• Michele Anding
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Bali zu 4.

Ein Abenteuer von Michele mit offenem Ende Weiterlesen
  • Beginn der Reise
    24. Juni 2026

    Auf auf nach Bali

    22. Juni in Deutschland ⋅ ☀️ 17 °C

    Und so sitzen wir im Flieger und düsen hoch am Himmel gen Taiwan. 12h und 25 min sind nun auf dem Plan. Benny steht vor mir, damit Marlo, der grad quer auf meinem Schoß liegt, genug Platz hat zum Schlafen. Der kleine hat den Start voll verschlummert und ist direkt eingeschlafen an Mamas Brust. Das war wirklich optimal, denn so hat er gleich geschluckt und das kam dem Druckausgleich in seinen Ohren zugute. Ein Basinett für weitere Schläfchen ist bereits aufgebaut und wir haben schon die ersten Verpflegungen erhalten. Evi sitzt direkt hinter uns und schaut Film Nr.1. Man sind wir froh, dass das mit dem Kieferorthopäden hier in der nähe wie am schnürchen geklappt hat. Wir sind vor der zeit wieder aus der Praxis draußen gewesen. Evis Gusche ist nun mit einer woche Verspätung endlich wieder heil nach diesem Krankheits-Krankenhaus-Trara. Opa Mario hat uns danach auch die letzten 15 min noch super zum Terminal 3 gefahren. Pünktlichst waren wir vor ort. Und ich mittlerweile? Bin insgeheim ziemlich knülle. Die Nacht war viel zu kurz und schlecht habe ich auch noch geschlafen. Marlo schläft nun bald schon 45min in meinem Arm und der war seit der 5. Minute im Flieger schon eingeschlafen. Meine Blase ist randvoll und ich freue mich, wenn ich endlich toilettieren kann. Aber ich gönne unserem kleinen Schatz seinen Schlaf. Da sind schon sooo viele Eindrücke bisher auf ihn eingeprasselt. Der aller prägendste für Mama war, dass Benny von Anfang an die Ruhe in Person war und stets betonte, dass wir alle Zeit der Welt haben. Es war so entspannt, dass es schon wieder auffällig war irgendwie. Und da wir sehr von unserer eigenen FliegeVergangenheit geprägt sind bzgl bereits verpassten Flug oder quer durch den Flughafen rennen.. Wollte Mama Michéle bei allem guten Anschein doch bitte nicht trödeln. So trudelten Wir recht entspannt weiter Richtung Gate. Und wie es das Schicksal so wollte, dauerte die letzte passkontrolle trotz überschaubarer Menschenmenge eine viel zu lange Ewigkeit und Mamas Puls schnallte wiedermal schlagartig in die Höhe. Boarding time - also Flugzeug betreten- war bereits 10:20 Uhr. Mittlerweile war es 10:35 Uhr und wir standen noch immer an. Benny grinste verlegen, weil er meinen arg gestressten Blick sah und insgeheim wusste, dass das Geschlendere doch irgendwie wiedermal nicht so angemessen war. Dennoch meinte er noch zu mir: na wir müssen ja nicht gleich die ersten sein, die einsteigen. Ich war mords erleichtert, als wir viere endlich durch die Kontrolle durch waren und es nur noch hieß: ab zum Gate! Und der hieß diesmal J8. Ja..Manchmal ist die 8 direkt um die Ecke, und manches mal muss man dafür erst noch einen weiteren Kilometer durch den Flughafen laufen. Weil ich realisierte, dass wir wiedermal mehr Zeit brauchen werden, meinte ich nur zu benny er soll sich ja sputen flott voranrennnen! Ich folgt ihm im strammen Schritt mit Evi an der Seite und dem quengeligem Marlo, der mittlerweile an meiner blanken Brust hing. Und als hätten wir sowas nicht schonmal gehabt, wurden wir wiedermal am Flughafen ausgerufen. Diesmal zwar nicht namentlich, aber unsere flugnummer wurde ausgerufen mit der Bitte, dass SOFORT alle Passagiere sich zum boarding begeben sollen. Ja.. Und wie sich zeigte, fehlten nur noch wir 😄 Mit zornigem Ton schickte ich benny voran, dass er ruhig auch rennen kann!!
    Aber gut.. schließlich checkten wir noch rechtzeitig ein..
    Aber als wäre das nicht wieder spannend genug gewesen bisher..: wir wurden nach einem Visum gefragt, das wir bisher gar nicht hatten. Weil wir es nicht wussten bisher. Jetzt wissen wir: 30 Tage darf man ohne Visum nach bali einreisen. Wir sind allerdings für 42 Tage geplant. Und nun.. hm.. müssen wir eine Belehrung von der Fluggesellschaft unterschreiben, dass man zwar vor Ort dann auch ein Visum beantragen kann, allerdings auf Gefahr hin, dass dieses abgelehnt wird und man frühzeitig auf eigene Kosten das Land verlassen muss. Dies kommt wohl selten vor.. allerdings wäre ich doch lieber mit geklärten Voraussetzungen in diesen Flieger gestiegen.. aber nun dann. Hoffen wir mal bestes.

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    Die anderen zwei über einjährige mitfliegende baby in unserer Reihe finden diese eindeutig viel zu frühe nacht sehr bescheiden und sie beschweren sich dementsprechend lauthals. Und mama? Wird damit wach gehalten, egal welches Baby schreit. Sie versucht immer ganz schnell marlos Ohr zuzuhalten, weil der sonst direkt ganz Empathisch direkt mitweint. Mittlerweile sind wir bei 2,5h Flug und wir haben in der Zeit erste schekereien mit dem taiwanischen 14monate altem Baby neben uns gemacht und eine erste wickeleinheit auf dem miniklappwickeltisch in der Flugzeugtoilette hinter uns. Papa schläft gut seit einer ganzen Stunde schon- direkt auf Befehl von Mama. Wie der das nur macht so konsequent und auf Knopfdruck..

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    Mittlerweile liegen nur noch ca 4h Flug vor uns. Nach nicht mal 2h war die Frau am Fensterplatz neben uns schon genug genervt vom Babytrubel in unserer Reihe und sie hat sich freiwillig umgesetzt in weite Ferne. Glück für uns- so haben benny, Marlo und Ich 3 Plätze samt Beinfreiheit und Basinett für uns. CHECKPOT :)

    Eigentlich hatte ich keine großen Probleme gesehen beim Flug, der hauptsächlich zur Tageszeit stattfindet. Was ich nur nicht gedacht hatte, war dass sie zugunsten von Zeitverschiebungen schon 14 uhr ja wirklich alles abdunkeln und dass dann auch dunkel bleibt, bis 2h vor Landung. Das war komisch vor allem für Marlo, der überhaupt verstanden hat warum unser Tag düster wie die Nacht ist. Und wie man sich als müde Mama dabei noch fühlt.. fragt nicht 😅 spannend war vor allem das " Zu Bett bringen" gg 19 Uhr deutscher Zeit. Nach Marlo seine Tagschläfchen statt im Basinett immer irgendwie in meinem arm gehalten hatte.. dachte ich, dass ich wenigstens die paar stunden in der "nacht" etwas ruhiger schlafen kann. Stattdessen habe ich letztlich mit marlo UNTER dem Basinett auf dem Boden gelegen, bis er an der Brust eingeschlafen war. Danach habe ich ihn ins Basinett gelegt, wo er ne krasse halbe Stunde drin geschlafen hat. Irgendwie macht sich hin und wieder dann doch eins der nachbarbabys bemerkbar und marlo schläft im doch irgendwie zu kleinen Bett einfach schlecht. Und das ding stinkt nach Leder.. Daher schläft es sich seither direkt auf mama doch irgendwie besser.
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  • Landung in Denpasar, Reisestart in Sanur

    23. Juni in Indonesien ⋅ ☀️ 28 °C

    Oh mann.. was für ein Ritt! So einen Flug mit Baby kann man auch als Sportart gelten lassen 😅
    Ich glaube marlo hat absolut sein bestes gegeben. Aber.. es war wirklich ein Kampf gegen Müdigkeit und wachheit, auch wenn wir nur 6h an der uhr gedreht haben. Als babyeltern zählt halt 100% Kampf des Babys, da wird der eigene Kampf erstmal nebensächlich, solange bis der hammer kommt 😄😅

    Und vor allem ich habe total zu kämpfen gehabt, überhaupt schlafen zu können. Wir waren in Taiwan gelandet und ich war eigentlich so müde. So sehr, sodass es mir wackelig auf den Beinen war und ich mich wie betrunken fühlte. Ca 2,5h zeit galt es zu überbrücken. Und obwohl ich mich zum Schluss quer auf die Bänke legte,um zu schlafen - ja mir war sogar schon schlecht vor lauter Müdigkeit, bin ich wiedermal einfach nicht eingeschlafen..

    Auch Evi sah mittlerweile echt fertig aus. Wir haben mal ausgewertet: sie hat nur 3 Filme geschaut bei über 12h Flugzeit. Im flieger saß sie neben einem 18jährigen deutschen, der erstmal für 8 wochen allein nach Japan und taiwan reist. Mit ihm hatten wir uns auch interessiert ausgetauscht. Evi plagte der Heißhunger, weswegen wir uns hier am doch überschaubaren Flughafen etwas umgesehen hatten und etwas schoki organisierten. Und besonders wertvoll war der Still- und Wickelraum. In diesen hatten wir uns zur Überbrückung zurückgezogen. Marlo konnte ihr auch endlich mal frei strampeln - ab die olle plastewindel, die seit Start von zuhause im Einsatz sind. Und weils Papa benny einfach drauf hat, ist er mit Nackig-Po-Marlo im Kinderwagen auf Bauchlage durch den Flughafen geschlendert, bis er mal wieder etwas geschlafen hat. Ich war eh beeindruckt, wie Marlo den Rappel an der inneren uhr bisher verkraftet. Sein Nachtschlaf war bis dato nach deutscher Zeit nur von 19 bis 22 Uhr. Nach 3h war er dann wieder über 3 h am Stück wach - sprich bis fast halb 2 nachts für ihn!

    Und ja, diesen Schlafmangel hat man uns allem mittlerweile sehr angesehen. Waren wir froh, als wir endlich im Flieger nach Bali saßen. Eigentlich wollte ich nur schlafen. Wir waren diesmal mit die ersten im Flieger- genau deshalb. Allerdings wuselt ja alles um einen herum, bis alle sitzen und startklar sind. Und so wollte ich "nur noch abwarten, bis wir endlich in der Luft sind".. dumm nur, dass warum auch immer, wir mit einer stunde Verspätung erst Gas gegeben hatten und bis dahin warten auf dem Rollfeld standen. Genau genommen, habe vor allem ich gewartet, denn Benny, Evi und Marlo schliefen schon längst. Und dann endlich gings los und zack waren wir wieder in der Luft.
    Neben uns diesmal ein 5monate altes Balinesisches Baby von einer Deutschen und einem Engländer, die in Bali wohnen. Später unterhielten wir uns auch dann mit denen. Sie waren auch schon im Flieger ab Frankfurt mit dabei und ja,.. man kann sagen ab jetzt beginnt der echte Kampf mit übermüdeten Gemütern beider Babys und der Eltern. Ich für meinen Teil war froh, dass ich Benny immer wieder vorher zum schlafen aufgefordert habe, eben weil er es einfach irgendwie immer kann, und ich eben nicht. Weil mich so viele Kleinigkeiten wach halten was vor allem marlo betrifft. Meist schläft er ja auch irgendwie auf mir oder er wird wieder gestillt. Ich bin auch einfach besser darin meine maximale Müdigkeit einfach zu überspielen - ein hoch auf den Sängerinnenjob, welcher mit schon super immer darin trainiert hat 😄 aaaaaber... Nun war es soweit, ich hatte dann gemerkt, nun geht wirklich gleich gar nichts mehr mit mir.. "Benny, du musst jetzt übernehmen", denn ich konnte nicht mehr. Jetzt war mein hammer da. Bäm- weg war ich. Vom anstehenden 5h Flug nochmal bis nach Bali habe ich nicht allzuviel mitbekommen. Klar- mal kurz stillen zwischendurch. Aber selbst das Essen hatte ich verpasst. Ich bin endlich immer wieder eingeschlafen, genauso wie Marlo. Der wusste auch nicht so recht wie ihm geschieht. Schließlich war es immer wieder taghell, aber er nicht putzmunter und genau das konnte er selbst nicht so recht einordnen. Benny hat sich super um beide Kids gekümmert...

    Gott war ich happy und froh, als wir endlich landeten. Sooo erleichtert diesen doch sehr unterschätzen Ritt endlich hinter uns zu haben!

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    Der Flughafen stimmt und schon bestens auf Bali ein, mit all seinen Bildern und Dekorationen. Für fotos ist kein Kopf für und keine kraft für übrig. Noch immer fühlen wir uns gerädert und wir wollen einfach nur endlich ankommen. Dennoch hat hier am Flughafen alles gefühlt nochmal ewig gedauert. Gepäck abholen... visum kaufen für uns 4 für erstmal 30 Tage.. und wir klären direkt, wie wir unser Problem beheben können bzgl der weiteren 12 Tage bis zum Rückflug. Unsere Balinesische Sitznachbarin klärte uns direkt auf, was nun zu tun ist. Keine Verlängerung fürs Visum zu holen ist keine Option, denn pro Person zahlt mal am Tag 50€ Strafe - das wäre für und 4 recht teuer.. es hätte auch ein 60 Tage Visum gegeben, aber das hätte 1 bis 3 Monate vorher online beantragt werden müssen. Aber naja.. das war halt unser Fehler, dass mal nicht zu ergoogeln vorher und so müssen wir das eben jetzt managen. Wir werden nach 2 wochen ins Immigrantenzentrum hier in die Hauptstadt Denpasar zurückkehren müssen, um -ausschließlich vor Ort möglich, unser Visum zu verlängern. Das wird uns zwar mindestens einen halben, wenn nicht sogar ganzen Tag kosten.. aber gut, dann ist das so.

    .. und als wäre alles noch nicht ätzend noch langwierig genug, so muss man sich über einen QR-Code noch mit weiterem Pamflee im Land zur Einreise registrieren, was ich auch mal noch schnell in etwa einer halben Stunde gemacht hatte. Draußen wartete bereits seid bestimmt 1,5h unserer Fahrer, den ich schon von Deutschland aus klar gemacht hatte über einen Kontakt eines Bekannten.. waren wir froh, als wir eeeendlich aus dem Flughafen raus waren. Es war mittlerweile 17:30 und in Bali schon mitten in Sonnenuntergangsstimmung. Die ersten wirklich schönen eindrücke prasselten auf uns ein, eigentlich auch cool genug um es auf Fotos festzuhalten, aber irgendwie wollten wir einfach nur ankommen. Uns zum Glück trafen wir dann draußen auch direkt Kadek, der uns mit Schild draußen schon freundlichst und verständnisvoll erwartete.

    Im Kleinbus brachte er uns sicher in unter 1h Fahrt durch den Verkehr zu unserem 1. Stopp in Sanur. Wir unterhielten uns nett, bestaunen um uns das Geschehen - u.a. so viel Grün in der Hauptstadt, gar nicht so voll und dreckig wie erwartet, so viel kunst und tempel und Gebäude, am himmel sieht man riesige Drachen-Drachen fliegen und Kadek erzählt, dass am Samstag am Strand ein Drachenfestival sein wird. ..und schließlich kamen wir heil in der ruhigen Unterkunft an. Man kümmerte sich gleich um unser Gepäck, das einchecken ging schnell und reibungslos. Die Unterkunft mit riesigem Pool und kleinen Miezen und kleinem Garten gefällt uns wirklich gut im ersten Moment. Marlo ist müde.. mama auch eigentlich sehr.
    Nach kurzer Absprache, dass Benny sich um Evi kümmert, die beiden fix im Pool abkühlen und was essen gehen werden, lege ich mich mit marlo hin. Er ist müde, draußen wird es grad schon dunkel.. und ich entscheide mich, mich mit marlo hinzulegen - vielleicht schon zum nachtschlaf? Ich weiß es nicht.. Hauptsache schlafen und dann schauen was kommt.

    Und mittlerweile ist es bald nachts 4 uhr. Ich bin baff dass Marlo tatsächlich seit knapp 18 Uhr schon durchschläft- was für ein Geschenk!!!

    Ich bin schon wieder seit 0 uhr wach, amüsiere mich, wie Marlo im grob geschätzt 2,40m breiten Bett einfach immer irgendwie an mir klebt und Benny wie immer Platz hat wie sau. Es ist angenehm warm, draußen hats schon kurz geregnet, hier sind 0 Mücken, die mich wachhalten könnten. Ich plane unsere Tage, sammle Ideen und schreibe diese Zeilen. Die Vorfreude ist da. Bali- hier sind wir endlich, ich freue mich auf dich 🥰🥳
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  • Allmählich den Jetlag überwinden

    24. Juni in Indonesien ⋅ ☁️ 28 °C

    Hier auf Bali ists seit 6 uhr taghell. Ich bin wach seit 7. Und ich reflektiere grad über den gestrigen Tag und bin happy. Ich bin noch immer total baff und fühle mich beschenkt vom Leben, denn Marlo hat gestern einfach von gestern 18 Uhr bis viertel 10 uhr morgens durchgeschlafen. 😄😄😄😄🥳🥳🤭 nach deutscher zeit wäre das von mittags 12 uhr bis nachts 3:15 uhr und ich würde damit meinen, dass er vom einem zum anderen tag direkt im Balinesischen Schlafrhythmus angekommen ist. Also bei aller Liebe.. diese SchlafGene hat er definitiv nicht von mir geerbt 😄😄 selbst evi und benny haben wohl von abends halb 10 - evi bis um 7 und benny auch bis viertel 10, durchgeschlafen und auch sie haben damit direkt auch den Balinesischen Rhythmus drauf. Und wer kackt hier ab als einzige? Ich natürlich. Wir hatten uns alle gemächlich fertig gemacht, um vorne im Restaurant was zu frühstücken, haben nebenbei uns koffertechnisch hier eingefunden..
    Bei der Nachfrage an alle, wie es uns geht, stuft sich Benny bei 6 ein, Evi bei 8 und ich habe mir ne 1-2 gegeben. Dementsprechend bin ich auch vor zum Frühstück getaumelt. Nach essen war mir überhaupt nicht, evi hat sich erstmal was bestellt und ich hätte erstmal mit gekostet. Aber dazu kam es nicht 😆 nach kraftlosen max. 10 min entschied ich, dass es besser sei wieder ins Bett zu gehen für mich. So taumelte ich wieder zurück, mir war rotzeschlecht und ich hab die Toilette kurz gegrüßt, und hab mich dann hingelegt. Er brachte mir dann marlo mal kurz zum stillen und ist mit beiden Kids dann losgezogen, um geld zu holen. Obwohl ich nach dem stillen nicht nochmal eingeschlafen bin, habe ich trotzdem noch geruht bis viertel 2. Dann kam doch etwas Hunger auf und ich leerte erstmal noch etwas gehamstertes Flugzeugessen - genüsslich vom schattigen Balkon aus mit Blick auf blumige Bäume und Pool. Allmählich gings mit mir bergauf und genau dann kamen meine 3 Mäuse schon wieder vom ersten ausgiebigen Schlendergang. Damit hatten sie schon die große einkaufsMall in der nähe erkundet, Geld abgehoben und den Strand besucht. Zusammen gings dann gemeinsam erstmal in den Pool. Danach machten wir uns nochmal gemeinsam los zum fußläufig 20min entfernten einkaufsmarkt. Dort ließen wir die ersten 50€ für einen groben Einkauf sämtlicher Früchte und Gemüse und irgendwas an Grundausstattung. Der Fußweg hin und zurück war jetzt nicht toll ausgebaut, wie man es aus Deutschland kennt. Eher "etwas" Gehweg, der dann fließend mit Hauptstraße überging und man teilte ihn sich mit strasenverkaufsständen, Hunden und Katzen, bauarbeitern und anderen Menschen. Wir waren so ziemlich die einzigen, die wie unerfahrene Touris hier erstmal zu Fuß mit kinderwagen einkaufen gehen 😄 damit habe nun auch ich die ersten echten Balinesischen eindrücke gesammelt - vom Straßenverkehr, zu opfergaben vor fast jeder Haustür, geschmückte Straße und den Drachen-Drachen immer wieder vereinzelt am himmel.

    Nach kurzer Verschnaufpause, dann war es schon gegen 18 uhr und damit die sonne alsbald weg, machten benny und ich uns nochmal los, in die andere Richtung der Straße zu schlendern und ggf was zum Abendbrot zu finden für mich. Evi blieb chillend in der Unterkunft und machte sich vom Einkauf ein eigenes Abendbrot. Sie ist -völlig unerwartet- total happy von all dem essen hier, mal abgesehen von der Obst-und Gemüseauswahl im Supermarkt.
    Wir schlenderten mit Marlo noch gut bis 20 uhr durch die Gegend, erkundeten die Gassen der nähe mit kleinen mini-Supermärkten, Restaurants, spaSalons und Wäschereien. Es gab auch ne Kleinigkeit zu essen für uns.. sowas wie Nasi Goreng einmal mit Nudeln und einmal mit Glasnudeln für umgerechnet 75ct pro Gericht 😅

    Zurück in der Unterkunft gings 20:15 uhr mit kurzer Dusche für Marlo ins Bett. Danach gingen wir mit WhatsApp-Telefonie-Babyphone nochmal die 200m vor ins Restaurant der Unterkunft und wir gönnten uns noch eine 1A Smoothiebowl - geschmacklich als auch optisch der hammer! Und einen smoothie.
    Danach waren wir pappsatt und wir gingen zurück ins Häuschen, fielen ins Bett.

    Mittlerweile ists 8:30 uhr. Draußen zwitschern die Vögel, hier drinnen bei uns oben an der bestimmt 5m hohen Decke "zirpt?" Ein Gecko, und ich warte, dass hier irgendwer anders mal noch aufwacht. 😄
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  • "Strandbar"-schick an der Stranbar

    25. Juni in Indonesien ⋅ ⛅ 29 °C

    Definitiv ist der Jetlag vorüber. Marlo ist gestern 20:15 uhr zur Primetime im Bett gewesen und er schläft bis nach 9 uhr. Evi haben wir halb 10 auch geweckt. Ich bin seit 7 Uhr wach. Also.. so hart der Jetlag auch war, kurz und knackig und oll und doll - ich würde meinen es lohnt sich 🤭
    Gleich früh habe ich den Gecko an der Decke gesichtet, der hier hin und wieder so zirpt. Ein Blick nach unten zeigte mir die zunächst noch schlafende Evi. Später saß sie dann mit mir zusammen am Pool. Dort haben wir das diesmal selbstzubereitete Frühstück verzehrt, mit baumelnden Beinen im Poolwasser, während Benny schon fertig ist mit futtern und vor uns Bahnen zieht. Der Plan für heute steht schon seit gestern Abend fest: für Benny und mich steht die Beautyeinheit Waxxing auf dem Plan. Nachdem wir dann optisch gesehen "Strandbar" gemacht sind, werden wir zum ersten Mal gemeinsam zum Strand laufen und dann ein Stück der hier 8km langen Promenade hoch schlendern, wieder bis zur Icon-Mall, wo Benny mit den Kids gestern schon war. Dort möchte sich Evi dann ihren Wunsch erfüllen, und eine "Cedric Grole Frucht" essen - diese hat sie gestern zufällig in einem der gefühlt hunderten Läden hier entdeckt. Und da wir eh am Strand sein werden, wollen wir auch mal das Balinesische Meer testen. Und ganz eigentlich lief unser Tag fast genauso ab, nur das wir uns das Kunstmuseum für einen anderen Tag aufgehoben haben.
    Beim Waxxing- Bennys Rücken und meine Beine, haben sich die restlichen Girls vom Salon, die nicht an uns beschäftigt waren, bestens um die Kinder gekümmert. Auch Evi ist jetzt auf den Geschmack gekommen und wird sich wohl spätestens beim nächsten Stopp in Ubud auch eine Beautyeinheit gönnen. So langsam versteht sie auch die Kursrechnerei und versteht auch, dass hier vieles sehr erschwinglich ist. So haben wir für unsere Waxxing-Einheit zusammen gerade mal 21€ bezahlt.
    Danach ging es weiter an den Strand. Der Hunger schlich allmählich ein und wir entschieden uns für ein Mahl mit direkter Meeresbriese. Benny und Evi bestellten sich Burger, ich hingegen ein Nasi-Goreng mit Meeresfrüchten - lecker :) und ich schwöre mir, dass ich hier weiterhin kein westliches Essen essen werde und stattdessen die typische balinesisch/asiatische Küche weiterhin verköstige! 🤌

    Später in der Icon-Mall gab es neben einer Himbeer-Cedrik-Grole-Frucht mit Meeresblick wiedermal eine Ruhepause mit Marlo im Stillraum der Mall, zufällig haben wir eine Balinesische Vorführung mit Balinesischen Prinzessinnen(?) und getrommel miterlebt, Marlo hat sich von einem riesigem Mall-Maskottchen amüsieren lassen und zu guter letzt haben Benny, Marlo und ich noch das Balinesische Meer getestet. Der Himmel hatte sich am Nachmittag gut zugezogen, sodass Marlo ganz ohne direkte Sonne das erste Mal in seinem Leben seine Füße im Meerwasser hat - und das auf Bali - das kann auch nicht jeder von sich behaupten 🤭

    Zuhause haben wir dann später den Tag ruhig ausklingen lassen mit etwas Abendbrot und etwas Poolspaß für alle.

    P.S.: Ich würde meinen uns geht es temperaturtechnisch besser als Euch in Deutschland bei Eurer Hitze gerade. 😅
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  • Sindhu Nightmarket zum I. Mal

    26. Juni in Indonesien ⋅ ⛅ 28 °C

    Für heute haben wir einen ausgiebigen Spaziergang zu einem anderen Strandabschnitt geplant. Die Promenade hier in Sanur ist schließlich 8km lang und es gibt viel abzulaufen wenn man will. Natürlich verbindet man das mit dem einen oder anderem kleinen Kauf, bei all den Läden und Ständen, die man dabei passiert.

    Abend steht noch ein kleines Highlight bevor- wir wollen auf den Sindhu Nachtmarkt von Sanur. Das klingt schon so groß und überfüllt und wir hatten schon eine grobe idee, was uns erwartet. Benny hatte recherchiert, dass der wohl schon 16 Uhr eröffnet. Als wir 17 uhr ankamen, waren schon wenige Essensverkaufsstände am eröffnen- offizieller Beginn sei aber erst 18 uhr. Und damit waren wir mit Abstand die ersten hier und konnten uns langsam umsehen, auf dem sehr überschaubaren, niedlichen Markt.
    Am Rande waren ein paar Klamottenmärkte, aber der Kern war bestückt mit einzelnen Verkaufsessenständen. Wir waren erstmal eine Weile damit beschäftigt, zu schauen, was das alles sein soll. Von süß bis herzhaft, immer kleinere Portionen die aber trotzdem irgendwie sattmachen, Obst, Gemüse Fleisch und Fisch. Service wird to go oder mit Tellern und Besteck zum vor Ort verzehr. Überall sind Tischen mit kleinen Hackern zu finden, zum niederlassen. Das Essen bekommt man auch an den Tisch serviert. Und als wir realisierten, wie günstig es hier ist, kamen wir doch recht schnell in die Gänge, um uns durch zu probieren. So grob etwas über 1€ pro was man auch immer gekostet hat, top zum probieren und wir alle sind begeistert! Zum krönenden Abschluss gab es ein kuchenähnliches gebacken mit Kondensmilch und Nutella, und riesige Smoothies für den Heimweg.
    Total euphorisiert schlenderten wir die 10min wieder heim, setzten uns dort nochmal an den pool und genossen Getränke und Gebäck im Mondschein.
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  • Kuningan-Fest- alle 210 Tage wird gefeiert

    27. Juni in Indonesien ⋅ ☁️ 29 °C

    Wir gehen den Tag heute ganz entspannt an und verweilen mal wieder Frühstück- und dann auch mittagessend am pool. Tagesziel war hauptsächlich einen strandnachmittag an einem anderen Strandabschnitt zu machen und auf dem weg dahin eine Schildkrötenstation zu besuchen.

    Für die kleinen Schläfchenspaziergänge verlassen zumindest benny und ich dann doch mal kurz unser Gelände und wir sehen, dass sich alle balinesen heute schick gekleidet haben, sich zum Tempel begeben um dort zu beten und um Opfergaben abzustellen. Die Stätten sind wirklich zugestapelt damit und die Luft riecht geräuchert.
    Die Straßen sind alle geschmückt mit großen, aus pflanzenteilen hergestellten Girlanden. Auch hängen Dekorationen an Briefkästen oder auch vorne im Autogitter drin.

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    Gegen 14 uhr machen wir uns los zum strand. Schon von weitem haben wir eine rote Flagge gesehen und das heißt ja in der Regel- Badeverbot. Und auf Nachfrage an eine Aufsichtsperson bestätigt sich das auch. Das Wasser sei nun zu flach zum Baden und die Verletzungsgefahr aufgrund der Steine damit zu hoch. Und ja, wir sehen- dass da tatsächlich kein wasser ist. Und nach kurzer internetrecherche finden wir heraus, dass wir pünktlich zum Tiefststand der Ebbe am Meer angekommen sind. Das wars dann erstmal mit Baden😄🤌
    So kehren wir doch direkt bei der Wasserschildkrötenstation hier direkt am Strand ein und bewundern die großen und ganz pechschwarzen kleinen Wesen.

    Später chillen wir uns trotzdem noch etwas an den Strand. Hier und da kann man wiedermal einer Familie beim Drachensteigen zusehen. Auch so ist der himmel wirklich voll mit drachen, wenn man mal quer durchblickt. Es sind auch ausgefallen und teils Riesige, Meterlange Drachen dabei, die hunderte Meter hoch am Himmel fliegen, so hoch und weit weit weg, dass sie wie Obstfliegen aussehen von hier unten.

    Zur Feier des Tages kamen dann sogar noch Drachenwanderer mit großem Kostüm und getrommel am Strand entlang.

    Abends kehren wir zum 2. Mal auf dem Nachtmarkt ein und schlemmen uns inkl Smoothies und süßem Nachtisch zu 3. Für knappe 7,50€ durch.

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    Das Kuningan-Fest (auch bekannt als Tumpek Kuningan) ist einer der heiligsten und wichtigsten Feiertage auf Bali. Es findet alle 210 Tage statt und markiert den feierlichen Abschluss der zehntägigen Galungan-Feierlichkeiten. Das Fest ist dem Sieg des Guten (Dharma) über das Böse (Adharma) gewidmet und ehrt die Geister der Vorfahren.
    Der Name Kuningan leitet sich vom balinesischen Wort kuning (gelb) ab. Der Tag ist tief in der hinduistischen Kultur verwurzelt und beinhaltet eine Reihe spezifischer Traditionen:Die Farbe Gelb: Als Symbol für Wohlstand und Dankbarkeit wird an diesem Tag spezieller, mit Kurkuma gefärbter gelber Reis (Nasi Kuning) zubereitet und geopfert.Die Ahnengeister: Der Glaube besagt, dass die Seelen der Vorfahren und Götter während des Galungan-Fests auf die Erde herabgestiegen sind. An Kuningan kehren diese Geister in ihre himmlische Heimat zurück.Zeremonien: Die Familien versammeln sich, um zu beten und den Göttern spezielle Opfergaben darzubringen.Atmosphäre auf der InselWährend Kuningan zeigt sich die Insel von ihrer spirituellsten Seite:Tempelbesuche: Die Tempel auf ganz Bali sind prall gefüllt. Viele Einheimische tragen traditionelle balinesische Festtagskleidung.Straßendekoration: Die Straßen sind noch immer von den Penjor gesäumt. Das sind aufwendig geschmückte, gebogene Bambusstangen, die vor jedem Haus und Geschäft aufgestellt werden.
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  • Sonnenaufgang & Wasserschildkrötchenbefreiumg

    28. Juni in Indonesien ⋅ ☁️ 26 °C

    Der Wecker klingelt 5:15Uhr - hmmm, das fühlt sich nicht nach urlaub an.. aber wir machen das ja hier freiwillig 😄 für heute steht nämlich auf dem plan: früh aufstehen, die 20min bis zum Meer gehen und dort laut google um 6:33uhr den sonnenaufgang auf dem Meer zu bestaunen. Die Strandtasche dazu ist auch schon gepackt- wenn wir einmal so früh pünktlich zur Flut mit Höhepunkt um 10 Uhr da sind, dann wollen wir hier endlich auch mal so richtig baden gehen! Nun schnappen wir uns noch vorsichtig den noch tief schlafenden Marlo, packen ihn in den Wagen und laufen los. Draußen ist es angenehm warm. Warscheinlich 28 Grad, so wie immer .. Nur das jetzt keine Sonne scheint und es daher mit leichtem Windchen echt angenehm ist. Irgendwie bin verwundert, dass wir schon so viel wachheit erleben auf dem weg zum Strand. Klar, die kleinen Märkte sind zu - bzw. Es sind ja komplett offene läden ohne tür, nur das diesmal kein Verkäufer da steht. Es ist trotzdem alles offen und das licht brennt. Wie sich dann sowas hält ohne nächtlichen Diebstahl ist mir fraglich😅 viele fegen früh morgens fleißig vor ihrer Türe, oder spülen den Gehweg sogar mit wasser. Und was am aller verrücktesten aber auch irgendwie logisch ist bei diesen Temperaturen- gefühlt die halbe stadtbevölkerung ist am Joggen. Da wo die Mopeds und auto nun grad mal um diese Uhrzeit weniger sind, füllen nun sämtliche Jogger die Gehwege. Wir sehen schon allmählich, dass der Himmel gen Osten heller wird. Schließlich kommen wir am Strand an und es windet mal wieder ordentlich. Als wir im ersten Moment den Himmel bestaunen, wie das Farbenspiel allmählich seinen Lauf nimmt, fällt uns zu unserer absoluten Überraschung - erstmals- der riesige Vulkan der Insel auf: mount Agung. Ich mein, klar wussten wir, dass der hier ist, aber wir wussten nicht, dass man ihn auch in Sanur "schon" sieht. Jetzt bin ich der Meinung, so hoch wie der vulkan empor steht, dass man ihn sicherlich von überall von der insel sehen wird! Wir haben uns fix ein schönes Plätzchen unter einem Baum gesucht und unsere Decke aufgeschlagen. Marlo blitzelt mittlerweile auch schon unterm Mulltuch, welches seinen Wagen bedeckte, hervor. Ich lege ihn zu mir auf die Decke, und so wird er direkt im sonnenaufgang am meer, noch in seinem Schlafsack liegend, vom wind wachgepustet und von der sonne alsbald wachgeküsst. Wir sind noch immer völlig Baff von unserer Überraschungssichtung und bestaunen den Sonnenaufgang UND den Vulkan - solange er noch zu sehen war. Denn es dauerte nicht lange, und die wolken hüllen ihn komplett ein und verschleierten die Sicht wieder. Und obwohl da soooo viele wolken vor uns waren - ich hätte deshalb auch nicht mit der sonne ab Horizont gerechnet - schlägt der knallrote Feuerball ab erster Sekunde vor den wolkenband hervor. In etwa 30 Sekunden, würde ich tippen- es war jedenfalls unfassbar schnell, war sie sonne in voller pracht schon über dem meer. Und fortfolgend ging die Schönheit der Farben am himmel Schließlich weiter. Evi deckt sich unterdessen mit einem Handtuch die Beine ab, da es ihr doch etwas frisch ist. Und so ist es 7 uhr taghell und wir Lungern am Strand rum. Wir dennieren jeder für sich hier und da mal kleine Snacks, die wir mitgebracht hatten. Und so verging die ersten schönen Stunden des Tages. Tatsächlich waren gleich ab früh schon viele Kinder im Meerwasser plantschen, aber wir waren anfangs noch nicht gleich in Stimmung. Ich würde meinen es war sp gegen 10 uhr, ehe Benny dann mal als erstes ins wasser ging und dort länger verweilte. Es ist so angenehm warmes wasser, nicht zu warm aber auch nicht kalt. Ich müsste selbst erstmal die Temperatur ergoogeln und weis es einfach nicht - wir genießen nur 😅 jedenfalls ist es absolut perfekt auch für Marlo, den wir später am Tag auch mit dazu geholt haben.

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    Vorne am Wasser steht eine Familie, die nahe am Ufer ins Wasser winkt, obwohl da niemand ist. Verwundert stehe ich auf und frage nach, wem sie denn hier winken. Und da meinte die Mama, dass gerade eine Miniwasserschildkröte ins Meer freigelassen haben. Oh gott wie süß! In der Ferne sehe ich sie noch rumplätschern. Aufgeregt rufe ich evi uns Benny zu, renne dann zum Platz, um meine taucherbrille zu holen. Da ich die natürlich auf die schnelle nicht gleich gefunden habe, war der Mini-Schildkrötenzauber auch ohne mich ganz schnell vorbei. Zum Glück folgten danach noch ein paar weitere Freilassungen, die wir dann ganz interessiert verfolgte und ich lauerte dann diesmal schon mit Brille im Wasser. So sooo niedlich diese kleinen pechschwarzen Geschöpfe im wasser plantschen zu sehen. Ich hatte für heute absolut nicht mit so einem weiteren Highlight gerechnet. Und so bin ich zum ersten Mal ganz nahe mit einer Wasserschildkröte im Meer geschwommen, und dann auch noch mit so einer kleinen 🐢

    Gegen Mittag machen sich benny und Evi auf, um etwas zu essen. Ich hab noch nicht so den Hunger und bleibe deshalb mit Marlo am Platz. Ich werde alsbald von unserem Strandplatznachbarn- einem Indonesier- angesprochen und er erzählte mir wahnsinnig interessante Dinge hier in Indonesien. U.a. - dass die strände immer östlicher immer schöner werden und dass es ganz im Osten eine Insel gibt, wo ein ganz ursprüngliches afrikanisches Volk lebt. ..naja, und dazu hat er mir aus seinem 6jährigem Voluntariat viele coole Geschichten erzählt. Später geb er uns noch eine Kostprobe von seinem selbstgemachten Snack aus Reis und Baumzucker - lecker!

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    Gegen 14 uhr habe ich mit Benny beschlossen, dass wir uns auch diese Erinnerung gönnen und für 7,50€ ebenso ein schildkrötchen zusammen mit den Kids freilassen. Die geschätzte Überlebenschance liegt wohl bei 50% - die daumen sind gedrückt!
    Danach haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind damit zum Tiefstand der Ebbe wieder nach Hause gegangen. Dort haben wir noch etwas im Pool Spaß gehabt und abends sind wir wieder zum nachtmarkt geschlendert und wir haben uns dort wiedermal statt-probiert.

    Schon gestern Abend hatte ich festgestellt, dass wir statt nur noch einem Tag sogar noch 2 volle Tage hier in Sanur geplant haben. Da wir damit jetzt noch einen Tag länger hier sind als gedacht, finden wir doch noch die Zeit um Evis Wunsch noch dazwischen zu basteln, einen Tagesausflug auf die nachbarinsel nach Nusa Penida zu machen. Dort kann man dann den weltberühmten T-Rexfelsen bestaunen. Und ja, sie hat recht und mich auch damit angesteckt- sind wir einmal auf bali, so sehen wir uns den auch an! Deshalb schreibe ich wieder unserem Bali-Kontakt an und frage nach Organisation- gesagt, getan, gebucht für Montag :)

    Hier auf Bali kann man auch mit metergroßen Mantarochen schnorcheln und tauchen gehen. Man habe ich das Internet hoch und runter recherchiert,.. inwieweit wir dafür irgendwie eine still-freundliche Organisation für finden, das zu ermöglichen.. und tatsächlich habe ich auch grundsätzlich wege gefunden.. aber das wäre mehr dazwischengequtscht gewesen. Die Chance an besagter Nahegelegenen stelle mantas zu sehen liegt bei 60%, so sagen sie. Viele berichten von absoluten Massentourismus im Meer, welches auch noch genau dort doll vermüllt ist, die wellen sehen hoch, nah an den Klippen mit zusätzlich starker Strömung.. ehrlich? Nach meinem Wal-Schnorchelgang im offenen Meer auf Mauritius hätte ich das nun definitiv auch gemacht. Aber so entscheide ich mich schweren Reiseherzens gegen diese Tour und hoffe ein klein wenig, vielleicht doch einen Manta von der Klippe aus von oben zu sehen, wenn wir dann drüben auf Nusa Penida sind bei der Manta-Bucht. 🫠
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  • Tagestrip zur Nachbarinsel Nusa Penida

    29. Juni in Indonesien ⋅ ☀️ 28 °C

    Mal wieder klingelt der Wecker nach Plan: 6:15 uhr beginnt unser Tag. Marlo wird vom klingeln auch gleich mit wach, wirkt aber auch recht ausgeschlafen diesmal. Es bleibt sogar noch Zeit fürs Abhalten und seinen entsprechenden morgendlichen, ausgiebigen Schiss in die Toilette 😄🤌
    Die Sonne erhellt allmählich den Himmel und schon beginnen wir wiedermal unseren morgensport. Diesmal sind es keine 20, sondern 40min zu Fuß bis zum Hafen. Knappe 3km einschließlich wieder einem weiteren Stück Strandpromenade. Und wiedermal ist das Leben hier am meer schon voll im Gange, die Cafés und Bars spielen Musik, bieten essen und Getränke an, Kinder plantschen im Meerwasser und alle Jogger Joggen wieder fleißig herum -früh 7 uhr. Und wir begeben uns schnurstracks zum Hafen, den wir tatsächlich auch pünktlich 7:30 Uhr erreichen - in 30 min startet unser Boot. Die Aufregung steigt, vor allem bei Benny und Evi. Benny hat sich vorsorglich Diesmal nach meiner Erinnerung hin Reisetabletten gegen Seekrankheit organisiert und direkt gleich zwei statt nur einer Tablette genommen. Evi bangt unterdessen, wie sie wohl mittlerweile auf Seegang reagiert. Irgendwie geht bei deren sorgen etwas unter, dass wir ja auch marlo mit an Board haben, ein bald 7 Monate altes Baby, was auch bald seine erste Bootsfahrt, direkt mit Speedboot für 30min, haben wird. Und ich? -finde alles einfach nur spannend 😅

    Die tour hat und wiedermal nach Absprache unser Balikontakt Komang organisiert. Heute geht es auf die Nachbarinsel Nusa Penida, allen voran auf der Jagt nach diesen einem weltbekannten Bali-Fotomotiv, dem T-Rex-Felsen am KelingkingBeach. Wer das bild sieht - weiß direkt genau was gemeint ist.

    Am Hafen hat Evi erstmal Hunger und sie verputzt direkt den vorbereiten Müslieimer, den ich mitgenommen hatte - in weiser voraussicht des hungers nach solch' Morgensport. Wir sind deshalb gelaufen, weil die Fahrt per Taxi wohl 30min gedauert hätte hier im Verkehr und den komischen Straßen..

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    Alle sitzen im Speedboat. Marlo findet das Ach so laute Gehupe beim ablegen des Bootes gar nicht cool und hat damit wieder einer seiner wenigen Gründe gefunden zu weinen. Das wiederum tut er mittlerweile nur gelegentlich auch mal, wenn ein balinese diesen ultra süßen Bursche direkt auf den Arm nehmen möchte. Das reicht immer für 10 Sekunden Grinsen und Freude bei Marlo und das geht dann fließend plötzlich ins weinen über 😅 ansonsten ist Marlo direkt müde und er schläft mal wieder direkt in meinen Armen ein, die mir die restlichen 29min Bootsfahrt schön einschlafen. Evi kämpft schräg hinter uns überraschender Weise mit Übelkeit. Und benny? Fühlt sich tendenziell eher ausgeknockt von den Tabletten. Und so halte wenigstens ich die Stellung 😇 klar, bei so einer Bootsfahrt habe auch ich erstmal wieder wahnsinnig Respekt vor dem meer, diesen unbändigen Wassermassen und diesen sich über Meter hinweg aufbäumenden Wassermassen- aber das ist hier Tagesgeschäft und es wird nicht ausgerechnet unser Boot untergehen. Daher: Augen auf und durch ! :)

    Wieder am Hafen angelangt ist Marlo ausgeschlafen und fit, ich bin fit und wach, die anderen beiden sind wach und irgendwie durch. Am meisten zu kämpfen hat tatsächlich Evi. So schlendert sie ganz langsam am Hafen entlang, bitzeblass, und atmet tiiiief ein und aus. Nach etwas frischer Meeresluft, etwas wasser und ein paar Kräkern gings dann wieder steil bergauf mit ihr. Vor Ort wartet mal wieder ein privater Fahrer auf uns. Er heißt Budu und er sieht voll fäsch aus mit längerem Schopf, dunklem Haar und hellbraunen strähnen und langgezogenen tennissocken. Mensch, schade, dass wir kein bild mit ihm gemacht haben! Er führt uns direkt zu seinem mindestens genauso fäschem Auto. Vorher zahlen wir online per QR-Code noch fix die Touristentaxe für 3,50€ für uns alle.

    Alles wird im auto verstaut und schon geht sie los, die wilde fahrt. 50min solls erstmal quer über den westlichen Part der insel gehen, mit einem mords-aufgepimpten auspuff, der brummt als wäre es ein Crashcar! Und dann befahren wir damit auch noch diese Straßen, die alle eigentlich nur breit genug für ein Auto sind und trotzdem einen mittelstreifen besitzen, gesäumt mit etlichen Schlaglöchern, oder generell fehlendem Asphalt, direkt nur Schotterpiste .. was auch immer. Aber.. eben auch wie immer wissen alle wie man damit umgeht: einfach fahren, bremsen, hupen - solange bis man ankommt. Diese Piste.. da versuche ich selbst mit Marlo im Arm ihm die dollsten ruckler noch zusätzlich zu Federn. Huihuihui. Aber Hauptsache die Klima geht, wie immer hier in den Autos :)

    Und schließlich kommen wir auch beim 1. Ziel hier an. Doch bevor wir das auto verlassen, bekommt Marlo auf dem Rücksitz fix ne frische windel und später stillen wir noch an einem kühlerem, ruhigem Verkaufsstand.
    Das jetzige Ziel heißt Angels Billabong und .. noch irgendwas. Es sind halt Klippen und doller Wellengang, der das Wasser meterhoch an die Klippen schellt. Sowas typisches, was man Touristen eben zeigt. Und genau das finden wir hier auch - das war uns aber auch vorher klar- Massentourismus. Besonders nerven mich die Japaner oder Chinesen, die auf Marlo total abfahren und alle finden ihn so ultra niedlich. Und alle sind erstaunt, wie riesig er ist " Its a big boy!" Stellen alle immer fest, egal wer ihn bestaunt und kommentiert 😄 und diese japanesen sind total aufgestylt mit Kleid, perfektem haar und schminke und jeder will das perfekte bild von sich und dem Ort haben. Wegen einer Familie vor uns standen wir bestimmt 10min an, nur damit es ein familienfoto und von jedem der 3 weiber jeweils 20 Bilder in 30 verschiedenen posen gibt. Der Vater steht da mit professioneller kamera. Boar haben die mich aufgeregt!
    Wir viere lassen schnell ein Erinnerungsfoto von uns machen und dann bestaunen wir noch einen Moment lang das wilde Meerestreiben vor uns. Zwar sehen wir hier leider keine Mantas, aber stattdessen entdeckt Evi tatsächlich eine Meeresschildkröte im Meer!

    Danach geht die Reise für 30 min weiter im Auto und wir halten an diesem so wichtigen Ort, den Evi und schließlich auch ich unbedingt mit eigenen Augen sehen wollten. Wir folgen mal wieder Budu, der uns, diesmal mit Sonnenschirm für Marlo und mich, im Touristenschwarm zum Ausblick vom T-Rexfelsen am KelingkingBeach bringt. Zunächst sichten wir hier mitten im Gedränge unsere ersten winzig niedlichen Bali-äffchen, die was futtern und mitten im gewusel einfach rumlungern. Direkt danach folgt der Ausblick zum Felsen. So schön er auch ist.. Aber ich kam nicht drüber hinweg, das sie zugunsten des Tourismuses doch tatsächlich mitten rein in den schönen Strand ein riesiges Metallgestell bauen, welches ein Fahrstuhl werden soll, damit man auch ja kostenpflichtig diese hunderte Meter runter zum strand kommt. Ein schandfleck hoch 10!!! Es sind ca. 45min Abstieg und 1,5h Aufstiegt. Benny und ich, wir schauen uns an und wir beide wissen genau, dass wir ohne die Kids definitiv sofort nach unten gegangen wären! Kaum ein Mensch ist dort, und die paar die dort sind, sind winzig klein.
    Evi ist sichtlich glücklich, findet den strand mit den Felsen wunderschön, sie will selbst ein perfektes Foto und der Massentourismus ist ihr grad recht egal. Sie staunt nur ebenso wieder über die Japanesen, die natürlich auch hier ihr Fotowesen immense betreiben.

    Glücklich geht es weiter zu einem letzten stop für weitere 30min: ab an die Crystal Bay, an der man wunderschön schnorcheln kann und wir hier für grobe 2h noch am schönsten Ausblick an strand noch verweilen können. Die wellen sind hoch, keiner schnorchelt dort, weshalb wir letztlich auch nur chillen und die Aussicht genießen. Bei Benny kickt die Tablette und dke schläfrigkeit weiterhin und er gönnt sich fix ruhe. Evi malt. Mama kümmert sich um Marlo. Und Marlo? Besandet sich erstmal erfolgreich am ganzen Körper. Der Sand klebt sehr gut, an Händen, Füßen,popritze, .. in allen ritzen und falten. Den sand zu kosten war kurz interessant und dann schnell doof für alle Beteiligten. Leider hat die Situation auch kein Foto hergegeben, weil mama und papa bemüht waren, fix mit unserem Trinkwasser das Baby zu säubern. Das ging auch recht erfolgreich.
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    Zurück am hafen haben drüben auf Bali riesengroß den Vulkan empor steigen sehen bei 1A super sicht. Die Spannung war wieder groß. Das Boot hat sich ungünstiger Weise in 2e aufgeteilt, die entsprechend kleiner waren - zur nicht-Freude meiner zwei mit-Seefahrer. Aber auch hier müssen nun alle wieder durch. Marlo ist diesmal auch putzmunter und bereit für 30min Bespaßung im Speedboot. Papa nimmt sich zunächst der Sache an, in der Hoffnung, das das vielleicht etwas ablenkt. Marlo wurde am Ende vor allem von einem Marlo-Begeisterten Crewmitglied bespaßt und er hat die tour bestens gemeistert. Papa Benny? Hatte diesmal sehr mit sich zu kämpfen und gab mir nach der Hälfte des Weges doch Marlo. Die Wellen? Waren diesmal auch ordentlicher. Evi? Gings viel besser diesmal. Und mir? Geht's immer gut 🤭😇🤌
    Wir Peitschen im Wellengang mit besten Blick auf mount Agung entlang. In Sonnenuntergangsstimmung kehren wir schließlich im Hafen ein. Benny gehts recht schnell wieder besser und macht freudensprünge, dass er es hinter sich hat. Gleichzeitig bangen wir etwas um die Bootsreise zu den Gili-Inseln in etwa 2 wochen.. die dauert auch nur 2h. Holladiewaldfee... benny was hast du dir dabei gedacht 😅😄

    Am hafen kehren wir erstmal beim Supermarkt-Express ein und Evi und Benny bedecken sich mit Chips und Süßgetränk. Für mich gibt's am hafen noch ein kleines Eis mit 3erlei Sorten und so schlendern wir in Sonnenuntergangsstimmung die 3km zurück gen Heimat.

    Hier wird Der müde Marlo fix geduscht und fixer ins Bett gebracht. Wir machen uns lecker essen und dinnieren nobel am pool. Abends packe ich schon die Koffer grob zusammen, während Benny schon Kräfte auftankt für morgen. Morgen gehts weiter nach Ubud, ab ins wilde Center von Bali!
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  • Spontane Kaffeeverkostung, auf nach Ubud

    30. Juni in Indonesien ⋅ ☀️ 28 °C

    Die Koffer sind gepackt, die Unterkunft halb mit Euros, halb mit Rupien bezahlt und Komang steht auch pünktlich 10 Uhr auf der Matte, um uns abzuholen. Das erste Kapitel auf Bali geht zu Ende: Sanur, danke für diese erste schöne Zeit. Weiter geht die Reise nun für und vom Strand ab in den Dschungel in das wilde, bunte, laute, vielfältige Zentrum von Ubud.

    Bevor wir so richtig losfahren, halten wir nochmal im uns bekannten Supermarkt an, um einen Wocheneinkauf zu erledigen und nochmal Geld abzuheben.
    Marlo liegt Beine hoch baumelnd quer hinten auf dem Rücksitz in der Mitte. Uns scheint das wirklich recht sicher zu sein, dann vom "Fahren" kann man hier im festen Verkehr kaum sprechen. Klar, irgendwie geht es immer Stück für Stück voran, aber das vor allem per stop and go..

    Unterwegs tauschen wir uns quer durch die Themen mit Komang aus und erhalten u.a. die Idee, auf dem Weg bei einer Kaffeeverkostung zu halten, wobei man den wertvollen Luwak-Kaffee testen kann. Da das ein zeitlich überschaubarer Zwischenstopp ist, stimmen wir dem zu.

    Jaa.. und so sitzen wir nach einer kurzen Pflanzenkundeführung durch die grüne Anlage einschließlich eigener Kaffee-Rösteinheit und Luwak-Tiersichtung schließlich am Verkostungstisch mit vielen kleinen befüllten Tässchen mit Tees und verschiedenen Kaffees, die total gesüßt bzw sogar für uns versüßt sind.
    Die Tassengröße passt perfekt zu klein Marlo und selbst Evi probiert sich beim Kaffee durch. Und tatsächlich, wer hätte es auch gedacht, erwerben wir das eine oder andere Getränk zum Mitnehmen. Marlo wurde dann fix noch vor dem Koi-teich gewickelt und zack- waren auch schon wieder 2 Stunden rum, bis wir endlich weiter fuhren.

    ..und schließlich nach völligen stop and go durch Ubuds Zentrum bei der nächsten Unterkunft ankamen.
    Tatsächlich lief der Start hier nicht ganz so reibungslos, denn die Mitarbeiter der Anlage hier hatten nicht mit und gerechnet. Nach kurzem Nachrichtenaustausch mit den Vermieter Ocky wurden das Zimmer binnen 30 min für uns fertig gemacht und wir erhielten ein kostenfreies Getränk unterdessen.

    Marlo war erstmal müde, als wir ankamen, sodass wir den Kinderwagen aufklappten und Benny ihn hier auf den Wege der Anlage kurz durch die Gegend fuhr zum einschlafen. Ich bezog unterdessen mit Evi unsere Unterkunft, und meine große Kleine bekam erstmal einen Nervenzusammenbruch, weil ihr so vieles an dieser Bruchbude nicht gefiel und wir auch noch 10 Tage hier bleiben würden. Somit verbrachte ich meine Zeit damit, seelischen Beistand zu leisten, während Benny auf Marlo aufpasste, welche letztlich ganze 2h Mittagsschlaf machte 😅 Huch, da schien jemand dringend schlaf nachzuholen - dachten wir uns.

    Gegen 18 uhr wollten wir dann mal losziehen, um was zum Abend zu mampfen. Wir packten alles zusammen, als würden wir nun sonst wieweit wohin gehen und letztlich wechselten wir nur die Straßenseite ins Warung gegenüber 😄 ein paar übliche überschaubare Speisen werden hier angeboten und wir setzen uns direkt. Unsere Bestellung wurde frisch zubereitet und schnell waren die Teller bestückt mit verschiedenen Reis- und Nudelkram, der auch noch genauso frisch und lecker schmeckte. Ich beeilte mich, da Marlo doch recht schnell wieder müde und quenglig war, weshalb ich auch zeitnah wieder mit ihm rüber ging. Schnell machte ich ihn bettfertig. Benny und Evi kamen dann auch recht fix nach. Und da ich irgendwie so einen Verdacht hatte, meinte ich zu Benny "ich will dich jetzt nicht beunruhigen, aber könntest du mal bitte Marlos Fieberthermometer raussuchen?" Und beunruhigt suchte Benny es schließlich raus, ich messte: 39,1 Grad Fieber.. prima, so wollte ich nicht gerade in Ubud ankommen.
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  • Heiß, heiß Baby - 39,3 Grad

    1. Juli in Indonesien ⋅ 🌙 25 °C

    Eine zweite Fiebermessung nach 3 Stunden Schlaf, also abends 22 Uhr, ergab dann 39,3 Grad. Evi hat ihre Zeit, seit dem Marlo seit 19 uhr schläft, draußen auf der Terrasse verbracht und telefonierte da u.a. mit Papa. Irgendwann kam sie leise quietschend reingerannt, weil wohl irgendwas insektiges ansprang und wegflog. Wir klären sie auf, das es Marlo gerade nicht gut geht und er fiebert- sie hat direkt Mitleid.
    Die folgende Nacht war wahnsinnig unruhig. Viel tragen, viel jammern und weinen von Marlo und zusätzlich wurde alles mögliche recherchiert - u.a. wo in der nähe ein Arzt bzw. Krankenhaus ist, wo wir notfalls mit Marlo einreiten könnten. Hier kann man mit allen Doktoren bzw. Anlaufstellen direkt chatten und erfahren dabei, dass die sogar 24/7 zu uns kommen würden. Hier in Ubud sind wir wirklich bestens dazu angebunden. Ich telefoniere dann noch mit unserer Hebamme Manja, und mir tut es gut mich damit erstmal wieder runterholen zu lassen. Wir sind mit Fiebermittel gewappnet.. lassen aber erstmal fiebern und schauen was kommt. Und so kommen wir hier im nachfolgenden Tag so richtig in der Unterkunft an. Während wir mit Marlo einfach nur abhängen und ausharren, kümmert sich Evi wirklich stundenlang um sich: von ausgiebigster, einstündiger Duscheinheit bis zu zweistündiger Beautysession und dann noch malen, Youtube und Co- ein hoch darauf, dass das Internet hier so gut geht! Und dann kocht sie sich auch noch Nudeln selbst mit cremiger, pürierter Chips-Käse-Soße 😄🤌 ja.. dieses einfach mal in der Unterkunft abhängen macht ihr wirklich gar nichts aus, es tut ihr sogar gut und sie blüt voll auf 🫠🥰 am Nachmittag machen sich Benny und Evi eine runde zu Fuß los, um unsere Gegend hier zu erkunden.

    Ansonsten heißt es Marlo tragen, tragen, tragen - immer wieder schläft er ausschließlich auf uns, wir schlendern mit ihm durch unser weitläufiges Gartengelände mit Dschungelblick, kuscheln kuscheln kuscheln.. weil Marlo besonders an mir klebt, leistet Benny Evi abends noch Gesellschaft auf der Terrasse, bis wir gegen 21 Uhr schließlich alle schon im Bett liegen. Das Fieber ging abends auf 38 Grad runter - wie untypisch, aber schön und wir hoffen das Beste.
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  • Im Urlaub vom Urlaub erzählen lassen..

    2. Juli in Indonesien ⋅ ⛅ 20 °C

    Wir starten in den nächsten Tag mit erhöhter Temperatur. Die Nacht war schon viiiiiel besser mit Marlo und ich frage mich schon, was das für eine Eintagsfliege an Fieber war und ganz eindeutig drücken auch vorne unten die Zähne bei ihm. Helfen kann man da leider nicht, nur ausharren und beistehen. Und ja, er hängt noch ziemlich durch, braucht ruhe und nähe. Und deshalb entscheide ich mich, auf alle Fälle nochmal mit ihm zuhause zu bleiben und gönne es aber auch Evi und auch Benny, dass sie gerne losziehen können zum Erkunden unserer noch immer neuen Umgebung hier in Ubud.

    Und so machen die beiden sich gegen Mittag los, mieten sich einen Roller, fahren die ersten vielen Meter mit Roller hier in Ubud und sie klappern zusammen nahegelegene Reisfelder ab und bewandern einen idyllischen Wasserfall.

    Marlo war im Laufe des Tages schon viel fitter. So fit, dass ich mich kurzerhand entschied mit ihm gegen 16 Uhr in der Trage einfach mal loszuschlendern runter in die Stadt entlang, damit ich hier nach 2 Tagen Ubud-Aufenthalt auch mal irgendwas anderes sehe als unsere Unterkunft.

    Und nach etwa einer Stunde ist Benny mit Evi zurück, setzt sie in der Unterkunft ab und er holt mich mit Marlo aus der Stadt ab. Damit war das nun der erste kurze Ritt mit Marlo auf dem Roller 😅😇🤌🥰

    Abends geht es wieder in den Gegenüberliegenden Warung zum Essen. Mein Reiseherz zerflehte, als ich mir von Evi und Benny hier in Bali Urlaubsbilder anschauen und Erlebnissberichte anhören durfte, aus der gerade mal 20min mit dem Roller entfernten Umgebung, während ich "daheim" Marlo pflegte.. aber gut, so ist es. Mit Marlo geht es stetig bergauf und ich werde allmählich unruhig, hier auch mal was sehen und erleben zu wollen.

    Und weil ich das als Mami, so toll gemacht habe, habe ich mir für morgen was tolles gebucht. 🥳
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  • Klangreise für Mama, der nächste kränkelt

    3. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 24 °C

    Das Fieber ist weg. Marlo hat super durchgeschlafen und ist wieder wohlauf. Ein Glück war das fiebertechnisch bei ihm nur eine Eintagsfliege. Allerdings ist er noch sehr anhänglich, denn die Zähne drücken..

    Der Roller ist noch bis 12 uhr gemietet. Und das nutzen wir natürlich, um statt 2km in die Stadt 2km weiter stadtauswärts zu fahren. Ich habe mir gestern nämlich eine Soundhealing-Einheit gebucht in den Pyramiden von Chi - das ist wohl sehr angesagt berühmt hier. Evi wollte lieber allein daheim bleiben. Benny fährt somit mit Marlo und mir die paar Minuten aufwärts.

    Ja.. und kurz gesagt: Mama gönnt sich nun 90min eine Klangreise.
    Man war ich danach erstmal platt 🥰😇

    Allerdings hielt die Entspannung nicht allzulange an. Benny ging es nicht so rosig. Nachdem wir zuhause waren, hat er nur noch fix den Roller abgegeben und dann wollte er nur noch ins Bett, ausruhen und schlafen.

    Ich war daraufhin zu Fuß mit Evi mal kurz in er Stadt. Wir haben nun erstmals einen Beutel Wäsche in die Wäscherei gebracht, Evi unsere Raupe nimmersatt hat wieder was gefuttert, wir haben Kleinigkeiten an Lebensmitteln gekauft und dann rief Benny schon an, dass Marlo nach kurzem Mittagsschlaf weinend aufgewacht ist und er ihn nicht beruhigt bekommt. Somit dämmelte ich nach diesen kurzen, schweißtreibenden Ausflug wieder hoch zur Unterkunft - waren ja nur 1,5km grob..

    Nachdem Marlo gestillt und die Gemüter etwas beruhigt waren, gönnten wir uns noch etwas Badespaß im Pool der Unterkunft.

    Es sei am Rande mal erwähnt, dass unser Klo tagtäglich verstopft ist und ich jeden Tag teilweise mehrfach Kontakt zum Vermieter deshalb habe. Auch so überzeugt die Unterkunft nicht auf ganzer Linie, hier und da gibt's einiges zu beanstanden. Erst vorhin haben wir erstmals zu richtige Nachbarn bekommen. Zwei jüngere Engländerinnen, deren Tun und Gespräche wir 1:1 anhören konnten.

    ... am Ende des Tages haben wir auch für morgen wieder was schönes gebucht. Aber ich bin gespannt, ob wir das auch so wahrnehmen können, denn Benny kackt im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön ab - obwohl er meinte, morgen gehts ihm Gewiss schon besser. Er meint er hätte Sonnenstich vom Ausflug mit Evi gestern, weil er ganztags ohne Cappy unterwegs war. Und so hat er nun schon ne Weile Durchfall, er fröstelt, braucht Toast und Cola. Jetzt hat er sich mitten in der Nacht eine erste Ibu reingeworfen, rennt ständig zum Klo, schwitzt mittlerweile..
    Achja.. und Evi meinte auch sie fühlt sich krank und hat vor dem Schlafengehen eine Halsschmerztablette und Nasenspray genommen. Zuvor hatte ich noch ein ausgiebig langes mentales Aufbaugespräch mit ihr geführt, da am letzten Schultag einige Informationen preisgegeben wurden, die sie arg beschäftigen.

    Und ich selbst hab meine Tage bekommen, hab demnach genug mit Stimmungsschwankung zu tun und mir schwindelt es auch immer wieder im Laufe des Tages, weil ich eindeutig viel zu wenig trinke und esse, es fehlt an Elektrolyten in mir. Da werd ich mich mal dringend selbst disziplinieren müssen.

    Man ey, ich will doch einfach nur nen friedlichen Urlaub haben.. und nicht immer nur Krankenlazarrett spielen.. ein Glück haben wir hier in Ubud ganze 10 Tage geplant, sodass ich wenigstens die Hälfte der Zeit hier etwas erleben und sehen kann. Hier ist nämlich eigentlich genug los, wenn man nur dazu kommen würde, es auch zu machen 😄😄🤌
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  • Geplanter Koch- und ungeplanter Crashkurs

    4. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 24 °C

    Evi und ich haben uns für heute in einen balinesisch vegetarischen Kochkurs eingebucht und Evi ist maximalst interessiert, weil auch Tempe sehr lecker zubereitet wird.
    Insgesamt war das Essen letztlich irgendwie voll scharf und wir konnten nur wenig davon wirklich genießen.
    Das beste war am Ende das Kokosmilch Eis mit gebackenem Bohnen drin - es war ultra mega lecker und innovativ!
    Benny kümmerte sich derweil um Marlo unter ungeplant besten Bedingungen hier: gaaaaanz viel Ruhe, ein großes Grundstück mit viel Natur: Grün und Wasser, perfekte Rückzugsmöglichkeiten sogar zum Schlafen für beide UND eine 1 A Toilette für Benny und seine allzeit dringlichen Probleme.
    Ich hätte über Nacht wetten können, dass wir den Kochkurs sausen lassen müssen, weil Benny in der Nacht so oft und so dringlich das Klo bedienen musste - aber irgendwie ging es letztlich und das vor allem wegen der so optimalen Rahmenbedingungen zum Kurs. Gegen Mittag bekam Benny sogar etwas Hunger und probierte sich auch etwas durch.
    Natürlich ist Schärfe nicht so optimal für ihn 😅🙈 ..und auch nicht für mich fürs Stillen und Marlo.
    Der Anfang vom Kurs gestaltete sich so, dass wir alle Gemüse und Gewürze ausgiebig kennenlernen. Besonders interessant dabei sind verschiedene Blätter, die wir später verkochen werden als Warmspeise und auch Salat und mehrere Sorten jeweils von knoblauch und von Ingwer - noch nie zuvor gesehen oder geschmeckt. Vor allem der süße Knoblauch schmeckt gar nicht mehr nach Knoblauch 😄

    Im Gartengrundstück gibt's im kleinerem Wässerchen ein paar Koi's, die die größten sind, die ich bisher im Leben gesehen habe. Deutlich größer und stämmiger als unser Marlo sogar 😄 Die sprangen sogar mit dem halben Körper aus dem Wasser um fliegen zu fangen.

    Nach dem Kurs fährt Benny mit Evi heim, damit sich beide ausruhen können. Vor allem Benny braucht ne Schlafpause. Ich bleibe mit Marlo und der Babytrage unten in der Stadt und ich möchte gerne mit ihm in Ruhe quer durch Getümmel heimschlendern. Und genau das machten wir auch, ganz in Ruhe. Marlo war dann praktischer Weise eh mit schlafen dran und das tat er dann auch alsbald. Direkt an mir schläft er dann auch mittlerweile schnell ein und schläft dann gerne auch mal länger als die übliche halbe Stunde. Und so hatte ich diese Schlenderei quer durch die Stadt, mit Einkehr in jeden Laden der mir beliebte und gleichzeitig der Abkühlung diente einschließlich Marktschlenderei ganz für mich allein😇 Das tat mir voll gut, nachdem ich die letzten Tage vor allem auch Krankenhüterei betrieben habe.

    Beseelt von diesem schönem Tag bisher schlendere ich schließlich heim. Benny meinte noch zu mir ich solle mich einfach bei ihm melden, wenn er mich von irgendwo abholen solle. Und so tat ich es tatsächlich auch recht spät. Aber bei der Hitze am Nachmittag, dann noch mit Marlo direkt am Körper, ists nicht verkehrt ein paar Meter sparen zu können. Und so fuhr mir Benny die letzten 500m noch entgegen. Ich sah ihn schön auf mich zu rollen den Berg hinab, er wollte rechts reinbiegen, bremst, blickt, guckt, und schert zum abbiegen ein - und ich sah es schon: da kommt doch tatsächlich ein weiterer Rollerfahrer, der schneller rechts an ihm vorbei düsen wollte und klar- er kracht voll in Benny rein. Obergau an Tag 2 unserer Miete...

    Bin ich froh, das Benny nur weggeschoben wird und sich nicht verletzt. Der andere jungsche Fahrer hält sich das Knie, steht aber tapfer gerade. Und da ja alle scheinbar unversehrt sind, will der Typ eigentlich direkt weiter düsen. Nenee, stop stop - so nicht! 😅 Denn natürlich ist an unserem Roller nen Stück abgebrochen. Toll, und nun? Michele vermittelt, weil die ja besser englisch kann. Bringt erstmal nur nix, weil der Balinese kein englisch spricht. Benny fällt prompt auf, dass der Unfall sich direkt vor einem anderen Rollerverleih ergeben hatte und er schaltet sofort: wir fragen diesen Typen, was wir jetzt machen sollen. Polizei ruft man hier eh nicht. Und der Typ kann vermitteln. Er schätzt den Schaden auf etwa 200.000Rp - das sind 10€. Also alles überschaubar. Da wir am Unfall trotzdem nicht schuld sind, der Typ hatte sich auch direkt bei uns entschuldigt, nehmen wir direkt die Kontaktdaten auf und vermitteln mit unserem Mann vom eigenen Rollerverleih. Der Schock war groß, deshalb wollte ich die restlichen 500m dann doch lieber mit Marlo heim laufen anstatt mit Benny heimzudüsen. Und so schnell kippte meine Laune wieder vom positiven Überflug vom Kochkurs zu negativen Tiefgang erstmal. Eigentlich hatte mir für heute ein Höhepunkt gereicht.

    Zuhause packen wir unseren Wäschebeutel aus. Benny hat die Wäsche nämlich schon mittags mit Evi auf dem Rückweg vom Kochkurs eingesammelt. Alles 1A sauber, sorgfältig zusammengelegt und gebügelt und in Folie verpackt. 4 Kilo Wäsche für 5 Euro in 24h abholbereit. Gewaschen wird hier mit kaltem Wasser und scheinbar sehr gutem Waschmittel dafür.

    Den Rest des Tages verbringen wir zuhause am Pool. Zum Abendbrot gibt's noch Kleinigkeiten daheim, da wir vom Kurs noch recht statt sind.
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  • Sweet Orange Walk und Wassertempel

    5. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute kränkelt unsere Evi. Sie schnupft, räuspert und hüstelt, während Benny doll von Magen-Darm-Problemen geplagt wird. Buttertoast und Kohletabletten gibt's für ihn zum Frühstück. Wir tippen mittlerweile doch nicht mehr auf Sonnenstich, eher auf BaliBelly - das braucht bis zu 5 Tage, bis man sich davon erholt...
    Obwohl es zumindest mir gut geht, sind meine Nächte die wohl wachesten von allen. Der zahlende Marlo trinkt nachts viel und klebt viel an mir, Bennys Toilettengänge, Evis verschnupftes Atmen..
    Dann noch täglich unsere verstopfte Toilette dazu - mittlerweile sollen wir das Klopapier in einen Eimer schmeißen- auch sehr lecker, besonders mit Bennys Symptomen 😄 Wir haben auch Nachbarn bekommen- 2 jüngerr Engländerinnen. Und wie wir jetzt wissen ist nicht nur über uns jeder Tritt hörbar, sondern auch neben uns jeder Gespräch an der Küchentür verfolgbar 😅🙈 Achja.. diese Unterkunft hat schon besonderen Charm 😄

    Wir machen uns diesmal am frühen Vormittag auf, um einen kleinen Reisterassenwanderweg in unserer Nähe abzulaufen. Gemütlich schlendern wir den Sweet Orange weg ab und kehren schließlich im kleinen Café für eine kleine Rast ein.

    Alle - natürlich außer mir - sind nach dieser kleinen Unternehmung gegen Mittag schon knülle und wir machen uns erstmal wieder heim.
    Dort kochen Evi und ich uns ein paar Nudeln mit Tomatensauce aus echten Tomaten. Danach gibt es einen noch nie so dagewesenen ausgiebigen Mittagsschlaf von 1,5h für uns alle 😇
    Benny und ich nutzen die Zeit auch, um uns erneut dem Thema der Verlängerung unseres Visums zu widmen und wir kommen zu dem Entschluss, morgen das direkt abhaken zu wollen - wir planen dafür die Fahrt nach Denpasar gleich früh ab 6 Uhr, um bestmöglichst durch den Verkehr zu kommen und früh dort in der Immigration dranzukommen, um widerrum dieses notwendige Übel endlich abhaken zu können. Online gestaltet sich das alles gar nicht so einfach. Und das, obwohl ich schon eine ausführliche Mail von denen auf Nachfrage erhalten habe. Benny organisiert beim Scooterverleih dafür extra eine größere Maschine. Die Roller werden praktischer Weise direkt an unserer Unterkunft einfach getauscht.

    Den restlichen Tag gönnt Evi sich weiterhin Ruhe, während Benny mit uns nochmal in die Stadt runterrollt. Dort schauen wir uns endlich den Wassertempel von Ubud an, an dem ich mittlerweile schon öfters vorbeigelaufen bin. Egal wo wir sind - Benny erspäht als erstes stets den Ort der Toiletten, damit er weiß wo er hin muss im Fall der Fälle.

    Vor allem für Marlo gibts hier im Wassertempel viel zu sehen. Überall plätschert es oder Nebel tanzt übers Wasser. Kleine und große Fische, sogar kleine schlangen sind im Seewasser unter uns zu sehen. Typische Tempelmusik dudelt im Hintergrund. Wir tragen hübsche Gewänder und sehen uns hier in aller Ruhe in schönster Spätnachmittagssonne um. Danach schlendern wir sogar noch durch ein Marktgebäude, bevor es wieder heim geht. Benny und Marlo werden zuhause im Bett abgeparkt. Evi hingegen hat mittlerweile Hunger, weshalb ich mit ihr nochmal in unserer Nähe einen Nachtspaziergang mache, um ein Restaurant zu finden, in welchem ihr etwas zu essen zusagt, da unseres von gegenüber zum Sonntag leider zu hatte. Angefangen bei viel zu kleinen Frühlingsrollen vom edlen Türken in der Nähe, endeten wi schließlich beim Vietnamesen mit einen Tempesandwish und bekamen Evi damit satt und glücklich.

    Während wir morgen mit Marlo nsch Denpasar düsen werden, freut sich Evi auf Ihren Auszeittag morgen - ein Tag auskurrieren und Selfcare, genau ihr Ding.
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  • Leke Leke und Affenwald

    6. Juli in Indonesien ⋅ ⛅ 27 °C

    Heute klingt es eindeutig- Evi ist erkältet. Schon gestern war sie ja so schlapp, heute sind wir immernoch quasi mittendrin. Nach kurzem abwägen steht fest, dass sie heute einen Pausetag einlegen will zuhause hier in der Unterkunft. Auch wenn sie anfangs sehr hin und hergerissen ist, weil sie ja Dinge verpassen wird- andererseits weiß sie auch um den Wert, wenn es ihr nach einem Pausetag schneller besser gehen wird anstatt heute pfeifend auf dem letzten Loch mitzukommen. Noch dazu war sie sowieso darauf eingestellt heute allein zu sein. Schließlich wollten wir -Benny, Marlo und ich- doch eigentlich heute nach Denpasar fahren ins Kantor Immigrasi, um nun endlich unser Visum zu verlängern. Allerdings überkamen mich gestern noch vor dem Einschlafen die Internetrecherchen dazu - und zum Glück entschied ich, dass wir nicht fahren werden. Denn a) zu früh im Datum dran, eine Verlängerung ginge wohl erst ab Mittwoch und damit 14 Tage vor Ablauf des aktuellen Visums und b) wir müssen ALLE hin, auch Evi! So ein glücklicher "Zufall", dass ich selbst noch dazu recherchiert habe - wenn auch tatsächlich sehr spät- und feststellen musste, dass das Wort des Beamten vom Flughafen nicht richtig war - so u.a. dass Evi mit unter 14 Jahren nicht mit müsse. Jaaa.. diese Entscheidung war eine überraschende Wendung der Tagesplanung mitten in der Nacht.

    Nun hatten wir für die Fahrt nach Denpasar extra sogar einen größeren, bequemeren Roller organisieren lassen. Den wollen wir nun natürlich auch entsprechend nutzen und wir planen uns ein etwas entfernteres Ziel mit knapp 2h Fahrtzeit insgesamt. Evi lassen wir Geld zuhause für ein Mittag im Restaurant gegenüber.

    Benny und ich packen unsere Tasche für den Tagesausflug. Mutig, übermütig.. werden wir heute zu 3. Auf unserem gemieten Roller losdüsen, quer durch diesen verrückten Verkehr, mit 3 möglichen Stops. Benny ist noch immer nicht fit. Ich hab das Gefühl er akzeptiert sein kränkelndes Schicksal hier im Urlaub und er wurschelt sich einfach täglich durch. Nachts steht er noch immer mehrfach auf, um der Toilette seinen Hintern zu zeigen. Nachts bin ich auch oft wach, wegen Benny, wegen Marlo, der nachts viel trinkt -nachholt vom letzten Tag und auftankt für den nächsten Tag,.. wach wegen der Klima, wegen geckenden Geckos..
    Tagsüber ist für Benny Wasser mit Kohletablette angesagt und Buttertost mit Banane belegt ist das was er sich traut zu essen, wenn überhaupt, und vor allem in der Hoffnung, dass es stopft. Kränkeln tut er auch noch dazu, zumindest morgens, woher auch immer das jetzt noch kommt. Denn mit der Klima sind wir eh seeehr vorsichtig. Trotzdem plagt ihn immer einmal mehr die Reiselust, anstatt groß rasten zu wollen und so starten wir auch heute voll durch.

    Meine Anspannung liegt bei 360, als wir tatsächlich zu 3. Mit Marlo in der Mitte losdüsen.. es sind ja "nur" 38mim laut google maps bis zum Affenwald. Und ich schwöre - noch nie sind für mich Minuten und Kilometer so langsam vergangen wie in diesem ersten Ritt. Meine Angst in diesem Verkehr, nur auf einem Roller sitzend, mit Benny, der diesen balinesischen Verkehr auch weiterhin studiert .. und ich dachte mir "dass alles nur um nen paar Affen zu sehen?!" ..und hab mich selbst angeflucht. Die Routenführung war auch interessant, wenn auch sicherlich typisch balinesisch. Nicht umsonst gibt es hier bei maps extra eine Anzeige für "solange brauchst du mit Auto" und "so viel schneller bist du mit dem Roller" 😄🤌
    Und.. Gott war ich (kurz) froh, endlich vom großen Verkehr der Hauptstraße wegzusein, weil wir in rollergeeignete Nebenstraßen eingebogen sind. Im Nachgang ließ meine Anspannung hier auch nicht deutlich nach - so querfeld ein überaus Reisfelder und einen 50cm breiten weg, teils steilkurvig steil bergauf und links und rechts von uns gibt's tiiiiiefe Wasserrinnnen für die Bewässerung.
    Über jede Minute die uns weniger angezeigt wurde - auch wenn sie definitiv langsamer verging als echte Minuten, war ich heilfroh. Um mich selbst du regulieren kraule ich während der Fahrt immer wieder Bennys Rücken- mal stärker und mal schwächer, je nachdem wie spannend die verkehrs-und straßensituation gerade ist 😄
    Man ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, als wir endlich einbiegen und abparken am Affenwald.
    Benny hatte uns etwas früh abgelassen und fuhr noch knappe 500m bis zum Parkplatz für die Roller weiter. Ich lief mit Marlo hinterher, der pünktlich nach Abstieg und etwa 45min Fahrt wieder wach wurde. Rollerfahren macht müde. Und wir takten das genau so, dass er in 2h wieder seine etwa 30min Schläfchenzeit haben wird :) Auf dem Weg zu Benny laufe ich auch an mehreren Straßenhunden vorbei. Die gibt es hier so en masse, das ich nahezu keine Angst vor denen habe- da ist jeder Verkehr hier 1000x schlimmer.
    Nachdem bezahlen von 1€ p.P. für den Eintritt stille ich Marlo erstmal. Viel nimmt er mir tagsüber nicht ab, aber Milch anbieten hat trotzdem Priorität.

    Und jetzt? Sitzen wir hier im Affenwald und meine Anspannung findet einen neuen Grund wieder hoch zu gehen - Affen. Wir sind schon extra in einen Park gefahren, in welchem die Affen durch den Tourismus noch nicht so aggressiv unterwegs sind wie die im Affenwald direkt in Ubud, wo wir ursprünglich unbedingt hin wollten. Aber all die negativen Rezessionen über die nunmal dennoch wilden Affen sind grad ganz laut in meinem Kopf, sodass ich 10m Mindestabstand mit meinem Babylein im Arm halte, obwohl wir von den Mitarbeitern immer wieder gefragt werden, ob uns ein Äffchen auf die Schulter springen soll, die seien ja so lieb, die ganz kleinen tun erstrecht nichts... man hat am Eingang extra eine Futtertüte bekommen mit Nüssen und Bananenstücken. Aber mit mir Muttertier führt da heute definitiv kein Weg rein. Hier und da sieht man durch den eigentlich schönen Wald mit echt hohen Bäumen ein paar Eichhörnchen, und ich versuche es mir schöner zu Reden und nenne es Eichhörnchenwald und Affen gibt's auch 😅 Unterm Strich war ich froh, als wir den Affenwald verlassen und ein neues Ziel ansteuern, auch wenn das wieder heißt: Rollerfahren in diesem Verkehr. Naja.. und dann erklärt es sich einfach, warum Reisen so anstrengend sein kann - wenn die ganzen Eindrücke in einem irgendwie auch Angst und Respekt einflößen. Auch die nächste Etappe meistert Benny mit Bravour. Wir münden ein in dschungelartige Natur und parken bei einem Restaurant ab, welches gleichzeitig der Start der Wanderung zum Wasserfall darstellt. Da es mittlerweile nachmittags ist, hungert es Benny und mich und ja, selbst Benny bestellt sich hier was direkt schön deftiges: Burger 🍔 Abwechselnd essen wir später, während der jeweils andere mit Marlo etwas weiter unten im grünen Gras wartet und wir den kleinen Burschen so gemütlich mal strampeln lassen.
    Gestärkt für die 400 Stufen zum Abstieg gehts auch schon los. Ein wirklich schöner Weg zum Wasserfall - Marlo ist in der Trage mit Blick nach vorn gerichtet.

    Unten angekommen genießen wir direkt die kühlere Luft vom Wasser und den Sprühnebel, der in der Luft liegt. Da das für mich der erste Wasserfall hier auf Bali ist, finde ich ihn wirklich besonders schön: mit blauem Wasser, Sonne, eingehüllt in Dschungeloptik. Kurzerhand entscheide ich mich einfach in Unterwäsche hier direkt unterm Strahl des Wasserfalls zu baden. Der Adrenalinpegel ist dabei wiedermal total hoch, weil der Gedanke irgendwie da ist, dass ich nicht weiß welches Getier über oder unter mir rumpirscht.

    Zurück oben angekommen war die Abkühlung vollends vergessen und durch neuen Schwitzen ersetzt worden. Benny pfeift nun auch auf dem letzten Loch, freut sich über eine richtige Toilette und ihn lüstet es nach einer frischen Kokosnuss- ein paar Elektrolyte tanken.
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    Zuhause angekommen tauschen wir uns noch mit Evi aus, mit der wir auch tagsüber immer mal gechattet und sogar videotelefoniert hatten. Sie macht einen total glücklich zufriedenen Eindruck und sie hat ihren Tag zuhause vollends mit Selfcare gefüllt und war damit sehr happy. Gemeinsam gingen wir alle noch zusammen in den Pool und machten noch Abendbrot.
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  • Pooltag mit noch mehr Pool

    7. Juli in Indonesien ⋅ ☁️ 21 °C

    Früh habe ich umgesetzt, was gestern schon klar war - wir brauchen Nachschub an Frischem Kram zu Futtern, weshalb ich mich heute zum ersten Mal todesübermütig früh 7Uhr selbst auf den Roller geschwungen habe, um einen Einkauf zu erledigen. Benny gab mir fix noch eine 1minütige Rollereinweisung, die ich - wie sich später herausstellte- genauso schnell wieder vergessen hatte.
    Eigentlich wollte ich die ganze Straße bis runter rollen, in dem Wissen, dass im Untergeschoss der großen Markthalle wie jeden Morgen von 5 bis 8 Uhr Markt ist. Allerdings brauchte ich gar nicht so weit fahren. Denn direkt neben dem "Indofresmarked" indem wir bisher immer Kleinigkeiten besorgten, war reges treiben vieler Mopeds und noch mehr Einkäufer. Das sah sehr verdächtig nach ebenso einem Markt aus, weshalb ich kurzerhand einfach hier und schielt. Und wie es der Zufall so wollte, war genau hier ein üppiger Markt mit allerlei was man kaufen mag als Balinese - von Fisch bis Fleisch bis Blumen, Gewürze, Gemüse, Obst und mehr. Michele war in ihrer Welt angekommen. Staunen und kaufen was man braucht und möchte, selbst Eier hab ich hier frisch in einer Tüte abgepackt erhalten. Man war ich happy. Jetzt noch noch den Berg wieder hochfahren. Und es scheiterte schon daran, die Karre überhaupt anzubekommen😄🤌 Ein Glück sahen mich zwei nette Balinesenmänner. Sie erkannten meine Not und halfen mich wieder in Schwung zu bringen und so kam ich schließlich auch wieder heil in der Unterkunft an.

    Und genauso schlenderich wie die Fahrt war auch unser restlicher Tag. Den verbrachten, zwischen Mahlzeiten und möglichen Pläne schmieden für heute, wir immer wieder mal Pool. Dank meines ausgiebigen Einkaufen gab es für uns heute sogar mal Bratkartoffeln. Evi uns ich blühten beim Zubereiten und Anrichten dank der riesigen Auswahl an Lebensmitteln wiedermal richtig auf. Und endlich fängt Benny auch allmählich wieder an, Essen zu futtern. Da kam sowas mildes wie Kartoffel da gerade gelegen.

    So ganz eigentlich wollten wir heute - so Evi es sich wünschte - zu einem Restaurant fahren, welche gleichzeitig große Pools mit Ausblick anbieten. Davon gibt es ein Paar hier in der Gegend, man müsse nur 25€ Eintritt bezahlen p.P. Das war gar nicht sooo das Problem, vielmehr ist es die Frage, wie wir dann zu 4. mit nur einem Roller hinkommen. Wir wägen vieles ab und hin und her, haben für später eine Idee ins Auge gefasst.
    .. bis Benny sicher nur mal kurz am Pool mit einem amerikanischen Mitgast unserer Anlage austauscht. Dieser kennt sich schon bestens hier in Ubud aus und meinte, das wir finden was wir suchen, wenn wir süße 500m unsere Straße runterschlendern und nur kurz links einbiegen. Ja da soll es ein Restaurant mit lecker essen und Poollounges geben, ganz umsonst sogar. Laut google soll das sogar auch stimmen, mit richtig guten Rezensionen sogar. Hier sind wir schon mehrfach vorbei gefahren und mehrfach vorbei gelaufen - wahrgenommen haben wir das allerdings noch nicht.
    Naja.. und so sind wir schnurstraks mit viel Vorfreude und Erwartung einfach zu Fuß unsere Straße runtergelaufen, biegen beim TUJU-Schild links rein und .. sind maximalst positiv überrascht, wenn nicht sogar eher überwältigt, was hier im Hinterstübchen für ein Prachtresort lungert - genau das was wir für heute uns eigentlich irgendwie vorgenommen hatten: ein Restaurant mit Poollounges und DJ-Mucke mit Aussicht- das ist doch der Hammer!

    Evi wollte dem Frieden anfangs nicht so recht glauben und so blieb sie vorerst oben in der Unterkunft. Direkt wurde sie per Videotelefonie überzeugt, uns doch direkt zu folgen.

    Jaaa.... und da der Himmel mit einigen Wolkenfronten bestückt war und es immer wieder leicht tröpfelte, war die Anlage hier bis auf eine weitere Familie bisher total leer, als wir hier gegen 16:30 Uhr eintrudelten. Und trotzdem haben die wohl bis 22 Uhr geöffnet!
    Jaaa.. und so ließen wir es uns hier den restlichen Abend richtig richtig gut gehen. Mit bestem Essen, Pool mit teils sachten Regentropfen, Dschungelblick, Chillllounges auf allen Ebenen nur für uns, mit chilliger Musik und nem Billiardtisch, welcher Später noch von Benny und Evi ausgiebig genutzt wurde, als ich mit Marlo gegen halb 8 doch schon müdigkeitsbedingt heimschlenderte.

    P.S.: Marlos 1. Zahn ist durchgebrochen 🫠
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  • Ausflug zu den Wasserfällen mit Kade per Gojek

    8. Juli in Indonesien ⋅ ⛅ 27 °C

    Unser Morgen begann bürokratisch. Viel zu viel und zu lange für meinen Geschmack. Denn heute ist nun wirklich der Tag, an dem unser Visum noch 14 restliche Tage gültig ist und wir ab heute endlich verlängern können. Online am besten. Eine lange Mail dazu habe ich ja erhalten- sehr ausführlich, funktioniert so leider nur nicht, warum auch immer. Am Ende klicken wir uns irgendwie durch bis es passend erscheint, ich flippe bei der Datumangabe halb aus, weil man 17x auf die selbe, winzige Fläche auf dem Handybildschirm tippen muss, bis es endlich einloggt - und das ganze ja nur für 4 Pässe zur Verlängerung. Jedenfalls ging unser lieber guter Morgen dafür drauf, bestimmt 2h, damit wir 3 von 4 Pässen erfolgreich verlängert haben. Marlo seinen Pass finden wir online leider nicht, dass muss dann vor Ort geklärt werden. Pro Verlängerung 25€.

    Nachdem dieser Krieg so fast gewonnen war, gab es erstmal Frühstück für alle. Wie gestern stehen Evi und ich dafür in der Miniküche und wir zelebrieren das ausgiebige Zubereiten des Frühstücks. Für mich gibt's wie jeden Morgen eine große Bowl mit allerlei exotischen Früchten - ich liebs. Und Benny bekommt heute zum 2. Tag infolge ein Toast mit Rührei - sein Hunger ist wieder zurück 🥳 Täglich bekomme ich ein Update von seiner Stuhlgangfarbe, was sein Genesungsprozess etwas darstellen soll. Allmählich sind wir sämtliche Naturfarbtöne durch und ich denke er ist weiterhin auf bestem Wege maximaler Genesung- zumindest was seinen Magen-Darm-Trakt betrifft. Denn jeden Morgen hört man, dass auch er im Hals etwas krächzst, von was auch immer es kommt. Die Klima ist niedrigenst auf 24 Grad eingestellt, manchmal lüftet sie nur durch, oder es ist doch der Fahrtwind vom Moppedfahren. Was auch immer- so voll auf dem Dampfer ist er jedenfalls noch nicht.

    Der Tagesplan für heute steht fest. Hier kann man sooooo viele Wasserfälle bestaunen. Man suche sich lediglich welche davon aus und ziehe los zur Besichtigung. Nur stellt sich bei uns die Frage vor allem nach dem 'Wie'. Denn wir sind 4 Personen, bräuchten tendenziell deshalb für jeden Ausflug ein Auto, wir haben aber einen Roller geliehen - weil cooler und praktischer für kurze Wege, die man dann einfach doppelt fährt. Also werden wir uns unter kriegen auf dem bereits gemieteten Mopped und wir werden uns über die Gojek-App noch einen Roller samt Fahrerdienst mieten. Wir sind anfangs nur sehr unschlüssig, wer am Ende dort mitfährt- Evi oder ich mit Marlo. Egal wie - beides lässt meine Anspannung maximal ansteigen.

    Die Sachen sind gepackt, der Fahrer gebucht, die Entscheidung steht - ich fahre mit Marlo per Gojek. In 3min ist der Fahrer da, den wir vor 5min geordert haben. In Eile bekommt Marlo fix noch ne neue Windel drum und wir in der Trage aufgeschnallt. Mit hohem Puls gehts vor ans Tor. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wartet er schon auf uns. Er wechselt zu uns. Auf die Frage hin, ob er überhaupt mit einschließlich Baby mitnimmt, bekommen wir ein überaus freundliches und selbstverständliches "Na klar!". Und so sitze ich schon hinten drauf, auf dem Roller unseres balinesischen, fremden Fahrers und zack gehts auch schon los. Knappe 36min Fahrt liegen vor uns, perfekt für Marlos 2. Schläfchen am heutigen Tage. Kade - unser Fahrer, fährt sehr rücksichtsvoll, langsamer und mit Vorsicht. Dennoch ists sehr spektakulär interessant, mit einem Balinesischem Fahrer auf dem Roller rumzudüsen, jemand- der diese Verkehrs"regeln" kennt und lebt: hupen, links vorbei, rechts vorbei, vorbei an sich stauenden Autos, bremsen bei Huhn oder Hund auf der Straße, rein in die Einbahnstraße, quer durchs Reisfeld.. usw. Alle paar Minuten sinkt meine Anspannung etwas mehr und sie verwandelt sich von ziemlicher Angst in Vertrauen in diesen Landsmann. Der macht diesen Job schon seit 5 Jahren und hatte- zumindest mit Kunden- noch nie einen Unfall.

    Wir wollen uns heute 2 Wasserfälle anschauen. Wir haben bereits beim 1. abgeparkt und wir warten auf Evi und Benny, die sich per Google maps ebenfalls herlotsen lassen. Wir warten derweil hier am Kiosk im Schatten und Marlo kann auf dem Tisch vor mir erstmal alle viere von sich strecken. Und natürlich, wie sollte es auch anders kommen, suchte Benny uns erstmal am anderen Wasserfall 😄 15min nach uns waren schließlich auch Benny und Evi am Tibumana Wasserfall.
    Alle zusammen gingen wir das Stück Dschungelbuchwäldchen hinunter zum Wasserfall. Dabei entdeckten wir Spinnen, Echsen, große Käfer und tolle Pflanzen und Blumen. Der Weg war recht kurz aber schön angelegt. Der Wasserfall selbst lud uns sehr zum Verweilen ein und das machten wir dann auch für die nächste gute Stunde.

    Zurück oben am Kiosk gab es erstmal eine kleine Stärkung - ein paar kleine Ananaspancakes für Benny und Evi bekam einen Orangensmoothie mit gebackenem Tempe.

    Frisch gestärkt ging es nur 5min mit dem Roller zum nächsten Wasserfall. Das kurze Stück hat für Marlos nächstes Nickerchen gereicht. Er schlief noch bis wir unten am Wasserfall mit Badelagune ankamen. Benny und Evi kletterten derweil schon ins kühle Nass. Selbst Evi taucht hier direkt ab.
    Später schlüpfen auch Marlo und ich in die Badeklamotten - hier gibt es sogar eine kleine Umkleide und Toilette und Dusche, mitten im Hang.

    Auch hier verbringen wir wieder gute Fast 2h, bis wir schließlich die Heimfahrt antreten. Wir bezahlen Kade für diesen Tag, insgesamt waren es 250 Rupien und damit knapp 12,50€ für den heutigen Trip zzgl zweier Eintrittsgelder zu je 3€ für alle.

    Zuhause sind wir uns schnell einig, dass wir gegenüber alsbald Abendbrot essen werden. Später planten wir nun final den morgigen Ritt nach Denpasar zum "Kantor Imigrasi" - um dort endlich unser Visa hoffentlich erfolgreich verlängern zu können. Benny entscheidet, dass er nicht nochmal Roller fahren will. Also werden wir morgen über die selbe App einen Fahrer samt Auto buchen und uns ab 7 Uhr früh in die Hauptstadt begeben...
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  • Beflügelt nach der Hauptstadt - Visum check !

    9. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute ist nun endlich der Tag der Tage - diese dämliche und doch so notwendige Verlängerung unserer Visa steht an. Um 7 Uhr war der Plan hier loszukommen. Benny hat sich entschieden, die Tour nicht mit dem Roller zu fahren - der Verkehr ist einfach auch anstrengend und Denpasar immerhin die Hauptstadt von Bali. Deshalb buchen wir über die Gojek App ein Auto mit Fahrer und lassen uns hinbringen inkl. Kinderwagen. Unseren bisher gemieteten Rollen lassen wir heute gleich früh abholen. Wegen des Unfalls wollte er doch tatsächlich das Geld von uns haben, was ich erfolgreich abgestritten habe, da wir einfach nicht der Unfallverursacher war und die einfach nur den Typen hätten mal längst kontaktieren können. Da sie das nicht gemacht haben, haben sie vermutlich auch ganz schnell klein beigegeben. Ich bin am Ende froh, dass dieser Unfall so sachte war und wir keine großen Scherereien damit weiter haben.

    Früh, mit weniger Verkehr, brauchen wir tatsächlich nur eine Stunde mit dem Auto bis zum Kantor Imigrasi. Die Warteschlange ist lang, hier ist gut was los. Wir ziehen die Nummer C083 - aktuell wird die paarn20 bearbeitet laut Anzeige. Wir stellen uns also auf eine längere Wartezeit ein. Die überbrücken wir allerdings mit ein paar Postkarten und damit, Marlo für den nächsten Schlaf im Wagen hin und her zu schieben. Hier gibt's sogar einen Wickel- und Stillraum. Nach einer Stunde Wartezeit sind wir dran. Bennys, Evis und meine Verlängerung ging total problemlos und fix, weil wir für unsere Pässe alles schon online ausfüllen und sogar bezahlen konnten - nur Marlo seinen Pass haben wir dort nicht gefunden, weshalb wir hier im Amt auf Hilfe angewiesen waren. Und natürlich hat genau dieses Thema letztlich eine ganze Stunde gekostet, bis es geklärt war. Nachdem mehrere Amtsmitarbeiter schon am werkeln waren, fanden sie endlich des Rätsels Lösung- es fehlte ein Leerzeichen in der Passbezeichnung. Danach hatten wir endlich die Verlängerung für uns alle in der Tasche- ein Bestätigung kommt wohl bis Dienstag per Email. Yippi. Auf alle Fälle sind hier etliche Touris, die extra für die Verlängerung hier her kommen (müssen), neben uns war sogar ein Deutscher, der für 31 Tage hier ist und für diesen einen Tag Verlängerung extra hier her gekommen ist 😅

    Vollends erleichtert verlassen wir das Kantor Imigrasi. Nun gehts erstmal in den großen schönen Park direkt nebenan und Evi und ich kümmern uns im Supermarkt gegenüber für einen ausgiebigen Frühstücks- und Picknickeinkauf. So chillen wir uns ganz gemütlich dahin und dösen bis etwa 13 uhr hier rum. Zwischendurch gehe ich uns in der nähe am Bankschalter noch mit einiges an Bargeld ausstatten. Wir buchen uns den nächsten Fahrer für einen kleinen Zwischenstopp auf dem Rückweg. Und so halten wir nach 45min Fahrt bei einem Schmetterlingspark.

    Highlight dort: ein Falter, der größer ist als Bennys Hand, welcher nur 5 Tage alt wird, da er keine Organe zum Überleben besitzt sondern nur welche für die Fortpflanzung.

    Zuhause werden wiedermal alle Sachen gepackt, denn das war heute der letzte Tag in Ubud - morgen gehts weiter ab an den Strand nach Amed für 3 Nächte. Wir sind in freudiger Erwartung auf ein kleines Schnorchelparadies - ob dem auch wirklich so ist? Evi und ich gehen gegenüber ein letztes Mal was essen zu Zweit - lecker war es hier immer und wir verabschieden uns von den netten Damen.
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  • Amed, wir sind an Balis Nord-Ostküste

    10. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Koffer sind gepackt, alle Rester sind verkocht - denn in der nächsten Unterkunft steht uns keine Küche zur Verfügung. Pünktlich 8:45 Uhr meldet sich unser Fahrer Kadek, dass er in der Hofeinfahrt auf uns wartet. Wir starten extra so früh, sodass Marlo seinen ersten Schlaf und vllt auch einen zweiten während der Fahrt machen kann. Bis nach Amed sind es mindestens 3 Stunden Autofahrt, die wir letztlich, samt kurzen Zwischenstop im Supermarkt, für nur 82km Strecke auch brauchen. An der Küste entlang, vorbei an Reisfeldern, viele grüne bewaldete Berge, dem Vulkan im Visier, durch größere Städte und kleinere Dörfer. Der Verkehr dünnt sich spürbar aus. Schließlich sind wir an einem Küstenabschnitt, einer kleinen Bucht - "Jemulek", in welcher viele Schnorchler zu sehen sind. Und tatsächlich biegen wir genau hier ein - hier soll unsere nächste Unterkunft "Blue Star Hotel &Cafe" sein. Wir sind froh angekommen zu sein. Marlo wacht zur Ankunft pünktlich nach dem zweiten 30min-Schläfchen auf. Benny klärt als erstes unseren Check-In, während ich mit Marlo noch kurz im Auto warte und die Männer schon beginnen das Auto auszuräumen. Evi kommt mir freudestrahlend entgegen und meint, dass es genauso aussieht wie auf den Bildern.

    Nach kurzer Diskussion, wer oben und wer unten in der Unterkunft schläft, wurde wieder grob ausgepackt bzw die Koffer verräumt und alles etwas wohnlich bezogen. Die Strandtasche ist gepackt und zack - pünktlich 14 Uhr liegen wir auf den für uns im Schatten reservierten Sonnenliegen. Gerade mal vielleicht 50m laufen wir von der Wohnung, mit Terrasse und Meerblick, kurz durch den Garten der Anlage, tippen fix durchs kleine Restaurant/Cafe und da sind wir schon direkt am oder auch im Wasser.
    Die Bucht ist nicht menschenüberlaufen, alles strahlt Ruhe und Entspannung aus und man findet eine Gleiche Anzahl von Menschen schnorchelnd im Wasser wie Menschen hier am Strand rumdösend oder essend. Man bekommt jedenfalls direkt Lust selbst mal zu schauen, was es alles da unter Wasser zu Staunen gibt. So legen wir uns direkt die Schnorchelausrüstung an und ab gehts ins "kühle Nass" so würde man jetzt sagen - aber kühl ist da nichts. Es ist wahnsinnig angenehmes Meerwasser, laut Internet wohl so um die 26Grad. Man spürt also gar keinen großen Unterschied dazu, wenn man abtauchen bei Außentemperaturen um die 30 Grad.

    Und tatsächlich sieht man nach 5m im Wasser schon die ersten Fische. Und auch nicht irgendwelche Fische- es sind direkt ganz bunte, große, kleine dicke, lange dünne Fische oder Schwärme zu sehen, gefolgt von Anfängen eines bunten Riffes. Und nach 10m im Wasser ist man schon mitten im Geschehen - und das erklärt, warum hier direkt schon vorne im Wasser viele Schnorchler rumplantschen. Die Bucht ist recht überschaubar und es ist genug Platz für alle, hier ganz in Ruhe alles Abzuschorcheln. Soooo viele viele tolle Fische und mehr gibt's hier zu sehen, sodass man direkt erstmal eine stunde hier im Meer beschäftigt ist.

    Später am Abend stellt sich die spannende Frage, wie gut wir direkt vom Hotelstrand aus den Sonnuntergang sehen werden. Die Option war noch offen, noch fix hoch um die Kurve zu laufen, weil google dort einen konkreten Sunsetpoint markiert hat, aber eine Fügung des Schicksals veranlasste, dass wir dieses Mal wirklich erstmal genau hier bleiben. Denn Benny hat mit Evi zusammen doch tatsächlich direkt an Tag 1 eine Wasserschildkröte entdeckt. Und da ich zu dem Zeitpunkt draußen bei Marlo war, kam er raus zum Abklatschen und ich schwamm fix zu Evi raus, um besagte Schildkröte auch noch erspähen zu können. Und so sind Evi und ich noch eine ganze Weile zusammen mit der Schildkröte geschwommen, während sich der Sonnenuntergang allmählich anbahnte. Und so hatten wir letztlich beides zusammen: Sonnenuntergang, schnorchelnd mit der Meeresschildkröte und im Wasser sieht man auch unsere sehr Nahe Lage direkt am Vulkan Mount Agung. Ach war das ein schöner perfekter laaanger Moment 😇

    Später gegen 19 Uhr war Marlo recht schnell müde, weshalb ich ihn ins Bett gebracht hatte. Leider zeigte sich hier ein Nachteil der Unterkunft: draußen schallen gerade bestimmt 3 Hotels oder Gaststätten ihre Musik auf uns herab und das ist ziemlich laut. Aaaaber.. die Livemusik klingt gut. Und zwar so gut, dass ich mich entscheide, als Marlo schläft, der Musik mal nachzugehen und vielleicht sogar die Livelocation dazu zu finden. Und tatsächlich musste ich nur grob 150m bergauf gehen, da war da schon das "See you again" Restaurant mit einem 1A gitarrespielenden Cover-Sänger samt Rhythmusband. Die treffen vollends meinen Musikgeschmack, weshalb ich mich entschieden mir noch einen Smoothie hier zum lauschen zu gönnen. Wie sich rausstellte ist hier spätestens 22 uhr Schicht im Schacht - irgendwie bin ich da auch froh drüber zugunsten der Lautstärke bei uns in der Wohnung. Allerdings schade darum, dass ich nicht viel mehr von der Musik hatte. Für einen kurzen Genuss hat es allerdings gereicht. Und seinen Spielort für morgen hat der Musiker auch bekannt gegeben, gerade mal 4min mit dem Roller entfernt - das klingt machbar.

    So tippel ich danach wieder bergab und Evi ist hier noch wach. Zusammen gehen wir zweie nochmal runter ans Meer. Und als wäre dieser Tag noch nicht schön genug gewesen, sehe ich hier binnen von 15min 4 Sternenschnuppen und lasse mir von Chat-GPT sagen:

    Ja – Ende Juli ist sogar eine gute Zeit für Sternschnuppen auf Bali.
    Im Juli sind vor allem zwei Meteorströme aktiv:
    ✨ Delta-Aquariiden – sie erreichen ihr Maximum meist Ende Juli (etwa 28.–31. Juli). Von Bali aus sind sie gut sichtbar, weil die Insel nahe am Äquator liegt.
    ✨ Perseiden – beginnen bereits Ende Juli, ihr Höhepunkt ist aber erst Mitte August.

    Achja, wie schön war bitte dieser Tag 😇
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  • Schnorcheltag, singend und Autsch!

    11. Juli in Indonesien ⋅ ⛅ 24 °C

    Die Nacht war zu unserem Gunsten wirklich ruhig. Früh wurde still und heimlich ein Kaffee- und Teegedeck samt Tassen und heißem Wasser auf unsere Terrasse gestellt, sodass wir und dort mit Meerblick direkt erstmal jeweils ein heißes Tässchen am Morgen gönnen. Marlo wach hier immer 6:30 Uhr auf und damit beginnt dann auch immer ganz langsam und dösig unser Tag.

    Gegen 9 Uhr gehen wir runter an den Strand ins kleine Cafe- frühstücken hier ist inklusive. Zwar mit kleiner Auswahl, aber man wird satt.

    Und den Rest des Tages schnorcheln wir uns hier durchs Gewässer, schauen Flut und Ebbe beim Geschehen zu. Insbesondere am Vormittag zur Flut kommen hier mehrere Schnorcheltourboote an, und es ist im Wasser etwas voller. Da wir ja hier rund um die uhr schnorcheln können, stört uns das jedoch nicht.

    Heute wollen wir die volle Dröhnung an Sonnenuntergang genießen. Deshalb machen wir uns gegen kurz vor 17 Uhr fertig für den kurzen Gang bergauf ins Restaurant mit Fernsicht, um uns dort ein Abendessen zu gönnen. Für gerade mal 18€ für 3 Gerichte und 2 Smoothies werden wir hier mit 1A Aussicht satt und bestaunen einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Meerblick und Valkunfokus.

    Spontan mieten Benny und ich uns gegen 20 uhr noch einen Roller und wir düsen zu zweit die 4min zu Adis Restaurant zu meinen lieben Musikerkumpel. Und irgendwo im gemütlichen Hinterstübchen einer Hotelanlage finden wir ihn schließlich. Er erkennt mich direkt als Groupie von gestern. Und da er die paar Gäste zum singen einlädt, zögere ich gar nicht und lasse mich auf zwei spontane Duette mit ihm ein. Die restliche Spielzeit schlürfen Benny und ich noch ein Getränk und wir kehren noch in "Adis Shop" ein, der laut google sogar noch offen hat und gute Bewertungen hat. Und ja, dieser Shop hat alles, allen voran interessante selbstgemachte Marmelade von tropischen Früchten und frisches, echtes Körnerbrot!! Beides überzeugt uns sehr. Allerdings reicht für heute das Bargeld nicht, weshalb wir den Kauf auf morgen vertagen.

    Wir parken den Roller ab, geben unserer Babysitterin Evi Bescheid, dass wir da sind und wir gehen zu zweit nochmal an den Strand. Benny möchte unbedingt am liebsten Nachtmacktbaden machen. Und obwohl ich eigentlich nicht wollte, lasse ich mich doch von Benny überreden mit reinzugehen- trotz meiner Angst vor dem Meer und den Fischen bei Nacht.

    Und beim reingehen - war es der 3. Schritt im Gesteinenstrand, hatte ich das Gefühl dass mir mein großer Zeh irgendwie wehtut. Nach den nächsten Paar Schritten bestätigte sich das Gefühl weiterhin und ich lasse mich erstmal von Benny quer im Wasser halten. Dem sage ich erstmal sachte, dass mir mein Zeh wehtut, und ich ja auch sagte, dass ich Angst vor komischen Sachen im nächtlichen Meerwasser habe. Und letztlich fängt man Zeh auch an zu brennen. Benny findet den Moment zu komisch und muss die ganze Zeit lachen, da ich natürlich wegen dem Gemisch aus anfänglicher Angst, Respekt, Aufregung und dann auch noch Schmerz ziemlich aufgedreht bin und Benny soll mich am liebsten direkt wieder aus dem Wasser tragen, obwohl er mit mir im Arm gerade mal knieend im Meer ist. Und da er mich nicht bringt, stampfe ich aus dem Wasser raus und merke, dass der Zeh immer mehr wehtut. Draußen trockne ich mich ab, will nicht auftreten, es wummert und brennt und Benny meint noch immer, ich soll nicht so übertreiben. Humpelnd gehe ich hoch ins Hotelzimmer und google direkt. Man sieht eine Einstichstelle, aus der Blut austritt. Chat-GPT klärt mich auf, was mich alles giftiges gerade gestochen haben könnte und ich es sofort ärztlich untersuchen lassen solle. Achiwo.. heißes Wasser soll gegen sämtliches Fischgift helfen und so bringt mir Benny schließlich eine kleine Tupperdose voll auf die Terrasse, wo ich schon mit schmerzerfülltem Gemüt warte. Das Wasser hilft gegen die Schmerzen, solange es warm genug ist und so machen wir ein paar Durchgänge, während ich vergleiche, dass ein Hornissenstich sich bestimmt ähnlich anfühlt und ich merke, wie der große Zeh und der von nebenan taub geworden sind. Irgendwann hören wir auf mit "Erhitzen" und ich entscheide mich einfach bis morgen zu warten. Hoffen wir das Beste.

    ... immer diese ganzen Highlights an einem Tag- die machen mich schwach!
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  • Schnorcheltag- Klappe die III.

    12. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 27 °C

    Na welch ein Glück - der Zeh tut gar nicht mehr weh, juché! Wir sind alle erleichtert und froh und hoffen, dass es auch so bleibt.

    Das war wieder ein Schnorcheltag - Klappe die III. Und wieder wunderschön. Evi? War bis 14 Uhr dösend in der Unterkunft - Teenager!!! Trotz mehrfachen Einladungen war ihr heute nicht nach Strand. Dafür haben wir es umso mehr genossen und auch Marlo war im Wasser - salzig interessant lecker, brennt aber beim Spritzen in den Augen. Er ist trotzdem nicht weinend ganz tapfer 🤭

    Gegen 16 uhr haben wir hier im Hitelstrandrestaurant was gegessen und es war 1A lecker und frisch wie immer. Der Sonnenuntergangsplan für heute sah vor, dass wir zum Nachtisch und für Drinks heute in eins der Restaurant oben gehen werden- für Benny gab's die Happy Hours und er bekam 2 typisch balinesische Arak-Drinks, während Evi und ich uns wie immer gekühlte, frische Smoothies gönnen und als Nachspeise heißen "Schwarzen Reis Puddding" probieren und es als lecker deklarieren. Nebenbei passiert wieder ein wunderschöner Sonnenuntergang.

    Benny und ich gehen danach wieder mit Bier und Wassermelone zum Löffeln an Strand und wir
    Philosophieren über die weitere Reiseplanung: Obwohl für gili Air schon Buchungen bestehen, überlegen wir die Route zu ändern und stattdessen doch mehr Zeit auf der Nachbarinsel Lombok zu verbringen, da sich die GiliInseln sehr ähnelnd und auch Kadek und Komang Verbesserungsideen angebracht haben bzgl. unserer Route.

    Morgen früh steht noch Koffer packen an und dann geht die Reise schon wieder weiter.
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  • Sideman -naturbelassen, ruhig, wasserreich & schön

    13.–16. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 27 °C

    Und zack, da waren 3 Tage hier in Sideman schon wieder um. Gerade sitzen wir im großem luxuriösen Boot Richtung Gili Travangan - ein heiden Stress haben wir hinter uns, weil die letzten 2 km zum Hafen total viel Verkehr und Stau war. Unser Fahrer Kadek meinte : 11 Uhr an der Unterkunft starten reicht, wenn 13:15Uhr das Boot ablegt. Aber mit diesem Verkehrssufkommen hat auch er nicht geplant. Wir sind alle verschwitzt, Kadek führt aus dem Auto Telefonate, um uns schon online einzuchecken, ich bin irgendwann mit Marlo schonmal aus dem Auto ausgestiegen- so wie ethische andere Bootfahren-Wollende vor und hinter uns. Ihm wurde es im Stau doch zu ungemütlich, weshalb ich mit dem Kinderwagen einfach schonmal vor laufen. Am Ende war das auch gut so - wir organisierten so schonmal die Tickets. Aber letztendlich telefonierte ich dann auch wieder mit Benny eilig hin und her.. und am Ende waren wir pünktlich zur eigentlichen Abfahrtszeit des Bootes tatsächlich die ersten Passagiere 😄🤌 Eeegal.. Wir sind wahnsinnig erleichtert, hier einfach nur bis zum Einstieg warten zu müssen, auch das Boot ist groß und sieht wirklich modern aus, was Hoffnung macht, dass Benny und Evi ggf ohne große Seekrankheit durch die überfahrt kommen. Benny hat im Auto pünktlich 1h vorher eine Reisetablette genommen - aktuell sitzt er schlafend vor dem großen Bildschirm und er verpasst sogar den Film. Marlo schläft auf dem Fußboden vor mir zwischen den Sitzen, Evi guckt Handy. Also ich bin sehr positiv gestimmt 😇

    Ja Sideman.. ist ein sehr naturbelassenes Fleckchen, eine größere Region, in welcher man vor allem Ruhe findet, 1A Ausblick auf den Vulkan Agung - auch wenn die Ansicht allzeit verschleiert war während unserer Zeit, und tolle Spazierwege quer durch die Reisfelder. Hier wird noch so viel mehr angebaut - dafür ist die Region bekannt. Den ersten Tag hatten wir dafür genutzt, um wenigstens ein paar Meter Richtung Dorfmitte zu spazieren. Bei dem wenigsten Verkehr geht das auch direkt auf der asphaltierten Straße, auch wenn diese total steil teils bergauf ging, was auch herausfordernd war mit Marlo. Die ca 1,5km haben gereicht,um die Nahe Umgebung etwas zu erkunden- diese eine Straße bergauf quasi. Und wir haben uns für die nächsten 3 Tage hier mit Trinkwasser ausgestattet: für 2,25€ haben wir uns eine große Gallone mit 19 Liter Wasser gekauft. Benny meinte "die trag ich, kein Problem!" Am Ende lag die Gallone im Kinderwagen und Marlo war im Arm. Die einheimischen haben sich über unseren Anblick sehr amüsiert.

    Die Gegend ist geprägt von einem Fluss, der Wasser für alle und alles spendet. Ganz idyllisch sagte man uns, man könne an manchen Stellen ganz genüsslich im seicht fließendem Wasser schwimmen. Als wir allerdings das erste Mal eine Brücke und damit den Fluss fußläufig überquerten, blickte uns nicht nur ein nackter Mann mit nacktem Arsch an - er hockte knapp über dem Flusswasser, um sich rektal zu entleeren. Dieser erste Flussmoment nahm uns dann doch jegliche Lust, darin baden zu wollen. In den nächsten Tagen sahen wir hier nicht nur Kinder, die hier badeten, sondern auch Menschen, die sich hier samt Handtuch und Seife säuberten sowie auch ihre Roller oder gar ganze Autos.
    Unsere Unterkunft ist wirklich unmittelbar am Fluss gelegen mit 1 A Aussicht auf den Vulkan, richtig idyllisch im Vergleich zum Stadtverkehr. Doch in der ersten Nacht stellte sich für mich heraus, dass der Fluss so laut war, dass ich deshalb jeweils nach dem stillen nicht gut einschlafen konnte. In der nächsten Nacht gab es deshalb zumindest einen Oropax für mich, damit der Fluss nicht so sehr lärmt 😄
    Selbst unterhalten war schwierig für uns, sobald sich der andere auch nur einen Raum weiter weg befand.

    Den zweiten Tag ließen wir entspannt an der Unterkunft beginnen und verbrachten die Zeit am und im Pool mit Blick auf den Vulkan und den laut rauschendem Fluss. Am Nachmittag gingen wir aus unserer Unterkunft raus diesmal links entlang für knappe 400m leicht bergaufwärts und wir stellten mal wieder fest, wie optimal unsere Wahl an Unterkunft mal wieder war. Denn genau hier beginnt ein schöner Rundwanderweg quer durch die Reis-bzw generelle Anbaufelder hier. Diesen schlendern wir sehr langsam und genüsslich für die nächsten 2 Stunden hindurch, mit kleiner Rast am Kokosnussverkaufsstand. Die Aussicht vor allem auf den Vulkan im Hintergrund ist wirklich schön, in Kombination mit Palmen und stets an Wasserrinnen entlang, die die ganze Fläche hier versorgt. Am Abend gehen wir wiedermal schön etwa 15min entfernt was Essen. Evi und ich gönnen uns indonesische Süßspeisen zum Nachtisch. Mich haben meine grünen Pancakes mit Kokusnusscrunsh sehr überzeugt 🫠
    Sobald die Sonne untergegangen ist, läutet diese für Marlo immer die Schlafenzeit ein. Heute war es dann nach der Nachspeise schon fast dunkel und er ganz schön müde. Nicht zum ersten Mal jogge ich deshalb flink heim mit ihm.

    Am dritten und letzten Tag in Sideman besuchen wir früh den Morgenmarkt. Dazu müssen wir auch nur 1,5km samt Kinderwagen hoch ins Dorf laufen, ab ins wilde Getümmel. Wir decken uns ausführlich mit Obst und Gemüse, frischem Tempe für Evi und wieder leckerer, frischgebackener Nascherei ein. Später am Tag kochen wir davon sogar mal frische Bratkartoffeln.

    Gen Nachmittag machen wir, auch direkt an der Unterkunft - obwohl wir noch mehrere Anbieter im Dorf weiter oben gesehen haben, einen Silberschmiedekurs und wir kreieren uns eigene Schmuckstücke 🥰 Das beschäftigt uns jeweils für 1,5h Stunden. Evi macht sich einen Wellenförmigen Ring, während Benny und ich uns einen schönen Familienanhänger für das Armgelenk machen.
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  • Die Gili-Inseln verzaubern uns

    16. Juli in Indonesien ⋅ ☀️ 28 °C

    Wahana Viranda - das Unternehmen der Schifffahrt merken wir uns vor allem für die Rückfahrt. Wir haben es alle überstanden - Marlo und ich, sowieso, Evi geht es auch 1A, und Benny? Naja.. Gegen Ende hatte er mich nach einer Kotztüte gefragt, welche er letztendlich doch nicht nutzte. Viiiiiiele viiiiiele andere mitreisende allerdings schon. Also ich empfande es wirklich ungelogen so, als hätte das Schiff kaum einen schunkler gemacht. Ich hatte mir marlo dann als er wach war in die Trage geschnallt und bin mit ihm ein paar Runden gelaufen, selbst in die 2. Etage und draußen entlang. Draußen? Das war ein richtiges Seekrankenlager. Ich konnte mich darüber innerlich total amüsieren. Mir taten die leute wirklich so sehr leid. Während ich mit Marlo locker fröhlich und mit Neugier draußen rumschlenderte, vor allem um ihm etwas Abwechslung zu bieten, hingen die leute mit teils vollgekotzten Tüten draußen ab, eigentlich auch immer mit einer tapferen Begleitung. Ich schaute in total blasse, verzweifelte Gesichter, leute- die sich schweißabwischend mit den Händen über Gesicht und Stirn fuhren und man sah ihr Gebete, dass die Fahrt endlich bald vorbei sein soll. Und ich bin der Meinung, man sah mir etwas sauer hinterher, weil es mir so gut ging und ich sogar noch mein Baby bespaßen konnte. Jaaa.. das ist wirklich eine Willkür der Natur, wer die Seefahrt ab kann oder eben nicht.

    Und da sind wir nun, angekommen auf Gili Travangan - ein kleines Inselparadies, wo es keine Motoren gibt - nur Fußgänger, Fahrräder und Pferdekutschen. 8km, dann ist man schon 1x die Insel abgelaufen. Obwohl dies die Partyinsel, von den 3 Gilis hier ist, haben wir uns trotzdem für diese entschieden. Oben im Norden soll es ruhig sein.
    Wildes treiben herrscht am Hafen. Tatsächlich sind wir hier wieder mit allen Gepäck angekommen. 20min sind es zu Fuß zur Unterkunft. Während ich mit den Kindern dahin laufe, holen wir für Benny und das gesamte Gepäck ein Pferdetaxi.

    Und je weiter wir in den Norden laufen, desto ruhiger und vor allem schöner wird es für uns. In den nächsten 5 Tagen werden wir hier 2 Unterkünfte haben. Das war so natürlich nicht geplant, aber wie immer hatten wir uns zu lange nicht ausgeschissen und unsere Favoritenunterkunft war nur noch für die ersten beiden Nächte in unserem Zeitraum hier buchbar. Die zweite Unterkunft war nur 200m nebenan - also alles noch machbar, wenn auch unnötig. Und obwohl die erste Unterkunft richtig schön war -sogar mit eigenem Wäldchen auf dem Grundstück, hatte die 2. Den Vorteil, dass es kostenlos Frühstück mit gab, zwar überschaubar in der Auswahl aber dafür so viel, bis man satt war- uns hat das seehr glücklich gemacht. Und in der 2. Unterkunft gab es ne Ziege, Papageien, die Marlo sehr interessant fand, und noch andere Tiere, wie z.B. sehr große Krabben, die überall unter den Wegen viele Gänge Gruben und fast nie zu sehen waren. 2 Unterkünfte- 4 Pools, super Schnitt würde sagen.

    Und weswegen wir vor allem hier sind:
    gleich am ersten Tag sahen Benny und Evi als erstes ganze 7!!! Meeresschildkröten- mal wieder direkt vor der Haustür (perfekt gebucht😍). Am 2. Tag habe ich ganz spontan und ungewollt - worauf viele neidisch sind, was mich aber total erschrocken hat, einen Hai gesehen!! Da war die große, rote Qualle, die ich bei meiner "Flucht" gesehen habe irgendwie zweitrangig. Wenn du dir denkst.. hmm, ist das ein Hai? Und du stierst so durch das Wasser, bis du dir sicher bist, dass es einer ist, du dir dann denkst " ruhig bleiben", du es aber spontan doch nicht sein kannst und du dich fürs Wegschwimmen entscheidest.. du dann merkst, dass du kaum voran kommst gegen die Strömung, du dann anhälst und hinter dich guckst, wo der Hai wohl ist und du dann aber nur deine selbstgemachten Luftblasen im wasser siehst... solche Momente bleiben in Erinnerung!.. Danach musste ich erstmal nach Haien hier in der Gegend googeln, und ja, hier gibt es harmlose Riffhaie, die man eigentlich ertauchen kann.. und ja, der Hai war direkt bei den zwei Booten weiter draußen im Meer. Da ich allein in Wasser schorcheln war, wollte ich dort Gesellschaft suchen, bis ich feststellte, dass auf dem Boot nur Taucher waren, die alle schon abgetaucht waren. ..

    Naja. Und natürlich ist die restliche Unterwasserwelt auch wunderschön!
    Und so schnorcheln und schwimmen wir hier tagtäglich so rum. Evi lässt sich am Ufer auch gern mal vom Wasser treiben.
    Nahezu täglich schauen wir uns hier auch nicht nur den Sonnenuntergang auf dem Meer an, sondern auch den Sonnenaufgang pünktlich 6:32Uhr. Einmal hatten wir uns auch Fahrräder geliehen, um einmal die 8km um die Insel zu fahren. Dabei haben wir festgestellt, dass es bei uns vor der Haustür doch am schönsten ist.

    Sehr markant sind hier die Pferdekutschen, die mit Fahrradhupen und mit Rentier-Glöckchen an den Pferden durch die Insel fahren.

    Ansonsten schlemmen wir uns von Restaurant zu Restaurant durch, denn in den kleinen Supermärkten hier gibt's nur Snacks oder Obst zu kaufen. Aber bei den Preisen tut das auch nicht weh.. für 10 bis max 20€ bekommen wir uns hier pro Mahlzeit oder manchmal auch pro Tag komplett satt allemann zusammen 🫠😍🤌 und das immer mit dem Meer direkt vor der Nase. Auch das abendliche Meeresrauschen ist schön anzuhören. Manchmal sieht man im Wasser helle, hektische Lichter sausen. Wir erfahren, dass das Harpunenfischer sind - verrückt! Die haben also keine Angst vor der schwarzen See 🙈

    Was ein Inselleben.. es ist soo toll hier.
    Und obwohl es so toll ist, und wir sogar nochmal weitere 5 Tage auf einer Nachbarinsel auf Gili Air geplant hatten, haben wir unseren Aufenthalt dort storniert und uns stattdessen für ein weiteres Erkunden vom Süden Lomboks entschieden und dort eine Unterkunft für 5 Nächte gebucht.

    Mit einem "Fastboat" verlassen wir schließlich Gili Travangan. Obwohl es nur ein größeres Speedboat ist, wo etwa 100 Leute samt Gepäck draufpassen, überstehen alle man von uns die 45min Überfahrt wunderbar.

    Danke ihr Gili-Inseln, für diese schönste Zeit - Lombok, wir kommen 🥰
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  • Auf auf durchs Festland von Lombok

    22.–27. Juli in Indonesien ⋅ 🌬 27 °C

    Die Zeit verfliegt so schnell. Da waren sie wieder um, unsere 5 Tage auf einer der Gili Inseln und nun stehen sie nächsten 5 Tage hier unten in Kuta auf Lombok an. Zugegeben: als wir hier ankamen, war ich irgendwie erstmal bedient. Unsere Strandpromenade direkt vor dem Hotel ist total touristisch: alles gepflastert, mit riesigem "Mandalika"- Emblem, und hier sind natürlich wieder Autos und Roller am Start mit ihren manchmal laut gepimpten Motoren. Diese Reize war ich vom Mini-Inselleben gar nicht mehr gewohnt. Zum Glück hat sich das innerhalb der nächsten Tage wieder relativiert und es gab hier auch entspannte Zeiten 😄

    Lombok ist schon auf dem ersten Blick sehr anders als Bali- das war bereits auf der 2stündigen Herfahrt zum Hotel ersichtlich. Unser Fahrer Evan - den Kontakt hatten wir von einmal Kellner auf Gili Travangan bekommen, der hier in Kuta lebt - Evan ist 27 Jahre und er hat mit seinem Vater ein neues "Taxifahrer-Unternehmen" gegründet. Somit werden wir in einem recht neuem Toyota Innova Reborn, der auch mal gar nicht stinkt im Innenraum, über die Insel in den Süden kutschiert. Die Straßen hier sind 1A! Groß, breit, und noch dazu total überschaubar wenig Verkehr! Verrückt.. im Vergleich dazu sind Balis Straßen ..mehr miserabel asphaltierte Feldwege, auf denen ständig Stau ist und mindestens 2 bis 3 Verkehrsteilnehmer gleichzeitig, auf gleicher Höhe in die selbe Richtung wollen, drängelnd und hupend. Das ist hier überhaupt nicht so. Der Verkehr wirkt hier total gesittet, teils wie deutsch genormt. Evan erzählt, dass sie Regierung hier eine andere ist und meint, dass vor allem die Straßen gut sein müssen, damit der Tourismus klappt. Wir fahren hier auf gut ausgebauter Straße sogar mal bis 100km/h, was auf Bali so nicht möglich wäre. Als wir die Hauptstadt Mataram passieren, ist uns erst beim verlassen klar geworden, dass das wohl die Hauptstadt wohl schon gewesen sein muss - es war einfach so gesittet und leer 😄 was uns direkt ins Auge -oder auch ins Ohr- fällt, sind die vielen vielen Moscheen. Der Glaube auf Lombok ist überwiegend muslimisch – deshalb wird Lombok oft auch „die Insel der 1.000 Moscheen“ genannt.
    ( Bali hingegen ist überwiegend hinduistisch, genauer gesagt balinesischer Hinduismus. Dieser ist stark mit lokalen Traditionen, Ahnenverehrung und hinduistischen Göttern verbunden.)
    Und eben weil hier so viele Moscheen sind, hören wir auch mehrfach auf der Fahrt das Gebet durch die Lautsprecher schallen. Das begleitet uns durch die ganze Insel und ich mache immer mal das fenster leicht runter, um es noch deutlicher zu hören - es klingt besonders. Und obwohl eigentlich "nur" 5x täglich zu bestimmten Zeiten gebetet wird, haben die alle recht zeitversetzt gebetet und es schallte irgendwie ständig um uns. 😄 Übrigens hatten wir die Gebete vom Festland Lombok sogar auf Gili Travangan schon gehört - so laut schallt es hier früh 5 uhr am Morgen bereits!

    Wir passieren weiterhin auch viel grüne Serpentine - Lombok ist sehr bergig und bewaldet! Wir bauen einen kleinen Zwischenstopp ein, um Frauen beim traditionellen Wegen zu sehen und es auch selbst mal zu probieren. Als Krönung dürfen wir uns sogar mal in traditionelle Kleidung schmeißen und wir bekommen ein schönes Familienfoto. Schließlich kommen wir in Kuta an und biegen ins "Gate 3" ein - das dritte Tor zur Stadt. Der Promenadenbereich wird sogar extra von security bewacht.
    Unsere Unterkunft hat diesmal noch mehr Hotelvibes. Vorne dran befindet sich gleich ein Restaurant, in welchen wir mit Strandblick Frühstücken werden. Nach dem Check in gehen wir einmal quer durch die große, grüne, gepflegte Anlage - in welcher so viele unserer deutschen Zimmerpflanzen draußen wachsen, und wir haben wieder zwei gepflegte große schöne Pools mit Liegen. Im Zimmer sind zwei ca 2x2m Betten, die wir letztlich als riesige Liegefläche zusammenschieben und Marlo später darauf ethliche Rollen darauf machen wird, ohne die Angst, dass er runterfallen könnte. Am Nachmittag gehen wir zu Fuß in unseren umliegenden Straßen frühes Abendessen und merken, dass wir in 7min fußläufiger Entfernung eine ausgiebige Fressmeile haben - die wir die folgenden Tage auch regelmäßig nutzen werden!

    Abends schlendern wir noch kurz unsere Strandpromenade ab und genießen die Stimmung zum Sonnenuntergang.
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  • Die Strände im Süden Lomboks

    23.–28. Juli in Indonesien ⋅ 🌬 27 °C

    Vier volle Tage verbringen wir hier in Kuta und wer hätte es gedacht, auch diese vergehen wie im Fluge.
    Da der Verkehr hier so überschaubar ist und die wichtigen Straßen hier 1A sind und aussehen wie neu, entscheiden wir uns auch dazu uns 2 Roller zu leihen und hier auf eigene Faust die Gegend abzudüsen.

    Ja was haben wir uns hier angeschaut? Drei unterschiedliche Strände:
    Selong Belanak - eine Bucht mit tollem, weichem und weißen Sandstrand und eine wunderbare, langgezogene Sicht auf grüne, bergige Landschadt. Und bestens geeignet, um Surfen zu lernen. Und so gönne ich mir einen privaten Surfkurs: 20€ dafür inkl Boardmiete für den ganzen Tag und 2 Sonnenschirmen, denn Schatten gibt es hier nicht. Und tatsächlich gelingt mit das Surfen einer Welle bereits nach dem 3. Versuch. Mein Lehrer bezweifelte am Ende unseres Unterrichts, dass das wirklich meine erste Stunde gewesen soll. Die 2 Stunden haben mir tatsächlich auch gereicht - immer wieder sich hoch aufs Bord zu hiefen und immer wieder ins tiefere Wasser zu laufen ist nämlich anstrengend. Danach versuchte ich zumindest Benny das Surfen zu erklären oder auch beizubringen - allerdings scheiterten wir dabei kläglich, hatten aber trotzdem viel Spaß dabei.

    Mawun Beach: eine ebenso herrliche Bucht, bei der der Strand allerdings schnell ins Tiefe abfällt und man nach 10m nicht mehr Stehen konnte. Vom Meer kamen sich größere überschlagende Wellen rein und somit konnte man da ein wenig Wellenreiten. Hier waren allerdings ethliche kleine einheimische Kinder am Strand, welche alle - auch der 2jährige Knirps- einen mit Armbändern bestückten Papkarton tragen, um diese auch zu verkaufen. Und ja, sie haben mich genervt und mich davon abgehalten, hier in Ruhe genießen zu können. Noch dazu war unser Baby-Marlo der totale Kindermagnet und all sein Spielzeug dazu noch mehr. Somit hat Benny sich zusammen mit Evi und Marlo dem Kindergewusel ausgesetzt und sich belagern lassen, solange bis wir den Strand wieder verlassen hatten.

    Tanjung Aan: ein wahrer Raffaelo-Strand. Mehlig weißer Sand und klares, türkises, flachabfalles Wasser. Perfekt um einfach im flachen Wasser sich treiben zu lassen und zu dösen.

    Auch hier haben wir es wieder geschafft uns schöne Sonnenuntergänge zu ermöglichen. Den einen Abend waren wir am Bukit Merese- einer klippigen Landschaft mit Weitsicht in mehrere Buchten, die viele Touristen anzieht, damit man hier in Hunderten an der Zahl gemeinsam auf Picknickdecken den Sonnenuntergang anschauen kann. Auch waren hier freilaufende Hunde, Affen, Greifvögel, Pferde ..

    An einem anderen Tag haben wir uns eine Fledermaushöhle von innen angeschaut. Ich bin froh, dass uns der Führer erst im Nachgang erzählte, dass es hier auch Spinnen, Schlagen und Skorpine gibt - sonst wäre ich da wohl nicht reingeklettert. Die Fledermäuse verlassen die Höhle immer zum Sonnenuntergang, um auf Jagd zu gehen. Dieses kleine Naturschauspiel wollten wir natürlich nicht verpassen und wir haben dafür wiedermal einen ganz idyllischen Ausblick über die bergige Landschaft Lomboks zum Sonnenuntergang gefunden. Und pünktlich gegen 18:15Uhr kamen hunderte oder auch weit über tausend Fledermäuse aus der Höhle raus im großen, scheinbar nicht enden wollenden Schwarm.

    Und nochmal zurück zu den Straßen: ich kam mir teilweise so vor, als wäre ich auf einer GoKart-Rennstrecke, die einfach leerstehend und 1A ausgebaut ist. Bis zu 80km/h zeigte unser Tacho an. Auf diesem Roller mit sommerlich luftiger Klamotte.. hat sich das angefühlt als würde ich 160kmh fahren. Und ja- man darf sich vielleicht eher nicht so Gedanken darüber machen, wie gefährlich das auch einfach ist. Bei einem Sturz wären wir wenigstens mit einem Helm gewappnet. Diese lockere Lebensweise steckt halt sehr an. Zumindest fahren wir mit 2 Rollern, anstatt auf nur einem - auch das wäre hier sehr üblich 😄
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