June - December 2020
  • Day68

    Nigardsbreen Gletscher-Exkursion

    September 3, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 8 °C

    Die Wettervorhersage verkündet Dauerregen. Was wäre das für ein Ärgernis, da genau heute der große Tag ist: Die Exkursion auf den Nigardsbreen! Der Nigardsbreen ist ein Arm des Jostedal-Gletschers, der mit etwa 80km Ausmaß der größte Gletscher Kontinentaleuropas ist.

    Am Gletscherparkplatz zeigt sich erneut unser Glück hinsichtlich minimaler Touristendichte. Auf der großen Asphaltdecke finden sich nur vereinzelt ein paar Campervans. Seit knapp einer Woche dürfen nun auch Deutsche nicht mehr ohne Quarantäne nach Norwegen einreisen und da die Norweger mittlerweile aus dem Sommerurlaub zurück bei der Arbeit sind, verbleiben wir als letzte touristische Mohikaner übrig.

    Bevor es losgeht erhalten wir unsere Eisaxt und die Steigeisen samt einer kurzen ... naja, sehr kurzen, Einweisung. Anschließend zunächst mit dem Gletscherboot über den hellblauen See am Rande des Eises. Nach einer Stunde stapfen stehen wir am Rande des blau-weißen Massivs. In Seilschaft geht es von hier an weiter. Wie die Steigeisen sich in den eisigen, rutschigen Untergrund bohren ist ein wirklich großartiges Gefühl. Am besten läuft es bei vollem Vertrauen in die Spikes und maximalem Eiskontakt. Der Kollege vor mir in der Seilschaft hat mit dieser Erkenntnis so seine Probleme und zieht in feiner Regelmäßigkeit das Seil auf volle Spannung. Ein kleines Wunder, dass er dann doch ohne gebrochene Haxen den Berg wieder herab kam.

    Die Wanderung geht vorbei an gurgelnden kleinen Schmelzwasserläufen und klaffenden tiefblauen Gletscherspalten immer weiter hinauf auf das Eismassiv. Nach guten 2 Stunden Wanderung auf dem Eis geht’s dann wieder gen Parkplatz. Eine wirklich geniale Erfahrung, die man definitiv nicht mit einem Skiurlaub auf einem Gletscher vergleichen kann 😅😉
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  • Day67

    Ålesund

    September 2, 2020 in Norway ⋅ ☀️ 17 °C

    Wie erreichen Ålesund abends gegen 20:00 Uhr und sind schon ziemlich erschöpft ob der vielen Eindrücke (und Kilometer) der letzten Tage. Unser Host der top zentralen Wohnung begrüßt uns feixend mit bester Laune und erklärt uns wortreich die genaue Bedienung jeglicher Einrichtungsgegenstände. Trotz Hunger und Müdigkeit wollen wir dann doch vor der Nachtruhe noch den berühmten Aussichtspunkt der Stadt „Fjellstua“ für den nahenden Sonnenuntergang besteigen. Ausgestattet mit Nüsschen geht’s die 418 Stufen hinauf.

    Jede Stufe hat sich gelohnt. Der Blick über Ålesund ist verstörend schön. Die Umgebung um die Stadt scheint einem Schlachtfeld zwischen Wasser und Land zu gleichen. Ein Sieger ist nicht auszumachen. Dichte grüne Bewaldung stattet die Hänge über dem Wasser aus. Keine Wolke am Himmel. Kaiserwetter. Eben jenen (Wilhelm II) schwelgen sie hier übrigens noch heute in Erinnerungen nach. Als Ålesund als eines seiner liebsten Sommer-Hideaways 1904 zum Großteil einem Brand zum Opfer fiel ließ er für den Wiederaufbau im Jugendstil ordentlich Groschen springen. Das danken sie ihm wohl heute noch mit Straßennamen und Denkmälern.

    Nach der Vogelperspektive am Vorabend streifen wir Tags drauf erneut bei grandiosem Sonnenschein im T-Shirt durch den Stadtkern und Hafen. Auch die Norweger scheinen vom Wetter überrascht und suchen sich in den Cafés ein lauschiges Plätzchen zum sonnen. Eine warme, sommerliche Atmosphäre nistet sich auf den Straßen ein.

    Später, nach ein paar Stunden nachmittäglicher Fahrt schlagen wir Zeltquartier an einem Fjord im Niemandsland etwas südlich des Jostedal-Nationalparks auf. Von Sonnenuntergang bis zum Aufgang des Vollmonds über dem Berghang sind wir nicht von der Wasserkante loszueisen. Der Blick auf den Fjord und den gegenüberliegenden tosenden Wasserfall ist einfach zu eindrucksvoll und beruhigend zu gleich.
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  • Day65

    Ryten & Trondheim Roadtrip

    August 31, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Am Morgen unserer Abreise von den Lofoten wollen wir es noch ein letztes Mal wissen. Früh morgens ab 7:30 besteigen wir den Ryten. Wir sind scheinbar die ersten am Berg und treiben einige verschlafen daher trottende Schafe den morastigen Weg hinauf. Oben haben wir herausragende Blick auf Kvalvika Beach, der noch im Schatten des Berges ruht. In einem Anflug von seltenem Wagemut traue ich mich auf eine hervorragende Felsklippe für ein Erinnerungsfoto. Gut ausgestattet mit Smørebrøt und frischem Kaffee genießen wir das Frühstück bei feinstem Panorama. In Summe haben wir doch mehr Zeit als erwartet auf den Lofoten verbracht, diese einmal längs durchquert und dabei gleich 5 Berge bestiegen. Klarer Fall von aktiver Erholung! 😜👌

    Auf dem langen Roadtrip gen Süden wollen wir die ausgezeichnete Panoramaroute entlang der Küste nehmen. Das heißt mehr Zeit auf der Straße, dafür aber eine Fahrt inmitten großartiger Landschaften. Leider haben wir nicht gecheckt, dass mittlerweile Winterfahrplan auf den meisten Fährverbindungen herrscht. Auf die erste Fähre warten wir eine Stunde. Dann die Weiterfahrt zum nächsten Fähranleger für 30 Minuten für erneutes Warten für 1,5 Stunden. Komisch, dass mir da der Kragen platzt und ich den Wagen im Schweinsgalopp zurück auf den Highway navigiere.
    Naja, zumindest den nördlichen Teil der Strecke haben wir zu einem guten Stück mitgenommen und hierbei einige beeindruckende Gletscher gesehen.

    Am Folgetag besichtigen wir Trondheim, Molde und fahren schließlich zu unserem Nachtquartier nach Ålesund. Viele Kilometer liegen seit dem Polarkreis bereits hinter uns. Während Molde ziemlich verschlafen drein blickt, besticht Trondheim mit einem echt lässigen Vibe. Besonders die Kathedrale hat es mir angetan. Architektonisch sehr homogen und in tollem Zusammenspiel zwischen Stein, Licht und dezenten Ornamenten. Nach der Sagrada Familia von nun an meine zweitliebste Kirche 😊
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  • Day63

    Henningsvær, Svolvær & Fløya

    August 29, 2020 in Norway ⋅ ☀️ 9 °C

    Wir bahnen uns unseren Weg über die Lofoten gen Norden. Die E10 windet sich von Insel zu Insel mit stetig neuen Impressionen, die uns zum anhalten und staunen einladen. In Henningsvær machen wir Kassensturz und stellen in diesem Sinne bestürzt fest, dass wir uns abseits des Budgets bewegen. Nachdenklich gehen wir in die nächste Kneipe und ein 1A-bewertetes lokales Fischrestaurant. Dank Bierpreisen von 9,50 Euro pro Glas & herausragenden Fischfilets sind wir nun glücklicherweise wieder in Plan 😅✌️

    Tags drauf erreichen wir Svolvær. Zur besten Aussicht klettern wir auf den „Hausberg“ Fløya mit der „Djevelporten“. Nach 30 Minuten Aufstieg fliegt der erste Norweger an uns vorbei den Berg hoch. Wusch! Der zweite folgt ihm auf dem Fuße. 3, 4, 5,... Wir finden uns inmitten eines Rennens wieder. Später erfahren wir, dass es sich um den „Lofoten High 5“ handelt. 5 Gipfel, 22 Kilometer und 1850 Höhenmeter! Nicht von dieser Welt diese Norweger! Hinter jeden zehnten hängen wir uns mal für 2-3 Minuten dran und versuchen zu folgen. Dann kurz durchatmen und die nächsten 9 durchziehen lassen. Oben angekommen hecheln wir allerdings nicht gleich wieder runter sondern würdigen das erhabene Panorama angemessen. Wobei hier zu differenzieren ist. Während Flo von Abhang zu Abhang und Klippe zu Klippe springt beschäftige ich mich primär damit mich an allem greifbaren Soliden festzukrallen, um meine Höhenangst halbwegs zu befrieden. Aber auch mit 1-2 Metern Abstand zum Abgrund lässt sich der Blick genießen. Was ein toller Tag! ☺️
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  • Day61

    Uttakleiv Beach & Himmeltindan

    August 27, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 10 °C

    Besser kann es nun nicht mehr werden! Ich hatte größte Erwartungen an die Lofoten und sie haben aber auch wirklich alles erfüllt!

    Zum Morgen gibt es einen kleinen Ausflug zum Fischerdörfchen Nussfjord. Halb Fischereihafen(chen), halb Freilichtmuseum. Wohnen will ich in dieser Abgeschiedenheit nicht, aber für den Urlaub gibt es kaum einen schöneren Ort als das Spa mit Blick auf Fjord & Meer.

    Als sportliche Herausforderung attackieren wir den Himmeltindan, mit 950 Metern höchster Berg der Vestvågøy Inselgruppe. Ab 300 Metern wird es diesig und für die erhofften Blicke in Tal & Ferne bedarf es einiger Vorstellungskraft. Der Weg führt stetig steil und dem Wind und Regen ausgesetzt nach oben. Nach 1:45 Stunden erreichen wir den Gipfel inmitten von grauen, vom Wind getriebenen, schnell vorbeiziehenden Wolken. 5 Minuten oben und schon laufen wir wieder runter um nicht zu sehr auszukühlen. Aber dann! Der Wind beschert uns das Geschenk eines Wolkenlochs der feinsten Sorte. Der berühmte allumfassende Blick auf die umliegenden, in die Landschaft eingravierten tiefblauen Fjorde. Kleine Klekse in den Schären, die sich Insel nennen dürfen. Versprengte Gipfel steil aufragend aus dem wüsten Nordmeer. Wir halten inne, machen Pause und genießen den Blick. Im Nachgang stelle ich fest, wie ich ohne es zu ahnen das Bild aus unserem Schlafzimmer nachstellte: Der Wanderer über den Nebelmeer. Für volle Authentizität sollte ich in Zukunft dann wohl noch meinen Wanderstock mitnehmen. Caspar David Friedrich wäre stolz auf solch Neoromantiker 😉✌️

    Verschwitzt kommen wir zum Zeltplatz für die folgende Nacht. Eine Katzendusche im lokalen Toilettenhäuschen. Mehr gibt es hier nicht, also ist es das beste was es gibt und fühlt sich auch so an! 😊
    Wir sind die einzigen Zeltende an diesem langgezogenen weißen Sandstrand. Sagenhaft! Entspannter geht es nicht! Nach einem kurzen intensiven Schauer lichtet sich der Wolkenhimmel und wir haben einen satten, rot-orangenen Abendhimmel der die glattgespülten Steine am Strand und die Wolken dramatisch in Szene setzt. Wir sind angekommen!
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  • Day60

    Lofoten Beach Camp & Flakstadtind

    August 26, 2020 in Norway ⋅ ⛅ 11 °C

    Um die Fähre nach Vindstad nicht zu verpassen, hatten wir am Vortag noch verzichtet, doch nun ist’s soweit: Reinebringen! Der klassische Aussichtspunkt über Reine auf über 600 Metern. Mit Treppen gut ausgebaut merkt man, dass sich hier praktisch jeder Lofoten-Tourist mindestens einmal hinaufbegibt. Allerdings haben wir massiv Glück: Wir sind bereits außerhalb der Sommer-Hauptsaison und zudem spielt uns COVID was die Touristenströme angeht sicher zusätzlich in die Karten. So können wir unsere Flexibilität maximal halten und schlicht am Tag selber schauen wo wir unterkommen wollen ohne je wegen ausgebuchten Zimmern abgewiesen zu werden.

    Oben auf dem Reinebringen angelangt, eröffnet sich uns ein grandioses 360 Grad Panorama. Am Fuße des Berges die kleinen roten Fischerhäuschen Reine‘s, gen Süden die sich an die Küste schmiegende, schlängelnde E10, westwärts „unser“ Fjord aus dem wir zwei Stunden zuvor noch mit der Fähre zurückkamen und nordwärts die Aneinanderreihung der weiteren Inselperlen in dunklem, satten grün und grau. Wir halten inne und bleiben für eine Weile oben.

    Für die Nacht haben wir diesmal die komfortablere Roerbuer-Variante, wie die zu Unterkünften umgebauten Fischerhäuschen auf den Lofoten heißen, gewählt. Direkt am Strand mit westlicher Ausrichtung; vielleicht wird’s ja was mit einem Sonnenuntergang diesmal? 🙂

    Da wir schon um 15:30 Uhr an der Unterkunft ankommen habe ich noch nicht genug Action vom Tag. Gleich hinter uns ragt ein weiterer Berg in die Höhe. Der Flagstadtinden mit 480 Metern. Na klar, der muss jetzt auch noch bestiegen werden, sonst grinst der die ganze Nacht so frech auf uns herab 😉

    Ich starte um 17:00 Uhr. Nur die Schafe um mich herum sind meine Begleitung. Nach wenigen 100 Metern wird das Gelände bereits zu unwegsam und mein Mountain-Running Plan ändert sich in fixes Kraxlen. Bei der „luxuriösen“ Kennzeichnung der Wege verlaufe ich mich gleich mal und lande in einer morastigen Ebene. Die Füße sind klatschnass. Nach einiger Zeit finde ich doch wieder auf den richtigen Weg und bahne mir schnaufend den Weg halb kletternd auf den Gipfel. Erneut: ein atemberaubendes 360 Grad Panorama! Die Einsamkeit am Gipfel hat etwas einzigartig erhabenes. 10 Minuten verweile ich; dann geht’s zurück zum Roerbuer. Schließlich möchte ich bei der Steile ungern im Dunkeln absteigen. Nach erneuter Detour komme ich letztendlich doch erledigt an und freue mich auf einen entspannten Koch- & Rioja-Abend.
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  • Day59

    Reine & Bunes Beach, Lofoten

    August 25, 2020 in Norway ⋅ ☀️ 11 °C

    Nach diesem Auftakt der ersten Nacht in der Natur auf den Lofoten und nördlich des Polarkreises bedarf es nicht vieler Worte. Die Eindrücke, die wir gewinnen konnten, sprechen für sich. Nach erholsamer Nacht in Å erkunden wir ein wenig das Fischerdorf Reine mit seinen kleinen roten Holzhäuschen und Stockfisch-Aufhängestationen an praktisch jeder Ecke. Da wir kein Wohnmobil haben wird der Rezeptionist der Tourist-Information als Wächter über das öffentliche Waschbecken & WC unser allerbester Freund. Er verrät uns dann auch den 10 Monate gültigen Winterfahrplan der Fähre nach Vindstad, die wir kurze Zeit später dann auch nehmen. Auf dem Vorderdeck vom arktischen Winde geschüttelt haben wir die beste Sicht auf die unterschiedlichen Arme der Fjorde. Unser Boot fungiert als Fähre, Postbote, Warentransport; letztlich als Haupt-Lebensader der abgelegenen Häuschen.

    Von Vindstad ist es ein kurzer Hike über eine Anhöhe bis uns der erste Blick auf den Strand von Bunes gewährt wird. Spektakulär eingebettet zwischen zwei riesigen, schützenden Felswänden liegt er da. An der Nordseite gibt es ausreichend festes Gras für unser Zelt. Den ganzen Nachmittag verbringen wir damit die Landschaft zu fassen und das Panorama zu atmen. Unglaublich abgelegen, einsam und schön in direkter Verbundenheit mit der Wildheit der nördlichen Natur.

    Auf der letzten Rille unserer Gaskartusche gelingt uns dann noch ein lauwarmer Bulgur als Stärkung gegen die unnachgiebig, nagende arktische Luft. Glücklicherweise bleibt es den ganzen Tag trocken. Trotz Schutz hinter einer kleinen Düne ist diese Nacht wohl ein echter Test für Zelt, Schlafsack und Insassen. 😜👌

    Am nächstenMorgen stärken wir uns vor der anstehenden Fährfahrt mit frischem Kaffee und Waffeln im einzigen Café von Vindstad, einem Community-Projekt, geführt durch die verbliebenen Einwohner in der ehemaligen Schule. Echt original! ☺️
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  • Day58

    Å

    August 24, 2020 in Norway ⋅ ☁️ 11 °C

    Das war knapp! Soeben schaffen wir es als eines der letzten Fahrzeuge ohne Anmeldung auf die Fähre auf die Lofoten. Aus dem Heck sehen wir die enttäuschten Gesichter derer, die nicht mehr passten. Feixten wir eben noch, tun uns diese Leute nun aufrichtig leid.

    Wir ergattern einen Platz ganz vorne am Oberdeck mit Panoramablick. Die Fährüberfahrt nach Moskenes wird der Beschreibung „eine der schönsten der Welt“ mehr als gerecht. Der Wind pfeift. Wir verlassen langsam die Schären um Bodø, um auf das offene Meer zu gleiten. Wir passieren eine offensichtlich unbewohnte Insel. Gewaltig, klüftig, steil schaut sie aus dem Meer empor und spiegelt auf der felsig, nassen Fassade das satte Sonnenlicht des Meeres. Stets wenn ein kurzer Schauer während der Überfahrt auftaucht wird dieser harmonisch begleitet durch einen Regenbogen, der an seinem Ende im Meer einen Schatz verspricht. Und dieser Schatz lässt sich dann bereits durch die gute Sicht etwa 2 Stunden vor Ankunft im Nordmeer erahnen. Als Schemen am Horizont zunächst, dann wachsend an Größe und Kontur erwachen die Lofoten aus dem dunklen Blau des Meeres. Das Licht und Schattenspiel an diesen Breitengraden sucht seinesgleichen. Es fehlt mir an Kapazität diese visuellen Eindrücke in Gänze zu verarbeiten.

    Mit Ankunft verlässt uns das Glück - so scheint es. Der Campingplatz direkt am Fähranleger nimmt seit Mitte August keine Zeltenden mehr an. Danke für die Vorabinformation! 🙄
    Es ist bereits 20:30 Uhr und durchgefroren von der Überfahrt sowie ohne Ortskenntnis haben wir weder Kraft noch Lust einen Wildcamp-Platz herauszufordern. Wir finden ein „Hostel“ in der Nähe, in Å. Was für ein Glücksgriff! Es handelt sich um eine Mischung aus Aparthotel und Hostel in einem alten Fischereizentrum. Die rot angestrichenen Holzplanken dominieren die Pfahlbauten und zur Untermalung der Authentizität verarbeiten zwei Arbeiter direkt unter unseren Hostelräumen grade den Kabeljau-Fang des Tages. Wir stellen fest, dass wir im gesamten Hostel die einzigen Gäste sind und somit auch die urgemütliche, mollig warme Wohn-Lounge, Küche etc. für uns haben. Wir öffnen eine Flasche Wein, genehmigen uns einen Whisky und genießen den Premium-Blick auf die Mini-Bucht von Å. Traumhafter Start auf den Lofoten!
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  • Day57

    Lillehammer & Anreise Nordland

    August 23, 2020 in Norway ⋅ ☀️ 13 °C

    Man kann die Größe Norwegens auf einer Karte nachschlagen. Man kann sich von der Weite erzählen lassen. Aber nur wenn man Norwegen tatsächlich durchfährt kann man sich annähernd eine Vorstellung von dem Ausmaß an Natur machen, das dieses Land zu bieten hat. Seit Düsseldorf sind es bereits mehr als 2300km und 28 Stunden Fahrzeit.

    Auch wenn die ersten drei Tage geprägt waren von viel Zeit im Auto konnten wir schon beeindruckende Lichterspiele & -Reflektionen an schroffen Felsen, endlose See- & Fjordlandschaften, sowie einen stetigen Wechsel von Sonne und Regen gepaart mit zarten Regenbogen beobachten. 🌈

    Zwei Nächte im Zelt bei mittleren einstelligen Temperaturen haben wir trotz einiger Schauer super überstanden! Irgendwie gehört der gelegentliche Regen hier auch hin und stört bisher selten. Dafür waren die Blicke aus dem Zelteingang auf Lillehammer und gestern auf kleine Bach-Kaskaden umso schöner.

    Nun stehen wir am Bodø Fährterminal und hoffen noch spontan auf die Lofoten mitgenommen werden zu können. Blöderweise hatten wir erst am Vorabend versucht die Föhre zu buchen. Zu spät wie sich herausstellte. Das Buchungsmenü war bereits geschlossen. Daumen drücken!!!
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  • Day56

    3, 2, 1, ab nach Norwegen!

    August 22, 2020 in Denmark ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach einer tollen Auszeit an der Costa Brava & den Pyrenäen sagen Carla und ich schweren Herzens für gut einen Monat Adieu. Ein letztes standesgemäßes Jamón Ibérico Frühstück auf meinem geliebten Balkon und ich fliege zurück aus dem mittlerweile zum Risikoland erklärten Spanien. Nur 2 Tage bis zur Abfahrt gen Norwegen. Ich bange, dass ich einen negativen Befund des Coronatests möglichst bald erhalte.

    In der Zwischenzeit teste ich das neu gekaufte Zelt & Material - schließlich stehen uns 2 Wochen Camping bei norwegischem Septemberwetter bevor, das ungefähr so vorhersehbar ist wie die Lottozahlen.

    Nach den ersten paar Hundert Kilometern sammele ich Flo in Hamburg Altona ein. Verlässlich wie eh und je schaffte es die BVG alle Bahnlinien zwischen Zool. Garten & HBF wegen Randalierern zu stornieren - so verpasst er den Zug und hat zum Urlaubsstart schon einmal eine gehörige Krawatte. Da der nächste Zug erst eine gute Stunde später kommt nutze ich die Zeit für einen entspannten Bummel durch Altona und sorge für ausgewogenes Dürüm-Dinner. Alles easy. Nur unser lieber älterer AirBnB Host Jørgen in Thorsø nahe Aarhus tut uns Leid: seine Nachtruhe verzögert sich durch unsere verspätete Ankunft auf frühestens Mitternacht. 🙈

    Nach einer entspannten Nacht im 60s Style Apartment geht’s weiter durch Dänemark und bei bestem Wetter auf die Fähre gen Norwegen. Wir sind tiefenentspannt und absolut bereit für diesen Sehnsuchts-Urlaub 😍👌
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