• Marvin van der Grinten
  • Marvin van der Grinten

Transafrika Westroute

Una aventura de 335 días de Marvin Leer más
  • Tag 248, 123 Km/34342 Km

    4 de mayo de 2025, Zimbabue ⋅ ⛅ 26 °C

    Ich habe fast die ganze Campsite am Abend für mich alleine, rund 500 Meter weiter steht ein weiteres Fahrzeug, ich sehe aber niemanden. Also stelle ich mich nach dem Trubel in Victoria Falls auf eine ruhige Nacht ein - ist dann aber nicht so. Sobald die Sonne untergegangen ist, explodiert das Leben rundherum, die ganze Nacht sind unzählige Tiere, klein wie groß in der Nähe des Autos zu hören. Nachts von einem grunzenden Hippo geweckt zu werden, ist zweimal schön, die anderen 18 Male dann nicht mehr ganz so. Um 06:00 geht es dann für mich los, die Sonne ist gerade im Begriff aufzugehen. Ich fahre den ganzen Tag durch den Nationalpark, auf der Suche nach Raubkatzen. Jeden Baum und jeden Schatten suche ich ab, ich singe sogar 'can you feel the love tonight' von Elton John, doch kein einziger Löwe möchte sich zeigen, das Gras ist einfach zu hoch. Ich schaue sogar so genau hin, dass ich die gut getarnte Eule im Baum sehe, nur leider halt keinen Löwen.
    Bleibt man im Hwange Nationalpark auf den Hauptstraßen, sind diese zwar gut zu befahren, die Chance auf Wildtiere ist auf den kleineren, einsamen Straße aber besser, also fahre ich hauptsächlich die kleinen Pisten. An einer Stelle brauche ich für 10 Meter 15 Minuten, die Stelle ist extrem steil, ausgewaschen und mit Steinen von 50 Zentimeter Höhe gespickt, dazu so schräg dass ich Angst habe Heiner würde umkippen. Ich muss mehrfach aus dem Auto aussteigen (Löwen gibt es ja offenbar eh keine, also ist das kein Problem) und die nächsten 20 Zentimeter planen, die 10 Meter sind vielleicht das schwierigste Stück der ganzen Reise. Immerhin werde ich für die Arbeit mit Elefanten, Schakal und Hippo belohnt.
    Ich bin am späten Nachmittag vollkommen am Ende, es ist wahnsinnig wie anstrengend es ist über Stunden im Auto zu fahren und von links nach rechts nach Tieren Ausschau zu halten, zusätzlich war die Nacht ja kurz. Als ich dann am Camp ankomme, ist gerade eine Gruppe Paviane dabei, den Platz für sich einzunehmen. Die Affen wissen genau, wie man am Elektrozaun vorbeikommt. Auch wenn ich mittlerweile das einzige Fahrzeug auf dem Campingplatz bin, muss ich also am Abend alles sofort reinräumen, damit die Horde Affen nicht willkürlich mein Zeug klaut.
    Leer más

  • Tag 249, 118 Km/34460 Km

    5 de mayo de 2025, Zimbabue ⋅ ☀️ 26 °C

    Der letzte Tag im Hwange Nationalpark und damit auch in Zimbabwe beginnt so wie bereits viele Tage zuvor: ich repariere das Auto. Zum dritten Mal ist der Anschluss am Dieselkühler undicht, der Dichtring ist einfach platt. Also alles ausbauen, reinigen, neue Dichtmasse reinschmieren und hoffen, dass es noch ein paar Wochen gutgeht.
    Ich starte also etwas später und suche weiterhin Raubkatzen, fahre jede noch so kleine und schwierige Piste ab, gucke stundenlang von links nach rechts, rufe 'Jumanji' doch...nichts. Ein paar Elefanten, hier und da mal ein Zebra oder eine Giraffe, das war's. Ich mache eine kurze Mittagspause am Camp, wo gerade als ich ankomme heute mal die Warzenschweine statt der Paviane für Unruhe sorgen und immer wieder durchs Restaurant rennen.
    Nach Stunden auf der Suche nach seltenen Wildtieren gebe ich irgendwann auf. Auch wenn der Park landschaftlich auch ohne Tiere echt unglaublich schön ist, ist es am Ende schade, nach vielen Stunden Safari dann nicht wirklich was zu sehen. Es wird also höchste Zeit, den Nationalpark zu wechseln. Vielleicht habe ich in den nächsten Tagen in Botswana mehr Glück.
    Leer más

  • Tag 250, 175 Km/34635 Km

    6 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 26 °C

    Über eine Buschpiste fahre ich am Morgen in Richtung Botswana. Vor Abreise hat man mich gewarnt, die Piste sei schlecht, ist sie dann aber überhaupt nicht - ganz in Gegenteil. Die Landschaft ist auf der einsamen Offroad-Straße unglaublich, ich sehe fast mehr Tiere als im Nationalpark selbst. An einer Stelle ist die Brücke, die über einen der Flüsse führt, eingebrochen. Ich kann aber ohne Probleme durch den Fluss fahren, zum Glück hat dieser aktuell so gut wie kein Wasser.
    Ich erreiche einen winzigen Grenzposten, an dem genau vier Personen anwesend sind: der Polizist, der Zöller, einer der die Schranke bedient und ich. Die schnellste Grenze Afrikas, ich reise innerhalb von einer Minute aus Zimbabwe aus. Bei der Ausreise werde ich freundlich vom Polizisten gefragt, ob ich ein Bier für ihn hätte, schließlich ist es bereits halb 11 am Morgen. Die armen Kerle sitzen mitten im Nirgendwo ohne Internetempfang, also sorge ich mir einer Runde Bier für etwas Zeitvertreib. Als die Schranke aufgeht, werde ich mit 'Daumen hoch' und offener Bierdose aus Zimbabwe verabschiedet.
    In Botswana geht es ähnlich weiter. "Du kommt ohne Visum? Kein Problem, hier der Stempel!" Die Einreise ist kostenfrei, man ist super freundlich und Pass und Carnet wird von der gleichen Person gestempelt. Länder Afrikas, so geht Tourismus! Lediglich darüber, dass ich den Einreisezettel mit einem roten Stift ausgefüllt habe, wird bemängelt. "Rote Stifte benutzen in Botswana nur die Lehrer." Nachdem ich Schuhsohlen und Autoreifen durch ein Desinfektionsbad gezogen habe, geht es weiter nach Kasane, eine der Touristenhochburgen Botswanas. Der Chobe-River gabelt sich hier an einer Stelle auf und bildet eine Insel, welche ein Hotspot für Wildtiere ist. Ich organisiere für den Nachmittag eine Bootsfahrt einmal rund um die Insel und tatsächlich hält der Ort was er verspricht. Krokodile, Hippos, Elefanten, dazu die ersten Büffel (und damit Nummer 4 der 'Big Five' des südlichen Afrikas), das ganze im Licht der untergehenden Sonne, ein absolutes Highlight Afrikas. Entsprechend gut besucht ist der Ort, die Ufer sind voll von Hotels und Restaurants, eine Sache an die ich mich immer noch nicht so richtig gewöhnt habe und die man stellenweise durchaus auch als 'Massentourismus' bezeichnen könnte.
    Leer más

  • Tag 251, 120 Km/34755 Km

    7 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich brauche den Vormittag zum Organisieren der nächsten Tage, starte also erst gegen Mittag in den Chobe-Nationalpark. Rund um das Einfahrtstor ist der Park voller Touristen, die in Safarifahrzeugen durch die Gegend gefahren werden. Alle 10 Sekunden kommt mir ein Auto entgegen, bei jedem Wildtier stehen schon mindestens zwei Fahrzeuge. Nicht mein Ding, also fahre ich weit rein in den Nationalpark und je weiter ich fahre, umso leerer wird es, schließlich bin ich über Stunden alleine. Die Anzahl der Elefanten ist unglaublich, ich sehe unzählige Herden, zum Teil mit Neugeborenen, die ängstlich hinter ihren Eltern herrennen. Dazu Giraffen, Impala, Kudu in riesiger Anzahl, der Chobe ist in der Tat einer der großen Highlights von Afrika. Eine Gruppe wilder Elefanten auf nahe Distanz zu sehen bedeutet jedes Mal Adrenalin, oft Drohen die großen Bullen heftig mit dem Kopf wackelnd, verziehen sich dann aber zum Glück immer wieder mit lautem Trompeten. Hier, weit weg vom Eingangstor und den Touristenfahrzeugen muss es nicht unbedingt sein, dass ein tonnenschwerer Elefant Heiner auf die Motorhaube tritt weil ihm gerade danach ist.
    Da wo es Elefanten gibt, gibt es auch Mistkäfer, die immer wieder die Hinterlassenschaften der Dickhäuter zu einem kleinen Ball drehen und diesen dann über den Savannenboden rollen.
    Die Natur ist im Vergleich zu Zimbabwe hier vollkommen anders, Baobab-Bäume zieren die Pisten, immer wieder ist der hellblaue Chobe-River zu sehen.
    Leider gibt es auch heute keine Raubkatzen also fahre ich kurz vor Sonnenuntergang aus dem Park und in die Stadt. Ich gehe einkaufen, lade alles voll, betanke sogar die Reservekanister. Die nächste Stadt ist Maun, die ich über einen anspruchsvollen 4x4-Track mitten durch den riesigen Chobe irgendwann in ein paar Tagen erreichen werde. Vielleicht habe ich morgen mehr Glück und sehe irgendwo auf dem Weg durch den Nationalpark eine Raubkatze.
    Leer más

  • Tag 252, 259 Km/34996 Km

    8 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich verlasse Kasane so früh ich kann, bin schon kurz nach Sonnenaufgang auf den Beinen denn ich ahne, was mir heute bevorsteht. Um nach Maun zu gelangen gibt es zwei Optionen, ich kann entweder die lange und öde Asphaltstraße oder die Offroadpiste durch den Chobe nehmen. Mir ist klar, dass die Strecke durch den Chobe extrem schwierig und einsam ist, aber natürlich kann ich der Verlockung nicht widerstehen. Schon gestern hat man mich am Eingangstor zum Nationalpark gewarnt, mir gesagt ich soll die Strecke nicht alleine fahren und früh aufbrechen. Zumindest mit dem früh aufbrechen klappt es. Die ersten Hundert Kilometer sind noch asphaltiert, Elefanten kreuzen am frühen Morgen immer wieder die Straße, dann beginnt die Piste. Der Chobe besteht größtenteils aus Sandboden, somit besteht der Track größtenteils aus Weichsand. Es ist, als würde man durch die Wüste fahren nur mit dem Unterschied, dass links und rechts Bäume stehen. Bei den großen Tiefsandfeldern muss ich Heiner im zweiten Gang mit Vollgas am Drehzahllimit durch den Sand hämmern, bleibe ich stehen, stehe ich hier vermutlich sehr lange. Es gibt immer wieder Anstiege, die im Sand gerade so schaffbar sind, vor allem am Mittag wenn der Sand durch die Sonne warm ist und das Auto kaum mehr Grip hat. Das mir über Stunden kein anderes Fahrzeug begegnet und es null Empfang gibt, damit hatte ich gerechnet, ist mittlerweile keine ungewohnte Situation mehr.
    Irgendwann komme ich am Eingangstor zum Chobe-Nationalpark an. Die Straße wird kurz besser, zur Belohnung gibt es die volle Bandbreite an Wildtieren Afrikas, Elefanten, riesige Zebraherden von 350-400 Tieren und vor allem...Löwen! Neben den Löwen gönne ich Heiner dreißig Minuten Pause, lasse Stoßdämpfer, Getriebe und Motor mal etwas abkühlen.
    Dann folgt Teil zwei, ich fahre in das Savuti-Schwemmland. Das Schwemmland wird zur Regenzeit vollkommen geflutet und der erdige Boden komplett aufgeweicht. Endet die Regenzeit, entsteht eine erdige Paste. Elefanten durchwandern nun diese Paste und sinken 10-15 Zentimeter tief in den Boden, scheint dann weiter die Sonne wird der Boden betonhart. Ein Buschtrack führt nun durch dieses Schwemmland, die Piste ist eigentlich unbefahrbar. Über Stunden reihen sich tausende Elefantenkrater aneinander, stellenweise noch weich, oft aber knüppelhart. Eigentlich bräuchte man ein Kettenfahrzeug um hier durchzukommen. Ich sinke mehrfach tief ein, bleibe stecken, das Heck bricht aus, ich bin fahrtechnisch am absoluten Limit. Differentialsperre und Untersetzung kommen immer wieder zum Einsatz, an einer Stelle sinkt eines der Hinterräder so tief in einen der Krater, dass es weder vor noch zurück geht, die Achse liegt auf dem Boden auf und ich bin jetzt erstmal mitten im Busch damit beschäftigt das Fahrzeug wieder frei zu bekommen. Ich bin mir sicher, dass die Armee von Botswana hier ihre Fahrzeuge testen könnte.
    Viele Stunden später komme ich an meinem Tagesziel an, es gibt eine luxuriöse Campsite direkt am Parkausgang. Die Campsite ist brandneu und noch unbekannt, somit zahle ich 25€ für die Nacht statt 100€ wie in der Gegend für einen solchen Platz üblich. Botswana ist bislang das mit Abstand teuerste, luxuriöseste und exklusivste Land in Afrika.
    Noch am Abend spüre ich die Erschöpfung, auch der letzten Tage. Es gab seit drei Wochen keinen Tag mehr, an dem ich das Auto habe stehenlassen. Es wird höchste Zeit für einen Ruhetag.
    Leer más

  • Tag 253, 30 Km/35026 Km

    9 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 29 °C

    In der Nacht werde ich aus dem Schlaf gerissen, es ist 02:00 Uhr und stockdunkel, als ich rausschaue. Ich sehe nichts, höre aber Tiere. Zwei Hyänen stehen direkt neben den Auto, lachen immer wieder, ein Geräusch als stünde die Hexe von Blair Witch neben dem Auto, das Lachen fährt mir durch den ganzen Körper. Die Hyänen verziehen sich irgendwann, am nächsten Morgen sagt man mir, dass Hyänen im Camp ein echtes Problem sind. Sicherlich nicht in der gleichen Liga wie Löwen, zwei Hyänen möchte man trotzdem nachts nicht begegnen.
    Ich gönne mir nach der spannenden Nacht am nächsten Tag etwas Ruhe, mache das Auto sauber, vor allem den Kühler der voll von Insekten und Gräsern ist, wasche Wäsche, hänge etwas am Pool ab.
    Am Nachmittag kann ich es dann doch nicht lassen, noch eine kleine Runde mit dem Auto zu drehen. Der Chobe ist nur 5 Kilometer entfernt und es gibt keinen Zaun, also hoffe ich auf ein paar Wildtiere auch ohne den Park zu besuchen. Ich finde einen kurzen Offroad-Track nicht weit weg von der Campsite und dieses kurze Stück ist vollkommen unerwartet der absolute Wahnsinn. Es gibt fast noch mehr Tiere als im Nationalpark selbst, breites Schwemmland durchzogen von einem tiefblauen Fluss. Krokodile lauern an den Ufern, Elefanten fressen das grüne Gras, Hippos kämpfen und treiben im Wasser. Die Piste führt direkt an der Wasserkante entlang, ist oft überflutet aber immer gut befahrbar.
    An einer Stelle treiben drei Hippos im Wasser, zwei davon sind ausgewachsen, eines ist klein. Eines der beiden Alten ist ziemlich aggressiv, was ich so bei Hippos noch nie gesehen habe. Er kommt Schritt für Schritt näher, kommt immer wieder mit dem ganzen Oberkörper aus dem Wasser, ist irgenwann noch 10 Meter entfernt. Ich bin mir sicher, dass Hippos an Land mit den kurzen Beinen nicht schnell sind, ich stehe aber einen Meter neben der Wasserkante. Bevor es brenzlig wird, fahre ich weiter, das Hippo folgt mir im Wasser, vertreibt mich richtig.
    Kommt man einmal in seinem Leben ins südliche Afrika, reicht es eigentlich diese 10 Kilometer abzufahren, man hat alles gesehen.
    Ich fahre irgendwann zurück zum Camp, genug Erholung! Morgen geht es noch einmal in den Chobe, vielleicht kann ich die Hyänen dann auch sehen und nicht nur hören.
    Leer más

  • Tag 254, 90 Km/35116 Km

    10 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 29 °C

    05:30, ich stehe auf. Noch ist es vollkommen dunkel, als ich alles zusammenpacke. Es ist eiskalt, wie üblich für die Nächte in Botswana. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat sich bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt auf der Karosserie niedergelegt, rund um das Auto ist alles nass. In der Nähe sehe ich zwei Siebenschläfer, die ebenfalls schon bzw. noch auf den Beinen sind. Ich fahre schon in Richtung Chobe, als das erste Tageslicht zu sehen ist, komme noch vor Sonnenaufgang am Eingangstor an um die bestmögliche Chance auf Wildtiere zu haben. Der Boden ist voller Löwenspuren, die im feinen Sand der Fahrrinnen zu sehen sind. Der erste der am Morgen über die Straße fährt, vernichtet die Spuren - in diesem Fall ich. Leider verstecken sich alle Löwen, auch sind keine Hyänen und auch keine Leoparden oder Geparden zu sehen, dafür treffe ich auf eine riesige Herde Gnus, die genau in meine Richtung kommen und die Flucht ergreifen, als mich das erste Gnu entdeckt. Ein Stück weiter gibt es ein Wasserloch, an dem Ibis und Marabu sitzen. Wie die Geier ist auch der Marabu ein Aaßfresser und da es am Wasserloch nach Verwesung riecht muss irgendwo ein Tier gestorben sein, ich sehe jedoch keinen Kadaver.
    Ein Stück weiter ist eine Giraffe gerade dabei zu trinken, eine absolute Seltenheit, Giraffen nehmen ihre Flüssigkeit eigentlich ausschließlich über das Gras auf. Eine trinkende Giraffe habe ich erst ein einziges Mal vor vielen Jahren in Namibia gesehen.
    Eigentlich wollte ich nur eine kleine Runde gedreht haben, doch plötzlich ist es Nachmittag, also geht's zurück zur Campsite. Den Plan, am Abend noch eine Runde durch den Chobe zu drehen verwerfe ich, ich habe am Nachmittag den wunderschönen Pool komplett für mich alleine und liege lieber ein bisschen im Schatten herum (machen die Löwen schließlich auch so!). Da ich ein bisschen auf den Dieselverbrauch schauen muss und nicht mehr allzuviel Reserve habe, schadet es nicht das Auto am Nachmittag stehen zu lassen. Die nächste Tankstelle ist vier Fahrstunden entfernt.
    Leer más

  • Tag 255, 116 Km/35232 Km

    11 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 29 °C

    Ich breche am Vormittag auf und fahre in den Moremi-Nationalpark. Auf dem Hinweg in den Moremi gehört die Straße am frühen Morgen noch den Elefanten, unzählige Male muss ich anhalten und einen oder mehrere Elefanten passieren lassen. Kein einziger lässt mich vor.
    Der Moremi bildet die Brücke zwischen dem riesigen Okavangodelta und dem Chobe und da der große Fluss Okavango keinen Abfluss hat und in der breiten Ebene über Millionen Quadratkilometer versickert, ist es im Moremi deutlich schwieriger zu fahren als noch im Chobe, viele Straßen sind überflutet. Optisch ist der Park mal wieder ein Traum, es gibt die übliche Tierwelt mit Zebra, Hippo und Antilope. So langsam wiederholt sich alles, die Elefanten am Morgen und die Giraffe am Nachmittag, die spannenden Tiere sind alle kaum existent. Als ich am Nachmittag zurück zur Campsite fahre entscheide ich mich, dass es langsam Zeit wird die großen Nationalparks von Botswana zu verlassen und zurück nach Namibia zu fahren. Morgen wird also mein letzter Tag in der Region sein.
    Leer más

  • Tag 256, 60 Km/35292 Km

    12 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 28 °C

    Ich fahre am Vormittag zum Khwai-River, einem der Ausläufer des großen Okavango-Deltas. Der Fluss ist hier bereits sehr flach, ich könnte darin herumlaufen, ein paar Kilometer flussabwärts versandet auch dieser Arm des Okavango irgendwo in der Savannenebene. Über Jahrhunderte nutzen die Einheimischen Makoro-Boote und Stangen, um sich auf dem Fluss zu bewegen. Früher aus Holz, heute aus nachhaltiger Glasfaser. Ich frage mich durch, bis ich einen der Einheimischen finde der mich zwei Stunden mit dem Makoro durch die Gegend fährt. Das Delta ist unglaublich schön, die Wasserstraßen wurden über die Jahre von Hippos und den Booten selbst erzeugt. Es geht oft direkt durch die hohen Wasserpflanzen und ich muss aufpassen, mich an keinem der super scharfkantigen Blätter zu schneiden. Auf den Gräsern sitzen Frösche, die je nach Sonneneinstrahlung ihre Farbe von rot hin zu weiß wechseln können. Als wir irgendwann kurz davor sind, wieder am Ausgangspunkt zurück zu sein liegt ein Hippo im flachen Wasser. Wir können nicht vorbei. Das Risiko, dass das Hippo mit unserer Anwesenheit nicht einverstanden ist, ist zu groß, also parken wir das Makoro am Ufer und laufen den Rest zu Fuß. Der Makoro-Kapitän möchte mir das Hippo noch vom Flussufer zeigen, 'No Problem' wie er mir noch sagt...bis das Hippo dann der Meinung ist, dass es doch ein Problem ist dass wir uns zu Fuß auf 20 Meter genähert haben. Innerhalb von Sekunden springt es auf und rastet im Wasser kurz einmal aus um uns zu zeigen wer hier der Chef ist. Zum Glück haben wir uns nicht mit dem Makoro genähert.
    Um zurück zur Campsite zu kommen wähle ich am Nachmittag die Sandpiste am Fluss, die sich mal wieder als Glücksgriff herausstellt. Hunderte Elefanten in riesigen Herden grasen am Ufer und baden im Wasser, Affen klettern die Bäume auf und ab. Manchmal weiß ich gar nicht, welche der Fahrspuren ich nehmen soll, die Elefanten sind überall. Bei dem Spektakel dauert die Rückfahrt zwei Stunden länger als der Hinweg.
    So schön wie die Region hier auch ist, so langsam muss ich weiter. Wenn alles klappt, werde ich morgen Nachmittag wieder zurück in der Zivilisation sein, die Stadt Maun erreichen und langsam dann auch Botswana verlassen.
    Leer más

  • Tag 257, 140 Km/35432 Km

    13 de mayo de 2025, Botsuana ⋅ ☀️ 26 °C

    Ich verlasse die Region rund um den Chobe, fahre über die schlechte Sandpiste, vorbei an tausenden Schlaglöchern in Richtung Maun. Zum Abschied begegnet mir eine Gruppe Strauße, die an einer Stelle die Straße kreuzen. Heiner muss wieder durch ein Desinfektionsbad, ich muss aussteigen und ebenfalls durch die Flüssigkeit laufen um die Schuhe zu desinfizieren. Dann geht es weiter nach Maun, der viertgrößten Stadt von Botswana. Maun hat 85.000 Einwohner, fühlt sich für mich nach den vielen Tagen im Busch aber an wie eine Millionenstadt. Ich kaufe ein, gehe ins Restaurant und tanke voll. Für mehr reicht die Zeit leider nicht, es ist schon spät am Nachmittag und jetzt noch weiter bis nach Namibia zu fahren wäre viel zu weit. Ich suche in Maun also einen der vielen Campingplätze auf, die voll von Touristen und Trucks sind, die ganze Reisegruppen von A nach B fahren und hier zum Übernachten anhalten. Welch ein Kontrast zu den letzten Tagen.
    Noch am Abend kontaktiere ich einen der Buschmänner Namibias. Im Osten gibt es mit der Volksgruppe der Ju/'Hoansi noch eines der letzten wenigen Buschvölker des südlichen Afrikas. Um die Kultur zu erhalten und diese Touristen präsentieren zu können, gibt es ein 'Lebendes Museum', in denen Schauspieler die Lebensweise des Buschvölkes nachspielen. Sicherlich nicht mein Ding diese Touristenveranstaltung zu besuchen. Also habe ich nach wochenlanger Recherche einen Angehörigen der Ju/'Hoansi gefunden, der englisch spricht, mir die Kultur zeigt und mich dazu noch in seinem Dorf übernachten lässt. Ich werde dazu nicht den großen Grenzposten nach Namibia nehmen, sondern wieder einmal über eine Sandpiste und einen winzigen Grenzübergang in die dünn besiedelte Nord-Ost Region des Landes reisen. Ich habe aktuell keine Vorstellung, was mich die nächsten Tage bei den Buschmännern erwarten wird.
    Leer más

  • Tag 258, 445 Km/35877 Km

    14 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☁️ 25 °C

    Ich verlasse Maun so früh wie möglich, mache mich auf den Weg zurück nach Namibia. Der Westen Botswanas ist kaum mehr bewohnt, hin und wieder gibt es ein kleines Dorf, größtenteils bin ich alleine. Statt Elefanten kreuzen Rinder die Straße, statt Geier sitzen Tauben auf den Bäumen. Eine dieser Tauben wird in einem Dorf von einem vor mir fahrenden Fahrzeug getroffen, sofort rennen zwei Frauen auf die Straße und sammeln die Taube auf, die mit ziemlicher Sicherheit später dann verspeist wird. Auch sitzen Sperrlinge zu zehntausenden auf den Bäumen, die großen Schwärme fliegen immer wieder über die Straße. Es wird nach und nach einsamer, Touristen verirren sich in diese Region kaum, zumindest sehe ich den ganzen Tag keinen. Um das letzte Stück bis zur Grenze zu fahren, muss ich 130 Kilometer Piste überwinden. Ich biege also von der Asphaltstraße ab und bin mir nach wenigen Minuten sicher, dieses Stück nicht fahren zu wollen. Die Piste ist total zugewachsen, tiefe Sandpassagen schon auf den ersten Metern, hier ist seit Jahren niemand mehr langgefahren. Ich drehe also um, fahre 20 Kilometer zurück und probiere es mir einer anderen Straße, die dann deutlich besser ist als die Piste beim ersten Versuch. Die über 100 Kilometer bis zur Grenze ziehen sich trotzdem ewig hin. Ich begegne auf dem ganzen Stück niemandem. Schließlich erreiche ich am Nachmittag die Grenze, ein Zaun mit winzigem Grenzhäuschen davor, die kleinste Grenze die ich in meinem Leben jemals gesehen habe. Ich bin um 15 Uhr der Erste, der sich an diesem Tag in das Ausreisebuch einträgt. Ein Carnet de Passage hat man hier noch nie gesehen, "what is this?" werde ich gefragt. Verzollen kann ich das Fahrzeug nicht, es gibt keinen Zollbeamten an dieser Grenze. Die freundliche Polizistin stempelt das Carnet nach einiger Erklärung dann schließlich glücklicherweise.
    Bei der Einreise in Namibia ist man etwas pingeliger, man möchte genau wissen wohin ich fahre und wie lange ich bleibe, alles wird zig mal kontrolliert, vermutlich aufgrund fehlender Erfahrung mit Touristen. Ich verschreibe mich an einer Stelle im Einreisezettel, den ich auszufüllen habe. Als die Beamtin meinen Fehler bemerkt, muss ich einen neuen Zettel nehmen und neu anfangen. "Zur Strafe", wie sie sagt.
    Die Einreise dauert eine halbe Stunde, neben mir und den beiden Grenzbeamten ist die ganze Zeit niemand anwesend. Im Tsumkwe, einem Dorf mit 500 Einwohnern, einer kleinen Tankstelle und einem kleinen Holzverschlag als Supermarkt fahre ich von der Piste schließlich ein Stück tiefer in den Busch. Hier wartet
    !Amace, einer der letzten rund 2000 Buschmänner Namibias die noch auf traditionelle Art und Weise leben. Er ist der älteste der Familie, die aus rund 30 Personen besteht. !Amace spricht Englisch, hat mal eine Schule besuchen dürfen, normalerweise kommuniziert er aber nur mit Klicklauten. Sein genaues Alter kennt er nicht, seine Eltern haben ihm nicht gesagt, wann er geboren wurde. Da wir recht weit entfernt vom kleinen Dorf sind, bittet er mich mit ihm einkaufen zu gehen, ein Fahrzeug gibt es hier nicht und er müsste sonst Reis und Zucker in 10 Kilo Säcken zu Fuß bis in den Busch tragen. Das !Amace schließlich mit einem Auto mit deutschem Kennzeichen durch Tsumkwe gefahren wird, löst bei vielen Verwunderung aus, wir werden rund um den kleinen Shop zig mal angesprochen, Leute die uns vorbeifahren sehen bleiben stehen und starren uns hinterher. Die Freude ist bei der Familie von !Amace schließlich groß, als wir mit Tüten voller Lebensmittel zurückkehren, die Kinder lachen und springen neben uns herum, als wir mit den Lebensmitteln zur Hütte laufen. Die Damen bekleiden sich schließlich mit Antilopenleder, die Herren tragen nur einen kleinen Lendenschutz, als man beginnt am Abend rund um das Feuer zu tanzen. Eine kleine unreife Melone wird als Ball hin- und hergeworfen, es ist unglaublich mit wie wenig man hier glücklich ist.
    Heiner steht wenige Meter von der Feuerstelle entfernt, !Amace erlaubt mir die Nacht mit seiner Familie im Busch zu verbringen. Ich bin froh, eines der letzten Naturvölker des südlichen Afrikas besuchen zu dürfen, welches authentischer nicht sein könnte.
    Leer más

  • Tag 259, 256 Km/36133 Km

    15 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ⛅ 25 °C

    Die Nacht verläuft ruhig, alle schlafen früh und sind früh wach, die Hähne die herumlaufen lassen sowieso niemanden länger als 5 Uhr schlafen. Kurz nach Sonnenaufgang nimmt mich !Amace mit auf eine Runde durch den Busch, so wie er es jeden Tag tut. Zu sechst zieht er mit seiner Familie los um die Gegend nach Essbarem zu durchsuchen. Sein Sohn trägt einen Speer, !Amace selber Pfeil und Bogen, die Pfeile sind vergiftet. Falls wir auf eine Antilope treffen, wird diese mit den vorhandenen Waffen gejagt.
    Die Frauen der Runde sammeln Käfer von den Bäumen, die später in der Glut des Feuers geröstet werden. Mit Ausnahme von Reis und Zucker, welches ab und an (und dann auch nur, wenn Geld da ist) aus dem Dorf geholt wird, wird die komplette Nahrung aus der Natur bezogen. Es gibt kein Wasser und keinen Fluss in der Nähe, auch keinen Brunnen. Pro Tag benötigt die Gruppe rund 30 Liter Trinkwasser, diese müssen zu Fuß jeden Tag aus dem Dorf über 3 Kilometer herbeigetragen werden. Das Wasser dient nur zum Trinken und zum Kochen, gewaschen wird sich so gut wie nie. Die Töchter von !Amace graben Wurzeln und Knollen aus, jeder weiß genau was essbar und was ungenießbar ist. Alle sind dünn, sehr dünn sogar, bestehen eigentlich nur aus Haut und Knochen mit kaum vorhanden Muskeln. Die asketische Lebensweise erlaubt keinen anderen Körperbau. Ich bin mir sicher, dass ich hier keine drei Tage überleben würde.
    !Amace besitzt ein Smartphone, kann dieses aber nicht aufladen. Es gibt keine Stromquelle. Als wir zurück an seiner einfachen Behausung sind, lade ich sein Handy bei mir im Auto, während er mir zeigt, wie man aus Pflanzen eine Schlinge dreht und diese dann zu einer Falle für Nagetiere und Vögel aufstellt.
    Bevor ich !Amace und seiner Familie verlasse, lade ich alle Wasserkanister ins Auto und fahre zum Auffüllen ins Dorf. Zumindest heute muss niemand das Wasser die Strecke hertragen.
    Um die weitere Fahrstrecke etwas zu stückeln, fahre ich am Nachmittag noch ein Stück weiter. Es gibt einen Checkpoint auf dem Weg, an dem das Auto nach Fleisch durchsucht wird. Einer der Beamten fragt mich, ob ich seine Freundin ein Stück mitnehmen kann. Mit zig Taschen und einer Frau im Auto fahre ich eine weitere Stunde bis ich endlich wieder Asphalt erreiche. Es gibt genau an dieser Stelle eine Campsite, meine Reisebegleitung muss sich von hier eine andere Mitfahrgelegenheit suchen. Dass ich sie das Stück mitgenommen habe, darüber ist sie trotzdem froh. Auf dem Stück, was ich mit ihr fahre treffen wir nur auf ein einzelnes anderes Fahrzeug.
    Leer más

  • Tag 260, 522 Km/36655 Km

    16 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☁️ 23 °C

    Am späten Abend sehe ich in einem der Bäume rund um den Übernachtungsplatz einen Schatten von Baum zu Baum hüpfen. Ein Bush Baby, eine winzige, nachtaktive Primatenart die ich bislang noch niemals irgendwo habe sehen können. Er hat sich irgendwo einen Apfel besorgt, dieser liegt schon auf einem der Äste, das Bush Baby springt immer wieder auf den Ast um ein Stück vom Apfel zu essen.
    Am nächsten Morgen ist das Bush Baby verschwunden, der lange Fahrtag natürlich noch nicht. Die Straße ist gut, also schaffe ich es bis vor die Tore von Windhuk. Ein nagelneuer, vierspuriger Highway führt ins Zentrum von Namibias Hauptstadt, man könnte die Straße eigentlich als Autobahn bezeichnen. Der Herbst ist mittlerweile da, es regnet und ist kühl, es fühlt sich an wie ein Tag im späten Oktober. Langsam aber sicher muss ich mich auf den Winter der Südhalbkugel einstellen, nachts ist es oft schon jetzt echt kalt.
    Im Norden Windhuks gibt es einen bekannten Campingplatz, das 'Elisenheim'. Der Campingplatz ist sicherlich kein Highlight dieser Reise, das angrenzende Restaurant aber durchaus. Ein bayerisches Wirtshaus mitten in Afrika, mit Bayern 3 im Radio, Fassbier und Schnitzel mit Pommes. Normalerweise würde ich solche Orte auf einer Reise meiden, ich kann mich jedoch nicht mehr daran erinnern wann ich zuletzt ein Schwein gegessen habe. Also gibt es Cordon Bleu und das Gefühl, zumindest für einen Abend zurück in der Heimat zu sein.
    Leer más

  • Tag 261, 297 Km/36952 Km

    17 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☁️ 27 °C

    Gestern erst angekommen, geht es heute direkt wieder raus aus Windhuk. Ich tanke noch einmal alles voll, auch die Reservekanister. Dann biege ich auf eine Schotterpiste in die Ausläufer der Kalahari, der großen Savannenlandschaft zwischen Botswana und Namibia. Die Gegend ist unglaublich trocken und staubig, die Fahrzeuge die mir entgegenkommen ziehen noch Minuten später eine Staubwolke hinter sich her. Mitten in dieser staubigen Einöde gibt es Conny's Café, eine kleine Oase in der trockenen Savanne. Bei Conny gibt es verschiedene Kaffeesorten aus ganz Afrika, aufwändig herbeitransportiert und mindestens genauso aufwändig gebrüht. Auch wenn es ein schöner Zwischenstopp ist, schmeckt der Kaffee nicht besser als der, den ich im Kilo für 1.99 € beim Spar gekauft habe und den ich morgens am Auto mache, auch wenn der von Conny "aus Ruanda, mittelstark mit Noten von Schokolade und Haselnuss" sein soll. Ich fahre noch ein Stück weiter, bis an den Rand der in Ferne auftauchenden Berge, dem Mountain Zebra Nationalpark. Inmitten des staubigen Niemanslandes gibt es eine Campsite, kaum zu glauben dass dieser Ort überhaupt existiert. Die gesamte Region erinnert stark ans Death Valley in den USA, lediglich die extreme Hitze fehlt. Als ich am Abend den Staub unter der Dusche abspüle, habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen. Jeder Liter Wasser muss mit ziemlicher Sicherheit von weit her bis hierhin gefahren werden.
    Auf der heutigen Strecke habe ich nun final Gewissheit für etwas, was sich in den letzten Tagen bzw. Wochen schon angedeutet hat: Die Gleitlager am Synchronring vom Getriebe sind verschliessen. Die Folge: möchte ich den vierten Gang einlegen, knackt es fürchterlich aus dem Schaltgetriebe. Auf den letzten Kilometern des heutigen Tages versuche ich, vom dritten Gang immer direkt in den Fünften zu schalten, vergesse ich aber natürlich manchmal - knack...!. Ich werde in ein paar Tagen also zurück nach Windhuk fahren und zunächst das Getriebeöl wechseln, in der Hoffnung den Getriebeschaden so noch bis zur Rückkehr herauszögern zu können.
    Leer más

  • Tag 262, 94 Km/37019 Km

    18 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☁️ 25 °C

    Ich fahre am Morgen in den Mountain Zebra Nationalpark, schon der Hinweg ist ab dem Tor ein Traum. Die Straße führt hinein in die hohen Berge, immer wieder stehen bizarre Bäume links und rechts der Straße. Schließlich parke ich Heiner am Startpunkt des Olive Trails, einem anspruchsvollen Wanderweg durch das Gebirge. Tausende Riesenheuschrecken sitzen in den Büschen, machen zur Warnung Geräusche wenn ich mich mehr als einen halben Meter nähere. Nachdem ich den Gipfel erreicht habe, wird es schließlich schwieriger. Es geht durch ein trockenes Bachbett zurück, stellenweise ist der Weg so tief ausgewaschen, dass es nur mit Hilfe der in den Wänden hängenden Ketten oder auf allen Vieren weitergeht.
    Die Wanderung fordert mich ziemlich heraus, für die nur 8 Kilometer brauche ich fast vier Stunden, ich bin am Ende ziemlich kaputt. Es gibt noch eine zweite Runde im Nationalpark, die doppelt so lang ist. Vielleicht habe ich dort morgen die Chance, eines der wenigen Bergzebras zu sehen, die dem Nationalpark seinen Namen geben.
    Leer más

  • Tag 263, 64 Km/37083 Km

    19 de mayo de 2025, Namibia ⋅ 🌬 27 °C

    Ich starte früh, habe eigentlich vor die große Runde durch den Mountain Zebra Nationalpark zu wandern, doch so kommt es nicht. Auf halber Strecke zum Nationalpark riecht es plötzlich extrem nach Diesel. Zuerst denke ich noch "Okay, da hat wohl eines der auf der Straße fahrenden Fahrzeuge ziemlich viel Kraftstoff verloren", doch so ist es nicht, der Geruch kommt von Heiner. Ich halte am Straßenrand an, sehe noch nichts heraustropfen. Ich habe zuerst die Dieselleitung am Kühler im Verdacht, die schon dreimal undicht war, doch hier ist alles in Ordnung, der Geruch kommt vom Heck. Zweiter Verdacht: Dichtung der Dieselpumpe, die in Marokko das letzte Mal undicht war - Bingo, die Federn der Dieselpumpe haben die Verschraubung und die Dichtung aufgesprengt. Eigentlich kein Wunder bei den starken Vibrationen und den schlechten Straßen. Eine Stunde versuche ich alles wieder einzubauen, baue am Straßenrand Pumpenkörper und Dichtung aus, mache alles sauber doch es gelingt mir nicht, die Pumpe wieder einzuschrauben. Das Gewinde ist gebrochen, die Pumpe hält nicht mehr im Tank. Ich bin nun also gezwungen, zurück zur Campsite zu fahren, den Gewindering tausche ich sicherlich nicht hier am Straßenrand. Der zum Glück nur noch halbvolle Tank steht offen, Sand und Staub kann eindringen, Diesel herausschwappen. Ich fahre langsam und vorsichtig, damit beides so wenig wie möglich passiert.
    An der Campsite baue ich alles vorsichtig aus, mache alles penibel sauber, entferne den alten Gewindering. Ich habe zum Glück noch einen neuen Ring dabei, so langsam habe ich alle Ersatzteile eingebaut, die ich aus Deutschland mitgenommen habe. Als ich den neuen Ring einbaue, bin ich ziemlich nervös, kontrolliere gefühlte Hundertmal den korrekten Sitz des Gewindes, der Ring kann beim Einbau schräg eingedreht werden und brechen und dann hab ich hier mitten in der Wüste ein ziemlich großes Problem. Der Ring bricht nicht.
    Es ist sicherlich einiges an Dreck in den Tank gekommen, bei den staubigen Straßen der Kalahari, also werde ich in Windhuk auch den Dieselfilter wechseln. Die Liste wird länger und länger.
    Es ist Nachmittag, als alles wieder läuft. Eine Reise von Deutschland bis Südafrika ohne Tage wie der heutige sind eine Utopie.
    Um zumindest noch etwas mehr von der Kalahari zu sehen laufe ich am Abend auf einen der Berge, der Weg ist ein absoluter Glücksgriff. Kudus grasen an den Hängen der Berge, fressen das trockene, braune Gras. Irgendwann geht die Sonne hinter den Bergen des Nationalparks unter, färbt die Berghänge gelb und orange. Schwieriger Start mit schönem Abschluss beschreibt den heutigen Tag ziemlich gut.
    Leer más

  • Tag 264, 248 Km/37331 Km

    20 de mayo de 2025, Namibia ⋅ 🌬 16 °C

    Ich verlasse die Ausläufer der Kalahari, fahre so langsam zurück nach Windhuk. Die Berge werden weniger und es wird deutlich sandiger, die Namib Wüste ist in der Ferne mit ihren roten Sanddünen schon zu sehen, diese wird erst in einigen Wochen mein Ziel sein. Ich mache in Solitaire einen Zwischenstopp, es gibt hier eine Konditorei mit unglaublicher Auswahl, den frisch gebackenen Apfelkuchen riecht man schon von der Straße. Die Portion Sahne, die die Dame hinter der Theke auf den Kuchen klatscht, ist dabei fast doppelt so groß wie der Kuchen selbst, ein vegetarisches Wunderwerk.
    Aus Bergen wird Wüste, nun werden aus Wüste wieder Berge, unglaublich wie vielseitig Namibia doch ist, nicht nur an der Kuchentheke in Solitaire. Um auf die Passhöhe des Gamsberges zu kommen, muss ich mit Heiner eine spektakuläre Passstraße bis auf knapp 2000 Meter Höhe fahren. Kilometer über Kilometer windet sich die Straße den Berg hinauf und bietet alle paar Meter neue Ausblicke. Ziemlich genau auf der Passhöhe gibt es eine Farm, die die Möglichkeit und das Equipment bietet Sterne zu beobachten. Auf der Passhöhe gibt es rundherum nichts, also keine Lichtverschmutzung, der Himmel ist fast wolkenfrei, gute Voraussetzungen für eine klare Nacht. Ich parke Heiner einen Kilometer von der Farm entfernt mit einem wunderschönen Blick ins Tal. Es ist schon am Nachmittag kühl, eigentlich schon kalt. Trotz strahlendem Sonnenschein steigt die Temperatur nicht über 15 Grad, es ist dazu ziemlich windig. Namibia nähert sich dem Winter und ich bin mir sicher, heute eine eiskalte Nacht vor mir zu haben.
    Leer más

  • Tag 265, 0 Km/37331 Km

    21 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 18 °C

    Die Sonne geht unter, keine einzige Wolke ist mehr zu sehen. Beste Aussichten um nach dem Abend einen Blick nach oben zu werfen. Ich bekomme zuerst eine Erklärung, wie alles funktioniert und was es zu sehen gibt, dann darf ich durch eines der Hightech-Tekeskope blicken. Mars und Jupiter sind zu sehen, richtig groß und unglaublich beeindruckend. Galaxien, Gasnebel, Sonnen, alles ist deutlich zu erkennen, je nachdem auf welche Koordinaten das Teleskop ausgerichtet wird. Man kann hier sicherlich nächtelang in den Himmel schauen und immer wieder neues entdecken. Irgendwann bin ich mehr damit beschäftigt, nicht zu erfrieren als durch das Teleskop zu schauen. Morgen ist auch noch ein Tag.
    Die restliche Nacht bleibt dann natürlich eisig, deutlich unter Null, dazu der Wind...keine gute Kombination und geradeso mit Standheizung und Thermounterwäsche zu bekämpfen.
    Ich lasse den kommenden Tag etwas ruhiger angehen, laufe eine kleine Runde durch die Berge und warte auf die zweite eisige Nacht. Ich bereite mich am Nachmittag noch etwas besser vor, ziehe noch eine sechste Schicht Kleidung an und begebe mich kurz nach Sonnenuntergang zum zweiten Mal nach draußen, wo Milchstraße und Sternenbilder heute genauso gut zu sehen sind wie in der Nacht davor und ich auch heute Nacht aufpassen muss, dass meine Hände nicht am Stativ und die Füße nicht am Boden festfrieren.
    Leer más

  • Tag 266, 161 Km/37492 Km

    22 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 21 °C

    Ich fahre zurück nach Windhuk, mittlerweile gibt es eine lange Liste am Dingen die ich erledigen muss, allen voran das Auto reparieren, einkaufen, waschen. Auch muss der feine Staub, der sich überall im Fahrzeug befindet so langsam mal raus. Als ich die Berge rund um den Gamsbergpass verlasse, hat die Außentemperatur gerade den Gefrierpunkt verlassen.
    Ich erreiche Windhuk, fahre ins Stadtzentrum. Es wirkt geordnet und sauber, es gibt kein übliches Verkehrschaos wie sonst in Großstädten Afrikas, es ist eher ruhig.
    Ich fahre zu einem Handel für Ersatzteile, kaufe Getriebe- und Motoröl, sowie einen neuen Dämpfer für die Lenkung. Die Teile kosten ungefähr die Hälfte wie in Europa, was mich sehr überrascht, kommt doch eigentlich alles aus Großbritannien. Schließlich fahre ich in eines der Industriegebiete am Rand von Namibias Hauptstadt, lasse noch einmal die Reifen auswuchten, hoffe so die Vibrationen beseitigt zu bekommen. Die Werkstatt wirkt professionell und modern, 10€ möchte man für alle 4 Räder haben. Dann fangen zwei Herren an, die Reifen abzuschrauben, die augenscheinlich überhaupt keine Ahnung haben, was sie tun. Jeden Schritt muss ich erklären, angefangen damit, wo man den Wagenheber ansetzt. Um zu verhindern, dass das Auto vom Wagenheber rutscht während eines der Räder abgeschraubt ist, setzten die beiden einen Unterstellbock unter die Achse - nur leider auf der falschen Seite. Das Rad wird rechts demontiert und links wird der Bock drunter gestellt. Zwischendrin kommt jemand mit einer Schubkarre voller Bananen auf den Hof, jetzt wird erstmal Pause gemacht. Als die fertig ausgewuchteten Reifen dann montiert werden sollen, holt man eine 2 Meter Verlängerung um die Muttern festzuziehen. Mit etwas Glück reißen die Radbolzen nicht ab, in jedem Fall bekomme ich so die Räder nie mehr wieder demontiert. Also stoppe ich das ganze und ziehe die Räder selbst wieder auf.
    Es geht am Nachmittag zurück zum Elisenheim, dem Stellplatz den ich schon in der letzten Woche besucht habe. Ich habe mich hier verabredet, werde den Abend in guter Begleitung verbringen.
    Ich plane zwei volle Tage ein, alles wieder in die Reihe zu bekommen, bevor das Finale Stück durch Namibia und Südafrika beginnen kann.
    Leer más

  • Tag 267, 45 Km/37537 Km

    23 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

    Ich wechsle den Lenkungsdämpfer. Aus- und Einbau klappen problemlos, lediglich die Kühlflüssigkeit, die mir währenddessen ins Gesicht tropft nervt etwas. Irgendwo ist mal wieder etwas undicht. Der alte Lenkungsdämpfer ist optisch noch okay, lässt sich aber so gut wie gar nicht mehr von Hand zusammendrücken. Zusätzlich sind die Buchsen porös, das hatte ich aber schon vor Wochen gesehen.
    Nun zum Kühlwasser. Ich finde lange nicht, wo die undichte Stelle ist, nach langem Suchen stelle ich fest, dass das Wasser aus der Dichtung der Wasserpumpe tropft. Ich habe noch eine neue Dichtung dabei, die ist aber eigentlich nur für Notfälle. Ich könnte die Dichtung tauschen, dafür muss aber die Wasserpumpe raus. Es macht keinen Sinn, die alte Wasserpumpe wieder einzubauen, also fahre ich ins Zentrum von Windhuk und besorge eine neue Wasserpumpe. Kurzer Stopp bei der Christuskirche, der einzigen wirklichen Sehenswürdigkeit der Stadt. Wenn man hier eine Minute geguckt hat, kann man als Tourist eigentlich direkt wieder die Stadt verlassen. Die Fahrt ins Stadtzentrum nutze ich zur Probefahrt für den neuen Lenkungsdämpfer, die Vibrationen sind endlich weg.
    Am Nachmittag tausche ich das Getriebeöl, fülle ein "Afrika-taugliches" Getriebeöl ein, welches für höhere Temperaturen geeignet ist. Zweite Probefahrt am späten Nachmittag: der vierte Gang geht wieder problemlos rein. Mit dem neuen Öl und dem neuen Lenkungsdämpfer fühlt es sich an als würde ich ein anderes Auto fahren.
    Es ist schon zu spät um die Wasserpumpe zu wechseln, diese spannende Aufgabe steht mir dann wohl morgen bevor.
    Leer más

  • Tag 268, 6 Km/37543 Km

    24 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

    Ich tausche die Wasserpumpe. Um die Wasserpumpe zu wechseln hat sich Landrover richtig was einfallen lassen, man muss eigentlich das ganze Auto zerlegen. Ich lasse das Kühlwasser und das Motoröl ab, baue Schläuche und Ölfilter aus. Wenn dann irgendwann alles demontiert ist, dauert es noch ungefähr eine Stunde um die Pumpe raus und wieder reinzufummeln. Hinzu kommt, dass man Spezialwerkzeug zum Tausch braucht, hab ich zum Glück alles aus Deutschland mitgebracht. Die alte Pumpe war nicht nur undicht, sondern das Lager war auch kaputt. Zum Glück habe ich gestern eine neue Pumpe gekauft und nicht nur die Dichtung gewechselt.
    Die Aktion dauert den ganzen Tag, der Ölwechsel ist gleich mit erledigt. Nach zwei Tagen Reparatur läuft nun wieder alles wie gewohnt, Heiner und ich sind bereit für das letzte Stück im südlichen Afrika.
    Leer más

  • Tag 269, 520 Km/38063 Km

    25 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ⛅ 27 °C

    Es geht raus aus Windhuk und ich weiß am frühen Morgen schon, dass ein langer Fahrtag bevorsteht, gehört leider dazu. Wir fahren zurück in den Norden, Ziel ist der Etosha-Nationalpark den ich bislang bewusst ausgelassen habe, um die Chance auf Wildtiere in der Mitte der Trockenzeit zu erhöhen. Die Wasserpumpe bleibt dicht, also gibt es keine spannende Abwechslung auf dem Weg außer ab und zu mal ein Pavian oder eine Schlange am Straßenrand. Die größte Abwechslung bietet da schon fast die Shell-Tankstelle im Otjiwarongo, die Schnitzelbrötchen im Angebot hat. Wir schaffen es in einem Rutsch bis vor das Eingangstor des Nationalparks, es ist am Nachmittag schon zu spät um hineinzufahren, die Tore werden streng mit Sonnenuntergang geschlossen, keine Ausnahme. Also übernachten wir auf einem Campingplatz direkt vor dem Tor, nicht besonders schön aber mit dem Vorteil, morgen früh direkt als erstes in den Park fahren zu können. Vielleicht klappt es im dritten Anlauf mit den Leoparden.Leer más

  • Tag 270, 300 Km/38363 Km

    26 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Es geht wieder einmal früh los, noch vor Sonnenaufgang starten wir in Richtung Etosha Nationalpark. Die Zeit ist jetzt gut, das Gras nicht mehr allzu hoch und die Wasserlöcher oft schon trocken, beste Chancen zur Tierbeobachtung. Gefühlte 100 Meter hinter dem Tor geht es los. Giraffen, Zebras, Gnus, Elefanten und ... Löwen ohne Ende. Die Herdentiere ziehen zum Teil zu hunderten durch die trockene, staubige Savanne, die Löwen paaren sich im Schatten, die Elefanten kämpfen um das beste Schlammloch. Der Etosha hält, was er verspricht als einer der besten Nationalparks des südlichen Afrikas. Durch die unzähligen Fotostopps kommen wir kaum voran, irgendwann ist noch viel Strecke und nur noch wenig Zeit übrig, wir müssen vor Sonnenuntergang aus dem Tor herausfahren oder auf einer der Campsites im Park sein. Es geht also schnellstmöglich raus aus dem Park und zum Sachsenheim, hier habe ich vor rund zwei Monaten meine erste Nacht in Namibia verbracht. Der Kreis schließt sich. Als ich das Hubdach am Abend öffnen will, ist das Scharnier, welches vor einigen Wochen kaputt war, erneut gebrochen. Der Kreis schließt sich also auch hier. Ich habe langsam echt genug davon, gefühlt jeden Tag etwas zu reparieren. Vielleicht zeigt mir Heiner damit, dass er so langsam mal nach Hause möchte.Leer más

  • Tag 271, 270 Km/38663Km

    27 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Es geht den zweiten Tag in den Etosha. Da ich es nicht geschafft habe, das zweite Scharnier vom Hubdach zu reparieren, muss ich das Dach am frühen Morgen mit einem Spanngurt sichern und hoffen, dass das Provisorium hält bis ich hoffentlich zeitnah neuen Draht finde, der dick genug ist die Last vom Dach aufzunehmen.
    Im Etosha heute das gleiche Bild wie gestern, Giraffen zum Sonnenaufgang, dann Gnus, dann Zebras, alle in großer Anzahl. Löwen gibt es heute keine, dafür jede Menge Elefanten. Als wir am Nachmittag halt an einem der Rastplätze im Nationalpark machen, traue ich meinen Augen nicht. Das Highlight des Tages wartet in einer der Ecken. Vor den Mülltonnen liegen alte, abgeschnittene Drahtseile, die hier irgendjemand entsorgt hat. Eine der dicken Stahlseelen der Seilreste hat genau den gleichen Durchmesser wie das gebrochene Scharnier. Der gestrige Tag war mit zehn Stunden Safari zu lang, also ist am frühen Nachmittag Schluss und es geht zurück zur Campsite. Den Bügel ohne Schraubstock und nur mit Zange in der Hand nachzubiegen ist deutlich schwieriger als beim letzten Mal, gelingt aber. Das Dach schließt wieder richtig. Mal sehen wie lange es diesmal hält...
    Leer más

  • Tag 272, 290 Km/38953 Km

    28 de mayo de 2025, Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Dritter und letzter Tag im Etosha. Es geht weit vor Sonnenaufgang los, um ein letztes Mal gute Aussichten auf Wildtiere zu haben. Stundenlang fahren wir durch den Nationalpark, suchen Baum für Baum nach Löwen oder Leoparden ab ... nichts. Ein paar Giraffen, Zebras und Gnus, das war's. Über zehn Stunden fahren wir durch den Nationalpark ohne wirklich nennenswerte Sichtungen. Mitten in der Etosha-Pfanne gibt es einen Aussichtspunkt hinein in die Salzpfanne, deren harte Kruste sich bis an den Horizont erstreckt. Eines der Highlights des Nationalparks, auch wenn sich die Tiere heute alle verstecken. Es ist irgendwann spät, man spürt schon den Sonnenuntergang und es wird Zeit den Nationalpark final zu verlassen. Wir fahren schon auf der Asphaltstraße und sind ganz kurz vor dem Ausfahrtstor, als es dann doch noch etwas zu sehen gibt. Ein Rhino läuft vollkommen unerwartet wenige Meter vor Heiner über die Straße. Um Wilderern die Beute zu nehmen, wurde das Rhino enthornt, beide Hörner sind abgeschnitten. Daran, den Nationalpark zu verlassen ist jetzt erstmal nicht mehr zu denken, wir folgen dem Rhino zum Wasserloch, wo jetzt erst einmal im Schlamm gewühlt wird. Man kann nicht alle Tage Glück haben, eines der letzten Rhinos im Etosha 5 Minuten vor Ausfahrt zu sehen ist am Tagesende dann die Entschädigung für die vielen Rhino-freien Stunden.Leer más