Nepal
Chame

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21 travelers at this place

  • Day387

    Lang ist es her & Der Rückweg

    October 24, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 7 °C

    12.4.20
    Es ist lange her und trotzdem folgt mir der Gedanken seit Monaten, dass ich unsere "Nepal" Geschichte noch nicht beendet habe. Derzeit sind wir in Marokko in einem kleinen Küstendorf namens Tamraght. Uns geht es gut.
    Und heute morgen, als ich auf das Meer geschaut habe, von dem Appartement aus, was ich seit mehr als 3 Wochen nur dreimal verlassen habe, habe ich entschieden, die Geschichte von Nepal zu beenden.
    Meine Aufzeichnungen sind leider gelöscht worden in der Zeit. Ich werde trotzdem versuchen alle Details unseres Rückwegs zusammen zu tragen.
    Denn der Rückweg, nach der Entscheidung, dass wir Umkehren, war das Erschreckendste und Wundervollste der ganzen Reise.
    Liebe Omis & Mamas, seht diese folgenden Berichte vielleicht als ein kleines Ostergeschenk an euch, weil ihr meine Geschichten so gerne lest.

    24.10.2019
    Es geht weiter. Es geht zurück.
    Als ich am Morgen in „Charme" im "Royal Garden" aufwache fühle ich mich schrecklich. Wir sind abgestiegen. Müsste es mir nicht besser gehen? Irgendetwas stimmt mit meinem Körper nicht und das macht mir Angst. Bevor ich es aber laut ausspreche, gehen wir frühstücken. Ich bekomme fast nichts runter. Und es ist ein Kraftakt gerade zu sitzen. Als hätte jemand meinen Gleichgewichtssinn ausgeknipst.
    Ralf spürt es. Ich rede zu wenig und meine Hautfarbe ist fahl. Er setzt mich in die Sonne und hofft, dass ich mich etwas aufwärme. Es ist immer noch sehr kalt hier oben und mein Inneres schlottert. Alle Touristen sind ausgeflogen. Sie haben sich weiter bergauf bewegt. Wir hatten noch ein kurzes Gespräch mit einem deutschen Pärchen. Wieder schwappt etwas Arroganz zu uns rüber. Sind alle Wanderer so? Oder muss ich eine „geschwellte Brust"-Einstellung haben um solche Wege hier zu meistern?
    Ich denke kurz an die Österreicher, die wir vor einer Ewigkeit auf dem Weg zum Pass getroffen haben. Der Mann schnaufte mich damals an, als ich meinte, dass wir wegen meinem Husten nicht mehr als 8 km am Tag schaffen. „Dann werdet ihr sehr lange brauchen."
    Ja, dachte ich. Aber wir haben auch Zeit.
    Und jetzt sitze ich hier in der Sonne und ich weiß: Auch diesen Abschnitt werde ich wieder sehen und es sind noch 3 Tagesetappen um dort wieder anzukommen.
    „Ich schaffe das nicht. Ich kann nicht mehr.", denke ich. Mein Herz beginnt zu rasen und ich beginne zu Husten, was mich völlig erschöpft.
    „Alles klar. Wir gehen ins Krankenhaus!!!", sagt Ralf. Auch, wenn ich mich erst dagegen wäre, lenke ich ein. Er hat recht. Und wir machen uns auf dem Weg zum Krankenhaus. Es liegt etwa 1km hinter unser Unterkunft. Kurz bevor wir uns dort hoch kämpfen, informiert sich Ralf, ob es noch Jeeps gibt, die nach unten fahren. WIR BRECHEN UNSERE REGEL. Schreit mein Bauch. ICH WILL NICHT MEHR LAUFEN. Schreit mein Kopf.
    Später werden wir froh sein, dass es keine Jeeps mehr ins Tal gab.
    Jetzt kämpfe ich mich zum Krankenhaus. Und ich bin der festen Überzeugung, dass ich die Höhenkrankheit habe.
    Nachdem wir uns einmal verlaufen, setze ich mich auf einen der 5 Plastikstühle vor einer Steinbaracke. Ich sitze vor dem Krankenhaus und Ralf versucht einen Arzt zu organisieren. Eine Nepalesin winkt mich nach einer gefühlten Ewigkeit rein. Aber ich bin nicht ungeduldig, nur dankbar.
    Sie misst meine Werte und erklärt mir, dass ich keine Höhenkrankheit habe. Meine Sauerstoffwerte seien super. Ich hätte aber zu hohen Blutdruck.
    Danach werde ich in das Arztzimmer gebeten. Die Räume in diesem „Krankenhaus" sind klein, feucht und kalt. Es sind Steinwände, wie im Mittelalter, und die Medikamente sind auf Hockern und Tischen in der Ecke gestapelt. Trotzdem macht der Arzt einen kompetenten Eindruck. Er hört mich ab. Möchte mir aber nicht so richtig zuhören. Es gäbe in den letzten Wochen viele Wanderer mit meinen Symptomen. Meiner Lunge ginge es gut und ich hätte nichts verschleppt. Dann stellt er drei Medikament auf den Tisch. Ein Hustensaft. Ein Hustenstiller für die Nacht. Ein Antibiotikum.
    „Drei Tage. Dann könnt ihr über den Pass.", sagt er.
    Ich muss ihn anschauen, als hätte er nicht alle Tassen im Schrank.
    Er achtet aber nicht auf mich. Schon die ganze Zeit, strahlt er Ralf an. Und dann reißt er plötzlich sein Oberteil auf. Und ein "Bayern München"-Trikot kommt zum Vorschein.
    Ich könnte weinen und lachen zugleich. Und dann entspanne ich mich etwas. Die Situation ist so bescheuert, dass ich mich trotzdem sicher fühle. Ich lasse die beiden über Fussball sprechen und Ruhe breitet sich in mir aus.
    Und dann kehrt Energie in meinen Körper zurück. Die brauchen wir, denn wir müssen noch eine Nacht in Charme bleiben, damit ich mich etwas erholen kann. Dafür brauchen wir aber eine neue Unterkunft, da der „Royal Garden" komplett ausgebucht ist. Nach einer langen Suche durch Charme, entscheiden wir uns für eine Unterkunft neben den heißen Quellen.
    Wir sind anfangs die einzigen Gäste und sie gibt uns einen Raum mit dem einzigen Fenster in der Dachschräge. Ich bin so dankbar dafür, denn das einzige was mir wirklich jede Energie zieht, sind dunkle, kleine Räume. Dieser hier ist alt, etwas schmuddelig, aber hell und die Bettwäsche und Decken weich und warm. Die beiden Frauen sind sehr nett und machen uns direkt eine Suppe und gebratenen Reis zum Mittag. Wir sitzen in der Sonne. Die einzige Sonne in Charme, denn nur hier kommt die Sonne an den Bergen vorbei. Und ich wärme mich auf. Immer noch spüre ich diese Übelkeit und mein Husten bricht nach und nach noch stark raus.
    Ich betrachte die Medikamente. Auf keinen Fall nehme ich nochmal Antibiotika im Ausland. Da hatte ich schon eine schlechte Erfahrung in Dahab gemacht. Aber der Hustensaft sollte gehen. Ist doch nur Hustensaft. Also nehme ich nach dem Mittag eine Kappe.
    Was ich etwa eine halbe Stunde danach bereue. Ich kann kaum noch sitzen oder sprechen. Mir ist plötzlich speiübel und alles dreht sich. Ich schleppe mich zum Bett und Ralf folgt mir. „Was ist los?", schaut er mich mit großen Augen an. „Keine Ahnung.", nuschel ich. „Es fühlt sich an als würde mein Körper runterfahren.", ich fühle mich elend. Und ich sehe die Verzweiflung in Ralfs Augen. Er tut mir so leid. Er recherchiert im Internet nach dem Hustensaft und bestätigt mir, dass ich gerade alle Nebenwirkungen durchmache, die in der Beilage stehen. Der Hustensaft setzt sich an irgendwelche Rezeptoren im Kopf.
    Na toll. Und schon beginnt ein Schüttelfrost. Mir ist so kalt. „Ich muss nur warten bis mein Körper den Hustensaft abgebaut hat.", nuschel ich.
    Nach einer Stunde kann ich mich etwas hochdrücken. „Ich will in die heiße Quelle.", sage ich. Wir sind erst unsicher wegen meinem Kreislauf. Aber der ist mir gerade egal. Mir ist so kalt. Ich muss diese Kälte rausziehen.
    Also nimmt mich Ralf unter die Arme und wir gehen 15 Meter zu der Quelle. Um uns herum springen 20 Russen in die Becken und waschen sich die Haare. Es ist so heiß, der meine Haut sofort krebsrot anläuft. Ich konzentriere mich auf meinen Atmen. Ralf stützt mich immer wieder, aber entspannt sich nach einer Weile neben mir, als er merkt, dass ich mich unter Kontrolle habe.
    Der Tag endet mit einem einfachen, aber sehr herzlichen Essen im Essensraum der Unterkunft. Sie machen für uns den Ofen an und zu unserer Überraschung liegt unser Zimmer genau darüber, weshalb wir die ganze Nacht ein molliges Zimmer haben werden. Ich bin am Abend noch erschöpft, aber ich spüre, wie mein Körper nach und nach lebendiger wird. Und auch das Abendessen schaffe ich mit etwas Mühe zu genießen.
    Der Raum in dem wir essen sieht aus wie aus einem billigen Bollywood-Film. Die bunte Deko ist eingegraut und die Hussen über den Stühlen haben ihre prachtvollen Jahre lange hinter sich. Trotzdem scheint der Raum ein wichtiger Raum für die Familie zu sein. Hier wurden Geschichten geschrieben. An den langen Tafeln wurde viel gefeiert. Und der alte Kitsch legt sich wie ein liebevoller Balsam auf unsere Seelen.
    Ralf und ich schlafen tief. Wir sind eingerollt in Decken, haben weiche Kissen und unsere Schlafsäcke halten die Kälte fern, die sich an der restlichen Ofenwärme vorbeidrängt.
    Am nächsten Tag begrüßen uns die ersten hellen Strahlen durch unser Dachfenster und wir machen uns bereit für den Abstieg.
    Mit "geschwellter Brust"-Einstellung strecke ich Charme die Zunge entgegen. Und lasse den Kampf hinter mir.
    Heute werden wir zurück zu unsere tibetanischen Unterkunft laufen. Ich freue mich auf die Hausherrin und ihre Küche, in der wir vor einer gefühlten Ewigkeit gesessen und ihr beim Kochen zugeschaut haben. Und in Wirklichkeit ist es gerade mal 5 Tage her. 5 Tage in denen sich so viel ändern kann.
    Jetzt genießen wir den Abstieg, vorbei an dem Tor zum Himmel, durch den Friedhof im Wald und durch kleine Dörfer.
    Wir haben eine neue Routine. Jede Stunde machen wir eine Pause, trinken Tee und ich gönne mir zum Mittag eine Nudelsuppe.
    Mit jedem Schritt sind wir wieder im Hier und Jetzt. Mit jedem Schritt fange ich an, das Wandern wieder zu genießen. … Fortsetzung folgt.
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  • Day380

    Nepal - ACAP sechste Etappe

    October 17, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 7 °C

    Von DANAQU (2200 Höhenmeter) nach Chame (2700 Höhenmeter)

    Der Tag startet mit kühlen 10 Grad und unserem Frühstück. Ich kämpfe mich aus dem warmen Bett, flitze ins Freie um zum Waschbecken zu gelangen. Typische Wohnzimmer, Bäder und Küchen, so wie wir sie heute kennen gibt es hier nicht.
    Neben der geschlossenen Hock-Klo-Kabine liegt meist ein Stein-Waschbecken, welches Wasser aus dem See gibt. Alles spielt sich im Freien ab. Die Küche ist oft nur abends warm, wenn für alle gekocht wird. Und auch der Ofen im Gemeinschaftsraum wird nur am Abend angefeuert, wenn genug Gäste da sind. So essen wir trockenen Reis und den Reispudding mit Ingwertee im Freien. Es ist ein offenes Gefühl. Als wäre man immer und überall mit der Natur verbunden. Doch es ist auch kalt. Und daran muss ich mich erstmal gewöhnen.
    Ralf hat für sich herausgefunden, dass er die meiste Energie am Morgen über Reis bekommt. Alles andere (außer Eier) birgt die Gefahr mit Gluten zu sein. Also gibt es trockenen Reis und er ist glücklich darüber. Außerdem lassen wir uns seit Jagat immer 4 Eier kochen. Sie sind unser Snack für unterwegs.
    Während wir frühstücken laufen schon die ersten Wanderer an uns vorbei. Manchmal irritiert mich das etwas. Sind wir zu spät dran? Und dann mache ich mir klar, dass wir unser Tempo selbst bestimmen. Wer weiß, vielleicht wollen diese Wanderer heute 20 Kilometer laufen.
    Für uns geht es gegen 8 Uhr Richtung Chame. 14 Kilometer und 500 Meter Anstieg auf kurzer Strecke am Anfang und Ende warten auf uns. Ich habe mich mental auf Höhe vorbereitet.
    Der Ort verabschiedet uns wieder mit Gebetsmühlen und fordert uns direkt heraus.
    Die Straße ist hier auch von einem Wasserfall (Siehe Bild) überspült und noch reißender als am Tag zuvor. Also heißt es wieder Steinchen hüpfen. Ich bin gestresst, weil sich große Gruppen von Wanderer hinter uns sammeln und anfangen mich zu überholen. Mitten auf dem Wasserfall. Mitten auf den rutschigen Steinen. Ich verstehe, dass ich langsamer bin, aber immerhin trage ich auch 8 Kilo und sie nur einen kleinen Tagesrucksack, weil sie einen Träger engagiert haben. Was ich im übrigen vollkommen okay finde. Vor allem, weil wir viele ältere Wanderer treffen, die eben durch die Hilfe der Träger, den Annapurna auch erkunden können. In dem Moment bin ich aber genervt und gestresst. Wenn ich hier ausrutsche wird das aufjedenfall wehtun und zudem haben wir keine warmen Wechselsachen. Und meine guten Socken, die bisher keine Blasen verursacht haben werden nass. Bei der Kälte.... Ich sag ja, ich bin gestresst. Und anstatt mich zu konzentrieren, denke ich an all den Wust. Dann sehe ich Ralf vor mir: "Stell den Kopf aus und fokussiere dich." scheiße er hat mich erwischt. Wahrscheinlich hat mich mein verkrampftes Gesicht verraten. Und mein fluchen.
    Am Ende überholt mich noch ein Sechsig-Jähriger mit einem weitem Sprung, aber ich komme auf der anderen Seite an. Das war wirklich nicht leicht. Und in diesem Moment weiß ich noch nicht, dass sich diese Herausforderung nochmal wiederholen wird.
    Direkt nach dem Wasserfall startet der Anstieg ins Grüne. 300 Meter direkt nach oben. Und so beginnen wir den Anstieg und ich liebe es. Meine Königsdiziplin. Wenn die Höhe nicht wäre, wäre ich nicht zu Bremsen. Aber bergauf laufen kann ich. Und so überhole ich einige Wanderer und erklimme den Weg in meinem Takt. Ralf ist immer etwas hinter mir. Er mag den Aufstieg langsamer angehen und so hat jeder seinen eigenen Rhythmus.
    Es schieben sich mit uns ungefähr 5 weitere Reisegruppen den schmalen Anstieg entlang. Wir überholen uns immer wieder, wenn jemand eine kurze Pause machen muss. So entsteht eine sehr dynamische Kette von ungefähr 50 Menschen. Und nach und nach werden die lächelnde Gesichter von hochroten Köpfen abgelöst. Und anstatt eines Kommentars bringt jeder nur noch ein Schnaufen hervor. Dieser Anstieg hat es wirklich in sich. Jeder spürt den Kampf seines Körpers. Und ich freue mich über die anderer um mich herum. Von ungefähr 25 Jahre bis ungefähr 65 Jahre ist alles dabei. Und jeder kämpft den Kampf mit sich. Wir durchqueren ein kleines Dorf namens Timang und nach einer kurzen Pause geht der Anstieg weiter. 2 Stunden kämpfen wir uns hinauf und am Ende applaudieren alle für jeden der am Rand des Aufstiegs auftaucht. Was für ein Gefühl.
    Wir haben uns behauptet und einen Weg der für 3 Stunden eingestuft wurde mit unseren Rucksäcken in 2 geschafft. Ich kann erst garnicht stolz darauf sein, bis Ralf mir alles nochmal vorrechnet und mich umarmt und abklatscht. Das wird ein Ritual für uns. Und jedesmal, wenn wir unsere Hände abklatschen verstehe ich, dass wir etwas gemeistert haben. Ich würde sonst vergessen auf mich stolz zu sein. Geht doch, dass was wir meistern und jeden Tag schaffen schnell in der Routine und im Rhythmus aller unter.
    Dann machen wir eine kurze Pause und setzen unsere Rucksäcke ab. Ralf kauft in einem kleinen Holzverschlag Äpfel und ich nehme zum ersten Mal unsere neue Umgebung war. Und ich sehe ihn! Den ersten 8000er mit Schneekuppel, "Manaslu". Um uns herum sind nur noch Nadelbäume und die Vegetation hat sich komplett geändert. Bananen wurden von Äpfel abgelöst. Und die Luft ist kalt, windig und trockener. Noch spüre ich die Höhe nicht und meine Lunge hat den Aufstieg sehr gut gemeistert.
    Wir laufen ins nächste Dorf und entscheiden uns für eine längere Mittagspause. Die Reisegruppen um uns entzerren sich mehr und mehr. Aber ihnen hat der Anstieg teilweise mehr zugesetzt. Wir vermuten, dass es daran liegt, dass die meisten sich nach Tal oder Darapanie mit dem Jeep fahren lassen. Sie sind also erst wenige Kilometer unterwegs. Wir haben an dieser Stelle schon knapp 60 Kilometer hinter uns.
    In Tanchok gibt es für uns Gemüsereis und eine große Kanne Ingwertee.
    Ab jetzt laufen wir nur noch Straße. 4km Straße und immer wieder donnern die Jeeps an uns vorbei. Nach Chame, unser heutiges Ziel, lassen sich ebenfalls viele fahren. Der Weg vom Start bis nach Chame ist 65 Kilometer am Abhang entlang und dauert bis zu 8 Stunden. Man sieht es den Gesichtern in den Jeeps an. Diese Tour ist keine Kaffeefahrt und zehrt sehr an den Nerven. Wir werden nur bestätigt: niemals Jeep fahren.
    Einige Wanderer, die wir in den Orten treffen, haben noch eine sehr aufgedrehte Energie. Man erkennt, wer noch nicht lange unterwegs ist. Wir spüren, dass die Tage in der Natur und die Anstrengungen mehr und mehr Spuren in uns hinterlassen. Und manchmal sind wir verwundert, wie positiv manche Wanderer über den Pass sprechen. Ich lasse mich davon einschüchtern und denke, dass sie mehr Erfahrung haben und wahrscheinlich wissen, wie hart der Anstieg wird. Wir werden viel später auf dieser Reise noch eines besseren belehrt und es zeigt sich, dass vieles Naivität und Hochmut war.
    Chame begrüßt uns in Grautönen. Es ist die Gebietshauptstadt. In Deutschland wäre es ein etwas größeres Dorf. Es gibt eine Bank, ein Krankenhaus, eine Polizei. Und ich tue mich schwer eine passende Unterkunft zu finden. Unsere Intuition und ein Tipp bringen uns bis zum Ende der "Stadt" und wir landen im "Royal Garden" und bezahlen für die Unterkunft 1,5 Euro (kein Tippfehler). Die Unterkunft ist etwas nobler. Und dadurch lässt der Besitzer nicht mit sich reden, ob wir die Übernachtung kostenlos bekommen. Natürlich kein Problem. Der Preis ist vollkommen okay. Das Verhandeln gehört hier einfach dazu. Und mir gefällt unser kleines Häuschen.
    Die Duschen sind wie immer einfach und hier auch direkt über dem Hockklo installiert. Wie praktisch.
    Ich freue mich auf eine heiße Dusche, werde aber enttäuscht und muss zum ersten Mal mit 12 Grad kaltem Wasser duschen. Woher ich das weiß? Die Dusche hat eine Temperaturanzeige und verhöhnt mich demonstrativ. Am Ende ist es meine Unwissenheit, die mich verhöhnt. Denn die Dusche hat nur Startschwierigkeiten und wenn ich Ralf daran rumbasteln lassen hätte, hätte ich heißes Wasser gehabt.
    Nagut. Dann eben wieder was gelernt.
    Mit kalten Füßen sitzen wir diesmal im gefüllten Gemeinschaftsraum. Hier knistert das Feuer und die Dhal Bats werden aufgetischt.
    Wir treffen alle wieder, die mit uns den Aufstieg gemeistert haben. Und wir erfahren, dass sich in Chame derzeit 400 Wanderer befinden.
    Was für ein Schock.
    Bei unserem nächsten Ziel gab es vor 6 Jahren als Ralf den Trek lief, noch nicht so viele Unterkünfte. Und generell haben alle an jetzt die gleichen Ziele. Durch die Höhe müssen wir nun die Etappen verkürzen.
    Ralf spricht mit dem Besitzer, der für uns in einer Unterkunft bei unserem nächsten Ziel reserviert. Das nächste Bett ist also gesichert und so fallen wir in Chame bei etwa 5 Grad in einen unruhigen Schlaf...
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  • Day8

    4. Tag Annapurna Rundweg

    October 21, 2015 in Nepal ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute sind wir mit einer wunderbaren Aussicht auf den Manaslu, ein acht-tausender mit 8.163 m aufgestanden und haben während des Frühstücks diese auch in der Sonne genossen. Dann starteten wir in Richtung unseres heutigen Zieles dem Ort Chame. Während der Wanderung hat sich die Sohle meines linken Schuhen komplett verabschiedet und musste mal wieder mit dem guten alten Panzertape repariert werden :)
    In Chame auf 2.650 m über n.N. angekommen, bestand zum Glück die Möglichkeit den Schuh reparieren zu lassen. Mal schauen wie lange das jetzt hält. Aber so erlebt man wenigstens etwas auf der Reise :D
    Aber langsam wird es auch kalt und in unserem Hostel haben wir heute mit eiskaltem Wasser duschen müssen, danach ging es erstmal wieder unter die warme Decke. Morgen überschreiten wir dann die 3000ender Marke, da wird es bestimmt noch eine Ecke kälter.
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  • Day7

    Chame

    November 18, 2019 in Nepal ⋅ ⛅ 2 °C

    Den Empfehlungen des Wanderführers gefolgt sind wir im Marsyangy Mandala Hotel untergekommen. Macht erstmal einen ganz guten Eindruck. Wir haben ein Doppelbett und zusätzlich ein drittes Bett, was wir als Abstellfläche nutzen. Wir haben uns auch mal dicke Wolldecken geben lassen da es letzte Nacht trotz Schlafsack teilweise etwas kalt wurde.
    Wir waren leider die einzigen so dass der Ofen nur zum Abendessen an war. Gemütlich sitzen konnten wir danach und beim Frühstück nicht mehr lange.
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  • Day26

    Trek to Chame (55km)

    August 15, 2017 in Nepal ⋅ ⛅ 13 °C

    A steep climb to 2700m today. It's starting to get cold! Phoebe has four layers on and wants my fleece.

  • Day137

    Dag 4

    November 24, 2015 in Nepal ⋅ 🌙 15 °C

    Het plan is om vandaag vroeger te vertrekken (07:30 uur), maar uiteindelijk wordt het toch 20 minuten later. Onze loopvrinden gaan er wel eerder vandoor omdat zij een ander schema lopen en meer kilometers moeten maken. De pittige loopdag van gister eist al snel zijn tol. De benen zijn verre van in topvorm. Omdat er ook vandaag weer flink geklommen moet worden, proberen we het tempo eruit te halen. Onze gids moet er even aan wennen, want die loopt continu 50 meter voor ons, maar als we volhouden gaat hij ook langzamer. De omgeving was gister al meer 'Himalaya-esk', maar vandaag zien we de besneeuwde bergtoppen van de echte 'grote jongens' (rond de 8000 meter). Na een intensieve klim kiezen we een vroege lunch om bij te komen. Om 12:00 hobbelen we verder want we hebben dan nog ruim drie uur lopen voor de boeg. Het uitzicht wordt steeds fraaier en we hebben nu echt het idee in de Himalaya te zijn. Het laatste deel van de dag is aanzienlijk minder intensief dus dat is wel zo prettig. Om 15:30 komen we aan in onze doeldorp Chame. Voordat de andere trekkers gesetteld zijn duiken we snel onder de 'hete' douche. Helaas is hier ook een stroomstoring dus internet of onze mobiel opladen zit er weer niet in. Wel hebben ze een houtkachel in de eetzaal, wat vooral Michelle kan waarderen. We besluiten vandaag vroeg de cocon in te kruipen. Morgen zal ook weer een lange loopdag worden en nu zitten we een beetje op hoogte (2600 meter).Read more

  • Day9

    Chame

    October 11, 2019 in Nepal ⋅ ☀️ 3 °C

    תאמינו או לא אבל היום פתחנו את הבוקר כשהאחד והיחידי חיכה לנו בפתח הגסטהאוס- כן כן ניחשתם נכון בלו!!
    התחלנו את היום במעבר על גשר רעוע כי האופציה השניה הייתה לחצות את המפל שעלה על הכביש - גם ככה טיילנו עם מעילים והרעיון למקלחת בוקר קפואה לא קרץ לנו במיוחד..כל הבוקר רק חיפשנו פיסת שמש שנוכל להפשיר בה.
    החלטנו שהיום היום המיוחד בו נפתח את הממרח חמאת בוטנים שאנחנו סוחבים על הגב יחד עם "טוסטים". מה שלא ידענו זה שהטוסטים באים עם תיבול קארי מקומי ולא טעים בלשון המעטה ולכן בסוף הסתפקנו בכף חמאת בוטנים. אל תדאגו אנחנו מקפידים על פקל צ'וקולוקים נאה.
    מסיבה לא ברורה כולם מנסים למכור כאן תפוחים שנראים במצב די מזעזע- אומנם יש כאן הרבה עצי תפוחים אבל אין כל כך סיבה להתגאות בתוצר.
    בשלב מסויים ילד נפאלי ניסה למכור לנו תפוחים וכשלא רצינו הוא המשיך איתנו את המסלול עד שהתייאש.
    בנקודת עצירה של הצ'ק פוינט קנינו סמבוסות חמות ופיקנטיות.
    ואז ממש פתאום הגענו לchame!
    לנפאלים יש נטיה להגיד לך שנשאר לך עוד בערך שעה ליעד גם אם הוא במרחק 3 שעות וגם אם הוא 15 דק הליכה.. chame היא סוג של העיר בירה של האזור. היא גדולה ויש בה מגוון חנויות וגסטהאוסים.
    רצינו להתארגן על אוכל להמשך הטיול אז קנינו טונה. לאחר מכן גילינו שאי אפשר לפתוח אותה בלי פותחן ואף אחד מאיתנו לא הביא אז החלפנו אותה עם המוכר ב660 מל טובורג- מזין כמעט באותה מידה..
    ועכשיו, הרגע לו חיכינו כל היום- מעיין חם!
    בעלות של כ5 שח מגיעים לפלא מדהים.
    בריכה שמוזרם אליה מים מנביעה חמה מצד אחד וממי נהר קפואים בצד שני עד שמגיעים לטמפ מושלמת בשביל לטבול כמו שקית תה. פינוק אמיתי!
    בונוס- זה גם המקלחת הציבורית של חלק מהתושבים אך הם שומרים על המקום מטופח ונקי ומכבדים את הפרטיות של הרוחצים/מתקלחים.
    בסוף היום החלטנו להתפנק בנוסף למנות היחסית קבועות שלנו גם בקינוח- פאי תפוחים (האופציה השניה הייתה חטיף סניקרס שעטוף בבצק ונזרק לשמן טיגון- התקף לב קטן).
    הפאי היה מתוק להחריד ומלא בקינמון! (אמא לא בשבילך..)

    הנוף כאן לאט לאט מתחיל להשתנות ואנחנו רואים יותר ויותר פסגות מושלגות.
    לא יודעים להתחייב על מצב הקליטה בהמשך אבל תהיו בטוחים שאם תהיה קליטה אנחנו נפרסם לכם על היום שהיה ;)
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  • Day5

    Erster Gipfelblick

    October 17, 2018 in Nepal ⋅ 🌫 5 °C

    Heute ging es von Dharapani (1900m) nach Chame (2670m). Beim Verlassen von Dharapani dann der erste Schock am frühen Morgen: Massenwanderung wie am Wochenende auf dem Wallberg! Die meisten Touristen hatten wohl eher in den Lodges am Ortsende übernachtet. Bis Timang ging es also erstmal gefühlt im Gänsemarsch.
    Dort habe ich auf einer kleinen Dachterrasse den Ausblick auf den Manaslu (8000er) bei einem frühen Mittagessen genossen.
    Danach wurde es dann auf dem Weg bis Chame deutlich ruhiger. Von unterwegs hätte man auch den Annapurna II sehen können - wenn die Wolken nicht gewesen wären welche sich ab Mittag gebildet hatten...
    Die Lodge in Chame ist super, gute Dusche, Western Toilet und eine Heizung im Essensraum - die braucht's jetzt auch bei 5 Grad und Regen (zum Glück erst seit späten Nachmittag)!
    Nur die deutsche Gruppe bei der ich zum Essen am Tisch gelandet bin war echt nervig...
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  • Day115

    צ'אמה

    May 8, 2016 in Nepal ⋅ ☀️ 23 °C

    מעביר את הלילה בצ'אמה , 2700 מטר, כפר קטן בהימלאיה, הכל טוב.

You might also know this place by the following names:

Chame

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