• CP on tour
  • CP on tour

Spanien, Frühjahr 2023

Update am 21.04.: Ziel unserer Reise sind Denia, die Balearen und ein bisschen spanisches Festland. Wir lassen uns inspirieren 😉… . Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    29. März 2023

    On the road again😂: Metz

    29. März 2023 in Frankreich ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach 4 Monaten Reisepause, die durchaus anstrengend und sehr arbeitsintensiv waren, sind wir endlich wieder unterwegs! Welch eine Freude😃! Dass wir es überhaupt schaffen, unseren lange geplanten Reisebeginn einzuhalten, ist eine Punktlandung, auch wenn wir - nicht so ganz planmäßig - erst mittags starten. Wir kommen immerhin noch bis Metz.

    Dort gibt es einen Stellplatz direkt an der Mosel und am Rande der Altstadt, den wir schon vor 1 1/2 Jahren auf unserer 1. Reise Richtung Südfrankreich kennen gelernt haben und auf dem wir damals die 1. Nacht in unserem eigenen WoMo verbracht haben😉! Man ist von dort in 5-10 Min. zu Fuß an der Kathedrale.

    Wir essen am frühen Abend gemütlich in einem Bistro am Place du Chambre sogar noch draußen, wenn auch in dicken Winterjacken, genießen das französische Flair des Platzes und laufen danach in der Dämmerung noch ein paar Schritte durch die Altstadt, um dann todmüde ins Bett zu fallen.

    Da wir am Wochenende in Denia/SP verabredet sind und erst einmal ein bisschen Kilometer machen müssen, entscheiden wir uns am nächsten Morgen für zügige Weiterfahrt, obwohl Metz sicher auch einen längeren Besuch wert wäre.
    Weiterlesen

  • Und weiter gen Süden

    30. März 2023 in Frankreich ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir fahren ca. 500 km weiter gen Süden bis kurz hinter Valence und entscheiden uns für einen kleinen, aber feinen Campingplatz in dem Ort Cruas: "Harmony-Camping". Der Name ist Programm. Dieses Plätzchen an einem kleinen See empfängt uns mit blühenden Bäumen und fast alle Stellplätze sind über und über übersät mit Gänseblümchen. Am Vorabend saßen wir noch in dicken Winterjacken in Metz und jetzt scheint plötzlich die wärmende Sonne, das Thermometer wagt sich auf unglaubliche 22 Grad, die ersten Bäume stehen in voller Blütenpracht, die Vögel zwitschern lautstark ihr Konzert. Kurzum: mit einem dicken Knall ist der Frühling da!!! Während für Peter Gänseblümchen Ausdruck der "Armut der Wiese" sind, bin ich voll der Freude über diese endlose Anzahl von entzückenden kleinen Blüten!

    Wir haben von zuhause noch Steaks im Kühlschrank, die Peter grillt und die wir mit frischem Salat und einem schönen Glas Wein in der Abendsonne genießen. Für uns ist das die Eröffnung der Grillsaison in diesem Jahr.

    Aber uns drängt es weiter gen Süden. Am nächsten Tag fahren wir erneut ca. 500 km bis Höhe Barcelona, um einen relativ zentralen Camping-Platz zu testen, falls uns auf dem Rückweg doch nach einem kleinen Gaudi-Intermezzo sein sollte.

    Tja. Aber was gibt es über diesen Campingplatz zu sagen? Das Meer lag quasi am Eingang und man konnte es immerhin schon mal sehen, auch wenn uns noch eine schon kaum überwindliche Durchgangsstraße und eine gänzlich unüberwindbare Bahntrasse von ihm trennte. Und sonst? - Formulieren wir es so: 1 Stunde früher als sonst fahren wir am nächsten Morgen weiter Richtung Denia (und werden wohl nicht wieder kommen). Wir kennen Denia von früheren Besuchen und möchten es dort erst einmal ein paar Tage ruhig angehen. Wir erreichen Denia gegen 18.00 Uhr.
    Weiterlesen

  • Endlich: Sonne und Meer😉!

    1. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 19 °C

    Unser Campingplatz liegt direkt am Strand und wir erwischen mal wieder einen Platz in der 1. Reihe, nur das Restaurant des Platzes trennt uns vom Meer. Mit 50 Schritten sind wir an einem weißen, weichen Strand.

    Kurz nach Ankunft holen uns unsere Freunde, mit denen wir hier verabredet und die schon vor Ort sind, zu einem gemeinsamen Abendessen ab. Wir fahren ins El Gaucho im nicht allzu weit entfernten Ort Javea, einem Restaurant mit ausgezeichneter Küche zu einem unschlagbaren Preis. Die Wahl des Hauptgerichtes bestimmt den Preis eines 5- Gang Menüs. Meine Wahl fällt auf Dorade (25€), Peters auf Lammschulter (30€, jeweils für das ganze Menü!). Das Essen ist vorzüglich. Staunend wundern wir uns, wie es möglich ist, zu solchen Preisen ein ganzes Menü, zudem von solcher Qualität, anzubieten.
    Weiterlesen

  • Denia

    5. April 2023 in Spanien ⋅ 🌙 14 °C

    Nach 4 Fahrtagen gönnen wir uns einen ganz gemütlichen Tag. Ich laufe am 1. Tag am Strand in jede Richtung mal eine Stunde und lasse mir den Wind um die Nase wehen, während mein Schatz es genießt, am Platz zu bleiben und ein bisschen zu lesen.

    Abends kommen unsere Freunde vorbei und wir grillen gemeinsam bei uns am Platz. In Pullovern und Decken haben wir einen sehr schönen Abend.

    Am nächsten Tag radeln wir durch den Parc Natural de la Marmal de Pego-Oliva zunächst nach Denia, ca. 18 km in jede Richtung. Der Weg führt weitgehend über Felder und durch riesige Orangenhaine. Die Orangen stehen aktuell in voller Blüte, manches Mal hängen noch Orangen der Vorsaison am Baum. Der Blütenduft ist sehr intensiv, geradezu betörend. Die Sonne strahlt, auch wenn es im T-Shirt auf dem Rad mit Temperaturen zwischen 15-17 Grad im Schatten noch eher kühl ist. Wir kennen Denia schon von früher, wollten nur etwas klären wegen der Fähren, gönnen uns an einem sonnigen Plätzchen ein paar Gambas al ajillo, eine lokale Köstlichkeit, und radeln später wieder zurück.

    Am Folgetag radeln wir zu unseren Freunden auf den nahegelegenen Monte Pego, ein Hügel, dessen Steigung extrem ist. Hinaufzufahren ist mit E-Bike gut zu machen, aber das Gefälle beim Hinunterfahren ist beängstigend steil, zumal die Haarnadelkurven teils extrem eng sind. Wir sind heilfroh, als wir wieder unbeschadet unten sind.

    Abends gehen wir Tapas essen in der Tapasbar Ca Pepa Teresa in der Altstadt von Denia. Da wir über unsere Freunde eine Gruppe von 8 Leuten sind, kommen wir in den Genuss unterschiedlichster Köstlichkeiten. Sowohl in unserem Restaurant als auch in der Altstadt machen die Restaurants mit großen gläsernen Kühlschränken, in denen die Zutaten sehr appetitlich präsentiert werden, Werbung für ihre Betriebe.

    Denia ist ein hübsches Hafenstädtchen an der Costa Blanca genau in der Mitte zwischen Valencia und Alicante mit ca. 42.000 Einwohnern, wovon ca. 1/4 Ausländer sind. Die Mauern des Castillo de Denia dominieren den Hügel am Jachthafen.

    Von hier gehen auch Fähren auf die Balearen. Allerdings mussten wir zu der Erkenntnis kommen, dass die Fähren von hier auf die Balearen ca. das Vierfache kosten im Vergleich zu denen, die vom ca. 90 km entfernten Valencia aus gehen. Bei einem Preisunterschied von ca. 900€ (!) zwischen den verschiedenen Angeboten entscheiden wir uns, an Ostern zurück nach Valencia zu fahren, um von dort auf die Balearen überzusetzen.
    Weiterlesen

  • Unsere letzten Tage in Denia

    9. April 2023 in Spanien ⋅ ☁️ 16 °C

    In der 2. Wochenhälfte genießen wir weiterhin den Strand und sind mehrfach bei unseren Freunden. Es ist eine ruhige und sehr erholsame Zeit, was uns nach den letzten Wochen sehr gut tut.

    Am Samstag essen wir zum Abschied noch einmal gemeinsam in größerer Runde im Yachthafen Denia wieder sehr preiswert und super lecker im Restaurant Fuego. Dann heißt es Abschied nehmen.

    Am Ostersonntag fahren wir mittags Richtung Valencia, wo wir am frühen Nachmittag im Hafen einen Parkplatz, finden. Wir bummeln ein bisschen durch den Yachthafen und stoppen noch in einem Café, ehe das Boarding für die Fährfahrt beginnt. Um 2. 15 nachts kommen wir in Ibiza an.

    Vor der Abfahrt kommt mir in Valencia noch eine Yacht vor die Linse, die Lady Moura. Sie ist eine der größten privaten Megayachten der Welt. Ihr Eigentümer ist ein saudi-arabischer Milliardär.
    Weiterlesen

  • 1. Tag auf Ibiza

    10. April 2023 in Spanien ⋅ ⛅ 17 °C

    Auf Ibiza angekommen, erleben wir am nächsten Morgen eine kleine Überraschung. Alle 3 Campingplätze der Insel sind noch im Winterschlaf 😳! Da wir Spanien in unserer 1. Woche bei Temperaturen um 20 Grad erlebt haben, wären wir niemals auf diese Idee gekommen. Der 1. Campingplatz öffnet am Samstag, den 15.04., die beiden anderen am 01.05. . Wir haben aber erst den 10.04. , d.h. bis dahin leben wir von unserer eigenen Strom- und Wasserversorgung. Wir bekommen den Tipp für einen wunderschönen Strand, den Cala Conte. Er ist teils steinig, teils sandig mit mehreren Strandrestaurants im Nord-Westen der Insel. Nachdem wir anfangs etwas im Inland gestanden haben, erwischen wir am frühen Abend einen Stellplatz direkt am Meer.Weiterlesen

  • 2. Tag auf Ibiza

    11. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir merken, wir haben ein Problem😉: Wir bekamen am ersten Tag hier auf der Insel von einem Local den Tipp für einen der schönsten Strände der Insel und unsere Recherche ergibt, wir scheinen uns kaum steigern zu können! Er ist völlig frei von Hotelbebauung, hat türkis blaues Wasser direkt vor unserer Nase und ist obendrein auch für unser Wohnmobil problemlos zu erreichen. Nachts stehen hier nur 4-5 WoMos. Es ist wunderbar ruhig. Man hört nur das Meeresrauschen. Wenn man mit WoMo einkaufen fahren muss, kann man (zumindest zu dieser Jahreszeit) problemlos wiederkommen. Warum sollte man diesen wunderschönen Ort schon wieder verlassen 😉😆?

    Peter bleibt am WoMo und „zählt Wellen“. In der Ferne sieht man einen Wachturm. Ich entschließe mich, dort hinzulaufen.

    Unterwegs entdecke ich verlassene Hippie- Unterkünfte, teils sogar ehemalige Höhlen in den Küstenfelsen, in denen sie gelebt haben, die allerdings jetzt verschlossen sind. Die Zugänge die steile, felsige Küste hinab sind teils sehr beschwerlich. Hohen Seegang mag man sich in diesen Höhlen genauso wenig vorstellen müssen wie die Entsorgung🙈.

    Ich laufe weiter und entdecke sogar einen Bogen im Felsen.

    Ich setze meinen Weg fort zum Torre d‘en Rovira o de Comte, einem Wehrturm aus dem 18. Jahrhundert. Ob er jemals zu Verteidigungszwecken gedient hat, ist unklar. Vor Jahren wurde er zu einer Wohnung umgebaut.

    Gemütlich laufe ich zurück und bin nach gut 1 1/2 Stunden wieder am WoMo.

    Wir essen in einem der Strandrestaurants köstlichen Oktopus, trinken natürlich Sangria und kehren mit Sonnenuntergang ins WoMo zurück. Es ist schon noch windig und schlagartig kühl, sobald die Sonne weg ist.
    Weiterlesen

  • Immer noch: Cala Conte

    12. April 2023 in Spanien

    Ich war nie ein Strandmensch. Strand fand ich fast schon Zeitverschwendung. Aber auf dieser Reise genieße ich ihn wie selten zuvor! Und Peter liebt es ohnehin, einfach nur „Wellen zu zählen“. Es ist aber auch so angenehm: Temperaturen um 20 Grad , man kann schön spazieren und hat 12-13 Sonnenstunden/Tag. Mehr geht nicht um diese Zeit! Und abends ist die Daunenjacke immer griffbereit😉!

    Außerdem sind wir heute ein bisschen aus dem Häuschen: die Familie hat ein neues Familienmitglied bekommen 🍼👍🏻🍼🤣🍼. Und weil wir uns so freuen, bleiben wir einfach noch eine Nacht hier am wundervollen Cala Conte 😉😂!
    Weiterlesen

  • Ausflug in den Norden

    13. April 2023 in Spanien ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Nacht war stürmisch und der Tag soll es auch werden. Wir beschließen mal gen Norden zu fahren Richtung Portinatx, wobei uns weniger die Bucht mit ihren Hotelanlagen interessiert als das Umland. Wir fahren durch Hügellandschaften und Pinienwälder, immer wieder mit großen weiß getünchten Häusern in großen Abständen am Hang. In den Ortschaften ist die Bebauung natürlich eng, aber wir finden die überwiegend weiße Architektur der kleinen Orte sehr ansprechend. Die Buchten, die nur aus Hotels bestehen, meiden wir.

    Wir fahren weiter zu der einzigen Wassernachfüllstation der Insel, die wir finden konnten: geschlossen um diese Jahreszeit🙄. Wir kaufen im Supermarkt Wasser in Gallonen, um unseren Wassertank wenigstens etwas aufzufüllen und erwischen nach mehreren Mini-Supermärkten mit vergammeltem Gemüse mal wieder einen großen mit umfassendem Angebot an frischem Obst, Gemüse und dunklem Brot!

    Da die Entfernungen auf der Insel nicht groß sind, entscheiden wir uns, zu unserem Cala Conte zurück zu fahren. Zum Abendessen gibt es eine große Schüssel mit knackig frischem Salat, frischem dunklem Brot und spanischem Wein im WoMo, wo wir den Abend ausklingen lassen.
    Weiterlesen

  • "Time and Space" + "2 Türen ins Nichts"

    14. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir entschließen uns zu einer kleinen Wanderung zu den Kunstwerken „Time and Space - The Speed of Light“ und den „Puertas Can Soleil“ (oder auch „2 Türen ins Nichts“ ) in der Bucht Cala Llentia.

    Wir laufen bei strahlend blauem Himmel ca. 45 Min. durch Pinienwälder zu der Bucht Cala Llentia, in der sich diese Kunstwerke befinden.

    Dazu aus „Ibiza Heute“ vom 06.05.2020:

    „Time and Space – The Speed of Light“ ist ein gigantisches Kunstwerk aus dem Jahr 2014 hoch über dem Meer. (…) Eine Woche dauerte es, die insgesamt 420 Tonnen schweren Skulpturen, die aus der Türkei kamen, aufzustellen. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen. 13 Lastwagen brachten die Säulen von Eivissas Hafen auf die Steilklippe. Der australische Land-Art-Künstler Andrew Rogers schuf eine Skulptur für die Ewigkeit. Auf der Plattform über dem Meer thronen dreizehn gewaltige Steinsäulen in einem imposanten Kreis. Die Spitze der größten Säule in der Mitte erstrahlt in funkelndem Gold. Im Volksmund spricht man vom „Stonehenge Ibizas“ oder der „Sonnenuhr“.(…) Jede der zwölf im Kreis stehenden Säulen stellt einen Planeten dar, der elliptisch um die mittige Säule – die Sonne – kreist.

    Die beiden „Türen ins Nichts“ sind zwei edel anmutende, massive Holztüren, wenige Meter vom Steinkreis entfernt. Sie führen, wie der Name sagt, ins „Nichts“. Der runde, gepflasterte Mosaik-Platz zwischen den beiden Türen lässt Spielraum für Fantasie. Manche sehen in ihm eine Art übersinnliche Zwischenwelt, in der die Türen die Grenzen der objektiven Welt und dem Reich der Spiritualität markieren.

    Die sagenumwobenen Skulpturen befinden sich auf dem privaten Grundstück des „Cirque du Soleil“-Gründers Guy Laliberté. Auf seinem Grundstück, oberhalb der Cala Llentia, soll ein öffentlicher Skulpturenpark entstehen. Die Anfänge sind (mit diesen beiden Werken) gemacht.“

    Abends entscheiden wir uns doch mal für einen Ortswechsel. Am folgenden Tag beendet der erste Campingplatz der Insel seinen Winterschlaf und wir freuen uns nach einer Woche „ohne“ auf problemlose Ver- und Entsorgung, eine Dusche und endlich wieder Strom aus der Steckdose!
    Weiterlesen

  • Formentera

    18. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 17 °C

    Auf Formentera sind Wohnmobile verboten. Dementsprechend haben wir von Anbeginn schon gar keine Fähren für WoMos nach Formentera gefunden. Nach längerem Überlegen entscheiden wir uns wenigstens für eine Sightseeing-Tagestour, um einen Eindruck von der Insel zu bekommen.

    Nach 45 Minuten Fährfahrt erreichen wir den Hafen La Savina auf Formentera.

    Wir fahren zuerst in Richtung des Leuchtturms La Mola. Unterwegs machen wir einen Zwischenstopp auf einer Terrasse, die einen tollen Blick auf einen der großen Strände der Insel mit dem wunderbar türkis blauen Wasser bietet.

    Wir fahren weiter zum Leuchtturm La Mola. Er ist der wichtigste und älteste Leuchtturm Formenteras, er wurde an einer Steilküste in 120 m Höhe errichtet und bereits im Jahr 1861 eingeweiht. Diesen Ort wählte Jules Verne, wie auf einer Gedenkplakette in der Nähe des Leuchtturmes von 1978 vermerkt ist, als Schauplatz für einen kurzen Abschnitt seines Romans Hektor Servadacs Weltraumreise.

    Wir fahren weiter in die Hauptstadt der Insel nach Sant Francesc mit einer hübschen Fußgängerzone und einer kleinen Kirche. Sant Francesc ist das Verwaltungszentrum der Insel. Der Ort selbst hatte 2011 ca. 1230 Einwohner im Ort selbst und weitere ca. 1700 Einwohner im Umland der Insel. Er liegt ca. 3 km vom Hafen La Savina entfernt.

    Nach einer kleinen Mittagspause geht es weiter in das angebliche touristische Zentrum von Formentera, das Örtchen Es Pujols. Zumindest um diese Jahreszeit wirkt es aber sehr verschlafen. Wir machen einen kleinen Strandspaziergang und trinken etwas in einer Strandbar.

    Danach geht es noch einmal weiter zu dem bekannten Strand Illetas, wo wir die Gelegenheit für einen nochmaligen ausgiebigeren ca. 1-stündigen Strandspaziergang nutzen. Um 19.00 Uhr bringt uns die Fähre in 45 Min. zurück nach Ibiza.

    Wir haben tatsächlich das Gefühl, einen schönen Eindruck von der Insel bekommen zu haben.
    Weiterlesen

  • Abend in Ibiza-Stadt

    18. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 16 °C

    Die Hafenstadt Ibiza ist Hauptstadt und größter Ort der Insel Ibiza. Sie hat eine hübsche Altstadt mit dem Jachthafen Marina Botafoch sowie der historischen Burg Dalt Vila, die auch Unesco Weltkulturerbe ist. Die massiven Stadtmauern stammen aus der Renaissance. Wenn man durch das beeindruckende Haupttor der Stadtmauer geht, überquert man zunächst eine Zugbrücke aus Stein, um dann durch das Portal de Ses Taules in den alten Waffenhof mit Kopfsteinpflaster zu gelangen.

    Wir machen einen kleinen Rundgang innerhalb der Stadtmauer. Die Altstadt zwischen den Stadtmauern hat uns super gefallen, aber es ist auch deutlich nach 20.00 Uhr und wir haben nach einem langen Tag auf Formentera einfach Hunger und suchen uns ein kleines Restaurant. Wir essen leckere Tapas und können zum wiederholten Male feststellen, dass die spanische Küche wirklich sehr gut ist.

    Müde und erfüllt von einem tollen Tag kehren wir spät in unser WoMo auf dem Campingplatz in Es Carna zurück.
    Weiterlesen

  • Hippie-Market

    19. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 19 °C

    Auch wir können es uns nicht entgehen lassen: wenn man schon auf DER Hippie-Insel ist, muss man auch mal auf einem Hippie-Markt gewesen sein, zumal der angeblich Schönste von uns aus in 20 Min zu Fuß zu erreichen ist. Also laufen wir strammen Schrittes in Richtung des ehemaligen und legendären Hippie-Marktes Punta Arabi, heute Hippy-Market Es Canar, der in einem Gelände mit schönem Pinienwald liegt.

    Leider sind wir von der Veranstaltung sonst eher etwas enttäuscht: mehr Massenware als Handwerk oder Individualität. Kleider, die wir schon in Strandboutiquen mehrfach gesehen haben, finden sich auch dort gleich mehrfach im Angebot und wir empfinden das Angebot insgesamt trotz der Größe des Marktes doch als nicht sp prickelnd. Auch vom Schmuck- und Taschen-Angebot war ich etwas enttäuscht. Da haben wir in den Geschäften in der Altstadt von Ibiza ein deutlich vielfältigeres einschlägiges Angebot gesehen. Uns scheint es heute eine ganz kommerzielle Massenveranstaltung zu sein, Kleider und Schmuck orientieren sich an dem Geschmack der Touristen und haben mit "Hippie" nicht viel zu tun. Nach 2 Std. entscheiden wir uns für den geordneten Rückzug.
    Weiterlesen

  • Befestigte Altstadt Dalt Vila von Ibiza

    20. April 2023 in Spanien ⋅ ⛅ 19 °C

    Es ist für uns manchmal etwas mühsam Orte zu erreichen, in denen es eng ist. Da wir hier auf der Insel 2 solcher Orte hatten, die zudem mit den Öffentlichen von unserem Standort nur mühsam oder gar nicht zu erreichen sind, schlägt Peter vor, für einen Tag einen kleinen PKW zu mieten und beides zu verbinden.

    So kehren wir zunächst zurück in Ibizas Altstadt, die (neben 2 anderen Stätten ganz in der Nähe) ein Grund dafür ist, dass Ibiza von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt ist. Wir spazieren auf der gewaltigen Stadtmauer entlang, die nach links und rechts immer wieder hübsche Perspektiven gewährt. Die Stadtmauer stammt aus der Renaissance-Zeit, wurde als letztes großes Bauwerk des Altstadt-Areals errichtet und diente zur Verteidigung gegen die Franzosen und Ottomanen.

    Wir kommen zu der Kathedrale Santa Maria de La Nieves, die in exponierter Lage auf der Kuppe des Altstadtberges steht. Wegen dieser Lage hatten auch bereits die Mauren dort eine Moschee errichtet. Die späteren Eroberer unterzeichneten 1234 einen Pakt, in dem sie sich für den Fall einer erfolgreichen Eroberung verpflichteten, eine der Maria geweihte Kirche zu bauen. Die Eroberung von Ibiza erfolgte im Folgejahr. Aber erst viel später, im 14. Jahrhundert, wurde die einschiffige Kirche dann im gotischen Stil fertiggestellt. Rund 400 Jahre später wurde das Gebäude sanierungsbedürftig. Im Zuge der Sanierungsmaßnahmen wurden alte Elemente entfernt, sodass die Kirche heute als Barock-Kirche bezeichnet wird. Bemerkenswert ist die Jesusfigur in einem Glassarg im Eingangsbereich.

    Wir laufen weiter, passieren Zwischenterrassen und Bollwerke zur Meeresseite und erreichen einen schönen, offenen Bereich der Stadtmauer mit Cafes, wo wir ein bisschen verweilen und den Blick über die Stadt genießen. Dann kehren wir zurück zu unserem Auto.
    Weiterlesen

  • Es Vedrà und Abschied von den Balearen

    20. April 2023 in Spanien ⋅ 🌬 17 °C

    Wir fahren weiter über die Salinen von Ibiza, die zusammen mit den Salinen von Formentera Lebensraum gefährdeter Arten und Brut- und/oder Durchzugsgebiet diverser Vogelarten sind. Seit 1999 sind die beiden Salinen Unesco-Weltnaturerbe.

    Zum Sonnenuntergang fahren wir dann zum Mirador de Es Vedrà, einem Aussichtspunkt mit Blick auf die mystische Insel Es Vedrà im Südwesten von Ibiza. Der Felsen ragt fast 400m hoch aus dem Meer und gilt als magisch und legendär. "Es Vedrà ist heute unbewohnt und zählte auch in der Vergangenheit nur einen einzigen menschlichen Bewohner. Der Mönch Francis Palau y Quer führte hier im 19. Jahrhundert ein Einsiedlerleben. Die gesamte Insel steht unter Naturschutz und darf nicht betreten werden. Seltene Vogelarten brüten in den steilen Wänden ungestört vom Menschen (…). Ob die Form, Lage oder die Menschenleere die Mystik von Es Vedrà hervorgerufen haben, ist unklar. Doch werden der Felsinsel magische Kräfte zugeschrieben. Seefahrer berichten noch heute, dass ihre Kompassnadeln in alle Richtungen ausschlagen, wenn sie sich Es Vedrà nähern. In der Antike soll es einzig Odysseus gelungen sein sie unbeschadet zu passieren.“ (Quelle: Geo.de)

    Es ist aber auch unser letzter Abend auf den Balearen. Wir hatten eigentlich im Sinn, den ganzen nächsten Monat auf Mallorca zu verbringen. Aber Mallorca hat zwar 2 Campingplätze, diese aber nur für Zelte oder nur für unter 30Jährige, wie sich herausgestellt hat. Zudem gibt es wohl 2 weitere Stellplätze ohne Infrastruktur (d. h. ohne jede Ver- und Entsorgung). Wildcampen ist grundsätzlich verboten. Es gibt wohl Ver- und Entsorgungsstellen, aber nach unseren Erfahrungen in Ibiza ist keineswegs gesichert, dass sie auch zugänglich sind. Und wir haben in Anbetracht des grundsätzlichen Verbots des Wildcampens kein Bedürfnis, jeden Abend aufs Neue die Toleranz der lokalen Ordnungskräfte zu testen. Wir suchen Entspannung!

    Unser Wohnmobil-Erlebnis auf den Balearen kann man so zusammenfassen: Auf Formentera sind Wohnmobile verboten. Auf Ibiza haben wir es die letzten 10 Tage getestet, aber auch da hat der 1. Campingplatz erst am 15.04. geöffnet und zumindest bis dahin waren alle Ver- und Entsorgungsstellen geschlossen. Wir haben zuvor 5 Tage - wenn auch mit polizeilicher Duldung - in einem mit großen Verbotsschildern gekennzeichneten Bereich gestanden. Zudem gibt es auf der größten spanischen Insel im Mittelmeer, Mallorca, derzeit keinen einzigen Campingplatz für Wohnmobile, aber dafür ein Verbot fürs wilde Campen. Auf Menorca soll es 2 Campingplätze geben, aber auch vor allem mit Plätzen für Vans. Man kann wirklich nicht sagen, dass die Balearen Wohnmobilen besonders wohlgesonnen wären und das erklärt wohl auch, weshalb die Balearen in unserem Wohnmobil-Reiseführer für Spanien überhaupt nicht vorkommen.

    Wir haben beschlossen, dass wir zurück aufs Festland und weiter gen Süden fahren. Lassen wir uns überraschen, was uns noch erwartet 😉😃!
    Weiterlesen

  • Playa de Bolnuevo in Mazarron

    24. April 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir wollen nicht mehr, wie in Skandinavien, fast täglich den Standort wechseln, sondern mehr Ruhe in unser Reisen bringen, selbst wenn wir dann natürlich weniger sehen können. Das kann entweder so aussehen, dass wir an einer tollen Location länger bleiben oder zwischendrin mal 2-3 Nächte uns einfach nur einen schönen Campingplatz suchen. So sind wir 3 Nächte am Playa de Bolnuevo in Mazarron gelandet.

    Mazarron liegt in der Provinz Murcia, in der großflächiger Gemüseanbau stattfindet. Das gilt auch für die Gegend um Mazarron. Die riesigen überdachten Anbauflächen glänzen im Sonnenlicht großflächig in der Ferne und sind so groß, dass sie ebenerdig fotografisch gar nicht zu erfassen sind. Wir erkennen vor allem Tomaten hinter den großflächigen Planen.

    Kurz nach Beginn unserer Weiterfahrt kommen wir an einem dieser XXL-Supermärkte vorbei, wo wir uns mit frischem Obst und Gemüse eindecken und mal wieder 2 verschiedene Schinkenarten mitnehmen, um ein Gespür für die unterschiedlichen Sorten zu bekommen. Und die Präsentation und das Schneiden des Schinkens wird in Spanien immer wieder so wunderbar celebriert!

    Auf diese Weise bestens versorgt entfernen wir uns von der Küste, fahren ins Hinterland und passieren alsbald die Grenze zur autonomen Region Andalusien.
    Weiterlesen

  • Die Gorafe-Wüste

    27. April 2023 in Spanien ⋅ ☁️ 29 °C

    Ende letzten Jahres hatten wir erstmals von der Gorafe-Wüste in Andalusien gehört, die auch als Grand Canyon Andalusiens bezeichnet wird. Doch eine eigene Spanien-Festlandsreise wähnten wir damals in weiter Ferne. Nun sind wir - kaum 4 Monate später - hier und es ist … fantastisch! Eine dieser once in a lifetime - Locations😉!

    Wir mussten den Stellplatz mit der gewünschten Aussicht etwas suchen. Im örtlichen Megalithen-Informationszentrum hab ich einen lokalen Ansprechpartner erwischt. Dort wurde uns mitgeteilt, dass es auch für ein Wohnmobil wie unseres möglich sei, die 6 km Schotterweg bis zu einem bestimmten Aussichtspunkt zu passieren, da alles eben ist. Peter was not so amused, da wir nun mal kein geländegängiges Fahrzeug haben, ist die Strecke dann aber ganz, ganz langsam gefahren und wurde mal wieder sehr, sehr still bis wir nach einer 3/4 Std. endlich dort ankamen, wo wir den gewünschten Blick hatten. Wir sind hier lange ganz alleine an einem wunderbaren Stellplatz mit 360 Grad-Rundumblick! 3 x kamen Motorcross-Fahrer vorbei, einmal 2 radelnde Franzosen und ganz spät ist etwas entfernt noch ein WoMo hinzu gekommen! Höhenunterschiede der weiterführenden Straße, die nur noch für Allrad-Fahrzeuge geeignet ist, auf die wir nur blicken und sie nicht mehr fahren, betragen 900m rauf und runter. Wir verzichten trotz vorhandener E-Bikes dankend😉😄!

    Allerdings, wir sind in der Wüste! Bei 33 Grad im Schatten draußen, aber ohne jeden Schatten, und 39 Grad innen brutzeln wir samt WoMo in der prallen Sonne. In den deutschen Nachrichten des Vortages hatten wir gehört, dass es für Südspanien eine für diese Jahreszeit völlig untypische Hitzewarnung gebe. Zwar kommt ab und zu Wind auf, damit verbunden sind dann aber auch gleich Sandböen, so dass das Öffnen unserer Fenster, um Durchzug zu erreichen, auch so gar keine gute Idee ist. Am Abend haben wir aber die erste laue Sommernacht des Jahres!

    „Wie ein Flusstal durchschneidet die Wüste von Gorafe (…) die Landschaft der Niederung von Guadix-Baza. Tatsächlich befand sich hier vor mehr als 100.000 Jahren ein von Bergen umgebener See mit einem reichen Tier- und Pflanzenleben. Dieser ergoss sich über den Fluss Guadiana Menor in den Río Guadalquivir und hinterließ ein interessantes Sedimentbecken. Zurück blieb ein einzigartiges, zerklüftetes Relief mit einem unverwechselbaren Charakter.

    Witzig ist das Glashaus »La Casa del Desierto« mitten in der Gorafe-Wüste (Anm: liegt unserem Stellplatz genau gegenüber). Es ist ganz aus Glas und bietet einen Rundumblick auf die Wüste. Das aus der Zusammenarbeit eines amerikanischen Glasunternehmens mit einem slowenischen Architekten entstandene Haus kannst du maximal 2 Nächte buchen. Hier erlebst du totale Einsamkeit und Stille.“(Quelle: Andalusien360.de)
    Weiterlesen

  • Der „Iberische Ofen“

    29. April 2023 in Spanien ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir verlassen die Wüste, haben Sehnsucht nach Kühle und fahren durch eine lange Pinienallee und bizarre Landschaft weiter zu einem in der Nähe gelegenen Stausee, dem Embalse de Negratin. Er war uns mehrfach von anderen Touristen empfohlen worden, begeistert uns aber nicht so. Vielleicht liegt es aber auch an dem sehr geringen Wasserstand. Wir finden aber nach 2 Nächten „ohne“ dort immerhin überhaupt einen Campingplatz mit allen Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten und es tut gut, uns den Wüstenstaub aus den Haaren zu waschen.

    Am nächsten Tag entscheiden wir uns in Anbetracht der aktuellen Hitzewelle für ca. 2 Tage zurück an die Küste zu fahren. Auf dem Weg dorthin ist es sehr stürmisch. Die Gegend ist extrem trocken, auch für Andalusien ungewöhnlich um diese Jahreszeit. Es wird damit gerechnet, dass hier in Andalusien in diesen Tagen die für April heißesten Temperaturen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in 1950 gemessen werden. Und in den 2 Wochen ab 26.04. rechnet man mit Temperaturen von durchschnittlich 10 Grad über den normalen Werten!

    Ohnehin herrscht in Andalusien derzeit eine der schlimmsten Dürren seit langem. Es erlebte den zweitwärmsten und niederschlagsärmsten März des Jahrhunderts und leidet unter der schlimmsten Dürre seit 30 Jahren!

    Je mehr wir uns der Küste nähern, desto umfassender sind die Gemüseplantagen, die wahrlich keine Freude für die Augen sind. Es sind riesige Flächen, die mit Planen zum Schutz des Gemüses bedeckt sind. Hier werden vor allem Avocados, Mangos und Papayas angebaut, übrigens durchaus in erheblichem Umfang für den deutschen Markt! Aber dafür wird Wasser benötigt, sehr viel Wasser, was schon jetzt im April kaum noch vorhanden ist. Angesichts des erwartbaren Wetters und einer zu erwartenden Rekord-Tourismussaison bereiten sich die Wasserversorger bereits auf tiefgreifende Notszenarien, einschließlich des Imports von Wasser, z.b. an der Costa del Sol, vor. Und die Bauern fürchten den Verlust ihrer Ernten und bangen um ihre Existenz. Man spricht bereits vom „Iberischen Ofen“.

    Wir finden einen Campingplatz direkt am Meer mit schattenspendenden Bäumen und genießen 2 Tage den Schatten und die Ruhe.
    Weiterlesen

  • Trevélez, Heimat des Serrano-Schinkens

    1. Mai 2023 in Spanien ⋅ ☁️ 20 °C

    Am Ende des auch hier langen Wochenendes fahren wir weiter ins Hinterland, in die Berge und dort Richtung Trevélez. Das ist ein kleines Bergdorf im Nationalpark Sierra Nevada auf ca. 1450 m Höhe, welches bekannt ist für seinen hervorragenden Serrano-Schinken. Über eine Länge von ca. 30-40 km führt uns das Navi über eine ganz schmale Straße, die nicht mal mehr Platz für eine Fahrspur in jede Richtung hat, in engen Serpentinen zu unserem Ziel. Die Strecke ist zwar eng, aber wunderschön!

    Hier treffen wir uns mit Petra und Herbert, mit denen sich unsere Wege schon in Nord-Norwegen mehrfach gekreuzt haben und die nun erfreulicherweise auch just hier in der Region unterwegs sind. Wir verbringen sehr lustige und schöne Stunden gemeinsam!

    Um etwas mehr über die Attraktion des Ortes, den Serrano-Schinken, zu erfahren, besuchen wir gemeinsam die Schinken-Produktion der Fa. Jamones Vallejo samt dem dortigen Museum. Die Schinken-Herstellung geht in diesem Ort Jahrhunderte zurück. Aber die Familie Vallejo war die Erste, die den Prozess der Trocknung der Schinken in Trevélez industrialisierte. 1951 hat sie erstmals einen Trockenraum für die Reifung errichtet unter den besonderen Bedingungen der örtlichen Luftfeuchtigkeit, die den Ort in ganz besonderem Maße für die Trocknung des Schinkens qualifizieren. Die Kapazitäten der Anlage wurden später auf bis zu 30.000 Schinken erweitert.

    Schinken, die in Trevélez reifen, sind durch ein besonderes Siegel geschützt. Der sog. Trevélez-Schinken besteht ausschließlich aus Schweinefleisch und Salz bei sehr geringem Salzgehalt und wird luftgetrocknet. Er wird zunächst in grobkörnigem Meersalz gepökelt und bis zu 14 Tage kühl im Salz gelagert. Nach der Salzlagerung werden die Schinken gewaschen, um so das überschüssige Salz von der Oberfläche zu entfernen, und nach ca. 6- 8 Monaten erstmals mit Fett eingerieben. Das wird dann alle 4 Monate wiederholt. Der Gourmet-Schinken der Fa. Jamones Vallejo wurde 2018 vom spanischen Landwirtschaftsministerium als der beste Serrano-Schinken ausgezeichnet.

    Serrano-Schinken stammt von speziell ausgewählten weißen Schweinen, die mit Getreide und hochwertigem Futter gefüttert werden, während Ibérico-Schinken aus der Rasse des schwarzen iberischen Schweins hergestellt wird.
    In den Lagern des Hauses hängen aktuell ca. 25.000 Schinken. Es gibt 3 Siegel. Blau steht für 17, rot für 20 und schwarz für 24 Monate Reifezeit. Der Gourmet-Schinken hat sogar einen Reifeprozeß von bis zu 30 Monaten.

    Es versteht sich von selbst, dass wir den Schinken auch gekostet haben. Er schmeckt uns am besten hauchdünn aufgeschnitten und ist dann einfach köstlich.

    Am frühen Nachmittag trennen sich die Wege unserer Freunde und unsere Wege leider wieder und wir fahren weiter Richtung Granada.
    Weiterlesen

  • Granada: Verkorkster „Alte Steine-Tag“😉

    3. Mai 2023 in Spanien ⋅ ☁️ 27 °C

    Peters Spruch ist immer, er müsse nicht jeden alten Stein sehen. Aber ab und zu willigt er doch mal in einen „Alte Steine-Tag“ ein. Ein solcher Tag steht heute an😉.

    Wir schlendern in Granada, von der Porta Elvira kommend, zunächst durch die Viertel El Albaicín und Sacramonte.

    Das historische, arabische El Albaicín ist das alte Viertel von Granada und liegt auf dem Hügel gegenüber der Alhambra. Im 13. Jahrhundert war dies ein wohlhabendes Viertel mit Palästen und Villen. Das maurische Viertel Albaicín wurde zu einem Labyrinth aus schmalen Gassen und Plätzen, kombiniert mit vielen weißgetünchten Häusern. Nach der Wiedereroberung Granadas durch die Katholischen Könige 1492 wurden in diesem Viertel die Moscheen abgerissen und durch Kirchen ersetzt.

    Das Zigeunerviertel Sacromonte, das auf dem Hügel an das Viertel El Albaicín grenzt, ist aus dem 15. Jahrhundert. Dieses Viertel mit seinen steilen schmalen Straßen kennt durch die spanischen Zigeuner eine lange Flamenco- Tradition. Da zudem der 03.05.23 in Spanien der „dia de la Cruz“ ist, sehen wir vor allem am Abend viele Frauen in traditionellen Flamenco-Kleidern.

    Wir machen eine kleine Pause, ehe um 16.00 Uhr unsere Führung durch die Alhambra und die Gärten beginnen soll, die man schon Wochen im Voraus buchen muss.

    Die Alhambra ist eine bedeutende Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel von Granada, die als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils der islamischen Kunst gilt. Sie ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Die Burganlage ist etwa 740 m lang und bis zu 220 m breit. Im Osten ist der Sommerpalast Generalife vorgelagert. (…) Die Naṣridenpaläste mit ihren Gärten sind das Herzstück der Alhambra. Hier befanden sich der Regierungssitz und die Privaträume der maurischen Herrscher. (Quelle: Wikipedia)

    Wir haben eine Führung gebucht und hätten uns das nur zu gerne genauer angesehen. Aber nicht nur, dass wir für 2 Tickets insgesamt 4 Emails erhalten haben, die nicht nur uns leicht den Überblick verlieren lassen. Obendrein hatten die Tickets, die uns letztlich erst am 02.05. zugesandt wurden, nur Gültigkeit am 30.04., wie wir an der Ticketkontrolle feststellen. Auch der Veranstalter hat wohl etwas den Überblick verloren. Wir versuchen 2 1/2 Std. lang, das zu klären. Telefonisch oder persönlich ist niemand erreichbar. Vor Ort werden wir von A nach B geschickt und wieder zurück. Peter findet schließlich eine Chat-Möglichkeit und wir hoffen nun, dass wir wenigstens das Geld zurückbekommen. Zudem hoffen wir im nächsten Jahr vielleicht von Portugal aus noch einmal einen Anlauf unternehmen zu können und beschließen, dann ganz bestimmt einen anderen Anbieter zu wählen.
    Weiterlesen

  • La Vila Joyosa

    5. Mai 2023 in Spanien ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir verlassen das schöne Andalusien, durchqueren die Region Murcia und sind recht zügig wieder an der Costa Blanca. Vielleicht ergibt sich nächstes Jahr die Gelegenheit, noch mehr von Andalusien zu sehen.

    Als nächstes Ziel auf unserem Rückweg wählen wir den Ort Vilajoyosa (viele unterschiedliche Schreibweisen), der schon an der Ostküste liegt, da wir auf die Combi aus schönem Campingplatz mit nettem Ort hoffen. Der Ort ist vor allem einer der größten Fischerorte der Region und zeichnet sich gerade im Fischerviertel Arsenal mit seiner traditionellen Architektur durch eine sehr farbenfrohe Häuserzeile aus. Ich hab eine kleine Foto-Session im Sinn. Der Campingplatz (El Torres) ist in der Tat auch sehr ansprechend mit viel Grün, wenn auch manche Bäume noch recht klein sind. Er liegt direkt an einem schönen Strand. Der Fußweg bis zu dem Fischerviertel Arsenal beträgt ca. 5 km. Peter entscheidet sich mal wieder fürs Wellen zählen, während ich auf Verdacht im Abendlicht in den Ort laufe, ca 50 Min. in jede Richtung. Als ich die Häuserzeile gefunden habe, muss ich jedoch feststellen, dass sie für Abendfotos ungeeignet ist, da ich alles gegen die Sonne fotografiere. Also wiederhole ich diesen Ausflug am nächsten Morgen und stehe um 6.30 Uhr auf. Samt Stativ mache ich mich auf den Weg, möchte ich doch mal probieren, ob ein Panorama aus mehreren Aufnahmen auch funktioniert, wenn ich von versetzten Standorten aus fotografiere. Ich werde es zuhause am Rechner ausprobieren. Insgesamt bin ich von dem Ort sehr angenehm überrascht, war ich doch in unmittelbarer Nachbarschaft der Touristenmetropole Benidorm auf alles gefasst.
    Weiterlesen

  • Figueres

    8. Mai 2023 in Spanien ⋅ ☁️ 26 °C

    Wir fahren weiter Richtung Norden und finden mit dem Camping Aquarius im Golf de Roses in der 2. Nacht wieder einen wunderschönen Platz, der allerdings auch fest in deutscher Hand ist. Und hier erleben wir nach fast 6 Wochen kurz vor den Pyrenäen den ersten Regen unserer Reise! Er tut unserem WoMo so gut (und der Natur natürlich auch!).

    Wir gönnen uns einen Rasenplatz (Nr. 201) für 2 Nächte, um am Folgetag nach Figueres zu fahren und dort vor allem das Teatro-Museo von Dali zu besuchen. Und Online-Buchungen incl. Führung können so einfach sein. Man bekommt eine(!) Mail mit 2 Tickets für die richtige Uhrzeit am richtigen Tag, die man im Wallet ablegen und problemlos abrufen kann. Warum bekam unser Veranstalter für die Alhambra das nicht hin?

    Da wir noch sehr früh sind, zieht es uns zuerst zum Castell San Ferran, welches jedoch montags geschlossen ist. Wir schlendern ein wenig durch den recht hübschen Ort und verweilen auf einem netten Platz in Museumsnähe, ehe um 16.00 Uhr unsere gebuchte Führung beginnt.

    Das Teatro-Museo gilt als Meisterwerk des Surrealismus. Es wurde von Dali (1904-1989) selbst gestaltet und 1974 eröffnet. Der ganze Komplex mit seinen 5 Etagen gilt als das größte surrealistische Gesamtkunstwerk der Welt und zeigt die Kunst von Dalí in ihrer ganzen Bandbreite und Ausdruckskraft während seiner gesamten Schaffenszeit. Es gibt einen Überblick über die Spitzenwerke des Malers. Dazu gehören seine ersten künstlerischen Erfahrungen bis hin zu seinen letzten Werken. Sogar Peter war begeistert.
    Weiterlesen

  • Fontvieille

    9. Mai 2023 in Frankreich ⋅ ☁️ 18 °C

    Von Figueres aus fahren wir ca. 4 Stunden weiter gen Norden in die Provence und zunächst nach Fontvieille, einem kleinen Ort, den wir vor 5 Jahren schon kennengelernt haben. Dort gibt es einen wunderschönen Natur-Campingplatz der Kette Huttopia. Damals waren wir in diesem Ort 2 Nächte, sind jeweils abends in den Ort gelaufen und haben dort göttlich gut gegessen. Aber damals waren wir hier Ende Mai, möglicherweise auch mehr zum Wochenende hin. Dieses Mal haben diese beiden Restaurants, die in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander liegen, geschlossen. Letztlich landen wir in einem Bistro eines der beiden Restaurant-Betreiber, aber das ist nicht ganz so phantastisch, wie wir diese beiden kleinen Restaurants in Erinnerung haben. Und in einem der beiden haben wir damals auch einen tollen regionalen Rotwein aus dem Nachbarort Les Baux de Provence kennengelernt, den wir auf dem Weingut erneut großzügig einkaufen. Auch Olivenöl nehmen wir gerne mehrfach mit. Auch in Les Baux stoßen wir zufällig auf einen Campingplatz, den wir beim nächsten Mal unbedingt ausprobieren wollen.

    Wir fahren weiter durch den Parc Naturell des Alpilles, eine wunderschöne Gegend mit endlosen Platanen-Alleen! Es ist sooo schön hier! Wir kommen auch durch den Ort Saint-Remy-de-Provence, den wir uns unbedingt merken müssen. Er sieht nach entzückender Altstadt mit Fußgängerzone aus. Aber dieses Mal zieht es uns nachhause und wir fahren zügig weiter.
    Weiterlesen

  • Nancy

    10. Mai 2023 in Frankreich ⋅ ⛅ 16 °C

    Es zieht uns gen Heimat. In Macon ist der von uns nun ausgewählte Platz Lac Cormoranche etwas außerhalb direkt an einem kleinen See mit einem Restaurant mit leckeren Kleinigkeiten und gefällt uns sogar noch besser als der, den wir eigentlich von einer früheren Fahrt im Sinn haben, aber den Namen nicht erinnern. Wir machen einen kleinen Spaziergang um den See, essen eine Kleinigkeit in dem CP-Restaurant und sind früh im Bett.

    Am nächsten Morgen haben wir die Wahl: Weiter fahren bis Metz, wo wir schon 2x übernachtet haben und wissen, dass wir vom Stellplatz aus in 10 Min zu Fuß in der Altstadt sind, oder noch einmal Neues probieren: Genau in der Mitte unserer Reststrecke liegt Nancy. Wir entscheiden uns mit dem dortigen CP Le Brabois für Letzteres. Und obwohl wir doch müde sind, überwinden wir unseren inneren Schweinehund und fahren mit dem Bus 40 Min. in die Stadt. Und wir bereuen es nicht. Was für eine prachtvolle Stadt!

    Nancy ist für seine Spätbarock- und Jugendstil-Architektur bekannt. Der Place Stanislas aus dem 18. Jahrhundert mit vergoldeten, schmiedeeisernen Toren und Rokoko-Brunnen neben verzierten Palästen und Kirchen befindet sich in der historischen Altstadt. Das heutige Stadtbild der Innenstadt geht auf die Pläne des ehemaligen Königs von Polen, Stanislaus I. Leszczyński zurück, der nach seiner Niederlage im Polnischen Erbfolgekrieg 1737 zum Herzog von Lothringen degradiert wurde. Das Ensemble der Plätze Place Stanislas, Place de la Carriere und Place d'Alliance ist seit 1983 UNESCO-Weltkulturerbe und einfach wunderschön.
    Weiterlesen

  • Wieder zuhause

    12. Mai 2023 in Deutschland ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir sind wieder zurück, vielleicht etwas früher als ursprünglich geplant. Das führt dazu, dass wir die Blüte der roten Kastanien vor unserem Haus, die wir so lieben, doch nicht verpassen, was uns sehr freut.

    Auf dieser Reise kam manches anders. Aber mit WoMo hat man auch die Flexibilität, auf geänderte Umstände problemlos zu reagieren.

    Hier bei findpenguins hatten wir wieder ein paar sehr treue Begleiter, obwohl wir dieses Mal unter anderen Voraussetzungen teilgenommen haben. Ein dickes Danke dafür! Auch wenn der Blog vor allem auch für uns selbst eine schöne Erinnerung und Nachschlage-Möglichkeit ist, freut uns jedes Herz, selbst wenn wir hier nur eine kleine Runde sind! Vielleicht sehen wir uns im Herbst wieder ;-)!

    Und wie geht es bei uns weiter? Die Idee: Ab Ende August soll es wieder nach Skandinavien gehen, dieses Mal auf einer anderen Route, eventuell über Süd-Schweden und Finnland. Aber mal schauen, was bis dahin alles ist und was bis dahin alles dazwischen kommt ;-).

    Passt gut auf euch auf und bleibt gesund!
    Weiterlesen

    Ende der Reise
    12. Mai 2023