Afi Mountain Wildlife Sanctuary
28–30 jan., Nigeria ⋅ ☀️ 34 °C
Wir verlassen den Innenhof des Hotels früh am Morgen mit einer Diskussion ums Geld. Kein schöner Start aber es ist mal wieder wie so häufig, am nächsten Morgen wird wieder Versucht mehr Geld mit uns zu verdienen in dem man einen anderen Preis als noch am Vortag erwartet. Es geht um Beträge unter 10€ es würde uns nicht weh tun, uns geht es aber ums Prinzip. Wir bleiben standhaft und zahlen nur das was wir am Vortag ausgemacht haben.
Danach füllen wir im Dorf noch etwas unsere Vorräte mit dem auf was wir hier bekommen. Also eigentlich nur Toastbrot, Eier, Wasser und ein paar Soft Getränke. Viel mehr gibt es hier nicht ohne auf den Markt zu fahren. Den Stress und die Zeit diesen auch noch zu suchen wollen wir aber nicht in Kauf nehmen, wir haben noch genug Vorräte.
Nach unserer mehr oder weniger erfolgreichen Shopping Tour geht es ins Gelände, denn unser Heutiges Ziel ist eine Wildlife Sanctuary. Diese liegt in den sogenannten Afi Bergen. Auf dem Weg fahren wir über Straßen mit teilweise 1,5m tiefen Löchern, wir fragen uns dann immer was das wohl für eine Schlammschlacht in der Regenzeit sein wird. Ein spektakulärer Weg führt uns hoch auf den Berg in den Urwald immer tiefer rein bis wir bei der Ranch ankommen.
Komplett umgeben von grün und den schönsten Geräuschen verschiedener Tiere aus dem Wald bauen Jakob und Manuel ihr Zelt auf während Malte und ich den Pajero auf Kanthölzer positionieren.
Denn wir müssen das Verteilergetriebe absenken um elektrische Schalter zu Tauschen. Wir haben nämlich das Problem das wir das Getriebe nicht mehr in die Untersetzung schalten können.
Da es ein bekanntes Problem am Pajero ist haben wir die Schalter selbstverständlich dabei. Nach etwa einer Stunde sind die neuen Schalter drin und alles funktioniert wieder. Jetzt können auch wir unser Camp aufbauen.
Am nächsten Tag geht es mit einer Führung zu den Gehegen in den die Drills gehalten werden weiter.
Denn dieser Ort hier ist eine Auffangstation für gefährdete Affen. Viele von ihnen wurden zuvor illegal privat gehalten oder waren in ihrem Lebensraum gefährdet. Zum Beispiel durch Wilderer denn wenn wir eins gelernt haben dann das Afrikaner alles essen was sich bewegt.
Hier werden die Affen auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet bzw. Warten sie darauf frei gelassen zu werden. Das Problem ist wohl einen geeigneten Platz für sie zu finden wo sie sicher sind. Dies muss auch mit der Regierung abgestimmt werden, diese zeigt sich aber wohl wenig interessiert am Wildschutz sowie am Schutz des Regenwaldes. So ist es üblich das man in der Gegend illegale Jäger und tonnenweise illegal geschlagenes Holz sieht.
Offiziell ist beides verboten aber in einem so korrupten Land ist alles möglich. Der Staat ist sogar in den Holz Export verwickelt obwohl es illegal ist…😂😂. Nach der Führung vorbei an den ganzen Tieren geht es für uns auf einen kleinen zweistündigen Spaziergang quer durch den Wald zu einem Bach in dem man baden kann. Auf dem Weg sehen wir ein heruntergekommenes netzt an Hängebrücken die sich von Baum zu Baum von Plattform zu Plattform hangeln. Leider alles durch einen Erdrutsch vor Jahren zerstört.
Unser Guide zeigt uns auch immer wieder Stellen an denen illegal Bäume gefällt wurden und das in geschützten Gebieten des Stattes.
Wir entscheiden uns noch eine weitere Nacht hier zu bleiben und genießen nachts die 20 grad die uns mittlerweile schon ordentlich kalt vorkommen so kalt das wir schon wieder die dickere Decke auspacken. Aber es ist mal eine schöne Temperatur zum Schlafen und auch die Geräusche des Waldes sind traumhafte Musik.Meer informatie
Einfach nur durch
27–28 jan., Nigeria ⋅ ☁️ 30 °C
Wir fahren morgens um 7 Uhr los um mal wieder möglichst viele Kilometer zu fahren.
11 Stunden und 470km fahren wir heute. Dementsprechende platt sind wir abends beim aufbauen von unser Camp. Nach der einzigen Mahlzeit heute geht es dann auch schnell ins Bett. Untergekommen sind wir hier übrigens mal wieder im Innenhof von einem mehr oder weniger verlassenen Hotel. Nur noch eine Familie lebt hier die scheinbar auf den Platz aufpasst. Von solchen Orten sehen wir relativ viele. Orte die mal sehr schön gewesen sein müssen, es aber absolut nicht mehr sind da sie verfallen. Schade.Meer informatie
Toter Mann
25–27 jan., Nigeria ⋅ ☀️ 32 °C
Es geht weiter unser erster voller Tag in Nigeria steht an. Bis auf einem laufenden Generator hatten wir eine ruhige nach. Die Ohropax sind aber mittlerweile fast jeden Tag in Gebrauch. Daran haben wir uns also gewöhnt.
Erstmal steht Tanken auf dem Plan etwa 60 Cent kostet der Liter hier, so günstig hatten wir es noch nirgends. Es braucht drei Leute um unser Geld zu zählen😂. In den Fotos habe ich mal eine Liste die die Qualität des Diesels in den jeweiligen Ländern zeigt hochgeladen. Der angegebene Wert bezieht sich auf den Schwefelgehalt. Die Verfügbarkeit sowie die Reinheit müssen wir immer noch separat checken.
Wir haben einen langen Fahrtag und reisen einiges an Kilometern. So haben wir es auch geplant, ohne Mittagspause einfach durch um den Tag auszunutzen bevor es dunkel wird denn besonders hier in Nigeria wollen wir nicht im Dunkel fahren. So suchen wir uns im Abstand von einigen Kilometern Hotels raus um mehrere Backups als Sicherheit zu haben. Neigt sich der Tag dem Ende entscheiden wir bis wohin wir es schaffen.
Die Straßenverhältnisse sind sehr unterschiedlich mal nur Schlaglöcher, mal perfekter Asphalt, dann wieder ein paar Riesen Löcher… und so weiter.
Heute schaffen wir es bis nach Benin-Stadt so heißt der Ort indem wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Eine unglaubliche Leistung die wir selbst nicht geglaubt hätten. Wir waren im Durchschnitt ein gutes Stück schneller als gedacht und sind somit weiter gekommen.
Heute hatten wir außerdem die bisher gruseligste Begegnung, auf der Autobahn sehen wir eine Verwahrloste Leiche liegen. Wir sind uns anfangs nicht sicher da wir nur schnell dran vorbei fahren. Später checken wir aber unserer Dashcam und stellen fest es war tatsächlich eine Leiche mit platt gefahrenen Beinen. Gruselig… einfach liegen gelassen… und das auf einer viel befahrenen Straße. 😖
Wieso wir jetzt zwei Nächte im Hotel verbringen liegt daran, das es in der angrenzenden Region ein „Montags Fahrverbot gibt“
Dieses Fahrverbot ist kein offizielles von der Regierung aufgestelltes Verbot. Es ist eins von einer in der Region streikenden Gruppierung die so der Wirtschaft schaden möchte.
Nichteinhaltung wird häufig mit Gewalt bestraft, bei Auseinandersetzungen gab es schon einige hunderte tote. Da die Informationslage unsicher ist entscheiden wir uns dagegen zu fahren. Am nächsten und somit unserem freien Tag gehen wir ins Kino neben unserem Hotel. Eine verrückte Erfahrung, sogar hier im Kino sind die Boxen maximal laut, so laut das die Bretter der Verkleidung bereits vibrieren.
Außerdem sind wir die einzigen im Saal😂
Zurück am Hotel wasche ich noch etwas Wäsche in der Dusche des Hotelzimmers. Das gehört eben auch dazu.Meer informatie
Nigeria
24–25 jan., Nigeria ⋅ ☀️ 33 °C
Nach 5 Stunden Schlaf geht es morgens um 10.30 Uhr weiter wir verlassen das Haus von Simon und fahren Richtung Grenze nach Nigeria. Henning der Nigeria ja eigentlich mit uns machen wollte ist leider noch nicht so weit. Also fahren wir alleine durch Nigeria. Schlimm ist das nicht unbedingt. Es ist nur so um so mehr Autos zusammen fahren um so größer ist das auftreten bei jedem Checkpoint und einfach allgemein im Land. Das ist bei einem so unsicheren Land wie Nigeria auf jeden Fall ein Vorteil.
Vor der Grenze wechseln wir das erste Mal an einer offiziellen Wechselstube Geld für Nigeria. 200€ pro Person wechseln wir, der ganze Prozess dauert etwa 90 Minuten 😒.
Der Prozess an der Grenze zieht sich auch etwas. Die Leute auf der Nigeria Seite sind super Lieb und interessiert trotzdem durchlaufen wir sechs Stationen bis wir einreisen dürfen:
Anmelden an der ersten Schranke
Autos Parken
Hände Waschen 🧼🧐😂😂
Fiber mit einer Temperaturpistole Messen😂
Gelbfieber Impfung kontrollieren
Einreise Behörde+ Einreisestempel
Polizei checkt auch nochmals alles gegen
Andere Polizeibehörde checkt auch nochmal
Zoll Papiere
Und dann dürfen wir endlich durch hat ja nur drei Stunden gedauert.
Wir fahren etwa 10 km in den nächsten Ort bevor es dunkel wird. Hier suchen wir uns ein Hotel raus, denn wir wollen im Innenhof vom Hotel schlafen. Wieso das ganze?
Kommen wir zu den Regeln die wir für Nigeria habe.
1. Es ist üblich in Hotels und in deren Innenhöfen zu stehen und nicht Frei! Wieso? Es ist einfach zu gefährlich, Willkürlicher Raub, Entführungen und Tötungen können vorkommen. Außerdem hat Nigeria eine sehr hohe Populationsdichte.
2. Nicht außerhalb von Ortschaften Anhalten, der Grund ist der gleiche.
3.Extreme Vorsicht, Militärische Checkpoints, Immigration Checkpoints und Polizei Checkpoints sind Alltäglich in einer Vielzahl vorhanden.
Davon gibt es auch einige Fake Checkpoints die eine Falle sein können. Außerdem gibt es auch viele andere Maschen die Kriminelle nutzen um einen zu Anhalten zu bringen.
4. keine Korruption bezahlen.
Dann schauen wir mal wie sich diese Regeln die nächsten Tage umsetzen lassen.
Wir fühlen uns hier im Innenhof des Hotels auf jeden Fall sicher und bestellen uns etwas zu essen.
Preise im Restaurant:
0,66L Bier ca.1,30€
Portion Reis mit Fleisch und Sause ca.2,5€
Und damit Gute Nacht.Meer informatie
Gastfreundschaft
23–24 jan., Benin ⋅ ⛅ 28 °C
Am nächsten Morgen geht es los ein Tag voller Aktivitäten steht uns bevor.
Als erstes fahren wir nach Ganvié ein Ort welches ausschließlich auf Stelzen gebaut ist. Es wurde im 17-18 Jahrhundert von den Einheimischen errichtet um sich vor der ethnischen Gruppe die die Sklaven erbeuteten zu verschanzen.
Hier leben die Menschen in verschiedenen Dörfern noch heute auf dem Wasser. Ihren Lebensunterhalt finanzieren sie sich durch das Fischen.
Anschließen geht es zu unser Verabredung mit Simon dem Club Besitzer. Als erstes gehen wir zusammen mit ihm FuFu essen, er möchte uns beweisen das FuFu auch lecker sein kann. Er hat recht uns schmeckt es allen bis auf Malte deutlich besser als das letzte Mal.
Nach dem Essen fahren wir zusammen in Simons Auto zum Markt. Denn wir haben ihm gesagt das wir gerne den Fetisch Voodoo Markt sehen möchten. Das möchte er sehr gerne möglich machen. Verrückt welche Tiere hier alle liegen. In der Voodoo Kultur werden die Tierköpfe und andere Körperteile als Opfergaben und für Zeremonien benutzt. Krass ist es auf jeden Fall, wir sehen unter anderem Affenschädel, Elefantenschädel, Gorilla Hände und Schädel, Ratten, Mäuse, Igel, Hunde und Fledermäuse😬🤯
Nach dem Markt bringt Simon uns zu seinem Leerstehendem Ferienhaus in dem wir übernachten können. Hier können wir auch unsere Autos sicher abstellen.
Es ist auf jeden Fall eine andere Erfahrung mit einem Local über die Straßen und den Verkehr zu fahren. Er hupt ununterbrochen und es gibt auch eigentlich nur Vollgas.
Wir machen aus das wir um 23 Uhr mit dem Taxi zu seiner Wohnung kommen um zusammen in den Club zu fahren. Wir fahren ersteinmal in eine Club der nicht ihm gehört, den er uns aber trotzdem zeigen möchte. Er hat auf jedenfall auch hier ordentlich Ansehen uns werden auf dem Parkplatz die Auto Türen aufgemacht und auch im Club kennt ihn jeder. Nach einer Stunde geht es weiter zu seinem Club natürlich wie ein Lokal Vollgas mit Handy in der Hand über die Stadt Autobahn.
Hier geht es nochmal mehr ab, alle kennen ihn. Er versichert uns das es aber erst ab 2-3 Uhr hier so richtig voll wird und er hat recht…
Wir sitzen zusammen mit ihm und ein paar seiner Freunde direkt an der Tanzfläche am (VIP Tisch). Er stellt eine Flasche Whisky, Cola und Redbull in Eis mit den Worten feel free auf den Tisch auch eine Pfeife wird direkt vorbeigebracht. Wir haben einen echt geilen Abend und fallen um 5 Uhr morgens nur noch ins Bett.
Was ein Tag!!!
Und ja er hat zu unserer Überraschung mit keinem Punkt gelogen. Alles was er erzählt hat stimmt und alles was er verlangt hat ist nix bis auf eine coole Zeit.
Danke Simon:)Meer informatie
Tennis 🎾
21–23 jan., Benin ⋅ ☁️ 29 °C
Für heute steht nach Cotonou fahren und einkaufen auf dem Plan. Auf dem Weg schauen wir uns verschiedene Sachen an, ein Denkmal am Strand wo damals die Sklaven verladen wurden. Ein Altes Flugzeug direkt am Strand am Flughafen und die Mauer am Hafen die über einige Kilometer mit Kunst bedeckt wurde.
Danach wollen wir uns noch den größten Markt Westafrikas hier in der Stadt anschauen oder viel mehr die Voodoo Fetisch Sektion. Leider finden wir aber keinen Parkplatz der uns sicher genug erscheint, außerdem lesen wir das der Eintritt zur Voodoo Sektion wohl häufig 30€ pro Person kostet und Bilder verboten sind.
Wir entscheiden uns also leider dagegen und steuern einen Schlafplatz am Strand an.
Diesen hat Malte zufällig über Satelliten Bilder gefunden, also ich hatte wirklich keinen Einfluss darauf, aber gefreut über den direkt anliegenden Tennisplatz habe ich mich natürlich trotzdem riesig. So bauen wir unser Camp auf und ich nutze nach am selben Abend die Gelegenheit und spiele mit einem Trainer eine Runde Tennis, endlich mal wieder. Das letzte Mal ist bei mir schon etwa 5 Monate her, denn in den letzten Monaten der Reisevorbereitungen war dafür leider auch keine Zeit. Davor war ich jede Woche etwa 5 mal spielen, dementsprechend kribbelt es in den Fingern wenn ich einen Platz sehe.
Am nächsten Morgen bin ich natürlich wieder zum Tennis spielen verabredet.
Danach planen wir unseren Grenzübertritt nach Nigeria, den würden wir am liebsten zusammen mit Henning machen. Ein anderer Reisender den wir bereits in Liberia kennen gelernt haben. Er hängt aber noch in Ghana fest, da er eine neue Kupplung bekommt. Wir entscheiden uns dazu noch zwei Tage auf ihn zu warten. Also verbringen wir den Tag hier am Strand in der Strandbar.
Plötzlich kommt Simon zu uns, er kommt aus Benin und ihm gehört die Strandbar erzählt er uns. Er ist super nett gibt uns einen Cocktail aus und wir sprechen über unsere Reise und darüber was er so macht. Er besitzt noch einen Club in der Stadt und noch zwei weitere Strandbars. Sein Handy klingelt echt ununterbrochen, anfangs sind wir zwar skeptisch glauben ihm aber.
Er sagt uns wir sollen unbedingt morgen Abend in seinen Club kommen. Sowas ist für uns aber total schwierig weil wir die Autos irgendwo sicher unterbringen müssen, und auch nach dem Club darin schlafen müssen. Simon sagt uns wir sollen uns nicht so viele Gedanken machen er hat ein aktuell leerstehendes Gästehaus welches er uns anbieten kann. Wir fragen nach dem Preis um zu schauen ob es in unsere budget liegt. Er versichert uns das es ein Geschenk ist und er uns in den Club und ins Haus einlädt. Wir sind überrascht und nehmen das Angebot gerne an. Unsicher sind wir uns dennoch etwas, normalerweise versucht jeder aus uns Geld raus zu holen. Wir vertrauen ihm und machen alles für den nächsten Tag aus.
Später am Abend können wir unseren Augen mal wieder nicht trauen als der gelbe Afrika Reisebus mal wieder genau zu uns kommt. Wir kontaktieren Simon der mittlerweile schon nachhause ist, er kommt wieder und ist glücklich darüber das der Bus bei ihm hält. Er ist uns super dankbar das wir ihm nochmal Bescheid gegeben haben, er lässt alle 20 Leute aus dem Bus bei sich auf dem Geländer der Bar schlafen. Wir verbringen den Abend also mit den Leuten aus dem Bus an der Bar.Meer informatie
Art Studio
20–21 jan., Benin ⋅ ☁️ 28 °C
Wir fahren weiter und fangen mit dem an, was wir ursprünglich in Benin machen wollten.
Voodoo…
Benin hat eine große Voodoo Kultur und davon wollen wir bisschen was sehen. Das große Voodoo Festival was hier einmal im Jahr stattfindet haben wir leider um eine Woche verpasst.
Heute steht der Python Tempel auf dem Programm, viel gibt es hier nicht zu sehen lediglich ein großes Gebäude welches sich aktuell im Bau befindet und ein Paar Python Schlangen.
Ich traue mich nicht sie mir um den Hals zu legen da ich Schlangen hasse aber Malte tut es. Aber einmal zu fühlen wie sich der Körper anfühlt lasse ich mir nicht entgehen. Reine Muskelmasse und von kalt auf warm in Sekunden ändert sie immer wieder ihre Temperatur je nach Untergrund.
Echt beeindruckende Tiere aber mir reicht es dann auch und wir schauen uns die Souvenir Shops an.
Es gibt viele Masken, die die Voodoo praktizierenden während ihren Ritualen tragen. Und auch Voodoo Puppen sehen wir. Danach essen wir etwas in einem Restaurant, seit langem werde ich von einer Portion hier mal wieder richtig satt.
Danach fahren wir zu einem Art Studio in dem uns ein super netter Künstler begrüßt, er zeigt uns seine Ausstellung und sein Atelier.
Ein super cooler Ort finden wir, einen Platz im Garten zwischen Bäumen hat er auch. Also bauen wir hier unser Camp auf und anschließend überrascht er uns mit etwas Zitronengras. Wir kochen zusammen einen Tee und unterhalten uns.
Er hat eine Wohnung in Italien und ist somit häufiger in Europa, den europäischen touch in seiner Denkweise spürt man sofort. So macht es echt Spaß sich mit ihm zu unterhalten und Ansichten zu teilen.
Auch über Benin sprechen wir viel, er berichtet wie viel sich in den letzten Jahren durch den neuen Präsidenten getan und Entwickelt hat.
Neue Straßen fast überall, keine Korruption, Ausbau von Touristenattraktionen, einigermaßen geregelter Straßenverkehr, Rollerfahrer maximal zu zweit und immer mit Helm.
Alles Sachen die uns auch schon aufgefallen sind.
Ist ja scheinbar doch was möglich wenn nicht immer jeder nur an sich selbst denkt.Meer informatie
Benin? Benin!
18–20 jan., Benin ⋅ ⛅ 27 °C
Morgens bekommen wir an unserem Schlafplatz mitten im Feld Besuch 10-12 Leute gemeinsam mit dem Dorfchef. Nach kurzem Gespräch steht fest: kein Problem hier zu stehen. Ein Selfie mit dem Dorfchef und die Sache passt glauben wir. Nach 15 min kommt er wieder, zusammen mit einem Gewehr bewaffneten Soldaten um Personalien aufzunehmen. Die Stimmung ist schon deutlich schlechter. Nach ein paar Fotos von Jakobs Pass hauen sie ab und wir dann auch.
Wir fahren weiter in den Süden zur anderen Grenze um es hier zu probieren. Hier fängt das Probleme schon auf der Togo Seite an. Bereits bei der Einfahrt in das Grenzgebiet werden uns unsere Handfunkgeräte abgenommen. Anschließend werden wir in einen Raum mit Klimaanlage und TV gebracht und sie machen uns das Endspiel des Afrika Cups an. Es hieß in 2 Minuten kommt jemand und dann geht's weiter. Wir warteten ca. 2,5 std in diesem Raum, bis jemand kommt. 😂Anschließend kontrollieren sie die Autos knapp eine Stunde. Jede Kiste, jedes Fach, alles wird ausgeräumt. Jede Boxershort und Socke angeschaut und jeder Karton ausgepackt. Natürlich finden sie nichts. Anschließen geht es für uns wieder in den Raum und es heißt in ein paar Minuten können wir gehen. Insgesamt geht es dann noch 2-3 mal hin und her, bis wir schlussendlich nach ca. 7 std auf der Togo Seite weiter können. Unsere Funkgeräte werden beschlagnahmt, da diese wohl registriert werden müssen. Wieso auch immer das bei der Ausreise noch Sinn ergibt.
Jetzt wird es spannend denke wir, hat die andere Benin Grenze diese Grenze über das Problem mit uns informiert oder nicht? Wissen die Beamten über unsere Patrone Bescheid oder nicht?
Zum Glück nicht, unsere annullierten stempeln sehen sie aber interessiert sind sie nicht. Nach 15 Minuten haben wir den Einreisestempel und können weiter ohne das jemand einmal unser Auto durchsucht hat. Verrückt😂
Es ist mittlerweile schon wieder dunkel, wir finden jedoch recht nah an der Grenze bei einer Beachbar einen Stellplatz, hier bleiben wir direkt zwei Nächte und ruhen uns erst einmal etwas aus.
Neben dem ganzen Stress mit den Grenzen hatten wir in allen Ländern in Westafrika täglich sehr gefährliche Situationen im Straßenverkehr. Ein Großteil der Menschen fährt, als wäre ihnen ihr eigenes Leben, sowie das Leben von allen anderen völlig egal. Als würden sie nicht eine Sekunde nachdenken bevor sie einfach losrasen, umdrehen, aus einer Seitengasse rausziehen oder eine dritte Spur im Gegenverkehr eröffnen, für welche keinen Platz ist. Zusätzlich fährt die Hälfte nachts ohne Licht und die andere Hälfte mit Fernlicht, was dazu führt, dass man nachts definitiv nicht fahren sollte. Wir sind jeden Tag froh, wenn wir zum Einen nicht selbst in einen Unfal verwickelt wurden und zum Anderen nicht Ersthelfer sein müssen, wenn wieder mal Menschen im Verkehr ums Leben kommen.Meer informatie

ReizigerHoffentlich geht es jetzt weniger dramatisch weiter und Ihr werdet durch viele wunderschöne Erlebnisse und Eindrücke entschädigt😉
Die leere Patrone
17–18 jan., Gaan ⋅ 🌙 26 °C
Wir fahren wie immer Morgens früh los, denn heute ist ja mal wieder ein Grenzübertritt auf dem Plan. Heute solle es von Togo nach Benin gehen. Um 13 uhr sind wir an der Grenze, in Togo klappt die Ausreise problemlos und nach etwa einer Stunde sind wir durch. In Benin verläuft anfangs auch alles nach Plan, unsere Reisepässe werden Eingestempelt und wir dürfen wieder zu den Autos. Hier wollen sie jetzt doch noch die Autos kontrollieren, sie schauen sehr genau hin, für uns kein Problem wir haben ja bis auf Bargeld nichts zu verstecken. In unserem Auto finden sie eine leere Patronenhülse welche wir in der Sahara gefunden haben. Anschließend drehen sie alles auf links und die Stimmung kippt langsam immer mehr. Ohne erkenntlichen Grund warten wir 2,5 std auf den „Chef". Ich meine was ist an einer Leeren offensichtlichen komplett verblichenen uralten Patronenhülse so schlimm? Der Chef kommt schließlich irgendwann an. Er zählt uns immer neue Gründe auf worauf wir Warten müssen bis wir weiter können…
Das ganze geht von 5 min Papierkram, über Telefonat mit der deutschen Botschaft, Fingerabdrücke abgeben bis schlussendlich „deutsche Botschaft hat die Einreise verwehrt"
Woraus die Beamten diese Aussage schließen ist uns nicht bewusst. 😂
Nach ewiger Diskussion kippt die Stimmung komplett und wir werden handgreiflich dazu gebracht Benin wieder nach Togo zu verlassen. Der Notdienst der Deutschen Botschaft ist nicht bereit dazu uns zu helfen und die Situation zu klären. Im Nachhinein war sie vermutlich auch an dem Abend nicht mehr zu klären, da mit den Beamten vor Ort ein normales Gespräch nicht möglich war.
Die Beamten in Togo nehmen uns netterweise wieder auf und sowohl den Ausreisestempel in Togo als auch den Einreise Stempel von Benin werden annulliert. Dadurch haben wir unsere beiden “Single Entry” Visa nicht verloren.
Sie sagen uns wir sollen es einfach an einer anderen Grenze probieren, da die Beamten in Benin sich nicht kooperativ zeigen. Wir bedanken uns und sind froh das Niemandsland nach etwa 7 Stunden ohne Erfolg endlich wieder verlassen zu können und nicht hier schlafen zu müssen.
Da der Tag schon lange vorbei ist, suchen wir im Dunkeln noch einen Schlafplatz. Da in den üblichen Apps nichts zu finden ist, schauen wir wie so oft selbst bei Google Maps, wo es ruhig aussieht. Mit einem halbwegs gutem Gefühl bauen wir unser Camp auf und gehen nach dem langen Tag zügig ins Bett. Nachts kommen erst 6 dann 8 dann über 12 Personen mit Taschenlampen und umrunden immer wieder die halbe Nacht das Camp.
Nachts um 3 kommt zusätzlich noch ein Schuss aus einem Gewehr oder ähnlichem aus direkter nähe. Offensichtlich geht es nicht um uns, da niemand etwas sagt oder direkt zu uns kommt, jedoch gibt es einem trotzdem logischerweise kein gutes Gefühl.Meer informatie
Togo
16–17 jan., Gaan ⋅ 🌙 29 °C
Nach unserer zweiten Nacht in der Waterfall Lodge geht es für uns weiter in Richtung Togo Grenze. Auf dem Weg tanken wir noch einmal voll da der Sprit in Togo und Benin deutlich schlechter sein soll als hier in Ghana. So werden wir auch unser restliches Geld der Ghana Währung los.
Togo und Benin haben wie viele andere Westafrikanischen Länder die Einheitliche Währung CFA.
Außerdem sind die beiden Länder wieder französisch sprachig.
Die Grenze überfahren wir problemlos, der Prozess dauert trotzdem sehr lang da die Leute besonders auf der Togo Seite hier einfach kein Bock haben zu Arbeiten. So werden unser Dokument in Zeitlupe begutachtet und bearbeitet außerdem stempeln die hier direkt eine Seite im pass voll, und das mit vier verschiedenen stempeln. Den Beamten scheint das ganze ordentlich anstrengend zu sein. Naja nach etwa 2 Stunden haben wir die Grenze überwunden und fahren erst einmal ein gutes Stück Off-road über eine Dirt road durch den Regenwald.
Nach etwa 20km kommt wieder eine Schranke, diesmal Zoll hier müssen wir unsere Papiere für das Auto ausfüllen lassen.
Hier in Togo wollen wir uns eigentlich nichts anschauen und planen deshalb nur eine Nacht hier zu verbringen bevor es weiter nach Benin geht.
Wir halten in der Stadt Kpalimé an um etwas zu essen, mit dem Restaurant Besitzer verstehen wir uns so gut, das wir direkt mal fragen wo wir hier eine SIM Karte als Backup bekommen. Denn hier in Togo funktioniert unser Starlink nicht. Starlink ist wohl noch mit Togo in Verhandlungen weshalb es hier geblockt ist.
Nachdem Jakob sich eine SIM besorgt hat, gehen wir noch zusammen mit der Köchin des Restaurants auf Suche nach einer Machete. Am Restaurant sagt man uns wenn wir alleine gehen würden, würden sie uns viel zu viel Geld abnehmen. Wir laufen also zusammen mit der Köchin auf dem Markt und kaufen uns jeweils für etwa 4€ eine Machete.
Jaa ich weiß wir haben uns in Sierra Leone schon Machete bauen lassen allerdings war das Metall eher weichgeglüht als gehärtet weshalb diese nichtmal eine Kokosnuss öffnen können.
Auf dem Rückweg zum Restaurant sehen wir eine Beerdigung. Ein Sarg quer hinten auf einem Roller geschnallt und dahinter 20 weitere Roller, alle sind am hupen und fahren im Konvoi im Kreisverkehr mehrere Runden. Das ganze ordentlich schnell, so schnell das wir uns denken, die Leiche muss doch angeschnallt sein dadrin sonst liegt sie jetzt schon in einer Ecke. Eine verrückte Erfahrung aber hier scheinbar normal bekommen wir mit. Ein Bild haben wir leider nicht da alles zu schnell ging.
Wir fahren weiter, raus aus der Stadt zu unserem Schlafspot mal wieder wild in der Natur. Nichts besonderes einfach abseits der Straße ein paar Meter in einen Weg rein bis auf eine Freifläche.
Hier verbringen wir also unserer erste und eigentlich auch einzige Nacht in Togo… eigentlich…Meer informatie
Wli Waterfalls
14–16 jan., Ghana ⋅ ☁️ 30 °C
Nach dem Botanischen Garten geht es für uns wieder auf getrennten Wege weiter. Die Familie bleibt eine Nacht am Botanischen Garten, da sie etwas später erst nach Togo (das nächste Land) wollen trennen sich unsere Wege hier wohl bis auf weiteres erst einmal endgültig.
Für uns geht es nun schon weiter Richtung Grenze denn hier wollen wir uns noch die Höchsten Wasserfälle Westafrikas in Ghana anschauen bevor wir das Land verlassen.
Das Camp für die nächsten zwei Nächte bauen wir in der Waterfall Lodge auf. Ein Ort der von einem Älteren deutschen Pärchen geführt wird. Sie waren vor 25 Jahren auf der selben Reise wie wir unterwegs. Bis nach Südafrika haben sie es aber nie geschafft, dann in Ghana war Schluss. Hier fanden sie es besonders umgeben von den Bergen so schön, das sie sich entschlossen haben zu bleiben. Neben Stellplätzen für Camper in ihrem Garten neben Bananenbäumen Palmen und Ananas Pflanzen bieten sie auch einige Räume in Bungalows an. In der Mitte des Geländes befindet sich das Restaurant ebenfalls gebaut wie ein Bungalow. Mit spitzem Strohdach und Runder Grundfläche nur ohne Wände. Eine wunderschöne Atmosphäre. Abends lernen wir genau hier Vanessa und Simon kennen ein Pärchen welches genau wie meine Reisegefährten auch aus Köln kommt. Simon wohnt sogar nur ein paar Straßen von Malte entfernt.
Sie sind hier in Ghana im Urlaub und erkunden auf eigene Faust als Backpacker das Land. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen zur Wanderung zu den Wli Waterfalls.
Ach und übrigens der gelbe Bus steht mal wieder genau neben uns. Verrückt wie sich unsere Wege immer wieder kreuzen.
Wir starten morgens um 7 mit der Wanderung. Nach etwa 4 Stunden erreichen wir den Upper Fall, den oberen der beiden Wasserfälle. Komplett nass geschwitzt freue ich mich auf nichts mehr als in das kühle Wasser zu hüpfen. Für mich ist es das erste Mal das ich so einen Wasserfall in echt sehe dementsprechend besonders auch das Gefühl in der Gischt des kalten Wassers zu stehen. Auch sich die Wassermassen auf den Kopf fallen zu lassen ist ein schönes Erlebnis welches ich so schnell nicht mehr vergessen werde.
Nach dem Baden wandern wir mit unserem Guide zum unteren Wasserfall, nach weiteren 90 Minuten sind wir schon ordentlich platt und glücklich am unteren Wasserfall angekommen zu sein. Nach einer weiteren Abkühlung ist der Weg bis zu unserer Lodge nur noch auf ebener Strecke zurück zu legen. Als Belohnung gibt es erstmal eine frische Kokosnuss, anschließend ein Bierchen und … Currywurst. Vor ein paar Tagen haben wir noch davon gesprochen was wir von zuhause vermissen. Das Essen war auf jeden Fall ein großer Punkt. Umso glücklicher sind wir hier Currywurst mit Pommes auf der Karte zu lesen. Den restlichen Abend verbringen wir im Restaurant. Etwas später am Abend sehen wir dann auch noch zwei uns bekannte Gesichter Bernadet und Haio die beiden habe wir auch schon in der Treehouse Lodge kennen gelernt. Sie reisen mit ihrem Offroad Iveco mit Wohnkabine die selbe Route wie wir.Meer informatie
Botanischer Garten
14 januari, Ghana ⋅ ☁️ 29 °C
Morgens packen wir unser Camp hier in der treehouse lodge zusammen und fahren gemeinsam mit den Krafts in Richtung Botanischer Garten. Mal wieder in gemischter Konstellation fahre ich diesmal im LKW hinten in der Wohnkabine mit. Bei der Ausfahrt wird es kurz einmal ordentlich eng mit einer Stromleitung wo wir gerade so drunter passen.
Ich finde es richtig cool in dem LKW und fühle mich auch während der Fahrt in der schaukeliegen Kabine wohl. Meiner Meinung nach ist es Das Reisemobil um mit einer so großen Familie eine solche Reise zu machen.
Angekommen an dem Botanischen Garten watscheln wir etwa zwei Stunden über die Wege vorbei an den teilweise uralten Riesen Regenwald Bäumen. Die Highlights habe ich mal in ein paar wenigen Bildern zusammengestellt.Meer informatie
Die kühle Luft der Berge ⛰️
12–14 jan., Ghana ⋅ ⛅ 26 °C
Morgens gehen wir alle getrennte Wege. Die Familie sowie Ana und Leon fahren früh nach Accra um sich um Visa zu kümmern die wir schon in Conakry gemacht haben. Wir fahren etwas später auch nach Accra, wir nutzen die Moderne Stadt und halten Ausschau nach Autoteile Shops da wir gerne noch mehr Luftfilter kaufen wollen. Diese setzen sich bei den Straßen und der trockenen staubigen Luft schneller zu als man schauen kann.
Bei Mitsubishi selbst würden wir einen für umgerechnet etwa 131€ bekommen, was auch in Deutschland absolut absurd wäre. Wir fahren also weiter, In einem herkömmlichen Autoteile Shop ist der selbe Luftfilter für 13€ vorrätig. Verrückt.😂
Nach der Suche geht es weiter in die Accra mall hier kaufen wir im Supermarkt ein und essen auch etwas von der Heißen Theke. Eigentlich haben wir bei dem Essen keine Bedenken, doch leider ist mein Magen da anderer Meinung so liege ich im Decatlon auf der Bank während die anderen shoppen. Naja halb so schlimm es hat sich schnell erledigt und wir wollen weiter. Kurz vor Abfahrt legen wir uns nochmal unter Jakobs Auto da er ein neues Klack Geräusch hat… beide hinteren Bremssättel sind lose, also legen wir noch eine 30 minütige Reparatur ein bevor es weiter geht. Da es mal wieder ordentlich spät geworden ist und der Verkehr der Stadt dicht ist fahren wir leider im dunkeln an unseren schlafspot in den Bergen. Den Ort haben wir von Christian empfohlen bekommen, und rate mal wer nach seiner Visa Runde auch vorbeikommt… die Familie Kraft mal wieder ein schnelles Wiedersehen.
Wir bleiben zwei Nächte in der Treehouse Lodge, verbringen einen schönen Tag gemeinsam mit nicht allzu starker Hitze hier in den Bergen. Unsere Wäsche lassen wir hier auch waschen. Abends schauen wir alle zusammen noch einen Film auf unserer Leinwand.Meer informatie
Cape Coast Castel
10–12 jan., Ghana ⋅ 🌙 28 °C
Wir fahren früh los um früh unsere Führung zu starten.
Cape Coast Castle ist eine von etwa vierzig sogenannten „Sklavenburgen“ oder großen Handelsfestungen, die von europäischen Händlern an der Goldküste Westafrikas (dem heutigen Ghana) errichtet wurden.
Hier wurden die Sklaven gesammelt und gefangen gehalten bevor sie nach Amerika verschifft und dort Verkauf wurden.
Beeindruckend und beängstigend zu gleich die Verhältnisse zu sehen in denen die Sklaven ausharren mussten.
Nach der Führung fahren wir alle zusammen weiter aber diesmal nicht in gewohnter Konstellation, wir tauschen etwas durch und ich fahre im LKW der Familie mit. Eine tolle Erfahrung, während der Fahrt den Geruch von frisch gebackenen muffins aus der Wohnkabine in der Nase zu habe ist auf jeden Fall etwas ganz anders. Auch das fahren ist komplett anders, man ist deutlich langsamer da der ganze LKW besonders die Kabine bei den Straßen extrem schaukelt. Außerdem ist man deutlich höher was das Reisen deutlich anonymer macht. Man hat einfach keinen direkten Augenkontakt mit den Einheimischen und wird nicht die ganze Zeit angeschrien, angepfiffen und angeschnaltzt wie es sonst bei uns der Fall ist.
Dafür hat man viel mehr Übersicht und sieht das Straßenbild aus einer etwas andern Perspektive.
Ich versteh mich während der Fahrt in Führerhaus super mit Christian und Colin (10) der kleinste der drei Jungs. Er springt die ganze Zeit zwischen vorne und hinten durch einen Durchgang hin und her.
Wir fahren bis nach Accra wo wir uns am Strand einen Stellplatz raus suchen hier wollen wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Der Strand ist leider von Müll übersät weshalb es nicht möglich ist schwimmen zu gehen. Wir verbringen einen schönen Tag bei 38grad welche durch die Brise das Meers erträglich sind. Dabei erledigen wir ein paar Sachen die die letzte Tage liegen geblieben sind. Malte beantragt das Kamerun Visum für uns alle wären der Rest an den Autos schraubt. Auf der Liste steht Flüssigkeiten checken, Luftfilter tauschen/ reinigen, Stoßstange wieder fest schrauben, Spritzschutz montieren und sämtliche andere Kleinigkeiten durch checken.
Abends kühlt es endlich ab. Wir sammeln alle zusammen Holz für ein Feuer, den wir wollen grillen. Leon und Ana überraschen uns ein weiteres Mal, da sie die nächsten Tage wegen Visa Angelegenheiten in Accra verbringen werden.
Wir bekommen außerdem noch Besuch von einer afrikanischen Rapper Bande die unser Camp als Kulisse für ihr Musikvideo nutzt. Eine verrückte Situation in der uns die Tränen vor Lachen laufen.
Wir lassen den Abend zusammen am Feuer mit leckerem selbstgebackenen Naanbrot, Fleisch, Salat, und Alufolien Kartoffeln aus der Glut ausklingen.Meer informatie
Schnelles Wiedersehen
9–10 jan., Ghana ⋅ 🌙 28 °C
Wir verlassen unser Camp wie so häufig unter Beobachtung ein paar Einheimischer.
Für uns nichts neues mehr, wir sind schon dran gewöhnt.
Über eine Rotsand Straße fahren wir zum jüngsten Meteoriten Krater der Erde, dieser ist durch den Einschlag vor 1.07 Millionen Jahren entstanden😂. Mittlerweile ist der 10,5km Krater ein See, und auch die Berge um denn See sind auftürmungen die durch den Einschlag entstanden sind.
Wir setzen uns in ein am See liegendes Restaurant und essen etwas, das Essen wird uns eingepackt in Frischhaltefolie serviert. Frisch gekocht ist es aber. 😂
Nach unserem Essen fahren wir zügig weiter in Richtung Süden denn wir wollen morgen früh das Cape Coast Castel besichtigen. Während der Fahrt bekommen wir mit, das eine Gruppe unser lieblings Reisegefährten, die Familie Kraft auch in der Nähe von Cape Coast steht und die selben Pläne für morgen hat. Wir fühlen uns hier in Ghana sehr sicher weshalb wir uns dazu entscheiden das zu machen was wir sonst nie machen, wir fahren etwa eine Stunde im Dunkeln um noch heute bei den Krafts anzukommen.
Mit unserer Ankunft ist die Freude beiderseits, wir unterhalten uns noch etwas bevor wir schlafen gehen.Meer informatie
Kumasi
8–9 jan., Ghana ⋅ ☁️ 25 °C
Wir fahren nach Kumasi rein um in einem Supermarkt in einer Mall einzukaufen. Alles bekommen wir wie so häufig nicht aber wir sind dennoch froh über einiges an Gemüse und abgepacktem Fleisch. Käse und so viele andere Sachen bleiben uns weiterhin zu teuer weshalb wir verzichten.
Der Tag zieht sich durch den Großstadt Verkehr mal wieder so lange das wir uns nach dem einkaufen echt mal wieder beeilen müssen aus der Stadt raus zu kommen, um noch im hellen einen Schlafplatz im Busch zu finden.Meer informatie
Way back
7–8 jan., Ghana ⋅ 🌙 29 °C
Da es hier oben im Norden Ghanas garnicht so viel zu sehen gibt bis auf den Nationalpark lassen sich die nächsten 1-2 Tage lediglich als „Rückweg“ bezeichnen. Aber auf der Straße bekommt man hier ja schon einiges mit. Dementsprechende tuckern wir durch den Norden des Landes über mal gute und häufiger schlechte Straßen in Richtung Kumasi unser nächstes Ziel zum einkaufen.
Abends bauen wir mal wieder auf einer über Satelliten Bilder gefundenen Freifläche unser Camp auf.Meer informatie
Mole National Park
6–7 jan., Ghana ⋅ ⛅ 37 °C
Es geht weiter Richtung Norden, bis Nachmittags reißen wir die letzter Kilometer bis zum Nationalpark. Für heute war’s das und wir setzen uns ins Restaurant mit Blick in die Natur und auf ein in der Ferne liegendes Wasserloch. Mit dem Aufbau unseres Dachzeltes müssen wir hier im Park warten bis es dunkel ist, denn die Baboons sind nur am Tag aktiv. Am Tag klauen sie Essen Müll und sämtliche andere Gegenstände und auch Dachzelt sind hier wohl schon häufiger zu Bruch gekommen.
Am nächsten Morgen stehen wir noch in der Dunkelheit auf um das Dachzelt wieder zusammen zu packen, nicht nur wegen der Baboons, wir haben auch eine Safari früh am Morgen geplant.
Die Safari fahren wir nicht mit unseren eigenen Autos, dafür gibt hier umgebaute Toyota Landcruiser mit Pritschen wo sich „Kinositze“ drauf befinden.
An Tieren sehen wir Elefanten, Baboon’s, Antilopen, Rehe, Affen, Warzenschweine und verschiedene Vögel. Besonders die Elefanten sind sehr beeindruckend.
Die Safari war die Reise hier hoch auf jeden Fall wert, auch wenn diese nur zwei Stunden gedauert hat.Meer informatie
Ghana
5–6 jan., Ghana ⋅ ☀️ 31 °C
Morgens geht es früh weiter denn heute steht der Grenzübertritt nach Ghana an. Außerdem ist heute ein besonderer Tag… Halbzeit, drei Monate sind um. Der Grenzübertritt funktioniert wie so häufig reibungslos und ist schnell über die Bühne wir freuen uns mal wieder über ein englischsprachiges Land.
Der erste Militär Checkpoint nach der Grenze nimmt von einer vorerst angespannten Stimmung eine schnelle Wendung und endet in einem netten Gespräch mit Austausch von sozialen Medien und einem Gruppenbild. Ghana erscheint uns sehr freundlich. Jeder Polizist erkundigt sich über den bisherigen Verlauf der Reise fragt ob alles ok ist und wir bekommen immer wieder Nummern der lokalen Polizei für den Fall das es ein Problem gibt.
Das ganze obwohl Ghana eigentlich als sichereres Land gilt (Bis auf die Nordöstlichste Region).
Wir haben das Gefühl unser Wohlbefinden ist vielen Beamten wichtig und machen uns Gedanken woran das liegen könnte. Vielleicht an der Regierung die die Sicherheit der Touristen sehr hoch priorisiert? Wir wissen es nicht aber der Eindruck bleibt.
Unsere Länderflaggen auf der Küchenbox haben so langsam die besten Tage hinter sich. Durch die Sonne verblichen und durch den Regen aufgeweicht bleibt uns nichts anderes mehr übrig als diese hässlich mit Klebeband zu schützen, aber es werden immer mehr🥰.
Zum Mittag gibt es heute ein Traditionelles Afrikanisches Gericht „FuFu“ in einem Local Restaurant. (FuFu ist ein fester und stärkehaltiger Brei aus Maniok oder Yams und Kochbananen) Eine Karte zum bestellen gibt es hier nicht. Es gibt nur 2-3 Gerichte zwischen denen man wählen kann. Da FuFu Traditionell mit Fingern gegessen wird gibt es auch keine Löffel, also essen wir es wie die Einheimischen mit den Fingern.
Nach dem Essen fahren wir noch ein paar Stunden bis wir uns wieder über Satelliten Bilder einen Platz für die Nacht raus suchen. In einer kleinen verlassenen Sandgrube bauen wir unser Camp auf und genießen es in Ruhe am Lagerfeuer zu sitzen.Meer informatie

ReizigerEuch kann so schnell wohl nichts mehr schocken, weder ein starkes Gewitter noch FuFu 😂 Toll, was ihr dort alles so erlebt 👏🤩
Richtung Grenze
4–5 jan., Ivoorkust ⋅ ⛅ 28 °C
Mittags verlassen wir den schönen Ort am Strand in guter Gesellschaft leider schon wieder. Aber aus gutem Grund, denn für uns geht es weiter in Richtung Ghana. Da unser erstes Ziel in Ghana sehr weit nördlich liegt peilen wir bereits jetzt schon eine Grenze weiter im Norden an.
Denn die Straßen hier in der Elfenbeinküste sind super und das wollen wir soweit wie möglich nutzen.
Wir fahren den ganzen restlichen Tag und suchen uns wie so oft einen Stellplatz über Satelliten Bilder raus. Bevor es ins Bett geht überrascht uns noch ein starkes Gewitter welches den Himmel hell leuchten lässt.Meer informatie
Strandtag
2–4 jan., Ivoorkust ⋅ ⛅ 30 °C
Einerseits wollen wir weiter Richtung Ghana andererseits lockt uns die Familie Kraft mit einem Wunderschönen Stellplatz unter Palmen am Strand 🏝️. Das ganze in wunderbare Gesellschaft von einigen Reisenden (überwiegend Deutsche). Wir entscheiden uns also nachdem wir unser Visum endlich bekommen haben und alle Vorräte an Wasser, Essen und Diesel aufgefüllt haben dazu doch noch für mindestens eine Nacht 45 Minuten zurück Richtung Westen zufahren.
Wir werden mit einem der schönsten Stellplätze bisher überrascht. Uns wurde auf jeden Fall nicht zu viel versprochen.
Nach einer Runde schwimmen im Meer, verbringen wir alle zusammen einen wunderschönen Abend am Lagerfeuer.
Am nächsten Tag wachen wir im Paradies auf, was gibt es geileres als morgens nach dem aufstehen direkt ins Meer zu hüpfen.
Wir verbringen einen weiteren schönen Tag hier und entscheiden uns noch eine Nacht zu bleiben. Am Nachmittag überraschen uns dann noch Ana und Leon die spontan vorbei kommen. Wir verbringen also einen weiteren schönen Abend zusammen mit allen anderen am Feuer. Mittlerweile ist das Camp mit 9 Fahrzeugen und 21 Leuten auch das größte in dem wir bisher waren. 🥳Meer informatie
Abidjan
29 dec.–2 jan. 2026, Ivoorkust ⋅ ⛅ 31 °C
Wir verlassen die Industrie Lagerhalle mit einem schön trocken zusammengepackten Dachzelt. Wir sind sehr früh dran und kommen super durch den Verkehr von Abidjan. Die Stadt ist die modernste bis jetzt das macht sich auch auf den Straßen und im Verkehr extrem bemerkbar. Vielleicht sind wir mittlerweile auch einfach etwas abgehärtet, das wir diese Stadt gut und Ordentlich finden. Zu vergleichen mit einer Europäischen Großstadt ist es trotzdem nicht. Wir frühstücken in einer Bäckerei und sind glücklich über richtigen Kaffe und Gebäck welches gut schmeckt.
Danach geht es für uns in die Ghana Botschaft welche sich schnell als die schlimmste bisher herausstellt. Pro Person mussten zuvor 15 Dokumente online hochgeladen werden. Diese Dokumente haben wir alle nochmal ausdrucken und mitgebracht, auch wenn es nirgendwo genau so stand halten die Botschafter es für selbstverständlich.
Zusammen mit sämtlichen anderen Reisenden kämpfen wir uns durch die Anforderungen durch, gehen immer wieder aus der Botschaft raus um weitere Dokumente auszudrucken. Gut das wir einen Drucker dabei haben. Aber auch unser Mobiles Büro auf der Motorhaube ist keine perfekte Lösung. Heute ist es so warm das der Laptop und der Drucker überhitzen. Also setzt sich Malte mit beidem ins Auto mit Klimaanlage und so funktioniert es dann auch. Während wir immer wieder im Wartebereich Platz nehmen wird uns beim letzten Mal schon gesagt das sie in 15 Minuten schließen. Das ganze obwohl wir einen Termin haben und die Öffnungszeiten eigentlich deutlich länger sind.
Wir schaffen es trotzdem noch dran zu kommen und zahlen extra 120€ pro Person für den Fast way. Schon jetzt wird uns aber gesagt das sie die 24h Bearbeitung nicht einhalten können und wir bis zum 31ten (48Stunden) warten müssen.
Naja eine gute Sache hat der Termin bei der Botschaft wir lernen viele neue Reisende kennen unter anderem eine ganze Familie. Dani und Christian mit ihren drei Jungs Collin(9), Basti(13), Cedric(15) und Hund im großen Mercedes LKW.
Wir verstehen uns sehr gut und so verabreden wir uns noch für den selben Abend in einem Restaurant.
Wir lassen den Abend zusammen ausklingen und führen nette Gespräche, denn es ist sehr interessant wie so eine Reise mit Kindern und der Schule möglich ist. Anschließende gehen wir zusammen zu unserem Airbnb zurück. Denn wir haben es geschafft mit den Parkwächtern auszuhandeln das die Familie im LKW so wie ein weiteres Deutsch französisch Pärchen auf dem Parkplatz übernachten können.
Da wir in unserem Airbnb Kakerlaken und Mäuseschiss haben beschweren wir uns nach der ersten Nacht und bekommen diese umsonst. Zudem werden wir ohne Aufpreis in eine bessere Unterkunft umgebucht. Für uns ein paar Stunden Aufwand für den Umzug aber das ist es wert. Mit so einem Service haben wir hier nicht gerechnet, so sind wir positiv überrascht.
Wir gönnen uns hier in der Stadt jeden Tag essen aus einem Restaurant da wir im Airbnb keine richtige Kochmöglichkeit haben.
Am 31ten sind wir dann zur ausgemachten Uhrzeit an der Botschaft um unser Visum abzuholen. Wir werden aber vor bereits geschlossenen Türen von der Security angeschrien das alle schon längst weg sind. Telefonische ist auch keiner mehr zu erreichen. Für uns eine Katastrophe, wir wollten eigentlich morgen am ersten Januar weiter. Also heißt es für uns aufgrund des feiertags Airbnb verlängern und bis zum zweiten Januar bleiben… Nervig.
Am Abend wollen wir etwas Silvester feiern und fahren mit einem Taxi zu einer Art Restaurant/Bar. Hier schauen wir mit den Einheimischen ein Fußballspiel des gerade stattfindenden Afrika Cup, essen etwas und trinken ein paar Bier.
Danach geht es weiter wir wollen ans Wasser in eine Bar von der wir Feuerwerk beobachten können. 20minuten Taxifahrt dauern aufgrund von sämtlichen gesperrten Straßen 50 min. Und dann das noch die Bar ist voll und uns will keiner rein lassen.
15 Minuten vor null sitzen wir wieder im Taxi auf dem Weg zu einem Platz wo wir das Feuerwerk sehen können. Der Verkehr ist so dicht das wir uns entschieden auszusteigen und zu fuß auf die nächste Brücke zu laufen. Das obwohl uns der Taxifahrer aufgrund der unsicheren Gegend davon abrät. Aber auf Silvester im Taxi hatte keiner von uns Lust. Wir kaufen noch schnell 4 Bier und gehen Richtung Brücke. Die Polizei lässt uns nicht drauf, ich hab es schon kommen sehen das schlimmste Silvester was ich je hatte und dann nicht mal ein Feuerwerk.
Es kommen immer mehr einheimische Leute die auch drauf wollen und irgendwann gehen einfach alle los und wir schließen uns an.
Auf der Brücke befinden sich mehr Polizisten als normal Zivilisten es hat den Eindruck als wären wir nicht ganz legal hier gelandet. Da aber hier keiner so wirklich weiß was er macht besonders auch die Polizei, ist das denke ich ok.
Jetzt muss das Feuerwerk nur noch stattfinden denn nachdem wir um null anstoßen passiert erstmal nichts bis auf kleinerer private Feuerwerke in der Ferne.
Ich hab es schon als das schlechteste Silvester abgeschrieben als um 00:25 immer noch nichts passiert ist. Wir wollen schon gehen aber ein Einheimischer hält uns auf, wir sollen bis 00:30 warten. Wieso auch immer ein Feuerwerk um diese Uhrzeit starten sollte aber wir hören auf ihn und warten, denn es würde ja schließlich zu Afrika passen denn nicht alles muss hier einen Sinn haben.
Natürlich passiert aber auch um 00:30 nichts und wir fangen schon an uns lustig zu machen und plötzlich werden wir um 00:38 mit einer halben Stunde Feuerwerk inklusive Drohnen Show überrascht. Das krasseste Feuerwerk was ich je erlebt habe. So ist aus dem „schlimmsten“ Silvester dann doch noch was echt cooles geworden.
Am zweiten Januar wollen wir dann endlich unser Visum für Ghana abholen. Um 9 Uhr stehen wir morgens vor der Botschaft… keiner da. 🤬
Security teilt uns mit das die Botschaft erst am Montag den fünften aufmacht 🫠. Wir sind sauer aber so richtig, weil Montag hätten wir das Visum ja auch auf normalem Wege ohne Fast way für 60€ bekommen können und wir wollen nicht noch mehr Zeit in der Stadt verbringen. Wir klopfen also immer wieder an der Tür und fordern den Security Mann auf jemanden anzurufen. Etwa eine Stunde stehen wir vor verschlossener Tür bis plötzlich eine Botschafterin mit dem Auto vorbeikommt, scheinbar durch Zufall. So bekommen wir unsere Pässe dann doch endlich wieder mit Visum zurück.
Was eine Scheiße…Meer informatie
Notre-Dame-de-la-Paix de Yamoussoukro
28–29 dec. 2025, Ivoorkust ⋅ ☁️ 27 °C
Wir brechen früh auf und wollen uns 1-2 Sachen in der Stadt anschauen bevor es weiter geht.
Zu den verrückten Sachen die der Ehemalige präsentiert erbauen lies oder gesponsert hat gehört unter anderem, der Präsidentenpalast mit einem Teich voller Krokodile vor dem Eingang. Aber auch die dritthöchste Kirche der Welt für 300 Millionen. Ganz schön wohlhabend war der gute Mann. Wir besichtigen beides, die Kirche gefällt mir sehr gut. Besonders die bunten Fenster und die Riesen Kuppel finde ich sehr beeindruckend. Aber man merkt das die Kirche noch nicht so alt ist und mehr „modern“ im Stil einer uralten Kirche gebaut wurde. So sind beispielsweise die massiven, schönen Säulen einfach nur verkleidete beton Säulen. Auch an vielen anderen Ecken wirkt es billig und baufällig.
Von der Politischen Hauptstadt geht es in die Wirtschaftliche Hauptstadt Abidjan, denn hier wollen wir Silvester feiern. Ganz bis in die Stadt fahren wir heute noch nicht, den eine Wohnung haben wir uns erst für morgen reserviert. So fahren wir von der Autobahn auf einen Schotterparkplatz, eigentlich nur zum pinkeln. Da es regnet überlegen wir wo wir einen Stellplatz evtl. überdacht finden. Das ist uns deshalb so wichtig, da wir für die nächsten 4 Nächte in Abidjan bleiben und das Dachzelt ansonsten Nass in der Plane gammelt.
Beim pinkeln sehen wir einen Neu erbaute Lagerhalle welche aber noch nicht fertig und in Benutzung ist. Ein Security Mann kommt vorbei um zu fragen was wir hier machen. Wir kommen auf die Idee zu fragen ob wir in der Halle schlafen können. Nach etwa 4 Telefonaten kommt ein Inder in einem Pickup um die Ecke, er spricht Englisch das macht die Sache deutlich einfacher. Nach weiteren Telefonaten und Absprachen mit dem Chef klappt es und wir verbringen die Nacht in der Halle. Abends bringt der Inder uns eine kleine Portion Curry Hähnchen vorbei und setzt sich für ein Bier zu uns.
Er will uns den Industriebetrieb in der Nachbarhalle zeigen. Natürlich sind wir Interessiert und so folgt eine Führung durch eine Halle in der Kunststoff Kanister hergestellt und befüllt werden. Abgefüllt wird hier Batteriesäure, Hydrauliköl und Glyphosat.
Es macht Spaß sich mit solchen Leuten zu unterhalten und Erfahrungen und Meinungen austauschen. So kann man die eigenen Sichtweisen und Erfahrungen aus dem jeweiligen Land damit vergleichen wie andere nicht Einheimische das ganze sehen.Meer informatie
Yamoussoukro
27–28 dec. 2025, Ivoorkust ⋅ ☁️ 28 °C
Wir verlassen unseren Schlafplatz am Teich direkt nach dem Frühstück.
Es geht weiter in Richtung Yamoussoukro die Politische Hauptstadt der Elfenbeinküste. Die Straßen sind gut und wir kommen schnell voran. Auf dem Weg machen wir halt an einem Restaurant an der Straße. Leider wieder Fast Food , alle Restaurants die nicht nach Lebensmittelvergiftung oder Dünnschiss aussehen sind leider Fast Food und nichts Lokales. Es tut mir leid das so zu sagen aber mit einem empfindlichen Magen muss man hier echt aufpassen. Die Lokalen Restaurants sind einfach am Straßenrand und haben meist keine richtige Küche, keine Spül Möglichkeiten bis auf einen großen Eimer braunes Wasser. Auch ein Kühlschrank ist meist nicht vorhanden. Für uns also immer ein Risiko welches wir gut abwägen müssen.
Während wir draußen auf unsere echt nicht leckere Pizza warten, können wir unseren Augen nicht trauen wo wir mittlerweile zum sechsten mal auf dieser Reise den Gelben Afrikabus sehen. Das erste mal haben wir ihn in der Westsahara gesehen. Mittlerweile kennen wir einige von ihnen schon etwas besser und haben auch schon Nummern ausgetauscht.
Es ist echt immer wieder erstaunlich wie „viele“ Leute wir sehen die, die selbe Route fahren und das man sich immer wieder sieht ist auch schon fast normal. So sagen wir beim verabschieden mit den meisten Leuten immer, bis bald.
Die Stadt hat Riesen Straßen und wenig Autos, viele Freiflächen in der Mitte der Stadt sind unbebaut. Die großen Straßen sind teilweise unbenutzt und schon wieder herunter gekommen. Es scheint etwas wie eine Stadt die jemand groß gemacht hat oder machen wollte. Als wäre alles einst neu gebaut worden und dann verfallen.
So ist es auch finden wir später heraus, der erste Präsident der Elfenbeinküste hat sein Heimatort welcher damals 500 Seelen groß war zur Hauptstadt gemacht. Diese Hauptstadt besteht bis heute und auch einige beeindruckende Gebäude sind aus seinem Ursprung aber darüber morgen mehr. Sehr beeindruckend was man mit genug Geld und Macht hier erreichen kann.
Gut für uns, wir finden mitten in der Stadt auf einer verlassenen Straße einen Platz wo wir Campen können.
Eine halbe Stunde später fährt ein Defender und ein Toyota Landcruiser über die selbe Straße. Schon wieder sehen wir Reisende die wir zuvor auch schon gesehen haben was ein Zufall. Ein Spanier ein Franzose und ein Zyprer, sie stellen sich zu uns. Wir tauschen uns etwas aus, zum Abendessen gibt es heute Papaya und Ananas die wir zuvor am Straßenrand gekauft haben.
An dieser Stelle wünsche ich jedem der das hier Liest einen guten Rutsch ins neue Jahr 🎆🎇🍾Meer informatie
Elfenbeinküste
26–27 dec. 2025, Ivoorkust ⋅ ⛅ 30 °C
Wir packen unser Camp zusammen und es geht weiter Richtung Grenze. Der Prozess an der Grenze geht schnell und nach einer Stunde sind wir durch. Elfenbeinküste 🇨🇮, Land Nummer 13 auf unserer Reise.
50m nach der Grenze geht es durch einen chaotischen Markt der Weg in der Mitte ist gerade mal so breit wie ein Auto und dann kommt uns auch noch ein LKW entgegen. Ein paar Minuten geht erstmal garnichts mehr. Der LKW Fahrer wird von seinem Beifahrer durchgelotst, so richtig wissen sie aber auch nicht was sie da tun. Also wird der ein oder andere Marktstand auch mal einfach mit dem LKW weg geschoben. Immer wieder schreien sich einfach plötzlich alle Leute gegenseitig an. Wir finden es lustig und amüsieren uns darüber wie niemand etwas geregelt bekommen.🫣😂
In der Elfenbeinküste wird wieder Französisch gesprochen, leider ist damit auch erstmal die Zeit von einfacher Verständigung vorbei.
Das Straßenbild, und somit auch die Gesellschaft ähnelt auch wieder mehr Guinea. Nur mit dem riesigen Unterschied das hier in der Elfenbeinküste bis auf die Grenzstraße alle anderen Straßen perfekt asphaltiert sind. Also wirklich, europäischer „Standard“ es gibt sogar perfekte Autobahnen. 🤯
In der Stadt Duékoué finden wir zufällig über unsere Overlanderapp ein Restaurant welches an einem Teich liegt. Die Preise sind endlich mal so wie man sich das vorstellt und nicht völlig überteuert. Wir haben das Gefühl an einem Ort zu sein wo sonst nur einheimische Leute sind. Differenzieren muss man bei den Einheimischen natürlich auch. Die Leute die um uns rum an den anderen Tischen sitzen gehören nicht der Unterschicht, die wir meist auf der Straße antreffenden an. Es sind Menschen einer anderen Gesellschaftsklasse die uns als Hellhäutige Menschen auch nicht „besonders“ ansehen und behandeln. Auch mal schön einen Abend nicht die ganze Zeit nach Geld und Wasser gefragt zu werden und keine Kinder um sich rum zu haben die einem Taschentücher oder Ähnliches verkaufen wollen.
Wir fragen den Chef ob es möglich ist um den Teich zu Schlafen da wir darüber gelesen haben.
Für eine kleine Aufmerksamkeit währe auch das kein Problem. Einen festen Preis gibt es also nicht. So finden wir es am schönsten, wir zahlen also das was es uns wert ist.Meer informatie























































































































































































































































