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Weltreise 2016 bis 2017

1 Jahr durch die Welt, das ist unser Ziel. Baca lagi
  • Lake Mahinapua

    4 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück und ausgiebigem Schwatz mit unseren netten Gastgebern werfen wir zuerst einen Blick auf den See, in dessen Nähe wir übernachtet haben. Heute ist unsere Fahrstrecke nicht ganz so lang und den kleinen Umweg können wir uns leisten. Es ist Sonntag früh, die Sonne scheint, nur zwei Familien mit Kanu sind schon unterwegs und ein Herrchen mit Hund - Das ist was zum Seele baumeln lassen! 😀Baca lagi

  • Ross Historic Goldfields

    4 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Schon ein paar Kilometer weiter wird es wieder goldig. Die ehemalige Goldgräbersiedlung Ross hat aus ihren verbliebenen Gebäuden und sonstigen Resten ein kleines Freilichtmuseum inklusive Walkway gemacht und für ohne Eintritt lassen wir uns nicht zweimal bitten 😃. Wir sehen Bakkers Cottage, St. James Church, Old Ross Goal (Gefängnis), alte Spülpipeline mit Nase, Förderturm mit Pferdeantrieb und Glockenturm für Feuersignal ...Baca lagi

  • Okarito und Franz Josef

    4 Disember 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 23 °C

    Das kleine Dörfchen Okarito, auch eine ehemalige Goldgräbersiedlung, liegt auf einer Landzunge zwischen der rauen Tasmansee und dichtem Regenwald. Es gibt nur eine Handvoll Einwohner, aber laut Reiseführer täglich hunderte Besucher, die den wilden, mit Treibholz übersäten Strandabschnitt bewundern. Wir treffen dort drei Angler, die gerade ihr Zeug zusammenpacken und bald sind wir alleine. Als dann zwei Touris kommen und wenig später nochmal zwei, gehen wir schnell - wird uns zu voll hier 😉.
    Nur noch eine kurze Fahrt und wir sind im Gletscherland und auch an unserem Ziel für heute angekommen: Franz Josef. Der kleine Ort wurde von dem Geologen Julius von Haast nach dem damaligen österreichischen Kaiser benannt. Hier ist ein guter Startpunkt für die Besichtigung des Franz Josef Gletschers und die Ortschaft besteht fast nur aus Motels, Backpackerunterkünften, Restaurants und Bars und natürlich Touranbietern. Alle Besucher haben das gleich Ziel: An oder auf den Gletscher zu kommen. Zumeist mit dem Heli und das können wir hier den ganzen Tag über hören. Aber Gletschereis ist faszinierend und auch wir haben für morgen einen Flug mit Gletscherwanderung gebucht.
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  • Franz Josef Gletscher - Ice Explorer

    5 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 3 °C

    Heute beginnt unsere Actionwoche, wir haben uns von den Neuseeländern und allen anderen Touris, die hierherkommen, anstecken lassen und stellen die Natur mal auf einen Nebenschauplatz. Wir haben ja schon darüber geschrieben, dass Action in NZ großgeschrieben wird, doch hier und in der Nähe von Queenstown (Hauptstadt der Action), nimmt das ganz andere Ausmaße an.
    Angefangen damit, dass wir in einem typischen Backpackerquartier gelandet sind (freies unbegrenztes WLAN, freie internationale Ferngespräche, Whirlpool, Frühstück und Gemüsesuppe am Abend), endet es damit, dass wir scheinbar mit Franz Josef (Stadt) einen typischen Skiort vor uns haben. Ski laufen geht aber nicht, deshalb werden wir auf den Gletscher fliegen, um dort in Spalten, Höhlen und auf Eisflächen zu 'wandern'. Gesagt, getan - am Abend vorher gebucht, fliegen wir gegen Mittag mit dem Helikopter und notwendiger Gletscherausrüstung hinauf auf 800 m Höhe. Beim Frühstück im Gemeinschaftssaal fühlen wir uns ins Ferienlager zurückversetzt, aber wir lernen dabei nette Leute aus Schweden, UK und Deutschland kennen und tauschen uns über gute und weniger gute Aktivitäten aus.
    Wir haben super Wetter. Sonne und Wolken im Wechsel lassen das typische Blau des Gletschereises und -wassers sehr schön leuchten. Es sind 11°C und wir haben ungefähr 150 m Eis unter uns. Der Gletscher ist ca. 9,5 km lang, der höchste Punkt ist auf 2.600 m und das Gletscherende auf 250 m Höhe. An seiner dicksten Stelle misst er 300 m, an der dünnsten 16 m und er bewegt sich mit ca. 1,5 m/Tag vorwärts. Im oberen, steilen Bereich, sind es sogar 6-7 m/Tag.
    Harry, unser Guide, weist uns in den Gebrauch der Steigeisen (Crampons) ein und schon gehts los. Am Anfang geht es langsam (Immer wieder warten wir, dass die Vorgruppe weiterrückt) und wenig anspruchsvoll ins Eis 😟. Da sind wir anderes aus Alaska gewöhnt. Aber dann kommen wir in den Advanced Track und jetzt macht es Spaß. Enge Spalten, Höhlen durchkriechen, steile Auf- und Abstiege und eine grandiose Szenerie (Berge, Eis und Eisabgänge und der Regenwald bis dicht an den Gletscher) lassen uns den Anfang vergessen. Es ist toll 😊 und wir wollen mehr. Leider ist nach knapp 3 Stunden schon Schluss und es geht mit dem Hubschrauber zurück.
    Wir haben mit dem Ice Explorer Ticket auch den zeitlich unbegrenzten Zugang zu den Hotpools erworben und nach einer kurzen Kaffeepause entspannen wir uns in 36°C bis 40°C warmen Wasser 😇. Da es uns jetzt richtig gut geht und wir keine Lust auf Abendessen selber machen haben, gehen wir essen. Nach 1 l Cider für Heike machen wir Schluss für heute.
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  • Nikolaus

    6 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Happy Nikolaus 🎅🏼- wenn auch nachträglich!
    Wir müssen wieder auf die Straße, denn wir wollen ins Fjordland ganz im Süden von NZL. Schnell noch Brot kaufen (hier treffen wir Selina und Daniele wieder - sie haben bereits eine Fahrgelegenheit) und los gehts!
    Am Fox Gletscher Viewpoint gehen wir einen kleinen Riverwalk und gucken auf die Gletscherzunge des kleinen Bruders vom Franz Josef.
    Bevor wir die Westküste verlassen, können wir am Knights Point nochmal das Meer sehen und fotografieren.
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  • Haast Pass Highway

    6 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Der Haast Pass (benannt nach unserem schon bekannten Geologen) trennt die raue Westküste vom milden Central Otago und verbindet die Orte Haast und Wanaka miteinander. Er führt durch die Berge des Aspiring Nationalparks und ist ein alter Maori-Pfad. Der Bau der Straße dauerte 10 Jahre.
    Am Beginn des Passes steht ein nettes Visitor Center, wo all die Infos und noch viel mehr sehr gut aufbereitet und zu betrachten sind. Für 2 $ kaufen wir einen "Lageplan" für die 140 km lange Strecke, denn es gibt etliche spektakuläre Ausblicke und Wanderwege in jeder erdenklichen Länge! So gerüstet machen wir uns auf den Weg - muss nur noch das Wetter mitspielen, denn es regnet!
    Deswegen suchen wir einen überdachten Picknickplatz, den wir am Pleasant Flat auch finden. Nach zwei Minuten flüchten wir wegen der Sch...sandfliegen ins Auto, die Viecher stechen wirklich voll fies und treten immer im Rudel auf! Im Auto kann man auch prima essen! Der Bushwalk steht also nicht zur Debatte.
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  • Blue Pools

    6 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 11 °C

    Wir werden mutiger und nehmen den Weg von einer Stunde in Angriff! Das Wetter spielt mit und die Blue Pools wurden uns im Besucherzentrum wärmstens empfohlen! Auf einem schönen Waldweg und über zwei Hängebrücken kommen wir dort hin. Die türkise Farbe entsteht durch Lichtbrechung im schneegefütterten eiskalten Wasser (wörtliche Übersetzung 😀).
    Auf dem Weg treffen wir immer wieder bekannte Gesichter. Mit einem Pärchen haben wir im Abel Tasman NP zusammen gewohnt, mit zwei Männern haben wir gestern gefrühstückt und mit zwei anderen waren wir gemeinsam auf dem Gletscher. Der Weg von Franz Josef führt eben nur in zwei Richtungen und wer nach Süden fährt, hat Queenstown zum Ziel und muss über den Haast Pass. So nehmen alle die gleiche Straße und am Lookout trifft man sich - ist schon lustig!
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  • Lake Wanaka und Lake Hawea

    6 Disember 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 28 °C

    Zwei weitere Fotostops machen wir am Lake Wanaka (45,5 km lang und 311 m tief) und Lake Hawea (35 km lang und 393 m tief). Die Straße führt nun entlang beider Seen (nacheinander) mit einer wunderschönen Kulisse aus See, Bergen mit und ohne Schnee und Sonne!
    In Wanaka angekommen können wir sogar in der Sonne sitzen und Kaffee trinken! Nach einem Spaziergang zum See haben wir keine Lust mehr auf Natur und gehen zurück zu unserem Sofa, denn sowas haben wir sehr selten!
    Mit nicht mal 300 km Fahrstrecke vergeht hier locker mal ein ganzer Tag. Planung ist also sehr wichtig und wir haben schon einige Dinge von der ursprünglichen Route gestrichen.
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  • Puzzling World

    7 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Unsere geplante Klettertour fällt leider ins Wasser, es regnet und soll sich heute auch nicht mehr viel ändern. Wir sind ein bisschen traurig, denn vor allem Dirk wollte unbedingt den Wasserfall erklettern! Wenn das Wetter passt, versuchen wir es vielleicht später.
    Wohin also mit der vielen Zeit 😉?
    Plan B lautet Puzzling World hier in Wanaka. Es gibt verschiedene Abteilungen mit trickreichen Illusionen, eine Puzzlestube (alles wie geschaffen für schlechtes Wetter) und einen Irrgarten, den wir zuerst besuchen - denn es regnet nicht mehr!!! Welch ein Hohn, ab und zu kommt sogar die Sonne raus! Wir haben trotzdem Spaß, irren im Irrgarten umher und versuchen die vier Türme in einer bestimmten Reihenfolge zu finden, was uns auch (fast) gelingt! Das gibt Schritte! Die Wegstrecke des Irrgartens ist 1,5 km lang, wir sind sie nicht nur einmal abgelaufen. Eigentlich sah es ganz einfach aus 😃!
    Auch die übrigen Sachen dieser witzigen Attraktion machen Spaß, sogar die Toiletten!
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  • Kawarua Gorge

    7 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ -2 °C

    Hier ein neuer Eintrag, damit meine Mutti und Vati wieder Lesestoff haben 😀! Denn die Beiden gucken jeden Morgen, ob sich im Blog was getan hat und sind sicher unsere treuesten Leser!
    Irgendwann trennen wir uns von den Spielereien, denn wir wollen nach Queenstown, wo das Zauberwort "Action" heißt und es unendlich viele Angebote gibt für Jetboot, Rafting, Skidiving, Asphaltsurfen, Klettern, Helikopterflüge, ... - und Bungee Jumping, das hier erfunden wurde.
    Auf unserer Fahrt durch die Kawarua Schlucht kommen wir zur Kawarua Suspension Bridge - dem Geburtsort des "todesmutigen Kopfsprunges". Ein Kiwi-Abenteurer namens AJ Hackett wagte die ersten Sprünge Mitte 1989, erst vorsichtig aus einer Seilbahn in den weichen Tiefschnee, dann illegal vom Eiffelturm und schließlich von der 43 m hohen historischen Brücke in der Nähe von Queenstown. Seitdem hat es sich zu einer lukrativen Touristenattraktion entwickelt, denn ungefähr minütlich stürzen sich Verrückte kopfüber von genau dieser Brücke - für locker 200 Dollar! Von einer riesigen Besucherterrasse aus kann man das prima beobachten. Wir machen das und können uns kaum trennen, irgendwie fasziniert der Anblick doch 😃.
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  • Arrowtown

    7 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Dann gehts doch weiter. Wir wollen uns noch die ehemalige Gold Town Arrowtown anschauen, gegründet 1862. Hier sind noch etliche Holzhäuser aus der alten Zeit erhalten geblieben. Schön restauriert, sind sie nun zumeist Shops, Souvenirläden und Restaurants. An die chinesischen Goldsucher, die sich hier niedergelassen haben, erinnert eine Art Freilichtmuseum. Wir schauen uns kurz um, gönnen uns einen Kaffee und fahren nun endgültig nach Queenstown, denn jetzt fängt es doch an zu regnen.
    Von der quirligen Stadt, die ganz idyllisch am Lake Wakatipu liegt und umgeben ist von den Bergen des Mount Aspiring NP, kriegen wir nicht mehr viel mit. Wegen ganz schlimmen Regens verlassen wir unsere "heimelige" Schlafbuchte nicht mehr, aber wenigsten sitzen wir trocken!
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  • Doubtful Sound Overnight Cruise - Start

    8 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Es ist der 8.12.16 und es ist Weihnachten 🎄- halt nein, natürlich nicht. Wir hatten aber schon berichtet, dass wir uns eine zweitägige Fahrt mit dem Segelschiff mit Übernachtung auf dem Doubtful Sound als gemeinsames Geschenk gegönnt haben und das lösen wir bereits jetzt ein. Dieses Mal haben wir die Tour inklusive An- und Abfahrt ab Queenstown gewählt. Damit sparen wir uns die eigene mehrstündige Fahrerei und haben Augen für die Fahrt durch die fantastische Landschaft. Ein Hol- und Bringeservice von unserem Quartier ist auch noch enthalten. Das klappt wieder einmal ganz hervorragend. Das haben die Neuseeländer einfach drauf.
    Mit dem Bus geht es dann nach Manapouri, hier startet unsere eigentliche Reise mit der Bootsfahrt über den mit vielen Inselchen gespickten Lake Manapouri. Er ist der mit 450 m tiefste und für viele Neuseeländer auch schönste See Neuseelands. Am Ende angekommen steht dort das größte Wasserkraftwerk NZL, dessen gigantische Maschinenhalle sich 200 m unter der Erdoberfläche befindet. Oberirdisch wenig spannend, passiert unter der Erde Außergewöhnliches. Wasser fällt über 180 m in die Tiefe und treibt Vertikalturbinen an. Das abfließende Wasser wird dann durch einen 10 km langen Tunnel zum Doubtful Sound geleitet. Eine grandiose Ingenieursleistung.
    Jetzt folgt eine Busfahrt über den Willmot Pass zur Deep Cove. Diese Straße wurde eigens für die Errichtung des Kraftwerkes gebaut. Am Pass machen wir einen Fotostopp, denn hier sehen wir das erste Mal den Doubtful Sound. War die Fahrt bis hierher schon großartig, verschlägt es uns nun die Sprache. Das wird eine ganz wundervolle Seefahrt werden. Die Kulisse ist atemberaubend und das Wetter fantastisch. Eigentlich regnet es hier bis zu 15 m pro Jahr, und das fast täglich. Wir aber haben strahlenden Sonnenschein, Wärme, grünen Regenwald und blaues Wasser - der wärmste Tag der Saison und einer der wärmsten der letzen Jahre, einfach nur traumhaft.
    Dann gehen wir an Bord des 'Fjordland Navigator' und beziehen unsere Twinkabine im Oberdeck. Alles richtig gemacht, wir haben Platz und beste Aussicht. Während der Sicherheitseinweisung legen wir bereits ab. Ziel ist die Mündung in die Tasmansee und dann ein Stück zurück, um in einem Seitenarm für die Nacht zu ankern. Die Fahrt lässt sich nur mit einmalig schön beschreiben. Der Sound ist eigentlich ein Fjord und der zweitgrößte des Fjordland Nationalparks. Er ist an seiner tiefsten Stelle 430 m tief und hat Gezeiten mit einem Hub von 2,5 - 3 m. Was meint ihr, warum heißt der Sound nicht Fjord? Sounds entstehen durch Absenkung von Flussläufen und Fjorde durch Gletscher. Hier waren definitiv Gletscher am Werk, das ist gut an der U-Form der Täler zu erkennen. Als die Sounds jedoch ihre Namen erhielten, kannte man den Begriff Fjord noch nicht. Der wurde tatsächlich erst im 20. Jahrhundert aus der norwegischen Sprache übernommen.
    Die Fahrt geht unter Segeln und Motor ruhig voran. Wir sehen Delfine, Robben und Albatrosse und hören unzählige Vogelstimmen.
    Dann machen wir im First Arm Halt für unsere Wasseraktivitäten. Heike und ich haben das Kajak gewählt 😊. Hier müssen wir einfach selbst aktiv werden. Das Wasser hat 15 °C und ist damit super warm für den Fjord.
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  • Doubtful Sound - Kayaking

    8 Disember 2016, New Zealand ⋅ 19 °C

    Wir setzen die Kajaks aus und in einer großen Gruppe paddeln wir die Uferlinie ab. Was soll ich sagen - genial und alles ohne Sandfliegen, die hier sonst in Milliardenschwärmen auftreten. Natürlich hören wir die Maorigeschichte zu den Sandflies erneut, aber scheinbar lassen uns diese reinkarnierten Krieger in Ruhe, wir wollen ja nur die Schönheit genießen 😊.
    Unser Schiff fährt plötzlich an uns vorbei und wir können am Ende des Armes wieder einsteigen und brauchen nicht zurück paddeln. Als wir ein Foto von uns machen lassen wollen, verhakt sich die Kameraschnur an meiner Sonnenbrille und schwups, ist die Brille abgerissen und liegt jetzt ca. 250 m tief auf dem Grund des Sounds. Sehr ärgerlich, da sie auf meine Sehstärke angepasst war. Muss ich wohl nach unserer Rückkehr nach Queenstown nach Ersatz suchen.
    Davon lassen wir uns nicht unterkriegen - es ist Weihnachten. So bestellen wir eine Flasche Wein und lassen es uns auf dem Viewdeck gut gehen 🍾😊
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  • Doubtful Sound - Tasmansee

    8 Disember 2016, New Zealand ⋅ 19 °C

    Wir essen Suppe, unser Käpt'n setzt die Segel und es geht in gemütlicher Fahrt zur Mündung des Sounds in die Tasmansee. Je näher wir kommen, desto stärker wird der Wind und das Wasser unruhiger. Unsere Kleidung wird wieder länger und dicker 🤓. Kurz vor der Ausfahrt auf die Tasmansee stoppen wir vor dem Nee Islets und beobachten eine Kolonie von Pelzrobben beim Nichtstun. Ha, die machen es genauso wie wir 👍😜.
    Und dann erwartet uns die raue See. Das Schiff giert und rollt und wir haben Spaß, genauso wie die beiden Royal Albatrosse, die uns ein bisschen begleiten. Imposante Vögel, selbst aus der Entfernung. Das hat uns überzeugt, wir hatten es schon geplant, aber jetzt nehmen wir es uns fest vor, die Albatrosskolonie bei Dunedin zu besuchen. Das ist die einzige Möglichkeit weltweit, diese Vögel auf dem Festland zu sehen. Ansonsten brüten sie nur auf Inseln 🌴, weit draussen in den Ozeanen.
    Bei untergehender Sonne nehmen wir wieder Kurs auf den Sound. Und schon wird es ruhiger und wärmer. Auf dem Weg zum Ankerplatz sehen wir noch die blauen Zwergpinguine im Wasser schwimmen. Die Fotos dazu, wie auch die von den Albatrossen, sind leider völlig unbrauchbar, da die Bewegungen von Schiff und Tieren nicht synchron waren 😉.
    Am Ankerplatz gibt es ein leckeres 3-Gänge Abendbuffet vom deutschen Koch (Markus aus Rottweil). Wir kommen mit einigen Mitreisenden ins Gespräch und Heike kann ihr Englisch bei dem indischstämmigen Pärchen aus Chicago, die Neuseeland in 2 Wochen erkunden wollen, festigen. Oder bei den beiden chinesischen Damen, die früher in China nicht nur zusammen Medizin studiert haben, sondern auch in einem Zimmer mit Doppelstockbett gelebt haben. Heute lebt die eine in Ottawa, Kanada und die andere in Melbourne, Australien. Sie haben sich nach Jahren zu dieser Reise wieder zusammengefunden. Neben Schweizern, Holländern und uns, sind es vor allem Kiwis, die ihr Fjordland besuchen. Danach noch ein Vortrag über Geologie und Gletscher, den wir aber schwänzen und lieber bei einem Glas Wein unsere Bilder bearbeiten und am Blog arbeiten.
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  • Doubtful Sound, 2. Tag und Rückfahrt

    9 Disember 2016, New Zealand ⋅ 15 °C

    6.30 Uhr gehts unter Segeln wieder zurück zur Deep Cove, natürlich nicht ohne den einen oder anderen Abstecher oder Stopp einzulegen. Das Wetter hat sich komplett geändert und ist wie es hier eigentlich vorherrscht, kühl und trüb. Aber es regnet wenigstens nicht und wir haben Spaß an den Manövern des Käpt'n, der uns mal zeigt, wie er das riesige Schiff auf wenige Zentimeter an die überstehenden Felskanten heranfährt, um mit dem Vorsegel die Uferpflanzen zu berühren und uns unter einen heute nur tröpfelnden Wasserfall zu bringen.
    Zu guter Letzt geht es noch in den Halls Arm. Am Ende stoppen wir und es werden alle Maschinen und Generatoren, unsere Gespräche, Bewegungen, sowie Foto- und Videoaufnahmen beendet. Da bekommt der 'Sound of Silence' eine ganz neue Bedeutung. Es ist überwältigend, wie die Natur ohne jegliche äußere Störung klingt und wie intensiv das Geräusch der Wasserfälle und Vögel auf uns wirkt.
    Auf dem letzten Bild gibt es was herauszusehen - hier, dass was wir sehen: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roC1epmcq9IZJnQUc
    Tja, und dann ist unser Törn auch schon fast zu Ende. Nur noch anlegen, Busfahrt über den Willmont Pass, Bootsfahrt über den Lake Manapouri und kurze Bustour nach Te Anau. Und siehe da, wieder treffen wir unsere Schweizer Tramperin Selina. Sie macht hier Pause, will aber noch weiter nach Süden, bevor sie nach Christchurch zieht, um nach Zürich zurückzufliegen. Sie ist übrigens gelernte Tischlerin und will dann auf Jobsuche gehen. Mir gefällt ihre Einstellung zu einer Langfristanstellung und was sie von nachhaltiger Holzwirtschaft hält. Wir verabschieden uns und wünschen ihr viel Glück und Erfolg für die Jobsuche und alles Weitere, denn jetzt geht es mit unserem von der Hinfahrt bekannten Bus in ca. 2,5 Stunden zurück nach Queenstown, wo uns ein Taxi in unser Motel bringt. Es war ein wunderbarer Ausflug, den wir euch nur wärmstens ans Herz legen können.
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  • Queenstown - Aprés Sun

    9 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 15 °C

    Es hält uns nicht in unserer "exquisiten" Unterkunft. Zum einen brauche ich eine Sonnenbrille 😎 und zum anderen ist Queenstown im Sommer wie Sölden im Winter, nur ohne Ski 😉. Eine Sonnenbrille in meiner Sehstärke kann mir keiner der Anbieter rechtzeitig vor Abreise aus NZL bereitstellen und ich brauche sie schon morgen, denn wir werden zurück nach Wanaka fahren, um die ausgefallene Klettertour nachzuholen 👍. Also neue Idee - Sonnenclip für meine normale Brille. Den gibt es in den Drogerien, aber keiner passt. Zurück zum Optiker findet sich dann ein einziger (reicht ja 😊) passender Clip und die weitere Weltreise ist gesichert 🤓.
    Jetzt mischen wir uns unter das (jugendliche) Volk und schlendern am Hafen entlang, essen Abendbrot, sehen eine schwedische Comedyperformance, lassen uns dann von der Aprés (Ski) Sun-Stimmung anstecken und setzen uns mit eine großen Flasche Cider zu den anderen ans Wasser. Eigentlich ist Alkohol in der Öffentlichkeit nicht gestattet, aber in Queenstown scheint das keine Gültigkeit zu haben. Uns gefällt es und wir bleiben bis nach Mitternacht.
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  • Klettertour - Wild Wire Wanaka

    10 Disember 2016, New Zealand ⋅ 🌬 17 °C

    Es ist der 100. Tag unserer Reise, das Wetter ist prima und Dirk hat voll Lust auf Klettern im Wasserfall, also fahren wir heute Morgen zurück nach Wanaka, kochen uns Nudeln (Kohlenhydrate als Grundlage!) und los gehts! Für die Nachmittagstour waren noch Plätze frei, an der Touriinfo werden wir pünktlich abgeholt und nach 20 Minuten Fahrt durch schöne Landschaft stehen wir vor dem Objekt der Begierde: Ein Wasserfall in einer Steilwand, den es nun zu erklettern gilt.
    Nach Sicherheitseinweisung, Klettergeschirr anlegen, Erläuterungen und Probeklettern am "Babyfelsen", gehts zu sechst mit unseren zwei netten Guides Laurel und Mark ran an den Speck bzw. an den Felsen, der beim Näherkommen irgendwie immer höher wird 😀!
    In den nächsten drei Stunden erklimmen wir mit und ohne Hilfe von Eisenkrampen immer schön in der Vertikalen oder noch steiler(!) den Wasserfall, der irgendwo ganz weit oben beginnt! Wir überqueren dreimal in gefühlten 1.000 m Höhe die Schlucht, und zwar auf wackligen Hängebrücken oder nur auf dem Drahtseil. Wie das aussieht könnt ihr auf diesem Video sehen (und mich dann bitte ein bisschen bewundern!): https://www.youtube.com/watch?v=Gv0or2szy5U.
    Zwischendurch werden wir mit Schokolade und Erdbeeren aufgepeppt und am Schluss der Tour in 400 m Höhe gibts einen kleinen Lunch mit Käse und Snacks.
    Dirk hat Spaß ohne Ende und ich habs auch geschafft 😀. Aber fest steht: Ein tolles Erlebnis und ganz nebenbei können wir die traumhaften Ausblicke auf die umliegenden Berge in strahlendem Sonnenschein bewundern. Mehr Bilder gibt es hier als Fotoshow: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roC-ObFMvZgn242YC
    Das ganze Kletterparadies hat übrigens Mark weitgehend allein erbaut und wird ihn noch erweitern, so dass man im nächsten Jahr doppelt so hoch klettern kann - wer braucht denn sowas?!
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  • Clyde und Alexandra

    11 Disember 2016, New Zealand ⋅ ⛅ 4 °C

    3. Advent und wir sind schon wieder auf der Straße. Wir müssen langsam an den Rückweg Richtung Fähre denken und fahren deshalb heute an die Ostküste der Insel. Die letzten Tage waren wir immer wieder in Tolkienland unterwegs. Zwischen Wanaka, Queenstown und dem Fjordland haben wir viele Schauplätze der Filme um Mittelerde gesehen. Zum Beispiel das Gebirge "The Remarkables" auf dem Weg zum Doubtful Sound, das je nach Film mal Isengard, Mordor oder Snow Mountains heißt. Oder unsere Kletterwasserfälle, die im Hobbit eine Rolle spielen. Irgendwie war alles mal dabei. Unterwegs nehmen wir mal wieder ein Mädel mit. Das ist kurz vor unseren Lookout in Clyde, wo sich ein riesiger Staudamm mit 100 m Höhe und 500 m Länge befindet. Ein Foto ist er schon wert.
    Unsere Tramperin stammt aus Quebec, Kanada und heißt Alexandra. Sie kommt mit bis zum gleichnamigen Ort, den sie unbedingt näher erkunden möchte. Mich interessieren hier besonders die öffentlichen Toiletten 😀, die es übrigens in jedem Ort gibt und die auch allermeist ohne Bedenken zu benutzen sind - eine prima Toiletteninfrastruktur hat Neuseeland!
    Am Ende des hübschen Ortes finden wir die alten Brückenpfeiler der Alexandra Brücke, in Benutzung von 1882 bis 1958. Sie führte über den Clutha Fluss und ist ein Zeichen früherer Ingenieurskunst. Dazu muss man wissen, das vor dem Bau der Brücke bei der Flussüberquerung per Boot viele Menschen ihr Leben liessen, weil die Strömung unberechenbar war. Erst mit dem Bau des Staudamms in Clyde konnte eine Regelung herbeigeführt werden. Doch noch was gelernt in Alexandra 😉!
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  • Dunedin

    11 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Dunedin - im Reiseführer steht: Ein Stück Schottland am Ende der Welt. Auch diese Stadt erlangte im 19. Jahrhundert großen Reichtum durch Gold und etliche prachtvolle Bauten präsentieren das. Fachleute sprechen sogar von der weltweit besterhaltenen Stadt im viktorianischen Stil.
    Der Ort ist unser Tagesziel, denn von hieraus starten wir morgen unseren Ausflug zu den Albatrossen.
    Es ist noch früh am Tage und wir machen uns erstmal ein Käffchen, um nebenbei mal wieder die nächsten Touren und Motels zu buchen.
    Danach machen wir uns auf zum Stadtspaziergang, um diese wunderbaren Gebäude zu betrachten. Es ist immer noch der 3. Advent, und gleich in der ersten Kirche (Knox Church) bleiben wir bei einer Chorprobe zum Advent-Gottesdienst mit Konzert hängen und lauschen andächtig. Dabei müssen wir an Angelika und Marcus denken, die auch im Chor singen und gerade in der Weihnachtszeit häufen sich sicherlich die Konzerte.
    Ansonsten wirkt die Stadt am Sonntag Abend wie ausgestorben, aber die Gebäude lassen sich auch ohne Trubel gut besichtigen. Am besten hat uns der alte Bahnhof gefallen, von dem noch täglich ein nostalgischer Zug durch grüne Landschaft und mächtige Schluchten Richtung Queenstown fährt.
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  • Dunedin - Olveston & Baldwin Street

    12 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 9 °C

    Schock am Morgen, es sind nur 12 °C und es regnet, na super 😠. Wir wollen doch noch in der Stadt ein bis zwei Dinge ansehen und vor allem zur Otago Peninsula (Halbinsel), die Royal Albatrosse besuchen. Wieder einmal haben wir durch bookme.co.nz erstaunliche Rabatte für die dortige Nachmittagstour erhalten.
    Ok, der Wetterbericht zeigt über den Tag Verbesserung - bei stürmischem Wind. Also ziehen wir langes Zeug (Unterhose), Kunstfaserpelz und wind- und wasserdichte Jacke, plus Mütze und Handschuhe an. Es gibt schließlich kein schlechtes Wetter 😏.
    Erste Station: Olveston House, ein ehemaliges Wohnhaus von 1906, das heute als Museum vor allem die Lebensweise der Upperclass um die vorletzte Jahrhundertwende zeigt. Da der Besuch nur mit Führung möglich ist und wir dafür keine Zeit haben, müssen Fotos von außen reichen. Letztlich haben wir sowas auch schon mehrfach in Europa gesehen 👫.
    Zweite Station: Baldwin Street, die gemäß Guinnessbuch steilste Straße der Welt 🌎. Es ist eine Sackgasse und die Bewohner mögen es nicht, wenn man dort ständig mit dem Fahrzeug hoch- und runterfährt, also parken wir unten und laufen 🏃🏻.
    Und ja, sie ist steil, sehr steil, sehr viel steiler und am oberen Ende noch viel steiler. Die maximale Steigung der knapp 350 Meter langen Straße beträgt 1:2,86 (Angabe auf dem Straßenschild) oder 19,3° oder ca. 35 %. Im Laufe der Jahrzehnte ist die Straße eine bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt geworden. In der Wertung der steilsten Straßen der Welt folgen Filbert Street und 22nd Street in San Francisco, die beide eine Steigung von 31,5 % aufweisen. Die ursprünglich ähnlich steile Lombard Street, die ebenfalls in San Francisco liegt, wurde durch Serpentinen entschärft.
    Gut, unsere Sporteinheit ist absolviert und wir düsen ab in Richtung Otago Peninsula. Die Albatrosse rufen schon und wir wollen vorher noch ein wenig die Halbinsel erkunden.
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  • Otago Peninsula

    12 Disember 2016, New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C

    Unser Tomtom Navi routet uns wegen eines kleinen Staus auf der Küstenstraße über die Highcliff Street der Halbinsel und das ist auch gut so, denn so haben wir einen tollen Blick auf die beiden Küsten. Auf dem Weg zu den Albatrossen halten wir für ein Foto des Dunedin Hafens und der großen Sandfly Bay. Dabei gibt es hier keine Sandfliegen, sondern fliegenden Sand, das heißt große Sanddünen. Es sollen auch Seelöwen zu sehen sein, nur heute leider nicht für uns 😥. Dafür sehen wir an anderer Stelle Pelzrobben. Inzwischen ist es tatsächlich sehr stürmisch, aber die Sonne scheint immer mal wieder. Also weiter zur Albatrosskolonie, die lieben dieses Wetter.Baca lagi