• Karin Gudehus
  • Karin Gudehus

Sabbatjahr

En 334-dags äventyr från Karin Läs mer
  • Platsch hat's gemacht ...

    26 april 2022, Italien ⋅ 🌧 12 °C

    .... und Luise ist in den See geplumst, in voller Montur.
    Hier die Details und eins nach dem anderen:
    Ende der letzten Woche standen wir, wie berichtet, auf dem Stellplatz in Borghetto. Und eigentlich wollten wir in der wunderschönen Gardaseeregion auch etwas länger bleiben. Allein das Wetter hat, mal wieder, nicht mitgespielt. Wir waren also weder Rad fahren noch im Gardaland Achterbahn fahren. Stattdessen sind wir am Samstag zum Kalterer See an die südtiroler Weinstraße aufgebrochen. Hier angekommen, war schönes Wetter und Luise hat sich in den noch sehr kalten See gestürzt. Am Sonntag war es schon wieder kälter und bedeckt, wir haben eine kleine Wanderung zu einem Weingut unternommen und Speckknödel mit Gulasch verzehrt. Dazu gab's leckeren Wein vom See. Gestern hat Luise am See gechilled und war schwimmen, Jens hat eine Radtour in die Berge unternommen und ich bin einmal um den See gelaufen. Abends hat es dann wieder heftig angefangen zu regnen und die ganze Nacht nicht aufgehört. Heute Morgen hingen die Wolken sehr tief über dem See, wir sind mit dem Linienbus nach Kaltern gefahren und haben einen Stadtbummel gemacht. Auf dem schönen Dorfplatz in einer Pizzeria haben wir, was Wunder, Pizza gegessen, sehr lecker. Heute Nachmittag war dann homeschooling bzw. eine zweite Radtour angesagt. Und bei einer Pause vom Lernen ist es dann passiert: Luise wollte ihren noch vom Saharastaub sehr dreckigen Regenschirm im See säubern und ist dabei kopfüber ins Wasser gefallen. Sie kam pitschnass und den Tränen nahe zurück zum WOMO gerannt und so schnell wie heute bin ich noch nie vom Stuhl gehüpft um sie zu trösten und zu trocknen. Der Schreck war größer als das Unglück selbst. Außer nassen Klamotten und Gänsehaut am ganzen Körper ist nichts passiert. Nach einer heißen und ausgiebigen Dusche konnte sie sogar weiter arbeiten und auch wieder lachen.
    Jetzt läuten wir den letzten Abend am Kalterer See ein, morgen fahren wir nach Österreich zu einem Stellplatz in der Nähe von Innsbruck. Und danach sind wir schon wieder zurück in Deutschland. Nach 10 Tagen auf dem CP an der Maaraue, begleitet durch diverse Feste und Feiern, beginnt dann Mitte Mai der 3. (und leider bereits der letzte) Teil des Sabbathjahres, wir wollen nach Schweden fahren, aber bitte ohne Fähre. Allein der Gedanke an die Überfahrt per Schiff lässt mich erschauern. Aber bis dahin vergeht noch viel Zeit, die wir auskosten und in vollen Zügen genießen werden.
    Liebe Grüße Karin
    Läs mer

  • Servus Österreich

    30 april 2022, österrike ⋅ 🌧 10 °C

    Seit Mittwoch Abend sind wir in Tirol auf dem CP Gerhardhof in Wildermieming.
    Direkt nach der Abreise vom Kalterer See haben wir noch eine Tour mit der Standseilbahn von Kaltern zum Mendelpass gemacht, verbunden mit einer wunderschönen Wanderung mit herrlichstem Bergpanorama und dem Blick ins Tal.
    Um die Mittagszeit ging es dann ca. 200 Kilometer nach Österreich. Zum Glück hatten wir keinen Stau auf der Brennerautobahn, die LKW auf der rechten Spur standen kilometerlang im Stau.
    Routiniert wie wir mittlerweile sind, haben wir flugs unser "Draußen-Wohnzimmer" eingerichtet und dabei den grandiosen Blick auf die Berge förmlich aufgesaugt. Schneebedeckte Gipfel vor strahlend blauem Himmel und Sonnenschein. Ich habe direkt alle genötigt sich einzucremen.
    Am nächsten Morgen bin ich kurz nach dem Aufstehen in eine aus Marthas Fell abgefallene und vollgesaugte Zecke getreten, zum Glück nicht barfuß. Eklig war es trotzdem. Also war für diesen Tag nicht nur Sonnenschutz für uns Menschen angesagt sondern auch Zeckenschutz für den Hund. Bei Kaiserwetter sind wir spazieren gewesen, Luise ist Inliner gefahren und hat versucht in den frisch eingelassenen Natursee zu hüpfen. Das Wasser war aber noch viel zu kalt. Abends sind wir dann in das angeschlossene Gasthaus gegangen und haben fürstlich gespeist.
    Gestern war wieder perfektes Wetter, Jens hat eine kombinierte Fahrrad- und Wandertour unternommen, Luise war reiten und ich habe am See gesessen und mich meines Lebens gefreut.
    Seit heute Morgen regnet es aus Kübeln. Wir nutzen den Tag für homeschooling und Haus- und Wäschepflege. In einer kurzen Regenpause heute Mittag waren Jens und ich mit Martha im Wald eine kleine Gassirunde laufen.
    Jetzt ist es nach 17.00 Uhr und Zeit für einen Gin Tonic. Danach kocht Jens und sehr wahrscheinlich verliere ich wieder haushoch beim rummi kub.
    Morgen regnet es laut Wettervorhersage ununterbrochen, wir fahren deshalb nach Oberammergau weiter und verbringen den Tag im Schwimmbad, mit Saunalandschaft zum Glück.
    Und danach geht es in noch 3 oder 4 Etappen nach Hochheim bzw. Kostheim nach Hause.
    Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.
    Liebe Grüße von Karin
    Läs mer

  • Ich kann Hochheim schon riechen

    3 maj 2022, Tyskland ⋅ 🌧 15 °C

    Na ja, fast. Und wie riecht Hochheim eigentlich? Oder Vorfreude?
    Wir jedenfalls riechen noch fast tau frisch, waren wir doch vorgestern in Oberammergau im
    Wellenbergbad mit Sauna und Wasser und Shampoo und Seife, bei strömendem Regen versteht sich.
    Gestern war das Wetter wieder freundlich und wir haben es uns im Ort gut gehen lassen. Mit Shoppingtour bei Schiesser (Unterhosen für Jens, ein Nachthemd für Luise und ein Pinkini für mich), bei Schuh Wolf (Wanderschuhe für Jens) und in der Eisdiele am Platze für Spaghettieis und Malagabecher. Auf dem Nachhauseweg musste Jens Martha aus dem Fluss Ammer retten. Wieder einmal eine typische Aktion für uns Chaoten. Hier die story dazu:
    Wir spazieren gemütlich an der Ammer entlang Richtung des Wohnmobilstellplatzes und ich denke noch, wie gut, dass Martha nicht in den Fluss springt. Ich hatte den Gedanken noch nicht fertig gedacht, kommt Jens auf die tollkühne Idee Martha aufzufordern, ins Wasser zu gehen. Und so alt unsere Hundedame auch sein mag, dieses Angebot lässt sie sich nicht zweimal machen. Schwupp die wupp rutschte sie die Böschung hinunter und stand im Wasser, zum Glück nur bauchhoch. Auch die Strömung der Ammer war eher gemütlich als reißend. Nach kurzer Planschphase wollte Martha natürlich wieder an Land, allein die Böschung war viel zu steil und sehr rutschig. Jens, der alte DLRG-Rettungsschwimmer, hat die Situation sofort richtig eingeschätzt, Schuhe, Socken und Hose ausgezogen und todesmutig, wie ich finde, Martha aus der Ammer gerettet. Martha musste sich danach ausgiebig schütteln und Jens sich wieder ankleiden. Getrocknet und glücklich wurde es Abend in Oberammergau.
    Heute Morgen habe ich ein großes Geheimnis um unser heutiges Etappenziel gemacht.
    Jens hat bald Geburtstag und er hatte in einem schwachen Moment einmal geäußert, dass er sehr gerne von Steiff (die mit dem Knopf im Ohr) einen Gorilla hätte, der ihn dann in den Arm nimmt. Ich als liebende Ehefrau und der Geographie nicht abgetan, habe unsere Route dementsprechend über Giengen an der Brenz geplant. Und genau hier stehen wir heute. Wieder auf einem super Stellplatz direkt an der Brenz und mit Blick auf die Altstadt. Und kaum sind wir in Deutschland unterwegs, ist das Wetter sommerlich. Sogar so warm, dass wir jetzt gleich draußen zu Abend essen können.
    Morgen besuchen wir das Steiff-Museum und Jens bekommt als Geburtstagsgeschenk einen Gorilla, der ihn in die Arme nimmt. Der arme Mann scheint "unterkuschelt" zu sein. Ich würde die Gorilla-Dame gerne Gretl nennen, mal schauen.
    Je nach Laune bleiben wir dann noch eine Nacht hier, oder wir fahren weiter Richtung Heimat.
    Liebe Grüße von Jens, Karin, Luise, Martha und Gretl (hoffentlich)
    Läs mer

  • Überraschung!

    4 maj 2022, Tyskland ⋅ ⛅ 18 °C

    Genießen gleich Pizza und Chinesisch.
    Wer erkennt, wo wir stehen?
    Genau, heute Nacht bleiben wir am Weiher stehen (sehr wahrscheinlich auf der Ostseite), morgen früh fahren wir dann auf den CP Maaraue.
    Die Fahrt hierher war anstrengend, Deutschland- Stauland, aber jetzt haben wir es geschafft.
    Schön, wieder hier zu sein.
    Läs mer

  • Wir sind dann mal wieder weg!

    19 maj 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 23 °C

    Soderle,
    der letzte Abend auf dem CP Maaraue in Mz-Kostheim bricht an und somit genau der richtige Moment um die letzten 14 Tage Revue passieren zu lassen. Mit einer Astra Urtyp Bierbüchse in der Hand und in Erwartung des Abendessens (Nudeln mit Pesto).
    Das wichtigste zuerst: Wir hatten super Wetter und gefühlt 14 Sonnenuntergänge über dem Rhein und der Theodor Heuss Brücke.
    Das allerwichtigste gleich danach: Wir haben uns so oft und mit so vielen Freunden und der Familie getroffen wie in den letzten 2 Jahren davor nicht. Wie schön, dass endlich wieder etwas Normalität herrscht. So waren wir beim Gin Tasting in Mainz (so besoffen war ich noch nie in meinem Leben), bei der Kommunion von Emma, an Muttertag bei meiner Mutter und vormittags zum Geburtstagsbrunch bei Antje und Norbert, zum Frühstück bei Peter und Yvonne, am WPS mit Christa, Steffi und Grace, bei meinem Kollegen Tobias zum Baby gucken, zum Spargelessen mit allen Bornmännern, zum 5 o'clock tea bei Staudts, zur Matinee bei Ruth und Bernd und und und. Jens war natürlich zum Fußball schauen seiner Eintracht, zum Finale sogar direkt im Stadion und Luise durfte bei der Projektwoche der Weinbergschule teilnehmen.
    Außerdem hat unser PKW Sommerreifen, das WOMO eine Gaspüfung, Luise vom Zahnarzt kontrollierte Zähne, die Werlestr. gekehrte Bordsteine und gegossene Beete und Töpfe, ich eine Altblockflöte, wir alle einen Sommerhaarschnitt und schlussendlich frisch gewaschene Wäsche für uns alle.
    Den letzten Tag heute haben wir den ganzen Tag geräumt, das Zelt abgebaut, Betten bezogen und geputzt. Gerade eben hat Jens noch die Fahrräder festgezurrt, wir haben gegessen und Luise und Jens gehen jetzt spülen. Wir sind für morgen also fast abfahrbereit.
    Wir wollen morgen in die Nähe von Kassel fahren, danach in der Lüneburger Heide übernachten und spätestens am nächsten Mittwoch in HH sein. Dort erwartet uns der König der Löwen. Ein Geburtstagsgeschenk von uns an uns. Ich freue mich sehr.
    Danach geht es sehr wahrscheinlich über den Ratzeburger See weiter nach Dänemark. Das Legoland will besucht sein und in Schweden natürlich die Astrid Lindgren Welt.
    Ich freue mich wie Bolle auf unseren letzten Teil der Reise, jetzt in den Norden von Europa.
    Liebe Grüße an alle von Karin
    Läs mer

  • Jens, die Saftschubse

    24 maj 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 15 °C

    Die letzten 4 Etappen bin ich gefahren und Jens war für den Bordservice und andere Recherchen zuständig.
    Am letzten Freitag sind wir von Hochheim aus nach Witzenhausen in der Nähe von Kassel gestartet. Im Gepäck hatten wir eine starke Unwetterwarnung, die sich am Abend als harmloser Landregen entpuppte. In Witzenhausen standen wir auf einem Landvergnügen-Stellplatz (Hof Kindervatter) direkt in einer Kirschbaumplantage. Super idyllisch. Abends waren wir in der Hofgaststätte essen. Genau in dieser Zeit hat es ausgiebig geregnet.
    Unsere Stellplatz Nachbarn kamen aus Celle. So ein Zufall, wollten wir am nächsten Tag doch genau dort hin. Die Empfehlung war, den funkelnagelneuen Stellplatz am Celler Badeland anzusteuern, was wir natürlich auch machten. So sind wir am Samstag, nach einem nochmaligen Spaziergang durch die Streuobsteiesen, nach Celle gefahren. Ich am Steuer, Jens im Service.
    In Celle angekommen wurde es schon langsam Abend, Jens war mit Luise eine Runde im Hallenbad und danach haben wir noch ein bisschen draußen gesessen und erzählt. Nach dem Abendessen sind Jens, ich und Martha in die nahe Altstadt spaziert und haben die tollen Fachwerkhäuser bestaunt. Am nächsten Tag waren wir dann alle im Schwimmbad und in der Sauna. Gestern sind wir nochmals in die wunderschöne Stadt gelaufen und haben geshoppt. Mit vollen Tüten ging es zurück ins WOMO und auf den Weg nach Amelinghausen in der Lüneburger Heide. Auf dem Weg dorthin sind wir kilometerlang auf wunderschönen Alleen gefahren. Die Straßen schnurgerade und durch das Blätterdach der Bäume. Super schön, ich liebe den Frühling mit seinen saftigen und satten Grüntönen. Ich war wieder der Fahrer, Jens im Service. Kurz vor Amelinghausen waren links und rechts der Straße Wohnwagen abgestellt, alle rosa angemalt. Naiv wie ich bin, hat es ein bisschen gedauert bis ich kapiert habe, dass es sich hierbei um fahrende Puffs handelt. Ich war entsetzt, schließlich bin ich katholisch, und habe Amelinghausen in Ramelinghausen umbenannt. Nach einer Nacht auf dem Stellplatz am Lopaustausee mit wunderschönem Abendspaziergang rund um den See, stehen wir seit heute Nachmittag in Wedel, nördlich von Hamburg, wieder auf einem Stellplatz. Und kaum angekommen, hat Luise zwei neue Freundinnen kennengelernt, die Schwestern Mina und Jaimie. Die drei spielen gerade mit Luises Puppen Mutter, Vater, Kind.
    Hier bleiben wir 3 Nächte. Morgen Abend gehen wir in das Musical "König der Löwen", am Donnerstag wollen wir in das Schwimmbad "Badebucht" direkt neben dem Stellplatz und in die dazugehörige Sauna und am Freitag gehen wir in die "Bullerei", das Restaurant von Tim Mälzer in Hamburg. Zum Mittagstisch, da wir nachmittags weiter fahren wollen, zum Ratzeburger See auf den Naturcampingplatz Buchholz. Dieser gehört der Familie Schwake, die wir in Spanien kennengelernt haben. Luise freut sich schon auf ihren Freund Maxi. Wir wollen dort 4 Nächte bleiben, auch um die weitere Route nach Dänemark zu planen. Ich liebe es, unterwegs zu sein.
    Apropos planen:
    Meine neueste Idee ist ein Sabbathjahr in 8 Jahren, zu Beginn meiner Pension.
    Die Route nimmt auch schon Formen an. Ich stelle mir 3 Monate im Spätsommer und Herbst in Bayern/Österreich und Südtirol mit dem WOMO vor. Im Winter dann Neuseeland (eine Flugreise, anders geht es leider nicht) und im Frühling und Sommer Skandinavien, wieder mit dem WOMO. Jens erklärt mich für verrückt, mir macht es aber einfach Spaß Pläne zu schmieden.
    Bis dahin ist ja noch etwas Zeit um Dinge zu klären. Wie z.B. was macht Luise?und wer betreut unseren Hund?, und welchen Hund eigentlich? Ich finde, Spontanität und langfristige Planungen schließen sich nicht aus.
    Liebe Grüße von der weit vorausschauenden Truckerlady Karin, ihrem Steward Jens und den Passagieren Luise und Martha
    Läs mer

  • Wir schlemmen uns durch Norddeutschland

    31 maj 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 12 °C

    Currywurst und Franzbrötchen in Hamburg, Matjes "Hausfrauenart" auf Schwarzbrot in Wedel, Schweinelende, Wildschweinbratwurst und Spargel am Ratzeburger See, Marzipan in Lübeck, Fischbrötchen in Kiel und und und. Die einzige, die leider immer wählerischer bei ihrem Futter wird, ist Martha. Und schon mache ich mir Sorgen.
    Vor lauter Schlemmerei bleiben wir auch viel länger als geplant an den einzelnen Stationen.
    Ich habe mit Schrecken festgestellt, dass wir nur noch 6 Wochen Zeit haben. Und wir wollen doch durch Dänemark nach Schweden. Wir sind echt lahme Schnecken.
    Hier der Rückblick der letzten Tage:
    In Hamburg haben wir uns das Musical "König der Löwen" angeschaut, ein echtes Erlebnis. Außerdem waren wir in der Badebucht in Wedel. Ein superschönes Schwimmbad mit noch schönerer Sauna.
    Ich schrieb bereits von den Kindern Jaimie und Mina, unseren Stellplatznachbarn. Die beiden sind uns echt schnell ans Herz gewachsen. Die Mädels haben schön miteinander gespielt und abends haben wir "1, 2, 3 ich bin frei" gespielt. Bis weit nach 22.00 Uhr, es ist so lange hell.
    Am nächsten Tag bin ich am Deich entlang gelaufen. Auf dem Hinweg bei strengem Gegenwind, auf dem Rückweg dann wunderbar "geschoben" vom Wind.
    Am Abreisetag waren wir mittags bei Fährmannssand in Wedel essen. Köstlich!
    Danach ging es weiter an den Ratzeburger See. Auch hier galt es "Freunde", kennengelernt in Spanien, zu besuchen. Auf deren eigenen Naturcampingplatz Buchholz. Was soll ich sagen, der CP ist sehr schön. Wir sind mit den Rädern am See entlang nach Ratzeburg gefahren und Luise hat mit Maxi gespielt und sogar "gebadet", aber nur bis zu den Knien.
    Heute Mittag waren wir in Lübeck und haben natürlich Niederegger Marzipantorte gegessen, himmlisch.
    Jetzt stehen wir in Kiel auf einem Stellplatz direkt am Nord-Ostsee-Kanal an einer Schleuse. Die Schiffe zu beobachten ist besser als jedes Kinoprogramm.
    Morgen möchten wir wieder in ein Schwimmbad. Erstens tut uns eine Dusche gut und zweitens möchte Luise ihr Silberabzeichen machen. Hoffentlich hat sie genug geübt und es gelingt ihr.
    Danach fahren wir nach Dänemark. Welche Route wir genau wählen, ist noch offen. Wir werden sehen.
    So, jetzt setze ich mich nochmal vors WOMO und gucke Schiffe.
    Liebe Grüße von Karin und ihrem Winkearm
    Läs mer

  • Warum war ich eigentlich noch nie in ...

    5 juni 2022, Danmark ⋅ ☁️ 16 °C

    Dänemark? Hier ist es super schön.
    Seit dem letzten Fußabdruck ist wieder einiges passiert, hier die einzelnen Schritte.
    Nach einer ruhigen Nacht in Kiel sind wir nach Eckernförde aufgebrochen. Und dort hat Luise in einem kleinen aber feinen Schwimmbad ihr DLRG Silberabzeichen gemacht. Wir sind sehr stolz. Allein das Aufnähen des Abzeichens auf einen Badeanzug lässt mich in Angstschweiß ausbrechen. Ich habe Luise auf zu Hause vertröstet. Nach der Anstrengung haben wir uns in der Sauna entspannt und uns in der Ostsee abgekühlt (nur die Füße, wenn ich ehrlich bin).
    Am nächsten Tag haben wir Deutschland verlassen und sind nach Dänemark gefahren. Auf einem CP in Sonderborg haben wir uns erstmal "akklimatisiert". Die Stadt liegt direkt an der Ostsee mit schönem slot (Schloss) und nettem Stellplatz. Auf diesen sind wir nach der Nacht auf dem CP gefahren und haben einen Stadtrundgang gemacht und uns fürs Abendessen fangfrischen Fisch gekauft, direkt vom Fischkutter und vor unseren Augen filettiert. Nachmittags sind wir dann nach Fynshav gefahren, um mit der Fähre auf die Insel Fyn überzusetzen. Die Fahrt war kurz und sehr erholsam. Wir haben uns auf Deck den dänischen Seewind um die Nase wehen lassen und ich hatte keine Zeit seekrank zu werden. Was auch daran lag, dass ein ganzer Schwarm wild tätowierter Rocker mit an Deck waren. Ich war die ganze Zeit damit beschäftigt, an allen möglichen und unmöglichen Stellen deren Körper Tätowierungen zu bestaunen. Die Rocker hatten Kutten von den "no names" an und kamen aus Deutschland, Schweden und Dänemark. Total nette Typen.
    Auf der Insel angekommen sind wir nach Faaborg gefahren. Der erste Eindruck von Fyn ist sehr schön. Wir sind durch grüne, leicht hügelige Landschaften gefahren und durch kleine Örtchen mit wunderschönen Häusern und Höfen. In Faaborg haben wir auf einem Stellplatz direkt an dem kleinen Hafen übernachtet.
    Am nächsten Morgen sind wir wieder ca. 40 Kilometer nach Svendborg gefahren. Auch hier standen wir auf einem Stellplatz direkt in der Marina. Aber hier war das volle Leben, mit Livemusik und vielen feiernden Dänen. Direkt neben dem Stellplatz ist ein Skaterpark, der bis spät in den Abend gut besucht war. Auch Luise ist wie die Wilde gerollt, auf Inlinern und ihrem Skateboard. Erst spät in der Nacht war es ruhig genug (und auch dunkel genug) um zu schlafen wie in Abrahams Schoß.
    Heute stehen wir wieder ca. 40 Kilometer weiter in Nyborg. Und wieder am Hafen und in einer tollen Stadt. Das Wetter ist übrigens seit Tagen richtig gut. So haben wir heute Mittag vor dem WOMO in der Sonne gesessen und gelesen. Und ein lecker Eis war natürlich auch drin.
    Jetzt schauen Jens und Luise irgend einen Disneyfilm in der Glotze und ich lasse meine Gedanken schweifen und bringe einen Teil davon zu Papier.
    Morgen verlassen wir die Insel Fyn und fahren zurück aufs Festland, nach Billund ins Legoland. Ich kenne das "deutsche" Legoland in Günzburg und bin schon sehr gespannt auf das "Original".
    Und dann?
    Zitat Luise: Was machen wir heute außer fahren und homeschooling und essen und schlafen?"
    Es wird sich ergeben.
    Ich freue mich auf das weitere Dänemark und danach natürlich auf Schweden.
    Liebe Grüße und Farvel von Karin
    Läs mer

  • Vom Donner gerührt - vom Blitz getroffen

    8 juni 2022, Danmark ⋅ ⛅ 16 °C

    Vorgestern Abend hat ganz in der Nähe unseres Stellplatzes der Blitz eingeschlagen. So nahe, dass der FI-Schutzschalter rausgeflogen ist. Wir haben dies allerdings erst am nächsten Morgen bemerkt, so fest schlafen wir hier.
    Wir standen 2 Nächte in Billund (Gewitternacht und Regennacht), Luise und Jens waren im Legoland. Den ganzen Tag bei strömendem Regen. Es muss wohl echt cool gewesen sein.
    Ich habe an diesem Tag gespült, geputzt und eingekauft. War auch echt cool.
    Heute Morgen sind wir dann weiter in den Norden gefahren. Wir stehen heute für eine Nacht auf dem Campingplatz in Randers. Wieder ein echt schöner Vetreter seiner Sorte.
    Heute Mittag waren wir im Schwimmbad in Randers und wir waren fast allein. So konnte ich in aller Ruhe meine Bahnen ziehen. Jens und ich waren auch noch in der Sauna und jetzt gerade sind wir frisch geduscht und gesättigt.
    Morgen wollen wir weiter nach Frederikshavn und von dort aus mit der Fähre nach Göteborg übersetzten. Die Fahrt dauert 3 Stunden. Nach meinem letzten Fährerlebnis traue ich mir das zu. Ich hatte kurz überlegt, ob wir von Frederikshavn nach Oslo übersetzen wollen. Die Fährfahrt dauert allerdings 10 Stunden, das ist mir zu lang. Schade eigentlich, vielleicht beim nächsten Mal. Hier in Dänemark ist es nämlich so schön, dass wir auf jeden Fall wiederkommen.
    In dänisch: Vi vil vereint tilbage.
    In diesem Sinne:Godnat og sov godt Karin
    PS: Um 21.45 Uhr ist es noch hell, Wahnsinn!
    Läs mer

  • Kaum sind wir im Pippi Langstrumpf Land

    13 juni 2022, Sverige ⋅ ☀️ 16 °C

    Ist der Pippi Langstrumpf Schal fertig. Von Jens himself, mit viel Mühe und Ausdauer gestrickt, im Halbpatent, wen's interessiert.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Wir sind in Schweden! Und glücklich!
    Dänemark war schon super, Schweden auch.
    Unsere letzte Nacht in Dänemark haben wir in Frederikshavn verbracht. Beim Einschlafen haben wir die Wellen rauschen hören, so nah am Hafen war der Stellplatz.
    Ganz früh am nächsten Morgen klingelte der Wecker, wir wollten um 8.00 Uhr mit der Fähre nach Göteborg übersetzen. Was wir dann auch gemacht haben. Völlig entspannt, ohne QR-Code oder anderen Behördenkram. Noch nicht einmal Marthas Tierausweis wurde verlangt.
    Die Überfahrt dauerte 3 Stunden. Martha durfte sogar im WOMO bleiben, wir haben es uns auf sehr bequemen Sesseln und einer Bank gemütlich gemacht. Zum auf Deck sitzen war es leider zu kühl. Mir wurde nur mäßig schlecht, es war gut auszuhalten.
    Morgens um 11.00 Uhr waren wir dann in Schweden und sehr schnell ca. 40 Kilometer weiter auf dem CP in Marstrand in den Westschären. Und hier ist es genauso, wie man sich Schweden vorstellt. Süße Häuser in schwedenrot oder -gelb gestrichen wie hingewürfelt auf Felsen stehend oder kleine Städtchen direkt am Hafen.
    Wir sind für 3 Nächte geblieben, haben wunderschöne Wanderung über die Felsen und durch Wälder unternommen und Luise hat das Geschwisterpaar Lars und Eva kennengelernt. Die 3 haben gestern Abend bis 23.00 Uhr zusammen gespielt. Erst dann wurde es langsam dunkel.
    Heute Morgen sind wir noch ein Stückchen nach Norden gefahren. Wir stehen jetzt auf einem CP in Kungshamn, immernoch in den Westschären. Und hier sind die einzelnen Stellplätze wirklich auf den Felsen, sehr schön. Da es wirklich windig ist und wir ziemlich weit oben stehen, schaukelt unser WOMO fast wie auf See. Mal schauen, ob wir heute Nacht schlafen können, ich bin allerdings guter Dinge.
    Morgen wollen wir an den Vänernsee und dann zum Götakanal. So langsam müssen wir mit unserer verbleibenden Zeit haushalten. Aber noch genießen wir die Tage in Schweden. Ich bin gespannt, wo wir an Mitsommer, dem 21.6. sind. Die Schweden feiern diesen längsten Tag des Jahres wohl ausgiebig und wir wollen natürlich mitfeiern.
    Bis dahin ein Hej Hej an alle
    von Karin
    Läs mer

  • Auf der Suche nach schwedischen Toffeln

    18 juni 2022, Sverige ⋅ ☀️ 17 °C

    Die Nacht auf dem CP in Kungshamn war doch ruhiger als erwartet. Der Wind hat abends nachgelassen, sodass das WOMO nicht schaukelte und ich nicht seekrank werden musste.
    Am nächsten Morgen sind wir dann weitergezogen. Ich hatte uns Mariestad am Vänernsee als Ziel ausgesucht. Die Fahrt dorthin dauerte 2,5 Stunden bei moderatem Verkehr auf der Bundesstraße. Der Weg führte durch sehr schöne grüne Landschaft und an netten kleinen Städten vorbei.
    Auf dem Stellplatz angekommen (wieder ein toller Platz direkt am Hafen) haben wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht und dabei dem Glockenspiel der Kirche gelauscht. Die anschließende Shoppingtour ins Städtchen, immer auf der Suche nach Toffeln (Holzclogs), war entbehrlich. Wir haben nichts gefunden. Auf dem Rückweg haben wir und an einem Kiosk am Hafen mit Krabbenbrötchen fürs Abendessen eingedeckt und diese dann vorm WOMO sitzend in der Abendsonne verspeist.
    Am nächsten Morgen sind wir nur eine halbe Stunde nach Töreboda gefahren. Dieses süße kleine Städtchen liegt direkt am Götakanal. Der CP hat sensationell große Stellplätze direkt am Kanal, tolle Duschen und Toiletten, einen schönen Spielplatz und das beste zum Schluss: einen beheizten Pool. Luise war selig und natürlich zu jeder Tageszeit darin schwimmen. Außerdem haben wir noch 2 Fahrradtouren unternommen. Einmal 10 Kilometer nach rechts, am nächsten Tag wieder 10 Kilometer nach links. Immer schön eben, direkt am Götakanal entlang. Pausen haben wir für ein Picknick und den Sprung ins kühle Nass gemacht. Wobei ich nur gegessen habe, das Schwimmen habe ich Jens und Luise überlassen. Gestern waren die Temperaturen auch fast so hoch, dass man ins Schwitzen hätte kommen können, aber halt nur fast. Und nichts im Vergleich zu den Temperaturen in Deutschland.
    Nach 4 Nächten werden wir morgen nach Berg aufbrechen. Der Ort liegt etwas weiter östlich auch noch am Götakanal, der insgesamt 190 km lang ist und die Verbindung zwischen Göteborg im Westen und Stockholm im Osten ist und durch mehrere größere und und kleinere Seen führt und unzählige Schleusen hat. Genau so eine 7-stufige Schleuse wollen wir uns anschauen. Vielleicht fahren wir danach noch weiter an den Anfang (oder das Ende, je nach Betrachtungsrichtung) des Götakanals nach Mem.
    Oder wir fahren weiter nach Vimmerby ins Astrid- Lindgren-Land.
    So, fertig für heute. Jens schaut mit Luise "Susi und Strolch", ich verziehe mich ins Bett zum Lesen.
    Jens und ich sind beide ziemlich erschöpft, da wir heute Mittag schon Bier und Schnaps trinken mussten. Diese Geschichte noch ganz am Ende:
    Heute war es sehr windig und Jens, der alte Fuchs, hat bei seinem Hunderundgang über den Platz 2 WOMO entdeckt, deren Markisen vom Wind schon ganz zerfleddert waren und drohten komplett kaputt zu gehen. Die Besitzer waren ganz offensichtlich nicht zu Hause. So hat Jens sofort gehandelt und ein schwedisches Paar um Hilfe gebeten. Mit vereinten Kräften, sogar Luise hat mitgeholfen, konnten wir die Markisen ohne größeren Schaden einrollen. Das Bier (griechisches) und den Schnaps (irgendwas selbstgebranntes, süßes) hat uns der dankbare Besitzer des einen WOMO ausgegeben, nachdem er zurückgekehrt war. Und eine Einladung zum Trinken darf man natürlich nicht ausschlagen. War auch lecker und wenns der Völkerverständigung dient, na dann
    Skål und liebe, beschwipste Grüße
    PS: Beim nächsten Eintrag trage ich hoffentlich Toffeln an meinen Füßen
    Läs mer

  • Jetzt gefallen mir sogar Tagetes

    24 juni 2022, Sverige ⋅ ☀️ 27 °C

    Schweden machts möglich.
    Auf unserem vorletzten Stellplatz in Borensberg am Götakanal (wir sind doch nicht bis nach Berg gefahren) direkt am Kanal waren Pflanzkübel mit Tagetes in 70er Jahre orange und Lavendel in lila gepflanzt. Und das sah sehr schön aus. Leider habe ich verpasst ein Foto zu machen. Auch sonst gibt es heute wenig Fotos, ich habe viel mit unserer richtigen Kamera fotografiert.
    In Borensberg haben wir 3 Nächte gestanden. Wir haben eine Fahrradtour am Kanal entlang gemacht (Luise und ich die kurze Version, Jens bis nach Berg und zurück, insgesamt 40 Kilometer) ich war laufen und Luise hat fleißig gelernt. Außerdem waren wir noch am Borensee zum Baden.
    Nach diesen 3 Nächten am Kanal sind wir am Mittwoch nach Vimmerby aufgebrochen. Wir standen für 2 Nächte auf einem funkelnagelneuen Stellplatz direkt an Astrid Lindgrens Welt. Diesen Theaterpark haben Luise und ich gestern besucht. Wir haben kleine Vorstellungen von Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberger und Madita angeschaut. Total schön, den Schauspielern hat man ihre Spiellust angemerkt. Abends haben wir uns mit Pizza und Döner gestärkt und Luise hat bis 23.00 Uhr mit einem schwedischen Mädchen gespielt. Es war noch hell und wunderbar warm.
    Auch heute ist es sommerlich, wir hatten während der Fahrt hierher 28 Grad. Das könnte unser wärmsten Ort auf der Reise werden. Geschwitzt haben wir nur fast.
    Wir stehen in Halmstad auf einem riesigen Campingplatz an der Ostsee, das hässlichen Wort "Touristencampingplatz" steht in der Beschreibung.
    Wir haben Vimmerby heute morgen zeitig verlassen und sind quer durchs Landesinnere nach Halmstad gefahren. Insgesamt knapp 280 Kilometer immer auf gut ausgebauten Landstraßen und durch schöne Wälder und durch kleine Orte. Gerne auch an oder über Seenlandschaften. Südschweden hat echt viele kleine Seen auf denen gerne Seerosen schwimmen, sehr idyllisch.
    Jetzt stehen wir hier auf besagtem großen CP inmitten von feierlustigen und schon leicht angesäuselten Schweden die ab heute Midsommar feiern. Und wir mittendrin, ist doch klar.
    Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass wir uns so langsam auf unserem Weg zurück in die Heimat befinden. Achtung Phrasenschwein: auch das schönste Sabbathjahr geht mal zu Ende.
    Am Montag haben wir Hochzeitstag, den 16. bereits, deshalb fahren wir erst am Dienstag weiter. Und dann direkt nach Dänemark. Von Dänemark ist Deutschland nicht mehr weit.
    Spätestens am 15.7. möchten wir zu Hause sein. Vorher möchte ich aber noch Schwedenclogs haben. Nur ungern könnte ich diese natürlich auch im Internet schießen.
    Gerade eben waren wir kurz am Strand und Luise und Jens natürlich auch im Meer. Doch plötzlich ist Luise weinend aus den Fluten gestapft und klagte über stechende Schmerzen in ihren Beinen. Wir sind schnell nach Hause gegangen, haben die Beine abgeduscht und eingecremt. Zur Ablenkung darf Luise jetzt TV glotzen und wir trinken Gin. Die Schmerzen sind vergessen.
    Nach dem Abendessen gehen wir zur Livemusik am Platze. Vorher kaufen wir Luise noch ein Blumenkränzchen und dann feiern wir ausgelassen Midsommar.
    Ab jetzt werden die Tage wieder kürzer, also nutzen wir die Zeit.
    Hejdå Karin
    Läs mer

  • Der liebe Gott meint es gut mit uns

    30 juni 2022, Danmark ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir haben Kaiserwetter, richtig sonnig, ca. 28 Grad und leicht windig!
    Am letzten Wochenende haben wir in Halmstad in Schweden Midsommar gefeiert.
    Auf dem Campingplatz waren viele Jugendliche und junge Familien, die gemeinsam gegessen, gespielt (Mölki, das Schwedenschach), gelacht und getrunken haben. Das ganze hat sich für mich wie eine Kombination aus Vatertag und Junggesellenabschied angefühlt, aber wirklich mit Kind und Kegel. Wir haben auch ein bisschen mitgefeiert. Jens und ich aus "sicherer Entfernung" vor dem WOMO und Luise mit vielen anderen Kindern auf dem Spielplatz. Um Punkt 0.00 Uhr war die Sause vorbei und alle sind in ihren Wohnwagen verschwunden.
    Am Samstag und Sonntag haben wir das Wetter genossen, sind Rad gefahren und Luise war wieder bis nachts auf dem Luftkissentrampolin des Spielplatzes.
    Am Montag war unser Hochzeitstag und ich bin zur Feier des Tages in der Ostsee schwimmen gewesen. Nicht wirklich entspannt, aber wenn man mal drin ist, dann geht's.
    Am Dienstag sind wir dann über Helsingborg mit der Fähre nach Helsingør in Dänemark gefahren. Die Fährfahrt dauerte keine 30 Minuten und war sehr erholsam. Wir haben auf dem Sonnendeck gestanden und uns von Schweden verabschiedet, mit direktem Blick auf Dänemark. In Helsingør angekommen sind wir erstmal um die Schlossanlage spaziert und haben im Hafen Fischbrötchen gegessen. Danach ging es weiter nach Kopenhagen.
    Hier standen wir für 2 Nächte auf einem tollen Stellplatz direkt an dem neuen Oceansvej, dem Terminal für Kreuzfahrtschiffe. Und so lag jeden Morgen auch so ein Ozeanriese direkt vor unserer Haustür. Die Größe ist beeindruckend, damit fahren möchte ich allerdings nicht. Ganz abgesehen vom katastrophalen ökologischen Fußabdruck.
    Apropos Fußabdruck: Gestern sind wir per Fahrrad nach Kopenhagen gefahren und haben die Stadt erkundet. Kopenhagen hat ein super Radwegenetz, was von jedem Hauptstädter, der was auf sich hält, genutzt wird. Es hat richtig Spaß gemacht und Luise hat gestern ihre praktische Prüfung für den Fahrradführerschein gemacht (gefühlt natürlich nur, und im Voraus). Der ganze Fahrrad hype hat aber auch zur Folge, dass wir uns gestern an jeder Ecke ein neues Fahrrad hätten kaufen können aber leider keine Clogs gefunden haben, schade.
    Auf dem Nachhauseweg waren Luise und Jens dann noch schwimmen. In einem Strandbad in einem Seitenkanal der Ostsee und mit direktem Blick auf die Kreuzfahrtschiffe.
    Heute Morgen habe ich schon gespült und Jens die Fahrräder auf den Träger gezurrt.
    Luise schläft noch. Die Aussage von gestern Abend, dass sie heute Morgen vor unserer Weiterfahrt homeschooling machen darf, lässt sie zur Langschläferin werden.
    So, jetzt trinken wir Kaffee und dann geht's weiter. Wir wollen noch ein bisschen in Dänemark bleiben, das Wetter ist wie gesagt so schön und auch sonst ist es sehr hyggelisch.
    Eben wacht Luise auf, ich ende deshalb jetzt.
    Liebe Grüße von Karin
    Läs mer

  • Mein vielleicht vorletzter Eintrag

    6 juli 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir sind wieder in Deutschland, schade und schön zu gleichen Teilen.
    Schade, weil unsere Reise spürbar und unwiderruflich zu Ende geht,
    schön, weil wir uns alle drei auf Hochheim freuen.
    Letzte Woche waren wir noch in Dänemark, nach unserem Besuch von Kopenhagen
    sind wir in den Süden von Dänemark nach Rødby gefahren. Wir standen für eine Nacht auf einem sehr ruhigen, kleinen Stellplatz direkt an einem winzigen Hafen. Der Hafenmeister war sehr nett, er hat uns Duschmarken und Eis geschenkt. Offensichtlich sahen wir hungrig und dreckig aus. Natürlich haben wir das Eis gegessen und die Dusche genommen. Der Nachmittag war sehr entspannt, mit Harry Potter Lesung und Sonnenbad am Hafen. Genau das richtige Programm nach den aufregenden Tagen in Kopenhagen.
    Nach dieser ruhigen und erholsamen Nacht sind wir mit der Fähre über Puttgarden nach Travemünde gefahren. Es hat den ganzen Tag teils kräftig geregnet. Genau das richtige Wetter um Kilometer zu machen. In Travemünde ist die Sonne wieder rausgekommen, wir haben auf einem Stellplatz direkt neben Edeka "Jens" geparkt und fasziniert eine Möve beobachtet, die auf dem Faltdach eines Porsches ihr Geschäft erledigt hat.
    Abends haben wir dann fürstlich im "Ahoi" von Steffen Henssler gespeist.
    Am nächsten Morgen gings dann über Hamburg nach Bremen. Wir haben relativ spontan entschieden nicht nach Hamburg zu fahren. In Bremen wurde an diesem Wochenende im Metropol Theater "cats" aufgeführt. Darauf hatten Jens und ich deutlich mehr Lust als auf die Eiskönigin in Hamburg. Der Stellplatz in Bremen war super. Wir haben großes Glück gehabt, nach uns konnte nur noch ein WOMO einfahren, danach war der Platz komplett belegt. Mit dem Rad waren wir ruckzuck in der Altstadt mit Böttcherstraße und Schnoorviertel. Abends sind wir durch die nahe Schrebergartenanlage (schön alternativ und überhaupt nicht spießig) spaziert und haben Kirschen gepflückt. Am Sonntag waren wir in "cats", echt super.
    Am Montag haben wir sightseeing in Bremen gemacht, eine wirklich schöne Stadt.
    Am Dienstag sind wir dann nach Celle gefahren. Wir wollten unbedingt in die Sauna "Badeland", die wir auf unserem Hinweg nach Dänemark schon genossen haben. Und der Stellplatz hat uns auch gut gefallen. So sind wir hoch motiviert angekommen, allein die Sauna war wegen Sanierungsarbeiten geschlossen, so ein Mist. Nach kurzer Frustration sind Jens und Luise Minigolfen gewesen und ich habe gespült. Abends ist Luise Inliner gefahren und Jens, Martha und ich waren im Schlosspark spazieren.
    Heute um die Mittagszeit sind wir weiter nach Höxter gefahren. Wir stehen wieder auf einem schönen Stellplatz direkt an der Weser mit Blick auf die historische Altstadt von Höxter.
    Den Nachmittag haben wir mit homeschooling verbracht.
    Morgen Vormittag habe ich ein webinar, Jens und Luise wollen entweder nach Höxter spazieren oder bei Regenwetter Harry Potter fertig lesen. Mittags fahren wir dann weiter nach Bad Driburg, dort soll es eine tolle Sauna geben.
    Wie es dann weitergeht, weiß ich noch nicht.
    Bis zu meinem letzten Eintrag liebe Grüße von mir
    Läs mer

  • Blaue Stunde am Meer oder der "Letzte"

    12 juli 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 22 °C

    In den letzten 4 Tagen haben wir am westfälischen Meer gestanden, auch Möhnesee genannt. Wir waren auf einem sehr schönen Stellplatz mit Blick direkt auf den See. Luise und Jens waren täglich schwimmen und SUP fahren, ich bin mit Jens an die Staumauer geradelt und alle drei gemeinsam waren wir Eis essen. Gestern Abend hat Luise für mich ein Überraschungsdinner gekocht, ist das nicht süß. Sie war vormittags mit Jens einkaufen und abends gab es dann, am festlich gedeckten Tisch, Nudeln mit Bolognese nach dem Rezept von Ruth. Vorspeise und Nachtisch gab's auch, Salat mit Schafskäse und Plattpfirsiche, super lecker und echt rührend von meinen beiden Liebsten.
    Der See erinnert mich ein bisschen an den Edersee, nur kleiner und touristisch noch relativ unbeleckt. Ach so, habe ich vergessen: Am Sonntag haben wir eine Schiffstour unternommen, das war auch sehr schön.
    Seit heute Mittag sind wir in Arnsberg im Hochsauerlandkreis und wir waren in dem Schwimmbad "Nass" zum Schwimmen und Saunieren. Die Saunalandschaft war sehr schön mit einem tollen Außenbereich.
    Nach unserem letzten Saunabesuch letzten Donnerstag in Bad Driburg haben wir spontan Besuch bekommen. Rainer, der genau dort eine REHA macht, hat meinen footprint gelesen und unsere Route verfolgt. Auf ein Bier saßen wir gemeinsam im WOMO, das war nett.
    Jetzt sitzen wir noch ein bisschen draußen, essen Fischstäbchen mit Kartoffelbrei und betten dann unsere müden Häupter zum vorerst letzten Mal in den WOMO Betten.
    Natürlich möchte ich vorher noch einen kleinen Rückblick starten.
    Im Laufe unsere Reise sind wir häufig gefragt worden, was am Schönsten war. Luise antwortet dann immer, der Besuch ihrer Freundin Emma in Österreich. Jens und auch ich können das gar nicht so genau sagen. Ich weiß nur, dass ich mich wirklich überall wohl gefühlt habe und kein einziges Mal Unwohlsein oder sogar Angst verspürt habe.
    Ganz im Gegenteil: ich habe mich jeden Abend auf den Spaziergang mit Martha und Jens gefreut und auf den Kaffee am nächsten Morgen. Als absoluten Luxus habe ich es empfunden, morgens nicht vom Wecker geweckt zu werden. Wir konnten (fast) immer Ausschlafen und deshalb auch abends ins Bett gehen, wann wir wollten. Das war manchmal schon um 21.00 Uhr, manchmal aber auch erst um 02.00 Uhr. Vor der Umstellung nach den Sommerferien habe ich ein bisschen bammel. Dann hat das Lotterleben ein Ende, leider.
    Eine weitere interessante Erfahrung ist außerdem, dass wir als Famile gut "funktionieren", will heißen, wir sind uns nicht auf den Geist gegangen, trotz täglichem Beisammensein rund um die Uhr. Offensichtlich haben wir uns gern, zum Glück. Und langweilig war mir keine Sekunde, so viel gab es zu sehen und zu erleben. Mit dem Ausspruch "Ach, ist das schön hier!" habe ich, manchmal mehrmals am Tag, bemerkt, wie gut es mir geht.
    Und was wirklich noch sehr schön ist, unsere alte Martha hat durchgehalten und im besten Fall die Zeit mit uns genossen, sagen kann sie es uns nicht. Darüber bin ich sehr dankbar.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hoffe, dass das nicht unsere letzte längere Reise war, ich würde alles wieder genau so machen, wir wir es gemacht haben.
    In diesem Sinne schließe ich jetzt meine Aufzeichnungen, mit einem Kloß im Hals und einem vollen Herzen.
    Ich freue mich auf euch alle,
    liebe Grüße und bis bald, Karin
    Ohne PS geht's doch nicht:
    PS: Ich habe ca. 60 footprints verfasst, dieser ist glaube ich, der erste, in dem ich das Wetter nicht ein einziges Mal erwähnt habe, und dabei bleibt es auch!
    Läs mer

  • Booklist meiner Reise

    15 augusti 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 19 °C

    In diesem Jahr habe ich einige Biographien gelesen und dabei bemerkt, dass es "üblich" ist im Anhang an ein Buch eine "playlist of my life" zu setzen.
    Ich habe keine playlist aber eine booklist.
    Lesen ist ein Hobby von uns, was im Alltag oft zu kurz kommt, im Sabbathjahr haben wir alle drei uns dafür wieder mehr Zeit genommen.
    Luise liebt es nach wie vor, vorgelesen zu bekommen. Dass Jens ihr Harry Potter vorgelesen hat, habe ich in meinen footprints oft erwähnt. Meine Aufgabe war es, ihr aus dem Kindle e-book Bücher vorzulesen. Ich habe mal nachgezählt. Es waren insgesamt 16 Bücher von Petronella Apfelmus, die drei ??? kids, die drei !!!, TKKG und die Schule der magischen Tiere. Als "echte" Bücher haben wir "Frida und die Blaubeersuppe" und "Frida und die fliegenden Zimtschnecken" und "Alea Aquarius" gelesen.
    Und nach all dem Vorlesen war noch Zeit für mich, "meine" Bücher zu lesen.
    Hier jetzt die Liste:
    Sebastian Fitzek: Der erste letzte Tag
    Hubertus Meyer-Burkhardt: Diese ganze Scheiße mit der Zeit
    Astrid Ruppert: Die Winterfrauen
    Michaela May: Hinter dem Lächeln
    Ildiko von Kürthy: Morgen kann kommen
    Micky Beisenherz: ... und zur Apokalypse gibt es Filterkaffee
    Atze Schröder: Blauäugig
    Mirja Boes: Es ist nicht alles Mett, was glänzt
    Bettina Tietjen: Früher war ich auch mal jung, Unter Tränen gelacht, Tietjen auf Tour
    Johann König: Blinder Gallerist
    Neben dem Vorlesen für Luise und dem Selbstlesen habe ich meine Nase natürlich auch sehr regelmäßig in unterschiedliche "Camper-Apps" gesteckt. Die Campingplätze und Stellplatzaufenthalte sollte ja schließlich gut recherchiert sein und auch über die jeweiligen Sehenswürdigkeiten habe ich mich informiert.
    Läs mer

  • Danksagung

    15 augusti 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 22 °C

    Und nun die Liste der Menschen, denen ich besonders danken will.
    Die Reihenfolge ist beliebig und soll keine Wertung darstellen.
    Jens, der alle Ideen von mir mitgetragen hat und sich auch bei der Reiseroute voll auf mich verlassen hat. Das nenne ich Vertrauen.
    Luise, die sich in ihr "Schicksal" ergeben hat und hoffentlich auch ein bisschen Spaß hatte. Ich weiß sehr wohl, dass für sie die Reise mit den größten Umstellungen verbunden war.
    Meiner Mutter, bei der wir kistenweise unseren Hausstand verwahren durften und die uns während der verschiedenen Zwischenstopps in Hochheim bei sich aufgenommen hat.
    Meinem Bruder Peter, der regelmäßig die lästige Post für uns vorsortiert hat und uns so über alle wichtigen Dinge auf dem Laufenden gehalten hat.
    Ich danke meiner ganzen Familie, die mich mit einem guten Gewissen hat starten lassen und mich so lange über den immer schlechter werdenden Zustand meines Vaters im Unklaren gelassen hat, bis es an der Zeit war, nach Hause zu kommen.
    Nicht zu vergessen, dass alle mitgeholfen haben, meinen Vater in den letzten beiden Monaten zu pflegen und meine Mutter so gut wie möglich zu unterstützen und zu entlasten.
    Meiner "Fee" Monika, die immer nach dem Rechten gesehen und Haus und Hof gepflegt hat.
    Tobias Meier, der unser Haus vermietet hat und somit dafür gesorgt hat, dass wir durch die Mieteinnahmen ein schönes Taschengeld hatten und uns über unsere Finanzen keine Sorgen machen mussten.
    Und natürlich allen, die meinen Blog gelesen haben. Es hat mir viel Spaß gemacht diesen zu verfassen und ich habe mich sehr über die positive Resonanz gefreut.
    Läs mer

  • Nachwort

    15 augusti 2022, Tyskland ⋅ ☁️ 25 °C

    Während ich dieses Nachwort schreibe sitze ich in St. Englmar auf dem Balkon und trinke meinen ersten Kaffee.
    Hier in St. Englmar haben wir uns letztes Jahr in den Sommerferien auf unser Sabbathjahr vorbereitet und hier endet unsere Reise. Das Erlebnis ist somit rund.
    Die letzten 3 Ferienwochen waren wir nochmal in Krün (wir wurden vom 2. Bürgermeister für 15 Jahre Feriengäste geehrt) und jetzt für 5 Tage hier bei Paukners .So sahen unsere Sommerferien schon oft aus und nach den vielen Eindrücken während der Reise können wir hier nochmal ausruhen und uns mental auf die Zeit ab September einstellen.
    Jens freut sich darauf, dass er nur noch ein Schuljahr arbeiten muss (hoffentlich), Luise freut sich auf ihre neue Klasse und ihre Freundin Emma und ich freue mich auf die neue Herausforderung einer Mittelstufenklasse mit Ruth als Teamkollegin.
    Ein bisschen Trauer schwingt bei mir dennoch auch mit, jetzt ist das Sabbathjahr, auf das wir 6 Jahre hingefiebert und hingespart haben, endgültig vorbei.
    Mein Fazit lautet:
    Ich würde alles noch mal genauso machen, wie wir es gemacht haben!
    Läs mer

    Resans slut
    31 juli 2022