Mit Kind und Kegel 5 Wochen längs und quer durch unser Heimatland
  • Day38

    Das Ende unserer Reise - was bleibt?

    September 6 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Jetzt sind wir wieder am Startpunkt unserer Reise, kurzum wieder daheim angekommen. 5 Wochen und 3 Tage also 38 Tage sind wir unterwegs gewesen, quer durch die Republik. Von 16 Bundesländern haben wir 14 gekreuzt, davon in 9 Bundesländern feste Stopps gehabt. Das Saarland hat einfach nicht mehr reingepasst 🙃 und Berlin haben wir fairerweise „nur“ von der Potsdamer Seite der Glienicker Brücke aus gesehen. Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Rheinland-Pfalz haben wir immerhin von der Autobahn aus gesehen.
    Wir haben rund 2 kg Nutella verputzt 😲, unzählige Kekse und Haribopackungen verschlungen, Mats hat rund 38 Bananen 🍌 gefrühstückt, um die 30 Brote 🍞 und über 200 Brötchen (ohne Milchbrötchen 🙈) wurden vervespert. Über 3.000 km und mehr als 500.000 Schritte liegen hinter uns 😲.
    Das ist mal die nackte Statistik 📊, viel wichtiger ist jedoch, dass wir 5 1/2 fantastische Wochen in unserem Heimatland verbracht haben. Keinerlei Autopannen oder Unfälle gehabt, abgesehen von der Wendeltreppenaktion mit Mats Köpfchen, sowie Mias Verbrennung an der Herdplatte. Beides ist zum Glück nochmal gut gegangen.
    Wetter hin oder her, jeder Tag hatte etwas zu bieten, mal umfangreicher, mal lockerer. Niemand von uns war krank, was mit drei Kindern, dem Zeitraum und Wetter nicht selbstverständlich ist. Alle Stationen konnten wir wie geplant anlaufen. Als Familie sind wir nochmal mehr zusammen gewachsen und die Elternzeit wird definitiv in Erinnerung bleiben. Es war für uns Eltern schön zu sehen wie unsere drei Kinder miteinander umgehen, welche Lebensfreude sie ausstrahlen, sich als „Dreierpaket“ fast schon überall wohlfühlen, andere Menschen in kürzester Zeit in ihren Bann ziehen und sich woanders schnell zurecht finden und anpassen können.
    Unser Heimatland hat so viel zu bieten, neben schönen Ecken und Traditionen, natürlich auch kulinarische Vielfältigkeiten, was einem bei solchen Reisen noch klarer wird. Mindestens genauso vielseitig sind natürlich auch die Menschen, von Franken über Fischländer, Hamburgern, den Insulanern und den rheinländischen Frohnaturen. Mal mehr mal weniger mit dem Schwaben auf einer Wellenlänge 🤪.
    Darüberhinaus haben wir alte Freunde wieder getroffen und konnten Familienbesuche integrieren. Von Freunden und Arbeitskollegen gab es viele hilfreiche Tipps über Ausflugsziele, da sie aufgrund ihrer früheren Herkunft, Studium oder Kindheit auch schon an manchen Standorten waren. Rundum war es eine gelungene und vielfältige Reise!
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  • Day37

    Wanderung und bergische Waffeltafel

    September 5 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Da ist er nun, der letzte Tag unserer Reise. Leider hatte die „Neuemühle“, was unser anvisiertes Ziel war, nicht geöffnet und somit entschlossen wir uns eine alternative Wanderung in Angriff zu nehmen. Kleine Autoanreise nach Benninghausen, unter Insider als „schönster Ort im Bergischen“ bekannt, ging es zu Fuß ins Eifgental zur Eifgenburg. Torsten kannte die Wege noch von früher und es ging rund 6 km auf vielen schmalen Wegen hoch und runter. Abschluss-Highlight war eine, durch das Hochwasser nicht mehr vorhandene Brücke, weshalb wir den Eifgenbach kurzerhand barfuß durchquerten um weitere 6 km zu vermeiden.
    Am Nachmittag ging es zu Torstens Bruder Markus und dessen Freundin Jasmin zur bergischen Waffeltafel. Waffeln mit Vanilleeis, heißen Kirschen, Milchreis und Puderzucker. Nach rund 6 Wochen „Daddelentzug“ konnten Finn und Mia endlich bei Onkel und Tante Mario Kart spielen.
    Der Abend bestand dann aus Packen für die anstehende Heimfahrt. Ein letztes Mal Packen… , zu mindestens davon haben wir jetzt die Schnauze voll. Dennoch, die Investition ins neue Auto letzten Herbst war Gold wert, nicht nur heute sondern die vergangenen Wochen 👍🏻.
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  • Day36

    Aachen

    September 4 in Germany ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute ging es zum letzten Städtetrip nach Aachen. Köln haben wir inzwischen oft genug gesehen, weshalb wir uns für Aachen entschieden. Diesen Trip konnten wir sogar zu Zweit machen. Die Kinder sind bei Oma und Opa geblieben. Finn hat es kommentiert: „Mats ist bestimmt auch mal froh einen Tag ohne Eltern zu verbringen!“ 😆🤦‍♀️. Tatsächlich war dies auch Premiere für Mats.
    Erste Anlaufstation in Aachen war der Werksverkauf bei Lambertz. Printen sind zwar nicht mein Fall, dennoch habe ich genug gefunden🤭. Als nächstes war der Werksverkauf von Lindt dran. Danach war der Geldbeutel leer und die Vorräte gut gefüllt. Immerhin den Werksverkauf von Bahlsen haben wir ausgelassen 🤭.
    Im Anschluss ging es ins Zentrum von Aachen, zuerst einmal das mächtige Rathaus ansehen. Der Nebel war sich gerade am Auflösen, sodass die Sicht immer besser wurde. Auf dem Platz davor war ein Modellbauladen (Hühnerbein). Torsten war versorgt und ich habe noch ein paar Bilder von der Stadt machen können.
    Direkt hinter dem Rathaus steht der Dom. Bekannt wurde der Dom unter anderem durch die Krönung von Karl dem Großen zum ersten deutschen Kaiser im Jahre 800. Innen sah es tatsächlich anders aus als z.B. der Kölner Dom - sehr prunkvoll und schön anzusehen auf jeden Fall. Das Mittagessen war leider ein Flop, für einen Tomatensalat mit Brötchen mussten wir in einem nahezu leeren Lokal 40 min warten und so überzeugend war er dann auch nicht. Na gut, immerhin gestärkt ging es dann zum Demmer, einem Laden für Haushaltsutensilien. Auch hier mussten Kleinigkeiten wie Messbecher, eine Schüssel und Topflappen mitgenommen werden 😃🙈, im Auto wird sich schon noch ein Plätzchen dafür finden… .
    Auf dem Rückweg haben wir uns noch die Heilquelle Aachens angesehen. Aachen ist ein Heilbad, verzichtet allerdings auf den Städtezusatz „Bad“ um im Verzeichnis weiterhin vorne zu stehen 🧐. Die Heilquelle sprudelt aus einem Brunnen mit rund 50 °C, unterliegt allerdings nicht der Trinkwasserverordnung. Schmeckt auch nicht wirklich, dennoch nutzten Könige und Kaiser bereits das Heilwasser.
    Auf der Rückfahrt legten wir noch einen Stopp bei „Le Creuset“ in Köln ein. Auf die Marke sind wir in Bremen aufmerksam geworden und erweiterten erneut unser Kochmaterial 🤦‍♀️🤷‍♀️.
    Zum Abendessen haben wir Björn, Eva, Stefan und Frauke getroffen und haben die Vergangenheit Revue passieren lassen und Allerlei neues ausgetauscht. Essen war zwar lecker allerdings mussten wir auch hier knapp 1 h warten 🤨. Zu Hause angekommen waren Finn, Mia und Mats bereits im Bett und schliefen fest👌😴, somit klappt sogar das „ins Bett bringen“ vom Jüngsten durch die Oma 😎😊 (obwohl ich Mats normalerweise abends noch einmal stille bevor er schläft). Die Fünf hatten jedenfalls auch einen ereignisreichen und schönen Tag miteinander und waren sogar zusammen in Leverkusen shoppen, allerdings kindgerechter im Spielzeug- und Buchladen 😅.
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  • Day35

    Café Wild

    September 3 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Seit nun mehr 11 Jahren sind wir mehrmals im Jahr bei meinen Schwiegereltern, doch wir waren noch nie im Café Wild in Wermelskirchen. Karin und Ulli haben jetzt schon öfter von der Torten- und Kuchenauswahl der in 6. Generation geführten Konditorei geschwärmt, so dass ich dieses Mal unbedingt dorthin wollte 😁. Vormittags wurde noch Lasagne für heute Abend in unserer neue Auflaufform vorbereitet, Einkaufen gegangen, das Babyfone repariert, Freundschaftsbänder geknüpft, Fußball gespielt, Bankgeschäfte erledigt, Wäsche aufgehangen, Pudding gekocht, Fotos bearbeitet uvm… 😃. Mats durfte 2 1/2 Stunden im Bettchen schlafen, so dass wir nach seinem Mittagsbrei dann nach Wermelskirchen fuhren. Im Café Wild gab es noch ein Plätzchen draußen 🌞 und eine super große Kuchenauswahl, so dass für jeden ein oder auch zwei Stücke dabei waren 😃😋. Danach bin ich mit Karin noch in ein Kinder- Klamottenladen der mit Prozenten lockte 🙈🤷‍♀️… für Finn gab es eine kurze Hose und für Mia eine Leggings (50% reduziert natürlich 🤪). Ulli und Torsten entdeckten in der Zeit eine Wahlkampfveranstaltung von Christian Lindner, Spitzenkandidat der FDP und aufgewachsen in Wermelskirchen. Ihn live und rhetorisch in Aktion zu hören war wohl sehr interessant und so konnten wir uns Zeit lassen 😎.
    Mats hat noch seinen Nachmittagsbrei vertilgt und die Oma hat ihn dann im Buggy nach Hause geschoben, damit er noch ein wenig schlafen konnte. Torsten ist noch joggen gewesen und konnte sich ein Bild von den Flutschäden in seinem früheren Mountainbiketerrain machen. Am Abend haben wir uns die Lasagne in unserer neuen Auflaufform schmecken lassen 😋.
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  • Day34

    Anreise Burscheid

    September 2 in Germany ⋅ ☀️ 20 °C

    Nach nochmal 2 h Autofahrt sind wird zum Glück staufrei angekommen. Oma und Opa saßen bereits auf der Bank im Vorgarten (dank live-Tracking für unseren Standort😃). Finn und Mia waren außer sich vor Freude. Zum Abendessen gab es Cannelloni, die gesamtheitlich verputzt wurden 😊.Read more

  • Day34

    Modellbundesbahn

    September 2 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Oh man 🤦‍♀️! Na gut um das Miniatur Wunderland bin ich immerhin drum herum gekommen. Torsten hatte die heutige Modellbahnanlage vom Besuch vor rund 5 Jahren in guter Erinnerung und wollte nochmal dorthin. Inzwischen ist die Anlage „Modellbundesbahn“ umgezogen und wird aktuell erweitert… .
    Von den Externsteinen waren es rund 30 min Fahrt hierhin und lag quasi fast auf dem Weg nach Burscheid. Die Modellbundesbahn zeigt die Gegend um Ottbergen (Teutoburger Wald) im Sommer 1975 und somit in seiner Hochphase im Maßstab 1:87. In der Nähe liegt der Ort Altenbecken der in der Zeit des Kalten Krieges ein wichtiger Knotenpunkt im Schienennetz zwischen Nord-Süd und West der damaligen Bundesbahn war. Die Strecke um Ottbergen war 1975 noch nicht elektrisiert (was Ulm-FN-Lindau erst seit kurzem ist 🙂), wodurch auf der Anlage nur Dampf- und Diesellokomotiven im Einsatz sind. Die Originaltreue ist schon bemerkenswert, ebenso die gealterten Wagen und der Tiefenblick in die Anlage (O-Ton Torsten 😅). Die Erbauer der Anlage orientieren sich an alten Skizzen, Foto- und Videoaufnahmen und Gleisplänen.
    In der neuen Halle wird inzwischen am 2. Bauabschnitt gebaut, hier wurde das Viadukt von Altenbecken nachgebaut. Ein Weltrekord, da es sich um die größte Brücke im Maßstab 1:87 handelt, die sich an einem Vorbild orientiert. Die Brücke ist Sage und Schreibe 8 m lang! Nach rund 1,5 h haben wir den letzten heutigen Zwischenstopp beendet und es ging weiter Richtung Burscheid.
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  • Day34

    Externsteine

    September 2 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Nach dem Hermannsdenkmal sind wir zum weiteren Highlight Westfalens, den Externsteinen, gefahren. Die beiden Sehenswürdigkeiten trennen gerade einmal 15 min Autofahrt, hat sich also angeboten. Vom Parkplatz aus führt ein kurzer breiter Wanderweg zu den Externsteinen. Diese stehen an einem kleinen See und haben direkt etwas mystisches. Nicht verwunderlich, dass sich bereits zu Urzeiten Menschen zu diesem Platz hingezogen fühlten. Heutzutage gibt es im Jahr mehrere esoterische Veranstaltungen direkt an den Steinen. Das war heute zum Glück nicht der Fall 😂. Wir bestiegen zwei der Steine - die Investition der Kraxe für Mats war aufjedenfall Gold wert. Im Anschluss sind wir noch um den See gegangen - leider ist die Sonne ☀️ erst durch die Nebelwolken durchgekommen als wir schon wieder zum Auto gehen wollten, sodass ich nochmal kurz zurück bin um wenigstens zwei bis drei Bilder mit blauem Himmel machen zu können. Die anderen vier sind schon zum Auto und wollten mich direkt am Eingang abholen. Gut gemeint, allerdings sind sie um den Platz gefahren während ich zeitgleich diagonal drüber bin. Wir haben uns also verpasst, Finn hatte mein Handy bei sich und ich geisterte mehrere Male über den Parkplatz. Da sich Mats noch eingeschissen hatte, wechselte Torsten die Windel und ich suchte 20’min vergeblich 🤦‍♀️, bis ich sie dann doch wieder am Eingang entdeckt habe.Read more

  • Day34

    Hermannsdenkmal

    September 2 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute war Großkampftag. Abreise in Hameln und auf der Fahrt nach Burscheid standen mehrere Zwischenstopps an. Der Großteil unserer Sachen war bereits gepackt, somit konnten wir noch in Ruhe frühstücken ehe es dann um kurz nach 10 Uhr los ging. Mats ging es zum Glück auch gut und der gestrige Vorfall war verdaut. Zum Hermannsdenkmal ist es rund eine Stunde von Hameln aus. Hameln hat historisch gesehen einen gescheiten Eisenbahn- als auch Autobahnanschluss einfach verschlafen. Folglich stand mal wieder Landstraße auf dem Programm.
    Am Besucherparkplatz angekommen, gingen wir direkt zum Denkmal, dieses liegt in den Ausläufen des Teutoburger Waldes bei Detmold. Bei gutem Wetter sollte der Blick in das Flachland Westfalens traumhaft sein. Das Denkmal zeigt den Armenius den Cherusker. Da Armenius aus dem lateinischen kommt und im 16. Jahrhundert als Hermann - Mann des Heeres interpretiert wurde, heißt das Hermannsdenkmal eben nicht Armeniusdenkmal 🧐.
    Der Expansionsdrang des römischen Reiches unter Kaiser Augustus sah vor, Germanien zu einer römischen Provinz werden zu lassen. Armenius vereinigte damals zahlreiche Völker Germaniens und führte sie gegen die Römer im Jahr 9 n. Chr. in eine Schlacht. Diese fand im Teutoburger Wald statt. Trotz niedrigerer Truppenstärke wurden die Römer vernichtend geschlagen und Germanien wurde keine römische Provinz.
    Das Denkmal ist das Lebenswerk von Ernst von Bandel. Dieser schuf das Denkmal Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Hintergrund den Nationalstolz nach den überstandenen napoleonischen Kriegen innerhalb Deutschlands zu befeuern. Die damalige germanische Vereinigung durch Armenius zum Widerstand gegen das römische Reich wurde im 19. Jahrhundert dazu stilisiert Armenius als „Gründungsvater der Deutschen Nation“ in Szene zu setzen. Wie damals eben auch, wollte man sich im 19. Jahrhundert von Fremdeinflüssen lösen und eigenständig sein und den Stolz einer Nation untermauern. Nach der Fertigstellung 1875 wurde das Denkmal durch Kaiser Wilhelm I. dem deutschen Volk feierlich übergeben.
    Zurück zum Wetter, wir hatten leider Pech und tiefliegenden Nebel - somit keinen Blick ins Flachland. Also kurz das Denkmal angeschaut, ein Drohnenfoto geschossen und die Infotafeln inspiziert ehe wir den Rückzug angetreten sind.
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  • Day33

    Besuch bei (Ur-)Oma Cilli

    September 1 in Germany ⋅ ⛅ 20 °C

    Cilli, die andere (Ur-)Oma, wohnt im Stift (Altersheim) in Fischbeck. Dort saß schon Ralf, Torstens Onkel, mit Uroma im "Café am Stift". Wir genossen Café und Kuchen, unterhielten uns über Gott und die Welt und brachten Uroma danach wieder zum Heim. Danach ging es zu Oma Ilse und Finn wollte mit Torsten gleich noch eine Runde joggen gehen 🤷‍♀️🤨. Am Ende der Laufstrecke fuhr noch ein Auto an ihnen vorbei aus dem lauter Kinder riefen: „Hey Finn, alles klar?“ 🧐. Es waren die Kinder vom Fußballtraining von vor 2 Tagen 😂. Beim Abendessen hat Oma Ilse angefangen mit Mats „Wo ist der Mats?“ zu spielen. Nach dem Abendessen hieß es Sachen packen, da es morgen wieder weiter ging. Oma Ilse hat am Abend noch mit der bloßen Hand einer Fliege den Gar ausgemacht. „So, erledigt!“ war ihr trockener Kommentar 😂, wohlgemerkt mit 93 Jahren. Torsten und ich haben uns herrlich amüsiert. Mats war zum Glück normal drauf, nur total übermüdet.Read more

  • Day33

    Wanderung zum Süntelturm

    September 1 in Germany ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute stand eine Wanderung zum Süntelturm auf dem Programm. Vor der Abfahrt zum Süntelturm haben wir Oma Ilse noch nach einer Wanderkarte gefragt. „Natürlich hab ich eine, mehrere sogar!“ war ihre Antwort. Anschließend war sie kurz weg und kam mit drei Karten zurück. Eine Karte von 1955, eine von 1975 und eine von 1985 😁 🙈. Na gut, Wanderwege ändern sich ja nicht so oft 😂.
    Top ausgestattet ging es mit dem Auto nach Unsen zum Wanderparkplatz. Die Wanderung begann steil bergauf. Wir sind leider einmal falsch abgebogen. Der Weg wurde zunehmend matschiger und meine Laune schlechter. Wir sind dann trotzdem weiter und haben einen Trail gefunden - Finn war direkt begeistert und kaum zu bremsen. Der Weg schlängelte sich durch den Wald und führte dann wieder auf den richtigen Weg. Am Süntelturm angekommen, haben wir uns mit Kartoffelsuppe, Bockwurst und Schmalzbrot gestärkt. Die einfache Karte und urige Wirtschaft versetzten uns in vergessene und glanzvollen Jahre der Wirtschaft. Es war einfach idyllisch.
    Nach dem Essen ging es hoch auf den Turm und zack von jetzt auf gleich kippte die Stimmung. Mit einem Mal wurde die Durchgangshöhe der Wendeltreppe niedriger, Mats der in der Kraxe saß schlug mit seinem Köpfchen an die Wendeltreppe über uns 😢. Oh man, das hätte echt nicht sein müssen, zum Glück nichts allzu spitzes und nicht an der Fortanelle. Die Tränen flossen, verständlicherweise. Allerdings legten sich diese schneller als gedacht. Aber was nun? Wir entschieden uns für beobachten wie sich die Wunde und er verhält 🤨. Bedrückt und mit Schuldgefühlen ging es die letzten Treppen hoch, kurz die Aussicht checken, Bildchen machen und wieder runter.
    Danach ging es wieder Richtung Auto, Mats schlief in der Kraxe ein, es gab keine große Beule und die Stelle war weniger rot. Scheinbar Glück im Unglück gehabt, es blieb der Schock und die Schuldgefühle. Bergab blödelte Mia rum, wurde unaufmerksam, stolperte und stürzte aufs Knie und die Hände… . Es kam dann trotzdem die Beschwerde, dass wir ihrer Verletzung nicht so viel Beachtung schenkten wie Mats 🤦‍♀️. Am Auto angekommen war es aber schon wieder vergessen und wir machten uns auf den Weg zur anderen (Ur-)Oma.
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