South Africa
Middagkransberg

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13 travelers at this place

  • Day398

    Stille Reserven

    February 18, 2019 in South Africa ⋅ ☀️ 32 °C

    Wir sind nach all den putzigen Tierchen schon wieder auf dem Rückweg nach Kapstadt und machen Halt in der Jeffreys Bay, wo es die erste Cervelat auf den Grill schafft. Schon geil, aber ich bevorzuge kalt. Sue nach eigener Aussage auch - als ob dies eine Rolle spielen würde. Das Paradies für Sue hat sowieso viel weniger mit himmlischen Wurstwaren und viel mehr mit vögeln ... ähh Vögeln zu tun. Und so steuern wir ihr zuliebe das Birds of Eden an. Neben allerlei einheimischen Vögeln findet man in dieser Megavolière auch diverse Papageien, die irgendjemandem dermassen auf den Sack gegangen sind, dass sie irgendwann hier abgegeben wurden. Wir finden sogar eine kleine Gruppe Flamingos. Das würde der Mia also auch gefallen. Ja vielleicht war sie sogar schon hier. Wahrscheinlich aber nicht, denn es gibt hier auch zahlreiche Schleiervögel, die ihr Gesicht beim Balzen hinter einem gefiederten Schleier verbergen. Mit Religion hat dies wohl nichts zu tun. Die Viecher haben also entweder einfach zu wenig Selbstbewusstsein oder eine wirklich hässliche Fresse. Schwer zu sagen, auf jeden Fall nix für Burkagegner dieses Birds of Eden. Muss Mia eben alleine kommen.

    Nach einer kurzen Tasting- und Tapas-Pause treibt uns der wie letztes Mal noch nicht wirklich leere Tank ein zweites Mal an eine Tankstelle. Diesmal stoppt die Anzeige bei 43 Liter. Das sind 13 Liter weniger als bei der ersten Betankung!? Wir hatten uns noch gewundert ob der 56 Liter, da der Tank unseres Renault Senderas mit Einliter-Zuckerwassermotor wohl kaum 70 Liter oder mehr fasst. Da war wohl der gleiche Eicher am Werk wie beim Taxometer in Indien. Verdammte Abzocker. Wobei das war eine Caltex-Tankstelle, eine der grössten Ketten überhaupt. Da werden ja bestimmt keine Touristen abgezogen. Oder doch? Egal, wie so vieles geht mir auch das am Arsch vorbei. Aber nur weil ich schon betrunken bin. Danke. Liebster Wein aus Südafrika. Nach einem weiteren Hike an der Küste - zum Lunch gabs zwei leckere Cervelats - entfachen wir unser erstes, feuriges BBQ der Reise. Wir können es selbst kaum glauben, aber in dem ganzen Jahr haben wir nie ein richtiges Feuer zum Zwecke des Bratens von leckerem Grillgut gemacht. Neben achthundert Gramm Entrecote schaffen es auch ein paar Landjäger in die Gluthitze. Ich weiss, Gepökeltes gehört eigentlich nicht auf den Grill. Viele freie Radikale von wegen kanzerogen und so. Gott sei Dank haben wir genügend Antioxidantien in Form von rotem Wein zur Hand, um die unnötig Radikalen wieder einzufangen. Wenn das in der Politik doch nur auch so einfach wäre. Egal, das muss gefeiert werden. Zum Glück hab ich noch eine gute Zigarre. Und eine Cervelats.

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese verdammten Würste gar keine Energie liefern, sondern sich direkt auf die Hüften schleichen. Hinterhältige Glücksbringer. Egal, die zehn Männergipfeli sind geschafft und wir können uns wieder Fleisch am Stück widmen. Also ab zur nächsten Straussenfarm. Das globale Straussenzentrum befände sich hier, erklärt uns das kecke Farm-Mädel nicht ohne Stolz. Nach einer kurzen Tour wollen wir es dann natürlich auch probieren, dieses zarte und dunkelrot saftige Straussenfleisch. Doch der Koch hier ist eine Pfeife. Der Arsch hat das schöne Filet mehrfach totgrilliert. Geschätzte zwei Stunden über Medium. Armer Vogel. Ich find die Dinger aber auch sonst irgendwie lustig. Also „bescheuert-lustig“. Grösser als ich aber Intelligenz-technisch auf dem Niveau eines Huhns, gilt die gesamte Aufmerksamkeit ausschliesslich dem Essbaren. Gemäss Farm-Girl sind sämtliche Versuche, den grössten Vögeln der Welt etwas beizubringen, kläglich gescheitert. Also ab auf den Grill damit. Bevor wir noch für zwei lange Tage durch die Wineries in Franschhoek und Stellenbosch wildern und die hiermit herzlich verdankten Tipps von Gilgen, Taeschler und Renato abfahren, machen wir noch einen kurzen Halt in Ronnies Sex Shop. Nach knapp zehn Jahren Beziehungs- und Liebesleben ist das nie verkehrt. Wir finden aber keine Dildos oder sonstiges Spielzeug, sondern eine leicht schlüpfrige Bar und ein simples Restaurant irgendwo im nirgendwo an einer viel befahrenen Strasse. Gutes Marketing würde ich sagen. Muss es eben doch wieder die unbändige Fantasie richten. Hab da schon was im Kopf. Eigentlich immer.

    Bevor wir es nach Franschhoek schaffen, steht noch ein drittes Tanken an und auch diesmal ist der Tank noch weit über die Reserve gefüllt. Das allwissende Internetz hat unseren 50 Liter Tank in der Zwischenzeit ebenfalls bestätigt und so sind wir gespannt wie Gitarrensaiten, was man uns diesmal verkauft. Diesmal soll es eine Tankstelle der Kette „Total“ sein, ebenfalls ein globaler Brand. Ich beobachte den Tankvorgang sehr genau und wie üblich, fixiert der Tankjunge den Griff vom Hahn, womit die Betankung automatisch stoppt, sobald der Tank zu überlaufen droht. Das Benzin fliesst aber ungewöhnlich langsam, da der Griff nur zur Hälfte gezogen wurde. Die Betankung würde so mehrere Minuten dauern. Auf Nachfrage gehts plötzlich schneller, nachdem Tank-Boy den Griff komplett durchgezogen und fixiert hat. Witzig. Als der Vorgang mit einem lauten Klick automatisch stoppt, zeigt die Uhr schon 47 Liter. Spannend. Wie üblich folgt ein manuelles aber in diesem Fall nicht enden wollendes „Vollmachen“, das ich bei 56 Litern mit böser Miene stoppe. Das kann gar nicht sein. Unmöglich. Offensichtlich läuft die Uhr bei wenig Durchlauf viel zu schnell. Der grinsende Tank-Bubi an der Zapfsäule weiss natürlich nichts dergleichen und mutmasst wirre Dinge wie stille Zusatzreserven die womöglich noch gefüllt wurden. Ja, klar. Ich tank dir gleich eine. Ab zum Manager. Der sieht sich die Sache auf Platz an und labert etwas von wegen diese eine Säule werde diese Woche nochmals kalibriert, da wir schon die zweiten Nörgler seien, die nicht bereit sind, imaginäres Benzin zu bezahlen. So so. In einem weiteren Atemzug fragt der Komiker noch ob wir schöne Ferien hatten, bedankt sich für das ach so wichtige und geschätzte Feedback und schlägt vor, dass wir einfach für 50 Liter zahlen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass diese Diskussion schon mehrfach geführt wurde. Sue auch nicht. Wir bieten ihm 48 Liter - was immer noch viel zu viel ist - und eilen zur nächsten Winery. Ich will ihm ja glauben, dass es keine systematische Abzocke gibt, aber bei zwei von drei Betankungen?! Kurze Zeit später bin ich bereits wieder betrunken und ... genau, geht mir auch diese Geschichte am Allerwertesten vorbei. Wein sei Dank.
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  • Day15

    Orange Man Reunions

    February 27 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Kaum sind die Feierlichkeiten und After-Parties abgeschlossen, wird unsere lustige Truppe jäh auseinandergerissen. Familien und Gremlins müssen zurück in die Schule, Mitgereiste reisen alleine weiter oder machen sich sonst aus dem Staub. Bleiben mal wieder nur die kleine Sue und ich. Wir haben ja noch eine Woche in Südafrika. Und wer weilt seit Kurzem an der Capetown Waterfront und säuft Champagner? Genau, Miro. Die Schlampe. Das müssen wir feiern. Irgendwie. Während ich also in Begleitung meiner Lebensabschnittspartnerin von Plett in Richtung Hermanus fahre, fährt Miro in Begleitung seiner Lebensabschnittspartnerin von Hermanus nach Plett. Und wie es der Zufall so will, liegt laut Google Maps das Skeerhok Padstal genau dazwischen. Eine Art Truckstop mit angrenzendem Schlachthaus. Ansonsten meilenweit nichts. Wir treffen uns also irgendwo im Nirgendwo zum Lunch in rustikalem Ambiente. Champagner gibts hier allerdings keinen. Verdammter Saftladen.

    Unerwartet unterhaltsam ist dafür - neben dem herzigen Miro - das Pärchen, das am Nebentisch Rippchen, Spiegeleier und sonst was futtert. Frau will von uns wissen, woher wir denn kommen und was wir an diesem gottverlassenen Ort machen. Die Story mit Google Maps findet sie natürlich urkomisch. Und das gilt auch für ihre eigene Geschichte. Die zwei älteren Herrschaften sind ihres Zeichens Amerikaner, die ihr Land “because of the orange man” verlassen haben und sich hier quasi verstecken. Schämen tut man und Frau sich und man will erst wieder nach Hause, wenn dieses Trauerspiel beendet ist. Klare Worte. Ich applaudiere. Innerlich. Offensichtlich ermutigt von unserer Zustimmung gestehen die so friedlich wirkenden Senioren, dass sie sich in Tat und Wahrheit ein Attentat wünschen und erst die Erschiessung des POTUS aus grosser Distanz ihr Leben wieder lebenswert machen würde. Das geht uns dann doch ein wenig zu weit. Vor allem das aufgesetzte Grinsen der beiden ist irgendwie creepy. Nicht töten, wählen gehen! Verdammte Krieger.

    Miro, Viola und die irren Amis sind wir relativ schnell wieder los, was auf Familie Stauber definitiv nicht zutrifft. Der südlichste Punkt Afrikas ist ein beliebter Touri-Spot und so zieht es auch den coolen Ian mit seiner coolen Mam dorthin. Robin ist auch dabei. Einer muss ja fahren. Natürlich darf ein gemeinsames Nachtessen an der Stelle nicht fehlen. Dann heisst es auch hier Abschied nehmen und getrennte Wege gehen. Tschüss Ian, hab dich lieb! Und wo gibt es tags darauf einen leckeren Kaffee? Genau, am Hafen. Mit Familie Stauber. War ja klar. Und wieder sagen wir tschüss und wünschen eine gute Weiter- und Heimreise. Der kleine Ian wird die wahre Bedeutung des Verabschiedens wohl erst im Kindergarten verstehen. Oder bei der Scheidung der Eltern. Hoffen wir auf Ersteres. Knappe zwei Stunden später machen die hungrige Sue und ich einen Lunch-Stop im Dassiesfontein an der N2. Die grössten Pies soll es hier geben. Und das will sich der Robin natürlich nicht entgehen lassen. Toll. Essen wir eben noch Zmittag zusammen. Verdammte Stalker.

    Die Geschichte ist an der Stelle natürlich ein wenig verdreht und ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind den kleinen Ian zu sehen. Die Eltern natürlich auch. Zumindest Steffi. Sue und ich verabschieden uns also ein weiteres Mal von Familie Stauber und fahren weiter an die Westküste nördlich von Kapstadt. Nur noch wir zwei. Schön für Sue. Für mich hat diese etwas rauere Version Südafrikas aber auch etwas zu bieten. Der lustige Marc serviert in seiner ebenfalls lustigen Beach Bar eine wahrlich einzigartige Version eines Rindsfilets. Gestopft mit Blauschimmelkäse, paniert in japanischem Panko und übergossen halb/halb mit Zwiebel/Rotwein-Reduktion und einer cremigen Senfsauce. Total pervers. Die ersten drei Bisse wecken orgasmische Hochgefühle, danach ist es einfach zu viel. Viel zu viel. Wie die ständigen Verabschiedungen vom kleinen Ian. Ausgegessen wird natürlich trotzdem, denn Foodwaste geht bekanntlich gar nicht. Verdammte Verschwendung.

    Als kleinen West Coast Abschluss lädt die grosszügige Sue noch zu einem gediegenen Lunch in Paternoster, bevor wir schon wieder in Richtung Kapstadt brausen. Das beste Restaurant der Welt - das ist wirklich hier und heisst Wolfgat - hat zwar zu heute und wäre vielleicht auch auf ein oder zwei Tage ausgebucht, aber im Strandloper servieren die auch ganz tolle Sachen. Und Wein. Und als ob es die Tage wirklich nur ums Essen ginge, muss auch das Dinner gleichentags in Kapstadt erwähnt sein. Denn wer schnabuliert an der belebten Waterfront eine kolossale Sushi-Platte mit uns? Genau, Familie Stauber. An ihrem letzten Abend. Hoffentlich geht deren Flug morgen. Sonst sehe ich uns schon zusammen beim Lunch auf dem Tafelberg. Leider kommt es nicht soweit. Verdammte Edelweiss.

    So, noch schnell auf den ikonischen Lion’s Head gewandert und schon brechen wir unsere Zelte in Kapstadt wieder ab und unsere letzten zwei Tage in Franschhoek an. Auf dem Weg dorthin machen wir einen kurzen Stop bei einem der grössten Wine Estates der Region: Vergelegen. Aussprechen tut man das komisch. Holländisch eben mit zwei Mal “ch” anstatt “g”. Der Wein schmeckt trotzdem und die private Cellar Tour ist genau auf dem exklusiven Niveau, wie wir das mögen. Und verdienen. So gehören wir auch zu den allerersten Menschen, die die 2020 Merlot Ernte probieren dürfen. Die Dinger schmecken ganz gut, also gebe ich die Ernte zur Verarbeitung frei. Nett von mir. In Franschhoek beziehen wir ausserdem eines der besten Airbnbs überhaupt. Einfach, aber schön. Also einfach schön. Wie Sue. Hat sie toll gebucht. Oder war ich das? Egal. Denn zwei Tastings später steht nach der endgültigen Verabschiedung der Familie Stauber bereits die nächste Reunion an. Ein spektakuläres Dinner im Chef’s Warehouse at Maison mit Miro. Der Schlampe. Viola und Sue sind natürlich auch dabei. Schön für sie. Und uns. Verdammte Romantiker …
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  • Day24

    Franschoek - Day 2

    October 25, 2019 in South Africa ⋅ 🌧 14 °C

    כל היום היה מבול מטורף. עברנו בין 5 יקבים, בחלקם עצרנו לטעימות יין ופלטת גבינות ובחלקם רק הצצנו. את האחה"צ המוקדמים בילינו ברוגע בחדר בחווה המפנקת ובערב יצאנו למסעדה איטלקית נחמדה בעיר.

  • Day6

    Franschhoek regenfrei

    July 29, 2016 in South Africa ⋅ ☀️ 12 °C

    Man hat das Gefühl, dass alle Welt frühstücken geht. Was hier los ist... Haben die hier nix zu tun???

    Heute hat es noch nicht geregnet. Wir müssen jetzt erst noch Fotos machen und dann geht es weiter nach Hermanus.

    Immer mit der Ruhe, liebe Bille. Tiere kommen noch. Wir müssen jetzt erst mal diesen Footprint hier fertig machen. Antje sehen wir nächsten Mittwoch. Und da freuen wir uns schon MEGA drauf.

    Lieber Jürgen, du wirst es nicht glauben - wir sind satt geworden.

    Ja, was die Preise betrifft, Antje, die sind für Eure Verhältnisse hoch, ich weiß. Aber das musste sein und wir haben jeden Bissen genossen. Hier kommen noch einige Fotos von heute von Franschhoek und der Fahrt nach Hermanus.

    Affen halten ihre Schläfchen mitten auf der Gasse. Ihnen ist das piep-egal, ob Fahrzeuge über die Straßen fahren.
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