Italy
Graun im Vinschgau

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32 travelers at this place:

  • Day6

    Graun, Reschensee

    May 1, 2014 in Italy ⋅ ⛅ 11 °C

    Der Turm im See
    DER VERSUNKENE TURM IM RESCHENSEE, DAS WAHRZEICHEN DES VINSCHGAU
    Das Wahrzeichen des Vinschgau ist zugleich märchenhaft und faszinierend: Aus dem 6 km langen, klaren Reschensee, vor der Bergkulisse des urigen Langtauferer Tals, ragt einsam ein versunkener Kirchturm. Doch die Geschichte hinter dem bekannten Postkartenmotiv, dem „Turm im See“, ist weit weniger idyllisch: Das romanische Kirchlein aus dem 14. Jahrhundert ist stummer Zeitzeuge einer verantwortungslosen See-Stauung kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

    Seit 1922 wütete in Italien und somit auch in Südtirol der Faschismus. Im Jahre 1939 reichte der Großkonzern "Montecatini" ein Projekt ein, den Reschen- und Graunersee um 22 Meter zu stauen. Die Bevölkerung von Reschen und Graun wurde dabei völlig übergangen. Der ausgebrochene zweite Weltkrieg verzögerte dann allerdings das bereits angefangene Bauvorhaben. Die Bewohner des Oberen Vinschgaues glaubten damit, dieses Schreckgespenst für immer los zu sein. Doch zur Bestürzung der betroffenen Einwohner wurde 1947, nur zwei Jahre nach Kriegsende, von Seiten der Montecatini bekannt gegeben, dass die Arbeiten am Stauprojekt unverzüglich wieder aufgenommen werden.

    1950 im Sommer war es nun soweit. Die Schleusen wurden geschlossen und der Reschensee gestaut. 677 Hektar Grund und Boden wurden überflutet, beinahe 150 Familien wurden ihrer Existenz beraubt, und die Hälfte davon zur Auswanderung gezwungen. Die Entschädigungen waren sehr bescheiden. Die Bewohner von Graun hatte man dann notdürftig in ein Barackenlager am Ausgang des Langtauferertales, das man eiligst aufgestellt hatte, untergebracht. Durch das faschistische Stauprojekt verloren hunderte Familien aus Graun und Reschen ihre Existenz.

    Heute steht der Turm im Reschensee unter Denkmalschutz und ist Wahrzeichen der Gemeinde Graun und ein Publikumsmagnet.
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  • Day2

    Etappe 2: Über den Reschensee nach Meran

    June 15 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Punkt 6 Uhr. Das Kind ist wach und wir machten uns fertig zum Frühstück. Für 8 Uhr war die Abfahrt geplant. „Haben sie irgendwas mit Ärzten zu tun“, fragt die Besitzerin meine erstaunt dreinblickende Ehefrau, die erst nach Sekunden schaltete. „Ach so, äh. Nein. Das auf meinem Shirt ist nur der Name einer Musikband“. Damit könnte die Hausherrin nichts anfangen. In Illertissen scheint diese unbedeutende Band aus Berlin bei der älteren Generation tatsächlich noch nie in Erscheinung getreten zu sein.

    Ne, Sparfüchse sind wir nicht, aber landschaftlich ansprechender ist einfach die Maut- und Vignettenfreie Strecke über Reutte, Imst, Landeck, dem schweizerischen Grenzgebiet bei Nauders und vorbei am Reschensee bis Meran. Das es voll auf den Straßen war, merkten wir schnell. Aber auf der schweizerischen 27 kam dann alles ins Stocken. Mehr als eine Stunde Verzögerung durch eine Baustelle. Dazu kam noch, dass die schweizerischen Grenzer sporadische Kontrollen durchführten. Gott sei dank blieben wir vom ausräumen des mühsam gepackten Kofferraums verschont.

    Eltern und Tochter waren gleichermaßen vom Stau genervt. Und gleichzeitig von den Autofahrern, die sich minutenlang nicht trauten, die Fahrradfahrer zu überholen, die sich die kurvigen Bergstraßen hochquälten. Ein Nachteil des E-Bike-Booms. Alle trauen sich jetzt plötzlich die Serpentinen hochzufahren und sorgen für schleppenden Verkehr. Hm, ist das Ökotourismus wenn ich als Fahrradfahrer „grün“ unterwegs bin, aber den motorisierten Verkehr zwinge den Treibstoff hinter ihm durch Stop and Go noch belastender rauszublasen. Naja.

    Reschensee. Meine Eltern saßen bereits eine Weile im Café am Turm, als wir auf den Parkplatz fuhren. Endlich die Beine vertreten. Die Pause tat gut. Etwas trinken, eine Kleinigkeit essen und die Füße in den See halten. Für den Stausee wurden die Dorfbewohner Anfang der 1940er Jahre enteignet, die Häuser abgetragen und das Gelände geflutet. Nur die denkmalgeschützte Kirche blieb stehen und selbst bei Hochwasser ragt der Turm heraus und ist damit zum Touristenmagnet und Ausflugsziel geworden. Surfer und Kiter sieht man auf dem See und bei Niedrigwasser kann man auf dem künstlich angelegten Damm den Kirchturm umrunden.

    Für die knapp 95 Kilometer benötigten wir mehr als zweieinhalb Stunden und mussten wegen lauter Nörgelei aus den hinteren Sitzen auch nochmal anhalten. Josefine hatte am zweiten Tag keinen Bock mehr auf Autofahren, wir unter diesen Umständen auch nicht. Dazu staute sich der Verkehr immer wieder, weil über Kilometer Traktoren und Mähdrescher den Verkehr verlangsamten und so kamen wir erst um kurz nach fünf am Hotel an. Mein Trost, die Strecke über den Brenner und Bozen muss auch nicht besser gewesen sein. Im Radio hörten wir immer wieder von 1 1/2 Stunden Wartezeit an der Mautstelle. Und das aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auch keine Ausweichstrecken empfohlen werden konnten. Dann lieber den Weg den wir gewählt hatten und das gebührenfrei.

    Das Hotel Falzeben liegt auf 1600 Meter Höhe, direkt an der Gondelstation Meran 2000. Nachdem wir die Koffer hochgebracht hatten, wurden wir von Walli und Moni herzlich begrüßt. Vier Jahre war es her, dass ich das letzte Mal hier war. In der Zwischenzeit wurde der Wellnessbereich erneuert, es gibt ein Spielzimmer mit Kinderbetreuung am Abend und ein Kinderschwimmbecken.

    Das Gewitter in den Bergen zog am Hotel vorbei und so konnten wir den Abend mit Josefine noch auf dem Spielplatz genießen.
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  • Day12

    Die letzte Nacht in Italien

    July 10, 2018 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Unser Stellplatz für die Nacht, zwischen Haidersee und Reschensee im äußersten Nordosten Südtirols ist zugleich unsere letzte Nacht in Italien.
    Am Morgen schauen wir uns den aktuell gar nicht so tief im Wasser stehenden Kirchturm im Reschensee an und fahren weiter Richtung Österreich und Deutschland...Read more

  • Day2

    Campanile di Resia

    April 22, 2005 in Italy ⋅ ☀️ -2 °C

    La cima del vecchio campanile di Curon (Graun) emerge dalle acque ed è tuttora visibile; la struttura risale al 1357, mentre la chiesa che vi era annessa era stata costruita nel 1832-38.[5] In inverno, quando il lago gela, il campanile è raggiungibile a piedi. Una leggenda racconta che in alcune giornate d'inverno si sentirebbero ancora suonare le campane, rimosse invece dal campanile il 18 luglio 1950Read more

You might also know this place by the following names:

Curon Venosta, Graun, Graun im Vinschgau, クローン・ヴェノスタ

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