Diesen Winter wollen wir Neuland betreten bzw. befahren. Nach Sizilien und Spanien versuchen wir es nun am östlichen Mittelmeer. Möglichst weit südlich und hoffentlich warm soll's werden, also über Kroatien und den Balkan bis nach Griechenland.
  • Day107

    Polen und dann nach Hause

    January 26 in Poland ⋅ ☁️ 1 °C

    Die Schilder wiesen in Richtung Zittau. Das war gut, so kommen wir nach Hause. Doch das Navi weiß es besser. Auf tschechischer Seite ging's an Zittau vorbei und plötzlich gab es Hinweisschilder in polnischer Sprache. Wie um unseren Länderrekord noch zu pushen, ging es noch einige wenige Kilometer durch unser östliches Nachbarland. Nun war das Maß an Überraschungen gut gefüllt. Aber wir waren nicht böse, die Strecke war leer und super zu fahren. Noch Autobahn von Bautzen bis Dresden und noch bei Tageslicht, genau 16:30 Uhr und nach 760 km erreichten wir wohlbehalten den heimischen Parkplatz.
    Eine lange, erlebnisreiche und trotz mancher Widrigkeiten sehr schöne Reise fand ihr vorzeitiges Ende.
    Sofort werden wir uns über die nächsten Reiseplanungen hermachen. Es gibt doch nichts Schöneres, als mit dem Zuhause auf Rädern die Welt zu beschnarchen.
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    openend

    Nach der Reise ist vor der Reise...viel Spass beim Planen...wir freuen uns dann, wieder mit euch zu reisen 😁 Aber jetzt geniesst erst mal euer Daheim mit Heizung und fliessend Wasser 🤣

    1/27/22Reply
    Traveler

    vielen Dank für das Teilen der Reiseeindrücke. Schöne Inspirationen konnten wir dadurch gewinnen. Nun wünschen wir gutes Ankommen und alles Gute für die Gesundheit!

    1/28/22Reply
     
  • Day107

    Tschechien

    January 26 in Czech Republic ⋅ ☁️ 0 °C

    Schwupdiwupp, passierten wir wieder so etwas, was früher wohl ein Grenzübergang war. Zu Anfang vermissten wir die Mautstelle, aber lange dauerte das nicht und damit nahte die nächste Überraschung: siegessicher zog ich los, um die obligatorische Vignette zu kaufen. Sollte 18,- € kosten. Aber wir haben doch aufgelastet! Über 3,5 t muss man eine Go-Box kaufen. In Österreich fahren wir stets die kurzen Strecken mautfrei, um uns die Scherereien mit der Go-Box, von denen uns schon viele Camperfreunde erzählten, zu vermeiden. GoogleMaps gefragt, wie groß ist der Zeitunterschied zwischen Autobahn und mautfrei? Etwa 3 Stunden. Es war 09:00 Uhr und wir entschieden, die Finger von der Go-Box zu lassen (mag Mancher für doof halten, aber das Bauchgefühl...).
    Die Straßen waren frei, das Wetter gut und nach den vielen Autobahnkilometern kam uns die Fahrt sogar kurzweiliger vor. Auf jeden Fall nicht so ermüdend und das war nicht unwichtig, nachdem wir 04:00 Uhr aus den Federn gekrochen waren.
    Etwa 15:30 Uhr war Tschechien Geschichte und dann kam die letzte Überraschung auf dieser Reise.
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    Traveler

    Entgegen der Information, die Ihr bis jetzt kennt, sind wir mit der Go Box sehr zufrieden und hatten noch kein Problem 😊

    1/27/22Reply
     
  • Day107

    Slowakei

    January 26 in Slovakia ⋅ ☁️ 1 °C

    Jetzt, auf der Rückfahrt, stellen wir fest: dies wird wohl unsere Reise mit den meisten durchquerten Ländern. Bis Griechenland waren es schließlich bereits 6 Länder und der "Pinguin" registriert sie alle akribisch. Darum erwähne ich diese Zwischenstation und die folgenden ohne Foto. Soll doch ruhig festgehalten werden, dass wir auf der Rückreise keine Zeit für solche Banalitäten wie Sehenswürdigkeiten und Erinnerungsfotos hatten.
    Eigentlich haben wir gar nicht bemerkt, dass wir Ungarn schon verlassen hatten. Ja natürlich! Wir hüpfen wieder von einem EU-Land zum nächsten. Das hatten wir lange nicht, einfach ohne Kontrollen die Grenzen passieren. Man kann sich daran gewöhnen, die EU ist doch nicht so übel.
    Die Slowakei war schnell durchfahren, nur die Zeit für eine kleine Frühstückspause haben wir uns noch genommen.
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  • Day106

    "finsteres" Ungarn

    January 25 in Hungary ⋅ ⛅ 0 °C

    Lange sind wir noch durch Serbien gefahren, bis wir die Grenze zu Ungarn erreichten. Dort erst wollten wir tanken (man kann ja so schön im Internet die Spritpreise vergleichen).
    Das erste Mal auf unserer bisherigen Reise mussten wir an der Grenze über eine Stunde warten. Wenn es in die EU geht, muss man halt sehr gewissenhaft kontrollieren und so wurde es gleich zusehens dunkel. Aber wir wollten noch Kilometer schaffen.
    Es wurde eine lange Fahrt, am Ende blieben wir bei völliger Dunkelheit nach 780 km auf einem Sport-Parkplatz in der Nähe von Budapest stehen.
    Am nächsten Morgen wurden wir Beide noch vor 04:00 Uhr wach und wir waren uns einig: bevor wir krampfhaft versuchen, wieder einzuschlafen, fahren wir gleich los. Das erhöht die Chance, noch heute zu Hause anzukommen. Erst weit nach der Grenze begann es zu dämmern und so bleib es für Ungarn bei dem einen Foto vom Grenzübergang.
    Mag ja sein, dass Ungarn schön und unser finsterer Eindruck falsch ist, aber das schauen wir uns später einmal bei Tage und möglichst schönerem Wetter an.
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  • Day106

    Winter in Serbien

    January 25 in Serbia ⋅ ⛅ -11 °C

    In den Bergen Serbiens holte uns der Winter endgültig ein. Nach langer Fahrt, schon in der Dämmerung wollten wir nur noch runter von der Autobahn und plötzlich umgab uns jede Menge Schnee. Die Lust zum Weitersuchen verging augenblicklich und so machten wir eben mal Wintercamping.
    Am Morgen der entsetzte Blick aufs Thermometer: -12°C da draußen, innen hatte die Heizung ein Level von 14°(+) erhalten. Nur losfahren! Dass die Frontscheibe bis zur halben Höhe von innen (!) dick mit Eis bedeckt war, hinderte uns nicht am Aufbruch.
    Plötzlich kam Angst auf um die Batterie. Immerhin hat sie schon 11 Jahre auf dem Buckel. Aber schon beim ersten Versuch brachte sie den Motor zuverlässig zum Laufen!
    Bald hat die Motorwärme das Eis getaut und der Blick war auch nach unten frei.
    An einer Raststätte stellten wir einen Verlust fest. Dem Sicherheitsventil war es während der Fahrt dann doch zu frostig geworden. Unseren Wasservorrat haben wir auf der Autobahn verteilt. Aber wir haben ja noch den Kanister.
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    openend

    Hätte nicht gedacht, dass es während der Fahrt für das Ventil zu kalt wird...wieder was gelernt 😉

    1/27/22Reply
    Traveler

    Wir hätten wohl die Heizung etwas höher stellen und nicht so sparsam sein müssen.

    1/27/22Reply
     
  • Day105

    Nordmazedonien

    January 24 in Macedonia ⋅ ☁️ 0 °C

    Was hatten wir da für ein Glück! Die ersten Vorboten, winzig kleine Schneeflocken, haben die Mitarbeiter des Krankenhauses noch mit verklärtem Entzücken begrüßt und auch wir fanden das bei der Fahrt aus der Stadt hinaus noch recht amüsant. Auch haben wir die überall bereit stehenden Schneepflüge wahrgenommenen. Aber wir hatten keine Vorstellung davon, welchem Schneechaos wir da noch so knapp entronnen waren! Die Bilder in den Nachrichten der folgenden Tage mit diesen Schneemassen werden wir nie vergessen!
    Nach zwei Tagen erreichten wir Nordmazedonien und hier erlebten wir eine wahre Geister-Autobahn. Kilometerlang kein anderes Fahrezeug, was unser Vorhaben, so zügig wie möglich nach Hause zu fahren, ungemein erleichterte.
    Das Foto der schönen, modernen Raststätte vermittelt sehr treffend den gesamten Verlauf der Fahrt.
    Kleiner Glücksmoment in Skopje vor der Grenze nach Serbien: das Tanken! Der Diesel kostete umgerechnet 1,12 €! Das werden wir wohl so schnell nicht wieder erleben.
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    Traveler

    Manchmal muss man eben einfach nur Glück haben 👍...

    1/27/22Reply
    Traveler

    Genau... da habt ihr wirklich noch Glück gehabt ....

    1/27/22Reply
     
  • Day103

    Tschüss Kreta, tschüss Griechenland

    January 22 in Greece ⋅ 🌧 4 °C

    Planmäßig reisten wir vom Campingplatz ab in der Absicht, nun den Osten der Insel zu erkunden. Dabei suchten wir einen Platz am Meer, der bei park4night heiß empfohlen wurde ("traumhaft"!) Nach umständlicher und langer Anfahrt fanden wir ihn auch wirklich schön, nur vergaß der User zu erwähnen, dass man da mit einem normalen WoMo lieber nicht runter fahren sollte.
    Bald darauf, in den Bergen bei Sturm und Regen entschlossen wir uns zu Umkehr und Abbruch des Griechenland-Trips.
    Rosi hatte schon seit Wochen ständig Schulterschmerzen, drei Spritzen hatten auch nicht helfen können, die Konsultation des Orthopäden daheim wurde unumgänglich. Und, wie um uns wirklich zur Umkehr zu bewegen, machte mein Defi Terror. Alle 4 Stunden tönte es aus mir heraus wie eine Feuerwehr. Sofort nach Deutschland an Telemedizin gesendet und der Rückruf ließ nicht auf sich warten. Nach dem Auslesen der Daten erklärte man mir, die Herztätigkeit sei völlig i.O., nur der Defi ist defekt, muss erstmal in Griechenland neu programmiert, dann aber doch in Deutschland geprüft und u.U. repariert oder ausgetauscht werden.
    Überdies rückte eine fürchterliche Wetterfront auf Kreta zu. Also hatten wir 3 gute Gründe, den Hellenen den Rücken zu kehren.
    Noch am selben Abend fuhren wir auf die Fähre Richtung Piräus, ein schmuckes, stolzes Schiff, das uns ohne Schaukeln sozusagen im Schlaf nach Athen brachte. Noch eine kurze Aktion in der Uniklinik und ab Mittag führte uns das Navi mit der Zieleingabe "nach Hause" von einer Mautstelle zur nächsten.
    Nach 350 km folgten wir einer besseren park4night-Empfehlung als am Vortag. An einem abgelegenen Plätzchen mitten in der Pampa verbrachten wir eine ruhige Nacht (allerdings schon bei Sonnenuntergang nur noch 3°C draußen), um am Morgen die Fahrt nordwärts fortzusetzen.
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    Traveler

    Gute Fahrt ... passt auf Euch auf vor allem Gesundheit

    1/24/22Reply
    Traveler

    ✊Ich drück Euch die Daumen, erst Gesundheit, dann kommt der Rest 🚐

    1/24/22Reply
    LeuchtturmTravel

    Hoffen es ist nichts schlimmes! Kommt gut nach Hause 🙋‍♀️🙋‍♂️🚐

    1/24/22Reply
    2 more comments
     
  • Day99

    Höhle von Psychro

    January 18 in Greece ⋅ ⛅ 9 °C

    Unser letzter Ausflug mit "Fifi" ging hoch hinaus. Bei trübem und regnerischem Wetter nahmen wir Kurs auf die Lassithi-Ebene und die dort befindliche Höhle von Psychro. Unser kleiner Flitzer kämpfte sich tapfer die Steigungen und Serpentinen hinauf, bis wir bei etwa 800 Höhenmetern eine kurze Pause einlegten. Ein tolles Ensemble aus Windmühlen, Felsen, Gebäuden und einer sehr anmutigen kleinen Kirche entpuppte sich als das Village Homo Sapiens. Nichts ist hier alt oder historisch, aber man hat mit dem "Museum Homo Sapiens" einen unterhaltsamen und interessanten Wissensspeicher über die Geschichte der Menschheit geschaffen, der es allemal verdient, besichtigt zu werden, aber leider über den Winter auch geschlossen hat.
    Etwas weiter und nur geringfügig höher durfte Fifi verschnaufen, denn wir passierten die Lassithi Hochebene, die früher sogar die Kornkammer Kretas genannt wurde. Heute sahen wir eher eine Seenlandschaft, was wohl auf die ergiebigen Niederschläge dieses Winters zurückzuführen ist.
    Dann der Aufstieg zur Höhle auf ca. 1.200 m Höhe. Hier, an einem der südlichsten Orte Europas, trafen wir unvermittelt auf Schnee, es ist eben Winter! Noch ein Blick auf die Ebene von hier oben und wir stiegen viele nasse Stufen die Zeus-Höhle, wie sie auch genannt wird, hinab und wieder hinauf. Hier soll nämlich der Göttervater geboren worden sein. Was eher (durch Funde) belegt ist: dies war einmal eine Kultstätte aus frühminoischer Zeit (etwa 2.600 v.Chr). Und außerdem, welche werdende Mutter begibt sich zur Entbindung in eine kalte, nasse Höhle mit Algen an den Wänden und in der es überall von der Decke tropft?!
    Beim Abstieg zum Auto wurden wir noch von einem heftigen Regen (kein Schirm dabei!) durchweicht. Die Autoheizung schaffte es, dass wir nach der Heimfahrt wieder warm und trocken waren.
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    openend

    mich friert's direkt, wenn ich das Bild sehe und dann an eure Temperatur da oben denke...😨

    1/20/22Reply
    Traveler

    Super Fotos❣️❣️

    1/20/22Reply
     
  • Day98

    Palmenhain von Vai

    January 17 in Greece ⋅ 🌧 13 °C

    Heute war viel Sonnenschein angesagt und so nahmen wir Kurs auf den größten natürlichen Palmenhain Europas an der Ostküste Kretas - bei dem Dörfchen Vai.
    Mitte der 70-er Jahre zogen sich hier etliche Althippies aus Malata und Preveli zurück. Die Kunde verbreitete sich schnell, es folgten zahllose Rucksacktouristen und der Wald verkam zur Müllkippe. Die Gesetzteshüter reagierten rasch und vertrieben die Verursacher mit teils drastischen Mitteln.
    Der Wald wurde eingezäunt, zum Naturschutzgebiet erklärt und erholte sich glücklicherweise. Heute ist nur noch hinter dem Strand ein schmaler Streifen zugänglich und die Dattelpalmen erfreuen sich eines behüteten Daseins. Wir fanden das Ganze sehr beeindruckend.
    Auf dem Rückweg nutzten wir die Gelegenheit für einen zweiten Anlauf auf die Stadt Agios Nikolaos. Was das Wetter doch ausmacht! Heute gefiel uns das Städtchen ausgesprochen gut und in der urigen Taverne mit Blick aufs Wasser fühlten wir uns wohl und die griechische Küche schmeckte mal wieder ausgezeichnet!
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    Traveler

    Das sind sehr schöne Bilder... Beeindruckend

    1/18/22Reply
    Traveler

    Einmalig schön ❣️

    1/19/22Reply
    openend

    das schreit ja auch förmlich nach Hippiedasein mit Hängematte in den Palmen🤣 schöne Geschichte, aber wie überall...wenn's zu viele machen, leidet die Natur...🌴

    1/19/22Reply
     
  • Day97

    Palast von Knossos

    January 16 in Greece ⋅ ⛅ 9 °C

    Hier muss ich beschämt mein Vorurteil revidieren. Ein minoischer Palast aus dem 19. Jhd. v.Chr., meinetwegen nach dem Erdbeben im 17. Jhd.v.Chr. wieder errichtet - da kann doch wieder eimmal nicht mehr zu sehen sein als freigelegte Grundmauern und vielleicht Treppenansätze! Man kennt diese eine Aufnahme, wo ein Bruchteil schön neu und farbig strahlt, ist nichts echt! Das haben wir schon oft genug erlebt, sind auch schon ganz schön verwöhnt vom Valle dei Templi in Aggrigento (Sizilien) - das ersparen wir uns!
    Nach einigen Tagen Überlegung: Knossos ist ja schließlich DAS Aushängeschild unter den Sehenswürdigkeiten Kretas! Sollten wir uns das vielleicht doch ansehen? Jetzt sind wir hier, wer weiß, wann und ob wieder einmal, stehen mit dem Mops ganz in der Nähe! Also abgemacht, mit dem "Fifi" hin, Tickets gekauft und rein.
    Da hat doch der britische Archäologe Sir Arthur John Evens von 1900 an mit bis zu 100 Helfern die Ruinen eines riesigen Palastkomplexes aus der minoischen Zeit ausgegraben. Und damit nicht genug, viele Gebäudeteile rekonstruierte er entsprechend seiner bei der Ausgrabung gewonnenen Erkenntnisse und Schlüsse. Schon damals erntete er dafür nicht nur Zustimmung und auch wir können nur hoffen, dass er sich an der Realität nicht allzu weit vorbei bewegte.
    Aber seine Arbeit hilft ungemein, sich in die Gebäude und das Leben darin hinein zu versetzen und die Dimensionen dieses vor 4.000 Jahren erbauten Palastes auch nur annähernd zu spüren.
    Am Ende waren wir sehr froh, dass unsere Neugier dann doch über das überhebliche Vorurteil gesiegt hat.
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    Traveler

    Deine Beschreibung ist wieder mal super..

    1/18/22Reply
    Traveler

    Richtig griechisch 😀

    1/19/22Reply