• Paul Hubert
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Afrika Overland Expidition

Wir sind vier Abenteurer in zwei selbst umgebauten Geländewagen🚗 und fahren sechs Monaten lang von Köln bis Kapstadt🌍 einmal quer durch Afrika. 🐆🦁
🚗 Route: Westküste Afrikas
📸 Hier gibt’s Einblicke in unseren Alltag
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  • Endlich weiter

    Feb 7–8 in Cameroon ⋅ 🌙 26 °C

    Morgens packen wir hier an der Werkstatt alles zusammen und machen erstmal noch ein paar Erledigungen hier in der Stadt.
    1. Autos waschen
    (erst das zweite Mal auf der Reise😂)
    2. Wäsche aus dem Waschsalon abholen
    3. Versicherung für Zentralafrika abschließen
    (Ca. 60€ für zwei Monate)
    4. Einkaufen im Carrefour
    5. Geld abheben
    6. Tanken (1,30€/L)
    7. Visum Sticker am Flughafen abholen
    Ähnlich wie in Guinea gab es an der Grenze wo wir nach Kamerun eingereist sind ja kein richtigen Prozess. So müssen wir hier im Flughafen wieder rückwärts durch den ganzen Ankunftsprozess um zur Visa Stelle zu gelangen.

    Die ganzen Sachen zu erledigen dauert ordentlich lange, länger als gedacht. Also schaffen wir es heute nicht mehr weit aus der Stadt. Auf dem Weg Richtung Süden finden wir über unsere Overland App ein Restaurant bei dem man mitten im Wald kostenlos übernachten kann wen man dort etwas isst. So machen wir es auch und schlagen unser Camp schön im Grünen auf, endlich nicht mehr bei der Werkstatt. Endlich kann es weiter gehen.
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  • Werkstatt

    Feb 4–7 in Cameroon ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute geht es in die Hauptstadt Kameruns, Jaunde hier haben wir uns eine Werkstatt für unser Fahrwerks Problem raus gesucht.
    Die Straße bis nach Jaunde gleicht einer neuen deutschen Landstraße😍 bei einem Pinkel Stop fällt mir durch Zufall eine undichte Achskugel am Defender ins Auge. Zum Glück denn die Zentrierung der Kugel hat sich lose gerappelt, so hätte man im schlimmsten Fall einen Reifen verlieren können. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Straßenrand ist das Problem behoben, die Achskugel fest gezogen und auch wieder dicht. Also geht es weiter der einziger Nachteil der Straßen hier sind immer wieder Bordstein hohe Hubbel. Wir taufen sie Achsbrecher. Häufig auch 10 Hubel mit jeweils einem halben Meter Abstand. Das knallt ordentlich wenn man da nicht mit 20kmh drüber fährt. Wir haben die 80kmh Regel erfunden. 80kmh fahren und Lenkrad gerade und fest halten, so fliegt man quasi über den Hubel und das ganze fühlt sich weniger schlimm an. 😂

    Die Werkstatt bei der wir ankommen wird von einem Franzosen geführt. Er ist super nett und bekannt unter Overlandern. Wir dürfen für eine kleine Aufmerksamkeit auf seinem Hof selbst schrauben und auch über Nacht stehen. Auf dem Plan steht:
    1. Ölwechsel
    2. ⁠Differentialöle wechseln
    3. ⁠Dieselfilter wechseln
    4. ⁠Luftfilter wie jeden Tag ausblasen
    5. ⁠Bremsbeläge Hinten tauschen
    6. ⁠Fahrwerksbuchsen Hinten tauschen
    7. ⁠Traggelenke Hinten tauschen
    8. Reifen austauschen und rotieren.
    Nach der ersten Nacht fangen wir mit dem Beginn des Betriebes in der Werkstatt morgens um 8 an alles auseinander zu bauen.
    Wir bocken das Auto an allen vier Reifen auf, denn alle müssen ab. Die Querlenker hinten kommen als erstes raus. So kaputte Querlenkerbuchsen habe ich selbst noch nie gesehen 🤯.
    Die Werkstatt hat leider kein Presse also kontaktiert der Werkstatt Chef einen Kontaktmann, dieser kommt ein wenig später auf einem Moto Taxi um die Ecke. Er nimmt die ganzen Querlenker von uns mit, um sich auf die Suche nach neuen Buchsen zu machen. Eigentlich ein ungewöhnliches Vorgehen aber hier in Afrika normal. Mit Teilenummern ist hier nämlich garnichts zu machen und auch Messutensilien wie ein Messchieber sind hier Fremdwörter.
    Naja mit den worten in einer Stunde bin ich fertig bindet der Kontaktmann die Querlenker hinten auf dem Moped fest und zieht ab.
    Wir nutzen die Zwischenzeit für die restlichen Arbeiten. Durch die defekten Buchsen und die damit verbundene verstellte Spur hat sich ein Reifen auf der Hinterachse sehr stark abgenutzt. Also muss was neues her, auch hier hilft uns der Werkstatt Chef einen gebrauchten Reifen des selben Modells zu organisieren. Denn neue Gelände Reifen sind hier teurer als bei uns in Deutschland und das auftreiben dieser würde mindestens eine Woche, eher länger dauern.

    Aus der versprochen Stunde wurden 4 Stunden bis der gute Mann wieder auftaucht. Im Gepäck hat er unsere Querlenker mit den alten ausgepressten Buchsen. Neue hat er nicht gefunden und die Passungen der Buchsen wurden bei auspressen auch ordentlich beschädigt. 😂😂 Was ein Typ, dabei ist er auch noch frech und bietet uns komplette gebrauchte Querlenker mit alten rissigen Buchsen an und das ganze für über 200€. Dabei wäre der Preis nur für die Buchsen etwa 50€. Wäre mir sowas in Deutschland in einer Werkstatt passiert hätte ich dem Typen den Querlenker am liebsten durchs Gesicht gezogen… Aber ganz ruhig wir sind hier in Afrika, die haben einfach kein Gefühl für sowas.
    Da ich sichtlich unzufrieden bin und diskutieren zu nichts führt wird ein neuer Kontaktmann organisiert und das Problem auf morgen verschoben. Naja so haben wir wenigstens genug Zeit uns um all die anderen Dinge zu kümmern. Wir verbringen insgesamt drei Nächte auf dem Hof der Werkstatt in unseren Dachzelt.
    Abends geht es für uns immer ins Restaurant denn für kochen und einkaufen ist keine Zeit.
    Am Ende des zweiten Tages sind wir mit allem durch und haben auch die Querlenker mit nagelneuen Buchsen verbaut. (Der zweite Kontaktmann war deutlich besser😉)

    Morgen soll es weiter gehen, weiter reisen wollen wir mit drei Autos, denn heute ist Henning auch hier bei der Werkstatt angekommen.
    Henning ist unserer Bekanntschaft aus Liberia 🇱🇷 hier haben wir ihn vor über einem Monat dazu motiviert die Reise nicht abzubrechen sondern weiter zu fahren. So kreuzen sich die Wege immer wieder.
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  • Asphalt in Sicht

    Feb 3–4 in Cameroon ⋅ ⛅ 29 °C

    Wir machen uns nach einem entspannten Morgen auf den Weg über die letzten Kilometer des Off-Road Tracks. Kaum endet die Piste sind wir auch schon in Banyo, hier müssen wir erst einmal zu Zoll unser Dokument stempeln. Danach besorgen wir uns etwas Bargeld zum Tanken und für eine Backup Simkarte. Sobald wir den Ort Banyo wieder verlassen, verlässt uns auch das Glück der Asphaltierten Straße. Die nächsten 100km bis nach Tibati sind erstmal Dirt-Road, da diese aber nicht ausgewaschen und dafür ziemlich eben ist lässt sie sich auch problemlos mit 80kmh fahren. Aber eins steht fest 80kmh über Schotter fühlen sich brutaler an als die starken Off-Road Strecken der letzten Tage… naja hört euch das zweite Video an, es ist schon gut laut und die Vibrationen geben einem das Gefühl das man gleich das Armaturenbrett auf dem Schoß hat.
    Genau hier treffen wir zwei Rad 🚲 Reisende. Ein Australier und ein Franzose. Sie haben ihre Reise in Südafrika gestartet und haben das was vor uns liegt schon hinter sich und andersrum natürlich auch. So tauschen wir uns etwas aus, statten die beiden mit einer kalten Cola und Wasser aus bevor es weiter geht. Sie planen etwa ein Jahr für die Reise, ein straffer Zeitplan und nochmal auf einem ganz anderen Level als wir es tun.
    Mit dem erreichen der nächsten Stadt Tibati sind wir endlich wieder auf Asphalt. Nach einem kurzen Tankstop biegen wir endlich Rechts ab. Es geht endlich Richtung Süden, fast zwei Monate sind wir jetzt in Westafrika ziemlich konstant Richtung Osten gefahren. Natürlich mit Schlenkern, aber grundsätzlich immer Richtung Osten. Übrigens mit dem Grenzübertritt nach Kamerun sind wir nicht mehr in Westafrika sondern in Zentral Afrika.

    Heute schaffen wir es nicht mehr weit in den Süden, so suchen wir uns auf einer perfekten neu Asphaltierten Straße etwas abseits einen Schlafplatz. Hier ist so wenig los, obwohl es die Hauptstraße ist sehen wir pro Stunde nur etwa ein Fahrzeug. Da unser letzter richtiger Einkauf in Benin 🇧🇯 vor 14 Tagen schon etwas her ist ist unserer Ernährung ziemlich eintönig. Wir brauchen unsere Vorräte auf, die letzten Tage haben sich Nudeln und Reis abgewechselt. Heute ist Reis mit selbst gemachter Westafrikanischen Erdnusssauce dran, das haben wir vor etwa einer Woche in Nigeria das erste mal gekocht und ich finde es echt nicht schlecht.
    Nach dem Essen fängt es plötzlich an stark zu regnen ein starkes Gewitter zieht genau über uns. Also harren wir etwa 90Minuten im Auto aus bevor es hoch ins Dachzelt geht.
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  • Kamerun

    Feb 2–3 in Cameroon ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute gehen wir es ruhig an, nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir langsam auf. Es geht weiter über die Piste.
    Die Natur bleibt wunderschön, nur wenigen Autos und tatsächlich auch LKWs begegnen wir hier. Das fahren macht weiterhin Spaß und wird nicht langweilig. 2-3 Dörfer durchfahren wir auch. Dörfer im nichts, eine ganz schön anstrengende Strecke haben die Leute aus dem Dorf vor sich wenn es mal in die Stadt gehen soll. Immer wieder mal sind die Strecken so schlecht das es schon neue Wege rechts oder links dran vorbei gibt. So umfahren wir immer wieder so ausgewaschene Stücke die wir mit unseren Autos auch nicht meistern könnten. Immer wieder stellt sich uns die Frage was das wohl für eine Schlammschlacht in der Regenzeit sein muss.
    Die Temperatur ist den ganzen Tag über sehr erträglich etwa 26 Grad heben wir es tagsüber.
    Heute schaffen wir es schon bis an die Grenze zu Kamerun. Hier die Überraschung unser Abstecher nach Gembu wäre nicht nötig gewesen. Denn Zoll und Immigration gibt es hier sowohl auf der Nigeria Seite als auch auf der Kamerun Seite. Naja da waren wir wohl fehlinformiert.
    Der Immigrationen Officer teilt uns außerdem mit das der Officer in Gembu uns einen zweiten Einreisestempel anstelle des Ausreisestempels gegeben hat. 😂😂
    Naja nachdem das geklärt ist verlassen wir Nigeria und fahren erst einmal ein paar km in Kamerun bis wir auch hier die Immigration erreichen.
    Sie wollen Kopien unserer Reisepässe haben und lassen uns durch. Sie wollen nicht einmal unser Visum sehen. Auch einen Einreisestempel in unseren Pass bekommen wir nicht.
    Es wäre ja kein Problem wir waren ja hier sagt er uns. Ich hab ja eure Kopien fügt er hinzu. Was bleibt uns anderes übrig als ein Beweis Foto vor dem Büro zu machen und weiter zu fahren. Auch unser Zoll Dokument kann hier an der Grenze nicht direkt gestempelt werden, dafür müssen wir erst einmal in den nächsten Ort nach Banyo zum Zoll.
    Bis Banyo schaffen wir es heute aber nicht mehr, also fahren wir noch ein paar Kilometer bevor wir unser Camp etwas abseits der Piste aufbauen. 75km haben wir heute geschafft, pro Stunde waren es 11-14 km.
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  • Mayo Banyo

    Feb 1–2 in Nigeria ⋅ ⛅ 26 °C

    Früh morgens fahren wir los erst einmal fahren wir zur Immigration und zum Zoll hier in Gembu. Das ist auch der Grund weshalb wir überhaupt hier sind. An der Grenze wo wir nach Kamerun wollen gibt es nach unserem aktuellen Wissensstand keinen richtigen Grenzübertritt und somit auch keinen Prozess. Also müssen wir das Ganze in der letzten Stadt, hier in Gembu erledigen.

    Die Grenze von der ich spreche ist unter Overlandern als „Mayo Banyo“ bekannt. Diese Grenze ist nur mit richtigen Geländefahrzeugen mit genug Bodenfreiheit und 4L machbar. Sie führt durch das Hochland von Nigeria und Kamerun auf bis zu 1.900m Höhe und hat keine Straßen nur völlig ausgewaschene Wege mit teilweise Metertiefen Spurrillen.

    Bevor wir in den Off-Road track abbiegen wollen wir aber nochmal tanken, denn wir wissen nicht wie lange wir ohne Tankstelle auskommen müssen. Die Berichte der Leute die die Grenze genommen haben sind unterschiedlich von 3-5 Tagen ist alles dabei. In ganz Gembu fahren wir etwa 8 Tankstellen an, keine hat Diesel… Also fahren wir erstmal weiter nach Nguroje, von hier startet der Track. An der letzten Tankstelle die wir ansteuern gibt es Diesel, leider nicht aus der Säule dafür aus alten Kanistern. Nachdem wir die Qualität in unserem Einmachglas getestet haben nehmen wir den Sprit, wir haben ja keine Wahl.
    Dann kann es endlich los gehen 130km stehen uns bevor am ersten halben Tag schaffen wir etwa 40km durch das Gelände. Mir macht das fahren im Gelände immer am meisten Spaß. Das Technische fahren erfordert Achtsamkeit und konzentration. Ich liebe es das auszunutzen was das Auto kann und dabei die eigenen Fähigkeiten immer weiter zu verbessern. Unseren Camp schlagen wir hier oben in den Bergen das erste mal hier in Nigeria wild auf. Umgeben von wunderschöner Natur haben wir einen Wunderschönen Sonnenuntergang und kochen mein lieblings Pasta Gericht Spaghetti Carbonara🥰.
    Hier oben lässt es sich aushalten😉 dauerhaft eine angenehme Briese Wind um die Ohren sitze ich das erste mal seit Marokko mit meiner Dicken Fleecejacke im Campingstuhl. Dabei haben wir immer noch etwa 20grad, immer wieder beeindruckend finde ich wie sich der Körper an die Temperaturen gewöhnt.
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  • Kostenloser Strom

    Jan 31–Feb 1 in Nigeria ⋅ ⛅ 24 °C

    Arbeitsteilung, Malte kümmert sich nach dem Frühstück um das einstellen der hinteren Spur. Währenddessen fahren Jakob und ich in den Ort um das gebrochenen Teil schweißen zu lassen. Anfangs finden wir leider nur einen Autogen Schweißer. Wir fragen ihn ob es hier auch jemanden gibt der mit Elektrode schweißen kann. So schickt er uns in den Hinterhof, hier steht ein Elektrodenschweißgerät im Freien mit 2-3 Schweißern die irgendwelche Vierkantrohre zu einem „Geländer“ oder so zusammenschweißen. 😂
    Der Strom für das Schweißgerät und die Flex wird hier natürlich professionell von der Oberleitung abgezogen. 😂😂 So wie sich das eben gehört BG konform.
    Das Schweißen klappt problemlos und kostet unter 2€. Zurück am Auto packe ich Malte mit an und entdecke leider nichts gutes am Fahrwerk…
    Die Gummibuchsen der Oberen Querlenker hinten haben sich komplett verabschiedet. Das Gummi drückt sich seitlich schon aus der Buchse. Das schlimme daran, der Querlenker wird nicht mehr in seiner Position gehalten und schleift am Hauptrahmen😬. Großes Problem: Gummibuchsen sind einer der Sachen die wir nicht dabei haben da alle vor der Reise neu gekommen sind. Nun steht ein etwa 3-5 tägiger Off-Road track durch die Berge von Nigeria und Kamerun bevor und eine Möglichkeit die Buchsen irgendwo in Nigeria noch zu tauschen sehen wir nicht mehr. Also heißt es abwägen und oder „schön reden“. Die Schleifspuren sehen so aus als würde das ganze schon länger schleifen, also wird es wohl auch noch 5 Tage Gelände überleben. Außerdem beeinflusst es das fahren überhaupt nicht, man merkt es überhaupt nicht.

    Also geht es weiter wir fahren über Bali bis nach Gembu. Gembu liegt auf 1.500 Metern, diese müssen wir nach Bali erstmal hochfahren. So geht es über Serpentinen Straßen die nur teilweise asphaltiert sind den Berg hoch. Die Straße ist dabei so steil und mehr eine off-road Piste das es langsam voran geht. Dazu kommt das wir bekanntlich ja mit unseren etwa 3,5Tonnen „etwas“ überladen sind und wir aktuell eine Außentemperatur von etwa 35 Grad haben. Also merken wir schnell das der Motor wärmer wird als sonst. Dagegen gibt es selbstverständlich Trick 17… Heizung und Gebläse auf Maximum anschalten. So wird die Hitze vom Motor zusätzlich noch über den Heizungswärmetauscher abgeführt. Der Trick zeigt schnelle Wirkung und die Temperatur hält sich. Einziger Nachteil: wir bekommen die ganze Zeit den Heißluftfön ins Gesicht, aber es ist auszuhalten. Bei zunehmender Höhe fällt die Außentemperatur und der Wagen kann wieder von selbst seine Temperatur regeln. Abends kommen wir dann endlich in Gembu an, hier schlafen wir wieder im Innenhof eines Motels. Die Autos sehen auch schon wieder komplett aus wie Sau, aber so finde ich es am schönsten😂.
    Zu essen gibt es diesmal… na was wohl Reis mit Sauce, aber diesmal auch mit Fleisch und Salat. Kosten pro Person waren heute 2,50€ war wohl ein Touristen Preis 😂.
    Nachts brauchen wir hier oben in den Bergen auch wieder unsere dicken Decken den 20 grad bleibt weiterhin kalt für uns😂
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  • Nicht schon wieder

    Jan 30–31 in Nigeria ⋅ ☁️ 33 °C

    Es geht weiter heute fahre ich zum ersten mal den Defender von Jakob. Das wollte ich schon immer mal machen aber irgendwie haben wir es nie wirklich gemacht. Dafür jetzt aber und direkt im Gelände Geil… für mich auch nach 4 Monaten das erste mal wieder Schalter fahren denn unser Pajero hat ja ein Automatik Getriebe.
    Mir macht es extrem viel Spaß auch wenn es deutlich weniger Luxuriös ist, aber gerade das liebe ich. Höhere Sitzposition, andere Lenkradposition, eine Harte Kupplung und einfach viel mehr Auto und Emotionen.
    Heute fahren wir weiter in Richtung der Stadt Bali, denn wir müssen einen Bogen durch den Norden machen um an die Grenze zu kommen wo wir nach Kamerun fahren. Die laut Maps existierende Querstraße direkt nach Gembu gibt es nicht mehr bzw. Ist sie mit dem Auto unbefahrbar und nur mit dem Motorrad machbar.
    Die Straßen nach Bali sind eher schlecht, viele Schlaglöcher zwingen uns immer wieder zum abbremsen, dann gibt es auch immer mal wieder lange Abschnitte mit Schotterstraßen die teilweise stark ausgewaschen sind. Dann macht es auf einmal wieder Knack am Pajero. Es ist schon wieder passiert, wer erinnert sich an unseren gebrochenen Spurarm aus Guinea 🇬🇳?
    Er ist schon wieder gerissen. Gut das wir insgesamt 4 von den Armen haben, nach 20 Minuten ist er also getauscht und es geht weiter. Damit steht der Plan für morgen früh auch schon fest, ersteinmal Schweißerbude aufsuchen. Denn wir wollen auf jeden Fall immer Ersatz dabei haben. Ganz bis Bali schaffen wir es heute nicht mehr also suchen wir uns ein Hotel in Mararaba raus. Hier schlafen wir mal wieder im Innenhof in unseren Autos. Auch ein Bier und etwas zu essen bekommen wir hier. Das Essen wird extra noch von einer Frau hinterm Haus auf dem Feuer gekocht es gibt wie so häufig Reis mit Sauce. Stolze 60 Cent zahlen wir pro Person damit hatten wir heute auch das günstigste Essen bisher. Nur leider klappt es mit der Kommunikation mit der Köchin nicht so ganz gut. Anstatt wenig scharf bekommen wir das schärfste was wir je hatten. Ungefähr eine Stunde dauert es bis ich mal aufgegessen hab und mir ist fast schlecht, leicht schwindlig fühle ich mich auch.😂😂
    Ja ich vertrage null Schärfe.😂
    Wir zahlen hier im Hotel ein Zimmer für eine Nacht um das Badezimmer zu nutzen, so ist es sehr häufig. 4€ kostet der VIP Room hier, dafür gibt es kein fließendes Wasser nur ein Riesen Bottich Wasser aus dem wir duschen und die Toilette abspülen. Auch das ist keine Seltenheit.
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  • Afi Mountain Wildlife Sanctuary

    Jan 28–30 in Nigeria ⋅ ☀️ 34 °C

    Wir verlassen den Innenhof des Hotels früh am Morgen mit einer Diskussion ums Geld. Kein schöner Start aber es ist mal wieder wie so häufig, am nächsten Morgen wird wieder Versucht mehr Geld mit uns zu verdienen in dem man einen anderen Preis als noch am Vortag erwartet. Es geht um Beträge unter 10€ es würde uns nicht weh tun, uns geht es aber ums Prinzip. Wir bleiben standhaft und zahlen nur das was wir am Vortag ausgemacht haben.

    Danach füllen wir im Dorf noch etwas unsere Vorräte mit dem auf was wir hier bekommen. Also eigentlich nur Toastbrot, Eier, Wasser und ein paar Soft Getränke. Viel mehr gibt es hier nicht ohne auf den Markt zu fahren. Den Stress und die Zeit diesen auch noch zu suchen wollen wir aber nicht in Kauf nehmen, wir haben noch genug Vorräte.

    Nach unserer mehr oder weniger erfolgreichen Shopping Tour geht es ins Gelände, denn unser Heutiges Ziel ist eine Wildlife Sanctuary. Diese liegt in den sogenannten Afi Bergen. Auf dem Weg fahren wir über Straßen mit teilweise 1,5m tiefen Löchern, wir fragen uns dann immer was das wohl für eine Schlammschlacht in der Regenzeit sein wird. Ein spektakulärer Weg führt uns hoch auf den Berg in den Urwald immer tiefer rein bis wir bei der Ranch ankommen.
    Komplett umgeben von grün und den schönsten Geräuschen verschiedener Tiere aus dem Wald bauen Jakob und Manuel ihr Zelt auf während Malte und ich den Pajero auf Kanthölzer positionieren.
    Denn wir müssen das Verteilergetriebe absenken um elektrische Schalter zu Tauschen. Wir haben nämlich das Problem das wir das Getriebe nicht mehr in die Untersetzung schalten können.
    Da es ein bekanntes Problem am Pajero ist haben wir die Schalter selbstverständlich dabei. Nach etwa einer Stunde sind die neuen Schalter drin und alles funktioniert wieder. Jetzt können auch wir unser Camp aufbauen.
    Am nächsten Tag geht es mit einer Führung zu den Gehegen in den die Drills gehalten werden weiter.
    Denn dieser Ort hier ist eine Auffangstation für gefährdete Affen. Viele von ihnen wurden zuvor illegal privat gehalten oder waren in ihrem Lebensraum gefährdet. Zum Beispiel durch Wilderer denn wenn wir eins gelernt haben dann das Afrikaner alles essen was sich bewegt.
    Hier werden die Affen auf ihr Leben in der Wildnis vorbereitet bzw. Warten sie darauf frei gelassen zu werden. Das Problem ist wohl einen geeigneten Platz für sie zu finden wo sie sicher sind. Dies muss auch mit der Regierung abgestimmt werden, diese zeigt sich aber wohl wenig interessiert am Wildschutz sowie am Schutz des Regenwaldes. So ist es üblich das man in der Gegend illegale Jäger und tonnenweise illegal geschlagenes Holz sieht.
    Offiziell ist beides verboten aber in einem so korrupten Land ist alles möglich. Der Staat ist sogar in den Holz Export verwickelt obwohl es illegal ist…😂😂. Nach der Führung vorbei an den ganzen Tieren geht es für uns auf einen kleinen zweistündigen Spaziergang quer durch den Wald zu einem Bach in dem man baden kann. Auf dem Weg sehen wir ein heruntergekommenes netzt an Hängebrücken die sich von Baum zu Baum von Plattform zu Plattform hangeln. Leider alles durch einen Erdrutsch vor Jahren zerstört.
    Unser Guide zeigt uns auch immer wieder Stellen an denen illegal Bäume gefällt wurden und das in geschützten Gebieten des Stattes.
    Wir entscheiden uns noch eine weitere Nacht hier zu bleiben und genießen nachts die 20 grad die uns mittlerweile schon ordentlich kalt vorkommen so kalt das wir schon wieder die dickere Decke auspacken. Aber es ist mal eine schöne Temperatur zum Schlafen und auch die Geräusche des Waldes sind traumhafte Musik.
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  • Einfach nur durch

    Jan 27–28 in Nigeria ⋅ ☁️ 30 °C

    Wir fahren morgens um 7 Uhr los um mal wieder möglichst viele Kilometer zu fahren.
    11 Stunden und 470km fahren wir heute. Dementsprechende platt sind wir abends beim aufbauen von unser Camp. Nach der einzigen Mahlzeit heute geht es dann auch schnell ins Bett. Untergekommen sind wir hier übrigens mal wieder im Innenhof von einem mehr oder weniger verlassenen Hotel. Nur noch eine Familie lebt hier die scheinbar auf den Platz aufpasst. Von solchen Orten sehen wir relativ viele. Orte die mal sehr schön gewesen sein müssen, es aber absolut nicht mehr sind da sie verfallen. Schade.Read more

  • Toter Mann

    Jan 25–27 in Nigeria ⋅ ☀️ 32 °C

    Es geht weiter unser erster voller Tag in Nigeria steht an. Bis auf einem laufenden Generator hatten wir eine ruhige nach. Die Ohropax sind aber mittlerweile fast jeden Tag in Gebrauch. Daran haben wir uns also gewöhnt.

    Erstmal steht Tanken auf dem Plan etwa 60 Cent kostet der Liter hier, so günstig hatten wir es noch nirgends. Es braucht drei Leute um unser Geld zu zählen😂. In den Fotos habe ich mal eine Liste die die Qualität des Diesels in den jeweiligen Ländern zeigt hochgeladen. Der angegebene Wert bezieht sich auf den Schwefelgehalt. Die Verfügbarkeit sowie die Reinheit müssen wir immer noch separat checken.

    Wir haben einen langen Fahrtag und reisen einiges an Kilometern. So haben wir es auch geplant, ohne Mittagspause einfach durch um den Tag auszunutzen bevor es dunkel wird denn besonders hier in Nigeria wollen wir nicht im Dunkel fahren. So suchen wir uns im Abstand von einigen Kilometern Hotels raus um mehrere Backups als Sicherheit zu haben. Neigt sich der Tag dem Ende entscheiden wir bis wohin wir es schaffen.
    Die Straßenverhältnisse sind sehr unterschiedlich mal nur Schlaglöcher, mal perfekter Asphalt, dann wieder ein paar Riesen Löcher… und so weiter.
    Heute schaffen wir es bis nach Benin-Stadt so heißt der Ort indem wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Eine unglaubliche Leistung die wir selbst nicht geglaubt hätten. Wir waren im Durchschnitt ein gutes Stück schneller als gedacht und sind somit weiter gekommen.
    Heute hatten wir außerdem die bisher gruseligste Begegnung, auf der Autobahn sehen wir eine Verwahrloste Leiche liegen. Wir sind uns anfangs nicht sicher da wir nur schnell dran vorbei fahren. Später checken wir aber unserer Dashcam und stellen fest es war tatsächlich eine Leiche mit platt gefahrenen Beinen. Gruselig… einfach liegen gelassen… und das auf einer viel befahrenen Straße. 😖

    Wieso wir jetzt zwei Nächte im Hotel verbringen liegt daran, das es in der angrenzenden Region ein „Montags Fahrverbot gibt“
    Dieses Fahrverbot ist kein offizielles von der Regierung aufgestelltes Verbot. Es ist eins von einer in der Region streikenden Gruppierung die so der Wirtschaft schaden möchte.
    Nichteinhaltung wird häufig mit Gewalt bestraft, bei Auseinandersetzungen gab es schon einige hunderte tote. Da die Informationslage unsicher ist entscheiden wir uns dagegen zu fahren. Am nächsten und somit unserem freien Tag gehen wir ins Kino neben unserem Hotel. Eine verrückte Erfahrung, sogar hier im Kino sind die Boxen maximal laut, so laut das die Bretter der Verkleidung bereits vibrieren.
    Außerdem sind wir die einzigen im Saal😂

    Zurück am Hotel wasche ich noch etwas Wäsche in der Dusche des Hotelzimmers. Das gehört eben auch dazu.
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  • Nigeria

    Jan 24–25 in Nigeria ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach 5 Stunden Schlaf geht es morgens um 10.30 Uhr weiter wir verlassen das Haus von Simon und fahren Richtung Grenze nach Nigeria. Henning der Nigeria ja eigentlich mit uns machen wollte ist leider noch nicht so weit. Also fahren wir alleine durch Nigeria. Schlimm ist das nicht unbedingt. Es ist nur so um so mehr Autos zusammen fahren um so größer ist das auftreten bei jedem Checkpoint und einfach allgemein im Land. Das ist bei einem so unsicheren Land wie Nigeria auf jeden Fall ein Vorteil.
    Vor der Grenze wechseln wir das erste Mal an einer offiziellen Wechselstube Geld für Nigeria. 200€ pro Person wechseln wir, der ganze Prozess dauert etwa 90 Minuten 😒.
    Der Prozess an der Grenze zieht sich auch etwas. Die Leute auf der Nigeria Seite sind super Lieb und interessiert trotzdem durchlaufen wir sechs Stationen bis wir einreisen dürfen:
    Anmelden an der ersten Schranke
    Autos Parken
    Hände Waschen 🧼🧐😂😂
    Fiber mit einer Temperaturpistole Messen😂
    Gelbfieber Impfung kontrollieren
    Einreise Behörde+ Einreisestempel
    Polizei checkt auch nochmals alles gegen
    Andere Polizeibehörde checkt auch nochmal
    Zoll Papiere
    Und dann dürfen wir endlich durch hat ja nur drei Stunden gedauert.
    Wir fahren etwa 10 km in den nächsten Ort bevor es dunkel wird. Hier suchen wir uns ein Hotel raus, denn wir wollen im Innenhof vom Hotel schlafen. Wieso das ganze?
    Kommen wir zu den Regeln die wir für Nigeria habe.
    1. Es ist üblich in Hotels und in deren Innenhöfen zu stehen und nicht Frei! Wieso? Es ist einfach zu gefährlich, Willkürlicher Raub, Entführungen und Tötungen können vorkommen. Außerdem hat Nigeria eine sehr hohe Populationsdichte.
    2. Nicht außerhalb von Ortschaften Anhalten, der Grund ist der gleiche.
    3.Extreme Vorsicht, Militärische Checkpoints, Immigration Checkpoints und Polizei Checkpoints sind Alltäglich in einer Vielzahl vorhanden.
    Davon gibt es auch einige Fake Checkpoints die eine Falle sein können. Außerdem gibt es auch viele andere Maschen die Kriminelle nutzen um einen zu Anhalten zu bringen.
    4. keine Korruption bezahlen.

    Dann schauen wir mal wie sich diese Regeln die nächsten Tage umsetzen lassen.

    Wir fühlen uns hier im Innenhof des Hotels auf jeden Fall sicher und bestellen uns etwas zu essen.
    Preise im Restaurant:
    0,66L Bier ca.1,30€
    Portion Reis mit Fleisch und Sause ca.2,5€
    Und damit Gute Nacht.
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  • Gastfreundschaft

    Jan 23–24 in Benin ⋅ ⛅ 28 °C

    Am nächsten Morgen geht es los ein Tag voller Aktivitäten steht uns bevor.
    Als erstes fahren wir nach Ganvié ein Ort welches ausschließlich auf Stelzen gebaut ist. Es wurde im 17-18 Jahrhundert von den Einheimischen errichtet um sich vor der ethnischen Gruppe die die Sklaven erbeuteten zu verschanzen.
    Hier leben die Menschen in verschiedenen Dörfern noch heute auf dem Wasser. Ihren Lebensunterhalt finanzieren sie sich durch das Fischen.

    Anschließen geht es zu unser Verabredung mit Simon dem Club Besitzer. Als erstes gehen wir zusammen mit ihm FuFu essen, er möchte uns beweisen das FuFu auch lecker sein kann. Er hat recht uns schmeckt es allen bis auf Malte deutlich besser als das letzte Mal.
    Nach dem Essen fahren wir zusammen in Simons Auto zum Markt. Denn wir haben ihm gesagt das wir gerne den Fetisch Voodoo Markt sehen möchten. Das möchte er sehr gerne möglich machen. Verrückt welche Tiere hier alle liegen. In der Voodoo Kultur werden die Tierköpfe und andere Körperteile als Opfergaben und für Zeremonien benutzt. Krass ist es auf jeden Fall, wir sehen unter anderem Affenschädel, Elefantenschädel, Gorilla Hände und Schädel, Ratten, Mäuse, Igel, Hunde und Fledermäuse😬🤯
    Nach dem Markt bringt Simon uns zu seinem Leerstehendem Ferienhaus in dem wir übernachten können. Hier können wir auch unsere Autos sicher abstellen.
    Es ist auf jeden Fall eine andere Erfahrung mit einem Local über die Straßen und den Verkehr zu fahren. Er hupt ununterbrochen und es gibt auch eigentlich nur Vollgas.
    Wir machen aus das wir um 23 Uhr mit dem Taxi zu seiner Wohnung kommen um zusammen in den Club zu fahren. Wir fahren ersteinmal in eine Club der nicht ihm gehört, den er uns aber trotzdem zeigen möchte. Er hat auf jedenfall auch hier ordentlich Ansehen uns werden auf dem Parkplatz die Auto Türen aufgemacht und auch im Club kennt ihn jeder. Nach einer Stunde geht es weiter zu seinem Club natürlich wie ein Lokal Vollgas mit Handy in der Hand über die Stadt Autobahn.
    Hier geht es nochmal mehr ab, alle kennen ihn. Er versichert uns das es aber erst ab 2-3 Uhr hier so richtig voll wird und er hat recht…
    Wir sitzen zusammen mit ihm und ein paar seiner Freunde direkt an der Tanzfläche am (VIP Tisch). Er stellt eine Flasche Whisky, Cola und Redbull in Eis mit den Worten feel free auf den Tisch auch eine Pfeife wird direkt vorbeigebracht. Wir haben einen echt geilen Abend und fallen um 5 Uhr morgens nur noch ins Bett.
    Was ein Tag!!!
    Und ja er hat zu unserer Überraschung mit keinem Punkt gelogen. Alles was er erzählt hat stimmt und alles was er verlangt hat ist nix bis auf eine coole Zeit.

    Danke Simon:)
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  • Tennis 🎾

    Jan 21–23 in Benin ⋅ ☁️ 29 °C

    Für heute steht nach Cotonou fahren und einkaufen auf dem Plan. Auf dem Weg schauen wir uns verschiedene Sachen an, ein Denkmal am Strand wo damals die Sklaven verladen wurden. Ein Altes Flugzeug direkt am Strand am Flughafen und die Mauer am Hafen die über einige Kilometer mit Kunst bedeckt wurde.
    Danach wollen wir uns noch den größten Markt Westafrikas hier in der Stadt anschauen oder viel mehr die Voodoo Fetisch Sektion. Leider finden wir aber keinen Parkplatz der uns sicher genug erscheint, außerdem lesen wir das der Eintritt zur Voodoo Sektion wohl häufig 30€ pro Person kostet und Bilder verboten sind.
    Wir entscheiden uns also leider dagegen und steuern einen Schlafplatz am Strand an.
    Diesen hat Malte zufällig über Satelliten Bilder gefunden, also ich hatte wirklich keinen Einfluss darauf, aber gefreut über den direkt anliegenden Tennisplatz habe ich mich natürlich trotzdem riesig. So bauen wir unser Camp auf und ich nutze nach am selben Abend die Gelegenheit und spiele mit einem Trainer eine Runde Tennis, endlich mal wieder. Das letzte Mal ist bei mir schon etwa 5 Monate her, denn in den letzten Monaten der Reisevorbereitungen war dafür leider auch keine Zeit. Davor war ich jede Woche etwa 5 mal spielen, dementsprechend kribbelt es in den Fingern wenn ich einen Platz sehe.
    Am nächsten Morgen bin ich natürlich wieder zum Tennis spielen verabredet.
    Danach planen wir unseren Grenzübertritt nach Nigeria, den würden wir am liebsten zusammen mit Henning machen. Ein anderer Reisender den wir bereits in Liberia kennen gelernt haben. Er hängt aber noch in Ghana fest, da er eine neue Kupplung bekommt. Wir entscheiden uns dazu noch zwei Tage auf ihn zu warten. Also verbringen wir den Tag hier am Strand in der Strandbar.
    Plötzlich kommt Simon zu uns, er kommt aus Benin und ihm gehört die Strandbar erzählt er uns. Er ist super nett gibt uns einen Cocktail aus und wir sprechen über unsere Reise und darüber was er so macht. Er besitzt noch einen Club in der Stadt und noch zwei weitere Strandbars. Sein Handy klingelt echt ununterbrochen, anfangs sind wir zwar skeptisch glauben ihm aber.
    Er sagt uns wir sollen unbedingt morgen Abend in seinen Club kommen. Sowas ist für uns aber total schwierig weil wir die Autos irgendwo sicher unterbringen müssen, und auch nach dem Club darin schlafen müssen. Simon sagt uns wir sollen uns nicht so viele Gedanken machen er hat ein aktuell leerstehendes Gästehaus welches er uns anbieten kann. Wir fragen nach dem Preis um zu schauen ob es in unsere budget liegt. Er versichert uns das es ein Geschenk ist und er uns in den Club und ins Haus einlädt. Wir sind überrascht und nehmen das Angebot gerne an. Unsicher sind wir uns dennoch etwas, normalerweise versucht jeder aus uns Geld raus zu holen. Wir vertrauen ihm und machen alles für den nächsten Tag aus.
    Später am Abend können wir unseren Augen mal wieder nicht trauen als der gelbe Afrika Reisebus mal wieder genau zu uns kommt. Wir kontaktieren Simon der mittlerweile schon nachhause ist, er kommt wieder und ist glücklich darüber das der Bus bei ihm hält. Er ist uns super dankbar das wir ihm nochmal Bescheid gegeben haben, er lässt alle 20 Leute aus dem Bus bei sich auf dem Geländer der Bar schlafen. Wir verbringen den Abend also mit den Leuten aus dem Bus an der Bar.
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  • Art Studio

    Jan 20–21 in Benin ⋅ ☁️ 28 °C

    Wir fahren weiter und fangen mit dem an, was wir ursprünglich in Benin machen wollten.
    Voodoo…
    Benin hat eine große Voodoo Kultur und davon wollen wir bisschen was sehen. Das große Voodoo Festival was hier einmal im Jahr stattfindet haben wir leider um eine Woche verpasst.
    Heute steht der Python Tempel auf dem Programm, viel gibt es hier nicht zu sehen lediglich ein großes Gebäude welches sich aktuell im Bau befindet und ein Paar Python Schlangen.
    Ich traue mich nicht sie mir um den Hals zu legen da ich Schlangen hasse aber Malte tut es. Aber einmal zu fühlen wie sich der Körper anfühlt lasse ich mir nicht entgehen. Reine Muskelmasse und von kalt auf warm in Sekunden ändert sie immer wieder ihre Temperatur je nach Untergrund.
    Echt beeindruckende Tiere aber mir reicht es dann auch und wir schauen uns die Souvenir Shops an.
    Es gibt viele Masken, die die Voodoo praktizierenden während ihren Ritualen tragen. Und auch Voodoo Puppen sehen wir. Danach essen wir etwas in einem Restaurant, seit langem werde ich von einer Portion hier mal wieder richtig satt.
    Danach fahren wir zu einem Art Studio in dem uns ein super netter Künstler begrüßt, er zeigt uns seine Ausstellung und sein Atelier.
    Ein super cooler Ort finden wir, einen Platz im Garten zwischen Bäumen hat er auch. Also bauen wir hier unser Camp auf und anschließend überrascht er uns mit etwas Zitronengras. Wir kochen zusammen einen Tee und unterhalten uns.
    Er hat eine Wohnung in Italien und ist somit häufiger in Europa, den europäischen touch in seiner Denkweise spürt man sofort. So macht es echt Spaß sich mit ihm zu unterhalten und Ansichten zu teilen.
    Auch über Benin sprechen wir viel, er berichtet wie viel sich in den letzten Jahren durch den neuen Präsidenten getan und Entwickelt hat.
    Neue Straßen fast überall, keine Korruption, Ausbau von Touristenattraktionen, einigermaßen geregelter Straßenverkehr, Rollerfahrer maximal zu zweit und immer mit Helm.
    Alles Sachen die uns auch schon aufgefallen sind.
    Ist ja scheinbar doch was möglich wenn nicht immer jeder nur an sich selbst denkt.
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  • Benin? Benin!

    Jan 18–20 in Benin ⋅ ⛅ 27 °C

    Morgens bekommen wir an unserem Schlafplatz mitten im Feld Besuch 10-12 Leute gemeinsam mit dem Dorfchef. Nach kurzem Gespräch steht fest: kein Problem hier zu stehen. Ein Selfie mit dem Dorfchef und die Sache passt glauben wir. Nach 15 min kommt er wieder, zusammen mit einem Gewehr bewaffneten Soldaten um Personalien aufzunehmen. Die Stimmung ist schon deutlich schlechter. Nach ein paar Fotos von Jakobs Pass hauen sie ab und wir dann auch.
    Wir fahren weiter in den Süden zur anderen Grenze um es hier zu probieren. Hier fängt das Probleme schon auf der Togo Seite an. Bereits bei der Einfahrt in das Grenzgebiet werden uns unsere Handfunkgeräte abgenommen. Anschließend werden wir in einen Raum mit Klimaanlage und TV gebracht und sie machen uns das Endspiel des Afrika Cups an. Es hieß in 2 Minuten kommt jemand und dann geht's weiter. Wir warteten ca. 2,5 std in diesem Raum, bis jemand kommt. 😂Anschließend kontrollieren sie die Autos knapp eine Stunde. Jede Kiste, jedes Fach, alles wird ausgeräumt. Jede Boxershort und Socke angeschaut und jeder Karton ausgepackt. Natürlich finden sie nichts. Anschließen geht es für uns wieder in den Raum und es heißt in ein paar Minuten können wir gehen. Insgesamt geht es dann noch 2-3 mal hin und her, bis wir schlussendlich nach ca. 7 std auf der Togo Seite weiter können. Unsere Funkgeräte werden beschlagnahmt, da diese wohl registriert werden müssen. Wieso auch immer das bei der Ausreise noch Sinn ergibt.
    Jetzt wird es spannend denke wir, hat die andere Benin Grenze diese Grenze über das Problem mit uns informiert oder nicht? Wissen die Beamten über unsere Patrone Bescheid oder nicht?
    Zum Glück nicht, unsere annullierten stempeln sehen sie aber interessiert sind sie nicht. Nach 15 Minuten haben wir den Einreisestempel und können weiter ohne das jemand einmal unser Auto durchsucht hat. Verrückt😂
    Es ist mittlerweile schon wieder dunkel, wir finden jedoch recht nah an der Grenze bei einer Beachbar einen Stellplatz, hier bleiben wir direkt zwei Nächte und ruhen uns erst einmal etwas aus.

    Neben dem ganzen Stress mit den Grenzen hatten wir in allen Ländern in Westafrika täglich sehr gefährliche Situationen im Straßenverkehr. Ein Großteil der Menschen fährt, als wäre ihnen ihr eigenes Leben, sowie das Leben von allen anderen völlig egal. Als würden sie nicht eine Sekunde nachdenken bevor sie einfach losrasen, umdrehen, aus einer Seitengasse rausziehen oder eine dritte Spur im Gegenverkehr eröffnen, für welche keinen Platz ist. Zusätzlich fährt die Hälfte nachts ohne Licht und die andere Hälfte mit Fernlicht, was dazu führt, dass man nachts definitiv nicht fahren sollte. Wir sind jeden Tag froh, wenn wir zum Einen nicht selbst in einen Unfal verwickelt wurden und zum Anderen nicht Ersthelfer sein müssen, wenn wieder mal Menschen im Verkehr ums Leben kommen.
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  • Die leere Patrone

    Jan 17–18 in Togo ⋅ 🌙 26 °C

    Wir fahren wie immer Morgens früh los, denn heute ist ja mal wieder ein Grenzübertritt auf dem Plan. Heute solle es von Togo nach Benin gehen. Um 13 uhr sind wir an der Grenze, in Togo klappt die Ausreise problemlos und nach etwa einer Stunde sind wir durch. In Benin verläuft anfangs auch alles nach Plan, unsere Reisepässe werden Eingestempelt und wir dürfen wieder zu den Autos. Hier wollen sie jetzt doch noch die Autos kontrollieren, sie schauen sehr genau hin, für uns kein Problem wir haben ja bis auf Bargeld nichts zu verstecken. In unserem Auto finden sie eine leere Patronenhülse welche wir in der Sahara gefunden haben. Anschließend drehen sie alles auf links und die Stimmung kippt langsam immer mehr. Ohne erkenntlichen Grund warten wir 2,5 std auf den „Chef". Ich meine was ist an einer Leeren offensichtlichen komplett verblichenen uralten Patronenhülse so schlimm? Der Chef kommt schließlich irgendwann an. Er zählt uns immer neue Gründe auf worauf wir Warten müssen bis wir weiter können…
    Das ganze geht von 5 min Papierkram, über Telefonat mit der deutschen Botschaft, Fingerabdrücke abgeben bis schlussendlich „deutsche Botschaft hat die Einreise verwehrt"
    Woraus die Beamten diese Aussage schließen ist uns nicht bewusst. 😂
    Nach ewiger Diskussion kippt die Stimmung komplett und wir werden handgreiflich dazu gebracht Benin wieder nach Togo zu verlassen. Der Notdienst der Deutschen Botschaft ist nicht bereit dazu uns zu helfen und die Situation zu klären. Im Nachhinein war sie vermutlich auch an dem Abend nicht mehr zu klären, da mit den Beamten vor Ort ein normales Gespräch nicht möglich war.

    Die Beamten in Togo nehmen uns netterweise wieder auf und sowohl den Ausreisestempel in Togo als auch den Einreise Stempel von Benin werden annulliert. Dadurch haben wir unsere beiden “Single Entry” Visa nicht verloren.
    Sie sagen uns wir sollen es einfach an einer anderen Grenze probieren, da die Beamten in Benin sich nicht kooperativ zeigen. Wir bedanken uns und sind froh das Niemandsland nach etwa 7 Stunden ohne Erfolg endlich wieder verlassen zu können und nicht hier schlafen zu müssen.

    Da der Tag schon lange vorbei ist, suchen wir im Dunkeln noch einen Schlafplatz. Da in den üblichen Apps nichts zu finden ist, schauen wir wie so oft selbst bei Google Maps, wo es ruhig aussieht. Mit einem halbwegs gutem Gefühl bauen wir unser Camp auf und gehen nach dem langen Tag zügig ins Bett. Nachts kommen erst 6 dann 8 dann über 12 Personen mit Taschenlampen und umrunden immer wieder die halbe Nacht das Camp.
    Nachts um 3 kommt zusätzlich noch ein Schuss aus einem Gewehr oder ähnlichem aus direkter nähe. Offensichtlich geht es nicht um uns, da niemand etwas sagt oder direkt zu uns kommt, jedoch gibt es einem trotzdem logischerweise kein gutes Gefühl.
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  • Togo

    Jan 16–17 in Togo ⋅ 🌙 29 °C

    Nach unserer zweiten Nacht in der Waterfall Lodge geht es für uns weiter in Richtung Togo Grenze. Auf dem Weg tanken wir noch einmal voll da der Sprit in Togo und Benin deutlich schlechter sein soll als hier in Ghana. So werden wir auch unser restliches Geld der Ghana Währung los.
    Togo und Benin haben wie viele andere Westafrikanischen Länder die Einheitliche Währung CFA.
    Außerdem sind die beiden Länder wieder französisch sprachig.
    Die Grenze überfahren wir problemlos, der Prozess dauert trotzdem sehr lang da die Leute besonders auf der Togo Seite hier einfach kein Bock haben zu Arbeiten. So werden unser Dokument in Zeitlupe begutachtet und bearbeitet außerdem stempeln die hier direkt eine Seite im pass voll, und das mit vier verschiedenen stempeln. Den Beamten scheint das ganze ordentlich anstrengend zu sein. Naja nach etwa 2 Stunden haben wir die Grenze überwunden und fahren erst einmal ein gutes Stück Off-road über eine Dirt road durch den Regenwald.
    Nach etwa 20km kommt wieder eine Schranke, diesmal Zoll hier müssen wir unsere Papiere für das Auto ausfüllen lassen.
    Hier in Togo wollen wir uns eigentlich nichts anschauen und planen deshalb nur eine Nacht hier zu verbringen bevor es weiter nach Benin geht.
    Wir halten in der Stadt Kpalimé an um etwas zu essen, mit dem Restaurant Besitzer verstehen wir uns so gut, das wir direkt mal fragen wo wir hier eine SIM Karte als Backup bekommen. Denn hier in Togo funktioniert unser Starlink nicht. Starlink ist wohl noch mit Togo in Verhandlungen weshalb es hier geblockt ist.
    Nachdem Jakob sich eine SIM besorgt hat, gehen wir noch zusammen mit der Köchin des Restaurants auf Suche nach einer Machete. Am Restaurant sagt man uns wenn wir alleine gehen würden, würden sie uns viel zu viel Geld abnehmen. Wir laufen also zusammen mit der Köchin auf dem Markt und kaufen uns jeweils für etwa 4€ eine Machete.
    Jaa ich weiß wir haben uns in Sierra Leone schon Machete bauen lassen allerdings war das Metall eher weichgeglüht als gehärtet weshalb diese nichtmal eine Kokosnuss öffnen können.
    Auf dem Rückweg zum Restaurant sehen wir eine Beerdigung. Ein Sarg quer hinten auf einem Roller geschnallt und dahinter 20 weitere Roller, alle sind am hupen und fahren im Konvoi im Kreisverkehr mehrere Runden. Das ganze ordentlich schnell, so schnell das wir uns denken, die Leiche muss doch angeschnallt sein dadrin sonst liegt sie jetzt schon in einer Ecke. Eine verrückte Erfahrung aber hier scheinbar normal bekommen wir mit. Ein Bild haben wir leider nicht da alles zu schnell ging.
    Wir fahren weiter, raus aus der Stadt zu unserem Schlafspot mal wieder wild in der Natur. Nichts besonderes einfach abseits der Straße ein paar Meter in einen Weg rein bis auf eine Freifläche.
    Hier verbringen wir also unserer erste und eigentlich auch einzige Nacht in Togo… eigentlich…
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  • Wli Waterfalls

    Jan 14–16 in Ghana ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach dem Botanischen Garten geht es für uns wieder auf getrennten Wege weiter. Die Familie bleibt eine Nacht am Botanischen Garten, da sie etwas später erst nach Togo (das nächste Land) wollen trennen sich unsere Wege hier wohl bis auf weiteres erst einmal endgültig.
    Für uns geht es nun schon weiter Richtung Grenze denn hier wollen wir uns noch die Höchsten Wasserfälle Westafrikas in Ghana anschauen bevor wir das Land verlassen.
    Das Camp für die nächsten zwei Nächte bauen wir in der Waterfall Lodge auf. Ein Ort der von einem Älteren deutschen Pärchen geführt wird. Sie waren vor 25 Jahren auf der selben Reise wie wir unterwegs. Bis nach Südafrika haben sie es aber nie geschafft, dann in Ghana war Schluss. Hier fanden sie es besonders umgeben von den Bergen so schön, das sie sich entschlossen haben zu bleiben. Neben Stellplätzen für Camper in ihrem Garten neben Bananenbäumen Palmen und Ananas Pflanzen bieten sie auch einige Räume in Bungalows an. In der Mitte des Geländes befindet sich das Restaurant ebenfalls gebaut wie ein Bungalow. Mit spitzem Strohdach und Runder Grundfläche nur ohne Wände. Eine wunderschöne Atmosphäre. Abends lernen wir genau hier Vanessa und Simon kennen ein Pärchen welches genau wie meine Reisegefährten auch aus Köln kommt. Simon wohnt sogar nur ein paar Straßen von Malte entfernt.
    Sie sind hier in Ghana im Urlaub und erkunden auf eigene Faust als Backpacker das Land. Wir verabreden uns für den nächsten Morgen zur Wanderung zu den Wli Waterfalls.
    Ach und übrigens der gelbe Bus steht mal wieder genau neben uns. Verrückt wie sich unsere Wege immer wieder kreuzen.
    Wir starten morgens um 7 mit der Wanderung. Nach etwa 4 Stunden erreichen wir den Upper Fall, den oberen der beiden Wasserfälle. Komplett nass geschwitzt freue ich mich auf nichts mehr als in das kühle Wasser zu hüpfen. Für mich ist es das erste Mal das ich so einen Wasserfall in echt sehe dementsprechend besonders auch das Gefühl in der Gischt des kalten Wassers zu stehen. Auch sich die Wassermassen auf den Kopf fallen zu lassen ist ein schönes Erlebnis welches ich so schnell nicht mehr vergessen werde.
    Nach dem Baden wandern wir mit unserem Guide zum unteren Wasserfall, nach weiteren 90 Minuten sind wir schon ordentlich platt und glücklich am unteren Wasserfall angekommen zu sein. Nach einer weiteren Abkühlung ist der Weg bis zu unserer Lodge nur noch auf ebener Strecke zurück zu legen. Als Belohnung gibt es erstmal eine frische Kokosnuss, anschließend ein Bierchen und … Currywurst. Vor ein paar Tagen haben wir noch davon gesprochen was wir von zuhause vermissen. Das Essen war auf jeden Fall ein großer Punkt. Umso glücklicher sind wir hier Currywurst mit Pommes auf der Karte zu lesen. Den restlichen Abend verbringen wir im Restaurant. Etwas später am Abend sehen wir dann auch noch zwei uns bekannte Gesichter Bernadet und Haio die beiden habe wir auch schon in der Treehouse Lodge kennen gelernt. Sie reisen mit ihrem Offroad Iveco mit Wohnkabine die selbe Route wie wir.
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  • Botanischer Garten

    January 14 in Ghana ⋅ ☁️ 29 °C

    Morgens packen wir unser Camp hier in der treehouse lodge zusammen und fahren gemeinsam mit den Krafts in Richtung Botanischer Garten. Mal wieder in gemischter Konstellation fahre ich diesmal im LKW hinten in der Wohnkabine mit. Bei der Ausfahrt wird es kurz einmal ordentlich eng mit einer Stromleitung wo wir gerade so drunter passen.
    Ich finde es richtig cool in dem LKW und fühle mich auch während der Fahrt in der schaukeliegen Kabine wohl. Meiner Meinung nach ist es Das Reisemobil um mit einer so großen Familie eine solche Reise zu machen.

    Angekommen an dem Botanischen Garten watscheln wir etwa zwei Stunden über die Wege vorbei an den teilweise uralten Riesen Regenwald Bäumen. Die Highlights habe ich mal in ein paar wenigen Bildern zusammengestellt.
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  • Die kühle Luft der Berge ⛰️

    Jan 12–14 in Ghana ⋅ ⛅ 26 °C

    Morgens gehen wir alle getrennte Wege. Die Familie sowie Ana und Leon fahren früh nach Accra um sich um Visa zu kümmern die wir schon in Conakry gemacht haben. Wir fahren etwas später auch nach Accra, wir nutzen die Moderne Stadt und halten Ausschau nach Autoteile Shops da wir gerne noch mehr Luftfilter kaufen wollen. Diese setzen sich bei den Straßen und der trockenen staubigen Luft schneller zu als man schauen kann.
    Bei Mitsubishi selbst würden wir einen für umgerechnet etwa 131€ bekommen, was auch in Deutschland absolut absurd wäre. Wir fahren also weiter, In einem herkömmlichen Autoteile Shop ist der selbe Luftfilter für 13€ vorrätig. Verrückt.😂
    Nach der Suche geht es weiter in die Accra mall hier kaufen wir im Supermarkt ein und essen auch etwas von der Heißen Theke. Eigentlich haben wir bei dem Essen keine Bedenken, doch leider ist mein Magen da anderer Meinung so liege ich im Decatlon auf der Bank während die anderen shoppen. Naja halb so schlimm es hat sich schnell erledigt und wir wollen weiter. Kurz vor Abfahrt legen wir uns nochmal unter Jakobs Auto da er ein neues Klack Geräusch hat… beide hinteren Bremssättel sind lose, also legen wir noch eine 30 minütige Reparatur ein bevor es weiter geht. Da es mal wieder ordentlich spät geworden ist und der Verkehr der Stadt dicht ist fahren wir leider im dunkeln an unseren schlafspot in den Bergen. Den Ort haben wir von Christian empfohlen bekommen, und rate mal wer nach seiner Visa Runde auch vorbeikommt… die Familie Kraft mal wieder ein schnelles Wiedersehen.
    Wir bleiben zwei Nächte in der Treehouse Lodge, verbringen einen schönen Tag gemeinsam mit nicht allzu starker Hitze hier in den Bergen. Unsere Wäsche lassen wir hier auch waschen. Abends schauen wir alle zusammen noch einen Film auf unserer Leinwand.
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  • Cape Coast Castel

    Jan 10–12 in Ghana ⋅ 🌙 28 °C

    Wir fahren früh los um früh unsere Führung zu starten.
    Cape Coast Castle ist eine von etwa vierzig sogenannten „Sklavenburgen“ oder großen Handelsfestungen, die von europäischen Händlern an der Goldküste Westafrikas (dem heutigen Ghana) errichtet wurden.
    Hier wurden die Sklaven gesammelt und gefangen gehalten bevor sie nach Amerika verschifft und dort Verkauf wurden.
    Beeindruckend und beängstigend zu gleich die Verhältnisse zu sehen in denen die Sklaven ausharren mussten.

    Nach der Führung fahren wir alle zusammen weiter aber diesmal nicht in gewohnter Konstellation, wir tauschen etwas durch und ich fahre im LKW der Familie mit. Eine tolle Erfahrung, während der Fahrt den Geruch von frisch gebackenen muffins aus der Wohnkabine in der Nase zu habe ist auf jeden Fall etwas ganz anders. Auch das fahren ist komplett anders, man ist deutlich langsamer da der ganze LKW besonders die Kabine bei den Straßen extrem schaukelt. Außerdem ist man deutlich höher was das Reisen deutlich anonymer macht. Man hat einfach keinen direkten Augenkontakt mit den Einheimischen und wird nicht die ganze Zeit angeschrien, angepfiffen und angeschnaltzt wie es sonst bei uns der Fall ist.
    Dafür hat man viel mehr Übersicht und sieht das Straßenbild aus einer etwas andern Perspektive.
    Ich versteh mich während der Fahrt in Führerhaus super mit Christian und Colin (10) der kleinste der drei Jungs. Er springt die ganze Zeit zwischen vorne und hinten durch einen Durchgang hin und her.
    Wir fahren bis nach Accra wo wir uns am Strand einen Stellplatz raus suchen hier wollen wir die nächsten zwei Nächte verbringen. Der Strand ist leider von Müll übersät weshalb es nicht möglich ist schwimmen zu gehen. Wir verbringen einen schönen Tag bei 38grad welche durch die Brise das Meers erträglich sind. Dabei erledigen wir ein paar Sachen die die letzte Tage liegen geblieben sind. Malte beantragt das Kamerun Visum für uns alle wären der Rest an den Autos schraubt. Auf der Liste steht Flüssigkeiten checken, Luftfilter tauschen/ reinigen, Stoßstange wieder fest schrauben, Spritzschutz montieren und sämtliche andere Kleinigkeiten durch checken.
    Abends kühlt es endlich ab. Wir sammeln alle zusammen Holz für ein Feuer, den wir wollen grillen. Leon und Ana überraschen uns ein weiteres Mal, da sie die nächsten Tage wegen Visa Angelegenheiten in Accra verbringen werden.
    Wir bekommen außerdem noch Besuch von einer afrikanischen Rapper Bande die unser Camp als Kulisse für ihr Musikvideo nutzt. Eine verrückte Situation in der uns die Tränen vor Lachen laufen.
    Wir lassen den Abend zusammen am Feuer mit leckerem selbstgebackenen Naanbrot, Fleisch, Salat, und Alufolien Kartoffeln aus der Glut ausklingen.
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  • Schnelles Wiedersehen

    Jan 9–10 in Ghana ⋅ 🌙 28 °C

    Wir verlassen unser Camp wie so häufig unter Beobachtung ein paar Einheimischer.
    Für uns nichts neues mehr, wir sind schon dran gewöhnt.
    Über eine Rotsand Straße fahren wir zum jüngsten Meteoriten Krater der Erde, dieser ist durch den Einschlag vor 1.07 Millionen Jahren entstanden😂. Mittlerweile ist der 10,5km Krater ein See, und auch die Berge um denn See sind auftürmungen die durch den Einschlag entstanden sind.
    Wir setzen uns in ein am See liegendes Restaurant und essen etwas, das Essen wird uns eingepackt in Frischhaltefolie serviert. Frisch gekocht ist es aber. 😂
    Nach unserem Essen fahren wir zügig weiter in Richtung Süden denn wir wollen morgen früh das Cape Coast Castel besichtigen. Während der Fahrt bekommen wir mit, das eine Gruppe unser lieblings Reisegefährten, die Familie Kraft auch in der Nähe von Cape Coast steht und die selben Pläne für morgen hat. Wir fühlen uns hier in Ghana sehr sicher weshalb wir uns dazu entscheiden das zu machen was wir sonst nie machen, wir fahren etwa eine Stunde im Dunkeln um noch heute bei den Krafts anzukommen.
    Mit unserer Ankunft ist die Freude beiderseits, wir unterhalten uns noch etwas bevor wir schlafen gehen.
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  • Kumasi

    Jan 8–9 in Ghana ⋅ ☁️ 25 °C

    Wir fahren nach Kumasi rein um in einem Supermarkt in einer Mall einzukaufen. Alles bekommen wir wie so häufig nicht aber wir sind dennoch froh über einiges an Gemüse und abgepacktem Fleisch. Käse und so viele andere Sachen bleiben uns weiterhin zu teuer weshalb wir verzichten.
    Der Tag zieht sich durch den Großstadt Verkehr mal wieder so lange das wir uns nach dem einkaufen echt mal wieder beeilen müssen aus der Stadt raus zu kommen, um noch im hellen einen Schlafplatz im Busch zu finden.
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  • Way back

    Jan 7–8 in Ghana ⋅ 🌙 29 °C

    Da es hier oben im Norden Ghanas garnicht so viel zu sehen gibt bis auf den Nationalpark lassen sich die nächsten 1-2 Tage lediglich als „Rückweg“ bezeichnen. Aber auf der Straße bekommt man hier ja schon einiges mit. Dementsprechende tuckern wir durch den Norden des Landes über mal gute und häufiger schlechte Straßen in Richtung Kumasi unser nächstes Ziel zum einkaufen.
    Abends bauen wir mal wieder auf einer über Satelliten Bilder gefundenen Freifläche unser Camp auf.
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  • Mole National Park

    Jan 6–7 in Ghana ⋅ ⛅ 37 °C

    Es geht weiter Richtung Norden, bis Nachmittags reißen wir die letzter Kilometer bis zum Nationalpark. Für heute war’s das und wir setzen uns ins Restaurant mit Blick in die Natur und auf ein in der Ferne liegendes Wasserloch. Mit dem Aufbau unseres Dachzeltes müssen wir hier im Park warten bis es dunkel ist, denn die Baboons sind nur am Tag aktiv. Am Tag klauen sie Essen Müll und sämtliche andere Gegenstände und auch Dachzelt sind hier wohl schon häufiger zu Bruch gekommen.
    Am nächsten Morgen stehen wir noch in der Dunkelheit auf um das Dachzelt wieder zusammen zu packen, nicht nur wegen der Baboons, wir haben auch eine Safari früh am Morgen geplant.
    Die Safari fahren wir nicht mit unseren eigenen Autos, dafür gibt hier umgebaute Toyota Landcruiser mit Pritschen wo sich „Kinositze“ drauf befinden.
    An Tieren sehen wir Elefanten, Baboon’s, Antilopen, Rehe, Affen, Warzenschweine und verschiedene Vögel. Besonders die Elefanten sind sehr beeindruckend.
    Die Safari war die Reise hier hoch auf jeden Fall wert, auch wenn diese nur zwei Stunden gedauert hat.
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