• Road2Penguins
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Road2Penguins

"Wish you were here and see what I see." So würde ich diese Reise beschreiben. Ich bedanke mich bei meiner Familie und Freunden die mich dabei unterstützen und freue mich wenn ihr mit mir die Welt in Südamerika besucht. もっと詳しく
  • General Carrera

    2023年1月16日, チリ ⋅ ☁️ 17 °C

    Zum Abschied besuchen mich der Hund und der Besitzer. Wir machen noch ein Foto und weiter geht die Reise. Ripio ist spanisch ausgesprochen ein wohlklingendes Wort auch das englische Wort gravel lässt nichts böses vermuten. Aber wie das deutsche Wort Schotterstraße kann die Carretera auch rau und und sehr ruppig sein. Und das lässt sie einen heute spüren. Zum Glück liegt das Frühstück nicht schwer im Magen. Sonst würde man zwangsläufig zum Wiederkäuer werden. Die stehen dafür herrenlos am Straßenrand und grasen dort. Oder auch die Pferde. Dann wieder Gauchos die ein paar Rinder treiben. Beim Versuch ein Selfie zu machen bekomme ich unerwartet Hilfe. Ein Auto hält und fragt ob er mich fotgrafieren soll. OK. Noch ein Auto. Die Beifahrerin bietet an uns beide zu fotografieren. Bevor ein ganzer Bus mit Fotografen kommt beenden wir das Fotoshooting. Zwischendurch ein Abstecher nach Puerto Mura. Herrlicher Panoramablick mit See. Die Austral führt an dem größten See Chiles und dem tiefsten Südamerikas vorbei. Dem Lago General Carrera. Türkis schimmernd begleitet mich der Anblick. Mitunter spüre ich wie sich die Armhaare aufstellen und ein Schauer über Nacken und Rücken zum Oberschenkel bis in den kleinen Zeh jagt. Glücksmomente und Natur pur. Dabei zeigt die Carretera wieder die ganze Facette ihres Aussehens und der Straßenbeläge. Manchmal fast wieder Dschungelmäßig um nach der nächsten Kurve wieder weitläufig zu werden. Man sucht immer wieder Möglichkeiten zum Anhalten und fotografieren. Es sind Autofahrer, LKW Fahrer, Radfahrer und Backpacker die grüßen und winken. Einige wollen die Austral bis zum Endpunkt nach O'Higgins fahren und fliegen dann zurück. So wie das kanadische Ehepaar mit denen ich mich unterhalte. Und dann gibt es noch die Autos die einen teilweise eng überholen oder entgegenkommen und in einer dichten Staubwolke einhüllen. Ich erreiche Puerto Tranquilo. Ein nett wirkendes kleines Örtchen. Einige Zahnarztmoppeds (Beschreibung meines ehemaligen Schulkollegen für BMW und deren Fahrer) stehen vor den Restaurants und Unterkünften. Ich suche mir einen Campingplatz. Der Besitzer spricht sogar etwas deutsch. Für Blue und mich ist der beste Platz etwas abseits der ganzen Zelte unter einem schützenden Baum. Wir treffen ein holländisches Ehepaar und deutsche Backpacker und Reisende. Und ich bin der Mann aus Aleman mit dem Motorrad der da vorne unter dem Baum zeltet. Der Staub wird abgeduscht und noch etwas gebruzzelt. Mit einem Blick auf die Berge verabschiede ich mich.もっと詳しく

  • Catedral del Marmol

    2023年1月17日, チリ ⋅ ☀️ 21 °C

    Die Sonne scheint schon früh am Morgen. Für diesen Tag hatte ich mir etwas besonderes vorgenommen. Start sollte um 9 Uhr sein wurde aber mangels Beteiligung abgesagt. Also nächster Termin um 13 Uhr. Das holländische Pärchen macht sich zur Abreise bereit. Wir unterhalten uns noch und dabei bemerke ich es schon, der Stiftzahn löst sich. Nein, nicht hier. Leider doch. Es gibt im Ort so etwas wie eine Notversorgung. Auch zahnärztliche. Jetzt habe ich ihn in der Hand. Wenn schon dann besser so als in der Nacht verschlucken und 3 Tage warten oder komplett verlieren. Also mal hin und nachfragen. Jemand spricht Englisch. Man sagt mir, dass man keinen Kleber hat um den Zahn wieder zu fixieren. Man kann ihn auch nicht schicken lassen. Ich muss zurück nach Coyhaique. Weiter südlich in Fahrtrichtung wird die Versorgung noch schlechter. Ich kann natürlich die nächsten Wochen als Klimbimgaby durch die Gegend fahren. Würde mir aber das Lachen irgendwie verhageln. Zuerst aber geh ich auf Tour. Hier ist der Lago General Carrera. Er ist auch weltberühmt für seine einzigartigen Marmorhöhlen. Es liegen zwei Inseln mit Marmorhöhlen im See, die Marmorkathedrale (Catedral del Marmol) und die (kleinere) Marmorkapelle (Capillas del Marmol). Sie sind wirklich wunderschön und das atemberaubende türkisfarbene Seewasser in Verbindung mit dem Marmorgestein machen es zu einem unvergesslichen fast andächtigen Ort. Im Lichtspiel der Sonne, Schatten und Wasser wird das Farbspektrum noch verstärkt. Wir fahren bis in die Höhlen, berühen die Wände und müssen zeitweilig die Köpfe einziehen. Der Tag und das Wetter sind perfekt für die Besichtigung. Vorher geht es noch vorbei an ein Schiffswrack. Der Kapitän erklärt und erzählt von den Höhlen und deren Geschichte. Leider nur auf spanisch. Schade. Über das offene Meer geht es zurück zum Ausgangspunkt. 2,5 Stunden dauerte die Fahrt. Ein mehr als unvergessliches Erlebnis für 25.000 Pesos. Jetzt muss ich erstmal das Zahnproblem lösen. Der Campingplatzbeteiber hilft mir. Und ruft in Coyhaique an. Donnerstag um 9 Uhr soll ich kommen. Ist ein Notfall. Es gibt die Möglichkeit mit einem Bus zu fahren. Der fährt Mittwoch um 8.30 Uhr und einer um 9 Uhr kann aber auch 10.30 Uhr sein.Ob und wann ein Bus am Donnerstag fährt ist ungewiß. Sonst am Freitag. Ich rufe bei Tatjana an und buche schon mal das Hostel wie letztes Mal. Entweder bleiben Blue, Taschen und Zelt auf dem Campingplatz zurück oder ich fahr selbst. 200 KM. Teilweise Wellblechpiste. Antwort offen.Mittlerweile füllt sich der Campingplatz. Otto ein Backpacker aus Holland wird mein Nachbar. Und ein Pärchen aus Fürstenfeldbruck mit eigenem Van. Es gibt auch ein Gemeinschaftsraum mit Steckdosen und Internet. Ich treffe den Betreiber und wir trinken noch ein Bier. In dem Moment kommt Sigi rein. Vor einigen Tagen hatten wir uns auf einem anderen Campigplatz kennengelernt. Die anderen wundern sich und unter lautem Gelächter begrüßen wir uns. Es ist schon sehr spät als der Letzte das Licht ausmacht.もっと詳しく

  • Jubi-Tag

    2023年1月18日, チリ ⋅ ☀️ 27 °C

    Eigentlich ist so ein Tag schnell erzählt. Bauch und Herz haben sich für das Motorrad entschieden. Es macht unabhängig und ich habe alles bei mir. Letztendlich werden es über 200 KM. Davon die Hälfte ausgebauter Asphalt. Die andere Hälfte teilweise rauer Asphalt oder Schotter. Und 50 KM Schotter mit Buckelpiste. Zur Abwechslung noch aufgeweichter Sand in einer Baustelle. Selbst Autos und Bus fahren die Anhöhe im Schrittempo. Die Strecke ist auch in umgekehrter Richtung schön. Das eine oder andere tut sich auf was sonst verborgen bleibt. Und das Wetter bleibt sich treu. Nur die Straße bleibt bescheiden. Abschied von Otto. Er will heute noch Kajak fahren. In 3 Wochen geht es zurück nach Hause. Vorher noch nach Argentinien. Dort gibt es den gleichnamigen Vulkan Otto den er besteigen möchte. Abschied vom Campingplatzbetreiber. Wahrscheinlich werde ich hier zurückkehren. Es gibt noch ein Abschnitt den ich fahren möchte. Ich kann mir Zeit lassen und mach meine Pausen und Besichtigungen. Beim Blick auf den Tacho sehe ich es. Ein Jubiläum steht an. Timing und Ort passen. 55.555,5 KM. Herzlichen Glückwunsch Blue. Das muss natürlich dokumentiert und mit einem Bier begossen werden. In Coyhauque werde ich freudig von Tatjana begrüßt. Erstmal duschen und den Abend für einen Spaziergang durch die Stadt und den Einkauf nutzen. Die Clinic ist in der Nähe. Hoffentlich klappt morgen alles.もっと詳しく

  • Beautytag

    2023年1月19日, チリ ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute morgen ist es soweit. Vom Hostel bis zum Ziel Clinica Mackay Centro Medico y Odontologico, sind es ungefähr 10 min Fußweg. Hört sich nach was großem an. Als ich ankomme relativiert sich der Name. Die Anmeldung ist kaum größer als 2.5 x 3m. Ein Behandlungszimmer, das etwas größer ist. Naja. Natürlich spricht die Angestellte die Empfang, Assistenz und Sekreteriat unisono ist kein Englisch. Aber der Zahnarzt. Er hat 2 Jahre in New York gearbeitet. Eine Frohnatur und lässig drauf. Und ja, seine Arbeitsweise ist absolut Vertrauenswürdig. Ich erzähl von Blue und unserer Reise. Er ist begeistert und weiht seine Assistenten ein. Sein Traum ist die Panamericana. Alaska, kann ich mit weit geöffneten Mund herausbringen. Und ein begeistertes ja kommt als Antwort. Nach einer halben Stunde ist der Zahn drin und hält. Ich kann wieder lachen. 50 Dollar.
    Er selber nimmt die Daten auf und will die Rechnung per Mail schicken.
    Zurück zum Hostel. Tatjana kommt mir entgegen und ich bezahle erstmal die Übernachtung, dabei frag ich nach einem Friseur. Die anderen öffnen nachmittags oder schneiden nur Damen. Gleich um die Ecke sagt sie. Dort spricht keiner Englisch. Oh, Oh. Wenn das mal gut geht. Ich versuch mit Handzeichen zu erklären was ich will. Das Endergebnis kann sich sehen lassen, finde ich und für umgerechnet 11 Euro absolut OK.
    Verabschiedung vom Hostel und es geht zurück. Der erste Streckenabschnitt ist Asphalt. Aber nochmal den ganzen Schotter? Zum 3. Mal? Planänderung. Abzweig nach Puerto Ibanez, dicht an der Argentinischen Grenze und dann mit der Fähre nach Chilo Chico. Von dort den Lago General Carrera entlang. Falls dort Schotter ist, dann wenigstens eine andere Umgebung. Die Strecke nach Ibanez ist Asphalt. Die Umgebung mal wieder traumhaft. Irgendwann schaut man sich die Bilder an und wird denken, naja, wirkt alles gleich nur andere Blickwinkel wenn man um den schneebedeckten Berg fährt. Aber nein, hier ist es ein lautloses Spektakel, ein gewaltiges Bilderfeuerwerk. Du fährst 2 oder 3 Kurven und dss Bild ändert sich wieder. Es ist unglaublich, unglaublich schön. In Puerto Ibanez angekommen steht schon die Fähre bereit. Das Office öffnet um 18 Uhr. Abfahrt 20 Uhr. Genügend Zeit. Etwas Essen, trinken und ein Eis. Einkaufen. Über den Steg gehen. Es ist nach 18 Uhr. Kein Ticket für mich. Alles ausverkauft, auch morgen. Ferienzeit. Ich versuch es nochmal, und komm auf die Warteliste als Nr. 3. Hier ist auch ein Touristikcenter. Ich komm in ein Gespräch mit einem älteren Mann. Erzähl von der Hoffnung auf ein Ticket. Kein Problem meint er. Er telefoniert, spricht mit dem Personal und geht zum Office. Zwischenzeitlich seh ich es. Plattfuß. Kompressor raus und aufpumpen, denn ich darf auf die Fähre. Die Umherstehenden freuen sich mit mir, dass die anderen und ich mitkönnen. Die Fahrt dauert 2 Stunden und 15 Min. Für umgerechnet schlappe 7 Euro. Ohne Unterkunft, mit einem kaputten Reifen und in der Dunkelheit wird die Ankunft sein. Die besten Voraussetzungen für ein Abenteuer. Aber die Haare sind schön und ich kann dazu breit lachen. Direkt am Fährhafen ist eine Tankstelle. Gut. Aber deren Kompressor ist kaputt. Schlecht. Im Office hängt ein Zettel von einem Vulkanisateur. Davon gibt es etliche. Kein Wunder bei den Straßen. Der Tankstellenmitarbeiter, der etwas englisch spricht ruft ihn an. Er will morgen kommen. Gut. Ich hol meinen Kompressor wieder aus den Tiefen meiner Garage. Die Tankstelle macht zu und ich habe kein Licht mehr. Schlecht. Aber meine Stirnlampe ist griffbereit. Gut. Der Angestellte entschuldigt sich, dass er das Licht ausmachen musste. Ist OK, schließlich ist Feierabend, vielleicht kennt er eine Cabana in der Nähe. Ja, seine Mutter hat eine. 2.5 KM von hier. Das müsste gerade gehen mit einmal aufpumpen, Notlaufeigenschaften und Schrittempo. Tatsächlich angekommen. Alles nagelneu und pikobello sauber. Mit neuer Küche und allem für umgerechnet 32 Euro. Das Meer ist vor der Tür. Ich hoffe ich kann morgen oder übermorgen weiterreisen. Ich muss erstmal darüber schlafen, wie ging das noch mit Reifen abziehen ...?
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  • Läuft und läuft und läuft

    2023年1月20日, チリ ⋅ ⛅ 22 °C

    Die Unterkunft war toll. Hatte aber einen Haken. Sie war am Meer und hätte auch am Amazonas stehen können. Denn abends kamen die kleinen Fliegen. Einge Hundert hatte ich versprayt.
    Diego, so sein Name hielt Wort. Früh morgens meldete er sich. Ich werde den Reifen zum abholen ausbauen. Diego bot an ihn hinzubringen. Tatsächlich. Er wohnte gegenüber und kam vorbei. In den Tiefen meiner Alukoffergarage hatte ich vorsichtshalber einen verstärkten Original Heidenauschlauch und Flickzeug. Das gab ich ihm zusätzlich mit. Ein Gartenschlauch lag hier. Also Beautytag auch für Blue. Und Waschtag, denn die Sonne scheint. Diego meldet sich. Der Vulkanisateur macht noch einen Baggerreifen fertig. Als Diego wiederkommt ist der Heidenauschlauch drin und der andere geflickt. Alles für schlappe 11 Euro. Mein Flickzeug brauchte er nicht. War auch zu Schade. Der andere Schlauch kam aus Thailand. Ich hab ihn trotzdem behalten. Hab dafür aber mehr Platz im Koffer. Diego hilft beim Radeinbau. Das spart Zeit und Fummelarbeit. Sein Vater kommt auch noch vorbei. Es ist nachmittags als ich losfahre. Noch kurz bei einem Schrauber vorbei. Der hat ein Drehmomentschlüssel. So, alles vorschriftsmäßig. Telefonnummer mitgenommen. Er hat Connections.
    Kaum raus aus Chile Chico fängt der Regen an. Nach 10 KM ist Schluß. Dafür rauer Asphalt. Der auch nicht mehr aufhört. Buckelpiste und Schlaglochkrater. Blues Windschild klappert heftig und geräuschvoll. Es tut weh, wenn ich Blues geklapper höre. Zweifel kommen auf wie sinnvoll es ist mit 30 Jahrer alter Technik hier zu reisen. Blue beklagt sich nie. Sie läuft und läuft und läuft. Die Gedanken werden zur Seite gewischt. Der Reiz liegt darin mit ihr hier zu sein. Zahnarztmopped kann jeder. So bescheiden die Straße auch ist, der Landschaftliche Reiz überwiegt am Ende doch. Und manchmal bringt man sich auch selbst in Bedrängnis. Einer der ganz wenigen "Parkbuchten" ist wie so oft nur durch eine Kiesbettfurche zu erreichen. Doch diesmal hänge ich beim rausfahren fest. Keine Chance. Obwohl hier nur selten Autos und Klein-LKW fahren, kommt innerhalb 2 Minuten Hilfe. 2 Argentinier helfen mir aus der bedrohlich werdenden Lage. Glück gehabt. Die Piste bleibt schlecht aber immer wieder Stopps für Fotos. SUPERGAU. Handy ist unterwegs aus dem Tankrucksack gefallen. Eines der Dinge die auf keinen Fall passieren dürfen. In Südamerika ohne dieses Handy. Zurück. Mir kommt ein Pick up entgegen. Ich stoppe ihn. Ja, da lag ein Handy auf der Straße. Sie haben es liegen lassen. Ich beeile mich und muss aufpassen nicht unvorsichtig zu sein. Ein Kleinbus. Nein, er hat nix gesehen. Mir wird übel. Ich bitte alle Engel um Unterstützung. Stopp, da liegt was. Mein Handy. Mitten auf der Straße. Bitte lass es funktionieren. Ja, tatsächlich es funktioniert. Natürlich ist das Glas an der Seite ramponiert aber unglaublich sonst ist das Display in Ordnung. Dank an alle Engel. Irgendetwas sagt mir, ich werde an einem schönen Ort Wildcamping machen. Und ich fahre bis in den Abend hinein. Und Blue läuft und läuft und läuft. Mein Internet ist nicht verfügbar. Kein Navi. Irgendwo bieg ich ab zu einem Campingplatz und verfahren mich. Kurz bevor ich aufgebe sehe ich einen Weg und Felsen. Da ist mein Platz. Ein See auf der einen Seite und schneebedeckte Berge auf der anderen. Und während ich mein Zelt aufbau beginnt der Himmel mit seinem Farbspiel. Es dauert ca 20 Minuten. Ich bin zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Gänsehautfeeling pur. Ich lasse das Überzelt weg. So kann ich in der Nacht den Sternenhimmel sehen. Es ist ganz still nur ab und zu der Ruf eines Vogels. Es erinnert mich an einen Adler. Was für ein Tag.
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  • Glacier im Regenbogenland

    2023年1月21日, チリ ⋅ ☁️ 14 °C

    Es ist sehr früh als ich aufwache. Bis auf das plätschern einer Ente im Wasser ist nichts zu hören. Ich merke noch nichts aber auf dem Wasser sieht man Regentropfen. Jetzt schnell die Sachen packen. Bis auf ein paar Nieseltropfen bleibt es aber ersmal trocken. Entlang des Lago General Carrera geht es zur Austral. Nun heißt es sich entscheiden. Links weiter nach Cochrane oder nochmal 50 KM rechts nach Puerto Tranquilo. Nach ca. 5 min entscheide ich mich für rechts. In Tranquilo angekommen bevorrate ich mich und tanke. Das Wetter ist schon die ganze Zeit unbeständig und bleibt es auch. Ich will in die Bahia Exploradores fahren. Die Entdeckerstraße. Hier hatte der Deutche Grosse einen gewichtigen Anteil. Als man eine Verbindung von Pazifik und Atlantik suchte um sich die Kap Hoorn Umsegelung zu ersparen. Er wurde beauftragt das Land zu vermessen. Ein Gletscher wurde nach ihm benannt. All das erzählt mir Thoms. Er und seine Frau Kathrin wohnen seit 22 Jahren hier. Und haben hier eine Unterkunft. Eine Hütte als Cabana. Ich brauche nur meinen Schlafsack. Sehr gut. Und weil hier Regenwald ist, bleibt das Wetter unbeständig und Regenbogen sind hier zu Hause. Nur die Straße ist Wellblech und ein Graus. Die Firma die sonst die Straße alle 2 Wochen "glättet" ist durch die Pandemie pleite gegangen. Deshalb war seit 3 Monaten keiner mehr hier. Mit leichtem Gepäck fahr ich die Straße entlang. Ein Wasserfall zeigt sich. Dann komme ich an dem Zugang eines Gletschers. Es regnet leicht. Morgen wird es sicherlich auch nicht besser. Es gibt 2 Tourwege zum Gletscher. Ich nehm den längeren Weg für 5.000 Peso. In voller Motorradmontur geht's los. Was mir keiner sagte war, dass es richtig steil bergauf geht. Über Baumwurzel die gleichzeitig als Treppenstufen dienen und wie der gesamte Weg nass und glitschig sind. Nieselregen und Schweiß vermischen sich. Blöde Idee im Bleimantel den Berg hoch zu steigen. Dafür ist der Ausblick am Ende, trotz Schlechtwetter grandios. Und dazu ein Regenbogen. Wieder zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Der Abstieg ist genauso anstrengend wie gefährlich. Unten angekommen nehme ich erstmal eine Auszeit. Mir reicht es für heute. Auf dem Weg zur Unterkunft noch ein Regenbogen. Ich such mir ein Plätzchen am Fluß hol meinen Kocher raus und mach mir Kaffee und was zu Essen. Genau gegenüber ein doppelter Regenbogen. Bei dem Panoramabild schmeckt es doppelt gut. Zurück in der Unterkunft gönn ich mir ein Schmutzbier auf der Terasse meiner Hütte. Thomas kommt noch vorbei und wir unterhalten uns. Morgen geht es nach Cochrane.もっと詳しく

  • Alles deutsch?

    2023年1月22日, チリ ⋅ ⛅ 21 °C

    Thomas und Kathrin haben Besuch aus Erfurt. Ebenfalls ein Thomas, er ist Fotograf und sein Freund filmt. Sie waren vor 5 Jahren schon mal hier. Da ich mir ein Frühstück mitgebucht habe sitzen wir alle gemeinsam beim Frühstück. Eine nette Unterhaltug kommt zustande. Beim Abschied gibt er mir seine Visitenkarte. Er hat einen verlässlich Kontakt in Peru. Auch abseits von Macchu Picchu kennt dieser sich aus. Das klingt für die spätere Reise doch zuversichtlich.
    Wir verabschieden uns. Die beiden wollen mit dem Kajak zu den Marmorhöhlen ich weiter nach Cochrane. Ich verlasse das Regenbogenland. Erstmal geht es noch zurück nach Puerto Tranquilo. Auf dem Weg dahin stelle ich fest das die eingebauten Ladesteckdosen nicht mehr funktionieren. In Tranquilo an der Tankstelle habe ich wieder Internet aber ein fast leeres Handy. Für Daten hochladen reicht es nicht. Tanken, Wasser und zur gesunden Abwechslung mal Obst und dann entlang des Lago General Carrera bis ich zum Abzweig nach Cochrane komme. Zwischenzeitlich lade ich das Handy mir einer Powerbank, so kann ich wenigstens Bilder machen. Die Carretera Austral verläuft ab jetzt parallel zum.Rio Cochrane. Unterwegs fällt mir ein Wagen mit Anhänger auf, sowie 2 Motorräder mit spanischen Kennzeichen. Wir überholen uns wechselseitig. Am Mirardor, Salto Rio Baker treffen wir uns alle. Zuerst spricht mich ein älterer Mann auf deutsch an, er ist mit seiner Frau hier. Das spanische Pärchen mit den Motorrädern lebt auf Mallorca und sie kommt aus Deutschland. Sie haben ebenfalls über Hamburg verschifft. Wagen mit Anhänger kommt aus Gummersbach, Familienurlaub. Er arbeitet in Conception. Man trifft sich bestimmt noch wieder. Auch an dieser Strecke fasziniert die Landschaft immerwieder durch Abwechslung und der imponierenden Farbe des Flusses. Es ist warm und ein herrlicher Sommertag. Meist ist kein Netzempfang. Und ich werde mir wieder ein Naturplätzchen suchen zum campen. Diesmal bin ich aber nicht allein. Auch andere Familien haben diese schöne Stelle direkt am Fluss gefunden. Wir kommen ins Gespräch denn man will mich vor dem Skunk warnen. Den hatte ich kurz vorher auch schon bemerkt. Später bringt man mir ein warmes Pizzabrot und Thunfisch. Was will man mehr? Käffchen kochen, Brot genießen und Blick auf den farbenfrohen Fluß. Mittlerweile ist es dunkel. Gute Nacht Deutschland.
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  • Tankstellengeflüster

    2023年1月23日, チリ ⋅ 🌧 20 °C

    Die Nachbarschaft hat sich verabschiedet an diesem Morgen. Ich bin noch alleine da. Bevor auch ich losfahre, mache ich mich auf Fehlersuche. Ich vermute eine defekte Sicherung. Aber erst mal finden. Tatsächlich irgendwann habe ich den Übeltäter gefunden ausgebaut und eingesteckt. Ich hoffe diese Art von Sicherung in Cochrane zu finden. Dort am Fluss wo wir übernachtet haben gibt es auch eine kleine Fährstation. Von hier aus sind es noch circa zehn Kilometer bis Cochrane. Am Ortseingang ist eine riesige lange Baustelle. Ich kann ohne warten durchfahren. Nach mir wird die Baustelle für 2 Stunden komplett gesperrt. Es wird ein Stein gesprengt. Erst mal zur Tankstelle mit einer Warteschlange davor. Ich seh daß Auto mit Anhänger aus Gummersbach an mir vorbeifahren. Auch das spanische Ehepaar mit ihren Motorrädern ist soeben am tanken. Kurze Unterhaltung und ich bleibe noch, denn hier habe ich Free WiFi und kann meine Daten hochladen. Vielleicht kann mir das junge chilenische Ehepaar bei der Suche nach einer Sicherung helfen? Sie tanken gerade. Ich soll ihnen folgen denn auch sie benötigen noch Teile für ihr Auto. Insgesamt sind wir in vier Geschäften, bis ich eine ähnliche Sicherung gefunden habe. Auch scheint das Internet nicht zu funktionieren. Das ist nicht völlig ungewöhnlich in dieser Gegend aber es scheint als liege es auch an meinem Datenvolumen. Sie versucht mir zu helfen und ruft bei der Telefongesellschaft an. Ohne Ergebnis, daß Internet fällt manchmal einfach aus. Ein paar Vorräte einkaufen und nochmal zur Tanke. Die haben zumindest wieder Internet. Dabei treff ich ein deutsches Pärchen mit Motorrädern aus Schwäbisch Gmünd. Sie wollen nach O'Higgins. Zwischenzeitlich hatte Sigi mich gesehen und versucht sich bemerkbar zu machen, so schreibt er mir später. Es ist später Nachmittag und ich verlasse Cochrane. Die Straße ist nicht mehr ganz so schlimm mi Kratern durchsät wie die Tage zuvor. Fast schon normale Verhältnisse. Entlang des Rio Cochrane geht es südwärts. Teilweise Berstraßen, dann Dschungel später Schwarzwald. Alles dabei. Freilaufende Hühner. Schafe, Kühe und Pferde.
    Schwarze Wolken hängen am Berg und der Regen kommt mit Kälte im Gepäck. Es ist spät als ich Tortel erreiche. Die Tankstelle geschlossen. Aber was ich nicht wusste, es gib keine Straßen. Alles auf Stege, Treppen und Planken. Unmöglich mein Gepäck irgendwo hinzuschleppen. Ich dreh um und fahr aus dem Ort. Es ist fast dunkel und es nieselt noch. Ich mach es wie die Radfahrer. Ein Unterstand am Fahrbahnrand als Schlafgelegenheit. Halbwegs geschützt und hier ist sowieso kaum Verkehr.
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  • Gute Zeiten - Schlechte Zeiten

    2023年1月24日, チリ ⋅ 🌧 7 °C

    Es hatte in der Nacht geregnet und auch am Morgen regnete es immer wieder. Aber meine Taschen blieben trocken und das Zelt halbwegs auch. Den vereinzelt vorbeifahrenden Autos war es egal. Jetzt noch die Sicherung einbauen und die Ladesteckdosen funktionieren wieder. Absolut hlfreich bei Reisen. Ich will mir Tortel nochmal anschauen und bekomme dafür wesentlich mehr Zeit als ich wollte. Unruhe am Heck lässt das Schlimmste vermuten. Es bestätigt sich. Wieder Plattfuß. Und diesmal sind es eher 20 als 2 KM. Aufpumpen ist zwar optimistisch aber nicht wirklich die einfache Lösung die man sich in dem Augenblick erhofft. Mit vorsichtigem Stopp and Go im Schleichgang versuche ich voran zu kommen. Ein Auto hält. Eine fünfköpfige Familie mit vollgepacktem Auto bietet Ihre Hilfe an. Sie nehmen mein Gepäck und begleiten mich zu einer Gomeria.
    Sie übersetzt für mich. Er will den Reifen erst ab achtzehn Uhr reparieren. Da nützt auch keine Überzeugungsarbeit. Danke Foto und wir verabschieden uns. Ich bringe all meine Taschen und meine Jacke in die Garage. Während ich die Alutaschen abbaue und den Hinterreifen ausbauen will, in der Hoffnung er repariert ihn heute vomittag noch, hat er die Tür abgeschlossen und fährt mit dem Auto weg. Ich stehe ganz schön bedröppelt da. Keine Jacke, kein Geld, es nieselt, es ist kalt und ca. 3 KM bis in den Ort. Er kommt doch zurück und hat jemanden dabei. Erst jetzt verstehe ich worum es geht. Er hat noch einen Job außerhalb. Er nimmt mich mit in die Stadt und ich hab reichlich Zeit zum bummeln. Das Wetter ist norddeutsch Schmuddelwetter. Nur ein kreisförmig angeordneter Parkplatz bildet den vermeintlichen Stadtmittelpunkt. Die Verbindung in der Stadt ist wirklich nur Planken, Treppen und Stege. Wahrscheinlich sind hier alle topfit und sterben hauptsächlich an Genickbruch. Denn bei Regen muss man ganz schön aufpassen. In einem Geschäft versuch ich zu klären warum mein Internet nicht funktioniert. Und endlich zeigt mir jemand der Kunden wie es funktioniert. Ich hab Guthaben für wahrscheinlich 3 Jahre Chile. Zumindest aber 2 Jahre. Hab bisher nur den Bonus beim Aufladen verbraucht und reichlich Guthaben in der Datenguthabengeldbörse. Welch ein Glück, das mein spanisch sich verbessert hat. Hahaha. Kurz vor 18 Uhr ist der Gomeriaman zurück. Ab in die Werkstatt. Ich bau den Reifen aus und er mit ca. 5 nutzlos herumstehenden Leuten neue Bremsscheiben in einen Toyota Hillux. DAS Fahrzeug hier in Chile. Ich hätte wahrscheinlich auch einen. Das Ventil lässt Luft. Wahrscheinlich war das Innenstück nicht richtig angezogen. Eine Stelle am Schlauch ist ebnfall rau. Sicherheitshalber ein Flicken drauf. Reifen wieder montiert. Gepäck verzurrt. Während er eine Nockenwelle demontiert gebe ich ihm 10.000 Pesos und verabschiede mich. Nochmal volltanken und Richtung Puerto Yungai. Es ist schon ziemlich spät ich fahr trotzdem und schau wie weit ich komme. In der Dunkelheit erreiche ich das Pier. Die letzten Kilometer mit Fernlicht und ganz langsam. Es regnet mal wieder. An diesem Fähranleger gibt es einen Aufenthaltsraum. Mein Hostel für diese Nacht. Und ich bin nicht allein. Martin und Elke, die beiden Motorradfahrer aus Schwäbisch Gmünd sind auch hier. Ich hatte die beiden in Cochrane an der Tankstelle getroffen. Sie waren in O'Higgins und sind auf dem Weg zurück. Zeit sich näher kennenzulernen. Schlafmatratze und Schlafsack reichen diese Nacht. Bis morgen.
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  • Das Ende

    2023年1月25日, チリ ⋅ 🌬 10 °C

    Der Regen hält weiter an. Um 10 Uhr legt die Fähre ab. Es haben sich schon einige Fahrzeuge angesammelt. Isomatte und Schlafsack einpacken, Taschen verzurren und Verabschiedung von Martin und Elke. Auch sie wollen die nächsten 1 bis 1.5 Jahre durch Südamerika reisen. Mal sehen ob und wo wir uns wieder treffen. Die Überfahrt dauert knapp eine Stunde und ist kostenlos. Blue darf sich mal wieder bewundern lassen. Und wieder sind es die fehlenden Sprachkenntnisse die ein Gespräch verhindern. Schade. Es sind knapp 100 KM bis O'Higgins. Der Regen hat den Vorteil, daß es nicht staubt. Der Straßenbelag mal wieder wechselnd von Reisegeschwindigkeit bis Mofahöchstgeschwindigkeit. Ebenso die Kulisse. Unterwegs kommt mir das spanisch/deutsche Pärchen grüßend entgegen. Am Ortseingang deutet das Willkommensschild das Ende an. Das Ende der Carretera Austral. 1247 KM. Von Puerto Mont bis Lago Villa O'Higgins. Ich habe sie fast komplett gefahren. Nur durch den Kupplungsschaden in Chaiten fehlen ca. 70 bis 80 KM. Bevor ich zum legendären Fotoshooting fahre such ich eine Unterkuft. Mosco. Hier stehen viele Fahrräder und auch 3 Motorräder. Ich nehm das jetzt mal ohne weitere Suche. Mal wieder duschen und Dach über dem.Kopf bei diesem.Wetter. 30.000 Pesos mit Frühstück. Dafür sauber, Kochgelegenheit mit Aufenthaltraum. Noch ein Aufenthaltraum mit Bücher und kleinem Frühstücksraum. Dort wo mein Zimmer ist. Ich genieße die Ruhe. So, jetzt zum Fotoshooting. Die letzten 7,5 KM. Ich bin allein und für einen Moment ist es trocken und Sonne. Ich fahr zurück zur Touristikinfo. Zeige Pass und Foto und bekomme ein offizielles Dokument. Während ich es abhole stehen einige BMW Fans vor meiner Blue. Mit Hand- und Fußspanisch unterhalten wir uns locker lachend. Natürlich darf ein Foto nicht fehlen. Noch schnell einkaufen und in das Hostel. Dauerduschen, Essen machen und ganz allein die Bücherei nutzen. Ich schau aus dem Fenster und verlass das Haus nicht mehr. Einfach relaxen und ein Bierchen trinken. Powerbanks laden und meinen Blog schreiben. Nur das Internet streikt an diesem Tag. OK, morgen kommt ein neuer Plan. Das erste ganz Grosse Etappenziel hab ich mir erfüllt.もっと詳しく

  • Gipfelstürmer

    2023年1月26日, チリ ⋅ ☁️ 7 °C

    Schön mal wieder am Tisch zu sitzen und das Frühstück serviert zu bekommen. Am Tisch saß auch der Fotograf, der die BMW-Fangemeinde, Blue und mich fotografiert hatte. Er und seine Frau sind seit über 2 Jahren unterwegs. Im März geht es zurück nach Belgien. Ich habe mich entschlossen am Freitag Abend zum Pier nach Yungai zurückzukehren. Und am Samstag die 44 Stunden Fähre nach Puerto Natales zu nehmen. Die fährt einmal die Woche Samstags. Natürlich ist die Fähre ausgebucht. Aber letzten Samstag fehlten 3 Autos und es gab freie Plätze. Ich werde das Risiko eingehen und mein Glück versuchen. Beim Frühstück erzählt man mir, sollte ich Glück haben dann kann ich nur Cash bezahlen. Problem, die Fahrt kostet ca. 155.000 Pesos. Umgerechnet mittlerweile 170 Euro. Der Peso ist gerade im Sinkflug. Schlecht für mich. Noch schlechter, ich kann hier kein Bargeld bekommen. Nur die Einheimischen. Das bedeutet, am Freitag 120 KM von Yungai nach Cochrane, Geldautomat und Samstag Nachmittag pünktlich wieder in Yungai sein. Und wenn man mich nicht mitnimmt, dann zurück nach Cochrane und über Argentinien weiter. Doch ich hab Glück mit dem Bargeld. Der Hostelbesitzer ist behilflich. Bei Kreditkarte müsste ich zusätzlich 19% ans chilenische Finanzamt zahlen. Ich überweise ihm das Geld per Wise nach England, spare eine Menge Bankgebühren und bekomme Bargeld zum Tageswechselkurs. Obwohl es evtl. 2 bis 3 Tage dauern kann ist er mir behilflich und vertraut mir. Eine Bestätigung der Überweisung reicht ihm. OK, die Hürde ist genommen.
    Nun brauch ich nur noch einen freien Platz.
    Heute ist das Wetter richtig gut. Es bleibt den ganzen Tag trocken. Zeit die gesamte Wäsche in die Wäscherei zu bringen. Nachmittags kann ich sie wieder abholen. Auch das Zelt muss nochmal nachgetrocknet werden. Die Wanderschuhe wollen endlich Einsatz zeigen. Ziel ist eine ausgiebige Wandertour zur Flagge am Gipfel des naheliegenden Berges. Ich bin froh das passende Outfit anzuhaben. In Motorradmontur und Stiefel oder Turnschuh wäre es nicht machbar gewesen. Die Tour ist als Mittelschwer eingestuft. Und hat seine Höhepunkte. Teilweise sind Hilfsseile befestigt. Ich treffe ein älteres Ehepaar aus Ulm, Unglaublich. Sie haben in Filsum gelebt. Kennen das Emsland und Ostfriesland. Ihre 3 Kinder sind in Chile geboren, hier haben sie gelebt. Die Aussicht oben am Berg ist überwältigend. Ein fantastischer Überblick. Deutlich sind noch die Spuren eines Waldbrandes zu sehen. Ursache war die Leichtsinnigkeit eines Touristen. Beim Abstieg lerne ich Dominik kennen. Er kommt aus der Region zwischen München und Salzburg. Auch er ist begeistert wie die Menschen hier im.Einklang mit der Natur leben. Es gibt wirklich kaum Müllverschmutzung und wilde Müllkippen. Auch die Vielzahl und Abwechslung der Berge überrascht ihn. Am späten Nachmittag habe ich die große Tour beendet. Ich sollte eine Dankesemail an den Baron schicken. Mit meinem künstlichen Kniegelenk kraxel ich hier durch die chilenischen Berge. Vor einigen Jahren unvorstellbar. Nochmal kurz einkaufen, Wäsche abholen und zurück zur Unterkunft. Heute Abend ist französische Küche. Gestern wurde überwiegend deutsch gesprochen. Zwei Jungs aus Hamburg sind auch dabei. Ich packe und organisiere meine Taschen neu und zieh mich zurück in den ruhigen Aufenthaltsraum. Das wohlverdiente Feierabendbier schmeckt nach der Tour richtig gut und verhindert hoffentlich einen Muskelkater.
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  • Uno, Dos, Tres...Galgenhumor

    2023年1月27日, チリ ⋅ ☁️ 9 °C

    Am Vorabend haben Andre und ich uns verabschiedet. Wir haben uns diese Tage öfters unterhalten und gesehen. Er lebt in Kanada. Seine Mutter ist Deutsche und bis zum 3. Lebensjahr lebte er auch in Deutschland. Bis zum Jugendalter hatte er Deutschunterricht und seine Mutter hat nie den deutschen Paß abgegeben. Und vor allem, er schwäbelt immer noch. Erinnert mich ganz stark an meine Freunde aus Mönsheim. In der Frühe wollte er mit dem Fahrrad zur Fähre und Richtung Argentinien. Geht nur zu Fuß oder Fahrrad. Am Morgen noch ein gemütliches Frühstück. Auch der "Fotograf" aus Belgien und seine Frau verabschieden sich. Ich bekomme noch wertvolle Tipps für eine Unterkunft und Abschiedsfoto mit Hostelmanager. Danach Trödel auch ich los. Hab ja Zeit und kann mir die Strecke im Trockenen ansehen und Bilder machen. Unterwegs an einem Gletscher treffe ich Nestor aus Venezuela mit dem Fahrrad. Ich versorge ihn mit Energietreibstoff in Form von Keksen und wir unterhalten uns. Mitten im Nichts ein Haus mit Blumenvorgarten. Fehlen nur die Gartenzwerge. Hier ein Stopp und da ein Stopp. Und dann dieses Arschgewackel am Hinterteil, das läßt mich fast vom Sitz fallen. Plattfuß in Chile in 3 Akten. Ca 20 KM vor dem Fähranleger. Soll ich jetzt lachen oder weinen? Mitten im Nichts? Ich freu mich lieber auf Gartenzwergidylle Nr. 2 in dieser Umgebung ohne Telefonnetz. Tatsächlich, ich steh vor einem Haus und der Besizer ist auch da. Sein Großvater ist Deutscher und er heißt Jorge Brugger. Ist Argentinier und zusätzlich bei der Feuerwehr und spricht Englisch. Mit geübten Händen Hinterreifen demontieren. Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht. Sein Auto ist in der Werkstatt und seine Frau auf Reise mit Auto Nr. 2. Dennoch kein Problem. Um ca. 17 Uhr kommen die Leute von der Fähre in Richtung O'Higgins. Noch Zeit für ein Kaffee. Mit dem Reifen an die Straße und per Anhalter durch die chilenische Wildnis. Ich habe Glück, das erste Fahrzeug ist die Ambulanz und kann mich nicht mitnehmen. Aber das Fahrzeug direkt dahinter. Eine Einheimische Familie aus O'Higgins. Jorge erklärt dem Fahrer worum es geht und gibt mir einen Zettel für seinen Feuerwehrcapitano, damit er mir hilft. Man liefert mich da ab und der Capitano hilft. Er fährt mit mir zum Gomeriaman. Böse Überraschung, der Flicken von der letzten Reparatur hat sich gelöst. Auch ist das Loch an der selben Stelle wie beim allererstenmal. Der Schlauch bekommt einen neuen Flicken und der Mantel wird komplett demontiert und untersucht. Nichts. Na hoffentlich ist er diesmal ordentlich geflickt.
    Ohne Taschen oder Gepäck nehm ich ein Gemeinschaftszimmer in der selben Unterkunft wie die beiden letzten Tage. Da die meisten noch da sind und sich wundern möchte man wissen was passiert ist. Die beiden Hamburger Jungs die für alle gekocht haben, laden mich ein. Eine unbekannte "Tradition" oder Zufall in diesem Haus mit diesen Menschen. Denn hier kocht man zusammen für mehrere Leute. Und ein internationales Stimmengewirr das sich angeregt unterhält. Morgen früh geht ein Bus Richung Fähranleger. Viele werden wie ich mitfahren. Jorge hat mir einen Zettel für den Busfahrer vorbereitet, damit er mich unterwegs rausläßt. Noch kann ich es zur Fähre schaffen. Es wird spannend morgen.
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  • Si o No?

    2023年1月28日, チリ ⋅ 🌫 13 °C

    Ich habe in dem Mehrbettenzimmer gut geschlafen. Ich hoffe die anderen auch. Es reicht für ein Kaffee und Brot zum Frühstück welches ich mir noch besorgt hatte. Wir sind 6 Personen die vom Hostel zur Haltetelle gehen. Alle ohne vorher ein Busticket gekauft zu haben. Aber das braucht man denn der Bus ist voll. Es muss keiner auf dem Dach sitzen, denn da sind schon Fahrräder verstaut. Von uns 6 lässt man nur einen mitfahren. Wer das ist? Nun ja, die Dame die für die Fahrkarten zuständig ist kommt schnurstracks auf mich zu und deutet an ich soll mitkommen. Fragt nach meinem Namen und füllt das Busticket aus. Halber Preis weil ich unterwegs aussteige. Wäre noch zu erwähnen, dass diese Dame gestern im Auto saß welches mich mitgenommen hat. Ich bedanke mich mit einer Umarmung und ab mit dem Reifen in den Bus. Vorher verabschiede ich die anderen fünf. Im Bus lerne ich Max aus Österreich kennen. Er hat im Austausch in Buenos Aires Deutsch und Geschichte studiert und fährt nun mit dem Fahrrad nach Ushuaia bevor es nach Hause geht. Innerhalb von 4 Monaten hat er akzeptables spanisch gelernt. Er bietet seine Hilfe an die ich sicherlich gebrauchen kann, wenn ich es zur Fähre schaffe. Direkt vor Jorges Haus läßt der Busfahrer mich raus und mit Hupsignal und winken werde ich verabschiedet. Jorge und sein Sohn begrüssen mich am Eingangstor. So, jetzt wird der Reifen wieder eingebaut und das Gepäck neu verstaut und verzurrt. Jorges Frau ist zwischenzeitlich auch zurück. Ich bedanke mich und mache noch Fotos. Eine wirklich nette und liebenswürdig Familie. Bis zur Fähre ist es nicht allzuweit. Ich seh sie schon und kann fast ohne Wartezeit auffahren. Perfekt. Bleibt die Hoffnung, dass es auch mit der anderen Fähre klappt. In Puerto Yungai sitzen Max und seine zwei Radlerkollegen am Pier und warten. Der normale Fährverkehr läuft weiter und deshalb ist heute viel Betrieb. Leider haben wir kein Grill dabei, es wäre das perfekte Wetter und die passende Stimmung. Zumindest haben wir noch ein Bier. Südamerikanische Gelassenheit. Entweder man nimmt mich mit oder nicht. Si o No. Es ist soweit. Nun wird es spannend. Die ersten Fahrzeuge fahren auf die Fähre. Noch sieht es schlecht aus ob man Blue und mich mitnimmt. Jemand fragt was ich nach Ushuaia mit Blue mache? Verkaufen? Es ist heute das 2. Mal. Erstmal weiterfahren. Und zwar auf die Fähre. Ja, ich kann mit. Grosse Freude und Erleichterung. Um 20 Uhr legt die Fähre ab nach Puerto Natales und zum Parque Torres des Paine. Das Herzstück von Patagonien. Noch 44 Stunden bis zur Ankunft. Zwischenstopp um 22 Uhr in Tortel. Die Stadt mit den 7 KM Stegen und Planken. Wer weiß wann ich wieder Internet habe. Vielleicht beim nächsten Zwischenstopp in Eden. Bis dahin werde ich hoffentlich bei klarer Sicht die Fjorde und Gletscher bewundern und endlich mein spanisch verbessern. Bis bald.もっと詳しく

  • Jenseits von Eden

    2023年1月29日, Südsee ⋅ ☁️ 12 °C

    Diese Fähre war nicht die Titanic. Sie war auch nicht besonders luxuriös. Dafür ist sie nicht untergegangen und ich kann an dieser Stelle mit dem Logbuch weitermachen.
    Die Kapazität der Fähre war nicht nur abhängig von der Anzahl der Fahrzeugen sondern auch von den gebuchten Sitzplätzen. Und die wurde reichlich aufgestock von einem Bus voller Senioren. Vorurteilsfrei kommt man auf den Gedanken einer Kaffeefahrt mit Verkaufsveranstaltung. Als Schlafgelegenheit diente der zugeteilte Sitzplatz mit Liegefunktion. Ich hatte das Glück in der ersten Reihe zu sitzen und keinen Vordermann zu haben. Es gab Toiletten und auch zwei Duschen, die eher für kleinere Personen zugänglich war. Im Preis war auch die Verpflegung mit drei Mahlzeiten und Nachmittagskaffee in einem Aufenthaltsraum mit Tische und Sitzgelegenheiten, der in mehreren Etappen genutzt wurde. Aus friedfertigen Senioren wurden dann Raubtiere die kurz vor dem verhungern sind und das Klischeebild bestätigten. Ein Höhepunkt dieser Fährfahrt ist der Zwischenstopp an einem Schiffswrack. Der Kapitän nutzte seine Erfahrung um dicht an und um das Wrack zu fahren. Weiterer Zwischenstopp war in Eden. Ähnlich wie Tortel mit Laufstegen aufgebaut. "Landgang" im abgesperrten Hafenbereich. Auch dieser Ort wurde vom Fährschiff mit Lebensmittel, Großgeräte, etc. versorgt. Weiter geht's. Links und rechts die Berge. Manchmal dicht bewaldet wie im Urwald. Dann wieder schroff und bizzar. Manchmal mit schneebedeckten Gletschern und ablaufenden Wasserläufen. Das Wetter war wechselnd. Mal gute Sicht dann wieder leicht neblig und regnerisch. Max, Juan Carlos und ich verbrachten den Abend mit Spiele und 2 Dosen Bier die sich noch in meinem Gepäck befanden.もっと詳しく

  • Ankunft in Puerto Natales

    2023年1月30日, チリ

    Heute sollte die Ankunft in Puerto Natales sein. An diesem morgen war es sehr regnerisch und neblig. Dafür waren die Motorradklamotten sehr praktisch um Wind und Kälte auf dem Deck zu trotzen. Es gab keine verhängnisvollen Eisberge die man ausweichen musste. Dafür begleiteten uns die Berge den ganzen Weg. Und wenn man nicht an Deck war dann döste man im Sitz oder übte paar Vokabeln. Die konnte man dann während des Essenszeit an den Senioren ausprobieren. An Bord waren aber auch noch weitere deutschsprachige Mitreisende. Man musste aufpassen nicht träge zu werden. Es gab keine Internetverbindung und ich musste für den Abend noch eine Unterkunft suchen. Die Ankunft war um siebzehn Uhr und somit waren wir fünfundvierzig Stunden unterwegs gewesen. Abschied von Max und Juan Carlos und von anderen Motorradreisenden. Sicherlich würde man den einen oder anderen wiedersehen. Vor Verlassen der Fähre hatte ich noch einmal den Luftdruck geprüft. Ein unsicheres Gefühl war ab jetzt mein weiterer Begleiter. Bei der Suche nach einer Unterkunft verließ ich mich auf dem Tipp vom Belgier. Tatsächlich war noch ein Einzelzimmer frei und bezahlbar. Es war in Zentrumsnähe und hatte einen abgeschlossenen Platz für Blue. Dies war mein Basecamp für die nächsten Tage in dem ich mich ausbreiten konnte. Das Wetter in dieser Gegend ist schnell wechselnd und windig. An diesem Abend zeigte es sich von seiner trockenen Seite. Nach dem Essen in einem Resturant noch ein Spaziergang am Hafen. Zurück zur Unterkunft und endlich wieder in einem Bett schlafen. Nach den Tagen mit Wildcamping und schlafen im Liegesitz war ich einfach nur noch todmüde. Dennoch wollte ich morgen früh rechtzeitig aufstehen.もっと詳しく

  • Ein tierisch guter Tag

    2023年1月31日, チリ ⋅ ☁️ 14 °C

    Es gibt viele Nationalparks in Chile. Aber es wäre seltsam würde man beim Aufzählen nicht mit diesem Anfangen. Torres del Paine. Mit den 2 Wandertrails W-Trail der ca. 4-6 Tage dauert und den Rundkurs O-Trail. ca. 130 KM lang. Dort gibt es auch Campingplätze die nur zu Fuß zu erreichen sind. Diese müssen zu dieser Jahreszeit schon ein halbes Jahr vorher gebucht werden. An diesem morgen hatte ich es geschafft rechtzeitig aufzustehen. Das Wetter ist trocken und es herrschte angenehme Temperatur. Alutasche ausgepackt, um später meine Motorradkombi verstauen zu können. Tagesrucksack verstaut und Wanderstiefel an. Ich wollte eine Tagestourwanderung zum Filetstück machen. Zu den berühmten Türmen. Der Park ist über 100 KM entfernt. Zum Glück eine Asphaltstraße die zwischendurch von ca. 25 KM Ripio unterbrochen wird. Die Strecke wird neu ausgebaut. Es geht durch Cerro Castillo, ein Grenzübergang nach Argentinien. Gauchos auf Pferde mit einer Schafsherde sind ein passendes Motiv. Auch Guanakos (keine Alpakas) säumen den Straßenrand. Gefährlich wird es wenn diese wie beim Wildwechsel plötzlich die Fahrbahn kreuzen. Und dann im Ripioabschnitt ein Gürteltier. Ich schaffe es gerade noch ihn bei der Flucht zu fotografieren. Von weitem sieht man schon das Massiv der Berge vom Torres del Paine. Und auch Raubtiere. Diese kommen mit dem Bus. Ich ergreife die Flucht. Ein Silberfuchs flüchtet vor mir und versteckt sich zwischen den Büschen. Er wartet bis ich ihn fotografiert habe. Danke. Am Laguna Amarga treffen sich Flamingo und Guanakos (keine Alpakas) und Rautiere aus dem Bus. Man trifft sich immer wieder, lacht, scherzt und winkt. Bei der Ankunft im Park muss ich ernüchternd feststellen, ich bin zu spät. Der Zugang zum Wanderweg ist geschlossen. Wegen der Länge ist ab 10 Uhr Schluß. Auch eine weitere Fahrt durch den befahrbaren Teil des Parkes könnte knapp werden. Ich komme morgen wieder. Und sicherheitshalber mit zusätzlichem Benzinvorrat. Die Strecke zurück und ein Bild von Gauchos die diesmal Rinder treiben. Abstecher zu den Höhlen bzw. Cueva del Milodón. Entstanden durch die kontinentalen Plattenverschiebung und schmelzende Gletscher. Der deutscher Kapitän und Unternehmer Hermann Eberhard Schmith gilt als Entdecker und Gründer der ersten Siedlungen in West-Patagonien. 1895 fand er in der großen Mylodonhöhle die Reste eines vor 10.000 Jahren ausgestorbenen Riesenfaultiers. Da er auch Fellreste fand, war die Entdeckung eine wissenschaftliche Sensation. Zum Park gehören noch zwei weitere Höhlen und ein Felsgestein. Ca. 3 Stunden dauert meine Wanderung und ich bin der Letzte der den Park verlässt. Zurück nach Natales. Einkaufen, duschen in die Stadt zum Essen. Noch ein Kunstmann Miel (Honig) Bier und zurück zur Unterkunft. Ich muss morgen noch früher aufstehen. Ich geh schlafen. Mein Reiseblog muss warten.もっと詳しく

  • Königsetappe

    2023年2月1日, チリ ⋅ ⛅ 10 °C

    Heute morgen war ich noch früher aufgestanden. Das Wetter zeigte sich von seiner idealen Seite. Es war trocken und angenehm warm. Aber sehr windig. In Schräglage und reichlich Benzin im Gepäck ging es wieder zum Torres del Paine Park. Kein Fotozwischenstopp um frühzeitig da zu sein. Das war ich auch und mit mir zahlreiche Busse. Viele haben über das Internet gebucht Zum Glück funktionierte die Bezahlung direkt vor Ort. Die letzten Kilometer ging es über eine Schotterpiste zum Ausgangspunkt. Hier standen auch die beiden Motorräder des spanischen Paares. Umziehen, den Rucksack aufschnallen und vorbei am Basecamp und einem Hotel über eine Hängebrücke Richtung Berg. Loses Geröll lag auf dem steiler werdenden Weg. Hier kamen einem noch Roß und Reiter entgegen. Zwischendurch immer wieder der Blick über die Landschaft, in das Tal mit dem Wasserlauf oder zum entfernten Gletscher. An manchen Stellen mussten Wasserläufe über kleine oder größere Holzbrücken überquert werden. Dann wieder bewaldetes Gebiet. Mal auf, mal ab. Zwischendurch Rast an einem Campingplatz. Ja, einige brachten ihr Gepäck bis hierher. Es standen aber auch Zelte auf Holzplattformen zum Mieten bereit. Das letzte Stück ging es fast 1 Stunde lang über Felsbrocken und steinigen Weg. Weg? Nein, es ragten rote Markierungsstangen, manche mit Richtungspfeile zwischen den Brocken hervor. Nach fast 4 Stunden war es geschafft. Die ganze Herrlichkeit der Natur tat sich auf. Glücksmomente der Freude, der Schönheit und des Erreichten. Ich hatte schon viele Momente die mir eine Gänsehaut bescherten aber dies war nochmals eine Steigerung. In meiner persönlichen Bestenliste ganz klar weit oben in den Top Ten. Ausruhen, erholen und in sich kehren. Sowie die Beweisbilder machen, dass man es selbst geschafft hatte gehören dazu. Der Abstieg ging etwas schneller war aber nicht minder anstrengend und gefährlich. Eine vernünftige Ausrüstung ist hier vom Vorteil.
    Zwischen 18 Uhr und 18.30 Uhr war ich wieder bei Blue. Zugegeben, nach mehr als 20 KM war ich geschafft. Konnte kaum die Beine über die Alutaschen schwingen. Aber diesmal wollte ich das ganze Programm. Also mit Blue durch den befahrbaren Teil des Nationalparkes. Benzin würde auf jeden Fall reichen. Natürlich alles Ripio und teilweise richtig heftiger Wellblech. Es war einfach zu schön um nicht abzusteigen und Fotos zu machen. Obwohl das auf- und absteigen immer schwerer fiel. Dabei lernte ich Tureg aus Paraguay kennen. Mangels Sprachkenntnisse unterhielten wir uns mit Händen und Füßen. Er war in Ushuaia gewesen und fuhr zurück nach Hause. Und ich völlig geschafft in meine Unterkunft. Mittlerweile war es schon dunkel und der unablässige Wind war kalt gewesen. Es reicht noch für eine heiße Dusche, aber sorry, mit Schreiben wird es heute nichts mehr. Bestimmt morgen.
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  • Es geht weiter

    2023年2月2日, チリ ⋅ 🌬 15 °C

    Heute geht es weiter. Ich werde Puerto Natales verlassen und mich heute Vormittag auf den Weg in das 240 KM entfernte Punta Arenas machen. Zum Glück kein Muskelkater aber die Knie schmerzen. In der Gemeinschaftsküche unterhalte ich mich mit einem Seniorenpärchen aus Santiago. Sie reisen mit dem Bus durchs Land und wie Backpacker übernachten sie in Hostals. Er spricht mit mir Englisch. Zum Abschluß umarmt Sie mich und wir wünschen uns alles Gute. In der Küche sind auch Alice aus Brasilien und ihr Freund Juan. Beide arbeiten im Park. Sie ist Guide und er Scherpa. Für die Ranger im Park schleppt er Lebensmittel auf den Berg. Bis zu 30 KG. Unglaublich. Sie machen gerade Arepas und laden mich ein. Dabei weihen sie mich in das Geheimnis ein wie man diese ganz einfach mit Maismehl zubereitet und backt. Nach der gestrigen Erfahrung und dem nicht ganz einfachen Aufstieg konnte ich mir nicht vorstellen, dass es nicht zu Zwischenfällen kommt. Es sahen nicht alle wirklich fit aus. Und tatsächlich sind vor allem Herzprobleme,Verstauchungen und Knochenbrüche keine Seltenheit. Wer Geld hat ruft einen Hubschrauber, ansonsten müssen diese Leute vom Berg getragen werden. Auweia. Alice hat noch eine Reihe Tipps für mich an welchen Orten in Argentinien es welche Besonderheiten gibt. Sie schickt mir ihre Stichwortliste. Und sollte ich nach Brasilien fahren, dann ist Sie auch behilflich. Ich schreib noch ein paar Nachrichten und versuch diesmal im Vorfeld eine Unterkunft zu finden. In Punta Arenas braucht Blue neue Reifen und einen Ölwechsel. Zwischenzeitlich hatte ich schon Kontakt zu Daniela aufgenommen. Da es dort eine Zona Franca gibt in der man zollfrei einkaufen kann, will ich zuerst dort versuchen Reifen zu bekommen. Ansonsten will ihr Mann Manuel behilflich sein bei der Beschaffung. Und während ich packe und schreibe kommt Lutz aus Süddeutschland zu mir. Er will die große Wanderung durch den Park machen und hat einige Jahre in Chile gelebt und spricht fließend Spanisch. Für meine weiteren Planungen hat er noch einige Unterkunftstipps für mich. Es ist bereits Nachmittag als ich mich vom Hostelmanager verabschiede. Sonnenschein, Asphaltstraße und angenehme Temperatur. Alles perfekt bis auf den heftigen Wind vor dem man mich gewarnt hat. Schräglage auf gerader Strecke und aufpassen das man nicht von einer Windböe in den Gegenverkehr gedrückt wird. Die Strecke hat absolut nichts zu bieten. Es ist Abend als ich in Punta Arenas ankomme. Die Stadt gefällt mir bereits bei der Ankunft und eine Unterkunft für eine Nacht hatte ich bereits. So blieb noch etwas Zeit für Sightseeing am Abend. Ein original großes Replik der "Victoria", das Schiff das als erstes die Welt umsegelte, allerdigs ohne Magellan ist an der Straße am Meer zu sehen. Ebenfalls sind zu Hunderte Kormorane suf den Stegen zu sehen. Leicht zu verwechsrln mit Pinguine. Nur meine Internetverbindung streikt. Ich hoffe es wird morgen besser.もっと詳しく

  • Nach drei kommt vier

    2023年2月3日, チリ ⋅ 🌬 18 °C

    Duschen, frühstücken und nach einer neuen Unterkunft suchen. Ich hab bei booking.com etwas gesehen und will mir erstmal selbst ein Bild machen. Es ist nicht weit entfernt und etwas näher zum Zentrum. Es sind noch ca. 100 m bis zum Ziel. Und dann ist es passiert, Plattfuß Nummer 4. Ich schiebe bis zum Haus und klingel. Die Tochter spricht englisch und kümmert sich um die Vermietungen ist aber nicht da wird aber bald kommen. Ihre Mutter lässt mich in eine Wohnung und ich ziehe mich um. Lade die Taschen ab und setz mich. Diesmal bin ich völlig am Boden. Das Kämpferherz signalisiert Herzstillstand. Das Felgenhorn hat schon eine Verformung. Eine neue Felge notwendig? Hier? Jemand der sich damit auskennt? Ich mag nicht mehr. Bin erstmal depressiv und schwermütig. Hier steht ein Wasserkocher und Kaffee. Ich mache mir einen Extrastarken. Sonst bleibt das Kämpferherz wirklich stehen. Nachricht und Bilder an Daniela. Sie antwortet umgehend und versucht Hilfe zu organisieren. Diesmal heißt die Allzweckwaffe Macarena oder kurz Maca. Eine Freundin von Daniela die vorbeikommen will. Zwischenzeitlich kommt die Vermieterin. Na klar, ich nehme das Zimmer. Maca kommt. Sie zeigt mir die Werkstatt von Alejandro. Den brauche ich. Er ist Spezialist für Motorradreifen. Hat aber noch Mittag. Wir fahren in die Zona Franca. Ein riesiges Areal mit Mall, Geschäften und sonstigen Einkaufsmöglichkeiten. Zollfrei. Nur passende Reifen hat man nicht. Wir lernen Stefan aus Süddeutschland kennen. Er braucht exakt die gleichen Reifen. Folg uns einfach. Wir fahren nach Salvator von La Guarida. Ein Motorradhändler mit Werkstatt. Von anderen habe ich auch nur zwei Namen gehört. Zona Franca und La Guarida. Er öffnet gerade. Maca erklärt ihm worum es geht und verabschiedet sich. Sie hat einen kleinen Sohn und keine Zeit mehr. Stefan fährt einen etwas breiteren Reifen. Diese haben einen Mittelsteg im Profil. Passt bei seiner BMW und bei Blue. OK, gekauft. Ich gebe ihm die Adresse von Alejandro und er nimmt meinen Reifen mit. Fußweg gespart. Zurück zur Unterkunft. Reifen ausbauen. Ich lerne ein Pärchen aus Frankreich kennen. Sie wandern gerade durch Feuerland. Er fährt auch Motorrad und bietet seine Hilfe an. Toll, er bringt mich samt Reifen zu Alejandro. Und er ist wirklich ein Spezialist. Werkstatt aufgeräumt. Schmutzige Motorräder bleiben draußen. Er richtet die Felge, Speichen nachstellen, Schlauch flicken, Mantel aufziehen und auswuchten. Ich kann abends noch den Reifen wieder einbauen. Morgen werde ich den Vorderreifen wechseln. Ich bin wieder zuversichtlich.もっと詳しく

  • It's a rainy day

    2023年2月4日, チリ

    Das Wetter gibt keinen Anlass mit einem Freudensprung aus dem Bett zu springen. Das Wichtigste ist aber erstmal Blue wieder Reisefit zu bekommen. Auf nach Salvator und einen Vorderreifen kaufen. Ich mache gleich noch einen Termin für Montag. Ein Ölwechsel steht an, es wird Zeit. Mir dem Reifen aber zunächst zu Alejandro. Zwei Biker aus Tschechien lassen gerade neue Reifen aufziehen. Einer der beiden spricht deutsch und so kann ich mich mal wieder in Muttersprache üben. Hahaha. Es regnet und ich habe neue Reifen. So verzichte ich auf irgendwelche Ausflüge und fahr zur Zona Franca. Ich brauch sowieso noch einige Sachen und werde mich mal umschauen. Und alles ist überdacht. Nicht wirklich spannend heute aber so ziemlich das Beste was man an einem verregneten Samstag machen kann. Es gibt mir auch endlich Zeit meinen Blog weiter zu schreiben. Und andere Dinge zu regeln.もっと詳しく

  • Pinguine?

    2023年2月5日, チリ ⋅ 🌬 10 °C

    Schlechtwetter war gestern heute zeigt sich die Sonne. Ein guter Tag um die Reifen einzufahren. Ich hatte in einem Reiseführer von Pinguinkolonien in Seno Otway gelesen. Also nichts wie hin. Doch die Route von Google Maps führt mittlerweile über ein gesperrtes, privatisiertes Gelände. Zurück, ich folge den offiziellen Schildern Pingüineras. Die neuen Reifen können sich schon mal auf ihre zukünftigen Anforderungen einstellen. Enttäuschung, kurz vorm Ziel ist die Straße gesperrt. Kein durchkommen. Ich frag einen Einheimischen der seinen Weidezaun ausbessert. Anscheinend ist seit der Pandemie schon alles gesperrt. Es gibt hier keine Pinguine mehr. Verschenkte Zeit und Benzin. Am Autodromo findet gerade ein Autorennen statt. Mal schnell ein Blick über den Zaun. Ich fahr die Küstenstraße entlang. Völlig entspannt, schönes Wetter, Alpakas (diesmal wirklich, keine Guanakos). Kormorane auf Felsen, Flamingos und sonstige Wasseranwohner. Schiffswracks ragen aus dem Wasser hervor. Am Ende der asphaltierten Straße gibt es einen Park. Leider schon geschlossen. Aber eine kleine Schiffsbucht. Auch ein Tierfriedhof direkt zwischen Straße und Meeresstrand. Ziemlich skurril. Da wird das Lieblingsspielzeug als Grabschmuck beigegeben. Und nicht wenige die hier zu Besuch kommen. Es ist schon Abend und hoch über der Stadt gibt es einen Aussichtspunkt. Blick über die Stadt, der Magellanstraße bis nach Feuerland. Ich werde von drei älteren Einheimischen angesprochen. Ein Ehepaar und ihr Freund aus alten Schultagen. Eine ausführliche angeregte Unterhaltung entsteht. Einer hat sogar deutsche Vorfahren. Punta Arenas gefällt mir. Sie hat ihren Reiz und ich trotz allem einen schönen Tag.もっと詳しく

  • Salvas Garage

    2023年2月6日, チリ

    Blue und ich sind pünktlich bei La Guarida. Salvator oder kurz Salva hat noch ein Motorrad auf der Bühne. Kein Problem, ich komm in einer Stunde wieder. Noch mal kurz an die Promenade und relaxt Schiffe auf dem Meer beobachten. Kaum da, spricht mich ein junger Student aus Karlsruhe an. Er besucht gerade seinen Onkel. Die Zeit vergeht und ich fahr zurück zu Salva. Er hat nichts dagegen wenn ich ein bißchen mithelfe. Die Verkleidung rappelt und eine Schraube mit Gewindeaufnahme hat sich gelöst. Nicht nur das, eine andere Schraube fehlt komplett und auch der eingeklebte Gewindeeinsatz ist irgendwo im chilenischen Straßenstaub entfleucht. Zum Glück hat Salva noch welche. Und zeigt mir einen Trick wie man Metall mit Kunststoff verklebt. Ein Mittel aus der Küche, Bicarbonato de Sodio und Sekundenkleber. Den Trick kannte ich noch nicht. Johannes kommt in die Werkstatt, er will ein Motorrad mieten. Wir kommen ins Gespräch und er lädt mich zum Kaffee ein. Seine Frau kommt aus Puna Arenas und er hat u. a. hier gelebt. Seine Firma baut Anlagen zur Gewinung von Methangas. Wir sind tief im Gespräch und werden quasi aufgefordert zu gehen. Es ist Mittagspause. Vielleicht sieht man sich wieder. Da Blue noch nicht fertig ist komme ich später noch einmal wieder. In der Zwischenzeit besuche ich eine Touristenattraktion. Den öffentlichen Friedhof. Wie bitte? Ja, tatsächlich, ein oft besuchter Hotspot. Endlich ist Blue fertig. Ölwechsel, Verkleidung hoffentlich jetzt rappelfest verschraubt, Halter geschweißt und paar Kleinigkeiten mehr. Zum Glück hatte ich meinen eigenen Ölfilter dabei. Muss mein Lager bei Gelegenheit nachfüllen. Ich geh noch durch die Straßen der Stadt aber das Wetter wird unangenehm. Noch was Essen und zurück zur Unterkunft. Morgen ist ein neuer Tag.もっと詳しく

  • Dinner with Joyce

    2023年2月7日, アルゼンチン

    Für diesen morgen hatte ich mich mit Johannes und seinem Schwager in der Zona Franca verabredet. Als ich ankomme laufen die beiden mir auch schon über den Weg. Ich brauche endlich ein Ersatzhandy. Dank Johannes und sein Verhandlungsgeschick spare ich Geld und geb einen Kaffee aus. Er gibt mir einen Tipp für ein Schifffahrtsmuseum. Der Weltumsegler, die Victoria als Originalkopie. Nicht nur das. Auch Darwins Beagle als Nachbau. Dabei lerne ich Joyce kennen. Sie reist mit ihren 70 Jahren im Bus durch Südamerika. In den USA geboren lebt sie nun in Ecuador. Wir unterhalten uns angeregt, und da sie langsam und deutlich englisch spricht ist es einfach sie zu verstehen. Sie macht Fotos von mir. Beim dritten Schiff fragt sie ob wir uns zum Dinner treffen wollen. Na klar, schließlich hat sie viel zu erzählen. Und am Abend treffen wir uns im Restaurant. Ein traditionelles Essen in Patagonien ist nunmal Schaf. Und ich nehm ein 3-Gänge Menü. Wir unterhalten uns über Gott und die Welt. Über Politik, Trump, Deutschland und Europa. Reisen, Menschen kennenlernen und das Leben in Ecuador. Die Zeit verfliegt. Sollte ich es nach Ecuador schaffen dann bin ich eingeladen. Ich geh zu Fuß zu meiner Unterkunft. Ein für mich interessanter Tag geht zu Ende.もっと詳しく

  • Vom Winde verweht

    2023年2月8日, チリ

    Diesem Tag widme ich den Reisevorbereitungen denn es wird Zeit zu gehen. Punta Arenas ist eine Stadt die mir persönlich sehr gefallen hat. Ich werde morgen mit der Fähre übersetzen. Von Punta Arenas nach Porvenir und noch einmal das Feuerland erkunden. Die Buchung über das Internet funktioniert nicht, also fahre ich zum Hafen. Danach noch einmal durch die Stadt. Es gibt noch eine Sache die ich hier gemacht haben muss. So bekannt wie Pink's Hot Dogs in Los Angeles so bekannt ist das Kioska Roca in Punta Arenas. Ich kann hier nicht weg ohne vorher die berühmten Choripan gegessen zu haben. Dazu ein Bananenmilchmix. Und tatsächlich, die kleinen Dinger schmecken so gut, dass ich nochmal zwei ordere. Meine Entscheidung einen Tag zu verlängern war genau richtig. Denn heute ist es windig. Und es wird noch heftiger. Während ich auf Blue sitzend am Straßenrand stehe erfasst uns völlig unvorbereitet eine heftige Böe. Blue ist nicht mehr lange zu halten. Zum Glück können herbeieilende Passanten Schlimmeres verhindern. Auf dem Weg zur Unterkunft fahren wir nochmals zu einem Mirrador und haben Überblick über die Stadt. Während ich mit dem Handy beschäftigt bin spricht mich eine junge Frau auf deutsch an, ob ich Hilfe brauche. Sie besucht gerade ihre Mutter und lebt ansonsten in Hannover wo sie im Hotelgewerbe arbeitet. Ein halbes Jahr lebt sie in Hannover und das andere halbe Jahr hier in Punta Arenas. Nein ich brauche keine Hilfe,ĺķ bedanke mich aber trotzdem. Zurück in der Unterkunft bereite ich soweit alles vor, damit ich morgen in der Frühe losfahren kann. Die wichtigen Sachen sind erledigt und Ushuaia fast in Sichtweite. Auf geht's.もっと詳しく

  • Hotel 4 Jahreszeiten

    2023年2月9日, チリ ⋅ 🌬 12 °C

    Der Wind war im wahrsten Sinne des Wortes verflogen. Es war trocken und die Sonne versuchte sich durchzukämpfen. Kurz vor Porvenir kam Flipper auf die Fähre zugeschwommen. Er hatte es eilig und war schneller als meine Kamera. Eine kurze Fahrt durch Porvenir und ich verließ die Stadt in Richtung Grenze Argentinien. Ungefähr Hundert Kilometer Schotterstraße liegen vor mir. Und es zeigt sich nun wie wohltuend ruhig sich die neu befestigte Verkleidung verhält. Es sind keine Feuersäulen, wie einst bei Magellan als er diese Gegend entdeckte, sondern Staubwolken die aufsteigen. Und das bedeutet Auto oder Truck und erhöhte Vorsicht. Die Strecke führt am Wasser entlang. Alles ist flaches Land. Die einzigsten Bäume die ich fand waren Anlass für eine Pause. Der Weg zu Grenze führt dann über eine Asphaltstraße. Ich blieb auf der Schotterpiste denn fünfzehn Kilometer weiter gibt es eine Pinguinstation. Die letzte Tour des Tages war gerade gestartet. Auch gut dann komme ich morgen wieder. Es geht weiter nach Cameron zu einem Campingplatz. Zwischenzeitlich hatte es geregnet also nahm ich ein Stellplatz auf Holzplanken. Ich blieb nicht allein. Veronika, ihr Sohn Nicolas und Jorge übernachteten ebenfalls hier. Da sie englisch sprach wurde es eine unterhaltsamer Abend und ich war zum Essen eingeladen. Richtig unterhaltsam wurde es als dunkle Wolken aufzogen. Donner, Blitz, Regen und Hagelkörner. Das ist Patagonien vier Jahreszeiten an einem Tag. Zum Glück blieb die Nacht ruhig und mein Minihotel standfest.もっと詳しく