• Nadine und Dominik
  • Nadine und Dominik

Italien Tour 09.04. - 25.04.26

Dieses Jahr stand unser erster richtiger Urlaub, wie vor meinem Studium, erst im April auf dem Plan, passend zu meinem Geburtstag. Eine Italien Rundreise durch einige Großstädte, auf die wir uns sehr gefreut haben! Read more
  • Auf Erkundungstour durch Turin

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 16 °C

    Auf unserer heutigen Tour haben wir insgesamt einige richtig schöne Sehenswürdigkeiten gesehen, gleichzeitig viele kleine Sehens Suerte Punkte entdeckt. Da bin ich für jeden einzelnen Punkt ein Footprint anlegen können, haben wir auch hier wieder einige tolle Bilder aus der wunderschönen Stadt gesammelt. Insgesamt kann man sagen, dass es uns in der Stadt extrem gut gefallen hat. Schon in der Früh, nachdem wir erst eine halbe Stunde unterwegs waren, weil wir uns schon sicher, dass es uns hier richtig gut gefallen wird. So war es dann auch!Read more

  • Piazza Castello - Palazzo & Kirche

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 16 °C

    Vom einen großen Platz ging’s direkt weiter zum nächsten, nämlich der Piazza Castello. Diese ist noch mal ein Stück größer und gleichzeitig auch mit noch größeren und bekannteren Sehenswürdigkeiten bestückt, unter anderem dem Königspalast, der Kirche San Lorenzo und dem Palazzo Madama mit dem Museo civico d'arte antica. Einen zeitlich gebundenen Eintritt hatten wir für heute geplant um 10:40 Uhr. Somit ging’s hier einmal um den Platz, ohne eine nähere Besichtigung oder Eintritt. Das haben wir uns für etwas später aufgehoben. Die Piazza Castello ist das historische und politische Herz von Turin. Hier konzentriert sich die wichtigste Geschichte der Stadt. Von der Zeit der Savoyer bis heute. Im Zentrum des Platzes steht der beeindruckende Palazzo Madama, der zwei völlig unterschiedliche Seiten vereint. Eine mittelalterliche Burgstruktur und eine elegante barocke Fassade. Genau diese Mischung macht ihn so besonders. Er vereint über 2.000 Jahre Baugeschichte. Von römischen Fundamenten bis zu barocker Pracht. Heute beherbergt er das Museo Civico d’Arte Antica, eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Stadt. Der Name „Madama“ verweist auf zwei einflussreiche Herzoginnen des Hauses Savoyen, Christine von Frankreich und Maria Giovanna Battista, die den Palast im 17. und 18. Jahrhundert bewohnten und ausbauen ließen. Er diente als Hofresidenz, später als Sitz des Senats des Königreichs Sardinien und schließlich als Museum. Direkt am Platz befindet sich auch der Palazzo Reale di Torino, die ehemalige Residenz der Könige aus dem Haus Savoyen. Er zeigt den enormen Reichtum und die Macht dieser Dynastie. Die Piazza ist großzügig angelegt, von Arkaden umgeben und ein zentraler Knotenpunkt der Stadt. Von hier aus führen wichtige Straßen und Wege in alle Richtungen. Ein weiteres Highlight am Platz ist die Kirche San Lorenzo. Die Chiesa di San Lorenzo ist eine der außergewöhnlichsten Kirchen in Turin und ein Meisterwerk des barocken Architekten Guarino Guarini. Von außen wirkt die Kirche überraschend unscheinbar und ist leicht zu übersehen, da sie direkt an die Gebäude rund um die Piazza Castello anschließt. Im Inneren eröffnet sich jedoch ein völlig anderes Bild. Das Besondere ist die Kuppel. Sie besteht aus einer komplexen, geometrischen Struktur, die sich nach oben hin immer weiter öffnet. Durch diese raffinierte Bauweise entsteht ein faszinierendes Spiel aus Licht und Schatten. Die Konstruktion wirkt fast modern und ist für das 17. Jahrhundert technisch und künstlerisch außergewöhnlich. Der Innenraum ist vergleichsweise klein, aber sehr kunstvoll gestaltet, mit Marmor, Altären und barocken Details. Hat uns sehr gut gefallen!Read more

  • Aussicht von der Mole Antonelliana

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 18 °C

    Um 10:40 Uhr war es dann soweit und wir konnten zu einem der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, der Mole Antonelliana. Diese ist sowohl von außerhalb der Stadt, als auch in der Stadt von sehr vielen Punkten aus sehr gut zu sehen, da sie mit Abstand das höchste Gebäude der Stadt ist. Leider konnten wir vor wenigen Tagen nur noch ein einziges Ticket ergattern für genau 10:40 Uhr, sonst gab es keine freien Zeitpunkte mehr und auch für diese Uhrzeit nur noch ein einziges Ticket. Für Nadine war das in Ordnung, somit durfte ich die Auffahrt in dem sehr imposanten Glasaufzug in der Mitte des Gebäudes inklusive Aussicht von der Aussichtsplattform genießen. Normalerweise buchen wir möglichst weit im Voraus, hier hatten wir es jedoch nicht ganz auf dem Schirm. Circa einem Monat vor dem Urlaub hatte ich mal für den Folgetag geschaut und konnte noch einige Tickets buchen, daher waren wir davon ausgegangen, dass das auch etwas spontaner geht. Die Auffahrt ist mit neun Euro pro Person überraschend günstig, beinhaltet dann jedoch nur die Auffahrt mit Aussicht. Möchte man das Filmmuseum mit besichtigen, ist der Eintritt dann noch mal ein gutes Stück teurer. Die Aussicht von oben ist gigantisch durch die hohe Lage. Einerseits über die gesamten Dächer der Großstadt, andererseits bis weit über die Stadtgrenzen hinaus, bis zu den Alpen. Auch wenn es heute nicht 100 % klar war, konnte ich trotzdem die Berge sehen, teils sogar die vollgeschneiten Alpen. Sehr beeindruckend! Sehr beeindruckend sind auch die Informationen zum Gebäude selbst. Die Mole Antonelliana ist das bekannteste Wahrzeichen von Turin und eines der markantesten Gebäude Italiens. Sie wurde im 19. Jahrhundert ursprünglich als Synagoge geplant, später jedoch aufgrund steigender Kosten wegen Umplanungen von der Stadt übernommen und zu einem nationalen Symbol umfunktioniert. Heute beherbergt sie das Nationale Filmmuseum, eines der interessantesten Museen der Stadt. Mit einer Höhe von etwa 167 Metern war die Mole lange Zeit das höchste gemauerte Gebäude Europas. Ihre schlanke, turmartige Form mit der spitzen Kuppel macht sie einzigartig. Im Inneren führt ein gläserner Aufzug mitten durch den großen offenen Raum bis hinauf zur Aussichtsplattform. Architektonisch ist die Mole einzigartig. Sie besteht aus einem massiven quadratischen Sockel, über dem sich eine immer schlanker werdende Struktur bis zur Spitze erhebt. Die Kombination aus klassischem Mauerwerk und der extremen Höhe war für die damalige Zeit sehr gewagt. Im Laufe der Geschichte wurde das Gebäude mehrfach beschädigt, unter anderem durch Stürme und Blitzeinschläge. Der wichtigste Vorfall war im Jahr 1953. Ein heftiger Sturm riss die obere Spitze teilweise ab. Große Teile stürzten ein, und die Silhouette des Gebäudes war danach deutlich verändert. Teile der Spitze mussten daher erneuert werden.Read more

  • Turiner Dom mit dem Grabtuch

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C

    Nachdem es mit dem Aufzug wieder nach unten ging und ich wieder bei Nadine war, ging’s wieder zurück ins Zentrum mit dem Ziel, zum Königspalast zu gehen. Hier wollten wir auch ins Innere. Nachdem der direkt danebenliegende Dom von Turin jedoch mittags schließt, sind wir zuerst in den Dom rein. Überraschenderweise kostenfrei, sowohl für den Dom selbst, als auch um das Grabtuch zu sehen. Der Duomo di Torino, offiziell die Kathedrale San Giovanni Battista, ist die wichtigste Kirche von Turin. Sie wurde Ende des 15. Jahrhunderts erbaut und ist damit eine Renaissancekirche, was sie von vielen anderen italienischen Kathedralen unterscheidet, die oft gotisch sind. Die Fassade besteht aus hellem Marmor und wirkt vergleichsweise schlicht und elegant. Im Inneren ist der Dom eher zurückhaltend gestaltet. Klare Struktur, weniger prunkvoll als barocke Kirchen und eine ruhige, helle Atmosphäre. Der Duomo di Torino ist die wichtigste Kirche von Turin. Der Bau entstand zwischen 1491 und 1498 auf den Überresten älterer Kirchen. Der Dom selbst ist schön, jedoch nicht annähernd so stark verziert und beeindruckend wie manch andere Kirche, die wir in diesem Urlaub gesehen haben. Ein Highlight im Dom ist jedoch sicherlich das Grabtuch. Besonders prägend ist daher auch die Verbindung zur Kapelle des Grabtuchs, die architektonisch deutlich komplexer und barocker ist als der eigentliche Dom. Das Turiner Grabtuch ist eines der bekanntesten und zugleich umstrittensten religiösen Objekte der Welt. Viele Gläubige glauben, dass es das Grabtuch von Jesus Christus ist, also das Tuch, in das sein Körper nach der Kreuzigung eingewickelt wurde. Das Bild wäre dann eine Art Abdruck seines Körpers. Es wird im Duomo di Torino in Turin aufbewahrt und zeigt das schwache Abbild eines Mannes, der Spuren von Kreuzigung und Misshandlung trägt. Das Tuch ist etwa 4,4 Meter lang und 1,1 Meter breit und besteht aus Leinen. Darauf ist eine doppelte Darstellung eines menschlichen Körpers zu erkennen, Vorder- und Rückseite. Historisch taucht das Grabtuch im 14. Jahrhundert in Frankreich auf und gelangte später in den Besitz des Hauses Savoyen, das es schließlich nach Turin brachte. Seitdem wird es dort aufbewahrt. Wissenschaftlich ist das Grabtuch stark umstritten. Untersuchungen aus den 1980er-Jahren datierten das Material auf das Mittelalter, was gegen eine Entstehung zur Zeit Jesu spricht. Andere Studien stellen diese Ergebnisse jedoch infrage, sodass die Herkunft bis heute nicht eindeutig geklärt ist. Unabhängig von der wissenschaftlichen Debatte hat das Grabtuch eine enorme religiöse Bedeutung. Es wird nur selten öffentlich gezeigt, zieht dann aber große Pilgermengen an.Read more

  • Der Königliche Palast

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C

    Raus aus dem Dom ging’s zum königlichen Palast und ab ins Innere. Für 15 € pro Person, nicht ganz günstig, jedoch sicherlich jeden Cent wert. Wir waren begeistert, wie viele Räume man hier besichtigen kann und wie viele man hier sehen und erfahren kann. Zusätzlich gibt’s dann auch noch ein direkt anschließendes Museum, dass man besichtigen kann. Zuerst Kunst, dann Skulpturen. Bei der Kunst gibt es sowohl alte Kunst, als Kunst des 19. Jahrhundert und 20. Jahrhunderts. Der Palazzo Reale di Torino ist eine der wichtigsten historischen Residenzen in Turin und war über Jahrhunderte der Sitz der Herrscher aus dem Haus Savoyen. Die Haus Savoyen ist eine der bedeutendsten europäischen Herrscherdynastien und spielte eine zentrale Rolle in der Geschichte von Turin und ganz Italien. Ursprünglich stammt die Familie aus der Region Savoyen (heute teils Frankreich, teils Italien). Bereits im Mittelalter bauten sie ihre Macht Schritt für Schritt aus und herrschten zunächst als Grafen und später als Herzöge über ihr Gebiet. Mit der Zeit wurde Turin ihre wichtigste Residenzstadt. Von hier aus regierten sie das Herzogtum Savoyen, später das Königreich Sardinien, das zu einem der mächtigsten Staaten auf der italienischen Halbinsel wurde. Im 19. Jahrhundert spielten die Savoyer eine entscheidende Rolle bei der Einigung Italiens. Der bekannteste Herrscher war Viktor Emanuel II., der 1861 zum ersten König des vereinten Italien wurde. Damit wurde das Haus Savoyen zur italienischen Königsfamilie. Die Monarchie bestand bis 1946. Nach dem Zweiten Weltkrieg stimmte die Bevölkerung Italiens in einem Referendum für die Republik, und die Savoyer verloren den Thron. Der Bau vom Palast begann im 16. Jahrhundert und wurde im Laufe der Zeit immer weiter erweitert und ausgeschmückt. Von außen wirkt der Palast relativ zurückhaltend, doch im Inneren entfaltet sich eine beeindruckende barocke Pracht. Die Räume sind reich ausgestattet mit Fresken und Deckenmalereien, vergoldeten Verzierungen und kostbaren Möbeln und Wandteppichen. Besonders bekannt sind die prunkvollen Säle, die für offizielle Empfänge und Zeremonien genutzt wurden. Auch die königlichen Gemächer geben einen Einblick in das Leben am Hof.Read more

  • Besichtigung vom Königlichen Palast

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C

    Im Inneren des Palastes gibt es sicherlich einige Highlights, wobei uns vor allem der goldene Raum mit den unzähligen Ritterrüstung (Waffenkammer) und Pferden stark in Erinnerung geblieben ist, zudem der Speisesaal mit der langen Tafel. Das größte Highlight ist aber sicherlich die Kapelle, zu der man vom Palast aus kommt, die direkt Teil des Doms ist, jedoch vom Dom aus nur über dem Altar zu sehen ist. Vom Dom aus hatten wir bereits diesen schwarzen Bereich gesehen und uns überlegt, wie man dorthin kommen kann. Vom königlichen Palast aus ging’s dann in diese Kapelle, die noch mal einiges beeindruckender ist, als der Dom selbst. Die Kapelle im Palazzo Reale di Torino ist die berühmte Cappella della Sindone, die speziell für die Aufbewahrung des Turiner Grabtuch errichtet wurde. Sie wurde im 17. Jahrhundert vom Architekten Guarino Guarini entworfen und zählt zu den außergewöhnlichsten barocken Bauwerken Europas. Architektonisch ist die Kapelle spektakulär. Eine komplexe, fast „mathematische“ Kuppelkonstruktion, übereinander geschichtete Bögen und Formen und der Fokus auf ein starkes Spiel von Licht und Schatten. Im Gegensatz zu vielen goldenen Barockkirchen wirkt sie eher dunkel und dramatisch, da viel mit schwarzem und weißem Marmor gearbeitet wurde. Dadurch entsteht eine fast mystische Atmosphäre. Die Kapelle ist direkt mit dem Dom verbunden, das Grabtuch konnte so zwischen königlichem Palast und Kirche gezeigt werden. 1997 gab es einen schweren Brand, bei dem die Kapelle stark beschädigt wurde. Das Grabtuch konnte jedoch gerettet werden. Zum Glück!Read more

  • Auf dem Glockenturm des Turiner Doms

    April 20 in Italy ⋅ ⛅ 20 °C

    Nach dem königlichen Palast ging’s erst noch eine Runde durch den dort angrenzenden Park, den Giardini Reali di Torino. Nachdem wir hier eine Runde gedreht hatten, ging’s noch mal zurück zum Dom, jedoch jetzt nicht mehr rein in das Gotteshaus, sondern zum daneben stehenden Glockenturm. Nachdem wir noch eine weitere Aussicht von einer Kirche auf einem Hügel vor uns hatten, hat sich Nadine gegen den Aufstieg entschieden, somit ging’s nur für mich nach oben. Für vier Euro definitiv ein gutes Investment! Nachdem zu diesem Zeitpunkt nicht viel hoch zum Turm sind, hat mich ein Mitarbeiter vom Eingang des Museums zum Turm begleitet und mir auf dem Weg einige interessante Fakten dazu erzählt. Anschließend ging’s für mich die knapp 200 Stufen nach oben. Die Aussicht oben ist ähnlich wie bei der Mole sehr beeindruckend, wobei hier der Vorteil ist, dass man beim Ausblick auch die Mole im Blick hat und zusätzlich die sehr beeindruckende Kuppel vom Dom! Der Glockenturm von Duomo di Torino in Turin ist ein markantes, aber oft unterschätztes Element des Doms. Er wurde im 15. Jahrhundert errichtet und ist deutlich älter als viele barocke Bauwerke der Stadt. Im Gegensatz zur hellen Marmorfassade des Doms besteht der Turm aus Backstein, was einen starken optischen Kontrast erzeugt. Mit einer Höhe von etwa 60 Metern ist er einer der auffälligeren Kirchtürme in Turin, auch wenn er nicht zu den höchsten gehört. Seine Form ist relativ schlicht und funktional, typisch für spätmittelalterliche Glockentürme. Beim Glockenturm des Duomo di Torino in Turin erkennt man, wie bei vielen italienischen Türmen, unterschiedliche Bauphasen. Der untere Bereich stammt aus dem 15. Jahrhundert und ist typisch spätmittelalterlich. Der obere Teil wurde später ergänzt bzw. verändert. Er wurde kurz danach bzw. im frühen 16. Jahrhundert fertiggestellt bzw. angepasst. Stilistisch gehört er nicht mehr zur Gotik, sondern zeigt bereits Übergänge zur Renaissance.Read more

  • Das imposante Stadttor, Porta Palatina

    April 20 in Italy ⋅ ☀️ 20 °C

    Schon vom Glockenturm aus war mir das angrenzende, gigantische rote Stadttor aufgefallen, welches auch unser nächstes Ziel war. Wieder unten bei Nadine ging’s los zum Stadttor, bevor wir uns dann für eine kurze Pause bereit gemacht haben. Die Porta Palatina ist eines der am besten erhaltenen römischen Stadttore der Welt und ein beeindruckendes Zeugnis der Antike mitten in Turin. Sie stammt aus dem 1. Jahrhundert v. Chr., als Turin noch die römische Stadt Augusta Taurinorum war. Das Tor bildete den nördlichen Zugang zur Stadt und war Teil der damaligen Stadtmauer. Architektonisch ist die Porta Palatina sehr klar aufgebaut. Zwei hohe, rechteckige Türme, dazwischen eine Mauer mit großen Durchgängen und kleinere Öffnungen für Fußgänger. Die Anlage besteht aus Backstein, was ihr den typischen rötlichen Farbton verleiht. Besonders bemerkenswert ist, wie gut das Bauwerk erhalten ist. Man kann die Struktur eines römischen Stadttors noch sehr deutlich erkennen. Im Mittelalter wurde es sogar weiter genutzt und in die Stadtbefestigung integriert. Sehr beeindruckend!Read more

  • Santuario della Consolata

    April 20 in Italy ⋅ ⛅ 21 °C

    Gegenüber vom Café, wo wir unsere Pause einlegen wollten, sind wir noch in eine wirklich beeindruckende Kirche, die architektonisch durchaus sehr ungewöhnlich ist. Der Grundriss ist ovalförmig, wobei man an der Seite in die Kirche reingeht. Diese Kirche ist im Gegensatz zum Dom extrem verziert und prunkvoll, ein starker Kontrast und hat uns wirklich sehr gut gefallen! Das Santuario della Consolata ist eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen von Turin und zugleich eine der eindrucksvollsten barocken Kirchen der Stadt. Die Ursprünge reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, doch das heutige Erscheinungsbild entstand vor allem im 17. und 18. Jahrhundert. Im Inneren wirkt die Kirche sehr reich und warm gestaltet mit viel Gold und Marmor, zahlreiche Kapellen und kunstvollen Altären. Das Zentrum der Verehrung ist eine Ikone der Madonna della Consolata, die als wundertätig gilt und viele Pilger anzieht. Architektonisch ist die Kirche besonders interessant, weil sie aus mehreren Bauphasen besteht. Dadurch ergibt sich kein einheitlicher Raum, sondern eine komplexe, fast verwinkelte Struktur mit verschiedenen Kuppeln und Bereichen. Auch der Glockenturm gehört zu den ältesten Teilen und zeigt noch deutlich mittelalterliche Elemente. Er gehört zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Stadt und unterscheidet sich deutlich vom barocken Kirchenbau daneben. Der Turm stammt vermutlich aus dem 11. Jahrhundert und ist ein typisches Beispiel der romanischen Architektur.Read more

  • Caffè Al Bicerin - Legendärer Kaffee

    April 20 in Italy ⋅ ☁️ 21 °C

    Mit Blick auf die beeindruckende Tiere konnten wir uns dann auch unseren Kaffee und unsere Auszeit im Caffé Al Bicerin genießen. Für dieses Café hatten wir uns entschieden, auch wenn es etwas außerhalb der sonstigen Pfade liegt, da wir hier eine Turina Spezialität probieren wollten, die es nur hier gibt und sogar aus diesem Café kommt. Aus diesem Grund trägt das Getränk auch den Namen vom Café, nämlich Bicerin. Der Bicerin ist ein traditionelles Heißgetränk aus Turin und gehört zu den bekanntesten Spezialitäten der Stadt. Der Name kommt vom piemontesischen Wort „bicerin“ (= kleines Glas), in dem das Getränk serviert wird. Es besteht aus drei Schichten. Espresso, heiße Schokolade und aufgeschäumte Milch oder Sahne. Das Besondere ist, dass die Schichten nicht vermischt werden, sondern sichtbar übereinander bleiben. Genau das macht den typischen Charakter aus. Seinen Ursprung hat der Bicerin im 18. Jahrhundert, besonders bekannt wurde er eben im historischen Café Caffè Al Bicerin. Das Café ist eines der ältesten und bekanntesten Cafés in Turin. Es wurde im Jahr 1763 eröffnet und hat sich seitdem kaum verändert. Das Café ist sehr klein und wirkt fast wie eine Zeitkapsel. Das Getränk war super, der Laden auch wirklich nett. Der Service nicht überragend, der Preis auch für Italien recht hoch (12€ für ein Bicerin und einen Cappuccino). Trotzdem definitiv einen Besuch wert!Read more

  • Schlendern über die zwei großen Piazza

    April 20 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C

    Um zu unserem nächsten größeren Ziel zu gehen, durften wir dann einmal quer durch die Stadt und sind dabei über zwei große zentrale Plätze gegangen. Zuerst die Piazza della Repubblica, dann die Piazza Vittorio Veneto. Die Piazza della Repubblica ist einer der größten und lebendigsten Plätze in Turin. Sie ist vor allem bekannt für den Porta Palazzo Markt, der hier täglich stattfindet und zu den größten Freiluftmärkten Europas zählt. Die Atmosphäre ist deutlich authentischer und rauer als in den eleganten Plätzen wie der Piazza San Carlo. Es ist ein Ort des echten Alltagslebens. Laut, bunt und international geprägt. Hier waren alle Freiflächen, voll mit Ständen, welche unter anderem Lebensmittel verkauft haben, größtenteils jedoch eher Kleidung. Auf den ersten Blick nicht wirklich hochwertiges, aber in der Masse durchaus beeindruckend. Für uns ging’s jedoch eher in die Halle Porta Palazzo, einen großen Food Court. Hier haben wir uns dann als Ergänzung zum vorher genossenen Kaffee etwas Süßes gegönnt. Einen italienischen Krapfen gefüllt mit einer unglaublich große Menge Nutella. Überragen gut, aber nur zu zweit zu bewältigen. Gut gesättigt und voller Energie ging’s dann weiter zur Piazza Vittorio Veneto. Kurz hatten wir den Platz schon gesehen, da wir unter diesem in der Tiefgarage bei der Ankunft geparkt hatten. Jetzt ging’s eine Runde über den Platz auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel. Die Piazza Vittorio Veneto ist einer der größten Plätze Europas und einer der eindrucksvollsten Orte in Turin. Der Platz wurde im 19. Jahrhundert angelegt und ist typisch für die großzügige, geplante Stadtstruktur Turins. Weitläufig, symmetrisch und von Arkaden gesäumt. Mit seinen rund 40.000 m² wirkt er fast wie ein offener Raum ohne Begrenzung. Besonders beeindruckend ist die Lage. Am Ende des Platzes fließt der Fluss Po, und direkt dahinter erhebt sich die markante Kirche Gran Madre di Dio, die unser nächstes Ziel war.Read more

  • Chiesa Della Gran Madre di Dio

    April 20 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C

    Von der Piazza ging’s über die Ponte Vittorio Emanuele I, um den Po zu überqueren. Unser erstes Ziel lag direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Piazza und hatten wir auch schon bei der Anfahrt entdeckt. Schon hier war uns aufgefallen, dass zumindest die Fassade aktuell vollständig im Gerüst ist, jedoch mit einer Geschick platzierten Werbung zumindest visualisiert wird. Ins Innere konnten wir zum Glück trotzdem und uns dieses näher ansehen. Die Chiesa della Gran Madre di Dio ist eine der markantesten Kirchen von Turin und liegt eindrucksvoll am Ende der Piazza Vittorio Veneto direkt am Fluss Po. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert erbaut und gehört zum Neoklassizismus. Ihr Bau steht im Zusammenhang mit der Rückkehr des Hauses Savoyen nach der napoleonischen Zeit und sollte dieses politische Ereignis symbolisch würdigen. Architektonisch erinnert sie stark an antike Tempel, mit einer großen Freitreppe, einer mächtige Säulenfront und einer zentralen Kuppel. Im Inneren setzt sich dieser klare, klassische Stil fort. Der Raum wirkt geordnet, hell und weniger verspielt als barocke Kirchen. Vor der Kirche stehen zwei auffällige Statuen, die oft mit Legenden verbunden werden. Manche bringen sie sogar mit Mythen rund um den Heiligen Gral in Verbindung, auch wenn das historisch nicht belegt ist. Durch ihre Lage bildet die Kirche eine perfekte Sichtachse. Vom Stadtzentrum über den Platz hinweg bis zur Gran Madre, eines der schönsten Stadtbilder Turins.Read more

  • Santa Maria del Monte dei Cappuccini

    April 20 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C

    Raus aus der Kirche ging’s zum bereits angekündigten letzten Aussichtspunkt, einer Kirche auf einem Hügel, direkt gegenüber der Stadt. Durch die perfekte Lage auf einem Hügel auf der anderen Seite des Po steht die Santa Maria del Monte dei Cappuccini an der perfekten Stelle für einen traumhaften Blick über das Zentrum von Turin. Auch die Kirche selbst ist sehr beeindruckend, wobei sicherlich die meisten Besucher vor allem wegen dem Ausblick kommen. So auch wir! Trotzdem ging’s nach den Fotos vom Ausblick auch noch ins Innere. Die Santa Maria del Monte dei Cappuccini liegt auf einem Hügel oberhalb von Turin und gehört zu den schönsten Aussichtspunkten der Stadt. Die Kirche wurde im späten 16. Jahrhundert errichtet und ist eng mit dem Kapuzinerorden verbunden, der hier ein Kloster gründete. Architektonisch ist sie eher schlicht gehalten, mit einer klaren Renaissance-Struktur und einer zentralen Kuppel. Im Vergleich zu vielen prunkvollen Kirchen Turins wirkt sie zurückhaltend und ruhig. Der Fokus liegt weniger auf reicher Ausstattung, sondern auf Funktion und Spiritualität. Typisch für die Kapuziner.Read more

  • Heute was gesundes zum Abendessen!

    April 20 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C

    Von der Kirche ging’s den Hügel wieder abwärts zurück zum Hotel, wo wir uns knapp 1 Stunde eine Pause gegönnt haben, bevor es zum Essen gehen. Nachdem wir gestern durchaus fettig und ungesund gegessen hatten, wollten wir heute noch mal etwas gesundes. Vor allem nach der großen Menge Nutella. Ganz in der Nähe vom Hotel gibt es einen gut bewerteten Laden mit Pokey Balls, perfekt zum satt werden und für ein gesundes Abendessen! Somit ging’s los zur Gönner, anschließend noch auf eine ganz kleinen Umweg zurück zum Hotel, wo es wieder zusammenpacken und abschalten hieß. Morgen geht’s dann mit dem Auto ab nach Mailand, unserem vorletzten Ziel. Auf dem Weg haben wir zwei kleinere Ziele, da wir morgen Mailand selbst noch gar nicht besichtigen werden. Wir freuen uns schon auf Mailand, auch wenn uns Turin unglaublich gut gefallen hat und wir es sicherlich noch einen weiteren Tag ausgehalten hätten.Read more

  • Ein Spaziergang in Vercelli

    April 21 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    In der Früh hieß es frühzeitig auschecken und zu Fuß gut 20 Minuten zurück zur Piazza Vittorio Veneto, wo wir geparkt hatten. Fürs parken hieß es dann 36€ für die zwei Nächte zahlen, was für Turin durchaus günstig ist. Mit dem Auto ging’s dann los auf die knapp zwei Stunden Fahrt nach Mailand. Auf dem Weg hatten wir jedoch zwei Ziele. Vercelli und Novara. Nach gut einer Stunde waren wir dann an unserem ersten Ziel, dass wir knapp zwei Stunden erkundet haben. Durch einen sehr großen Markt in den Gassen der Stadt war nicht nur das Parkplatz suchen etwas schwieriger, sondern auch das rumlaufen. Trotzdem hat’s gut geklappt und es hat uns gut gefallen. Vercelli ist eine ruhige, oft unterschätzte Stadt im Piemont. Sie gehört zu den ältesten Städten Norditaliens und blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Römerzeit reicht. Im Mittelalter entwickelte sich Vercelli zu einem bedeutenden religiösen und kulturellen Zentrum. Besonders bekannt ist die Stadt heute für ihren Reisanbau. Die weiten Ebenen rund um Vercelli sind von großen Reisfeldern geprägt, in denen ein Großteil des italienischen Risottoreises produziert wird. Vor allem im Frühling, wenn die Felder geflutet sind, entsteht eine fast spiegelartige Landschaft, die der Region einen ganz eigenen Charakter verleiht. Beim fahren waren uns schon die überfluteten Felder aufgefallen. Wir hatten uns noch gefragt, ob’s vom Regen kommt oder Absicht ist. Da es nicht so viel geregnet hatte, musste es fast Absicht sein. Auch architektonisch hat Vercelli einiges zu bieten. Die Basilica di Sant’Andrea gilt als eine der frühesten gotischen Kirchen Italiens und verbindet gotische und romanische Elemente. Im Zentrum der Stadt liegt die Piazza Cavour, ein historischer Platz mit Arkaden, Cafés und einem markanten Brunnen. Ein weiteres Wahrzeichen ist die Torre dell’Angelo, ein leicht schief stehender Turm, der das Stadtbild prägt. Kulinarisch dreht sich in Vercelli vieles um Risotto. Typische Gerichte wie die „Panissa“, ein herzhaftes Risotto mit Bohnen und Wurst, sind hier besonders verbreitet und spiegeln die landwirtschaftliche Tradition der Region wider. Leider kam das für nicht in Frage, somit gabs ein kleines Focaccia.Read more

  • Der Dom von Vercelli

    April 21 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Etwas raus aus dem Zentrum ging’s dann zum Dom von Vercelli. Das Innere hatten wir noch vor einer Messe geschafft, hatten den Dom noch vor 12 Uhr angepeilt, da dieser dann schließt. Kurz nachdem wir drin waren begann zudem eine Beerdigung, weswegen wir auch keine weitere Runde rum um die Kirche gedreht haben und keine frontalen Bilder mehr gemacht haben. Die Trauerfeier wollten wir nicht für Bilder stören. Im Inneren waren wir jedoch noch davor und konnten somit tolle Bilder der Kirche machen. Der Cattedrale di Sant’Eusebio ist die wichtigste Kirche von Vercelli und ein bedeutendes religiöses Zentrum im Piemont. Die Ursprünge reichen bis ins 4. Jahrhundert zurück und sind mit dem heiligen Eusebius von Vercelli verbunden, einem der ersten Bischöfe der Region. Der heutige Bau stammt jedoch größtenteils aus dem 18. und 19. Jahrhundert und zeigt eine Mischung aus Neoklassizismus und barocken Einflüssen. Die Fassade wirkt klar und geordnet, mit klassischen Formen und Säulen. Im Inneren ist die Kathedrale hell und weitläufig, mit einer ruhigen, harmonischen Gestaltung. Im Gegensatz zu stark dekorierten barocken Kirchen wirkt sie eher zurückhaltend. Ein markantes Element ist der massive Glockenturm, der aus Backstein besteht und sich deutlich vom Hauptgebäude abhebt. Ein typisches Merkmal vieler Kirchen in Norditalien. Religiös besonders wichtig ist die Verbindung zum heiligen Eusebius, dessen Wirken die frühe Kirchengeschichte der Region geprägt hat. Er spielte eine zentrale Rolle bei der Verbreitung und Festigung des Christentums in der Region. Eusebius war besonders bekannt für seinen Einsatz im sogenannten Arianischen Streit. Dabei ging es um die Frage, ob Jesus Christus göttlich oder nur ein geschaffenes Wesen sei. Eusebius vertrat die Position, dass Christus wirklich göttlich ist. Wegen dieser Haltung wurde er zeitweise verbannt und musste mehrere Jahre im Exil verbringen. Er war einer der ersten Bischöfe im Westen, der ein gemeinschaftliches Leben mit Klerikern führte. Eine Art frühe Form von klösterlichem Zusammenleben. Das war damals neu und beeinflusste die spätere Entwicklung von Klöstern. Im Cattedrale di Sant’Eusebio in Vercelli spielen Reliquien eine zentrale Rolle, vor allem im Zusammenhang mit dem heiligen Eusebius von Vercelli. Die wichtigsten Reliquien im Dom sind die sterblichen Überreste dieses frühen Bischofs aus dem 4. Jahrhundert. Sie werden in einem Reliquienschrein aufbewahrt und sind bis heute ein bedeutendes Ziel für Gläubige. Oft wird in diesem Zusammenhang auch von einer „Mumie“ gesprochen, was jedoch missverständlich ist. Es handelt sich nicht um eine künstlich einbalsamierte Mumie wie im alten Ägypten, sondern um natürlich erhaltene Überreste eines Heiligen. Sehr beeindruckend!Read more

  • Die Basilica di Sant'Andrea

    April 21 in Italy ⋅ ☁️ 17 °C

    Eigentlich wollten wir vom Dom direkt noch zur naheliegenden Basilika. Durch die Umplanung wegen der Beerdigung und dem spontanen vorziehen des Besuchs vom Dom hatten wir das erst bemerkt, als wir schon wieder im Zentrum waren. Also ging’s wieder zum Auto und dann mit dem Auto zur Basilika, wo wir in der Nähe geparkt haben. Dann hieß es losgehen auf eine kleine Runde zur beeindruckenden Basilica di Sant'Andrea. Die Basilica di Sant’Andrea ist eines der bedeutendsten Bauwerke von Vercelli und gilt als eines der frühesten Beispiele der Gotik in Italien. Die Basilika wurde zwischen 1219 und 1227 errichtet und zeigt eine spannende Mischung aus romanischen und gotischen Elementen. Diese Übergangsphase macht sie architektonisch besonders interessant. Ein besonderes Highlight ist der Kreuzgang, der zur ehemaligen Klosteranlage gehört. Er vermittelt eine sehr ruhige, fast meditative Atmosphäre und ist einer der schönsten mittelalterlichen Orte der Stadt. Die Basilika wurde im Auftrag von Kardinal Guala Bicchieri errichtet, der enge Verbindungen nach Frankreich hatte. Daher der starke gotische Einfluss, der für Italien zu dieser Zeit noch ungewöhnlich war. Die Türme der Basilica di Sant’Andrea in Vercelli sind ein prägendes Element der Fassade. Die Basilika besitzt zwei Türme, die symmetrisch links und rechts der Fassade stehen. Die Höhe der Türme liegt ungefähr bei 55 Metern, wodurch sie deutlich über die Stadt hinausragen, ohne extrem dominant zu wirken. Im hinteren Bereich, rund um den Chor, stehen weitere kleinere Türme. In der Mitte der Kirche, über der Kreuzung von Langhaus und Querhaus, befindet sich ein zentraler Turm. Dieser sitzt genau im Zentrum der Kirche und ist von innen optisch wie eine Kuppel. Ingesamt vor allem von außen eine wirklich beeindruckenden Kirche! Von dieser ging’s dann zurück zum Auto und ab auf die gut 30 Minuten Fahrt nach Novara.Read more

  • Weiter geht’s, nach Novara!

    April 21 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    In Novara angekommen hieß es Parken und circa 10 Minuten ins Zentrum gehen. Dort haben wir eine große Runde durch die Stadt gedreht und wir waren uns einig, dass uns Novara nochmal deutlich besser als Vercelli gefällt. Zum Start haben wir uns nach der Ankunft erst mal einen Cappuccino gegönnt, dazu ein lecker Focaccia mit Zucchini geteilt. War super lecker! Anschließend ging’s erst mal durch ein paar Gassen, dann zur wunderschönen und extrem hohen Kathedrale. Anschließend weiter durchs Zentrum mit dem Ziel, auf Umwegen zur Basilika mit der gigantische Kuppel zu kommen. Novara ist eine mittelgroße Stadt im Piemont, etwa zwischen Turin und Mailand gelegen. Mit rund 100.000 Einwohnern wirkt sie deutlich ruhiger und weniger touristisch als ihre großen Nachbarn, hat aber dennoch eine lange Geschichte und einige bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten. Das bekannteste Wahrzeichen ist die Basilica di San Gaudenzio mit ihrer rund 121 Meter hohen Kuppel, die das Stadtbild prägt und schon von weitem sichtbar ist. Auch der Cattedrale di Santa Maria Assunta ist ein zentrales Bauwerk. Ein neoklassizistischer Dom mit klarer, monumentaler Gestaltung. Das Herz der Stadt bildet die Piazza Martiri della Libertà, ein großzügiger Platz, der als Treffpunkt für Einheimische dient. Das Stadtbild ist geprägt von breiten Straßen, Arkaden und einer eher geordneten Struktur, die an Turin erinnert, nur in kleinerem Maßstab. Gleichzeitig ist die Umgebung von Novara stark landwirtschaftlich geprägt. Wie bei Vercelli, vor allem Risottoreis. Historisch spielte Novara eine Rolle im 19. Jahrhundert, insbesondere während der italienischen Einigungsbewegung. Die Schlacht von 1849 gehört zu den bedeutenden Ereignissen dieser Zeit. Die Schlacht von Novara war ein entscheidendes Ereignis im italienischen Einigungsprozess und fand nahe Novara statt. Im 19. Jahrhundert war Italien noch kein einheitlicher Staat. Große Teile Norditaliens standen unter der Kontrolle des österreichischen Kaiserreichs. Das Königreich Sardinien-Piemont (mit Turin als Hauptstadt) versuchte, diese Vorherrschaft zu beenden und Italien zu vereinen. Die piemontesischen Truppen wurden klar besiegt. Die Niederlage hatte große politische Konsequenzen. König Karl Albert trat noch am selben Tag zurück, sein Sohn Viktor Emanuel II. wurde neuer König. Österreich behielt dabei vorerst die Kontrolle über Norditalien. Trotz der Niederlage war die Schlacht langfristig wichtig. Sie zeigte, dass eine Einigung schwierig, aber notwendig war. Unter Viktor Emanuel II. wurde der Einigungsprozess später erfolgreich fortgesetzt, nur etwa 10 Jahre später (1861) entstand das Königreich Italien.Read more

  • Die gigantische Kathedrale von Novara

    April 21 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Die Kathedrale hatten wir durch die extreme Höhe ähnlich wie den Turm der Basilika schon von weiten im Visir. Die Cattedrale di Santa Maria Assunta ist die wichtigste Kirche von Novara und ein typisches Beispiel für die Architektur des 19. Jahrhunderts im Stil des Neoklassizismus. Der heutige Bau entstand im 19. Jahrhundert nach Plänen von Alessandro Antonelli und ersetzte eine ältere mittelalterliche Kirche. Antonelli orientierte sich stark an der antiken Architektur, was sich besonders in der klaren, symmetrischen Gestaltung zeigt. Die Fassade wirkt monumental, aber zugleich schlicht. Eine breite Freitreppe führt zu einem Säulenportikus, der an einen antiken Tempel erinnert. Insgesamt steht hier weniger Dekoration im Vordergrund als vielmehr Proportion und Ordnung. Im Inneren setzt sich dieser Eindruck fort. Der Raum ist weit, hell und durch hohe Säulen gegliedert. Im Vergleich zu barocken Kirchen wirkt der Dom deutlich ruhiger und weniger verspielt. Die zentrale Kuppel sorgt für zusätzliches Licht und verstärkt die klare, ausgewogene Raumwirkung. Der Dom steht auf historisch bedeutendem Boden, da sich hier bereits in früheren Jahrhunderten religiöse Gebäude befanden. Mit dem Neubau wurde dieser Ort neu gestaltet, blieb aber weiterhin das religiöse Zentrum der Stadt. Zum Bauensemble gehört weiterhin ein Baptisterium und der ehemalige Bischofspalast, der später das Domkapitel beherbergte, sowie der Kreuzgang des Doms. Das Innere der Kathedrale hat eine Höhe von etwa 35 Metern, eine Länge von 45 Metern sowie eine Breite von 14 Metern. Außen hat die Kathedrale eine Höhe von ca. 40 Meter. Sehr beeindruckend!Read more

  • Riesige Kuppel Basilika San Gaudenzio

    April 21 in Italy ⋅ ⛅ 18 °C

    Noch beeindruckender ist hingegen die Basilika San Gaudenzio mit dem gigantischen Turm, die unser letztes Ziel in Novara war und zum Glück überraschend 30 Minuten früher offen war als auf Google angegeben. Somit ging’s auch ins Innere. Die Basilica di San Gaudenzio ist das bekannteste Wahrzeichen von Novara und vor allem für ihre außergewöhnliche Kuppel berühmt. Die Kirche selbst stammt ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert und ist dem heiligen Gaudentius gewidmet, dem ersten Bischof der Stadt. Der Bau wurde im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. Das absolute Highlight ist die riesige Kuppel, die im 19. Jahrhundert von Alessandro Antonelli entworfen wurde, demselben Architekten wie die Mole Antonelliana in Turin. Die Kuppe hat eine Höhe von ca. 121 Meter und sie ist damit eine der höchsten gemauerten Kuppeln Europas. Die Konstruktion ist sehr schlank und wirkt fast filigran, obwohl sie extrem hoch ist. Durch ihre Höhe ist sie schon von weitem sichtbar und prägt die gesamte Skyline von Novara. Im Inneren wirkt die Kirche deutlich klassischer und ruhiger im Vergleich zur spektakulären Außenwirkung der Kuppel. Das Kircheninnere beherbergt zahlreiche Kunstwerke aus der Zeit der Spätrenaissance und des Barock. Besonders verehrt wird die Silberurne mit den Reliquien des heiligen Gaudenzio, die in der Krypta aufbewahrt wird. Ingesamt ein sehr beeindruckendes Bauwerk! Hat uns wirklich begeistert. Von der Basilika ging’s dann wieder zurück zum Auto und auf die gut eine Stunde lange Fahrt nach Mailand.Read more

  • Ciao Milano!

    April 21 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    Für den Weg nach Mailand hatten wir mit sehr viel stressigen Verkehr gerechnet. Ganz so schlimm war’s nicht. Statt circa 50 Minuten haben wir trotzdem circa 1 Stunde und 20 Minuten gebraucht. Am Ende waren wir froh, geparkt zu haben. Dafür hatten wir eine perfekte Gelegenheit gefunden. Eine Tiefgarage von einem Einkaufsladen bei dem das dritte Untergeschoss für 12€ pro Tag als Dauerparker genutzt werden kann. Mit noch mehr Verkehr hatten wir aus dem Grund gerechnet, warum die Hotels der Stadt auch so extrem teuer waren. Derzeit findet der Salone del Mobile statt. Der Salone del Mobile ist die weltweit wichtigste Möbel- und Designmesse. Dadurch kosten derzeit sogar Hostel Zimmer mit einer Bewertung von 6 auf einer Skala bis 10 bei Booking über 150€ die Nacht. So sind wir auch bei 265€ die Nacht gelandet und waren darüber sehr froh. Vierstellig für drei Nächte war schwer zu finden. Das tolle daran ist wiederum, dass wir uns so für Emme Loft entschieden, ein wunderschönes Appartement in ruhiger Innenhof Lage. Der einzige Lärm kommt, wenn überhaupt, von einer Osteria die angrenzt und eine Hintertür zum Innenhof hat. Das ist aber als Einschätzung zum Zeitpunkt der Ankunft gut zu ertragen. Die Unterkunft selbst ist wunderschön, modern eingerichtet und sehr geräumig. Dazu mit circa. 20 Minuten zum Zentrum nah genug zum gehen und entfernt genug um entspannter und bezahlbarer zu sein. Gute Kombination um Mailand zu erkunden, worauf wir uns schon sehr freuen! Mailand ist die zweitgrößte Stadt Italiens und gilt als wirtschaftliches, finanzielles und modisches Zentrum des Landes. Mit rund 1,4 Millionen Einwohnern (über 3 Millionen in der Metropolregion) gehört sie zu den wichtigsten Städten Europas. Im Gegensatz zu vielen anderen italienischen Städten wirkt Mailand moderner und weniger von mittelalterlichen Strukturen geprägt. Breite Straßen, große Plätze und moderne Viertel mit Hochhäusern, besonders im Bereich Porta Nuova, prägen das Stadtbild. Gleichzeitig gibt es bedeutende historische Bauwerke, allen voran der Mailänder Dom, eine der größten Kirchen der Welt mit ihrer markanten gotischen Fassade. Direkt daneben befindet sich die Galleria Vittorio Emanuele II, eine elegante Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert. Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind das Castello Sforzesco und das Viertel Navigli mit seinen Kanälen und zahlreichen Bars. Mailand ist weltweit bekannt als Mode- und Designmetropole und richtet regelmäßig große Veranstaltungen wie die Fashion Week aus. Gleichzeitig ist die Stadt ein bedeutendes Zentrum für Kunst und Kultur, unter anderem mit berühmten Werken wie „Das letzte Abendmahl“. Die Ursprünge reichen bis in die Römerzeit zurück (Mediolanum). Im Mittelalter entwickelte sich Mailand zu einer reichen Handelsstadt und später unter den Visconti und Sforza zu einem politischen Machtzentrum. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt zu einem Motor der Industrialisierung Italiens und spielte eine wichtige Rolle bei der Einigung des Landes.Read more

  • Anime & Ramen am Abend!

    April 21 in Italy ⋅ ⛅ 19 °C

    In Mailand hatten wir heute nur noch ein Ziel. Abendessen. Hierfür hatten wir uns das Restaurant Ramen Shifu Monte Nero rausgesucht, um uns eine gutes Abendessen in tollem Ambiente zu gönnen. Das Restaurant ist komplett mit Manga und Anime Bildern tapeziert. Gefällt uns! Zum Start haben wir uns einen Bao Bun gegönnt, wobei ich den Hauptteil bekommen habe. Nadine hatte dann ein sehr leckeres Ramen gegönnt, ich mir ein Curry. Beides mit Veggie Chicken und richtig gut! Gut gesättigt ging’s dann wieder zurück in die Wohnung, wo wir den Abend mit Reisedokumentationen auf YouTube ausklingen lassen haben. Morgen steht das Zentrum von Mailand inklusive Dom und Galerie auf den Plan. Wir freuen uns schon riesig!Read more

  • Los geht’s auf unsere heutige Tour!

    April 22 in Italy ⋅ ⛅ 11 °C

    In der Früh ging’s heute frühzeitig um kurz nach 8:00 Uhr los auf unsere heutige Runde. Grund dafür waren die gebuchten Tickets für den Mailänder Dom um 9 Uhr. Raus aus unserer Wohnung ging’s dabei auf dem direkten Weg zum Dom, mit ein paar kleinen Zielen auf dem Weg. Für den Weg haben wir 30 Minuten gebraucht, daher war das frühzeitige losgehen auch wichtig. Auf dem Weg ging’s vorbei am historischen Tor, die Porta Romana. Die Porta Romana, oft auch „Arco di Porta Romana“ genannt, ist eines der historischen Stadttore von Mailand und Teil der früheren Stadtbefestigung. Das heutige Tor stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde unter spanischer Herrschaft errichtet, als Mailand stark befestigt wurde. Es ersetzte ein älteres römisches Tor, das einst den Zugang zur wichtigen Straße Richtung Rom markierte. Daher auch der Name „Porta Romana“. In Mailand sind heute noch mehrere historische Stadttore erhalten, allerdings nicht mehr als geschlossene Stadtmauer, sondern als einzelne Bauwerke. Ingesamt gibt es noch 6 historische Stadttore. Eine weitere Sehenswürdigkeit an der wir vorbei sind war das sogenannte „Pilz-Hochhaus“, die Torre Velasca. Ihren Spitznamen verdankt sie ihrer ungewöhnlichen Form. Der Turm ist unten schmal und wird nach oben hin deutlich breiter, sodass er an einen Pilz erinnert. Das Gebäude wurde zwischen 1956 und 1958 von der Architektengruppe BBPR errichtet und ist etwa 106 Meter hoch. Architektonisch gehört es zur Nachkriegsmoderne und wird oft dem Brutalismus zugeordnet, hebt sich aber durch seine besondere Gestaltung von vielen anderen Hochhäusern ab. Nicht unbedingt schön aber sicherlich ungewöhnlich!Read more

  • Angekommen am Piazza del Duomo

    April 22 in Italy ⋅ ⛅ 12 °C

    Am Ende unserer Route angekommen waren wir direkt auf der Piazza del Duomo, unserem ersten großen Ziel für heute und gleichzeitig auch unser größtes Ziel für heute. Nicht der Platz selbst sondern die Umgebung. Die Piazza del Duomo ist der zentrale Platz von Mailand und das Herz der Stadt. Hier treffen Geschichte, Architektur und das moderne Leben Mailands aufeinander. Dominierend ist der Mailänder Dom, der den Platz prägt und zu den größten Kirchen der Welt gehört. Direkt daneben befindet sich die Galleria Vittorio Emanuele II, eine elegante Einkaufspassage aus dem 19. Jahrhundert. In der Mitte des Platzes steht das Reiterstandbild von Viktor Emanuel II., dem ersten König des vereinten Italien. Der Palazzo Reale liegt direkt an der Piazza del Duomo und war über Jahrhunderte der wichtigste Regierungssitz der Stadt. Seine Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück, doch das Gebäude wurde im Laufe der Zeit mehrfach umgebaut und erweitert, besonders unter spanischer und später österreichischer Herrschaft. Im 18. Jahrhundert erhielt der Palast seine klassizistische Form. Der Palazzo diente verschiedenen Machthabern als Residenz. Spanische Gouverneure, österreichische Verwaltung und später auch Napoleon. Heute hat der Palast keine politische Funktion mehr. Stattdessen wird er als Kulturzentrum und Museum genutzt, vor allem für große Wechselausstellungen internationaler Kunst. Die Piazza selbst entstand in ihrer heutigen Form vor allem im 19. Jahrhundert, als Mailand modernisiert und erweitert wurde. Heute ist sie ein lebendiger Treffpunkt, Ausgangspunkt für Besichtigungen und einer der meistbesuchten Orte Italiens.Read more

  • Der gigantische Mailänder Dom

    April 22 in Italy ⋅ ⛅ 12 °C

    Für den Dom hatten wir um 9 Uhr Tickets und wir wollten uns eine Viertelstunde davor anstellen, also ging’s erst mal noch eine kleine Runde rum um den Platz. Fokus dabei vor allem die Fotos vom Dom selbst. Ganz am Morgen noch mit leichten Wolken, etwas später vorm verlassen des Platzes mit kräftigen und eher dunklen Wolken und auf dem Rückweg nochmal mit blauen Himmel. Perfekte Abwechslung! Der Mailänder Dom ist das bekannteste Wahrzeichen von Mailand und eine der größten Kirchen der Welt. Er steht im Zentrum der Piazza del Duomo und prägt das Stadtbild wie kein anderes Gebäude. Der Bau begann im Jahr 1386 und zog sich über mehrere Jahrhunderte hin. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Fassade weitgehend vollendet. Dadurch vereint der Dom verschiedene Bauphasen, bleibt aber insgesamt ein Meisterwerk der Gotik. Besonders auffällig sind die unzähligen Details. Dazu gehören über 3.000 Statuen, zahlreiche Türmchen (Spitzen) und reich verzierte Fassade aus hellem Marmor. Die höchste Spitze wird von der goldenen Statue der Madonnina gekrönt, die als Symbol der Stadt gilt. Die höchste Stelle des Mailänder Dom, also die Spitze mit der goldenen Madonnina-Statue, liegt bei etwa 108,5 Metern. Die Statue selbst steht auf der höchsten Turmspitze und ist rund 4 Meter hoch. Lange Zeit durfte kein Gebäude in Mailand höher sein als die Madonnina. Im Inneren ist der Dom riesig und wirkt sehr monumental. Der Dom hat eine Länge von ca. 158 Meter und dabei Platz für rund 40.000 Menschen. Ein Highlight ist das begehbare Dach, von dem man einen beeindruckenden Blick über Mailand hat , inklusive der vielen Türme und Details aus nächster Nähe. Aufgrund der Baustelle auf dem Dach und dem Hohen Preis für die Terrasse haben wir uns dieses Mal dagegen entschieden.Read more