• Hans-Dieter und Vera Bock
  • Hans-Dieter und Vera Bock

Entlang der Panamericana

Uma 300aventura de um dia na Hans-Dieter und Vera Leia mais
  • Auf dem Äquator

    14 de fevereiro de 2025, Equador ⋅ ☁️ 17 °C

    (HD) Der Bus holt uns um 9 Uhr vor dem Hotel ab und wir fahren zuerst zum Intiñan Equator Museum. Der Name des Landes, Equador, leitet sich ja davon ab, dass der Äquator hier mitten durchläuft, und zwar u.a. genau durch die Hauptstadt Quito.
    Es ist schon vieles sonderbar mit dem Äquator. Sonnenaufgang (6 Uhr) und Untergang (18 Uhr) sind 365 Tage im Jahr bis auf wenige Minuten gleich. Es gibt keine Dämmerung, innerhalb von 15 min. ist es taghell oder stockfinster. Sie Sonne steht genau senkrecht über uns. Südlich des Äquators zeigt der Bewegungspfeil in Google Maps nach Süden, nördlich davon (so wie bei uns daheim) nach Norden.
    Wir wurden Zeugen des Experimentes dass das Wasser direkt auf dem Equator senkrecht ohne Strudel nach unten fließt, auf der Nordhalbkugel rechtsdrehend, auf der Südhalbkugel linksdrehend. Obwohl wir alle dies mit eigenen Augen sehen konnten liest man in den Medien die "Show " im Äquatormuseum sei Fake. 2 Meter ändern nichts. Wer weiss. Am Äquator dreht sich die Erde um sich selbst mit 1670 km/h, bei uns in Deutschland sind es nur 1000 km/h.
    Nach dem Besuch des Museums fahren wir noch auf einen Aussichtspunkt hoch über der Stadt, machen einen Stadtrundgang und kehren zum Mittagessen in einem typischen equadorianischem Lokal mit Innenhof ein.
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  • Noch einmal überqueren wir den Äquator

    15 de fevereiro de 2025, Equador

    (HD) Obwohl wir gestern bereits ein Äquatormuseum besucht haben, das eher für die jungen Leute konzipiert war, steht heute ein weiteres Museum an. Dieser Ort liegt ein paar km von Quito entfernt in dem Bergen. Wir erfahren viel über den Stand der Sonne weltweit, dem Blick auf das Universum und warum 0° 0' 0" ausgerechnet hier liegt. Von einer Gruppe Franzosen wurde dies bereits im 18.Jh. in 10 Jahren mit Sextanten und anderen alten Messinstrumenten von Berg zu Berg vermessen und berechnet. Und wir erfahren dass aus der pre-Inkazeit bereits nur wenige km entfernt eine Stätte gefunden wurde die "den Mittelpunkt der Welt" markiert. Wahnsinn! Da gab es weder GPS noch Computer!
    Nach einer Äquatortaufe, die Frank mit seinem Rubicon symbolisch für die Gruppe vornimmt ziehen wir weiter, nicht ohne ein Buch in Deutsch gekauft zu haben in dem das gehörte noch mal nachgelesen werden kann.
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  • Zu Gast auf einer Rosenfarm

    15 de fevereiro de 2025, Equador ⋅ ☁️ 15 °C

    Unser Übernachtungsplatz liegt heute bei einer grossen Rosenfarm. Schon auf der Anfahrt vielen uns die vielen Plastikdächer auf; ähnlich den spanischen Gewächshäusern in Andalusien. Mehr als 350 Rosenbetriebe sind hier ansässig. Der Eigentümer begrüsst uns herzlich, wir erfahren dass die Farm in siebter Generation in Familienbesitz ist, wobei die Rosenzucht selbst erst in den letzten Jahrzehnten intensiviert wurde. Die Farm, die den Namen Rosadex trägt, beschäftigt 360 Mitarbeiter. In 23 Treibhäusern wachsen Millionen Rosen, die 3-4 mal im Jahr austreiben. Sie wachsen hier am Äquator meist kerzengrade nach oben; der Sonne entgegen. Das ist natürlich sehr begehrt. Für den asiatischen Markt werden die Knospen eingefärbt. Dazu wird das Wasser mit natürlichen Farbstoffen versetzt, die Rosen bleiben dann rund 2 Stunden pro Farbe darin.
    Wir geniessen auch ein Dreigangmenü im Herrenhaus, das absolut gelungen ist.
    Das einzige Problem ist der Stellplatz. Die Wiese ist aufgrund des ständigen Regens, der uns auch hier "überfällt", völlig aufgeweicht. Zwei Mobile mussten von Frank rausgezogen werden; Vera ha bei uns das Vergnügen und schafft es in einem U-Turn ohne stecken zu bleiben auf die Strasse zu kommen.
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  • Finka Sommerwind

    16–19 de fev. 2025, Equador ⋅ ☁️ 13 °C

    Die Panamerikana heißt in Equador meist Strasse der Vulkane. Es gibt deren viele. Unsere "Tour auf der Strasse der Vulkane" hatte einen grossen Nachteil: Wolken, Nebel und Regen haben uns die Aussicht doch sehr eingeschränkt.
    Einen letzten Vulkan-Kraterseh besuchen wir, und dann geht es weiter nach Ibarra.
    Unser nächster Stop ist bei Hansjörg in Ibarra auf der Finca Sommerwind. Hansjörg ist eine Berühmtheit unter Overlandern. Es gibt kein Problem, das er nicht lösen kann, sagt man. Er hat den ersten Campingplatz in Equador angelegt, zwischenzeitlich gehört ein deutsches Restaurant mit (u.a.) Wiener Schnitzel und Deutschem Bier dazu, das von seiner equadorianischen Partnerin betreiben wird. Deren Sohn hat Bäcker gelernt und backt typisches Deutsches Brot. Es tut gut, nach vier Monaten mal wieder an die Heimat erinnert zu werden.
    Zuvor haben wir einen Termin zur Autowäsche. Leider ist die Anfahrt so steil, dass wir kräftig aufsetzen. Unsere Madmoiselle hat geweint und die Anhängerkupplung eine Schramme auf dem Asphalt hinterlassen. Es scheint trotzdem alles in Ordnung zu sein. Der Chef will dass wir auf die Rampe fahren. Das machen wir aber nicht und verzichten auf die Dachwäsche. Frisch geputzt kommen wir bei Hansjörg an.
    Ein leckeres Essen (von unserer Gruppe mit Hansjörgs Hilfe am Grill zubereitet) wartet auf uns. Und dann gab es eine musikalische Überraschung:
    Eine Gruppe Mexikaner aus Ibarra spielte auf und brachte mittelamerikanisches Flair auf die Finca.
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  • Bei den Brillenbären

    18 de fevereiro de 2025, Equador ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute steht ein Ausflug zu den Brillenbären auf dem Programm. Es geht rund 70 km erst über die Autobahn und dann über Strassen die immer schlechter wurden und eher Feldwegen am Abgrund ähnelte, hatten aber eine wunderschöne Aussicht und Landschaft. Die Bären sahen wir jedoch nur in der Ferne bzw. mit Teleobjektiv. Die hatten wohl keine Lust. Die Fotos wurden teilweise von Frank am Vortag geschossen, da fuhr bereits auch eine Gruppe dorthin, die hatte etwas bessere Chancen.Leia mais

  • Festgefahren

    19 de fevereiro de 2025, Equador ⋅ ☁️ 12 °C

    (HD) Heute soll es über die Grenze nach Kolumbien gehen. Wir wollen daher um 6.30 Uhr starten. Das Problem ist jedoch dass es die ganze Nacht geregnet hat, und wir in einer Nische ziemlich weit oben auf dem Platz stehen. Theoretisch können wir nur rückwärts aus der Lücke nach unten fahren. Das traue ich mich aber nicht und muss daher mit Veras Hilfe wenden. Da der Platz aber kleine Grashügel hat, drehen die Reifen durch. Nichts geht mehr.
    Frank zieht mich mit seiner Motorwinde rückwärts über den Hügel, dann schieben fünf Leute das Vorderteil der Madmoseille an einem Busch vorbei. Step 1 geschafft. Wir stehen vorwärts. Aber wir alle meinen dass der Weg zu schlammig ist und die Kurve am unteren Ende gefährlich. Also rangiert Frank um und macht die Winde wieder hinten fest. Er seilt Madmoiselle ab bis wir unten sind. Die ganze Aktion dauert 45 min in denen die anderen warten müssen. Später sagt ein Mitfahrer der geholfen hatte mir, dass er mit seinem 4x4 ins Rutschen kam und nur knapp am Baum vorbei kam. Es sei richtig gewesen nicht rückwärts runter zu fahren. Leider gibt es keine Fotos von der Aktion.
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  • Wir erreichen Kolumbien

    19 de fevereiro de 2025, Equador ⋅ ☁️ 15 °C

    (HD) Um 7.15 Uhr können wir endlich Richtung Kolubien starten. Der frühe Tag bringt uns einen wunderbaren Blick auf die Landschaft. Auch einige Vulkane schielen noch zwischen den Wolken durch.
    Gegen 11 Uhr erreichen wir die Grenze. Chaos pur. Nirgendwo können wir richtig parken. Auf der rechten von drei Fahrspuren hat sich eine Schlange von abgestellten Fahrzeugen gebildet; unsere Gruppe reiht sich ein. Ein junger Mann aus einemE WoMos aufzupassen. Es herrscht ein Trubel wie auf einem Volksfest. Di mme ein recht schlechter Kurs ist. Aber wir brauchen etwas Bargeld. Dann geht es zur Einreise. Als wir bei der Grenzpolizei als nächste dran wären, geht plötzlich nichts mehr. Stromausfall. Computerabsturz. Fast eine Stunde warten wir bei einem Höllenlärm, den das Notstromaggregat erzeugt. Die EIngangstüren wurden geschlossen, draussen eine ewig lange Schlange. Endlich bekommen wir den ersehnten Einreisestempel in den Pass. Für Vera als Fahrzeughalterin geht es weiter zum Zoll. Das Fahrzeug muss temporär eingeführt werden. Die Prozedur dauert etwa eine Stunde pro Fahrzeug. Bei 16 Fahrzeugen schwant uns furchtbares, die Grenze schliesst um 17 Uhr. Aber nach und nach geht es schnell. Ich versorge Vera mit Getränken und einer Stärkung und backe im WoMo, inmitten des Getümmels um uns herum, einige gefrorene Brote auf. Um 15.30 Uhr sind wir endlich durch. Obwohl die Grenzbeamten alle freundlich sind, nervt die Bürokratie doch. Aber früher war das innerhalb Europas ja nicht viel anders. EInige Tage später werden wir erfahren, dass die Grenze aufgrund von Demonstrationen für einige Tage geschlossen wurde. Die kolumbianische Armee hat zwei Brücken nach Equador gesprengt und die indigenen Einwohner demonstrieren dagegen. Es gibt diplomatische Spannungen bis ein Vertrag vorliegt, dass Equador für eine neue Brücke sorgen will. Worum es eigentlich geht, bleibt unklar. Wir vermuten eine Aktion gegen den Drogenschmuggel. Gruppe 2 wird von der Blockade betroffen sein und wird vor der Grenze campieren müssen, kommt letztlich aber doch noch gut durch. Unser Übernachtungsplatz liegt am Stadtrand von Pasto. Ein steiler Weg führt zu einem Sportplatz, neben dem wir parken können. Er gehört zu einem Restaurant an der Hauptstrasse, sodass wir wieder zu Fuss den steilen Weg runter müssen und nach dem Essen wieder rauf - bei strömendem Regen. Das Essen war mittelmäsig, die Portionen viel zu gross.Leia mais

  • Fahrtag nach Popayan

    20–21 de fev. 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 21 °C

    Popayan ist eine Univeritätsstadt und Sitz des bereits 1546 gegründeten Erzbistums. Die meisten Präsidenten von Kolumbien sind hier geboren oder haben zumindest hier studiert.
    Wir starten früh, und bereits nach wenigen Kilometern sehen wir den ersten Unfall. Wieder hat sich ein LKW in der Kurve der vierspurigen Schnellstrasse auf die Seite gelegt. Der Rettungswagen kommt uns entgegen; wir haben Glück dass wir vorher passieren können und nicht in eine Vollsperrung kommen. Es wirkt so, als ob der Fahrer nur leicht verletzt wurde.
    Es wird immer nebliger und wir fahren in schlechtes Wetter mit starkem Regen. Zahlreichen Erdrutsche blockieren immer wieder eine Fahrbahn, Wasserfälle haben sich gebildet. Gegen Mittag klart es auf und irgendwann haben wir gute Fernsicht. Wir entscheiden uns, Mittagspause in einem netten Restaurant neben der Strasse zu machen. Auch hier erkennt man die afrikanische Vergangenheit. Nahezu ausschliesslich dunkelhäutige Afroamerikaner betreiben die Restaurants und Verkaufsbuden. Während unserer Pause fängt es erneut an zu regnen. Vor Popayan stehen wir eine Stunde bei strömenden Regen im Stau, weil die Panamerikana vierspurig ausgebaut wird. Ein Prestigeprojekt, an dem man bereits 5 Jahre baut und das bei weitem noch nicht abgeschlossen ist. Der Stellplatz ist eine Enttäuschung. Schlammig und dreckig neben der Schnellstrasse, der Parkplatz eines Restaurantes das wohl nur am Wochenende geöffnet hat. Zwischen 23 Uhr und 4 Uhr ist es ruhiger und wir können etwas schlafen. Leider bleiben wir zwei Nächte.
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  • Mit der Chiva durch Popayan

    21 de fevereiro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 19 °C

    (HD) Für heute steht die Stadtbesichtigung von Popayan an. Dafür hat die Reiseleitung eine Chiva gebucht. Anders als in Banos handelt es sich hier aber (leider) nicht um eine rollende Diskothek sondern um einen Bus, der auch als Linienbus verwendet wird. Das sehen wir an der aushängenden Preistafel, auf der Personen, Tiere, Kisten, Fässer etc. einzeln aufgeführt sind. Wir rumpeln auf dem Dodge, der irgendwann um die 60er Jahre gebaut wurde, durch die Stadt. Das wichtigste ist die Pressluft-Hupe, die nicht fehlen darf. Erstaunlich sanft rauscht der Bus über die "Toppes", die uns und unserer Madmoseille immer großen Respekt einflössen.
    Zunächst geht es zu einem Aussichtspunkt. Die Polizisten, die dort Wache schieben, posieren gerne für ein Foto und begrüßen uns herzlich. N Drach einem gemütlichen Stadtrundgang, bei dem sich fast alle mit Geld versorgen folgte die Besichtigung der "schrägen" Brücke, auf der die Oberschicht oben lief und die Unterschicht unten. In einem gemütlichen Café klingt der Nachmittag aus und im Sturzregen rumpeln wir durch die Baustelle zurück zum Übernachtungsplatz. Wie der Busfahrer die Strasse bei den Spielzeug-Scheibenwischern erkennt bleibt sein Geheimnis.
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  • Auf der Kaffee-Finca

    22–23 de fev. 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 23 °C

    Wenn man schon mal im berühmten Kaffee-Dreieck von Kolumbien unterwegs ist, will man auch eine typische Kaffee-Finca besuchen. Auf der Anfahrt fällt auf, dass sich hier ein neuer Trend für den Tourismus auftut. Zahlreiche Fincas werben um Kunden. (Das ist sicher viel besser als wenn die Koka-Händler um Kunden werben würden.)
    Auch sehen wir die ersten "trenescanieros", das sind Zugmaschinen mit vier oder mehr Anhängern die Zuckerrohr transportieren und die man nicht überholen sollte. Wenn sie auf die Strasse rollen, wird die Kreuzung gesperrt. Bis die tonnenschweren Gefährte zum stehen kommen, dauert es naturgemäß sehr lange. Vorsicht ist angesagt.
    Maria, die meist im Hintergrund für PanamericanaTours die Organisation macht und in ihrer Wahlheimat Kolumbien ganz in der Nähe, bei Pereira, eine Finca besitzt, kommt mit einer Gruppe von Musikern hinzu. Die Band macht eine tolle Musik, wir tanzen, trinken Cocktails zu denen uns die Reiseleitung einlädt, und genießen den Abend.
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  • Über Filandia nach Salento

    24 de fevereiro de 2025, Colômbia ⋅ 🌧 18 °C

    (HD) Einige Gegenden von Kolumbien sind, wie auch in Venezuela, Brasilien, und Equador, für die Farbenpracht ihrer Häuser bekannt. Im Gegensatz zu den tristen und oft dreckigen Lehmbauten Chiles oder Boliviens ist der Anblick wohltuend. Filandia und Salento sind für ihre schönen Häuser bekannt. Natürlich will man den Touristen gefallen, die hier immer häufiger ihren Urlaub verbringen. Aber die Lebensfreude der Einwohner ist unverkennbar. Was ein wenig Wohlstand (überwiegend durch den Tourismus) doch bewirken kann. Hier sprechen die jungen Leute oft auch schon englisch. Wir schlendern durch Filandia. Auf dem Rückweg fängt es wieder heftig an zu regnen. Wir flüchten in einen kleinen Laden. Die Inhaberin verrammelt alle Fenster und Türen, damit es nicht reinregnet. Erst finden wir das übertrieben. Aber kurz darauf erkennen wir, dass sie weiß was sie tut...
    Irgendwann lässt der Regen etwas nach und wir machen uns auf den Weg zu unserem WoMo. Wir müssen ja noch weiter nach Salento. Klatschnass bis auf die Haut, mit durchnässten Sandalen, kommen wir im WoMo an. Aber es ist ja ein einigermaßen warmer Regen, und daher halb so schlimm.
    Der Übernachtungsplatz nahe Salento erweist sich als die Zufahrt zu einer kleinen Hotelanlage mitten im Wald. Wir finden einen einigermaßen geraden Platz (leider alles sehr feucht hier) mit Ausblick auf Kühe, Pferde und Maulesel. Rustikal. Aber nett. Die Dusche ist ein einfaches Rohr aus der Wand ohne kalt/warm am Rande einer Campingwiese, der Abfluss geht direkt in die Wiese. Na ja. Unser Deutsches Herz schreit etwas auf. Auf der Wiese zeltet ein junges Pärchen, wir beneiden sie nicht, denn Nachts hat es 8 Grad. Aber während wir unsere Heizung anwerfen wissen die hoffentlich sich anderweitig zu erwärmen...
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  • Was für hohe Palmen...

    25 de fevereiro de 2025, Colômbia ⋅ 🌩️ 16 °C

    (HD) Bei Salento wachsen die wohl höchsten 🌴 Palmen der Welt. Die Wachspalmen im Valle de Cocora werden bis zu 60m hoch.
    Wir fahren mit vier "Willys", das sind Jeeps, die die US Army im 2. Weltkrieg und danach eingesetzt hatte, und die von Kolumbien aufgekauft wurden und für den Personentransport modifiziert wurden. Die Jeeps sind robust und einfach zu unterhalten. Etwa 8 Personen passen in ein Fahrzeug, zwei können dabei hinten auf einer Plattform stehen (Vera musste das natürlich ausprobieren), müssen sich aber gut fest halten. Dass weder Tacho noch andere Instrumente in unserem Jeep funktionieren interessiert nicht. Wozu braucht man auch einen Tacho hier? Wenn hier ein Schild "30" steht heisst das, allenfalls von 90 km/h mal den Fuss vom Gas zu nehmen oder zu schauen ob da irgendwo ein Toppes ist . Dann bremsen auch die Kolumbianer.Auch ohne Tacho...
    Maria begleitet uns durch die imposante Palmenlandschaft.
    Zurück in Salento bummeln wir erst durch die Stadt (na ja, bei Maria heißt bummeln eher schneller Schritt 😂) und teilen uns dann auf um etwas zu essen. Ich bestelle mir eine Forelle auf Kokus-Sauce, sehr lecker. Vera und unsere beiden Begleiter lieber einen Hamburger. Auch die haben geschmeckt.
    Noch einem Kaffe, der mit der angeblich ältesten, noch funktionierenden Kaffeemaschine Kolumbiens zubereitet wird (Starker Kaffe zuerst, dann heißes Wasser hinzu), und dann fahren wir mit den Willys zurück. Abends abends wir uns noch in "Uwes Wanderkino" einen Film an, den ein britischer Rockmusiker vor etwa 15 Jahren mit Unterstützung des Kolumbianischen Präsidenten drehte. Er wurde ausgewählt, weil er in einem Interview bekannte, dass er für 1,5 Mio Dollar Drogen konsumiert hatte bevor er ausstieg und clean wurde. Eindrucksvoll zeigte der Film auf, was der Drogenkonsum im Anbauland anrichtet und wozu dieser führt. Eine halbe Million Tote im Kolumbianischen Bürgerkrieg, auch als Drogenkrieg bekannt, sprechen für sich.
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  • Fahrtag nach Medellin

    26 de fevereiro de 2025, Colômbia ⋅ ⛅ 21 °C

    (HD) Unser nächster Übernachtungsplatz liegt oberhalb von Medellin.
    Der Fahrtag ist sehr abwechslungsreich. Herrliche Ausblicke in atemberaubender Landschaft wechseln sich mit der Fahrt durch beinahe zugewachsene und manchmal abgerutschte Strassen ab. Mehrfach sind wir uns nicht sicher, ob wir überhaupt noch richtig sind. Enge steile Dorfdurchfahrten komplettieren den Eindruck. Ich glaube, die Bewohner in diesen Bergen sahen noch nie 16 Wohnmobile hier durchfahren, wenn wir auch untereinander keinen Blickkontakt hatten.
    Medellin zu durchqueren braucht kein Mensch. Fast eineinhalb Stunden quetschen wir uns durch Mopeds, Taxen, Busse und Pkws Stoßstange an Stoßstange durch die Stadt. Endlich verlassen wir das Chaos und kommen zurück in die Berge, wo wir auf einem kleinen Campingplatz übernachten und sehr freundlich empfangen werden.
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  • Medellin

    27 de fevereiro de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 17 °C

    (HD) Auch wenn der gestrige Eindruck von der zweitgrößten Staft Kolumbiens nicht unbedingt berauschend war - die heutige Stadtführung mit Maria durch diese berüchtigte Stadt interessiert uns. Wer hat nicht schon von Pablo Escobar gehört, dem wohl bekanntesten Drogenboss. Oder vom Medellin-Kartell, in den 80ern der weltweit größte Drogenexporteuer.
    Zunächst geht es mit einem Linienbus, den wir gechartert haben, zur Bergstation einer modernen Seilbahn. Hier im Nationalpark erholen sich die Einwohner im tropischen Sommer und genießen die kühlere Luft.
    Mit der Seilbahn geht es abwärts zu einer Metrostation. Wir fahren fünf Stationen, dann wechseln wir in einen Bus. Obwohl ich zuerst dachte, auch dies sei ein Linienbus, ist dieser nur für uns.
    Wir fahren in die "Comuna 13". Dieses Stadtviertel war, wie andere auch, von Armut geprägt. Wir haben eine örtliche Guide, später erfahren wir dass es 350 davon gibt.🙄
    Comuna 13 ist dafür bekannt, dass dieser Stadtteil von Drogengangs kontrolliert wurde. Kinder wurden rekrutiert, als Mutprobe mussten sie Abweichler auf dem Sportplatz exekutieren. Das Viertel war unkontrollierbar. Die kolumbianische Regierung hatte Anfang dieses Jahrhunderts mit sehr fragwürdigen Methoden zweimal "aufgeräumt". Es kamen viele Zivilisten zu Tode, verscharrt wurden sie in einer nahen Bauschuttdeponie. Wir konnten in der Ferne sehen, dass dort Grabungen stattfinden, um die Opfer zu exhumieren. So tragisch das ist - die Bewohner nutzen die Bekanntheit um ihren Stadtteil zu einem Touristen-Hotspot zu wandeln. Tausende drängen durch die Gassen. Überall gibt es Gaststätten, Verkaufsstände, aber auch ganz viele Kunstwerke. Party ist angesagt. Es ist für uns befremdlich, dass das Schicksal des Viertels so kommerzialisiert wird. Aber andererseits finden wir es gut, dass die Menschen nicht aufgeben und etwas machen wollen. Nur dürfen gerade wir Deutsche nicht vergessen, dass die SS vor Jahrzehnten ebenfalls "Säuberungen" durchführte und viele tausend Menschen umbrachte. Geschichte ähnelt sich weltweit.
    Weiter geht es in den historischen Stadtkern und zuletzt in ein am Stadtrand liegendes Hotel mit einer vorzüglichen Gastronomie. Ich empfinde das Dreigangmenü als vorgezogenen Geburtstagsessen, zumal es sich bis 18 Uhr hinzieht und dies bedeutet, dass es in Deutschland 0 Uhr ist und ich bereits ein Jahr älter geworden bin. Zeit ist eben doch relativ. Bei Dunkelheit fährt der Bus, nachdem er wieder ewig im Stau stand, mit hohem Tempo zurück in die Berge zum Campingplatz. Das führt dazu dass wir über die Schlaglöcher fliegen, was nach dem guten Essen und dem anstrengenden Tag doch sehr nervt.
    Um halb acht kommen wir an, anschließend ist Briefing. Keiner kann sich mehr richtig konzentrieren und die Abstimmung, ob wir die Route nach Cartagena wegen der mehrfachen Verzögerung der Fähre umstellen, endet im Durcheinander. Morgen ist auch noch ein Tag.
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  • Guatapé

    1 de março de 2025, Colômbia ⋅ ⛅ 21 °C

    (HD) Unsere Fahrt nach Guatapé geht zügig. Wir wollen als erste ankommen, da ich die ersten Fahrzeuge wegen meiner Geburtstagsfeier einweisen will. Sollte es regnen, brauchen wir ein festes Dach aus Markisen. Drei Mitfahrer sind sofort bereit, sich um uns zu positionieren. Das ist nicht ganz einfach, denn auch dieser Parkplatz ist - oh Wunder - schlammig und uneben. Trotzdem gelingt es ganz gut.
    Die Zufahrt sieht auf den ersten Blick abenteuerlich aus. Steil, steinig, schmal. Wir parken erst mal ein Stück weiter am Strassenrand und schauen uns den Platz zu Fuß an. Der ältere Platzwart ist sehr nett, Er freut sich über den seltenen Besuch und meint, auch die Busse kommen hier gut runter. Wir sind aber nun mal kein Bus sondern ein 7,50 m langer "Möbeltransporter" mit ungewöhnlichem Radstand und Vorderradantrieb. Trotzdem komme ich gut runter. Rauf darf dann Vera fahren.
    Zu Fuss erkunden wir die wirklich bezaubernde Stadt mit ihren bunten Häusern. In einem kleinen Café können wir Bundesliga schauen. Der Inhaber entpuppt sich als Fan von Eintracht Frankfurt, sein Onkel wohnt in Offenbach.
    Direkt daneben liegt die Pizzeria die ich zuvor im Internet für meine Geburtstagsparty ausgesucht habe. Ich habe etwas Angst vor der Sprachbarriere - ich möchte ja Pizzas für 30 Leute auf einen Parkplatz liefern lassen. Ob das wohl geht? Die junge Frau holt ihren Chef. Der ist auch noch jung, spricht fließend englisch. Erst ist er irritiert, als wir auf die Frage nach dem Hotel antworten dass wir mit Motorhomes auf einem Parkplatz nächtigen. Doch plötzlich leuchten die Augen. Er blättert auf dem Handy und sagt, sein Vater hätte da was beim Warten auf den Bus gesehen, fotografiert und ihm die Bilder geschickt. Tatsächlich sind es WoMos unserer Gruppe. Wir werden hier noch berühmt!
    Die Bestellung und Lieferung klappen einwandfrei, die Pizza ist klasse, alle sind zufrieden und meine 10 Flaschen Wein werden auch geleert. Und es bleibt trocken und erstmals seit langem abends warm.
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  • Geburtstagsparty in Kolumbien

    1 de março de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 18 °C

    (V) Geburtstag zu haben ist ja schon was Besonderes. Doch dieses Fest in Kolumbien zu zelebrieren, ist doch ganz speziell. Nachdem ich ja nun bereits in Buenos Aires das Vergnügen hatte, wird es nun hier in Guatapé bei gutem Wetter mit allen Mitreisenden für Dieter ein netter Abend. Herzlichen Glückwunsch 🎉Leia mais

  • Bootsfahrt zum "Stein"

    2 de março de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Gruppe teilt sich wie angekündigt. Die einen fahren über das Hochgebirge weiter, andere direkt nach Santa Marta, der Tross fährt nach Roadbook und macht heute eine Bootstour. Wir schippern gemütlich über den Stausee, der Medellin mit Elektrizität und Wasser versorgt. Wir sehen, dass der Pegel deutlich unter dem Sollstand steht. Der Bootsführer meint, dass sowohl weniger Wasser zuströmt als auch mehr entnommen wird. Wie lange das wohl gut geht?
    Wir schippern rund um das Wahrzeichen der Stadt, den "Piedra de El Panol", auf Deutsch einfach nur "Stein", auf den 708 Treppenstufen hoch führen. Einige haben die Spitze erklommen, wir nicht. Auch einen ehemaligen Privatsitz von Pablo Escobar sehen wir. Auf den kleinen Inseln kosten die Immobilien siebenstellige Dollarbeträge. Zurück an Land gehen Vera und ich in ein Cafe. Zuvor schenkt sie mir eine TucTuc Fahrt durch die Stadt. Aus dieser Perspektive sieht man die Fresken an dem Fundamenten erst richtig gut. Ein sonniger, ruhiger Tag, der dann leider doch wieder mit Starkregen endet sodass wir abends in ein Lokal hasten müssen.
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  • Übernachtungsplatz Santa Rosa de Osis

    3 de março de 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 13 °C

    (HD) Unsere nächste Übernachtung wird ein Fiasko. Aber der Reihe nach. Der Start in Guatape ist erwartungsgemäß schwierig. Vera fährt die steile Zufahrt mit Uwe auf dem Beifahrersitz hoch. Damit haben wir etwas mehr Gewicht auf der Vorderachse.
    Ich halte oben den Verkehr auf damit der Schwung nicht abreißt . Im zweiten Anlauf klappt es zwar, aber unsere Madmoseille setzt mit dem seitlichen Staufach auf. Zum Glück passiert nichts am Abwassertank und das Staufach hat auch nur einen kleinen Kratzer. Obwohl wir gut eine Stunde Pause machen sind wir bereits gegen 14 Uhr am Übernachtungsplatz. Wir kommen zügig durch die Vororte von Medellin.
    Der Platz ist ein LKW Parkplatz bei einem Busbahnhof mit einem großen Schnellimbiss. Als immer mehr Wohnmobile kommen, flippt der Platzwart aus. Er lässt sich weder von uns, noch telefonisch noch persönlich von Uwe beruhigen. Er schreit rum, erteilt uns Hausverbot. spricht von Hausfriedensbruch und will die Polizei rufen. Uwe erklärt, dass die Reiseleitung mit der Eigentümerin geklärt habe, dass wir hier gegen Bezahlung stehen dürfen und wir jeweils drei WoMos hintereinander stellen so dass wir nur 4 LKW Parkplätze brauchen. Alles hilft nicht. Uwe entscheidet das auszusitzen. Gegen 22 kommt die Rache des kleinen Platzwartes. Er weist zwei Kühl-LKWs nur wenige cm neben unserer Gruppe ein, die Aggregate laufen die ganze Nacht. Platz wäre noch gewesen...
    Die beiden jungen Fahrer sind am nächsten Morgen betroffen. Sie haben im Hotel geschlafen und wussten nicht dass wir in den WoMos übernachten, entschuldigten sich, hatten aber keine andere Wahl.
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  • Übernachtung in Planeta Rica

    4–5 de mar. 2025, Colômbia ⋅ ☁️ 28 °C

    (HD) Unser nächster Übernachtungsplatz ist besser. Es ist ein Hotelparkplatz, auf dem wir, da wir ja nur noch 11 Einheiten sind, bequem Platz finden. Wir können den Pool nutzen und ruhen uns hier aus. Ein Bierchen am Pool darf natürlich nicht fehlen. Zu unserem Glück fehlt nur ein gutes Restaurant. Das Restaurant des Hotels ist grottenschlecht. Die Hamburger sind zwar frisch, aber das Fleisch ist von minderer Qualität. Die wohl schlechtesten Hamburger jemals.
    Vorausgegangen ist eine sehr kurvenreiche Fahrt, die sich aufgrund der Fahrweise der kolumbianischen LKWs und Busse als gefährlich darstellt. Es wird grundsätzlich überholt, egal ob man gucken kann oder nicht. Auch in Kurven wird überholt, es wird schon kein Gegenverkehr kommen. Geht 99 x gut und einmal schief. Wir stehen 1 Std. im Stau. 100 m vor uns kam doch was entgegen und mind. 1 PKW ist verdellt, kann aber weiter fahren, und zwei LKW sind ineinander verkeilt. Das Militär, das hier eine Kaserne hat, ist schnell vor Ort und regelt den Verkehr, die Abschlepper müssen noch etwas warten.
    Abends erfahren wir, dass hinter uns noch ein schwerer Unfall passiert ist. Uwe und Andreas stehen in einem zweiten Stau, der ging für den PKW augenscheinlich schlimmer aus.
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  • San Juan Nepumecento, Hotel Malibu

    5 de março de 2025, Colômbia ⋅ ⛅ 33 °C

    (HD) Auch der nächste Übernachtungsplatz auf unserer Strecke in die Karibik ist ein nettes Hotel mit Pool. Die Fahrt dorthin zeigt eine völlig veränderte Klimazone. Wir kommen aus dem Dschungel in eine satte blühende Frühlingslandschaft. Wir stehen am Straßenrand einer Sackgasse zwischen Hotel und Sportplatz, auf dem wir eigentlich nach dem Fußballspiel der Jugend parken sollen, was aber nicht funktioniert weil wir uns dann eingraben würden. Am Nachmittag geht ein heftiger Gewitterschauer runter und ich muss meinen Laptop, mit ich weiter Blog schreiben wollte, schnell einpacken. Trotz Überdachung des Innenhofs spritzt es rein.
    Unser abendliches Briefing findet am bzw. im Pool statt. Dabei erfahren wir dass Uwes Fahrzeug nicht mehr richtig zieht und er das Problem nicht lösen kann. Bis hier ist er gerollt, aber von hier aus will er direkt nach Cartagena weiter.
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  • Korrupte Polizisten

    6 de março de 2025, Colômbia ⋅ ⛅ 32 °C

    (HD) EIGENTLICH hätte die Fahrt am die karibische Küste ganz nett und interessant sein können. Es wird immer wärmer. Es ist nicht jedermanns Sache bei über 30 Grad zu fahren wenn man erst vor wenigen Tagen von 3000 m runter gekommen ist. Uns macht das nichts aus. ABER in in Barranquilla, kurz vor unserem Ziel bei Santa Marta, kommen wir in eine Polizeikontrolle der "Transito", der Stadtpolizei. Da bisher alle Kontrollen in ganz Südamerika äußerst freundlich verliefen (geschätzt haben wir bereits über 70 Kontrollen passiert) sind wir leichtsinnig und geben die Originalpapiere raus. Das hätten wir besser nicht getan. Der Polizist der Stadtpolizei bittet die Fahrbahn zu räumen (was ich sonst auch meist nicht mache) und den Motor auszuschalten. Erst dann tritt er in den Sichtbereich der Dashcam. Zielstrebig scannt er optisch unsere Windschutzscheibe und entdeckt unser kleines Scheibenpflaster das seit El Chalten in Argentinien auf einem Mini-Steinschlag klebt um einem Riss zu verhindern. Das Pflaster haben wir in Deutschland bei Carglas gekauft. Er will es abpulen. Wir sind sauer. Die Situation eskaliert. Er redet und redet, den Google Übersetzer lehnt er ab. Wir glauben, er kann nicht lesen. Wir rufen Uwe an, den drückt er weg. In einem zweiten Telefonat sagt uns Uwe, er will unser Auto stillegen und in eine Fachwerkstatt abschleppen lassen. Nonsens. Wir werden zugeparkt. Hinter und vor uns sperren PKWs die Abfahrt. Die Leute scheinen sich teilweise zu kennen. Drei von 5 Polizisten kreisen uns bewaffnet ein. Wir rufen Maya an. Die geht ihn energisch an, er drückt sie auch weg. Dann rückt er raus was er will. Gegen eine Strafe von 400 Dollar könnten wir weiter fahren. Wir stellen uns taub. Maya hatte ihm zuvor gesagt, sie seien in 7 min, da sie hinter uns fahren. Vera rennt auf die Strasse und schreit rum dass sie unsere Papiere zurück will. Auf einmal fotografiert er die Papiere und kommt auf mich zu. Er redet weiterhin wie ein Wasserfall, sagt irgendwas von Santa Marta. Ich zucke die Schultern. Er drückt mir die Papiere wütend in die Hand, sagt "go go go " Der PKW vor uns macht Platz. Ich sehe zu, dass wir abhauen. 10 min. später kommt Maya vorbei. Von einer Strassensperre nichts mehr zu sehen. Später erfahren wir, dass bei Holger der Feuerlöscher moniert wurde, und auch hier bereits Maya angerufen wurde die erklärt hat dass er das Ablaufdatum mit dem Herstellungsdatum verwechselt hat. Unsere Holländer wurden um 150 Dollar erleichtert weil sie als Beifahrerin nicht angeschnallt war. Die Kontrolle mitten in der Stadt war zweifelsfrei echt. Die Stadtpolizisten waren "einfach" nur korrupt. Die Transito von Barranquilla ist wohl dafür bekannt. In Santa Marta quälen wir uns noch zu einer Mall um einzukaufen. Eine Std. darf unsere Mademoiselle parken Passt. Der Verkehr kostet uns aber nicht nur Nerven sondern nochmal über eine Stunde.Leia mais

  • Ölwechsel in Santa Marta

    7 de março de 2025, Colômbia ⋅ ☀️ 30 °C

    (HD) Ursprünglich freuten wir uns auf einen ruhigen Tag. Doch die Reiseleitung sieht das anders. Wir brauchen noch vor der Verschiffung einen Ölwechsel. Bereits für 9 Uhr sind wir eingeplant. Also wieder um 6 Uhr aufstehen, damit wir noch frühstücken können. Maya fährt mit uns. Nach fast 1 1/2 Std. sind wir in der Mercedes Werkstatt in Santa Marta. Die Jungs sind fleißig, der Chef sehr nett. Bei unserer Mademoiselle nicht ganz einfach, da vieles abgeschraubt und wieder angeschraubt werden muss. Nach 90 min sind sie fertig. Alles bestens.Leia mais

  • Santa Marta

    8 de março de 2025, Colômbia ⋅ ☀️ 31 °C

    (HD) Auch wenn wir vorgestern schon in Santa Marta einkaufen waren und gestern Ölwechsel hatten haben wir von der Stadt nicht viel gesehen.
    Es muss doch einen Grund haben, dass hier Kreuzfahrtschiffe wie die Aida regelmäßig anlegen. Wir sind neugierig. Santa Marta ist die
    viertgrößte Stadt der Karibikregion Kolumbiens. Sie wurde am 29. Juli 1525 vom spanischen Eroberer Rodrigo de Bastidas gegründet und war eine der ersten spanischen Siedlungen in Kolumbien, die älteste noch bestehende Stadt und die zweitälteste in Südamerika .
    Wir haben einen Kleinbus gechartert und fahren um 14 Uhr los. Die Rückfahrt legen wir von 21 Uhr auf 20 Uhr vor. Was wir später noch bereuen werden. Aber bei fast 90 min. Fahrtzeit für die 42 km lange Strecke wollen wir auch nicht zu spät zurückkehren.
    Der erste Eindruck ist ernüchternd. Am Stadtrand fahren wir kilometerweit durch Müllhalden die wohl regelmäßig gegen Ungeziefer abgefackelt wurden.
    Das nach Bogota grösste Goldmuseum ist wegen Renovierung geschlossen. "Das fängt ja gut an". Wir lassen uns nicht entmutigen, gehen zur Kathedrale. Die öffnet für uns 30 min. früher als geplant. Wunderschön, gerade weil nicht zu protzig. Wir laufen weiter durch die Altstadt bis wir eine kleine schattige Bar namens "Bob Marley" finden. Für Longdrings ist es zwar noch zu früh, aber das erste Bier vom Fass seit Monaten (!) genießen wir. Nach dem Besuch eines "Nippesmarktes" (= "Kunsthandwerkermarkt") geht es zur Uferpromenade. Ein tolles Abendessen bei untergehenden Sonne und ein bis zwei Cuba Libre mit einigen Mitfahrern runden den Tag ab.
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