El Torcal- in Malaga???
6 février, Espagne ⋅ ⛅ 15 °C
Schon am Dienstag habe ich in Malaga einen Mietwagen geholt und in derselben Nacht hat uns Tief Leonardo beehrt. Zum Glück befanden wir uns im Randbereich, im Malaga wurden 3.000, in Marokko sogar ca. 50.000 Menschen evakuiert, in Portugal hat es einen Wohnwagen umgeworfen und von den unzähligen Straßensperrungen sowie Zug- und Flugausfällen brauchen wir gar nicht erst zu reden. Aber auch hier sah es am Morgen wie nach einer Sintflut aus.
Am nächsten Tag wollten wir bei Regenpause eine kurze Spritztour (nur ca. 7 km) in die Berge unternehmen, aber das war unüberlegt, unvorsichtig und sogar leichtsinnig! Nachdem wir auf der schmalen Straße mehrere Erd- und Geröllhaufen und sogar eine stark fließende Wasserfurt überwunden hatten, kehrte doch noch die Einsicht ein, lieber umzukehren. Vor lauter Aufregung und Anspannung haben wir es zu keinem einzigen Foto gebracht. Aber regennasse Bilder haben wir ja schon genug.
Tags darauf bei Regen ins nahe gelegene sonst so schöne Nerja, aber ohne Reiz und Lust auf mehr fuhren wir gleich wieder zurück.
Aber heute geht's los! Noch regnet es, jedoch ist für die gesamte Region Entspannung angekündigt. Das etwas entferntere Ziel ist El Torcal. Vor 8 oder 9 Jahren waren wir schon bei diesen Felsen und hatten sie eigentlich mehr im Landesinneren in Erinnerung, doch Google Maps kennzeichnet das Ziel in Malaga! Irren wir uns so gewaltig oder versteckt sich in dieser Stadt ein uns nicht bekanntes Naturerlebnis? Die Neugier treibt uns hin und am Ende sagt das Navi in einer Häuserschlucht unweit der Küste "du hast dein Ziel erreicht", womit wir uns fragend anschauen. Einfache Lösung: wir befinden uns an der Metrostation "El Torcal" der Linie 2! Schlechte Ausflugsvorbereitung! Aber jetzt noch weiter und wieder in die Berge? Wir entscheiden uns, den Kleinen in der mühsam erkämpften Parklücke stehen zu lassen und die ca. 3-4 km in Richtung Innenstadt zu laufen - mal wieder bewegen! Vor uns die Strände, der Hafen und weit hinten die Stadt, so setzen wir uns in Bewegung. Irgendwann überqueren wir den Fluss Guadalmedina und bald darauf treffen wir auf die am Prächtigsten geschmückte Einkaufsmeile der Stadt, die Calle Marqués de Larios. Anstelle der legendären Weihnachtsdeko stehen nun alle Zeichen auf Karneval. Wir finden die Kathedrale, von den christlichen Eroberern ab 1528 über einer Moschee erbaut (fertig wurde sie nach schlappen 254 Jahren) und das Foto vom Innenraum ist geklaut, wir sind geschafft und suchen in den Gassen der Altstadt eine Stärkung. Wir sind verzaubert vom Flair dieses Stadtteils und treffen zielsicher auf den Platz mit dem römischen Theater aus dem 1. Jhd., das übrigens erst 1951 wieder entdeckt wurde. Es war völlig verschüttet und Niemand wusste davon. Nun, all zu viel ist ja auch nicht mehr davon übrig, denn im 11. Jhd. verwendeten die Mauren alle brauchbaren Bauteile für die Errichtung der darüber liegenden Alcazaba, einer Kombination aus Festung und Palast, ähnlich wie Alhambra. Den Besuch dieser historischen Stätte zusammen mit dem noch höher angelegten Castillo de Gibralfaro verschieben wir aus Zeitgründen auf das nächste Mal. Stattdessen schlendern wir durch den Park mit seinen kunstvollen Brunnen, einer riesigen Strelitzie und einer Königspalme, die uns wie aufgepfropt anmutet, aber die KI sagt, das geht bei Palmen nicht. Abschließend noch ein Bummel zum Hafen (die Boote werden aber auch immer größer!) und vorbei an der Stierkampfarena (in der trotz eines gravierenden Sinneswandels in der Bevölkerung die Quälerei noch immer kein Ende gefunden hat) und dem schönen Brunnen auf dem Plaza General Torrijos führt uns zum Bus, der uns nach einer ausgiebigen, aber schönen Wanderung zu unserem Waaagen (Fiat Panda Hybrid, niedlich, leistungsschwach und absolut nicht bergtauglich - aber wir haben Zeit!) zurück bringt.En savoir plus
Motril und Salobreña
8 février, Espagne ⋅ 🌬 13 °C
Das Auto muss bewegt werden! Deshalb fuhren wir gestern trotz angekündigten Regens nach Motril, einer Stadt, von der wir ohnehin nicht all zu viel erwarteten. Irgendwo fanden wir eine Parklücke, sandten uns den Standort, um das Auto wieder zu finden und liefen einfach los. Das Zentrum wirkte fast ausgestorben und so nahmen wir Kurs auf den Hafen weit vor der Stadt. Da freuten wir uns, dass der Weg durch den Park mit Skulpturen und Spielplätzen vorbei an der Kirche Señora de la Cabeza und dem Kakteen- und Sukkulentengarten, der leider geschlossenen war, führte. Weniger erfreulich, dass es wieder leicht mit regnen anfing und die Hafenanlagen größtenteils unzugänglich sind und wir sie darüber hinaus als schlichtweg nicht sehenswert bewerteten. Der lange Weg zurück zum Auto brachte wenigstens eine ausgedehnte Fitnessaktivität mit sich. Salobreña auf dem Rückweg haben wir wegen des Regens auf heute verschoben, so dass wir den Rest des Tages wieder mal mit home-holidays verbrachten.
Heute sieht's deutlich besser aus: viel Sonne mit Wind und Sturm, aber kein Regen. Wir schlagen dieselbe Richtung ein, nicht einmal so weit und erreichen das malerischen Städtchen Salobreña mit weiß leuchtender Altstadt, Burg und Kirche dicht gedrängt auf dem Berg. Unsere Kondition kommt auf den Prüfstand, doch es lohnt sich allemal. Ganz oben thront die maurische Burg, die Ruheresidenz der Emire und der Königsfamilie Granadas während der Dynastie der Nasrediden im 14./15. Jhd. Unser Aufstieg wird aber nicht belohnt, man hat geschlossen. Das macht uns nichts, wir schlendern treppauf, treppab durch die vielen Gassen (die schmalste Gasse mit nur 50 cm Breite finden wir nicht wieder, aber wir haben ja noch ein Foto von vor 8 Jahren!), genießen den Ausblick und die wunderschönen Pflanzendekorationen, bis wir wieder unten ankommen und im Park einen Brunnen entdecken, der uns sehr an Alhambra erinnert. Noch ein Blick auf die Strandpromenade (kurze Einkehr im Fischrestaurant) und den Fels von Salobreña und schon fahren wir zufrieden zum Campingplatz zurück, wo wir trotz des Windes noch ausgiebig die Nachmittagssonne genießen.En savoir plus
Nerja und Torrox
9–13 févr., Espagne ⋅ ☀️ 19 °C
Das Wetter hat sich beruhigt, oft scheint die Sonne, die Temperaturen sind noch winterlich und der Wind hat noch nicht aufgegeben. Aber unter diesen Bedingungen ist es doch klar, da unternehmen wir was mit dem Auto und zwar in der entgegengesetzten Richtung. Erste Station ist Nerja, berühmt für ihre weißen Häuser, die Strände und den "Balkon Europas". Aber halt, da fällt mir was ein! Wozu sind wir so weit gefahren?! In Dresden werden die Brühlschen Terrassen am Elbufer mit demselben Beinamen geschmückt! Gefallen uns sogar besser, aber ein wenig Lokalpatriotismus darf ja sein, oder? Nichts desto trotz zieht es auch uns bis an den vordersten Punkt am Geländer. Da bietet sich ein schöner Blick auf Strände und Stadt und der virtuose Gitarrist hält uns fest in seinem Bann. Dann spazieren wir noch lange durch die Stadt, entdecken lauschigen Plätzchen und der "Balkon" präsentiert sich aus verschiedenen Perspektiven. Ein architektonisches Filetstückchen ist das Aquädukt Aguila, das 1880 zur Wasserversorgung für eine Zuckerfabrik errichtet wurde. Die Fabrik gibt's nicht mehr, aber seit einer Sanierung von 2012 versorgt das Bauwerk wieder viele landwirtschaftliche Betriebe in der Umgebung mit Wasser. Auf dem Weg zurück zum Auto schauen wir mit mulmigen Gefühlen herab auf die Schäden, die Leonardo auch hier angerichtet hat. Letztendlich zeigt es sich wieder: die Natur ist dem Menschen gegenüber immer überlegen.
Wir hängen einen kleinen Abstecher nach Torrox an, zuerst Torrox Costa mit Leuchtturm und der futuristisch anmutenden (hier wirklichen!) Balkonkonstruktuion. Der kühle heftige Wind jagt uns zurück ins Auto und wir nehmen Kurs auf die Altstadt oben auf dem Berg. Einen so großen Marktplatz hätten wir hier oben nicht erwartet. Wir überqueren ihn, werfen noch einen Blick in die schlichte Kirche und dann durchstreifen wir die engen und steilen Gassen. Dabei stellen wir fest, dass nicht nur Orte wie Salobreña mit idyllischen und liebevoll gestalteten Winkeln aufwarten können.
Mit diesen Eindrücken wählen wir den schnellen Rückweg auf der Autobahn zum Campingplatz, um hier das schöne Wetter noch ein wenig zu genießen.En savoir plus
Die weißen Dörfer Andalusiens
12 février, Espagne ⋅ ☀️ 18 °C
Wieder freuen wir uns über Sonne, doch ihr treuer Begleiter, der mitunter stürmische Wind lässt nicht locker. Das hält uns aber nicht davon ab, unser lange erklärtes Ziel aufzusuchen.
Ursprünglich hatte die weiße Farbe einen rein praktischen Grund, sie sollte die Sonnenstrahlen reflektieren und das Dorf vor Überhitzung schützen. Das funktioniert natürlich immer noch, aber nebenher haben sich diese Orte zu reinen Schmuckkästchen entwickelt, die den Tourismus magnetisch anziehen. Offiziell gehören 30 Ortschaften dazu, aber in einem kleinen Büchlein zählte ich weit über 50 Namen.
Wir entscheiden uns für zwei der bekanntesten und ein nur von Insidern bevorzugtes Dörfchen in den Bergen. Am Mittwoch ging's nach Comares auf den Gipfel eines 750 m hohen Bergmassivs. Vorbei an sich zaghaft entfaltender Mandelblüte quälte sich der Panda bis vor das eindrucksvolle Stadttor. Da war Schluss, weiter ging es nur noch zu Fuß. Aber das war gut, nur so kann man die kleinen und großen Überraschungen entdecken. Bemerkenswert, welch ein groß angelegter Friedhof hier auf der einer Festung gleichenden Stadt noch Berücksichtigung fand.
Nächster Ort ist heute Frigiliana, das Flagschiff der weißen Dörfer. Hier geht es laut und quirlig zu mit vielen Reisebussen, einer Bimmelbahn für die Lauffaulen und gefühlt hunderten Restaurantes, Galerien und Souveniershops. Aber zum Glück entdecken wir zu Beginn die Touristeninformation, erbetteln einen Stadtplan und folgen dann der traumhaft schönen Route, die uns der freundliche Beamte empfohlen hat. Wir sind fasziniert, es gibt kein ungepflegtes Eckchen und die vielen Grünpflanzen spenden Ruhe und Behaglichkeit. Die Skulptur "Tre Kulturas" verstehen wir gut, nachdem wir auf dem Citymap ihren Namen gelesen haben.
Nun verlassen wir diesen lebhaften Ort und quälen den Panda und uns über 5 km Schotter- und Buckelpiste zum völlig abgelegenen Dorf (the lost Village) El Acebuchal auf 500 m Höhe. Im 17. Jhd. wurde es als Raststation für Maultiertreiber gegründet und 1948 von den Franco-Truppen auf Grund von Verbindungen und Unterstützung der Guerillakämpfer während des Spanischen Bürgerkrieges zwangsgeräumt. 50 Jahre lang verfiel es zur Geisterstadt, bis 1998 einige ehemalige Bewohner mit dem Wiederaufbau (ohne Strom und Maschinen!) begannen, um zurückzukehren und den Ort wieder zu beleben.
Heute sehen wir ein idyllisches, vollständig restauriertes Dorf mitten im Naturpark. Es beherbergt schmucke Unterkünfte für Urlauber, die wirklichen Abstand zum Alltagssttess suchen und täglich auf einem der unzähligen Wanderwege anzutreffen sind. Sie wissen, die gute Küche im einzigen Restaurant am Ort (und Umgebung) garantiert kulinarische Feinheiten, wovon wir uns gleich mal überzeugen lassen.
Etwas abgelegen entdecken wir noch ein verfallenes Gebäude, bei dessen Anblick wir den Zusand des Ortes vor nunmehr 30 Jahren wohl nur annähernd erahnen können - Hut ab!En savoir plus
El Torcal
14 février, Espagne ⋅ 🌙 4 °C
Sonne und Wind kann man noch gelten lassen für eine Spritztour in die Berge. Irgendwo begegnen wir abseits der Straße dem Wahrzeichen Spaniens, einem überdimensionalen Stier. Ins Leben gerufen in Andalusien durch die Osborne-Gruppe als Werbeträger für ihren Brandy. Bald kannte man ihn als den Osborne-Stier und inzwischen findet man ihn und seine etwa 90 Artgenossen in ganz Spanien.
Bald darauf erreichen wir auf über 1.250 m Höhe unser Ziel, die bizarren Kalksteinformationen El Torcal. Unglaublich, was die Natur so alles erschaffen kann! Ganz zu Recht trägt dieses Naturschutzgebiet den Titel UNESCO-Weltnaturerbe. Und dann muss man sich mal vorstellen, dass das hier vor 200 Millionen Jahren der Meeresboden war (heute fast 1.500 m ÜBER dem Meer!) Von diesem Meer damals ist uns gerade noch das Mittelmeer geblieben. Die iberischen Steinböcke sind hier so sehr an die Besucher gewöhnt, dass sie auch mal gerne fürs Foto posen oder den Weg erst dann freimachen, wenn wir uns ihnen auf weniger als 10 m nähern.
Diese Landschaft ist einfach atemberaubend, auch wenn wir nach stundenlangem Steigen und Klettern mit schlammverschmierten Schuhen zum Auto zurückkehren - es ist einzigartig und bei El Tornillo, der "Galionsfigur der Steine" fällt es schwer zu glauben, dass das alles natürlichentstanden ist.En savoir plus
Nochmal Malaga
15 février, Espagne ⋅ 🌬 15 °C
Am Montag müssen wir unser Panda-"Bärchen" wieder am Flughafen abgeben. Aber wir beschließen eine Planänderung, denn am Sonntag findet in der Stadt der Karneval seinen Abschluss. Den wollen wir sehen und nicht unbedingt am Abend wieder zurückfahren. Wir haben ein günstiges Zimmer im Stadtzentrum für eine Nacht gemietet, geben das Auto schon am Sonntag ab und können nun das bunte Treiben in vollen Zügen genießen.
Gegen Mittag treffen wir mit dem Bus an der Calle Marquis de Larios ein, bestaunen nochmals die toll geschmückte Passage und vertreiben uns an der Prachtmeile noch etwas die Zeit.
Glück muss der Mensch haben, denn unser gebuchtes Quartier befindet sich nur 50 m entfernt in einer winzigen Parallelstraße. Nach einer Stunde Wartezeit dürfen wir unser schmuckes Zimmer beziehen und können uns nicht nur mit einem Blick auf die Iglesia de San Juan, sondern gleichzeitig auf die Kathedrale von Malaga brüsten. Wir haben noch Zeit, uns etwas auszuruhen und dem dann folgenden gesamten Karnevalsgeschen widme ich eine separate Story, um den Ramen nicht zu sprengen.
Nur noch soviel: am späten Abend werden wir wieder von der nun bunt strahlenden Passage begrüßt und machen es uns im Pub "The Museum" gemütlich.
Am Montag kraxeln wir zum Castillo de Gibralfaro hinauf, denn das hatten wir uns ja vorgenommen. Aber oben außer Puste angekommen stehen wir vor verschlossenen Gittertoren "geschlossen wegen zu viel Wind". Na ja, bleibt uns nichts Anderes übrig, als die auch von außerhalb der Mauern schönen Eindrücke auf uns wirken zu lassen, bevor wir uns zum zentralen Busbahnhof begeben, Tickets erwerben und zurück zum Campingplatz fahren.
Es waren trotz des Windes zwei ereignisreiche und wunderschöne Tage.
Und nun noch die gute Meldung zum Schluss: Ab diesem Wochenende kam die entscheidende Wetterwende. Für die nächsten 16 Tage sind nur noch Tage mit ca. 10 Stunden Sonne, keinem Regen und ganz wenig Wind angekündigt. Nach wochenlangem Warten werden wir das nun genießen!En savoir plus

VoyageurEure Planänderung finde ich Spitze, das habt ihr gut gemacht❣️und das alles bei so schönem Wetter, echt gut ❣️👍
Karneval in Malaga
15 février, Espagne ⋅ 🌬 17 °C
Bevor unser Zimmer freigegeben ist, treffen wir schon auf einen kleinen Karnevalsumzug, der große Abschlussumzug soll erst 17:00 Uhr beginnen. Den erleben wir sogar hautnah in den Vorbereitungen, sei es bei Schminkkorrekturen, Gruppenposen oder beim Üben der einstudierten Choreografie. Dann beginnt das bunte und laute Treiben und der Zug setzt sich in Richtung Strand in Bewegung.
Dieser Umzug bildet den krönenden Abschluss einer ganzen Karnevalswoche und soll sein Ende mit der "Entierro del Boquerón", der Beerdigung des Sardellenfisches finden. Die Sardelle, der überdimensionale und oft lustig dekorierte Fisch, ist das Symbol der Stadt Malaga und ihre Verbrennung symbolisiert:
- ds Ende der ausgelassenen Karnevalszeit
- die "Reinigung" und den Übergang zur Fastenzeit
- den humorvollen Abschied vom Feiern.
In diesem Jahr hat man der Sardelle (wohl aus aktuellem Anlass) ein nicht so lustiges Aussehen verliehen. Sein look mit Helm, Waffen, aber auch dem peace-Zeichen und der Friedenstaube ist verbunden mit dem Statement gegen Krieg und Gewalt.
Wir treffen zum Glück rechtzeitig am Strand ein, stehen in zweiter Reihe an der Barriere und können die Zahl der nachrückenden Schaulustigen nicht mehr einschätzen. Die Wartezeit verkürzen wir uns mit der Betrachtung des herrlichen Sonnenuntergangs, bis dann die Abschlusszeremonie beginnt. Der Frage, warum Friedensengagement mit so viel Umweltverschmutzung verbunden sein muss, wollen wir hier mal nicht weiter nachgehen. Jedenfalls bin ich begeistert, dass man bei der Gestaltung des Fischs an die Gräten gedacht hat, ohne die das imposante Schlussfoto nicht hätte entstehen können.En savoir plus
2 Wochen Sonne und dann: Freiheit!
28 février, Espagne ⋅ ☁️ 16 °C
Ab dem Tag, als wir das "Bärchen" wieder abgaben, schien die Sonne. In Malaga noch mit Wind und Sturm, aber in La Herradura ohne! Das sollte 14 Tage so bleiben und deshalb beschlossen wir, so lange noch mit unserer Abreise zu warten, die Sonne zu genießen, zu relaxen und das Ganze mit einigen kleinen Unternehmungen zu würzen.
In einem sehr speziellen Möbelgeschäft am Ort suchten wir nach neuer Einrichtung für den Mops, ließen es dann aber bleiben. Spaziergänge durch die hoch gelegene Altstadt ermöglichten völlig neue Perspektiven und Einblicke bis hin zur Sonntagpredigt bei offener Kirchentür oder besonderen Streetartexponaten. Auf dem Weg zum Hafen leuchteten die Mimosenblüten und die hier überall anzutreffendenden Blüten des ursprünglich aus Südafrika stammenden Kap-Geißblattes präsentierten sich plötzlich in fantastischem Kontrast zum Hintergrund. Einmal stand noch der Besuch von Nerja mit Freunden an und auch hier wie in La Herradura hat sich der Strand schon in beeindruckender Weise wiederbelebt.
So vergingen die 2 Wochen wie im Fluge und wir konnten sie wie Urlaub vom Urlaub genießen.
Heute, am letzten Februartag verabschieden wir uns von den lieben Campingnachbarn und -freunden und nehmen nochmal Kurs auf die Küste (so den richtigen Blick auf's Meer hatten wir ja noch nicht!). Einem alten WoMo-Heft folgend fahren wir an Almeria vorbei bis zu dem kleinen verschlafenen Örtchen La Isleta del Moro. Den empfohlenen großen Parkplatz erreichen wir aber nicht - in der Zwischenzeit hat man hier eine Höhenbegrenzung errichtet. Doch ein kleines Stück oberhalb finden wir ein trautes Plätzchen. Hier stehen wir endlich - nach über einem Vierteljahr! - wieder einmal frei und zwanglos! Dazu mit einem Superblick auf die Bucht - und das sogar ganz allein! Das denken wir aber nur, denn am anderen Morgen fühlen wir uns wie umzingelt, aber wir lassen es uns nicht verdrießen, wir bleiben noch einen Tag und eine Nacht, bis der immer mehr zunehmende Sturm uns überzeugt, die Fahrt fortzusetzen und im Landesinneren ein ruhigeres Fleckchen zu suchen.En savoir plus
El Chorrillo
3 mars, Espagne ⋅ 🌬 18 °C
So schön es hier am Meer ist, aber der immer stärker werdende Sturm rüttelte uns in der Nacht schon heftig durch und heute soll er sich noch weiter steigern. In der Wetter-App finden wir in näherer Umgebung nur einen Ort ohne Sturm: Gador. Kennen wir nicht, wird uns sicher auch nicht vom Hocker reißen, aber wir fahren erstmal dorthin. P4N zeigt ein paar ruhige Plätze in der Natur - mehr wollen wir für heute nicht und schon stehen wir am Abhang, unten teilen sich eine Handvoll Wohnmobile diese weite Ebene unter sich auf. Bei der steilen Abfahrt wächst der Respekt vor der nicht zu vermeidenden Rückfahrt, aber jetzt sind wir erst mal unten!
Die halb verfallenen Gebäude lassen nur einen Schluss zu: sind das Filmkulissen? Ja, tatsächlich! Wir erfahren, dass wir uns in El Chorrillo befinden und hier wurden Szenen für Filme wie "Games of Thrones", "Exodus" oder "Der Fuchs" gedreht. Gutes Futter für die Kamera und ehrlich: erst, als ich versuchen will, ob sich dieser schwere Mühlstein überhaupt bewegen lässt und das dann sogar mit Leichtigkeit einhändig funktioniert, erkenne ich aus der Nähe, das Ding ist aus Styropor! Diese Filmemacher haben's eben drauf!
Und(!): Tagesziel erreicht: wir genießen einen entspannten Tag ohne Wind! Der schüttelt uns in der Nacht auf's Neue durch, legt sich aber am Folgetag, so dass sich eine ausgedehnte Wanderung durchs trockene Flussbett einrichten lässt. Was hier bei Regenzeit so los ist, lassen die ausgewaschenen Uferfelsen erahnen.
Heute vermischen sich mit der himmlischen Ruhe noch ein paar Geräusche: von einem Truppenschießplatz hinter den Bergen knallen immer wieder respektable Salven und hier bei uns erweisen sich die Berge als ein wahres Cross-Bike-Eldorado. Ist aber zu ertragen und wir relaxen noch den zweiten Tag, bevor wir morgen bei zu erwartendem Regen weiter fahren werden.En savoir plus
Priego de Cordoba
5 mars, Espagne ⋅ ☁️ 10 °C
Mit dem Relaxen hatte es dann aber ein jähes Ende. Am Abend hielt uns stundenlang ein Sturm mit orkanartigen Böen in Schach. Sand und Kiesel prasselten gegen den Mops, riesige Staubwolken verhinderten jeglichen Durchblick, das erstickte den Gedanken, wegzufahren im Keim. Mit Kartenspiel lenkten wir uns von dem Getöse ab und 22:00 Uhr hörte der Spuk auf. Welchem Gott wollten wir zuerst danken, dass das nicht die ganze Nacht so weiterging? Den nächsten Angstgegner hatten wir noch vor uns, aber die gefürchtete steile Auffahrt passierte ich beinahe mühelos. War aber froh, dass Rosi zur Sicherheit vorangelaufen war, um oben eventuell ankommende Fahrzeuge vor der einspurigen Piste abzufangen. Dann fuhren wir durch die Provinz Jaen. Überall Olivenbäume bis zum Horizont. Ich lese, dass 20% des auf der Welt produzierten Olivenöls allein aus dieser Region stammen. Muss eine uralte Tradition sein.
Wir fahren bis zu dem kleinen Städtchen Priego de Cordoba, dem selbst ernannten Juwel Andalusiens, wo wir den verregneten Abend lieber auf dem Parkplatz des Sportforums verbringen.
Heute scheint die Sonne (bei 7°C) und wir laufen in Richtung Zentrum. Wie auf Bestellung stehen wir gleich vor der Touristeninformation, erhalten einen Stadtplan und viele Hinweise für die perfekte Route. Am Schluss sind wir einfach nur überwältigt von dem freundlichen Mitarbeiter, der uns gleich noch Stadtpläne für Cordoba, Toledo und auch Madrid anbietet und aushändigt!
Genauso erfreulich ist der Rundgang durch die Stadt mit ihren extrem schmalen Gassen zwischen weiß getünchten Häusern mit vielen Pflanzkübeln. Mitten im Ort entspringen 2 Quellen, die in barocken Brunnen, Kaskaden und Wasserspielen an die Oberfläche geleitet werden. Vom Balcón de Adarve, der die Stadt lange Zeit gut beschützt hatte, erleben wir einen fantastischen Blick über die weiten, weiten Olivenhaine. An den vielen Kichen können wir uns satt sehen, in eine davon, die Igesia de la Aurora gelangen wir hinein und sind überwältigt von der barocken Pracht.
Aber selbst alte Herren- oder normale heutige Wohnhäuser ziehen uns mit ihren ideenreich und hochwertig gestalteten Fassaden in ihren Bann.
Diese Stadt liegt etwas abseits der üblichen touristischen Routen und deshalb sind wir dem ADAC-Tipp sehr dankbar.En savoir plus
Cordoba
7 mars, Espagne ⋅ ☁️ 12 °C
Wie hatten wir uns die Rückreise vorgenommen?: wir fahren wir durchs Landesinnere und schauen uns dort je nach Wetterlage noch so Einiges an.
Nun, das Wetter meint es nicht so gut mit uns (o.k., der Tag in Priego war wirklich toll - zwischen den Schauern), bei der Ankunft in Cordoba schwimmen wir mit dem Mops über den Parkplatz und bleiben erstmal dort. Die trockene Phase am Samstag können wir für einen zügigen Stadtrundgang nutzen, um nach wenigen Stunden noch rechtzeitig wieder in unser rollendes U-Boot zu flüchten.
Aber scheeen war's doch! Über die auf römischen Fundamenten ruhende Puente Romano überqueren wir den Rio Guadalquivir und nähern uns andächtig der Mezquita-Catedrál. Nichts weniger als ein architektonisches Wunder ist diese ehemalige Moschee (8.-10. Jhd.), in die von den Christen eine ganze Kathedrale hineingebaut wurde. Das war eine Zerstörung, die am Ende zu einer einzigartigen architektonisch-religiösen Kombination führte. Selbst der Glockenturm (16.-17. Jhd.) beherbergt immer noch im Inneren den Kern des Minaretts. Unglaublich sind die Dimensionen der ehemaligen Moschee: 179 x 134 m Grundfläche entsprechen 3-4 Fußballfeldern und im Inneren tragen ähnlich einem Wald 856 Pfeiler in den Säulengängen die riesige Dachfläche. Hier drin findet man, wohin man schaut, harmonisch nebeneinander angeordnet die religiösen Schätze beider Kulturen.
Wieder draußen holen wir tief die Luft, die uns da drinnen weg blieb und auf dem großen Plaza de la Corredera haben wir sehr viel davon.
Vorbei an schmucken, Wohlstand verheißenden Häusern gelangen wir in das verwinkelte Gassenlabyrinth der Juderia. Es wimmelt von Menschen (und Autos mit eingeklappten Spiegeln), aber wir finden auch ruhige, wunderschöne Gassen und vor allem malerische Innenhöfe, die allesamt zum Verweilen einladen.
Die mächtige Burg Alcazar (14. Jhd.) mit ihren weitläufigen Gartenanlagen hat leider geschlossenen (am Ende gut so, denn nur so haben wir noch trocken den Moos erreicht), aber direkt davor rätseln wir über den Sinn dieses riesigen Wasserrades. Ist zwar nur eine Rekonstruktion, aber es handelt sich um eine "Noria", einen Wasserheber. Von der Strömung angetrieben, wurde damit in Schöpfeimern das Wasser nach oben transportiert und über Aquädukte oder Kanäle die Stadt mit Frischwasser versorgt. Es wird geschrieben, dass es sich wahrscheinlich um ein Werk der Römer handelt, welches später von den Mauren verbessert wurde.En savoir plus
Genuss pur im Monasterio de Piedra
9 mars, Espagne ⋅ ☁️ 8 °C
Der Morgen fing nicht gerade verheißungsvoll an, aber wir konnten regelrecht zusehen, wie es stetig besser wurde und wieder mal bestätigt sich: man muss nur richtig auf das Wetter schimpfen und schon begleitet uns die Sonne den ganzen Tag!
Das wussten wir zwar vorher nicht, aber wir fuhren zum Monasterio de Piedra, einem ehemaligen Kloster (heute Hotel), um uns den fantastischen Park mit seinen unzähligen Kaskaden (über die sich der Fluss Piedra in die Tiefe stürzt), sowie Grotten, Fischzuchtteichen und Tunneln anzuschauen. Nach dem stundenlangen Rundgang waren wir einverstanden mit dem Eintrittspreis, der uns zu Beginn etwas zögern ließ.
Dann konnten wir auch noch einer der dreimal täglich stattfindenden Greifvogel-Schau beiwohnen und von den ca. 50 hastig erstellten Fotos und Videos blieben eine Handvoll brauchbare, ja sogar zufriedenstellende Versuche übrig.
Wir setzten unsere Fahrt in Richtung Andorra fort und so kam es, dass wir den kompletten Tag von der Sonne verwöhnt wurden. Mit dieser Entschädigung für die letzten Tage fanden wir einen hoch gelegenen, leeren und damit sehr ruhigen Parkplatz mit Blick auf den Riu Segre mit einer wunderschönen Brücke darüber. Schnell noch Stühle raus und ein Feierabend-Eis beim Sonnenuntergang, das war das Sahnehäubchen eines Genießertages!En savoir plus
Andorra und der Drang nach oben
10 mars, Andorre ⋅ ☁️ 5 °C
Heute zieht's uns nach Andorra, hier tanken wir gleich bei sensationellen 1,38 €, aber leider fehlen im Tank nur etwas mehr als 30 Liter. Mit dem Spaziergang durch die Stadt verschaffen wir uns die nötige Bewegung, denn die Skulptur "Beständigkeit des Erinnerns" oder "Die zerrinnende Zeit" von Salvatore Dalì wollen wir unbedingt aus der Nähe sehen. Nach einer kleinen Stärkung bei Starbucks schlendern wir durch den Stadtpark zum Mops zurück und fahren weiter nach Canillo. Es geht unentwegt bergauf und hier hätten wir gerne noch zwei weitere Highlights besucht: die auf 1.900 m Höhe liegende Aussichtsplattform Mirador Roc De Quer und die mit über 600 m eine der längsten Hängebrücken der Welt, die Pont Tibetà Canillo. Aber das Wetter verschlechtert sich schon wieder bedenklich und außerdem lese ich im Internet, dass die Brücke nur von April bis November geöffnet sein soll. Also begnügen wir uns mit einigen schönen Fotos beider Ziele aus dem Internet und setzen unsere Fahrt in Richtung Heimat fort.
Wir wissen dass die Pyrenäen recht hoch sind, aber stetig im 4. Gang bergauf, die vielen Kehren max. im 3., das erfordert schon Geduld. Aber wir werden belohnt mit reichlich Winterfeeling, wie wir es dieses Jahr nicht hatten. Da muss eine kleine Schneeballschlacht natürlich sein und angesichts der fast leeren Pisten bereuen wir es beinahe, die Ski zu Hause in der Garage ihrem Winterschlaf überlassen zu haben.
Ab 2.400 m Höhe geht es über eine Stunde nur noch bergab und am ersten hübschen Waldplatz machen wir nach einem erlebnisreichen Tag Halt für die Nacht.En savoir plus
Wieder daheim und kurzes Fazit
14 mars, Allemagne ⋅ ☁️ 14 °C
Schneller als gedacht verlief unsere Heimreise und wenn wir es genau betrachten, gab's dafür zwei Gründe. Einerseits war es nicht sehr verlockend, die schönen und fremden Städte bei Regen und fast winterlichen Temperaturen anzuschauen (wer kennt das nicht: die prächtigste Stadt hinterlässt bei Schmuddelwetter überwiegend unschöne und graue Erinnerungen, während bei Sonnenschein selbst ein unscheinbares Dorf Begeisterung und Verzückung erweckt) und da ist noch die andere Seite: nach so langer Zeit zieht es uns ganz im inneren Unterbewusstsein ja doch wieder irgendwie nach Hause, obwohl wir es gar nicht wahr haben wollen. Also schieben wir es aufs Wetter und nehmen die kürzeste Verbindung.
Nach Andorra gab's noch 2 Übernachtungen, einmal in einem französischen Dorf am Fluss mit hübscher Brücke und das andere Mal kurz vor Nürnberg wieder auf einem ruhigen naturnahen Parkplatz mit vielen Gassi-Gängern.
Zu Hause zeigte sich ja schon vor Wochen der Frühling, jetzt gönnt er sich wieder eine Pause, aber wir erfreuen uns auch bei einstelligen Temperaturen an den bunten Frühblühern.
Viereinhalb Monate auf Achse mit 7.000 Kilometern, 2 Camping- und etlichen Freihsteh-Plätzen bescherten uns wieder unvergessliche Erlebnisse. Der sonnige Süden zeigte sich diesen Winter mehr als zurückhaltend (an Sommerkleidung hatten wir viel zu viel eingepackt), dafür war es dank heftiger Stürme und sintflutartiger Regengüsse nicht gerade langweilig. Angesichts der vielen registrierten Schäden sind wir im Nachhinein froh, dass uns nichts Ernstes passiert ist. Und wenn wir es so richtig bedenken, war dieser Winter in ganz Europa für die Menschen eine Belastungsprobe. Wir glauben ganz fest, dass das nicht immer so sein muss und schmieden schon wieder neue Pläne.En savoir plus

VoyageurDanke fürs Mitnehmen, da war einiges an Inspiration dabei. Und jetzt viel Freude zuhause, die nächsten Tage soll es ja sonnig werden



























































































































































































































































Voyageur
Oh, Wasser im Fluss 😂 Wir kennen ihn nur trocken als Ort zum spazieren gehen und für die Kids zum spielen. Aber gut, das Euch nix passiert ist, mit den Regenfällen in diesem Jahr, ändern sich so einige Dinge 🫣 Passt gut auf Euch auf👍
VoyageurHoffentlich bekommt ihr bald besseres Wetter 🤗
VoyageurEl Torcal hätte euch keine Freude gemacht. Es war im Januar nach ein paar Tagen Regen schwierig zu laufen https://findpenguins.com/0hcxzcinrtqhv/footprin…