• Walle
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4 Wochen quer durch Chile

A 34-day adventure by Walle Read more
  • Trip start
    December 14, 2025

    Na endlich!

    December 14, 2025 in Spain ⋅ ☁️ 8 °C

    Wie unwirklich das ist: vorgestern noch Fotoprotokolle geschrieben und heute das Wetter in Santiago de Chile gesehen: Ankunft morgen bei schönstem Sonnenschein und 30 Grad Celsius am Nachmittag. Also raus aus dem Hamsterrad, hinein ins Abenteuer. So kann man den Start in unseren Urlaub benennen.
    Und heute ging es über Frankfurt erst einmal nach Madrid, bevor wir kurz vor Mitternacht nach Santiago de Chile starteten. Ohrstöpsel und Schlafmasken lagen für einen Nachtflug bereit und warteten auf ihre Nutzung.
    280 Tage Duolingo und 173 Tage Babbel, um Spanisch zu lernen: mal sehen, ob wir in der Praxis mehr sagen können, als dass wir ein Sandwich und eine Milch möchten, meine Frau schüchtern ist und wir gerne gelbe Röcke tragen.
    Übrigens sind wir heute mit dem Zug rund 440 km gefahren - fast genau so viele Kilometer wie an der breitesten Stelle Chiles von der Ostküste bis zur argentinischen Grenze in der Nähe von Antofagasta, was nördlich der Atacama-Wüste liegt, die uns in der kommenden Woche erwartet. Buenas noches!
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  • Hoch hinaus in Santiago de Chile

    December 15, 2025 in Chile ⋅ ☀️ 27 °C

    Nach einem langen und nicht zwingend erholsamen 12-stündigen Flug ab Madrid sind wir bei schönstem Sonnenschein in Santiago angekommen. Nach einem tränenreichen Wiedersehen mit unserer geliebten Tochter sind wir im Hostel eingekehrt und nachdem wir uns alle grundsaniert haben (inklusive Zähneputzen nach 35 Stunden und pelzartigem Gefühl im Mund) gingen wir auf Entdeckungsreise in der 8-Millionen-Metropole.
    Und um im wahrsten Sinne des Wortes einen Überblick über die Stadt zu bekommen, waren wir auf dem Hausberg der Stadt, dem Cerro San Cristóbal. Er hat eine Gipfelhöhe von 880 Metern und dominiert das Stadtbild von Santiago. Wir sind mit der Standseilbahn gefahren. Zu Fuß und bei fast 30 Grad wollten wir uns das nicht antun.
    Den Abend haben wir dann in "ihrem" Viertel, dem Barrio Italia, wo ihr Abenteuer in Chile begann, in einem italienischen Restaurant ausklingen lassen.
    Und dazwischen immer wieder richtig heftige Weihnachtsstimmung mit aufgeblasenen Weihnachtsmännern und blinkenden Weihnachtsbäumen bei 30 Grad zwischen Palmen, Lavendel und blühenden Oleandersträuchern. Fehlt bloß noch Georg Michael aus blechlernen Lautsprechern.
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  • Die Wüste ruft

    December 16, 2025 in Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach einer erholsamen Nacht in einem bequemen Bett und einem Frühstück auf dem Zimmer sind wir kurz nach Mittag zu unserer Fahrt mit dem Fernbus Richtung Norden aufgebrochen. Man kann sich kaum vorstellen, wie viele kleine und grosse Fernreisebusse ab Santiago abfahren. Wir sind mit der Metro bis zur Estación central gefahren, an der sowohl Züge als auch Stadtbusse und Fernbusse abfahren. Die Menschenmenge kann man sich ungefähr vorstellen
    Aber zumindest haben wir in diesem Gewimmel den Weihnachtsmann gesehen, der, von seinen Helferinnen beworben, Geld dafür verlangt, gemeinsam mit ihm fotografiert zu werden. Der Geist des Weihnachtsfestes wird immer spürbarer.
    Wir haben 22 Stunden Busfahrt mit 1534 km vor uns.
    Am Anfang haben uns rechterhand die Anden noch ein Stück begleitet, danach übernahm der Pazifik linkerhand für unzählige Kilometer die Begleitung.
    Die Liegesitze im Fernbus sind zwar komfortabel, aber ich befürchte dennoch, dass wir nach der Busfahrt mit technischen Hilfsmitteln aus dem Bus gehoben werden müssen.
    Morgen geht es dann ab Calama in Richtung der größten Salzwüste Chiles.
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  • Alpakas!? Nein!? – Doch! – Ohh!

    December 17, 2025 in Chile ⋅ 🌬 24 °C

    Wir sind nach unserer Busfahrt dann auf einen Mietwagen umgestiegen, um den Weg in die Wüste und unsere Erkundungen vor Ort flexibel gestalten zu können. Allein die 100km bis nach San Pedro de Atacama waren schon faszinierend. Wir schwanken noch (nicht nur wegen der Busfahrt) in unserer Bewertung zwischen Mondlandschaft und Marslandschaft.
    Und wir haben beim ersten Alpaka-Verkehrsschild noch rumgewitzelt, dass das Schild bestimmt nur für die Touristen dasteht, um kurze Zeit später tatsächlich wild lebende Alpakas in der Wüste zu sehen.
    Nach einigen weiteren Kilometern erscheint aus dem Nichts eine Oase, San Pedro de Atacama - ein kleines Städtchen mit maximal 5000 Einwohnern. Der Ort gilt auf Grund seiner Lage als idealer Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen in der Nähe, was auch für unsere geplanten Touren gilt.
    San Pedro de Atacama liegt auf einer Höhe von 2450 Metern, so dass wir uns heute erst einmal an die Höhe gewöhnen durften, bevor es morgen erst einmal in Richtung Süden zu den bekannten Lagunen geht.
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  • Von Lagune zu Lagune zu Lagune

    December 18, 2025 in Chile ⋅ 🌬 14 °C

    Heute waren wir südlich von San Pedro de Atacama unterwegs. Das Ziel waren 3 Lagunen, die erst einmal bedeuteten, dass wir auf über 4000 Meter Höhe fahren durften. Alle drei Lagunen liegen auf circa 4300 Meter Höhe.
    Zuerst waren wir an den roten Steinen - der Lagune Piedras Rojas. Rostrot gefärbte Steine auf Grund der Eisenoxidation in den vulkanischen Gesteinen sorgten für den Namen. Hier gibt es ein Farbspiel, wie man es kaum beschreiben kann: die rötlichen Steine, türkisfarbenes Wasser, weißes Salz und farbige oder schneebedeckte Vulkane im Hintergrund. Einfach nur atemberaubend, nicht nur auf Grund der Höhe von 4300 Metern und der Kurzatmigkeit.
    Dann ging es zu den beiden Lagunen Miscanti und Miñiques, die ihre Namen von den beiden umgebenden beeindruckenden Vulkanen bekamen. Das tief türkisblaue Wasser entsteht übrigens durch Mineralien im Wasser und die Reflexion des Himmels. Was für beeindruckende Bilder.
    Und immer wieder sind uns unterwegs Alpakas begegnet. Gestern haben wir uns noch wie Bolle darüber gefreut, heute gehörten sie schon irgendwie zur Kulisse dazu.
    Morgen geht es weiter mit Naturerkundung. Mal sehen, was die Wüste für uns noch so bereit hält.
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  • Die Nacht gehört uns

    December 19, 2025 in Chile ⋅ ⛅ 3 °C

    Gestern noch entlang der trockensten Wüste der Welt, waren wir heute im höchstgelegenen und drittgrößten Geothermiegebiet der Welt - El Tatio. Und um die Geysire in ihrer magischen Schönheit zu sehen und auch, wenn sie am höchsten aufsteigen, sind wir kurz nach 4 Uhr aufgestanden und wieder auf eine Höhe von 4300 Metern geklettert. Da kamen Island-Gefühle auf, schon auf der Anfahrt und den teils islandähnlichen Straßenverhältnissen. Angekommen sind wir kurz nach 6 Uhr immer noch im Dunkeln bei 1 Grad Celsius und kurz vor Sonnenaufgang.
    Dann kam der magische Moment - die Sonne ging hinter den Bergen auf und tauchte das Geysir-Plateau in ein goldenes, magisches Licht. Was für ein Moment!
    Nachdem wir dort noch eine Weile blieben, fuhren wir zurück mit einem weiteren Zwischenziel - der Flamingos Lagoon. Was auf der Hinfahrt zu El Tatio noch im Dunkeln verborgen blieb, beeindruckte uns auf dem Rückweg um so mehr. Chileflamingos und Andenflamingos in trauter Zweisamkeit in einer Lagune auf über 4000 Metern Höhe.
    Am Nachmittag ging es dann ins Valle de la muerte - das Tal des Todes oder auch Mars-Tal genannt. Auf Grund der extremen Wüstenbedingungen mit Wassermangel und saurem Boden erklärt sich auch der Name Tal des Todes. Und die rötlichen Felsen mit scharfen Kämmen und Dünen hinterlassen tatsächlich den Eindruck einer unwirklichen und lebensfeindlichen Welt.
    Und wir beendeten den Tag in der Wüste mit einer Sternenbeobachtung des südlichen Sternenhimmels. Nur das Kreuz des Südens konnten wir nicht entdecken. Dafür aber den Orion, der hier als typisches Sommersternenbild gilt.
    Wir haben dien heutigen langen Tag in der Nacht begonnen und in der Nacht beendet. Diesmal haben wir also nicht nur den Tag genutzt, sondern auch die Nacht - die Nacht gehört uns (auch).
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  • 23 Stunden hin - 2 Stunden zurück

    December 20, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute sind wir aus der Wüste abgereist und ab Calama nach Santiago de Chile geflogen. Die Hinfahrt mit dem Bus dauerte 23 Stunden, der Rückflug heute war nach 2 Stunden erledigt. Wenn nicht ein schreiendes Kleinkind an Bord gewesen wäre, was über mehrere Oktaven schrie, wäre der Rückflug wohl noch schneller vergangen. Zumindestens hat es für Unterhaltung und Abwechslung im Flugzeug gesorgt.
    Wie einfach wir solche Distanzen überwinden: die Hinfahrt mit 1534 km und den Rückflug mit 1223 km.
    In Santiago sind wir anschließend noch ein wenig durch den Stadtteil Providencia geschlendert und waren lecker essen.
    Und heute war auch Premiere mit dem weltbekannten südamerikanischen Getränk Pisco Sour - einer Mischung aus Pisco (Traubenschnaps), Limettensaft, Zuckersirup und Eiweißschaum. Sehr lecker, sorgte aber auf dem Rückweg für Gleichgewichts- und Wortfindungsstörungen. Zum Glück haben wir jeder nur einen getrunken.
    Morgen erwarten wir dann Elenas Freund Cobi am Flughafen in Santiago und dann fliegen wir gemeinsam morgen Abend weiter in den Süden nach Patagonien.
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  • Ab in den Süden

    December 21, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute hat Elena ihren Cobi in den Arm nehmen können. Ab heute reisen wir also zu viert. Und bevor unser nächster Flug nach Punta Arenas im südlichen Patagonien startete, waren wir noch mehrere Stunden in Santiago unterwegs, oder besser gesagt, nur im schönen Park Bicentenario im Stadtteil Lo Castillo.
    Einfach zum Ausruhen, Ruhe genießen und entspannte, gesellige und feiernde Menschen beobachten. Es war schön zu beobachten, wie Kinder miteinander spielen, wie Väter und Mütter mit ihren Kindern spielen, Frauen miteinander singen und Paare liebevoll Zeit miteinander genießen. Die Atmosphäre wirkte sehr friedvoll und entspannt. Diese Zeit tat uns gut bei diesen vielen bisherigen Eindrücken.
    Vom Park aus hatten wir auch noch einmal den Blick auf den Gran Torre, den 300 Meter hohen und damit höchsten Wolkenkratzer Südamerikas.
    Gegen 20 Uhr starteten wir in Richtung Punta Arenas, 3 Stunden Flug und 2193 km vor uns auf dem Weg zur Magellan-Straße. Ab morgen geht das Abenteuer in Patagonien weiter.
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  • Sandige Landspitze

    December 22, 2025 in Chile ⋅ 🌬 11 °C

    So wurde in alten Seekarten dieser Ort genannt, im spanischen heißt der Ort Punta Arenas. Die Stadt wurde 1848 als Strafkolonie gegründet und ist die südlichste Stadt Chiles und zugleich die Hauptstadt der südlichsten Region Chiles - Magallanes und Antarctica Chilena. Zudem ist sie nur 1400 km von der Antarktis entfernt.
    Die Stadt war für heute unsere Zwischenstation, bevor wir uns morgen dem Nationalpark Torres del Paine nähern und unser Lager in Puerto Natales aufschlagen.
    Wir haben die Stadt ausführlich erkundet und waren auf den Spuren von Ferdinand Magellan unterwegs.
    Zum Glück schien auch zeitweise die Sonne, so dass wir die Zeit im Freien bei 8 Grad Celsius gut nutzen konnten: beim Besuch des sehr beeindruckenden Cementerio Municipal (städtischer Friedhof), beim Flanieren an der Strandpromenade oder beim Spazieren im Stadtkern. Und während des Spazierens an der Strandpromenade konnten wir bereits auf Tierra del Fuego - Feuerland - schauen.
    Jetzt, während des Schreibens gegen 22.30 Uhr, ist es immer noch nicht dunkel. Man merkt, dass wir nahe am südlichen Polarkreis sind.
    Es ist einfach unfassbar, an welcher Stelle dieser Erde wir gerade unterwegs sind und die Natur und Menschen Patagoniens entdecken.
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  • Am Ende der Welt

    December 23, 2025 in Chile ⋅ 🌧 10 °C

    Wir waren heute auf der Route am Ende der Welt (Ruta del Fin del Mondo) unterwegs - von Punta Arenas nach Puerto Natales. Es gibt zwei dieser Touristikstraßen, die diesen Namen tragen, eine im chilenischen Süden, eine im argentinischen Süden. Der Name kommt daher, dass beide Routen durch die südlichste Region der beiden südlichsten Länder der Welt führen.
    Allerdings war die dreistündige Busfahrt nach Puerto Natales wenig spektakulär, außer dass wir zeitweise unmittelbar an der chilenisch- argentinischen Grenze entlang gefahren sind.
    Unsere nachmittägliche Aufregung heute bestand anschließend eher darin, uns eine neue Unterkunft hier vor Ort zu suchen, da die von uns reservierte Unterkunft wenig einladend war, um es mal vorsichtig auszudrücken. Elena und Cobi organisierten uns eine schöne neue Bleibe, zumal wir vier Nächte hier verbringen werden.
    Nach unserem erfolgreichen Umzug waren wir noch ein wenig am Strand und in der Innenstadt dieser kleinen, aber dennoch pulsierenden, 19.000 Einwohner zählenden Stadt spazieren. Wobei der Begriff "spazieren" bei extrem heftigem Wind, kühlen Temperaturen von gefühlt 3 Grad Celsius und Regen wohl etwas übertrieben ist.
    Für morgen ist heftiger Regen im Nationalpark Torres del Paine angekündigt, aber das Wetter soll sich ohnehin immer wieder extrem schnell und extrem heftig ändern. Mal sehen, welche Ausflüge wir morgen unternehmen können, ohne uns zu übernehmen.
    Zumal wir ja auch ein wenig Weihnachten begehen wollen. Wir sind ja inzwischen von den einheimischen Wohnungs-, Haus- und Geschäftsdekorationen ausreichend visuell vergewaltigt worden und damit voller Vorfreude auf den Weihnachtsmann. Stollen, Dominosteine, Marzipankartoffeln, Baumkuchen und Lebkuchen haben wir mitgebracht. Und einen original chilenischen Weihnachtsfrüchtekuchen haben wir auch organisiert. Einem gemütlichen Kaffeetrinken am Ende der Welt steht also nichts mehr im Weg.
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  • Schöne Bescherung

    December 24, 2025 in Chile ⋅ 🌧 9 °C

    Bescherung I: Der Tag der Bescherung begann mit einem wundervollen, von unserer Tochter vorbereiteten Frühstück und Geschenken, die sie auf ihrer Reise durch Chile für Cobi, ihre Mama und ihren Papa gekauft hatte. Was für eine schöne Bescherung!
    Bescherung II: Wir hatten für 10 Uhr einen Mietwagen reserviert, den wir am Flughafen von Puerto Natales entgegennehmen sollten. Dort wurden wir abgeholt und wieder nach Puerto Natales gefahren, um dann dort festzustellen, dass die Autovermietung unsere Kreditkarte nicht akzeptierte. Nach weiteren Bemühungen hatten wir dann 14 Uhr!!! einen Mietwagen. Einen GWM Poer SUV, den es als chinesischen SUV bei uns in Deutschland gar nicht gibt. Und was wir dabei lernen durften: in Chile funktioniert alles - irgendwie. Irgendwie langsamer, irgendwie entspannter, irgendwie umständlicher, aber es funktioniert. Was für eine schöne Bescherung!
    Und zwischendrin hatten wir auch noch Kontakt mit unserer Familie über WhatsApp, um auch ein wenig Weihnachten zu Hause mitzubekommen.
    Bescherung III: Dann sind wir zu unserer Wanderung aufgebrochen, die ursprünglich schon 10 Uhr starten sollte. Das Ziel war ein Geheimtipp und gar nicht so weit weg von Puerto Natales und in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Torres del Paine - der Lago Sofia und Cerro Benitez, also der See Sofia und der Benitez-Hügel. Ursprünglich sollte es ab 14 Uhr regnen, aber das patagonische Wetter verwöhnte uns mit Sonne und nur ein paar wenigen Tropfen Regen, allerdings auch mit teilweise richtig heftigem Wind. Die Eindrücke und Ausblicke unterwegs waren es auf jeden Fall wert. Was für eine schöne Bescherung!
    Zurück in der Unterkunft gab es gegen 19 Uhr noch Kaffee, Stollen und Dominosteine als spätes Weihnachtskaffeetrinken. Und später dann noch selbstgemachte Käse-Lauch-Suppe, chilenischen Rotwein und als Nachspeise Wassermelone.
    Morgen geht es dann in den Nationalpark Torres del Paine. Wir sind gespannt...
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  • Drei Hörner und ein Salto

    December 25, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute waren wir 11 Stunden unterwegs, davon 7 im Nationalpark Torres del Paine.
    Erst waren wir am Lago Grey mit dem gleichnamigen Gletscher, den wir aus der Ferne entdecken konnten; auch die aus Island bekannten blau leuchtenden Eisbrocken haben wir entdeckt. Und Wind mit Spitzen bis zu 80 km/h hat uns heute treu über den Tag begleitet. Abgesehen vom Wind hat es das Wetter erneut gut mit uns gemeint - mit einem Mix aus Sonne und Wolken.
    Nach unserem Abstecher an den Lago Grey gab es im Café erst einmal eine Stärkung, bevor wir uns unserem zweiten Tagesziel näherten - einem Wasserfall und Blick auf spektakuläre Felsformationen.
    Die drei Cuernos del Paine - die Hörner des Paine - sind eine atemberaubende Felsformation mit drei markanten Gipfeln und eines der Wahrzeichen des Nationalparks. Wir hatten vom Lago Pehoe aus einen faszinierenden Blick auf das Felsmassiv.
    Und dann noch ein Stück weiter noch einmal vom Wasserfall Salto Grande aus, der den Übergang vom Lago Nordenskjöld zum Lago Pehoe markiert. Der Wasserfall war auch so schon beeindruckend, aber vor der Kulisse schneebedeckter und steil emporragender Gipfel war der Eindruck noch einmal ein ganz anderer. Dazu noch Sonnenschein und türkisfarbenes Wasser. Ein Panorama wie auf einer Postkarte. Mein Herz weitete sich zu einem saftigen Steak.
    Und als ob das an Eindrücken noch nicht genug war, kreuzte auf unserem Rückweg auch noch ein majestätischer Puma die Straße.
    Morgen erkunden wir den Nationalpark von der östlichen Seite aus und sind gespannt, was uns noch erwartet. Vielleicht bekommen wir noch die hier beheimateten Andenkondore zu sehen.
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  • Türme des blauen Himmels

    December 26, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 11 °C

    Wir haben uns heute von Osten aus dem Nationalpark genähert und sind bis zum Hotel Lago del Torres Patagonia gefahren, weil man von da aus einen guten Blick haben sollte. Und dem war auch so.
    Aber erst einmal zur Erklärung: der Nationalpark hat seinen Namen von genau diesen drei Felsen des Bergmassivs Cordillera del Paine. Torres (spanisch) bedeutet auf deutsch "Türme". Das Wort Paine kommt aus der Sprache der Tehuelche-Indianer und bedeutet "himmelblau". Daher der Name Torres del Paine - Türme des blauen Himmels.
    Auf dem Hinweg sind wir Guanakos begegnet, den wilden Vorfahren der Lamas. Guanakos sind insbesondere in Patagonien bis hin nach Peru beheimatet.
    Und dann haben wir am Lago del Torres- Wanderparkplatz bei schönstem Sonnenschein und Windstille inmitten von Margeriten mit Blick auf die Torres del Paine gepicknickt. Das war schon ein Genussmoment mit einer spektakulären Fassade im Hintergrund.
    Dann ging es entlang des Lago Sarmiento, über diverse Hochebenen und an zahlreichen Lupinenfeldern vorbei, wieder zurück nach Puerto Natales. Morgen steht noch eine kleine Wanderung an, bevor wir am Nachmittag mit dem Bus wieder zurück nach Punta Arenas fahren.
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  • Milodón

    December 27, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C

    Heute stand noch eine Wanderung rund um die Milodón-Höhle auf dem Plan, bevor wir 15 Uhr mit dem Bus zurück nach Punta Arenas fuhren.
    Die Milodón-Höhle, 24 km von Puerto Natales entfernt, wurde nach dem Milodón (deutsch: Mylodon) benannt, einem prähistorischen Riesenfaultier, was hier, insbesondere in Patagonien, geschätzt seit über einer Million Jahre lebte und vor ca. 10000 Jahren ausgestorben sein soll. Das Tier soll eine Länge von 3 bis 4 Metern erreicht haben. Am Eingang der Milodón-Höhle steht die Nachbildung eines erwachsenen Mylodons.
    Und als ob es so geplant wäre, zeigte sich während unserer Wanderung bei dem stürmischen Wind ein einziges Mal ein einziger Vogel am Himmel - und es war ausgerechnet der Andenkondor!
    Dann haben wir noch unseren Mietwagen zurückgegeben und schließlich sind wir wieder die 249 km zurückgefahren, um nun bis zum 30.12. in Punta Arenas zu bleiben. Wobei das so nicht ganz stimmt, denn morgen sind wir die meiste Zeit unterwegs - nach Tierra del Fuego - Feuerland. Viermal bis nach Feuerland, bitte!
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  • Gestern 1 König, heute 150 Könige

    December 28, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 12 °C

    Gestern haben wir noch den König der Lüfte, den Andenkondor, gesehen, heute hatten wir uns auf den Weg nach Tierra del Fuego, also Feuerland, gemacht, um Königspinguine zu sehen.
    Wir waren insgesamt mehr als 14 Stunden unterwegs, um eine Stunde lang Königspinguine auf Feuerland beobachten zu können.
    Auf dem Weg dorthin haben wir noch Ñandús gesehen, die größten in Chile lebenden Vögel, die eine Laufgeschwindigkeit von bis zu 60 km/h erreichen können. Sie sehen dem Strauß ähnlich, sind aber deutlich kleiner. Und Guanakos haben wir auch heute häufig entdeckt.
    Um auf Feuerland und wieder zurückzukommen, haben wir per Fähre zweimal die Magellan-Straße gequert. Diese Passage durchfuhr Magellan vor über 500 Jahren das erste Mal. Dabei sah er wohl nachts an Land der Halbinsel zahlreiche Feuer der Ureinwohner, was somit namensgebend für die Region war. Wobei Feuerland ein Gebiet mit einer Inselgruppe mit hunderten von Inseln meint und nicht nur die große bekannte Halbinsel. Auf einer der kleineren Inseln, Navarino, befindet sich die südlichste Stadt der Welt - Puerto Williams.
    Und dann konnten wir die einzige bekannte Königspinguin-Kolonie Südamerikas besuchen - und wurden nicht enttäuscht. Königspinguine sind die zweitgrößte Pinguinart der Welt und wir konnten sie als ganze Kolonie mit mehr als einhundert Tieren eine Stunde lang in ihrer natürlichen Umgebung aus nächster Nähe sehen und hören. Sehr beeindruckend.
    Heute hatten wir somit den südlichsten Punkt unserer Reise erreicht.
    Morgen machen wir einen Ruhetag, damit unser Kopf mal etwas Zeit bekommt, um Eindrücke zu verarbeiten.
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  • Abschied aus Patagonien

    December 29, 2025 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute war der erwartete und notwendige ruhige Tag, der 11.15 Uhr mit Frühstück begann. Dann haben wir zwei Shopping-Malls besucht, die wir in rasantem Tempo durchquert haben. Die Laufgeschwindigkeit lag bei durchschnittlich 1,5 km/h, da wir mehrere Kilogramm Kleidung und Schmuckstücke besichtigen mussten. Uff. Zum Glück gab es ein schönes Café, in dem wir schlemmen und Pause machen konnten von diversen überstimulierenden akustischen und optischen Reizen. Dann ging es schon zurück zur Unterkunft, um endlich mal etwas zum Essen vorzubereiten. Während meines letzten Strandpromenadenspaziergangs haben Elena und Cobi uns leckeres Essen gezaubert und so haben wir ruhig den letzten Tag in Patagonien ausklingen lassen. Morgen geht es vom Wasser der Magellan-Straße an das Wasser des Pazifiks - nach Valparaiso, Heißt also wieder Rückflug nach Santiago und dann noch ca. 1,5 Stunden Busfahrt von Santiago de Chile nach Valparaiso.
    Es war schön in Patagonien und wir reisen mit vielen schönen Eindrücken und Erinnerungen aus dem Ende der Welt ab.
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  • Isso

    December 30, 2025 in Chile ⋅ 🌙 24 °C

    Nachdem wir bei kühlen Temperaturen und Regen in Punta Arenas gestartet sind, kamen wir nach einem ruhigen Flug und strahlendem Sonnenschein bei knapp unter 30 Grad Celsius in Santiago an.
    Ursprünglich geplant war, dass wir kurz nach 15 Uhr mit dem Bus nach Valparaíso weiterfahren. Daraus wurde allerdings nichts.
    Denn auf dem Busbahnhof wurde Elenas Rucksack gestohlen! Damit fing der Spaß heute erst richtig an. Der Pass war weg, auch Geld und Kreditkarten, 2 iPads, Kopfhörer und was noch viel schlimmer war - ihr Insulin und das Notfallset. Wir haben es dem privaten Wachdienst am Busbahnhof gemeldet, der es wiederum den Carabinieri meldete. Die standen allerdings im Stau und haben dann nach drei (!!!) Stunden mitgeteilt, dass sie doch nicht kommen. Das nenne ich Arbeitsmoral! Mit Cobi sind wir per Metro zwischenzeitlich der digitalen Spur der iPads und AirPods gefolgt, um den Rucksack zu finden. Es hat uns auf einen Marktplatz nahe der Estación central verschlagen, der schon als eigenes Viertel mit eigener Subkultur beschrieben werden kann. Unter Wellblechdächern, in engen Gassen zwischen kleinen Frisörständen, Mini-Nagelstudios, Schuhständen und Technikständen, in denen professionell mit Lötkolben, Ersatzteilen aus kleinen Baumaschinen und fast hermetisch rein Mobiltelefone und Tablets repariert und verkauft werden, haben wir versucht, Elenas Rucksack wiederzufinden. Wir sind gut 1,5 Stunden durch die Gänge geirrt. Noch ein paar Minuten länger mit unseren suchenden Blicken und wir wären auch mit dem Lötkolben bearbeitet worden und hätten jetzt chilenische Tattoos.
    So haben wir uns entschieden, die Suche abzubrechen und diese Nacht in Santiago zu verbringen, um neue Medikamente und neue Dokumente zu organisieren.
    Medikamente haben wir dann abends gegen 23 Uhr für teuer Geld erstanden, nachdem wir einer Privatklinik einen einstündigen Besuch abgestattet haben. Alles rund um ihre Papiere klären wir morgen früh mit der Landespolizei und hoffen darauf, doch noch morgen nach Valparaíso weiterfahren zu können.
    So schnell kann es gehen. Ein Moment der Unachtsamkeit bringt unsere ganze Urlaubsplanung durcheinander. Doch wir machen das Beste daraus und versuchen, soweit das in Chile geht, schnelle Lösungen zu finden. Wir können uns nun nur in Akzeptanz üben. Ärgern bringt den Rucksack nicht zurück, Schimpfen auch nicht. Ein persönlicher Rachefeldzug in diesem ominösen Viertel wäre für uns sicherlich auch nicht sehr gesundheitsförderlich gewesen. Also hilft nur, sich in Akzeptanz zu üben - isso!
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  • Entschleunigung

    January 1 in Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    Nachdem wir erst einmal bei der Landespolizei waren und dann zum zweiten Mal Tickets für den Bus nach Valparaíso gebucht haben, sind wir mit der Metro zum Busbahnhof gefahren. Inzwischen hatten wir die 30 Grad Celsius geknackt. Dann fuhr der Bus erst eine halbe Stunde später als geplant los, und dann hatte der Bus auch noch eine Panne unterwegs. Und das bei über 30 Grad Celsius. Aus den dann irgendwann vom Busfahrer angekündigten 20 Minuten chilenischen Zeitverständnisses bis zur Ankunft eines Ersatzbusses wurden dann effektiv locker 1,5 Stunden. Entschleunigung pur, nur leider ungewollt!Am Hostel in Valparaiso kamen wir dann gegen 17 Uhr an, geplant war gegen 14 Uhr. Was für ein Feuerwerk der Gefühle. Bombige Stimmung war auch so schon im Bus. Wir brauchten eigentlich alle gar kein Sylvester mehr.
    Doch die Lage unseres Hostels und die Atmosphäre drumherum entschädigten etwas für die Strapazen der letzten beiden Tage. Es war auch deutlich kühler und gegen 18 Uhr hatten wir noch 21 Grad, Mitternacht waren noch 17 Grad.
    Elena entführte uns dann vor Mitternacht an einen ihrer bekannten Hotspots, da sie ja schon mal in Valparaiso war. Mitten unter Chilenen, die singend dem neuen Jahr entgegenfieberten, starteten wir ins neue Jahr 2026. Feliz año nuevo!
    Dann begann ein Feuerwerk, was keiner von uns je bisher so erlebt hatte. In vier Küstenorten wurde gleichzeitig und synchron über einen Zeitraum von 20 Minuten ein unvergessliches Feuerwerkspektakel geboten. Eines der größten Feuerwerke Südamerikas! Was für ein imposanter Start ins neue Jahr!
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  • Ein bunter Neujahrstag

    January 1 in Chile ⋅ ⛅ 18 °C

    Gegen Mittag sind wir losgezogen, um der benachbarten Stadt Viña del Mar einen Besuch abzustatten. Wir sind mit dem Zug entlang der Pazifikküste ca. 15 Minuten bis nach Viña del Mar gefahren. Das Ziel war hauptsächlich der Strand, da absehbar war, dass sich im Laufe des Nachmittags die Sonne zeigen wird.
    Am Strand ging es sehr trubelig zu. Sollten denn nicht alle Chilenen nach der langen Sylvesterfeier etwas länger schlafen? Dem war auf jeden Fall nicht so. Der Sandstrand war dicht bevölkert, wir haben dennoch die Gelegenheit genutzt, um am Neujahrestag barfuß am Pazifikstrand spazieren zu gehen und die Stimmung am Strand zu erleben.
    Zurück in unserem Hostel, haben wir uns noch kurz erfrischt und sind dann in unserem Stadtteil Cerro Alegre noch einmal losgezogen, um Pie de limón zu essen. Pie de limón ist eines der beliebtesten Desserts in Chile, ein Zitronenkuchen mit Baiser. Den haben wir uns dann auch in einem kleinen gemütlichen Café mitten im Szeneviertel Cerro Alegre gegönnt und damit den Tag ausklingen lassen.
    Es war ein schöner, ruhiger und mal zur Abwechslung wieder normaler Urlaubstag - ohne Diebstähle, Fahrzeugpannen oder andere traumatisierende Erlebnisse.
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  • Gatos de Valpo

    January 2 in Chile ⋅ ☁️ 19 °C

    Gatos de Valpo - die Katzen von Valparaiso, Sie haben uns heute bei unserem Stadtbummel durch Valparaíso begleitet. Wobei sowohl die streunenden Katzen als auch die Kunstwerke an den Wänden gemeint sind. Die Stadt ist dafür inzwischen bekannt. So ähnlich haben wir das auch bei unserem Abstecher nach Reykjavik im Island-Urlaub erlebt.
    Und es gab noch andere schöne Ecken zu sehen. Verwinkelte, enge, bunte Gassen, kleine Kunstläden, kleine, malerische Cafés, Straßenstände und Straßenmusiker. Und wir haben zwei weitere Fortbewegungsmittel entdeckt: einen Trolleybus (den wir nicht genutzt haben) und die bekannten Standseilbahnen, die den oberen Teil der Stadt mit dem unteren Teil verbinden und gerne sowohl von Einheimischen als auch von Touristen gerne genutzt werden. Damit sind wir gefahren. Zwar nur kurz, aber steil bergab.
    Am Nachmittag 15.30 Uhr sollte der Bus zurück nach Santiago de Chile fahren. Nur dass wir später nach 15.30 Uhr, und auch nur, nachdem Elena nachfragte, erfuhren, dass der Bus ausfiel! Wir konnten dann glücklicherweise den Bus um 16 Uhr nehmen und waren dann am Abend noch einmal im Barrio Italia in Santiago unterwegs, damit Cobi auch einen Eindruck vom Flair in dieser schönen Ecke Santiagos bekommen konnte. Das war zugleich Cobis letzter Abend in Chile.
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  • Im Pool über Santiago

    January 3 in Chile ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute haben wir Abschied von Cobi "The Sniper" genommen. Den Spitznamen hat er bei der Pinguintour in Punta Arenas bekommen, da die Aussprache seines Nachnamens Schäfer wie "Sniper" klang. Erst haben wir noch gemeinsam im Hotel gefrühstückt und ihn dann zum Flughafen begleitet. Natürlich war der Trennungsschmerz bei Elena groß, doch das Wiedersehen in Deutschland wird gar nicht mehr so lange dauern.
    Denn wir bleiben noch bis Montag in Santiago, um dann hier zur Botschaft zu gehen. Elena braucht ja noch neue Reisedokumente. Und da 6 ihrer Sensoren gestohlen wurden, muss also zwangsläufig auch eine frühere Abreise erfolgen.
    Also haben wir dann nach der Verabschiedung von Cobi und unserer Rückfahrt vom Flughafen in die Stadt unser Wochenendquartier bezogen, eine Wohnung im Stadtteil Providencia im 18. Stock eines 21-geschossigen Hochhauses. Und auch den 21. Stock haben wir bereits genutzt, denn dort war das Pooldeck - mit Blick auf die Stadt, die Berge und den Gran Torre. Die Gelegenheit haben wir natürlich auch genutzt und uns die Sonne auf den Körper scheinen und den Wind durch die Haare wehen lassen. Dann zauberte uns Elena noch einen köstlichen Sommersalat, passend zum Wetter. Morgen machen wir noch einmal Sightseeing in Santiago. Und natürlich baden wir auch noch einmal im Pool über der Stadt. Und kurz bevor wir baden gingen, haben wir ein Video von zu Hause gesehen: es schneit und ist dunkel. Mein Vorschlag ist: ich gebe Elena meinen Pass und ich bleibe hier in Chile im Sommer. Wir müssen am Montag bloß noch die Mitarbeiter in der Botschaft davon überzeugen.
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  • Dem Himmel so nah

    January 4 in Chile ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir haben den heutigen Tag noch einmal für intensives Sightseeing genutzt.
    Begonnen haben wir mit zwei riesigen Märkten - dem Vega Central (mit über 500 Geschäften, in denen jeden Tag im Jahr Obst, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte, Gewürze und vieles mehr verkauft werden) und dem Mercado Central (der für seine Architektur und für die über 240 Geschäfte, in denen Fisch, Wein und Kunsthandwerk angeboten werden, bekannt ist). Beide Märkte sind inzwischen Nationaldenkmäler und gehören zu den besten Lebensmittelmärkten der Welt.
    Die nächste Station war der Plaza de Armas mit seinen imposanten Bauten, die den Platz begrenzen. Allen voran die riesige Kathedrale. Der Platz wurde vom spanischen Eroberer Pedro de Valdivia angelegt, der zugleich auch als Gründungsvater der Stadt Santiago gilt, die im Jahr ihrer Gründung 1541 noch Santiago de Nueva Extremadura hieß.
    Auf dem Platz befindet sich auch eine unscheinbare Platte - die Platte des Kilometro Cero, von der aus alle Entfernungen in Chile gemessen werden.
    Danach ging es zum Cerro Santa Lucia, einem bekannten, sehr schönen und bedeutungsvollen Park im Herzen der Stadt. Am Fuße des Hügels wurde die Stadt Santiago 1541 gegründet, und seine heutige Gestalt mit verschiedenen Gärten und über 1000 Bäumen erhielt er vor über 150 Jahren vom damaligen Bürgermeister. 1983 wurde er zum Nationaldenkmal erklärt. Selbst vom Aussichtspunkt des Parks auf einer Höhe von 68 m hatten wir schon einen tollen Blick auf die Stadt.
    Aber der Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes stand noch bevor - die Aussichtsplattformen des Gran Torre - die Sky Costanera.
    Die Aussichtsplattformen befinden sich in den beiden obersten Stockwerken 61 und 62 (das 62. Stockwerk ist sogar nach oben offen), mehr als 300 Meter über dem Boden. Der Gran Torre ist das höchste Gebäude Südamerikas und das fünfthöchste der Südhalbkugel. Die Plattformen bieten ein grandioses 360-Grad-Panorama mit Blick auf die Stadt, die Anden und auch die Küstengebirgskette.
    Zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs war der Besuch der Plattformen doppelt lohnenswert.
    Und die Besucher, bei denen auf Grund der Höhe der Aussichtsplattformen der Sauerstoffgehalt im Gehirn reduziert war, konnten anschließend im größten Einkaufszentrum Lateinamerikas auf 6 Stockwerken ihr Geld ausgeben.
    Morgen stehen die zwei nächsten Highlights an - Elenas Geburtstag und der Besuch der deutschen Botschaft.
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  • Ein Geburtstagsständchen von Frida

    January 5 in Chile ⋅ ☀️ 20 °C

    Feliz cumpleaños - Alles Gute zum Geburtstag! Heute haben wir gegen 6.30 Uhr festlich am Holzklapptisch Elenas 19. Geburtstag eingeläutet, danach ging es ab zur Botschaft, vor der wir ein Stück Heimat sahen: ein Stück der Berliner Mauer. Wir haben alle Formalitäten erledigt und warten nun auf den neuen Pass, damit der Heimreise Elenas nichts mehr im Wege steht.
    Da unsere Weiterfahrt nach Pucón erst 22.15 Uhr begann, haben wir die verbleibenden Stunden in Santiago noch für ein wenig Sightseeing genutzt, kombiniert mit dem Besuch von zwei Fluggesellschaften, um die Rahmenbedingungen für Elenas Rückflug auszuloten.
    Im Costanera-Center haben wir uns dann schließlich ein richtig schönes Restaurant gesucht, um nach dem ganzen Trubel auch des heutigen Tages noch ein wenig Geburtstagsstimmung aufkommen zu lassen. Denn wie wir heute alle feststellten: so einen Geburtstag haben wir noch nicht erlebt: Besuch der Botschaft, mit Gepäck durch die Stadt ziehen, Nachtbus fahren....
    Zum Geburtstag gab es von uns zwei Ketten, die Elena bereits in San Pedro de Atacama gesehen hatte und bei deren Anblick zu ausgiebigem Speichelfluss führten. Kurz vor unserer Abreise aus San Pedro hatte ich sie noch gekauft und wir konnten sie heute feierlich übergeben. Zudem hat die deutsche Botschaft ihr das Geschenk gemacht, ihren Antrag auf einen neuen Reisepass zügig zu bearbeiten und heute Nachmittag bekam sie im Restaurant noch ein Ständchen gesungen. Und zwar von Frida Kahlo. Also beinahe, denn wir waren in einem schönen, bunten Frida-Kahlo-Restaurant. So bunt wie die Malerei von Frida Kahlo war, so farbenfroh war auch das Restaurant eingerichtet. Als Geburtstagskind durfte sie wählen zwischen Schokokuchen und einem Shot Tequila. Sie hat sich, welche Überraschung, nicht für den Kuchen entschieden.
    Die Kellnerinnen waren farbenfroh gekleidet und verbreiteten mit ihrer Art eine angenehme Stimmung. Das tat uns Dreien wirklich gut. Und die Churros, die Getränke und das Abendessen waren auch sehr lecker. Dann sind wir ein Stück in den Parkanlagen am Rio Mapocho zurückgelaufen und freuen uns nun auf die kommenden Tage jenseits der Großstadt. Vom Puls der Stadt, den suizidnahen Fahrkünsten der Uber-Fahrer und dem dichten Gedränge in der Metro haben wir erst einmal genug.
    Wir fahren, während ich das schreibe, mit dem Bus über Nacht und sind ab morgen früh, nach über 10 Stunden Busfahrt und rund 800 Kilometern in Pucón.
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  • Pucón - Natur pur

    January 6 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir sind nach über 10 Stunden Busfahrt und knapp 800 km pünktlich auf die Minute in Pucón angekommen. Pucón ist zwar eine kleine Stadt, hat sich jedoch auf Grund seiner malerischen Lage zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Urlaub bedeutet in dem Falle häufig: Trails wandern, Mountainbiking, Rafting, Canyoning - also Abenteuerurlaub.
    Pucón liegt am Lago Villarica und in der Nähe mehrerer Nationalparks und Vulkane. Wenn man durch den Ort geht, fühlt es sich fast europäisch an - der Baustil der Häuser, die Restaurant- und Shopping-Angebote und die Lage zwischen See und Bergen.
    Heute haben wir einfach das Städtchen erkundet und geplant, wie wir die kommenden Tage verbringen. Morgen geht es in den Nationalpark Huerquehue. Es wird eine spannende Wanderung.
    Eines unserer heutigen Highlights war zudem der Bezug unseres Hotelzimmers. In der Nähe der Stadt, trotzdem sehr ruhig und mitten in der Natur. Und das Zimmer selbst ist einfach wunderbar. Hier können wir gut Kraft tanken - für die Wanderung morgen und die letzte Woche in Chile.
    Und ein weiteres Highlight war: Wir haben Elenas neue Reisepassnummer und konnten somit Elenas Rückflug buchen, wir fliegen gemeinsam am 13.01. zurück. Dann wird Elenas und auch unser Chile-Abenteuer gemeinsam enden.
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