• Philip Weidauer
  • Svenja Weidauer
Sep – Nov 2024

Unsere kleine Weltreise

Namibia, Kapstadt, Kambodscha, Vietnam, Australien – Natur, Kultur und Abenteuer pur! Read more
  • Victoria & Alfred Waterfront

    September 18, 2024 in South Africa ⋅ 🌬 13 °C

    Nachdem wir unser Mietauto abgeholt und alle Sachen eingepackt hatten, ging es los in die Innenstadt von Kapstadt. Dabei stellten wir fest, dass Kapstadt bezüglich des Verkehrs ein ganz anderes Kaliber als Windhoek ist. Da wir aber mittlerweile an den Linksverkehr gewöhnt sind und uns sicher fühlen, war das gar kein Problem. Auf dem Plan stand als erstes ein leckeres Frühstück bei einer Bäckerei/Cafe. Danach ging es direkt weiter zur Victoria & Alfred Waterfront. Dort erwartete uns ein riesiges Einkaufscenter, welches von Läden wie Woolworths bis hin zu Gucci einfach alles zu bieten hatte. Da wir sehr früh gelandet waren, erst 14:00 Uhr in unser Hotel einchecken konnten und es kalt und regnerisch war, vertrieben wir uns unsere Zeit im Einkaufszentrum. Am Abend schauen wir nun in einer Art Pub Champions League und essen dabei Burger, Pommes und Salat. Der erste Eindruck von Kapstadt ist positiv und wir sind gespannt, was die Stadt die nächsten Tage zu bieten hat.Read more

  • Boulders Beach

    September 19, 2024 in South Africa ⋅ 🌬 15 °C

    „Find Penguins“ war das Motto unseres heutigen ersten Ausflugsziels. Nachdem wir uns mit einem ausgiebigen Frühstück im selben Café wie gestern (Jason Bakery - schmeckt einfach nur mega gut) gestärkt hatten, startete unser Weg vorbei an mehreren Golfplätzen zum Boulders Beach, südlich von Kapstadt gelegen. An diesem Strand leben zurzeit rund 3000 Afrikanische Pinguine von denen jedoch nicht so viele da waren. Neben Pinguinen konnten wir auch noch weitere Tiere finden. In den Büschen versteckten sich immer wieder sogenannte Klippschliefer. Für uns ein richtig schöner Anfang des Tages. So kann es gerne weitergehen.Read more

  • Kap der guten Hoffnung & Cape Point

    September 19, 2024 in South Africa ⋅ 🌬 14 °C

    Am Nachmittag führte uns unser Weg noch weiter südlich in den Table Mountain National Park. Im Gegensatz zu Namibia erscheint dieser Nationalpark in einem saftigen grün, ein wunderschöner Anblick. Nach über 10km erreichten wir schließlich den süd-westlichsten Punkt Afrikas, auch als Kap der guten Hoffnung bekannt. Neben einem obligatorischen Bild am Schild kletterten wir noch einen Berg hoch um eine unglaubliche Aussicht auf die umlegende Landschaft und die Wellen genießen zu können.
    Neben dem Kap der guten Hoffnung befindet sich noch ein weiteres Kap in nächster Nähe, der Cape Point, welcher deutlich höher gelegen ist. Um zum dortigen Leuchtturm zu gelangen stiegen wir in den „Flying Dutchman“, eine Standseilbahn. Auf der Spitze des Berges steht ein Leuchtturm mit einer Aussichtsplattform, von welcher man einen super Rundumblick auf dem Nationalpark hat. Kurz vor Schließung der Parks machten wir uns auf unseren einstündigen Rückweg zum Hotel während neben uns die Sonne im Meer unterging.
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  • Nelson Mandela's ZelleEx-Insasse

    Robben Island

    September 20, 2024 in South Africa ⋅ 🌬 15 °C

    Am heutigen Tag verschlug es uns auf Robben Island. Die Insel liegt 13km vor der Küste Kapstadts und ist vor allem als Gefängnisinsel bekannt, auf der politische Häftlinge während der Apartheid inhaftiert wurden. Der berühmteste Insasse, den wir sicherlich alle kennen, war Nelson Mandela, der dort 18 Jahre seiner insgesamt 27-jährigen Haftstrafe verbrachte. Benannt wurde die Insel von den Niederländern, weil hier früher viele Robben lebten. Bereits vor der Apartheid Südafrikas wurde die Insel von den Niederländern und Briten als Gefängnisinsel, unter anderen auch für Häftlinge aus Südostasien genutzt. Heute ist die Insel ein UNESCO-Weltkulturerbe und ein Symbol für den Kampf gegen Rassismus und Unterdrückung. Da wir etwas genauer über die Geschichte der Gefängnisinsel Bescheid wissen wollten, haben wir an einer Tour teilgenommen. Der erste Teil bestand aus einer einstündigen Busrundfahrt, bei der uns unser Guide sehr viele interessante Dinge über die Insel und seine Bewohner erzählte. Im zweiten Teil bekamen wir eine Führung durch das ehemalige Gefängnis, durchgeführt von einem Ex-Insassen, welcher über die Vergangenheit und den Alltag auf Robben Island berichtete. Berichte, die in der heutigen Zeit kaum vorstellbar sind. Auch die Bedingungen, insbesondere im Winter waren sehr grausam und brutal.

    Wir wären gerne länger geblieben und hätten uns mehr Zeit in den einzelnen Räumen gewünscht. Jedoch war alles sehr knapp von den Organisatoren geplant, wodurch wir schnell zur Fähre mussten, um wieder nach Kapstadt zu kommen.

    Dennoch zeigte uns die Tour vieles über die Bedingungen, den Alltag und die Menschen, die auf Robben Island inhaftiert waren.
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  • Table Mountain

    September 21, 2024 in South Africa ⋅ 🌬 16 °C

    Heute war es endlich soweit. Nach mehreren geschlossenen Tagen (aufgrund des starken Windes) öffnete die Tafelberg-Seilbahn heute wieder ihre Pforten. Aus allen Ecken strömten die Besucher heran, so auch wir. Nach 2,5h warten war es dann endlich soweit, wir stiegen in die Seilbahn und fuhren auf das 1.087m hohe Wahrzeichen Kapstadts, welches zu den 7 neuen Weltwundern zählt. Oben angekommen genossen wir bei Sonnenschein und dennoch starken Wind den atemberaubenden 360 Grad-Blick über die Stadt, den Atlantik und den Table Mountain Nationalpark, zu welchem auch die Bergkette „12 Apostel“ gehört. Auch wenn meine (Philip) Höhenangst gut strapaziert wurde konnte ich die Aussicht dennoch sehr genießen. Und schließlich die 12 Berge besser erkennen zu können, entschieden wir uns im Anschluss an die Westküste Kapstadts zu fahren und die Bergkette von Strand aus zu betrachten. Ein imposanter Anblick den wir nicht so schnell wieder vergessen werden.
    Den Abend ließen wir bei einem Italiener (Lievita - sehr zu empfehlen) mit der leckersten napoleonischen Pizza, die wir jemals gegessen haben, ausklingen. Morgen steht unser letzter Tag in Kapstadt an, den wir mit einem Sonnenuntergang am Lions Head ausklingen lassen wollen.
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  • Bo-Kaap

    September 22, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 23 °C

    Heute, an unserem letzten Tag in Kapstadt, hat es uns zum berühmten Stadtviertel Bo-Kaap verschlagen. Bo-Kaap ist ein sehr historisches Viertel in Kapstadt, bekannt für seine bunten Häuser und gepflasterten Straßen. Ursprünglich war es ein Wohngebiet für freigelassene Sklaven afrikanischer, malaiischer und südostasiatischer Herkunft. Nach Abschaffung der Sklaverei in Südafrika entschieden sich die ehemaligen Sklaven ihre Häuser bunt zu streichen. Ein Symbol für die neugewonnene Freiheit.
    Heutzutage ziehen die bunten Häuser Bo-Kaaps viele Touristen an, so auch uns. Heute war es das erste Mal, dass die Touristenmassen, welche sogar mit Reisebussen hergebracht wurden, ein wenig nervig waren, da es schwer war ein Bild zu machen ohne das ständig andere Menschen darauf zu sehen sind. Dennoch war der Besuch sehr schön und hat uns sehr gefallen.
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  • Muizenberg

    September 22, 2024 in South Africa ⋅ ☀️ 23 °C

    Nachdem wir uns in einem kleinen Café gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Muizenberg Beach. Der riesige Strand liegt an der 30km breiten Bucht „False Bay“, in der es viele weiße Haie gibt. Aufgrund der Wassertemperatur von 14 Grad hatten wir jedoch sowieso nicht vor ins Wasser zu gehen. Bekannt ist der Strand auch als Fotomotiv da hier bunte Strandhäuser stehen, die wir natürlich auch fotografieren wollten. Da es zu windig war um sich entspannt an der Strand zu legen entschieden wir uns zwei Runden Minigolf zu spielen. Mit dem Wind und den schiefen Bahnen nicht leicht, aber dennoch sehr schön.Read more

  • Lions Head

    September 22, 2024 in South Africa ⋅ 🌙 18 °C

    Wie gestern angekündigt ist der heutige Abschluss des Tages eine Wanderung zum Sonnenuntergang auf den Lions Head. Mit, wie ich finde, viel Vorstellungskraft ist der Lions Head, bekannt für seine löwenähnliche Form, auch als solche zu erkennen. Der beliebte Wanderweg auf den Gipfel führte uns durch felsige, zum Teil sehr schmale und steile Pfade und bietet auf der Spitze einen 360-Grad-Blick über Kapstadt. Auch sehr schön sind von hier aus die 12 Apostel zu sehen.

    Start unserer Wanderung war 17:50 Uhr und die Route begann direkt sehr steil nach oben. Nach knapp 40min waren wir dann am Aussichtspunkt und konnten den atemberaubenden Blick auf den Atlantik und Kapstadt genießen. Das Spiel von Licht und Schatten an den Bergen war beim Aufstieg umwerfend und der Sonnenuntergang war ein gebührender Abschluss für unseren Abstecher nach Kapstadt. Beim Abstieg über Leitern und engen Pfaden wurde dann das Licht allmählich weniger sodass die Taschenlampe rausgenommen werden musste. Für mich (Philip), der Höhenangst hat, war es schon teilweise eine echte Herausforderung, die ich aber gemeistert habe. Um 19:30 Uhr standen wir dann wieder vor unserem Auto und begaben uns zum Hotel. Ein wirklich schöner Tag geht zu Ende.

    Morgen geht es dann um 13 Uhr mit dem Flieger Richtung Siem Reap.
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  • Doha Flughafen

    September 23, 2024 in Qatar ⋅ 🌙 32 °C

    Da wir den heutigen und morgigen Tag mit Fliegen beschäftigt sind, widmen wir den heutigen Beitrag unseren Erlebnissen, Eindrücken und Erfahrungen in Kapstadt. Fangen wir doch einfach mal mit der Stadt selbst an. Svenja und ich waren total begeistert von der Lage, der Infrastruktur, den vielen Läden und schönen Ecken, die Kapstadt zu bieten hat. Im Süden liegt der wunderschöne, unberührte Table Mountain Nationalpark, während man in der Innenstadt wenige hundert Meter weiter direkt das Großstadt-Flair spürt. Zwei völlig unterschiedliche Seiten, die beide ihren ganz eigenen Charme haben.

    Klar, Kapstadt hat den Ruf, eine hohe Kriminalitätsrate zu haben, was wohl vor allem an den schwierigen Lebensbedingungen und der Armut in den Townships liegt. Diese harten Verhältnisse haben wir nur kurz beim Vorbeifahren oder durch die bettelnden Menschen an vielen Ecken erahnen können.

    Was uns besonders gefallen hat, waren die Menschen, die wir getroffen haben. Überall wurden wir mit einem herzlichen Lächeln empfangen, und es entstanden immer wieder schöne Gespräche. Auffällig war allerdings, dass in den als sicher geltenden Vierteln die weiße Bevölkerung ziemlich stark vertreten ist. Das liegt wohl auch daran, dass die Lebenshaltungskosten in Südafrika relativ niedrig sind und deshalb viele Europäer und Amerikaner hierherziehen.

    Am Ende können wir sagen: Es war die richtige Entscheidung, Kapstadt für fünf Tage zu erkunden. Wir haben jeden Tag voll ausgekostet und waren fast ein bisschen traurig, die Stadt so schnell wieder zu verlassen.

    Jetzt ist es mitten in der Nacht, und wir warten auf unseren Flug nach Hanoi. Das ist nur ein Zwischenstopp, bevor es dann weiter nach Siem Reap geht. Wenn alles glatt läuft, sitzen wir morgen um 21 Uhr im Hotel und genießen noch einen leckeren Smoothie.
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  • Siem Reap Angkor International Airport

    September 24, 2024 in Cambodia ⋅ 🌩️ 26 °C

    Endlich angekommen.

    Nach über 26 Stunden unterwegs – Fliegen, Warten, Fliegen und noch mehr Warten – haben wir es endlich geschafft: Siem Reap, wir sind da! Die Reise war ehrlich gesagt ziemlich anstrengend. Die vielen Flüge und Zwischenstopps haben ordentlich geschlaucht, und wir sind beide fix und fertig. Es fühlt sich an, als wären wir durch alle Zeitzonen dieser Welt geflogen. Aber jetzt sind wir tatsächlich in Kambodscha! 🇰🇭
    Das E-Visa durften wir vor Ort mit einem IPad bestätigen, was für uns sehr überraschend kam, da wir schon in Deutschland alles angegeben haben. Aber egal, wir haben es geschafft.

    Der Moment, als wir endlich die Hoteltür hinter uns geschlossen haben, war wie ein kleiner Sieg. Alles, was wir gerade wollen, ist ein bequemes Bett und endlich mal Ruhe. Morgen nehmen wir uns Zeit, um anzukommen – sprich: Sachen waschen, vielleicht ein bisschen am Pool entspannen und die Akkus aufladen.

    Aber wir sind auch super gespannt auf die nächsten Tage, denn dann geht’s auf Erkundungstour. Angkor Wat wartet auf uns, und das nicht als schnelles Sightseeing, sondern so richtig intensiv. Wir freue uns schon darauf, zwischen den uralten Tempeln zu stehen.

    Jetzt aber erstmal Schlafmodus an und Ruhe. 💤
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  • Siem Reap Urban Boutique Hotel

    September 25, 2024 in Cambodia ⋅ ☀️ 31 °C

    Tag der Entspannung in Siem Reap

    Wie schon angekündigt, stand heute vor allem Ausruhen auf dem Plan. Nach den beiden anstrengenden Flug-Tagen haben wir uns erstmal den Luxus gegönnt, bis 12 Uhr auszuschlafen. Danach ging es direkt zum Mittagessen in die Innenstadt von Siem Reap – praktischerweise liegt unser Hotel ja mittendrin, sodass der Weg angenehm kurz war.

    Zum Essen gab es Reis, Nudeln und eine köstliche Suppe. Einfaches Essen, aber richtig lecker!

    Im Anschluss haben wir uns zu einer kleinen Stadtbesichtigung aufgerafft, obwohl wir beide noch ziemlich erledigt waren. Die Hitze und vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit hier sind echt nicht ohne. Aber wir wollten zumindest einen kleinen Eindruck von Siem Reap bekommen. Vom lebhaften Night Market, wo es unglaublich viel zu sehen gibt, bis hin zu einem Eis als Abkühlung war es eine kurze, aber schöne Erkundungstour.

    Danach sind wir schnurstracks zurück ins Hotel, um uns im Pool zu erfrischen. Genau das Richtige bei diesen Temperaturen!

    Zum Abendessen probierten wir traditionelles Essen: Beef Lok Lak (schmeckt lecker) und Khmer Curry mit Reis (ganz schön scharf).

    Morgen wird es dann allerdings ernst: Um 3 Uhr morgens heißt es aufstehen – der Sonnenaufgang in den Tempeln von Angkor Wat wartet auf uns!
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  • Angkor Wat Sonnenaufgangstour

    September 26, 2024 in Cambodia ⋅ ☀️ 32 °C

    Sonnenaufgangstour durch Angkor Wat: Ein unvergessliche Welt der Khmer

    Unsere Tour begann in den frühen Morgenstunden – genau genommen um 4:30 Uhr, aber wir waren schon um 3:00 Uhr wach, voller Vorfreude auf den bevorstehenden Tag. Angkor Wat, eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt, stand als erstes Ziel auf dem Plan. Der Tempel ist das größte religiöse Monument der Erde und wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert als Hindu-Tempel erbaut, bevor es zu einem buddhistischen Zentrum wurde. Die gewaltige Struktur, die mit filigranen Reliefs und unzähligen Türmen geschmückt ist, beeindruckt durch ihre Symmetrie und Baukunst. Unvorstellbar wie diese riesigen Sandsteinblöcke damals mit Elefanten transportiert und von Menschen weiterverarbeitet wurden.

    Leider spielte das Wetter nicht mit, und genau zum Sonnenaufgang zog ein heftiges Wolkenpaket über dem Tempel auf. Dennoch schoben sich gelegentlich Sonnenstrahlen durch das dichte Wolkenbett und offenbarten eine eigene mystische Stimmung, die sehr besonders war. Anschließend bestiegen wir den Gipfel von Angkor Wat – eine Herausforderung, die sich in schwindelerregenden Höhen und steilen Stufen offenbarte. Der Aufstieg war bei der schwülen Hitze unglaublich anstrengend, aber die Aussicht und das Gefühl, diesen Tempel von oben zu betrachten, waren jede Mühe wert.

    Unser zweiter Halt war der Ta Prohm Tempel, der durch seine mystische Atmosphäre besticht. Anders als Angkor Wat, der majestätisch und symmetrisch wirkt, scheint Ta Prohm von der Natur verschluckt worden zu sein. Die mächtigen Baumwurzeln, die sich über die Ruinen erstrecken, verleihen dem Ort einen fast verwunschenen Charme. Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt – eine perfekte Mischung aus Geschichte und Natur. Dieser Tempel hat uns besonders gut gefallen, da er eine ganz andere Seite des Khmer-Reiches zeigt. Erbaut wurde er später als Angkor Wat und um Material zu sparen wurde größtenteils Sandstein aus der Tempelstelle von Angkor Wat entnommen.

    Als nächstes besuchten wir den Baphuon Tempel. Hier war der Aufstieg bei der brütenden Mittagssonne erneut eine echte Herausforderung. Die Hitze ließ uns schwitzen, aber die Aussicht von oben machte alles wieder vergessen. Der Panoramablick über die umliegenden Tempel und den Dschungel war einfach atemberaubend. Baphuon, einst ein Hindu-Tempel, ist für seine riesige, auf einer steilen Pyramide errichtete Struktur bekannt .

    Unser letzter Tempel des Tages war der Bayon Tempel, ein krönender Abschluss des ersten Tages! Die unzähligen steinernen Gesichter, die in die Türme des Tempels gemeißelt sind, strahlten eine erhabene und zugleich geheimnisvolle Aura aus. Jeder der 54 Türme ist mit den lächelnden Gesichtern des Königs Jayavarman VII verziert. Für uns war Bayon der beeindruckendste Tempel des Tages – seine einzigartige Architektur und der imposante Anblick hat uns absolut fasziniert. Zudem wird der Tempel auch als Monkey Temple bezeichnet, da hier sehr viele kleine Affen herumklettern, springen und rennen und den Touristen teilweise das Leben schwer machen.

    Begleitet wurden wir den ganzen Tag über von unserem Guide Kosal, der mit seiner fröhlichen Art und seinem intensiven Wissen über die Khmer-Geschichte die Tour unvergesslich gemacht hat. Er kannte die besten Fotospots und bot uns immer wieder an, Bilder von uns zu machen – etwas, das wir sehr schätzten. Kosal erzählte uns viele Details über die Tempel und ihre Bedeutung für die Khmer-Kultur und machte die Geschichte lebendig. Unsere Gruppe bestand aus fünf Personen, was ideal war, um auch mal ins Gespräch zu kommen. Besonders spannend war die Vielfalt: Einer unserer Mitreisenden kam aus Indien, lebt aber in den Niederlanden, während die anderen beiden Teilnehmer aus Argentinien und Kolumbien stammten und in Barcelona wohnten. Diese internationale Mischung machte den Tag noch interessanter und bereicherte die gesamte Erfahrung.

    Zusammenfassend war diese Sonnenaufgangstour durch Angkor Wat trotz des fehlenden Sonnenaufgangs ein unglaubliches Erlebnis. Jeder Tempel hatte seinen eigenen Charme, und mit Kosal als Guide an unserer Seite haben wir die Geschichte der Khmer auf eine faszinierende Weise kennengelernt. Es war ein Tag voller Abenteuer, Kultur und neuen Freundschaften – eine Reise, die wir definitiv in bester Erinnerung behalten werden.

    PS: Danke Christiane für deine Empfehlung, es hat sich jetzt schon gelohnt 🫶🏻
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  • Tempeltour

    September 27, 2024 in Cambodia ⋅ ☀️ 31 °C

    (Sonnenuntergangs-)Tempeltour in Kambodscha

    Unsere heutige Tempeltour führte uns zu sieben verschiedenen Tempeln, die sowohl buddhistische als auch hinduistische Ursprünge haben. Der Startschuss fiel um 10:30 Uhr, und obwohl der Wetterbericht – wie jeden Tag – Regen vorhersagte, waren wir bereit für die Tour.

    Ein spannender Aspekt dieser Tour war die Vielfalt der Tempel, die wir besuchten. Während die buddhistischen Tempel flach gebaut sind (um die Ebenbürtigkeit Buddhas zur Bevölkerung zu symbolisieren) und sich eher in die Weite erstrecken, ragen die hinduistischen Tempel majestätisch in die Höhe (näher bei Gott). Diese architektonischen Unterschiede machten die Tour besonders interessant, da sie die unterschiedlichen religiösen Einflüsse und Traditionen der Region widerspiegelten. Auch wenn die Tour heute sehr anstrengend war – vor allem durch den Regen und die damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeit, konnten wir zahlreiche beeindruckende Bauwerke erleben. Jeder Stopp war einzigartig, und die Vielfalt der Tempel machte den Tag trotz der körperlichen Belastung besonders.
    Unser Guide für den Tag, Sam, war äußerst kenntnisreich, insbesondere wenn es um die religiöse Bedeutung der Tempel ging. Allerdings hatten wir manchmal das Gefühl, dass er zu sehr und vor allem zu lange auf die religiösen Details einging und wir teilweise das Gefühl hatten, dass er uns seinen Glauben verkaufen möchte. Dennoch konnten wir durch Sams Erklärungen viele wertvolle Einblicke gewinnen. Er half uns, die Bedeutung und den Zweck dieser riesigen Tempelanlagen besser zu verstehen. Der meiner Meinung nach schönste Tempel des Tages war der letzte, den wir besuchten, namens Banteay Kdei. Er war bereits von der Natur zurückerobert worden, was ihm eine ganz besondere Atmosphäre verlieh. Auch der Neck Pean Tempel war anders als die anderen, da er einerseits auf einer Insel in einem menschengemachten rechteckigen See liegt und andererseits durch das Absinken des Bodens bereits teilweise unter Wasser steht.

    Leider konnten wir den versprochenen Sonnenuntergang nicht sehen. Der Tourbeginn war zu früh geplant, sodass wir zwei Stunden hätten warten müssen, um den Sonnenuntergang zu erleben, was unserer Gruppe jedoch zu lange erschien. Trotz dieses kleinen Dämpfers war der Tag insgesamt sehr schön, und wir haben es genossen, die Tempel zu erkunden.
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  • Siem Reap

    September 28, 2024 in Cambodia ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute haben wir unseren Tag in Siem Reap verbracht, einer Stadt, die vor allem für ihre atemberaubenden Tempel und die Nähe zu Angkor Wat bekannt ist. Neben der weltberühmten Tempelanlage gibt es jedoch noch viele weitere kulturelle Highlights in Siem Reap zu entdecken – und genau das haben wir heute gemacht.

    Zu unserem ersten Stopp dem Wat Bo Tempel, einer der ältesten buddhistischen Tempel in Siem Reap, fuhren wir mit dem Tuk Tuk. Besonders beeindruckend war, dass wir die Möglichkeit hatten, eine Zeremonie zu beobachten. Die ruhige Atmosphäre und die harmonischen Gebete der Mönche ließen uns tief in die buddhistische Kultur eintauchen. Wat Bo ist bekannt für seine wunderschönen Wandmalereien und die traditionelle Architektur, die den spirituellen Charakter des Ortes perfekt unterstreichen. Nach diesem eindrucksvollen Besuch ging es weiter zum Wat Preah Prom Rath Tempel, einem weiteren Highlight von Siem Reap. Dieser Tempel sticht durch seine leuchtenden Farben und die kunstvoll verzierten Statuen hervor. Uns haben beide Tempel sehr gut gefallen und waren eine sehr gute Abwechslung zu den alten Tempeln der Vortage, die wir sehen durften.

    Nach einem Tag voller kultureller Erlebnisse beschlossen wir, uns zum Abschluss etwas Gutes zu tun und gönnten uns eine richtig gute Massage. Die einstündige Massage war unglaublich wohltuend und eine perfekte Erholung nach der anstrengenden Woche voller Flüge und Besichtigungen. Da wir mal eine kleine Abwechslung brauchten, entschieden wir uns bei unserem letztes Abendessen in Siem Reap nicht wie gewohnt einheimische Speisen zu Essen sondern erfreuten uns an japanischem Ramen und Gyoza. Nach dem Abendessen ging es dann nochmal zum belebten Night Market, wo es verschiedenste Souvenirs zu kaufen gibt. Auf dem Rückweg ging es dann durch die stark beleuchtete Pub Street, wo jede Nacht bis 3 Uhr die Party abgeht. Die Lautstärke der Clubs und Restaurants ist so laut, dass wir sogar Abends im Bett die Lieder mitsingen können. Aber Ohrstöpsel oder AirPods helfen gut dagegen :)

    Morgen verlassen wir Siem Reap und fahren mit dem Bus weiter nach Phnom Penh, wo wir die nächsten vier Tage verbringen werden. Wir freuen uns schon darauf, die Hauptstadt Kambodschas zu erkunden und noch tiefer in die Kultur und Geschichte dieses Landes einzutauchen.
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  • VölkerschlachtdenkmalGräber

    Phnom Penh

    September 30, 2024 in Cambodia ⋅ ☁️ 34 °C

    Unser Tag hat nicht ganz so angefangen, wie wir es uns vorgestellt hatten. Sowohl Svenja als auch mir ging es gesundheitlich nicht gut, wir hatten anscheinend das Essen gestern nicht so gut vertragen. Trotzdem beschlossen wir, an der geplanten Stadtführung und der Tour zu den Killing Fields teilzunehmen, die um 8:30 Uhr an unserem Hotel startete.

    Da uns sowohl Einheimische als auch die Rezeptionistin vor Überfällen in Phnom Penh gewarnt hatten, gingen wir mit etwas Skepsis in die Tour. Doch die Stadtführung und unser Guide waren wirklich großartig, und wir konnten sehen, wie vielfältig Phnom Penh ist. Wir besuchten mehrere Tempel, Statuen, den Königspalast und erkundeten verschiedene Stadtteile. Danach ging es zu den Killing Fields am Stadtrand. Die Killing Fields erinnern an die düstere Zeit unter den Roten Khmern, die zwischen 1975 und 1979 etwa zwei Millionen Menschen ermordeten, um eine agrarisch-kommunistische Gesellschaft zu schaffen. Eine schreckliche Epoche, die sich niemals wiederholen darf.

    Doch dann kam das große ABER:
    Svenjas Zustand verschlechterte sich im Laufe des Tages. Sie bekam Fieber und musste sich zweimal übergeben, also fuhren wir ins Krankenhaus. Dort bekam sie eine Infusion gegen die Symptome, und nach Blut- und Stuhltests stellte sich heraus, dass sie eine Lebensmittelvergiftung hat. Somit bestätigte sich unsere Vermutung mit dem Essen von gestern. Jetzt muss sie Antibiotika nehmen, und wir hoffen, dass es in den nächsten Tagen besser wird. Der Ausflug auf die Seideninsel fällt morgen zwar aus, aber das ist nicht weiter schlimm. Jetzt stehen Erholung und Krafttanken im Vordergrund, damit wir bald wieder gestärkt weiter nach Vietnam reisen können.
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  • Seideninsel

    October 1, 2024 in Cambodia ⋅ ☁️ 33 °C

    Nach langem Hin und Her entschied ich mich, die heutige Tour doch nicht abzusagen und alleine daran teilzunehmen. Da es Svenja immer noch nicht gut ging, blieb sie im Hotel, während ich mich um 14 Uhr mit dem Tuk Tuk auf den Weg machte. Da niemand sonst die Tour gebucht hatte, genoss ich heute das Privileg einer privaten Führung.

    Bei strahlendem Sonnenschein und drückender Hitze war der erste Stopp der goldene Tempel. Da die nächsten Tage buddhistische Feiertage sind, brachten die Menschen Essensgaben mit und aßen gemeinsam im Tempel. Als wir ankamen, waren die Einheimischen damit beschäftigt, aufzuräumen und sauber zu machen.

    Anschließend ging es mit der Fähre zur Seideninsel. Dort wurde ich gleich mit einer frischen, köstlichen Kokosnuss begrüßt. Bevor wir die Seidenweberei erreichten, besuchten wir eine kleine Tofu-Farm. Die Produktion fand in einer winzigen, ziemlich schmutzigen Holzhütte statt, in der getrockneter Tofu aufgereiht wurde. Es war zwar interessant zu sehen, aber auch erschreckend, unter welchen Bedingungen dort gearbeitet wird. Für mich unvorstellbar, diesen Tofu zu essen – das hätte meinen Magen sicher ebenfalls umgedreht.

    Mit einer weiteren Fähre kamen wir schließlich zur Seideninsel. Dort wurde mir gezeigt, wie Seide aus den Kokons der gezüchteten Larven und Schmetterlinge gewonnen und zu Kleidungsstücken verarbeitet wird. Zur Begrüßung bekam ich frische, einheimische Früchte, die überraschend gut schmeckten. Besonders beeindruckend war zu sehen, wie viel handwerkliches Geschick erforderlich ist, um die feinen Muster in die Seidenschals zu weben. Ich konnte live miterleben, wie ein Schal entstand – wirklich beeindruckend!

    Nach der Führung war die Tour offiziell zu Ende, doch die Rückfahrt wurde unerwartet abenteuerlich. Es fing plötzlich an, wie aus Eimern zu regnen, und da das Tuk Tuk offen war, war ich bereits nach fünf Minuten komplett durchnässt. Die Krönung war dann ein vorbeirasendes Auto, das eine ganze Welle von der Straße in das Tuk Tuk schwappen ließ. Ich war nun von oben bis unten nass und konnte mir die Dusche für den Abend sparen.

    Morgen steht wirklich mal nichts auf dem Plan, und wir werden uns einfach ausruhen.
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  • Busfahrt nach Ho Chi Minh City

    October 3, 2024 in Vietnam ⋅ 🌧 28 °C

    Pünktlich zum Feiertag in Deutschland melden wir uns mal wieder. Wie bereits angekündigt, mussten wir – vor allem Svenja – die letzten Tage im Hotel verbringen, um wieder gesund zu werden. Wie es der Zufall wollte, musste auch ich gestern Vormittag mit 39 Grad Fieber ins Krankenhaus. Auch bei mir wurde eine Lebensmittelvergiftung festgestellt. Völlig kraftlos lagen wir beide also mit Schmerzen und starkem Durchfall den ganzen Tag im Bett. Zum Glück kümmert sich die Besitzerin unseres Hotels rührend um uns und brachte uns mehrmals Reis und Tee vorbei.

    Da eine Lebensmittelvergiftung innerhalb von Minuten bis zu mehreren Tagen auftreten kann, wissen wir bis heute nicht, wo wir das falsche Essen gegessen haben. Besonders irritierend ist, dass wir meist unterschiedliche (gekochte!) Gerichte gegessen haben.

    Heute endete unser Aufenthalt in Kambodscha und die Busfahrt nach Ho-Chi-Minh-Stadt stand an. Wir sind zwar noch nicht völlig genesen, aber zumindest fit genug, um die Reise anzutreten. An der Bushaltestelle erwartete uns dann direkt das nächste Abenteuer: Als wir kurz vor 10:30 Uhr ankamen, teilte man uns mit, dass unser 11-Uhr-Bus heute ausfällt – angeblich hätte man uns darüber informiert, was aber nicht der Fall war. Zum Glück gab es nebenan ein weiteres Busunternehmen, bei dem der nächste Bus jedoch schon um 10:30 Uhr abfahren sollte. Ich rannte sofort hinüber, um zu fragen, ob wir noch mitfahren könnten. Während ich gerade nach dem Ticket fragte, fuhr der Bus tatsächlich schon los. Doch die Mitarbeiter kontaktierten den Fahrer, der auf der anderen Straßenseite wendete und kurz für uns hielt. So saßen wir unerwartet, aber erleichtert, um 10:40 Uhr im Bus und sind wie geplant heute Abend in Vietnam angekommen.

    Zum Abschluss des Reisetages haben wir uns nach mehreren Tagen wieder einmal in ein Restaurant gewagt, da unsere Mägen endlich wieder Lust auf etwas zu essen hatten.

    Da wir natürlich noch nicht vollständig genesen sind und uns ausruhen müssen, haben wir den morgigen Tag zur Erholung freigenommen. Je nachdem, wie wir uns fühlen, machen wir vielleicht einen kleinen Ausflug, um die Umgebung zu erkunden.
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  • Central Market

    October 4, 2024 in Vietnam ⋅ ⛅ 33 °C

    Wie schon gestern angekündigt, hatten wir für heute nichts besonderes geplant. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns auf den Weg in einen nahegelegenen Waschsalon, um die Wäsche der letzten Woche zu waschen und zu trocknen. Eine Ladung kostete uns 30.000 Dong, also umgerechnet 1,11 € – wirklich superbillig, und das Waschmittel war sogar kostenlos dabei.

    Als das erledigt war, führte uns der Weg zum nächstgelegenen Starbucks. Bei der drückenden Hitze waren wir ziemlich müde und brauchten dringend einen Kaffee und einen kleinen Snack. Leider hat es am Nachmittag stark geregnet und gewittert, weswegen wir nur noch schnell in den Supermarkt gehuscht sind und dann zurück ins Hotel, um uns auszuruhen.

    Kurz nach Sonnenuntergang machten wir uns wie viele andere um 18 Uhr auf den Weg zum Abendessen. So früh zu essen, ist inzwischen zur Gewohnheit für uns geworden. Zum Abschluss des Tages schlenderten wir noch ein wenig durch den Central Market, der in der Nähe unseres Hotels liegt. In diesem unterirdischen Markt gibt es neben Souvenirs vor allem die verschiedensten Fake-Markenartikel – von Adidas über Tommy Hilfiger bis Louis Vuitton. In der Mitte gibt es einen kleinen Food-Court mit verschiedenen Essensständen, den wir sicher noch einmal besuchen werden.

    Morgen steht endlich wieder ein richtiger Ausflug an.
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  • Cu Chi Tunnel

    October 5, 2024 in Vietnam ⋅ ⛅ 31 °C

    Wir gehen zurück in das Jahr 1968. Aus der Ferne hallen Explosionen, vereinzelte Schüsse durchbrechen die Stille, und der Regen prasselt unaufhörlich auf uns herab. Wo also Schutz suchen vor den Feinden?

    Heute hatten wir die Gelegenheit, diesen Schauplatz des Vietnamkriegs selbst zu erleben. Ein Gewitter zog auf, und die Schüsse vom nahegelegenen Schießstand verstärkten die beklemmende Atmosphäre. Nachdem wir in Saigon abgeholt wurden, fuhren wir etwa zwei Stunden in Richtung der kambodschanischen Grenze. Hier ist ein kleiner Teil des 250 km langen Tunnelsystems des Vietcong, das über 20 Jahre per Hand gegraben wurde, zur Besichtigung freigegeben.

    In diesem Labyrinth lebten während des Kriegs acht Jahre lang bis zu 30.000 Menschen, die sich vor den Amerikanern versteckten. Nur 12.000 überlebten, die meisten fielen Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber zum Opfer. Um auch Bombenangriffe – die zum Alltag gehörten – zu überstehen, waren die Tunnel in drei Ebenen unterteilt. Die erste Ebene, etwa 3 bis 4 Meter tief, bestand hauptsächlich aus Gängen und Bunkern. Die zweite Ebene lag sicherer in 6 bis 8 Metern Tiefe und beherbergte Esszimmer, Schlafplätze und Küchen. Die tiefste Ebene in 10 bis 12 Metern Tiefe diente als Rückzugsort während der schlimmsten Bombenangriffe.

    Unser Guide Tony erklärte uns die Details des Tunnelsystems, bevor wir selbst einen Einstieg ausprobieren durften. Tony zeigte uns eine spezielle Technik, wie man sich durch den 20x25 cm kleinen Tunneleingang zwängt. Der Eingang war so geschickt unter Laub verborgen, dass man ihn kaum erkennen konnte. Danach führte er uns zu einem hochgesprengten Panzer, den unterschiedlichen raffinierten Fallen des Vietcongs und dem Schießstand. Schließlich durften wir auch in den Tunnel hinabsteigen. Die Gänge waren gerade einmal 60 cm breit und 80 cm hoch – nur gebückt oder im Entengang konnte man sich vorwärtsbewegen. Ein beklemmendes Erlebnis, das erahnen ließ, wie düster und bedrückend das Leben in diesen acht Jahren gewesen sein musste. Nach 100 Metern war für mich Schluss, der folgende Abschnitt war noch enger, und mit Kamera und Beutel wollte ich das nicht riskieren. Svenja, mutiger als ich, wagte sich als einzige Frau der Gruppe weiter und entdeckte auf dem Weg einen Offiziersraum. Die Hitze unten war enorm, und alle kamen verschwitzt wieder an die Oberfläche.

    Zum Abschluss gab es eine Kostprobe des Essens, das die Menschen damals ernährte: Tabiokawurzeln, serviert mit einem würzigen Salz-Ananas-Gemisch. Für uns schmeckte es wie eine einfache Kartoffel, aber damals war es Überlebensnahrung.

    Trotz Starkregens war es ein gelungener Tag, der unsere Laune nicht trüben konnte. Abends gönnten wir uns ein traditionelles Banh Mi. Nach etwa 20 Minuten Warten am beliebtesten Stand der Stadt hat es sich auf jeden Fall gelohnt.
    Eine kleines Highlight am Abend verschaffte uns noch ein 10-jähriger Vietnamese, welcher uns beim Essen ansprach, weil er sein Englisch üben wollte. Von uns bekommt er eine Eins mit Sternchen :) Nach fünf Minuten kam auch sein älterer Bruder hinzu welcher sogar ein bisschen Deutsch konnte.

    Morgen steht dann Streetfood-Tasting und eine kleine Sightseeingtour durch Saigon, heute Ho Chi Minh City, auf dem Plan.
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  • Saigon Streetfood Tasting

    October 6, 2024 in Vietnam ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute stand eine aufregende Streetfoodtasting-Tour durch Saigon, auch bekannt als Ho-Chi-Minh-Stadt, auf unserem Programm. Abgeholt wurden wir von unseren Guides Ryan und Phu, zwei junge, dynamische Studenten, die uns voller Energie und Begeisterung durch den Tag führten. Gemeinsam mit zwei weiteren Deutschen starteten wir unsere kulinarische Reise durch die größte Stadt Vietnams, die mit ihren 9 Millionen Einwohnern und dem chaotischen Verkehr am besten mit dem Roller erkundet wird. Flexibel und schnell bahnten wir uns so unseren Weg durch die lebhaften Straßen der Stadt.

    Unser erstes kulinarisches Erlebnis war eine vietnamesische Süßigkeit, die auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber köstlich ist: Chuoi Nuong – eine gegrillte Kochbanane, die mit Klebereis umhüllt und Kokosmilch verfeinert wird. Der Geschmack, eine spannende Mischung aus süß und salzig, war anfangs etwas ungewohnt, wurde aber mit jedem Bissen besser.

    Nach diesem süßen Einstieg ging es weiter zum nächsten Foodspot, wo wir die berühmte Bún Bò Huế, eine würzige Rindfleisch-Nudelsuppe, probierten. Der kräftige Geschmack und die Aromenvielfalt dieser Suppe waren einfach fantastisch. Zusätzlich bekamen wir einen grünen Tee als Getränk dazu. Gut gestärkt liefen wir anschließend ein Stück zu Fuß durch das umliegenden Viertel und warfen einen Blick auf die Wohnverhältnisse der Einheimischen. Die Lebensbedingungen hier sind mit denen in Europa kaum zu vergleichen, doch die Menschen strahlen trotz des einfachen Lebens eine unglaubliche Zufriedenheit und Freude aus, die einen tief berührt.

    Unsere Tour führte uns dann zu einem weiteren Straßenstand, wo wir vietnamesische Pizza probieren durften. Diese ungewöhnliche "Pizza" besteht aus knusprigem Reispapier, das mit Zutaten wie Ei, Mais, Hühnchen, Lauch und Schweinefleisch belegt wird. Einfach, aber unglaublich lecker!

    Wie fast jeden Tag in Vietnam begann es auch heute plötzlich zu regnen, und wir wurden auf unseren Rollern ordentlich durchnässt. Doch statt uns zu ärgern, empfanden wir den Regen als erfrischend, bevor es weiterging zum berühmten Flowermarket. Doch vorher gab es noch einen kulinarischen Zwischenstopp, und zwar für das wohl bekannteste vietnamesische Streetfood: Bánh Mì. Dieses knusprige Baguette, gefüllt mit Schweinewurst, Leberpastete, Butter, eingelegtem Gemüse, frischen Kräutern und Koriander, war für mich das absolute Highlight des Tages – ein unvergleichlicher Geschmack, der mich nachhaltig beeindruckt hat.

    Am Flowermarket angekommen, bewunderten wir die farbenfrohe Pracht unzähliger Blumen. Die schier endlose Auswahl an erschwinglichen, wunderschönen Blumen wird vor allem von den Einheimischen genutzt, und die Atmosphäre auf dem Markt war lebendig und faszinierend.

    Zum Abschluss unserer Tour erwartete uns noch ein letztes kulinarisches Highlight: Ein BBQ-Rindfleisch, eingewickelt in Betelblätter, serviert mit knusprigen Bananen- und Kokoscrackern. Dazu genossen wir einen erfrischenden Maracuja- und Zuckerrohrsaft – der perfekte Abschluss für einen erlebnisreichen Tag.

    Diese Streetfood-Tour hat uns nicht nur die vielfältigen Aromen Vietnams nähergebracht, sondern uns auch einen wunderbaren Einblick in das Leben der Vietnamesen gewährt. Besonders Ryan und Phu, unsere großartigen Guides, haben mit ihrer herzlichen und offenen Art den Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht. Es war beeindruckend zu sehen, wie sie sich neben ihrem Studium mit diesen Touren etwas dazuverdienen und dabei eine Leidenschaft für ihre Stadt und die vietnamesische Kultur vermitteln.

    Wir können diese Tour jedem wärmstens empfehlen – ein unvergessliches Erlebnis, das Kultur, Kulinarik und Menschlichkeit auf eine ganz besondere Weise vereint!
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  • Vinh Trang Pagode

    October 7, 2024 in Vietnam ⋅ ☁️ 31 °C

    Heute stand eine Tour in das Mekong-Delta auf unserem Plan. Um 8 Uhr wurden wir von unserem Hotel abgeholt und erreichten aufgrund des dichten Verkehrs ungefähr 2 Stunden später die Mekongdelta-Region. Doch bevor wir am Fluss ankamen, machten wir einen Zwischenstopp an der Vinh Trang Pagode.

    Eine Pagode ist ein traditionelles, mehrstöckiges buddhistisches Bauwerk, das oft als Tempel oder religiöses Monument dient. Sie hat eine besondere Bedeutung in der buddhistischen Architektur und ist meist reich verziert. Pagoden sind Orte der Meditation und Anbetung, die Ruhe und spirituelle Erneuerung bieten.

    Die Vinh Trang Pagode, in der Nähe von My Tho, ist ein Paradebeispiel für diese Bauweise und zählt zu den bekanntesten Pagoden in der Region. Sie vereint vietnamesische, chinesische, khmerische und europäische Architektur und beeindruckt mit ihrer riesigen Buddha-Statue sowie kunstvollen Verzierungen.
    Danach ging es dann aber auf direktem Weg zum Fluss, wo der Hauptteil der Tour stattfand.
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  • Mekong-Delta

    October 7, 2024 in Vietnam ⋅ ☁️ 31 °C

    Unser heutiges Abenteuer führte uns ins Mekong-Delta. Der erste Stopp führte uns dabei auf eine kleine Insel, wo uns typische Früchte serviert wurden, während eine traditionelle Musikgruppe spielte. Es war nett, keine Frage – aber um ehrlich zu sein, hat es uns nicht wirklich umgehauen. Ein guter Anfang, aber nicht der erhoffte Wow-Effekt.

    Weiter ging es dann zur sogenannten "Kokosnuss-Insel". Hier lag der Fokus ganz klar auf den Kokosbonbons mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, die direkt vor unseren Augen hergestellt und natürlich auch verkauft wurden. Besonders cool: Man konnte auch einen echten Schlangenschnaps probieren. Ich habe einen kleinen Schluck probiert, Svenja jedoch, hat dies aus offensichtlichen Gründen ausgelassen. Wir sind dann direkt weiter zur nächsten Insel, wo uns ein eher unspektakuläres Mittagessen erwartete – viel gibt es dazu nicht zu erzählen.

    Der letzte Stopp brachte uns auf eine Insel, wo wir den heimischen Honigtee probieren konnten. Das war wieder ein Highlight, da dieser echt lecker war! Kurz danach ging es aber schon weiter zu einer Paddelbootfahrt, wo uns Einheimische einen kleinen Fluss entlang chauffieren. Nach gut viereinhalb Stunden endete unsere Tour, und wir stiegen mit gemischten Gefühlen wieder aus.

    Kritik: Mehr Show als Authentizität

    So schön die Natur auch war, uns hat gestört, dass alles extrem touristisch aufgezogen war. Alle Anbieter bieten exakt die gleiche Tour an, folglich sind super viele Gruppen zur gleichen Zeit unterwegs. Auf jeder Insel wurden uns Produkte präsentiert, mit der unterschwelligen Erwartung, dass wir etwas kaufen. Wir hatten uns erhofft, mehr über das Leben der Einheimischen und die Region zu erfahren, aber davon gab es leider kaum etwas zu sehen. Stattdessen wurde viel zur Schau gestellt.

    Besonders unangenehm fanden wir die Schlangen, die in winzigen Käfigen gehalten wurden. Diese wurden dann den Touristen um den Hals gelegt um ein Bild zu machen, das fanden wir einfach nur traurig. Die Bootstour, die als großes Finale angekündigt wurde, fühlte sich eher gezwungen an. Wir liefen einen schmalen Pfad entlang, um dann exakt denselben Weg auf dem Boot zurückzulegen und dann auch noch Trinkgeld für den Service zu geben. Das war weder besonders spannend noch sinnvoll und dauerte maximal 10 Minuten.

    Unser Guide war zwar super freundlich, aber das ständige Ansprechen auf Trinkgeld an jedem Stopp fing irgendwann an zu nerven. Das trübte die Stimmung zusätzlich.

    Leider war die gesamte Tour eher enttäuschend, da man als Tourist einfach nur "abgearbeitet" wurde, das war bei den vorherigen Touren bisher nie der Fall gewesen. Trotzdem sind wir froh, zumindest einen kleinen Einblick in die Region bekommen zu haben. Das Mekong-Delta ist faszinierend, aber nächstes Mal würden wir uns vielleicht für eine weniger touristische Tour entscheiden.
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  • Achtung! Erschreckende und sensible Bilder!

    Kriegsreste-Museum Saigon

    October 8, 2024 in Vietnam ⋅ ☁️ 31 °C

    Der heutige Post ist nichts für schwache Nerven! Wer also sensible Sachen nicht sehen kann sollte sich die Bilder lieber nicht anschauen!!!

    Heute war unser letzter Tag in Ho-Chi-Minh Stadt und auf unserem Tagesplan stand der Besuch des Kriegreste-Museums.

    Dabei zeigt das Kriegsreste-Museum in Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt) eine eindringliche Ausstellung über die Geschichte sowie die Schrecken des Vietnamkriegs und seine Folgen. Gezeigt werden historische Fotografien, Waffen und Militärfahrzeuge, darunter Panzer und Hubschrauber. Besonders erschütternd für uns waren die Ausstellungen zu den verheerenden Auswirkungen des Einsatzes chemischer Waffen wie Agent Orange. Das Museum zeigt uns auch die weltweiten Proteste gegen den Krieg und vermittelt eindrucksvoll, wie tiefgreifend der Konflikt das Land und seine Bevölkerung geprägt hat.

    Mit Entsetzen haben wir uns durch die Ausstellung gearbeitet, und nach mehr als genug erschreckenden Bildern traten wir den Rückweg an. Dieser war – wie schon die letzten Tage – eine echte Herausforderung, da es stundenlang heftig regnete und gewitterte und wir uns zwischendurch fühlten, als wären wir nochmal im Mekong-Delta gelandet. Klatschnass kamen wir schließlich im Hotel an.

    Am Abend mussten wir dann unsere Taschen packen, da morgen der Flug nach Da Nang ansteht. Abflug ist 15:45Uhr.
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  • Ba Na Hills

    October 10, 2024 in Vietnam ⋅ ☁️ 27 °C

    Am 39. Tag unserer Reise stand der Besuch der Ba Na Hills auf dem Plan. Die Geschichte der Ba Na Hills reicht dabei bis in die Kolonialzeit zurück, als die Franzosen im frühen 20. Jahrhundert diese Gegend als Erholungsort entdeckten. Aufgrund des milden Klimas und der Höhenlage errichteten sie hier eine Reihe von Villen und Hotels, um der Hitze der vietnamesischen Küstenstädte zu entkommen. Die Ba Na Hills wurden zu einem beliebten Rückzugsort für französische Kolonialbeamte und ihre Familien. Über die Jahre gerieten die Hügel jedoch in Vergessenheit, bis sie Anfang der 2000er Jahre als Touristenattraktion wiederentdeckt und restauriert wurden. Heute sind die Ba Na Hills ein modernes Resort mit zahlreichen Attraktionen, darunter das berühmte „Französische Dorf“, die spektakuläre „Goldene Brücke“ (Cầu Vàng), die sich scheinbar von zwei riesigen steinernen Händen getragen durch die Lüfte spannt, und eine beeindruckende Seilbahn, die als eine der Längsten der Welt gilt.

    Als wir heute die Ba Na Hills besuchten, war das Wetter sehr neblig und man konnte die Brücke samt Händen schwer erkennen. Erst am Nachmittag zeigte sich die Sonne und wir konnten die spektakuläre Brücke bewundern. Doch was uns sofort auffiel, war die enorme Menschenmenge, die sich an diesem Tag auf den Hügeln versammelt hatte. Besonders das „Französische Dorf“ mit Wachsfigurenmuseum und Sommerrodelbahn schien ein Magnet für Besucher aus ganz Asien zu sein.

    Das Dorf wurde im Stil einer französischen Kleinstadt nachgebaut und wirkt mit seinen Kopfsteinpflasterstraßen, eleganten Häuserfassaden und kleinen Cafés fast surreal. Überall drängten sich Menschen, viele von ihnen insbesondere aus Indien und China, um die malerische Szenerie zu fotografieren oder einfach durch die Gassen zu schlendern. Obwohl es faszinierend war, die Mischung aus asiatischem und europäischem Flair zu erleben, war es stellenweise schwierig, da es für uns als Europäer nicht besonders viel zu erleben gab. Dennoch war es beeindruckend 5km mit einer Seilbahn in eine komplett andere Welt einzutauchen.

    Die Brücke, welche übrigens erst 7 Jahre alt ist, als auch die Seilbahnfahrt Richtung des französischen Dorfes ist beeindruckend und auch wenn es rein touristisch angelegt ist, ist dies dennoch ein lohnendes Ausflugsziel in Da Nang.
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  • Hoi An

    October 12, 2024 in Vietnam ⋅ ☀️ 30 °C

    Hoi An – eine Stadt, die uns mit ihrem ganz besonderen Charme in ihren Bann gezogen hat.

    Ursprünglich war Hoi An ein wichtiger Handelshafen, der im 15. bis 19. Jahrhundert blühte. Damals trafen hier Händler aus aller Welt ein, um Seide, Gewürze und Keramik zu tauschen. Dieser internationale Einfluss spiegelt sich noch heute in der Architektur wider. Die Altstadt von Hoi An, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist ein echtes Juwel, voller gut erhaltener Gebäude, die vietnamesische, chinesische und japanische Stile miteinander verbinden. Die vielen Händler und unterschiedlichen Produkt die es hier zu kaufen gibt sind fast erschlagend.

    Was uns sofort auffiel, waren die vielen kleinen, verwinkelten Straßen, durch die wir mehrere Stunden schlendern konnten. Es fühlte sich an, als würde hinter jeder Ecke eine neues Geschäft warten. Vor allem die unzähligen Schneiderläden prägten das Stadtbild. Hoi An ist bekannt als die "Stadt der Schneider", und das nicht ohne Grund: An jeder Ecke sahen wir Geschäfte, die maßgeschneiderte Kleidung anbieten – von edlen Kleidern über schicke Anzüge bis hin zu lässigen Alltagsoutfits. Wir haben uns zwar nichts nähen lassen, aber allein das Bestaunen der schönen Stoffe und Designs war schon ein Erlebnis für sich.

    Eines der Dinge, die uns an Hoi An besonders beeindruckt hat, war die unglaubliche Schönheit der Stadt. Die bunten Laternen, die Abends die Gassen erleuchten, die Brücken, die über die ruhigen Flüsse führen, und die historischen Gebäude, die mit Blumen und Pflanzen verziert sind – all das hat uns sehr gut gefallen. Hoi An hat sich definitiv als die bisher schönste Stadt in Vietnam herausgestellt, die wir besucht haben.

    Wenn du in Vietnam bist, ist diese Stadt ein absolutes Muss!

    Am späten Nachmittag ging es dann für uns Sportler auf den Tennisplatz. Dort powerten wir uns für eine Stunde richtig aus und sind jetzt mega geschafft. Gutes Omen also für den Surfkurs morgen.
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