• Kirchenasyl

    21 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir finden heute einfach keinen Schlafplatz…
    dabei wird es langsam spät und wir haben nach der langen Wanderung zum Gipfel des Mount Washington Hunger. Aber alle offiziellen Plätze im National Forest sind bereits belegt.

    Wir finden in Franconia einen Kirchenparkplatz, direkt neben einem einer Touristeninfo, bei der es 24 Stunden zugängliche Toiletten gibt. Übernachten ist dort ausdrücklich verboten. Nebenan auf dem Kirchenparkplatz steht aber kein solches Schild 😬 Wir haben keine Wahl und riskieren es einfach.

    Die schnelle Pasta 🍝 schmeckt toll, wir machen eine Katzenwäsche in den Toilettenräumen (es gibt sogar Warmwasser) und fallen müde ins Bett 💤
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  • Lonesome Lake

    22 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir sind morgens noch total müde, obwohl die Nacht bei der Kirche gut war. Die Wanderung auf den Mt. Washington hat wirklich so einiges von uns gefordert. Wir hatten eigentlich überlegt heute direkt den Mount Lafayette zu besteigen, aber der gestrige Tag hat uns wirklich ausgelaugt.

    Wir entscheiden uns also für ein schonendes Alternativprogramm 🤓

    Zunächst geht es zum nahegelegenen Thrift-Store im Ort, wo wir für einen Dollar 2 gebrauchte Audio-Kassetten kaufen. Die dürftige Auswahl führte zu „Best of Roadtrip“ und ein handgeschriebenes Tape aus den 70ern 😅.
    Mal sehen…

    Im Supermarkt nebenan besorgen wir uns noch frisches Eis für die Kühltruhe. Die Temperaturen sind mittlerweile etwas angezogen, so brauchen wir fast täglich Nachschub.

    Die anschließende Wanderung zum Lonesome Lake ist „nur“ 10km und umfasst „bloß“ 350 Höhenmeter. Es verspricht also eine schnelle Runde zu werden.

    Mit dem Wetter haben wir heute auch wieder Glück. Es ist nach dem morgendlichen Regen. nicht ganz so warm, aber später lässt sich sogar die Sonne noch blicken.

    Wir gehen es heute auch langsamer an und genießen die Abgeschiedenheit in der Natur. Die Beine merken wir vom Vortag aber noch ganz gut.

    Kurz vor dem Auto und schon wieder im Tal, entdeckt Lara noch eine fast neue Trinkflasche im Flusslauf. Die muss wohl jemand verloren haben. Mutig pirscht sie sich vom Flussufer heran, versucht die Flasche mit den Fingerspitzen zu erreichen, verliert auf den letzten Zentimetern den Halt und rutscht mit beiden Füßen gleichzeitig knietief ins Wasser 😂
    Zum Glück hat Aron die Kamera dabei gehabt.

    Jetzt haben wir eine Trinkflasche mehr, müssen aber noch schauen, wie wir Laras Wanderschuhe für den nächsten Tag wieder trocken bekommen. 😇

    Am Abend haben wir Glück und bekommen diesmal noch einen freien Platz im National Forest. Das Lagerfeuer hält die Moskitos etwas fern und wir freuen uns wieder auf eine ruhige Nacht, um für den Mount Lafayette fit zu sein.
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  • Mount Lafayette

    23 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 25 °C

    Im National Forest war die Nacht ruhig. Wir wollten eigentlich sehr früh aufstehen, stehen dann aber doch erst um kurz vor 7 Uhr auf. Dafür fühlen wir uns deutlich erholter als am Vortag.

    Die Milch von Walmart ist nach 2 Tagen mal wieder schlecht geworden. Also gibt es heute kein Müsli. Zum Glück haben wir noch Pfannkuchen-Mix, der wird mit Wasser gemacht.

    Gegen 9 Uhr finden wir einen Parkplatz am Fuße des Mount Lafayette. Hier wollen wir heute einen Rundweg auf knapp 1.600 Metern gehen. Das bedeutet für uns wieder etwa 1.100 Höhenmeter, die es hinauf- und wieder hinab zu klettern gilt.

    Der Loop verbindet den Gipfel des Lafayette (1.603m) mit dem Mount Licoln (1.551m) und dem Little Haystack Mountain (1.457m) . Insgesamt werden es wieder 15km Strecke.

    Der Aufstieg bei inzwischen bereits 25 Grad ist sehr schweißtreibend, aber die Wanderung zum Gipfel des Mount Washington vor 2 Tagen war ein gutes Training. Die Wanderungen sind durchaus ähnlich.

    Nach 2 Stunden erreichen wir die Greenleaf Hut, wo wir Pause machen und unser Wasser auffüllen dürfen. Manche Wanderer übernachten hier sogar.

    Zum Gipfel des Mount Lafayette sind es nun immer noch knapp 320 Höhenmeter.

    Endlich oben angekommen, haben wir Glück. Es ist fast Wolkenfrei und nur manchmal zieht plötzlich dichter Nebel auf, der einem jegliche Sicht nimmt, aber auch genauso schnell wieder verschwindet.

    Zu den anderen beiden Gipfeln geht es nun über die miteinander verbundenen Bergkämme, die uns links und rechts tolle Ausblicke ins Tal bieten. Nach dem Little Haystack Mountain geht es wieder auf den Abstieg ins Tal.

    Auf dem Weg nach unten überholen wir Graham aus Kentucky. Von hinten sehen wir bereits, dass er sehr langsam geht, sich bei jedem Schritt mit den Händen an den umliegenden Bäumen stützen muss und seine Waden stark zittern. Er ist von Kopf bis Fuß komplett durchgeschwitzt.
    Anzeichen einer anstehenden Hyperthermie.

    Wir zwingen ihm ein Gespräch auf und er scheint abwesend und verwirrt zu sein. Seine Augenringe sprechen Bände, er schaut durch uns hindurch.

    Erst ist er schüchtern und mag nicht zugeben, dass er kurz vor dem Kollaps steht, schließlich ist er aber dankbar als wir mit ihm zusammen eine lange Pause machen und ihm ein paar unserer Energieriegel geben. Wir bieten ihm an, ihn bis zum Ende des Trails zu begleiten. Es sind noch knapp 4km Strecke und über 500 Höhenmeter. Alleine wird er den Weg nicht schaffen.

    Er ist schätzungsweise Mitte 20. Er hat sich total verschätzt und war schlecht auf den harten Trail vorbereitet.

    Der Rückweg dauert natürlich viel länger und für uns ist es gefühlt sehr langsam. Alle paar hundert Meter muss er Pause machen.
    Wir verlieren bestimmt 2 Stunden, aber wir konnten einfach nicht vorbeigehen, ohne unsere Hilfe anzubieten.

    Wir begleiten ihn rund 3 Stunden. Kurz vor dem Ziel, bei der letzten Pause, muss er sich noch übergeben. Wir sind drauf und dran den Notruf zu wählen - aber tatsächlich berappelt er sich nach einiger Zeit noch einmal und macht uns glaubhaft, dass er es vom Parkplatz mit dem eigenen Auto zum nahegelegenen Hotel schaffen wird.

    Nach insgesamt 7 Stunden und 16km sind wir wieder am Parkplatz und verabschieden uns. Graham bedankt sich bei uns, hat es aber plötzlich sehr eilig, es ist ihm offenbar alles sehr peinlich.

    Für uns geht es nun in den nahegelegenen Campground um dort die Münzduschen zu nutzen. Seit Tagen ist dies die erste „richtige“ Dusche für uns 😅 Soooo toll!!! 😊 Frisches Eis bekommen wir hier auch.

    An der Picknick-Area nebenan kochen wir uns direkt unser Abendessen. Eine große Ladung Pasta 🍝

    Aron stellt erschrocken fest, dass ihn heute bei der Wanderung irgendwelche Insekten überfallen haben müssen. Beide Beine sind total zerstochen. Wir wissen nicht, was es ist - aber es sieht nach Blutsaugern aus. Lara zählt 33 Stiche an seinen Beinen. Zum Glück juckt es momentan noch nicht… beobachten!

    Für die Nacht finden wir zum Glück ein kleines Plätzchen im National Forest, der 10 Minuten entfernt ist. Wir werden gut und lange schlafen.
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  • Eiscreme in Vermont

    25 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 25 °C

    Da wir in den White Mountains nun alles „abgewandert“ haben und uns die Anfängerhügel sparen, verlassen wir die Region.

    In Littleton halten wir noch bei einem Münz- und Banknotenhändler und besorgen uns einen 2 Dollarschein als Souvenir. 2 Dollarscheine sind offizielle Zahlungsmittel, aber extrem selten. Wollten wir schon immer haben :)

    Schon bald erreichen wir den Bundesstaat Vermont. An dem Information-Center am ersten Rasthof erfahren wir, das der Eiscremehersteller Ben & Jerrys hier auch seinen Sitz hat. Die Fabrik kann man besichtigen. Der Blick auf das Thermometer verrät, es ist 35 Grad! Die Entscheidung war nicht schwer, dass wir diesen Abstecher mitnehmen.

    Im kleinen Örtchen Waterbury angekommen, müssen wir leider feststellen, dass die Führungen für heute bereits ausgebucht sind. Macht aber nichts; wir gönnen uns stattdessen 2 Eisbecher für 17$, kaufen im Fabrikshop noch ein kleines Souvenir und nehmen auch den Geocache auf dem Firmengelände mit.

    Für die nächsten beiden Nächte geht es in den Green Mountain National Forest. Wir brauchen mal einen Tag Pause.

    Am ersten Tag regnet es leider viel und so unternehmen wir nicht viel. Die Moskitos und Pferdebremsen halten uns gut auf Trapp.

    Am nächsten Tag scheint wieder die Sonne und wir nutzen das gute Wetter zum Wäsche waschen und machen es uns abends am Lagerfeuer bequem.
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  • Unfall 🚖💥🚙

    26 июня 2025 г., Соединенные Штаты

    Heute wollen wir ein gutes Stück auf der Straße hinter uns bringen. Es geht weiter nach Westen. In etwa 360km Entfernung reservieren wir uns für das Wochenende einen Stellplatz am Hunts Pond, einem kleinen See. Das Campen ist dort umsonst, man muss sich aber bei der Regionalverwaltung anmelden, was wir mit einem kurzen Telefonat erledigen. Der See liegt bereits im Bundesstaat New York, den wir nach wenigen Kilometern erreichen.

    In Städtchen Glenns Falls halten wir spontan bei einem Outlet an und schauen uns etwas um. Ein Lindt-Geschäft erhält unsere Aufmerksamkeit. Der Schokoladenhersteller erlaubt einem hier sogar ein paar wenige kostenlose Proben. Wir verlassen das Geschäft mit rund einem halben Kilo Schokolade 😋

    In einem Outdoorgeschäft gegenüber kaufen wir außerdem noch einen Tarp, eine feste Plastikplane, die wir wie eine Markise als Regenschutz vor das Auto spannen wollen, wenn wir mal wieder im Regen campen. 🏕️

    Von den Outlets kommen wir nur noch etwa 20km weit… bis unser Roadtrip ordentlich auf den Kopf gestellt wird.

    Urplötzlich bricht im Gegenverkehr auf dem stark befahrenen Highway ein blauer Volvo aus seiner Fahrspur heraus und rast direkt auf uns zu. Aron schafft es in letzter Sekunde noch das Lenkrad nach rechts zu reißen und einen direkten Frontalzusammenstoß zu verhindern. Trotzdem gibt es kurz darauf einen lauten Knall und unser Van wird ordentlich nach rechts geschubst!

    Wir fangen den Van einigermaßen ab, eine Vollbremsung stabilisiert ihn schließlich und wir bringen ihn am rechten Straßenrand zum stehen. Wir schauen uns völlig schockiert an und sind zunächst froh, dass wir offenbar noch leben.

    Nun lernen wir Lara mal von einer anderen Seite kennen… Wäre sie nicht noch angeschnallt gewesen und hätte sie im ersten Schock schneller das Gurtschloß gefunden, wäre sie sofort aus dem Wagen gerannt und dem anderen Fahrer wildfluchend und mit vollem Anlauf roundhousekickmäßig ins Gesicht gesprungen! Ernsthaft! 😮 Glaubt mir, wir wussten alle nicht, welch hässliches Vokabular Lara beherrscht.

    Zum Glück ist Aron in solch einer Situation der genaue Gegenpool und kann mit einem nur leicht erhöhten Ruhepuls von 45 bpm aufwarten. Seine rechte Hand greift um Laras Gurtschloß, blockiert es kurzerhand und er schafft es, sie davon zu überzeugen, dass eine Anzeige wegen Körperverletzung grad nicht unbedingt die beste Strategie ist. Sie solle aussteigen und mit sicherem Abstand am Straßenrand neben dem Auto bleiben. Aron geht mal die Lage checken. Sie willigt schließlich wütend ein. Wir versichern uns noch einmal, dass uns wirklich nichts passiert ist. Wir haben heute einen Schutzengel gehabt. ⛅️

    Aron steigt aus und sieht, dass der Volvo etwa einhundert Meter hinter uns auf der anderen Straßenseite zum Stehen gekommen ist. Auf dem Highway dazwischen liegen etliche kleine Trümmerteile.

    Der nächste Blick fällt auf unser Auto. Der Volvo hat uns auf Höhe der Fahrertür getroffen, schlitterte mit Spiegel, Kotflügel und Stoßstange an der Karosse entlang und hat uns schließlich das halbe Heck an der linken Hinterachse abrasiert. Metallteile der Karosserie ragen heraus, unsere hintere Stoßstange hängt herunter und unser linkes Rücklicht schwingt am Kabelbaum hängend wie ein herausfallender Augapfel hin- und her. Unser Van ist übelst zugerichtet.

    Aron geht hinüber zur Unfallgegnerin, die vor ihrem Auto steht und ihren eigenen Schaden betrachtet. Ihre linke Seite ist stark beschädigt und der Vorderreifen ist an 2 Stellen geplatzt. Auch ihr scheint zum Glück nichts passiert zu sein.

    Sie sagt sie hätte einen Reifenplatzer gehabt und konnte das Auto plötzlich nicht mehr in der Spur halten. Sie ruft schließlich die Polizei, damit alles geklärt wird.

    Der Officer ist schnell vor Ort. Er sperrt die Straße kurz ab, damit wir unseren Van wenden können und zum Volvo herunterfahren können. Es scheint an den Achsen noch alles okay zu sein und wir können den Safari einigermaßen normal bewegen. Lara hat sich mittlerweile beruhigt. 🙏

    Nun folgen Befragungen der Polizei, Telefonate mit Versicherungen und unseren Freunden in Kansas und viele Notizen. Der Officer ist verwundert über unsere deutschen Führerscheine und Reisepässe und äußert ein ein leichtes Unverständnis, dass man anderswo auf der Welt das Datumsangaben mit dem Tag beginnend schreibt, anstelle mit dem Monat. Die Stimmung ist aber überraschend locker, was nicht zuletzt an dem jungen Polizisten liegt. Wir haben andersherum auch viele Fragen, denn mal ehrlich: Auf solch eine Situation waren wir nicht eingestellt.

    Zum Glück ist unser Van noch fahrbereit. Was nun allerdings als nächstes passiert wissen wir nicht genau. Ob der Schaden überhaupt repariert werden kann, steht in den Sternen. Der Safari ist stolze 27 Jahre alt und hat rund 280.000 Meilen auf dem Buckel (das sind 450.000km!) Es wird wohl ein Totalschaden sein. Mal sehen, was die gegnerische Versicherung sagt. Zumindest ist es unbestritten, dass der Volvo die volle Schuld trägt, was uns der Polizist auch noch einmal bestätigt.

    Die Aufnahme am Unfallort dauert ganze 2 Stunden. Wir lösen die letzte hängende Verbindung von der Plastikabdeckung des Stoßdämpfers und wickeln das riesige Teil in den soeben gekauften Tarp ein. Ab damit auf das Bett im Van. Für die Schadensaufnahme der Versicherung sollten wir lieber alles aufbewahren. Das heraushängende Rücklicht fixen wir mit Ducttape. Funktionieren tut es allerdings nicht mehr.

    Wir werden nun wie geplant zu dem bereits gebuchten Campground am See fahren und das Wochenende dort verbringen. Wir müssen das Ganze nun erst einmal verdauen, auf uns wirken lassen und sehen, was wir nun als nächstes tun.

    Schöner Mist…
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  • Wochenende am See

    29 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach dem Unfall fahren wir noch gute 2 Stunden bis zu unserem Camp am Hunts Pond. Zum Glück wurden wir auf dem Weg nicht von der Polizei angehalten.

    Hier bleiben wir gleich 3 Nächte und legen erst einmal die Füße hoch.

    Zwischendurch fahren wir in den nahegelegenen Ort um Eis für die Kühlbox nachzukaufen und besorgen uns im Walmart ein Set magnetische Zusatz-Rücklichter/Blinker. Diese sind zwar eigentlich für Anhänger gedacht, halten aber auf unserer hinteren Stoßstange auch wunderbar. Mit dem bereits vorhandenen Kabel für die Anhängerkupplung verbunden, haben wir nun einen Ersatzblinker, der den Defekten übergangsweise ersetzt.

    Unterwegs begegnen wir inzwischen vielen Amish. Die Amish sind eine protestantische Glaubensgemeinschaft, die ihre Wurzeln in der Schweiz und Süddeutschland haben. Sie verzichten weitgehend auf alle modernen Errungenschaften wie technische Gerätschaften und kleiden sich auch sehr schlicht. Auch die Geschlechterrollen sind noch sehr klar verteilt.
    So überholen wir das ein oder andere Mal ihre Pferdekutschen und sehen sie fischend auf dem See, wobei sie das Boot natürlich nur mittels Paddeln fortbewegen.

    Am See finden wir noch einen tollen Schlüssel-Geocache, bei dem wir uns durch mehrere hundert Schlüssel arbeiten müssen, um den richtigen für das Schloss zu finden 😅
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  • Fahrtag

    29 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 24 °C

    Am Sonntagvormittag verlassen wir das Camp am Hunts Pond.

    Von der gegnerischen Versicherung, welche wir noch am Donnerstag unmittelbar nach dem Unfall angerufen haben, wurden wir auf ein Telefonat am Montag vertröstet. Nun gut…

    Wir haben beschlossen nun vorzeitig nach Kansas zurückzukehren, damit alles mit der Versicherung, einem Gutachter und eventuell Werkstatt geregelt werden kann.

    Wir fahren immer westwärts, verlassen den Staat New York, fahren durch Pennsylvania und kommen in Ohio wieder heraus. Mit unseren provisorischen Rückleuchten scheinen wir gut durchzukommen, ohne bisher von der Polizei angehalten zu werden.

    Der Tag ist mit über 30 Grad sehr heiß, aber unsere Klimaanlage hält tapfer durch. Die hinteren Rohre am Radkasten wurden bei dem Unfall nur knapp verfehlt.

    Am riesigen Lake Erie machen wir am späten Nachmittag Halt um unser Abendessen zuzubereiten. Auf der anderen Seite des Sees ist Kanada, aber dafür müssten wir über den Horizont hinwegschauen. Trotz klarer Sicht ist das andere Ufer nicht auszumachen. So groß ist der See.

    Wir haben heute etwas über 600km geschafft. Wir fahren noch bis kurz vor Cleveland/Ohio zu einem Walmart, um dort auf dem Parkplatz die Nacht zu verbringen.
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  • Cuyahoga Valley NP und Indianapolis

    30 июня 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir wachen gut erholt auf dem Supermarktparkplatz in Cleveland / Ohio auf und holen uns beim ersten Toilettengang ein „Welcome to Walmart“ vom Begrüßer am Eingang ab. Der Kaffee wird kurzerhand etwas versteckt hinter dem Auto gekocht.

    Nach etwa 45 Minuten erreichen wir den Cuyahoga Valley Nationalpark, in dem
    wir 2 recht kurze Wanderungen unternehmen. Die Wege führen uns durch die Wälder, am Fluss entlang zu einer Aussichtsplattform für einen kleinen Wasserfall. Ganz nett, aber einen Umweg braucht man für diesen Nationalpark nicht auf sich nehmen. Ringsum ist er von Großstadt und Schnellstraßen umgeben, was man auch tief im Park noch hört.

    Wir werden heute wieder viel fahren. Auf der Interstate, südlich durch Ohio werden wir von einem Unwetter mit Starkregen überrascht.
    Die Sicht ist zwischendurch gleich Null. Wir bremsen stark ab. Hätten wir dies nicht getan, wären wir in ein Auto rein gefahren welches nur kurz vor uns quer auf der Interstate steht. Wieder mal Glück gehabt. Danach klart es wieder auf.

    Heute soll die gegnerische Versicherung eigentlich zurückrufen, was natürlich nicht passiert. Wir wollen am nächsten Morgen nochmal anrufen.

    Am Nachmittag erreichen wir den Bundesstaat Indiana. In Indianapolis machen wir am berühmten Racetrack Halt. Zumindest kann man einmal außen drum herum fahren. Hier findet unter anderem jährlich das bekannte Indi 500 Rennen statt.

    Heute schaffen wir es noch bis Illinois und tauchen wieder in die Centraltime, unserer alten Zeitzone ein. Der Zeitunterschied nach Deutschland beträgt nun wieder -7 Stunden.
    Wir schauen uns etwas neben der Interstate ein paar Übernachtungsmöglichkeiten an, aber bei keiner ist es wirklich erlaubt.

    So halten wir letztlich doch wieder an einer Restarea, die aber sehr gepflegt daherkommt und das „Overnight Parking“ nicht verbietet.

    Heute haben wir insgesamt 720km geschafft 😅
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  • Branson / Missouri

    2 июля 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 29 °C

    Die Nacht auf der Raststätte in Illinois war überraschend ruhig und wir genießen den Kaffee am noch kühlen Morgen. Der Randstein reicht uns zum Sitzen. Es soll heute wieder sehr heiß werden. Heute gibt es Pancakes zum Frühstück.

    Es wird ein langer Fahrtag bis Missouri.

    In St. Louis, bereits auf der Missouri-Seite des Mississippi, machen wir Halt und rufen nun erneut die gegnerische Versicherung an. Wir kommen endlich durch und erfahren, dass sie bisher weder von der Polizei den Unfallbericht bekommen haben, noch mit der Unfallgegnerin sprechen konnten. Es passiert also erst einmal nichts. Na toll…

    Auf der I-44 schreiben wir mit Jason und wie es der Zufall so will, kommt er uns auf der Interstate entgegen und steht grad mit seinem 40 Tonner auf der Raststätte, nur 20km von uns entfernt. Wir treffen uns kurzerhand mit ihm und sagen Hallo 🙋.

    Wir fahren heute noch bis Branson/Missouri, wo wir uns auf den Camp Ridge Campground für 2 Nächte etwas Entspannung gönnen.
    Wir sind jetzt 3 Tage am Stück nur gefahren, heute wieder ganze 650km - das schlaucht ganz schön! Da von der Versicherung eh noch nichts zu erwarten ist, macht die Pause nichts.

    Wir freuen uns auf dem Campground über die Duschen und kommen endlich mal wieder zum Laufen.

    Im nahegelegenen Branson gibt es ein paar Outlets, die sehen wir uns am nächsten Tag an und gehen etwas shoppen 🤪

    Zufällig stolpern wir noch über einen „Trump Fan Store“, den wir nur der Neugier halber betreten. Das Geschäft ist voll von skurrilen Fanartikeln, Propaganda-Aufklebern und anderem Firlefanz. Bekloppt, wofür die Leute tatsächlich Geld ausgeben.
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  • Springfield

    3 июля 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 31 °C

    Bevor wir vom Campingplatz bei Branson das letzte Stück Rückreise nach Galena/Kansas antreten, machen wir noch einen Stop in Springfield/Missouri.

    Bei Krispy Kreme gönnen wir uns frische Donuts. 🍩 Wenn man lieb fragt, bekommt man die Donuts nicht aus der Auslage, sondern unglasiert direkt aus der Fritteuse 🥰 Himmlisch lecker - frischer und heißer geht es nicht. Eine Papiermütze gibt es immer dazu 🎩

    Unser Ziel ist der „Bass Pro Shop“, ein riesiges Angel und Outdoorgeschäft, sogar mit eigenem Aquarium. Das ganze Ladenlokal ist thematisiert und durchzogen von kleinen Bächen und Wasserfällen mit echten Fischen und Schildkröten. Hier macht es echt Spaß zu stöbern.

    Nun steht nur noch das letzte Stück unserer 2000km Heimreise nach Galena an 🚙
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  • Medaillen am 4th July

    4 июля 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach dem ganzen Hickhack der letzten Tage freuen wir uns einfach nur auf unsere Freunde.
    Jason ist leider berufsbedingt unterwegs, aber Jessica und der kleine Sohn warten schon auf uns.

    Die Wiedersehensfreude ist groß und wir könnten alle bis spät in die Nacht von den Erlebnissen der letzten Wochen erzählen, müssten wir nicht alle zeitig ins Bett.
    Am nächsten Morgen steht uns nämlich ein wahres Spektakel bevor: der 4. Juli, DER amerikanische Nationalfeiertag.

    Haben wir bei unserem letzten Besuch vor 4 Jahren coronabedingt leider gar nichts davon zu sehen bekommen, so soll es diesmal doch ganz anders sein.
    Heute geht es richtig früh los, denn wir alle haben uns spontan zu einem 5km Lauf in Carthage/Missouri angemeldet.

    Jeder Teilnehmer ist patriotisch in den Farben rot, weiß und blau gekleidet und zeigt ordentlich Flagge.
    Kurz vor dem Start ist es plötzlich ganz still und alle lauschen der live gesungenen Nationalhymne mit der rechten Hand auf der Brust. Ein wunderschöner Moment der uns ordentlich Gänsehaut beschert.

    Um Punkt 7 Uhr fällt der Startschuss und zu hören ist nur noch das Getrappel von hunderten Laufschuhen.
    Wir alle kommen ordentlich ins Schwitzen, denn die Sonne brennt schon gnadenlos auf uns herab. Das Atmen fällt jedem schwer, denn es ist so schwül, dass man die Luft bald schneiden kann. Auch geht der Kurs ordentlich hoch und runter, was zusätzlich Kräfte raubt.

    Die letzten Meter vor der Zielgeraden scheinen eine Ewigkeit zu dauern und der letzte Schritt über die Linie gleicht einer Erlösung. Glücklicherweise werden aber alle Läufer direkt mit viel Wasser und Snacks versorgt.

    Aron läuft von uns Dreien als erster ins Ziel, dann nach ein paar Minuten Lara und kurze Zeit später auch Jessica mit dem Kleinen im Laufwagen.

    Auch diesmal müssen wir bis zur Medaillenvergabe warten, denn trotz der sengenden Hitze haben Aron und Lara es wiedermal geschafft eine Medaille zu ergattern. Wie konnte es denn anders sein?

    Nach einer erfrischenden Dusche und einem stärkenden Frühstück in Galena wird das Auto schnell gepackt und es geht weiter. Wir fahren einmal quer durch den Staat Kansas zu Jasons Familie.

    Der 4. Juli ist ein besonderer Feiertag, an dem die ganze Familie zusammenkommt. Es wird gegrillt, getrunken und gelacht. Die Kinder werden mit dem Trecker herumgefahren und dürfen am Nachmittag schon kleineres Feuerwerk zünden.

    Abends wird selbstverständlich noch das Feuerwerk gezündet, einfach weil es dazugehört. Je lauter und mehr, desto besser. Wir haben uns sagen lassen, dass es Leute gibt, die gleich mehrere Tausend Dollar in die Luft jagen. Das Feuerwerk bei Jasons Familie war mit 500 Dollar auch nicht billig…

    Kurz bevor es zu dunkel wird, bekommt Aron eine einmalige Chance: er darf das Maschinengewehr von Jasons Bruder am angrenzenden menschenleeren Feld mal ausprobieren. Mit Ohrenschützern ausgestattet, soll er versuchen kleine Rauchbomben zu treffen, die etwa hundert Meter entfernt von ihm aufgestellt worden sind.

    Es gelingt ihm zwar nicht auf Anhieb, aber beim zweiten Versuch trifft er das kleine Ziel. Was für ein Erlebnis! Es ist schon sehr komisch, denn eine solche Waffe hat man eben nicht einfach mal so in der Hand. So etwas gehört hier einfach dazu.

    Am nächsten Morgen bekommen wir unsere Augen nur schwer auf und unsere Rücken schmerzen gewaltig, denn die Nacht war von mehreren Unterbrechungen durchzogen. Unsere Luftmatratze verlor gleich mehrfach Luft, sodass wir sie dreimal wieder aufpumpen mussten. Etwas nervig. Irgendwie kommt uns das doch bekannt vor.

    Auf dem Weg zurück nach Galena fahren wir diesmal über Topeka, wo wir noch einen Halt bei einer Kindereisenbahn einlegen und anschließend in einem amerikanischen 50er Jahre Diner lecker zu Mittag essen.
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  • Warten auf die Versicherung

    11 июля 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 33 °C

    Wieder in Galena, ziehen wir vom verbeulten Van zurück in den Wohn-Trailer im Garten ein.

    Tatsächlich meldet sich die Versicherung endlich und bestätigt uns, dass die gegnerische Seite die Schuld am Unfall trägt. Wir können einen Termin in der Werkstatt für einen Kostenvoranschlag machen.

    Gesagt getan, finden wir uns am Montag früh bei den „Crash Champions“ in Joplin ein und bekommen eine erste Einschätzung über den Schaden: Knappe 5.000 USD!
    Das Problem dabei; Der Schaden übersteigt den Marktwert unseres Oldtimers. Das wird wohl auf einen Totalschaden hinauslaufen.

    Nun lässt sich die Versicherung wieder Zeit. Erst heißt es überraschenderweise, dass wir einen Termin für die Reparatur vereinbaren können, dann wieder ein plötzlicher Rückzieher, als die Werkstatt sich bei der Versicherung noch einmal rückversichern will.

    Nun soll doch erst einmal ein weiterer Gutachter von der Versicherung beauftragt werden. Dieses hin- und her nervt uns enorm! Wir verlieren vor allem jede Menge Zeit. Jetzt müssen wir auf den „Adjuster“ warten…

    Da wir mit unserem ESTA Visum nur 90 Tage am Stück in der USA bleiben dürfen, haben wir uns noch vor dem Unfall um einen Weiterflug bemüht. Nächste Woche geht es also nach Südamerika und erst einen vollen Monat später zurück in die USA. Dann hätten wir gern einen reparierten Van und wollen den Roadtrip fortsetzen. Aber daraus wird wohl nichts…

    Es gibt in den USA bei Totalschäden nur 2 Optionen: Wenn man eine Zahlung wegen Totalschaden der Versicherung akzeptiert, dann bekommt man zwar den „Restwert“ ausgezahlt, das Fahrzeug geht aber auch in den Besitz der Versicherung über und wird direkt mitgenommen. Total unverständlich für uns. Außerdem darf das Fahrzeug dann nicht mehr legal auf der Straße bewegt werden. Ausweg hier: Das Auto von der Versicherung zurückkaufen, reparieren lassen und über einen weiteren Gutachter wieder legal zulassen. So steckt man noch einmal Geld in das kaputte Auto und hat vorher nicht einmal den Kaufpreis zurück bekommen. Man zahlt also doppelt.

    Die andere Option ist, gar keine Zahlung anzunehmen und das Fahrzeug selbst zu reparieren. So behält man das Auto, darf es auch weiter fahren, bleibt aber auf allen Kosten sitzen - selbst wenn man keine Schuld am Unfall trägt.

    Das ist echt ein bescheuertes System.
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  • Kurze Nacht…

    14 июля 2025 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ 24 °C

    Am Montag Morgen ist es soweit, nach einer kurzen Nacht klingelt um 2:00 Uhr der Wecker und wir packen die letzten Sieben Sachen.

    Kurzer Handabschlag mit Jason, der bis eben noch am Auto gearbeitet hat und nun ins Bett geht 😅

    Um 3.00 Uhr holt uns Jessicas Vater ab - es geht zum Flughafen in Kansas City/Missouri. Unseren Van lassen wir wehmütig zurück. Es kann sein, je nachdem was nun von der Versicherung kommt, dass er nicht mehr da ist, wenn wir in 4 Wochen zurückkommen.

    Die Fahrt zum Flughafen dauert rund 2,5 Stunden. Diesmal ist das Wetter gut, es verfolgt uns kein Tornado. Bei Sonnenaufgang kommen wir an. Robert fährt nun den langen Weg wieder zurück. Wenn wir wieder da sind, gehen wir als Dankeschön noch zum Mexikaner 🇲🇽

    Eingecheckt sind wir bereits und den Gang zum Gepäckschalter können wir uns diesmal sparen. Wir reisen nur mit leichtem Gepäck und haben alles Überflüssige in Kansas gelassen.
    So sparen wir übrigens eine Menge, denn jeder Koffer kostet in der Holzklasse satte 70$. Bei 2 Personen mit Hin- und Rückflug sind das gleich mal 280$.

    Die Maschine von Delta Airlines startet pünktlich 😀
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  • Lima - Perus Hauptstadt

    15 июля 2025 г., Перу ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Flug kommt etwas verspätet, gegen 21.00 Uhr in Lima an.

    Nach dem Aussteigen geht es zur Einwanderungsbehörde, das klappt problemlos; als Deutsche dürfen wir ohne Visum bis zu 90 Tage im Land bleiben. Stempel im Reisepass gibt es leider nicht mehr, das läuft mittlerweile alles elektronisch.

    Die Gepäckausgabe sparen wir uns, wir reisen nur mit Handgepäck und haben alles auf dem Rücken.

    Über die Unterkunft in Flughafennähe haben wir den 35 Sol Abholservice gebucht. Das sind weniger als 10€. Die Situation mit den Taxis am Flughafen ist sehr unübersichtlich und als Tourist landet man hier gern beim Falschen. Aus dem vereinbarten Preis in peruanischen Sol werden dann gerne mal schnell US-Dollar, was etwa das 4-fache ist. In anderen Landesteilen ist es wohl besser, besonders Lima ist dafür aber bekannt.
    Taxi-Apps, wie z.B. UBER würden aber auch funktionieren.
    Nach kurzer Avisierung über Whatsapp (wir nutzen das Wlan am Airport) sitzen wir auch schon bei Gaby im VW Polo. Sie spricht sogar ein wenig Englisch, was uns eine gute Starthilfe ist, denn unser Spanisch ist etwas eingerostet. 20 Minuten später sind wir in der Unterkunft.

    Wir fallen nur noch ins Bett, die letzte Nacht hängt uns noch tief in den Knochen und im Flugzeug haben wir nicht viel geschlafen.

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    Nach einer guten Nacht gibt es erst einmal Kaffee. Alternativ stehen auch Coca-Tee und Coca Bonbons in der Gemeinschaftsküche, da trauen wir uns aber noch nicht ran.

    Wir erkunden die Nachbarschaft.
    Wir haben heute 22 Grad, recht angenehm.
    Die Gegend um den Flughafen ist eher eine Armengegend, aber man begegnet uns freundlich und wir fühlen uns sicher.

    Der erste Weg führt uns zum Geldautomaten, bei der Banco de la Nacion bekommen wir gebührenfreies Bargeld über unsere Kreditkarten.

    Im Supermarkt freuen wir uns über frische Brötchen und kaufen ein paar Basics ein.
    Wir bleiben noch für eine weitere Nacht in Lima, um erst einmal anzukommen und uns von der Anreise zu erholen.

    Sightseeing sparen wir uns aber, es gibt hier ohnehin nicht viel zu sehen, wie unsere Gastgeberin uns auch nochmals bestätigt.
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  • Busfahrt nach Nazca

    16 июля 2025 г., Перу ⋅ ☀️ 17 °C

    Am nächsten Morgen schultern wir die gepackten Rucksäcke und gehen die knapp 5km bis zur Busstation zu Fuß, denn heute geht es für uns ins über 475km entfernte Nazca.

    Der Bus ist modern und die Sitze lassen sich für die lange Fahrt weit nach hinten legen. Allerdings so weit, dass wir die Köpfe der Personen der Sitzreihe vor uns fast in unserem Schoß haben.

    Die Fahrt geht immer der Küste entlang auf der Panamericana nach Süden. Auf der rechten Seite sehen wir lange Zeit das Meer, zur Linken ist trockene Wüste.

    Nach der 8 stündigen Fahrt ist es bereits dunkel und wir freuen uns nur noch auf ein leckeres Abendessen und unser kleines Zimmer. Vom Busbahnhof ist es nur 1km, die gehen wir wieder zu Fuß.

    Unterwegs holen wir uns an einem kleines Stand den ersten Streetfood. Für 8 Soles pro Person gibt es eine riesen Ladung Pommes, dazu Reis und frittiertes Huhn - dekoriert mit 8 verschiedenen Saucen.
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  • Lineas de Nazca 〰️➰🕷️

    17 июля 2025 г., Перу ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einer kaum erholsamen Nacht (andere Gäste poltern laut nachts durch den Flur) gehen wir in die Stadt, auf der Suche nach einer Agentur, die Flüge über die Lineas de Nazca verkauft. Wir werden schnell fündig und keine 3 Stunden später sind wir schon am lokalen kleinen Flughafen.

    Bei den Lineas de Nazca handelt es sich um über 2500 Jahre alte Geoglyphen, die aufwändig in den harten Wüstenboden gekratzt worden sind. Manche Figuren sind sehr klein, andere wiederum mit über 370 Metern Länge riesig, welche nur aus der Luft richtig zu sehen sind.

    Nach einer kurzen Wartezeit geht es auch schon los und wir stehen mit 4 anderen Touristen neben einer kleinen einmotorigen Maschine. Es folgen ein paar Instruktionen vom Guide, bevor wir einsteigen. Alles ist eng und knapp gebaut und nach ein paar letzten Checks holpern wir auch schon Richtung Startbahn. Auf den Ohren haben wir Kopfhörer.

    Der Start in einer solch kleinen Maschine fühlt sich viel intensiver an, als in einem großen Flugzeug. Alles ist laut und wackelt ordentlich.
    Nach ein paar Minuten befinden wir uns über der ersten Geoglyphe und um diese wirklich gut erkennen zu können, muss die Maschine ganz schön in Schräglage gehen. Hierbei merken wir sofort wie das Blut aus unserem Köpfe rausgedrückt wird, sich in die Körpermitte verlagert und wie die G-Kräfte an uns zerren.

    Diese Flüge sind übrigens berüchtigt dafür, dass viele Passagiere sich bei diesen schnellen Drehungen übergeben müssen, woraufhin genügend „Air-Sickness-Bags“ mit an Board sind. Glücklicherweise bleibt es unserer Gruppe heute aber erspart. Wir haben wohl alle einen Magen aus Stein.

    Nach 30 Minuten lustigen Kreisedrehens in der Luft, haben wir knapp 17 der 1500 Geoglyphen gesehen und sind wieder auf dem Rückflug.

    Die ersten Schritte auf festem Boden fühlen sich ein wenig komisch an, denn auch bei der Landung wurden wir nochmals ordentlich durchgeschüttelt.

    Jeder von uns bekommt noch ein kleines Flug-Zertifikat ausgehändigt, bevor wir wieder zurück in die Stadt gefahren werden.

    Nach diesem tollen Erlebnis lassen wir den Abend wieder mit leckerem frittierten Huhn und Pommes ausklingen.
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  • Cementerio Chauchilla

    18 июля 2025 г., Перу ⋅ ☀️ 25 °C

    An unserem letzten Tag in Nazca möchten wir noch den Cementerio Chauchilla besuchen.

    Unser Bus fährt erst am Abend. Glücklicherweise können wir die Rucksäcke den ganzen Tag in unserem Zimmer lassen, da es keine Buchung für die kommende Nacht gibt.

    Da Chauchilla etwa 30km außerhalb von Nazca liegt, gibt es gibt viele Agenturen, die Touren dorthin verkaufen. Da wir keine Lust auf eine Tour haben, organisieren wir uns für 80 Soles nur einen Taxifahrer.

    Nach einer knapp halbstündigen Fahrt vorbei an Avocadoplantagen, Eisen- und Kupferminen, geht es über eine staubige Straße quer durch die Wüste. Leider tauchen auch immer wieder Müllberge auf.

    Wir kommen gut durchgeschüttelt mitten im Nirgendwo an. Wir freuen uns, dass wir die Einzigen hier sind.

    Der Eintritt kostet gerade mal 8 Soles pro Person. Es gibt neben 12 Grabstätten auch ein kleines Museum, in dem eine sehr gut erhaltene Mumie ausgestellt ist.

    Chauchilla ist ein über 1800 Jahre alter prähispanischer Friedhof und wurde erst in den 1920er Jahren wiederentdeckt.

    Die Besonderheit dieses Friedhofes ist, dass die Verstorbenen einbalsamiert und in schöne Tücher gehüllt wurden, bevor sie in einer hockenden Position in eine gemauerte Grube ohne festes „Dach“ beigesetzt wurden.
    Die Art der Einbalsamierung und die trockene Wüstenluft haben dazu beigetragen, Bakterien und Insekten fernzuhalten, sodass selbst bei über 1000 Jahren alten Mumien noch Haut und Haare zu erkennen sind.
    Leider haben Grabräuber sehr viel zerstört, was jedoch aufwändig wieder restauriert wurde.

    Wir gehen den vorgesehenen Weg zu den überdachten Grabstätten und lassen uns bei jeder Grabstätte ein wenig Zeit, denn die Mittagssonne brennt gnadenlos auf uns herab. Wir können an jedes offene Grab heran und direkt zu den Mumien herabschauen.
    Es gibt einzelne Grabstätten, aber auch Familiengräber zu sehen. Das ist sehr beeindruckend und schaurig zugleich.

    Nach knapp 20 Minuten sind wir bereits fertig und machen uns mit unserem Fahrer wieder auf den Rückweg nach Nazca. Als er uns am Hauptplatz rauslässt, empfiehlt er uns noch ein kleines günstiges Restaurant mit traditioneller peruanischer Küche. Das probieren wir doch gleich mal aus und bestellen „Lomo Saltado con Pollo“ für 14 Soles pro Person. Unglaublich lecker😋

    Nach dem späten Mittagessen vertreten wir uns noch ein wenig die Beine, bevor wir wieder zur Unterkunft zurückgehen und noch einmal duschen.

    Abends machen wir uns mit geschulterten Rucksäcken langsam auf den Weg zum Busbahnhof, denn uns steht eine 9-stündige Nachtfahrt ins über 567km entfernte Arequipa an. Mal schauen wie erholsam die Nacht so wird…
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  • Nachtbus in die Anden

    18 июля 2025 г., Перу ⋅ ⛅ 15 °C

    Wir haben Glück und durften in Nazca in unserer Unterkunft über den Check-Out Zeitpunkt hinaus bleiben. So können wir bis 21h unsere Rucksäcke im Zimmer lassen, erst dann nämlich geht am Abend unser nächster Bus. 🚎

    550km und knapp 7 Stunden Fahrt liegen vor uns. Nun geht es auch in die Höhe, unser nächstes Ziel liegt auf 2.350m.

    Im Doppeldecker-Bus sitzen wir oben, ganz vorne. Da es eine Nachtfahrt ist, sehen wir zwar nicht viel von der Landschaft, aber offenbar mehr vom Gegenverkehr als der Busfahrer eine Etage unter uns. Wir haben uns bewusst für ein „gutes“ Busunternehmen entschieden, trotzdem wird immer wieder riskant überholt und der entgegenkommende Verkehr muss abbremsen und macht sich mit Lichthupe und Hupe lautstark bemerkbar. Unglaublich was hier auf den Straßen los ist. Das ist unsere erste und letzte Nachtfahrt in Peru! Wir sind total gestresst und bekommen kaum ein Auge zu - aber wir kommen heil an 🙏
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  • Arequipa

    20 июля 2025 г., Перу ⋅ 🌙 19 °C

    Wir erreichen Arequipa am frühen Morgen. Wir sind nun auf 2.350m. Da man sich zur Akklimatisierung ein paar Tage Zeit lassen soll, verbringen wir hier insgesamt 4 Nächte. Ansonsten droht bei zu schnellem Aufstieg die Höhenkrankheit.

    Unser AirBnb liegt wie immer etwas außerhalb des Zentrums, vom Busbahnhof sind es etwa 2km zu Fuß. Bis wir einchecken können, müssen wir nur noch etwa 1 Stunde warten, kein Problem. Die Temperaturen erreichen hier tagsüber etwa 20 Grad, Nachts geht es runter auf unter 10 Grad.
    So setzen wir uns in der morgendlichen Sonne einfach in einen Park und frühstücken.

    Schließlich in der Unterkunft, freuen wir uns nach der unruhigen Nacht im Bus auf das Bett. Wir schlafen bis in den frühen Nachmittag, bis wir uns schließlich aufmachen und die Stadt etwas erkunden.

    Das Stadtzentrum Arequipas ist mit seinen vielen historischen Gebäuden, wie der Kathedrale von 1629 und dem Kloster Santa Catalina von 1579, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

    In den nächsten Tagen sind wir viel zu Fuß unterwegs und besuchen die vielen Märkte, Brücken und Festplätze der Stadt. Wir probieren frische Churros vom Straßenrand, lassen uns köstliches Queso Helado (Frischkäse-Eis) schmecken und versuchen mit Coca-Tee den Effekten der Höhenkrankheit etwas vorzubeugen.

    Dies klappt leider nur bedingt; Aron geht es am zweiten Tag mit Kopfschmerzen und Erkältungssymptomen schlecht, er erholt sich aber schnell. Lara trifft es einen Tag später , dafür deutlich härter. Neben den typischen Erkältungssymptomen kommt noch Schüttelfrost mit Fieber und Magen-Darm hinzu - was schließlich auch auf Aron überspringt 😮. Wir schalten beide einen Gang zurück und versuchen viel zu schlafen. Das ist ja bekanntlich die beste Medizin.
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  • Kloster Santa Catalina

    22 июля 2025 г., Перу ⋅ ☀️ 21 °C

    Trotz, dass es uns wirklich grad hundsmiserabel geht, besuchen in Arequipa noch das Kloster Santa Catalina. Es gilt als eines der wichtigsten religiösen Bauwerke aus der Kolonialzeit. Es liegt nahe dem Stadtzentrum und wurde 1579 erbaut.

    Viele der reichen spanischen Familien gaben ihre zweite Tochter für „Gott und Himmelreich“ ins Kloster. Für das Kloster Santa Catalina ummauerte man kurzerhand einen 20.426 m² großen Teil der Stadt und begründete damit eine komplett autarke Siedlung. Bis zu 150 Nonnen sollen hier zusammen mit ihren Bediensteten in strenger Klausur gelebt haben.

    Alle vier Jahre wurden acht Novizinnen aufgenommen, die eine Mitgift von mindestens 1.000 Goldpesos zum Unterhalt des Klosters erbringen mussten. Erst nach einer Reform 1871 nahm das Kloster auch Novizinnen ohne Mitgift auf.

    Trotz dieser ersten Liberalisierung dauerte es bis 1970, bis das Kloster auf Initiative der verbliebenen Nonnen renoviert wurde und seine Geheimnisse der Öffentlichkeit zugänglich machte: Englische Teppiche, spanische Seidenvorhänge, flämische Spitzentücher, gepolsterte Stühle, Damast, feines Porzellan und Silber gehörten zur „Ausstattung“.

    Man fand eine autarke Stadt inmitten Arequipas vor, in der die Zeit 1579 stehen geblieben zu sein schien, sieht man einmal von den Zerstörungen durch die Erdbeben ab.
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  • Anden-Kondore 🦅

    23 июля 2025 г., Перу ⋅ ⛅ 7 °C

    Nach einer kurzen Nacht stehen wir um 2 Uhr morgens auf, damit wir nach einem 20 minütigen Fußweg an der Zentral-Plaza unseren Bus erwischen, welcher etwas verspätet um 3.30 Uhr aufschlägt. Wir sind natürlich hundemüde. Lara geht es auch immer noch nicht bedeutend besser, aber zumindest das Fieber und den Schüttelfrost haben wir in den Griff bekommen.

    Vor uns liegen wieder 7 Stunden Fahrt. Es geht immer nordwestlich höher in die Anden. Wir hatten eigentlich gehofft uns beide zu akklimatisieren, aber es will noch nicht so richtig.
    Wir müssen noch in der Dunkelheit einen Stop einlegen, damit Lara ihren Mageninhalt aufräumen kann. Kurz danach meldet sich auch ein anderer Passagier - wir sind also nicht alleine 😝.

    Arequipa lag auf 2.350m, bei Sonnenaufgang erreichen wir den Mirador de las Andes mit sagenhaften 4.910m. Der Sprinter-Bus hält allerdings nicht an, denn unser nächstes Zwischenziel ist Chivay mit 3.628m. Hier gibt es eine Frühstückspause, die wir allerdings ausfallen lassen - typisch deutsch haben wir uns am Vorabend Brötchen geschmiert 😬 Wir vertreten uns stattdessen die Beine. Man merkt die Höhenmeter nun deutlich an Puls und Atmung. Bereits kleine Anstrengungen lassen einen aus der Puste kommen.

    Der Bus fährt schließlich weiter und wir fahren nun am Colca Canyon entlang. Der Colca Canyon ist der zweittiefste Canyon der Welt, gemessen von dem Gipfel der an der Schlucht gelegenen Berge misst der Abgrund 3.269m. Der Grand Canyon in den USA hingegen hat nur eine Tiefe von 1.800m

    Wir halten für eine halbe Stunde am Mirador Cruz del Condor. Der Ausguck ist voller Touristen. Hier hat man am frühen Morgen die seltene Gelegenheit die riesigen Anden-Kondore beim Aufsteigen aus dem Canyon zu beobachten. Und wir haben Glück!
    Gleich mehrere dieser majestätischen Raubvögel lassen sich blicken und kommen uns sogar recht nah. Hätten wir jetzt nur bloß eine bessere Kamera dabei 😅

    Es geht schließlich weiter in das Dörfchen Cabanaconde auf 3.300m, was direkt am Abgrund des Canyon liegt. Hier haben wir uns eine kleine Unterkunft für die Nacht reserviert und freuen uns nun sehr auf das Bett 💤

    Vor dem Hotel läuft uns noch ein süßes Comadreja über den Weg - ein Anden-Wiesel.
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  • Abstieg in den Colca Canyon

    24 июля 2025 г., Перу ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer tollen Nacht in einem eiskalten, aber schönen Zimmer und mehreren Lagen Bettdecken, fühlen wir uns gut erholt. Auch Lara geht es endlich etwas besser, wenn auch der Magen noch flau ist.

    Das Frühstück, bestehend aus Erdbeermarmelade, trockenen Brötchen, Käse und ranziger Butter, ist diesmal inbegriffen.

    Um 9h wagen wir den Abstieg in den Colca Canyon. Von unserem Gepäck dürfen wir einiges in der Unterkunft lassen, so haben wir nur das Nötigste dabei. Nach dem Canyon bleiben wir hier nochmals eine Nacht.

    Vor uns liegen nun 1.550 Höhenmeter hinunter und ab dem Flusslauf wieder 450m hinauf. Im Canyon wollen wir bis in die Sangalle-Oase wandern, dort haben wir uns ein einfaches Zimmer für die Nacht reserviert.

    Von hoch oben können wir die kleine Oase am Grunde des Canyon bereits erkennen. Ein grüner Fleck am Fluss, zwischen Stein und Geröll.

    Der Abstieg ist eigentlich einfach, der steinige Pfad führt eng am Abgrund des imposanten Canyons entlang und windet sich in Serpentinen hin- und her. Es sind außer uns auch einige andere Wanderer unterwegs, viele in geführten Gruppen. Wir machen es ohne Guide - denn verlaufen kann man sich hier wirklich nicht.

    Der Ausblick in die Ferne und hinunter in den Canyon ist phänomenal! Die anderen Wanderer nicht so sehr. Immer wieder begegnen uns Leute mit lauten Musikboxen oder wild herumgröhlend, am Echo der Felswand ihre Stimme erkundend.
    Wir sind eigentlich hier um die tolle Natur zu genießen - es stört!

    Immer wieder kommen wir an kleinen Holzverschlägen vorbei in denen kleine Geschäfte untergebracht sind. Hier kann man sich mit Getränken und Snacks versorgen.

    An einer Felswand werden wir etwas nervös, denn wir müssen an hunderten kleiner Wespennester vorbei. Neugierig werden wir von jedem Stamm erkundet, aber letztlich in Ruhe gelassen.

    Unten am Fluss führt eine Brücke hinüber zum anderen Ufer, wir gönnen uns eine längere Pause. Laras Magen meldet sich wieder… Aron nimmt ab jetzt beide Rucksäcke.

    Auf der anderen Flussseite geht es wieder den Hang hinauf und 400m in den Berg. Noch 5km liegen vor uns und es wird richtig anstrengend.
    Es wird tropisch und schwülwarm, der Schweiß läuft nur so an uns herunter.

    Wir sind heilfroh, als endlich die Oase Sangalle vor uns auftaucht. Umgeben von üppigen Palmen, wildwuchernden Rankpflanzen und dem rauschenden Fluss im Hintergrund, werden wir herzlich von unserem Host empfangen und in unsere kleine Hütte gebracht.

    Insgesamt waren es heute über 16km Strecke, 1.550 Höhenmeter und mehr als 6.5 Stunden Wanderung. Wir sind recht müde 😅
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  • Nacht in der Oase und Aufstieg

    25 июля 2025 г., Перу ⋅ ☀️ 13 °C

    In der Oase gönnen wir uns nach dem Abstieg ein Abendessen. Eine Auswahl gibt es nicht, es wird Kartoffelpüree, Huhn und Gemüse serviert. Lecker, aber viel zu wenig 🙄.

    Die Nacht wird sternenklar und wir können seit Australien endlich mal wieder die Milchstraße mit bloßem Auge erkennen.

    Im Zimmer haben wir viele Spinnen, aber zum Glück keine Moskitos. Wir werden gut schlafen.

    Die meisten Wanderer beginnen den Aufstieg zurück nach Cabanaconde bereits gegen 4 oder 5 Uhr morgens, um der aufsteigenden Hitze nach Sonnenaufgang zuvorzukommen.
    Wir können das leider nicht, Lara geht es nicht wirklich besser und so entscheiden wir uns für etwas mehr Schlaf, dafür aber den härteren Aufstieg mit Sonnenlicht und Hitze. Aron geht es gut und so wird er heute für den Großteil der Strecke beide Rucksäcke tragen.

    Am Morgen gönnen wir uns noch ein Frühstück, einen riesigen Pfannkuchen mit Erdbeermarmelade. Dazu gibt es Tee und Instantkaffee. Obwohl es in Peru Kaffeeanbau und eine Kaffekultur geben soll, haben wir davon noch nichts mitbekommen. Richtiger Kaffee ist schwer zu finden.

    Wir beginnen den Aufstieg erst gegen 9.00 Uhr. Kurz danach erreicht auch die Sonne den Hang und es wird warm.

    Vor uns liegen nun anstrengende 1.200m Höhenmeter, auf nur 7km Strecke. Es geht permanent bergauf und wir nutzen jede schattige Ecke für eine Pause. Ab knapp 3.000 Höhenmetern wird es extrem. Alle 50 bis 100 Schritte müssen wir verschnaufen - Herz und Atmung sind völlig außer Kontrolle, aber es geht irgendwie. Wir haben genug Wasser und Essen dabei, Sonnenschutz ist auf der Haut und mit den eigenen Tempo schaffen wir es innerhalb 4,5 Stunden zurück nach Cabanaconde. 😅

    Zurück in der Unterkunft haben wir die Beste Dusche unseres Lebens 😬
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