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Panamericana Thomas Claudia

Unsere Reise durch die USA und über die Panamericana - als Auftakt fahren wir die ersten sechs Monate quer durch die USA. Von dort aus geht es dann weiter über die Panamericana ... Læs mere
  • South Dakota Badlands

    26. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einer windigen Nacht, erwachen wir am nächsten Morgen im strahlenden Sonnenschein. Wir frühstücken mit einer tollen Aussicht über die Badlands, telefonieren ausgiebig, da wir mal ausnahmsweise guten Empfang haben und machen unsere morgendlichen Hantelübungen. Dann geht es los in den Badlands Nationalpark. Wir haben uns die östliche Scenic Route vorgenommen, welche länger ist als die westliche, gut asphaltiert und mehr Aussichtspunkte hat. Die Badlands sind wirklich beeindruckend, durch ihre Weite, ihre bizarren Formationen und ihr Farbenspiel, was von Grautönen, über Ocker bis ins Rot changiert. Wir haben ja bisher viele Felsen und Steine gesehen, aber diese beindrucken uns nochmal sehr. Es gibt an den einzelnen Aussichtspunkten immer wieder kurze Wanderungen. Eine hat es wirklich in sich. Es geht steil einen Pass hoch. Die Strecke selber ist knapp 800 Meter lang aber geht 200 Höhenmeter hoch. Wir haben nur Birkenstocks an. Dann wird es so steil, dass ich mich frage wie ich wieder runterkommen soll. Also bleibe ich auf halber Höhe stehen und kehre um. Thomas geht noch weiter aber kehrt auch auf ¾ der Strecke wieder um. Ich komme halb auf dem Hintern rutschend wieder unten an. Zum Steilen kommt noch ein extrem rutschiger Kies auf festem Matsch. Also eine reine Rutschpartie. Wir kommen mit heilen Knochen untern an, zumal wie auch nur die Schlappen anhatten. Der Himmel zieht sich am Nachmittag wieder dunkel zusammen. Wir haben Hunger und machen uns bei strahlendem Sonnenschein auf einem der Parkplätze daran etwas zum Essen zuzubereiten. Als wir zu essen anfangen, legt das Gewitter so richtig los. Das ging sehr schnell. Wir fahren in strömenden Regen und überfluteten Straßen zurück. Da meine ich, dieser Regen könnte doch glatt eine Dusche ersparen. Thomas nimmt mich beim Wort und geht tatsächlich im strömenden Regen duschen. Da es ziemlich warm ist, eine angenehme Erfrischung. Der Regen hört wieder auf, aber wir fahren doch wieder zurück zur Rim wo wir schon heute Nacht gestanden haben. Kurz vor dem Ausgang des Nationalparks sehen wir noch einige Dickhornschafe auf den Felsen herumturnen. Teilweise mit Nachwuchs. Dann suchen wir uns einen schönen Platz an der Rim, genießen den Abend bei einem kühlen Bierchen und einem wunderschönen Sonnenuntergang über der saftig grünen Prärie.Læs mere

  • Mount Rushmore

    24. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 33 °C

    Nach einem schönen Frühstück auf der Waldlichtung geht es heute wieder durch den Custer Park. Doch zunächst machen wir einen Stop in Custer Stadt. Wir laufen die Hauptstraße hoch und runter. Vorbei an Saloons, Geschäften und Restaurants, alle im Western Style. An den Kreuzungen stehen lebensgroße Büffelstatuen bunt bemalt. Wir fotografieren einige, telefonieren, da wir hier Internet-Empfang haben und fahren weiter in den Custer Park rein. Zunächst einmal heißt das die Entrance-Fee begleichen, da es sich um einen State Park handelt und nicht um einen Nationalpark, für den wir eine Jahreszugangsberechtigung erworben haben. Der kleine Bergsee an dem wir vorbeikommen, lädt Thomas zu einem Bad ein. Da kann er nicht widerstehen, stoppt und springt kurz in das kühle Nass. Am frühen Morgen ist mir nicht so nach Schwimmen. So heiß finde ich es nun auch nicht. Wir fahren weiter die Wildlife Loop durch den Park. Die Büffelherden haben wir gestern gesehen. Heute sehen wir einige riesige männliche Büffel, welche allein durch die Landschaft streifen. Die Weibchen mit den Jungen wollen sie nicht bei sich. Dann gibt es einen Stop an einer Baustelle und wir müssen warten bis wir mit einem Begleitfahrzeug im Konvoi diese passieren könne. Was für ein Aufwand. Eine Ampel hätte es auch getan. Nach der Baustelle stoppen wir um eine Wildesel Gruppe zu fotografieren. Noch ein paar Zwischenstopps und kurze Spaziergänge weiter und schon sind wir aus dem Custerpark raus. Wir fahren den Peter Norbeck Highway Richtung Mt. Rushmore. Die Strecke ist wunderschön und fast zum Schluß hat man die ersten großartigen Blicke auf die in den Felsen gehauenen Köpfe der Präsidenten. Wir kommen am Denkmal an und müssen keinen Eintritt zahlen, da wir ja den Jahrespass für Nationalparks und Denkmäler haben. Aber man ist ja findig. Diesmal muss man für das Parken eine Gebühr von 10 Dollar zahlen. Mal was Anderes. Wir gehen durch die von den Flaggen der amerikanischen Bundesstaten geschmückten Zufahrtsstraße direkt auf die überlebensgroßen vier Präsidentenköpfe zu. Links George Washington, daneben Thomas Jefferson, dann Theodore Roosevelt und ganz rechts Abraham Lincoln. Von der Besucherterrasse hat man einen tollen Blick auf die vier. Aber man kommt noch näher ran. Auf einem Wanderweg direkt zu den Füßen des Monuments. Auf dem Weg steht ein Lakota Indianer, welche wir als Sioux kennen. Er steht hier für die Vertreibung seines Volkes aus diesen Wäldern. Wir kommen ins Gespräch und erfahren, dass sein Vater ein Deutscher war. Also von wegen reiner Indianer. Die gibt es heute nicht mehr, sie haben sich alle vermischt, erzählt er. Weiter geht es um den Felsen herum. Von den unterschiedlichen Aussichtspunkten schaut einen jeweils ein anderer Präsident an. Hier würde sich bestimmt gerne auch Donald Trump verewigen. Wir fahren aus den Black Hills raus und wollen am Rande übernachten. Der Platz den ich rausgesucht habe, ist uns jedoch nicht sympathisch. Überall liegt Müll herum und unzählige leere Patronenhülsen und Zielscheiben weisen auf wilde Schießübungsplätze hin. Lieber nicht. Also beschließen wir direkt in die Badlands zu fahren. Die sind etwas eine gute Stunde Fahrt entfernt. Dort ist das freie Camping am Rand der Klippen der Badlands erlaubt. Als wir ankommen, sind die Plätze schon sehr ausgesucht, aber wir finden einen schönen Platz zwischen einem Van und einem großen Wohnmobil mit schöner Sicht. Doch kaum stellen wir unsere Stühle auf schmeißt der Van seinen Generator an. Das ist der Nachteil des freien Campens. Die Amerikaner haben alle ihre Generatoren dabei und ohne Strom für ihre unzähligen elektrischen Geräte können sie nicht leben. Also hat man immer diese laute Geräuschkulisse und keiner sagt ihnen wann sie diese ausstellen müssen. Also macht jeder was er will. Wir genießen trotzdem unser Abendessen und flüchten dann vor dem aufziehenden Gewitter in den Bus. Und dann legt es so richtig los. Hoffentlich kein Hagel, meint Thomas. Und der kommt zum Glück nicht.Læs mere

  • Dakota Black Hills und Custer State Park

    23. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach einem guten Frühstück geht es zurück über die Schotterpiste nach Hot Springs. Wir wollen den Gottesdienst in der Methodist Church besuchen, der um 10 Uhr beginnt. Wir sind früh losgekommen, was gut ist, da man über die Schotterpiste nicht sehr schnell fahren kann. Am Ende sind wir dann deutlich zu früh in Hot Springs, was aber nicht schlimm ist, auf diese Weise können wir noch vor dem Gottesdienst unser Wasser auffüllen, da gibt es eine gute Versorgungsmöglichkeit am Parkplatz mitten in der Stadt. Es ist ein sehr schöner Gottesdienst und die Kirche ist – wie meistens in den USA – einigermaßen voll. Beim Friedensgruß gehen viele umher und aufeinander zu, um einander persönlich die Hände zu reichen. Wir werden auch persönlich begrüßt und nach Namen und Herkunft befragt, un nach dem Gottesdienst zu Kaffee und Plätzchen in den Nebenraum der Kirche eingeladen. Gerne gehen wir mit, das sind immer sehr angenehme Gespräche, bei denen man viel über Land und Leute lernen kann. So auch heute, wir erfahren einiges über das Leben hier in South Dakota und bekommen auch noch einige Tipps mit, was wir uns unbedingt noch anschauen müssen. Nach dem Gottesdienst fahren wir weiter, heute geht es durch den Custer Park in den Black Hills. Die Landschaft erinnert eher an den Schwarzwald, dafür bräuchte man nicht nach Amerika zu fahren, aber die Tierwelt ist schon etwas ganz anderes. Zunächst sehen wir einige Kolonien von Präriehunden und auch einige Pronghorns (Gabelböcke), aber dann gibt es vor uns einen Stau und wir sehen sofort, warum: Eine Bisonherde ist auf dem Gras neben der Straße, bestimmt weit über hundert Tiere. Es sind viele Bison-Kühe mit ihren Kälbern, aber auch einige richtig mächtige Bullen dabei, ganz nahe, die nächsten sind weniger als 20m von uns entfernt. Das ist wirklich eindrucksvoll, so ähnlich hatten wir es vor 17 Jahren im Yellowstone Nationalpark erlebt. Wir bleiben eine ganze Weile, dann fahren wir weiter. Nicht lange, und der nächste Stau ist da, diesmal sind es Dickhornschafe, die die Straße kreuzen – keine große Herde, nur vier oder fünf Tiere, mit ihren mächtigen Gehörnen. Das hat sich wirklich gelohnt. Wir fahren weiter durch den Custer-Park, unser nächstes Ziel ist das Crazy Horse Memorial. Das hatte uns der ältere Herr in der Soapstone Prärie empfohlen, das sei viel interessanter als der Mount Rushmore. Schon von weitem ist der Kopf des großen Häuptlings der Ogalala zu sehen, der mit dem Finger auf das Land seines Volkes zeigt, das man ihnen – entgegen der eigens zur Sicherung der weißen Interessen geschlossenen Verträge – weggenommen hat. Am Eingang gibt es eine Kasse – hier ist Indianergebiet, unser Nationalpark-Paß gilt da nicht – an der wir den Eintritt von $30 bezahlen, na gut. Wir fahren zum Parkplatz und gehen ins Visitor Center, aber da gibt es dann die große Enttäuschung: Man darf gar nicht weiter zu dem Memorial hingehen, angeblich weil an der Skulptur immer noch gearbeitet wird. Man kann für $5 pro Person mit dem Bus fahren, aber der bringt einen auch nicht bis zum Memorial. Das geht nur mit einer Jeep-Tour, die aber $120 pro Person kostet. Das ist ein echter Rip-Off! Man zahlt, aber mehr sehen als von der Straße aus ist eh nicht drin, es sei denn, man greift so richtig tief in die Tasche. Enttäuscht und verärgert fahren wir weiter, wir sind gespannt, wie es morgen beim Mount Rushmore zugeht. Wir suchen uns einen Platz, wir haben ein schönes Tal identifiziert, da sollte es einige Plätze geben. Wir fahren in das Tal, wirklich sehr schön und mit einem kleine Fluß und Wald. Viele Plätze sind schon belegt und als wir schließlich einen schönen Platz in der Nähe des Flusses finden, sind dort so viele Mücken, daß wir dann doch weiterfahren. Etwas oberhalb finden wir dann an einer Nebenstraße eine schöne Campsite im Wald mit Blick über eine Lichtung, ähnlich wie gestern, das wird eine ruhige Nacht.Læs mere

  • Durch die Prärie in Nebraska nach Dakota

    22. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 28 °C

    Wir werden morgens von dem Muhen der Kühe geweckt. Welche direkt an unserem Buschen vorbeilaufen. Wir frühstücken in der Sonne im Gras mit Blick über die weite Oglala Prärie. Herrlich. Danach machen wir noch einen kurzen Spaziergang durch eine Felsenlandschaft am Rande der Prärie. Da haben wir aber schon eindrucksvollere Buttes gesehen. Wir fahren wieder über die Landesgrenze von Nebraska nach South Dakota in die Black Hills. Unser erstes Ziel ist Hotsprings. Wir halten an einem Thermalbad und wollen dort gerne den Nachmittag verbringen. Doch leider haben sie ausgebucht, wir können nur morgen vorbeikommen. Das überlegen wir uns nochmal. Wir laufen durch den Ort am heißen Wasserfall vorbei und essen ein Eis, weil es so heiß ist. Wir beschließen, lieber an einen See zu fahren und uns abzukühlen, als morgen in die heiße Therme zu gehen. Also fahren wir an eine nahegelegene Talsperre und hüpfen in das erfrischend kühle Wasser. Das tut richtig gut. Danach suchen wir uns ein Plätzchen für die Nacht auf einer Waldlichtung mitten in den Black Hills.Læs mere

  • Scotts Bluff und die Rinderzucht

    21. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 26 °C

    Die Nacht am Stausee war ruhig, obwohl die Amerikaner an solchen Plätzen, welche keinen Strom haben immer ihre eigenen Dieselgeneratoren anschmeißen. Das ist dann immer sehr laut. Zum Glück war es an dem Platz nur sehr kurzzeitig. Wir fahren los über das endlos weite und grün hügelige Grasland. In Scotts Bluff erhebt sich ein großes weißes Felsmassiv aus der Grasebene. Hier haben sich die Trecks nach Westen getroffen. Der Fels von Scotts Bluff war sozusagen ein Treffpunkt, welcher schon weit zu sehen war. Wir fahren auf den Felsen und gehen zu den einzelnen Aussichtspunkten um den Blick über die weite Prärie zu haben. Da treten wir doch fast schon wieder auf eine Klapperschlange, welche sich auf dem warmen Asphalt des Weges aufwärmt. Das ist hier echt gefährlich mit den Viechern. Weiter geht es über die Grenze von Wyoming nach Nebraska, dem Rinderstaat. Kingdom of Cattle, wie Thomas so sagt. Das Land ist weiter lieblich grünes Grasland, mit Hügeln und Rindern. In Crawford schauen wir bei der Touristeninformation vorbei. Eine ältere Dame gibt freundlich Auskunft. Sie hat keinerlei Ahnung, was ein Tourist so braucht und will, dafür ist sie aber Rinderzucht und dem Vertrieb sehr bewandert. Sie hat eine Rinder-Ranch, welche sie bereits an einen Sohn vermacht haben, dennoch kreist alles bei ihr ums Rind. Sie erklärt uns die Vertriebswege, die Handelsbeschränkungen und die Aufzucht. Das war eine geballte Stunde Rinderwissen. Dazu gibt sie uns noch den Tipp, dass heute Abend in einer Dorfkneipe besonders gute Ribeye-Steaks zu haben seien. Wir gehen noch auf dem örtlichen Campingplatz entsorgen und dann in das Restaurant. Thomas ist der einzige Mann im Restaurant der oben und unten nichts an hat (kein Hut und kurze Hosen). Dazu trägt er noch Zehentrenner von Birkenstock. Die Männer im Lokal tragen alle Hut, lange Hosen und Stiefel, so kleidet sich hier der Mann. Wir müssen auf unser Ribeye warten. Also buchen wir unseren Rückflug im September von Phoenix nach Frankfurt mit der Condor direkt. Der Flug ist günstig und wir müssen sowieso spätestens am 10. September das Land verlassen. Da sich das Ribeye nochmals verspätet bekommen wir eine Vorspeise und zwei Bier auf Kosten des Hauses. Wir sind schon fast satt, da kommt es angerollt. Und was für ein dickes Ding. Medium rare, perfekt im Ofen gegart und nicht gebraten. Daher hat es so lange gedauert. Wir haben selten ein so gutes Stück Fleisch gegessen. Danach fahren wir noch etwa 20 km in die Prärie und finden einen schönen Stellplatz mitten im Gras und mitten unter dem Rindviechern, ein herrlicher Rindertag geht zu Ende.Læs mere

  • Cheyenne und die Prärie in Wyoming

    20. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir wachen morgens vom Vogelgezwitscher auf und frühstücken erst mal völlig alleine in diesem wunderschönen Prärieland mit einem weiten Blick über die grasigen Hügel bis zu den Rocky am Horizont. Wir sind gerade fertig, da kommt ein älterer Mann an, welcher mit seinem Fahrrad eine Tour durch die Prärie machen will. Er spricht uns freundlich an und so kommen wir ins Gespräch. Er hält den (englischen) Guardian für die einzige verlässliche Informationsquelle. Eigentlich wohnt er in Oregon an der Küste. Er ist derzeit nur in seinem Zweitwohnsitz in Fort Collins. Wir tauschen Telefonrufnummern aus und er lädt uns zu sich nach Oregon ein. Sehr nett. Wir machen uns auf den Weg nach Cheyenne, der Hauptstadt von Wyoming. Nach einer knappen Stunde Fahrt parken wir an der Library. Wir sind mittlerweile Anhänger der amerikanischen Libraries. Wir erledigen noch ein paar Anrufe nach Hause und dann geht es zum Kapitol. Am Eingang sitzt eine nette ältere Dame, welche uns sehr persönlich begrüßt und uns einiges über das Kapitol und seinen Bau erzählt. Wir können überall reinschauen und alles anschauen. Die Türen stehen uns offen. Wir besichtigen den Senat, Repräsentantenhaus und das ehemalige oberste Gericht. Sogar beim Gouverneur können wir vorbeischauen. Bis zur Sekretärin kommen wir. Wenn wir ein Anliegen gehabt hätten, wären wir auch bestimmt weitergekommen. Das nenne ich mal eine offenes und transparentes Kapitol. Bei uns in Wiesbaden kann man das Stadtschloß, welches den hessischen Landtag beherbergt, lediglich nach Voranmeldung am ersten Samstag im Monat besichtigen und dann auch nur im Rahmen einer Führung. Das hier in Wyoming ist schon wirklich volksnahe. Weiter gehen wir und besichtigen noch das historische Haus des Gouverneurs. Bis in die 70er Jahre lebten hier die Gouverneure mit ihren Familien. Das Haus ist großzügig, aber nicht besonders stattlich. Nachdem wir noch die Kathedrale besichtigt haben, laufen wir in die Innenstadt zum Bahnhof. Alles wirkt sehr verschlafen. Die Bürgersteige sind hier schon freitags nachmittags hochgeklappt. An jeder größeren Kreuzung steht ein bemalter Cowboystiefel mindestens 2 bis 3 Meter groß. Das soll das künstlerische Wahrzeichen von Cheyenne sein. Wir gehen noch in einen Cowboyshop und probieren richtige Cowboystiefel an. Da aber weder Thomas noch mir etwas gefällt und wir die Stiefel zu Hause nur zum Fasching tragen könnten, beschließen wir, doch keine zu kaufen. Wir gehen noch einen guten Hamburger essen und dann in eine Brauerei in der wir einige Craft Biere probieren. Unter anderem auch ein wirklich scharfes Chili Bier. Das ist dann aber selbst Thomas doch zu viel, obwohl er Chilis sehr liebt, gehört das für ihn nicht ins Bier. Dann verlassen wir nun endgültig die in den Wochenendschlaf gefallene Landeshauptstadt von Wyoming. Die Stadt hat uns sehr gut gefallen, besonders das Kapitol, nur mit einer lebendigen Großstadt hat sie nichts zu tun. Wir fahren in eine schwarze dunkele Wolkenwand, welche ein heftiges Unwetter verheißt. Daher bleiben wir an einem Stausee an einem Campingplatz stehen und wir haben Glück, das Unwetter zieht an uns vorbei.Læs mere

  • Rocky Mountain National Park - Gem Lake

    19. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 13 °C

    Wir werden früh von Wanderern geweckt, welche ihre Autos neben uns abstellen. Die Amerikaner sind Early Birds. Wir machen noch ein gemütliches Frühstück im Buschen, mit Blick auf große Felsbrocken. Der Tag ist wunderbar sonnig und so beginnen wir direkt nach dem Frühstück die Wanderung. Es geht steil nach Oben, mit herrlichen Ausblicken auf das Tal. Oben am See angekommen machen wir eine kleine Rast und freuen uns an den mehr als zutraulichen Streifenhörnchen. Auf dem Rückweg machen wir noch einen kleinen Schlenker in ein anderes Seitental. Die hier hoch aufragenden Feldbrocken sind für Wanderungen und zum Klettern derzeit gesperrt, da die Raubvögel dort derzeit brüten. Gegen Mittag sind wir dann wieder zurück am Buschen und machen uns auf in die Prärie vor den Rocky Mountains. Es wird noch eine wunderschöne Autofahrt durch ein steiles Fels Tal entlang eines reißenden Bergbachs. In der Ebene angekommen gehen wir erst mal einkaufen, was auch mal sein muss. Mit gut gefüllten Kühlschrank geht es in die Soapstone Prärie bei Fort Collins. Das Wetter hat sich eingetrübt und als wir endlich in der Prärie am Parkplatz ankommen fängt es an zu regnen. Wir laufen noch kurz zum Aussichtspunkt, wollen aber nicht ganz nass werden und kehren zurück ins Buschen. Nach einem guten Abendessen beschließen wir zu bleiben. Es ist total einsam und friedlich. So trommeln uns die Regentropfen in den Schlaf.Læs mere

  • Rocky Mountains NP - die Bergseen

    18. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 16 °C

    Am nächsten Morgen frühstücken wir gemütlich im Buschen, da es draußen noch recht kühl ist. Wir fahren los in ein Seitental und spazieren auf einer geschlossenen Seitenstraße, welche derzeit ausgebessert wird, zu einem schönen Wasserfall. Wir sind komplett alleine und die Wanderung ist sehr angenehm, da die Steigung der Straße, welche sonst von Autos befahren wird moderat ist. Dann fahren wir in das Seitental, wo wir gestern zu Mittag gegessen haben und wandern von dort in das nächste Seitental. Wir passieren einen Campingplatz welcher gerade wegen Reparaturen geschlossen ist. Auf den Rückweg wollen wir durch den Campingplatz. Ein Arbeiter hält uns freundlich aber bestimmt auf und verwehrt uns den Zutritt. Er war schon in Deutschland, wie so viele Amerikaner und ist sehr freundlich. Er schimpft auf den derzeit schlechtesten Präsidenten aller Zeiten und meint wir müssten mal in seiner schlechten Situation sein. Ohne dies genauer auszuführen meinte er nur Trump könne das ändern. Wir sind irgendwie entsetzt und können es auch nicht nachvollziehen. Danach laufen wir auf demselben Weg wieder zurück, wie wir gekommen sind, essen zu Mittag an dem Picknickplatz an dem wir schon gestern gegessen haben, und fahren wieder um 18;00 Uhr zum Bärensee. Diesmal wollen wir hinter dem Bärensee noch zu drei weiteren Bergseen, dem Nymph Lake, den Dream Lake und den Emerald Lake. Es geht steil bergauf und die Seen liegen verwunschen zwischen tiefen Wäldern. Der letzte See liegt unterhalb eines großen Felsmassivs umgeben von Schnee. Leider ist das Wetter etwas wolkig. Gestern hätten die Seen bestimmt noch toller gewirkt. Aber wir sind froh, diese wirklich schöne Wanderung gemacht zu haben. In der späten Dämmerung fahren wir raus aus den Park. Wieder sehen wir große Wapitihirsche am Straßenrand äsen. Der Rocky Mountains Park ist wirklich sehr schön. Wir verlassen den Park am Ostausgang und fahren an den Parkrand zu einem Parkplatz, von wo aus wir morgen nochmal eine Morgenwanderung zu einem See in dem Rocky Mountains Park machen wollen.Læs mere

  • Rocky Mountains NP - Scenic Drive

    17. juni 2024, Forenede Stater ⋅ 🌬 16 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir los, um über die Panoramahöhenstraße der Rocky Mountains Park zu fahren. Auch heute werden wir Höhen von mehr als 3900 Metern erreichen. Langsam schraubt sich die Straße nach oben und oben an den ersten Aussichtspunkten hat man schon eine tolle Sicht auf die schneebedeckten Berge der Rockys. Auf dem Höhepunkt des Panoramapasses stellen wir das Buschen neben großen Reisebussen ab. Ein Reisebus hat deutsche Touristen an Bord, welche uns sofort wegen unserem deutschen Kennzeichen ansprechen. Wir erzählen etwas von unserer Reise und schon bald sind wir von vielen Busreisenden umgeben. Die Gruppe fährt in 3 Wochen von Denver nach LA und klappert alle Highlights in Windeseile ab. Das wäre nichts für uns. Wir verabschieden uns und laufen auf den nahegelegenen Aussichtsberg hoch, welcher auch wieder knapp über 4000 Meter hoch ist. Weiter geht es an der Höhenstraße entlang. Da sehen wir ein Wapiti-Rudel. Wir parken bei der nächsten Gelegenheit und wandern zurück um sie aus nächste Nähe zu beobachten. Weiter geht es und mir ist wieder nicht so richtig gut. Wir stellen uns noch an einen tollen Aussichtsplatz, trinken einen Tee und essen unsere Blaubeer-Muffins. Vor unserem Buschen tummeln sich die Murmeltiere und lassen sich nicht stören. Dann fahren wir runter Richtung Ostausgang, wo unser heutiger Campingplatz liegt. Wir machen an einem Picknickplatz im Bibertal Rast und essen zu Abend. Ab 18:00 Uhr darf man auch ohne Permit in das Seitental, in dem der schöne Bärensee und der Sprague See liegen. Wir fahren bis zum Ende der Straße und laufen um den Bärensee herum. Etwa 1,5 km. Ein schöner Bergsee, welcher an den Königssee erinnert nur viel kleiner. Danach genießen wir den Sonnenuntergang am Sprague See, um den wir auch noch rumlaufen. Ein schöner Tag geht zu Ende und wir müssen noch zu unserem Campingplatz fahren. Es ist schon dämmerig und da begegnen uns zwei riesige Wapitihirsche mit mächtigen Geweihen am Straßenrand. Wir halten an, wie alle anderen und fotografieren. Das war toll. Weiter fahren wir vorsichtig in die beginnende Nacht hinein. Kurz vor unserem Campingplatz hat sich wieder eine Traube von Autos gebildet. Wir halten ebenfalls am Straßenrand und sehen tatsächlich einen mächtigen Elch in einem flachen See stehen. Wow, und im Nachbarsee ein Elchweibchen mit einem Jungen. Was für eine Tierbeobachtung. Unglaublich. Voller toller Erlebnisse fallen wir todmüde in unser Bett.Læs mere

  • Rocky Mountains National Park - Lulu

    16. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 23 °C

    Am nächsten Morgen frühstücken wir gemütlich vor unserem Buschen in der Sonne und genießen das Bergpanorama. Dann fahren wir nach Granby in die Kirche. Die Kirche liegt am Rande des Dorfes mit einem weiten Blick über das Hochtal. Nach einem schönen Gottesdienst geht es in den Rocky Mountains Nationalpark. Wir kommen noch an einem großen Bergsee vorbei, der sich für alle Wassersportarten anbietet. Der Eingang des Nationalparks liegt dahinter. Wir haben einen Campingplatz für heute Nacht wenige Kilometer hinter dem Parkeingang gebucht. Eine freundliche junge Frau erklärt uns die Wanderwege, und so entschließen wir uns für eine etwa 4 stündige Wanderung zu der früheren Minenstadt Lulu. Nach etwa 2 Stunden entlang des Colorado Rivers kommen wir dort an, wo die Stadt war. Diese war 5 Jahre lang Ende des 19. Jahrhunderts bewohnt von etwa 200 Menschen. Heute ist nur noch ein baumfreier Platz zu sehen. Von den Gebäuden ist nichts mehr übrig. Wenn kein Schild dort stehen würde, könnte man denken es wäre eine Waldlichtung am Colorado. Thomas watet noch durch das eiskalte Wasser auf die andere Seite des Flusses, so dass er sagen kann er hätten den Colorado durchquert und wir wandern wieder zurück. Auf dem Rückweg begegnen uns einige Wapiti Hirsche. Keine großen Exemplare aber sehr schön zu beobachten. Danach fahren wir zum Campground, registrieren uns bei dem sehr freundlichen Ranger und essen zu Abend.Læs mere

  • Mt Blue Sky - die höchste Straße der USA

    15. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 12 °C

    Nach einer wunderbar ruhigen Nacht geht es heute los zum Mt. Blue Sky. Wir haben beschlossen die Höhentauglichkeit unseres Buschens und von uns zu testen. Die Straße ist die höchste Nordamerikas und führt fast bis ganz auf den Mt. Blue Sky ehemals Mt. Evans auf 4300 Meter. Die letzten 50 Höhenmeter zum 4350m hohen Gipfel muss man dann zu Fuß erklimmen. Wir machen uns auf und so goggle ich hin und her. Auf etwa der Hälfte der Fahrt fällt mir auf, dass man für den Mt. Blue Sky ein Day Permit von Recreation.Gov benötigt. So ein Mist. Für heute ist nur noch ein Permit bis zum Summit Lake zu bekommen. Besser als nichts, denken wir, und buchen das Permit noch schnell. Ab 14:00 Uhr dürfen wir auf die Gipfelstraße. Das passt perfekt. Gegen 14:15 sind wir an dem Einlasshäuschen, zeigen unsere Buchung vor. Leider haben wir den QR Code nicht heruntergeladen und es gibt keinen Empfang. Die Dame sieht sich unsere Bestätigungsmail an und lässt uns freundlich durch. Wir fahren erst durch dichten Nadelwald aber schon bald ist dieser zu Ende und wir erklimmen in Serpentinen eine atemberaubende Bergstraße den Gipfel entgegen. Auf 3900 Meter Höhe liegt der Lake Summit. Da es dort oben keinerlei Kontrollen mehr gibt, beschließen wir, einfach so ohne Permit bis ganz nach oben auf den Gipfel zu fahren. Serpentine für Serpentine schraubt sich das Buschen nach oben. Es zeigt keinerlei Leistungsabfall. Was für ein starkes und verlässliches Auto. Oberhalb der 4000 Meter wird mir jedoch schwummerig im Kopf. Es ist als ob das Blut aus den Kopf rausfließt und nicht mehr rein. Auf dem Parkplatz angekommen hole ich erst mal tief Luft und wir gehen ein paar Meter. Es wird etwas besser und so gehen wir die 50 Höhenmeter hoch auf den Gipfel. Sehr langsam, denn so richtig gut ist mir nicht. Oben haben wir eine atemberaubende Aussicht auf die schneebedeckten Berge unter uns Richtung Rocky Mountains und in die Ebene der Prärie hinter Denver. Es ist nicht wolkenfrei, aber dennoch ist die Sicht gigantisch. Unser erster 4000 er. Ein tolles Gefühl, obwohl das Buschen die ganze Strecke geschafft hat. Wir fahren wieder runter, weil bei mir Kopfschmerzen einsetzen und auch Übelkeit. Doch unter 4000 Meter am Lake Summit wird es schon besser und danach verschwindet es ganz. Das ist kein gutes Zeichen für die Höhen von Südamerika. Etwas weiter unten genießen wir noch die Sicht über Denver und verlassen dann den Mount Blue Sky. Ein unvergessliches Erlebnis. Wir fahren noch einige Kilometer Richtung Rocky Mountains und biegen dann in einen Forstweg ab und finden ein ruhiges Stellplätzchen direkt an einem Bergbach. Wir essen noch zu Abend und fallen müde ins Bett.Læs mere

  • Black Canyon of the Gunnison - North Rim

    14. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 21 °C

    Als wir am morgen aufwachen ist es trübe, kühl und es beginnt ein paar Tropfen zu regnen. Wir laufen noch nach vorne an die Rim. Die Aussicht ist toll aber die Temperaturen scheuchen uns schnell in den Bus. Es ist gerade mal 10 Grad. Das sind schon heftige Temperatursprünge nach den 36°C gestern. Wir fahren die Rim entlang, welche hier eher einer Berglandschaft im Voralpenland gleicht und gar nicht mehr steil und felsig ist. Richtung Eingang zur North Rim des Black Canyon Parks reißt der Himmel auf und die Sonne lugt hervor. Unser erster Aussichtspunkt liegt wie ein Adlerhorst hoch über den Canyon. Das ist atemberaubend und noch spektakulärer als die South Rim. Wir sehen einen tollen Punkt von weitem, an dem sich der Canyon in zwei Seitencanyons aufspaltet. Wir wandern dort hin und werden mit vielen eindrucksvollen Aussichten belohnt. Danach fahren wir die Rim entlang, halten an allen Aussichtspunkten und sind schwer beeindruckt von diesem majestätischen Canyon. Wir machen ein kleines Picknick an der Rim und gönnen uns einen Teil unserer riesigen Wassermelone und noch den letzten Rest vom Geburtstagskuchen. Dann fahren wir weiter Richtung Rocky Mountains. Das Wetter hat sich zusammengezogen und eine schwarze Gewitterwand türmt sich hinter dem Canyon von Süden her auf. Wir fahren weiter und werden noch auf der Fahrt von heftigen Sturmböen im Buschen erwischt. Doch langsam fahren wir aus der Gewitterzone raus und an Obstplantagen vorbei. Da passieren wir eine Bar, welche Cider anbietet. Den müssen wir probieren. Wir steigen aus und bestellen uns zwei Gläser der trockensten Sorte. Der Cider schmeckt super und da bekommen wir gleich Hunger und essen noch ein Pulled Pork Hamburger und einen Brisket Hamburger mit Salat. Wirklich super lecker. Wir fahren noch etwas weiter und übernachten auf der Passhöhe des McClure Passes auf einer Forststraße, welche kurz vor dem Pass rein geht. Der Platz am Straßenrand hat einen super Blick in die verschneiten Berge.Læs mere

  • Black Canyon of the Gunnison - South Rim

    13. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach einer ruhigen Nacht geht es am nächsten Tag weiter zum Black Canyon of the Gunnison. Etwa 200 km liegen vor uns. In Amerika ist alles weit auseinander. Aber nach gut drei Stunden Fahrt stehen wir am Eingang des Nationalparks an der South Rim. Wir passieren das Eingangshäuschen an dem wir tatsächlich unseren Nationalparkpass vorzeigen müssen und schon sind wir drin. Der erste Ausblick in den Canyon ist atemberaubend. Er ist sehr steil und tief und die Felsen sind tief schwarz, was den Eindruck der Tiefe noch verstärkt. Am Visitor Center lassen wir uns noch ein paar Tipps geben, und der Ranger warnt uns vor dem Gefälle zum Campground unten im Canyon. Wir nehmen das mal ernst und beschließen, doch nach der Besichtigung der South Rim Richtung North Rim zu fahren und irgendwo zu übernachten. Doch zunächst laufen wir hinter dem Visitor Center zu zwei wirklich beeindruckenden Aussichtspunkten. So geht es auf der Weiterfahrt weiter. Wir halten alle 100 Meter und gehen zu einem anderen Aussichtspunkt. An einem dieser Punkte spricht uns eine ältere Frau auf Deutsch an. Sie sei vor mehr als 30 Jahren ausgewandert und lebe in Denver. Zusammen mit ihrer amerikanischen Freundin besuchen sie den Canyon und sind absolut begeistert, wie wir auch. Es ist eindrucksvoll, wie ein so langes Leben in den USA die deutsche Sprache einfärbt. Es ist aber auch interessant, was sie so erzählt. Am Ende des Canyons laufen wir an einen Punkt, der von unten weit in den Canyon raufschaut. Nicht mehr so tief, dafür weit, mit schneebedeckten Bergen dahinter. Auf dem Rückweg spricht uns die deutsche Familie aus Dresden an, welche zusammen mit uns in den Canyonlands in der Isle of Sky stand. Wir unterhalten uns fast zwei Stunden und bekommen viele interessante Tipps. Die drei, Eltern plus Tochter sind seit fast einem Jahr in Kanada, USA und Mexiko unterwegs. Danach sind wir echt hungrig und essen am Sunset Viewpoint mit Blick in den Canyon. Es wird spät und wir fahren raus aus den Park und dann Richtung North Rim. Ich habe einen schönen Viewpoint gefunden an dem wir nächtigen. Sehr ruhig und unbehelligt.Læs mere

  • Ouray und die Wiesbaden Therme

    12. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute ist mein 60. Geburtstag. Claudia hat ein Brot und einen Kuchen gebacken und macht heute das gesamte Frühstück. Dazu fahren wir erst einmal zurück nach Ouray. Wir finden einen schönen Platz in der Nähe des Flusses, der als Day Use RV Park gekennzeichnet ist, da dürfen wir also. Es ist ein perfektes Frühstück und wir lassen uns vor dem Buschen von der warmen die Sonne bescheinen. Nach dem Frühstück gibt es die nächste Überraschung: In Ouray gibt es heiße Quellen und basierend darauf viele Thermen-Bäder. Eines davon ist die „Wiesbaden-Therme“, und da hat Claudia uns für heute eingebucht. Um 12:00 geht es los, also noch etwas Zeit, durch das Örtchen zu spazieren und uns umzusehen. Dann geht es in die Therme. Anders als wir es von zuhause kennen, gibt es hier keine Sauna, sondern tatsächlich heißes Wasser, das – hier in einer Höhle im Felsen – aus den Felsen kommt und in dem man eintaucht (natürlich immer züchtig bekleidet, nicht wie in der Sauna in Deutschland). Sehr angenehm und entspannend. Allerdings hält man es nicht sehr lange aus, das Wasser hat mehr als Körpertemperatur, etwa 40°C oder knapp darüber. Es gibt Liegen zum Entspannen und auch einen Poole draußen. Als zusätzliches Highlight hat Claudia einen Private Pool gebucht, da ist man dann in einem abgeteilten Bereich alleine in einem aus dem Felsen geschlagenen Pool mit heißem Wasser. Auch hier gibt es Liegen zum Entspannen. Das war ein wirklich perfekter Wellness-Tag. Nach dem Bad gehen wir im Ort noch in eine Winery, da gibt es eine Weinprobe mit Wein aus Colorado. Erst einmal eine Runde Sparkling Wine, die sind sogar ziemlich gut. Danach eine Runde mit Rotweinen, die sind aber für unseren Geschmack eher zu flach und zu süß. Einer ist echt gut, aber die Preise sind im Vergleich zu Europa einfach astronomisch für das, was man bekommt. Nach der Weinprobe geht es ins „Brickhouse 737“ zum Dinner. Wir sitzen auf der Terrasse mit Blick über das Tal. Schon das ist genial, und das Essen ist es auch. Glücklich und zufrieden gehen wir zurück zum Buschen und fahren weiter. Diesmal fahren wir weiter, Ziel ist die kontinentale Wasserscheide am „Dallas Divide“. Das ist ein wunderschöner freier Platz und wir finden auch eine gute Stelle. Allerdings stellt unser Nachbar nach kurzer Zeit seinen Generator an (eine hier sehr weit verbreitete Unsitte) und es ist nicht absehbar, daß er ihn so bald wieder ausstellt. Da es ein freier Platz ist, kann man sich kaum beschweren, also beschließen wir, uns einen ruhigeren Platz zu suchen. Etwas weiter unten im Tal geht eine Straße in den Wald, da gibt es auch schöne Plätze. Wir finden einen tollen Platz mit schöner Sicht auf die Berge und lassen den Abend bei einer guten Flasche Wein (noch eine von zuhause mitgebrachte) ausklingen, ein wunderbarer Tag geht zu Ende.Læs mere

  • Million Dollar Highway

    11. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach einer kühlen und ruhigen Nacht, frühstücken wir mitten im Wald im Sonnenschein. Dann geht es weiter zum Million Dollar Highway. In Durango machen wir einen kurzen Zwischenstopp an einer schönen Library, welche freies WIFI anbietet. Die öffentlichen Büchereien sind hier immer top ausgestattet. Sehr schöne und moderne Architekturen, viel Platz für Menschen zum Arbeiten, mit freien PCs und Interne- Zugang, zum Entspannen und auch viele Bereiche für Kinder und Familien. So etwas müsste es auch in Deutschland geben. Bei uns sind Büchereien immer etwas altmodisch und verstaubt. Bei uns ist irgendwie die Zeit stehen geblieben. Hier in Amerika ist sind die Büchereien ein wirklich ansprechender Ort für die Allgemeinheit. Wir verlassen die schöne Library und laufen in der Parkanlage noch etwas den Bergbach entlang. Dann geht es weiter. Ein Zwischenstopp bei einem Honiggeschäft mit Schnaps- und Weinprobe. Wir nehmen einen leckeren Honig mit und Thomas einen guten Whisky. Weiter geht es den Pass rauf, über 3000 Meter. Wir halten an einem kleinen Bergsee und wandern darum herum. Sehr idyllisch. In Silverton halten wir an und gehen die Main Street hoch und runter. Eine richtige Cowboystadt, mit vielen Saloons, Geschäften und Restaurants. In einem Saloon setzen wir uns an die Bar und trinken ein lokales Bier. Hier gibt es unzählige Breweries, welche viele verschiedene Craft Biere brauen. Ich habe ein Bier, welches nach Johannisbeere schmeckt. Das ist schon sehr gewöhnungsbedürftig. Weiter geht es. Wir halten am Bachbett eines reißenden Bergbachs und essen wieder spät zu Mittag. Wir fahren in den Abend rein den Million Dollar Highway entlang. Nun kommen wir an den verlassenen Mienen vorbei, welche der Straße den Namen gegeben haben. Hier gab es Millionen Dollar in den Mienen zu schäffeln, welche primär Silber abgebaut haben. Die roten Berge werden von der untergehenden Sonne warm angestrahlt und so bleibt uns diese Straße mit unvergesslichen Aussichten in Erinnerung, Wir fahren noch bis Ouray, einem kleinen Westernstädtchen am Ende des Highways. Es liegt zwischen steilen Feldwänden tief im Tal. Heute gestaltet sich unsere Stellplatzsuche etwas schwieriger. Der Campingplatz ist voll, alle anderen Plätze haben Stellplatzverbot. Also fahren wir durch den schönen Ort und dahinter eine unbefestigte Bergstraße hoch, wo man im Forest stehen kann. Die Straße ist steil und es gibt nur wenige Stellplätze die alle besetzt sind. Wir drehen um, da die Straße zu schlecht wird und bleiben am Eingang des Forest auf einem schön waagrechten Platz stehen.Læs mere

  • Mesa Verde Pueblos

    10. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach einer ruhigen Nacht kann es mitten im Park weitergehen. Wir versuchen es am Spruce House, welches eigentlich mit einer Self Guided Tour zu besichtigen ist. Leider ist es jedoch geschlossen, da es auf dem Weg dahin zu einem Erdrutsch gekommen ist, welcher erst noch repariert werden muß. So ein Pech. Zu dem Royal Palace und dem Balcony House benötigt man eine Führung durch einen Ranger. Diese Führung kann man 7 Tage vorher buchen. Da diese Touren allerdings sehr begehrt sind, sind die Tickets kurz nach der Freigabe alle weg. Da wir nur sporadisch Internet in den anderen Nationalparks hatten, war es uns nicht möglich diese Tickets zu ergattern. Wir beschließen jedoch so zum Eingang des Royal Palace zu gehen. Vielleicht kommt man doch vor Ort mit. Doch leider müssen wir beobachten, dass die Ranger akribisch jedes Ticket checken. Da kommt man nicht rein. Wir kommen mit einem netten Amerikaner ins Gespräch, welcher schon mehrfach in Deutschland war. Er ist mit seiner Familie in einer Gruppe unterwegs und hat so die Tickets bekommen. Das auch noch. Die kommerziellen Reiseanbieter schnappen natürlich sofort die Tickets weg. Da kommt auf einmal der Guide von der Gruppe auf uns zu und fragt ob wir zwei Tickets für die Tour gleich haben wollten. Die seien übrig. Natürlich wollen wir. Also ist heute doch noch ein Glückstag. Zusammen mit der Gruppe gehen wir runter in die Royal City. In einer großen Felsnische sind viele mehrgeschossige Häuser gebaut. Hier haben um die 100 Menschen gelebt. Die Häuser sind untereinander verbunden. Die Einstiege gingen über die Dächer. Die Felsnische bietet ein angenehmes Mikroklima. Im Sommer schön kühl und im Winter geschützt vor der Kälte. Sehr strategisch die Lage und vollkommen geschützt gegen äußere Feinde. Warum dieser Ort dann letztendlich aufgegeben wurde ist ein Geheimnis. Aber es ist schon ein Stück faszinierenden Geschichte. Die Rangerin erklärt sehr anschaulich und interessant. Es sind auch viele Kinder in der Gruppe. Zurück geht es über Leitern und steilen Steinstufen zum Rand des Canyons zurück. Das war eine eindrucksvolle Besichtigung und wir bedanken uns nochmal beim Guide der Tour, der sich sehr freut und mich spontan drückt. Leider hat er keine Tickets mehr für das Balcony House. Das sei zu gefährlich mit der Gruppe und den Kindern, meint er. Wir fahren trotzdem dorthin, haben diesmal allerdings kein Glück beim ergattern von Tickets. Das Balcony Haus können wir nur von außen bewundern. Es ist kleiner als die Royal City. Die Attraktion hier ist eine riesig lange Leiter zum Haupthaus und ein paar kleineren Nebenhäusern. Von einer gegenüberliegenden Aussichtsstelle kann man es sehr gut das Bauwerk betrachten. Es gibt noch etliche Felsnischenhäuser im Canyon zu sehen und auch auf dem Plateau Ausgrabungen von ganzen Dörfern. Immer mit den zentralen Kiwas, das sind Rundhäuser in denen die Menschen gelebt haben und in denen tempelartige Zeremonienstätten waren. Alles sehr interessant. Wir gehen in der zentralen Lodge einen Kaffee trinken und essen einen Muffin. Dann wollen wir weiter in den zweiten Teil des Mesa Verde Parks. Doch leider müssen wir feststellen, dass dieser geschlossen ist. Die Straße wird generalsaniert und so bleibt dieser Teil für den gesamten Sommer 2024 geschlossen. So ein Mist. Müssen wir also nochmal wiederkommen. Wir fahren auf unseren Parkplatz auf dem wir genächtigt haben und essen spät zu Mittag, weil wir von dort eine gigantische Aussicht über das Umland genießen können. Dann verlassen wir den Mesa Verde Park. Wir haben alles gesehen, was offen war und sind sehr beeindruckt. Wir fahren noch einige Kilometer Richtung San Juan Mountains und nächtigen auf einem Dispersed Campground, der sich entlang einer nicht asphaltierten Bergstraße zieht. Die meisten Plätze sind schon belegt. Wir fahren immer weiter hoch, bis die Straße zu schlecht für unser Buschen wird. Dort können wir zum Glück wenden und finden noch einen schönen Platz.Læs mere

  • Mesa Verde National Park

    9. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach einem gemütlichen Frühstück verlassen wir schweren Herzens den Canyonlandspark und den wunderschönen Campingplatz unter den roten Steinfelsen. Er wa definitiv einer unserer Top Campingplätze. Zurück geht es durch die Canyonlandsrim und vorbei an dem Painted Rock nach Monticello. Hier tanken wir beim Maverik und entsorgen und befüllen unser Buschen mit Frischwasser. Diese Tankstellen bieten das immer kostenfrei an und das ist ein echter Service. Von dort nach Colorado reinkommend verändert sich die Landschaft schlagartig. Wir fahren durch grünes hügeliges Farmland. In Cortez, kurz vor dem Mesa Verde Nationalpark, gehen wir bei einem Walmart einkaufen. Wir gehen meistens einmal die Woche groß einkaufen. Mehr passt nicht in unseren Kühlschrank. Aber dafür brauchen wir zwischendurch nicht immer nachkaufen. Gegenüber soll ein gutes mexikanisches Restaurant sein. Wir fahren dort hin und bekommen ein wirklich gutes Essen. Die Mexikaner gefallen uns am besten. Der Besitzer ist super freundlich und das Ambiente stimmt auch. Nach einem guten Nachmittagessen fahren wir schon mal in den Mesa Verde Park. Es ist fünf Uhr und zu früh sich so hinzustellen. Außerdem ist uns nach dem Essen nach Bewegung. Also fahren wir in den Park. Es geht steil hoch auf das Mesa Verde Plateau. Von dort fahren wir etliche Kilometer entlang der Rim mit einer gigantischen Aussicht auf das Umland. Wir beschließen die erste Loop zu fahren und uns einige Pueblo-Stätten entlang einer Schlucht anzusehen. Immer wieder gibt es Haltepunkte und kleine Wanderungen. Es ist abends und wir haben den Park fast für uns alleine. An ganz wenigen Aussichtspunkten hält auch mal ein anderes Auto. Wir sind begeistert von den gr0ßen Pueblos, welche sich in die Felsnischen drücken. Was für architektonische Meisterwerke und was für ein Aufwand diese in diesen Felsnischen an den Canyonwänden zu errichten. Wir genießen die friedliche Abendstimmung und beschließen nicht die mehr als 50 Kilometer wieder zurück zu fahren, sondern im Park an einem abgelegenen Parkplatz zu nächtigen. Dafür fahren wir zu dem höchsten Punkt, von dem wir eine sagenhafte Aussicht auf das Umland haben. Tief nach Utah und Arizona rein. Wir werden mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt. Dann wird es aber kalt. Wir sind in fast 2800 Meter Höhe und hier kühlt es nachts empfindlich ab.Læs mere

  • Canyonlands - The Needles Chester Trail

    8. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 35 °C

    Am nächsten Morgen haben wir eine längere Wanderung geplant, den „Chester Loop Trail“, den uns der nette Ranger empfohlen hatte. Alternativ könnten wir vom Campground aus in einen der Canyons wandern, aber bei der von uns gewählten Tour kommen wir näher an die Needles heran. Wir fahren die kurze Strecke zum Trailhead, packen genug Wasser ein und laufen los. Gleich am Trailhead sitzt ein Ranger und Fragt uns, wohin wir wollen und ob wir auch ja genug Wasser dabei haben, mindestens eine 2½ Liter pro Person. Wir versichern ihm, wir hätten genug, auch wenn wir die 2½ Liter nicht ganz erreichen. Es geht zunächst steil bergan, wird aber nach kurzer Strecke etwas weniger steil. Wir laufen tatsächlich auf die gigantischen Felsnadeln zu, die dem Teil des Parks ihren Namen gaben und dann geht die Strecke mitten durch diese unwirkliche Welt hindurch. Streckenweise gibt es halbwegs ebene Etappen, aber oft geht es auf und ab. Das alles ist für sich schon recht anstrengend, und dann kommt noch die Hitze hinzu. Es sind 36-37°C im Schatten, aber Schatten gibt es hier praktisch nirgends. Gut, daß wir genug Wasser dabei haben. Die Landschaft ist faszinierend und wir kommen sehr dicht an den ganzen Felsnadeln vorbei, das ist wirklich eine sehr lohnenswerte Tour. Da hatte der Ranger einen ausgezeichneten Tipp parat. Nach 6½ Stunden kommen wir zum Buschen zurück, geschafft, aber glücklich, das war ein guter Wandertag. Wir fahren zurück zu unserer Campsite, duschen und essen, und diesmal sind wir sogar pünktlich zum Ranger-Vortrag. Leider ist es nicht der nette Kollege von gestern, bei dem wir uns gerne für die tolle Empfehlung bedankt hätten. Stattdessen ist eine andere Kollegin da, die sehr engagiert und informativ über Coyoten erzählt, sehr interessant und diesmal sind auch deutlich mehr Zuhörer dabei als gestern. Nach dem Vortrag machen wir noch ein kleines Lagerfeuer, diesmal ohne S’Mores und Marshmallows, und damit geht ein wunderbarer Tag zu Ende. Morgen soll es dann weiter gehen zum Mesa Verde Nationalpark, aber der liegt dann schon in Colorado, das kommt dann im nächsten Blog.Læs mere

  • Canyonlands - The Needles View Points

    7. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 35 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir zum Park. Vorher halten wir noch am „Newspaper-Rock“, einem Felsen, in dem es antike Felszeichnungen gibt. Diesmal sind es wirklich viele und beeindruckend schöne, das hätten wir fast übersehen, gut, daß wir hier angehalten haben. Dann geht es weiter in den Park, zuerst zum Campground (wieder ein First-Come-First-Served-Platz), aber hier ist die Situation ganz anders. Von den 16 Plätzen, die es hier gibt (weitere 16 kann man nur online buchen, die sind alle belegt), sind noch acht zu haben. Wir suchen uns den schönsten aus, erledigen die Reservierung und Bezahlung (wieder in bar im Umschlag in den Kasten), und los geht’s. Heute fahren wir die View-Points an (es ist ja schon Mittag) und machen einige kleinere Hikes. Dieser Teil des Parks ist ganz anders, hier dominieren nicht die schroffen Felsabbrüche, hier sind eher (von der Erosion meist abgerundete) Felsspitzen dominant, wie Nadeln, daher auch der Name. Optisch viel näher am Arches-Park als am Island-in-the-Sky Teil des Canyonlands Parks, aber auch dies hier sehr eindrucksvoll. Diesmal fahren wir zum Essen zum Campground und genießen unsere Dusche und den Abend im Schatten der Bäume, die es dort gibt. Der Ranger aus dem Visitor Center kommt vorbei und wirbt für seinen Vortrag im Amphitheater (direkt nebenan, etwa 200m), zum Colorado River und seinen Wasser-Ressourcen, Start ist um 20:00. Bis wir dann mit Essen und Duschen fertig sind, ist es schon 20:30. Wir gehen nochmal hin, aber die sehr wenigen Gäste sind schon dabei, sich zu verabschieden. Da werden wir morgen versuchen, etwas pünktlicher zu sein. Wir gehen zurück zu unserem Platz. Wir konnten etwas Holz sammeln, und da der Wind heute sehr mäßig ist, können wir endlich mal ein Lagerfeuer machen. Wir grillen unsere Marshmallows und machen S‘Mores, die Kekse und die Schokolade dazu hatten wir schon länger besorgt. S‘Mores macht man, indem man der frisch gegrillten heißen Marshmallow mit der Schokolade zwischen zwei Kekse pacht und zusammendrückt, das schmilzt dann die Schokolade und schmeckt sehr gut. Das hatte uns vor Jahren die Austausch-Schülerin aus dem PwC-Austauschprogramm gezeigt, eine gute Sache. Ein toller Tag geht zu Ende und wir freuen uns auf eine ruhige Nacht.Læs mere

  • Arches National Park

    6. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 36 °C

    Heute geht es – wir immer nach einem guten Frühstück – los, diesmal in Richtung Arches-Nationalpark. Es ist sehr heiß, heute sind 36°C angesagt. Wir kommen gegen Mittag an und erst einmal gibt es einen Stau am Eingang. Wow, das hatten wir noch nicht. Als wir dann an der Reihe sind, erklärt uns die Dame, dass wir zusätzlich zum Park-Eintritt (den haben wir ja mit dem America-Paß bereits) ein zeitliches (und auch nur begrenzt verfügbares) Permit benötigen, kostet zwar nur $2,00, aber auf diese Weise wollen sie die Besucherzahlen regulieren. Wir müssen also wieder raus, das Permit online buchen (zum Glück war noch etwas für 13:00 zu haben) und erneut in den Stau und durch den Eingang. Wir sind dann um 12:40 eigentlich 20min zu früh, aber da sagt sie nichts und wir sind drin. Diesmal sparen wir uns das Visitor Center und fahren direkt in den Park. Es gibt dort praktisch nur eine lange Straße, an der die Hikes und View-Points gelegen sind. Wir fahren zuerst zum North und South Window, große und eindrucksvolle Bögen, recht nahe am Parkplatz. Hier sind viele Chinesen unterwegs, die sich sehr umfangreich gegenseitig fotografieren. Als jeder von allen ein Bild gemacht hat, bitten sie mich, auch noch ein Bild von allen zu machen, mache ich gerne. Wir gehen zurück und als nächstes zum Double Arch, das ist ein bogen, der sich teilt und damit in zwei Bögen spaltet. Auch hier sind viele Besucher da. Man muß etwas klettern, um zu den besten Stellen zu kommen, aber das ist im Schatten des Bogens, sehr angenehm. Als nächstes fahren wir zum Pine Tree Arch und dann zum Skyline Arch, letzterer ist schon etwas weiter zu erlaufen, da merken wir die 36°C schon, zumal es praktisch nirgendwo Schatten gibt, das ist schon echt ganz schön heiß. Nun haben wir Hunger, wir suchen uns einen schönen Picknickplatz und genießen unser Essen. Danach fahren wir noch ein Stück wieder zurück und gehen zum Delicate Arch Viewpoint. Von dort hat man einen Blick auf den Delicate Arch, einen der ganz charakteristischen Bögen im Arches Park. Damit geht ein toller Tag zu Ende, wir haben viel gesehen, ein wirklich lohnenswerter Nationalpark. Wir fahren aus dem Park heraus in Richtung Canyonlands – Needles-District, das ist eine recht weite Strecke, das werden wir heute nicht mehr ganz schaffen. Wir finden einen schönen BLM-Platz, etwa 40 Meilen vor dem Park, an dem wir uns noch ein kühles Bierchen und ein paar Nachos unter einem schönen Sternenhimmel gönnen, bevor wir eine ruhige Nacht verbringen.Læs mere

  • Canyonlands Island in the Sky Wanderung

    5. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 33 °C

    Nach einer ruhigen und klaren Nacht mit tollem Sternenhimmel geht es heute in den westlichen Teil des Island-in-the-Sky Distrikts, wir fahren zum Whale Rock und Upheaval Point. Dort sind die Hikes an den Aussichtspunkten etwas länger, aber wir haben ja Zeit und wollen das auch genießen – zudem ist es ziemlich heiß, über 33°C, da sind wir dann doch etwas gemäßigter unterwegs. Unsere Mittagspause (wir meistens, gegen 16:00 Uhr) machen wir am selben Picknickplatz wie gestern, der war wirklich sehr schön. Zum Sonnenuntergang sind wir dann wieder am Green River Overlook nahe dem Campground. Diesmal spricht uns jemand auf Englisch an (die Hamburger und die Dresdner sind heute weg), ob wir wirklich das Auto aus Deutschland verschifft hätten. Es sind Engländer, die hier im Urlaub sind und das deutsche Nummernschild erkennen. Bei den meisten Amerikanern ist das völlig unbekannt, oft gehen Leute dicht am Auto vorbei und schauen interessiert oder machen gar Fotos davon. Bevor wir in den südöstlichen Park-Teil („Needles District“) fahren, wollen wir noch in den Arches-Park, der auf dem Weg dahin liegt. In den Südwestlichen Teil des Canyonlands-Parks („The Maze“) werden wir nicht kommen, der ist sehr abgelegen und nur mit echten Allrad-Fahrzeugen erreichbar.Læs mere

  • Canyonlands Island in the Sky - Rim

    4. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 29 °C

    Am Morgen ist das Wetter deutlich bedeckter als gestern Abend, gut daß wir die Goblins noch in der Sonne sehen konnten. Heute steht der Canyonlands Nationalpark auf unserem Programm. Der hatte uns vor 17 Jahren sehr beeindruckt, so daß wir damals schon sagten, hier müssten wir mal wiederkommen und mehr Zeit mitbringen. Das genau haben wir jetzt vor. Gleich nach dem Frühstück fahren wir los, ein paar Meilen sind es ja schon – hier in Amerika sind alle Strecken immer gleich sehr viel weiter als wir das von Europa gewohnt sind. Etwa zur Mittagszeit sind wir da und das Wetter hat sich wieder zu einem wolkenlosen Himmel gewandelt. Zuerst machen wir unseren üblichen Stopp im Visitor Center. Der Ranger ist sehr nett und gibt uns einige Empfehlungen mit, was wir besichtigen und erwandern können. Zuerst einmal fahren wir am Campground vorbei, dort gilt First-Come-First-Served, d.h. wir müssen schauen, ob noch ein Platz frei ist. Tatsächlich haben wir Glück, wir können den letzten Platz belegen, das hätten wir ja fast nicht geglaubt. Wir stecken das Geld in den Umschlag an der Bezahlstation und hängen den Abschnitt an den Clip an unserem Platz und gut. Dann fahren wir los, den ersten der Scenic Drives. Der Canyonlands-Park besteht aus drei Teilgebieten, wir sind hier im nördlichen Teil, „Island in the Sky“, da wo wir auch damals schon waren. Das ist der höchste Punkt, die Plateaus des Colorado und des Green River fallen sehr schroff in treppenförmigen Stufen ab, dazwischen von Canyons zerfurcht. Ich hatte schon damals gesagt, so müsse man sich das Land Mordor aus dem Herrn der Ringe vorstellen. Jetzt im strahlenden Sonnenschein (damals war bedecktes Wetter und alle Felsen schienen schwarz) kommen die verschiedenen Farben mehr heraus und es sieht etwas weniger furchteinflößend aus, die Schichten sind von dunkelrot über gelb, hellrot und weiß übereinander gefaltet, man kann hier die geologischen Prozesse in der Frühzeit der Erde nachvollziehen. Wir fahren die Aussichtspunkte in Richtung Grand View Point an, an vielen Stellen gibt es kürzere Spaziergänge, bis man jeweils an der Abbruchkante ist. Immer wieder staunen wir über die mächtigen Felsformationen und die schroffen Abbrüche, hier ist die Macht der Natur deutlich zu sehen und der Prozeß der Gebirgsformation sieht noch sehr frisch aus, die Kanten sind alle noch sehr scharf. An einem Picknickplatz mit Top-Aussicht halten wir an und machen Mittagspause. In dieser Hinsicht sind die USA und insbesondere die Parks exzellent ausgestattet. Es gibt überall Picknicktische, immer mit Feuerstelle und meist mit einem Schatten-Dach. Wir fahren nochmals zurück zum Mule Arch, einem Felsen-Bogen mit besonders guter Aussicht und genießen die abendliche Sonne, bevor wir zurück zu unserem Campground fahren. Der liegt fußläufig zum Green River Overview, wo wir einen tollen Sonnenuntergang genießen. Der Campground ist ganz gut in deutscher Hand, die beiden nächsten Plätze neben uns belegen Camper mit deutschen Nummernschildern, sie kommen aus Hamburg bzw. Dresden, und etwas weiter sind andere deutsche Touristen, die ein amerikanisches Wohnmobil gemietet haben – bei insgesamt 12 Plätzen, die der Campground überhaupt nur hat, eine erkleckliche Quote.Læs mere

  • Goblin State Park

    3. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 31 °C

    Nach einer ruhigen Nacht genießen wir das Frühstück bei einer sagenhaften Aussicht über das Capitol Reef. Weiter geht es heute zum Goblin State Park. Auf dem Weg sehen wir ein kleines handgeschriebenes Schild mit Café open und drei Leute gemütlich unter einem Baum sitzen. Wir stoppen und werden von einem weißhaarigen Mann freundlich begrüßt. Er habe heute offen und gestern frisches Brot gebacken und Zimtschnecken. Wir probieren das Brot und sind begeistert. Das schmeckt wie zu Hause. Wir kaufen ein Brot und nehmen eine Zimtschnecke und einen frisch gebrühten Kaffee, der sich als besonders gut herausstellt. Der alte Mann verkauft auch Käse, zwar nicht selbst gemacht aber super lecker. Wie in Frankreich. Also nehmen wir auch den Ziegenkäse und noch etwas alten Cheddar mit. Eine schöne Pause unter einem schattigen Baum. Das war eine nette Entdeckung. Weiter geht es zum State Park. Zwischen hohen Felsklippen liegen in einem Tal skurrile Felsformationen, welche aussehen wie riesige versteinerte Pilze. In allen Größen und Farben und zu hunderten. Wie ein Steinpilzwald. Wir wandern hindurch und staunen, was für eine großartige Natur. Hier ist auch irgendein US amerikanischer Film gedreht worden und das Tal war eine Landschaft auf einem anderen Planeten. Das kann man sich vorstellen. Nach einer ausgedehnten Wanderung beschließen wir, außerhalb des State-Parks am Fuße der Felsklippen zu übernachten. Wir finden einen malerischen Platz zwischen Felsformationen, die wie Pilze aussehen und am Rand einer riesigen roten Felsklippe stehen. Doch leider ist heute heftiger Wind. Wir können nicht draußen Essen, da sonst alles eingesandet wäre und auch unser Buschen schwankt ordentlich. Rock’n Roll den ganzen Abend. Zum Glück lässt der Wind über Nacht nach, so daß wir doch noch ruhig schlafen können.Læs mere

  • Capitol Reef

    2. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach einem schönen Frühstück und einem Telefonat mit den Kindern, wir haben wieder guten Empfang, geht es los. Wir fahren aus dem Grand Staircase Escalante raus Richtung Capitol Reef. Doch zunächst geht es nochmal rauf über die 3000er Grenze. Die Luft wird kühl und der Blick kann immer weiter schweifen. Nach einer sagenhaften Abfahrt ins Tal, halten wir kurz am Visitor Center des kleinen Ortes davor. Eine gelangweilte Dame erklärt uns, daß sie einzige Straße zum Capitol Reef derzeit gesperrt ist. Wegen Bauarbeiten vermutlich die nächsten drei Monate, aber dann könnten wir ja wiederkommen, dann sei die Straße ganz neu. Na super! Wir fahren bis zum Visitor Center vom Capitol Reef selber, bekommen da die gleiche Auskunft, nur diesmal von einer völlig entnervten Rangerin in einem sehr unhöflichen Ton. Das ist wirklich selten hier in Amerika. Die Ranger sind eigentlich alle sehr höflich und freundlich. Naja, das mit der geschlossenen Straße kommt eben bei keinem Touristen gut an. Wir machen eine kleine Wanderung zu einem schönen Felsbogen, der Hickman Bridge. Das Capital Reef bekommen wir wohl diesmal garnicht zu sehen. Wirklich schade. Da es sehr heiß ist, beschließen wir erst mal Siesta zu machen und zu Mittag zu essen. Zwischen riesig aufragenden gelblichen Felsriesen haben wir ein schönes Plätzchen gefunden. Am späten Nachmittag laufen wir noch in die Grand Wash Schlucht. Die Felswände ragen steil auf. Die Schlucht wird immer enger. An der engsten Stelle kann man die beiden gegenüberliegenden Felswände gleichzeitig berühren. Die Schlucht weist eine abwechslungsreiche Formation auf. Erst sind die Felswände gelblich, dann rötlich und hinterher fast schwarz. Eine tolle Wanderung da es bereits schön schattig in der Schlucht ist. Wir wandern bis zu einem Parkplatz, der eigentlich das Ende des Scenic Drives des eigentlichen Capitol Reef ist. Es ist jedoch zu spät, um ganz raus an das Reef zu wandern und so gehen wir die Schlucht zurück zum Auto. Nach wenigen Kilometern ist der Capitol Reef Park schon zu Ende und wir fahren eine Klippe hoch, auf der unser Stellplatz heute Nacht liegt. Es liegen etwa 10 Stellplätze großzügig verteilt auf dem Plateau. Nur zwei sind belegt und so haben wir die Wahl. Wir stellen uns an den Rand und genießen den Sonnenuntergang über dem Capitol Reef bei einem schönen Gläschen Wein.Læs mere

  • Staircase Escalante National Monument

    1. juni 2024, Forenede Stater ⋅ ☁️ 29 °C

    Am nächsten Tag geht es los. Wir wollen heute über den steilen Staircase Escalante Grat fahren. Zunächst halten wir jedoch vor einem schnuckeligen Café mit toller Aussicht auf die roten Steinriesen im Tal. Der Kuchen ist eher mäßig aber der Kaffee ausgesprochen gut. Danach geht es weiter zum Wanderparkplatz, der durch eine Schlucht zu einem Wasserfall führt. Die Wanderung ist heiß und anstrengend, aber das Ziel hat sich gelohnt. Der Canyon endet vor einer hohen Felswand und das Wasser stürzt sich etwa 50 Meter in die Tiefe. Am Fuße des Wasserfalls hat sich ein kleiner See gebildet, in dem kein Mensch schwimmt, trotz des heißen Wetters. Thomas schmeißt sich in seine Badehose und hüpft hinein. Es ist aber barbarisch kalt und so ist er gleich wieder draußen. Es reicht gerade für ein paar Photos. Jetzt wissen wir, warum keiner im Wasser ist. Gut erfrischt geht es für Thomas zurück. Ich ziehe es vor, weiter zu schwitzen. Nach einem anstrengenden Rückmarsch setzen wir uns ins Auto und fahren weiter den Grat des Grand Staircase Escalante entlang. Immer wieder halten wir an phantastischen Aussichtspunkten. Doch dann meldet sich der Hunger. An einem besonders schönen Aussichtpunkt bleiben wir stehen und machen erst mal Mittag. Zum draußen Essen ist es zu stürmisch, aber auch so können wir mit der geöffneten Schiebetüre die herrliche Aussicht genießen. Das ist ein Vorteil des Wohnmobils. Man hat immer alles dabei und kann an den tollsten Plätzen stehen bleiben und bei herrlicher Aussicht sein Essen genießen. Danach haben wir nicht mehr so richtig Lust weiter zu fahren. Wir suchen uns oben am Kamm einen Übernachtungsplatz mit toller Aussicht und beenden gechillt diesen wunderschönen Tag. Nur leider können wir abends kein Lagerfeuer machen, da der Wind wieder heftig bläst.Læs mere