• Petra Eichhorn
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Weltreise 2025 mit AIDAdiva

Petualangan 134-sehari oleh Petra Baca selengkapnya
  • Saat ini di
    🇳🇦 Walfischbucht, Namibia

    Seetag 52

    3 Maret, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Heute führte uns der erste Weg wieder an die Rezeption. Die netten Mitarbeiter wechseln dort täglich die Themen und geben kleine Einblicke in die Tierwelt, Häfen oder andere spannende Fakten unserer Reise. Heute standen die Quallen im Mittelpunkt.

    Wir lernten, dass diese uralten Meeresbewohner schon seit über 500 Millionen Jahren existieren, älter als die Dinosaurier. Sie treiben meist mit den Strömungen, besitzen weder Gehirn noch Herz und bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser. Bewegungen und Reaktionen werden über elektrische Impulse in einem simplen Nervennetz gesteuert. Gefressen wird Plankton, kleine Fische, Krebstiere und sogar andere Quallen. Harmlos sind die meisten Arten – etwas Abstand genügt völlig.

    In Walvis Bay selbst kennen wir uns inzwischen gut aus und überlegen nun, welche Ecken wir noch entdecken könnten. Heute brachte uns der Lektor nicht Neues, dafür bleiben die täglichen Informationen an der Rezeption ein schöner kleiner Wissensstopp. Ganz nebenbei mussten wir noch die Formulare für die Einreise ausfüllen – nichts Aufregendes, aber gehört eben dazu.

    So war es wieder ein ruhiger Tag voller kleiner Aha-Momente, Planungen fürs Land und der Freude, auch auf scheinbar bekannten Routen noch Neues zu entdecken.

    Ahoichen 🚢
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  • Kapstadt, Südafrika

    2 Maret, Afrika Selatan ⋅ 🌙 12 °C

    Natürlich schön: Ein Tag im Kirstenbosch Garden

    Schon früh am Morgen liegen wir im Hafen von Kapstadt – direkt vor uns der Tafelberg, strahlend im Sonnenlicht, kein Wölkchen am Himmel. Ein Start, wie er kaum schöner sein könnte.

    Nach dem Frühstück steigen wir ins Uber und fahren zum Kirstenbosch National Botanical Garden. Schon nach den ersten Metern merken wir: Hier wird’s kein kurzer Spaziergang. Zwischen Duftgarten, Protea-Garten und den vielen Bereichen mit einheimischen Pflanzen gibt es an jeder Ecke Neues zu entdecken.

    Besonders beeindruckend ist, wie weitläufig und natürlich das Gelände wirkt – harmonisch eingebettet in die Hänge des Tafelbergs. Und dann das „Dell“, der älteste Teil des Gartens: schattig, grün, fast ein bisschen verwunschen.

    Natürlich darf auch unsere Kaffeepause nicht fehlen – mitten im Garten, mit Blick ins satte Grün. Der perfekte Moment, um kurz durchzuatmen und die Eindrücke wirken zu lassen.

    Immer wieder eröffnen sich herrliche Ausblicke auf Kapstadt und die umliegenden Berge. Oft bleiben wir stehen, lassen den Blick schweifen oder suchen uns ein schattiges Plätzchen zum Verweilen. Der Garten wirkt dabei nie künstlich, sondern wie eine gewachsene Landschaft – ruhig, authentisch und großzügig. Kein Wunder, dass aus einem geplanten Vormittag am Ende fast ein ganzer Tag wird.

    Am Nachmittag geht es zurück zur Waterfront. Wir bummeln gemütlich durch die Geschäfte und genießen das lebhafte Treiben – das perfekte Kontrastprogramm nach so viel Natur.

    Gegen 17:30 Uhr stehen die Zollformalitäten an – unspektakulär, aber schnell erledigt. Danach wartet das Abendessen, genau das Richtige nach so vielen Kilometern zu Fuß.

    Später am Abend kommen die lokalen Gastkünstler Dum Café an Bord und sorgen für beste Stimmung. Mit Musik, Trommeln und dem Gefühl eines rundum gelungenen Tages geht dieser sonnige Kapstadt-Stopp entspannt zu Ende – einer von denen, die man noch eine ganze Weile im Kopf behält.

    Nächste Etappe 493 Seemeilen (914 km) bis Lüderitz, Namibia 🇳🇦.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 51

    1 Maret, Afrika Selatan ⋅ 🌬 16 °C

    Der angekündigte Seegang hat sich über Nacht eingestellt. Beim Frühstück ist es heute deutlich ruhiger, viele Plätze bleiben leer, während draußen Windstärke 10 und fünf bis sechs Meter hohe Wellen das Schiff ordentlich durchschaukeln. Deck 5 ist auf einer Seite gesperrt, und wir bewegen uns automatisch etwas vorsichtiger durch den Tag.

    Um 10:00 Uhr heißt es in der Hafen Lounge „Land in Sicht“ – AIDA Scout Finja und Lektor Michael Cornély stimmen uns auf Lüderitz ein. Später geht es in der Ocean Lounge weiter mit seinem Vortrag „Eine Meile ist keine Meile“, spannend erzählt und wie immer mit vielen interessanten Geschichten rund um Lüderitz.

    Zwischendurch drehen wir immer wieder ein paar Runden auf Deck 5, gut eingepackt und mit ordentlich Wind um die Nase. Gegen 19:00 Uhr passieren wir Kap Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas. Der Sonnenuntergang zeigt sich wegen Sturm und Wolken nur kurz, bevor wir den Abend beim Essen ruhig ausklingen lassen.
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  • Port Elizabeth, Südafrika

    28 Februari, Afrika Selatan ⋅ 🌙 18 °C

    Heute starten wir ohne großen Plan in den Tag. Nach dem Frühstück machen wir uns trotz aller Warnungen gegen 9:00 Uhr zu Fuß auf den Weg in die Altstadt von Port Elizabeth.

    Schnell merken wir: Alles wirkt deutlich entspannter als erwartet. Überall sind Sicherheitskräfte in Warnwesten unterwegs, präsent und aufmerksam – und wir fühlen uns zu keiner Zeit unwohl.
    Am Donkin-Bereich folgen wir ein Stück des Donkin Heritage Trail, auch wenn wir längst nicht alles davon schaffen. Gesehen haben wir immerhin die markante Pyramide mit dem kleinen Leuchtturm, die hoch über der Stadt steht.

    Rund um das Donkin Reserve spazieren wir weiter zwischen historischen Gebäuden und Aussichtspunkten entlang.

    Ein besonderer Höhepunkt ist das Athenaeum Theatre Complex – mit Stahlskulpturen und Bronzefiguren im Gebäude und Graffitis im Innenhof – bevor wir weiter zum Fort Frederick laufen und von dort den Blick über Stadt und Hafen schweifen lassen.

    Vom Fort Frederick nehmen wir ein Uber und fahren hinaus nach Summerstrand zur Mall. Wind, Wellen und das endlose Meer am Shark Rock Pier – genau der richtige Ort, um einfach ein bisschen stehen zu bleiben und zu schauen. Danach gibt es Kaffee in der Mall, bevor wir fürs Erste aufs Schiff zurückkehren und eine kleine Mittagspause einlegen.

    Lange hält uns die Ruhe allerdings nicht: Also wieder ein Uber, wieder zur Mall – noch ein Kaffee, ein wenig Bummeln, ein Spaziergang am Strand. So vergeht der Nachmittag angenehm unaufgeregt, bevor wir schließlich zurück an Bord fahren.

    Am Abend wartet das Essen, später sorgen lokale Gastkünstler auf dem Pooldeck für Stimmung und einen schönen Ausklang dieses überraschend abwechslungsreichen Tages. Um 23:00 Uhr heißt es dann Leinen los – Kurs auf Kapstadt. Ein Seetag liegt vor uns, und die nächste Etappe umfasst 444 Seemeilen, rund 823 Kilometer entlang der südafrikanischen Küste.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 50

    27 Februari, Afrika Selatan ⋅ 🌙 23 °C

    Zwischen Durban und Port Elizabeth

    Nach einem entspannten Frühstück mit Blick aufs Meer starten wir in unseren 50. Seetag. Heute fahren wir dicht unter Land entlang. Der Kapitän hat Sturm angekündigt, deshalb werden vorsichtshalber in Kapstadt die vorderen Balkonkabinen gesichert.

    Vormittags gibt es in der Hafen Lounge die Vorstellung der Kapstadt-Ausflüge. Michael Cornély erzählt mit spürbarer Leidenschaft und kleinen Anekdoten, sodass sofort die Lust wächst, die Stadt wieder selbst zu erkunden. Mittags vertiefen wir das Ganze in der Ocean Lounge: Sehenswürdigkeiten, besondere Ecken und die schönsten Plätze für den Sonnenuntergang – perfekt, um gedanklich schon einmal durch Kapstadt zu schlendern.

    Dazwischen und danach gehört der Blick nach draußen der Wild Coast: zerklüftete Klippen, sattgrüne Hügel direkt am Meer, tiefe Flusstäler und kleine Xhosa-Dörfer ziehen an uns vorbei – weit, ursprünglich und fast unberührt.

    Sogar eine Delfinschule zeigt sich kurz neben dem Schiff und verschwindet genauso schnell wieder in den Wellen.

    Den Abend lassen wir mit Gastkünstlerin Elke Winter im Theater ausklingen. Ein 50. Seetag, der einmal mehr zeigt, wie abwechslungsreich Tage auf See sein können.

    Aktuelle Etappe: 399 Seemeilen (739 km) bis Port Elizabeth, Südafrika 🇿🇦

    Ahoichen 🚢
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  • Durban, Südafrika

    26 Februari, Afrika Selatan ⋅ ⛅ 24 °C

    Auf den Spuren von Nelson Mandela 

    Heute lassen wir das Meer hinter uns und fahren ins grüne Hinterland – und sind ehrlich gesagt positiv überrascht. Statt weiter, trockener Landschaft erwartet uns sattes Grün, sanfte Hügel und weite Felder. Es fühlt sich an wie eine Mischung aus Allgäu und Toskana – nur mit afrikanischer Sonne darüber. Damit hätten wir nicht gerechnet.

    Mit dabei ist Bongo, unsere Reiseleiterin. Sie ist Zulu, herzlich und wunderbar geerdet. Auf den Märkten kennt man sie als Mrs. Tagoma – dort erklärt sie mit beeindruckender Selbstverständlichkeit die Geheimnisse der Naturmedizin. Michael Cornèly übersetzt, ergänzt und verwebt ihre Geschichten mit historischen Hintergründen.
    So bekommt die Landschaft auf unserer Fahrt gleich eine zweite Ebene.

    Wir rollen durch diese unerwartet sanfte Gegend, vorbei an Farmhäusern und kleinen Orten. Auch Pietermaritzburg liegt auf unserem Weg – die Hauptstadt der Provinz KwaZulu-Natal. Viel Grün, alte Gebäude, eine Atmosphäre, die angenehm unaufgeregt wirkt.

    Am Nelson Mandela Capture Site Museum wird es stiller. Hier wurde Mandela 1962 verhaftet. Wir gehen den Weg entlang, lesen Tafeln, bleiben stehen.

    Besonders beeindruckt uns die Skulptur aus Stahlstreben. Zunächst sehen wir nur Linien – bis wir den richtigen Standpunkt finden. Ein paar Schritte zur Seite, noch ein kleines Stück – und plötzlich erscheint Mandelas Gesicht.

    Weiter geht es zu den Howick Falls.

    Das Wasser stürzt ruhig und kraftvoll in die Tiefe, und in der feinen Gischt bildet sich tatsächlich ein Regenbogen. Fast ein bisschen kitschig – aber wunderschön.

    Wir versuchen, ihn einzufangen, doch wie so oft ist die Wirklichkeit eindrucksvoller als jedes Foto.

    Zurück am Schiff spazieren wir später noch an der Goldenen Mile von Durban entlang.

    Ein Tag voller unerwarteter Landschaften, bewegender Geschichte und einem Regenbogen, der sich genau im richtigen Moment gezeigt hat.

    Nächste Etappe: 399 Seemeilen, 739 km bis nach Port Elizabeth, Südafrika 🇿🇦.

    Ahoichen 🇿🇦
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  • Seetag 49

    25 Februari, Indischer Ozean ⋅ 🌬 26 °C

    Mittendrin und dankbar

    Heute, an Seetag 49, spüren wir besonders deutlich, wie sehr dieses Schiff zu einem kleinen Zuhause geworden ist. Während draußen das Meer ruhig vorbeizieht, denken wir an die vielen Menschen aus aller Welt, die hier Tag für Tag alles möglich machen.

    Unterschiedliche Sprachen, verschiedene Kulturen, junge Gesichter und erfahrene Hände – und wir dürfen ein Teil davon sein.

    Wenn uns das jemand vor ein paar Wochen gesagt hätte, hätten wir wahrscheinlich nur ungläubig den Kopf geschüttelt. Und nun sitzen wir hier, schauen aufs Meer und stellen fest: Dieses Schiff ist längst ein kleines Zuhause geworden.

    Unsere Crew ist im Durchschnitt 34,6 Jahre alt, von 20 bis 67 ist alles vertreten. Eine schöne Mischung aus Energie und Erfahrung.

    Wir staunen oft, wie selbstverständlich hier gearbeitet und gelächelt wird – selbst an langen Tagen.

    Auch bei den Namen entdecken wir kleine Häufungen: Lea, Vanessa, Maria – John, Christian, Muhammad. Wir überlegen schon, ob wir eine Strichliste führen sollten, rein aus Neugier natürlich.

    Die Herkunftsländer sind so vielfältig wie das Meer weit ist: Philippinen, Indien, Deutschland, Italien, Kroatien und viele mehr. Ein kleines Stück Weltgemeinschaft auf großer Fahrt.

    Der Tag führt uns gedanklich nach Südafrika: „Land in Sicht“ mit Blick auf Port Elizabeth, später Geschichten von Shaka Zulu bis Mandela. Beim Poolbrunch duftet es nach afrikanischen Gewürzen, am Nachmittag gibt es noch mehr Einblicke bei Kaffee und Gesprächen.

    So treiben wir zwischen Meer und Vorfreude dahin – dankbar, mittendrin und ein kleines bisschen zuhause.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 48

    24 Februari, Indischer Ozean ⋅ ⛅ 26 °C

    Heute zeigt sich das Meer von seiner gemächlichen Seite. Kaum Wind, doch das Schiff hebt und senkt sich stetig. Ohne große Absprache passen wir unseren Schritt diesem sanften Auf und Ab an – von außen betrachtet vermutlich eine Mischung aus Balanceakt und elegantem Schlingern.

    Um 10:30 Uhr steht die Seenotrettungsübung an. Diesmal ohne Rettungsweste, was sich fast ungewohnt anfühlt. Wir lauschen aufmerksam den Erklärungen und sind uns still einig, dass wir dieses Wissen lieber nie praktisch anwenden müssen.

    Später sorgen die Gästefakten für Gesprächsstoff: Durchschnittsalter 61 – wir liegen gut im Mittelfeld. Maria, Elisabeth und Ursula führen bei den Damen, Peter, Hans und Michael bei den Herren. Ein lautes „Hans!“ dürfte also halbe Deckreihen in Bewegung setzen. Die meisten kommen aus Deutschland, gefolgt von Österreich und der Schweiz.

    Zwischendurch schießen fliegende Fische wie silbrige Pfeile über das Wasser. Natürlich zücken wir die Kamera – in der Hoffnung, wenigstens einen davon zu erwischen.

    In der Hafenlounge geht der Blick schon voraus nach Durban. AIDA Scout Sandra und Lektor Michael Cornély stimmen uns auf das Ziel ein. Noch 1.432 Seemeilen liegen vor uns – eine ordentliche Strecke.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 47

    23 Februari, Indischer Ozean ⋅ 🌬 27 °C

    Seetag zwischen Zeitreise und Tanzbeinen

    Heute wachen wir mit einem kleinen Trick auf: Die Nacht hat uns eine Stunde geschenkt. Irgendwann zwischen drei und zwei Uhr haben wir heimlich an der Uhr gedreht – willkommen in der Zeitzone von Doha. Ein Seetag mit Bonuszeit also. Wenn das kein guter Anfang ist.

    Draußen liegen 25 Grad über dem Meer, und irgendwo vor uns warten noch 1.432 Seemeilen bis Durban. Eine Zahl, die groß klingt – aber hier draußen fühlt sich alles angenehm weit weg an. Das Meer zieht ruhig vorbei, als hätte es alle Zeit der Welt. Und wir? Offenbar auch.

    Im Theatrium hören wir später bei der Ocean Lounge Spannendes über die Voortrekker. Geschichte auf See hat ihren eigenen Klang – irgendwo zwischen Fernweh und Klassenzimmer, nur mit deutlich besserer Aussicht.

    Am Nachmittag duftet es nach Kaffee und Eierschecke – allerdings nicht auf dem Pooldeck, sondern auf Deck 9. Alles wurde nach drinnen verlegt, denn draußen ziehen immer wieder Regenschauer vorbei. Also sitzen wir gemütlich im Trockenen, während draußen das Wasser von oben und unten gleichzeitig unterwegs ist.

    Zwischendurch ein Blick ins Bordportal auf dem Handy: Restaurantzeiten, Shows, kleine Verlockungen in der Shoppingwelt. Praktisch ist das ja. Doch am schönsten bleibt der Moment, wenn wir einfach an der Reling stehen oder über das Deck laufen und beobachten, wie die Sonne langsam tiefer sinkt und das Meer in goldenes Licht taucht.

    Ein Seetag ist kein Tag voller spektakulärer Landgänge. Es ist eher ein Innehalten zwischen zwei Welten. Eine schwimmende Auszeit, in der wir uns ausruhen.

    Ahoichen 🚢
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  • Le Port, La Réunion

    22 Februari, Pertemuan ⋅ ☀️ 26 °C

    Ein Tag in Saint-Gilles-les-Bains – Sonne, Meer und ein leicht verwirrter Busfahrer

    Gemütlich beginnt der Morgen – Kaffee, keine Eile. Seit über 130 Tagen begleitet uns das Meer, heute darf es einfach nur Hintergrund sein. Eigentlich wollten wir entspannt nach Saint-Gilles-les-Bains, doch weder Taxi noch privater Shuttle waren aufzutreiben. Also nehmen wir den Transfer von AIDA Cruises – in der Hoffnung auf eine unkomplizierte Fahrt.

    Um 9:30 Uhr geht es vom Hafen in Le Port los. Unser Busfahrer scheint die Route allerdings eher als unverbindlichen Vorschlag zu sehen. Mehrfach biegt er entschlossen in schmale Seitenstraßen ein, nur um kurz darauf wieder rückwärts herauszukurbeln. So kommen wir zu einer zusätzlichen Stadtrundfahrt .

    Schließlich erreichen wir Saint-Gilles. Die Sonne meint es ernst, das Meer leuchtet, und der Ort zeigt sich angenehm gelassen. Wir schlendern durch den Hafen, entdecken im klaren Wasser kleine bunte Fische und testen später selbst die Temperatur des Ozeans. Erfrischung ist anders – aber immerhin sind wir einmal komplett eingetaucht.

    Ein schattiges Plätzchen in einer Strandbar an der Esplanade des Roches Noires wird unser Tagesquartier. Kaffee, kühle Getränke, salzige Luft – und wir beobachten die Surfer, die tapfer versuchen, auf ihren Brettern zu bleiben. Unterhaltung mit Wellengarantie.

    Am Nachmittag bringt uns der Shuttle diesmal ohne kreative Abkürzungen zurück zum Schiff. Die Hitze hängt uns noch in den Knochen, als wir uns um 18 Uhr langsam aus dem Hafen hinausmanövrieren.

    1.432 Seemeilen liegen vor uns, Kurs auf Durban in Südafrika.🇿🇦

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 46

    21 Februari, Indischer Ozean ⋅ ⛅ 27 °C

    Schwestern auf dem Meer

    Manche Tage beginnen ganz ruhig – mit Frühstück, Meerblick und dem guten Gefühl, dass nichts drängt. Wir lassen uns Zeit, bringen die Kabine wieder in einen halbwegs vorzeigbaren Zustand und machen uns später auf den Weg in die Ocean Lounge.

    Dort nimmt uns Lektor Michael Cornély mit auf eine gedankliche Reise nach La Réunion: Vulkane, kreolische Einflüsse, ein Hauch französisches Lebensgefühl – lebendig erzählt und genau richtig für einen entspannten Vormittag.

    Gegen Mittag schauen wir bei der angekündigten Küchen- und Bar-Aktion vorbei. Es duftet verheißungsvoll, doch die Hitze ist kaum auszuhalten. Die Sonne steht hoch und zeigt keine Gnade. Nach einem kurzen Blick sind wir uns einig: Heute lieber ins angenehm temperierte Marktrestaurant, statt draußen langsam zu zerfließen. Gesagt, getan.

    Und dann kommt dieser Moment um 13:00 Uhr. Auf offener See begegnet unsere AIDAdiva ihrer Schwester, der AIDAstella. Erst sieht man nur einen Punkt, dann wird daraus ein Schiff – und plötzlich liegen sie sich gegenüber, mitten auf dem Indischen Ozean.

    Das Besondere: Beide Schiffe drehen sich gleichzeitig um die eigene Achse, ganz langsam und eindrucksvoll, als würden sie eine maritime Choreografie aufführen. Ein Gänsehautmoment, selbst bei tropischen Temperaturen.

    Drinnen, in der Kühle, lassen wir das Schauspiel nachwirken. Zwei große Schwestern, die sich mitten auf weiter See begegnen und dann wieder ihrer eigenen Route folgen. Ein kurzer, aber besonderer Augenblick unserer Weltreise.

    Am Abend heißt es noch einmal: Bühne frei. Um 20:30 Uhr sitzen wir im Theatrium und schauen die Show „80’s Forever“. Schulterpolster, Neonfarben, große Gesten – und Songs, bei denen wir automatisch im Takt mitwippen. Erstaunlich viele Texte sind noch irgendwo im Hinterkopf gespeichert. Ein bisschen Nostalgie, ein bisschen Mitklatschen – und am Ende gehen wir beschwingt zum Abendessen und lassen den Tag ruhig ausklingen, bevor wir morgen in Le Port auf La Réunion 🇫🇷ankommen.

    Aktuelle Etappe: 1.004 Seemeilen (1.860 km).

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 45

    20 Februari, Indischer Ozean ⋅ 🌙 27 °C

    Zwischen Leinenwäsche und Piratengeschichten

    Ausgeschlafen. Und zwar richtig. Keine Uhr, kein Klopfen, kein „Wir müssten mal …“. Wir blinzeln ins Tageslicht, drehen uns noch einmal um und stellen fest: So darf ein Seetag gern anfangen.

    Bevor wir uns großen Themen widmen, stehen erst einmal die kleinen an. Handwäsche. Mit Wasser, Waschpulver und erstaunlich viel Körpereinsatz wird gespült, gedrückt und ausgewrungen.

    Unsere Kabine verwandelt sich kurzzeitig in eine Mini-Waschküche, überall hängen später sorgfältig platzierte Kleidungsstücke. Improvisation gehört eben auch zur Kreuzfahrt.

    In der Ocean Lounge hören wir Lektor Michael Cornély mit seinem Vortrag „Die Piraten des Kaisers“. Keine Augenklappe, kein Holzbein – dafür Geschichten, Hintergründe und Zusammenhänge, die Geschichte greifbar machen. Wir sitzen da, hören aufmerksam zu und merken, wie schnell eine Stunde vergeht, wenn jemand sein Thema beherrscht.

    Nach dem Mittagessen wird es stiller um uns herum. Wir sortieren Fotos, vergleichen Perspektiven, löschen großzügig (meistens jedenfalls) und staunen, wie viele Eindrücke sich schon angesammelt haben. Danach wandern die Gedanken direkt in den Blog. Schreiben ordnet – und hält fest, was sonst irgendwann im Kopf durcheinandergeraten würde.

    Ein Tag ohne Landgang, ohne Programmpunkte im Minutentakt. Stattdessen ein bisschen Alltag auf See, ein bisschen Kultur und viel Zeit für uns.

    Aktuelle Etappe: 1.004 Seemeilen (1.860 km).

    Ahoichen 🚢
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  • Victoria, Seychellen

    19 Februari, Seychelles ⋅ 🌧 27 °C

    Zwischen Regen und Sonne – Ein Tag auf Mahé, der sich langsam ins Licht lächelt.

    Als wir um 8 Uhr in Victoria anlegen, schenkt uns die Insel einen tropischen Regenguss – keine sanfte Brise, sondern ein ehrliches Waschprogramm, das alles in kürzester Zeit frisch glänzen lässt. Der Gedanke, den Tag lieber an Bord zu verbringen, liegt nahe, doch um 9 Uhr wagen wir den Neustart.

    Kenneth von Henderson Taxi steht pünktlich bereit, freundlich und mit einem kühlen Van, der sich als echter Glücksfall erweist.

    Kaum verlassen wir die Stadt, lässt der Regen nach, der Himmel hellt sich auf – kein strahlendes Postkartenwetter, aber zunehmend freundlich, mit sattem Grün, das bei jedem Kilometer intensiver leuchtet.

    Erster Halt: das Val de Prés Estate, das „First Creole Village“ der Seychelles Heritage Foundation. Zwischen alten Holzhäusern, Veranden und Handwerksständen atmet die Geschichte noch spürbar.

    Im umzäunten Gehege ruhen mehrere Aldabra-Riesenschildkröten, stoisch und gelassen, als diktierten sie das Tempo des Tages.

    Nur wenige Schritte weiter öffnet sich die Welt der Coco de Mer: Diese riesige Doppelkokosnuss beeindruckt mit Form, Gewicht und Einzigartigkeit – weltweit nur hier zu Hause. Ein Getränk daraus probieren wir: mild im Geschmack, aber ein echtes Erlebnis.

    Im Le Jardin du Roi – Spice Garden herrscht keine Gewürzluft, sondern feuchte Tropenluft mit Vogelgezwitscher und üppigem Grün.

    Große Farnwedel, Palmen und Meerblick laden zum Verweilen ein, während Schildkröten hinter einer schlichten Holzumrandung gemächlich ihr Dasein fristen.
    Es ist jener Ort, an dem man langsamer wird, tiefer atmet und die Ruhe einfach aufsaugt.

    Entlang der Küste wird’s heller: Anse Boileau liegt ruhig und einladend da, Grand Anse Plage lockt mit feinem Sand. Auf der Cap Ternay Road, bei der großen Bank, lugt erstmals blauer Himmel durch – eine kleine Belohnung.

    Nach Anse Royale führt der Weg zum Port Launay Beach: klares, warmes Wasser, Sonne pur – perfekt zum Baden und unserer obligatorischen Kaffeepause.

    Der Rückweg meistert den Morne Seychellois Nationalpark, mit Stopp am Tee-Museum und grandiosem Blick über Hügel und Meer.

    In Victoria beenden wir unsere Tour am Botanischer Garten. Von dort aus ist es nur ein kleiner Spaziergang an der Seychelles National Library, St. Paul’s Cathedral sowie dem Clock Tower zurück zum Schiff.
    Gerade als alles friedlich wirkt, regnet es erneut – aus Kannen, wie am Morgen. Victoria nimmt Abschied mit Stil.

    Aktuelle Etappe: 1.004 Seemeilen (1.860 km) bis nach Le Port, La Réunion 🇫🇷.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 44

    18 Februari, Indischer Ozean ⋅ 🌧 27 °C

    Ein ganz normaler Seetag – und genau deshalb schön

    Heute sind wir ohne großen Plan in den Tag gestartet – und genau das fühlte sich richtig an. Während einer von uns noch friedlich weiterträumte, haben wir beschlossen, unserer Kabine ein kleines Ordnungs-Update zu verpassen. Es ist erstaunlich, wie zwei Menschen auf wenigen Quadratmetern eine Art kreative Unordnung entstehen lassen können.
    Danach sah alles wieder so aus, als hätten wir alles im Griff. Zumindest oberflächlich.

    Um 11:15 Uhr saßen wir in der Ocean Lounge und ließen uns gedanklich auf die Seychellen entführen. Granitfelsen, sattes Grün, Geschichten von Inseln, die irgendwie nach Abenteuer klingen. Draußen nur Meer – und wir reisen trotzdem.

    Die anschließende Küchen- und Bar-Aktion klang vielversprechend. Ein kurzer Schritt nach draußen reichte allerdings, um uns daran zu erinnern, dass Wärme auch sehr überzeugend sein kann. Also haben wir das Geschehen lieber aus der Distanz betrachtet. „Thunfisch 2.0“ und ein Green Tea High Ball sahen interessant aus – aber das angenehm kühle Restaurant gewann eindeutig. Man muss schließlich wissen, wann man sich zurückzieht.

    Der Nachmittag wurde leise. Wir lesen. Wir dösen. Wir tun im Grunde nichts – und sind erstaunlich zufrieden damit. Das Schiff bewegt sich stetig weiter, wir bleiben einfach liegen. Effizienter kann Entspannung kaum sein.

    Später in der Hafenlounge wurde La Réunion vorgestellt. Vulkane, viel Grün – eine Insel, die zu neuen Entdeckungen einlädt.

    So verging der Tag unspektakulär und gerade deshalb rund. Manchmal passiert nichts Besonderes – und genau das ist Erholung.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 43

    17 Februari, Indischer Ozean ⋅ ☁️ 28 °C

    Seetag – und plötzlich sind wir am Mittelpunkt der Welt

    Manchmal sind es diese Tage ohne Land in Sicht, die sich am Ende als besonders bunt entpuppen. Heute so einer. Der Blick am Morgen geht wie selbstverständlich aufs Meer, ruhig und weit, und wir lassen uns erst einmal beim Frühstück treiben. Kein Hafen, kein Ausflugsbus – nur wir, das Schiff und diese sanfte Bewegung, die inzwischen schon ganz normal geworden ist.

    Um zwölf zieht es uns in die Ocean Lounge. Michael Cornely stimmt uns mit „Pirates Ho“ auf alles ein, was da noch kommen soll. Ein bisschen Seeräuberstimmung schadet schließlich nie, schon gar nicht, wenn man sich anschickt, eine ganz besondere Linie zu überqueren.

    Um 13 Uhr ist es soweit: Äquatorüberquerung. 0° Breite. Ein Moment, der auf der Landkarte unscheinbar aussieht – und auf See dann doch irgendwie feierlich ist. Kapitän Michael Schmid, Hoteldirektorin Silvia Fürst-Fournier und Entertainment Manager Chris Geng stehen bereit, als ginge es um eine Schiffstaufe. Und wir? Wir stehen mittendrin und erleben den Sprungspaß auf dem Äquator mit einem breiten Grinsen. Wann springt man schon mal exakt zwischen Nord- und Südhalbkugel hin und her?

    Am Nachmittag wird es dann wieder etwas bodenständiger. Um 15 Uhr heißt es Visa-Überprüfung für Namibia. Deck 6 und 7 treffen sich in der AIDA Bar – erstaunlich diszipliniert läuft das Ganze ab. Pässe, Formulare, prüfende Blicke. Danach haben wir uns erst einmal einen Kaffee im Kiss verdient. Ein bisschen Durchatmen, ein bisschen Leute beobachten, ein bisschen Seetag-Atmosphäre.

    Am Abend wartet noch Unterhaltung: Gastkünstler Klaus Renzel mit „Renzel und Gretel – Reloaded“. Wortwitz, Musik und diese Art von Humor, bei der man erst schmunzelt und dann richtig lachen muss. Genau das Richtige nach einem Tag, an dem wir einmal quer über den Globus gehüpft sind.

    Und irgendwann sitzen wir beim Abendbrot und denken: Heute haben wir tatsächlich die Welt geteilt – zumindest für einen kleinen Augenblick. Nordhalbkugel, Südhalbkugel … wir waren einfach überall. 🌍

    Ahoichen🚢
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  • Seetag 42

    16 Februari, Indischer Ozean ⋅ ☀️ 28 °C

    Helau auf hoher See – Rosenmontag mitten im Ozean

    Heute ist Rosenmontag. Nicht am Rhein, sondern mitten auf dem Indischen Ozean. Und das verändert alles.

    Schon am Morgen spürt man es: Perlenketten blitzen auf, hier und da ein verdächtiger Hut. Die Stimmung hat beschlossen, die Leinen loszumachen. Auf See fällt das Locker-Werden leichter – der Alltag liegt ohnehin weit hinter uns.

    Bevor die Narretei beginnt, holen wir unsere Reisepässe ab. Alles läuft erstaunlich entspannt. Die Visa-Prüfung wartet erst morgen.

    Dann tauchen wir ins Theatrium ab, wo Lektor Michael Cornély uns durch asiatische Großreiche führt. Während draußen das endlose Blau vorbeizieht, reisen wir gedanklich durch Jahrhunderte. Klug erzählt, niemals trocken, eher spannend und kurzweilig.

    Ein Abstecher zum Karnevals-Poolbrunch: Musik, Gläser, leuchtende Gesichter. Wir lassen uns treiben, saugen die Heiterkeit auf – und ziehen uns dann bewusst zurück.

    Um 16 Uhr lockt die Hafen Lounge. Mahé liegt in der Ferne, ein sanftes Versprechen am Horizont. Mit Cappuccino und netten Mitreisenden vergeht die Zeit wie im Flug.

    Nach dem Abendessen gehört das Pooldeck endgültig dem Karneval. Kapitän Michael Schmid mittendrin, „Helau!” schallt über die Reling, Perücken wohin das Auge reicht.

    Ein Tag, der so nur hier funktioniert: rheinischer Frohsinn, verweht vom Seewind. Und wir mittendrin, mit dem besten Blick der Welt.​​​​​​​​​​​​​​​

    Ahoichen 🚢
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  • Male, Malediven

    15 Februari, Maladewa ⋅ ☁️ 27 °C

    Malé – ein zweiter Blick

    Heute liegen wir wieder vor Malé vor Anker. Einen Inselausflug wollten wir nie, also machen wir uns nach dem Tendern erneut zu Fuß auf den Weg. Wir wissen inzwischen, was uns erwartet – und vielleicht schauen wir diesmal etwas genauer hin.

    Am Fisch- und Obstmarkt herrscht dichtes Gedränge. Frischer Fisch, reifes Obst, geschäftige Händler – alles läuft routiniert, schnell, ohne viel Schnickschnack. Wir schieben uns Schritt für Schritt durch die Reihen. Es ist laut, es riecht intensiv, und man merkt sofort: Hier wird gearbeitet, nicht flaniert.

    Auch in den Straßen rund ums Zentrum bleibt es eng. Roller, Autos, hupende Motoren – dazu die Hitze, die zwischen den Häusern steht. Viele Ecken wirken wenig gepflegt, hier und da liegt Müll, und das Stadtbild erscheint uns rauer, als wir es mögen. Auffällig ist auch, dass fast ausschließlich Männer unterwegs sind – in Gruppen, auf Rollern, vor Geschäften.

    Wir versuchen, offen zu bleiben, schauen uns Moscheen und kleine Plätze an und beobachten das Treiben um uns herum. Doch der Funke will einfach nicht überspringen. Malé wirkt auf uns eher hektisch und zweckmäßig als wirklich einladend.

    Am Stadtstrand wird es ruhiger. Mit einem Kaffee im Schatten legen wir eine kleine Pause ein – und alles fühlt sich für einen Moment leichter an.

    Auf dem Rückweg schlendern wir noch ein Stück am Hafen entlang, beobachten die Boote und das geschäftige Treiben, bevor uns das Tenderboot wieder zum Schiff zurück bringt.

    Im Bordrestaurant ist zum Glück noch geöffnet, also stärken wir uns mit einer Kleinigkeit und lassen den ereignisreichen, aber durchaus anstrengenden Landgang in aller Ruhe ausklingen.

    Danach heißt es: Füße hoch und durchatmen. Später zieht es uns noch zum Konzert von Chrsto – ein stimmungsvoller Abschluss für diesen langen Tag.

    Nächste Etappe 1.266 Seemeilen (2.345 km) bis Mahé, Seychellen 🇸🇨.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 41

    14 Februari, Lakkadivensee ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute wachen wir tatsächlich ausgeschlafen auf – fast so, als hätte das Meer uns sanft in Watte gepackt. Beim Frühstück staunen wir: Alles ist liebevoll zum Valentinstag dekoriert. Rote Akzente, kleine Herzchen, festliche Stimmung. Selbst den Kaffee hätten wir uns heute ganz stilvoll von den Offizieren aufs Zimmer bringen lassen können. Wir bleiben dann doch bodenständig und holen ihn uns selbst. Ein bisschen Bewegung schadet schließlich nicht.

    Danach wird aufgeräumt und sortiert, der Blog weitergeschrieben. Es tut gut, die Erlebnisse festzuhalten – und wir merken, wie schnell sich so ein Seetag mit Leben füllt.

    Im Theater hören wir den Vortrag von Michael Cornély: „Zankapfel der Weltmächte – Malediven“. Palmen, türkisfarbenes Wasser – und geopolitisches Tauziehen. Spannend, wie viel Weltpolitik in so viel Postkartenidylle steckt.

    Mittags geht es lebhaft weiter: Poolbrunch mit Küchen- und Bar-Aktion, später das Burger- und Freibier-Festival. Ein spätes Mittagessen passt trotzdem noch hinein, danach eine kleine Ruhepause in der Kabine.

    Am Abend folgt „Musical Dreams“ mit den AIDA Stars – große Stimmen, bekannte Melodien, viel Gefühl. Anschließend die Bart-ab-Aktion zugunsten von AIDA Cruise & Help. Kapitän Michael Schmid, Entertainment Manager Chris Geng und De Tobi zeigen Mut zur Lücke – Haare fallen, das Publikum jubelt, der gute Zweck steht im Mittelpunkt.

    Zum Abschluss stoßen wir beim Abendessen mit einem Glas Sekt auf den Valentinstag an. Ein Tag zwischen Herzdeko, Weltpolitik und rasierten Bärten – und wir mittendrin, irgendwo zwischen Ozean und einem leichten Lächeln. 🥂

    Ahoichen 🚢
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  • Colombo, Sri Lanka

    13 Februari, Srilanka ⋅ ☁️ 28 °C

    Auf Streifzug durch Colombo: Stupas, Street Art und lebendige Märkte

    Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zur Sambodhi Chaithya. Die Stupa steht hoch über der Straße auf ihren Stelzen, hinein dürfen wir noch nicht, Öffnung erst um 10 Uhr. Früh da sein heißt eben nicht automatisch: auch hinein kommen.

    Ein deutschsprachiger Sri-Lanker erzählt von einer hinduistischen Feier mit Elefantenprozession und organisiert ein „ganz sicheres Taxi“.

    Elefanten bleiben uns verborgen. Stattdessen stehen wir bald vor Sri Kailawasanathan Swami Devasthanam Kovil, dem ältesten Tempel der Stadt, und wenig später am Gangaramaya Temple, den wir schon kennen. Irgendwann reicht es, Zeit für den Aufbruch Richtung Kew Road.

    In Slave Island führt uns der Weg gezielt zu den Street-Art-Wänden. Lebensgroße Porträts von Einheimischen – eigentlich eine schöne Idee, doch viele wirken verwittert, etwas vergessen, eher verfallen. Kurz bleiben wir stehen, machen Fotos, lassen die Bilder auf uns wirken – und ziehen weiter.

    Als plötzlich eine andere Dringlichkeit drängt, dürfen wir in einer Polizeistation unkompliziert alles erledigen. Auf dem Rückweg entdecken wir eine neue Brücke, die in keinem Plan verzeichnet ist, und gehen einfach darüber. Kurz noch ein Kaffee in der Mall, bevor uns draußen wieder die Hitze empfängt.

    Die Colombo Fort Railway Station streifen wir nur im Vorbeigehen. Ein schneller Blick auf die alte Fassade, Menschen über Menschen, alles in Bewegung – wir mittendrin und gleich weiter nach Pettah.

    In der 2nd Cross Street suchen wir die Jami Ul-Alfar Mosque – und plötzlich stecken wir mitten in den schmalen Gassen eines riesigen Händlermarkts. Menschen drängen sich zwischen den Ständen, alles Mögliche wird angeboten. Laut, hupende Autos, hektisch und unerträglich voll. Aus der Moschee strömen Männer, und dicht an dicht schieben wir uns durch das Gedränge, immer darauf bedacht, uns selbst nicht zu verlieren.

    Irgendwann haben wir genug. Das Gedränge fordert mehr, als wir möchten. Wir atmen tief durch und laufen zurück zum Schiff.

    Nächste Etappe: 421 Seemeilen bis Malé auf den Malediven 🇲🇻– ein Seetag liegt vor uns. Ein bisschen Horizont, ein bisschen Ruhe.

    Ahoichen 🚢
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  • Hambotota, Sri Lanka

    12 Februari, Indischer Ozean ⋅ ☁️ 28 °C

    Hambantota zeigt uns seinen Alltag in der Sonne: rau, echt und weit entfernt von jedem Postkartenbild.

    Die zwei Seetage zuvor haben wir dringend gebraucht. Ausschlafen, lesen, ein Vortrag hier, eine Show dort – einfach treiben lassen und Kraft sammeln.
    Gut erholt erreichen wir heute Hambantota.

    Schon im Hafen merken wir: Hier läuft alles streng geregelt. Zu Fuß dürfen wir das Gelände nicht verlassen, ein Shuttle bringt uns gesammelt zum Ausgang. Viele Kontrollen, viel Polizei – Sicherheit ist allgegenwärtig. Gleichzeitig wirkt alles etwas ungeordnet, wir warten, steigen ein, steigen aus und sortieren uns neu.

    Draußen handeln wir mit einem Tuk-Tuk-Fahrer, der es offensichtlich eilig hat. Nach kurzem Feilschen rattern wir los. Die Stadt liegt weiter entfernt als gedacht, zeitweise fahren wir über eine Schnellstraße. Kühe stehen am Straßenrand, Menschen verkaufen Kokosnüsse oder arbeiten vor einfachen, teils ärmlich wirkenden Häusern. Das Leben spielt sich sichtbar draußen ab.

    Am Fischmarkt steigen wir aus. Unten am Strand liegen hunderte Fischerboote dicht an dicht. Raben und Reiher lauern auf Fischreste, kreisen und landen wieder. Es riecht nach Meer und frischem Fang. Alles wirkt schlicht, geschäftig und unverstellt.

    Die Gassen der Stadt sind überschaubar, ein paar kleine Läden, wenig Trubel.
    Die meisten Besucher kommen hierher für Safaris in die Nationalparks – wir aber verschieben das lieber.

    Es ist zu heiß, wir wollen nur beobachten, nicht hetzen. Hambantota zeigt uns seinen Alltag in der Sonne: rau, echt und weit entfernt von jedem Postkartenbild.

    Am Nachmittag sind wir wieder zurück an Bord – durchgeschwitzt, aber voller Eindrücke.
    Am Abend kehren wir noch im Marktrestaurant ein. Dort sorgt Gourmetpatin Andrea Schirmaier-Huber, die schon seit einiger Zeit hier an Bord ist, für eine süße Überraschung und zaubert einen „Blonden Engel“. Genau das Richtige nach diesem heißen Tag – cremig, kühl und einfach lecker.

    Das Ablegen verzögert sich allerdings. Wegen eines Problems mit der Gangway geht es nicht planmäßig los. Wir stehen noch lange im Hafen, schauen zu den Lichtern an Land hinüber und üben uns in Geduld. Kurz vor 22:00 Uhr klappt es dann doch noch – langsam setzen wir uns in Bewegung und lassen Hambantota hinter uns zurück.

    Nächste Etappe 145 Seemeilen (269 km) bis Colombo, Sri Lanka 🇱🇰.
    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 40

    11 Februari, Indischer Ozean ⋅ ☁️ 28 °C

    Einfach nur ausgeruht.

    Heute haben wir den Seetag genau richtig genutzt: ausruhen mit voller Hingabe. Zwischen Meerblick und bequemen Sitzgelegenheiten verging der Vormittag herrlich ereignislos – so, wie es sein soll.

    Nachmittags haben wir uns einen Vortrag angehört. Sehr interessant – zumindest die Teile, bei denen wir geistig anwesend waren. Der Rest lief unter „Entspannung auf höherem Niveau“.

    Abends dann noch eine Show mit Licht, Musik und guter Stimmung. Ein schöner Abschluss für einen wunderbar ruhigen Tag. Jetzt sind wir angenehm müde vom vielen Nichtstun – Seetage können anstrengend sein.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 39

    10 Februari, Golf von Bengalen ⋅ ☁️ 28 °C

    endlich mal „nichts vor“ im besten Sinne. Draußen 28 Grad, rundherum nur Meer, und das Schiff zieht ruhig seine Bahn Richtung Sri Lanka.

    Wir pendeln zwischen Frühstück, Mittag, Kaffeezeit und neugierigen Blicken ins Tagesprogramm. Überall wäre etwas los – Kunst, Tanz, Vorträge, Wein am Abend – aber wir nehmen uns vor, heute nichts zu müssen.

    Stattdessen ruhen wir uns vom Stress der vergangenen Tage aus und lassen die Gedanken treiben.

    Nachmittags wird es angenehm ruhig an Deck. Lesen, Blog schreiben, Tipps bei der Ausflugspräsentation für Sri Lanka holen. Vortrag mit Edutainer Carsten Schütte - Vom Profiler zum AIDA Krimiautor-Wie alles begann.

    Abends dann doch noch Lichter, Musik und ein kleiner Spaziergang durchs Schiff.

    So ein Seetag kann erstaunlich viel, obwohl eigentlich gar nichts passiert.

    Ahoichen 🚢
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  • Ko Phuket

    9 Februari, Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Phuket – Zwischen Morgenruhe und Partyresten

    Kurz nach neun tendern wir mit einheimischen Booten nach Ko Phuket. Am Anleger wirkt alles noch halb verschlafen – nur die Taxifahrer und Touranbieter nicht. Die sind hellwach, bestens gelaunt und sehr überzeugungsfreudig. Wir bleiben freundlich, aber unbeeindruckt.

    Wir laufen Richtung Stadt. Der Verkehr ist ein einziges Dauerhupen, Motorroller schießen aus allen Richtungen vorbei, und in den Straßen wird bereits aufgeräumt: Die Nacht hat ihre Spuren hinterlassen, und irgendwer muss sie ja beseitigen.

    Eine Touristeninformation suchen wir vergeblich – vielleicht gibt es keine, vielleicht haben wir sie übersehen. Beides würde uns nicht überraschen.

    Die Umgebung erinnert uns zunehmend an Pattaya: Hotels dicht an dicht, Massagesalons, Bars, Kneipen. Alles in Reih und Glied, alles ein bisschen zu viel.

    Buddha-Statuen und Tempel haben wir in den letzten Wochen ohnehin reichlich gesehen, und heute steht uns mehr der Sinn nach Ruhe als nach Kulturprogramm.

    Außerdem merken wir, dass die vielen Landtage langsam in die Beine gehen. Wir müssen nicht mehr jeden Eindruck mitnehmen.

    Also drehen wir um und gehen zurück Richtung Strand. Einheimische sammeln schwarzen Schlamm am Ufer – vermutlich vom gestern gesunkenen Frachter. Die Hitze steigt, die Bauarbeiten an der Promenade dröhnen, und jeder Schritt fühlt sich schwerer an.

    Wir flüchten in ein kleines Café, trinken einen Kaffee und schauen eine Weile aufs bewegte Wasser – eindeutig der angenehmste Teil des Vormittags.

    Gegen Mittag tendern wir bei ordentlich Wind zurück zum Schiff. Ein kurzer Eindruck von Ko Phuket reicht uns für heute völlig.

    Am späten Nachmittag wagen wir uns noch einmal für einen leckeren Kaffee raus.

    Nächste Etappe 1.033 Seemeilen (1.914 km) bis Hambantota, Sri Lanka 🇱🇰.

    Ahoichen 🚢
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  • Penang, Malaysia

    8 Februari, Malaysia ⋅ ☀️ 25 °C

    Zwischen Farben, Holzstegen und einer klugen Rikscha-Entscheidung

    Die Gegend ist uns ja schon von letztem Mal vertraut, daher machen wir uns diesmal gezielt auf den Weg – neugierig auf noch unentdeckte Ecken und mit offenen Augen für neue oder übersehene Murals. Trotzdem schleicht die Zeit dahin, denn Street Art lugt hier förmlich an jeder zweiten Wand hervor und hält uns immer wieder auf.

    Wir machen uns auf den Weg zum Hin Bus Depot, dem ehemaligen Busbahnhof von George Town, der sich heute in ein quirliges Kreativzentrum verwandelt hat.

    Zufällig haben wir genau das richtige Wochenende erwischt – der Hin Market findet gerade statt, mit Live-Musik und guter Stimmung.

    Zwischen Galerien, kleinen Läden und Ständen mit Handwerk, Design und Street Food bummeln wir gemächlich umher.

    Viele Besucher haben es sich bequem gemacht, sitzen zusammen, essen, plaudern und genießen die entspannte Atmosphäre.

    Auch wir lassen uns treiben, schlendern durch die Gänge und versuchen, die kunstvollen Murals an den Wänden fotografisch festzuhalten – gar nicht so leicht, ihre besonderen Motive richtig einzufangen.

    Anschließend führt der Weg zurück durch die Stadt zum Chew Jetty. Über knarrende Holzstege schlendern wir hinaus zu den Stelzenhäusern der Chew-Familie – in der Mittagsstunde sind nur wenige Läden und Streetfood-Stände geöffnet, über dem Wasser herrscht tiefe Stille, während die Hitze schwer in der Luft hängt. Trotz der Besucher atmet man hier echten Alltag.

    Irgendwann wird die Hitze unerbittlich spürbar, die Luft steht, jeder Schritt fühlt sich zäh an. Also winken wir eine Rikscha heran und lassen uns zurückkutschieren – die klügste Entscheidung des Tages.

    Gegen 14 Uhr sind wir wieder zurück auf dem Schiff: Schuhe aus, Wasser rein, Pizza verdrückt – und erst mal gar nichts tun.

    George Town begeistert nach wie vor – aber heute hat die Sonne eindeutig die Oberhand behalten.

    Um 18 Uhr legen wir Richtung Thailand 🇹🇭 ab, nächste Etappe 214 Seemeilen (397 km) bis Ko Phuket.

    Ahoichen 🚢
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  • Port Klang/Kuala Lumpur, Malaysia

    7 Februari, Malaysia ⋅ ☁️ 25 °C

    Großstadt mit Schweißfaktor

    Vom Hafen aus geht’s wieder in die Hauptstadt – Kuala Lumpur empfängt uns wie alte Bekannte: quirlig, lebendig und mit Temperaturen, bei denen der Schatten schon frühzeitig nach einem kühlen Getränk verlangt.

    Bei Pasar Seni steigen wir aus. Den Central Market schauen wir nur kurz am Eingang an, dann bleiben wir draußen im überdachten Bereich. Es ist luftig, schattig und voller Leben – genau richtig, um die ersten Eindrücke zu sammeln, ohne sofort zu zerfließen.

    Mitten im Herzen von Kuala Lumpurs Chinatown, eingebettet zwischen Petaling Street und Central Market, liegen die schmalen Gassen von Kwai Chai Hong. Die Wandmalereien sind wieder ein Highlight: kleine Szenen aus früheren Zeiten, liebevoll gestaltet. Hier legen wir auch eine Kaffeepause ein – offiziell wegen Kultur, inoffiziell, um den Kreislauf wieder auf Normaltemperatur zu bringen.

    Danach besuchen wir das frisch renovierte Sultan Abdul Samad Building. Die Fassade glänzt, die Innenräume sind offen, große Hallen und beeindruckende Architektur warten darauf, bestaunt zu werden. Wir schlendern staunend herum – und schwitzen trotzdem ein bisschen, weil die Sonne meint, wir bräuchten noch ein Extra-Training.

    Zum Abschluss geht es noch zum KLCC Park. Die Petronas Towers ragen über uns auf, und rundherum laufen schon die Vorbereitungen für das MotoGP Season Launch 2026. Wir trinken noch einen Schluck Wasser und schmunzeln, während die Stadt langsam in den Abend startet.

    Gegen 17:00 Uhr sammelt uns der Bus wieder ein. Müde, leicht durchgeschwitzt und voller Eindrücke, lehnen wir uns zurück. Kuala Lumpur kann einen eben immer wieder überraschen – Hitze inklusive, Abenteuer garantiert.

    Nächste Etappe 205 Seemeilen (380 km) bis Penang, Malaysia 🇲🇾.

    Ahoichen 🚢
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