• Cindy und Tim
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Skandinavien

Uma 25aventura de um dia na Cindy und Tim Leia mais
  • Inicio da viagem
    26 de agosto de 2026

    Tschüssi Deutschland

    26 de agosto, Alemanha ⋅ ☁️ 23 °C

    Die erste Etappe ist geschafft. Wir sind aktuell in Rostock und haben in unserer Kabine auf der Fähre eingecheckt. Um 15.10 Uhr geht es los nach Trelleborg und dann startet unsere Skandinavien-Rundtour.

    Auch jetzt im Urlaub werde ich, Cindy, weiter jeden Tag einen kleinen Sketch zeichnen. Heute in der Warteschlange vor der Fähre entstand der kleine Elch. Ganz in Einstimmung auf unseren Urlaub.

    In diesem Sinne: auf eine schöne, entspannte und trotzdem erlebnisreiche Reise!
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  • Hej Hej Schweden

    26 de agosto, Suécia ⋅ 🌙 16 °C

    Da sind wir wieder. Mit der Fähre in Trelleborg. Und mit einem kleinen Schockerlebnis. Als wir auf der Fähre wieder in unser Auto steigen wollten, funktionierte der Schlüssel nicht mehr! Wir haben das Auto mit dem Notfallschlüssel geöffnet, aber es kam die ganze Zeit Alarm. Das Auto blinkte und hupte die ganze Zeit. Um uns herum stiegen alle anderen in ihre Autos und der Stress wuchs, das Auto in Gang zu bekommen.

    Bei der telefonischen Pannenhilfe waren wir in der Warteschleife und Tim versuchte überall den Schlüssel ans Auto zu halten, um zu connecten. Und unser Auto glaubte die ganze Zeit, dass wir es stehlen wollen.

    Erst mit der Hilfe eines fremden, freundlichen Mannes, konnten wir den Schlüssel an die richtige Stelle halten. Und wenn man dann gleichzeitig den Startknopf drückt, springt das Auto wieder an. Nun, wach waren wir jedenfalls wieder.

    Wir fuhren dann zu unserem ersten Übernachtungsplatz. Den kannten wir schon von unserem Schweden-Trip im Mai. Nur war diesmal ein grosser Felsbrocken vor die Einfahrt gelegt, sodass wir dort nicht mehr übernachten konnten und weiter fuhren. 22.45 Uhr hatten wir dann einen Schlafplatz gefunden und alles bettfertig gemacht. Ein Parkplatzfoto gibt es heute nicht mehr. Dafür ist es zu dunkel. Aber noch ein paar Fotos von der Abfahrt der Fähre. Also gute Nacht!
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  • Zeit für Frühstück

    27 de agosto, Suécia ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach unserer ersten Nacht fuhren wir direkt ans Wasser. Neben schaukelnden Fischerbooten und bei schönstem Sonnenschein genossen wir unser erstes Camperfrühstück. Heute steht auf jeden Fall noch auf dem Programm, eine neue Batterie für die Auto-Fernbedienung zu kaufen.

    Da die Geschäfte hier erst um 10.00 Uhr öffnen, fahren wir derweil ein bisschen durch die schöne Landschaft.

    Hier gibt es noch Fotos vom Schlafplatz und dem Platz, wo wir gefrühstückt haben.
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  • Fahrtag und Schlafplatz

    27 de agosto, Suécia ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute hatten wir mehr oder weniger einen Fahrtag. Erst einmal fuhren wir noch etwas an der Küste entlang, später nach Malmö. Dort besorgten wir uns eine neue Batterie für den Autoschlüssel. Nachdem das geklärt war, ging es auf die Autobahn Richtung Norden.

    Irgendwann entschlossen wir uns, das letzte Stück ohne Autobahn zu fahren. Ziel war der Store Mosse Nationalpark. Dort wollten wir eigentlich zu einem Vogelbeobachtungsturm. Aber der gesamte Parkplatz war voll. Für uns ein Graus. Also sind wir noch ein Stückchen weiter gefahren und fanden einen tollen Platz im Wald. Dort ruhten wir uns aus, tauten unsere tiefgefrorene Kartoffelsuppe auf, ich (Cindy) zeichnete meinen Sketch, wir spielten Skipbo und entschieden dann, hier gleich zum Schlafen zu bleiben.

    Fotos gibt es wieder nicht viele. Nur einen Fasan und einen Turmfalken, den wir gesichtet haben. Und den Sketch - eine Walnuss - von heute sowie den Schlafplatz.
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  • Ein platter Reifen

    28 de agosto, Suécia ⋅ 🌧 15 °C

    Heute fuhren wir durch das schöne Smaland. Sahen die typisch schwedischen Häuschen, Rehe, und Hasen.

    Wir machten an verschiedenen Orten Pause, spazierten, aßen leckere Suppe und spielten Skipbo.

    Auf der Suche nach einem Parkplatz meldete das Auto einen Druckverlust. Und gegen 18.45 Uhr hatten wir einen platten Vorderreifen. Wir riefen den Pannenservice der Autovermietung an und es hieß, in etwa 1 Stunde kommt der Mechaniker.

    Nach ca. 1 1/2 rief der Mechaniker an und entschuldigte sich, da er noch eine andere Panne vorher hatte. Es dauerte nochmal eine reichliche Stunde, bis er bei uns ankam. Schweden ist groooß. :-)

    Er fand die Ursache und reparierte den Reifen. Er war super nett und wir freuten uns, dass es so zu reparieren war. Und pünktlich NACH der Reparatur fing es an zu regnen. Schön, dass alle trocken blieben. Das erleichterte doch alles ein wenig.

    Danach fanden wir ganz in der Nähe direkt an einem See einen Schlafplatz. Morgen werden wir sehen, wie es hier aussieht. :-)

    Gute Nacht aus Schweden. Mit leisen Rwgentropfen auf dem Autodach.
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  • Nationalpark Färnebofjärden

    29 de agosto, Suécia ⋅ 🌧 17 °C

    Fast hätten wir es heute vergessen: unser obligatorisches Schlafplatzfoto. Zum Glück haben wir vor der Abfahrt noch daran gedacht.

    Nach dem Frühstück fuhren wir in den Färnebofjärden Nationalpark. Zu einem Aussichtsturm. Wir haben ihn sogar erklommen. Aber erwartungsgemäß haben wir durch das Regenwetter nichts weiter gesehen.

    Danach erwärmten wir uns auf dem Parkplatz gleich die letzte Kartoffelsuppe von daheim und machten eine kleine Mittagspause.

    PS: bis jetzt hat der Reifen gut gehalten. 👌
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  • Hätte ich doch bloß nichts gesagt....

    29 de agosto, Suécia ⋅ 🌧 18 °C

    Wir sind nur ein paar Meter weiter gefahren.... [Pling] Druckverlust vorn links.

    Anhalten.
    Nachschauen: schon Luft raus.
    Horschen: zssscchhhh

    Am Telefon in der Warteschleife: "heute ist wirklich viel los hier. Wir sind gleich bei Ihnen."Leia mais

  • Humor ist, wenn man trotzdem lacht

    30 de agosto, Suécia ⋅ 🌧 17 °C

    Nun, da hatten wir also eine schöne Zeit an einem Aussichtsturm und dann, auf dem Weg zurück auf die normalen, asphaltierten Straßen, gab es wieder die Meldung "Druckverlust". Diesmal am Vorderrad vorn links. Das war ca. 14.00 Uhr.

    Wir hielten direkt in der nächsten Notbucht und konnten zusehen, wie der Reifen immer weiter Luft verlor. Es dauerte nicht lang, und er war komplett platt. Natürlich riefen wir gleich die Pannenhilfe an. Auch heute, endlose Warteschleife.

    Als wir jemanden erreicht hatten, fragte er die obligatorischen Dinge ab. Dazu gehört der Standort des Autos, den er per GPS auslesen kann. Als er sah, dass wir mitten im Wald standen, war auf einmal unklar, ob wir selbst für den Schaden aufkommen müssen, weil wir auf keiner offiziellen Straße wären. Das hat sich dann aber geklärt, schließlich war es der offizielle Weg in den Nationalpark und hatte sogar die mit "M" gekennzeichneten Notbuchten.

    Um 15.23 Uhr erhielten wir von der schwedischen Pannenhilfe "Assistance Kåren" eine SMS, dass wir Bescheid bekommen, sobald ein verfügbarer Fahrer sich auf den Weg zu uns macht.

    Nun warteten wir. Machten das Auto sauber, erledigten den Abwasch, spielten Skipbo, schauten einen Film und ich, Cindy, zeichnete meinen Sketch.

    Um 18.06 Uhr beschlossen wir, nun doch nochmal bei der Roadsurfer Pannenhilfe anzurufen. Wir waren eine halbe Stunde in der Warteschleife. Die nette Frau hatte Mitgefühl mit uns und wollte sich nochmal darum kümmern.

    Also warteten wir wieder. Tim hat ein wenig geschlafen, damit er ausgeruht ist, falls wir noch einen Parkplatz suchen müssen.

    Um 21.08 Uhr bekamen wir dann endlich den Anruf von der Pannenhilfe, dass sich der Fahrer jetzt auf den Weg macht. Fahrzeit: 1 Stunde.

    22.20 Uhr war es soweit und das grosse Abschleppauto kam auf dem kleinen Waldweg um die Kurve gefahren. Über 8 Stunden nach unserer Pannenmeldung. Puh.

    Und er sagte uns, dass er den Reifen nicht reparieren, sondern uns nur in eine Werkstatt abschleppen kann. Also wurde das Auto inklusive wir hinten auf das Abschleppauto bugsiert. Wir waren auf der ganzen Fahrt über hinten in unserem Auto. Das war ein komisches Gefühl.

    Gegen 23 Uhr kamen wir an der Werkstatt an und konnten endlich schlafen. Die Nacht war auch okay. Und nun warten wir auf einen Mechaniker, der sich bereit erklärt hat, heute zum Sonntag, um 9 Uhr in die Werkstatt zu kommen, um unseren Reifen zu reparieren.

    Ganz ehrlich. Zufrieden sind wir mit dieser Situation nicht. Denn die beiden Vorderreifen haben eigentlich zu wenig Profil. Nur deshalb konnte das mit den Platten auf einer normalen Schotterstrasse überhaupt passieren.

    Und nun fährt immer die Angst mit, wenn wir eine asphaltierte Straße verlassen. Wird alles gut gehen? Werden wir Handyempfang haben, wenn wir den nächsten Platten haben? Werden wir eine gute Stelle zum stundenlangen Stehenbleiben und warten haben? Unsere Fahrt soll uns noch in viele abgelegenere Gebiete führen
    Wir sind verunsichert und hätten gern einfach 2 neue Reifen. Aber das muss Roadsurfer genehmigen und dann müssten Reifen bestellt werden und wir müssten mindestens noch 1-2 Tage hier bleiben. Diese Zeit würde uns auf unserer Tour fehlen. Schade.
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  • Ein Tag Pause

    30 de agosto, Suécia ⋅ ☁️ 18 °C

    Der Mechaniker kam kurz nach 9.00 Uhr. Er montierte das Rad ab und zeigte uns, wie wenig Profil überhaupt noch auf dem Reifen ist. Die Vorderreifen sind diagonal abgefahren und haben auf der Innenseite kein Profil mehr. Das kommt von einer schiefen Achse, die wir zuhause neu vermessen lassen sollten. Als wir ihm sagten, dass wir weiter nach Finnland, zum Nordkap und über Norwegen zurück nach Hause wollten, schaute er sich auch den zweiten Reifen an und riet uns davon ab. Beide Vorderreifen wären so schlecht, dass es nicht sicher wäre, eine so weite Reise damit noch zu machen.

    Er reparierte erst einmal notdürftig den Reifen, so dass wir wieder fahren konnten. Zwei Löcher waren drin! Er rief auch in einer anderen Werkstatt an, ob diese passende Reifen auf Lager haben. Da das der Fall war, gab er uns die Kontaktdaten und wir fuhren nach Gävle.

    Dort an der Werkstatt war zum Sonntag kein Mechaniker da. Aber eine nette Mitarbeiterin telefonierte mit ihm. Er wäre auch sofort gekommen, aber das hätte Sonntagsaufschlag gekostet. Und da wir immer noch nicht wissen, ob sich Roadsurfer in der Verantwortung sieht, die Kosten für das alles zu übernehmen, haben wir beschlossen, den Tag in der Umgebung zu verbringen und morgen früh gleich zur Werkstatt zu fahren.

    Wir haben einen total hübschen Platz an einem See in der Nähe gefunden. An drei Seiten umgeben von Wasser. Hier standen wir den ganzen Tag und machten einen Tag Pause. Anfangs regnete es noch und wir haben ganz nah einen Regenbogen gesehen. So nah waren wir noch nie an einem dran. Später spazierten wir ein Stück am See entlang, duschten uns, erwärmten unsere letzte Mango-Chicken-Kokos-Suppe von daheim, spielten natürlich wieder Karten, zeichneten und genossen einfach den Tag.

    Wir haben zeitig unser Bett unten im Auto aufgebaut, damit wir schön bei geöffneter Heckklappe auf den See schauen können. Die ersten Fotos von den Kameras habe ich auch schon auf dem Laptop gesichert und gesichtet. Also ein produktiver, aber entspannter Pausentag.
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  • Und noch einmal Zwangspause

    31 de agosto, Suécia ⋅ ☁️ 21 °C

    Wie konnten wir eigentlich nur so naiv sein und denken, wir fahren heute Morgen in die Werkstatt, bekommen zwei neue Reifen und noch vorm Mittagessen sind wir wieder "on the road again"?

    Hahahaha.

    Es kam nicht so. Wir haben superschnell den Kostenvoranschlag von der Werkstatt erhalten und sofort an Roadsurfer gemailt. Gleichzeitig haben wir die Hotline wieder angerufen, damit das Ticket schnell bearbeitet werden kann. Wir waren über 30 Minuten in der Warteschleife der Hotline! Der Sachbearbeiter wollte sich darum kümmern und uns in 5-10 Minuten die Antwort per E-Mail senden. Sie kam nach 20 Minuten. Und sie enthielt eine Absage.

    Die Reifen, die auf Lager waren und mit denen wir schon heute hätten weiter fahren können, durften nicht aufs Auto montiert werden. Ausserdem reichten scheinbar unsere ersten Fotos von dem abgefahrenen Reifenprofil nicht aus. Sie wollten noch weitere Fotos, wo der Mechaniker den Profilmesser mit der angezeigten Profiltiefe ins Bild hält.

    Der nette Mechaniker machte das Spielchen mit den Fotos mit und er schaute auch sofort nach den Winterreifen oder Allwetterreifen, die von Roadsurfer gewünscht wurden. Wir bekamen einen neuen Kostenvoranschlag. Problem: Diese Reifen waren nicht auf Lager. Wenn sie bis zum Mittag bestellt werden, kommen sie voraussichtlich morgen bis 14.00 Uhr an.

    Also schickten wir das neue Angebot sofort wieder zu Roadsurfer. Parallel wieder Warteschleife der Hotline. Es musste jetzt schnell gehen, um nicht noch einen Tag zu verlieren. Noch bevor wir telefonisch jemanden erreichen konnten, also "schon" 20 Minuten später hatten wir das Okay. Wir flitzen los und ließen die Reifen bestellen.

    Für uns hieß es nun, noch einen Tag hier zu verbringen. Wir wollten mit den defekten Reifen auch nicht zu weit fahren. Also fuhren wir erstmal wieder zu "unserem" See, entschlossen uns aber schnell, einmal an den Strand zu fahren. Dort machten wir einen kleinen Spaziergang und fuhren danach wieder zu unserem Schlafplatz von gestern.

    Den dritten Tag in Folge kehrten wir das Auto aus, räumten hin und her, spielten Karten, zeichneten und abends hat Tim noch im See gebadet.

    Nun lassen wir den Tag wie gestern ausklingen und drücken uns selbst die Daumen, dass wir morgen neue Reifen haben und weiter fahren können.
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  • Aller "guten" Dinge sind Drei

    1 de setembro, Suécia ⋅ 🌙 15 °C

    Nach einer guten Nacht frühstückten wir gemütlich und schon bald danach gab es auch schon schönen Sonnenschein. So nutzte ich, Cindy, den Ort und die Zeit gleich nochmal für eine Dusche.

    Tim holte sich einen Klappstuhl raus und setzte sich zum Lesen auf den Steg in die Sonne.

    Bis 14 Uhr hatten wir Zeit. Da war der Termin in der Werkstatt, bei dem wir unsere neuen Winterräder für vorn bekommen sollten. Frohen Mutes und voller Hoffnung, das Pannenchaos endlich hinter uns zu lassen, fuhren wir los.

    Wir waren bereits in Gävle als das Auto seltsame Geräusche machte. So ein "flattern". Ganz komisch. Im Rückspiegel sah ich, Cindy, dass der hinteren Reifen platt war. Im Cockpit gab es keine Meldung über Druckverlust. Aber der Reifen war eindeutig platt. Wir schalteten den Warnblinker an und fuhren sehr sehr langsam noch bis zu einer Stelle nach einem Kreisverkehr, wo wir nicht zu sehr im Weg standen.

    Wir wollten nicht das Rad kaputt machen. Also lief Tim die letzten ca. 400m zum Reifenservice, wo wir den Termin hatten und berichtete von dem dritten Platten. Sobald ein Mitarbeiter frei war, wollten sie zu unserem Auto zurück lommen.

    In der Zwischenzeit stand ich allein am liegengebliebenen Auto. Autos und Fußgänger hielten an, um mich zu fragen, ob ich Hilfe brauche. Wirklich sehr freundlich!

    Nach ca. 20 Minuten, die mir wie eine Ewigkeit vorkamen, kam Tim mit dem Mechaniker zurück. Die Idee war, wieder Luft aufzupumpen, damit wir wenigstens noch das letzte Stück fahren konnten. Aber das war nicht möglich. Das Loch war so groß, dass die Luft sofort wieder raus war.

    Der Mechaniker sagte, dass es die beste Idee ist, wenn wir ganz langsam zur Werkstatt gefahren kommen. Also taten wir das. Auf der Fahrt kamen mir dann auch die Tränen. Das konnte doch alles nicht wahr sein!

    Als wir bei der Werkstatt ankamen, nahm mich die nette Mitarbeiterin, mit der wir schon am Sonntag und am Montag gesprochen hatten, erstmal in den Arm.

    Der Reifen war also nicht zu reparieren. Was nun? Winterreifen waren nicht auf Lager. Sommerreifen und Winterreifen mixen ist nicht erlaubt. Weitere Winterreifen bestellen würde bis Donnerstag oder Freitag dauern. Vier Sommerreifen wären auf Lager.

    Also riefen wir wieder die Roadsurfer-Hotline an. Die mussten doch jetzt einfach die Sommerreifen genehmigen, damit wir weiter kommen. Mitten im Gespräch nahm die Mitarbeiterin aus dem Reifenservice das Telefon und erklärte der Hotlinemittarbeiterin, dass sie auch Fahrzeuge vermieten und das im Schadensfall dem Kunden schnell und sicher geholfen werden muss. Sie sagte, dass die Sommerreifen genehmigt werden sollen, damit wir endlich weiter können. Das war ein wirklich guter Support und wir waren ihr sehr dankbar. Sie konnte das auf englisch viel flüssiger und eindrücklicher klar machen als wir.

    Das Ergebnis war, dass wir einen Kostenvoranschlag für die Sommerreifen erstellen lassen und an Roadsurfer mailen sollten. Nachdem sich daraufhin wieder keiner zurück gemeldet hat, haben wir wieder angerufen. Sehr nervenaufreibend! Und wieder ein neuer Mitarbeiter dem wir alles von vorn erklären mussten. Aber er kümmerte sich, während wir am Telefon warten sollten, sofort um die Freigabe. Damit konnten die Reifen gewechselt werden.

    Die Mechaniker sagten, dass alle Reifen Schrott sind. Wir haben alle Reifen fotografiert, um zu dokumentieren, dass diese Reifenpannen nicht wegen uns passierten. Alle Reifen waren innen total runter. Hinten noch schlimmer als vorn. Sogar so weit, dass sogar das Gewebe zu sehen war.

    Der einzige Reifen, der noch keinen Platten hatte, hatte einen grossen Schlitz, so weit war das Profil schon runter. Und in den Reifen heute hatte sich nichts eingefahren, sondern war platt gegangen, weil das Profil weg war. Einfach so, auf asphaltierter Strasse innerorts ist der Reifen einfach platt geworden.

    Nun haben wir 4 neue Sommerreifen und sind ein Stück nordwärts gefahren. Hier versuchen wir zeitig zu schlafen und uns zu erholen. Wir haben beide Kopfschmerzen und sind total erledigt.

    Beigefügt sind Reifen-Fotos. Bei einem Foto sieht man, dass die Rille durchgehend war. Beim anderen Foto sieht man deutlich, wie ein Stück der Rille einfach fehlt und komplett runter ist. Uff.

    Im Grunde ist es aber gut, dass das heute vor der Werkstatt passiert ist. Denn so, wie die Hinterreifen aussahen, wäre eine Weiterfahrt sehr gefährlich gewesen. Nächster Platten, Reifenplatzer, ... und und und.
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  • Wir legen einen Gang zu

    2 de setembro, Suécia ⋅ ☁️ 14 °C

    Da wir die letzten Tage nicht so recht vorwärts gekommen sind, stehen jetzt etwas weitere Strecken an, um in den Norden zu gelangen.

    Aber zunächst hat mir Tim heute Morgen ein kleines Klangschalenkonzert mit dem Deckel unseres Campingofens gegeben.

    Nach dem Frühstück fuhren wir gleich los, durch die noch nebelverhangenen Wälder.

    Auch, wenn wir nun etwas schneller unterwegs sein müssen, haben wir für einen kleinen Spaziergang am Strand eine kleine Pause eingelegt. Später waren wir noch in Näsåker und haben dort jahrtausendalte Felszeichnungen angeschaut.

    Danach fuhren wir weitere 3 Stunden Richtung Norden und fanden einen wunderschönen Schlafplatz an einem Fluss.

    Hier haben wir etwas die Umgebung erkundet, Karten gespielt und die Seele baumeln lassen.

    PS: Heute haben wir endlich auch einen heißgeliebten Hotdog zum Mittag gegessen. Die Hotdogs sind so unser Ding in unseren Urlauben.
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  • Urlaubs-Geburtstags-Tag

    3 de setembro, Suécia ⋅ ☁️ 16 °C

    Die letzte Nacht war etwas unruhig. Erst hatte Tim Bauchschmerzen, was sich durch ein wenig Bewegung im Auto aber wieder legte. Später hörte ich ständig Schüsse. Da waren wohl welche auf der Jagd. Tim bekam davon Dank seiner Ohrstöpsel nichts mit. Dann fing es an zu regnen und ich schlief wieder ein. Zumindest solang, bis es kräftig donnerte.

    Naja, der Schlaf hat trotzdem gereicht und nach unserem obligatorischen Frühstück mit frisch aufgebackenen Brötchen, fuhren wir auch schon wieder los.

    Das erste Ziel war eine Hängebrücke an einer Stromschnelle. Hier war so deutlich wieder die Kraft des Wassers zu spüren. Wir gingen ein paar Meter auf der Brücke. Aber ich, Cindy, hatte dann doch etwas zu großen Respekt vor dem tosenden Wasser direkt unter mir. Jaja, ich bin ein Angsthase!

    Danach fuhren wir weiter nach Gammelstadsviken. Dort parkten wir auf einem Waldparkplatz und wanderten zu einem Vogelbeobachtungsturm. Der Weg wurde gerade gebaut und war total matschig. Wir mussten sehr aufpassen, dort nicht auszurutschen. Das wäre eine Sauerei geworden.

    Nach dem Ausflug zum Turm tankten wir nochmal voll und gönnten uns einen Hotdog.

    Später, als wir einen Schlafplatz gefunden hatten, gab es noch einen Geburtstagsdonut für jeden von uns.

    Und damit machen wir es uns wieder im Camper gemütlich. Morgen werden wir Finnland erreichen.
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  • Hei hei Finnland, Frohe Weihnachten!

    4 de setembro, Finlândia ⋅ 🌧 11 °C

    Kein Bär, kein Elch, kein Reh, kein Hase. Da übernachteten wir nun kurz vor Finnland wirklich im Nirgendwo, aber - außer ein paar Mücken und fliegenden Ameisen - haben wir kein einziges Tier zu Gesicht bekommen. Am Morgen flogen nur zwei Wiesenpieper zwitschernd über uns vorüber.

    Also machten wir uns wieder auf den Weg. Es dauerte auch nicht lang und wir fuhren über eine Brücke und schwupp, waren wir in Finnland.

    Hier scheinen die Straßen noch endloser zu sein, als zuletzt in Schweden. Lange Strecken nur Schotterpisten. Und es ist hier eine Stunde später als zuhause. Ganz Finnland hat eine andere Zeitzone als bei uns daheim.

    Heute wollten wir den Weihnachtsmann besuchen und sind deshalb nach Rovaniemi gefahren, wo er seine offizielle Postadresse und sein Hauptbüro hat.

    Ja, was sollen wir sagen? Kommerz oder Essen, wohin man schaut. Andererseits sind diese ganzen Souvenirshops vielleicht auch nur die letzte Möglichkeit für den Weihnachtsmann, wenn er noch ganz schnell ein Geschenk braucht. Ansonsten kann man hier Weihnachtskarten kaufen und an einen der vielen Tische schreiben. Es gibt zweierlei Briefkästen: 1x Direktversand und 1x Versand zu Weihnachten.

    Na haben wir das auch mal gesehen! Das Weihnachtsmanndorf liegt direkt am Polarkreis. Das heisst, wir befinden uns ab heute über dem Polarkreis.

    Auf dem Weg zu unserem Schlafplatz haben wir mehrere Rentiere gesehen. Das war ein schönes Erlebnis und endlich mal wieder etwas Schönes zum Fotografieren. Das vermisse ich auf dieser Reise leider noch.
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  • Rentiere, Rentiere, Rentiere

    5 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 9 °C

    Brrr... das war heute Morgen gar kein Urlaubswetter. Es regnete und der Wind bließ uns ordentlich um die Ohren. Gut, dass wir es im Campervan so gemütlich haben!

    Heute durchkreuzten wir weiter das Land der tausend Seen. Um 187.000 Seen soll es hier in Finnland geben und ja, ständig ist irgendwo Wasser oder Moor. Und wenn nicht das, dann sind hier Bäume. Bäume. Bäume. Mehr als 75% der finnischen Landmenge besteht aus Wald.

    Unsere Mission war heute aber nochmal, Rentiere zu finden. Auf der Strasse nach Inari sollen ständig welche herumlaufen. Ganz so war es nicht, aber ein paar schöne Sichtungen haben wir gemacht. Auf der Straße sind 100 km/h erlaubt. Wir sind aber meistens nur mit 70 km/h gefahren, um die Fahrt zu genießen und kein Rentier zu verpassen.

    So kam mein Fotografenherz heute mal wieder richtig auf seine Kosten! 🤍

    Zwischendrin haben wir nochmal den Tank gefüllt. Beindek großen Entfernungen hier oben, ist das einfach sicherer. Auch haben wir unseren Trinkwasservorrat wieder aufgefüllt.

    Unser Weg führte uns heute noch bis nach Norwegen. Hier stehen wir nun, eingekuschelt und bereit für den Abend. Nur einen Steinwurf von Finnland entfernt.

    Das Wetter hat sich gegen Nachmittag verbessert. Auch, wenn es immer mal wieder tröpfelt, so hatten wir noch ein bißchen Sonnenschein. Aber es ist kalt. Aktuell ist es 6°. Aber die Temperatur soll noch auf 3° sinken. Also machen wir für heute das Dach runter, damit die Wärme länger erhalten bleibt.
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  • Der erste Fjord

    6 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 7 °C

    Wir haben gemütlich und gut geschlafen, trotz der 3° C. Nachdem das Schlaflager zurückgebaut war, gab es erst einmal Frühstück. Dann nutzten wir die Abgeschiedenheit des Platzes und den Sonnenschein, um noch unsere Haare zu waschen.

    Frisch gestärkt und frisch gemacht ging es los zu unserem ersten Fjord dieser Reise. Wir fuhren noch ein Stück östlicher, zum Varangerfjord.

    Dort stoppten wir in Nesseby. Hier gibt es eine weiße Kirche direkt am Fjord.

    Wir fuhren weiter den Fjord entlang, durch kleine Küstendörfer und sahen immer wieder die Wellen an der Küste brechen. Bis Ekkerøy sind wir gefahren. Dort drehten wir wieder um und fuhren ein ganzes Stück die gleiche Strasse wieder zurück.

    Nun ging es wieder Richtung Westen an der zerklüfteten Küste entlang. Dann weiter durch ein schönes Gebirge.

    Auf unserer heutigen Fahrt sahen wir wieder abwechslungsreiche Landschaften. Keine Frage, Schweden und Finnland sind wunderschön! Aber Norwegen ist einfach ein landschaftlicher Gigant. Die Kombination aus Bergen und Wasser ist immer wieder faszinierend und man kann sich gar nicht satt sehen.

    Und unserer heutiger Schlafplatz spiegelt auch genau das wieder. Auf der einen Seite ist der Fjord, das Wasser. Auf der anderen Seite sind Felsen.

    Der Tag war auch aus fotografischer Sicht wieder ein tolles Erlebnis. Zuerst begrüßten uns nach dem Frühstück direkt am Schlafplatz Wiesenpieper. Niedliche, aber echt flinke Gesellen. Später erhob sich direkt vor uns ein Seeadler. Und natürlich haben wir auch wieder viele Rentiere gesehen. Sogar eine riesengrosse Herde, die in der Ferne einen Fluss durchquerte.

    Und nun stehen wir hier. An unserem Schlafplatz. Genießen den Sonnenuntergang und es ist einfach nichts zu hören. Wie wundervoll diese Stille ist!
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  • Nördlich, nördlicher, am nördlichsten

    7 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 8 °C

    Wir waren da! Am Nordkap! Am nördlichsten Punkt von Europa. Wunderbar!

    Letzte Nacht war es kalt. Aber im Auto eingemummelt, war das wieder kein Problem. Wir wachten bei Sonnenschein auf und fuhren auch schon bald los.

    Heute wollten wir zum Nordkap. Also mussten wir erst einmal auf die andere Seite des Fjords. Dort führt dann, meist direkt am Wasser, eine Straße hoch zum Nordkap.

    Boah war das wieder wunderschön! So ein tiefblaues Wasser und Berge in verschiedenen Farben. Als wir nördlicher kamen, gab es keine Bäume mehr. Nur noch Büsche. Und auch die wurden immer weniger.

    Dafür gab es wieder jede Menge Rentiere zu sehen. Es war eine grandiose Fahrt.

    Am Nordkap besuchten wir den berühmten Globus, stärkten uns in dem Café, stöberten durch den Souvenirshop und besuchten dann noch die Ausstellung. Dort gab es auch die nördlichste Kapelle Europas.

    Eigentlich wollten wir in der Nähe übernachten. Aber der Andrang war groß und wir wollten uns nicht daneben stellen. Also fuhren wir schon wieder ein gutes Stück südwärts. Und wir haben einen Parkplatz mit Blick auf den Fjord für die Nacht gefunden. Etwas abseits der großen Straße.

    Es war ein toller Tag!
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  • Ein Regentag zwischen Fjorden

    8 de setembro, Noruega ⋅ 🌧 8 °C

    Das war eine stürmische Nacht hier am Fjord. Der Wind fegte so stark um unser Auto, dass es hin und her schaukelt, als wären wir auf einem Schiff. Und dabei hatten wir das Dachzelt gar nicht geöffnet. Aber wir haben trotzdem gut geschlafen.

    Heute war ein absoluter Wolken- und Regentag. So wirklich konnten wir nichts unternehmen, deshalb fuhren wir heute viel mit dem Auto um verschiedene Fjorde herum.

    Überall hingen Wolken vor den Bergen und wir konnten bei einer Rast zuschauen, wie die Wolken den Berg hochzogen und wir innerhalb weniger Minuten komplett im weißen Nebel standen. Verrückt.

    Ein bisschen schade war es mit dem Wetter, weil wir an einem guten Seeadler-Spot vorbei kamen. Ein andermal!

    Anbei ein paar regnerische Eindrücke.
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  • Die Insel Senja

    9 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 10 °C

    Wir sind hin und her gerissen vom letzten Schlafplatz. Einerseits hatten wir eine wunderbare Aussicht. Andererseits hörten wir bis zum Einschlafen Geräusche und Arbeiter einer nahe gelegenen Industrieanlage. Und es roch etwas nach Teer. Nichtsdestotrotz haben wir hier gut geschlafen.

    Heute stand die Erkundung der Insel Senja auf dem Programm. Diese Insel soll ebenso eindrucksvoll wie die Lofoten sein, jedoch etwas unbekannter.

    Wir planten eine Route mit ein paar Aussichtspunkten. Aber an den meisten Orten konnten wir nur erahnen, wie schön es ist, weil sich uns stattdessen die Wolken von ihrer schönsten Seite gezeigt haben. Das gab aber auch einige spektakuläre Fotos.

    Als erstes fuhren wir auf Husøy. Eine kleine Insel mitten in einem Fjord. Umgeben von hohen Bergen und Blick aufs Meer. Das ist schon sehr hübsch, wie diese Insel dort eingebettet ist.

    Später waren wir am Ersfjord Beach. Ein heller kleiner Sandstrand. Da es gerade nicht regnete, gingen wir dort etwas spazieren. Dort gibt es ein "goldenes" Toilettenhäuschen und einige der Touristen verbrachten viel Zeit damit, das Toilettenhäuschen zu fotografieren. 😂 Dabei glänzte es bei diesem Wetter nicht mal richtig golden.

    Wir fuhren weiter nach Tungeneset und zur Bergsboten View. Hier hätten wir uns gern etwas besseres Wetter gewünscht, weil das beides die wohl eindrucksvollsten Orte der Insel sind.

    Dafür haben wir später, bei einer kleinen Rast vor Gryllefjord einen fantastischen, sehr stark leuchtenden Regenbogen gesehen. 🤩🌈

    Von Gryllefjord sind wir um 19.00 Uhr mit der Fähre nach Andenes losgefahren. Die Abfahrt von Senja ließ nochmal erahnen, wie schön diese Insel ist.

    Auf dem Schiff gönnten wir uns zum Abendessen eine Østepølse. Also einen Hotdog. Da die Kasse nicht funktionierte, gingen das aufs Haus... ähm... aufs Schiff.

    Später, als wir weiter draußen auf dem Meer waren, hat es ziemlich doll geschaukelt, so dass es uns beiden tatsächlich etwas schwummrig und übel wurde. Das kennen wir eigentlich gar nicht.

    Nunja, wir sind - mit wenigen Minuten Verspätung - gut in Andenes angekommen und diesmal ging auch unser Auto auf und hupte nicht wild herum.

    Wir sind auf den Zeltplatz gefahren, auf dem wir schon 2017 übernachtet haben. Hier hören wir das Meer rauschen. Werden aber das Dachzelt wieder einfahren, da der Wind ganz schön zerrt. Gute Nacht!
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  • Traumhafte Lofoten

    10 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 11 °C

    Der erste Tag, an dem ich, Cindy, tatsächlich bis dreiviertel 9 geschlafen habe. Um diese Zeit waren wir schon oft wieder unterwegs. Direkt nach dem Aufstehen haben wir uns dick angezogen, die Mützen aufgesetzt und sind zum Strand gegangen. Wir haben einen ausgedehnten Strandspaziergang gemacht und freuten uns danach schon sehr auf unser Frühstück.

    Es war ein komisches Gefühl, nach dem Spaziergang zu unserem Auto zurück zu kommen. So in Reih und Glied mit einigen anderen Campern. Aber immerhin standen wir am Rand.

    Nach dem Frühstück füllten wir noch unser Frischwasser auf und tanken fuhren wir auch gleich noch. Es war inzwischen fast mittags.

    Wir fuhren los und unser Weg führte uns erst einmal an der Stelle vorbei, an der letzte Woche eine Rakete ins All gestartet ist. Das hier oben miterlebt zu haben, wäre sicher auch eine sehr interessante Erfahrung gewesen.

    Danach fuhren wir eine grosse Strecke die Lofoten "hinunter".
    Auf dem Weg gab es einen Aussichtspunkt "Austnesfjorden". Hier parkten wir und spazierten einen kleinen Holzsteg und ein paar Stufen zu einer Aussichtsplattform. Die Sonne strahlte gerade schön und so passte es perfekt.

    Wir fuhren weiter und hielten uns dabei eher im nördlichen Teil der Lofoten auf. In Gimsøy besuchten wir eine kleine Kirche, die in spektakulärer Lage steht.

    Danach entschlossen wir uns schon, einen Schlafplatz zu suchen. Das Wetter soll morgen noch etwas besser werden und das ist für die weiteren Ziele, die wir hier haben, sicherlich sehr vorteilhaft.

    Einen Schlafplatz haben wir schnell gefunden und stehen hier in weiter Landschaft ganz allein. Im Moment pfeift uns noch der Wind ums Auto, der soll aber auch nachlassen.

    Zum Abendessen haben wir uns heute einen Salat gemacht. Dazu gab es norwegisches Brot mit Schinken und Ei.
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  • Lofoten bei Sonnenschein

    11 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 12 °C

    Hach, was haben wir für einen Glück. Heute Morgen sah es erstmal gar nicht so schön aus, aber die Sonne hat die Regie übernommen und so hatten wir einen tollen Tag auf den Lofoten.

    Heute wollten wir bis in die Spitze der Lofoten fahren. Nach Å i Lofoten. Auf dem Weg dahin fuhren wir natürlich an wunderschönen Landschaften vorbei und steuerten das ein oder andere hübsche Ziel an.

    So hielten wir zum Beispiel am Haukland Beach und spazierten dort etwas. Auch Tims Drohne kam hier mal richtig zum Einsatz. Diese Kombination aus hohen Bergen, türkis- oder tiefblauem Wasser und hellem Sand ist wirklich berührend. Es ist einfach schön!

    Danach fuhren wir eine Panoramastrasse nach Nusfjord. Es ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens auf der Insel Flakstadøya.

    An einem weiteren Strand machten wir eine kleine Rast und beobachten ein paar Surfer. Beim Surfen. Und beim ins Wasser fallen.

    Weiter ging es nach Hamnøy. Dieses Örtchen ist eines der berühmtesten Motive der Lofoten. So startete auch hier Tim seine Drohne. Und ja, es sieht einfach super dort aus.

    Letztendlich kamen wir nach Å. Ein kleines Örtchen, an dem Reisebusse ihre Touristen auskippen, so wie an jedem Ort hier, der ein Postkartenmotiv ist.

    Als wir 2017 hier auf den Lofoten waren, war das im August, voll in der Saison, aber da war viel viel weniger los als jetzt Mitte September.

    Unsere letzte Station heute war das berühmte Stadion hier auf den Lofoten. Mit der Drohne sieht man, wie beeindruckend es hier in der Landschaft eingebettet liegt.

    Danach begann die Suche nach unserem Schlafplatz. Nicht so einfach hier, da die meisten Stellen direkt an Straßen liegen.

    Unser heutiger Schlafplatz tut auch genau das. Aber dafür haben wir ringsherum Wasser und Berge. Also die Aussicht ist toll. Und es fahren auch nicht soviele Autos. Also gute Nacht.
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  • Auf geht's, Richtung Süden

    12 de setembro, Noruega ⋅ ⛅ 15 °C

    Wir haben unglaublich gut geschlafen. Die Strasse direkt neben uns, hat uns kein bißchen gestört. Vielleicht lag es daran, dass gar kein Auto nachts vorbei kam. Wer kann das schon wissen, wir haben tief und fest geschlafen.

    Mit wunderbarster Aussicht haben wir gefrühstückt und nebenbei ein kleines Mauswiesel über die großen Steinbrocken flitzen sehen.

    Heute müssen wir ein gutes Stück voran kommen. Die Lofoten verlassen und ab Richtung Polarkreis.

    Wie es hier aber so ist, muss man mit längeren Zwangspausen an Baustellen rechnen. So lag auf unserem Weg eine gigantische Baustelle. Hier werden wohl mehrere Tunnel neu gebaut. Und der manuelle Traffik bedeutet, dass man auf ein Begleitfahrzeug warten muss, dem man dann hinterher fahren darf.

    Wir kamen an die Stelle und sahen noch in der Ferne die letzten Fahrzeuge von unserer Seite davon fahren. Das heißt, jetzt ist erstmal warten angesagt. Tim nahm sich sein E-Book und las sein Buch weiter und ich zeichnete meinen "daily sketch". Irgendwann sahen wir die Autos aus der anderen Richtung zu uns kommen. Aber sie kamen nicht an. Bestimmt eine halbe Stunde steckten sie in der Baustelle fest und kamen nicht weiter. Vermutlich hatte der Bagger gerade etwas direkt auf der Straße gearbeitet, weshalb es in keine Richtung weiter ging.

    Irgendwann sahen wir endlich die Fahrzeuge ankommen. Gleich sind wir dran! Aber Pustekuchen! Auf einmal kam ganz hinten an der Landspitze die nächste Fuhre Gegenverkehr. Keine Ahnung, warum man unsere Seite ausgelassen hat. Irgendwann war es dann endlich soweit und nach etwas über einer Stunde konnten wir weiterfahren. Dabei fuhren wir um den Fjord herum und konnten nach zig Minuten Weiterfahrt immer noch Autos beobachten, die von unserer Seite her die Baustellenausfahrt noch nicht erreicht hatten. Irre.

    Wir fuhren weiter zu einer kleinen abgelegenen Waldstelle an einem Fjord, den Ofotfjord, wo wir uns Mittagesssen kochten und eine kleine Pause einlegten.

    Danach ging die Fahrt weiter. Aber hupps - was ist denn das? Da steht: noch 35 km bis zur Fähre. Wir hatten doch eine Route ohne Fähre gewählt. Aber vermutlich geht das hier oben gar nicht. Also warteten wir nochmal mehr als eine halbe Stunde, bis die Fähre ablegt. Nach 25 Minuten Überfahrt steuerten wir schon unseren ausgewählten Schlafplatz an.

    Aber vorher machten wir noch einen kleinen Abstecher auf die Straße Fv81. Dort soll es eine hohe Elchpopulation geben. Also fuhren wir langsam auf der Straße und hielten Ausschau. Cindy nach Elchen. Tim nach möglichen Alternativ-Schlafplätzen.

    Ohne Elchsichtungen fuhren wir dann doch zum vorher ausgewählten Schlafplatz und hatten Glück, dass hier noch keiner stand. Hier haben wir eine wunderbare Aussicht. Gute Nacht.
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  • Polarkreis und Stromschnellen

    13 de setembro, Noruega ⋅ 🌧 7 °C

    Heute frühstückten wir mit einem Regenbogen! Wir sehen hier oben tatsächlich viele Regenbögen. Nachdem wir alles wieder zusammengepackt haben, ging unsere Fahrt weiter.

    Dabei kamen wir an einem Gebiet vorbei, wo es riesige glattgeschliffene Steine mit kleinen Seen und Bäumchen gab. Diese Landschaft sah echt unwirklich, aber total schön aus.

    Weiter kamen wir an "unserem Haiberg" vorbei. Diesen Berg haben wir 2017 so genannt, weil er aussieht wie eine Rückenflosse eines Hais.

    Unsere nächste Pause war ein Spaziergang zu einer Hängebrücke. Diesmal habe ich, Cindy, mich auch ganz drüber getraut. Es durfte immer nur eine Person gleichzeitig auf die Brücke.

    Nicht weit nach der Hängebrücke erreichten wir schon den Polarkreis. Hier machten wir nochmal eine kleine Pause, bummelten durch den Souvenierladen und spazierten auf den höchsten Punkt. Dabei peitschte uns der Wind den Regen ins Gesicht. Nicht ganz so angenehm.

    Als letzte kleine Pause heute, hielten wir am Laksforsen. Ein ziemlich tosender, breiter Wasserfall. Tim kraxelte bis runter auf die grossen Steinplatten und machte ein paar Fotos.

    In den Abendstunden fuhren wir wieder langsam abgelegene Straßen ab. Vielleicht sehen wir ja doch noch einen Elch! Hatten aber kein Glück.

    Später fanden wir noch einen schönen, absolut ruhigen Schlafplatz im Wald. Nagut, irgend ein Fluss ist hier zu hören. Aber sonst nichts.
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  • Elch!

    14 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 9 °C

    Mitten im Wald haben wir geschlafen. Und wir haben dort sehr gut geschlafen. Und nach dem Frühstück nutzten wir die Abgeschiedenheit des Waldes, um unsere Haare und uns ausgiebig zu waschen.

    Nachdem alles frisch war, starteten wir in unseren Fahrtag. Wie auch gestern, war heute unser Ziel weiter in den Süden zu gelangen. Damit wir etwas gelassener Fahren konnten, hat Tim eine Route abseits der E6 geplant.

    So fuhren wir heute durch den Tag, machten mal hier einen Halt, mal dort eine Rast. Aber im Großen und Ganzen war es einfach nur ein Fahrtag.

    Am Vormittag wünschte ich mir einen Elch, der vergessen hat, sich tagsüber im Dickicht des Waldes zu verstecken. Und gegen 13.00 Uhr erspähten wir auf einer großen Wiese zwischen 3 Häusern ein großes Tier. Unseren ersten Elch auf dieser Reise! Weder am Waldesrand, noch in der Abend- oder Morgendämmerung. Nein, zur Mittagsstunde auf einer Wiese!

    Zu späterer Stunde, tatsächlich in der Dämmerung, haben wir nochmal an 3 verschiedenen Orten 6 Elche gesehen. Aber immer nur Elchkühe. Meine Vermutung ist, dass die Elchbullen zu ängstlich sind, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. 😂

    Ansonsten sind wir heute 2x Fähre gefahren. Der Tag morgen wird ähnlich. Aber für heute haben wir erstmal einen Schlafplatz an einem Fjord und Tim hat gerade eine Sternschnuppe gesehen. Wir mummeln uns jetzt ein und wünschen eine gute Nacht.
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  • Der mutige Elchbulle

    15 de setembro, Noruega ⋅ ☁️ 10 °C

    Man könnte sagen, wir haben letzte Nacht unter der Brücke geschlafen. Naja fast. Auf jeden Fall führte direkt über uns eine Straße über eine Brücke. Auf 2 Seiten waren wir umgeben von Wasser.

    Ganz idyllisch verbrachten wir im Auto den Abend und hörten die ganze Zeit leise das Plättchern der Wellen. Auf einmal gab es aber einen großen Platsch! Wir wüssten zu gern, was da ganz in der Nähe unseres Autos ins Wasser gesprungen ist.

    Wir schliefen gut und wachten am nächsten Morgen mit einem fantastischen Sonnenaufgang auf.

    Heute war Roadtrip Programm. Wir waren viel auf der Straße, aber das war das Ziel.

    Ganz überraschend und zu unserer vollsten Freude, erblickten wir endlich zwei Elchbullen am Straßenrand! Sie waren ganz nah, fanden es aber leider etwas suspekt, dass unser candyfarbenes Auto direkt neben ihnen hielt. So brachten sie sich erst einmal etwas abseits in Sicherheit. Aber dort waren sie neugierig und mutig genug, um noch für ein paar Fotos stehen zu bleiben und uns zu beobachten. Ein herrlicher Moment!

    Einige Zeit später machten wir noch eine kurze Rast. Tim wollte das Wischwasser nachfüllen. Während Tim sich um das Auto kümmerte, fand ich auf der Wiese direkt daneben richtig viele, verschiedene Pilze. Also flitzte ich mit meiner Kamera von Pilz zu Pilz und letztendlich musste Tim auf mich warten! 😂

    Auf der weiteren Fahrt fuhren wir auch wieder über eine karge Hochebene. Diese Herbstfarben strahlten und alles wirkte unwirklich.

    Wir fuhren zum Aussichtspunkt Snøhetta. Hier sollte man einen schönen Blick auf den Berg haben. Allerdings war alles voller Wolken und wir waren uns unschlüssig, ob wir bei dem Wind den restlichen Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt laufen sollten. Also ließ Tim erstmal seine Drohne steigen und die bestätigte nur, dass alles in Wolken gehüllt ist. Also fuhren wir weiter.

    Am Himmel formten sich gigantische Wolkenberge. Das sah richtig mystisch aus.

    Kvitskriuprestan. Das war unser nächstes Ziel. Ca. 6 Meter hohe weiße, von der Natur geformte Steinsäulen. Locationscout erzählte uns etwas von 199m vom Parkplatz bis zum Spot. Nun.... die ersten paar Meter ging es noch auf der Straße entlang. Danach Bogen wir in den Wald ab und sahen vor uns einen sehr schmalen Weg aus Wurzeln, Kies und grossen Steinen. Und zwar richtig steil nach oben. Also gut, was solls, sind ja nur 200 Meter und es wird nicht die ganze Zeit so steil sein....

    Nach etwa 20 Minuten steil bergauf, über nasse Wurzeln und glatte Steine, überlegten wir, doch umzukehren. Aber nein! Jetzt waren wir schon so weit gegangen! Und nach der nächsten Kurve begannen dann Treppen. Viele Treppen. Steile Treppen. Puh. Es war wirklich ein steiler, langer Anstieg. Und dann waren wir da. Nur die hübschen weißen Steinsäulen waren nicht mehr da. An der Hinweistafel lasen wir, dass sie über die Jahre immer wieder abgebrochen sind und sich weiter oben neue gebildet haben. Weiter oben.... echt jetzt?

    Hier kam jetzt wieder die Drohne zum Einsatz. Als Späher schickten wir sie los, nach Steinsäulen zu suchen. Aber auch weiter oben konnte sie keine finden. Also beschlossen wir, wieder zum Auto hinab zu steigen. Und dabei fing es richtig an zu regnen. Wir waren pitschnass, als wir zurück am Auto waren.

    Auf dem Weg nach unten ist auch noch mein Handy ausgegangen und der Ladeanschluss wurde nass. Also mussten wir im Auto nicht nur uns, sondern auch mein Handy Trocknen. Nachdem alles wieder funktionierte, fuhren wir weiter.

    Noch 1 1/2 Stunden Fahrt lag vor uns. Wir hatten uns einen Schlafplatz am sogenannten "Elch-Highway" ausgesucht. Hier wandern im September hunderte Elche aus den südlicheren und östlicheren Lagen nach Nordwesten, wo sie den Winter zubringen. Die Stelle, an der wir die Nacht verbringen, ist ein Nadelöhr. Eine schmale Landzunge, wo die Elche durch müssen. Mal schauen, ob wir irgend etwas mitbekommen!
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