• Şu anda
    🇭🇷 Mrežnički Brig, Kroatien

    Gespanschaft Šibenik-Knin

    9 Haziran, Hırvatistan ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute haben wir ausgeschlafen — kein Wecker, keine Etappe, einfach mal nix. Danach erstmal in den Pool zum Erfrischen.
    Später bin ich kurz mit dem Bike in die Stadt in den Supermarkt — Vorräte aufstocken, weil hier oben am Camp nichts ist. Und dann sind wir nochmal zusammen losgezogen mit den Fahrrädern. Etwas abenteuerliche Schotterpisten waren dabei, aber war schön.
    Heute Nachmittag hat sich die Katzenfamilie wieder bei uns eingefunden — ein Kater, eine Kätzin und zwei Junge. Plus noch eine weitere Kätzin — vermutlich die Tante oder wer auch immer. Elena konnte natürlich nicht widerstehen und hat sich mit allen angefreundet. Nein, wir nehmen keine Katzenfamilie mit. So oft das auch noch gesagt werden muss.
    Abends wurde dann gegrillt — Rind, Schwein, Halloumi, dazu ein leckerer Salat von Elena. Und x Katzen um uns herum, die natürlich genau verfolgt haben, was da auf dem Grill landet. Dazu haben wir uns eine Flasche vom hauseigenen Wein geholt — der ist wirklich richtig lecker.
    Jetzt gibt's noch den Absacker. Die letzten Tage begeben wir uns auf vertrautes Terrain — morgen geht's Richtung Karlovac.
    Okumaya devam et

  • Skradin

    8 Haziran, Hırvatistan ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir haben uns die Räder geschnappt und sind runter in die Stadt gefahren.
    Am Hafen war's richtig nett — kleine Gassen, nette Restaurants und tolles Wasser. Ich hatte einen Radweg Richtung Wasserfall rausgesucht. Also ab in die Richtung — bis ein Schlagbaum und eine Parkangestellte den Weg versperrten.
    "Habt ihr schon bezahlt?"
    "Ja, wie? 40 Euro? Und ab 15 Uhr 30 Euro? Habt ihr den Arsch offen? Werde ich dann in einer Sänfte mit Palmwedlern dorthin getragen?"
    OK, wir drehen um. Nach einem Bier und einem Glas Wein am Beach ging's nochmal in die Altstadt.
    Elena hat in einer völlig unscheinbaren Gasse ein Schild mit "Wine Garden" entdeckt. Was für ein Glücksgriff! Ein Platz wie nur für uns und den Moment gemacht — schattig, liebevoll gestaltet, dezente Musik im Hintergrund, tolle Weine, Käse und Ibérico-Schinken als Snacks dazu. Und die wirklich liebenswerteste Wirtin, die uns seit Langem begegnet ist. Ein wirklicher Glücksgriff für einen besonderen Tag.
    Wenn's am schönsten ist, soll man gehen. Das haben wir dann auch gemacht — zurück ins Camp.
    Hier ging's sogleich ab in den Pool zur Abkühlung, danach gab's noch einen kleinen Snack zum Abendessen. Elena hat eine Katze gefüttert — und irgendwann waren's dann fünf. Egal, so ist das manchmal eben.
    Jetzt genießen wir noch ein Glas Wein und werden vermutlich nochmal eine Nacht hier bleiben, bevor's weiter gen Heimat geht.
    Okumaya devam et

  • Geburtstagstour nach Skadin

    8 Haziran, Hırvatistan ⋅ ☀️ 29 °C

    Sachen zusammengepackt und los ging's.

    Mooooment .. da war ja noch was.

    Happy Birthday mein Schatz ❤️
    Ich liebe dich!

    Vom der Platzbetreiberin gab es noch ein tolles Olivenöl und einen Wein. Wie lieb!
    Jetzt aber weiter, erstmal Plodine leer gekauft und dann durfte das Geburtstagskind ans Steuer.
    Navi auf "ohne Maut" eingestellt und ab, queer durch die Pampa.
    Nach ruckeligen 3 Stunden sind wir nun in Skradin angekommen, die Räder habe ich schon vorbereitet und gleich geht's es los die Gegend erkunden.
    Okumaya devam et

  • Strandtag in Podaca

    7 Haziran, Hırvatistan ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute haben wir ausgeschlafen — bis es zu warm in Dumbo wurde. Dann war auch genug Schlaf.
    Danach gab's eigentlich nicht viel zu berichten. Heute war Ruhetag angesagt. Etwas am Strand relaxt, Mittagsschläfchen nach einem kleinen Snack, Elena hat ein paar Klamotten von Hand gewaschen, und später haben wir die Fahrräder geschnappt und sind ein Stück an der Promenade entlang gefahren. Mehr brauchte es heute auch nicht.
    Bei einem guten Abendessen mit Ćevapčići und Tintenfisch wurde dann der Plan für morgen festgezurrt. Es geht weiter — und zwar weg vom Meer.
    Mehr dazu gibt's morgen.
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  • Podaca

    6 Haziran, Hırvatistan ⋅ ☁️ 25 °C

    Die Fahrt heute war eigentlich sehr entspannt die Küste entlang. Bis auf wenige Aufreger war's doch richtig schön.
    Am Camp angekommen, haben wir uns einen tollen Platz ausgesucht. Nachdem alles eingerichtet war, ging's ans Meer. Was soll ich sagen — Kiesstrand und kristallklares Wasser. Es scheint alles perfekt zu sein, um ein paar Tage hier zu bleiben.
    Nach einer kurzen Erkundung des örtlichen Studenac (mini-Supermarkt) und der nicht vorhandenen Bäcker haben wir uns wieder vor Dumbo eingefunden. Was nun? Abendessen. Kurzerhand wurde alles kleingeschnibbelt und Würstchengulasch war der Plan. Daraus wurde dann allerlei mit Salami-Resten, Haufen Gemüse und Kartoffeln — ganz ohne Nudeln. Improvisation halt.
    Nach dem Festmahl kamen unsere Nachbarn noch rüber auf einen Plausch. Der ging dann doch etwas länger als geplant.
    Wir bleiben jetzt hier bis Dienstag — runterkommen und treiben lassen. Mal schauen, was Elena morgen so einfällt. 😂
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  • Grenzwertige Chaoten..

    5 Haziran, Hırvatistan ⋅ ⛅ 20 °C

    Kleines Gewinnspiel für euch ..
    In welchen Ländern waren wir heute nacheinander? Also, mit Start und dem Ende natürlich.
    Das Los entscheidet unter allen richtigen Antworten wer den Preis erhält.

    Viel Spaß beim nachverfolgen unserer heutigen Strecke.
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  • ALB - MNE- BIH - MNE - HRV

    5 Haziran, Hırvatistan ⋅ ⛅ 22 °C

    Die heutige Fahrt war sehr interessant. Wir sind tatsächlich quer durch Montenegro gefahren, weil wir uns einen schönen Platz in Bosnien rausgesucht hatten. Die Fahrt durch Montenegro war gut und ohne Probleme — und ehrlich gesagt gab es mehrere Orte im Inland, die uns auch gefallen hätten. Aber Bosnien war das Ziel.
    Am ausgesuchten Platz angekommen, standen schon zwei weitere Camper vor dem verschlossenen Tor. Tja — leider war der Platz geschlossen, und keiner konnte sagen warum. Und weil irgendwie alle Plätze in der Umgebung auch dicht hatten, wurde kurzerhand ein neuer Plan aus dem Hut gezaubert.
    Wir fahren einfach nach Kroatien an die Küste. Gesagt, getan. Nur wie wir das angestellt haben, glaubt uns keiner: Von Bosnien nochmal zurück nach Montenegro und von dort nach Kroatien. So viele Grenzwechsel hatten wir noch nie an einem Tag — der Reisepass füllt sich ordentlich mit Stempeln.
    Jedenfalls haben wir in einer tollen Bucht in Molunat einen Platz bekommen. War ganz nett dort, aber irgendwie nicht das Gelbe vom Ei.
    Bei einer leckeren Pizza haben wir dann nach neuen Plätzen gesucht und sind dabei aufs Mini Camp Podaca gestoßen. OK, das machen wir — morgen geht's weiter.
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  • Skutari

    4 Haziran, Arnavutluk ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Fahrt heute war straßenmäßig die schlimmste bisher. Schlaglöcher, Dreck, Stau — Dumbo musste richtig leiden. Nach 22 Tagen Balkan kannte man eigentlich schon einiges, aber das hier war nochmal ein Highlight der besonderen Art.
    Im Lake Shkodra Resort angekommen, haben wir uns erstmal mit den Resten von gestern gestärkt — die drei Tupperdosen aus Krujë leeren sich endlich. Dann Räder angeschnallt und auf zu einer Radtour. Wir haben uns die Ura e Mesit-Brücke angeschaut und sind von dort weiter nach Shkodra gefahren. Unterwegs war natürlich mein Handy-Akku leer — und Elena durfte weiternavigieren. Klassisch.
    Shkodra hat eine wirklich schöne Altstadt! Wir haben uns da ein Glas Wein gegönnt und sind dann wieder zurück zum Camp.
    Zurück am Camp war dann der Sonnenuntergang dran — und der war wirklich was Besonderes. Die Sonne tauchte den Skutarisee in dieses warme orange-goldene Licht, die Berge auf der anderen Seite wurden zu dunklen Silhouetten. Solche Momente machen die ganzen Strapazen wieder wett.
    Danach Honigmelonen-Feta-Salat gemacht — passt perfekt zur Stimmung. Nach dem obligatorischen Abwasch planen wir gerade für morgen und das näherrückende Finale dieser Reise.
    Achja — während ich das hier schreibe, hat mich doch tatsächlich ein Vogel angeschissen. Der hat ein Glück, dass es dunkel ist. 😅
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  • Feuchte Träume

    4 Haziran, Arnavutluk ⋅ ☁️ 16 °C

    Nachdem gefühlt ein Gewitter nach dem anderen über uns zog und auch Elenas Handy keine Blitze festhalten wollte, sind wir dann ins Bett.

    Gerade als ich eingeschlafen war, tröpfelte es auf meinen Nacken. Schei**e — Dumbo ist nicht ganz dicht.
    Wir hatten das vor 2 Jahren schon mal in Slowenien, aber das als nicht ganz geschlossenes Dachfenster abgehakt. Dem war wohl nicht so. Fröhlich tröpfelte es vom Dachfenster nach unten — und das war geschlossen.

    Was nun?
    Handtuch oben reingeklemmt, das bis aufs Bett reicht, und das Ganze als Regenablauf benutzt, der zu einem Topf führt. Funktioniert. 😃

    Einmal in der Nacht haben wir den Topf mit ca. 1 Liter Wasser geleert, und heute Morgen waren nochmal knapp 2 Liter Wasser im Topf — plus ein durchnässtes Decathlon-Handtuch in Übergröße.

    Tolle Sache an der Aktion: Wir hatten keine Mücken, die uns genervt haben. 😂
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  • Krujë

    3 Haziran, Arnavutluk ⋅ ⛅ 24 °C

    Heute sind wir nach Krujë weitergezogen. Über extrem löchrige Straßen ging's erst Richtung Meer nach Durrës und von dort hoch in die Berge — bis wir schließlich am Krujë Camping ankamen.
    Am Platz angekommen gab's eine freundliche Begrüßung und die obligatorische Einweisung in die Infrastruktur. Hoppla — ein Pool. 😊 Kaum gesehen, schon drin, dazu die Aussicht ins Tal genossen. Das nenn ich Ankommen.
    Danach ging's zu Fuß ins Zentrum — und zwar 30 Minuten bergauf. Ein bisschen Sport schadet ja nicht. Oben angekommen, ging's runter zum alten Basar von Krujë: eine schmale Kopfsteinpflaster-Gasse mit traditionellen Holzläden, Handwerkern bei der Arbeit, Teppichen, Honig, Olivenöl — wirklich schön anzusehen. Gekauft wurde aber nix — außer dem obligatorischen Magneten für den Kühlschrank. Die Sammlung wächst weiter, der Kühlschrank stöhnt schon.
    Direkt am Ende des Basars steht die Skanderbeg-Burg — die berühmteste Festung Albaniens. Hier hat sich der Nationalheld Skanderbeg im 15. Jh. gegen die Osmanen gewehrt. Heute thront sie auf einem Felsen über dem Tal, drinnen sind noch Mauerreste, ein Museum (das wir uns gespart haben) und vor allem ein gigantischer Ausblick über die Ebene bis zur Adria. Allein dafür lohnt sich der kurze Weg. Nach kurzem Aussichts-Genuss ging's wieder runter Richtung Basar. In einer kleinen Seitenstraße gab's dann das wohlverdiente kühle Kaltgetränk.
    Auf dem Rückweg zum Camp gab's noch eine kleine Albanisch-Lehrstunde beim freundlichen Obstverkäufer und etwas Käse und Brot beim Markt.
    Abends hatten wir uns entschieden, im Camp zu essen — die Frau des Hauses kocht traditionelle albanische Gerichte, und für 20 € pro Kopf kann man das mal machen.
    19 Uhr ging's los. Ein Teller mit leckerer Suppe — und noch während wir die Suppe essen, kommen Teller 2, 3 und 4 um die Ecke. Salat, gefüllte Weinblätter, Rote-Beete-Salat. Lecker — aber jetzt reicht's eigentlich auch schon.
    Haha. Freudig kommt Teller 5 auf den Tisch: Börek. Elena stöhnt schon. Wer soll das alles essen? Der Tisch ist rappelvoll.
    OK, nachdem fast die Hälfte verputzt ist, kommt die Köchin wieder um die Ecke — wieder mit einem Riesenteller für jeden. Die Hauptspeise. 🙈 Hammerlecker, aber ich kann nicht mehr. Und während wir sichtlich mit der Hauptspeise kämpfen, kommt die Köchin nochmal um die Ecke — mit einem Brotkorb und einer Entschuldigung. Außer Mampf bekomme ich keinen Ton mehr raus.
    Irgendwie hab ich's dann doch geschafft. Elena blieb irgendwo zwischen Vor- und Hauptspeise auf der Strecke. Und natürlich kommt dann auch noch der Nachtisch um die Ecke.
    Jetzt haben wir 3 volle Tupperdosen im Kühlschrank, und ich hab keine Ahnung, wann wir die Reste essen sollen.
    Nachdem wir zum Camper gerollt sind, haben wir noch kurz mit den Nachbarn geredet und kurzerhand unsere Stühle rübergeräumt, um gemütlich zu plaudern. Kaum sitze ich, zucken die ersten Blitze am Himmel. "Das zieht vorbei" — kommt mir irgendwie bekannt vor. 😅
    Jetzt sitzen wir in Dumbo, haben alles ins Trockene gebracht, und Elena versucht, Blitze mit der Handycam einzufangen. Immer wenn sie vor Langeweile die Cam aus macht, blitzt es natürlich. 😂
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  • Berat Castel und old town

    2 Haziran, Arnavutluk ⋅ ☁️ 25 °C

    So, was haben wir heute gemacht?
    Nach unserem Kaffee ging's gegen 10 Uhr den Berg hoch zur Kalaja von Berat — und nach schweißtreibenden 25 Minuten standen wir vor dem Burgtor. Wir sind durch die Ruinen und die alten Gassen des Burgviertels geschlendert und dann über eine Abkürzung wieder runter ins Mangalem-Viertel abgestiegen. Dort gab's zur Belohnung erstmal ein leckeres Eis.
    Auf der anderen Flussseite, im Gorica-Viertel, sind wir ebenfalls durch kleine Gassen gelaufen — und in einer Seitengasse haben wir dann ein kleines, tolles Lokal entdeckt: Amalia Homemade Food. Dort haben wir uns gleich den letzten schattigen Platz in der Gasse ergattert und uns ein richtig schönes Mittagessen gegönnt.
    Krönung des Tages: Eine kleine ältere Dame läuft lächelnd an uns vorbei und hält Elena Zitronenmelisse unter die Nase — und schlendert dann weiter. Kurze Zeit später kommt sie wieder um die Ecke, gefolgt vom Chef des Lokals. Als die Dame dann lächelnd neben uns stehen bleibt und Elena tätschelt, während sie den Raki absetzt, greift der Besitzer ein — als wolle die Dame uns was Böses. Es stellt sich heraus: Die Dame mag eigentlich keine Gäste in der Gasse und veranstaltet sonst immer Theater. Bei uns aber sei sie so freundlich gewesen wie selten — und der Besitzer hat sich tierisch darüber gefreut. Wenn er gewusst hätte, dass die Dame uns später noch leckere Kekse an den Tisch gebracht hat — der wäre ausgeflippt vor Freude.
    Nach diesem schönen Erlebnis ging's wieder zurück Richtung Camping "The Castle of Berat". 45 Minuten bei praller Sonne und kaum Schatten. Sichtlich abgekämpft sind wir nun da, werden gleich duschen und uns ein paar Kaltgetränke in die Birne ziehen, damit der Raki etwas weniger hämmert.
    Essen haben wir heute Abend auch schon bestellt — die Frau des Camping-Besitzers soll eine gute Köchin sein. Und das hat sich bestätigt: Es gab mit Reis gefüllte Paprika, Salat, einen Joghurt-Dip, Börek mit Spinat und zum Nachtisch frische Früchte. War wirklich gut. Dazu haben wir mit anderen Campern am Tisch zusammengesessen und Reise-Anekdoten ausgetauscht — war richtig witzig. Schöner Abschluss für einen runden Tag.
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  • Apollonia ~ Belshi-See ~ Berat

    1 Haziran, Arnavutluk ⋅ ☁️ 29 °C

    Gegen 10 Uhr sind wir vom Eco Camping Valona losgefahren — erstes Ziel: Apollonia Archaeological Park. Die Fahrt war relativ entspannt, und das Gelände selbst echt interessant. Antike Ruinen, etwas Museum, schöner Weitblick — kann man machen.
    Danach ging's quer durchs Land zum Belshi-See. Enge, aber gut befahrbare Straßen, drumherum eigentlich nichts — kleine Ortschaften, ein paar Gewächshäuser, und dann plötzlich liegt da dieser See vor einem. Rundum bebaut, aber sehr idyllisch. Wir sind die Uferpromenade ein Stück abgelaufen und haben uns dann entschieden, eine Kleinigkeit zu essen.
    Der Besitzer war unheimlich freundlich — und freute sich noch mehr, als ich tatsächlich auf Albanisch ein paar Worte zur Begrüßung rausgebracht habe. Dann kam unsere "Kleinigkeit": gegrilltes Schwein, oberlecker, aber so viel wie für vier Personen inklusive großem Salat, Pommes und Brot. Irgendwie haben wir das geschafft — soll ja morgen nicht regnen. Und für 22,50 € war der Preis schlicht sensationell.
    Gut gestärkt und sicherlich mit ein paar Kilo Übergewicht auf den Achsen ging's dann nach Berat. Unser erster Stellplatz war schon voll, also weiter zur zweiten Wahl: Camping "The Castle of Berat". Und ehrlich gesagt — hier ist es vielleicht sogar besser als unsere erste Wahl.
    Nachdem wieder alles zum Wohlfühlen hergerichtet war, hat Elena einen Waschtag eingelegt und ich habe etwas Dumbo-Pflege vorgenommen. Jetzt sitzen wir draußen und genießen den Abend.
    Morgen nehmen wir uns dann ganz viel Zeit für Berat.
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  • Vlora

    31 Mayıs, Arnavutluk ⋅ ☀️ 25 °C

    Gegen 10:30 sind wir in Qeparo losgefahren — heute war ich am Steuer. Und das hatte es in sich.
    Die Straßen waren teilweise extrem kurvig, und wir hatten uns entschieden, durch Himara zu fahren. Idee: Vielleicht kann man ja irgendwo parken und sich was anschauen. Die knappe Antwort des sonntäglichen Verkehrs: nö. Zum Glück fuhr ein Bus vor mir her — Bus-Windschatten in engen Gassen ist schon ziemlich cool. 😅 Mit etwas mehr Platz auf der Straße haben wir's durchgestanden. Achja, eine Mautstation gab's auch — wir wurden freundlich durchgewunken und mussten nichts zahlen. Mit Fragezeichen über den Köpfen ging's dann zügig weiter.
    Angekommen sind wir im Eco Camping Valona, einem coolen Platz mitten im Pinienwald, kreisförmig angelegt mit einem riesigen Grill in der Mitte. Klingt nach genau meiner Welt.
    Erstmal an den Strand, eine Runde gedreht, dann in einer der vielen Strandbars gelandet. Der Strand ist lang und sandig, überall Liegen und Schirme — erinnert ein bisschen an Italien-Urlaub. Daneben dann der Public Beach: sonntags voll mit Einheimischen, die grillen und chillen — aber was für ein Müll und Dreck dort rumlag. Irgendwie traurig, wie Menschen ihr eigenes Zuhause so verschandeln können.
    Nach einem Happen Essen und einem Kaltgetränk ging's zurück zu Dumbo, Fahrräder angeschnallt und nach Vlora rein. Nach ca. 5 km beginnt ein Radweg, der einen durch die Stadt führt. Wir sind den ein Stück gefahren und haben noch einen Magneten besorgt. Was krass war: der Kontrast. Bettelarmes, Heruntergekommenes direkt neben fetten Hotelkomplexen — Welten auf wenigen Metern.
    Während Elena gerade noch was Leckeres in Dumbos Küche zaubert, planen wir schon die Etappe für morgen. Es geht weiter — die Route steht.
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  • Qeparo

    30 Mayıs, Arnavutluk ⋅ ☀️ 23 °C

    Letzte Nacht war Action angesagt. Mückenjagd.
    Elena wurde zig Mal gestochen, und trotz erfolgreicher Jagd nach den Viechern wurden es irgendwie nicht weniger. Keine Ahnung, wie die sich überhaupt in Dumbo geschlichen haben — aber drin waren sie. Und drin geblieben sind sie auch erstmal.
    Entsprechend lief die Nacht: viele Unterbrechungen, wenig Tiefschlaf. Großartig.
    Heute morgen also die Fahrräder zurechtgemacht und ab in den Ort. Geld holen, beim Bäcker vorbei, dann im Mini-Markt Frischwasser besorgen — das Leitungswasser hier kann man nämlich nicht trinken. Am Ende hab ich den Rucksack mit 6 Liter Wasser und 3 Liter Wein vollgepackt und das Ganze zurück zum Camp gewuchtet. Prioritäten halt.
    Danach haben wir nichts gemacht. Einfach mal ein fauler Tag — Moment, Urlaub! Genau dafür sind wir ja hier.
    Im Laufe des Tages haben wir noch zwei Schweizer kennengelernt: Nicole und Lukas. Sympathisch von der ersten Minute an, also haben wir uns prompt zum Abendessen verabredet — und auch direkt in die Tat umgesetzt. Es wurde ein verdammt lustiger Abend mit den beiden. Wir haben uns zu viert eine 1,6 kg schwere rote Brasse mit gegrilltem Gemüse geteilt — die war wirklich ausgezeichnet und richtig lecker. Bei dem einen oder anderen Glas Wein wurden dann reichlich Camper-Geschichten ausgetauscht.
    Jetzt sitzen wir vor Dumbo, haben schon das neue Ziel für morgen festgezurrt und freuen uns auf die Weiterreise.
    Okumaya devam et

  • Albanien 🥰

    29 Mayıs, Yunanistan ⋅ ☀️ 28 °C

    So, dann mal rüber nach Albanien — aber natürlich nicht, ohne vorher noch ein paar Pflichtnummern abzuarbeiten.
    Erst beim Lidl in Griechenland nochmal die Vorräte aufgestockt — Lidl, immer wieder Lidl, irgendwie deutsch. Aber ehrlich: Bei Lidl weiß man wenigstens, was man bekommt. Und wenn man ordentliches Fleisch für den Grill will, ist das deutlich entspannter, als mit Google Translate beim lokalen Metzger aufzukreuzen. Dann Dumbo vollgetankt, denn man weiß ja nie, was einem in Albanien für eine Tankstelle vor die Linse läuft. Sicher ist sicher.
    Und dann: Albanien. Elena durfte heute ans Steuer und sich tapfer durch die kurvige Riviera-Strecke wuchten. "Kurvig" ist dabei eine Untertreibung — aber dafür diese Landschaft: Berge stürzen ins Meer, türkisblaues Wasser, ein Schlenker nach dem anderen. Sieht halt verdammt gut aus, wenn man kurz nicht aufs Lenkrad starren muss.
    Gelandet sind wir im Camping M2 in Qeparo. Direkt am Meer, Olivenbäume drumrum, John als deutschsprachiger Gastgeber — was will man mehr.
    Wir sind dann auch gleich die Promenade entlanggelaufen — und siehe da, auch Albanien scheint hier noch aus dem Winterschlaf zu kommen. Überall wird gewerkelt, gebohrt, gehämmert. Wenn das fertig ist, wird's bestimmt richtig nett — aktuell ist es, bis auf den Baulärm, angenehm ruhig und übersichtlich. Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch in den Biergarten vom Camp geschmissen und ein frisch gezapftes, eiskaltes Bier gegönnt. Hat ja sonst keiner gemacht.
    Zurück bei Dumbo hab ich ein irisches Angus-Steak und Grillkäse auf den Grill geworfen, Elena hat einen Salat gezaubert. War wirklich verdammt lecker, alles. Und dann der Knaller: Den Abwasch hat Elena alleine gemacht — ich durfte stattdessen duschen. 😅 Tausche ich jederzeit wieder.
    Jetzt sitzen wir noch mit einem Glas Wein vor Dumbo. Bei nur einer Nacht bleibt's hier definitiv nicht.
    Okumaya devam et

  • Plataria

    28 Mayıs, Yunanistan ⋅ ☀️ 25 °C

    Zusammenfassung des Tages ... nach einer ruhigen Nacht.
    Ne, so geht das nicht. Nochmal.

    Nach einer Camper-Klimaanlagen-beschallten Nacht wurden wir von der griechischen Sonne wach gestreichelt ...

    hmm, auch nicht ganz ehrlich.

    OK, jetzt aber: Nach einem schönen Abend mit Dauer-Klimaanlage auf dem Nachbar-Camperdach sind wir fröhlich ins Bett geklettert. Und dann durfte ich x-mal raus aus dem Tiefschlaf, weil meine Frau grunzende Tiere in Dumbo vermutete. Spoiler: Es war kein Tier. Irgendwann sind wir dann halt aufgestanden — Durchschlafen war mal wieder nicht.

    Entsprechend gut gelaunt wurde gefrühkaffeet und die FitLine-plus-Müsli-Routine abgearbeitet.
    Was nun? Klar — Fahrräder fertig machen und ab ins nächste Städtchen. Vorräte aufgestockt, gemütlich einen Kaffee am Hafen getrunken und großzügig 5-mal im Kreis gefahren, weil man sich ja nicht lumpen lässt.

    Zurück im Camp noch eine Runde abkühlen, und Elena hat beim Rome sämtliche Runden verloren. 🙊 Schadenfreude ist eben doch die schönste Freude.

    Während ich dann etwas arbeiten durfte, hat Elena der lokalen Taverne Konkurrenz gemacht — Tzatziki und griechischer Salat, dazu noch Hähnchen. Und ich muss zugeben: War wirklich sehr lecker.
    Nach dem allabendlichen Abwasch — mein Lieblingsmoment, wie immer — ist jetzt Feierabend. Wir sind startklar für morgen und träumen noch einmal griechisch, bevor wir uns auf Albanien stürzen.
    Okumaya devam et

  • Camping Elena's Beach 😍

    27 Mayıs, Yunanistan ⋅ 🌙 23 °C

    So, wie war unser Tag ... fangen wir mal vorne an.
    Alles war eingeräumt, nur noch die Trittstufe musste rein — und genau die wollte plötzlich nicht mehr. Dumbo streikt. Großartig.
    Also Strom vom Nachbarn gezapft, weil unser ganzes Zeug ja schon wieder in Dumbos Magen verstaut war. Siehe da, plötzlich geht's wieder. Hmm, Nase gerieben wie Wicky — das kann eigentlich nur eine Sicherung sein. Also überall draufgedrückt, wo's irgendwie bunt ist. Und siehe da: funktioniert. Entweder habe ich magische Hände oder einfach nur Glück.
    Los geht's. Aber natürlich nicht ohne Pointe: Nach dem ersten richtigen Schlagloch beim Rausfahren war der Kühlschrank prompt wieder aus. Gleiches Problem vermutlich — aber was soll's, wir fahren trotzdem weiter.
    Noch schnell ein paar Einkäufe erledigt, und dann waren wir auch schon auf unserem neuen Platz für die kommenden 3 Tage. Was soll man sagen — die Sonne hat uns erstmal ordentlich den Pelz gebrannt, aber die obligatorische Abkühlung in Form von Regen darf bei uns ja nicht fehlen. Fürsorglich wie wir nun mal sind, haben wir noch schnell den Krempel der Nachbarn in Sicherheit gebracht, während der gerade fröhlich über die griechischen Straßen hoppelte.
    Zum Abschluss gab's dann Lamm und Moussaka in der hauseigenen Taverne — natürlich mit einem Glas Wein, Tzatziki und Salat. Manchmal machen die einfachen Dinge den Tag runder, als er sonst gewesen wäre.
    Mal sehen, was uns morgen so anbietet
    Okumaya devam et

  • Erholung pur 😁

    26 Mayıs, Yunanistan ⋅ ☁️ 24 °C

    So, was war heute ... nixos.
    Wir haben die Räder geschnappt und sind gen Norden gefahren — ganze 15,49 km. 😁 Und unterwegs gab es: nix. Olivenhaine, geschlossene Tavernen, geschlossene Bars, so weit das Auge reicht.
    Man mag sich fragen, ob wir einfach zur richtigen Zeit am falschen Ort sind — oder andersrum. Aber Moment: Wir sind Dumbo-Pauschaltouristen und erwarten natürlich immer das Maximum. Mehr war eben nicht drin. Immerhin haben wir auf dem Rückweg noch einen Kaffee abgestaubt.
    Zwischen Rückweg und Abendessen haben wir dann Sand und Sonne genossen — dazu vielleicht den einen oder anderen Wein. 😅 Und weil ich ein treusorgender Ehemann bin, habe ich als Stimmungsaufheller für meine Frau noch Eis besorgt. War auch echt lecker — konnte man hinterher am T-Shirt von Elena ablesen. Ich hatte mich nämlich fälschlicherweise für lila entschieden, wo hellblau die deutlich klügere Wahl gewesen wäre.
    Zum Abendessen ging es wieder ins Bouka Restaurant. Das Essen war erneut ein Genuss, der Ausblick unbezahlbar — und der Tzatziki schlicht der absolute Hammer. Das Olivenöl auf dem Tisch war so gut, dass wir kurzerhand gefragt haben, ob wir welches kaufen können. Konnten wir — und so gingen am Ende 1,5 Liter davon auf die Urlaubskasse.
    Alles in allem ein gelungener Urlaubstag — auch wenn meine Frau das vielleicht gerne anders sieht. Morgen geht es weiter gen Norden.
    Okumaya devam et

  • Strandtag 👍🎉☀️🏝️🏖️

    25 Mayıs, Yunanistan ⋅ ☀️ 22 °C

    So, was war heute ... eigentlich nix.
    Ausschlafen, gemütlich ein Buch lesen, baden war angesagt. Dann wurde noch die Wäsche gewaschen und in bester Camper-Manier brav rund um Dumbo aufgehängt.
    Zum Abschluss des Tages sind wir noch mit dem Fahrrad zum Bouka Restaurant gefahren. Empfohlen wurde es uns von Rocket Raccoon — und die Empfehlung können wir nur weitergeben.
    Elenas Ragout vom Wildschwein war so gut, dass es ein Wunder ist, dass die Lasur noch auf dem Teller war. Mein Essen war auch top, und die letzten drei Baklava, die wir geschenkt bekommen haben, waren ein Traum.
    Jetzt genießen wir die untergehende Sonne vor Dumbo. Morgen bleiben wir auch noch hier.
    Okumaya devam et

  • Kastrosikia "Camping NISSOS"

    24 Mayıs, Yunanistan ⋅ ☁️ 24 °C

    Heute durfte Elena fahren — und so viel sei verraten: Das hatte Folgen.

    Wir sind vom Platz los, nachdem wir Dumbo um das Grauwasser erleichtert haben. Dann Richtung Tankstelle — und durften eine Ehrenrunde drehen, weil wir falsch abgebogen sind 🙃.

    Dumbo wurde vollgetankt, und der Tankwart-Junior wollte uns noch die Frontscheibe reinigen. Dabei hat er prompt den Abzieher zerlegt. Ganz verlegen hat er mich angeschaut — und ich wusste einfach nicht, wie ich ihm auf Griechisch sagen soll: Ist mir auch schon passiert, Bruder.

    Dann ging es richtig los. Wieder viele holprige Straßen mit Schlaglöchern so groß wie Schildkröten. Apropos — wir haben heute tatsächlich wieder ein paar Schildkröten auf der Straße gesehen. Elena konnte sie aber nicht retten, weil sie ja fahren durfte.

    Irgendwann waren wir dann auf der Autobahn und tuckerten so vor uns hin. Zig Tunnel, fast alle nur einspurig, und hinter uns x Autos, die schneller vorankommen wollten. Nix da — wir halten uns an die 60 und fahren 70. Wartet, bis wieder frei ist. 😀

    Und dann, völlig unvermittelt, tippt Elena aufs Navi und sagt: laaaaaangweilig.

    *Fuck. Was passiert gleich? Schnallen wir die Fahrräder ab und ziehen Dumbo quer durch Griechenland? Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon ohne Akku den Berg hochstrampeln, mit nem grauen Kastenwagen im Schlepptau.*

    OK, Entwarnung — wir fahren NUR Nebenstraßen, und das über die Berge. Oder durch. Keine Ahnung.

    Pfeifend und trällernd ist Elena dann jede noch so bescheidene Nebenstraße gefahren — umso steiler und schmaler, desto besser. Würde ich das machen, hätte mein Trommelfell nach 5 Minuten ein Loch und Elena nach 10 Minuten einen Herzinfarkt.

    Nach gefühlten Beifahrerstunden haben wir es dann irgendwie wieder auf normale Straßen geschafft und sind in Kastrosikia beim Camping NISSOS gelandet. Die Begrüßung war überschwänglich herzlich, und wir haben einen tollen Platz für die kommenden x Nächte ergattert — zweite Reihe mit Meerblick. Einziger Wermutstropfen: Taverne und Bar öffnen erst in 5 Tagen. Pech gehabt.

    Wir sind also da — und, wer ahnt es? Was fehlt? Genau: Es fängt an zu regnen, kaum war der ganze Scheiß aus Dumbos Magen nach außen gestülpt. Also wieder Kommando zurück. Und weil's so toll ist — klar, jetzt ist der ganze Krempel schon wieder ausgeladen, weil das Wetter angeblich stabil ist.

    Jetzt versuchen wir, den Abend ohne weiteren Wetterwechsel zu genießen. Elena möchte gerne kochen — das darf sie auch, während ich euch in aller Ruhe das berichte, was sie später einstellen wird. Gerechte Arbeitsteilung. 😁
    Okumaya devam et

  • Meteora

    23 Mayıs, Yunanistan ⋅ ⛅ 21 °C

    Heute gab's zwar weniger zu berichten — aber die Eindrücke von Meteora sind schon einzigartig.
    Nach dem morgendlichen Kaffee wurde Dumbo startklar gemacht und ab ging's. Die Straßen waren so semi-akzeptabel, trotzdem haben wir wieder einen Haufen Maut liegen lassen, um Zeit zu sparen. Frag mich ehrlich, was hier eigentlich der Deal ist — zahlen für Asphalt, der aussieht, als hätte ihn jemand im Vorbeigehen draufgeworfen. Bleibt die Wahl: Geld verbrennen oder Dumbo auf den Nebenstraßen durchschütteln. Großartig. Unterwegs noch schnell die Vorräte aufgestockt — natürlich bei Lidl. Irgendwie deutsch.
    In Kastraki dann die eBikes geschnappt und hoch zu den Meteora-Felsen. War wirklich easy mit unseren Bikes — von wegen Quälerei den Berg hoch. Diesmal hat sogar mein Bike mitgespielt, kein Akku-Theater, kein Geschraube, nix. Wunder gibt's also doch. In die Klöster rein sind wir nicht — aber die Felsen mit den Klöstern obendrauf muss man auch von außen nicht schönreden, das ist einfach ein Anblick. Bilder gemacht, neuen Kühlschrank-Magneten besorgt. Die Sammlung wächst — der Kühlschrank ächzt.
    Jetzt zurück im Camp und ratet mal — es regnet. Wer hätte das gedacht. Das tock tock tock begleitet uns inzwischen so treu wie sonst nix auf dieser Reise. Aber ich bleib stur optimistisch: Wird schon besser, die nächsten Tage.
    Elena zaubert gleich ein Chicken Curry und ich darf entspannen — sieh an, geht doch. Morgen geht's wieder Richtung Meer. Dem Regen entkommen wir damit zwar nicht, aber dann tröpfelt es uns wenigstens mit Meerblick auf den Schädel.
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  • CAMP Sylvia

    22 Mayıs, Yunanistan ⋅ ⛅ 21 °C

    Um 8 Uhr hat uns ein Hubschrauber die Küste entlang aus den Träumen gerissen. Na gut, er kann ja nix dafür. Also ab zur Morgenroutine — heute leicht abgewandelt, weil ich das Brot diesmal selbst kaufen durfte, statt es wie zuletzt frisch vor den Camper geliefert zu bekommen. Luxus adé. Der Rest lief wie immer: aus dem Bett schälen, schnell Klamotten an damit keiner auf dem Platz Schnappatmung bekommt, Mütze über den Schädel, ab aufs WC. Ja, wir sind alt geworden, die Routinen greifen halt auch bei uns.
    Pfeifend und ein paar Kilo leichter zurück zu Dumbo. Wasser für den Kaffee, Stühle raus, hinsetzen, warten, Kaffee. Dann sollte die Radtour starten — nur mein tolles Bike wollte mal wieder nicht so wie ich. Der blöde Akku saß nicht, 30 Min dumm rumgebastelt, und prompt kam der erste Niederländer mit super Rat. Am Ende hab ich selbst Schrauben gelockert und festgezogen, und Wunder — es ging. Fragt mich nicht.
    Also los Richtung Litochoro. Da sollte es ein Restaurant geben, wo man die Räder abstellen und zum Wasserfall laufen kann. Hatte natürlich genau heute zu. Die spinnen doch, die Griechen! Also einen Händler am Straßenrand gefragt — der passt schon drauf auf, und wir kaufen bestimmt auch noch was an seinem Stand. Wasserfall war schön — aber jetzt nicht der Burner. Räder wieder geschnappt, beim Händler noch Kräuter gekauft (davon haben wir ja noch nicht genug) und ab in die Stadt.
    Kurzer Zwischenstopp in einem Restaurant, lecker Essen, Cola Zero und ein Wein, der echt komisch war. Egal — entweder lag's am Wein oder keine Ahnung was, aber ich bin mir sicher, da war ein Mafiosi und hat Geld abgeholt. Außer die zahlen die Miete in bar oder weiß der Geier. Das Bündel war jedenfalls so dick, dass ich neidisch wurde. Davon könnt ich Dumbo glatt Flügel kaufen.
    Zurück im Camp keine 15 Minuten, da fing es an zu regnen — zum Glück alles schon verstaut. Also rein in den Camper, Rummy Cup Express. Ich bin für sowas nicht gemacht und hab unter tobendem Beifall und hämischem Grinsen meiner Frau verloren. Jedes Spiel.
    Zum Schluss noch One-Pot-Pasta, war lecker. Jetzt sitzen wir vor Dumbo, die Nachbarn kommen auch aus Gmünd, und der Plan für morgen steht. Die Spannung ist groß, was morgen Abend zu berichten ist.
    Ganz liebe gute Nacht — auf Deutsch und Griechisch: Kaliníchta!
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  • Hellas welcome to Greece 🇬🇷

    21 Mayıs, Yunanistan ⋅ ⛅ 21 °C

    Kurz nach 10 Uhr ging's los — nicht ohne eine etwas eigenwillige Begegnung zum Abschied. Wir sitzen beim Kaffee, da schlendert ein älterer Herr über den Platz, steuert zielsicher auf mich zu und verpasst mir ungefragt eine Nackenmassage. Nett gemeint, vermutlich. Ich hab das einfach mal lächelnd über mich ergehen lassen, während Elena daneben saß und sich offensichtlich prächtig amüsiert hat. Zum Glück macht der das bei dir. 😛
    Dann on the road. Bis zur griechischen Grenze war's nicht weit, die Vorfreude auf die EU entsprechend groß — die dann an der Grenze schon mal vorsorglich gedämpft wurde. Lange warten mussten wir nicht, gefühlt war's trotzdem eine halbe Ewigkeit.
    Hellas zusammen — endlich Griechenland. Und die Ernüchterung gleich im Doppelpack hinterher: 30 Euro Streckenmaut für Straßen, die ihren Preis nicht ansatzweise wert sind. Ok, vielleicht 5 Cent, aber dann ist auch gut. Zwei Spuren, dafür Seitenstreifen in Landebahn-Breite, und Überholmanöver mit vier Autos nebeneinander — alle in dieselbe Richtung. Wilder Westen mit Asphalt. Irgendwie faszinierend, dass sich die Menschheit auf diese Art noch nicht selbst aussortiert hat. Was ich aber zugeben muss: Der Olymp macht schon was her, wenn man so daran vorbeizieht.
    Bei Camping Sylvia sind wir punktgenau angekommen — der Platz ist rappelvoll, wir haben den letzten brauchbaren Fleck ergattert. Dumbo geparkt, Tische und Stühle raus, Nachbarn begrüßt — ANGEKOMMEN. 😄 Im Camp-Markt noch schnell 1,5 Liter lokalen Weißwein für 4,50 Euro mitgenommen. Man gönnt sich ja sonst nichts.
    Zum Abendessen sollte gegrillt werden. Alles fertig, Tisch gedeckt, erster Bissen zwischen den Zähnen — und natürlich fängt es genau in dem Moment an zu regnen. "Das hält nicht lange", war die einhellige Meinung beim Blick nach oben. Am Arsch hängt der Hammer. Es goss dann locker 45 Minuten wie aus Eimern, während wir das halbe Abendessen in Dumbo gerettet haben. Immerhin: kuschelig warm-nass gegessen, und den allabendlichen Abwasch durften wir uns dann auch noch verdienen. Ich liebe das. 🙄
    Jetzt sitzen wir im Dumbo, hören eines von Elenas Hörbüchern und lassen den Abend ausklingen. Morgen soll's vielleicht regnen — na, mal sehen, was uns Griechenland so anbietet.
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  • Von Serbien nach Nordmazedonien

    20 Mayıs, Kuzey Makedonya ⋅ ⛅ 21 °C

    Wieder eine ruhige Nacht. Wir wurden morgens mit duftendem, frischem Brot überrascht — eine Geste, die einem hier scheinbar öfter begegnet. Kaffee, ein Plausch mit den Camp-Nachbarn, und langsam kam Dumbo (unser Camper) in Reisemodus. Alles wurde wie immer dreimal geprüft, dann ging's los.
    Nächster Stopp war der Lidl zum Vorräte auffüllen, danach die Tankstelle für Dumbo. Und dann endlich raus aus Niš.
    Die heutige Etappe war zu 95 % Autobahn — abwechselnd holprig und gut, dazwischen tolle Landschaften und überraschend wenig Verkehr. Nach einer langen, aber unaufgeregten Fahrt sind wir am Camp in Demir Kapija angekommen. Freundlich begrüßt von den anderen Campern, einen schönen Platz für die Nacht ausgesucht — Plätze gab es wieder reichlich. Tisch und Stühle raus, Dumbo eingerichtet, und erst dann ging ich einchecken.
    Da Elena laaaaaangweilig war, haben wir beschlossen, uns das Dörfchen anzusehen. Und das wirft mich gedanklich immer ein bisschen raus, wenn man auf dem Balkan unterwegs ist: Man läuft durch die Städte, schaut den Leuten beim Leben zu — und merkt, dass es so nicht meins wäre. Trotzdem wirken die Menschen hier irgendwie zufriedener mit dem, was sie haben. Das gefällt mir.
    Demir Kapija selbst hat bessere Zeiten gesehen. Es gibt sogar eine Einkaufsmeile, aber dort steht fast alles leer. Wir haben uns in eine kleine Wein-Bar gesetzt, einen guten Rotwein und eine Platte mit Käse, Schinken und Mortadella genossen. Um uns herum streunten ein paar Hunde — ob wild oder zugehörig, schwer zu sagen. Gehört wohl dazu.
    Zurück im Camp sitzen wir vor Dumbo und lassen den Tag ausklingen. Griechenland ist jetzt zum Greifen nah — morgen ist es so weit.
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