Ecuador
Aguas Negras

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Travelers at this place
  • Day87

    Tief im Dschungel

    December 19, 2021 in Ecuador ⋅ ⛅ 29 °C

    Vier atemberaubende Tage im feucht-schwülen Amazonas-Regenwald liegen hinter uns!

    Nach einer zehnstündigen, anstrengenden Nachtbusfahrt von Quito kamen wir in Lago Agrio an, einer Stadt in der Nähe der kolumbianischen Grenze und Ausgangspunkt in den Regenwald. Dort wurden wir von unserer Guide Veronica in einem langen Kahn abgeholt. Beladen mit Vorräten ging es damit noch zwei weitere Stunden auf dem Fluss "Rio Cuyabebo", einem der zahlreichen Zuflüsse des Amazonas, zu unserer Dschungel-Lodge🏞

    Nach einer kurzen Erholungspause inklusive power nap sind wir wieder mit dem Boot los. Auf dem Weg haben wir bereits die ersten Tiere entdeckt - darunter Affen in den Bäumen, ein Faultier, ein Tukan, Schlangenhalsvögel und Hoatzine (bunte Hühnervögel). Von den vereinzelt hier lebenden rosa Amazonasdelphinen haben wir leider nur die Schwanzflossen gesehen. Nach Einbruch der Dunkelheit um 18 Uhr hat unsere Guide dann mit einer Taschenlampe Kaimane im Dickicht am Ufer aufgespürt. Diese scheuen Tiere erkennt man nur nachts durch die rote Reflektion ihrer Augen. Zurück in der Lodge sind wir nach einem vorzüglichen Abendessen bei wasserfallartigem Regen und dem Gequake eines Frosches schließlich todmüde ins Bett gefallen 😴

    Der zweite Tag startete mit einer Kanutour. An einem Ufer haben wir einen Stopp eingelegt und die Angel nach einem Piranha ausgeworfen. Nach ein paar Versuchen biss tatsächlich einer an! Diesen recht großen Fisch und seine scharfen Zähne von so nah zu sehen hat uns auf jeden Fall die Lust genommen, in der Lagune zu baden 😂 Bei schwülem Wetter sind wir danach auf der Suche nach Spinnen und Insekten noch durch das dichte Grün gewandert. Leider hat es unterwegs immer wieder geregnet, aber bewaffnet mit Regenponschos und Gummistiefeln waren wir bestens ausgerüstet. Auf dem Rückweg haben wir Halt bei einem Baumstumpf in Mitten von Mangroven gemacht. Hier ist/war die Behausung einer Anakonda, die die drei Wochen zuvor dort regelmäßig beim Sonnen gesichtet wurde. Leider hatten wir nicht so viel Glück, denn die Bewohnerin war weder an diesem noch an den anderen zwei Tagen anzutreffen. Unsere Guide vermutete, dass sich das riesige Reptil aufgrund des vielen Regens wieder in das warme Wasser zurückgezogen hat.

    Am nächsten Tag stand ein Ausflug in eine Gemeide der indigenen Ureinwohner an. Zunächst hat uns einer der Dorfältesten gezeigt, wie man Schritt für Schritt Brot aus der Yuca-Wurzel zubereitet. Danach wurden wir von einem Schamanen in die Kräuter des Regenwaldes und die damit durchgeführten Rituale eingeweiht. Um den "Blick" seiner Patienten anzunehmen, versetzt sich ein Schamane z.B in einen Trancezustand. Dazu verwendet er einen psychedelisch wirkenden Pflanzensaft aus einer Liniane, der Ayahuasca genannt wird. Zusammen mit den anderen Leuten unserer Gruppe führte er zum Abschluss eine Reinigung und ein Glücksritual mit uns durch. Letzeres sollte sich direkt bezahlt machen. Denn bei der anschließenden Nachttour wurden wir mit Blick auf zwei Baby-Boas und einem vier Meter langen Kaiman am Uferrand belohnt!

    An unserem letzten Tages sind wir um 6 Uhr morgens zu einer Vogelbeobachtung aufgebrochen, bei der wir unter anderem Eisvögel und Reiher sichten konnten. Die berühmten gelb-blauen Aras mit ihrem lauten Geschrei haben wir im Vorbeifliegen bewundert. Auf dem Rückweg mit dem Boot war uns das Glück dann nochmal ganz besonders hold: Eine Baby-Anakonda hat sich auf einem Ast mitten im Wasser gesonnt. Völlig unbeeindruckt von uns konnten wir die Schlange von ganz nah betrachten🐍

    Glücklich und mit ganz viel neuen Eindrücken haben wir danach unsere (wieder sehr lange) Busreise zurück nach Quito angetreten.
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    Sigrid Walcher

    beim Lesen wird mir auch ganz schwül.... Selbst die Baby-Anaconda ist ja schon groß!

    12/22/21Reply
    Jan Weihpratizky

    Im Vergleich zu der Anaconda, die wir leider verpasst haben, aber doch ganz schön klein 😉

    12/22/21Reply
     
  • Day223

    Amazonas, Ecuador

    August 11, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute ist der letzte Tag im Amazonas ... bereits gestern Abend hat es angefangen zu regnen und hat auch die ganze Nacht durchgeregnet!
    Heute geht es mit dem Boot zu den Ureinwohnern des Amazonas! Die Leute hier sprechen tatsächlich noch ihre Ursprache! Die Einwohner haben uns gezeigt wie man Jukawurzel erntet und daraus eine art Mehl herstellt. Daraus haben wir dass Grundnahrungsmittel (Brot bzw. Fladen) gebacken! Bei der Familie die uns dieses Handwerk gezeigt hat habe ich dann auch anschließend ein kleines Suvenier gekauft ... denn hier bin ich mir sicher das es per Hand gemacht wurde!
    Anschließend geht es zum Fussballspielen mit einheimischen des Dorfes!
    30min später sind alle ausgepowert und froh in den Amazones springen zu können!
    Später nimmt uns unser Guid mit zu einem Schamannen des Dorfes! Es wurde uns eher nur erklärt wie so ein Schamannenrutual abläuft! Es war schon ganz okay aber nicht wirklich was außergewöhnliches!
    Auf dem Weg zurück zur Lagune machen wir noch einen kurzen Halt an unserer Lodge für eine kleine Pause... so nutzen wir die Zeit für einen Sprung in ein aufgespanten Netz in der Nähe unserer Lodge!
    Sicherheit absolut Null!🤣
    17:30 geht's mit dem Boot zur Lagune ... und siehe da ... der Wettergott meint es mehr als gut mit uns den wir erleben wirklich einen traumhaften Sonnenuntergang während wir in der Lagune zwischen Kaimanen und Pyranias planschen!

    Die Tage hier im Amazonasgebiet sind sehr spezial und super beeindruckend!

    Morgen geht es noch mal früh (06:00) zum Vögelbeobachten bevor es dann richtung Zivilisation zurück geht!
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    ThomasF

    Bin total begeistert von deiner Reise, freu mich auf weitere Eindrücke✌️😎😉

    8/13/19Reply
    Eugen

    Vielen Dank Thomas ... die Reise geht noch paar Tage... also freu dich auf weitere Eindrücke!

    8/15/19Reply
     
  • Day222

    Amazones, Ecuador

    August 10, 2019 in Ecuador ⋅ ⛅ 27 °C

    Gut ausgeschlafen und gut gefrühstückt geht es bereits 9 Uhr wieder aufs Boot und in den Jungel um die Vegetation zu Fuß zu erkunden!
    Wir wandern ca. 4 Stunden ... sehen unterwegs mehrere Arten von Affen (die zweit kleinste Affenart im Amazonas), eine Schlange im Baum, unzählige Arten von Vögeln und schwingen uns an Lianen (Wurzeln) durch den Jungel!
    Unser Guid ist echt pfiffig was das aufspüren von Tieren und Planzen angeht! Er findet unterwegs ein Bulletameise -> die größte Ameise der Welt ... der Schmerz ihres Stiches soll 24h anhalten weshalb diese auch die 24h-Ameise genannt wird!
    Die ganz großen Tiere haben wir heute leider nicht gesehen!
    Nach dem Mittagessen schwinge ich mich in die Hängematte und verpasse sogar dabei den Starkregen von Amazonas! (gerade ist Regensaison)
    Nachmittags 16:30 fahren wir noch mal raus mit dem Boot auf eine Insel .... doch davor passiert was unglaubliches wir sehen Delphine ... Amazonas Delphine ... diese artverwande Gattung die tatsächlich in die engen Kanäle des Amazonas wandern um nach Fressen zu suchen! Sie sehen schon etwas anders aus mit der langen schnautze und der riesen Stirn als ihre artverwanten aus den Ozeanen! Einfach unglaublich!
    Unser Guid beweist uns wieder mal sein können als wir auf der Insel ankommen ist es bereits dunkel ... es ist auch so geplant! In völliger Dunkelheit mit Taschenlampen bewaffnet findet Elvis unteranderem Vogelspiene, Skorpion, Frösche und irgend ein Insekt welches umso gefährlicher Aussicht und jedoch total harmlos ist dass ich es sogar auf die Hand nähmen darf!
    20 Uhr zurück im Basecamp gibt es Abendessen!

    Morgen geht es gleich nach dem Frühstück zu den Ureinwohnern des Amazonas von Ecuador!
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  • Day131

    4 Tage im Amazonas

    February 20, 2020 in Ecuador ⋅ ☀️ 32 °C

    2% vom Amazonas liegen in Ecuador, und da haben wir die letzten 4 Tage verbracht.
    Die Anreise ins Cuyabeno Reserve war anstrengend: zuerst 8 Stunden mit dem Bus von Baños nach Lago Agrio. Am nächsten Tag zwei weitere Stunden mit dem Bus, bis man nur noch mit dem Motorkanu weiterkommt (nochmals 4 Stunden).
    Bereits auf der Bootsfahrt zur Nicky Lodge konnten wir viele Vögel und Affen beobachten und die einzigartige Dschungelatmosphäre bestaunen.
    Am nächsten Tag ging es, wie jeden Tag, bereits um 06:30 mit dem Kanu auf Tierbeobachtung. Sehr idyllisch mit einer Tasse Kaffee/Tee und meist auch mit Regenponcho - der Amazonas ist ja schliesslich ein Regenwald.
    Auch am Tag und am Abend gingen wir auf mehrere Entdeckungstouren zu Fuss oder mit dem Kanu wo wir unter anderem in 1h etwa 30 Kaimane gesichtet haben.
    Das Highlight der Tour aber war der Feind des Kaimans: eine riesige Anaconda. Rund 2 Stunden liefen wir im Schlamm und Hitze durch das Sumpfgebiet, bis die Guides im Schlamm einen kleinen Zipfel Anaconda-Schwanz entdeckten. Als sie diese dann mit einem Ast aus dem Wasser gezogen haben, staunten wir nicht schlecht als wir diese riesige Schlange vor uns sahen. Wahnsinn! Die anstrengende Suche hat sich auf jeden Fall gelohnt.
    Im Cuyabeno Reservoir gibt es noch 4 eingeborene Communities. Eine davon (bestehend aus 37 Personen) durften wir besuchen und "Mama Aurora" beim Herstellen des Yuca-Brotes helfen. War auf jeden Fall eindrücklich zu erfahren, wie diese Leute mitten im Dschungel leben und ihre eigene Sprache sprechen.
    Aufgeweicht von diesen 4 Tagen ging es nach einem letzen morgendlichen Spaziergang heute wieder zurück nach Lago Agrio und dank dem vielen Regen dauerte die Bootsfahrt nur 2h zurück.
    Ecuador hat uns sehr gut gefallen. Mit dem Gebiergigen Teil im Zentrum und dem Dschungel im Osten (Oriente) hatten wir eine sehr vielfältige Reise. Auch ist das Reisen aufgrund des guten Bus-System ziemlich einfach. Auf die Küste sowie die Galapagos-Inseln haben wir bewusst verzichtet. Bereits in Australien haben wir eine so schöne Tier- und Unterwasserwelt erlebt, dass das Bedürfnis einfach nicht mehr so gross war.
    Morgen werden wir dann weiter nördlich reisen und die Grenze nach Kolumbien passieren.
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    Wau das gseht aber Schwierig us! für das bruchts viel Kraft i de Bei lg regi

    2/25/20Reply

    Puh ned mit mir igit lg regi

    2/25/20Reply
     
  • Day166

    Cuyabeno Reservat - 5 Tage Dschungel pur

    April 21, 2019 in Ecuador ⋅ 🌧 23 °C

    Wo ist meine Kunstdaunen Jacke, die mich in kalten Zeiten so schön warm gehalten hat? Ich durchsuche den ganzen Rucksack, wo ich sie doch eingepackt habe, aber sie ist einfach nicht mehr da. Um alle Eventualitäten auszuschliessen, frage ich im letzten Hostel nach, doch sie ist auch dort nicht. Komisch... Mal die Nacht abwarten, vielleicht werde ich schlauer. Und tatsächlich, am nächsten Morgen ist auch meine Sonnebrille unauffindbar und die habe ich während der Busfahrt in meinen kleinen Rucksack verstaut. Da dämmert es mir langsam, jemand hat sich während der Busfahrt wohl meines Rucksacks bedient! Der Chauffeur meinte noch zu uns, wir sollen auf unsere Rucksäcke aufpassen, da Touristen wohl öfters mal dran glauben müssen. Tja.. zum Glück hatte ich alle Wertsachen direkt bei mir und um die gefälschte Sonnebrille ist es mir auch nicht schade. Der Jacke trauere ich schon noch nach aber wenigstens sind die kalten Zeiten vorbei und mein Rucksack hat wieder etwas Luft!

    Durch kurvenreiche Strassen verlassen wir Lago Agrio und verabschieden uns langsam von der Zivilisation. Zwei Stunden später und (die einen) etwas bleicher, werden wir in Boote verfrachtet, wo uns weitere zwei Stunden Fahrt im Dschungel erwartet. Unser "Abhol" Guide erweist sich als eher stumm und unmotiviert, zum Glück haben wir aber einen Fahrer, der weiss wo die Tiere stecken. Zuerst bin jedoch ich erfolgreich - mono! rufe ich und der Fahrer hält an und lässt uns Zeit, die herzigen Äffchen in den Bäumen zu beobachten. Weiter geht's und plötzlich herrscht Aufregung, wir nähern uns dem Ufer und wenig später haben wir sie alle erspäht, da liegt sie seelenruhig und eingerugelt - eine schwarze Anakonda, wow! Auf dem Weg in unsere Lodge begrüssen uns noch zwei weitere Affenarten (von insgesamt 10, die hier leben), eine weitere Anakonda, eine Echse sowie verschiedene Vögel.
    Wir wohnen für die nächsten 4 Nächte in der Jamu Lodge, gleich am Fluss (einen anderen Zugang gibt es nicht), inmitten des Dschungels.
    Noch vor dem Abendessen steht ein Ausflug in den nahegelegenen See an, wo die Waghalsigen einen Sprung ins Kalte nass tätigen können. Es sei die einzige Lagune, die sicher sei. Wie die Guides wissen, dass es hier weder Krokodile noch sonstige böse Tiere gibt, fragen wir uns besser nicht sondern geniessen die Erfrischung in romantischer Sonnenuntergangsstimmung.
    Beim Abendessen herrscht Aufregung, irgendetwas gibt es am Baun zu sehen. Als Neuankömmlinge sind wir besonders gwunderig und eilen auch zum Baum. Wir stauen nicht schlecht, als dort eine Tarantel (grosse, pelzige Spinne!) nur einen Meter entfernt von uns sich zur Schau stellt. Da werden die coolen Stäcklitiere auf der anderen Seite des Baumes gerade leicht in den Schatten gestellt. Als wir etwas später direkt über unserem Nachbartisch eine weitere Tarantel entdecken, die gerade dabei ist, eine frisch geschnappte Fledermaus zu verspeisen(!), sind wir definitiv im Dschungelcamp angekommen. Was für ein fantastischer Auftakt in unser Abenteuer. Als wir auch den Fröschen mit den wunderschönen Augen Gutnacht gesagt haben, summen uns die Insekten lautstark in den Schlaf.

    Auf die selbe Art werden wir am nächsten Morgen angenehm aus dem Schlaf gerissen. Heute steht ein Besuch beim Schaman (Natur-Heil-Doktor) an. Ich frage Dani, ob er mich verlassen würde, falls der Shaman aussagt ich sei eine schlechte Person - ein eindeutiges Ja kommt zurück. Meine Nervosität steigt. Mit dem Boot holen wie ihn ab und fahren zu seiner "Dschungelpraxis". Dort erzählt er uns, wie Ayuasca, das natürliche, starke Entgiftungs-Gift, funktioniert und wie er Krankheiten erkennt. Ich frage, ob ich auch Shamanin werden könne und überraschenderweise könnte ich das. Wenn ich nicht schwanger bin und meine Menstruation nicht habe, bin ich jederzeit willkommen. Die Ausbildung dauert mehrere Jahre und man darf während und auch danach niemals von schwangeren oder menstruierenden Frauen Essen annehmen, auch wenn es die eigene Frau ist. Er geht nicht auf einzelne Personen ein und somit ist Dani zum Glück nach wie vor mein Freund. Wir lernen zum Schluss noch wie die Einheimischen früher mit einer Art Blasrohr vergiftete Zahnstocher durch die Luft geschossen haben um Tiere zu jagen, bevor es weiter geht in ein Dschungeldorf. In dieser Community stellen wir Yuca Brot her! Zuert ernten wir das Gemüse im Dschungel, bevor es geschält, gewaschen und geraffelt wird. Als nächstes wird es in eine Art "Tasche" eingepackt und ausgewindet, damit alle Flüssigkeit rauskommt. Nun wird es noch ganz fein verribelt (sieht aus wie Mehl) und anschliessend ohne irgendwelche weitere Zutaten auf eineTonscheibe auf das Feuer gelegt. Ca 5 Minuten später ist unsere perfekte Tortilla fertig, wird mit Thonsalat und Reis gefüllt und wir geniessen unser Mittagessen. Ein kurzer Verdauungsspaziergang führt uns zum grössten Baum im Dschungel welcher als einer der wenigen Orten in der Gemeinde Handyempfang bietet. Unser Guide Pedro macht sich mit dem Rest der Gruppe auf den Rückweg, während wir vier noch mit einem kurzen Fotoshooting beschäftigt sind. Wenn wir jetzt nur noch wüssten, welcher Weg zurückführt... jedenfalls nicht unser auserwählte. Auch Pedro hat unsere Abwesenheit wohl bemerkt und ruft durch den Dschungel - happy end!
    Auf der Rückfahrt zur Lodge und dem täglichen Sonnenuntergangsausflug zum See erwarten uns weitere tierische Highlights. Hoch auf den Palmen strahlen 4 blau-gelbe Papageien im wunderschönen Abendlicht um die Wette, was für ein Anblick. Nachdem sie geduldig für unsere Kameras posiert haben, bieten sie eine kurze Flugshow und verschwinden von der Bildfläche. Als nächstes suchen wir die Flussdelphine. Ich kann es kaum erwarten doch diese Show ist nicht ganz so umwerfend. In der Ferne sehen wir sie jeweils für wenige Sekunden, bevor sie wieder im Wasser verschwinden. Nach dem Eindunkeln möchten wir den Kaimanen hallo sagen. Direkt vor einer anderen Lodge werden wir fündig, anscheinend wird er öfters hier gesichtet, da er vermutlich gefüttert wird. Als unser Boot direkt neben seinem Kopf halt macht, lasse ich Dani den Vortritt und geniesse den Anblick von der zweiten Reihe aus.

    Das Abendessen bietet erneut Spannung. Wir dürfen unseren Tisch zuerst auswählen und ein paar Spinnenfreunde in unserer Gruppe entscheiden sich ausgerechnet für den Tisch unterhalb der Tarantel. Ich esse mit meinem Tächlichäppli, sicher ist sicher! Nachdem sie uns beim Essen zugeschaut hat, scheint sie ebenfalls Appetit bekommen zu haben. Sie krabelt langsam den Holzbalken hoch Richtung Frosch. Dieser macht keinen Wank. Mit Feldstecher lehne ich mich zurück und bin gespannt auf die Show. Sie kommt näher und näher und ZÄG, mit gestrecktem Bein direkt auf den Frosch, oh nein armer Frosch😓 doch das Schauspiel nimmt eine überraschende Wende, die Spinne macht einen Rückzieher, der Frosch bleibt am Leben 💪🐸 und ich kann nun endlich mein Dessert geniessen😋.

    Mit Gummistiefel und Regenpellerine geht es am Tag 3 auf die Pirsch. Wir spazieren durch schlammige Pfade voller Insekten, lernen z.B dass man Termitten essen kann und diese wie Karotten schmecken (was der Italiener in unserer Gruppe nach der Degustation bestätigen kann) oder dass man beim Latex Baum etwas Rinde aufritzen muss, damit die weisse Flüssigkeit rauskommt, die süsslich schmeckt und gegen Bauchschmerzen eingesetzt wird (und die Überresten am Finger sich wie Kaugummi anfühlen). Der Rückweg zur Lodge mit dem Paddel Boot ist definitiv anstrender als die Anreise mit de Motorboot. Zum Glück sind Lilian und Manuela so gute Ruderer, so dass die Schwäche der anderen wetgemacht wird (oder doch eher umgekehrt?)
    Einen Teil des Pfades erkundigen wir auf einem Nachtspaziergang erneut. Ganz schön unheimlich! Wir entdecken Spinnen, Spinnen und nochmals Spinnen. (Alessia und Jenni, falls ihr das liest, ich hätte diesen Spaziergang gerne mit euch gemacht:-)) Ab und zu auch Frösche, Heugümper, eine Art Lobster und weitere Insekten.
    Erneut ein erfolgreicher Tag - nebst vielen Insekten haben wir weitere Affenarten, farbige Vögel sowie ein Faultier entdeckt.

    Tag 4 müssen wir früh auf! Um 6h15 verlässt das Boot die Lodge um mit den Vögeln in den Tag zu starten. Sie scheinen jedoch noch nicht so aktiv und präsentationsfreudig zu sein, auch verständlich bei diesem bewölkten Himmel. Spannender wird's nach dem Frühstück, als wir durch enge Dschungelgassen paddeln und dabei den Affen zuschauen können, wie sie von Baum zu Baum die Flusseite wechseln. Einer nach dem anderen nimmt Anlauf und wagt den Sprung, grosses Kino! Wir verlassen das Boot um das Festland zu erkunden und müssen dabei aufpassen, nicht auf die Ameisen Autobahn zu trampeln. Eine Tarantel und eine sich verpuppende Raupe versüssen uns den Spaziergang. Zmittag gibt's heute auf dem Boot und zwar ein echter Dschungel Lunch - Spaghetti Bolognese! Vögel und Affen begleiten uns beim gemütlichen zurückpaddeln zur Lodge.
    Am späteren Nachmittag auf dem Weg zum See thront zuoberst im Baum ein faules Faultier. So majestätisch, man könnte meinen es sei gerade Dschungelkönig geworden! Faultiere haben einen grossen Vorteil gegenüber den anderen Tieren - sie bleiben an Ort und Stelle und man muss absolut keine Angst haben, dass es schon verschwunden ist, kaum hat man es entdeckt.
    Der nächtliche Ausflug ist heute der Suche nach Wasserboas gewidmet. Unsere Hoffnungen sind gering - unsere Freude umso grösser, als Pedro plötzlich mit der Taschenlampe fuchtelt, er hat etwas entdeckt! Unser Boot nähert sich langsam dem Baum, wo die reflektierenden Augen herfunkeln. Da liegt sie auf dem Ast, eine gelbe, lange Boa. Ob sie vor lauter Freude uns zu sehen mit der Zunge züngelt, können wir nicht beurteilen. Das ganze Boot ist begeistert! Weiter geht die Suche und wir werden nochmals fündig. Diesmal sind andere Boote bereits vor Ort, gefundenes Fressen für uns! Diesmal eine weiss graue Boa, die den Ast verziert und sich langsam entlang schlängelt. Auf dem Rückweg sehen wir noch eine dritte Boa, bevor es dann endlich Abendessen gibt.
    Schon steht die letzte Nacht in unserem Dschungelzimmer bevor. Wir verabschieden uns von allen "Haustieren" und geniessen ein letztes Mal das harmonische Einschlafkonzert!
    Mit dem Motorboot fahren wir am nächsten Morgen zurück Richtung Cuyabeno Brücke. So schön wie uns die Sonne vor 5 Tagen begrüsst hat, so heftig regnet es nun heute. 2 Stunden Fahrt in strömenden Regen sorgt dafür, dass wir trotz Regenpellerine heute Abend wohl nicht mehr duschen müssen!

    Morgen folgt das nächste grosse Highlight, wir fliegen auf die Galapagos Inseln und freuen uns unglaublich auf die bevorstehende 8 tägige Kreuzfahrt!
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    Margrit Camenzind

    Da könnte ich auch nicht weiteressen🕷

    4/22/19Reply
    Margrit Camenzind

    Wow, das ist ja super spannend und interessant im Dschungel. Dein Bericht liest sich herrlich spannend und ab und zu musste ich wirklich lachen😹😂

    4/22/19Reply
    Margrit Camenzind

    Sieht ja spannend aus

    4/22/19Reply
    7 more comments
     
  • Day84

    Yukabrot

    December 7, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 30 °C

    Zersch hemmer d Yukachnolle gerntet, gaht ganz eifach, nur us em Boder riise und ganz wichtig, en Teil vom Stängel wieder in Bode stecke, das e neui Pflanze cha wachse.
    Denn hemmer d Chnolle gschellt und gwäsche.
    Nach dem hemmer alles fiin grafflet und d Frau wo eus alles zeiget het, het mit somene Gurt alles Wasse usepresst. Denn hett sie alles fiin gsiblet und den nur no i de Tonschale bache, fertig.
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  • Day84

    Puerto Bolivar

    December 7, 2019 in Ecuador ⋅ ☁️ 25 °C

    Hütt simmer id Zivilisation, is grösste Dorf vom Sionastamm, mit 160 Ihwohner. Nach zwei Stunde mit em Bot, mir sind so lang unterwegs gsi, will mer wieder mega viel gseh hend, Tukan, Äffli, Echse, Spinne, Zigünerhüener, Fröschli usw.
    Im Dorf ahcho hemmer glernt wie mer us Yuka Fladebrot cha mache, isch no recht eifach, aber dadezueh meh imene seperate Footprint. Das Brot hets den grad zum Zmittag dezue geh. Nachdem mer no schnell d Schuel sind go ahluege, isch nöd lang gange das nur zwei Schuelzimmer hend, wos in Spanisch und au i ihrne eigene Sprach unterrichted, isches den zum Shaman gange.
    Er hett eus verzellt das er 20 Jahr lang hett müsse lerne und er immerno drah isch, zum all die Chrütli und Heilpflanze z kenne. Er hett den au no eusi Sehl greiniget und er het eus no demonstriert wies Blasrohr wos zum jage bruchet funktioniert. Natürlich hemmer den au no dörfe probiere und ich bi de einzig gsi wos Ziel troffe het.
    Nach dem isches wieder zrugg zum See gange wommer wieder en wunderschöhne Sunneuntergang gnosse hend.

    Ps.: Bi de meiste Bilder müend er halt chli sueche bis ihr d Tierli finded. De Tagschlöfer isch chli schwierig.
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  • Day82

    Uf em Weg zu de Sionalodge

    December 5, 2019 in Ecuador ⋅ ☀️ 27 °C

    Am halbi 10i am Morge, bini im Hostel in Lago Agrio abghollt worde. Nach ca. zwei Stunde im Büssli, uf zum Teil sehr kaputte Strasse, simmer den in Cuyabeno ahcho. Dende ahcho hets zerschd mal Zmittag geh. D Bootfahrt isch den chli länger gange, da mer unterwegs no viel Tierli gseh hend z.B. Anakondas, verschiedeni Vögel (da chamer de Jan den sicher mit de Näme helfe), Kapuzineräffli und no Wollaffe.
    I de Lodge ahcho, hets en Zvieri geh und den hemmer eusi Zimmer chönne bezieh. Denn simmer nomal ufd de See use go Bade und de Guide hett eus no verschiedeni sache über s Naturschutzgebiet erklährt.
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  • Day89

    Tief im Dschungel Teil 3

    December 21, 2021 in Ecuador ⋅ 🌧 28 °C

    Noch mehr Bilder, weil es so viel zu sehen gab :D

    Sigrid Walcher

    ins Wasser möchte ich da wirklich nicht gehen... der Kaiman ist ja kaum zu sehen, die Piranhas sicher auch nicht. Aber es war für Euch sicher unheimlich spannend!

    12/22/21Reply
    Jan Weihpratizky

    Ein bisschen hat uns das auch vom Baden abgehalten…

    12/22/21Reply

    Beeindruckende Bilder. Feuchtwarm bei euch bei uns trocken und kalt(-10). Liebe Grüße aus dem Schwarzwald. Opa. [Wo]

    12/22/21Reply
    Jan Weihpratizky

    -10 Grad ist ja ganz schön kalt 🥶 aber für Heiligabend ist dann Regen angesagt, oder? ☹️

    12/22/21Reply
     

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