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Roadtrip zum Kaukasus ´24/25

Über die Balkanroute, durch die Türkei in den großen Kaukasus nach Georgien und zum Kleinen Kaukasus nach Armenien. Danach tingeln wir durch den Süden der Türkei nach Griechenland auf den Peleponnes. So ist zumindest mal der Plan. 😄 Les mer
  • Der Kanal von Korinth & alte Steine!

    5. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 15 °C

    Millionen haben hier auf der schmalen Brücke schon gestanden und in den Kanal von Korinth hinabgestaunt! Jetzt endlich auch Ich!
    Ich ignoriere mein Bauchgrummeln, als ich über den schmalen Steg bis in die Mitte gehe und mir diese enge Schlucht mit ihren meterhohen, steil abfallenden Wänden ansehe. Tief unten das blaue Meer. Wahnsinn!
    Schwindelerregend ist dieser Blick von der Brücke in 84 m Höhe zwischen die steilen Wände des 6,3 km langen und 24 m breiten Kanals von Korinth, der nach 12 Jahren Bauzeit 1893 eröffnet wurde und die Peleponnes zur Insel machte. Ca. 30 Schiffe passieren die Wasserstraße täglich.
    Wir kommen von der Meerseite und fahren zunächst über eine schmale Hebebrücke mit Holzplanken, sozusagen über das Ende des Kanals. Ein Schiff ist leider nicht gekommen, solange wir auch gewartet habe. Weiter oben sorgen die „Bungee-Jumper“ für Herzklopfen, besonders wenn das Gummiseil erst kurz vor der Wasseroberfläche zurück schwingt!

    Nicht weit vom Kanal entfernt liegt das historische Korinthos. Auf dem Grabungsgelände ragen sieben dorische Säulen samt Querbalken des griechischen Appollontempels in den blauen Himmel auf.
    Der Tempel wurde um 560 v. Chr. errichtet. Die über 7 Meter hohen Säulen wurden aus jeweils einem Felsbrocken gemeißelt. Den Grundriss der ehemaligen Stadt ist noch gut zu erkennen. Der heutige Korinth liegt direkt am gleichnamigen Kanal.

    Zur Kaffeepause fahren wir auf den nahegelegenen Berg.
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  • Die Ritterburg Akrokorinthos

    6. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 15 °C

    Auf dem 575 m hohen Berg Akrokorinth liegt eine mächtige mittelalterliche Burg. Der Weg nach oben ist gut zu befahren. Die Burg ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dementsprechend herrscht hier oben eine drangvolle Enge. Dirty Harry macht sich klein und wir können den steilen Burgberg besteigen. Von oben hat man grandiose Ausblicke ins Umland und den Golf von Korinth. Kurz überlegen wir auch hier zu übernachten. Es weht ein kräftiger kühler Wind und nachts sinken die Temperaturen auf dieser Höhe schnell.
    Außerdem hat Dieter einige schöne Buchten entdeckt. Es zieht uns wieder ans Meer.
    Nur noch ein Kaffeepause mit genießen der Aussicht. Pustekuchen! Unsere Kaffeemaschine tut keinen Mucks mehr. Von jetzt auf gleich! Ach je, auch das noch. Dieter gibt nicht so schnell auf, schraubt das Teil auseinander. Jetzt macht sie wieder Geräusche, der Kaffee kommt aus allen Ritzen nur nicht dort raus wo er soll.
    Ob wir den Göttern irgendwas getan haben, frage ich uns ratlos. Ausgerechnet jetzt, nachdem wir weg sind aus Athen und uns 2 Feiertage mit geschlossenen Geschäften bevorstehen, geht das Ding kaputt. 😢 Was machen wir Nespresso-Junkies denn jetzt?!

    Das ist eine gute Frage, die wir in den nächsten Tagen hoffentlich positiv klären können.
    In der nächsten Bucht wird das jedenfalls erstmal nix.
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  • Idylle in der Bucht von Korfos

    6. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 16 °C

    Wenn man von oben die rechte Hand auf die Peleponnes- Karte legt, so befinden wir uns jetzt sozusagen auf dem Daumen.
    Wir cruisen gemütlich über die gut ausgebaute Küstenstraße und erfreuen uns am Wetter, an den Blicken auf das stahlblaue Meer. Olivenbäume, wo man hinsieht. Kleine Fischerboote dümpeln vor sich hin. Idylle pur!
    Das setzt sich fort in der Bucht des Fischerortes Koros. Hier stehen wir am Ufer mit noch zwei Womos und essen hervorragend in der nahegelegenen Taverne. Direkt am Wasser die letzten Sonnenstrahlen zu genießen, eiskalten Weißwein zu trinken und mit dem Wirt zu plauschen, der sich sichtlich freut, dass wir beim ihm einkehren.
    Später gibt er uns noch einen süßen Nachtisch mit ins Wohnmobil. 😋 Da fehlt nur noch der Espresso dazu! 😀
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  • Weltkulturerbe Mykene

    8. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir verlassen den „Daumen“, geografisch korrekt, Argolis genannt, doch schneller als gedacht. Die geplante Rundreise zu weiteren Sehenswürdigkeiten holen wir später nach. Es geht zurück nach Korinth. Die Geschäfte sind geöffnet, wir finden eine neue Kaffeemaschine. An der Kaffeefront ist also alles wieder gut. 😉
    Übrigens Korinth ist eine interessante Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten, netten Fußgängerzonen zum Bummeln und bietet einen großen Parkplatz am Hafen wo man auch übernachten kann.
    Für uns geht es nach dem Einkauf aber weiter in das antike Mykene. Diese Stadt war seit der Bronzezeit bis etwa 1200 Jahre vor Christus eine der bedeutendsten Städte Griechenlands. Zahlreiche Mythen ranken sich um die antike Stadt mit ihrem weltberühmten Löwentor. Das Löwenpaar über dem Eingang zur inneren Burg zählt zu den frühesten Beispielen europäischer Monumentalplastik. Gleich hinter dem Tor entdeckte Heinrich Schliemann 1876 einen gepflasterten Kreis mit Königsgräbern, aus dem er die Maske des Agamemnon barg.
    Im Jahr 1999 wurde Mykene gemeinsam mit der unweit gelegenen antiken Stadt Tiryns zum Weltkulturerbe erklärt.
    Wir sind relativ früh in Mykene angekommen. Dennoch waren schon einige Busse dort und die Insassen werden durch die Ausgrabungsstätte geführt. Dieter hat keine Lust mehr auf alte Steine und so erkunde ich die Anlage alleine. Eine italienische Reisegruppe lässt sich gerade einzeln vor dem Löwentor in allen möglichen Verrenkungen gegenseitig fotografieren. Die Reiseleiterin ist schon ganz genervt, sie will doch ihre Geschichten über Homer, Heinrich Schliemann, Agamemnon und Perseus, den Gründer Mykenes loswerden. Insbesondere wie die Stadt zu ihrem Namen gekommen ist, war interessant:
    „Auf einer Reise erfrischte sich der durstige und müde Held Perseus mit Wasser, dass sich im Hut eines Pilzes gesammelt hatte. An diesem Ort gründete er die Stadt, die den Namen des griechischen Wortes für Pilz ( Altgriechisch Mykes) in sich trägt.

    Die eitlen italienischen Jungs treiben es derweil echt auf die Spitze. Der eine hat einen Spiegel dabei, benutzt ihn tatsächlich um seine 3 Haare in Form zu kämmen. Seine Kumpels treten von einem Bein auf das andere und merken dass ich das Ganze amüsiert beobachte. Das machte der Typ übrigens auf dem gesamten Gelände. 😅

    Ich habe mich gefreut auch endlich in Mykene gewesen zu sein, man braucht aber viel Phantasie um die Stadt von damals zu erkennen.
    Interessanter ist, dass um Mykene herum die griechische Weinstraße mit Wegweisern zu den jeweiligen Weingütern verläuft. Allein meine verschnupfte Nase hält uns davon ab, den Wegweisern zu folgen. Es werden sich hoffentlich noch Gelegenheiten ergeben. Derweil kocht mein Lieblingsmensch mir eine Hühnersuppe. Soll gegen Erkältung helfen. 🙃
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  • Sympathisches Nafplio

    8. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 16 °C

    Während der Regentschaft König Ottos von Bayern war Nafplio die Hauptstadt Griechenlands ( 1829-34).
    Davon zeugen noch einige hochherrschaftliche Stadtpalais und Befestigungsanlagen. In den Gassen der Altstadt lässt es sich gemütlich bummeln. Alles ist immer noch weihnachtlich geschmückt. Für mich nicht mehr so romantisch im neuen Jahr.
    Die Eislaufbahn ist auch noch in Betrieb. Irgendwie skurril.
    Wir stehen auf dem großen Hafenparkplatz. Nicht schön, aber zweckmäßig mit kurzen Wegen und gutem Blick auf die kleine vorgelagerte Insel Burdzi, die fast völlig mit einem venezianischen Kastell überbaut ist. Hier warteten die zum Tode Verurteilten auf ihr Ende, Wand an Wand mit den in der Stadt nicht geduldeten Henkern!
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  • Hoch oben: Fort Palamidi

    9. januar 2025, Hellas ⋅ ⛅ 16 °C

    Eine Straße und fast 1000 Stufen führen vom Hafen in Nafpoli hoch zum venezianisch-türkischem Fort.
    3x darf man raten, welchen Weg wir genommen haben. 😉
    Die Festung wurde 1722 erbaut und war das stärkste Bollwerk Griechenlands. Noch beeindruckender als die gut erhaltene Festung ist der Ausblick auf die Stadt und den Argolischen Golf. Wir sind begeistert über die Fernsicht und das herrliche Wetter.
    Nun haben wir uns aber das Frühstück verdient. Dazu geht’s wieder mal an einen kleinen idyllischen Strand.
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  • Verschlafenes Kiveri

    10. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 19 °C

    Gegenüber von Nafplio liegt der kleine, 1000 Seelen Ort Kiveri. Haupteinnahmequelle der Einwohner ist die Landwirtschaft, insbesondere der Anbau von Zitrusfrüchten, hier speziell Orangen. Sie schmecken hervorragend. Wir durften uns auf dem Weg durch die Plantagen einige pflücken.
    Daneben gibt es im bescheidenem Umfang Fischfang.
    An einem der kleinen Häfen stehen wir mit unserem Wohnmobil und haben einen tollen Blick auf die Fischerboote und den im Hang liegenden Ort.
    Der Tourismus spielt hier nur eine sehr untergeordnete Rolle, was sehr wohltuend ist. Wir streifen durch den Ort und kaufen unsere Lebensmittel beim sehr freundlichen Dorfladenbesitzer. Die mit allen Leckereien bestückte Bäckerei/ Konditorei/Pattiserie hat uns in ihrer dargebotenen Vielfalt ziemlich überrascht. Die hätte ich zuhause auch gerne! 🤩
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  • In den Moustos Wetlands

    11. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 17 °C

    Durch dieses spannende Naturschutzgebiet fahren wir um wieder an einen schönen Naturstrand zu kommen. Hoffentlich begegnen wir den seltenen Goldschakalen, die hier beheimatet sind. Es ist die einzige ihrer Art, die in Europa verbreitet ist. (Größe etwa zwischen Wolf und Fuchs)
    In Kiveri wurde es uns zu voll. Obwohl wir erst Januar haben, sind die Wohnmobile hier überall unterwegs. Wir sind sehr gespannt, wie das so weitergeht. Wir haben uns einige Ziele im Finger „Lakonien“ vorgenommen. Das Wetter wird schlechter und kälter die nächsten Tage. Da wir bisher im neuen Jahr nur T-Shirt Wetter um die 18 Grad hatten, wollen wir mal nicht meckern. 😀
    In dieser Gegend ist alles geschlossen. Tote Hose sozusagen. Wir haben alles Wichtige an Bord, also kein Thema für uns.
    Wir streifen durch die Natur, erfreuen uns am wilden Strand, an interessantem Strandgut und kleinen seltenen Blümchen! Sehen unterwegs keine Schakale, aber dafür tummeln sich plötzlich Delphine in der Bucht. Sie ziehen spielerisch ihre Kreise, natürlich zu weit weg für eine Handykamera. Ein toller Anblick.
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  • In Pigadi im Parnon Gebirge

    13. januar 2025, Hellas ⋅ 🌧 7 °C

    Wir bekommen einen Tipp doch mal in der „Taverna Glistras“ vorbeizuschauen. Es gäbe dort bodenständiges griechisches Essen und einen Stellplatz auf dem Hof. Das Wetter ist überall usselig zur Zeit, also warum nicht in die Berge fahren. Von der Küste weg über schmale Straßen und durch das Kletterparadies Leonidio geht es hoch hinaus ins Parnon Gebirge in das kleine Dorf Pigadi. Hier ist echt der Hund begraben. Nebelschwaden ziehen über die Berggipfel, es regnet und graupelt vor sich hin. Und hier in der Einöde soll eine Taverne sein. Uns kommen schon ein paar Zweifel. Die vergehen schnell als wir um die Ecke biegen und ein warm beleuchtetes Steinhaus sehen. Der Besitzer stürmt aus der Tür, begrüßt uns freundlich, weist uns ein und wir können auch sofort zum Essen kommen. Drinnen brennt ein heimeliges Feuer! Wir werden auch von der Chefin und ihren Kindern herzlich begrüßt. Es gibt schmackhaftes Essen, einen leckeren Rotwein und den Ouzo haben wir auch nicht stehen lassen.
    Nach einer herrlich ruhigen Nacht, gibt’s einen großen griechischen Kaffee und unser bestelltes Olivenöl. Im Gespräch mit Händen und Füßen mit Helen, der Chefin, stellt sich heraus, dass sie mit ihrem Bruder George die Taverne betreibt. Er lässt sich am Telefon zuschalten und wünscht uns eine gute Weiterreise. Auch wenn es mittlerweile etwas schneit, schmilzt unser Herz dahin bei soviel Gastfreundschaft. Es gibt obendrein auch noch einen Topf eingelegte Oliven als Geschenk. 💝
    Wir kommen auf jeden Fall wieder, sind jetzt per WhatsApp verbunden. 🙏

    https://maps.app.goo.gl/PMkPXtd6iAkhhiuq7?g_st=…
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  • Lacovino-Winery: Weingut mit Herz 💚

    14. januar 2025, Hellas ⋅ 🌧 9 °C

    Nach dem herzlichen Abschied in der Taverna Glistras, geht’s für uns wieder Richtung Küste. Vorher müssen wir aber in den Bergen über einen 1000 m hohen Pass. Wir passieren ihn im Schneetreiben. 😲 Zurück an der Lüste wartet die Sonne und ein sympathisches Weingut auf uns. Wir hatten uns angemeldet, da im Winter nicht immer jemand dort ist. Umgeben von den eigenen Weinbergen und herrlich duftenden Zitronenbäumen liegt das Weingut Lacovino etwas versteckt in der Nähe des Flusses Eurotas in der Ortschaft Elo in Lakonien.
    Es ist ein hochmoderner Weinbaubetrieb, der so konzipiert wurde, dass er sich harmonisch in seine natürliche Umgebung einfügt. Das Weingut hält an einem streng überwachten Weinherstellungsprozess fest, der nach der Lebensmittelsicherheitsnorm ISO zertifiziert. Ist. Das und vieles mehr erzählt uns der quirlige und sehr freundliche Besitzer Adamantios. Da ich ja selbst aus einem Familienweingut komme, fühle ich mich hier gleich wie zuhause. Wir verkosten mehrere Weinsorten, von Weiß-über Rosè- zu Rotwein. Wir diskutieren interessante Themen wie z.B. die Weinpreise in den Restaurants. Er sagt uns für welchen Preis er die Weine an diese abgibt und für welchen Preis sie später auf der Karte stehen. Es kommen öfter Kunden zu ihm und „beschweren“ sich über den vielfach erhöhten Preis auf der Getränkekarte. Das ist nicht gut fürs Geschäft befinden Adamanthios und seine Winzerkollegen. Wir können da nur zustimmen!
    Auch über das Thema Retsina-Wein gerät er in Rage. „Wir werden in Griechenland nur über diesen „Mistwein“ definiert“, schimpft er. Wir lassen unsere Weine natürlich reifen uns sich ausbilden und versetzen ihn nicht mit Harz“. Dieses Fremdprodukt gehört nicht in den Wein. Die Traube hat keinen „Harzgeschmack“. Auch bei dem Thema sind wir einer Meinung!
    Die Stunden vergehen, der Wein schmeckt sehr gut, wir kaufen ein. Der Chef bringt mir noch ein Geburtstagsständchen und in Ermangelung einer Kerze zündet er ein Streichholz an. Wieder ein Gänsehautmoment.
    Er pflückt uns noch einen Korb mit Zitronen und Limetten. Wir müssen ihm versprechen mit unseren lieben Reisefreunden Martina und Roland (von denen stammte der Tipp) wiederzukommen! Dann wird der Grill angeworfen und die Weinprobe ausgedehnt! 😋🤩
    Was für eine Ansage.
    Wir verbringen eine ruhige Nacht auf dem Weingut. Am nächsten Morgen bringt Adamantios noch ein warmes Brot vorbei. „it’s lokal“ ruft er und winkt uns zum Abschied lange nach. Eine hochsymphatische Begegnung.

    https://maps.app.goo.gl/arAgCmqb7vgbLuSu8?g_st=…

    Entstehung von Retsina:
    Man hatte in früheren Zeiten festgestellt, dass mit Harz abgedichtete Fässer einen haltbareren Wein erzeugten und schloss daraus, dass das Harz gut für die Haltbarkeit des Weines sei. So entstand der Brauch, dem Wein von vorneherein Harz ( bzw. Zapfen) beizugeben.
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  • Dimitros Shipwreck

    15. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 10 °C

    Am Strand von Glyfadas in der Nähe der Stadt Gythio ist das Schiff Dimitrios 1981 am Strand gestrandet. Der vormals Klintholm genannte kleine Frachter wurde 1950 in Dänemark gebaut. Es gibt viele Gerüchte über die Herkunft des Schiffes und wie es am Strand gestrandet ist. Vor über 40 Jahren hatte es sich an der Reede vor dem Hafen in Gythio bei einem Sturm losgerissen und war an diesem Strand von Glyfada/Valtaki gestrandet und rostet seitdem vor sich hin.

    Ein beliebtes Fotomotiv auch für uns und der Strandspaziergang war wunderbar!
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  • In der Hafenstadt Githio

    17. januar 2025, Hellas ⋅ ⛅ 12 °C

    Die bunten Häuser der Stadt liegen am Hang. Wir stehen im Hafen neben Segelschiffen und Fischtrawlern. Unser Nachbar aus dem Saarland erzählt uns wo es Strom gibt. Dieser Tage ist noch bedecktes Wetter und wir wollen hier einige Zeit bleiben. Wir haben einen tollen Rundumblick, spannend im Hafen zu stehen. Also laufen wir in das große Gemeindehaus und bekommen im Büro des stellvertretenden Bürgermeisters eine Stromkarte. Die Stromsäulen, an denen man auch Wasser bekommen kann, sind normalerweise für die Boote gedacht, im Winter drücken sie im Büro ein Auge zu. Dirty Harry ist jetzt für ein paar Tage ein Schiff. Herrlisch!
    Githio ist der Hauptort der östlichen Mani, wie der mittlere Finger des Peleponnes genannt wird. Die Häuser sind an den Berghang gebaut und durch steile Treppen miteinander verbunden. Hier braucht es ein gute Kondition. Wir besichtigen die Stadt, es gibt hier alles was man so braucht. Viele alte Häuser in den oberen Reihen sind baufällig und verlassen. Wieder andere werden liebevoll restauriert. Das in Githio bekannte Lokal Kyrifidis ist für eine Mani typischen Spezialität bekannt, wird aber leider renoviert. Also können wir das sog. Nationalgericht Tripleta bestehend aus dem „Trio“ Fleisch, Käse und Teig bei unserem jetzigen Aufenthalt nicht genießen.
    Dafür aber frische Doraden, beim Fischer gekauft und zubereitet in der „Haasi-Womoküche“!
    Ein Beispiel für die typische Wohnform der Mani steht auf der kleinen, durch einen Damm nahe dem Hafen Githios verbundenen Insel: ein Wehr-und Wohnturm aus dem 18. Jh. ist heute ein historisches Museum. Um die Ecke steht der stolze Leuchtturm!

    In unserer weiteren Planung verhalten wir uns wetterkonform. An den Spitzen der Finger herrscht zur Zeit starker Wind. Wir werden sehen ob und wann wir dorthin fahren.
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  • Monemvasia, Gibraltar des Ostens!

    18. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 14 °C

    An diesen berühmten Felsen denken wir unwillkürlich, als wir auf der Küstenstraße immer näher kommen. Auch der Felsen in Frankreich „Mount St. Michel“ fällt uns dazu ein. Kurzer Gänsehautmoment beim Erzählen, wo wir doch schon überall waren…….
    Und jeder dieser Rocks hat am Ende seine Besonderheiten. Monemvasia, diese griechische Kleinstadt war im Byzantinischen Reich ein bedeutender Stützpunkt und Festung.
    Ihren Namen verdankt die Stadt ihrer Lage. Sie bedeutet „einziger Zugang“. Sie galt bis zur griechischen Unabhängigkeit 1821-30 wegen der großen Schwierigkeiten, die mit Eroberungsversuchen verbunden waren, als das „Gibraltar des Ostens“! Der Felsen ist ca. 194 Meter hoch und 1,8 Kilometer lang.
    Die Stadt ist auch Namensgeberin für den Malvasier, eine Rebsorte, die von dort aus exportiert wurde.

    Kleiner Exkurs:
    In Europa erfreut sich die Malvasia Traube großer Beliebtheit. An ihrer Anbaufläche gemessen gehört sie zu den TOP 20 Weißweinreben. Ihr Ursprung liegt jedoch in Asien. Sie kam während der Antike über den griechischen Handelshafen Monemvasia hierher. In Griechenland, insbesondere auf Kreta, hat Malvasia bis heute einen sehr hohen Stellenwert. Auch auf den kanarischen Insel kommt die Malvasia- Traube sehr gut zurecht, besonders im Lavagestein von Lanzarote.
    Ein leckerer fruchtiger Weißwein, den ich am liebsten eiskalt trinke!
    Zurück zum Felsen. Wir lassen uns bei herrlichem Sonnenschein durch die alten Gassen treiben, bewundern die perfekt renovierten Hotels und kleinen Sonnenbalkone und staunen mal wieder über die Menschen in der Antike, die das alles bebaut haben. Wir haben den Eindruck, dass jetzt im Januar die Katzen hier in den Gassen die einzigen Bewohner sind. 😀
    Na und wir natürlich! Wohltuend ist, dass sich die Souvenirläden in Grenzen halten. Der griechische Kaffee mit Aussicht aufs blaue Meer schmeckt wunderbar.
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  • Auf der Landzunge in Agios Fokas

    19. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 14 °C

    Wildromantisch geht es weiter auf dem lakonischen Finger Richtung Süden. Der großartige Felsen zeigt sich immer wieder zwischen den Kurven an der Küste. Das Meer brandet, die Sonne beleuchtet die weißen Schaumkronen, wie ein Spotlight.
    Wir kommen in das kleine Dorf Agios Fokas und biegen an dem winzigen Hafen zu unserem Übernachtungsplatz auf der Landzunge ab.
    Auf der Spitze steht eine kleine Kapelle und ein kleiner Friedhof (alles in Marmor!) zwischen den Klippen. Zu erreichen über eine sandige Bucht. Sogar einen Wasserhahn gibt es in der Zufahrt.
    Auch von hier haben wir einen tollen Blick übers Meer auf den Felsen von Monemvasias-Pantanasas in der untergehenden Sonne.
    Meerumtost zwar stehen wir hier sicher.
    Der Sonnenaufgang ist grandios und unvergessen.
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  • Im Geopark Agios Nikolaos

    19. januar 2025, Hellas ⋅ 🌬 14 °C

    Etwas ganz anderes wollen wir heute besichtigen, den versteinerten Wald in der Nähe von Agios Nikolaos an der Südspitze von Lakonien.
    Das Wetter spielt mit und so fahren wir von unserem romantischen Übernachtungsplatz weiter über Neapoli Richtung Süden. Die Wege auf dem Peleponnes sind kurz, von daher werden wir auch immer mal wieder hin- und herfahren.
    Der Geopark ist im Grunde genommen ein riesiges Freilichtmuseum, das in den Atlas der geologischen Denkmäler der Ägäis aufgenommen wurde.
    Der große Strandabschnitt bei Agios Nikolaos ist einzigartig in Europa. Mit etwas Phantasie stellen wir uns vor, wie es hier vor zweieinhalb Millionen Jahren ausgesehen haben muss. Diese Bäume, Sträucher und Schalentiere wurden damals durch geologische Störungen, Erdbeben und vulkanische Aktivitäten versteinert.
    Wir sind ganz hin und weg von dieser einsamen Gegend. Die Straßenverhältnisse sind bis in die Spitze richtig gut, alleine durch die engen Gassen des Dorfes Agios Nikolaos zu fahren ist ein wenig abenteuerlich. Vor allem an einem Sonntag, wenn gerade die Messe zu Ende ist und die Bewohner auf die Straße strömen um zu ihren überall kreuz und quer geparkten Autos zu gelangen. Dirty Harry und sein Fahrer haben mal wieder meisterlich bewiesen was sie können. 🫣
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  • An der Promenade in Plitra

    20. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 15 °C

    Der Wind nimmt zu an der Südspitze des ersten Fingers. Wir fahren ein Stück die Westküste hoch, kommen durch unendliche Olivenplantagen. Die Ernte ist in vollem Gange. Wir schauen uns einige Strandplätze an, überall stehen mindestens 1-5 Wohnmobile. An einem Strand sogar ein Vielfaches mehr. Wir finden im kleinen lakonischen Dorf am Ende der Promenade einen schönen Übernachtungsplatz. Mit uns steht ein Wohnmobil aus München dort. Wir kommen sogleich ins Plaudern über das Reisen und schöne Ziele auf dem Peleponnes.
    Der goldgelbe feine Sandstrand und die Liegestühle laden zum Verweilen ein.
    Wir mögen die kleinen verträumten Ortschaften.
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  • Muschelsuche am Strand von Trinisa

    21. januar 2025, Hellas ⋅ ⛅ 14 °C

    Ach wie schön, wir lieben diese urbanen wilden endlosen Strände wie diesen hier! Du stellst dich einfach hin, die Nachbarn sind weit weg. Wir laufen 5 Kilometer diesen langen (16 km) Strand entlang, suchen und finden Muscheln, bewundern gemütliche Ferienwohnungen und Häuser. Geschmack ist was gefällt oder!? In der Einfachheit liegt das Wohlbefinden, das stellen wir auf unserer Reise auf dem Peleponnes wieder mal vermehrt fest.
    Es gibt in unserer Nähe eine einfache Taverne. Hier kocht Vauda ein ordentliches griechisches Essen haben wir gehört. Und werden nicht enttäuscht! Wir freuen uns immer wenn wir die Gelegenheit haben, den Griechen, in dessen Land wir nun mal Gast sind, etwas zurückgeben zu können wenn wir so frei und ungestört an deren Stränden stehen dürfen. In Deutschland wäre das alles wohl so nicht möglich!
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  • In der Surfer Bucht Kamares

    23. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 15 °C

    Wir sind nochmal zwischengelandet im gemütlichen und symphatischen Städtchen Githio. Tatsächlich war auf „unserer“ Stromsäule noch Guthaben. Da haben wir doch gleich wieder angedockt, ein paar Lebensmittel gekauft und Wasser aufgefüllt.
    Denn nun nehmen wir den mittleren Finger in Angriff. Wir fahren auf die „wilde Mani“. Sie zeichnet sich durch enge Straßen und spannende alte Dörfer mit Wehrtürmen aus. Der südlichste Punkt Griechenlands, das Kap Tenaro ist unser nächstes großes Ziel. Dazwischen gibt es viel zu sehen. Vor allen die endlosen Olivenhaine deren Äste vor lauter Früchten tief in die Fahrbahn hineinhängen. Eine kleine Herausforderung für Fahrer und Wohnmobil.
    Wir erreichen bald den langen, ruhigen Strand in Kamares. Keiner da! Eine Wohltat gegenüber dem Strand in Trinisa, der immer voller wurde und dem Hafen in Githio wo die Wohnmobile kreisen um einen Platz zu finden.
    Wir genießen die letzten Sonnenstrahlen und einen leckeren Sundowner-Drink. Wir schlafen super, allein zu zweit am blauen Meer.
    Am nächsten Morgen wandern wir über den Strand ins Dorf. Es gibt keinen offenen Laden. Alles ruhig und beschaulich. Die paar Menschen die wir treffen, grüßen uns freundlich. Kalimera! Alles gut!
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  • Im einsamen Kokkola

    23. januar 2025, Hellas ⋅ ⛅ 16 °C

    Windzerzaust hängt die Fahne an unserem nächsten Übernachtungsplatz in dem Mani-Dorf Kokkola. Über enge kurvenreiche Sträßchen schrauben wir uns bergauf und bergab immer mit Blick auf das unter uns liegende, tiefblaue Meer. Überall die gleiche Bauweise. Wehrtürme wie in früheren Zeiten. Was es damit auf sich hat, dazu komme ich später noch!

    Der nächste Tag beginnt direkt golden. Mit einem Sonnenaufgang auf unserem „Terrassenplatz“ in Kokkola.
    Die Sonne drängt sich durch das kleine Wolkenband. Und plötzlich ist sie da, erst ein Stück und dann so kraftvoll, sie scheint mir direkt ins Herz und macht Mut als wolle sie sagen: Hallo hier bin ich, ich scheine immer, jeden Tag, pünktlich auf die Minute, egal was auf der Welt gerade los ist!
    Und ich stehe da in meinem Nachhemdchen mit dem Handy in der Hand und denke: Genau, an Dir nehme ich mir ein Beispiel. Kraftvoll sein, egal was kommt! 🌞

    Wir lassen diese bizarre und karge Bergwelt auf uns wirken. Kein Mensch ist hier unterwegs. Wir sprechen schon leiser, wenn wir aussteigen, damit wir die Ruhe der Natur nicht stören. Wir frühstücken im Hafen von Kotronas, schauen uns später den netten Kiesstrand in Kalikias an. Immer wieder schwenken wir ein auf die Ringstraße die um den Mani-Finger herumführt. Wenn du in die Dörfer oder an einen Strand möchtest, wird es meistens steil oder eng oder beides gleichzeitig.
    Wir schauen uns unterwegs einige versteckte Strände an und frühstücken im kleinen Fischerhafen Kotronas mit eigenem Hausstrand. Überall ist niemand auf der Straße, eine Ruhe unglaublich! Die überträgt sich auch auf uns….
    Wir sind total geflasht von dieser ursprünglichen Landschaft, die uns mitunter an die schottischen Highlands erinnert.
    Das Kap Tenaro kommt näher.
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  • Am südlichsten Punkt Griechenlands

    24. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 17 °C

    Zwei Erwachsene in einem Wohnmobil namens Dirty Harry benehmen sich wie Kinder als sie zum ersten Mal über die Halbinsel Mani fahren. Von „Boah hast du das gesehen, über kuck mal hier und oh je kuck mal da, zu Nä wat ist dat schön“ gibt es in fast jeder Kurve einen anderen Ausruf von Erstaunen, Faszination und Unglauben über soviel wilde Schönheit, schroffe Felsnasen, grüne Wiesen, steile Ausblicke ins tiefblaue Meer. Nicht zu vergessen diese vielen Wehrtürme und die kleinen verträumten Ortschaften. Die Ringstraße auf der Mani ist wie Kino nur schöner. Und das bei dem geilsten Wetter was man im Januar haben kann. Und fast kein Wind! Das ist für uns das Beste, keinen Wind zu haben.

    Die Jahreszeit ist perfekt um auch mal links und rechts einige Sträßchen hinunter zu fahren. Wir fragen uns wie das verkehrstechnisch so läuft in der Saison auf der Mani?
    Begeistert sind wir von Lagia, einem typischen Mani-Dorf.
    Wir erreichen bald darauf nach einer kurvenreichen Strecke den Parkplatz Porto Kagio. Von dort wandern wir ein paar Kilometer über Stock und Stein zum Kap Tenaro. Ziemlich anstrengend das Ganze für mich. Nun sind wir am südlichsten Punkt des griechischen Festlandes angelangt. Solche Orte sind für mich magisch und die vorherige Anstrengung wird belohnt!
    Nicht weit davon entfernt ist das Mittelmeer über 5000 m tief. Die Menschen in der Antike dachten, dass hier die Welt zu Ende sei. Wenn man ins Meer fällt, landet man sofort im Hades. In der Nähe gibt es noch Tempelfragmente des Meeresgottes Poseidon mit Opferhöhle und Mosaike aus römischer Zeit zu bestaunen.
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  • Die wilde Halbinsel Mani

    25. januar 2025, Hellas ⋅ ☀️ 16 °C

    „Der „Mittelfinger“ des Peleponnes wie die Halbinsel auch genannt wird, ist einsam und wild mit einer endlosen scheinenden Weite gesegnet, hat unzugängliche Küstenabschnitte, schroffe Hügel mit kargen Hängen. Dazwischen immer wieder mittelalterliche Streusiedlungen mit markanten Wehrtürmen, von den Bergen bis zum Meer. Entweder man liebt sie oder man meidet sie!
    So beginnt ein Bericht aus einer griechischen Broschüre über das Gebiet in den wir uns gerade befinden.
    Also wir lieben sie! Das steht schon mal eindeutig fest.
    Wir sind auf dem Weg zum nächsten Highlight zur Höhle Vlychada Diros Mani auch Glyfada Grotte genannt und stromern unterwegs durch die alten Mani-Dörfer. So manches davon ist verlassen wie z.B. das Geisterdorf Vathia. Ein ganz bekanntes Beispiel der damaligen Baukunst sind die sogenannten Schutztürme. Vathia thront auf einer Anhöhe inmitten kahler Hügellandschaft. Von weitem mutet der Ort wie eine Festung an. Viele kleine Trutzburgen ragen aus dem Ruinendorf gen Himmel empor.
    Der mittlere Finger ist durch das ca. 2500 m hohe Taygetos-Gebirge getrennt vom restlichen Land. Über die Jahrhunderte hat die Isolierung die Menschen skeptisch gemacht. Bis ins 19. Jh. Waren Blutfehden (Vendetta) an der Tagesordnung, ein Grund für die hohe Anzahl an Schutztürmen in der Region. Die eigensinnigen Manioten ließen sich selten unterdrücken, weder der griechische Staat noch Besatzer hatten hier leichtes Spiel. Von der Mani aus begann bereits 1780 der griechische Befreiungskampf gegen die Osmanen. Noch heute ist man stolz auf die kulturelle Identität. In vielen Ortschaften wird die Baukultur beibehalten und auch neue Steinhäuser mit Wehrtürmen sog. „Mani-Towers“ versehen.
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  • In der Tropfsteinhöhle Vlychada Diros

    26. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 14 °C

    Mittlerweile sind wir auf der Westseite der Mani angekommen. Unsere Ah‘s und Oh‘s hören nicht auf. 🤩
    Am „Sauriereier-Strand“ der eigentlich Glyfada Beach heißt, docken wir für ein paar Tage an. Schnell ist erraten warum der Strand so genannt. Ich könnte alle diese dicken weißen Steine mitnehmen, um meine „Stone-Family“ zu vergrößern. Allein mein Fahrer hat was dagegen. Und Dirty Harry weist auf sein zulässiges Gesamtgewicht hin.
    Ganz in der Nähe und gut über einen Trampelpfad zu erreichen ist die berühmte Glyfada-Grotte, eine der schönsten See-Tropfsteinhöhlen der Welt und eine weitere Hauptattraktion der Mani-Halbinsel. Wir werden mit einem Kahn und zwei Führern hindurchgestakt. Lautlos gleiten wir durch das Felslabyrinth mit engen Durchfahrten dahin. Allein zu zweit durch eine phantastische andere Welt. Die Fahrt ist ca. 2 Kilometer lang, das Wasser meist 30 Zentimeter tief oder tiefer. (Ein Glück, das es nicht steigt, sonst müssten wir auf dem Bauch liegen). Der Guide im Boot erläutert uns verschiedene Tropfstein-Formationen. Manche sind streichholzfein, dazu sagen sie Spaghetti, andere dickere Baumstämme. Beeindruckend ist auch das Farbenspiel im Licht der Lampen. Die Stalagmiten und Stalaktiten schimmern in Weiß-, Braun- und Gelbtönen, in Rosa und Rot. Wir müssen oft den Kopf einziehen, so eng und niedrig sind die Durchfahrten. Wie in einer Märchenwelt kommen wir uns vor. Einfach unglaublich eindrucksvoll!
    Danach haben wir uns einen relaxten Nachmittag unter der griechischen Sonne verdient. Der kleine Ort in der Nähe heißt Pyrgos Dirou.
    Entdeckt wurde die Tropfsteinhöhle 1923 von Bewohnern der Region.
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  • Morning-Walk ins Dorf Pyrgos Dirou

    27. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 14 °C

    Oberhalb der berühmten Höhle am Glyfada Beach oder umgangssprachlich „Sauriereier-Strand“, liegt das kleine Dorf. Wir laufen den Berg hinauf und finden uns im Mittelalter wieder. Der alte Dorfkern ist echt sehenswert. Eine alte Frau zeigt uns stolz den Weg durch Ihr Dorf.
    Wir sind begeistert von allem. Die Aussicht ist toll, der blaue Himmel und die Sonne lassen viele Blumen und Sträucher erblühen.
    Die Menschen sind sehr nett. Wir machen Pause in der einzigen Taverne die geöffnet ist und essen typische Mani-Speisen. Meine panierten Spaghetti mit doppelten Spiegeleiern sind der Hit.
    Anschließend gibt’s eine kleine Weinprobe am Wohnmobil von einem Winzer, der um die Ecke sein Land bewirtschaftet. Er verkauft uns außerdem Eier und Kräuter aus seinem Garten. So können wir immer mal wieder etwas zurückgeben, wenn wir schon umsonst an diesem Strand stehen.
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  • Weltkulturerbe Mystras

    28. januar 2025, Hellas ⋅ ☁️ 16 °C

    Mystras ist eine als UNESCO-Weltkulturerbestätte ausgewiesene byzantinische Ruinenstadt in der Nähe des gleichnamigen Dorfes. Sie liegt auf einem Hügel im Vorfeld des Taygetos-Gebirges nur einige Kilometer westlich von Sparta. Ihre Geschichte begann 1249, als der fränkische Fürst Wilhelm de Villehardouin auf dem gleichnamigen Hügel die Burg von Mystras erbaut hat. In der Folge gab es mehrere Eroberungen und wechselnde Besitzer. Die Osmanen waren die letzten Besatzer. Danach wurde die Stadt während des Befreiungskampfes gegen die Osmanen von den Griechen befreit.
    Mit der Gründung der modernen Stadt von Sparta im Jahr 1834 begannen die Einwohner von Mystras schrittweise in die neue Stadt überzusiedeln. 1989 wurde Mystras in die Weltkulturerbeliste aufgenommen und heute ist es die am besten erhaltene byzantinische Burgstadt in Griechenland.
    Die eindrucksvollen alten Mauern an den steilen Hängen umgeben einen mehrstöckigen Palast und ein Dutzend prächtiger Kirchen. Es gibt zwei Eingänge. Man kann von oberen Parkplatz nach unten laufen, oder sich von unten nach oben vorarbeiten.
    Leider ist die Gegend nicht sehr wohnmobilfreundlich, überall Übernachtungsverbote für Camper. Der örtliche Campingplatz ist geschlossen. Was tun?!
    Wir entdecken einen herrlichen Platz in einem Olivenhain. Es ist der Parkplatz des 5 Sterne Hotels Grand Palace von Mystras.
    Da fragen ja bekanntlich nichts kostet, gehe ich zur Security Dame am Eingang und frage ob wir auf dem hinteren Teil des großen Parkplatzes übernachten dürfen. Der Manager wird gefragt. Er weist an, dass wir vorne stehen sollen. Dort wird der Bereich von Kameras überwacht. Wir sollen Safe stehen! Was für ein Service.
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  • Durchs Taygetos Gebirge an die Küste

    31. januar 2025, Hellas ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach einer wunderbar ruhigen Nacht auf dem Hotelparkplatz werden wir von der Security-Dame gefragt ob alles in Ordnung war. Wenn wir möchten können wir ihr Spa benutzen oder am Frühstücksbuffet teilnehmen. Wir sind beeindruckt von dieser Gastfreundschaft. Da mich wieder eine hartnäckige Erkältung plagt, verzichten wir auf das freundliche Angebot. Sehr schade aber mit einer Rotznase an einem kulinarischen Frühstück teilnehmen und dann nix schmecken ist einfach blöd.
    Stattdessen laufen wir eine Runde durch ein kleinen Ortskern von Mystras, schauen bei einer Ölmühle vorbei und machen uns dann bei bestem Wetter und guter Fernsicht auf und fahren durch das Taygetos- Gebirge zurück an die Küste. Die 65 Kilometer lange Strecke ist wildromantisch, mit tiefen Schluchten, großen Überhängen und einigen Engstellen. Viele Haarnadelkurven tragen uns bergauf auf über 1300 Meter. Eine tolle Berglandschaft, wenig besiedelt, wenig Verkehr und absolut ruhig. Was will man mehr.
    Das Taygetos-Gebirge trennt Lakonien von Messenien; seine Südflanke ist Teil der Landschaft Mani. Höchster Gipfel ist der pyramidenförmige Profetis Ilias mit 2407 m zugleich der höchste Berg der Peleponnes. Stolz trägt er seine Schneehaube und ist weithin sichtbar. 5 Gipfel gehören zu dem Gebirgszug.
    Wir sehen Kalamata im Dunst am Meer liegen, umfahren die Stadt und kommen bald nach Messini, wo es kilometerlange Sandstrände gibt.
    Wir bleiben einige Tage im Sand unter Palmen am Bouca Mati- Beach. Ich kämpfe weiter mit meiner Erkältung.
    Da wir mit dem Allrad auf dem Strand stehen, dachte gestern ein junger Tscheche, dass er das auch kann mit seinem Ford-Kastenwagen. Er hatte noch nicht zu Ende gedacht, da saß er schon fest im Sand. Alle Versuche scheiterten bisher ihn dort herauszuziehen. Auch wir konnten nicht helfen, sein Seil ist mehrfach gerissen. Jetzt kommt wohl ein großer Traktor.
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