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Köln - Erzurum

A 36-day adventure by Naut & Andreas Read more
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    🇹🇷 Aksaray, Türkei

    Tuz Lake

    June 30 in Turkey ⋅ ☀️ 30 °C

    Auch heute Morgen erwartete uns wieder ein exzellentes Frühstück, wenn auch leider etwas spät. Es gab von allem etwas, und alles schmeckte einfach hervorragend.

    Der TET-Abschnitt, den wir heute fuhren, führte uns von Beypazarı über Ayaş zunächst südlich an Ankara vorbei und bestand überwiegend aus Straße – die allerdings stellenweise so schlecht war, dass man sie durchaus auch als Offroad werten könnte. 😂 Doch so ramponiert der Belag mitunter auch war, umso schöner zeigte sich dafür die Landschaft: weite Täler, idyllische Dörfer und einige wunderschöne Moscheen.

    Spät am Nachmittag gönnten wir uns in Bala ein Mittagessen, wo wir wieder einmal sehr nett ins Gespräch kamen. Bestellt hatten wir eigentlich nur Döner und Ayran – serviert wurde uns dann aber eine überaus reichliche Auswahl an Speisen. Und selbst der freundliche Gast am Nachbartisch, der fließend Englisch sprach, reichte uns noch ein Stück von seinem Pide zum Probieren herüber.

    Von Bala aus ging es schließlich weiter südwärts, bis wir als ganz besonderes Highlight den Salzsee Tuz Gölü bei Şereflikoçhisar erreichten, der uns über alle Maßen beeindruckte. Über einen Damm konnten wir direkt durch den See hindurchfahren und dabei die rosafarbene Färbung, die spiegelnden Flächen und die schiere Weitläufigkeit bestaunen. Auch die Luft war hier wunderbar klar zu atmen – und das, obwohl das Thermometer wieder einmal bei 35 °C stand.

    Einen kleinen Dämpfer gab es dann aber doch noch zum Ende des Tages: Dimis frisch geschweißte Navihalterung ist erneut gebrochen. Wie und wo sich der Schaden diesmal beheben lässt, wissen wir noch nicht – aber eine Lösung haben wir bisher schließlich immer gefunden.
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  • Zufall oder Schicksal

    June 29 in Turkey ⋅ ☀️ 31 °C

    Gut ausgeruht und nach einem exzellenten Frühstücksbuffet starteten wir heute Morgen in den Tag. Vom Raum Sakarya aus führte uns der Offroad-Track zunächst über Akyazı hinein in die bewaldeten Berge südlich von Düzce – er ließ sich gut fahren, und wir kamen zügig voran. Doch im weiteren Verlauf wurde die Strecke – wie schon einige Male zuvor – immer anspruchsvoller. An einer Stelle mussten wir sogar absteigen und erst einmal in Ruhe überlegen, wie wir dieses Stück überhaupt bewältigen könnten.

    Mittlerweile kletterten die Temperaturen deutlich über 30 °C, und mit seinen schmalen Singletrails und teils steilen Abhängen forderte uns der TET hier einiges ab. Deshalb beschlossen wir bereits am frühen Nachmittag, eine günstige Gelegenheit zu nutzen und den TET – der uns über Mudurnu bis in die Gegend um Nallıhan gebracht hatte – zu verlassen. Trotzdem ging es noch eine ganze Weile offroad weiter – allerdings deutlich entspannter zu fahren.

    Bei einer kurzen Trinkpause stellte Dimi dann fest, dass die rechte Hauptstrebe seines Navi-Towers gebrochen war. Wir brauchten also dringend eine Werkstatt, die Aluminium schweißen kann. Die besten Chancen auf eine schnelle Reparatur rechneten wir uns in Ankara aus – rund drei Stunden entfernt. Nach einer kurzen Stärkung mit sehr leckerem Pide, Ayran und Salat machten wir uns also zügig auf den Weg dorthin. Vorbei am türkisblauen Sarıyar-Stausee und durch Çayırhan faszinierte uns die fast schon surreal anmutende Landschaft einmal mehr. Das Thermometer zeigte inzwischen 35 °C, was selbst mit Fahrtwind richtig anstrengend wurde.

    Noch etwa eine Stunde von Ankara entfernt beschlossen wir, eine kurze Pause für ein Eis einzulegen und unsere Wasservorräte aufzufüllen. Und genau hier nahm der Tag eine wunderbare Wendung: Wir wurden zufällig von Ömer angesprochen – in fließendem Englisch. Ömer war gerade mit seiner Familie zum Einkaufen unterwegs, und wir kamen sehr nett ins Gespräch. Als wir ihm zeigten, weshalb wir heute noch unbedingt nach Ankara wollten, bot er kurzerhand an, uns zu einem Freund zu bringen, der als Mechaniker arbeitet. Dieser konnte den Schaden zwar nicht selbst beheben, kannte aber einen Schweißer in derselben Straße, der auch Aluminium schweißen kann.

    Während die Reparatur lief, bot Ömer uns an, uns noch etwas von Beypazarı zu zeigen – jener Stadt, in der wir ganz zufällig gelandet waren. Er fuhr uns mit seinem Auto durch eine wunderschöne, in der Gegend sehr bekannte Schlucht, die eher wie ein Canyon wirkte, zeigte uns eine große Wasserfabrik, deren Besitzer er gut kennt, und nahm uns anschließend mit in die historische Innenstadt. Gemeinsam besichtigten wir eine 800 Jahre alte Moschee und schlenderten durch die Gassen der Altstadt, die rechts und links von unzähligen Verkaufsständen gesäumt sind. Schließlich half uns Ömer sogar noch dabei, ein gutes Hotelzimmer zu finden, bevor er uns wieder zu unseren Motorrädern zurückbrachte.

    Das Schönste an dieser Begegnung waren jedoch die guten Gespräche – über seine sehr liberale Weltanschauung und über die historische Bedeutung Beypazarıs. Die Stadt war einst ein kulturelles Zentrum an der Seidenstraße und ist bis heute für ihr Silberhandwerk, ihre schöne Natur und ihre vielen Freizeitmöglichkeiten bekannt. Viele türkische Touristen kommen sowohl aus Ankara als auch aus Istanbul hierher. Mit seiner herzlichen, offenen Art erzählte uns Ömer auch viel Persönliches: von seiner Frau, die als Lehrerin arbeitet, von seinen Kindern, die Informatik und Schiffbau studieren, und von seinem früheren Beruf bei der Polizei mit Auslandseinsätzen in Dänemark und Georgien.

    Zusammengefasst verbrachten wir einen wunderschönen Nachmittag und Abend in ausgesprochen angenehmer Gesellschaft – eine jener Begegnungen, die eine Reise für immer unvergesslich machen.
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  • Zeit verflogen

    June 28 in Turkey ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute Morgen starteten wir etwas verspätet aus Istanbul, denn eigentlich sollte es um 8:00 Uhr Frühstück geben – das wurde dann aber erst ab 8:30 Uhr zubereitet. Anschließend mussten die Motorräder noch aus der Garage geholt und aufgepackt werden, ehe es endlich losgehen konnte. Und dann kam erst einmal die Fahrt aus Istanbul hinaus. Die Stadt ist so unglaublich groß, dass wir dafür über eine Stunde brauchten.

    Endlich, nachdem wir den Lärm und die Hektik der Metropole hinter uns gelassen hatten, folgte die Offroad-Passage, auf die wir uns schon gefreut hatten. Der Track ließ sich gut fahren und führte uns wieder durch wunderbare Landschaften – Gegenden, die wir ohne unsere Enduros so nie hätten genießen können. Irgendwann stellten wir dann ganz erstaunt fest, dass es bereits Nachmittag geworden war: Die Zeit auf dem Offroad-Trail verging schlicht wie im Fluge.

    Etwas später erreichten wir, inzwischen ziemlich hungrig, ein kleines Restaurant. Die Verständigung gestaltete sich zwar schwierig, doch man bereitete uns dort trotzdem eine richtig leckere Mahlzeit zu. Als Unterkunft gönnten wir uns heute ausnahmsweise etwas Besseres – und weil das reservierte Zimmer noch nicht aufgeräumt und geputzt war, bot man uns kurzerhand ein Upgrade für gerade einmal 8 € an. Heute also mal richtig Luxus!
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  • Auf nach Istanbul

    June 27 in Turkey ⋅ ☀️ 28 °C

    Nachdem Andi zum Abschied am Morgen noch einmal in den Pool gesprungen war, brachen wir endlich in unser Zielland für dieses Jahr auf: die Türkei. Der Grenzübergang zog sich aufgrund des hohen Andrangs etwas in die Länge, verlief aber völlig problemlos – und schon standen wir auf türkischem Boden.

    In der Türkei angekommen, hielten wir zunächst in Edirne, um einen Kaffee zu trinken und uns mit Lira für die kommenden Tage einzudecken. Der erste Geldautomat war auch gleich gefunden – doch hier nahm der Tag eine unfreiwillig längere Wendung. Was Andi nämlich nicht lesen konnte, da sein Handy noch nicht im türkischen Netz war und ihm somit kein Übersetzer zur Hand war: Der Automat funktionierte gar nicht – und behielt prompt seine Bankkarte ein. In der Filiale vor Ort war leider niemand, der uns auf die Schnelle helfen konnte, und so hieß es: warten. Ganze dreieinhalb Stunden verbrachten wir vor dem Automaten, ehe Andi seine Karte endlich zurückbekam. Immerhin standen die Motorräder gegenüber im Schatten.

    Als die Karte schließlich wieder ihren Besitzer hatte, fuhren wir ohne weitere Umwege direkt nach Istanbul – über Lüleburgaz und Çorlu –, wo wir bereits eine Unterkunft reserviert hatten. Nachdem wir uns durch den chaotischen Verkehr bis nach Eminönü gekämpft hatten, begrüßte uns gleich unser ausgesprochen sympathischer Gastgeber Mehmet. Eine Straße weiter fanden wir noch einen leckeren Imbiss, holten uns zwei Kaltgetränke und ließen den Tag auf der Dachterrasse des Hotels ausklingen. Später tauchte sogar unser Gastgeber mit zwei Freunden auf, und so verbrachten wir einen wirklich netten Abend mit schönen Gesprächen – der perfekte Auftakt für unsere Zeit in der Türkei.

    Da es in Istanbul einfach viel zu viel zu sehen gibt, entschlossen wir uns, noch einen Tag hierzubleiben und die Stadt ein wenig zu erkunden. Nach einem guten Frühstück ging es zunächst in Richtung Ägyptischer Basar, der uns durch wunderschöne kleine Gassen führte. Von dort aus machten wir uns auf zu den großen Sehenswürdigkeiten: der Hagia Sophia, der Sultan-Ahmed-Moschee und dem Versunkenen Palast – allerdings nur von außen, denn für diesen Tag hatten wir uns noch einiges mehr vorgenommen.

    Die Schleife zurück drehten wir durch den Großen Basar, und der Name ist hier Programm: Wir brauchten eine ganze Weile, um an den unzähligen Ständen entlangzuschlendern. Als wir endlich wieder Tageslicht erblickten, bogen wir gleich in eine kleine Gasse ab, um die Beine auszuruhen und einen türkischen Tee zu trinken.
    Zum Abschluss ging es dann noch mit einer rund 20-minütigen Fährfahrt hinüber nach Kadıköy, von wo aus sich uns ein toller Blick über die Skyline von Istanbul und den Bosporus eröffnete. In Kadıköy angekommen, suchten wir uns ein kleines Lokal und gönnten uns auf dessen Dachterrasse einen leckeren Mittagssnack – ein gelungener Ausklang für unseren Streifzug durch diese faszinierende Stadt.
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  • To Matsch for us

    June 25 in Bulgaria ⋅ ☀️ 30 °C

    In unserer Unterkunft begann der Tag mit einem leckeren – und durchaus teuren – Frühstück. Anschließend ging es mit fantastischem Blick über die Stadt zunächst onroad weiter, durch Plowdiw hindurch und bis nach Asenowgrad.

    Dort verließen wir den Asphalt und stiegen in den TET ein, der uns – vorbei am berühmten Kloster Batschkowo – hinauf in die wunderschönen Rhodopen führte. Eigentlich wollten wir der Strecke durch das Gebirge bis in den Raum Kardschali in den Ostrhodopen folgen.

    Doch der Regen der letzten Tage hatte den Track stellenweise sehr schlammig und rutschig gemacht. Mit unseren großen Reiseenduros war das eine echte Herausforderung – über weite Strecken kaum machbar. Rund zweieinhalb Stunden kämpften wir uns durch den Matsch, ehe wir endlich wieder festen Straßenbelag unter den Reifen hatten.

    Für heute ließen wir es dann gut sein – dankbar, dass wir den Track ohne einen einzigen Umfaller gemeistert hatten. Onroad ging es schließlich über die Region Chaskowo weiter, bis wir am späten Nachmittag unsere Unterkunft in Charmanli erreichten.

    Zum Abschluss unseres letzten Tages in Bulgarien hatten wir uns ausnahmsweise ein Hotel mit Pool gegönnt – und so konnte uns auch der heftige Regenguss am Abend herzlich wenig anhaben, denn wir lagen da längst entspannt im Wasser.– der perfekte Lohn für einen matschigen, aber rundum gelungenen Tag.
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  • Keinen Tropfen

    June 24 in Bulgaria ⋅ ☁️ 28 °C

    Der heutige Tag begann fast schon hektisch. Direkt nach dem Weckruf von Uhr und Handy checkten wir als Erstes das Wetter – und es folgte sogleich die Lagebesprechung: Gemeldet waren sehr starke Gewitter, Starkregen und teilweise sogar Sturm. Also nichts, was zum Motorradfahren einlädt. Doch im Regenradar zeigte sich auch eine Lücke, die zwischen zwei Fronten womöglich eine trockene Passage ermöglichen würde.
    Damit stand eine Entscheidung an: entweder gleich losfahren und auf das Frühstück verzichten – oder einen weiteren Tag in der abgelegenen Unterkunft verbringen und auf besseres Wetter hoffen.

    Wir entschieden uns für die erste Variante, allerdings mit einer Einschränkung: Statt den kürzesten Weg zu nehmen, wollten wir uns von Stadt zu Stadt hangeln, um nicht im Nirgendwo zu stranden, falls uns das Unwetter doch erwischen sollte. Und es wurde tatsächlich ein abenteuerlicher Ritt. Rechts der Straße tiefhängende dunkle Wolken, genauso links und hinter uns – aber vor uns genau die eine Lücke, die das Regenradar vorausgesagt hatte. Zwischenzeitlich zogen wir sogar das Regenzeug an, weil das schlechte Wetter immer näher kroch.

    Schließlich erreichten wir „trockenen Fußes" Brestnik in Bulgarien – über den Grenzübergang bei Petritsch, dann hinauf durch die Berge entlang Goze Deltschew und vorbei an Pasardschik bis hinunter in den Raum Plowdiw. Dort hatte Dimi bereits eine Werkstatt auserkoren, die den anstehenden Ölwechsel durchführen konnte. Im Anschluss machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft – und der dritte Versuch war schließlich der erfolgreiche: außerhalb des Lärms der Stadt gelegen, ein richtiges Kleinod mit superschönem Ausblick. Der perfekte Lohn für einen Tag, an dem wir dem Wetter erfolgreich ein Schnippchen geschlagen hatten.
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  • Wetterflucht

    June 23 in North Macedonia ⋅ ☁️ 26 °C

    Der Morgen begann erneut mit einem hausgemachten Frühstück – diesmal mit einer Eierpfanne à la Andreas.

    Beim Losfahren zeigten sich dunkle Wolken an den Bergrändern, doch der Wetterbericht hatte uns bis mittags regenfrei versprochen. Nach einer kurzen Fahrt von unserer Unterkunft ging es dann auch gleich bergauf in den TET-Track, der grob steinig und recht anstrengend zu fahren war. Dafür wurden wir mit einer genialen Aussicht auf den Ohridsee belohnt, die sich uns aus den Bergen eröffnete.

    Nachdem wir einige Jeeps überholt hatten, die ebenfalls auf einer Offroad-Tour unterwegs waren, gehörte der Track ganz uns allein. Es ging teils über steinigen, teils über tief ausgewaschenen, erdigen Untergrund – immer hindurch durch atemberaubende Landschaften. Währenddessen wuchs die Gewitterwolke über uns jedoch zu immer bedrohlicher Größe heran.

    Am nächsten Straßenabschnitt entschieden wir uns deshalb, es für heute mit dem Offroadfahren gut sein zu lassen.
    Stattdessen ging es onroad weiter Richtung Bulgarien – über Bitola und quer durch das Land, vorbei an Kavadarci.

    Für den Nachmittag waren auch hier Regen und Gewitter gemeldet. So erreichten wir bereits früh am Nachmittag Strumica, noch in Nordmazedonien, aber schon in der Grenzregion zu Bulgarien. Der Himmel über uns war inzwischen tiefdunkel und grollte bedrohlich – doch wir blieben trocken und konnten unsere Motorräder am Ende sogar überdacht unterstellen. Ein guter Moment, um einen langen Fahrtag entspannt ausklingen zu lassen.
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  • Grenzgänger

    June 21 in North Macedonia ⋅ ☀️ 26 °C

    Der Tag begann vielversprechend: Morgens um 6:30 Uhr wurden wir von einer jungen Dame geweckt – mit zwei Bechern Kaffee in der Hand. Während einer von uns noch dachte „Toller Service hier!", stellte sich schnell heraus, dass der Kaffee leider gar nicht für uns gedacht war. Die junge Frau hatte sich schlicht in der Tür geirrt, war sichtlich peinlich berührt und entschuldigte sich sofort. 😂
    Unser eigenes Frühstück bestand dann aus einem warmen Glas Milch – das hielt die Bedienung offenbar für angemessen – und einem zerdrückten, in Plastik verpackten Schokocroissant. Zumindest konsequent lieblos serviert.

    Für eine echte Offroad-Etappe waren uns die Temperaturen von bis zu 38 °C dann doch zu viel, deshalb folgten wir heute lieber dem Straßenteil der ACT-Route – der allerdings über teils sehr abenteuerliche Straßen führte. Von der Gegend um Rrëshen schlängelte sich unser Weg über Burrel und Bulqizë durch das albanische Bergland, ehe wir bei Debar nach Nordmazedonien einreisten und schließlich über Struga am Ufer des Ohridsees entlang bis nach Pogradec fuhren.

    In Pogradec konnte Dimis Airbagweste erneut repariert werden, denn die Reparatur aus Slowenien hatte leider nicht gehalten. Im zweiten Laden klappte es prompt (der erste hatte gerade Mittagspause) – diesmal für sage und schreibe 3 € statt 80 €.

    Zum eigentlichen „Grenzgänger"-Tag wurde der heutige aber erst durch Andreas' Navi: Es wollte uns partout dem schönsten Weg nach Pogradec führen – und der verlief quer durch Nordmazedonien. Auch unser geplantes Ziel für den anstehenden Pausentag, Ohrid am Ohridsee, lag wieder in Nordmazedonien. So kam es, dass wir an diesem einen Tag sage und schreibe sechs Grenzübergänge passierten – und das ganz ohne Probleme oder längere Wartezeiten.

    Nach einer selbst zubereiteten, leckeren Portion Nudeln mit Schinken, Pesto und Parmesan hatten wir beide nur noch eines im Sinn: ausruhen.

    Unseren Pausentag starteten wir ganz entspannt in einem sehr gemütlichen Apartment mit eigenem Frühstück. Im Laufe des Vormittags kamen ein weiterer Gast sowie unsere Gastgeber vorbei, die wir kurzerhand zu einem frisch gekauften Kaffee einluden. Auf unserer Terrasse ergaben sich daraus ein paar wirklich nette Gespräche – genau die Art von Begegnung, die so eine Reise ausmacht.

    Nachdem auch die Wäsche gewaschen war, durfte natürlich eine Runde Schwimmen im Ohridsee nicht fehlen, gefolgt von einem leckeren Snack an der Strandbar. Bis uns schließlich ein aufziehendes Gewitter zurück ins Apartment trieb, wo wir bei gemütlichem Ausklang unseren Plan für die nächsten Tage schmiedeten.
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  • Albanisches Hochland bei großer Hitze

    June 20 in Albania ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Tag begann mit einem leckeren hausgemachten Frühstück mit Spiegelei, Wurst und reichlich frischem Gemüse – eine perfekte Grundlage für die kommenden Kilometer.

    Heute stand die dritte ACT-Etappe auf dem Programm, die uns von Shkodra bis nach Rëshen führte. Es folgte zunächst eine längere Straßenpassage, die uns über mehrere Pässe durch das wunderschöne nordalbanische Hochland brachte.

    Mittags legten wir einen Tankstopp ein und ließen uns vom deutschsprachigen Tankwart eine Empfehlung für eine kleine Mahlzeit geben. Das Café beziehungsweise Bistro sah von außen reichlich unspektakulär und obendrein geschlossen aus. Doch dahinter verbarg sich ein kleiner Garten, in dem wir im wohltuenden Schatten einen Salat essen und etwas trinken konnten – eine echte kleine Oase an diesem heißen Tag.

    Der anschließende Offroad-Track – gut die Hälfte der rund 220 Tageskilometer ging abseits des Asphalts – forderte uns dann einiges ab. Vor allem die hohen Temperaturen von 30 bis 35 °C machten ihn quer durch die abgelegene Bergregion rund um Mirdita zu einer ziemlich anstrengenden Angelegenheit.

    Am Abend, im Raum Rëshen angekommen, suchten wir uns ein Hotel direkt an der Strecke – mit Klimaanlage, die bei diesen Temperaturen ein wahrer Segen war. Zum Abschluss des Tages ließen wir uns im Ort noch eine sehr leckere Pizza schmecken
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  • Durmitor Offroad und weiter nach Albanien

    June 19 in Albania ⋅ 🌙 28 °C

    Nach einem sehr leckeren Frühstück starteten wir noch einmal zurück in den Durmitor-Nationalpark – und das, während die Wolken über uns immer dichter und dunkler wurden. Der Wetterbericht versprach uns jedoch trockenes Wetter, und so wagten wir es.

    Offroad durch den Nationalpark zu fahren, war ein absolutes Highlight: schöne Schotterpisten und Waldwege, wie wir sie uns nur wünschen konnten. Und als wäre das nicht schon genug, zeigten sich die Wildpferde sogar ein zweites Mal – ein toller Abschied von dieser beeindruckenden Gegend.

    Am Nachmittag beschlossen wir dann, weiter nach Albanien zu fahren. Schon kurz hinter der Grenze erwarteten uns spektakuläre Aussichten, die uns einmal mehr ins Staunen versetzten und Lust auf alles machten, was dieses Land noch für uns bereithält.

    Spät am Abend kamen wir schließlich in der Nähe von Shkodra an. Ein kleiner Spaziergang an der Seepromenade war trotz der späten Stunde noch drin, bevor wir uns ein reichhaltiges Abendessen schmecken ließen – der perfekte Ausklang eines rundum gelungenen Tages.
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  • Von Sarajevo zum Durmitor Nationalpark

    June 18 in Montenegro ⋅ ☀️ 18 °C

    Eigentlich sollte heute der Besuch von Sarajevo der spektakulärste Teil des Tages werden. Die Fahrt dorthin verlief zügig und bei angenehmen Temperaturen um die 25 °C. Unsere Besichtigung der Altstadt hielten wir dann allerdings doch recht kurz. Wir schauten uns den Basar und den historischen Holzbrunnen an – doch zwischen den unzähligen Touristen, dem hektischen Treiben und dem Verkehrslärm wollte sich bei uns kein rechtes Wohlgefühl einstellen.
    Die Strecke Richtung montenegrinischer Grenze entschädigte uns dafür umso mehr: Sie war wieder einmal wunderschön und mit Worten kaum zu beschreiben. Der Grenzübergang selbst war schnell und völlig unkompliziert erledigt, und schon ging es weiter zum und durch den Durmitor-Nationalpark. Die Landschaft, die uns hier erwartete, war im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubend und unglaublich schön – das war mit Abstand das spektakulärste Erlebnis des gesamten Tages.
    Und als kleines Sahnehäubchen durften wir hier endlich die Wildpferde bewundern, die uns in Bosnien noch verborgen geblieben waren. Schließlich trieb uns aufkommender Regen dazu, spontan noch im Nationalpark eine Unterkunft zu suchen. Für 15 € pro Person fanden wir eine kleine Hütte auf einem Camper-Stellplatz – bei einem ausgesprochen freundlichen Gastgeber, der uns zur Erledigung der Anmeldung erst einmal herzlich zum Teetrinken einlud.
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  • Im Kreis gefahren

    June 17 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 30 °C

    Gut ausgeruht und nach einem leckeren Frühstück starteten wir heute Morgen Richtung Offroad-Track. Wir waren früher unterwegs als sonst, denn der Wetterbericht hatte sehr hohe Temperaturen angekündigt.

    Die Offroadsektion führte uns nach Mostar – sie ließ sich gut fahren und führte uns durch eine unglaublich schöne Landschaft.

    In Mostar angekommen, mussten wir zum ersten Mal eine Werkstatt aufsuchen, denn unterwegs hatten wir eine Schraube samt Distanzhülse verloren. Der Inhaber, selbst jahrelanger Motorradfahrer und sogar im Rennsport aktiv gewesen, ließ einen Mechaniker den Schaden im Handumdrehen beheben – und das ganz ohne Berechnung. Als kleines Extra bekamen wir noch eine Empfehlung für das beste Restaurant der Region mit auf den Weg, nicht weit von einem schönen Bergsee entfernt.
    Solche herzlichen Begegnungen sind es, die eine Reise unvergesslich machen.

    Am Nachmittag kletterte das Thermometer in Mostar auf stolze 38 °C – was unseren Ausflug in voller Schutzkleidung durch die historische Altstadt sehr kurz ausfallen ließ. Anschließend folgten wir dem Tipp des freundlichen Werkstattinhabers und machten uns auf den Weg zum Restaurant und Bergsee, rund 1,5 Stunden von Mostar entfernt. Was uns dabei leider entging: Wir fuhren in einer großen Schleife wieder zurück in die Richtung, aus der wir heute Morgen gestartet waren. Unterm Strich sind wir also über 200 Kilometer gefahren, um eine Strecke von gerade einmal 50 Kilometern Luftlinie zurückzulegen.

    Belohnt wurden wir aber reichlich: Das Essen war tatsächlich hervorragend, und der Bergsee auf 1200 m über dem Meer war angenehm erfrischend – und wärmer als gedacht, da er mit nur vier Metern an der tiefsten Stelle sehr flach ist.

    Morgen geht es dann „onroad" weiter nach Sarajevo und anschließend Richtung Montenegro.
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  • TET Bosnien, Cincar und ein Pausetag

    June 15 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 19 °C

    Eigentlich wollten wir es gestern etwas langsamer angehen lassen. Wir merkten beide allmählich die körperliche Belastung der vergangenen Tage und hatten uns deshalb vorgenommen, nur bis mittags den TET zu fahren, anschließend auf den Berg Cincar zu fahren um Wildpferde sehen und danach eine Unterkunft am See für einen wohlverdienten Pausentag zu suchen. Für den Nachmittag war ohnehin schlechtes Wetter angekündigt, und wir hielten es für eine kluge Idee, dann nicht mehr offroad unterwegs zu sein.

    Der TET ließ sich hervorragend fahren, und wir kamen sogar besser voran als geplant. Nach gut der Hälfte der Strecke bogen wir dann Richtung Cincar ab. Was zunächst als kleine Straße begann, wurde bald zu einem gut fahrbaren Offroadtrail – und die letzten Kilometer schließlich zum mit Abstand schwierigsten Offroadstück, das wir bisher gefahren sind. Wir mussten uns wirklich durchkämpfen, doch am Ende hat alles gut geklappt.
    Im Reservat wurden wir mit einer grandiosen Aussicht auf das Gebiet belohnt, in dem die Wildpferde leben. Die Pferde selbst waren leider nicht zu sehen, dafür ein Einhorn.

    In der Unterkunft angekommen, hatten wir wieder viele angenehme Gespräche mit Einheimischen und mit zwei Hamburgern, die in ihre alte Heimat zurückgekehrt sind. Das Highlight des Abends: eine richtig leckere Pizza, die wir uns direkt am See schmecken ließen.

    Heute hieß es endlich einmal ausschlafen, gefolgt von einem ausgiebigen Frühstück direkt in der Unterkunft. Danach standen erst einmal die alltäglichen Dinge an: Wäsche waschen sowie kleinere Reparaturen und Wartungen an unseren Motorrädern.

    Schließlich machten wir uns auf zum See, denn der Pausentag sollte ja auch zum ausgiebigen Baden genutzt werden. Doch schon auf der Fahrt dorthin zogen dunkle Wolken auf, und kaum waren wir angekommen, grummelte es bereits am Himmel. Einen kurzen Sprung ins kühle Wasser haben wir uns trotzdem nicht nehmen lassen – beim ersten Tröpfeln ging es dann aber zügig zurück in unsere Unterkunft.

    Auch wenn das Wetter nicht ganz mitspielte: Ein bisschen Erholung tat uns beiden gut, und mit neuen Kräften freuen wir uns schon auf das, was als Nächstes kommt.
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  • Winnetou, frischer Fisch und ein Wasserfall

    June 14 in Croatia ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir sind heute recht früh aufgestanden, und ein Blick auf die To-do-Liste verriet uns nur eine einzige Tagesaufgabe: Motorrad fahren!
    Die Offroad-Strecken zeigten sich heute von ihrer etwas anspruchsvolleren Seite und führten uns durch die spektakulären Drehorte der Winnetou-Filme – ein echtes Stück Filmgeschichte unter unseren Reifen. Mittags wurden wir mit reichlich Fisch belohnt: ganz frisch vom Grill und auf traditionelle Art zubereitet – ein Genuss.
    Was diesen Tag außerdem so besonders machte, waren die vielen herzlichen Begegnungen und Gespräche mit anderen Motorradfahrern unterwegs. Genau diese Momente sind es, die so eine Reise lebendig machen.
    Zum Ende des ACT erreichten wir schließlich noch einen wunderschönen Wasserfall, ein schöner Abschluss, nachdem wir die Strecke hinter uns ließen. Anschließend ging es weiter nach Bosnien-Herzegowina, wo morgen schon das nächste Abenteuer auf uns wartet: Dann geht es auf den TET!
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  • Erste Offroad Etappe

    June 13 in Croatia ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute sind wir dem guten Rat von Uwe gefolgt, der uns gestern schrieb, wir sollten doch einfach mal Motorrad fahren. Gesagt, getan – und was für ein Tag daraus wurde!
    Nach einem fast vergessenen Frühstück mit Meerblick ging es schließlich endlich auf den ACT. Die Strecke war angenehm zu fahren, führte uns durch spektakuläre Landschaften und das Wetter hätte schöner kaum sein können. Keine Defekte, keine Umfaller – einfach nur wir beide, die Motorräder und die schönste Natur, die uns sehr beeindruckt hat.
    Mit einem dicken Grinsen im Gesicht sind wir in Karlobag angekommen und haben direkt am Meer eine schöne Unterkunft gefunden. Das persönliche i-Tüpfelchen auf diesem rundum gelungenen Tag: Es hat sogar noch für einen Sprung ins Meer und eine erfrischende Runde Schwimmen gereicht.
    Nach den holprigen ersten Tagen genau das, was wir uns von der Reise erhofft hatten – und ein Vorgeschmack auf alles, was noch kommt.
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  • Technik auf Vordermann, Sonne und Meerblick

    June 12 in Croatia ⋅ ⛅ 23 °C

    Die Pannen vom Vortag hatten uns wohl noch nicht genug Geschichten geliefert. Zu allem Überfluss verabschiedete sich gestern Abend noch die Ladebuchse von Dimis nagelneuer Airbagweste – oder besser gesagt: Sie sagte „Hallo" und kam kurzerhand mitsamt Kabel heraus. Damit war an ein Laden des Akkus erst einmal nicht mehr zu denken.

    Heute Morgen ging es dann früh los, denn wir hatten wunschgemäß einen Termin zum Reifenwechsel – der reibungslos und genau nach Plan funktionierte. ☺️

    Bei der Airbagweste sah die Sache leider anders aus. Weder Hersteller noch Verkäufer hatten große Lust, uns entgegenzukommen. Die einzige Option, die man uns anbot: die Weste mit zwei Wochen Bearbeitungszeit zur Garantie einzuschicken. Für Dimi hätte das bedeutet, entweder ohne Schutz weiterzufahren – oder gar nicht. Nach vielen vergeblichen Versuchen fanden wir schließlich eine kleine Reparaturwerkstatt, die den Schaden tatsächlich beheben konnte.

    Belohnt wurden wir an diesem Tag dafür mit allerschönstem Wetter: 25 °C und strahlender Sonnenschein über uns.

    Die Strecke von Ljubljana nach Rijeka war einfach wunderschön und ließ all den Ärger des Morgens schnell vergessen.
    In Rijeka angekommen, fanden wir am Abend eine schöne Ferienwohnung mit Meerblick und ein richtig gutes lokales Restaurant – der perfekte Abschluss für einen Tag mit Höhen und Tiefen.

    Und jetzt freuen wir uns schon riesig auf das, worauf wir die ganze Zeit hingefiebert haben: Morgen warten die ersten Offroad-Strecken auf uns!
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  • Anreise

    June 11 in Slovenia ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir sind wohlbehalten in Slowenien angekommen – und was für ein Tag liegt hinter uns! Schon auf der Fahrt hat uns die Reise mit allem beschenkt, was ein echtes Abenteuer ausmacht: schöne Momente, kleine Pannen und jede Menge Geschichten, die wir uns später noch erzählen werden.
    Ganz reibungslos lief allerdings nicht alles. An der Tankstelle in Laichingen wurde Dimi die Kamera geklaut – ein ärgerlicher Moment gleich zu Beginn. Davon haben wir uns aber nicht die Laune verderben lassen: Kurzerhand ging es in den Media Markt, wo Dimi sich direkt eine neue Kamera zugelegt hat. Die nächsten Erinnerungen sind also gesichert.
    Auch der altbekannte Wackelkontakt an meinem Navi hat sich wieder zurückgemeldet – offenbar wollte er bei diesem Trip unbedingt dabei sein. Und das Wetter? Das zeigte sich von seiner abwechslungsreichsten Seite und hielt uns mit ständigen Wechseln auf Trab.
    Trotz aller kleinen Widrigkeiten überwiegt am Ende des Tages die Freude: Wir sind gut angekommen, gesund und munter, und das eigentliche Abenteuer liegt noch vor uns. Auf alles, was kommt!
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    Trip start
    June 10, 2026