Porto Covo
9. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ☀️ 23 °C
Auf dem Campingplatz in Porto Covo schwebt Tilda im Glück. Hier sind mehr Kinder als Erwachsene zu finden und dazu eine ganze Menge Hunde. Und so kommt es, dass wir gemeinsam mit Anne, Stefan und Baby Clara vom Stellplatz nebenan zu einer kleinen Küstenwanderung aufbrechen. Denn in Porto Covo beginnt der mehrtägige Fischerpfad, der zu den schönsten Wanderwetter Portugals gehört. Und wir laufen einen Teil der ersten Etappe, entlang an Felsklippen, einsamen Stränden und Buchten und bunt bewachsenen Sanddünen. Für die Mittagspause kraxeln wir in eine der Buchten hinein und schlagen die Picknickdecke in einer schattigen Höhle auf, um den Mäusen eine kleine Sonnenpause zu verschaffen.
Hat schon was, so ein kleiner Privatstrand.
Dann wandern wir zurück in den Ort und machen etwas sehr ungewöhnliches:
Den Rest des Tages verbringen wir einfach auf dem Campingplatz in der Hängematte, auf der Spieledecke und am Pool. Dort versuchen wir mal wieder in Tilda die Badenixe zu erwecken, aber immer noch mit mäßigem Erfolg. Sie findet es super, den anderen Kindern beim Spielen im Wasser zuzuschauen und erweckt den Anschein, als würde sie so einiges geben, um schon Mittoben zu können. Wirklich hinein ins (sehr) kühle Nass will sie aber nicht.
Aber kann ja noch kommen :)Lue lisää

Wow! [Christoph]

🥰 [Geli]

Wunderbare Vorsaison [Geli]
Belém & Guincho
10. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ☀️ 21 °C
Nach langem Hin und Her entscheiden wir uns gegen einen Besuch von Lissabon. Da es keine Campingplätze in unmittelbarer Nähe hat und die Verkehrs- & Parksituation angeblich ein Graus sind, wäre der logistische Aufwand das Ganze nicht Wert. Statt Lissabon soll es also nach Sintra gehen bzw. auf einen Campingplatz in der (groben) Nähe, den wir vor allem wegen seiner unmittelbarer Strandnähe ausgesucht haben. Wir packen also in Porto Covo zusammen und machen uns auf den Weg. Unterwegs beschließen wir, doch noch einen ganz kurzen Zwischenstopp beim etwas außerhalb von Lissabon gelegenen "Torre de Belém" zu machen, weil wir auf Google sehen, dass wir fast unmittelbar daran vorbeikommen. Dank wilder Verkehrsführung und viel Verkehr brauchen wir natürlich wieder länger als gedacht, bis wir überhaupt dort ankommen. Und top informiert, wie wir stets sind, war uns natürlich nicht bewusst, dass genau nebenan auch noch das Kloster "Mosteiro dos Jerónimos" liegt, das zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten Portugals gehört. Dafür finden wir noch verhältnismäßig schnell einen Parkplatz, aber von unserer Vorstellung des 10 Minuten Umwegs müssen wir uns so langsam verabschieden und auch der angedachte entspannte Strandtag rückt immer mehr in die Ferne. Nach einem (tatsächlich kurzen) Mittagessenstop im Auto laufen wir also getreu dem Motto "Wenn wir jetzt schonmal da sind..." erst zu den Türmen und dann zum Kloster. Beides sehr sehenswert, aber auch seeeehr viele Menschen. Bis wir dann wieder loskommen, im Decathlon noch unsere Gasvorräte auffüllen und letztendlich am Campingplatz ankommen, ist später Nachmittag.
Trotzdem wollen wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, noch kurz zum Strand vorzuschauen. Die Dame am Empfang sagt 10-15 Minuten Fußweg (was schon weiter ist als wir dachten), Google sagt 24, die Wahrheit liegt tatsächlich wohl noch darüber. Aber das kommt vor allem daher, dass ein Teil des Weges über einen äußerst hübschen Dünenpfad geht und wir immer mal wieder einen kleinen Fotostop einlegen müssen.
Bis wir am Strand angelangt sind, ist also 5 und wir fragen uns mal wieder, ob wir sie eigentlich noch alle beisammen haben. Da es dazu so windig ist, dass uns der Sand um die Ohren fliegt, verdrücken wir uns in die Strandmuschel und warten, bis Tilda ausgeschlafen hat. Dann gibt es für alle einen Nachmittagssnack und wir tingeln wieder zurück. Wirklich gelohnt hat sich dieser Strandausflug jetzt nicht unbedingt, aber immerhin stellen wir dadurch fest, dass das eh nichts geworden wäre mit unserem entspannten Strandtag...Lue lisää
Palácio de Monserrate & Cabo de Roca
11. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ 🌬 18 °C
Heute starten wir den ersten Teil unserer Sintra Entdeckungstour. Dafür haben wir uns den Palácio de Monserrate ausgesucht, der eher zu den Sintra Geheimtipps gehört. Da die meisten Menschen Sintra als Tagesausflug von Lissabon aus besuchen, stürzen sich alle auf die drei Hauptattraktionen (zwei davon stehen für den nächsten Tag auf unserer Agenda), beim Rest geht es eher beschaulich zu. Aber erst einmal der Reihe nach. Was ist eigentlich dieses Sintra? (Wir selbst hatten bis vor ein paar Tagen noch nie etwas davon gehört). "Sintra ist ein Ferienort am Fuße des portugiesischen Sintra-Gebirges, nahe der Hauptstadt Lissabon. Die Kleinstadt diente lange als Sommerresidenz der Könige und das bewaldete Gelände ist mit pastellfarbenen Herrenhäusern und Palästen gespickt". So der Google Eintrag, der das Ganze ziemlich auf den Punkt bringt.
Der von uns auserwählte Palácio de Monserrate liegt daher auch ziemlich verborgen mitten im grünen Nirgendwo und die Anfahrt zum offiziellen Parkplatz fühlt sich sehr nach einer Google Spezialroute an. Wir sind relativ früh dran, bekommen problemlos einen Parkplatz, müssen nicht anstehen und haben das gesamte Anwesen noch ziemlich für uns. Wir arbeiten uns durch den Garten zum Palast vor und lernen dank Audioguide, dass es sich bei beidem um Meisterwerke der Romantik handelt. Wobei zumindest der Palast nicht unbedingt das verkörpert, was man sich unter klassischer Bauweise der Romantik vorstellt. Er ist im orientalischen Stil errichtet und erinnert mit seinen Stuckarbeiten, Ornamenten und Spitzbögen ein wenig an das indische Taj Mahal. Beim Garten trifft es schon eher zu. Er ist so angelegt , dass er besonders wild und zufällig erscheint und platzt fast vor exotischen Pflanzen. Die darin verborgene Ruine einer alten Kapelle, die von der Natur zurückerobert wird, hat es uns besonders angetan.
Obwohl wir uns jede Menge Zeit lassen mit der Erkundungstour, ist erst später Mittag, als wir das Anwesen wieder verlassen. Also beschließen wir noch zum "Cabo de Roca", dem westlichsten Punkt Zentraleuropas zu fahren. Unterwegs entdecken wir einen Bauernmarkt neben der Straße und halten spontan an. Beste Idee seit langem. Keine 5 Minuten von der Touristenhochburg entfernt finden wir uns auf einem Markt wieder, auf dem niemand auch nur ein Wort Englisch spricht. Dafür gibt es frisches Obst und Gemüse und jede Menge typisch portugiesische Leckereien zu einem Bruchteil der Supermarkt-Preise. Wir schweben im Himmel und machen Großeinkauf.
Das Kap selbst ist dann wieder so wie wir uns das vorgestellt haben: Netter Leuchtturm auf netten Klippen und jede Menge Menschen, die einmal durchgeschleust werden, um hinterher sagen zu können sie waren da. Wir bleiben also nicht lange, sondern schießen das obligatorische Foto und laufen zurück. Ursprünglich hatten wir noch überlegt zu einer Bucht in der Nähe zu wandern. Da wir aber schier weggeblasen werden und leichter Sprühregen in der Luft hängt entscheidend wir uns dagegen. Stattdessen fahren wir zum Campingplatz zurück und lassen uns alternativ dort wegwehen. Der Wind ist so stark und kalt, dass ein Aufenthalt draußen fast nicht möglich ist. Wir suchen also in der Spieleecke der Campingplatz-Bar Asyl und lassen Tilda eine Weile toben. Zum Abendessen trauen wir uns nochmal raus und speisen in den Windschatten des Bus gekauert, dann verkriechen wir uns ins Dachzelt und hoffen nicht wegzufliegen.Lue lisää
Palácio Nacional da Pena
12. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ 🌬 15 °C
Tag zwei unserer Sintra-Tour beginnen wir mit einem Alpine-Start. Um einen der wenigen Parkplätze in der Stadt zu ergattern, stehen wir früh auf und fahren ohne Frühstück los.
Dabei dürfen wir am eigenen Leib erleben, warum es in Sintra so dermaßen grün ist.
Die Wolken bleiben an den umliegenden Hügeln hängen und erzeugen ein besonders kühles und feuchtes Klima. Genau das hat den alten Adel in den heißen Sommermonaten hierhergezogen, aktuell ist es eher ungemütlich. Nichtsdestotrotz brechen wir auf zum Palácio Nacional da Pena, dem portugiesischen Neuschwanstein. Wir parken das Auto am Ortsrand von Sintra und machen uns erst einmal zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof. Dort wollen wir in einen der Touri-Busse steigen, der uns hoch auf den Hügel bringt. Aber erst einmal haben wir Hunger. Wir entdecken eine Bäckerei in Bahnhofsnähe und haben vor etwas zum Frühstücken zu kaufen. Weil die angebotenen gefüllten Brötchen/Empanadas/Pizzateilchen (oder wie auch immer man sie nennen mag) so genial aussehen nehmen wir direkt mehr, um auch noch welche zum Mittagessen zu haben. Dann steigen wir in den Bus und fahren zum Schloss. Nachdem wir schon eine ganze Weile in der sich nicht bewegenden Ticketschlange stehen, merken wir, dass es nebenan auch Ticketautomaten gibt und 3 Minuten später sind wir drin und suchen uns erstmal einen Platz zum Frühstücken. Dabei stellen wir fest, dass die Bäckerteile 1. extrem geil sind und 2. extrem sättigend. Unser Abendessen wäre also auch direkt gesichert. Dann steigen wir durch den Park auf zum Palácio, welcher oben auf dem Hügel thront. Und schon der erste Anblick ist einfach nur freaky. Nicht nur, dass der Palast aus gelben, roten und blauen Teilen besteht, hinzu kommt eine wilde Mischung aus romanischen, gotischen, maurischen, manuelinischen, indischen und barocken Stilelementen.
Heraus kommt ein Stilmix, der jetzt nicht unbedingt besonders hübsch, aber definitiv besonders ist und auf jeden Fall sehenswert. Nachdem wir das Schloss aus allen möglichen Blickwinkeln bewundert und uns immer wieder gefragt haben, was den exzentrischen Architekten dabei bitte geritten hat, ziehen wir weiter in die Gartenanlage. Wobei Garten eigentlich das falsche Wort dafür ist. Das Schloss ist umgeben von einer riesigen waldähnlichen Parkanlage mit einem Labyrinth an Wegen. Darauf wandern wir eine Weile etwas ziellos durch die Gegend und entdecken Grotten, alte Gewächshäuser, kleine Kapellen, Brunnen, Teiche und Co. Dann beschließen wir, dass es uns reicht und wir verlassen diesen Park, um durch die Hügel Sintras zum nächsten Palast weiterzuwandern. Und weil dieser genauso abgefahren ist, hat er einen eigenen Footprint verdient. [Fortsetzung folgt].Lue lisää
Quinta da Regaleira
12. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ 🌬 19 °C
Nach unserer kleinen Wanderung durch die etwas verwirrenden Hügel Sintras kommen wir schließlich an der Quinta da Regaleira an. Hier war es nicht der Architekt, der leicht einen an der Klatsche hatte, sondern der Millionär (Kaufmann), der das Ganze hat in Auftrag geben lassen. Dieser hatte einen Faible für Geheimorganisationen, was sich deutlich an der mysteriösen Gartenanlage zeigt, die den Palast umgibt. Überall finden sich Grotten, Höhlen und Tunnelanlagen inklusive unterirdischen Wasserfällen, Seen und sogar einem Aquarium (unterirdisch!). Und alles ist gespickt mit versteckten religiösen Symbolen und Zeichen der Freimaurer und Tempelritter. Höhepunkt der Anlage ist der sogenannte "Initiationsbrunnen", der als umgedrehter Turm mit Wendeltreppe 27m tief in die Erde gebaut ist und angeblich für zeremonielle Rituale verwendet wurde.
Wie überall in Sintra kommen wir aus dem Staunen nicht mehr raus und gleichzeitig ist alles so abgedreht und überdreht, dass man sich eher vorkommt wie in einem Themenpark statt in real historischen Gebäuden.
Nachdem wir alles entdeckt und erkundet haben, ziehen wir ins Zentrum von Sintra weiter. Dort gönnen wir uns noch ein Getränk im Café und schlendern kurz durch die Gassen, bevor wir zum Auto zurückkehren.
Bis wir einkaufen waren (wie geil ist bitte der portugiesische Lidl?) und zurück am Campingplatz sind ist mal wieder Abend (und sau windig und kalt). Wir hauen die letzten geilen Bäckerteile in die Pfanne und dann ist auch schon bald Zeit fürs Bettchen.Lue lisää
Campingplatz São Martinho da Porto
13.–16. toukok. 2024, Portugali ⋅ ☁️ 17 °C
Eine bunte Mischung von unserem Aufenthalt auf dem Colina do Sol in São Martinho da Porto
Ericeira
13. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ☁️ 18 °C
Nach zwei Tagen Schlösser, Villen und Paläste reicht es uns dann an Dekadenz und wir beschließen weiter gen Norden zu fahren. Als nächstes stünden eigentlich die Surfhochburgen Ericeira und Peniche auf dem Programm und wir sind heiß darauf uns mal wieder in die Wellen zu stürzen. So heiß wir auch sind, das Wetter ist es leider ganz und gar nicht und bei gemeldeten 17°C mit Wind können wir uns das dann doch nicht so richtig vorstellen mit den Strandtagen. Wir hängen die Surfpläne also mal wieder an den Nagel. Da Ericeira aber auch abseits der Wellen ein schöner Ort sein soll, wollen wir ihm dennoch einen kleinen Besuch abstatten. Wir parken also in der Nähe des Zentrums und schlendern durch die Gassen. Ein wirklich hübscher und sehr gepflegter Ort mit entspanntem Surfervibe, vielen netten Geschäften und jeder Menge hipper Cafés und Restaurants. Wir vespern mit Blick auf den Stadtstrand und ziehen dann weiter durch den Ort. Hier dreht sich wirklich alles ums Surfen. Egal in welche Richtung man läuft, plötzlich steht man am Meer und kann den Surfern in den Wellen zuschauen. Und ständig kommt jemand im Neo und mit Brett unterm Arm oder auf dem Rad an einem vorbei. Als dann auch noch die Sonne rauskommt und es tatsächlich mal nahezu windstill ist, fangen wir an zu zweifeln, ob es die richtige Entscheidung war das Surfen zu skippen. Wir bleiben dabei und kehren zum Auto zurück, um uns noch ein Stück weiter in den Norden hochzuarbeiten. Gerade als wir losfahren fängt es an zu regnen und wird richtig ungemütlich. Also doch die richtige Entscheidung!
Unser nächstes Ziel ist ein Campingplatz nähe Nazaré. Dort kommen wir am Nachmittag an und stürzen uns direkt aufs bzw. ins Highlight: den Indoor-Pool!
Nina feiert die gefühlt 50°C Lufttemperatur darin (endlich mal nicht frieren!) und Tilda die unzähligen Kinder. Mit dieser Aussicht und bei warmen Wasser findet sie Schwimmen doch plötzlich ziemlich cool! Trotz der wenig einladenden Außentemperaturen beschließt Felix den Wasserrutschenpark zu testen und kommt äußerst begeistert zurück. Nun muss Nina natürlich auch noch ran und stürzt sich todesmutig in die Kälte. Wobei eine gewisse Todesmut auch für die Rutschen von Nöten ist. Davon gibt es gleich 4 Stück und jede ist nochmal ein Stück krasser als die vorherige. Freefall, Trichter, wilde Turns, alles ist dabei. Der Adrenalinstoß ist schon ziemlich geil, aber übersteigt fast schon die Grenze zum Unangenehmen. Als Belohnung für so viel Draufgängertum gönnen wir uns erstmal noch eine Runde im Jacuzzi. Danach gibt's nur noch Abendessen und wir beschließen unseren Aufenthalt auf dem Campingplatz um eine Nacht zu verlängern.Lue lisää
Kloster Batalha
14. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ☁️ 17 °C
Nach sehr vollen und intensiven Tagen beschließen wir mal wieder einen Ganz runterzufahren (also dieses Mal vielleicht tatsächlich). So langsam haben wir genug vom Reisemodus und dem "alles sehen wollen" und sind reif für ein wenig Urlaubsmodus. Wir frühstücken also in aller Ruhe, backen mal wieder ein Bananenbrot und fahren dann zu einem Ausflug nach Batalha, um das dortige "Mosteiro de Santa Maria da Vitoria", also das Kloster anzuschauen. Beim Ticketkauf erfreuen wir uns mal wieder daran, dass man in Portugal als Erwachsener mit Kind einfach häufig deutlich weniger zahlt als als Erwachsener ohne Kind (und das Kind zahlt auch nichts).
Dann besichtigen wir das Kloster mit Kirche, sehr sehenswerten Kreuzgängen und den irgendwie sehr beeindruckenden unvollendeten Kapellen. Obwohl wir bekanntlich ja nicht besonders heilig sind, wissen wir die Schönheit des Ganzen trotzdem zu schätzen. Nach einem Mittagessenstop am Parkplatz und einer schnellen Einkaufssession fahren wir dann zurück zum Campingplatz und machen den Rest des Tages gemütlich. Erst darf Tilda auf dem Spielplatz und durch die Hüpfburg toben, dann laufen wir noch zum direkt hinter dem Campingplatz gelegenen Strand (bzw. den Klippen) und bewundern die grandiose Aussicht. Dann ist auch schon wieder Zeit fürs Abendessen.Lue lisää
Nazaré
15. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ⛅ 16 °C
Wir haben noch eine Nacht auf dem Campingplatz verlängert und wollen uns im Chillen üben. Und eine Radtour nach Nazaré machen. Tilda tut uns den Gefallen und dreht sich morgens noch einmal um und zum Frühstück kommt sogar die Sonne raus und Nina legt ihre Daunenjacke ab.
Danach richten wir in aller Ruhe uns und die Räder und strampeln los. Die Route verläuft entlang einer relativ ruhigen Landstraße und überwindet dabei einige Höhenmeter. Das macht es zwar ziemlich anstrengend für uns, dafür genießen wir in weiten Teilen aber einen super schönen Blick auf Küste und Meer. Schon kurz vor Nazaré verdunkelt sich der Himmel plötzlich ordentlich und genau als wir an der Strandpromenade ankommen werden wir erst einmal schön nass. Das Gute am starken Wind: Die Schauer sind auch schnell wieder vorbei. Während wir das Ende des Regengusses also unter einem Vordach abwarten, bekommen wir von einem anderen Deutschen Tipps, was es in Nazaré zu sehen und zu tun gibt (es wird irgendwie nicht besser mit unseren Recherchen im Vorfeld). Bekannt ist die Stadt ja vor allem, da sie während der Winterstürme die größten Wellen der Welt beherbergt. Und die Freaks, die versuchen diese zu surfen. Jetzt ist ja aber zum Glück kein Winter (auch wenn man das beim Blick aufs Thermometer manchmal denken könnte) und das Meer vergleichsweise ruhig. Dank unserer Regenbekanntschaft wissen wir jetzt aber, dass es eine Unter- und eine Oberstadt gibt und dazwischen eine Standseilbahn verkehrt. Und genau diese steuern wir als erstes an und fahren hinauf auf die Felsen. Von den dortigen Aussichtspunkten hat man einen super Blick auf Unterstadt, Küste und Meer. Wir schlendern ein wenig umher und vespern zu Mittag. Dann wollen wir zum Leuchtturm vorlaufen, von dessen Fuße aus man im Winter die Monsterwellen beobachten kann. Allerdings kommt genau da die nächste Regenfront auf uns zugerollt und da wir keine Lust haben zum zweiten Mal an diesem Tag nass zu werden, treten wir den Rückzug an. Außerdem wollen wir ja eigentlich chillen. Und am Campingplatz warten bereits Viktor, Isi und Baby Zoe auf uns, die wir bei Sintra kennengelernt haben, und die uns nun hierher gefolgt sind. Wir fahren also wieder zurück in die Unterstadt und schwingen uns auf die Räder. Leider hat die müde Tilda nun aber so gar keine Lust auf Anhänger und so gestaltet sich der Heimweg als äußerst langwierig und zäh. Nach mehreren Unterbrechungen und Tragephase kommen wir aber schließlich wieder am Campingplatz an, futtern geschwind was und stürzen uns in die Fluten des Hallenbades (und die Adrenalinrutschen). Dann gibt's endlich das lang ersehnte Playdate mit Zoe bis unsere Mägen knurren und das Abendessen ruft.Lue lisää
Vom Grünen ins Graue
16. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ☁️ 16 °C
Nach der besten Nacht seit langem starten wir den Tag mit einem Frühstück in der Sonne. Zwar wollen wir heute noch weiterziehen, da wir uns gute 2 Stunden Fahrt vorgenommen haben, würden wir dafür aber gerne Tildas Nachmittagsschläfchen nutzen.
Also fragen wir an, ob wir den Checkout ein wenig nach hinten schieben dürfen und verbringen den Vormittag super gechillt alle gemeinsam auf Zoes Spieledecke.
Tilda hat so viel Spaß, dass sie einfach ihr Vormittagsschläfchen vergisst und unser gesamter Zeitplan gerät durcheinander.
Später als gedacht und mit einer leider noch viel zu wachen Tilda kommen wir dann aber doch irgendwann los und machen uns weiter auf den Weg gen Norden. Trotz etlicher Versuche hat Tilda so gar keinen Bock auf Nickerchen im Auto und spielt lieber die gesamte Zeit durch. Auch okay. Bei unserer Ankunft in Porto werden wir leider von etwas überrascht, das wir so nicht vorhergesehen haben. Der Campingplatz ist voll. Nichts zu machen. Ob das jetzt einfach der Großstadtfaktor ist, oder sich Pfingsten und die nahende Hauptsaison bemerkbar machen, können wir (noch) nicht sagen. Zum Glück befinden sich 4 der 5 Stadtcampingplätze in unmittelbarer Nähe und beim vierten bekommen wir einen der letzten Plätze. Glück gehabt! Aber auch ein ganz schöner Kontrast vom nagelneuen bestausgestattsten und dazu nahezu leeren Luxuscampingplatz im Grünen auf einen rappelvollen, ziemlich runtergeranzten Stadtcampingplatz in der Flughafen Einflugschneise und neben einer relativ vielbefahrenen Straße. Aber hey, immerhin zahlen wir hier deutlich mehr...
Da es außerdem noch regnet und ganze 14°C hat, beschließen wir das Kochen sausen zu lassen und uns stattdessen ein Lokal zu suchen. Außerdem sollte Tilda dringend schlafen. Wir packen sie also in die Trage und stiefeln los, immer am Strand entlang. Wenigstens liegt der genau gegenüber vom Campingplatz. Da es in der näheren Umgebung nur Bars und ein Nobelrestaurant hat, entscheiden wir uns spontan für eine Strandbar und futtern als einzige Gäste an diesem verregneten Donnerstagabend Porto-typische "Francesinhas" mit Meerblick.
Danach laufen wir zurück zum Campingplatz und verkriechen uns ins Dachzelt.Lue lisää
Porto
17. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ⛅ 17 °C
Bei Sonne am Morgen sieht alles schon etwas weniger grau aus. Nur hält die leider nicht lange. Als wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Bushaltestelle machen, regnet es bereits wieder. Wir lassen uns davon nicht abschrecken und fahren ins Zentrum. Dort angekommen laufen wir zuerst durch die Haupteinkaufsstraße zum zentralen Markt und gönnen uns dort einen ersten kleinen Mittagssnack. Danach tingeln wir kreuz und quer durch die Altstadt und laufen einfach dorthin, wo es uns gefällt. Als unsere Mägen wieder knurren und Tilda endlich eingeschlafen ist (es ist einfach alles zu spannend in so einer großen Stadt), halten wir Ausschau nach einer Panaderia für einen zweiten Mittagssnack. Wir entdecken eine ganz in der Nähe und merken erst beim Betreten, dass sie auch vollwertiges gekochtes Essen anbieten und das sogar als preiswerten Mittagstisch. Und wie es der Zufall so will, gibt es da an diesem Tag genau die zwei Gerichte, die wir die ganze Zeit schon testen wollen: Sardinen und Bacalhau. Wir bestellen also beides und schließen zwei sehr leckere Bildungslücken.
Im Anschluss ziehen wir weiter durch die Stadt, laufen mal runter zum Fluss, dann wieder rauf zu Kirche und Co. Einem wirklichen Plan folgen wir dabei nicht, sondern lassen uns eher treiben. Nach einem Mittagssnack am Flussufer mit Blick auf Portos Wahrzeichen, die Ponte Dom Luis I, wechseln wir auf die andere Flussseite. Wir genießen den Blick vom dortigen Ufer und statten der ein oder anderen Portwein Brauerei (Brennerei?) einen Besuch ab. Dann fahren wir zurück zum Campingplatz und Tilda entertained mal wieder den gesamten Bus. Nur schlafen will sie irgendwie mal wieder nicht.
Das erledigt sie dann in der Trage auf dem Weg zum Supermarkt. Nach einem sehr späten Nachmittagsschläfchen gibt es also ein mittelspätes Abendessen und ein ziemlich spätes Schlafengehen.Lue lisää
Vom Grauen ins Grüne
18. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ☁️ 15 °C
Ein Tag in der Großstadt hat uns gereicht, jetzt ist Natur angesagt. Nachdem wir immer wieder hin- und her geschwankt sind, entscheiden wir uns letztendlich doch dafür noch einen Abstecher in den Nationalpark Peneda-Gerês zu machen, bevor wir von Portugal nach Spanien weiterziehen. Auf dem Weg dorthin legen wir noch einen kleinen Umweg ein und fahren nach Viana do Castelo. Die dortige Basilika soll super schön sein und liegt imposant auf einem Hügel über der Stadt mit blauem Meer im Hintergrund. So imposant, dass sie es aufs Titelbild unseres Reiseführers geschafft hat. Und diesen Anblick würde vor allem Nina sehr gerne genießen.
Am Morgen machen wir also erstmal gemütlich, um dann Tildas erstes Schläfchen für die Fahrt und das vorhergesagte Gutwetter-Fenster am Mittag für die Besichtigung zu nutzen.
Nur ist von gutem Wetter leider nichts zu sehen als wir in Viana ankommen. Statt grandioser Aussicht sehen wir also vor allem tiefhängende Wolken und die angebliche Besucherterrasse, von der aus man "eine der schönsten Ausblicke Portugals" genießen kann ist leider auch nirgendwo zu finden. Naja, immerhin sind wir mit der längsten und steilsten Standseilbahn Portugals gefahren (mittelmäßig spannend). Wir laufen noch kurz durch die Altstadt, dann kehren wir zum Auto zurück und stellen dabei fest, dass das in unseren fast fünf Wochen Reise der erste Ausflug ist, der sich wirklich nicht gelohnt hat. Vielleicht gehört das auch mal dazu.
Nun fahren wir weiter zum Campingplatz "Lima Escape" am Rande des Nationalparks. Dort warten auch bereits Isi, Viktor und Zoe auf uns, denen wir dieses Mal gefolgt sind (und die allerdings gerade leider krank sind, so dass wir blöderweise auf Abstand gehen müssen).
Und größer könnte der Kontrast zum Morgen kaum sein. Statt Betonmauer und Wohnblöcke gibt's hier jede Menge Grün und einen wunderschönen Ausblick auf den See.
Nur ruhig ist es hier leider auch nicht. Als wir ankommen tönt laute Beschallung über den gesamten Platz und sorgt bei uns für leichte Verwirrung. Dann erfahren wir, dass die Ursache dafür ein Fest ist, das im Ort oberhalb des Campingplatzes stattfindet. Was genau die da treiben wissen wir nicht so genau. Erst läuft stundenlang die gleiche unfassbar laute Musik vom Band, dann spielt eine Band, was nahtlos in einen Gottesdienst und Kirchenchöre übergeht (bis 11 Uhr nachts). Und dazwischen gibt's immer wieder Kanonenschüsse und um halb 1 dann noch ein Feuerwerk, das das gesamte Tal zum Beben bringt. Leicht skurilles Setting so gefühlt mitten in der Wildnis...Lue lisää
Nationalpark Peneda-Gerês
18.–22. toukok. 2024, Portugali ⋅ ☁️ 16 °C
Den ersten Tag im Nationalpark verbringen wir mit Chillen (nein, wir sind nicht krank). Und Wäsche waschen. Und kochen, essen, spülen, räumen. Und Windel wechseln. Und duschen. Und was man eben sonst noch alles so macht.
Und weil das alles zu Musik natürlich noch viel mehr Spaß macht, gibt es wieder den ganzen Tag Beschallung vom Dorffest, unterbrochen nur vom gelegentlichen Gottesdienst.
Am Nachmittag wollen wir uns das Spektakel dann mal aus der Nähe anschauen. Vor allem weil es um 16 Uhr angeblich noch traditionelle Tänze geben soll.
Als wir pünktlich wie wir sind dort ankommen, ist allerdings gerade mal wieder ein Gottesdienst im Gange. Und irgendwie haben wir mehr erwartet als eine leere Bühne, ganze 5 Biertische (ich habe gezählt) und 3 Buden, die aber gerade alle geschlossen haben (vermutlich wegen des Gottesdienstes denken wir). Dort sind dann tatsächlich auch ein paar Leute, die großen Masten mit Lautsprechern, die das Geschehen ins ganze Tal übertragen rechtfertigt das aber nicht.
Wir bleiben eine Weile und hoffen, dass was spannendes passiert. Tut es aber nicht. Am Ende des Gottesdienstes zieht zwar eine Art kleine Prozession von dannen, das Ganze wirkt aber leicht unkoordiniert und improvisiert. Da die Trommler aber einfach extrem laut sind, nehmen wir reißaus, um Tildas zarte Öhrchen zu schützen.
Als ich später nochmal vorbeijogge entdecke ich wenigstens noch zwei kleine Stände und kehre erneut zurück, um etwas Obst und traditionelle Backwaren zu kaufen. Immerhin.
An Tag 2 im Nationalpark schwingen wir uns direkt vom Campingplatz aus auf die Räder und fahren zum kleinen Örtchen Ermida.
Dank etlicher Höhenmeter kommen wir ganz schön ins Schwitzen und genießen es endlich mal wieder Sport zu machen. Und in den Bergen zu sein. Tilda schläft tief und fest im Fahrradanhänger und wacht pünktlich zur Ankunft am Aussichtspunkt auf und findet sich im Paradies wieder. Neben der Straße weiden Kühe, weiter hinten sind Schafe und Pferde zu sehen und direkt an unserem Rastplatz haben es sich zwei riesige Hirtehunde bequem gemacht. Besser kann es quasi nicht laufen. Wir vespern mit Aussicht und rollen dann ins Tal zurück, immer vorbei an urwaldartigem Grün und jeder Menge Wasser.
Und weil Felix noch nicht genug hat startet er am Nachmittag direkt nochmal mit Viktor zu einer zweiten Mountainbike-Runde.
Währenddessen bleiben die Mädels auf dem Campingplatz und spielen und toben ausgiebig, wenn auch leider nach wie vor mit Bazillentechnischem Sicherheitsabstand.Lue lisää
Porta do Mezio
22. toukokuuta 2024, Portugali ⋅ ⛅ 15 °C
Nachdem wir Tag 3 im Nationalpark aufgrund des wechselhaften Wetters gänzlich auf dem Campingplatz verbracht haben, zieht es uns heute wieder hinaus in die weite Welt.
Zum ersten Mal seit 4 Tagen bewegen wir das Auto und fahren weiter hinein in den Nationalpark und zwar zu einem der offiziellen "Eingangstore" in Porta do Mezio.
Bei unserer Ankunft hat es kuschelige 14°C und Wind, so dass wir kurzerhand das Mittagsvesper ins Auto verlegen.
Frisch gestärkt starten wir zu einer kleinen Wanderung. Zuerst steuern wir eine auf dem Berg platzierte Riesenschaukel an, bei der angeblich im Sommer die Menschen Schlange stehen. Heute sind wir alleine. Unweit davon entfernt entdecken wir die ersten Wildpferde, von denen es im Nationalpark eine ganze Menge geben soll. Nicht nur wir freuen uns, auch Tilda ist total aus dem Häuschen. Als nächstes kommen wir an der Porta do Sol vorbei, dem Sonnentor. Von der ist zwar aktuell noch nicht viel zu sehen, die blaue Tür macht aber trotzdem irgendwie was her, so mitten im Nirgendwo.
Neben einem Campingplatz, der sich aktuell noch im Winterschlaf befindet, steigen wir zu den "Lagoas da Travanca" ab. Hier führt ein hübsch angelegter Holzsteg zu einem verwunschenen Bach mit mehreren Gumpen und Badestellen. In der Saison vermutlich heillos überlaufen, heute begegnen wir keiner Menschenseele. Reinhüpfen wollen wir aber trotzdem nicht.
Danach führt uns der Weg noch an wunderbar blühenden Büschen, einer Kuhherde mit Kalb und einem zu überquerenden Bach vorbei zurück zum Ausgangspunkt. Nachdem wir dem dortigen Kiosk mit unserem Eiskauf (mittlerweile scheint die Sonne) vermutlich den einzigen Umsatz des Tages beschert haben, besuchen wir noch den direkt nebenan gelegenen Tierpark. Tilda ist beim Anblick von Rehen, Hühnern, Schafen, Eseln, Pferden, Kühen, Ziegen und Co. so dermaßen aus dem Häuschen, dass wir aufpassen müssen, dass sie uns nicht vom Arm hüpft.
Danach fahren wir zum Campingplatz zurück und lassen sie mit Zoe spielen, während wir unter die wohlverdiente Dusche hüpfen.
Statt Kochen steuern wir zum Abendessen die einzige Gaststätte im Ort an, um auch mal Landestypisches fernab der fischlastigen Küste zu probieren. So genau wissen wir nicht, was wir da eigentlich bestellen, aber das Essen stellt sich als richtig lecker, extrem umfangreich und zudem noch ausgesprochen preiswert heraus. Volltreffer! Und Tilda erlebt einen Abend, von dem andere Kinder nur träumen können. Sie darf lange aufbleiben, von unseren (ungesalzenen) Pommes naschen, der Fernseher in der Gaststätte steht in ihrem Blickfeld und die Papiertischdecke darf sie auch noch zerlegen. Ein wahrgewordener Kindheitstraum!Lue lisää
Cangas
23. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 19 °C
Wir sind zurück in Spanien. Bei strahlendem Sonnenschein brechen wir am Morgen die Zelte im Nationalpark ab, verabschieden uns (vorerst) von Isi, Zoe und Viktor und machen uns auf den Weg nach Galicien. Kurz bevor wir losfahren rufen wir noch vorsorglich beim Campingplatz an, den wir als erstes Ziel auserkoren haben und erleben einen Dämpfer. Er hat aktuell nur am Wochenende geöffnet. Wir haben aber erst Donnerstag. Da wir für den nächsten Tag bereits Fährtickets gebucht haben, können wir unsere Pläne aber nicht mehr sonderlich abändern. Also rufen wir noch alle weiteren Campingplätze in der Umgebung an und erhalten von allen exakt die gleiche Auskunft. Scheiße! Nichtsdestotrotz fahren wir erstmal los, damit die müde Tilda im Auto schlafen kann und machen uns auf die Suche nach Alternativen. Wir durchforsten Park4Night, haben aber eigentlich überhaupt keine Lust auf Wildstehen mit Dachzelt. Dann durchforsten wir Airbnb, haben aber eigentlich gar keine Lust auf das ganze Ein- und Ausgeräume unserer Zigtausend Sachen. Und darauf deutlich mehr zu zahlen. Letztendlich stolpern wir eher zufällig über einen privaten Wohnmobilstellplatz und laut Telefonauskunft hat dieser sogar geöffnet und müsste Platz für uns haben. Wir beschließen, es zu versuchen und sind damit d'accord den wunderschönen Campingplatz der letzten Tage gegen einen in der Regel wenig hübschen Stellplatz zu tauschen. Tja, so kann man sich irren. Der Platz existiert, er ist geöffnet, als wir ankommen ist außer uns genau ein weiteres Wohnmobil da und... er ist richtig nett, mit dem ersten echten Rasen seit Reisebeginn und in unmittelbarer Nähe eines richtig schönen Strandes. Was will man mehr?
Wir bauen also auf, lassen Tilda auf dem Rasen spielen ohne jede Sekunde aufpassen zu müssen, dass keine Steine in ihrem Mund landen und machen nach dem Nachmittagssnack noch einen kleinen Ausflug zum extrem hübschen Strand. Tilda schläft in der Trage, Felix sammelt Muscheln und schießt Fotos, Nina ebenso.
Und dank der Zeitverschiebung essen wir sogar noch im Sonnenschein zu Abend und das sogar ganz ohne Jacke. Und sogar ohne Pulli. Das Leben kann so schön sein!Lue lisää
Islas Cies
24. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 19 °C
Heute soll es auf die Islas Cies gehen. Eigentlich wollen wir den örtlichen Bus nehmen, da der aber kurz vor Abfahrt der Fähre erst ankommen soll, es keinen früheren Bus gibt und keinen Back-up Bus, und keine gute Rückfahr-Option entscheiden wir uns dann doch dagegen. Wir stehen also zeitig auf, frühstücken, bauen das Dachzelt ab und sind sogar deutlich schneller als gedacht und fahren mit übertriebenem Zeitpuffer los. Da wir am Vortag ja bereits die Tickets am Fähranleger geholt haben, wissen wir ausnahmsweise mal genau wo wir hin müssen und wo der Parkplatz ist. Was wir nicht wissen ist, dass heute Morgen genau am Hafen ein riesiger Markt ist. Und dementsprechend alle Parkplätze zum bersten voll sind. Wir steuern einen nach dem anderen an, nur um festzustellen, dass alles voll ist und alle wie die Verrückten überall parken. Während wir aus jedem rückwärts wieder rauseiern schrumpft unser Zeitvorsprung erschreckend schnell dahin und wir werden immer nervöser. Weil wir nicht wissen was sonst tun, steuern wir den ersten Parkplatz direkt am Fähranleger wieder an und wie durch ein Wunder fährt genau in dem Moment jemand raus und wir sichern uns einen regulären Premium-Parkplatz in vorderster Reihe. Glück gehabt. Alternativen gab's dann quasi auch keine mehr.
Wir kommen also pünktlich zum "Boarding" an und als die Fähre wenige Minuten später ablegt, sind außer uns nur ungefähr ein Dutzend weitere Leute an Bord und wir freuen uns mal wieder über die Vorsaison. Was wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wissen ist, dass wir noch einen weiteren Hafen ansteuern, bevor es auf die Inseln geht und dort liegt a) ein riesen Kreuzfahrtschiff vor Anker und b) scheint das auch ein beliebtes Ausflugsziel für Schulklassen zu sein. Zack ist die Fähre voll und die Ruhe erstmal dahin. Bei der Ankunft zeigt sich dann auch ein etwas merkwürdiges Bild, wie wir vom Schiff aus auf die noch menschenleere Insel und den traumhaften, verlassenen Strand schauen und dann ergießt sich eine nicht enden wollende Menschenmasse auf die idyllische Szenerie. Da wir hauptsächlich wandern wollen und Tilda eh müde ist, stiefeln wir direkt los und nach wenigen Minuten ist sie dann wieder da die Ruhe. Zwar sind die Inseln nicht riesig, aber zu Fuß kommen dann doch paar Kilometer zusammen. Vor allem, wenn man wie wir, mal wieder alles sehen will. Wir verbringen den Tag also damit zuerst zum Ende der Nordinsel und zu diversen Aussichtspunkten zu laufen, eine Pause am Strand einzulegen und dann noch die Südinsel zu erkunden. Wirklich wahnsinnig schön und das Wetter stimmt auch endlich mal! Um 17 Uhr geht unsere Fähre zurück und bis wir wieder am Campingplatz sind ist halb 7. Trotzdem reicht es noch für ein Abendessen in der Sonne. Ein würdiger Abschluss für diesen wunderschönen Tag!Lue lisää
Pontevedra
25. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☁️ 19 °C
Wir frühstücken bei strahlendem Sonnenschein und möchten nicht so ganz wahrhaben, dass für später am Tag schon wieder Regen gemeldet ist.
Dann bauen wir ab und fahren weiter nach Pontevedra, der angeblich zweitschönsten Stadt Galiciens. Und weil Timing unsere Stärke ist, ist es natürlich schon wieder Wochenende. Wir steuern einen Parkplatz etwas außerhalb an, bekommen überraschenderweise problemlos einen Platz und laufen gemütlich in die autofreie Innenstadt hinein. Das erste was wir beim Betreten der Altstadt sehen ist eine Markthalle, in die wir natürlich direkt reinschlendern. Als zweite Überraschung an diesem Tag scheint der Markt tatsächlich authentisch zu sein und außer uns sind eigentlich nur Locals da, die ihre Einkäufe erledigen - hauptsächlich in Form von Fisch.
Beim Weiterschlendern durch die Stadt zeigt sich dann tatsächlich auch ein ähnliches Bild. Alles andere als überlaufen, absolut untouristisch und wirklich superschön. Eigentlich wohin man blickt. Es gibt zwar keine pompösen Mega-Sehenswürdigkeiten aber dafür hinter jeder Ecke einen hübschen Platz mit äußerst ansehnlichen Häusern, netten Bars & Cafés und jeder Menge kleiner Läden. Auf einem dieser Plätze fällt uns dann doch eine Menschenansammlung auf und wir schauen nach, was es dort zu sehen gibt.
Zu Dudelsackklängen wird in traditionellen Gewändern getanzt und im Hintergrund sitzen die Großmütter in Reih und Glied und klöppeln fröhlich vor sich hin. Was aussieht wie für Touris inszeniert, könnte auch ein authentisches Fest sein. Wir wissen es nicht. Nur, dass außer uns quasi keine Touris da sind.
Im Prinzip auch egal, wir erfreuen uns auf jeden Fall an der Darbietung. Vom keltischen Background wechseln wir dann nahtlos zum spanischen und futtern extrem leckere Empanadas zum Mittagessen.
Tilda findet den Trubel in der Stadt mal wieder so spannend, dass sie partout ihr Vormittagsschläfchen vergisst.
Als sie selbst nach dem Mittagessen noch keine Anstalten macht einzuschlafen und es außerdem tatsächlich anfängt zu regnen, flüchten wir in ein kostenloses aber auch etwas merkwürdiges Museum mit einer kuriosen Mischung aus Kunst und Kultur. Da uns nichts in der Ausstellung wirklich interessiert, schlendern wir nur geschwind hindurch. Immerhin findet auch Tilda das Ganze nur so semispannend und kann endlich schlafen ohne Angst was zu verpassen. Als wir wieder rauskommen regnet es leider noch mehr statt weniger und wir treten den Rückzug an. Am Auto angekommen entscheiden wir spontan die nächste Halbinsel zu skippen und stattdessen erst die übernächste anzufahren. Diese bietet laut Reiseführer einige sehr lohnenswerte Ziele. Als wir dort nach einer guten Stunde Fahrt ankommen entpuppen sich die ersten beiden Campingplätze leider als Flops und wir landen letztendlich wieder auf einem überraschend schönen Stellplatz.
Weniger schön sind die 15°C, starker Wind und Sprühregen zum Kochen und Abendessen. Als unser Essen auch noch endlos braucht und überhaupt nicht gelingt und wir später am Abend auch noch feststellen, dass die im Reiseführer angepriesenen Ziele bei näherer Betrachtung alle nichts können, fragen wir uns, was wir uns da eigentlich antun.Lue lisää
Santiago de Compostela
26. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☁️ 17 °C
Statt dem gemeldeten Nebel erwartet uns am Morgen unverhofft die Sonne. Trotzdem nehmen wir Reißaus und fahren lieber nach Santiago de Compostela. Dort parken wir an der Uni, direkt vor dem Wohnmobil von Isi, Viktor und Zoe. Kaum in der Altstadt angekommen, laufen wir den Dreien tatsächlich auch direkt in die Arme.
Wir quatschen kurz und gehen dann auf Erkundungstour. Die gesamte Innenstadt und vor allem der große Platz vor der Kathedrale sind geprägt von Jakobsweg-Pilgerern. Überall geschundene Körper, bewegte Gesichter und ein extrem wilder Mix an Menschen. Es herrscht eine witzige Atmosphäre, ist aber auch extrem voll. Im Sekundentakt kommen neue Menschen auf dem Platz an und wir fragen uns, wie zur Hölle das auf dem Weg abgehen muss. Wir schauen uns das Spektakel eine Weile an, dann schlendern wir weiter durch die Gassen. Tildas Vormittagsschlaf ist schon wieder lange überfällig und eigentlich müsste sie (und wir) längst was zu Mittag essen. Daher begeben wir uns unter leichtem Zeitdruck auf die Suche nach der perfekten Tapasbar. Möglichst authentisch und untouristisch soll sie sein, außerdem preiswert und optisch einladend. Wir haben ja keine Ansprüche... Als uns auch noch ein lokaler Rentner anspricht und seine Tipps zum Thema mit uns teilt ist das Chaos perfekt. Seine 1. Empfehlung hat geschlossen, seine zweite können wir nicht finden und so irren wir mal wieder wie die Verrückten durch die Gassen und machen uns selbst das Leben schwer. Letztendlich landen wir in einem Restaurant, das zwar ganz anders ist als das was wir im Kopf hatten, sich aber als extrem lecker herausstellt. Im Anschluss tingeln wir noch etwas weiter durch die Gassen bis Tilda zunehmend unzufrieden wird, aber trotzdem mal wieder nicht schlafen will. Dann beschließen wir, dass es reicht und sie stattdessen eben im Auto schlafen soll.
Wir fahren also weiter auf die nächste Halbinsel und steuern einen Campingplatz in San Francisco an (nein, wir sind nicht falsch abgebogen). Der Campingplatz entpuppt sich als richtig nett und in unmittelbarer Strandnähe. Nachdem wir aufgebaut und gesnackt haben, suchen wir den direkt auch auf und chillen eine Weile bei bestem Wetter am Meer. Und freuen uns darüber, dass wir uns durchs Essengehen das abendliche Kochen gespart haben.Lue lisää
Fisterra
27. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☁️ 16 °C
Auch dieser Tag startet mit einem Frühstück in der Sonne (langsam wird das fast zur Regel). Dann bauen wir ab und fahren los, immer unmittelbar an der Küste entlang. Und sind begeistert. Zwar haben wir die letzten Tage schöne Städte gesehen, sind sonst mit der Region Galicien aber noch nicht so richtig warm geworden. Irgendwie waren immer alle so begeistert, wir selbst haben uns aber extrem schwer getan konkrete Ziele zu finden, die wir als lohnenswert erachtet haben. Vielleicht sind wir einfach schon etwas übersättigt was hübsche Küste angeht. Heute soll also der letzte Versuch sein das typische Galicien zu finden, von dem alle so schwärmen. Die Fahrt nach Fisterra entpuppt sich dann auch als besonders hübsch und tatsächlich nochmal anders als alles was wir bisher gesehen haben. Wir parken das Auto etwas außerhalb an einer Kirche und machen uns ready zum Wandern. Während Felix Brote schmiert, machen Nina und Tilda den Spielplatz nebenan unsicher. Und zum ersten Mal seit 6 Wochen hat Tilda mehr Bewegungsspielraum als die 4qm unserer Picknickdecke und ihren Ikea-Hochstuhl. Was sich innerhalb von 20 Minuten motorisch dann bei ihr tut ist auch faszinierend zu beobachten und gleichzeitig fühlen wir uns etwas schlecht, dass wir ihr das gerade so wenig ermöglichen.
Nachdem sie sich ausgetobt hat, packen wir sie in die Trage und stiefeln los. Die Wanderung führt uns hinauf auf den Rücken der Halbinsel und dann vor zum Leuchtturm von Fisterra, dem früher geglaubten Ende der Welt. Wir genießen den Ausblick von oben und suchen uns dann einen Vesperspot. Windstill hinter Felsen, mit der Sonne im Gesicht und dieser Aussicht vor der Nase futtert es sich einfach am besten. Danach wandern wir weiter und sind wirklich begeistert. Genau so haben wir uns die galicische Küste vorgestellt: wild, grün, steil. Und da aktuell mal wieder alles blüht kommen noch ein paar grandiose Farbkleckse hinzu.
Trotzdem beschließen wir, dass es uns jetzt reicht mit Westküste. Zurück am Auto starten wir also am gleichen Tag noch die Fahrt in den Norden. Da uns das für eine Etappe aber zu weit ist, machen wir einen Übernachtungsstop auf einem hübschen kleinen Campingplatz in der Nähe von A Coruña.Lue lisää
Camping La Gaivota
28. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 19 °C
Heute soll den ganzen Tag die Sonne scheinen. Um möglichst viel davon zu haben, stellen wir uns extra einen Wecker, verschlafen dann aber doch und stehen besonders spät auf. Dafür gibt's erstmal Bananenpancakes zum Frühstück bevor wir zusammenpacken und weiterfahren. Tilda holt den Schlaf der extrem unruhigen Nacht im Auto nach und schläft einfach 1 1/2h durch.
Wir machen Großeinkauf, eigentlich mit dem Gedanken uns direkt für die Picos de Europa einzudecken. Als wir am Campingplatz ankommen, gefällt uns der aber so gut, dass wir beschließen hier einfach Mal ein paar Tage zu bleiben und Urlaub zu machen. Also so richtig. Wir sichern uns einen Stellplatz in der Nähe von Viktor, Isi und Zoe (ja, die sind auch schon wieder am Start) und feiern es extrem, dass wir a) von unserem Platz aus das Meer sehen, b) die Sonne scheint und c) wir einfach gar keine Pläne mehr haben für den Tag.
Wir chillen also am Platz, gammeln in der Hängematte, machen Playdate mit den Anderen, suchen den Campingplatz Spielplatz auf, spazieren während Tildas Schläfchen an der traumhaft schönen Küste entlang und packen tatsächlich auch endlich mal wieder unser Bodyboard aus und stürzen uns in die Fluten. Es kann so schön sein!Lue lisää
Playa de Las Catedrales
29. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 21 °C
Titel für heute: der perfekte Urlaubstag!
22°C, nur Sonne und kaum Wind. Ausschlafen, gemütlich Frühstücken, abhängen, Bodyboarden, mit Freunden spielen (also die Kids), Fahrradtour zum Playa de Las Catedrales (einem Strand mit krassen Felsformationen), Eis essen, noch mehr abhängen, noch mehr Sonne...
Genau so hatten wir uns unsere Reise vorgestellt! Aber 6 Wochen lang gutes Wetter wäre sicherlich auch irgendwann langweilig geworden ;)Lue lisää
Playa del Silencio & Cudillero
31. toukokuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 17 °C
Den gestrigen Schlechtwettertag haben wir auf dem Campingplatz ausgesessen, gechillt, gewaschen, gebacken, gejoggt und ausgiebig mit Zoe gespielt. Heute soll das Wetter wieder gut werden und wir wollen uns noch einen gemütlichen Strandtag gönnen und in die Wellen hüpfen. Nur leider ist von der Sonne nicht viel zu sehen und dazu weht schon wieder ein kräftiger kalter Wind, der uns bereits nachts fast das Zelt weggeblasen hat. Gemütlich sieht irgendwie anders aus. Daher entscheiden wir uns dazu vorzeitig abzureisen und das Chillen auf wann anders zu verschieben. Wir packen also zusammen, verabschieden uns dieses Mal final von Viktor, Isi und Zoe (schnief) und fahren an der Küste weiter gen Osten. Als erstes Etappenziel haben wir uns den Playa del Silencio ausgesucht. Viel wissen wir nicht darüber, nur dass er schön sein soll. Wir erwarten einen netten, voraussichtlich mal wieder sehr überlaufenen Touri-Strand - und finden das Paradies. Dieses Fleckchen Erde gehört tatsächlich zu den schönsten, die wir jemals besuchen durften. Und außer uns ist nur eine Handvoll weiterer Menschen unterwegs. Wir genießen ausgiebig den Ausblick von oben und vom Strand selbst. Dann steigen wir wieder auf zum Auto und fahren noch ein Stückchen weiter nach Cudillera, dem angeblich schönsten Fischerdorf Asturiens. Da es unser erstes Fischerdorf Asturiens ist haben wir wenig Vergleichsmöglichkeiten, aber es ist auf jeden Fall schön! Bunte Häuser, eingebettet zwischen grüne Hügel und davor das blaue Meer. Und jede Menge Aussichtspunkte, um die Szenerie zu bewundern. Wir laufen einige davon ab, schießen viel zu viele Fotos, snacken mit Aussicht und kehren dann zurück zum Auto. Nun trennt uns noch eine weitere Stunde Autofahrt von unserem heutigen Ziel, einem Campingplatz an der Costa Verde, der sich vor allem durch seine Nähe zu unserer für den nächsten Tag geplanten Wanderung qualifiziert hat. Und direkt am Meer liegt. Mit dem letzten Platz kann er bei weitem nicht mithalten, aber ganz nett ist es doch auch hier. Wenn nur dieser Wind nicht wäre...Lue lisää
Pico Pienzu
1. kesäkuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 12 °C
Es rufen die Berge. Bevor wir die Küste erstmal verlassen und in die Picos reinfahren, wollen wir uns heute schonmal etwas warmlaufen. Wir steigen also ins Auto und fahren zum Mirador del Fitu - und feiern mal wieder die Nebensaison. Obwohl es sich dabei um ein sehr beliebtes Ausflugsziel handelt, finden wir an einem Samstagmittag problemlos einen Parkplatz. Dann schultern wir Kind und Gepäck und laufen los. Schon nach wenigen Metern offenbart sich, warum die Tour so beliebt ist. Der Berg ist zwar nur 1161m hoch, liegt aber nur 5km Luftlinie von der Küste entfernt und außerdem in Sichtweite der Picos. Bedeutet also: geile Aussicht in beide Richtungen. Auf der einen Seite Meer, auf der anderen Seite Berge soweit das Auge reicht.
Außerdem gibt es noch Kühe, Pferde und Ziegen zu bewundern. Und über uns kreisen die Geier. So ist für alle von uns etwas dabei und bis auf eine kurze Phase der Unzufriedenheit im Gipfelbereich scheint es auch Tilda sehr viel Spaß zu machen.
Leider ist der Gipfel wolkenverhangen und die Sicht entsprechend eingeschränkt. Trotzdem freuen wir uns, ganz oben zu stehen und das erste Gipfel-Selfie zu dritt zu machen.
Den Abstieg verschläft Tilda in weiten Teilen und wird erst zum Nachmittagssnack am Parkplatz wieder wach. Während wir nach der Tour ziemlich platt sind, holt sie ihren Teil der Bewegung dann am Campingplatz nach.
Und haut beim Abendessen rein als wäre sie die Tour selbst gelaufen...Lue lisää
La Isla
2. kesäkuuta 2024, Espanja ⋅ ☀️ 19 °C
Wir haben eine Nacht auf dem Campingplatz verlängert, um in den Picos nicht auf die Wochenend-Touristen zu treffen.
Außerdem können unsere Beine nach der gestrigen Wanderung einen Pausetag ganz gut vertragen. Da top Wetter gemeldet ist und der Campingplatz direkt am Meer liegt, hoffen wir also auf einen Strandtag. Und hoffen mal wieder vergeblich. Es ist einfach zu kühl und zu windig. Stattdessen soll es eine kleine Radtour geben. Erst einmal erwartet uns aber nach dem Frühstück eine schöne Überraschung: Viktor, Isi und Zoe sind wieder da! Wir schieben also unsere Radtour etwas nach hinten und lassen erst einmal die Mäuse ausgiebig miteinander spielen. Dann schwingen wir uns auf die Sättel und radeln nach La Isla, einem laut Reiseführer schönem Dorf in der Nähe mit schönem Strand und schöner Küste. Als wir ankommen ist der Himmel wolkenverhangen und ein paar einsame Regentropfen kommen auch schon runter. Und dazu weht mal wieder ein kräftiger Wind, wie könnte es auch anders sein. Und irgendwie wirkt dadurch alles wenig einladend, etwas trist und für einen Sonntagnachmittag wie ausgestorben. Bis wir die Strandbar entdecken und uns im Windschatten etwas zu trinken gönnen während wir unsere geschmierten Brote futtern. Und tada, plötzlich kommt die Sonne raus, es läuft extrem gute Musik und der Blick auf den Strand, die Küste und Felseninseln sind plötzlich nicht mehr trist, sondern wunderschön. Die Bar wird zum örtlichen Place to be und auch der Strand füllt sich zusehends. Wir genießen den Moment, bis wir Bewegungsdrang bekommen und aufbrechen, um noch ein Stück an der Küste entlang zu wandern. Dann fahren wir zurück zum Campingplatz und verbringen den Rest des Tages mit Spielen, Kochen und Futtern. Und Felix macht mit Tilda noch einen kleinen Spaziergang zu den Dinosaurierfußspuren am Campingplatzstrand.Lue lisää
Lagos de Covadonga
3. kesäkuuta 2024, Espanja ⋅ ⛅ 16 °C
Für unseren ersten Tag in den Picos haben wir uns gleich den absoluten Touri-Magneten ausgesucht: die Lagos de Covadonga.
Da dort die Hauptsaison bereits am 01. Juni beginnt, dürfen wir die Seen leider nicht mehr mit dem eigenen Auto anfahren, sondern müssen auf den Bus ausweichen. Und das gestaltet sich als gar nicht mal so einfach. An den ersten 3 Parkplätzen sind die Ticket-Häuschen noch geschlossen, der vierte hat dann eine Höhenbeschränkung, durch die wir nicht durchpassen und die Dame am Ticketschalter spricht leider kein Wort Englisch und weiß außerdem nicht, wie man Bustickets für Babys ausstellt. Wir fahren also weiter zum nächsten Schalter, finden dort in der Nähe tatsächlich einen Parkplatz und stellen uns in die Schlange für die Bustickets. Als wir endlich an der Reihe sind, sind es noch zwei Minuten bis zur Abfahrt des Busses. Nun klärt uns die Dame am Schalter darüber auf, dass wir uns direkt für eine Uhrzeit für die Rückfahrt festlegen müssen und dass aktuell an den Seen dichter Nebel herrscht und hält uns zum Beweis das Livefoto der Webcam unter die Nase. Auf Provision arbeitet sie scheinbar nicht. Wir entscheiden, es dennoch zu versuchen und das Risiko in Kauf zu nehmen, dass wir 2 1/2h in der Nebelsuppe auf den nächsten Bus warten müssen.
Pünktlich zur Busankunft halten wir unsere Tickets in den Händen und fahren los. Die Straße ist deutlich länger als gedacht und bietet schon einige schöne Ausblicke. Nach knapp 30 Minuten Fahrt kommen wir dann oben an - und sehen tatsächlich einen See. Immerhin! Auch wenn sich das angeblich sehr schöne Bergpanorama außenrum leider in den Wolken versteckt. Als erstes Stopfen wir die Löcher in unseren Mägen, dann stiefeln wir los und wollen die ausgeschriebene 5km Runde um beide Seen herum laufen. Am ersten Aussichtspunkt sehen wir exakt nichts, vorm zweiten biegen wir scheinbar irgendwo falsch ab und merken erst nach einiger Zeit, dass der Routenverlauf irgendwie keinen Sinn macht. Bis wir unseren Fehler korrigiert haben, bleiben uns noch 1:20h bis zur Busabfahrt. Ausgeschrieben ist die Tour mal mit 1:15h, mal mit 2h Gehzeit. Wird schon passen, denken wir. Schließlich haben wir eine (unbekannt große) Teilstrecke ja auch schon hinter uns.
Irgendwann merken wir, dass das doch eine ganz schön sportliche Nummer wird. Dank Stechschritt und einer friedlich schlummernden Tilda kommen wir verschwitzt aber mit 10min Zeitpuffer am Bus an. Leben am Limit.
Dann fahren wir wieder hinab ins Tal, wechseln vom Omnibus in unseren Bus und steuern den Campingplatz in Arenas an.
Und laufen direkt in eine Horde an deutschen Elternzeit-Pärchen hinein, was bei Tilda seltsamerweise nicht zu den erwarteten Freudenjauchzern, sondern einem schlimmen Schreianfall führt. Auch nach mehreren Versuchen. Irgendwas ist ihr daran so gar nicht geheuer. Wir bleiben also auf Distanz, erkunden den Campingplatz Spielplatz, kochen, duschen, essen und fallen dann mal wieder erschöpft ins Bett.Lue lisää




































































































































































































































































































































































































































