Brazil
Maracanã

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Add to bucket listRemove from bucket list
Travelers at this place
    • Day30

      Rio de Janeiro, Brasilien - Part 3

      October 26 in Brazil ⋅ ⛅ 28 °C

      Tag 6:
      Zwei Tage wurde uns nun schon der Anblick der Jesus-Statue verwehrt, da er von Wolken verschlungen wurde. Für heute hat uns die Wetter App zuversichtlich einen wolkenlosen Himmel versprochen. Allerdings sah es bei einem Blick aus dem Fenster überhaupt garnicht danach aus. Egal, letzter Tag, letzte Möglichkeit. Für das ultimative Erlebnis wurde uns empfohlen die Statue weder per Bus noch per Zahnradbahn sondern auf eigene Faust durch den Dschungel zu erklimmen - sofern wir körperlichen Herausforderungen gewachsen sind. Challenge accepted!
      Zuvor waren wir noch im Café Plage, welches sich im Lage-Park am Fuß des Berges befindet. Das Gebäude war wie aus einem Märchen entsprungen, mit einem Pool in der Mitte und einen atemberaubenden Blick auf die dahinterliegenden Berge. Normalerweise auch mit Sicht auf Christus, aber er wollte sich nach wie vor nicht zeigen.
      Jetzt gestärkt, beschlossen wir trotzdem ihm einen Besuch abzustatten.
      Direkt zu Beginn unserer Wanderung sind wir auf eine Grotte voller Stalaktiten gestoßen. Einige Irrwege und Wasserfälle später haben wir dann die offizielle 4 km lange Route gefunden. Wir stießen auf einen weiteren Wasserfall über den wir nur über einen quergelegten Baumstamm kamen. Viele steile und rutschige Wege über die wir uns an den Baumwurzeln und Ästen hoch hangelten. Es wurde immer steiler und die Luft dünner. Kurz vorm Ziel lag vor uns ein riesiger Steinfelsen. Hier haben lediglich Stahlstangen und eine Stahlkette halt geboten. Und als ob der 4km Hindernis-Parcours zum Himmel nicht schon Nervenkitzel genug ist, hofften wir während der gesamten Route nicht ausgeraubt zu werden. Vor allem einzelne Touristen außerhalb einer Gruppe sind hier vermehrt das Ziel, da sie sich hilflos irgendwo im nirgendwo befinden. Da wir auf dem Weg keine Gruppe fanden der wir uns anschließen konnten, mussten wir in den sauren Apfel beißen.
      Irgendwann wurde es um uns herum wieder lichter und wir konnten einen kurzen Blick auf das vor uns liegende Rio erhaschen. Paar Meter weiter legte sich um uns herum ein nebliger Schleier. Wir waren in den Wolken! Der Gedanke von unten bis in die Wolken zu klettern löste ein unvorstellbares Gefühl aus.
      Fast am Gipfel des 700m Berges angekommen, stolperten wir aus dem Dschungel auf eine asphaltierte Straße. Leider (oder zum Glück) bestand der letzte Kilometer nur aus einer sehr steilen und kurvigen Straße. Schweißgebadet riefen wir jedem Bus, der die Touristen hochfuhr „Langweiler“ hinterher 😅
      Endlich oben angekommen, wurden wir von Ameisenbären und Affen begrüßt.

      Wir standen endlich vor der 30 m hohen Statue und es war ein Gänsehaut Moment, der einem schon entwas ehrfürchtig werden lässt (egal ob religiös oder nicht). Einige beteten und andere machten Fotos. Leider hatte sich das Wetter noch immer nicht wie vorhergesagt verändert und alles um uns war komplett bewölkt, was uns den Ausblick auf Rio etwas vermieste. Zu wissen, dass man 700 m hoch ist, aber nicht zu wissen, was unter einem ist, war merkwürdig. Auch Christus Gesicht konnten wir nicht erkennen.
      Wann immer sich die Wolken kurz verzogen und wir die gesamte Staue sehen konnten, schrien die Leute auf, was für einen Magic Moment sorgte.

      Es wurde sehr spät und hoch oben wurde es noch schweißgebadet vom Hinweg schnell sehr kühl. Die ganzen 4km zu Fuß bei anbrechender Dunkelheit wieder runter war uns nicht ganz geheuer. Wir schauten uns gegenseitig an und waren uns einig, dass wir definitiv mit dem Taxi zurückfahren. Das Problem, es dürfen keine Taxen bis nach oben. Also schlichen wir uns in einen der Tourbusse und fuhren ca. 3 min bis zur nächsten Station hinab. Die Taxifahrer verlangten aber so horrende Preise, die wir nicht bereit waren zu zahlen. Nach paar erfolglosen versuchen ein Uber zu rufen, bemerkten wir, dass bis auf ein paar Mitarbeiter niemand mehr da war. Wir gingen die Straße abwärts, um ein Taxi zu finden. Es gab allerdings nur noch den Jungle und uns. Es war schon ziemlich dunkel und wir waren uns einig, dass der Rückweg sehr brisant werden könnte. Vorbeifahrende Autos fuhren ignorant an unseren Rufen vorbei.
      Wir standen vor einem Scheideweg. Der eine Weg führte durch die Micheal Jackson Favela, der andere Weg war deutlich länger und führte am Ende durch eine Favela, die wir nicht kannten. Wir entschlossen uns für das bekannte Übel und gingen in Richtung Micheal Jackson Favela. Nach einiger Zeit sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die Abzweigung zur Favela laut Maps hätte sein sollen, allerdings war weit und breit nichts zu sehen. Die nahende Dunkelheit legte die Nerven etwas blank und mit der Zeit im Nacken mussten wir den Weg in die komplett gegensätzliche Richtung nehmen. Der Wettlauf gegen die Zeit wurde angekurbelt. Während wir uns mental auf das bevorstehende vorbereiteten, sahen wir die Lichter eines Polizeiautos. Wir hielten es an als ginge es um Leben und Tod. Wie erklärten unsere Lage und stiegen in den mit Maschinegewehr besetzten Polizeiwagen. Gefühlt war es für uns der sicherste Ort auf der Welt. Wir wurden bis in unseren Stadtteil kutschiert. (Shoutout an Masood, Polizei dein Freund und Helfer). Jesus Christus 🙏🏼

      Zur Belohnung haben wir uns Buffet mit Rodizio-Pizza im brasilianischen Stil gegönnt. Schoko-Pizza und Banane-Karamell Pizza waren unsere Sünde.
      Satt und Chao ging es noch am selben Abend mit dem Nachbus in Richtung São Paulo.
      Read more

      Traveler

      capuuuuucccinooooo

      Traveler

      JESUS!

      Traveler

      🙌

      2 more comments
       
    • Day4

      Favela Santa Marta

      November 6 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

      Sehr spannend gsi au mal das anderä Rio kenne z lernä. Isch so we mir üs das vorgstellt hend. Sehr armi aber lebensfrohi lüt und alles sehr dreckig aber nöd gfährlich. hend üs sehr sicher und wohl gfühlt. Ällei würed mir aber trotzdem nöd det hi gu.Read more

      Traveler

      das glaubi. diä lüt sind halt schu lebensfroh.

      Traveler

      das isch würgli so. chämer nu lernä😁

       
    • Day21

      Olá Rio!

      November 16 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

      Bin gestern in Rio de Janeiro gelandet!
      Einen Stopp-Over gab es in Sao Paolo.
      Gestern ging es mir Magentechnisch extrem schlecht aber zum Glück ging es mir heute wieder gut😊
      Mit zwei Irinen aus dem Hostel habe ich heute die Stadt erkundet.
      Erster Stopp waren die berühmten Selaron Treppen aus dem Michael Jackson Musikvideo.
      Es gab ziemlich viele Kacheln aus deutschen Städten!
      Read more

    • Day9

      Rio again

      July 7 in Brazil ⋅ ☀️ 27 °C

      Long drive back to Rio today. 6.5 hours according to Google maps. But its such a fun drive over and around mountains all the way. I was about an hour outside of Rio at noon and i pulled over to check out a castle i saw near the highway that has a restaurant but unfortunately it was closed.

      Nearby Petropolis has brazil's oldest brewery, so i went there instead. Had lunch there and then checked out the very pretty town. Tons of mansions and palaces. But i couldn't park because i had already incurred a parking ticket near the brewery (and i got one in mariana too). I pulled over for a few quick pics on one street where i found an opening. But around the corner i saw the parking ticket lady putting tickets on every car, so i scurried back and left. Certainly not the types of towns i imagined before arriving in brazil. Lots of german settlements here and there apparently.

      Made my way to chaotic Rio. Driving in this city requires a certain level of insanity and patience haha. Often there are 4 lanes of traffic and no lines on the road, and everyone is jostling for position like a race track. And my map will say to exit to the right but there will be one ramp going up and another going down. Google maps isn't 3 dimensional, so its a coin flip every time, and I'm losing more than winning :) But i just laugh and recalibrate Google maps for a new route and try again. I can't imagine doing this without google maps.

      Got to my hotel in copacabana. This time i ended up with something much nicer and somehow much cheaper. Got in contact with Daniela again and she took me to a really cool restaurant in Ipanema where you can order off a menu, but i don't recommend doing that. Because, there are waiters circling the establishment with different trays of small plate appetizers every 10 minutes that you can take off their tray and they add it to your bill. You can see the food and decide, whereas i have no idea what anything is in print. Brilliant! And delicious!

      Then we went to a craft beer spot a few blocks away for a little while. She had to be up at 5am and i was exhausted from the long travel day so we both needed to get some rest and get out of there after a quick pint.
      Read more

    • Day25

      Rio de Janeiro, Brasilien - Part 1

      October 21 in Brazil ⋅ ☁️ 28 °C

      Ola Brasil! Als wir in Rio ankamen war es bereits dunkel. Die höchste Priorität war die Sicherheit. Wir haben üble Geschichten von Reisenden gehört und alles was man zu Rio lesen kann hat es natürlich noch verschlimmert. Mit dem Uber sind wir ca. 1 h gefahren bis wir unser Hotel im Stadteil Botafogo erreicht haben. Es gibt nur drei Stadtteile im Süden von Rio die Touristen empfohlen werden und selbst dort ist in der Nacht Vorsicht geboten. Der Norden von Rio ist selbst für viele Einheimische eine Tabuzone.
      In der Unterkunft angekommen, spiegelte sich ein ganz anderes Bild ab. Wir waren in der Sternschnanze von Rio angekommen. Wir spazierten im Viertel und wollten uns natürlich typischerweise den ersten Caipirinha in Rio genehmigen und auf unser Abenteuer in Brasilien anstoßen. Wir fanden auch eine richtig gute Bar mit fantastischen Cocktails. Am Ende sind es ganz andere Cocktail geworden, Deryas Drink war aber immerhin mit Chachaça gemacht worden.
      Am Ende des Abends landeten wir schließlich auf Deryas Wunsch wieder in einem peruanischen Restaurant mit Ceviche. Ein absolutes no go für Marvin, der nur Gerichte aus dem Land isst 😄

      Erster Eindruck: sicherer als gedacht, aber ein mulmiges Gefühl schwingt oft mit.

      Tag 2:
      Am zweiten Tag entdeckten wir die schönen Seiten von Rio. Das Rio wofür man kennt und liebt. Viele Kulturen und Lebensphilosophien treffen hier aufeinander, es wird ausgelassen gelebt und leben gelassen. Eines der berühmtesten Strände der Welt, die Copacabana. Mit einer Açai Bowl und einem Caipirinha ausgestattet, schlenderten wir an der Promenade der Copacabana entlang. Es gab unzählige Caipirinha-Stände, Stände mit Açai-Bowls, alle Sportarten die am Strand möglich sind wurden gespielt, Beachvolleyball, Beach-Fußballtennis etc., es gab Strandabschnitte für Rastas, für Gays usw. Es war ein kunterbuntes Treiben.
      Am Ende der Copacabana, dort wo die Ipanema beginnt, befindet sich eine alte Festung. Von hier hatten wir einen wunderschönen Blick auf die gesamte Copacabana und den Zuckerhut. Rio ist einfach wunderschön. Die bewaldeten Berge, die einfach wie in einer Fabelwelt aus dem Meer herausragen und der Millionenstadt noch das Dschungel-Feeling geben, machen die Stadt sehr malerisch.

      Die Zeit ganz vergessen, sind wir noch kurz vor Sonnenuntergang entlang des Strandes der Ipanema dann etwas zügiger entlang geschlendert. Bei Dunkelheit sollte man sich nämlich nicht mehr am Strand aufhalten. Verrückt wie so ein fröhlicher Ort bei Dunkelheit in etwas gefährlichem umschlagen soll. Aber wir wollten es nicht genauer wissen.

      Ein weiteres Highlight des Tages war botanischer Natur. Die brasilianische tropische Caju-Frucht haben wir im Supermarkt entdeckt und musste natürlich auch probiert werden. Das Fruchtfleisch des sogenannten Caju-Apfels ist saftig süß, aber auch zäh und fest, kaum zu beschreiben. Die eigentliche Frucht der Caju ist allerdings die für uns bekannte Cashew-Nuss.

      Tag 3:
      Marvin wollte unbedingt zu den berühmten Treppen Rios, bekannt aus dem Musikvideo von Pharell Williams und Snoop Dogg. Er sang den ganzen Tag den Song Beautiful. Und tatsächlich waren die Treppen auch wunderschön. Und wir waren nicht die einzigen 😅
      Aus vielen kleinen und bunten Mosaiksteinen sind an den Treppen Geschichten festgehalten worden.
      Um ein Foto auf den Treppen machen zu können, mussten wir bestimmt 20 Minuten warten. Wir hoffen, dass diese Fotos hier besonders Beachtung finden 😂

      Von den Treppen war die Kirche im Maya inka Style nicht weit und wir sahen uns die Colonial Brücke an.

      Der Tag war natürlich auch durchzogen von Essen. Auf einem Markt probierten wir gefüllte Tapioka mit Gemüse und frittierte Teigtaschen mit Rohrzuckersaft a la brasil.
      Abends hatten wir im Viertel Santa Teresa wohl unser bestes brasilianisches Essenserlebnis: Wildreis mit Bohnen und Kochbanane und Wildreis mit Käse auf eine ganz außergewöhnliche Art gewürzt und zubereitet. Davor gab es aus der Küche gekochte Erdnüsse in ihrer Schale serviert. Und begleitet wurde unser Mahl mit einem Cocktail aus Cachaca und Jabuticaba, einer brasilianischen Frucht die vom Aussehen an unsere heimische Weintraube erinnert. Beim Schlemmern haben wir über eine Idee gesprochen, die wir beide unabhängig voneinander hatten: unsere Lieblingsgerichte aus der Weltreise in Deutschland für euch nachzukochen. Und wir fantasierten über ein Restaurant mit den besten Kombinationen.

      In Santa Teresa unterhielten wir uns mit Brasilianern über die anstehende Präsidentenwahl. Die Leute unterstützen leidenschaftlich und ganz öffentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren Kandidaten mit Stickern auf T-Shirt oder Taschen. Vor allem der linksgerichtete Herausforderer LULA war überall präsent, die Brasilianer wollten eine Veränderung für ihr Land. In Deutschland unvorstellbar. Und wie wir uns während des Schreibens ergooglet haben, ist LULA Präsident geworden. Wir haben tatsächlich etwas mitgefiebert 😃

      Tag 4:
      Nicht das Wahrzeichen Rios, aber trotzdem etwas was wir sehen wollten, war die Altstadt. Ganz unscheinbar neben einer großen Hauptstraße fanden wir die Altstadt mit ihren kleinen Seitenstraßen, bunten Geschäften und Märkten. Und während Derya sich auf Obst und Säfte spezialisierte, entwickelte Marvin eine Leidenschaft für gebrannte Erdnüsse, die es in den warmen Regionen von Südamerika überall an kleinen Straßenständen zu kaufen gibt. Etwas Winter-Nostalgie bei 30 Grad.
      Nach einem Abstecher im Café Colombo, welches im Stil eines Wiener Kaffeehauses errichtet wurde, machten wir uns auf die Suche nach einem Afroshop für Marvins Rastas. Es war Montags und viele Geschäfte hatten zu, also fragten wir uns durch, klopften an geschlossene Türen und landeten schließlich im 2. Stock eines verwinkelten Wohnhauses. Ein Mann machte uns die Tür auf und es entpuppte sich eine Gay Videothek. Wir waren ganz schnell draußen und beendeten die Suche 😃

      So ruhig wie die Montage vergleichsweise tagsüber in Rio sind, sind die Abende das genaue Gegenteil. Die Abende in Rio sind legendär und nicht zu verpassen, wenn man wissen will, was Samba in Rio bedeutet. Eine unscheinbare Wohnstraße verwandelt sich jeden Montag Abend zu einem Samba Festival und zu einer riesigen Party, auf der die Menschen auf der Straße tanzen und feiern. Mittlerweile mutiger beschlossen wir mit der Bahn zu fahren und das letzte Stück zu Fuß zu gehen. Die Straßen waren menschenleer, die vereinzelten Personen die uns auf den verlassenen Straßen entgegenkamen machten das Unbehagen nicht besser. Aber irgendwann sahen wir das Licht bzw. hörten die Musik am Ende des Tunnels. Wir stürzten uns ins Gewusel. Die Musik war richtig nice und die Stimmung war übertrieben. Wir verloren uns aus den Augen und suchten bestimmt eine Stunde bis wir uns wieder fanden 😅.
      Auf dem Weg nach Hause wollten wir wagemutig oder auch leichtsinnig den selben Weg zurück wie hin nehmen. Ein Mann hielt uns jedoch zurück, weil es zu gefährlich sei. Uns wurde der offizielle Eingang/Ausgang eindringlich empfohlen 🤣 Hinterher ist man immer schlauer 😂
      Read more

      Traveler

      Juhuu. Herrlich schön die Bilder und (lulaaaa) Video zu sehen und eure Erlebnisse zu lesen! Freu mich auf die nächsten Zeilen!

      Traveler

      🙏🏼💗

      Traveler

      Different world, different lifestyle 🙌🏾😎So habe ich auch Zuhause gefeiert, als Bolsonaro raus gekickt wurde 😁😁

       
    • Day151

      Sightseeing Carioca Style

      June 18 in Brazil ⋅ ⛅ 20 °C

      Wie läuft eigentlich unser erster dezidierter Großstadtstopp seit Anbeginn unserer Reise ab?

      Rio ist riesig - 7 Mio Menschen wohnen hier; inklusive Großraum 13 Millionen. Im (großen) Touri-Dreieck zwischen Zuckerhut, Ipanema und dem Centro merkt man davon aber verhältnismäßig wenig. Von einem der unzähligen Aussichtspunkte lässt sich die gesamte Dimension der Stadt nur schwer begreifen. Immer wieder wird der Großstadtdschungel von wirklichem Dschungel und den Granitmonolithen unterbrochen. Obwohl die Favelas hier bis in Bergbauern-gleiche Steillagen hinaufgebaut werden, bleibt trotzdem noch so viel Grün über, dass hier Mitten in der Stadt ein ganzer Nationalpark ausgewiesen ist. Viel Wohnfläche (wie auch am Satellitenbild gut ersichtlich) befindet sich auch im flach sumpfigen Hinterland. Hier wurden schon einige Viertel der Sumpflandschaft abgetrotzt.

      In Rio wurde uns vor Ankunft immer geraten einige Verhaltensweisen zu beherzigen. Zur falschen Zeit am falschen Fleck ist hier nicht ratsam. Uber wurde unser empfohlenes Fortbewegungsmittel - soll sicherer als Taxis sein. So nehmen wir eigentlich für jeden weiteren Weg der nicht zu Fuß gemacht werden will das Uber-Taxi. Bei jedem Tagespunkt wird vorab kurz recherchiert ob das eh 'sicher' sein soll. (Spoiler: passiert ist uns nix.) Versuchen nicht aufzufallen — allerdings (allein schon durch unsre weiße Haut) leichter gesagt als getan. Kamera / Handy lieber eingesteckt lassen, etc. Etwas zwiegespalten haben wir auch die wirklich viele Polizeipräsenz gesehen (an allen Touri-Flecken fix mehrere Autos, und sonst auch an jeder 3. Straßenecke) — einerseits fühlt man sich an diesen Punkten nochmal sicherer, allerdings schrecken gleichzeitig die allzeit bereiten und zur Schau gestellten Maschinengewehre ab. Für uns hat sichs während unseres Aufenthalts zwar halb so wild angefühlt, denn nix passiert und auch nix mitbekommen — allerdings bekommt man den Kontrast zwischen Reichtum und Armut aus nächster Nähe mit. Mit europäischen Städten ist das nicht vergleichbar. Wir haben uns zwar eigentlich nie unsicher gefühlt, so unbekümmert sicher wir Zuhause allerdings auch nicht, sondern immer ein bisschen auf der Hut.

      Als Tourist ist Rio auf jeden Fall eine wirklich beeindruckende Stadt mit argen Kontrasten zwischen Strand und Bergen, Metropole und Dschungel, Atlantik und Lagune, Favela und Golfplatz (Entfernung: 100 Meter). Als Carioca (= aus Rio kommend) auf die Dauer aufgrund der Sicherheitsbedenken wahrscheinlich sehr mühsam. Wir haben bisher bereits einige Brasilianer:Innen getroffen die deswegen aus Rio weg gezogen sind bzw. die Stadt meiden oder Kletter:Innen die aufgrund der Kriminalität noch nie in Rio waren.

      Für uns bsundrig, dass die Hauptattraktionen wie Zuckerhut oder die Christusstatue am Corcovado kletternd besichtigt werden können. Ned nur spaßiger und beeindruckender sondern in beiden Fällen sogar auch gratis!
      Dafür ist es dann richtig lustig oben anzukommen und auf einen Schlag von 'alleine in der Wand' sich Mitten in einem schiawü Leid' (=Haufen Leute) unter unserm und eanam Erlöser wieder zu finden.
      - Die Stadt der Kontraste!! 😁

      Montags hätt ma Mal den Samba probiert, aber da sind wir wahrscheinlich zu verwöhnt aus Serra do Cipó. Der unsrige auserwählte Samba carioca war eher Kategorie Jahrmarktbesäufnis, sprich Prater oder Urfahrmarkt. Eher ned um vü gangen! Beziehungsweise wir dann a früh gegangen..
      - Vielleicht ein Zeichen von Reife oder afoch von fortgeschrittenem Alter..
      Kamillentee statt Caipi-Schmäh!
      (Den Reim hätt der FPÖ-Werbetexter ned besser hin bekommen..)

      Ansonsten überall Selfies, zig Insta-Stories und hunderttausend Posen und Fotos aus allen Blickwinkel. Lustig zum Zuschauen! Eigentlich aber ziemlich peinlich - leider anscheinend Zeitgeist! Vielleicht das eindeutigste Zeichen von fortgeschrittenem Alter: der 'Insta-Rant' von grumpy old man!

      Beeindruckende Stadt jedenfalls!!
      1000 Karmapunkte am Corcovado fürs Fegefeuer gesichert!
      Militär und Polizeipräsenz an vielen Ecken!
      Neues Lieblingsgericht: Acarajé 🤩
      Neue Lieblingssüßigkeit: Paçioquita 🥰
      Tägliche Dosis von beidem: kann niemals genug sein!

      PS.: Volleyball hätt ma natürlich wieder probiert. Futvolei gibt's zuhauf, Beachbadminton a, Beachvolley leider wieder fast ergebnislos. (2 Argentinier haben uns letztendlich beglückt).
      Netze und Plätze generell aber zum Sau fuadan!

      PPS.: Unser Beitrag zum Trainerwechsel der österreichischen Männer Fußball Nationalmannschaft: 'Foda' heißt Scheiße auf Portugiesisch.. - Foda raus! 😁
      Der eigenen Seleçao werden in Qatar eher wenig Chancen eingeräumt - Neymar zu 'mimimi' und der Rest tw. zu alt - schaumamoi dann sengmascho!
      Read more

    • Day4

      Oh Christ the Redeemer & Copacabana

      November 5, 2019 in Brazil ⋅ ⛅ 32 °C

      This morning we made it up to Christ the Redeemer via train, although the hike would have been lovely through the surrounding jungle with all its wildlife, is known for muggings, so we opted to travel 20mins on the cog train to the top with a crowd of festive Santa's 😊🎄"Feliz Natal!". Stunning views 😍👌🌞 in the 36°c heat. In the late afternoon we made it to Copacabana beach to get some sun and watch a beautiful sunset with a Caipirinha in hand! (of course being ultimate tourists 😂😉) and surrounded by the beautifully tanned locals haha.Read more

    • Day29

      Rio 🤩

      July 28 in Brazil ⋅ ☀️ 27 °C

      🎶 Si tu vas à Rio, 🎶
      N'oublie pas de monter là haut ! 🎶🎶

      Corcovado, nous voilà ! 🤩

      On nous avait prévenus, il faut y aller tôt le matin ou tard le soir ! On ira donc à 13h 😑 ! 😆😆

      Ben apparemment, on n'est pas les seuls à s'organiser comme des quiches !! 😂
      Et on n'était pas les seuls à vouloir voir le Christ Rédempteur, une des 7 merveilles du monde!

      38 m de haut, 28 de large, c'est la plus grande statue du Christ au monde ! Elle se trouve en haut du Corcovado (plus grande forêt urbaine au monde: Tijuca), est visible de partout dans Rio, surplombe une des plus grande baie du monde (Guanabara) et surtout ... C'est "le" symbole de Rio !!!

      On a attendu 2h pour pouvoir prendre le petit train qui nous emmène au sommet, ça nous a pas transporté ... Enfin si ... Enfin non ... Enfin si, mais non !

      La seule petite deception du Christ, c'est pour la partie technique ... il est fait en béton armé ... On ne s'attendait pas à une statue en or, mais quand même 😅
      Read more

      Traveler

      jésus c est du béton !!😄😄😄

      7/30/22Reply
      Traveler

      7/30/22Reply
      Traveler

      La charpente de la cathédrale royale de Reims est aussi en béton armé... 😇c'est du costaud !!!! et il n'y avait pas un petit escalier jusqu'au sommet ,pour des randonneurs expérimentés comme vous ???🥵

      7/30/22Reply
      Traveler

      Si, mais rando super dure ... et plus le courage !

      7/30/22Reply
      Traveler

      C'est donc bien le moment de regagner ses pénates 🥴😊

      7/30/22Reply
      Traveler

      On est souvent déçu avec eul Christ...

      7/31/22Reply
       
    • Day29

      Rio de Janeiro, Brasilien - Part 2

      October 25 in Brazil ⋅ ⛅ 26 °C

      Tag 5:
      Special-Tourguide Derya hat wieder das Zepter in die Hand genommen und einen Alternativplan aus dem Hut gezaubert. Der bewölkte Himmel machte uns auch heute einen Strich durch die Rechnung. Rios Jesusstatue versteckte sich seit 2 Tagen in den Wolken, sodass es wenig Sinn machte den Berg zu Jesus zu erklimmen. Derya führte uns stattdessen in eine für Touristen eher zugängliche Favela - Favela Santa Marta. Man sollte sie zwar nur in einer geführten Gruppe sehen, aber nach gestern Abend fühlten wir uns etwas brasilianischer.
      Direkt am Anfang noch am Fuß der Favela kam ein Mann auf uns zu der kein Wort Englisch verstand und ständig Micheal Jackson zu Marvin sagte. Wir waren uns nicht sicher ob er ein Verrückter ist oder ob Marvin ihn an Michael Jackson erinnert.
      So oder so war beides irritierend.
      Wir hatten jetzt also unbeabsichtigt einen einheimischen Tourguide, dessen Absicht uns allerdings nicht so ganz klar war. Wir folgten ihm nach oben durch die Favela. Wollten wir eigensinnig nach rechts abbiegen, ermahnte er uns ihm zu folgen. Wir hatten aber auch keine andere Wahl. Die Favela war ein unübersichtliches Labyrinth mit vielen Sackgassen und Irrwegen. Der Weg nach oben verlief gefühlt durch Wohnungen und Toiletten.
      Oben angekommen lief die kaputte Schallplatte weiter aus ihm „Michael Jackson, Michael Jackson“. Und jetzt löste sich alles auf. Eine Statue von Micheal Jackson stand oben auf dem Platz und Wandbilder umgaben diesen Ort. Wahrscheinlich wurde dort „don’t care about us“ gedreht, recherchiert haben wir es noch nicht.
      Auf dem Platz hatten wir eine tolle Aussicht über die Favela und Rio. Die vielen Stufen aufwärts haben sich mal wieder gelohnt.
      Auf dem Platz fragten wir eine Gruppe, ob es hier sicher sei. Besser spät als nie 😃
      Es waren uniformierte Personen, die zuerst nach Security aussahen, aber offensichtlich auch nur Besucher waren, da sie uns plötzlich mit dem Mann alleine oben gelassen haben. „Bis hier hin ist es sicher, aber nicht weiter hoch gehen“ war das Letzte was sie sagten, bevor sie uns verließen.
      Jetzt tauchte ein weiterer Mann auf und sprach mit unserem Favela-Guide. Marvin bemerkte ein Stockwerk tiefer eine Pistole liegen, ein Mann stand daneben. Jetzt kam unser unfreiwilliger Guide auf uns zu und zeigte sein Handy. In der Übersetzter App stand „Touristen die hier her kommen müssen bezahlen“. Wahrscheinlich hatte die App nur schlecht übersetzt, uns war das egal. Rio, Favela, alleine, ein zweiter Mann dazu gekommen, Touristen, eine große blonde Frau und eine Pistole. Und die Dämmerung trat ein. Blitzschnell machten wir uns auf den Weg nach unten durch die dunklen Gassen. Der Mann folgte uns. Marvin blieb kurz stehen, um Derya etwas Vorsprung zu verschaffen und ging dann selbst weiter. Als wir die Security-Gruppe einholten, ließ der Mann ab, bog irgendwohin ab und wir sahen ihn nie wieder 🙏🏼

      Nächstes Ziel des Tages: der legendäre Zuckerhut. Auf dem Zuckerhut hatten wir eine unglaubliche Aussicht über ganz Rio, auf die Favelas, das Meer und auf die vielen Berge. Mit dem Sonnenuntergang erleuchtete vor uns Rio bei Nacht.
      Read more

      Traveler

      Auweiauwei

      Traveler

      Geil🤩 🤩

      Traveler

      Wow!!!🤩🤩 ich lieebe die Berge drumherum🤩🤩

      4 more comments
       
    • Day131

      Carolina + Clemens | 🧡 💍

      July 8 in Brazil ⋅ ⛅ 26 °C

      Mein Herz ist voller glückseliger und magischer Momente - und mein Kopf versucht die Hochzeit von Caro und Clemens bestmöglich irgendwie abzuspeichern.

      Es war einfach ein fantastischer Tag: die Location über den Dächern von Rio de Janeiro im Stadtteil Santa Teresa, die Sonne strahlte ebenfalls mit dem Brautpaar um die Wette - und vor allem auch diese einmalige Atmosphäre und großartige Stimmung zwischen all den eingeladenen Freunden und Familienmitgliedern.
      Die gemeinsamen Aktivitäten in den Tagen vor der Hochzeit haben ungemein geholfen, dass es eine bunt gemischte Veranstaltung wurde.

      Traditionell brasilianisch haben wir uns nicht allzu lange mit Essen (super leckeres Fingerfood + kleines Buffet) sowie Reden (eine von allen vier Trauzeugen inkl. Dancemoves der Jungs 🔥) aufgehalten, sondern haben die Tanzfläche ab ca. 19/19:30 Uhr über mehrere Stunden förmlich belagert. Eine Bläser-Drums-Band hat uns eine Dreiviertelstunde lang so dermaßen eingeheizt, spätestens da blieb kein Kleid oder Hemd mehr trocken - zum Leidwesen der Klimaanlage, welche irgendwann einfach den Geist aufgab.

      Daher gibt es auch gar nicht so unfassbar viele Bilder und Videos, die Hände waren dann eher mit Moscow Mules, Caipirinhas oder leckeren Häppchen voll - oder damit beschäftigt, das Brautpaar hochzuschmeißen.

      Ein Auszug aus der Dankesnachricht zeigt glaube, wie auch das Brautpaar überwältigt war von dem ganzen Tag und der entgegengebrachten Liebe und Energie.

      🧡 🧡 🧡

      🎵: Vesislava - Can You Feel The Love Tonight (Piano & Cello)
      Read more

      Traveler

      sieht aus, wie vor einer Leinwand 🤩

      7/25/22Reply
      Traveler

      Alles echt, versprochen! 💯

      7/25/22Reply
      Traveler

      Wow.

      8/26/22Reply
       

    You might also know this place by the following names:

    Maracanã, Maracana

    Join us:

    FindPenguins for iOSFindPenguins for Android