• Chrisitine
  • Toni Blum
Semasa
  • Chrisitine
  • Toni Blum

NEUSEELAND-AUSTRALIEN-MALAYSIA

Pengembaraan 106hari oleh Chrisitine & Toni Baca lagi
  • Geysir und Maori-Land

    25 Januari, New Zealand ⋅ 🌬 17 °C

    Die Hauptattraktion von Rotorua ist das Gebiet mit den Geysiren. Es befindet sich auf dem Land, das den Maori gehört, und diese leben auch hier. Wenn man den grossen Pohutu Geysir anschauen möchte, dann muss man eine geführte Tour buchen, erst danach kann man auf dem Gelände herumstreifen. Es wirkt zwar alles sehr kommerziell, dennoch wirkt die Maori-Frau, die uns herumgeführt hat, auf mich sehr authentisch, sie zeigt ein grosses Sendungsbewusstsein.
    Zuerst geht es durch ein Kiwi-Haus, wo wir drei Kiwis im Dunkeln beobachten können, danach werden uns ein paar traditionelle Häuser gezeigt und auch die traditionelle Begrüssungszeremonie können wir anschauen. Besonders interessant ist das „New Zealand Maori Arts and Crafts Institute“ - eine Schule, in der das traditionelle Handwerk erlernt werden kann: Steine schleifen, Holz schnitzen sowie flechten und weben. Da heute Sonntag ist, sind nur wenige Personen an der Arbeit. Wir sind besonders beeindruckt von den Holzarbeiten. Bei der textilen Abteilung erfahren wir endlich, warum die grossen Stauden mit langen lanzettförmigen Blättern „Neu Seeland Flachs“ genannt werden. Aus diesen Blättern werden nämlich Fasern gewonnen, die dann zu Schnüren und Fäden verarbeitet werden - ähnlich wie der Flachs zu Leinenfasern verarbeitet wird.
    Die Hauptsache für uns ist aber die vielfältige geothermische Tätigkeit auf dem Gelände, insbesondere der Pohutu Geysir, aus dem pro Tag ungefähr zwanzigmal eine Wasserfontäne in der Höhe von 30 Metern austritt. Wir müssen sicher eine halbe Stunde warten bis wir das besondere Naturphänomen erleben können. Als dann tatsächlich plötzlich Wasser aus dem dampfenden Loch in die Höhe schiesst, übertrifft dies unsere Erwartungen bei weitem.
    Gegen Abend fahren wir weiter bis an die Küste (Waihi Beach), wo wir kurz den Strand begutachten und dann dem plötzlich auftretenden Regen entfliehen und noch ein Bier trinken im Beizli vom Life-Guard Club. Bevor wir das Bier kaufen können, müssen wir uns ausweisen, dann erhalten wir einen „Guest and Visitor Pass“.
    Baca lagi

  • Geniessen in Rotorua

    24 Januari, New Zealand ⋅ 🌬 15 °C

    Gestern Abend in Rotorua angekommen, möchten wir heute den Ort zu Fuss erkunden. Gleich neben dem Campingground beginnt der grosse Stadtpark, der sehr viel bietet: grosse Grünflächen für Sport und Erholung sowie einen eingezäunten Bereich mit natürlichen geothermischen Becken und Schlammpfützen. Wir sind erneut beeindruckt, wie präsent hier die heissen und mineralischen Eruptionsfelder sind. Die Purpurhühner sind von der austretenden Hitze nicht sehr beeindruckt, sie stapfen und fressen jedenfalls eifrig entlang der Tümpel.
    Die Stadt ist sehr weitläufig, mit anonym wirkenden Strassenzügen - ähnlich wie viele Orte in Neuseeland . Der Bereich am Ufer des Lake Rotorua hingegen ist sehr schmuck, die grosszügige Anlage zeugt von der Zeit, als Rotorua mit seinen warmen Heilwasserquellen als einer der ersten Kurorte im Land bekannt wurde (ca. 1908). Diese „Government Gardens“ gehören dem neuseeländischen Staat (Schenkung der Maori), der hier viel Aufwand betrieben hat für ein stilvolles Erscheinungsbild.
    Da das Wetter eher unfreundlich ist, buchen wir einen „Private Likeside-Pool“ im grossen Thermalbad „Polinesian Spa“, einer Nachfolgeinstitution der ersten Kurbäder. Während 45 Minuten erhalten wir einen abgeschlossenen Raum, der zum Thermalwasserbecken mit Blick auf den See mündet. Da können wir den Regen mal so richtig geniessen!
    Baca lagi

  • Taupo - höher und spektakulärer

    23 Januari, New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Weil das Wetter so unstet ist, beschliessen wir, dass wir die geplante Wanderung „Tongariro Crossing“ nicht machen werden. Wir nehmen also eine kürzere Wanderung auf den Mt. Tauhara in Angriff, auf den Berg gleich neben Taupo. Der Gipfel liegt zwar noch im Nebel, aber trotzdem wagen wir es. Zuerst steigen wir auf einem direkten Weg durch die Wiesen hoch bis zum Wald. Danach geht es entlang eines engen Pfades, der zeitweise tief ausgewaschen ist, durch den Regenwald. Am Vormittag ist die Gegend noch sehr feucht vom Regen in der vergangenen Nacht, und auch ohne gross zu Schwitzen sind wir bald einmal richtig durchnässt.
    Nach einer knappen Stunde haben wir bereits den Gipfel erreicht, und wir können die wunderbare Aussicht geniessen. Der Nebel hat sich glücklicherweise gelichtet.
    Am Nachmittag fahren wir weiter nach Orakei Korako, ein Thermalfeld, das weiter unten am Waikato River liegt - dort wo dieser in den Stausee Lake Orakuri mündet. Mit einem Boot müssen wir zuerst den schmalen See überqueren, und dann können wir diese unwirkliche Welt mit dampfenden Wasserbecken, vielfarbigen mineralischen Ablagerungen und besonderen Pflanzen bewundern. Wir sind sehr beeindruckt und können uns fast nicht lösen von den faszinierenden Eindrücken.
    Baca lagi

  • Im Vulkangebiet Taupo

    22 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 21 °C

    Taupo, der Lake Taupo und die gesamte Umgebung sind geprägt durch die Vulkantätigkeit, die vor 1’800 Jahren zum letztenmal stattgefunden hat. Weiterhin gibt es anscheinend unterhalb vom See geothermische Aktivitäten und zukünftige Eruptionen sind möglich.
    Der Tag beginnt mit einem trüben Morgen, aber es wird danach zusehends besser. Eine Frau auf dem Campingplatz erzählt ein wenig, wie es für sie als Neuseeländer Grosi ist, wenn sie mit den Grosskindern Camperferien macht. Noch fast eine Woche hätten sie gebucht in Taupo, und es sei schwierig, etwas zu unternehmen, wenn es immer regne. Sie entschuldigt sich für das ungewöhnlich schlechte Wetter in diesem Sommer, Neuseeland hätte eigentlich mehr zu bieten. Klimatische Veränderungen zeigen sich auch hier, so kommen die tropischen Strömungen nun nördlicher vorbei als früher, und das bedeutet, dass es auch auf der Nordinsel deutlich mehr regnet im Sommer.
    Wir fahren ein paar wenige Kilometer bis zum Gebiet, das „Craters of the Moon“ getauft wurde. Es ist ein „dampfendes Tal“, das aufgrund von Bohrungen für ein Geothermie-Kraftwerk 1958 entstanden ist. Die aufsteigenden Dämpfe und das Brodeln wirken in der eher feuchten Morgenstimmung besonders eindrücklich.
    Am Nachmittag wandern wir dem River Waikato entlang, das ist der Fluss, welcher aus dem Lake Taupo austritt, einer der längsten Flüsse von Neuseeland. Nicht weit von Taupo entfernt durchquert der reissende Fluss eine enge Schlucht und braust dann hinunter ins erneut breite Flussbeet - die „Huka Falls“. Auf dem Rückweg wagen wir noch einen kurzen Schwumm im Waikato River. Es gibt eine Stelle, wo Thermalwasser in den Fluss eintritt, und dort ist es angenehm warm zum Baden.
    Baca lagi

  • Napier im Regen

    21 Januari, New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Schon in der Nacht regnet es, und der Regen hält an - sehr ausdauernd, sehr ergiebig und unfreundlich. Wie können wir in diesem Regenwetter den Tag verbringen? Wir fahren nach Napier und besuchen das nationale Aquarium, wo schöne Becken mit Unterwasserlandschaften, wie es sie rund um Neuseeland gibt, zu finden sind. Auch Pinguine können wir bewundern, die Zwergpinguine und die Gelbaugenpinguine.
    Erneut stehen wir im Regen, und wir erkunden mit Schirm und Regenjacke das Zentrum von Napier. Die Stadt wirkt sehr entspannt und tropisch - Palmen in allen Grössen wachsen in den Strassen, die Gebäude und Strassenzüge ergeben ein einheitliches Bild.
    Allzu lange mögen wir nicht verweilen, denn der Regen dauert an. Wir fahren weiter nach Taupo, wo wir am Seeufer einen Apéro geniessen - mit Blick auf den nebelverhangenen See.
    Baca lagi

  • Wellington - Hastings

    20 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Am Sonntagnachmittag überqueren wir mit der Fähre die Cookstrasse und landen erneut in Wellington. Da es bereits spät ist bei unserer Ankunft, fahren wir einfach zum Parkplatz beim Landesmuseum Te Papa, diesen Stellplatz kennen wir ja schon. Es ist aussergewöhnlich ruhig rund um das Hafenareal, und wir rätseln, ob es am schlechten Wetter liegen könnte, dass so wenig Betrieb herrscht. Erst am nächsten Morgen finden wir heraus, dass am Montag ein Feiertag sei, und zwar der „Wellington Anniversary Day“. Damit soll der Tag gefeiert werden, an dem die ersten englischen Siedler im Hafen von Wellington ankamen (22.01.1840). Praktischerweise ist es immer ein Montag, an dem alle frei haben, und deshalb im Jahr 2026 bereits am 19.01.
    Uns betrifft dieser „public Holiday“ nicht weiter, denn wir fahren zügig nordwärts bis an die Ostküste. Unterwegs besuchen wir „the Wool Shed“ in Masterton, ein etwas verstaubtes Museum der neuseeländischen Schafzüchter und Schafscherer. Weit spannender ist das Pukaha National Wildlife Center nördlich von Masterton. Dort sehen wir tatsächlich zwei Kiwi, die durch das abgedunkelte Revier huschen und mit dem langen Schnabel herumpicken. Auch die Kakas können wir beobachten, wenn sie zur Fütterung herbeifliegen - und natürlich die Tui, die uns immer wieder begrüssen, wenn wir durch den Urwald wandern (sozusagen unsere besten Freunde).
    In Hastings übernachten wir und mieten am Dienstag Fahrräder gleich im Campingplatz. Wir machen eine Velotour rund um Hastings und Havelock North - ein zweites „Havelock“ in Neuseeland. Die Gegend hier am Hawkes Bay ist flach und grösstenteils bewirtschaftet. Zwischen hohen Windschutzhecken befinden sich Rebenfelder, Obstplantagen und andere Kulturen. Die einzelnen Felder sind viel grösser als wir es von der Schweiz gewöhnt sind - alles wird hier ein bisschen grösser aufgezogen.
    Wir fahren bis zur Küste und dann entlang vom Tukituki River wieder zurück, wo wir bei einem Winzerrestaurant ein Glas Wein zum Apéro trinken. Es wird in Neuseeland sehr viel Pinot Noir gekeltert. Auf dem Gut, auf dem wir einkehren, ist die Auswahl aber gross. Wir kaufen eine Flasche mit einem ,Blend’ von Merlot, Cabernet-Sauvignon und Malbec. Danach geht es zum Campingplatz. Gleich nebenan wird ein Kricket-Turnier durchgeführt - ein Mannschaftsspiel, das bei den Jugendlichen anscheinend beliebt ist. Wir haben schon mehrmals beobachtet, wie Kinder das Werfen und die Abnahme mit dem Stock üben.
    Baca lagi

  • Nelson und Havelock

    18 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Erneut hat es in der Nacht geregnet, der Boden auf dem Campingplatz in Kaiteriteri ist nun wirklich ziemlich dreckig und schlammig geworden. Wir fahren weiter der Nordküste entlang und besuchen den Samstagmorgen-Markt in Nelson. Auf einem etwas unscheinbar wirkenden Platz sind etwa hundert Marktstände aufgestellt - nicht sehr geordnet, aber mit einem interessanten und sehr abwechslungsreichen Angebot. Neben Lebensmitteln, Honig und Pflanzen werden auch Handwerk und Schmuck verkauft, das meiste stammt aus der Region.
    Unsere letzte Station auf der Südinsel ist Havelock, ein Ausgangsort in die verzweigten Fjorde Richtung Norden. Hier ist das „Mail Boat* stationiert, das regelmässig Post in den Pelorus Sound bringt, mindestens einmal pro Woche. Es ist eine gemütliche „Town“ mit allem, was eine solche Ortschaft jeweils umfasst (Restaurants und Hotels, Lebensmittelladen, Kirche, Townhall), und hier befindet sich sogar ein grosses Gelände für den Bowling Club. Absolut dominant ist aber der Schiffshafen mit unzähligen Jachten, die hier stationiert sind. Ausserdem sind überall rund um den Hafen Schiffsanhänger parkiert - von den Booten, die nur zu Wasser gelassen werden und im Sound unterwegs sind.
    Am nächsten Morgen machen wir einen Sonntagsspaziergang durch den Uferwald in der Nähe. Der Lärm (oder Gesang?) der unsichtbaren Zikaden ist fast unerträglich, zufällig finden wir eines dieser eigenartigen Tiere am Boden.
    Baca lagi

  • Sandstrand und Regenwald

    16 Januari, New Zealand ⋅ 🌧 17 °C

    Wir möchten noch einmal eine grössere Wanderung machen, und dazu eignet sich der Abel Tasman Nationalpark ausgezeichnet. Entlang der Küste kann man hier mehrere Tage wandern - oder auch nur einen Tag und sich mit dem Schifftaxi bringen und abholen lassen. Wir lassen uns beraten und wählen die Wanderung von Medlands Beach nach Anchorage - von einem goldigen und einsamen Strand zu einem anderen.
    Am Donnerstagmorgen regnet es bereits, als wir aufstehen und dieses Wetter soll noch länger anhalten. Zum Glück können wir das Schiffsbillett um einen Tag verschieben.
    Am Freitagmorgen fahren wir dann los mit dem Schiff, das direkt am Sandstrand ankert. Wir starten unsere Wanderung bei Sonnenschein, müssen aber schon bald den Regenschutz hervornehmen. Auf dem Weg durch den Regenwald können wir erneut die vielen Farne, Moose und die typischen Bäume mit üppigen Schmarotzerpflanzen bewundern. Dazwischen taucht dann plötzlich eine einsame Bucht auf, der wir entlang wandern - und dann weiter durch den Regenwald zur nächsten…
    Erst als wir am Ziel ankommen wird das Wetter wieder freundlicher, und wir können die Rückfahrt mit dem Schiff so richtig geniessen.
    Baca lagi

  • Dem Buller River entlang

    13 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    „Whitebait“ (Weissfischchen) ist das typische Gericht der Westküste der Südinsel, es besteht aus ganz kleinen Jungfischen, die vermischt mit einem „Eierteigli“ gebraten werden. Uns hat diese Delikatesse sehr geschmeckt. Es ist allerdings ein bisschen makaber, zu denken, dass man diesen Jungfischen kein längeres Leben gegönnt hat…
    Von Westport fahren wir dem Buller River entlang bis zum ersten Kaffeehalt in Berlins, wo früher Gold gewaschen wurde. Jetzt ist es nur noch ein verschlafener Ort mit ein paar Hotel- oder Campinggästen. Der touristische Höhepunkt auf der Strecke ist die Hängebrücke in der Buller Schlucht, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem kurzen Wanderweg rund um die Schlucht rätseln wir wieder einmal, welches Farn denn das Silberfarn ist, das Farn, welches Neuseeland als Emblem benutzt. Wir drehen viele verschiedene Farne um, aber die meisten sind auf der Unterseite nicht silbrig. Schliesslich werden wir doch noch fündig!
    Das Buller Valley ist ein sehr wildes Tal, zum grossen Teil bewaldet, mit wenigen Ortschaften wie z.B. Murchison, wo wir in der Nähe des Flusses übernachten.
    Im Übergang zur Ostküste verändert sich die Landschaft deutlich, bewaldete Hügel sind kaum mehr zu sehen. In den Mulden und Tälern werden Hopfen, Früchte und Wein angebaut, die Hügelflanken sind bedeckt mit steppenartigem, trockenem Bewuchs.
    Baca lagi

  • Westport und die Kohlenminen

    12 Januari, New Zealand ⋅ 🌬 17 °C

    Westport ist das Zentrum des Buller-Districts, das Gebiet rund um den Buller River. Wir flanieren ein wenig durch die Strassen im Zentrum und besuchen das örtliche Museum (Museum of Kawatiri). Dort erfahren wir viel über die Entwicklung der Gegend. Auch im Buller District wurde Gold geschürft in den Flüssen, aber viel wichtiger waren die Kohlenvorräte, welche sich nordöstlich von Westport befinden. Bis 1967 wurde in Denniston Kohle gewonnen und mit einem spektakulärem Bahnsystem mittels Schwerkraft und Wasserbremsen an die Küste transportiert (Gondelbahn, Standseilbahn und Zahnradbahn). Danach zerfiel die ganze Anlage und auch vom ehemaligen Dorf sind nur noch wenige Gebäude vorhanden.
    Wir fahren hoch auf das abgeschiedene Denniston Plateau auf fast 700m ü.M.
    Die Aussicht von hier oben ist grossartig und dank den vielen verrosteten Überbleibseln der alten Anlage können wir uns ein gutes Bild machen davon, wie es hier früher einmal ausgesehen haben muss.
    Im ehemaligen Schulgebäude, das instand gestellt wurde, sind noch die Kochherde erhalten - dort wo der Kochunterricht stattgefunden hatte vor wahrscheinlich mehr als 100 Jahren.
    Baca lagi

  • Westküste bis Westport

    10 Januari, New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir fahren dem Regen in Fox Glacier und Franz Josef Glacier davon - bis Hokitika. Kurz vor dem Städtchen besuchen wir den Baumwipfelpfad, wo wir uns auf der Höhe der endemischen Baumkronen befinden (ca. 20 Meter). Sie ähneln von weitem manchmal eher einer Föhre (z.B. Rimu - Harzeibe), andere sind Laubbäume (z.B. Totara - Steineibe).
    Hier sehen wir auch zum erstenmal die frechen Wekas. Wir beobachten, wie einer dieser Laufvögel einem Gast, der kurz den Platz verlässt, den Hamburger vom Teller schnappt.
    In Hokitika besuchen wir die Gegend rund um den Einfluss des Hokitika Rivers ins wilde Meer. Friedlich und fast sonnig beschliessen wir den Tag im idyllischen Shining Star Camping. Nach dem Eindunkeln dürfen wir wieder einmal Glühwürmchen beobachten - in einer kleinen Schlucht gleich hinter dem Campingplatz.
    Auch am Sonntag regnet es - heute stürmt es sogar ziemlich stark - und wir fahren durch Dunst, Nebel und Wind.
    Die Pancake Rocks sind anscheinend das berühmteste Naturphänomen am Küstenabschnitt zwischen Hokitika und Westport. Der Parkplatz beim Pancake Rock Café ist auch entsprechend grosszügig. Wir steigen aus und beschliessen, vorerst Kaffee zu trinken und abzuwarten, aber auch nach einer Stunde sieht es draussen nicht besser aus. Wir begnügen uns mit der Foto der berühmten Felsen und fahren weiter Richtung Westport, wo wir dann tatsächlich trockenen Fusses zum Cape Foulwind und zur Tauranga Bay wandern können. Wir beobachten wieder einmal Seebären in den Felsen und geniessen die atemraubenden Ausblicke entlang des Klippenwegs.
    Baca lagi

  • Von Haast nach Fox Glacier

    9 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C

    Eigentlich möchten wir die Küstenlandschaft in der Nähe von Haast noch etwas erkunden, allerdings zeigt sich der Westen nun mit seinem typischen Wetter: Es regnet zwar nicht mehr, aber der Wind bläst mit voller Stärke. Wir fahren ein Stück der Küste entlang und machen von dort aus eine erfrischende Strandwanderung entlang von brandenden Wellen. Nach den Touristenströmen gestern in Wanaka sind wir nun hier ganz allein unterwegs - einmal mehr erleben wir beeindruckenden Gegensätze.
    Wir fahren der einzigen Küstenstrasse entlang weiter durch die kaum bewohnten Gegenden, durch den gemässigten Regenwald, welcher hier in dichtem Bewuchs und sattem Grün die gesamte Region bedeckt. Beim Dune Lake machen wir einen Halt. Dieser See bildet einen schmalen Süsswasserstreifen und wird nur durch eine flache Düne vom Meer abgetrennt - ein Phänomen, das man entlang dieses Küstenabschnitts noch mehr antrifft. Diese Seen wurden gebildet, als sich die Gletscher zurückzogen ins Gebirge. Einer dieser Gletscher, der früher bis zum Meer reichte, ist der Fox Gletscher. Heute reicht die Gletscherzunge immerhin noch bis auf 300m ü.M. - das ist doch ziemlich aussergewöhnlich. Eine Gletscherzunge gleich neben üppigen Farnbäumen und subtropischem Urwald.
    Nachdem wir in Bruce Bay ausgiebig das sonnige Wetter genossen haben, machen wir uns auf zum Aussichtspunkt, von dem aus man die Gletscherzunge des Fox Glaciers erblicken kann.
    Gerne würden wir am nächsten Tag noch andere interessante Wanderungen in dieser speziellen Gegend machen, aber nun schlägt das Wetter definitiv um. Es regnet und dicke Nebelschwaden verdecken die Aussicht.
    Baca lagi

  • Beim Skigebiet von Wanaka

    8 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C

    Wir durchqueren Wanaka und fahren weiter dem Lake Wanaka entlang, vorbei an Glendhu Bay bis zum Ausgangspunkt unserer Wanderung, welcher sich kurz vor der Abzweigung zum Skigebiet von Wanaka befindet (Treble Cone). Auf einem angenehmen Weg steigen wir aufwärts, an einem weiteren Diamond Lake vorbei und hinauf zum Rocky Peak auf ca 800m ü.M. Zum erstenmal überhaupt in Neuseeland machen wir eine Wanderung auf einem Bergweg, wie wir es gewohnt sind in der Schweiz. Die Berge sind zwar auch hier in der Nähe von Wanaka nicht wirklich hoch, aber sie bestehen aus solidem Fels, und wir treffen sogar auf Personen, die zum Klettern unterwegs sind.
    Wir fahren zurück nach Wanaka, wo wir uns ein wenig umschauen und beschliessen dann, dass wir noch am gleichen Tag an die Westküste fahren werden bis nach Haast. Die Strecke über den Haast-Pass führt vorerst durch grünes Weideland und später durch dichten gemässigten Regenwald. Immer wieder passieren wir Flüsse und Seen, die wunderbar hellblau bis türkis leuchten - Gletscherwasser halt.
    Mit der Ankunft in Haast setzt Regen ein - typisch für die Westseite, und es regnet richtig ergiebig die ganze Nacht..
    Baca lagi

  • Wanaka und Albert Town

    7 Januari, New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir verlassen die trockene Gegend rund um Cromwell und fahren nach Albert Town, wo wir unseren Camper auf einem schön gelegenen Platz am Ufer des Clutha Rivers abstellen. Im Ort Wanaka, wo wir eigentlich hin wollten, war gar kein Platz mehr zu finden.
    Um die Gegend etwas besser kennenzulernen, wandern wir entlang des Clutha Rivers bis zur Einmündung in den Lake Wanaka und dann dem See entlang bis in die Stadt, auf einem Velo- und Wanderweg. Wie wir bald merken, sind auch hier viele Leute mit dem Velo unterwegs, und denen müssen wir immer wieder Platz machen. Zuerst gehts durch den typischen Regenwald, später folgen lange Buschreihen mit blühendem und wunderbar duftendem Manuka. Hier hören wir zum erstenmal ein Summen in den Büschen, können aber nur einzelne Bienen entdecken - diese sind in Neuseeland tatsächlich rar. Nach einer fast dreistündigen Wanderung kommen wir am Strand von Wanaka an. Hier ist nun so richtig viel los, die Cafés und Bars sind alle gut besetzt, und Scharen von Touristen flanieren in den Strassen.
    Baca lagi

  • Lake Dunstan Veloweg

    6 Januari, New Zealand ⋅ ⛅ 21 °C

    Lake Dunstan ist ein sehr schmaler See, denn er ist 1992 aus dem ehemaligen Clutha River entstanden nach dem Bau des Staudamms in Clyde. Der Veloweg entlang vom Lake Dunstan ist vor ungefähr sechs Jahren fertig gestellt worden - ein Projekt der Tourismusbehörde, um den Tourismus in Central Otago anzukurbeln. Neben diesem Veloweg gibt es noch viele weitere in dieser Region, z.B. die ehemalige Zuglinie von Clyde nach Alexandra. Heute sind Velos tatsächlich sehr präsent in dieser Region, und auch wir sind höchst begeistert von diesem besonderen „Biketrail“. Auf Schotterwegen, Holzplanken und sogar über eine Hängebrücke führt dieser ca. 35 km lange Weg durch die einsame und und sehr trockene Hügellandschaft. Wir starten in Cromwell und können uns kaum sattsehen. Ungefähr in der Mitte machen wir eine Pause beim Coffee Boat - und wir erhalten besten Kaffee mit frisch gemahlenen Bohnen wie überall in Neuseeland. Mit unseren E-Bikes meistern wir die engen Kurven und schmalen Passagen tadellos und erreichen bald einmal Clyde.Baca lagi

  • Abenteuerliche Fahrt ins zauberhafte Tal

    4 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 14 °C

    Das Dart Valley war das „Tal des Zauberers“ im Film „Herr der Ringe“. Nach einer ruhigen und nicht allzu kühlen Nacht wollen wir dieses Tal noch ausführlicher erkunden - diesmal mit unserem Camper. Von der Wanderung gestern wissen wir, dass der Weg durch einen „Ford“ führt - eine Bachüberquerung ohne Brücke. Das können wir schon leisten mit unserem Auto, meint Toni. Was wir noch nicht wissen - es werden im Ganzen 7 Furten sein, die wir durchfahren müssen mit unserem doch recht behäbigen Büssli. Beim „Chinamans Car Park“ angekommen, sind wir froh, dass wir nirgends stecken geblieben sind. Wir erkunden zu Fuss das breite Flussbeet des Dart Rivers und wandern ein kleines Stück auf dem Rees-Dart-Track - es ist tatsächlich eine zauberhafte, mystische Landschaft! Ein abgeschiedenes Tal mitten in der unberührten Natur, abgesehen von der Landwirtschaft - den Schafen und Pferden - die sich hier sehr wohl fühlen.Baca lagi

  • Am Lake Diamond bei den Elben

    3 Januari, New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute fahren wir wieder einmal eine längere Strecke: Von Te Anau nach Queenstown, wo wir einkaufen und dann gleich weiterreisen entlang vom lang gezogenen Lake Wakatipu bis zu dessen Einfluss in Glenorchy. In diesem freundlichen Dörfchen findet gerade ein Pferderennen statt, viele Zuschauer und Teilnehmende haben die kleine Ortschaft eingenommen, es hat hier keinen Platz für uns. Deshalb fahren wir weiter ins Tal hinein über Schotterstrassen bis zum Lake Diamond, zu einem Stellplatz mitten in der Natur. Wir richten uns dort gemütlich ein und wandern dann noch ein Stück weiter taleinwärts, zuerst durch einen Wald mit wunderbar hohen und lichten Bäumen, dekoriert mit Moosflächen und Farnen. Dies war einer der Drehorte vom Film „Herr der Ringe“, der Elbenwald „Lothlorien“, und wir können uns gut vorstellen, wie hier die Elben in grosser Harmonie und Ruhe zwischen den Bäumen hausten.
    Die Schotterstrasse führt weiter bis zum Dart River, wo dann der Dart Track beginnt. Wir kommen zu Fuss bis zum Anfang des sagenumwobenen Tals bis zu der Häusergruppe „Paradise“
    Baca lagi

  • Rund um Te Anau

    2 Januari, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Heute nehmen wir es ruhiger. Wir lassen uns viel Zeit beim Zmorge und machen uns gegen Mittag auf für eine Wanderung entlang vom Lake Te Anau. Zuerst führt uns ein breiter Weg, den wir mit vielen RadfahrerInnen teilen, zum Waiau River, welcher hier seinen Ursprung hat. Der Weg wird gesäumt von blühenden Manuka-Büschen - voller weisser kleiner Blütchen. Von weitem wirkt dieses Buschwerk ziemlich grau und man könnte meinen, die Büsche seien verdorrt.
    Nach der Brücke über den Fluss beginnt der Kepler Walking Track, ein Wanderweg durch unberührten Urwald - voller Farne, Moose, Pilze und verschiedenen Bäumen wie Silberbuchen oder Rimu-Bäumen. Wir wandern bis zur Brod Bay, wo wir grad zum richtigen Zeitpunkt eintreffen. Denn - kaum angekommen - erscheint bereits das Wassertaxi. In rasanter Fahrt quer über den See geht es zurück nach Te Anau.
    Baca lagi

  • Doubtful Sound

    1 Januari, New Zealand ⋅ ⛅ 18 °C

    Am 31.12.2025 treffen wir in Te Anau ein, dem Ausgangspunkt für Ausflüge in den Doubtful Sound oder in den Milford Sound. Dieser Touristenort wirkt sehr gemütlich, auf der Strasse herrscht eine fröhliche Stimmung, viel junges Volk ist unterwegs. Am Abend findet im Zentrum ein Anlass für die Familie statt, in einem eingezäunten Gelände mit der Vorschrift „Liquor Ban Aera“ (kein Alkohol) Um Mitternacht wird ein Feuerwerk gezündet.
    Früh am nächsten Morgen starten wir mit einer Gruppe die Tour zum Doubtful Sound. Wir sind fast den ganzen Tag unterwegs, zuerst mit einem Bus nach Manapouri, danach mit Schiff, Bus und wieder Schiff.
    Wir durchqueren den Lake Manapouri bis zum anderen Ende, wo sich das grösste Wasserkraftwerk von Neuseeland befindet, eine sehr aussergewöhnliche Konstruktion. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, zwei grosse Seen zu verbinden und dann den Wasserspiegel um 30 Meter zu heben. Dies hätte ein riesengrosses Gebiet unter Wasser gesetzt, denn hier sind die Täler nicht so steil wie in der Schweiz. Aufgrund von massiven Protesten mussten die Pläne geändert werden. Das Einlaufbauwerk zur Erzeugung des Stroms besteht nun aus verschiedenen Tunneln, durch welche das Wasser strömt und dann unterirdisch wieder austritt.
    Während der Bauphase des Kraftwerks 1964 - 1969 wurde auch eine Strasse gebaut vom Doubtful Sound bis zum Lake Manapouri. Diese Strasse ist nur auf dem Wasserweg erreichbar, deshalb fahren hier auch fast nur Reisebusse vom Touranbieter, welcher die Touristen zum Doubtful Sound bringt. So fahren auch wir in gemütlichem Tempo entlang von märchenhaften Urwaldszenerien (hier wurde ein Teil des Films „Herr der Ringe“ gedreht) über den Wilmot Pass bis zum Eingang vom Doubtful Sound. Während drei Stunden sind wir nun unterwegs mit dem Schiff in diesem mystischen Fjord und in der vollkommenen Wildnis des Südwestens. Draussen im Meer treffen wir wieder auf Seebären und können Albatrosse beobachten.
    Einmal mehr haben wir grosses Wetterglück, denn erst am Abend nach unserer Rückkehr setzt Regen ein, und es wird kühler.
    Baca lagi

  • Im Südwesten angekommen

    30 Disember 2025, New Zealand ⋅ 🌬 18 °C

    Unsere Fahrt führt uns durch sehr einsame Landschaften, es ist nun meistens flach und wunderbar grün. Auch hier spielt die Schafhaltung eine wichtige Rolle. In Invercargill machen wir Halt für ein paar Einkäufe und sehen uns noch das Gehege mit den Brückenechsen an. Diese „Tuataras“ sind die einzigen Reptilspezies von einer Art, die bereits vor 60 Millionen Jahren ausgestorben ist. Die Echse Henry ist bereits 120 Jahre alt!
    Am 30.12. campieren wir bei der „Last Light Lodge“ in Tuatapere, ein Motel mit Campingangebot. Der Name soll ausdrücken, dass wir hier an einem Ort sind, an dem wir die untergehende Sonne als Letzte geniessen können in Neuseeland. Tatsächlich wird es hier erst um halb elf dunkel.
    Wir machen hier zum ersten Mal einen Spaziergang durch den typischen Urwald, den man nur im Südwesten findet. Im Vergleich zur Nordinsel sind die Bäume niedriger, der Wald wirkt dadurch heller. Sehr eindrücklich sind auch hier die Farne in allen Varianten und die wunderbaren Moosteppiche.
    Die erste Brücke, die 1899 über den Waiau River gebaut wurde, ist noch erhalten. Anscheinend waren die grossen Flüsse im Westen vorerst eine Barriere für die Siedler, und erst mit dem Bau von Brücken konnte der Südwesten erschlossen werden.
    Baca lagi

  • Curio Bay

    29 Disember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Heute ist Waschtag und Strandtag. Leider sind die Temperaturen eher bescheiden, deshalb beobachten wir das Geschehen am Wasser vorerst von der Küste aus. In der Bucht tummeln sich regelmässig kleine Delfine (Hector-Delfine). Wir sehen ihre Rückenflossen immer wieder, leider machen sie hier in der Bucht keine Sprünge.
    Bei verhangenem Wetter machen wir uns auf für eine Strandwanderung entlang der ca. 5km langen Bucht. Hier wird es nun sehr einsam. Wir treffen nur zwei Personen, die am Wandern sind und noch ein paar Autos, die hier einfach so durch den Sand fahren.
    Am Ende der Bucht, wo sich der Zufluss des Waikawa Rivers befindet, entdecken wir einen braunen Flecken im Sand - es ist ein Seelöwe, wie wir bald entdecken. Ein imposantes Tier von ca. zwei Metern Länge mit dunklem Fell liegt hier fast ein wenig vergraben im Sand. Vorsichtig nähern wir uns und beobachten, plötzlich hebt der Seelöwe den Kopf und brüllt kurz - und wir schrecken natürlich zurück. Er bleibt aber total faul und verschlafen liegen.
    Am Abend möchten wir noch die Gelbaugenpinguine beobachten in den Felsen. Leider können wir keines der Tiere entdecken bis es eindunkelt. Die kühle Abendstimmung am Meer haben wir trotzdem genossen.
    Baca lagi

  • Albatrosse, Möwen, Seebären….

    28 Disember 2025, New Zealand ⋅ ☀️ 14 °C

    Am äussersten Zipfel der Ortago Peninsula nisten die nördlichen Königsalbatrosse (Taiaroa Head). Es ist der einzige Ort, wo diese Vögel auf dem Festland nisten, die grösste Population dieser Art findet man auf den Chatham-Inseln östlich von Neuseeland. Wir können auf einer Tour allerlei Wissenswertes erfahren und dann von einem geschützten Ort aus drei Nester beobachten und auch einem durchfliegenden Albatros zuschauen wie er elegant und schwerelos durch die Luft gleitet. Mit Flügeln von 3m Spannweite sind Albatrosse in der Lage, tagelang und Hunderte von Kilometern unterwegs zu sein. Sie landen höchstselten auf dem Land - einzig während der Brut- und Aufzuchtzeit, was nur jedes zweite Jahr passiert. Normalerweise jagen sie direkt aus der Luft nach Tintenfischen, kleinen Fischen oder Krill, manchmal tauchen sie auch ab wie eine Ente. Sie können nur überleben, wenn sie Meerwasser trinken. Das Salz, welches ihr Körper nicht aufnehmen kann, wird durch die Nasenlöcher wieder ausgeschieden. Die brütenden Albatrosse auf der Ortago Peninsula werden überwacht und beringt, dadurch weiss man sehr viel über jeden einzelnen Vogel - und diese Geschichten haben uns sehr beeindruckt.
    Rings um die Landzunge brüten viele Möwen, die wir als unliebsame Gäste auf dem Campingplatz kennengelernt haben, wenn sie gleich zu viert oder fünft auf unserem Tisch landeten. Nun erfahren wir, dass dies die eher seltene Art der Blutschnabelmöwe sei, und dass es zwar viele erwachsene Vögel aber relativ wenig Jungvögel gebe.
    Am Strand entdecken wir erneut Seebären, und auch dann auf der Fahrt nach Süden durch die Catlins sind diese Tiere zu sehen. Kaum stehen wir an einem Aussichtspunkt, meint Toni: „Siehst Du da unten die Seebären?“ Ich brauche etwas länger bis ich sie entdeckt habe.
    Die Strasse entlang der Küste im Südosten führt durch viele grüne Hügel, hier sind sie sattgrün wie im Emmental, und um das idyllische Bild abzurunden, treffen wir hier endlich auf die vielen Schafe, die für Neuseeland so typisch sein sollen. In Curio Bay finden wir einen schön gelegenen Campingplatz genau am Spitz der Landzunge - auf der einen Seite befindet sich ein langer Strand, auf der anderen felsige Klippen.
    Baca lagi

  • Dunedin und Ortago Peninsula

    27 Disember 2025, New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Von Moeraki Bay dauert die Fahrt nach Dunedin nur noch eine Stunde. Wir kaufen wieder einmal gross ein im Supermarkt und begeben uns dann auf eine kleine Stadtbesichtigung in dieser Universitätsstadt. Die alten ehrwürdigen Gebäude der ältesten und am besten bekannten Universität haben wir bereits bei der Fahrt ins Zentrum gesehen, Zu Fuss machen wir nun dort eine Runde. Die Strassen sind sehr systematisch geplant und realisiert worden (in einem Achteck), auf die topografischen Gegebenheiten wurde nicht Rücksicht genommen, deshalb sind einige Strassenabschnitte sehr steil. Das eindrucksvollste und auch prägendste Gebäude ist der Bahnhof. Anscheinend nennen es die Einheimischen „Gingerbread-House“ und der Architekt, der verantwortlich war für den Bau von 1906, hat den Spitznamen „Gingerbread George“. Obschon hier massenhaft Leute gleichzeitig einsteigen könnten entlang dem endlosen Perron, fährt kaum ein Zug ab - einzig Panoramazüge als Touristenattraktion.
    Auf unserem Stadtbummel machen wir Halt in der Bar der Speights Brauerei, hier wird das bekannteste Bier von Neuseeland gebraut. Immer wieder faszinierend, wenn man aus vielen Zapfhähnen ein Bier oder einen Cider auswählen kann.
    Am Nachmittag fahren wir hinaus auf die Halbinsel südlich von Dunedin, nach Portobello.
    Baca lagi

  • Wunderbare Natur -bizarres Hafenviertel

    26 Disember 2025, New Zealand ⋅ ⛅ 19 °C

    Als erstes fahren wir zu den Clay Cliffs ganz in der Nähe von Twizel. Erneut passieren wir viele Felder, die bewässert werden, und dies sogar heute Vormittag nachdem es doch ziemlich geregnet hat letzte Nacht. Anscheinend versickert hier das Wasser sogleich, man sieht kaum Pfützen oder feuchte Stellen.
    Die Clay Cliffs erreichen wir über eine holprige Naturstrasse. Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich spitze Felsen auf - sehr ungewöhnlich in dieser Landschaft, die geprägt ist durch weichfliessende braungrüne Hügel. Hier wurden Schichten von Lehm und Schotter entlang einer Verwerfung hochgepresst und über Jahrtausende unterschiedlich rasch abgetragen, das ergibt faszinierende und surreal wirkende Formationen.
    Wir fahren weiter entlang dem Waitaki River, der mehrmals in einen See mündet. Beim Waitaki Damm lese ich, dass dieser Fluss auf seiner Länge achtmal gestaut wird zur Stromerzeugung. Der Damm, vor dem ich stehe, wurde 1935 als erstes Elektrizitätswerk auf der Südinsel gebaut. Während ich ganz interessiert die altehrwürdige Anlage bestaune, hält neben mir eine Velofahrerin und fragt, ob ich eine Foto von mit mit dem Gebäude haben möchte. Sie berichtet, dass sie die Bike-Route „Alps To Ocean“ mache in vier Tagen (von Mount Cook nach Oamaro) - das ist eine der relativ neu erstellten Fahrrad-Wege hier auf der Südinsel. Sie ist unterwegs auf einem schnellen Gravelbike mit relativ wenig Gepäck.

    Bald kommen wir an der Küste in der Stadt Oamaru an und besuchen dort die Altstadt. Das sind vorwiegend Industriegebäude aus dem 19. Jahrhundert, in denen nun viele kleine Läden und Ausstellungsräume entstanden sind. Das Angebot reicht von Wolle, Gestricktem und weiteren Handarbeiten bis hin zu Secondhand- und Antiquitäten-Läden. Im ehemaligen Mühlesilo (Elevator) hat sich die „Steampunk“-Szene eingerichtet. Hier wird viel Skurriles gezeigt, viele Kunstwerke aus alten Eisenkonstruktionen, aber auch Ausstellungsobjekte mit Aspekten von Science Fiction. Wir sind fasziniert, aber auch ein bisschen überfordert von den vielen Eindrücken, von schrägen Bildern und Tönen.
    Gegen Abend fahren wir nach Moeraki, wo wir am Strand ein weiteres Naturphänomen bestaunen können, die Moeraki Boulders. Wie zufällig liegen hier Kugeln aus Stein mit einem Durchmesser von ca. einem Meter. Einige der Kugeln sind auseinandergefallen, und zeigen eine sehr klare Struktur mit einem Hohlraum in der Mitte. Die Entstehung dieser Kugeln ist anscheinend noch nicht geklärt, man kann nur spekulieren und fantasieren.
    Wir übernachten in Moeraki Village, wo wir am Strand erneut Seebären beobachten können, diesmal ohne Jungtiere.
    Baca lagi

  • Merry Christmas von Neuseeland

    24 Disember 2025, New Zealand ⋅ 🌬 17 °C

    Morgen Donnerstag, 25.12.2025 ist der grosse Feiertag - Restaurants, Shops und kulturelle Angebote werden geschlossen sein. Die Weihnachtsfeier an sich entspricht wahrscheinlich in vielen Aspekten der britischen Kultur, jedenfalls kommt hier der Santa Claus am Weihnachtstag. Es ist üblich, dass man mit der Familie feiert, wenn auch eher mit Picknick oder so.
    Hier ein Link zu einem neuseeländischen Weihnachtslied (ursprünglich das englische Lied „Twelve Days of Christmas“)
    https://www.google.com/gasearch?q=pukeko in a p…
    Weihnachtsschmuck gibt es hier auch, aber eher dezent. Einige wenige Häuser können durchaus konkurrenzieren mit den Rentieren und blinkenden Weihnachtsbäumen in der Schweiz.
    In unserem Camper werden wir ein Teelicht anzünden zu Weihnachten.
    Merry Christmas
    Baca lagi