• Isabell und Sascha
Huidige
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Honeymoon im Südlichen Afrika

Een 35-daags avontuur van Isabell und Sascha Meer informatie
  • Momenteel in
    🇲🇺 Cap Malheureux VCA, Mauritius

    Unterwegs im Schildkrötenrevier

    Gisteren, Mauritius ⋅ 🌬 25 °C

    Unser Hotel bietet einige richtig coole Wasseraktivitäten kostenlos an und genau das haben wir heute ausgenutzt. Am Vormittag ging es für uns mit dem Glasbodenboot hinaus zum nächsten Korallenriff. Unter uns schwammen viele bunte Fische durchs Wasser und irgendwann entdeckten wir sogar drei Schildkröten. Eine davon trug ein GPS-Sender auf dem Panzer. Dahinter steckt eine Forschungs- und Schutzmarkierung, mit der herausgefunden werden soll, wo sich die Schildkröten aufhalten, welche Routen sie schwimmen, welche Futterplätze sie nutzen und welche Bereiche in Zukunft besser geschützt werden müssen.
    Unser Hotel hat ein eigenes Marine Discovery Centre, das sich genau mit solchen Themen beschäftigt – unter anderem mit dem Schutz und der Erforschung von Karettschildkröten und Grünen Meeresschildkröten rund um Mauritius.
    Danach ließen wir den Tag ganz entspannt weiterlaufen. Wir verbrachten Zeit am Strand, waren im Meer, kühlten uns im Pool ab und schlürften zwischendurch den einen oder anderen Cocktail. Am Nachmittag zog es uns dann wieder zum Beachvolleyballfeld, wo wir bis in den Abend hinein spielten.
    Nach dem Abendessen landeten wir noch mit ein paar Urlaubsbekanntschaften an der Poolbar. Wie sich herausstellte, waren auch diesmal wieder Lehrer dabei – irgendwie scheint das hier neben Honeymoonern die zweite große Urlaubskategorie zu sein. Aus „wir trinken nur noch kurz etwas“ wurde am Ende ein richtig schöner Abend bis Mitternacht.
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  • Honeymoon-Club am Beachvolleyballfeld

    5 juli, Mauritius ⋅ ☁️ 25 °C

    Der Tag begann mit einer Runde im Meer. Um uns herum schwammen viele durchsichtige Fische durchs klare Wasser. Einfach herrlich. Danach machten wir es uns auf einem gemütlichen Floating-Kissen im Pool bequem, Cocktail in der Hand und nichts zu tun außer uns treiben zu lassen. Der Himmel zog sich allerdings immer weiter zu und irgendwann war klar: Heute wird es eher ein Kuscheltag als ein Sonnentag. Also wanderten wir vom Pool direkt aufs Daybed, machten es uns dort gemütlich und genossen die Ruhe.
    Am Nachmittag wurde es beim Beachvolleyball dann doch noch einmal aktiver. Plötzlich landeten wir mitten in einer Gruppe fast nur deutschsprachiger Urlauber und spielten über zwei Stunden zusammen. Es war richtig cool, total unkompliziert und irgendwie auch witzig, weil uns erst dort bewusst wurde, wie viele Deutsche hier im Hotel eigentlich sind – und dass gefühlt fast alle, genau wie wir, auf Honeymoon sind.
    Den Abend verbrachten wir dann gemeinsam mit unseren Urlaubsbekanntschaften, quatschten, lachten und ließen den Tag in entspannter Runde ausklingen.
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  • Planlos ging der Plan los

    4 juli, Mauritius ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute begann ein neuer Teil unserer Reise. Nach so vielen Tagen, die fast komplett durchgeplant waren, liegen nun lauter leere Seiten vor uns. Keine Route, der wir folgen mussten. Kein Programmpunkt, der auf uns wartete. Kein Grund, schon wieder weiterzuziehen. Nur Mauritius, wir beide und die Möglichkeit, uns einfach treiben zu lassen.
    Unser Tag lässt sich deshalb eigentlich ziemlich kurz zusammenfassen: essen, baden, eincremen, etwas trinken, Sonne tanken – und irgendwann wieder von vorn. Zwischendurch spielten wir Billard, Backgammon, Schach und Tischtennis.
    Am Abend ging es für uns ins À-la-carte-Restaurant Kot Nou, wo wir mauritisch gegessen haben. Es war wirklich richtig gut.
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  • Land No. 5 und ein Dodo im Pass

    3 juli, Mauritius ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Einreise nach Mauritius zog sich wieder einmal ewig. Umso schöner war dann der Moment, als wir endlich unseren Einreisestempel im Pass hatten – mit einem kleinen Dodo darauf. Dieser große, flugunfähige Vogel lebte einst nur auf Mauritius und ist heute eines der bekanntesten Symbole der Insel. Er steht für Mauritius selbst, aber auch für verlorene Natur und dafür, wie schnell eine einzigartige Tierart verschwinden kann.
    In der Ankunftshalle wartete Vinaye bereits auf uns und brachte uns durch die Dunkelheit zum Lagoon Attitude Hotel. Etwa eine Stunde später standen wir an der Rezeption. Die erste Reaktion der Hotelmitarbeiter war allerdings alles andere als das, was wir erwartet hatten: „Are you sure today is your check-in day with us?“ Für einen Moment waren wir etwas perplex. Scheinbar hatte niemand so richtig mit unserer Ankunft gerechnet.
    Also wurden wir erst einmal zum Buffet begleitet, wo uns noch etwa 15 Minuten für das Abendessen blieben. Während wir versuchten, irgendwie anzukommen, merkte man an der Rezeption bereits, dass im Hintergrund hektisch telefoniert wurde. Da ich ein wenig Französisch verstehe, bekamen wir zumindest mit, dass die Situation wohl nicht ganz so entspannt war, wie man sie uns vermitteln wollte.
    Irgendwann klärte sich dann doch alles und wir bekamen unsere Honeymoon Suite. Nicht ganz so sauber und vorbereitet, wie wir es uns vorgestellt hatten, aber nach diesem langen Reisetag waren wir vor allem erleichtert, überhaupt ein Zimmer zu haben.
    Morgen geben wir dem Ganzen noch einmal eine neue Chance. Ein neuer Tag, neues Licht, neue Eindrücke.
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  • Ein Zwischenstopp in der City of Gold

    3 juli, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 17 °C

    Airlink hat uns gestern wirklich überrascht. Auf einem Flug von gerade einmal einer Stunde bekamen wir tatsächlich ein richtiges Mittagessen serviert – damit hatten wir nicht gerechnet.
    In Johannesburg angekommen, landeten wir in einer Stadt mit besonderer Geschichte: Was einst mit einem spektakulären Goldfund begann, entwickelte sich zur größten Stadt Südafrikas. Für uns war Johannesburg diesmal allerdings nur ein kurzer Zwischenstopp, denn schon heute geht es weiter nach Mauritius. Unsere Zwischenübernachtung verbrachten wir ganz praktisch im City Lodge Hotel direkt am Flughafen.
    Nach den intensiven letzten Tagen waren wir ziemlich platt und entschieden uns, den Nachmittag ganz ruhig angehen zu lassen. Ein bisschen ausruhen, mit der Family telefonieren und abends noch einmal raus zu Nando’s – mehr brauchte es gestern gar nicht.
    Trotzdem gab es an diesem Tag etwas Besonderes zu feiern: Saschas erster Kinoleinwand-Werbeclip lief zum ersten Mal im Sommerkino in Zwickau. Fast passend dazu purzelte genau zur Premiere auch noch ein neuer Auftrag für Sascha rein, auf den er sich richtig freut. So wurde unser Abendessen bei Nando’s am Flughafen doch noch zu einem kleinen besonderen Moment.
    Der winzige Nachteil: In unserem Zimmer zog es wie Hechtsuppe. Also lief die Klimaanlage auf 30 Grad, während draußen tatsächlich -1 Grad angezeigt wurden. Am Ende hatten wir es aber kuschelig warm, schliefen gut und starteten heute Morgen mit einem Frühstück, das vor allem durch eine Pancake-Maschine glänzte.
    Danach packten wir unsere Sachen, liefen zur Gepäckabgabe und füllten noch schnell das Mauritius All-in-One Travel Digital Form aus, das wegen der Gesundheitsvorgaben rund um die Ebola-Pandemie notwendig war. Dann machten wir uns bereit für den nächsten Flug.
    Johannesburg war für uns nur ein kurzer Aufenthalt – aber ein entspannter. Genau richtig, um noch einmal durchzuatmen, bevor es weiter Richtung Inselglück geht.
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  • Dankie, Kruger!

    2 juli, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach einer Woche Selbstverpflegung fühlte sich das Frühstücksbuffet in der Safari Lodge heute fast schon luxuriös an. Vielleicht gerade deshalb haben wir diesen ruhigen Start besonders genossen. Danach ging es wirklich zum letzten Mal auf die Pirsch.
    Und irgendwie ließ uns das Gefühl nicht los, dass uns der Kruger noch nicht so ganz gehen lassen wollte. Auf unserer letzten 2,5-stündigen Tour zeigte sich die Tierwelt noch einmal von ihrer schönsten Seite. Überall gab es etwas zu entdecken und es fühlte sich fast so an, als würde dieser besondere Ort uns zum Abschied noch einmal alles mitgeben wollen.
    Ein Moment bleibt uns dabei ganz besonders im Kopf: unsere sechste Sichtung der Rotwangenhornraben. Ausgerechnet diese Begegnung wurde die aufregendste von allen. Zwei Hornraben beschlossen kurzerhand, an unseren Reifen herumzupicken. Hinter uns standen bereits andere Autos, sodass wir gar nicht so schnell zurücksetzen konnten. Also saßen wir da, mussten lachen und konnten kaum glauben, dass der Kruger uns wirklich noch mit so einer Szene verabschiedet.
    Nach einem letzten Tankstopp in Skukuza ging es dann schweren Herzens weiter zum Flughafen. Auto abgeben, einchecken, warten – alles lief völlig entspannt und fast so, als würden wir privat betreut werden. Jetzt sitzen wir an unserem kleinen „Gate“, mitten in einer grünen Oase, hören das Wasser plätschern und lassen die letzten Tage noch einmal Revue passieren.

    Unser Traum, die Big Five während unserer Flitterwochen zu sehen, ist wahr geworden. Wir haben seltene Tiere gesehen, wunderschöne Landschaften entdeckt und besondere Begegnungen erlebt, die wir nie vergessen werden. Fast 1.000 Kilometer sind wir durch den Kruger gefahren und haben rund 60 Stunden im Auto verbracht.
    Diese Woche hat uns berührt, überrascht, begeistert und immer wieder sprachlos gemacht. Der Kruger war wild, wunderschön, manchmal rau und doch voller Magie. Ein Ort, den wir mitnehmen – nicht im Koffer, sondern im Herzen.

    Jetzt geht unsere Reise weiter zum nächsten Stopp – in eine Stadt, in der einst Goldgräber ihr Glück suchten.

    🇿🇦 Dankie (Afrikaans) = Danke
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  • Der Busch schenkt uns noch einen Abend

    1 juli, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 26 °C

    Wie immer, wenn ein Campwechsel ansteht, begann der Morgen sehr früh: Sachen in den Koffer, alles ins Auto verladen, den Schlüssel noch schnell in den Kasten werfen – und raus auf Safari.
    Zuerst fuhren wir noch einmal zu der Stelle, an der wir gestern kurz vor Sonnenuntergang die Löwen entdeckt hatten. Und tatsächlich: Sie lagen wieder dort. Was für ein cooler Start in den Tag. Danach ging es weiter auf die S21 und anschließend auf die S114. Das Wetter war zunächst eher grau und ungemütlich, deshalb blieben die Sichtungen auf dieser Strecke etwas ruhiger.
    Einen Stopp machten wir am Stevenson-Hamilton Memorial. Er war der erste Wildhüter des damaligen Schutzgebiets und gilt als eine der prägenden Figuren in der Geschichte des Kruger-Nationalparks. Von den Einheimischen bekam er den Spitznamen „Skukuza“, was sinngemäß „der, der sauber fegt“ bedeutet – weil er konsequent gegen Wilderei vorging und das Schutzgebiet mit aufbaute.
    Danach hielten wir noch am Mathekenyane Lookout. Von dort hatten wir einen fantastischen Panoramablick über die weite Buschlandschaft des südlichen Kruger-Nationalparks. Anschließend ging es zurück ins Skukuza Camp, wo wir erst Mittag aßen und dann in unsere Safari Lodge eincheckten – der komfortablere Abschluss unserer Kruger-Zeit.
    Am Nachmittag entschieden wir uns, die letzten zwei Stunden noch einmal im Abendlicht rauszufahren. Auf dem Weg zur H1-4 sahen wir Ranger, die kontrolliert Feuer legten. Im Kruger gehört dieses sogenannte Management Burning zur Pflege der Savanne: Kleine, gezielte Brände verhindern große unkontrollierbare Buschfeuer, schaffen eine natürliche Patchwork-Landschaft und helfen dabei, dass nach kurzer Zeit frisches, nährstoffreiches Gras nachwächst.
    Auf unserer letzten Abendrunde sahen wir dann noch einmal unglaublich viele Tiere auf einmal – fast so, als wollte sich der Kruger gebührend von uns verabschieden. Glücklich fielen wir am Abend endlich in ein Bett ohne Besucherritze, sodass wir nach den einfachen Camp-Nächten endlich wieder ganz normal kuscheln konnten.
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  • Bis zur Crocodile Bridge und zurück

    30 juni, Zuid-Afrika ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute entschieden wir uns, noch einmal Richtung Lower Sabie aufzubrechen. Schon unterwegs wurde es direkt unterhaltsam. Erst stand urplötzlich ein wirklich riesiges Hippo im Wald und wirkte fast, als wäre es auf Patrouille. Kurz darauf beanspruchte eine Gruppe Baboons die Straße für sich und blockierte unseren Weg – Straßensperre im Kruger-Style. Irgendwann ließen sie uns dann aber doch weiterfahren.
    Kurz danach entdeckten wir in der Ferne Elefanten, die den Sabie River überquerten. Also düsten wir schnell weiter zu unserer Lieblingsbrücke hinter dem Lower Sabie Rest Camp. Die Babys waren zwar schon auf der anderen Seite angekommen, doch der Anblick der großen Tiere war trotzdem unglaublich beeindruckend.
    Weiter ging es Richtung Crocodile Bridge und von dort aus wieder zurück. Später legten wir am Sabie River noch einmal eine längere Pause ein, denn im Sand schliefen acht Löwen. Danach hielten wir kurz an der Nkuhlu Picnic Site und holten uns einen Espresso, weil uns langsam doch die Müdigkeit einholte.
    Im Anschluss fuhren wir über die kleineren Straßen zurück Richtung Skukuza. Besonders in der Abendsonne lag ein wunderschönes, warmes Licht über der Landschaft. Und dann hatten wir noch einmal richtig Glück: Zwei Löwen aus nächster Nähe – beim Babys machen. Aus Privatsphäregründen gibt es natürlich erst Bilder danach.
    Pünktlich zum Gate Closing kamen wir wieder im Camp an. Zum Abschluss des Tages ging es ins Cattle Baron, um das berühmte Chateaubriand-Steak zu essen. Und was sollen wir sagen: Es war unglaublich gut.
    Anschließend machten wir, wie jeden Tag, noch einen kurzen Abstecher zum Camp-Shop, um unsere Vorräte für den nächsten Tag aufzufüllen.
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  • Skukuza, aber mit Umweg

    29 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 29 °C

    Der Morgen begann mit einem wunderschönen Sonnenaufgang hinter den Bergen, als wir Pretoriuskop verließen und uns wieder auf den Weg machten.
    Unsere erste Strecke führte uns noch einmal über die Voortrekker Road, da uns diese gestern so gut gefallen hatte. Diesmal entdeckten wir dort nur die leuchtenden Augen eines Schakals, dafür begegneten uns aber auch wieder die Rotwangenhornraben. Anschließend fuhren wir weiter nach Afsaal, wo wir gemütlich frühstückten.
    Danach wollten wir eigentlich über die S114 weiter in Richtung Skukuza fahren. Irgendwie landeten wir am Ende aber wieder auf der H2-2 und kamen noch einmal in Afsaal heraus. Ein kleiner Umweg, aber einer, der sich gelohnt hat, denn unterwegs hatten wir einige richtig schöne Sichtungen.
    Also suchten wir uns eine neue Offroad-Route nach Skukuza. Eine ganze Weile passierte nicht viel. Es war Mittagszeit, viele Tiere hatten sich zurückgezogen. Doch dann verrieten plötzlich wieder zahlreiche Autos am Straßenrand, dass es etwas Besonderes zu sehen gab. Und tatsächlich: Im Schatten lag eine Gepardenmama mit ihren drei Jungen.
    Wir machten es uns im Auto gemütlich, legten eine Mittagspause ein und beobachteten die Tiere in aller Ruhe. Sogar eine Landschildkröte entdeckten wir noch am Wegesrand. So könnten Mittagspausen wirklich öfter aussehen.
    Anschließend ging es weiter ins Skukuza Rest Camp – diesmal wirklich. Wir schauten uns nur kurz unsere Unterkunft für die nächsten zwei Tage an und fuhren direkt wieder los. Die nächste Sichtung wartete schließlich irgendwo da draußen.
    Rund um Skukuza merkte man sofort, dass hier mehr los ist. Wir sahen sogar die Polizei am Straßenrand stehen, wie sie mit einem Lasergerät die Geschwindigkeit kontrollierte. Ein Anblick, mit dem wir mitten im Kruger irgendwie nicht gerechnet hatten.
    Wir fuhren noch schnell bis zum Paul Kruger Gate, durften kurz aus dem Park hinaus und schauten uns die Paul-Kruger-Statue an. Tatsächlich konnten wir auf dem Rückweg noch einige schöne Tierbeobachtungen erhaschen, bevor dieser lange, volle und wunderschöne Safari-Tag langsam zu Ende ging.
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  • Fünf auf einen Streich

    28 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 24 °C

    Überall im Kruger stehen Tafeln, auf denen Besucher ihre Tiersichtungen markieren können. Nur bei Nashörnern ist das anders. Ihre Standorte werden aus Sicherheitsgründen bewusst nicht öffentlich eingetragen, denn sie sind stark gefährdet. Und ausgerechnet dieses besondere Tier fehlte uns noch, um unsere Big 5 komplett zu machen – ein Wunsch, der sich heute alles andere als selbstverständlich anfühlte.
    Noch im Dunkeln machten wir uns auf den Weg. Mit der Taschenlampe suchten wir nach leuchtenden Augen zwischen den Gräsern und entdeckten immer wieder kleine Tiere, die sich in den Hügeln versteckten und die wir kaum zuordnen konnten. Langsam wurde es heller, über den Bergen hing der Nebel und alles fühlte sich still und geheimnisvoll an.

    Während ich links aus dem Fenster die Landschaft absuchte, sagte Sascha plötzlich: „Dort auf der Straße – ein Rhino!“ Am Ende der Straße stand tatsächlich ein Nashorn und blickte in unsere Richtung. Rechts am Wegesrand sahen wir ein zweites Nashorn davonlaufen, während das andere die Straße überquerte und einen großen Bogen um uns machte. Man merkte sofort, wie scheu diese Tiere sind. Wer weiß, was sie bereits erleben mussten.
    Sascha wendete und tatsächlich überquerte es kurz darauf noch einmal vorsichtig direkt vor uns die Straße, um zu seinem Weggefährten zurückzulaufen. Es war einer dieser Momente, die man wahrscheinlich nie wieder vergisst.
    Nur wenige Meter weiter holte uns die raue Seite der Wildnis wieder ein. Hyänen hatten einen Kadaver gefunden, zerrten daran und spielten damit. Der Geruch war kaum auszuhalten und der Anblick alles andere als schön, aber auch das gehört hier dazu.

    Nach einem Frühstück in Afsaal fuhren wir im Regen weiter. In Berg-en-Dal legten wir dann nur einen kurzen Toilettenstopp ein, denn die Zeit saß uns im Nacken und wir hatten an diesem Tag schon viele Kilometer hinter uns.
    Auf dem Rückweg sammelten wir noch einmal unzählige Eindrücke. Am Ende konnten wir tatsächlich alle Big 5 an einem Tag sehen – auch wenn wir uns beim Leoparden nicht ganz sicher waren, weil das Tier so schnell vor uns über die Straße huschte, dass es vielleicht auch ein Gepard gewesen sein könnte.

    Ein Tag voller Gänsehautmomente – und am Ende waren unsere Big 5 komplett. Genau solche Momente waren der Grund, warum wir unsere Flitterwochen im südlichen Afrika verbringen wollten.
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  • Fast Food in the Wild

    27 juni, Zuid-Afrika ⋅ ⛅ 23 °C

    Gegen 5.30 Uhr beobachtete ich einen Käfer, der Fliegen fing. Ziemlich witzig - hier beginnt die Safari direkt in der Dusche.
    Danach packten wir unsere sieben Sachen wieder in den Koffer und machten uns direkt auf den Weg zum Gate. Draußen hing noch dichter Nebel. Die ersten Kilometer sahen wir kaum Tiere, dafür riesige Spinnennetze voller Tau, die fast mystisch wirkten. Irgendwann ging es offroad weiter in Richtung Pretoriuskop. Lange passierte nicht viel – außer, dass sich die Landschaft um uns herum veränderte. Als wir nach einiger Zeit wieder mehrere Autos am Wegesrand sahen, war sofort klar: Hier gibt es etwas zu sehen. Und tatsächlich – Löwen. Sie lagen tief im Gras und waren kaum zu erkennen, aber sie waren da. Also blieben wir. Aus ein paar Minuten wurden am Ende zwei Stunden. Wir frühstückten im Auto, unterhielten uns mit anderen Fahrern und warteten geduldig auf den perfekten Blick. Und irgendwann war es einfach unser Moment: Big Five Nummer 4 - der Löwe.
    Auf dem weiteren Weg wurde die Landschaft wieder dichter, grüner, grasreicher und voller Bäume. Es ist richtig spannend, wie unterschiedlich der Kruger an verschiedenen Orten sein kann – fast so, als würde man durch mehrere kleine Welten fahren.
    Nach insgesamt acht Stunden Fahrt erreichten wir schließlich das Pretoriuskop Rest Camp. Schon beim Betreten unseres Bungalows fiel uns auf, dass hier alles einen deutlich besseren Eindruck machte als im Lower Sabie Rest Camp. Die Unterkünfte sind zwar nahezu identisch aufgebaut, doch durch die Renovierung wirkte hier alles frischer und gepflegter. Vielleicht hatten wir in Lower Sabie einfach Pech. Umso mehr freuten wir uns über unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte. Den restlichen Nachmittag ließen wir deshalb ganz entspannt ausklingen.
    Zur Stärkung ging es dann noch ins Wimpy – vermutlich das coolste Fast-Food-Restaurant, weil es einfach mitten in einem Camp im Kruger Nationalpark steht. Schon verrückt.
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  • Von der Dämmerung bis zur Dunkelheit

    26 juni, Zuid-Afrika ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach einer kurzen Nacht in unserem wackeligen Bett ging es für uns früh wieder raus. Schon bei der Ankunft am Abend zuvor hatten wir nur grob erkennen können, wo wir eigentlich übernachten würden. Es roch merkwürdig, unter dem Reetdach hingen riesige Spinnweben und hier und da lagen tote Tiere herum. Die staatlichen Camps scheinen eher Basislager als Wohlfühlunterkünfte zu sein, aber zum Schlafen reicht es. Und die eigentliche Magie wartet ja sowieso draußen.
    Pünktlich zum Gate Opening um 6 Uhr fuhren wir zum Sunset Dam, um Nilpferde und Krokodile in der Dämmerung zu beobachten. Kurz darauf glaubte Sascha, ein Nashorn über die Straße laufen gesehen zu haben, doch so sehr wir auch suchten, wir fanden es nicht wieder. Was es genau war, bleibt also offen – und die Suche nach dem Nashorn geht weiter.
    Danach folgten wir dem Sabie River und entdeckten unterwegs viele bunte Vögel. Im Nkuhlu Camp legten wir eine Frühstückspause ein und wurden dabei direkt wieder gut unterhalten: Im Shop erwischten wir einen Affen, der ganz frech Nüsse klaute. Ein ziemlich witziger Moment mitten im Busch.
    Weiter ging es in Richtung Tshokwane. Nur kurze Zeit später hatten wir unglaubliches Glück: Gleich sechs Rotwangen-Hornraben, die als gefährdet gelten, liefen direkt vor uns über den Boden. Weil Sichtungen dieser Art dokumentiert werden, um die Population im Blick zu behalten, fühlte sich dieser Moment noch besonderer an. Vielleicht waren sie gerade auf der Suche nach Schlangen oder anderer Beute im hohen Gras.
    Nach einem kurzen Stopp im Tshokwane Camp fuhren wir zurück in Richtung Sabie River und weiter Richtung Crocodile Bridge. Auf dem Weg dorthin entdeckten wir sogar einen Löwen im Gebüsch. Noch war es nicht die perfekte Sichtung, aber immerhin ein weiterer kleiner Vorgeschmack auf die Big Five.
    Den Sonnenuntergang erlebten wir schließlich auf der Brücke über den Sabie River, bevor wir pünktlich zum Gate Closing zurück im Camp waren. Eigentlich hätte der Tag damit schon voll genug sein können – aber spontan entschieden wir uns noch für einen Night Drive.
    Mit dem Geländewagen und starken Scheinwerfern ging es 20 Uhr auf nächtliche Pirsch. Wir entdeckten ein Chamäleon, einen alleinstehenden und besonders gefährlichen Büffel, eine Hyäne, Nilpferde, Hasen, Elefanten und konnten sogar beobachten, wie Schakale ein Impala jagten - ein guter Abschluss eines ereignisreichen Tages.
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  • Wild Card to Wildlife

    25 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 26 °C

    Am Skukuza Airport angekommen, konnten wir direkt verstehen, warum dieser kleine Flughafen mitten im Kruger Nationalpark von Forbes einmal zum schönsten Flughafen der Welt gekürt wurde. Statt Hektik und Menschenmassen erwarteten uns Natur, Ruhe und sofort dieses besondere Safari-Gefühl.

    Nachdem wir unser Mietauto für die nächsten Tage abgeholt hatten, wurden Kamera und Fernglas griffbereit gemacht und dann ging es auch schon direkt auf unsere erste Safari.
    Obwohl die reine Fahrt bis zu unserem ersten Camp nur etwa 1,5 Stunden dauern sollte, waren wir insgesamt drei Stunden unterwegs und erreichten das Lower Sabie Camp tatsächlich erst pünktlich zum Gate Closing.
    Was wir auf dieser ersten Fahrt bereits erleben durften, können wir selbst kaum glauben. Das absolute Highlight kam völlig unerwartet: Wir fuhren gemütlich mit etwa 25 km/h durch die Landschaft, als ich plötzlich direkt in die Augen eines Leoparden schaute. Für einen Moment blieb mein Herz stehen und Sascha musste sofort bremsen und anhalten.
    Der Leopard blinzelte mir ganz gelassen zu – ehrlich gesagt fast so, wie Monty es Zuhause macht – und lief anschließend nur wenige Meter an unserem Auto vorbei, als wäre das die selbstverständlichste Sache der Welt. Das Verrückteste daran: Nur wenige Minuten zuvor hatten wir noch darüber gesprochen, dass ein Leopard wahrscheinlich das schwierigste Tier der Big Five sein würde. Und plötzlich kam er gelaufen. Ich habe am ganzen Körper gezittert. Dieser Moment war so surreal, dass wir ihn niemals vergessen werden. Damit haben wir heute tatsächlich Nummer 3 der Big Five gesehen – und einen Safari-Moment erlebt, von dem wir wohl noch sehr lange erzählen werden.
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  • Danke Kapstadt - für alles

    25 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 22 °C

    Unglaublich, dass wir inzwischen schon seit 16 Tagen unterwegs sind. Über zwei Wochen voller neuer Orte, Begegnungen, Eindrücke und unvergesslicher Momente. Jeden Tag durften wir etwas Neues entdecken, lernen und erleben – und genau das macht es besonders.
    Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Ganz im Gegenteil – Kapstadt hat uns mit ihrer Herzlichkeit, ihrer Schönheit und ihrer besonderen Atmosphäre verzaubert. Wer weiß, vielleicht werden wir eines Tages sogar einmal für längere Zeit hier bleiben. So sehr hat es uns gefallen.

    Während wir zwei Mal mit dem Auto aus der Innenstadt hinaus ins Umland gefahren sind, strömten uns viele Menschen morgens entgegen und abends war es genau umgekehrt. Besonders beeindruckend war dabei zu sehen, wie teilweise bis zu 20 Menschen in oder sogar an einem Auto Platz fanden, nur um mitfahren zu können. Ein Bild, das für uns völlig ungewohnt war und uns gezeigt hat, wie unterschiedlich das Leben in anderen Teilen der Welt sein kann.
    Und dann das Essen… Wir können kaum in Worte fassen, wie unglaublich gut wir hier gegessen haben.

    Nun sitzen wir am Flughafen. Nach nur einer halben Stunde waren wir bereits am Gate, das Boarding verlief genauso entspannt. Im Flugzeug kam gerade die Überraschung, wir sitzen tatsächlich in der ersten Reihe der “Business Class”!

    Auf zu neuen Abenteuern! Die Vorfreude auf die nächsten Tage könnte kaum größer sein. Und natürlich hoffen wir ganz besonders, unsere Big 5 endlich zu komplettieren.
    Was für eine unglaubliche Reise das bisher schon war – und das nächste Kapitel wartet bereits auf uns.
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  • Ubuntu im Herzen von Langa

    24 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute ist unser letzter Tag in Kapstadt, bevor es für uns weitergeht. Und nachdem wir bisher vor allem die schönen Seiten dieser Stadt kennenlernen durften, war es Zeit, auch noch einmal genauer hinzuschauen. Denn hinter der Schönheit dieser Stadt steckt eine komplexe Realität.
    Nachdem wir Daisy wieder bei Ryan abgegeben hatten, fuhren wir mit dem Uber nach Langa, in eines der ältesten Townships Kapstadts. Dort verbrachten wir den Vormittag mit Luvuyo Mpoza, einem 39-jährigen Local, der uns sein Viertel zeigte. Nicht als Sehenswürdigkeit, sondern als den Ort, an dem Menschen wohnen, arbeiten, lachen, hoffen und ihren Alltag leben.
    Langa entstand bereits in den 1920er-Jahren unter der damaligen Segregationspolitik, lange bevor die Apartheid offiziell eingeführt wurde. Es ist schon krass, wie stark Kapstadt bis heute geografisch von der Vergangenheit geprägt ist. Viele Menschen aus den Townships arbeiten tagsüber in den wohlhabenderen Gegenden der Stadt, während sie selbst in Vierteln leben, in denen Strom, Wohnraum und grundlegende Versorgung bis heute keine Selbstverständlichkeit sind.
    Heute leben in Langa ungefähr 80.000 Menschen. Während wir durch das Viertel liefen, versuchten, die vielen Eindrücke irgendwie einzuordnen. Immer wieder hörten wir dabei auch isiXhosa. Eine Sprache, die für ihre besonderen Klicklaute bekannt ist. Auch Nelson Mandela kam übrigens aus der Xhosa-Kultur.
    Je länger wir durch Langa liefen, desto mehr merkten wir, dass dieser Ort nicht nur von seinen Herausforderungen geprägt ist. Da war auch etwas anderes. Ein starker Zusammenhalt. Menschen kennen sich, grüßen sich, helfen einander und tragen vieles gemeinsam. Es war schwer in Fotos festzuhalten, aber man konnte es spüren. Luvuyo erzählte uns, dass es dafür ein Wort gibt: Ubuntu. Sinngemäß bedeutet es: „Ich bin, weil wir sind.“
    Als wir ihn fragten, was er sich für Langa wünschen würde, antwortete er ganz schlicht: dass jeder hier anfängt zu arbeiten. Ein einfacher Satz, der mehr ausdrückt, als es auf den ersten Blick scheint.
    Nach dieser emotionalen Tour fuhren wir gemeinsam mit ihm in einem Township-Bus zurück Richtung Innenstadt, ins Central Business District (CBD) und stiegen dort in einen anderen Bus nach Sea Point um.

    Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass uns hier keine fremde Welt begegnet ist, sondern Menschen, die dieselben Wünsche, Ängste und Hoffnungen teilen wie wir – nur unter anderen Lebensbedingungen.
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  • Wie in Fluch der Karibik: Die Flying Dutchman

    23 juni, Zuid-Afrika ⋅ 🌬 16 °C

    Raue Küste, starke Wellen, weite Ausblicke und dieses besondere Gefühl, an einem der bekanntesten Punkte Südafrikas zu stehen – das war das Kap der Guten Hoffnung für uns.
    Der Legende nach soll hier irgendwo die „Flying Dutchman“ unterwegs sein – ein Geisterschiff, das einst am Kap in einen schweren Sturm geriet und seitdem dazu verdammt ist, für immer über die Meere zu segeln. Gesehen haben wir es nicht – aber die Stimmung dort passte definitiv zu dieser Geschichte. Besonders beeindruckt haben uns die riesigen Kelpwälder vor der Küste. Schon von Weitem waren die dunklen Muster der gewaltigen Algen auf der Wasseroberfläche zu erkennen – ein faszinierendes und einzigartiges Ökosystem. Trotz wechselhaftem Wetter war es ein schöner Nachmittag.
    Zurück fuhren wir über den Chapman’s Peak Drive. Leider hat es geregnet und ehrlich gesagt waren wir am Ende ein bisschen enttäuscht. Die Straße wird überall extrem angepriesen, aber für uns kam sie definitiv nicht an die Küstenstraße Richtung Hermanus ran.
    Trotzdem ging damit ein wundervoller Tag voller Eindrücke, kleiner Überraschungen und besonderer Momente zu Ende.
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  • Plötzlich standen wir doch noch vor einer Kapkobra

    23 juni, Zuid-Afrika ⋅ 🌬 16 °C

    Anschließend machten wir einen kurzen Halt auf der Cape Point Ostrich Farm – einer produktiven, familiengeführten Straußen-Zuchtfarm.
    Dort bekamen wir eine Tour von einem lieben Opi, der uns super viel über Strauße erzählte und uns anschließend über die Farm führte. Nachdem wir die jungen Strauße gesehen hatten, meinte er plötzlich, dass er uns auch noch Reptilien zeigen könne.
    Kurz darauf standen wir vor giftigen Schlangen, Echsen, Krokodilen und Schildkröten. Für mich war ein kleines Highlight dabei: Ich habe endlich eine Kapkobra gesehen, was ich mir schon lange gewünscht hatte.
    Nebenbei erzählte er uns einige wilde Geschichten. Zum Beispiel musste wohl erst eine Woche zuvor einem Fotografen ein Finger amputiert werden, nachdem er beim Fotografieren einer Schlange gebissen wurde. Spätestens danach gingen wir mit dem Gefühl raus, dass die wirklich giftigen Schlangen hier nicht nur irgendwo weit weg leben, sondern theoretisch überall dort sein könnten, wo wir gerade entlanglaufen.
    Nach diesem unerwartet spannenden Stopp ging es für uns weiter zum Kap der Guten Hoffnung.
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  • Hören wir da etwa Esel rufen?

    23 juni, Zuid-Afrika ⋅ 🌬 16 °C

    Unser Tag startete heute zum Glück wieder ganz entspannt. Relativ zeitig machten wir uns auf den Weg raus aus Kapstadt und fuhren weiter in Richtung Muizenberg.
    Unterwegs stand dann erstmal ein kleiner Tankstopp an. Nachdem wir in Namibia teilweise schon nur 1,20€ pro Liter Benzin bezahlt haben, haben wir heute in Südafrika für 1,40€ pro Liter getankt. Diese Preise fühlen sich einfach verrückt an, wenn man bedenkt, dass Benzin zurzeit in Deutschland deutlich teurer ist. Danach ging es weiter zu einem Ort, auf den wir uns schon richtig lange gefreut haben: Boulders Beach mit den Afrikanischen Pinguinen. Die Pinguinkolonie dort gibt es erst seit den 1980ern. Besonders cool: Sie sind die einzige Pinguinart, die auf dem afrikanischen Kontinent brütet. Zwischen den Bäumen haben wir außerdem wieder richtig viele Dassies gesehen. Diese kleinen flauschigen Felsbewohner, die aussehen wie übermotivierte Meerschweinchen, sind einfach unfassbar niedlich.Meer informatie

  • Umzingelt von Walen

    22 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 17 °C

    Der Morgen begann deutlich hektischer als geplant. Für 7.30 Uhr hatten wir die Fahrzeugübergabe mit Jimny’s Car Hire vereinbart, also blieb keine Zeit für ein entspanntes Frühstück. Stattdessen nahmen wir es kurzerhand mit, sprangen in ein Uber und schafften es tatsächlich pünktlich zum Treffpunkt. Nur leider war dort niemand da. Während wir zunächst etwas ratlos vor verschlossener Tür standen, half uns schließlich ein Kfz-Mechatroniker weiter und gab uns eine Telefonnummer. Nach einem kurzen Anruf stellte sich heraus, dass Ryan unsere Buchung vergessen hatte und noch am Flughafen festsaß. Die Fahrt von dort dauert normalerweise etwa 40 Minuten, im Berufsverkehr jedoch gut eine Stunde oder länger. Also blieb uns nichts anderes übrig, als zu warten. Und zu warten. Und noch ein bisschen länger zu warten. Als Ryan schließlich ankam, ging plötzlich alles ganz schnell – vermutlich die schnellste Autoübergabe unseres Lebens. Kurz darauf saßen wir bereits im Jimny und machten uns auf den Weg nach Hermanus.

    In der Walker Bay können verschiedene Walarten gesichtet werden, unter anderem Südliche Glattwale, Buckelwale und Brydewale. Gesehen haben wir vor allem die Stars von Hermanus: Südliche Glattwale – echte Giganten, die bis zu 18 Meter lang werden können. Sie kommen jedes Jahr aus den kalten Gewässern der Antarktis in die geschützte Bucht vor Hermanus, um ihre Jungen zur Welt zu bringen, bevor sie später wieder weiterziehen. Besonders berührend war, dass wir sogar eine kleine Walfamilie sehen konnten, deren Kalb wohl erst vor Kurzem geboren wurde. Teilweise kamen die Wale bis auf etwa zwei Meter an unser Boot heran. Um uns herum tauchten immer wieder Rücken, Flossen und Schwanzflossen aus dem Wasser auf, sodass wir uns irgendwann fast komplett umzingelt fühlten.
    Das absolute Highlight: ein Wal, der direkt vor uns aus dem Wasser sprang. Für einen Moment erhob sich dieser gigantische Körper aus dem Meer, bevor er mit voller Kraft wieder eintauchte. Wir waren einfach nur sprachlos. Was für ein besonderer Moment auf unserer Reise!

    Während die Hinfahrt über den Houw Hoek Pass vor allem von Weinregionen und der beeindruckenden Berglandschaft des Westkaps geprägt war, zeigte uns die Rückfahrt entlang der Küste noch einmal eine ganz andere Seite der Region. Steile Felsen, das tiefblaue Meer und unzählige Aussichtspunkte machten jeden Kilometer zu einem Erlebnis und zeigten uns einmal mehr, wie vielfältig diese Landschaft ist.

    Nach der Rückfahrt durch die Rushhour parkte Sascha den Jimny seitwärts ein, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Danach liefen wir noch zum Mojo Market, um dort etwas zu Abend zu essen. Dieser Vibe … wir sind immer noch völlig hin und weg von dieser wunderschönen Stadt.
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  • Ein ziemlich lekkerer Nachmittag

    21 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☁️ 19 °C

    Danach ging es für uns zum Oranjezicht City Farm Market. Dort dreht sich alles um lokale Lebensmittel, Urban Farming, kleine Produzenten, nachhaltiges Einkaufen und vor allem um richtig gutes Streetfood.
    Und genau das hat uns komplett beeindruckt. Nachdem wir erst dieses Jahr den Borough Market in London besucht hatten und auch schon die Markthal in Rotterdam gesehen haben, waren wir uns ziemlich schnell einig: Dieser Markt hier gehört für uns ganz klar auf Platz 1.
    Natürlich durfte auch ein Stück Südafrika für Zuhause nicht fehlen. Für Sascha stand daher noch ein ganz besonderes Souvenir auf der Liste: das aktuelle Trikot der südafrikanischen Nationalmannschaft. Also machten wir uns anschließend auf den Weg ins Victoria Wharf Shopping Centre, schlenderten ein bisschen durch die Mall und wurden am Ende tatsächlich noch fündig. Gar nicht so einfach, denn das Trikot scheint aktuell ziemlich gefragt zu sein.
    Weiter ging es mit einem Spaziergang entlang der V&A Waterfront – eine richtig schöne Gegend mit viel Leben und einer tollen Atmosphäre.
    Zurück zu unserer Unterkunft ging es dann wieder mit dem Uber. Und auch das muss man wirklich sagen: Alle Uber-Fahrer waren bisher richtig cool. Wir hatten jedes Mal spannende Gespräche. Viele wollten etwas über Deutschland wissen und nebenbei haben wir noch einige gute Tipps bekommen, was wir in Kapstadt unbedingt noch machen oder ausprobieren sollten.

    💡 „Lekker“ ist Afrikaans und bedeutet so viel wie schön, gut oder einfach genau richtig
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  • Der schönste Blick auf die Mother City

    21 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute wurden wir vom Duft frischer Croissants geweckt und haben anschließend gefrühstückt wie Könige. Es gab sogar eine Privatköchin in unserem wundervoll eingerichteten Gästehaus.
    Eigentlich hatte die Wetter-App Dauerregen und 15 Grad angesagt, aber zum Glück kam alles ganz anders. Wir wurden von Sonnenschein überrascht und haben die Chance direkt genutzt, um mit der Seilbahn auf den Tafelberg zu fahren. Der Berg sieht mit seiner flachen Form wirklich aus wie eine riesige Tischplatte.
    Oben angekommen sind wir eine große Runde über das Plateau gelaufen. Der Ausblick war einfach insane: Vor uns lagen Kapstadt (von den Südafrikanern liebevoll „Mother City“ genannt), das Meer, der Lion’s Head und sogar Robben Island.
    Zwischen den Felsen haben wir dann auch noch Dassies gesehen.
    Definitiv ein Ort, den man gesehen haben muss.
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  • Lori: “Cape Town is female”

    20 juni, Zuid-Afrika ⋅ ☀️ 27 °C

    Im Flugzeug starteten wir die 7. Staffel von Last One Laughing und dadurch vergingen die drei Stunden Flug richtig schnell.
    In Kapstadt angekommen, wurden wir von Lori erwartet – einer unglaublich sympathischen Frau, die mit so viel Emotion von ihrer Stadt erzählte, dass wir es kaum erwarten konnten, mehr davon zu erleben. Sie fühlt sich so sehr mit Kapstadt verbunden, dass sie sich sogar den Tafelberg tätowieren ließ. Außerdem hat sie Schwiegereltern in Deutschland, schwärmte vom deutschen Essen und bezeichnete sich selbst als Südafrikas größten Helene-Fischer-Fan.
    Schon nach wenigen Minuten hatten wir das Gefühl, direkt eine erste Einführung in Kapstadt zu bekommen. So vergingen die 40 Minuten Fahrt zum Pineapple House Boutique Hotel super schnell.
    Auf dem Weg fuhren wir direkt an Townships am Straßenrand vorbei. Lori erzählte, dass viele Menschen aus anderen Regionen hierherkommen, um in der Stadt zu arbeiten und Geld nach Hause zu schicken. Manche leben dabei ohne Strom und fließendes Wasser.
    Wir fuhren außerdem über den Nelson Mandela Boulevard, von dem man in Richtung Robben Island blicken kann – die Insel, auf der Mandela 18 seiner insgesamt 27 Jahre Haft verbrachte.
    Und als wäre diese Stadt nicht ohnehin schon spannend genug, wurde hier auch medizinische Geschichte geschrieben: In Kapstadt fand die weltweit erste erfolgreiche Herztransplantation von Mensch zu Mensch statt.
    Am Pineapple House angekommen, wartete direkt die nächste schöne Überraschung auf uns: ein wunderschönes Gästehaus in Sea Point und sogar ein Upgrade für unser Zimmer.
    Zum Abendessen erfüllten wir uns dann endlich wieder einen kleinen Wunsch und bestellten Nando’s über Uber Eats. Nicht vergleichbar mit London, aber auf seine eigene afrikanische Art richtig gut.

    💡 Die Menschen in Cape Town sagen, die Stadt müsse eine Frau sein: eben noch sonnig und sanft, im nächsten Moment wild und windig
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  • Zwischen Wasserfällen und Wildnis

    20 juni, Zimbabwe ⋅ ⛅ 24 °C

    Simbabwe und Sambia haben uns wirklich positiv überrascht. Wir wussten vorher nicht genau, was uns erwarten würde, aber die letzten vier Tage waren unglaublich schön und werden uns ganz sicher in Erinnerung bleiben.
    In unserer Honeymoon Suite mit dem riesigen 3-Meter-Bett, umsäumt von Gardinen, haben wir wunderbar geschlafen und uns rundum wohlgefühlt. Frühstück und Abendessen gab es meistens unter dem Heizpilz - gemütlich und passend.
    Was uns aber besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Menschen in Simbabwe. Fast überall wurden wir freundlich begrüßt und manche bedankten sich sogar dafür, dass wir uns entschieden haben, ihr Land zu bereisen.
    Einer der verrücktesten Fakten bleibt für uns, dass in der Trockenzeit sogar Hippos in die Stadt kommen können, um nach Futter zu suchen. Nach allem, was wir über diese Tiere gelernt und gesehen haben, ist es kaum vorstellbar, mit so gefährlichen Tieren so nah zusammenzuleben.
    Und jetzt heißt es wieder: Koffer packen, Abschied nehmen und weiter ins nächste Abenteuer – Südafrika wartet.
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  • Gleich zwei Big-Five-Momente

    19 juni, Zimbabwe ⋅ ☀️ 28 °C

    Tag 10 unserer Flitterwochen startete ganz entspannt: Wir schliefen aus, frühstückten spät und genossen die Sonne am Pool.
    Am Nachmittag wurde es dann wieder aufregend. Nachdem wir gestern mit dem Nilpferd und dem Krokodil zwei der gefährlichsten Tiere Afrikas – nach der Mücke – gesehen hatten, wollten wir wissen, welche Tiere Simbabwe noch für uns bereithält. Also ging es für uns auf einen Game Drive in den Chamabondo-Teil des Zambezi-Nationalparks.
    Wir wurden mit einem offenen Safari-Auto abgeholt und hatten sogar eine private Tour nur für uns zwei. Schon nach kurzer Zeit erlebten wir unseren ersten besonderen Big-Five-Moment: Afrikanische Elefanten in freier Wildbahn. Besonders beeindruckend war eine Herde, die sehr wachsam wirkte und ihr Baby schützend in der Mitte hielt. Unser Guide vermutete, dass vielleicht ein Löwe in der Nähe war. Gehört haben wir ihn später tatsächlich, gezeigt hat er sich aber leider nicht.
    Das zweite Highlight der Tour war dann der Büffel – ein weiterer Vertreter der Big Five. Afrikanische Büffel gelten als extrem stark, wachsam und unberechenbar. Auch ihn in freier Wildbahn zu sehen, war deshalb ein besonderer Moment.
    Zum Sonnenuntergang hielten wir schließlich an einem Wasserloch. Dort gab es ein Picknick mitten in der Natur – ein wunderschöner Abschluss für diese spontane Safari.
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  • Dinner zwischen Nilpferden und Krokodilen

    18 juni, Zambia ⋅ ⛅ 27 °C

    Am Abend fuhren wir mit dem Boot über den Fluss, der nur wenige Kilometer weiter mit unglaublicher Kraft über die Victoria Falls stürzt. Der Zambesi, Afrikas viertlängster Fluss, schlängelt sich durch mehrere Länder bis in den Indischen Ozean und ist Heimat für unzählige Tiere.
    Besonders beeindruckend waren die vielen Nilpferde, die immer wieder im Wasser auftauchten. Dazu entdeckten wir sogar Krokodile. Es war faszinierend, diese Tiere in freier Natur zu beobachten und gleichzeitig auch ein bisschen unheimlich, wenn man bedenkt, welche Kraft in ihnen steckt.
    Während es langsam dunkel wurde, wurde das 4-Gänge-Menü serviert. Besonders in Erinnerung geblieben ist uns wieder der salzig-saure Crunch der knusprig frittierten Kapern zum afrikanischen Fleisch – diese Kombination mochten wir schon die ganze Reise über total gern.
    Zum Abschluss wurden wir sogar noch mit afrikanischem Gesang überrascht – ein wunderschöner Ausklang unserer Bootsfahrt mit Pure Africa.
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