Nachdem es im letzten Jahr mit dem Roadtrip durch Nordamerika nichts wurde, nehmen wir jetzt Anlauf für eine Europatour mit unserem Wohnwagen. Eine konkrete Route haben wir nicht - wir richten uns danach, was gerade geht…
  • Day123

    Küste des Lichts

    October 24, 2021 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Einmal Andalusien mit fast allem bitte!
    Jerez oder auf englisch Sherry ist nach Sevilla der nächste Halt. Bekannt ist die Stadt für Ihre königliche Hofreitschule. Diese wollen wir natürlich besichtigen, aber leider stehen wir vor verschlossenen Türen. Darauf hin schlendern wir durch den Rest der Stadt mit ihren schönen Gassen, historischen Gebäuden und ihren Bodegas. Das sind Weingüter und ihre Verkaufstellen. Nach einer kleinen Verköstigung gehen wir erstmal etwas Essen und dann geht es weiter nach Cadiz. Unterwegs kommen wir an einem Vogelbeobachtungsplatz vorbei wo wir Austernfischer und Sanderlinge sehen. Bei so einem Anblick gerät jede und jeder aus dem Häuschen ;).

    Für Cadiz ist es dadurch schon recht spät gewesen. Wir wollten die älteste Stadt Westeuropas (von den Phöniziern 1000 Jahre vor unser Zeitrechnung gegründet), aber nicht ignorieren. Also machen wir einen kleinen Spaziergang im Sonnenuntergang, vorbei an der riesigen Kathedrale, den Türmen, dem Fort vor dem Hafen und dann durch die schönen Gassen in denen man sehr gut hätte shoppen können, wenn es früher gewesen wäre.

    Am nächsten Tag erkunden wir die Küste. Hier gibt es auch wieder einige Wellenreitspots, aber irgendwie ergibt sich keine zweite Surfgelegenheit für uns.
    Weiter südlich gehört der Strand dann den Kitesurfern. Für die an diesem Tag ein ordentlicher Wind weht.

    Während der Fahrt die Küste entlang sehen wir, wie sich Geier in großen Gruppen Dank der Thermik in die Höhe schrauben. Als wir an einem Beobachtungposten zwischen den Windrädern halten, um uns das genauer anzusehen, steht dort ein Vogelschützer in Uniform mit Fernglas und Funkgerät. Wann immer die Vögel (nicht nur Geier) den Windrädern zu nahe kommen schaltet er sie ab. Nach einer Minute hören sie dann auf sich zu drehen. Bei dem starken Wind bewegen sich die Rotoren auch bedrohlich schnell. Wir sind über diese Form des Artenschutzes überrascht und begeistert. Diese Mühe ist allerdings auch verständlich, die Straße von Gibraltar ist der wichtigste Knotenpunkt für Europas Zugvögel.

    Am südlichsten Punkt unserer Reise schlagen wir dann auch noch an. Vom Festland aus schauen wir uns "the Rock" Gibraltar an. Auf eine Einreise haben wir allerings verzichtet.

    Den Schluss des Tages macht die kleine Stadt Tarifa, das Kitesurfmekka. Reni kannte die Stadt und einige der Küstenabschnitte auch schon. 2017 hatte sie hier einen Wanderritt gemacht und nun wollte Sie Timm diese schöne Ecke Spaniens nochmal zeigen. Von hier ist Marokko auch nicht weit und daher sehr gut zu sehen.
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  • Day120

    Sevilla

    October 21, 2021 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Auf geht's zurück nach Spanien! Wir starten direkt nach Sevilla, der Hauptstadt Andalusiens durch . Mit dem Bus fahren wir am nächsten morgen vom Campingplatz in die Innenstadt.

    Gefrühstückt wird am Plaza de España - ein riesiger, verzierter Platz, an dem jede Provinz Spaniens einen gefließten Brunnen hat. Seine halbkreisförmige Anlage soll eine Umarmung der südamerikanischen Kolonien durch Spanien symbolisieren. Lawrence von Arabien und ein Star Wars Film wurden hier zum Teil gedreht.

    Danach stromern wir ein wenig durch die Altstadt und lassen die Atmosphäre auf uns wirken. Zum Mittag haben wir eine geführte Tour durch den Alcazar und die Kathedrale gebucht. Das war die einzige Möglichkeit für diesen Tag noch Zugang zum Palast zu bekommen. Alle einfachen Onlinetickets waren bereits für die nächsten Tage vergeben.
    Die Tour durch den Aclazar also den königlichen Palast und die Gärten war sehr flott und informativ. Wahrscheinlich hätten wir alleine viel mehr Zeit gebraucht, um noch mehr Fotos zu machen. Die Mudéjar Architektur, eine Mischung aus dem Maurischen und spanisch-christlichen Stil ist wirklich phänomenal schön. Nach der Reconquista, dem Sieg der Spanier über das muslimische Königreich wurden viele bestehende teils noch römisch, aber vor allem muslimische Konstruktionen erweitert und umgewidmet. Diese Vielzahl von Einflüssen und gewissermaßen das beste aus allen Kulturen lässt sich überall in der Stadt entdecken. Dazu kommt, dass fast alle Waren, die das Königreich Spanien später aus den Kolonien eingeführt hatte durch Sevilla kamen. Dies brachte der Stadt einen unheimlichen Reichtum.

    Nächster Halt: Kolumbus. Also zumindest, was von ihm übrig blieb. Er liegt hier in der viertgrößten Kirche der Welt begraben. Nach seinem Tod querte er noch zweimal den Atlantik. Einmal damit ihn die Franzosen, welche Sevillas unter Napoleon eroberten nicht mitnahmen und dann um ihn wieder zurück zu bringen. Sein Grabmal ist riesig, aber in der Kathedrale fällt es nicht weiter auf, vorher springt einem der Hochaltar ins Auge: 23x20m hoch mit goldenen Figuren, aus dem Leben Christus. Alles ist hier riesig, den Gang auf den Turm kann man dementsprechend zu Pferd machen.

    Nach dem Kulturprogramm wird erstmal ein kleines bißchen geshoppt. Und als wir an einem Flamencotheater vorbeikommen, entscheiden wir uns kurzfristig zum Reingehen. Denn schließlich gilt Sevilla auch als die Wiege des Flamencos. Zwei Sänger, ein Gitarrist, ein Tänzer und drei Tänzerinnen geben alles. Die teilweise sehr ernsten Mienen und dramatischen Gesten und Gesänge sind erstmal gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt ist dieser Einblick sehenswert. Trotzdem werden wir keine Flamenco Fans...

    Spanischer kanns nicht mehr werden, denkt man jetzt, aber wir lassen den Abend in noch in einer Tapasbar ausklingen.
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  • Day116

    Wie in einer Doku

    October 17, 2021, North Atlantic Ocean ⋅ ☁️ 21 °C

    Manchmal ist man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So ging es uns am 17. Oktober am südwestlichsten Ende von Europa. Beziehungsweise noch ein ganzes Stück davor. Unterwegs mit portugiesischen Meeresbiologen machten wir eine Delphin Watching Tour ab Sagres. Im Voraus sagten die Guides bereits, dass sie in den letzten Tagen immer Delphine gesichtet haben und Oktober eine gute Zeit dafür sei, aber es nicht garantiert ist.
    Da wir ja bereits von Land welche gesehen hatten, waren wir recht zuversichtlich. Auf einem kleinen Speed Boot fahren wir mit 8 anderen Leuten ziemlich lange raus aufs offene Meer. Zum Glück ist kaum Wind und auch wenig Wellen, sodass auch Reni die Tour genießen kann.
    Unterwegs sehen wir viele Basstölpel, die sich wie weiße Pfeile ins Wasser stürzen. Sie sollen auch ein Anhaltspunkt für Delphine sein, weil sie quasi gemeinsam Fische jagen. Nach ca. 20-30 Minuten ist es dann soweit: die ersten Delphine tauchen auf. Wir sind begeistert. Da sie neugierig sind und gern in den Bugwellen des Bootes surfen, kommen sie immer näher. Nach kurzer Zeit ist eine weitere Gruppe in der Nähe und dann noch eine, bis wir schließlich mitten in einer riesigen Delphinschule sind. Selbst der Kapitän war beeindruckt und meinte, es wären mehrere Hundert. Sie sammeln sich wohl um von hier gemeinsam in die Kanaren zum Überwintern zu schwimmen. Normalerweise sind die Gruppen kleiner. Wir können unser Glück kaum fassen und wissen gar nicht, wo wir zuerst hinsehen sollen. Auch noch ganz junge Delphine sind dabei. Sie machen sich besonders viel Spaß daraus, komplett aus dem Wasser zu springen, um sich dann mit einem seitlichen Klatscher fallen zu lassen.
    Leider müssen wir dann bald wieder umkehren, weil der Weg zur Küste noch recht weit ist. Schweren Herzens trennen wir uns von diesen außergewöhnlichen Tieren. Aber es bleibt eine Erinnerung, die einmalig ist.
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    Martina Vollrath

    Das ist ja unglaublich beeindruckend 😊 Unser Taucherherz schlägt da natürlich ganz hoch!!!

    10/24/21Reply
    Klaus Vollrath

    Wahnsinn 😳 tolle Zeitlupenaufnahmen 👏

    10/24/21Reply
    Haike Lehmann

    Absolut unglaubliche Aufnahmen, toll, daß ihr das erleben konntet.

    10/24/21Reply
    3 more comments
     
  • Day115

    Steile Sache

    October 16, 2021 in Portugal ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Südwestküste Portugals hat eine spektakulärere Küste. Wir wollen viel davon sehen. Als erstes fahren wir mit dem Auto zum abgelegen Strand in Praia dos Mouranitos. Hier machen wir einen langen Spaziergang und entdecken auch noch ein wenig Flysch. Wir hoppen weiter zum Strand von Bordeira, wo wir den Sonnenuntergang genießen und Surfer beobachten. Dann tauchen auch noch Delphine an der Küste auf und selbst die Surfer stoppen und genießen den Anblick.
    Wir beschließen in den nächsten Tagen an diesem Stand zu surfen, aber starker Wind macht uns einen Strich durch die Rechnung. An der Südseite sieht es dagegen anders aus:

    Kayak, Wasser und Felsen haben uns bisher nie enttäuscht und so geht es erneut aufs Meer. Diesmal ist es der Atlantik. Wieder einmal zeigt sich das Wetter von seiner netten Seite und so ist der Ozean sehr ruhig und die Sonne scheint. Perfekte Bedingungen um früh aufzustehen und sich eines der Wahrzeichen der Algarve vom Wasser aus anzusehen. Die Südküste ist bekannt für ihre Felsformationen und die Benagilhöhle ist wohl die beeindruckendste.
    Mit einem Guide und einem Schweizer, Österreichischen und Niederländischen Paar machen wir uns morgens auf den Weg, die Küste entlang zur besagten Höhle.
    Dabei paddeln wir vorher noch durch kleine Höhlen und riesige Felsbögen. In Benagil angekommen, ist es sehr voll, doch unser Guide meint, in der Hochsaison wären um diese Zeit schon 300 Leute hier. Das können und wollen wir uns aber nicht vorstellen.

    Auch die spektakuläre Landzunge bei Lagos mit 20 Meter hoher Steilküste darf nicht fehlen. Bei ordentlicher Brandung wirken die bizarren Formationen noch wilder. Ein paar Leute haben es sich auf einem kleinen Strand zwischen den Felsen gemütlich gemacht. Offensichtlich haben sie die Flut und die größten Wellen unterschätzt, denn als die erste Welle den Strand überspült, treiben alle Handtücher und FlipFlops wild umher. Das sieht von oben natürlich viel lustiger aus als von unten.

    Ein Stück weiter östlich entdecken wir noch Felsen, die wie ein u-Boot geformt sind. Und weil Reni jede Höhle und durch jeden Bogen wollte, sehen wir zum krönenden Abschluss im Sonnenuntergang ein letztes großes Felstor.
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    Heike Jagemann

    Mit diesen Bildern bekommt man ein Lächeln ins Gesicht ...

    10/27/21Reply
     
  • Day113

    Ach das ist dieses „Surfen“

    October 14, 2021 in Portugal ⋅ ⛅ 22 °C

    Eine Sache steht schon lange auf unserer „to do-Liste“: Surfen lernen. Das war eigentlich mal im letzten Jahr für Californien vorgemerkt, aber Portugal bietet sich natürlich auch super an. Wie schon gesagt, ist die ganze Westküste hier total aufs Surfen ausgerichtet und Oktober/November ist wohl auch die beste Zeit dafür. Bei den vielen Surfschulen und Stränden fällt es schwer, die richtige Wahl zu treffen, aber wir haben nach ein bisschen Recherche einen relativ kleinen Anbieter gefunden, bei dem wir in einer kleinen Gruppe(aus 8 Deutschen) an einem nicht zu überfüllten Strand unsere ersten Versuche machen.

    Nach Aufwärmung und Einweisung in die Technik, geht’s auch schon raus aufs Wasser - erstmal üben wir nur da, wo man auch noch stehen kann, aber auch da sind Strömung und Wellen schon ordentlich. Reni rutscht am Anfang ständig von Brett und kommt mit der Abfolge der Bewegung noch nicht so klar. Außerdem ist es extrem anstrengend zwischendurch immer gegen Wellen und Strömung zurück ins tiefere Wasser zu laufen. Kalt ist es zum Glück überhaupt nicht - dank der Neoprenanzüge und der Anstrengung. Nach 2,5 Stunden ist erstmal Pause angesagt.

    Bei der zweiten Runde am Nachmittag klappt es dann auch bei Reni viel besser. Aber es ist wirklich nicht so einfach die Welle am richtigen Punkt zu erwischen und dann aufs Brett zu kommen. An dem Tag gelingt das vielleicht 8-9 Mal… aber es macht trotzdem unheimlich viel Spaß!
    Wir wollen es auf jeden Fall noch mal probieren, allerdings geht am nächsten Tag erstmal gar nichts, weil uns alles weh tut 😅
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    Martina Vollrath

    👍😎

    10/20/21Reply
    Heike Jagemann

    Sehr mutig und super sportlich!!!

    10/27/21Reply
     
  • Day111

    Endlich im Westen

    October 12, 2021 in Portugal ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir haben den westlichstenTeil unserer Reise erreicht: Ericeira. Obwohl unsere Route nicht wirklich festgelegt ist, von hier geht es zumindest nicht weiter Richtung Westen. Tipps zu verheißungsvollem Gebäck und die Stadt Sintra haben uns hierher gelockt. Unser Lager schlagen wir im Surfer Mekka Ericeira auf. Alles ist hier auf den Sport ausgelegt. Der Campingplatz liegt zwischen einem riesigen Billabong und einem ebenso großen Quicksilver Laden. Schulklassen, Touristen und Einheimische sind entweder auf dem Weg oder kommen gerade vom Strand und alle haben Surfbretter unterm Arm.
    Interessiert gucken wir uns das alles an, aber eigentlich ist es uns sowohl auf den Straßen als auch im Wasser zu voll. Wir beschließen hier nur kurz zu bleiben. Reni hat eine wichtige Videokonferenz und die Wäsche muss dringend gewaschen werden. Beides lässt sich hier gut erledigen.

    Für einen Nachmittags Ausflug nach Sintra haben wir, aber noch Zeit.
    Nach langer Suche finden wir einen Parkplatz in einer Stadt, die nicht für Autos gebaut wurde. Danach begeben wir uns auf einen Spaziergang durch den Park Quinta da Regaleira. Das ist ein neogotisches Anwesen, erbaut 1905 von jemandem mit viel (zu) viel Geld. Es gibt ein Schlösschen mit Thronsaal, künstliche Grotten, einige Türme in verschiedenen Stilen. Es ist ein riesiger Park am Berg mit exotischen Pflanzen und großen Bäumen überall gibt es kleine Pfade und Tunnel und man weiß nie wo man rauskommt. Ein Highlight ist der Brunnen, in den man hinabsteigen kann und hinter einem Wasserfall wieder rauskommt. Das alles ist so verzaubernd, dass wir hier leider viel Zeit verbringen, während die restlichen Parks und Museen schließen. Zum Trost kaufen wir uns noch frische Pasteis de Nata, das traditionelle portugiesische Gebäck, genießen das Wetter und fahren zurück.
    Am folgenden Morgen brunchen wir noch sehr gut, bummeln durch Ericeira und fahren nach Süden.
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  • Day109

    Auf jeden Fall Portugal!

    October 10, 2021 in Portugal ⋅ ⛅ 19 °C

    Wer dachte wir lassen Portugal auf unserer Tour rechts liegen, der hat sich getäuscht. Von Galicien geht’s weiter gen Süden über die Grenze und erstmal ins Gebirge, zum einzigen Nationalpark in Portugal - dem Peneda Gerês. Wir finden einen sehr gemütlichen, kleinen Campingplatz mit Blick auf einen großen Staussee.

    Am nächsten morgen sind wir früh wach (auch bedingt durch die eine Stunde Zeitumstellung, die wir erst gar nicht bedacht hatten). Da Wochenende ist und die Sonne scheint, beeilen wir uns zu einem der schönsten Orte im Nationalpark zu kommen: dem Cascatas de Fecha de Barjas oder auch Tahiti Wasserfall. Als wir ankommen, scheint die Morgensonne schon herrlich auf die Tosenden Wassermassen. Leider rücken auch immer mehr Autos und Leute an. Als wir sehen, dass eine portugiesische Familie scheinbar ihren Grill und zig Kühlboxen herantragen, flüchten wir auf einen anderen Weg. Dieser Pfad ist steiler und verläuft auf der anderen Seite des Wasserfalls. Wir hatten in einem Blog davon gelesen, dass man auf der Seite bis zum unteren Teil des mehrstufigen Wasserfalls kommt und dass man dort baden kann.
    Tatsächlich sind wir unten angekommen ganz allein und haben einen atemberaubenden Blick auf den kompletten Wasserfall. Timm ist so euphorisch, dass er sich trotz 10 Grad Wassertemperatur in das glasklare Nass begibt. Reni schafft es nur mit den Beinen rein.

    Am Nachmittag wandern wir noch zu einem weiteren Wasserfall und einer Quelle mit kleiner Lagune. Die Landschaft ist unheimlich grün und üppig. Fast dschungelartig. Unterbrochen von riesenhaften schwarzen Gesteinsbrocken.
    Und dann am Ende des Bachlaufs, bzw. am Anfang, erstreckt sich eine grüne Lagune mit Wasserfall. Wunderschön, aber hier sind wir diesmal nicht alleine. Trotzdem wagt Timm den Spring in das noch kältere Wasser als Vormittags. Die meisten Leute stehen nur drum herum und sind beeindruckt, wenn jemand reingeht. Es braucht dann auch eine Weile bis Timm wieder durchgewärmt ist, aber das war es wert.
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    Heike Jagemann

    Atemberaubende Bilder und leichte Gänsehaut.

    10/15/21Reply
    Heike Jagemann

    Eißkalter Typ :)

    10/15/21Reply
    Haike Lehmann

    wie cool ist dieses Paar denn ? Und das im Oktober.

    10/16/21Reply
     
  • Day107

    Las Médulas

    October 8, 2021 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    Nun haben wir schon so viele schöne Naturdenkmäler gesehen, Landschaften die ohne großen menschlichen Einfluss teils vor Millionen Jahren entstanden sind. Heute schauen wir uns eine Landschaftan, welche vor 3000 Jahren ganz anders aussah. Irgendwann kamen die Römer und fanden hier Gold. Über einige Jahre hinweg entwickelte sich las Médulas zum wichtigsten Goldtagebau im gesamten Römischen Reich.
    Die roten Felsformationen, die hier in die Luft ragen, konnten den Römern Stand halten. Alles dazwischen wurde komplett abgetragen.
    Dank vieler Sklavenarbeiter hat man die Berge zum Einsturz gebracht. Beim abtragen der Trümmer und waschen der Erde stießen die Arbeiter dann auf das Gold.
    Um einen Berg zu zerstören wurde ein senkrechter Schacht gegraben, von diesem gingen waagerechte Schächte ab. Dann füllte man alles mit Wasser, welches über kilometerlange Kanäle herran geschafft wurde. Irgendwann war der Berg unterspült und alles stürzte ein.

    Beim Wandern sieht man immer wieder Schächte und Stollen an den Stellen wo sich der Berg widersetzte.
    Seitdem kein Gold mehr gefördert wurde, setzen die Bewohner auf Esskastanien. Unzählige dieser knochigen alten und riesigen Bäume säumen hier den Weg. Sammeln ist aber strengstens verboten. Wir waren aber auch eher von den einmaligen Formen und nicht den Früchte begeistert.
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    Heike Jagemann

    Bestimmt ist da noch etwas zu finden ...

    10/15/21Reply
    Timm Vollrath

    Ich habe alles abgesucht, quasi als Mitbringsel für Ulli, aber die Römer haben nichts übrig gelassen

    10/15/21Reply
     
  • Day105

    Erst kommt die Ebbe, dann die Touriflut

    October 6, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Wir haben schon wieder einen mächtigen Sprung gemacht, bzw. eine längere Fahrt. Vom schönen Baskenland geht’s weiter entlang der Küste bis nach Galicien. Tatsächlich regnet es fast auf der kompletten Fahrt, was auch die tolle grüne Landschaft erklärt.

    Doch kurz vor unserem Ziel lockert es auf und nachdem wir 3.000 an einem Campingplatz direkt am Atlantik geparkt haben, machen wir in der Abendsonne noch einen Spaziergang an der einmaligen kantabrischen Küste und schlafen mit dem Rauschen der Wellen ein.

    Am nächsten morgen schwingen wir uns 9 Uhr aufs Rad, denn wir wollen das Naturdenkmal Praia As Catedrais (den Kathedralenstrand) in voller Schönheit erleben - das heißt bei Ebbe und noch vor der Flut der Touristen. Das Zeitfenster ist knapp, aber wir sind diesmal gut vorbereitet und erleben die unglaublichen Gesteinsformationen zunächst mit nur wenig anderen. Wir laufen zwischen 30 Meter hohen, natürlich geschaffenen Felsbögen hindurch, finden immer wieder neue tolle Blickwinkel oder kleine Höhlen. Es ist wirklich gigantisch.
    Und im Hintergrund rauscht die ganze Zeit das tosende Meer. Schon im Baskenland sind uns die langen, aber kräftigen Wellen aufgefallen, die auch hier viele Surfer anlocken. Zum Baden ist das nicht so geeignet und sobald die Flut kommt, ist der Strand auch völlig überschwemmt, aber mit den Füßen gehen wir auch rein.

    Als wir uns so langsam auf den Rückweg am Strand entlang machen, sehen wir auf einmal Heerscharen von Touris die Treppen zum Strand heruntergehen und sich überall verteilen. Wir sind überrascht, wie voll es auf einmal ist. Und das, obwohl Nebensaison ist. Kein Wunder, dass man hier im Sommer eine Reservierung braucht, um überhaupt an den Strand zu kommen.
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    Heike Jagemann

    ... tolle Bilder, ich bin begeistert !!!

    10/15/21Reply
     
  • Day103

    How much is the Flysch

    October 4, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    Die Iberische Halbinsel schiebt sich seit Millionen von Jahren in Richtung französisches Festland. Der Druck und der spezielle Winkel in dieser Gegend sorgten dafür, dass sich die Gesteinsschichten hier senkrecht in die Höhe geschoben haben (meist bleiben sie halbwegs waagerecht ). Wie die Seiten eines Buchs zeigen sich hier die Zeitalter der Erde. Große Erdgeschichtliche Ereignisse können hier "nachgeschlagen" werden. Und wenn die Ebbe kommt gibt das Wasser nochmehr von den Schichten frei. Diese werden auch Flysch genannt. Im Reiseführer hatten wir Bilder von diesen Steinformationen gesehen und wollten uns diese nicht entgehen lassen.
    Wir starten unseren Spaziergang durch den Geopark im Westen. Die Gezeiten haben sich leider nicht an unseren Zeitplan gehalten. Als wir mit unserer Zeitseeingtour beginnen verbirgt das Wasser schon vieles von dem Flysch auf Meereshöhe. Es sieht trotzdem faszinierend aus. Wir sehen an verschiedenen Stationen des Geoparks wie sich die Schichten in unterschiedlichen Farben und Gesteinen zusammengepresst haben. Am letzten Punkt machen wir ein Picknick und schauen ein paar Surfern zu. Als wir auf dem Rückweg nocheinmal um eine Ecke biegen, sehen wir wie das Wasser die bizarren Gesteinsschichten preisgibt und müssen leider noch hunderte Fotos im Abendlicht machen bevor wir zum 3000 zurückkehren können.
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    Martina Vollrath

    Unglaublich!👍

    10/7/21Reply