• U076216
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USA XXL Teil 1

Een 176-daags avontuur van U076216 Meer informatie
  • Piedmont South Dakota

    28–29 jun. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 29 °C

    Da wegen 4th of July an diesem und nächstem Wochende die Hölle los sein wird (auch an den Campingplätzen in der Umgebung zu sehen, komischerweise bei meinem nicht) bleibe ich auf dem Campingplatz bzw. in der Umgebung und mache bisschen Maintenance. Da um die Ecke eine der großen Autoteileketten ist versuche ich zuerst mein Ölproblem zu lösen. Ich hatte nur einen Liter Nachfüllöl mitgenommen. Bei der Hitze und der Laufleistung brauch der kleine Blaue ein bisschen was, ich hab noch eine halbe Flasche. Hab schon in mehreren Geschäften geschaut, aber mein Öl nicht bekommen. Die fahren hier alle Benziner oder große Diesel. Deswegen gibt es kein passendes Öl für meinen zu kaufen. Ich dachte der Laden kann es besorgen, bin ja jetzt 10 Tage da, in der Zeit sollte es geliefert werden können. Aber Pustekuchen, die können keines besorgen. Kleiner Spoiler, drei Tage später bin ich in einer riesen Fordwerkstatt, man war zwar sehr begeistert und bemüht, aber Öl hat man keines was bei mir rein geht. Als Tip vom Mechaniker, ich soll mal bei Walmart schauen. Scherzkeks, bei jedem Einkauf streune ich in der Autoabteilung rum. Ok, kurz abgeschweift, also Samstag ist ja bekanntlich Waschtag und da bleibt die Küche kalt. Der nächste "Waschsalon" ist in einer Truck Raststätte. Die haben zwei Maschinen, allerdings fehlt bei einer die Tür. Zum Glück war die andere frei als ich hinkam. Zehn Minuten später hätte ich warten müßen. So muß der Trucker 35 Minuten warten. Zufällig ist in der Tankstelle nebenan ein Godfather und man verkauft Arizona Eistee. Mein Mittagessen, da muß ich nicht kochen. Irgendwie kommt mir die 0,5 Liter Dose so schwer vor. Genau, hier hat die Dose 650 ml, mmhh lecker, mehr 😋
    Zurück auf dem CP spanne ich meine Leine und hänge meine Wäsche zum Trocknen auf. Wie verwegen, das macht keiner in USA, die werfen alle noch mal 2,50 Dollar in den Trockner.
    Nachdem die Wäsche trocken war hab ich Sie schnell gerettet, denn ein Gewitter zog auf. Ich hab mich ins Auto verdrückt und Wetten abgeschlossen ob ein Wurfzelt an zwei Enden jeweils mit einer Leine an einem Pfosten festgebunden dem Sturm trotzen kann. Auflösung in den Bildern. Das Gewitter wurde noch zum Tornado, nicht bei uns, aber ganz in der Nähe auch in South Dakota.
    Die Überraschung auf dem Platz waren die Bäder. Es standen mehrere Häusschen auf dem Platz verteilt. Jedes Häuschen hat drei Kabinen, jeweils mit Dusche, Porzellan, Waschbecken und der Knaller ... jeweils eine eigene Klimaanlage pro Kabine ... ein Traum !
    Sonntag war schlechtes Wetter angesagt, Nachwehen vom Sturm. Was macht man bei schlechtem Wetter ? Genau, Einkaufen gehen. Schönes T-Shirt von Wrangler in dünnem T-Shirt Stoff mit langem Arm und Kapuze, irgendwann wird es ja mal wieder kühler.
    Auf der Heimfahrt hab ich mal so ein Zelt aufgenommen. Die stehen an fast jeder Interstate Ausfahrt und man kann dort Feuerwerk für den 4. kaufen. Allerdings ging das schon Tage vorher los mit der Knallerei. Das wars auch schon für den Sonntag. Am Montag steht Devils Tower NP an, aber das ist eine andere Geschichte 😈
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  • Devils Tower NP South Dakota

    30 juni 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 27 °C

    Erster Ausflug in die Umgebung ... Devils Tower NP. Ist ne gute Stunde Fahrt und man kommt an Sturgis vorbei und nein, ich möchte nicht bis zur Bike Week hier bleiben. Die ist im August, die Bevölkerungszahl wächst auf 50.000, alle Unterkünfte erhöhen den Preis um das 4fache, wenn überhaupt was zu bekommen ist. Die meisten Reservieren schon am Ende der Bike Week fürs nächste Jahr. Aber auch ohne Bike Week pilgern hunderte von ergrauten Mopedfahrer/innen, mit Mopeds deren Sattelhöhe sich bei der BIG in Kniehöhe einpendelt und trotzdem kommen se kaum runter, nach Sturgis. Mit ohne Auspuff, nur ein offenes Rohr und immer am Campingplatz vorbei. Aber egal, wir sind unterwegs in Richtung Devils Tower. Laut dnA Sage ist die Bear Lodge ein Felsen auf den sich dnA vor einem riesen Bären gerettet haben und der hat versucht mit seinen Krallen den Berg abzutragen, deswegen sieht der so aus.
    Geologisch erklärt handelt es sich um flüßige Lava die aus der Erde ausgetreten ist, erkaltet und sich dabei zusammengezogen hat. Das ergibt diese typische Form. Wer sich das auch mal anschauen will ohne weit zu fliegen, das kann man auch in Nordirland sehen, nennt sich Giants Causeway.
    Um Devils Tower gibt es einen Looptrail, immer rund herum, so kann man Ihn von allen Seiten sehen. Devils Tower ist nicht alleine, in der Nähe sind noch drei weitere, die sind allerdings in einem Gebirge und stehen nicht so präsent alleine in der Gegend rum.
    Da ich einen anderen Weg nach Hause fahren wollte und übersehen habe die Straße war nicht aspaltiert, wurde ich 1,5 Stunden durchgeschüttelt und das Auto war mit feinem Staub gepudert bevor ich wieder in der Höhe von Sturgis rausgekommen bin. Das war es auch schon für diesen Tag, zurück zum CP und den Pool bevölkert.
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  • Crazy Horse - Mt. Rushmore South Dakota

    1–2 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 28 °C

    Da es heute kühle 33 Grad werden soll, morgen 35 und am Donnerstag 37 sieht die Planung wie folgt aus. Heute Crazy Horse und Mt. Rushmore, morgen Pool und am Donnerstag Juwel Cave mit 9 Grad Innentemperatur. Crazy Horse und Mt. Rushmore liegen zusammen. Crazy Horse kommt zuerst und man gehört nicht zum National Park Service, ist tatsächlich privat von Spenden und dem Eintritt finanziert. Der Eintritt kostet 15 Dollar, dafür darf man eine Woche wiederkommen. Es gibt drei Museen, eine Aktionsfläche und für weitere 5 Dollar wird man mit einem Bus noch näher an die Baustelle rangefahren. Ja Baustelle, das Dingens ist noch lange nicht fertig. Bei der Bustour erfahren wir, vor 2 Wochen wurde ein Kran aus Deutschland in Betrieb genommen und man schätzt die Arbeit geht jetzt 20 % schneller durch den Kran. Der Kran wurde per Schiff nach Texas geliefert und dann auf dem Landweg zum Berg geschafft. Dem Tourguide war nicht bekannt von welcher Firma der Kran ist, es stand auch kein Name mehr seitlich auf dem Kran, wie sonst üblich. Ein Kranfan aus der Gruppe meinte noch, die Farben wären von Liebherr. Am nächsten Tag habe ich tatsächlich noch ein Bild der Montagetruppe im Netz gefunden. Da stand noch Liebherr drauf.
    Leider war es dem Bus zu heiß und das Hydrauliköl mit dem die Automatik betrieben wurde war zu dünnflüßig geworden. Mitten am Berg beim Schaltvorgang ging das Getriebe auf Störung und nix ging mehr. Der Fahrer rief einen Ersatzbus und mit dem setzten wir die Fahrt fort.
    Nach Crazy Horse ging es zu Mt. Rushmore. Was für ein Scam. Der NP Jahrespaß brachte hier garnichts. Der Eintritt war kostenlos, aber Sie haben von jedem Auto 10 Dollar Parkgebühr kassiert.
    Man geht dann zum Besucherzentrum, schaut sich den Film an, durch ein seher mickriges Museum raus auf die Terasse und da sind se. Wieder mal typisch, eine Niederlage als Erfolg verkaufen. Eigentlich ist beim Errichten des Monuments alles schief gelaufen. Lincoln der jetzt (von uns aus) ganz rechts ist wurde ursprünglich ganz links neben Washington begonnen. Als Er halb fertig war ging der Fels aus, man hatte sich schlicht vermessen. Deswegen wurde Lincoln gesprengt und rechts neu bekonnen. Aus dem Grund schaut Er in eine andere Richtung. Zweiter Meßfehler, eigentlich sollten die Oberkörper mit abgebildet werden. Wär errät das Problem ... genau nicht mehr genügend Fels übrig gewesen. Also hat man das halbfertige Ding zum Monument erklärt und die Niederlage als Erfolg verkauft. Eigentlich wollte man den Schutt noch wegräumen, hat man dann aber auch einfach liegen lassen. Bei Crazy Horse waren Sie cleverer. Der Erbauer hat einen Steincrasher gekauft, damit den Abraum klein gemacht und erst mal in der Umgebung die Straßen damit geschottert. Nachdem alle Straßen geschottert waren hat Er den Crasher auf größer gestellt und der Abraum wird nach wie vor gecrasht und kommt in eine große Kiste (also richtig groß) neben dem Visitor Center und jeder Tourist darf sich so viele Steine mitnehmen wie Er will ... kostenlos (dazu muß man sagen, der Berg ist ein Heiligtum für die dnA). Das ist mal clever, die Touristen erledigen einen Großteil des Abtransports 🤣
    Nach vielen Bildern inklusive der Hoffnung auf Gewitterbilder (aber es zog ein Tal weiter an uns vorbei) beendete ich den Aufenthalt und fuhr über Rapid City und dem Walmart zurück zum Campingplatz. Am nächsten Tag war, wie geplant, Poolplanschen und Füßchen ausruhen angesagt. Die Geschichte der Juwel Cave erzähle ich das nächste Mal.
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  • Jewel Cave South Dakota

    3–4 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 26 °C

    So, heute ganz heiß, dann verdrück ich mich in den Untergrund. Leider muß man wieder, trotz Jahrespaß, ein Ticket für eine Tour kaufen. Es gibt die Discoverytour, dauert 20 Minuten, man fährt mit dem Aufzug nach unten, läuft in der großen Eingangshöhle rum und fährt nach 15 Minuten wieder mit dem Aufzug nach oben. Die Explorertour dauert 1 Stunde 20 Minuten und man geht über viele Treppenstufen (mehr als 700) rauf und runter durch verschiedene Höhlen. Ich hatte eigentlich die Explorertour nehmen wollen, aber zum Zeitpunkt der Planung (war am Samstag für Donnerstag) waren die Explorertouren (es gibt mehrere am Tag) 31 Tage im voraus ausgebucht. Die Discovertour um 1.55 Uhr hatte tatsächlich noch genau einen Platz frei, da viel die Entscheidung leicht. Discoverytour oder nicht hingehen. Wenn an einem Tag ein weiterer Ranger zum Dienst kommt, dann gibt es eine oder zwei zusätzliche Touren je 20 Tickets. Die werden am Morgen am Ticketkiosk ab 9 Uhr verkauft. Der Ranger hat erzählt, als er zur Arbeit 1 Stunde vorher ankam, standen schon Leute an und nicht alle aus der Schlange haben heute morgen Karten bekommen. Gut, ich hatte meine Karte online ergattert, er strich mich in der Liste an und ich durfte ins Gebäude. Kleine Ausstellung und der Film und dann ab zur Tour. Aufzug runter, ein paar Erklärungen, bisschen rumlaufen, knipsen, wieder mit dem Aufzug hoch und das wars. Die große Hölle ist recht unspektakulär, die Explorertour wäre halt schon besser gewesen.
    Aus Frust gab es dann wieder ne The Beef und ein Eistee Wassermelone, lag ja auf dem Weg. Auf dem CP wieder in den Pool, ohne Abendessen in die Heija, hatte ja Pizza und dann schon mal den Knallern zugehört die es nicht abwarten konnten.
    Nächster Morgen eine Erlösung. Da es schon mehrere Tage superheiß und knochentrocken war habe ich Wildfire ohne Ende befürchtet. Aber zum Glück hat es den ganzen Tag immer wieder geregnet. Ich saß ja trocken unter meiner Überdachung und hab den 4th of July mit gucken verbracht. Es fuhren immer wieder geschmückte Fahrzeuge auf dem Highway hinter mir vorbei. Nachts hat es dann ein bisschen geknallt und ein bisschen Raketen und das wars. Ist halt eine dünn besiedelte Gegend und die Leute auf dem CP haben sich bis auf eine Hütte nicht beteiligt.
    Noch ein Ausflug und eine weitere Nacht und dann sind die 10 Tage auch schon wieder rum. Allerdings ist der "Abschied" dann doch nicht ganz reibungslos, dazu mehr beim nächsten mal ⛈️
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  • Deadwood South Dakota

    5–6 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 15 °C

    Was macht man am 4th of July Abends ? Man gibt sich die Kante, feiert lange und geht spät ins Bett. Also kommt man am 5. erst spät aus den Federn und verabredet sich für Nachmittags, wenn überhaupt. So denkt sich das der Touri und versucht sein Glück in der Tourineppfalle am Vormittag. Ich liebe es wenn ein Plan aufgeht 😀
    Kaum was los, ich bekomme einen Parkplatz im Parkhaus in der Stadt, normalerweise muß man außerhalb parken und reinlaufen und Samstags sowieso. Also gehen dafür schon mal 10 Dollar drauf. Ich schlendere durch die recht leeren Straßen und Geschäfte, gönne mir einen Deadwood Dog und selbstgemachtes Root Beer (9,98 Dollar) und einen Kühlschrankmagnet (3,99 Dollar). Bei der ersten Straßenschiesserei um 14 Uhr wird es schon voller und so schlendere ich zurück zum Parkhaus wo nun Fahrzeuge an einer Ampel warten das einer raus fährt und dafür einer rein darf.
    Zurück in Richtung CP, noch schnell bei Walmart Wurst, Käse, Sägespäne ähh ich wollte Brot schreiben und Getränke aufgefüllt. Soll ja morgen weiter gehen. Am CP noch schnell in den Pool, aber nur kurz, ein Gewitter kündigt sich wieder an. Da der Wind immer stärker wird, das kleine Zelt jetzt noch trocken ist, reiß ich es schnell um, lass die Heringe und Stangen auf der Wiese liegen, werfe die Zelthaut einfach auf den Fahrersitz und schaffe es gerade noch so in den Wohnbereich vom kleinen Blauen. Da sollte ich dann bis 4 Uhr die Nacht aushalten weil sich die Natur so richtig austobt. Stundenlanges Gewitter und was im Video zu hören ist, sind Hagelkörner die mein Auto treffen, obwohl ich unter einem Baum stehe. Ich weiß nicht was ohne Baum passiert wäre.
    Am nächsten Morgen ist alles wie immer, ich verpacke das trockene Zelt ordentlich und mach mich auf den Weg zu neuen Abenteuer 🤠
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  • Theodore Roosevelt NP South Unit Tag 1

    7 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 27 °C

    Die Anfahrt zum NP sind etwas mehr als 250 Meilen. Nach einem kurzen Stück Interstate wechsel ich auf den Highway 85. Da geht es typisch für North Dakota einfach gerade aus. Alle 30 bis 40 Meilen ne Ranch und sonst Gras und Kühe und manchmal ein Rapsfeld. Hab mal das Navi geknipst, zum Glück kommt nach 110 Meilen ne Rechtskurve, sonst könnte es langweilig werden 🫣
    Zur Abwechslung haben Sie in Bowman einen Cowboy auf eine Rakete gesetzt und die auf ein Feuerwehrauto montiert. Außerdem ist eine Cessna beweglich auf eine Brücke montiert und der Propeller dreht sich im Wind. Man nimmt jede Abwechslung die man bekommen kann 🤣
    Kurz vor der Einfahrt zum NP gibt es einen Aussichtspunkt. Da ich recht früh bin und noch nicht ins Hotel fahren will, fahr ich schon mal zum Visitor Center, schau mir den Film und die Ausstellung an und plane die Trails für Morgen. Der NPS hat den Ort voll unter Kontrolle und so ist keine günstige Unterkunft direkt in der Nähe zu bekommen. Ich halte nur kurz für ein Eis. Die Verkäuferin ist sogar so genau, Sie wiegt das Eis nach und es gibt noch einen kleinen Nachschlag drauf. Gut war es auch 🍨
    Ich muß für eine günstige Unterkunft sogar über die Grenze nach Montana fahren. Das Kaff ist so klein, der Lebensmittelladen hat schon zu und ich hab kaum noch was zu futtern, also gehe ich in das einzigen Restaurant vor Ort. Zum Glück ist das Essen gut und ich zahle mit Trinkgeld und Refill 20 Dollar. Dann geht es die 2 Minuten zurück ins Hotel und in die Heija, morgen Trail bei 35 Grad 🫠
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  • Theodore Roosevelt NP South Unit Tag 2

    8 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 30 °C

    Ich bin früh raus, heute soll es wieder sehr warm werden so das ich möglichst früh am geplanten Trail sein will. Allerdings ist da noch die Anfahrt zum NP und der Trail liegt am Ende des Scenic Drives. Ich komme relativ früh am NP an, das hat schon mal geklappt. Nach nur 2 km auf dem Scenic Drive stehen wir im Stau. Ne Herde von mindestens 100 Bisons wechseln von einer Grasseite über Straße auf die andere Grasseite ... aber nicht alle gleichzeiteig von einer auf die andere Seite sondern mal drei von links nach rechts, dafür wieder zwei von rechts nach links und weil das alles so anstrengend ist, macht man mal ein Päusschen ... auf der Straße. Wir brauchen eine Stunde bis wir die Stelle passiert haben. So ist es halt schon schön warm und die Sonne steht hoch als ich beim Coal Vein Nature Trail ankomme. Es handelt sich um Kohleadern die bis an die Erdoberfläche reichen und ab und zu vom Blitzschlag in Brand gesetzt werden. Die Kohle brennt dann auch Unterirdisch weiter, es entstehen Kamine durch die Luft für die Brände eingesogen wird, die Erde qualmt und wenn die Kohle verbrannt ist, stürzen die Hügel darüber oft zusammen und es entstehen Löcher. Allerdings gab es lange kein Gewitter, nix brannte und qualmte. Man kann ja nicht alles haben.
    Wasser, Käppchen und Kamera geschultert und los gings. Der Trail ist bis auf die Passage am Creek einfach und 1,3 km lang. Das Härteste ist die Temperatur und die knalle Sonne von oben. Nach dem Trail geht es den Scenic Drive wieder zurück und es gibt noch mehrere kleine Trails und Aussichtspunkte. Die müßt Ihr euch alle in den Bildern oben gefallen lassen 😋
    Auf dem Rückweg hatten sich die Bisons entschlossen auf einer Seite zu bleiben und ein bisschen neben meinem Auto herzulaufen. Das gibt es in einem Bonusvideobeitrag, genau so wie den Sänger.
    Da ich immer noch nix einkaufen konnte ging es wieder ins Shamrock Cafe, Hähnchenstrips (was schon eher Hähnchenschnitzel waren) mit Baked Potatto. Mit Getränk und Tip wieder 20 Dollar. Zuück ins Hotel und ins Bettchen (natürlich nach einer ausgiebigen kalten Dusche zum Abkühlen).
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  • Theodore Roosevelt NP Tag 2 Bonusvideos

    8 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 30 °C

    Die zwei Bonusvideos.

  • Theodore Roosevelt NP North Unit Tag 1

    9–10 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 37 °C

    Ich verlasse Montana wieder (da lag das Motel direkt hinter der Grenze zu North Dakota), nicht ohne das Trinkgeld für die Reinigungskraft wieder einzustecken. Wer morgens um 7.30 Uhr an die Tür klopft, Housekeeping schreit und trotz der Antwort "to early" die Tür aufschließt und rein will (nur durch die Türkette gestopt), der bekommt kein Trinkgeld.
    Auf dem Parkplatz des Welcome Center für Montana decke ich mich schon mal mit Informationen über Montana ein und werde von einem Fahrzeug von Apple Maps gefilmt. Wenn ich also demnächst auf Apple Maps zu sehen bin in Wibaux MT, ihr wißt bescheid 😉
    Dann geht es die 80 Meilen zur North Unit des NP. Ich will dort für 2 Nächte auf den CP und da ist first come, first serve. Alle CPs in der Umgebung sind trotz teilweise Preise bis 80 Dollar für nix (Stück trockener Rasen, Wasser, Strom und kein Schatten) ausgebucht. Der CP im NP kostet 20 Dollar (ok auch für nix, außer Toiletten ist nichts vorhanden). Deswegen wundere ich mich als ich hinkomme ... gähnende Leere ... gerade mal 5 Plätze von ca. 50 belegt. Ich werde später feststellen warum. Jetzt fahr ich erst mal in die nächstgrößere Stadt meine Vorräte auffüllen, es wird ja wieder gecampt. Heute mal wieder ein Bild "was zahlt man hier für Essen".
    Kurzer Blick aufs Wetter, muckelige 39 Grad und dann geht die North Unit Tour los, wir sind ja nicht zum Spaß hier 😉
    Die North Unit hat weniger Trails, eher kurze Laufwege von Parkplätzen zu Aussichtspunkte. Die Aussicht müßt Ihr oben wieder mehrfach ertragen.
    Am Abend zurück am Camp, Abendbrot gemacht und da es keine Duschen gibt, meine Kanisterdusche angeworfen und in Boxershorts (deutsches Camouflage Design) einfach auf meiner Parzelle die 39 Grad weggeduscht. Dann ins Auto bevor die Nachtflieger kommen. Einigermaßen geschlafen, war halt auch Nachts sehr warm. Am nächsten Morgen wundere ich mich woher ich die vielen Stiche habe die brennen wie Sau. Hätte ich gewußt was ich nach der zweiten Nacht gewußt habe, wäre ich bereits an dem Morgen abgefahren. Ich wußte es aber nicht, so gibt es Frühstück und der zweite Tag Besichtigung geht weiter mit den Canonballs. Sand der durch Mineralien im Wasser zusammen geklebt wurde und vom Wasser in die Form gebracht wurde.
    Später bin ich wieder in die Stadt gefahren, habe Wäsche gewaschen und wieder mal Godfather für eine The Beef aufgesucht.
    Zurück am CP wollte ich wieder die Kanisterdusche anwerfen, aber trotz Ladung nach dem Duschen am Vortag war der Akku leer, mal beobachten. Zum Glück hat der Kanister auch einen Ausgiesser und so wurde manuell mit überschütten geduscht. Danach wieder ins Auto wegen den Fliegern. Die Nacht war nicht so warm, aber schwül, es kündigte Regen an. Was dann passierte beim nächsten Mal 🫣
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  • Theodore Roosevelt NP North Unit Tag 3

    11 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌬 20 °C

    Einer der schlimmste Nächte seit langer Zeit. Der gestrige Abend fing schwül an und in der Nacht gab es dann auch wieder Gewitter. Ich saß die ganze Zeit im Auto, mußte aber dann nochmal auf die Toilette. Nach dem Gang war verstärktes Brennen der Unterarme festzustellen, ich hatte aber keine Moskitos gesehen oder gehört. Also schnell ins Auto und alles dicht gemacht. Trotzdem fing das Brennen nun auch an den Beinen an. Es wurden immer mehr Beulen. Dann hab ich mal zwei LED im Auto angemacht die sich gegenseitig anstrahlen. Was mußte ich da sehen, alles voller ganz kleiner Mücken. Wir nennen Sie Kriebelmücke, der Schotte sagt Mitches. Aber so kleine Scheißdinger hab ich noch nie gesehen. Die Viecher waren so klein, die sind durch alle möglichen Öffnungen im Auto ins Innere gelangt. Da Sie auch in Mund, Nase und Ohren geflogen sind, war an Schlaf nicht zu denken. Durch die LEDs wurden Sie im Auto zentral um die Lampen angelockt. Ich hab dann so viele getötet wie möglich, wieder ne zeitlang Licht aus und gedöst bis es wieder unerträglich wurde. Licht an, getötet und wieder Licht aus. So hab ich sicherlich 60 bis 70 getötet. Ich schätze mal das mindestens 100 im Auto waren. Ich hab Tage danach beim Öffnen der Tür immer wieder drei, vier rausfliegen sehen die noch irgendwo in Blechfalzen gesessen haben. Die Viecher stechen nicht, die beißen und speicheln die Wunde voll. Meinen Arm hab ich auch mal abgelichtet und nach knapp einer Woche sieht das aus wie beim Junkie der noch ne freie Stelle am Arm sucht für den nächsten Schuß.
    Jetzt erklärt sich auch der leere Campingplatz und der Host der immer nur kurz mit dem Auto vorbei kommt und nicht auf dem Platz übernachtet.
    Danke NPS, wie kann man einen CP mitten in ein Sumpfgebiet bauen ?
    Ich dreh nochmal eine Runde im NP da heute nach dem Regen die Temperaturen erträglich sind und der Weg zum nächsten Übernachtungspunkt nicht so weit ist.
    Es geht nach Sidney Montana. Auf dem Weg wundere ich mich, alles voller Qualm und ich hatte nichts von Wildfire in Montana gehört. Die gab es auch nicht, was wir da an Qualm hatten war vom Feuer im Grand Canyon ... unglaublich wie weit der Rauch zog.
    In Sidney angekommen bezog ich das billigste Hotel/Motel der ganzen Tour ... 38 Dollar die Nacht. Roomtour wie immer in den Bildern.
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  • Fort Union Trading Post NP North Dakota

    12 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 30 °C

    Von Sidney aus ist es nur eine kurze Fahrt knapp an die Grenze von North Dakota und Montana. Das Fort Union Trading Post National Monument ist die Replika eines ganz wichtigen Handelsstützpunkts zwischen Missouri und Yellostone River.
    Allerdings ist das Ding doch arg "heruntergekommen". Viele Teile des Forts sind nicht mehr begehbar. Man kann weder auf die Pallisade noch in die Bastionen. Es läuft wie immer ein guter Film, die Ausstellung ist informativ aber an Personal ist eine Frau da die den Shop managed. Keine Ranger die man fragen kann oder wie sonst üblich kleine Touren anbieten. Ein Außenposten den man abgeschrieben hat, schade.
    Das es auch anders geht zeigt die State Historic Society of North Dakota. Keine 5 Minuten entfernt befinden sich das Fort Bufort und das Missouri-Yellostone Confluence Interpretive Center. Beide sind räumlich getrennt, man kann aber mit einer Eintrittskarte beide Plätze besuchen. Eintritt normalerweise 10 Dollar aber da heute historische Darstellung ist ... kostenlos. Entsprechend ist hier mehr los wie beim NPS. Unterschied zwischen den Forts, Union war schon immer auf Handel ausgerichtet und nicht auf Army. Buford wurde anläßlich des spanisch-amerikanischen Krieges erbaut und Truppen wurde für fast alle Kriege hier ausgebildet und entsendet. Selbst WW1 und WW2 wurde von hier bedient.
    Die Darsteller zeigten das Abschießen einer Kanone, das Lagerleben, Waffen zu der Zeit und selbst Scouts waren in ihrer Tracht da, die hab ich dann aber nicht geknipst.
    Zum Schluß bin ich noch ins Interpretive Center was ein gutes Museum beinhaltet.
    Man hat mich vorsichtig "rausgeschmissen", es wurde das Geld in der Kasse gezählt obwohl der Eintritt ja nichts gekostet hat 🤣
    Zurück in Sidney hab ich meinem Arm nochmal beim Faulen zugeschaut, geduscht und dann ins Bett.
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  • Knife River Indian Villages NP

    13–14 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 30 °C

    Heute steht nur Verlegungsfahrt von Sidney zum Campingplatz am Lake Sakakawea an. Eigentlich ein günstiger Platz für 25 Dollar/Nacht. Aber es kommen noch 5,80 Dollar Buchungsgebühr und 21 Dollar State Park Nutzungsgebühr für 3 Tage dazu. Alles zusammen hätte wieder ein günstiges Motel für zwei Nächte ergeben ... nur im weiten Umkreis gibt es keins. Also CP, mit Dusche und Wasserspülung auf Klo. Auf dem Weg mache ich kurz Halt an einer Hebebrücke, die allerdings schon lange nicht mehr gehoben wird. Beim örtlichen Supermarkt "stolpere" ich über Fleischkeuchla, was immer es auch sein mag. Sieht eigentlich aus wie paniertes Schnitzel, aber auf dem Etikett stand nicht mehr drauf.
    Am CP angekommen nehme ich meinen Platz in Besitz. Taktisch ausgesucht, direkt neben dem Toiletten und Duschhaus mit Schatten. Da es noch früh am Tag ist, ziehe ich die Badehose an und versuche mein Glück auf dem Trail zur Shoreline. Leider führt mich das nicht zum Badestrand sondern an eine Uferlinie die komplett aus gechipten Bruchsteinen besteht. Da der See ein künstlicher Stausee ist, hat man das Ufer wohl damit aufgeschüttet. Keine Chance darüber barfuß ins Wasser zu gehen. Am nächsten Tag werde ich auch den Schwimmstrand aus Sand finden, allerdings ist das eher ein Tümpel, da bin ich dann lieber nur Duschen gegangen. Beim Entlanglaufen fallen mir große Teile von Bäumen auf, die am Strand rumliegen. Beim genaueren Ansehen stellt man fest ... alles Stein. Das ist also petrified Wood (wie und warum es zu Stein wird gab es im Cave Footprint zu lesen).
    Nach dem Spaziergang war ich ordentlich durchgeschwitzt, baden hatte ja nicht geklappt, also bin ich gleich duschen, danach Abendessen und ins Bett.
    Am nächsten Tag soll es zum Knife River Indian Villages NP und Fort Mandan der Historic Society of North Dakota gehen. Vorher allerdings hatte ich eine nahtot Erfahrung. Nicht meinen Tot, ich hätte fast einige Rehe überfahren. Das Problem war keine kurvige Strecke, es waren hidden Dips. Ich komme also über so einen Dip "geschossen" und was steht mitten in der Senke ... ne Großfamilie Reh. Ich Anker raus, der Großteil der Rehe von meiner Fahrspur nach links weg ins Feld. Allerdings ist ein Rehbock und zwei Junge von der linken Fahrspur (Gegenfahrbahn) auf meine Spur "geflüchtet". 🫣
    Zum Glück hatte meine eingeleitete Bremsung genügend Zeit gebracht um dem Rehbock und den Jungen die Richtung wechseln zu lassen und auch nach links aufs Feld zu entkommen ... buh 🥵
    Am Knife River Indian Villages NP angekommen im Visitor Center den guten Film genossen, die Ausstellung angeschaut, den Trail bei 38 Grad abgearbeitet und bei Frau Ranger kluggeschissen. Behauptet die doch die Erdhäuser der Hidatsa erbaut um 1500 wären einmalig auf der Welt. Da mußt ich Ihr mal ne Aufgabe zum googeln geben. Die Wikinger haben schon viele Jahrhunderte früher genau die gleichen Häuser gebaut, nur mehr eingegraben. Heute zu sehen in der Nähe von Kirkwall auf den Orkneys. Nennt sich Rennibister Earth House. Sie hat wohl während meines Trails gegoogelt und war total begeistert als ich zurück kam. Das würde Sie gleich ihrem Chef zeigen. 🤣
    Bei der Fahrt zum Louis und Clark Interpretation Center durfte ich in einer Baustelle das erste Mal die Fahrt hinter einem Pilotcar mitmachen. Man wird so lange angehalten bis das Pilotcar mit der Gruppe Gegenverkehr da ist, das Pilotcar dreht und fährt nun vor Dir ans andere Ende der Baustelle.
    Am Louis und Clark Interpretation Center angekommen kassiert der freundliche Mitarbeiter 10 Dollar und schickt mich sofort los, die Führung im Fort Mandan geht gleich los. Die Beiden gehören wieder zusammen. Ich schaffe es rechtzeitig und mache die Führung mit. Fort Mandan war das Winterquartier von Louis und Clark, ihrem Neufundländer und einigen begleiteten Soldaten. Zu Zeiten Louis und Clark gab es noch keinen Krieg mit den dnA.
    Nach Führung und Ausstellung zurück zum Interpretation Center, dort die Ausstellung angeschaut bis geschlossen wurde. Zurück auf dem CP hab ich erst meine "Wunden" und dann den Abendhimmel bewundert 😉
    Duschen, Abendessen und ins Bett, der nächste Tag sollte wieder spannend werden.
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  • Ronald Reagan Minuteman Missile ND

    15 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌩️ 19 °C

    Da ich viel Zeit habe da sich mein Termin in Bismarck um einen Tag verschoben hat (mehr dazu ein ander Mal) fahre ich einen Umweg über die Ronald Reagan Minuteman Missile State Historic Site der North Dakota Historic Society. Wer sich schwach zurück erinnert, sowas hab ich doch schon vom NPS angeschaut. Allerdings war die Controll Center Tour schon für 31 Tage im voraus ausgebucht. Guck lieber NPS, so geht das. Der Eintritt wieder mal 10 Dollar, dafür bekommt man viel mehr gezeigt und die Tour in den Boden zum Controll Zentrum fängt an, sobald ein paar Leute zusammen sind. Die Gruppe vor uns ist mit 7 Leuten nach unten gefahren, wir waren zu dritt und die Gruppe nach uns war genau einer. Die Anlage war sogar eine der modernsten, der Lebenserhaltungsteil war ebenfalls in die Erde eingegraben, bei älteren Anlagen liegt der noch oberirdisch. Außerdem war die Anlage mit Minuteman 3 Raketen ausgestattet, die konnten weiter fliegen als die 2er und einen Gefechtskopf mit drei Sprengsätzen tragen. Nach dem START Abkommen wurden diese Raketen nicht zerstört sondern hier abgebaut, die Silos bis auf einen zerstört und die Raketen dazu benutzt Minuteman 2 Standorte upzugraden. Unsere Tourguide ist ein Profi und begeistert vom Thema. Auch hier wird ein Film gezeigt bevor es losgeht. Der Anfang des Films, die Abschussszene der Minuteman Raketen kommt mit bekannt vor und tatsächlich ist es eine Szene aus The Day After. Nach der Tour etwas Verpflegung kaufen und für 18 Dollar auf einem kleinen Campingplatz im Stadtpark der angrenzenden Stadt niedergelassen. Es sieht eher so aus wie die Unterbringung von Obdachlosen oder Wanderarbeiter, einige der Wohnwagen fahren sicherlich nicht mehr. Aber es sind zwei Toiletten, ein Urinal, ein Waschbecken und eine Dusche vorhanden. Verstörenderweise alles in einem Raum, den man aber abschließen kann. Alles funktioniert und ist einigermaßen sauber. Da an Unterhaltung nur die mißglückten Versuche von Kindeserziehung vorhanden ist, gehe ich früh schlafen.Meer informatie

  • Minuteman Raketensilo - Haare schneiden

    16 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 18 °C

    Das Controll Center hatte ich ja gestern angeschaut, den Raketensilo hab ich mir für heute aufgehoben da Er auf dem Weg nach Bismarck liegt. Der Raketensilo ist genau so wie der vom NPS, nur der hier hat viel mehr Erklärbärtafeln. Nach dem Besuch fahre ich direkt nach Bismarck. Da ich bereits um 15 Uhr ankomme, seit Tagen die Zottel geschnitten werden müßen aber kein Friseur zu finden war, entscheide ich mich aus der großen Auswahl der großen Stadt für Bills. Gute Wahl, Bill ist etwas seltsam, kommt aus Philadelphia, Oma kommt aus Stuttgart, Opa aus dem Burgenland. Bill hat in der Schule 4 Jahre Deutsch gehabt, kann aber angeblich kein Wort. Er hat Adiletten (von Puma) an, weiße Socken, schwarze glänzende Shorts, weißes T-Shirt und schwarzen ärmelosen Pullunder, fiese Topffriese und einen Oliba. Sein Salon ist ein riesen Raum, da würden locker 10 Plätze reinpassen. Bill hat ein Sofa mit drei Sitzplätzen und keinen Tisch, Zeitschiften liegen auf dem Sofa. Einen Friseurstuhl, davor einen Tisch und einen Spiegel. Auf dem Tisch liegen zwei Schneidemaschienen, zwei Scheren, zwei Kämme und eine Dose Desinfektionsspray mit der nach jedem Kunden das Werkzeug gereinigt wird. Bill hat kein Waschbecken, Haare waschen ist Firlefanz, aber einen Fön. Damit pustet er die Haare vom Nacken und Gesicht des Kunden. Die Preisliste an der Wand ist mit Edding auf Papier geschrieben. Boys 15, Men 25, Machine 20 und Schickimicki 35 🤣 Was auch immer Schickimicki ist. Ich bekomme den Schitt für 20 und er ist schnell und präzise. Beweisfoto wie immer oben. Er macht ein Foto meiner Kreditkarte mit einer Handyapp, gibt den Betrag ein und 10 Minuten später sehe ich die Abbuchung in meiner Abrechnung.
    Anschließend zum Hotel einchecken und Duschen um die Haare loszuwerden. Das Hotel ist wieder ein Glücksgriff. Ist eigentlich ein 100 Dollar Hotel, ich bekomme es über die App für 60 und selbst die Dame am Checkin wundert sich über den günstigen Preis. Allerdings bekomme ich natürlich nicht das beste Zimmer, aber alles gut und am nächsten Morgen soll es sogar warmes Frühstück geben, wir sind gespannt.
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  • Bismarck Museum - flüßiges Gold abholen

    17 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 22 °C

    Da der Termin heute sein soll (eigentlich gestern, hat sich aber um einen Tag verschoben), ich aber noch nichts gehört habe, suche ich einen Zeitvertreib für heute. Das Museum in Bismarck soll toll und kostenlos sein. Also auf zum Frühstück. Man hat einen Zettel bekommen auf dem man sein Wünsche ankreuzen kann. Kleiner Spoiler, der angekreuzte Bacon war an beiden Tagen nicht da. Gab es immer kleine Würstchen aus Hackfleisch. Milch ging am ersten Tag aus, ich konnte mich und zwei Bengel einer Familie retten, ich hatte noch Milch im Kühlschrank und habe Sie geholt. Eier, Hashbrowns und Würstchen waren gut. Den Toast hab ich selbst so schwarz hinbekommen 😁
    Anschließend zum Museum, war 5 Minuten entfernt. Wie gesagt kostenlos, aber ich mußte wieder mal Gästebuch vollmalen und der Typi hat sich fast ins Höschen gemacht. Großeltern sind Deutsche und er konnte auch ganz gut Deutsch und es endlich mal wieder anwenden. Das Museum ist in verschiedene Teile aufgeteilt. Vorzeit, indigene Völker und industrielle Evolution. Sehr gut gemacht, viele Infos, kleine Filmchen und für die ganz Kleinen auch viel zum Anfassen.
    In der kleinen Snackbar hab ich mir einen Chicago Dog gegönnt, mit Chilli, Zwiebeln, Tomate und Gurke. War lecker trotz Mikrowellen Wurst.
    Ich hatte jetzt auch die Info, meine Sendung ist da. Also zu UPS und meine teuerste Öllieferung aller Zeiten abgeholt. Ich habe eine deutsche Firma gefunden die das gesuchte Öl in USA vertreibt, für 16,50 Dollar den Liter plus Versand und UPS Abholgebühr über 70 Dollar. Mir graut es vor dem Ölwechsel, da gehen 5,6 Liter rein 🫣
    Da ich eh schon den Schnitt vom Tag versaut hab, habe ich mir noch für 25 Dollar ne Fahrt auf einem Fake Raddampfer geleistet, das Modell eines Keelboat und ein Informationsgestell über Raddampfer angeschaut.
    Zurück am Hotel hab ich mein schwarzes Gold ausgepackt, das halbe Auto umgeräumt damit ich das zusätzliche Öl verstaut bekomme. In der größten Unordnung steht ein Typ neben mir und fragt was ich verkaufe. Er hat die eingepackten Flaschen und das restliche Zeug gesehen und meinte ich würde ein Car Trunk Sale veranstalten, also ein Verkauf aus dem Kofferraum. Er stellte sich als Franky Eagle vor und da er ein Arapaho ist hat er auch einen Tribe Namen, den er aber nicht so toll findet. Man who wiped all animals out. Entweder hat er Fußgeruch und alle Tiere sterben in seiner Nähe oder er hat die typischen Vorstufen eines Serienkillers durch. Tiere quälen und Tiere töten ? Auf jeden Fall ist er freundlich und hat dem Feuerwasser zu sehr zugesprochen. Wir reden über das woher und wohin und Er umarmt mich mehrfach als er hört ich habe Knife River und ähnliches besucht und werde noch ans Little Bighorn fahren. Danach torkelt es seines Weges und ich finde Platz für das flüßige Gold. Noch ein bisschen Youtube, ein schlechtes und sehr teures Essen bei DQ gegessen und ins Bett.
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  • Zwei Reisetage bis Vegas (Billings MT)

    18–19 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 27 °C

    Das wird eine kurze Geschichte. Da ich wegen des Öls auch noch einen Tag Verspätung hatte, auf dem Weg viel Strecke aber wenig zu sehen war, gab es zwei Fahrtage. Ich hab mal das UPS Routing oben eingestellt (2 Bilder). Die konnten an einer Station den Hänger nicht rechtzeitig bearbeiten und so kam der Tag Verspätung.
    Ziemlich in der Mitte der Strecke lag ein kleines Nest mit Camingplatz im Wohngebiet, für 20 Dollar ohne Anschluß. Es gab zwei Badezimmer, die mußte ich mir nur mit einer anderen Transitfahrerin teilen, der Rest hatte Full Hookup. Es war sogar eine Laundry vorhanden. Man schmeißt seine Wäsche ein, stellt ein was man haben will, drückt auf Start, die Maschine zeigt an was man bezahlen muß, man wirft seine Quarter ein und los gehts. Ich drück auf Start und die Maschine läuft sofort los.
    Ich natürlich gedacht, der doofe Deutsche hats kaputt gemacht. Zur Betreiberin, gebeichtet und Sie hat nur gelächelt. Meistens kosten die Waschmaschinen so zwischen 2,50 und 3,75 Dollar. Ihre kosten nur 1,75 Dollar. Wenn jemand mehr einschmeißt merkt sich die Maschine das und irgendwann hat einer das Glück das zuviel überbezahlt ist und die Maschine läuft einfach los. Ich hatte heute das Gratislos gezogen 🙂
    Was ja auch befremdlich ist in Amiland, das sind die Spalte in den Türen und Wände der Toiletten. Normalerweise kannst Du einem beim 💩 zugucken. Aber in der Anlage waren die Spalte so groß, da konnte man Zeitung und Getränke reichen 🤣
    Nächsten Morgen ging es weiter nach Vegas. Nein, nicht Las Vegas, The Vegas in Billings MT. Billings ist die Schlüsselstadt um das Schlacht am Little Bighorn Monument zu besichtigen. Entsprechend sind die Preise, ich hab mal zwei Beispiele für zwei Nächte CP in die Bilder getan. Auch Hotels/Motels waren kaum erschwinglich. Die billigsten drei (zwei mal Motel6, einmal The Vegas) hatten derart schlechte Bewertungen, ich habe lange überlegt. Hab das The Vegas für 63 Dollar/Nacht genommen, zur Not geh ich nur scheixxxx und duschen und penn im Auto vor der Tür. Ergebnis in der Roomtour, nur soviel: alles sauber, alles funktioniert also kein Problem. Nur eine Sache, ich hab das schmalste Toilettenpapier der Welt kennengelernt, zum Vergleich die Türkarte, genau Scheckkartenformat 🫢
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  • Little Bighorn Battlefield NP MT

    20 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 30 °C

    Wenn über die Anreise schon wenig zu schreiben ist, dann ist über Little Bighorn Battlefield noch weniger zu schreiben. Es ist das Gelände auf dem Custer mit unterlegenen Kräften der Meinung war über 2.000 Krieger verschiedener Stämme anzugreifen. Viele Soldaten der 7. Cavalery haben nicht überlebt. Das jährt sich nächstes Jahr zum 150. Mal und deswegen hat der NPS einfach mal das Visitor Center platt gemacht, es wird ein Neues gebaut und die Anlage selbst ist nur Freitag bis Sonntag geöffnet, mitten in der Saison in der Ferienzeit. Tolle Idee, deswegen sind auch die CP Preise so hoch (gestern in den Bildern gezeigt).
    Zum Glück bin ich nicht weit weg, gebe Gas und bin früh da. Das Visitor Center ist kein wirklicher Zeitfresser, keine Infos, kein Film nur der übliche Sovenirladen. Rein, Broschüre geschnappt, raus und die einzelnen Position abgefahren. Das haben Sie wieder gut gemacht, lauter Erklärbärtafeln und kurze Trails zu bestimmten Punkten. Ich fahr ganz ans Ende der Straße und arbeite mich wieder zurück in Richtung Eingang. Das ist auch der eigentliche chronologische Ablauf der Schlacht. Am Eingang ist der Last Stand wo die letzten um Custer gestorben sind und der "Heldenfriedhof". Brütende Hitze und exessives Bewandern der einzelnen Punkte ohne Schatten bewegt mich am Ende der Tour sofort zurück zur Klimaanlage zu fahren. Dort entdecke ich, The Petersens haben einen neuen Coversong auf Youtube gestellt. Den haben Sie nur für mich gemacht 😂
    Checkt den aus, dann wißt Ihr warum:
    https://youtu.be/70Xk-oPQGY4?si=p_EZrVPOVXU02Y1J
    Außerdem ein Suchaufruf, leider werden die Schuhe bei Crocs nicht mehr hergestellt. Durch meine Zehen kann ich lange Strecken in geschlossenen Schuhen (trotz Spezialschuhe und Einlagen) nicht mehr ohne Probleme laufen. In den Crocs Swiftwater River Sandal geht das ohne Problem. Wenn die jemand findet, neu oder gebraucht (bitte nicht die Seite xixspecials_shop angeben, der Shop is Fake) in M13 (= 48/49) bitte Bescheid geben. Bitte nicht die Mesh oder andere mit Swiftwater, nur die oben genannten. Als Kinderschuhe gibt es die sogar noch. Was die Schuhe können, seht oben in den Bildern 😉
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  • Bighorn Canyon NP WY + MT

    21–22 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 24 °C

    Ich hab es etwas fliegen lassen, das nächste Ziel ist der Bighorn Canyon NP zum Teil in Wyoming und der andere Teil in Montana. Ich möchte dort zwei Nächte auf dem CP verbringen und der kann nicht online reserviert werden. First come, first Serve Prinzip. Es gibt auch nur ein paar wenige Plätze ohne Wasser und Strom für 18 Dollar. Passend zum gezündeten Nachbrenner überhole ich unterwegs einen Zug mit Flugzeugbodies. So wie die aussehen sind das kleine Boings, dann gehen die nach Seattle.
    Um die Mittagszeit bin ich am Campingplatz und ergattere den letzten billigen Platz mit Überdachung. Es ist zwar ein NPS Platz, der wird aber von einer lokalen Firma verwaltet. Hätte ich das gewußt, hätte ich was abgezogen von dem Geld das ich in den "Iron Ranger" geworfen habe. Auch hier auf dem Platz gibt es einen Camping Host. Also ein Angestellter der sich um alles kümmert. Der wohnt dann immer in einem Dickschiff auf dem Platz. Allerdings habe ich den die ganzen drei Tage nicht gesehen, im Herrenwaschraum war das Licht kaputt (ok, als Camper hab ich ne Lampe dabei), in der einen Herrenkabine war drei Tage lang kein Toilettenpapier (ok, hab ich als Camper dabei) aber der größte Hammer war das abgestellte Wasser an der Wasserzapfstelle. Da ich ja einen trockenen Platz hatte, war ich für die Kanisterdusche auf eine Zapfstelle angewiesen. In der ersten Nacht war der Platz mir gegenüber noch frei, da konnte ich da zapfen. In der zweiten Nacht ging es nur nach einer Feuchttuchdusche ins Bett.
    Aber ok, das wußte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Den Platz mit Handtuch auf der Liege ... äh Klapptritt und Quittung als mein Eigentum gekennzeichnet. Da noch viel Zeit war bin ich erst mal ins Besucherzentrum gefahren, Ausstellung und Film anschauen. Im Besucherzentrum hab ich auch noch den tollen Tip bekommen den NP noch heute komplett abzufahren, den es gibt eine Bergetappe die den ganzen Tag dauert und die könnte ich am nächsten Tag fahren. Leuchtet ein und so mache ich das. Ich fahre die knapp 22 Meilen des Parks noch bis spät am Abend ab. Es ist schönes Wetter, lange hell und nichts mehr los weil alle zu Hause, im Hotel oder auf dem CP sind. So ziehe ich also dahin, die Technomukke wummert und die Kamera und das Smartphone laufen heiß.
    Zurück auf dem CP werde ich auch noch mit einem Sonnenuntergang belohnt.
    Am nächsten Morgen fahre ich los um die Bergtagesetappe zu stemmen. Da ich durch den Ort komme gehe ich schnell Einkaufen und hab wieder ein Bild mit Lebensmittel für Euch. Dann bin ich knapp 20 Meilen gefahren, die Bergetappe wirft schon ihre Berge voraus, da werde ich von einem Abschlepp LKW überholt ... also so einer mit ganz viel PS und noch viel mehr Achsen. Mir fallen keine guten Dinge ein, der will sicherlich nicht in den Bergen spazieren fahren. So ist es dann auch, drei Kurven weiter ist die Straße total gesperrt, ich kann nur noch umdrehen. Da es auf die Mittagszeit zugeht, das Wetter immer schlechter wird, fahre ich zurück auf den CP und mach mir einen schönen Tag ... im Auto weil es irgendwann auch anfängt zu regnen. Die Bergetappe ist auf den nächsten Tag verschoben, da ein großer Teil der Strecke auch zur Verlegungsfahrt zum nächsten Ziel paßt. Das wird hart, 280 Meilen mit Bergwertung am Anfang 🫣
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  • Bighorn National Forest + Fahrtag 1

    23 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 17 °C

    Wie angekündigt kommt heute die Bergwertung bei schönstem Wetter, zum Glück war gestern gesperrt. Einziger Wermutstropfen, es sind insgesamt 280 Meilen zur Zwischenübernachtung.
    Also nix wie los. Das erste Stück kenne ich ja schon und das rollt gut. Danach wird es sehr steil und die 90 PS müßen ganz schön ran. Zum ersten Mal, seit ich das Auto habe, höre ich den Kühlerlüfter laufen. Die Nadel geht zwar bis kurz vor den roten Bereich, aber nicht rein. Oben auf dem Medicine Mountain angekommen gibt es noch was zu entdecken. Davon hat die Frau NPS Ranger nix erzählt. Kein Wunder, das ist die Konkurrenz, das sind US Ranger des National Forest. Man biegt von der Hauptstrecke ab, fährt 2 Meilen Gravel Road, läuft anschließend 1 Meile und ist am Medicine Wheel, ein Heiligtum für dnA und aus diesem Grund sind die US Rangerinnen hier alle mit dnA Hintergrund. Zum Glück ist gerade keine Zeremonie, dann hält man aus Respekt Abstand und knipst nicht. Ich umrunde, wie viele andere Besucher auch, das Wheel um es aus allen Richtungen zu sehen. Auch hier wieder die verknoteten Stoffstücke und andere Gaben.
    Ich brauche natürlich ewig, komme spät weg und unterwegs gibt es noch die eine oder andere Aussicht zu knipsen, eine Elchkuh die einfach so am Wildzaun am Highway steht, weitere Stacheldrahtarten auf der Raststätte und ein Thunderstorm an dem ich gerade so vorbei komme. Als ich endlich an der Zwischenübernachtung ankomme ist tatsächlich noch ein Platz frei. Der Campingplatz ist in einem Park mitten in der Stadt, unter Bäumen, mit Duschen und Toiletten (nix besonderes) für lau. Also kostenlos, kein Kassierer, keine Spendenbox. Noch schnell duschen, was futtern und ins Bett, ich bin platt.
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  • Fahrtag 2 / Fort Laramie / Gering NE

    24 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌬 28 °C

    Dank der schattigen Bäume konnte ich ausschlafen ohne gegrillt zu werden. Da der CP kostenlos war hab ich im Ort noch eingekauft, wieder leckere Lebensmittel entdeckt und gesehen was UPS macht wenn das Lager zu klein ist. Dann ging es wieder auf die Interstate.
    Um die Mittagszeit bei 35 Grad komme ich am Fort Laramie an. Ein Traum aus meiner Kindheit, immer wenn die Blauröcke zur Hilfe kamen, von wo sind Sie gekommen ... Fort Laramie. Heute sehe ich es in echt. Zuerst wieder Visitor Center, Ausstellung und Film und tatsächlich, es hatte einen Grund warum die immer aus Fort Laramie angeritten kamen, es war eines der wichtigsten Forts dieser Zeit.
    Nach der Ausstellung geht es mit Broschüre bewaffnet los und man sieht vorhandene Gebäude mir Erklärung ihrer Funktion und Innenausstattung oder Gebäude die nicht mehr da sind oder nur noch als Ruinen. Es wurde viel umgebaut im Laufe der Zeit und da verschwanden halt auch mal wichtige Gebäude aus der Anfangszeit. Zum Beispiel das Hospital, am Anfang sehr wichtig da es weit und breit keins gab, später nicht mehr nötig und so wurde es entfernt.
    Da sich das Wetter immer mehr zuzog, ich die letzten Gebäude im Laufschritt besichtigte, schaffte ich es gerade noch vor dem Regen im Auto zu sein. Ich hatte noch ein ganzes Stück zu fahren und auf den letzten 30 Meilen geriet ich mitten in einen Thunderstorm. Ich hatte die nächsten zwei Nächte auf einem CP gebucht und der Verwalter rief mich im 10 Minutentakt an, ob ich noch auf der Straße wäre oder schon runtergespült. Der Platz wäre ... aber davon das nächste Mal mehr 😶‍🌫️
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  • Scotts Bluff National Monument NE

    25 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 34 °C

    Was war mit dem Platz ? Natürlich hatte es auch am Platz geschüttet wie Sau, den letzten Anruf des Besitzers habe ich verpaßt, ich habe das Telefon einfach nicht klingeln hören wegen des Regens.
    Am Platz angekommen war niemand mehr da, es hing eine Liste im Fenster, Müller Platz 28, Meier Platz 14, Hess Zeltplatz A ...
    Am Platz A angekommen stand das Ding komplett unter Wasser und ein lustiges Bächlein vom Hang hinten dran lief auch noch durch. Könnte ja mit dem Auto trotzdem drauf, hätte aber jedesmal nasse Füße bekommen. Außerdem wie so oft, die Zeltplätze sind am weitesten vom Dusch- und Toilettenhaus entfernt. Da aber wunderschöne gerade asphaltierte Parkplätze direkt vor dem Duschhaus waren, habe ich mich einfach auf den äußersten Platz gestellt und gut wars.
    Am Morgen hab ich dann den Verwalter getroffen, auch nur ein Angestellter der Stadt, der auf dem Platz mit einem Dickschiff steht, der meinte alles in Ordnung, ich könnte auch die zweite Nacht da stehen ... perfekt.
    Also dann los zum Scotts Bluff. Dieses Mal bin ich erst raufgefahren, habe die "gefährliche" Straße nach oben genommen, am "Gipfel" die beiden Trails gemacht, wieder runter gefahren, Visitor Center, Ausstellung, Film und "Trail" unten gemacht und war um die Mittagszeit fertig. Etwas enttäuschend, die Beschreibung des NPS hatte mehr versprochen.
    Zum Glück hat der CP Verwalter noch ein Museum des Staates Nebraska empfohlen. Kostete wieder mal 10 Dollar, war jeden Cent wert und ich bin drei Stunden ganz alleine im Museum umhergewandelt. Sehr schade, das Museum hat viel mehr Besucher verdient. Viele Informationen, viele verschiedene Themen und viele kurze Filmchen bei den einzelnen Themen. Da das Wetter noch gehalten hat (es war Regen gemeldet), bin ich noch zum Chimney Rock gefahren um den auch noch aus der Nähe zu fotografieren. Scotts Bluff und Chimney Rock waren auf dem Oregon und Mormonen Trail wichtige Landmarks weil ab da die Berge beginnen und man die offene Praire verläßt.
    Auf dem Rückweg wieder Futter und Getränke aufgestock, am CP meinen Parkplatz eingenommen und Scotts Bluff in der Abendstimmung abgelichtet.
    Auf dem Rückweg ist mir einer der Erzzüge entgegen gekommen. Von dem habe ich ein Video gemacht um zu zeigen wie lange die Dinger hier sind. Ich fahre 100 km/h, der Zug geschätzte 60 km/h und das Video läuft mit 4facher Geschwindigkeit. Für schnelle Augen, der Zug hat zwei Dieseloks am Anfang, zwei in der Mitte und eine zum Schluß. Außerdem ist kurz vor Schluß, wenn ich das Handy ein bisschen runternehme, eine Polizeikontrolle zu sehen 🚔
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  • Evans und Rocky Mountains CO

    26–27 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 23 °C

    Vom CP und Scotts Bluff geht es nach Evans ins Hotel. Kurzer Abstecher über den Walmart wo gerade eine kleine Aktion mit dem kugelsicheren "Rescue" Wagen der örtlichen Polizeibehörde läuft, da fühlt man sich doch sicher.
    Am Hotel angekommen habe ich das Gefühl keinen guten Griff gemacht zu haben. Das ganze Hotel ist voll mit Dauermieter. Sind schon freundlich, aber ne 4köpfige Familie auf Dauer in einem Zimmer tut nicht gut und das sind hier viele. Teilweise noch mit Haustieren und alles trifft sich im Hof und schaut den Autoschraubern zu. Das Zimmer selbst hat zum Glück wieder Holzfußboden aber nicht ein sauberes Handtuch. Ich lasse mir eins geben das keine Flecken hat. Wenn man im Bad auf die Dielen tritt, kommt Wasser raus, das nicht vom Duschen stammt. Ich hab es gemeldet, hat aber zwei Tage lang keinen gestört. Meine Bettwäsche war sauber, die Tagesdecke des zweiten Bed war total schmuddelig und fleckig, tiefer hab ich nicht gewühlt. Die Waschmaschinen und die Lounge waren in Ordnung, waschen für 2 Dollar. Nur mit dem Trocknen hatte ich Probleme, nicht ein Bügel in meinem Zimmer. Mußten die Stühle herhalten.
    Zum Glück ist das Haus noch aus Stein, man hat nichts von den Anderen gehört und so hab ich gut geschlafen.
    Am nächsten Tag wollte ich eigentlich ruhen, aber der Lärm im Hof, da hat sich am Tag alles abgespielt, aber hauptsächlich die Wettervorhersage hat mich dann schon mal in Richtung Rocky Mountains getrieben. Die nächsten zwei Tage sollen nicht so der Bringer sein und heute scheint noch die Sonne. Also los und kurz nach zwei Uhr (für heute hatte ich keine Einfahrerlaubnis, erst ab morgen und da darf man bis 9 Uhr und ab 14 Uhr reinfahren. Heute bin ich die 9 Meilen Gravel Road bis zum Gipfel gefahren, schön die Pickups und Jeeps vor mir hergejagt. Die sind im ersten Gang Standgas noch mit getretener Bremse bergauf gefahren, während mein kleiner Diesel mindestens 1.500 Umdrehungen braucht damit der Turbo anspringt, sonst sind die 90 PS nicht da. Es gibt unterwegs Ausweichstellen wo langsamere Platz machen sollen. Die Strecke besteht aus Serpentinen auf Fels mit Sand drauf, ich hab einige in die Ausweichstellen geschickt, ging nicht anders, sonst wäre ich nicht hoch gekommen.
    Auf 12.005 Fuß (knapp unter 4.000 Meter) war die Luft ganz schön dünn und das Ersteigen des Gipfels sehr beschwerlich.
    Auf dem Rückweg noch den einen oder anderen Pullout benutzt, langweilige Bilder geknipst und wieder auf den Heimweg gemacht.
    Die Nacht verlief erneut ruhig und am nächsten Morgen ging es dann in Richtung CP in den Rocky Mountains, da hab ich nähmlich 2 Nächte ergattert, für günstige 35 Dollar die Nacht ... ohne Dusche.
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  • Rocky Mountains NP CO Tag 1

    28 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 27 °C

    Am Morgen verlasse ich das Hotel, stocke noch Vorräte auf und fahre wieder die bekannte Strecke. Bei Dominos hol ich mir um 11 Uhr noch ne Pizza (medium Size) und lass Sie schneiden. Die gibt es heute zum Mittag, zum Abend und sogar noch morgen zum Frühstück. War lecker, nur das nächste mal nicht den dicken Boden, der zieht sich so wenn er kalt ist.
    Da ich ab heute Campingplatz gebucht habe, ist die Einfahrerlaubnis mit dabei. Ich fahr aber nicht gleich zum CP, der Platz ist ja gebucht. Ich fahre zum Bear Lake. Ich beeile mich ein wenig, das Wetter soll ja schlechter werden. Um den Bear Lake kann man "Hiken". Die wahnsinnige Strecke von 0,5 Meilen oder 800 Meter mit zwei "fürchterlichen" Steigungen darin. Deswegen werfen auch viele ihre Wanderschuhe an, die Goretex Jack Wolfskin Jacke, den 20 Liter Tagesrucksack mit mindestens 1 Liter Wasser und die Treckingstöcke. Ich wieder mal in Crocs Swiftwater, T-Shirt und Shorts. Nach der Umrundung kann man zurück zum Parkplatz oder zu einer Kette aus Seen wandern. Da ich schon mal voll "ausgerüstet" bin, will ich wenigstens zum ersten See "Hiken". Das ist anstrengender als um den Bear Lake da es nun nicht einfach nur rum geht sondern ordentlich rauf. Ich erreiche den Nymph Lake und mache ein paar Bilder. Das Wetter wird schlechter und ich gehe nicht weiter. Da ich am anderen Ufer einen Hirsch sehe, der natürlich von Touristen vertrieben wird, setzte ich mich auf eine Bank und beobachte das Ufer in der Hoffnung der Hirsch kommt wieder. Macht Er natürlich nicht, dafür kommt ein Erdhörnchen. An Menschen gewohnt kommt es ganz nah ran und ich spreche beruhigend auf Es ein. Da es wohl keine Gefahr erkennt kommt es zu mir auf die Bank, setzt sich mit dem Rücken zu mir und chilled. Es sitzt bestimmt 10 Minuten so da bis Kinder kommen die zu nah ran gehen. Das Erdhörnchen türmt. Das eine kleine Mädchen fragt wie ich das gemacht habe das das Erdhörnchen bei mir auf der Bank sitzen geblieben ist. Da hab ich Ihr erklärt, nicht ich bin zum Tier sondern das Tier ist zu mir gekommen. Was passiert wenn man zum Tier geht hat Sie ja erlebt. Guckt Sie mich an und fragt: are you an Explorer ? Ich mußte schmunzeln und erklären ich wäre auch nur Urlauber. Danach wieder zurück zum Auto und zum CP um den Platz der ersten Nacht einzunehmen. Ein nur Zeltplatz mit Parkplatz fürs Auto. Das ich natürlich kein Zelt aufgebaut habe ist klar. Nervig war auch, das war der erste CP bei dem auch aus dem Auto Fressalien und Getränke in den Bärcontainer gelegt werden mußte. Pizza und Brot waren schnell ausgeräumt. Aber ich hatte noch mehr als 100 Getränkedosen im Auto verteilt. Warum so viele und warum 0.35er Dosen wenn 2 Liter Flaschen viel billiger sind. Ok mehr als 100 Dosen. Normalerweise bezahle ich hier so zwischen 55 und 65 cent für die Dose. In einem Walmart waren die Dosen im 24er Pack im Angebot für 44 cent. Da hab ich zwei Packs gekauft. Am nächsten Tag hab ich in einem Dollar General 12er Packs für 33 cent die Dose gefunden, da hab ich noch mal 3 Packs mitgenommen. Alle Stauräume gefüllt. Und warum keine 2 Liter Flaschen ? Mein Kühlschrank ist 11 Liter groß, da passen keine 2 Liter Flaschen (Literflaschen auch nur eine) rein. Und wenn die Flaschen halb leer wären würden Sie Platz verschwenden. Dosen sind das Beste, verschwenden keinen Platz.
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  • Rocky Mountains NP CO Tag 2

    29 juli 2025, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 19 °C

    Da ich für die zweite Nacht einen anderen Platz habe muß ich die ganze Bärenkiste wieder ins Auto räumen und am Abend wieder in die Bärenkiste am anderen Platz einräumen.
    Das Wetter soll heute noch früher schlechter werden, so gebe ich Gas ... soweit das die Schleicher vor mir zulassen. Ich fahre in einem durch zum Summit zur "Gipfelstation". Von da aus fahre ich den Weg zurück zum CP, halte aber jetzt an jedem Parkplatz oder Pullout. Ich knipse wieder als ob es nix kostet (na ja, tut es ja auch nicht mehr im Vergleich zu früher, da waren 20 Mark pro 36er Film mit Entwicklung und Bilder nix und ne CD hat nochmal einen 5er extra gekostet), aber das Wetter wird immer grauer und zeitweise fängt es schon an zu Regnen.
    Highlights waren die Sauerstoffflaschen die man im Shop kaufen konnte, die Mushroom Rocks und die Tiere die wieder mal mitten über den Weg gelaufen sind.
    Da meine Abreise morgen wieder über den Gipfel führt und danach Neues kommt lass ich es heute gut sein und bin schon um 16 Uhr auf dem CP, richte meinen Platz ein, mach wieder Feuchttuchdusche im Auto, Esse und geh früh schlafen.
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  • 2 Tage Verbindungsetappe über Rawlins

    30–31 jul. 2025, Verenigde Staten ⋅ 🌬 22 °C

    Jetzt stehen mal wieder 2 langweilige Fahrtage an. In der Mitte der Strecke ist ein typischer Übernachtungsort für alle die nicht durchfahren wollen, Rawlins. Es gibt zwei Campingplätze und drei Motels. Motels fallen raus, kosten ein Schweinegeld und sind alle drei schlecht bewertet. Die CP gehen, liegen direkt an der Interstate, haben aber auch Dry Plätze (ohne alles) für um die 25 Dollar. Ich schaue ob ich online reserviere, aber am Tag vorher sind noch über 30 Plätze frei, das machen wir vor Ort. Die Strecke führt ganz lange auf einem Highway durch einen State Park, superschön zu fahren und nix los, die sind alle auf der Interstate. Irgendwann komm ich auch über den Continental Divide (Wasserscheide) und am Ende führt die Straße wie geplant auch auf den Interstate. Noch 20 Meilen bis zum CP und da denke ich so für mich, jetzt eine Raststätte mit Toiletten und Parkplatz. Schwupp kommt das Schild, noch 2 Meilen bis zur Rest Area. Ich raus, gecheckt was der Staat zu Schlafen auf der Raststätte sagt. Kein Camping, aber das Schlafen im Fahrzeug zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit ist erlaubt. Bombe, 25 Dollar gespart. Ok, nach zwei Nächte ohne Dusche auf dem NPS Camping hätte ich schon gerne die Dusche auf dem CP benutzt. Nach 2 Tagen ohne Dusche kommen mehr Fliegen als sonst zu Dir, nach 3 Tage nur mit Feuchttücherdusche werden Sie morgen wahrscheinlich vor mir fliehen 🤢
    Aber 25 Dollar ist die halbe erste Nacht fürs nächte Hotel.
    Ziemlich schnell füllt sich der Parkplatz mit Übernachtungsgästen, so muß man auch keine Angst haben. Ein bisschen starker Wind und ganz komischer so intervallartiger Regen. Bis der Typ im unverschämterweise quer geparkten Wohnmobil (RV mit Hänger gehören auf den LKW Parkplatz, der belegte aber einfach 5 PKW Parkplätze) aufschrie und hektisch sein Seitenfenster zuschob. Da hatte sich nachts der Rasensprenger eingeschaltet und er hat die Dusche ins Wohnmobil reinbekommen weil er quer mit dem Fenster vor dem Rasensprenger stand, sofortiges Karma 😂
    Am nächsten Morgen bin ich trotzdem in den Ort gefahren, Tanken und Einkaufen (gibt wieder was zu staunen) denn es ging nun den ganzen Tag auf der Interstate weiter. Unterwegs noch schnell durch nen Westernfilmhintergrund gefahren und in Little America halt gemacht. Ist sowas wie Buc-ee's nur kleiner und älter. Außerdem kostet das Softeis nur einen Dollar (also eigentlich 94 cent, mit Steuern dann 1 Dollar). Da hab ich mir noch eine gebackene Kartoffel mit Pulled Pork zum Softeis gegönnt. Zurück auf der Interstate war es nicht mehr weit bis Evanston und dem Hotel für zwei Nächte. Das war wieder so ein Klassiger, billigstes Hotel vor Ort, zwei Nächte 110 Dollar, einige gute Bewertungen und ganz viel Schlechte. Aber so komisch Schlechte. Ich vergebe nur 1 Stern weil es nur 1 Flasche Schampoo für 2 Personen gab. Schlechter Service, kein Frühstück am Morgen (stand ja auch extra bei der Buchung dabei, Kaffee und Saft ja, Frühstück nein) und so weiter.
    Was hat man vorgefunden, das Beste Budgethotel bis jetzt auf der ganzen Reise. Die Bettwäsche war sauber und hat frisch geduftet, Handtücher ohne Beanstandungen und der Raum sauber. So müßte es immer sein !
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