wenn heute doch bitte wieder Nordlicht käme… , aber es ist nicht wirklich in Sicht. Die Wolken hängen tief, sehr tief! Der Wind peitscht um unser WoMo und rüttelt kräftig an ihm. Das Meer ist aufgewühlt! Aber im WoMo ist es kuschelig warm. Auf diesem Platz gibt es zudem nicht nur Waschmaschinen, sondern auch Trockner. Wir beschließen 2 Nächte zu bleiben und legen erst einmal einen Haushaltstag ein!

    Am Folgetag ist das Wetter weiterhin sehr herbstlich. Wir machen einen Spaziergang an diesem Strand entlang und durch das hübsche Dorf, durchgehend mit Holzhäusern bebaut, was es so charmant macht. Und diese wirken einfach so gemütlich!

    Zufällig sehen wir einen einlaufenden Fischtrawler und fragen einfach im Hafen, ob wir einen frischen Fisch bekommen können. Können wir! Wir bekommen einen ca. 3 kg schweren Dorsch für ca. 4 €. Peter dünstet die 1. Hälfte des Fischs mit Senf und Zitrone in Folie am 1. Abend, am folgenden Abend brät er die 2. Hälfte. Es schmeckt einfach göttlich! Und weil das noch nicht genug ist, geht mein persönlicher Aurora-Melder Peter mal wieder raus und gibt vorsichtigen Aurora-Alarm. Mit Wolken und Mond wirkt das völlig anders als zuletzt! Nach einer halben Stunde scheint alles vorbei und wir gehen ins warme WoMo zurück, aber weit gefehlt! Ich bin schon im Schlafanzug, es ist inzwischen Mitternacht, als der Himmel über uns aufreißt und sich direkt über uns ein Wahnsinnsschauspiel ereignet. Viel zu spektakulär, um von kleinen Handys oder auch einem 14mm Weitwinkel-Objektiv erfasst zu werden! Ich versuche aus unserem Schlafzimmer noch ein paar Teil-Schnappschüsse und entschließe mich dann, einfach mal nur zu genießen.

    Direkt hinter den Felsformationen liegt übrigens ein Forschungsinstitut und Raketenabschussplatz für Forschungszwecke (Andoya Space).
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  • Weiterfahrt nach Stokmarknes

    21 Ekim 2022, Norveç ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir fahren zunächst noch über das benachbarte Andenes und stoppen dort kurz. Der Campingplatz am Ortseingang hat auch eine tolle Lage, aber der Ort hat nicht die geschlossene Holzhäuschen-Architektur, die uns an Bleik so gefällt. Just, als wir aussteigen wollen, fängt es an zu regnen. Es pfeift ein eisiger Wind. Wir laufen kurz wenigstens zu dem dortigen Leuchtturm. Die von dort aus so interessanten Walsafaris finden zu unserer Jahreszeit nur 2 x wöchentlich statt (samstags und mittwochs) und eine solche ist obendrein für den Folgetag (SA) schon wegen des angekündigten schlechten Wetters abgesagt.

    Wir treten die Weiterfahrt Richtung Süden an, die entlang der Küstenstraße mit Blick auf den gegenüberliegenden Gebirgszug von spektakulärer Schönheit ist. Man hat den Blick frei auf die gegenüber liegenden Fjorde mit steilen Berghängen von der nun gegenüber liegenden Insel Senja, gefolgt von den ebenso eindrucksvollen, von Fjorden durchzogenen Gebirgszügen von Hinnoy. Hinnoy ist eine benachbarte Vesteralen-Insel, die wir uns für eine weitere Tour merken. Es ist sehr stürmisch. Auf der sehr steilen Brücke von Andoya nach Hinnoya hat Peter Mühe, unser WoMo auf Spur zu halten. Gott sei Dank sind wir fast alleine auf der Brücke.

    Wir suchen mal wieder eine Weile nach einem schönen Platz am Wasser und landen letztlich in Stokmarknes auf der Insel Hadseloya. Jetzt ist das Wetter nicht mal mehr wechselhaft. Es schüttet und stürmt 24 Std. am Stück. Der Sturm scheint unser WoMo regelrecht durchzurütteln. Die Mischung eines vom Wind durchgeschüttelten WoMos mit direktem Blick auf den aufgewühlten Fjord gibt einem schon fast das Gefühl, auf See zu sein.

    Wir entscheiden: Ruhetag! Für den Folgetag sieht es wohl wieder besser aus!
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  • Das Hurtigruten-Museum

    23 Ekim 2022, Norveç ⋅ ⛅ 2 °C

    Das Wetter ist wieder wechselhaft und das ist nach 40 Std. durchgehendem Starkregen mit gleichfalls sehr starkem Sturm unbedingt eine gute Nachricht!

    Da die Wetterwechsel aber in sehr kurzen zeitlichen Abständen und ganz unkalkulierbar erfolgen, entscheiden wir uns zur Abwechslung mal für ein Indoor-Programm: Wir besuchen das in unserer unmittelbaren Nachbarschaft gelegene, erst im Frühjahr 2021 in dieser Form eröffnete Hurtigruten-Museum mit interessanter Architektur. In Stokmarknes wurde das Unternehmen Hurtigruten vor über 120 Jahren gegründet. Das vor mehr als 20 Jahren ausgemusterte Hurtigruten-Schiff MS Finnmarken aus dem Jahre 1956 wurde mit einer Art gigantischem Glaskasten in architektonisch sehr ansprechender Weise umbaut.

    Aber noch spannender fanden wir das DS Finnmarken aus dem Jahr 1912, welches teilweise auch noch zu bestaunen ist!

    Es ist ein sehr schönes Museum für all jene, die Lust auf eine kleine Zeitreise haben. Obendrein wird die Entwicklung des Schiffsbaus anhand der Schiffe dieser Linie erläutert. Auch die Entwicklung vom ursprünglichen Post-und Warentransportschiff auch mit Personenbeförderung immer mehr hin zu dem Fokus auf einer luxuriösen Personenbeförderung, die fast an den Standart von Kreuzfahrtschiffen heranreicht, wird gut beschrieben.
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  • Auf den Lofoten angekommen

    24 Ekim 2022, Norveç ⋅ ⛅ 6 °C

    Die gute Nachricht des Tages kam schon gegen 9.50 Uhr zum Thema Handicap: die Röntgenkontrolle zur Abklärung, ob Claudias Knochen richtig wieder zusammenwächst, verlief wunschgemäß! Sie bekommt zudem einen neuen Gips, der kleiner ist und ihr wieder die volle Bewegungsfreiheit ihrer Finger zurückgibt. Das ist so kostbar! Dieser Gips ist jetzt allerdings für weitere 5 Wochen😳. Aber wir sind auch erfreut, dass hier die gesamte Abklärung nur 2 Stunden dauerte, während es Anfang letzter Woche in Finnsnes fast 30 Stunden waren!

    Wir starten am späten Vormittag direkt durch Richtung Melbu ganz im Süden unserer Vesteralen-Insel Hadseloya zu der Fähre, die uns dann nach Fiskebol auf den Lofoten bringt. Es ist der erste Morgen, an dem wir Glatteis haben. Die Locals fahren mit Spikes, wir haben nur Winterreifen. Gestreut wird nicht. Vorsichtig fahren wir die 16 km zu der Fähre. Auch auf dieser ist das Deck glatt. Wir bewegen uns sehr behutsam, bleiben aber an Deck, weil die ca. 30-minütige Überfahrt einfach so schön ist! Die Berge sind durchweg leicht überzuckert und bei der Überfahrt so nah, so massiv, so zauberhaft!

    Es hätte wohl auch eine Tunnelverbindung gegeben, aber wir hatten schon gelesen, dass die Fährfahrt einfach sehr reizvoll ist.

    Bei strahlend blauem Himmel und Windstille spiegeln sich steile Berge messerscharf und in tollem Licht in kleinen Bergseen. Manche Bergseen sind mit einer hauchdünnen Eisschicht überzogen. Die Hauptstraße ist gut befahrbar. Der von uns angedachte Campingplatz würde das Befahren einer kleineren Passstraße erfordern. Da legt Peter im Hinblick auf die Straßenverhältnisse Veto ein. Stattdessen finden wir aber in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Stopps einen kleinen Platz mit wunderbarer Aussicht: Sildpollnes Camping

    In den Abend hinein haben wir sternenklaren Himmel und tolle Landschaft um uns, aber der Kp- Wert, der die Polarlicht- Wahrscheinlichkeit wiedergibt und eigentlich zwischen 1 und 9 liegt, ist um 17.00 Uhr bei 0,00 und erhöht sich im Laufe des Abends auf schlappe 0,67. Wir sehen sogar auch Lichter, aber sie sind meist grau, nicht grün. Unzählige Male schauen wir auf die App. So klarer Himmel, da denkt man doch: Endlich freie Bahn für Polarlichter. Nach Mitternacht bei eisiger Kälte draußen kommt es dennoch zu einem Schnappschuss aus dem WoMo. Aber im nächsten Moment sind die Lichter wieder grau und bleiben es, bis wir ins Bett gehen.
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  • Standort-Hopping 😉

    25 Ekim 2022, Norveç ⋅ ☀️ 3 °C

    Es gefiel uns bestens auf unserem Campingplatz mit der kleinen Kapelle, aber wir entscheiden uns, einfach noch einmal den Platz zu wechseln, um eine neue Szenerie zu haben. Wir fahren keine 5 Km weiter auf der E 10 und die Sicht ist nicht weniger gut: Hammerstadsgate Camping. Ruhiger Fjord mit Spiegelung der Berge. Peter versucht sich ein bisschen im Angeln, Claudia läuft etwas mit der Cam durchs Gelände, aber die Aktionsmöglichkeiten sind begrenzt. Die nahegelegene Straße sieht, wie hier üblich, einfach keinen ernsthaften Platz für Fußgänger oder Radfahrer vor. Fußwege sind nicht ausfindig zu machen.Okumaya devam et

  • Svolvaer und Kabelvag

    26 Ekim 2022, Norveç ⋅ ⛅ 3 °C

    Am nächsten Tag fahren wir weiter nach Svolvaer, Hauptort der Insel und der größte Fischereihafen des ganzen Archipels. Es gibt ein ganz hübsches Mini-Zentrum, aber insgesamt ist die Architektur sehr gemischt mit Industrie, Fischverarbeitung, Neubauten…. . Wir finden nicht, dass wir verweilen müßten und fahren recht bald weiter Richtung Kabelvag, dem historischen Zentrum der Lofotenfischerei, aber auch das wirkt jetzt Ende Oktober eher etwas sehr menschenleer, geradezu verlassen. Wir suchen uns schließlich mit dem Campingplatz Orsvagvaer einen eigentlich sehr schönen Campingplatz. Was wir aber bei Buchung nicht realisieren: Er ist an diversen Stellen eine Großbaustelle. Deutlicher Baulärm bis abends um 20.00 Uhr mit Baggern, die 20 m neben uns riesige Steine von dem Küstenbereich aufnehmen, und erneut ab morgens um 8.00 Uhr aktiv sind, ist nicht ganz ideal. Immerhin haben wir zu später Stunde ein bisschen Polarlicht, auch wenn es recht bewölkt ist.Okumaya devam et

  • Henningsvaer

    27 Ekim 2022, Norveç ⋅ ☁️ 5 °C

    Wir fahren weiter nach Hemmingsvaer, einem Fischerdorf, das sich auf zwei kleinen, vorgelagerten Inseln vor der Lofoten-Insel Austvågøya in Norwegen befindet. Und ganz wichtig: Der Ort hat einen Fußballplatz, dessen Bild 2017 von National Geographic im Bereich „Städte“ zum besten Foto des Jahres gekürt wurde. Der Platz gilt seitdem als einer der schönsten Sportplätze der Welt.

    Leider ist es so dermaßen stürmisch, dass an einen Einsatz unserer Drohne schon mal gar nicht zu denken ist. Obendrein steht der Platz voll mit Toren, wohl zum Üben einzelner Gruppen im Winter… . - Als Foto-Motiv aber damit ziemlich ungeeignet 😉. Zudem gibt es vor Ort Drohnen- Verbote, deren genauen Umfang abzuklären sich bei dem Wind erübrigt.

    Der Ort selbst ist sehr hübsch. Er hat viele Holzhäuser, hübsche Einzelhandelsgeschäfte und mehrere Cafés. Aber es ist einfach stürmisch.

    Wir fahren weiter die Straße Nr. 815 entlang, eine Straße mit ganz spezieller Stimmung. Moor und Heidelandschaft in goldgelben Herbsttönen bei Nebel, durch den sich die Sonne zu kämpfen versucht, mal mit etwas mehr, meistens mit eher weniger Erfolg. Die Straße ist, wie so oft, einspurig mit Ausweichstellen. Dann kann es schon mal spannend werden, wenn einem ein dicker Sattelzug entgegen kommt;-).

    Wir finden einen netten Campingplatz am Storfjord, zur Abwechslung mit Blick auf einen kleinen See.
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  • Reine und Hamnoy

    29 Ekim 2022, Norveç ⋅ 🌬 3 °C

    Die Wettervorhersage ist auf absehbare Zeit bestenfalls wolkig, mit Ausnahme des heutigen Nachmittags. Da sollen es immerhin nach meiner App noch Sonne und Wolken im Wechsel werden. Wir entscheiden uns, das für Reine und Hamnoy, 2 malerische Orte in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander, zu nutzen und fahren erst einmal 60 km dorthin, um von dem hoffentlich noch halbwegs akzeptablen Wetter zu profitieren.

    Wir fahren wieder einmal durch eine gigantische Landschaft mit der Bergkette der Lofoten mit Sonne, Wolken, Regen, Graupel und stürmischem Wind. Das Meer schäumt. Regenbogen sind erneut unsere Begleiter. Wir fahren wegen des Sturms mit Tempo 50 die Küstenstraße entlang. Tempo 80 wäre erlaubt. Die E 10 ist hier immerhin eine breite einspurige Straße, aber wie meist nicht breit genug für eine Spur in jede Fahrtrichtung. Allerdings ist das Fahrzeugaufkommen hier auch nicht ansatzweise zu vergleichen mit dem in Deutschland.

    In Reine und Hamnoy empfängt uns noch ein bisschen Restsonne mit beißendem Wind. Wir machen ein paar Aufnahmen, aber bei dem Sturm ist an ernsthaftes Fotografieren nicht zu denken, von der Nutzung eines Stativs ganz zu schweigen. Nach ca. 1 Std beenden wir das Experiment Reine und Hamnoy an diesem Tag schweren Herzens und nehmen uns vor, es in ein paar Tagen vielleicht noch einmal zu versuchen. Wir fahren zurück an einen Campingplatz in einem kleinen Ort, Flakstad, direkt am Sandstrand, richten unser WoMo bewusst am Wind aus und machen es uns drinnen schön gemütlich.
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  • Haukland und Uttakleiv Beach

    30 Ekim 2022, Norveç ⋅ ⛅ 6 °C

    Nach einer stürmischen Nacht liegt das Meer heute Morgen ganz flach und unschuldig vor uns und der Wolkenhimmel zeigt sogar klitzekleine blaue Lücken.

    Nächstes Ziel: Haukland und Uttakleiv Beach. Beide werden als schöne Sandstrände beschrieben und liegen durch einen Tunnel nur 1-2 km auseinander. Wir entscheiden uns für einen Stellplatz am Haukland Beach, da wir da direkt Blick auf den schönen Strand haben, während man in Uttakleiv hinter einer Anhöhe gestanden hätte. Beide Strände sind sehr schön und auch verbunden durch einen ca. 5 km langen alten Handelsweg, der um den dortigen Berg herumführt, und heute Wanderweg ist. Es ist mal ein Wanderweg auf Schotter und Gras, völlig problemlos zu laufen, auch mit meinem Handicap. Ich muss mich nirgends festhalten, absichern. Es ist eine Strecke, auf der man mal 2 Stunden wunderbar durchgepustet wird, wenn man hin und wieder zurückläuft. Und irgendwie erwische ich dafür sogar eine Zeit, in der es allenfalls mal kurz nieselt.Okumaya devam et